Evaluation der Arbeitsmarktpolitik
Arbeitsmarktpolitik soll neben der Wirtschafts- und Strukturpolitik sowie der Arbeitszeit- und Lohnpolitik einen Beitrag zur Bewältigung der Arbeitslosigkeit leisten. Aber ist sie dabei auch erfolgreich und stehen die eingebrachten Mittel in einem angemessenen Verhältnis zu den erzielten Wirkungen? Die Evaluationsforschung geht der Frage nach den Beschäftigungseffekten und den sozialpolitischen Wirkungen auf individueller und gesamtwirtschaftlicher Ebene nach. Das Dossier bietet weiterführende Informationen zu Evaluationsmethoden und den Wirkungen von einzelnen Maßnahmen für verschiedene Zielgruppen.
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- Methoden und Datensatzbeschreibungen
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Typologie der Maßnahmen
- Institutionen der Arbeitsförderung
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Vermittlung und Beratung
- Prozessoptimierung
- Profiling und Case Management, Eingliederungsvereinbarung
- Unterstützung bei der Arbeitsuche
- Vermittlung durch Dritte
- Vermittlung von Beziehern von Bürgergeld, Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld II
- Zusammenarbeit von Arbeits- und Sozialverwaltung
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- Subventionierung von Beschäftigung
- Öffentlich geförderte Beschäftigung
- Transfer- und Mobilitätsmaßnahmen
- berufliche Rehabilitation
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Literaturhinweis
Erfolgreiche Wiedereingliederung und ökonomisch sinnvoll: Die Einstiegsprämie als neue Maßnahme für Return to Work (2025)
Zitatform
Bökel, Andrea, Tatjana Levin, Christian Sturm, Christoph Egen & Anne Ostermann (2025): Erfolgreiche Wiedereingliederung und ökonomisch sinnvoll: Die Einstiegsprämie als neue Maßnahme für Return to Work. In: Die Rehabilitation, S. 1-7. DOI:10.1055/a-2724-3608
Abstract
"Die Einstiegsprämie (ESP) ist eine innovative Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben, die im Rahmen des rehapro-Förderprogramms erprobt wurde. Ihr Hauptziel ist, die rasche und selbstvermittelte Wiedereingliederung von Menschen mit langfristigen gesundheitlichen Beeinträchtigungen in den Arbeitsmarkt. Die ESP wird als Alternative zum Eingliederungszuschuss (EGZ) angeboten und bietet den Beschäftigten eine monatliche Unterstützung von bis zu 400 Euro über einen Zeitraum von sechs Monaten sowie eine einmalige Erfolgsprämie nach zwölf Monaten im Arbeitsverhältnis. Die Maßnahme soll zur Beschäftigungsaufnahme motivieren, den Übergang in das Erwerbsleben erleichtern und die Chancen auf gesellschaftliche Teilhabe verbessern. In der Kohortenstudie wurden Reha-Statistik-Daten (RSD) von Versicherten der Rentenversicherungsträger Mitteldeutschland und Braunschweig-Hannover, die die ESP bzw. den EGZ bezogen, ausgewertet. Der Hauptzielparameter ist die Wiedereingliederungsquote sechs, 13 und 15 Monate nach Maßnahmenbeginn und ein Kostenvergleich. Sekundäre Parameter wie u. a. Tätigkeitsbranchen wurden mittels deskriptiver Berechnungen für beide Gruppen analysiert. Des Weiteren erfolgte eine binäre logistische Regressionsanalyse zu Untersuchung von Prädiktoren einer 15-monatigen Erwerbstätigkeit. Im Interventionszeitraum bezogen 485 Personen die ESP. Die Analyse der RSD ergibt für die Gruppe der ESP-Beziehenden eine höhere Beschäftigungsquote für die Zeiträume von 6 Monate, 13 Monate und 15 Monaten nach Maßnahmenbeginn (91,3% für 6 Monate, 83,7% für 13 Monate und 81,2% für 15 Monate nach Maßnahmenbeginn). Die Beschäftigungsquote der EGZ-Gruppe lag bei 89,3% nach 6 Monaten, bei 68,7% nach 13 Monaten und bei 63,4% bei 15 Monaten nach Maßnahmenbeginn. ESP-Beziehende hatten eine 2,4-fach erhöhte Chance 15 Monate Erwerbstätigkeit zu erreichen, als EGZ-Beziehende. Die Maßnahmenkosten pro Fall sind in der EGZ-Gruppe 2,8-fach höher als in der ESP-Gruppe. Aus der mit der ESP erreichten Wiedereingliederungsquote und der ökonomischen Analyse lässt sich eine positive Bilanz für das Modellprojekt ziehen. Die Leistung erreicht eine Zielgruppe, die gesundheitlich langfristig eingeschränkt ist und zum Teil langzeitarbeitslos war. Kernbotschaft : Die Einstiegsprämie ist eine nicht zweckgebundene Leistung an Arbeitnehmende. Im Vergleich zu Zahlungen an Arbeitgebende erzielt sie als Wahlalternative eine bessere Eingliederungsquote bei niedrigeren Kosten als der EGZ." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Rehabilitation neu denken – Zugänge vereinfachen, den Menschen in den Mittelpunkt stellen und Fachkräfte sichern (2025)
Kalckreuth, Annette von;Zitatform
Kalckreuth, Annette von (2025): Rehabilitation neu denken – Zugänge vereinfachen, den Menschen in den Mittelpunkt stellen und Fachkräfte sichern. In: Die Rehabilitation, Jg. 64, H. 3, S. 124-127. DOI:10.1055/a-2596-7376
Abstract
"Sinkende Beitragsleistungen, steigende Antragszahlen – der demographische Wandel und der Fachkräfteengpass stellen das deutsche Reha-System vor große Herausforderungen. Gleichzeitig wachsen die Erwartungen an Effizienz und Bürgerfreundlichkeit. Um dem gerecht zu werden, muss die Zusammenarbeit zwischen den Rehabilitationsträgern besser werden. Besonders bei komplexen Beeinträchtigungen und bei psychischen Erkrankungen sind schnelle und passgenaue Lösungen gefragt. Der Beitrag zeigt auf, warum und wie sich das System weiterentwickeln muss, um eine bedarfsgerechte, kosteneffiziente und zukunftsfähige Rehabilitation zu gewährleisten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitsassistenz - ein erfolgreiches Integrationsinstrument (2007)
Wulf, Marion;Zitatform
Wulf, Marion (2007): Arbeitsassistenz - ein erfolgreiches Integrationsinstrument. In: Behindertenrecht, Jg. 46, H. 2, S. 34-48.
Abstract
Das Integrationsamt des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) hat die Geldleistung Arbeitsassistenz umfassend evaluieren lassen. In dem Beitrag werden alle wichtigen Aspekte dieser Evaluation und ihrer Ergebnisse dargestellt und bewertet. Behandelt werden u. a., wer dieses neue Instrument zur Integration schwerbehinderter Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nutzt, wie es aus der Sicht der Betroffenen - der schwerbehinderten Beschäftigten, ihrer Arbeitgeber und der Assistenzkräfte - wirkt und eingeschätzt wird. Dargelegt werden auch die Ergebnisse der Evaluation hinsichtlich der Bewertung der Bewilligungs- und Verwaltungspraxis der Integrationsämter und die im Rahmen der Evaluation vorgeschlagenen bzw. entwickelten Verbesserungsmöglichkeiten. Ziel des Projekts war es nämlich auch, die Umsetzung der Arbeitsassistenzregelung in § 102 Abs. 4 SGB IX durch die Integrationsämter im Sinne einer selbstkritischen Reflexion zu beleuchten und Schlussfolgerungen für die Verwaltungspraxis daraus zu ziehen. (IAB2)
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