IAB-Stellenerhebung
Diese Betriebsbefragung wird seit 1989 vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Auftrag gegeben. Sie ist die einzige Erhebung in Deutschland, die repräsentativ und statistisch valide die Entwicklung des gesamtwirtschaftlichen Arbeitskräftebedarfs misst und den betrieblichen Rekrutierungsprozess im Detail untersucht.
Informationen über die Anzahl an offenen und sofort zu besetzenden Stellen sowie über Such- und Besetzungszeiten und Wege der Rekrutierung von Personal sind sowohl für die Forschung als auch für die Arbeitsmarktpolitik und nicht zuletzt für die Unternehmen/Verwaltungen sowie ihre Verbände von hoher Relevanz. So konnten die Analysen auf Basis dieser Erhebung zum Beispiel wesentlich dazu beitragen, Ursachen und Ausmaß von Engpässen auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu untersuchen. Auf Basis der Ergebnisse aus der Erhebung werden Empfehlungen sowohl an die Betriebe als auch an die Politik abgegeben. Ein Beispiel ist die Frage, wie einem möglichen Fachkräfteengpass entgegengesteuert werden könnte. Konjunkturelle Schwankungen lassen sich dabei ebenso beobachten wie das Verhalten von Betrieben in Wirtschaftskrisen.
Die Infoplattform enthält Forschungsliteratur, die auf der Grundlage der IAB-Stellenerhebung seit 1989 entstanden ist.
-
Literaturhinweis
KMU unter Druck: Die Fachkräftesituation in den Bundesländern (2026)
Arndt, Franziska; Köhne-Finster, Sabine;Zitatform
Arndt, Franziska & Sabine Köhne-Finster (2026): KMU unter Druck: Die Fachkräftesituation in den Bundesländern. (KOFA kompakt / Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung 2026,04), Köln, 7 S.
Abstract
"KMU tragen den Großteil des Fachkräftemangels – wie stark die Engpässe ausfallen, unterscheidet sich jedoch je nach Bundesland: In Bayern bleibt etwa jede zweite Stelle im Mittelstand unbesetzt, in Berlin nur rund jede fünfte. In ländlich geprägten Bundesländern entfallen bis zu 80 Prozent der offenen Stellen in Engpassberufen auf KMU, während in den Stadtstaaten der Wettbewerb mit Großunternehmen stärker ausgeprägt ist. Besonders häufig fehlen KMU beruflich qualifizierte Fachkräfte, vor allem in Produktion und Fertigung, im Handwerk sowie in Gesundheits- und Sozialberufen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Fachkräftemangel in KMU: Eine Analyse der Fachkräftesituation nach Betriebsgrößenklassen (2026)
Zitatform
Arndt, Franziska, Paula Risius, Lydia Malin & Valeria Quispe (2026): Fachkräftemangel in KMU: Eine Analyse der Fachkräftesituation nach Betriebsgrößenklassen. (KOFA-Studie / Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung 2026,02), Köln, 41 S.
-
Literaturhinweis
Labor Demand on a Tight Leash (2026)
Zitatform
Bossler, Mario & Martin Popp (2026): Labor Demand on a Tight Leash. In: ILR review, Jg. 79, H. 4, S. 617-651., 2025-10-21. DOI:10.1177/00197939261435961
Abstract
"Using detailed information on vacancies and job seekers, the authors study the effect of labor market tightness on labor demand for the near-universe of German firms. To this end, novel Bartik instruments are constructed that combine firms’ predetermined employment shares with nationwide shifts at the occupational level. The results show that tightness significantly reduces firms’ labor demand, implying that the observed doubling in tightness between 2012 and 2019 reduced employment by 5%. At the aggregate level, the negative tightness effect creates search externalities, which reduce the own-wage elasticity of labor demand from −0.7 to −0.5 through reallocation of workers between firms. To guide the analysis, the authors embed elements of the canonical search-and-matching model into a labor demand equation, while allowing vacancy posting costs to increase in tight markets. Through the lens of this model, the pre-match component of hiring costs amounts to 16–24% of annual wage payments." (Author's abstract, IAB-Doku, © Sage) ((en))
-
Literaturhinweis
Überbordende Bürokratie: Wie sie den Personalbedarf in Unternehmen steigert (2026)
Zitatform
Diegmann, André & Alexander Kubis (2026): Überbordende Bürokratie: Wie sie den Personalbedarf in Unternehmen steigert. In: Zukunftsstandort Deutschland H. 17.02.2026, 2026-02-17.
Abstract
"Deutschland verzeichnet seit der Corona-Pandemie eine deutlich schwächere wirtschaftliche Dynamik als vergleichbare Länder. Im Jahr 2025 ist die Zahl der Arbeitslosen bereits im dritten Jahr in Folge gestiegen, während die Wirtschaft nach zwei Rezessionsjahren preisbereinigt lediglich um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr wächst. Neben konjunkturellen Schwankungen spielen dabei strukturelle Faktoren eine zentrale Rolle. Zu diesen zählt auch eine als überbordend wahrgenommene Bürokratie, die für Unternehmen ein Standorthemmnis darstellt und zu einer geringeren gesamtwirtschaftlichen Leistung beiträgt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Off the Labor Supply Curve: The Zero Employer Size Wage Effect Within Large Firms (2026)
Zitatform
Diegmann, André, Steffen Müller & Benjamin Schoefer (2026): Off the Labor Supply Curve: The Zero Employer Size Wage Effect Within Large Firms. (NBER working paper / National Bureau of Economic Research 35265), Cambridge, Mass, 80 S.
Abstract
"We revisit the employer size wage effect (ESWE) - arguably the most basic and influential departure from the law of one price for labor. Our main result is that this canonical fact disappears completely across establishments within the same firm, even though they operate in different local labor markets. We uncover and dissect this fact by including a firm fixed effect in otherwise standard cross-sectional regressions of wages on establishment size. We implement this demanding specification in population-wide triple-linked firm-establishment-employee data in Germany. This result is new in the ESWE literature (for which our paper also provides the first systematic meta-analysis). This wage-size decoupling is hard to square with the view that employment is determined along a finitely elastic employer-specific labor supply curve - i.e., employers pay exactly the minimum needed for the quantity of labor, but no more - the foundation of the monopsony view. Bycontrast, large multi-establishment firms (MEF) appear to hire off their labor supply curves (or those curves are very elastic), pay wage premia above the monopsonistic minimum, and leave excess labor supply. We find some evidence for a reemergence of the ESWE within low-premium MEFs. Overall, at least for the 25% of German employment in large firms for which the ESWE disappears, wage setting and employment determination may be better accounted for by alternative models, namely accommodating above-market-clearing wage premia and rationing of labor supply, such as efficiency wage theories." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
IAB-Stellenerhebung: Betriebsbefragung zu Stellenangebot und Besetzungsprozessen, Wellen 2000 bis 2023 mit Folgequartalen von 2006 bis 2024 (2026)
Diegmann, André ; Kovalenko, Tim ; Pohlan, Laura ; Popp, Martin ; Vetter, Franka ; Kubis, Alexander; Pirralha, André ; Gürtzgen, Nicole ;Zitatform
Diegmann, André, Nicole Gürtzgen, Tim Kovalenko, Alexander Kubis, André Pirralha, Laura Pohlan, Martin Popp & Franka Vetter (2026): IAB-Stellenerhebung: Betriebsbefragung zu Stellenangebot und Besetzungsprozessen, Wellen 2000 bis 2023 mit Folgequartalen von 2006 bis 2024. (FDZ-Datenreport 08/2026 (de)), Nürnberg, 34 S. DOI:10.5164/IAB.FDZD.2608.de.v1
Abstract
"Die IAB-Stellenerhebung ist eine quartalsweise durchgeführte und repräsentative Betriebs-befragung über das gesamtwirtschaftliche Stellenangebot sowie Einstellungsprozesse in Deutschland. Die Erhebung ermittelt die Gesamtzahl aller offenen Stellen am Arbeitsmarkt, einschließlich jener Stellen, die nicht der Bundesagentur für Arbeit (BA) gemeldet werden. Die Hauptbefragung im vierten Quartal eines Jahres besteht aus drei Modulen. Das erste Modul enthält Fragen zur Zahl und Struktur offener Stellen, dem erwarteten künftigen Arbeitskräftebedarf, zur wirtschaftlichen Lage und zur Entwicklung der befragten Betriebe. Das zweite Modul erfragt die betriebliche Einschätzung und Nutzung aktueller arbeitsmarktpolitischer Instrumente sowie den betrieblichen Umgang mit am Arbeitsmarkt benachteiligten Personen. Das dritte Modul enthält Fragen zum letzten Fall einer Neueinstellung und zum letzten Fall eines gescheiterten Rekrutierungsversuchs. Im ersten, zweiten und dritten Quartal des darauffolgenden Jahres finden kurze Nachbefragungen u. a. zu den Kernfragen unter den teilnehmenden Betrieben der Hauptbefragung statt. Das Forschungsdatenzentrum der Bundesagentur für Arbeit stellt die Datensätze der Befragungswellen ab 2000 mit allen Modulen einschließlich der Nachbefragungen für externe Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bereit." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Diegmann, André ; Kovalenko, Tim ; Pohlan, Laura ; Popp, Martin ; Vetter, Franka ; Kubis, Alexander; Pirralha, André ; Gürtzgen, Nicole ;Ähnliche Treffer
also released in EnglishWeiterführende Informationen
-
Literaturhinweis
The IAB Job Vacancy Survey: Establishment survey on labour demand and recruitment processes, waves 2000 to 2023 and subsequent quarters 2006 to 2024 (2026)
Diegmann, André ; Kovalenko, Tim ; Pohlan, Laura ; Popp, Martin ; Vetter, Franka ; Kubis, Alexander; Pirralha, André ; Gürtzgen, Nicole ;Zitatform
Diegmann, André, Nicole Gürtzgen, Tim Kovalenko, Alexander Kubis, André Pirralha, Laura Pohlan, Martin Popp & Franka Vetter (2026): The IAB Job Vacancy Survey: Establishment survey on labour demand and recruitment processes, waves 2000 to 2023 and subsequent quarters 2006 to 2024. (FDZ-Datenreport 08/2026 (en)), Nürnberg, 33 S. DOI:10.5164/IAB.FDZD.2608.en.v1
Abstract
"Die IAB-Stellenerhebung ist eine quartalsweise durchgeführte und repräsentative Betriebs-befragung über das gesamtwirtschaftliche Stellenangebot sowie Einstellungsprozesse in Deutschland. Die Erhebung ermittelt die Gesamtzahl aller offenen Stellen am Arbeitsmarkt, einschließlich jener Stellen, die nicht der Bundesagentur für Arbeit (BA) gemeldet werden. Die Hauptbefragung im vierten Quartal eines Jahres besteht aus drei Modulen. Das erste Modul enthält Fragen zur Zahl und Struktur offener Stellen, dem erwarteten künftigen Arbeitskräftebedarf, zur wirtschaftlichen Lage und zur Entwicklung der befragten Betriebe. Das zweite Modul erfragt die betriebliche Einschätzung und Nutzung aktueller arbeitsmarktpolitischer Instrumente sowie den betrieblichen Umgang mit am Arbeitsmarkt benachteiligten Personen. Das dritte Modul enthält Fragen zum letzten Fall einer Neueinstellung und zum letzten Fall eines gescheiterten Rekrutierungsversuchs. Im ersten, zweiten und dritten Quartal des darauffolgenden Jahres finden kurze Nachbefragungen u. a. zu den Kernfragen unter den teilnehmenden Betrieben der Hauptbefragung statt. Das Forschungsdatenzentrum der Bundesagentur für Arbeit stellt die Datensätze der Befragungswellen ab 2000 mit allen Modulen einschließlich der Nachbefragungen für externe Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bereit." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Diegmann, André ; Kovalenko, Tim ; Pohlan, Laura ; Popp, Martin ; Vetter, Franka ; Kubis, Alexander; Pirralha, André ; Gürtzgen, Nicole ;Ähnliche Treffer
auch deutschsprachig erschienenWeiterführende Informationen
-
Literaturhinweis
Employment and Reallocation Effects of Higher Minimum Wages (2026)
Drechsel-Grau, Moritz;Zitatform
Drechsel-Grau, Moritz (2026): Employment and Reallocation Effects of Higher Minimum Wages. In: Journal of Political Economy Macroeconomics. DOI:10.1086/741546
Abstract
"This paper studies the employment and reallocation effects of minimum wages in Germany in a search-and-matching model with endogenous job search effort and vacancy posting, multiple employment levels, a progressive tax-transfer system, and worker and firm heterogeneity. I find that minimum wages up to 70% of the median wage significantly increase productivity, hours worked and output without reducing employment. In frictional labor markets, however, reallocation takes time whenever the minimum wage cuts deep into the wage distribution. I show that gradually implementing a high minimum wage is necessary to avoid elevated unemployment rates during the transition." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Price Discovery in Labor Markets: Why Do Firms Say They Cannot Find Workers? (2026)
Zitatform
Friedrich, Benjamin, Michal Zator & Alison Zhao (2026): Price Discovery in Labor Markets: Why Do Firms Say They Cannot Find Workers? (RF Berlin - CReAM Discussion Paper Series 2026,215), Berlin, 82 S.
Abstract
"Why do firms report that they cannot find workers instead of preemptively raising wages? Using German administrative data, we show labor-constrained firms pay lower wages and quasi-exogenous wage increases alleviate constraints, consistent with monopsony. Yet constrained firms' delayed wage increases point beyond this mechanism. We develop a dynamic matching model combining wage-setting power with incomplete information and downward wage rigidity. Consistent with the model, firms raise wages when initial wage plans prove too low, especially for peripheral occupations, and face constraints after wage shocks to adjacent sectors, suggesting that firms' inaccurate beliefs and learning about market wages shape labor constraints." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Spatial disparities in hiring problems: The role of firm characteristics, job features, and search channels (2026)
Zitatform
Fuchs, Michaela, Annekatrin Niebuhr, Jan Cornelius Peters & Georg Sieglen (2026): Spatial disparities in hiring problems: The role of firm characteristics, job features, and search channels. In: Papers in Regional Science, Jg. 105, H. 5, 2026-09-01. DOI:10.1016/j.pirs.2026.100170
Abstract
"Against the backdrop of discussions about growing regional labour shortages, this study investigates spatial disparities in hiring problems using representative micro data on vacancies and establishments in Germany. Our results point to significant disparities that vary between location types along the urban-rural continuum depending on indicator. While establishments in rural areas receive less suitable applications and more often abandon hiring plans, firms in cities more often report problems related to the applicants’ qualification and wage expectations. Prevailing types of establishments and jobs explain an important part, but not all of the disparities. Evidence on concessions suggests, moreover, that employer responses to labour shortages differ depending on the location type. While establishments in urban areas are more likely to compromise on wages, concessions on qualification are more frequent outside big cities. However, rural establishments report problems related to applicants’ insufficient qualifications less often. Heterogenous hiring problems indicate that there is need for place-sensitive policies rather than place-based policies that focus on specific locations." (Author's abstract, IAB-Doku, © Elsevier) ((en))
-
Literaturhinweis
IAB-Monitor Arbeitskräftebedarf 1/2026: Der Arbeitskräftebedarf verharrt auf niedrigem Niveau (Serie „Arbeitskräftesicherung“) (2026)
Zitatform
Gürtzgen, Nicole, Alexander Kubis & Martin Popp (2026): IAB-Monitor Arbeitskräftebedarf 1/2026: Der Arbeitskräftebedarf verharrt auf niedrigem Niveau (Serie „Arbeitskräftesicherung“). In: IAB-Forum H. 11.06.2026. DOI:10.48720/IAB.FOO.20260611.01
Abstract
"Das gesamtwirtschaftliche Stellenangebot beläuft sich im ersten Quartal 2026 insgesamt auf 1,15 Millionen Stellen. Damit liegt die Zahl der offenen Stellen um 23.800 oder rund 2 Prozent niedriger als noch vor einem Jahr. Insgesamt waren im ersten Quartal 2026 rund 79 Prozent der Stellen sofort zu besetzen, waren also zu diesem Zeitpunkt bereits unbesetzt. Die Vakanzrate, die das Verhältnis dieser sofort zu besetzenden offenen Stellen zur gesamten betrieblichen Nachfrage nach Personal abbildet, lag damit im ersten Quartal 2026 bei 2,6 Prozent. Im Vorquartal lag dieser Wert bei 2,8 Prozent, im Vorjahresquartal ebenfalls bei 2,6 Prozent." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Befristungen bei Neueinstellungen 2025 (2026)
Zitatform
Gürtzgen, Nicole, Alexander Kubis & Martin Popp (2026): Befristungen bei Neueinstellungen 2025. (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Aktuelle Daten und Indikatoren), Nürnberg, 9 S.
Abstract
"Im Rahmen der IAB-Stellenerhebung gaben die Betriebe an, im Jahr 2025 in Deutschland rund 4,2 Mio. sozialversicherungspflichtige Neueinstellungen (ohne Auszubildende und ohne Mini Jobs) vorgenommen zu haben. Hiervon waren 26 Prozent, also rund 1,1 Mio. Stellen (zunächst) befristet. Die Befristung von Neueinstellungen ermöglicht den Betrieben, die Fähigkeiten von Bewerberinnen und Bewerbern zu überprüfen, bevor ein unbefristetes Arbeitsverhältnis eingegangen wird. Durch den Abschluss von befristeten Arbeitsverträgen können Betriebe ohne langfristige Mittelbindung häufig auch Jobs anbieten, die sonst vielleicht nicht finanzierbar gewesen wären. Darüber hinaus haben Befristungen für Betriebe zudem den Vorteil, dass sie (Entlassungs-)Kosten vermeiden können, die gegebenenfalls im Rahmen des allgemeinen oder tarifvertraglich erweiterten Kündigungsschutzes entstehen können. Als weiteres wichtiges betriebliches Motiv für befristete Neueinstellungen ist zudem ein vorübergehender Mehrbedarf an Arbeitskräften etwa infolge temporärer Auftragsspitzen zu nennen. Die Tatsache, dass Betriebe befristete Neueinstellungen vornehmen können, kann u.a. darin begründet sein, dass Betriebe über Marktmacht verfügen, die den Abschluss von befristeten Verträgen erleichtert. Zu beachten ist, dass die Befristungsquoten bei Neueinstellungen deutlich oberhalb des Anteils befristeter Beschäftigung an der Gesamtbeschäftigung liegen. Rund 2,6 Millionen Beschäftigte in Deutschland hatten laut IAB-Betriebspanel im Jahr 2024 einen befristeten Arbeitsvertrag. Das entspricht einem Anteil an allen Beschäftigten (ohne Auszubildende) von 6,3 Prozent. Die Diskrepanz zwischen dem Anteil befristeter Neueinstellungen und dem Befristungsanteil aller Beschäftigter zeigt, dass befristete Beschäftigungsverhältnisse in nennenswertem Ausmaß in unbefristete Arbeitsverträge umgewandelt werden. Aktuell setzt sich der seit 2016 beobachtete rückläufige Trend bei der Befristung von Neueinstellungen im Jahr 2025 nicht weiter fort." (Textauszug, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Fachkräftereport März 2026 – Weniger Engpässe in Sozialberufen, mehr bei Infrastruktur und Verteidigung (2026)
Herzer, Philip; Kunath, Gero;Zitatform
Herzer, Philip & Gero Kunath (2026): Fachkräftereport März 2026 – Weniger Engpässe in Sozialberufen, mehr bei Infrastruktur und Verteidigung. (KOFA kompakt / Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung 2026,05), Köln, 7 S.
Abstract
"Im März 2026 blieben bundesweit rund 357.000 offene Stellen rechnerisch unbesetzbar, obwohl es mehr qualifizierte Arbeitslose und weniger offene Stellen gab als im Vorjahr. Bei Spezialist:innen in der Kinderbetreuung und bei Expert:innen in der Sozialarbeit und Sozialpädagogik gingen die Engpässe deutlich zurück, die Besetzung blieb aber in beiden Berufsgattungen schwierig. In mehreren Metall- und Elektroberufen stiegen die Engpässe entgegen dem allgemeinen Arbeitsmarkttrend, besonders bei Fachkräften für Schweiß- und Verbindungstechnik, Metallbearbeitung, Metallbau sowie Maschinenbau- und Betriebstechnik." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Trotz grundsätzlich hoher Bereitschaft: Nur ein kleiner Teil der Betriebe rekrutiert aus Drittstaaten (2026)
Zitatform
Jacoby, Annette & Felix Stips (2026): Trotz grundsätzlich hoher Bereitschaft: Nur ein kleiner Teil der Betriebe rekrutiert aus Drittstaaten. (IAB-Kurzbericht 19/2026), Nürnberg, 8 S. DOI:10.48720/IAB.KB.2619
Abstract
"Die Regelungen zur Fachkräfteeinwanderung wurden seit 2023 mit dem schrittweise in Kraft getretenen Fachkräfteeinwanderungsgesetz 2.0 reformiert. Rund eineinhalb Jahre nach Abschluss dieser Reformen zeigen aktuelle Befunde der IAB-Stellenerhebung, dass die überwältigende Mehrheit der deutschen Betriebe keine Arbeitskräfte aus Drittstaaten, also aus Staaten außerhalb der EU, rekrutiert. Allerdings ist das Bild sehr heterogen: Vor allem größere Betriebe und Betriebe mit Fachkräftemangel rekrutieren überdurchschnittlich häufig Arbeitskräfte aus Drittstaaten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
- Determinanten der Rekrutierung von Arbeitskräften in Drittstaaten
- Personalsuche im Ausland bei der zuletzt erfolgten Einstellung
- Schwierigkeiten bei der Rekrutierung aus Drittstaaten von Betrieben, die Erfahrungen mit der Rekrutierung gesammelt haben
- Rekrutierung aus Drittstaaten
- Bereitschaft zur Einstellung ohne berufliche Anerkennung
- Fachkräfteeinwanderung aus Ländern außerhalb der EU (Drittstaaten)
- Gründe für Nichtrekrutierung aus Drittstaaten von Betrieben mit Arbeitskräftebedarf
-
Literaturhinweis
Deutschkenntnisse und Arbeitsmarktintegration: Die Hälfte der Betriebe fordert bei Einstellungen mindestens ein B2-Sprachniveau (2026)
Zitatform
Keita, Sekou & Alexander Kubis (2026): Deutschkenntnisse und Arbeitsmarktintegration: Die Hälfte der Betriebe fordert bei Einstellungen mindestens ein B2-Sprachniveau. (IAB-Kurzbericht 07/2026), Nürnberg, 8 S. DOI:10.48720/IAB.KB.2607
Abstract
"Deutschland ist in den kommenden Jahren stärker auf Zuwanderung angewiesen, um den Bedarf an Arbeits- und Fachkräften zu decken. Viele Zugewanderte bringen allerdings zu Beginn nur begrenzte Deutschkenntnisse mit. Die aktuellen Daten der IAB-Stellenerhebung zeigen, dass ein großer Teil der Betriebe bei Neueinstellungen mindestens ein B2-Sprachniveau voraussetzt. Unter bestimmten Bedingungen berücksichtigen Betriebe jedoch auch Personen mit geringeren Deutschkenntnissen – etwa, wenn sie an Sprachkursen teilnehmen oder das Anforderungsprofil der Stelle dies zulässt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
- Sprachniveaustufe B2 Selbstständige Sprachverwendung
- Zusammenhang zwischen der Bereitschaft zur Berücksichtigung von Bewerbungen von Personen mit Deutschkenntnissen unter B2-Niveau und Aktivitätshemmnissen
- Berücksichtigen Betriebe Bewerbungen von Personen mit Deutschkenntnissen unter B2-Niveau?
- Betriebliche Mindestanforderungen an erforderliche Deutschkenntnisse bei der letzten offenen Stelle
- Betriebliche Anforderungen an Deutschkenntnisse bei der letzten offenen Stelle
-
Literaturhinweis
Do Firms Adjust Their Employment Plans in Response to Monetary Policy Announcements? Evidence from German Survey Data (2026)
Zitatform
Kovalenko, Tim (2026): Do Firms Adjust Their Employment Plans in Response to Monetary Policy Announcements? Evidence from German Survey Data. (LASER discussion papers 157), Erlangen, 60 S.
Abstract
"Recent studies exploit the response date in survey data to identify the causal effects of monetary policy announcements on individuals and firms. While the identification scheme is credible, so far, the effects could have been estimated only on a limited set of outcome variables. This study extends the evidence on the causal relations of monetary policy announcements and firms adjustments by estimating the effect on firms employment plans measured by employment expectations. I observe economically significant effects of monetary policy announcements on one-year-ahead employment expectations. Moreover, using the comprehensive nature of the data, I show that firms employment expectations are strong predictors of actual employment changes. This makes expectations not vague sentiments but concrete plans for future employment adjustments. I therefore conclude that firms indeed report their adjusted employment plans after a monetary policy announcement. These findings suggest that firms not only pay attention to such announcements but also attribute to unexpected monetary policy shocks serious economic impacts such that firms plan to adjust their employment levels despite potentially high labor adjustment costs. Thus, firms perceive monetary policy shocks as having lasting effects on the economy." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Do Firms Adjust Their Employment Plans in Response to Monetary Policy Announcements? Evidence from German Survey Data (2026)
Zitatform
Kovalenko, Tim (2026): Do Firms Adjust Their Employment Plans in Response to Monetary Policy Announcements? Evidence from German Survey Data. In: IMF Economic Review, S. 1-63. DOI:10.1057/s41308-026-00326-0
Abstract
"Recent studies exploit the response date in survey data to identify the causal effects of monetary policy announcements on individuals and firms. While the identification scheme is credible, so far, the effects could have been estimated only on a limited set of outcome variables. This study extends the evidence on the causal relations of monetary policy announcements and firms’ adjustments by estimating the effect on firms’ employment plans measured by employment expectations. I observe economically significant effects of monetary policy announcements on one-year-ahead employment expectations. Moreover, using the comprehensive nature of the data, I show that firms’ employment expectations are strong predictors of actual employment changes. This makes expectations not vague sentiments but concrete plans for future employment adjustments. I therefore conclude that firms indeed report their adjusted employment plans after a monetary policy announcement. These findings suggest that firms not only pay attention to such announcements but also attribute to unexpected monetary policy shocks serious economic impacts such that firms plan to adjust their employment levels despite potentially high labor adjustment costs. Thus, firms perceive monetary policy shocks as having lasting effects on the economy." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer Nature) ((en))
-
Literaturhinweis
Trumps Zollpolitik: Fast jeder fünfte verarbeitende Betrieb spürt die Folgen (2026)
Zitatform
Kubis, Alexander & Ignat Stepanok (2026): Trumps Zollpolitik: Fast jeder fünfte verarbeitende Betrieb spürt die Folgen. In: IAB-Forum H. 08.04.2026, 2026-04-01. DOI:10.48720/IAB.FOO.20260408.01
Abstract
"6 Prozent der deutschen Betriebe sehen sich von den Auswirkungen der seit Anfang 2025 geänderten US-Zollpolitik überwiegend negativ betroffen. In diesen Betrieben arbeiten 11 Prozent der Beschäftigten. Gleichwohl fiel der Rückgang der offenen Stellen dort bislang weniger stark aus als im Durchschnitt aller Betriebe. Andere Faktoren scheinen für die Flaute am Arbeitsmarkt derzeit eine deutlich wichtigere Rolle zu spielen. Längerfristig dürften die globalen Verwerfungen durch die US-Zollpolitik und die daraus resultierende zusätzliche Unsicherheit der Unternehmen den erhofften Aufschwung am Arbeitsmarkt jedoch in jedem Fall erschweren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Ähnliche Treffer
also released in English -
Literaturhinweis
Trump’s trade policy: almost every fifth establishment in the manufacturing sector feels the consequences (2026)
Zitatform
Kubis, Alexander & Ignat Stepanok (2026): Trump’s trade policy: almost every fifth establishment in the manufacturing sector feels the consequences. In: IAB-Forum H. 24.04.2026. DOI:10.48720/IAB.FOO.20260424.01
Abstract
"6 percent of German establishments report that they are predominantly negatively affected by the impact of the changes to US trade policy since the beginning of 2025. These establishments employ 11 percent of the total employment in Germany. However, the decline in job vacancies in these establishments has so far been less pronounced than the average across all establishments. Other factors currently appear to play a more important role in the labour market slowdown. In the longer term, however, global disruptions caused by the US trade policy, along with the additional uncertainty it has created for establishments, are likely to make it harder for the labour market to recover." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Ähnliche Treffer
auch deutschsprachig erschienen -
Literaturhinweis
IAB-Stellenerhebung 1/2026: Online-Medien sind bei der Personalsuche auf dem Vormarsch (2026)
Kubis, Alexander;Zitatform
Kubis, Alexander (2026): IAB-Stellenerhebung 1/2026: Online-Medien sind bei der Personalsuche auf dem Vormarsch. In: IAB-Forum H. 08.06.2026. DOI:10.48720/IAB.FOO.20260608.01
Abstract
"Im ersten Quartal 2026 gab es bundesweit 1,15 Millionen offene Stellen – 105.800 oder rund 8 Prozent weniger als im Vorquartal. Im Vergleich zum ersten Quartal 2025 lag die Zahl um 23.800 Stellen oder rund 2 Prozent niedriger. Die Arbeitskräftenachfrage stagniert damit im ersten Quartal 2026 weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Das geht aus der IAB-Stellenerhebung hervor, einer regelmäßigen Betriebsbefragung des IAB." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Kubis, Alexander;
