Menschen mit Behinderungen in Ausbildung und Beruf
Mit dem Bundesteilhabegesetz und dem Nationalen Aktionsplan 2.0 wurden 2016 zwei wichtige behindertenpolitische Vorhaben angestoßen und in den Folgejahren umgesetzt und weiterentwickelt. Damit soll im Einklang mit der UN-Behindertenrechtskonvention die Inklusion in Deutschland weiter vorangetrieben werden, indem die Selbstbestimmung und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen gestärkt werden. Mit dem schrittweisen Inkrafttreten des Bundesteilhabegesetzes erfuhren das Recht der Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen und die Eingliederungshilfe (SGB IX) weitreichende Änderungen. Wie stellt sich die Situation von behinderten Menschen auf dem Arbeitsmarkt dar? Wie lassen sich behindertengerechte Berufsleben und inklusive Arbeitswelten gestalten?
Die Infoplattform stellt zentrale Dokumente und relevante Quellenhinweise zusammen, inhaltlich strukturiert nach den Aspekten der Politik für behinderte Menschen und den diskutierten bzw. realisierten Reformanstrengungen.
- Ergebnisse und Projekte aus dem IAB
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Ausbildung, Rehabilitationsmaßnahmen
- Politik und Rechtsprechung für behinderte Menschen
- Rehabilitationseinrichtungen
- Berufsvorbereitung, Berufsberatung, Berufswahl
- Studium
- Berufsausbildung, Berufseinmündung
- Fortbildung und Umschulung
- betriebliche Rehabilitation
- Maßnahmen zur Erhaltung der Arbeitsfähigkeit
- Erfolgskontrolle, Kosten-Nutzen-Aspekte
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Arbeitsmarktsituation behinderter Menschen
- Arbeitsmarktpolitik, Inklusion, Persönliches Budget
- Beschäftigungsentwicklung
- Arbeitslosigkeit
- Beschäftigung in Werkstätten für behinderte Menschen
- Beschäftigung in alternativen Einrichtungen, Selbsthilfefirmen
- Berufliche Selbständigkeit
- Hochqualifizierte behinderte Menschen auf dem Arbeitsmarkt
- Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt
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Berufsleben und Arbeitswelt behinderter Menschen
- Personalpolitik, Arbeitgebereinstellungen, finanzielle Einstellungsanreize
- Eingliederungshilfe, BEM, Arbeitsassistenz, Unterstützte Beschäftigung, Arbeitsplatzsicherung
- Arbeitsbedingungen, Arbeitsplatzgestaltung, technische Arbeitshilfen, Arbeitszeit
- Berufsverlauf, Berufserfolg
- Berufsstruktur, Einzelberufe
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- Lohn, Einkommen
- Behinderungsart
- Alter
- Geografischer Bezug
- Geschlecht
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Literaturhinweis
The Double Challenges of Single Parents Raising Children with Disabilities (2026)
Zitatform
Balbo, Nicoletta & Roxana-Diana Burciu (2026): The Double Challenges of Single Parents Raising Children with Disabilities. In: European Journal of Population, Jg. 42, H. 1. DOI:10.1007/s10680-026-09767-9
Abstract
"This paper sheds light on the health-related, economic, and social well-being of single parents of children with disabilities, a population often overlooked in research. Much literature examines single parenthood and child disability independently and generally finds negative consequences of experiencing either. Yet, little is known about the well-being of parents at the intersections of single parenthood and raising a child with a disability. Drawing on data from the UK Millennium Cohort Study, the study compares the health-related, economic, and social well-being of single parents of children with disabilities to that of single parents of non-disabled children and partnered parents. The findings show that single parents of children with disabilities experience significantly worse mental and physical health, higher rates of poverty and lower employment rates. These challenges are compounded by the lack of appropriate childcare and limited support from non-residential parents and extended family members, which further constrains parents’ ability to work. Thisstudy investigates a neglected social group and contributes to the literature by integrating two separate strands of research—single parenthood and child disability—and identifying the unique disadvantages thatstand at their intersection." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Übergänge von jungen Menschen mit Behinderungen von der Schule in die Berufsausbildung in Deutschland. Ein Forschungsüberblick (2026)
Zitatform
Blanck, Jonna (2026): Übergänge von jungen Menschen mit Behinderungen von der Schule in die Berufsausbildung in Deutschland. Ein Forschungsüberblick. In: Die Deutsche Schule, Jg. 2025, H. 4, S. 261-273. DOI:10.31244/dds.2025.04.02
Abstract
"Mit Ratifizierung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-BRK) hat sich Deutschland vor mehr als 15 Jahren dazu verpflichtet, Menschen mit Behinderungen den Zugang zum Arbeitsmarkt zu ermöglichen und so dazu beizutragen, dass diese selbstständig ihren Lebensunterhalt verdienen können (Art. 27 UN-BRK). Erst seit einigen Jahren rückt die Analyse der Übergänge von Jugendlichen mit Behinderungen von der Schule in den Ausbildungsmarkt verstärkt in den Fokus. Der Beitrag stellt den aktuellen Kenntnisstand zu den nachschulischen Übergängen von Jugendlichen mit Behinderungen in Deutschland sowie ihren Einflussfaktoren dar und endet mit Schlussfolgerungen für Forschung, Bildungsadministration und -praxis." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Auf dem Weg zum Wunschberuf? Kompromisse beim Übertritt in die Berufsausbildung von Lernenden mit Lernzielreduktion (2026)
Zitatform
Brandenberg, Kathrin, Caroline Sahli Lozano, Sara Lustenberger & Robin Benz (2026): Auf dem Weg zum Wunschberuf? Kompromisse beim Übertritt in die Berufsausbildung von Lernenden mit Lernzielreduktion. In: Die Deutsche Schule, Jg. 2025, H. 4, S. 274-285. DOI:10.31244/dds.2025.04.03
Abstract
"Mit Längsschnittdaten aus der Schweiz wird in der vorliegenden Studie untersucht, inwiefern Lernende mit reduzierten individuellen Lernzielen (RILZ) in Berufsausbildungen eintreten können, die den Anforderungen ihres Wunschberufs entsprechen. Die Resultate zeigen, dass Lernende mit RILZ systematisch häufiger schulisch weniger anforderungsreiche Ausbildungen aufnehmen als vergleichbare Lernende ohne RILZ." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Inklusive Universität (InUni) – Eine Querschnittstudie zum arbeitsbezogenen Inklusionserleben von universitären Mitarbeitenden mit Beeinträchtigung (2026)
Zitatform
Carow, Franziska, Luka Marko Rašo & Matthias Bethge (2026): Inklusive Universität (InUni) – Eine Querschnittstudie zum arbeitsbezogenen Inklusionserleben von universitären Mitarbeitenden mit Beeinträchtigung. In: Die Rehabilitation, Jg. 65, H. 02, S. 93-103. DOI:10.1055/a-2705-1734
Abstract
"Diese Studie untersuchte das arbeitsbezogene Inklusionserleben von Mitarbeitenden an einer Universität und mögliche Einflussgrößen auf das Inklusionserleben von Mitarbeitenden mit Beeinträchtigung. In einer querschnittlichen Online-Befragung wurden 199 Mitarbeitende anhand einer Skala zu ihrem arbeitsbezogenen Inklusionserleben befragt. In zwei linearen Regressionsmodellen wurden erstens Unterschiede zwischen dem Inklusionserleben von Mitarbeitenden mit und ohne Beeinträchtigung und zweitens bei Menschen mit Beeinträchtigung der Zusammenhang von möglichen Einflussgrößen und dem Inklusionserleben untersucht. Zusätzlich wurde eine qualitative Inhaltsanalyse zu Herausforderungen und Verbesserungsvorschlägen durchgeführt. Das arbeitsbezogene Inklusionserleben (1 bis 5 Punkte) war niedriger bei Mitarbeitenden mit Beeinträchtigung (n=74) als bei Mitarbeitenden ohne Beeinträchtigung (n=125; b=− 0,35; 95-%-KI: − 0,58 bis − 0,11; p=0,004). Eine Beeinträchtigung des Sehens war signifikant mit einem niedrigeren Inklusionserleben assoziiert (b=− 0,57, 95-%-KI:-1,05; − 0,10). Mitarbeitende, denen soziale Unterstützung wichtig ist, wiesen ein geringeres Inklusionserleben auf (b=− 0,98, 95-%-KI: -1,61; − 0,34). Mitarbeitende mit einem Grad der Behinderung unter 50 hatten ein höheres Inklusionserleben (b=0,75, 95-%-KI: 0,19; 1,31) als Mitarbeitende ohne einen anerkannten Grad der Behinderung. Mitarbeitende, die offener mit ihrer Beeinträchtigung umgehen, hatten ein höheres Inklusionserleben (b=0,13, 95-%-KI: 0,05; 0,21). Die Mitarbeitenden mit Beeinträchtigung kannten die zur Verfügung stehenden Angebote nur teilweise. Herausforderungen und Verbesserungsvorschläge betreffen Infra- und Organisationsstruktur und das soziale Miteinander. Mitarbeitende mit Beeinträchtigung zeigten ein signifikant niedrigeres Inklusionserleben in unserer Stichprobe. Wir konnten einige Merkmale identifizieren, die möglicherweise mit dem Inklusionserleben assoziiert sind, allerdings lassen unsere Ergebnisse keine Schlüsse auf kausale Zusammenhänge zu und können nicht verallgemeinert werden. Unsere Studie liefert jedoch mögliche Ansatzpunkte für ein besseres Inklusionserleben von Menschen mit Beeinträchtigung im Arbeitskontext." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Developing supported job matches in public employment services: Toward a relational framework (2026)
Zitatform
Dall, Tanja (2026): Developing supported job matches in public employment services: Toward a relational framework. In: International Journal of Social Welfare, Jg. 35, H. 2. DOI:10.1111/ijsw.70066
Abstract
"Employer engagement, in which unemployed persons are “matched” with local employers to develop work ability and employability, has received increased attention in public employment service efforts to enhance sustainable employment for individuals with complex needs. This study empirically explores how such aims are realized in professional practice within public employment services and develops a conceptual framework for understanding supported job matching as a relational and developmental process. Analyzing qualitative interviews with 24 employment specialists and 31 unemployed individuals who participated in supported job-matching interventions, I find that job matching is a dynamic process involving four interrelated dimensions: functional, skills-based, social, and interests-based dimensions. The findings contribute a more nuanced understanding of the processes involved in job matching and have practical implications for policymakers and employment specialists aiming to enhance sustainable employment for individuals with complex needs." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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From assessment to action: A randomised controlled trial of the effectiveness of a holistic diagnostic to enhance work ability (2026)
Fauser, David ; Bethge, Matthias ; Feddersen, Dagmar; Roder, Jessica ; Usdrowski, Gregor; Kleineke, Vera; Dötsch, Saskia;Zitatform
Fauser, David, Saskia Dötsch, Jessica Roder, Vera Kleineke, Dagmar Feddersen, Gregor Usdrowski & Matthias Bethge (2026): From assessment to action: A randomised controlled trial of the effectiveness of a holistic diagnostic to enhance work ability. In: Die Rehabilitation, Jg. 65, H. 02, S. 114-123. DOI:10.1055/a-2663-0460
Abstract
"Employees can benefit from multimodal work-related intervention strategies. This randomised controlled trial tested the effectiveness of an integrative diagnostic service used to clarify intervention needs of employees with endangered work participation (German Clinical Trials Register: DRKS00027577). Employees with health restrictions and limited work ability were included and received an initial consultation with their occupational health physician. With computer-generated allocation lists, they were randomised to the treatment arms. The intervention group (IG) immediately attended a two-day assessment in a rehabilitation centre and then received follow-up consultations at the workplace. The control group (CG) started the two-day assessment six months after randomisation. Questionnaire data were collected from participants at their initial consultation and after six months. The primary outcome was the subjective work ability of the participants (Work Ability Score; 0–10 points). Secondary outcome measures included working conditions and sick leave duration. Data from 61 participants (IG: n=32) were analysed. A clinically important but statistically nonsignificant difference was found between IG and CG, including a moderate effect size for work ability (difference=1.15: 95% CI: −0.05 to 2.35; p=0.061). Clinically relevant differences were observed for sick leave duration in weeks (difference=−4.00: 95% CI: −7.49 to −0.51; p=0.025) and job insecurity (difference: −16.40; 95% CI: −29.82 to −2.99; p=0.017). Our results suggest that the intervention led to a reduction in sick leave and improvements in job security and work ability. The effectiveness of the intervention depends largely upon whether the needs of individuals and the requirements of workplaces are taken into consideration. Participants could be selected by occupational physicians on the basis of the occupational skill level. Further research should consider the long-term effects and health economic analyses and structural requirements for a nationwide implementation, as well as employers’ perspectives." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Wurde die Wirkung von Grenzwerten im deutschen Arbeitsrecht bisher unterschätzt? (2026)
Zitatform
Hiesinger, Karolin & Leonard Koch (2026): Wurde die Wirkung von Grenzwerten im deutschen Arbeitsrecht bisher unterschätzt? In: Sozialer Fortschritt, Jg. 75, H. 1, S. 29-46., 2025-12-22. DOI:10.3790/sfo.2026.1475602
Abstract
"Viele Regelungen im deutschen Arbeitsrecht greifen erst ab einer bestimmten Arbeitgebergröße. Es existieren weit über 100 solcher Grenzwertregelungen, wobei die dafür relevante Arbeitgebergröße oftmals sehr unterschiedlich berechnet wird. Der vorliegende Artikel zeigt auf, welche Unterschiede es bei der Erfassung von Grenzwerten gibt, diskutiert die bisherige Forschung zu Grenzwerteffekten und stellt Thesen zur Erklärung der uneindeutigen Evidenz auf. Durch eine einheitliche Erfassung könnten Bürokratie abgebaut und Grenzwerteffekte empirisch besser identifiziert werden." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Duncker & Humblot)
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Großbefragungen zur Arbeitssituation von Menschen mit gesundheitlicher Beeinträchtigung und Behinderung in Deutschland - Erweiterung des Analysepotenzials (2026)
Zitatform
Hünefeld, Lena, Alper Eker & Sophie Teborg (2026): Großbefragungen zur Arbeitssituation von Menschen mit gesundheitlicher Beeinträchtigung und Behinderung in Deutschland - Erweiterung des Analysepotenzials. In: Bundesgesundheitsblatt, Gesundheitsforschung, Gesundheitsschutz, S. 1-11. DOI:10.1007/s00103-026-04202-0
Abstract
"Einleitung: Eine fundierte und inklusive Gestaltung von Arbeitsplätzen erfordert eingehendes Wissen über die Arbeitssituation – erfasst durch geeignete, aktuelle Indikatoren. Befragungsdaten ermöglichen eine differenzierte Beschreibung dieser Situation und das Nachvollziehen von Entwicklungen im Zeitverlauf. Ziel dieses Beitrags ist eine systematische Übersicht über Großbefragungen zur Arbeitssituation von Menschen mit Beeinträchtigung und Behinderung in Deutschland sowie eine Untersuchung des Analysepotenzials. Methoden: Insgesamt 15 Großbefragungen, die eine Identifizierung von Personen mit Beeinträchtigung ermöglichen und Informationen zur Arbeitssituation liefern, wurden systematisch analysiert. Dabei wurden die Befragungen anhand eines induktiv und deduktiv entwickelten Kategoriensystems betrachtet, das die Themen „Beeinträchtigung/Behinderung“, „Arbeitssituation“ und „individuelle Merkmale“ abdeckt. Ferner wurde unterschieden, ob die Befragungen die Zielgruppen „Menschen mit Beeinträchtigung“, „Menschen mit selbsteingeschätzter Behinderung“ und/oder „Menschen mit fremdeingeschätzter Behinderung“ einbeziehen. Ergebnisse: Für den Zeitraum 2018 bis 2024 lassen sich 7 relevante Befragungen identifizieren, die in unterschiedlichem Ausmaß differenzierte Informationen zu allen 3 Zielgruppen und ihrer Arbeitssituation auf dem ersten Arbeitsmarkt enthalten. Diskussion: Deutlich werden Lücken in den Befragungsdaten, insbesondere im Hinblick auf inklusive betriebliche Rahmenbedingungen oder Arbeitsplatzanpassungen. Bestehende Großerhebungen müssten daher systematisch erweitert werden – inhaltlich durch differenzierte Items, aberauch methodisch durch inklusive Stichproben und Erhebungsdesigns." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Some are Hit Hard, for Others It’s Business as Usual: The Effects of Chronic Illnesses on Employment and Income Trajectories (2026)
Jansen, Andreas;Zitatform
Jansen, Andreas (2026): Some are Hit Hard, for Others It’s Business as Usual: The Effects of Chronic Illnesses on Employment and Income Trajectories. In: Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik, Jg. 246, H. 1-2, S. 51-82. DOI:10.1515/jbnst-2024-0065
Abstract
"This study examines the relationship between the onset and progression of a chronic disease and subsequent income and employment trajectories using SHARE-RV, a longitudinal dataset that links survey data from the Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe (SHARE) with German Pension Insurance administrative records (RV). This data linkage enables an assessment of the long-term consequences of chronic illness on labour market participation and income development, with observation periods exceeding 20 years. The empirical findings indicate that a chronic disease exhibit negative correlations with employment outcomes and earned income. These adverse effects differ in magnitude depending on the indicator used to define chronic disease and are most pronounced when restricting analyses to severe chronic conditions. Further, notable gender differences are observed. The spectrum of income losses ranges from moderate decreases in earnings points to the complete loss of earned income as a result of unemployment, labour market exit, or transition to disability pension receipt. The analysis also explores the extent to which chronic illness acts to intensify pre-existing labour market inequalities. The results indicate that the employment and income trajectories of highly qualified individuals are substantially less adversely affected by the onset and progression of chronic disease compared to those of individuals with low or medium levels of qualification. Indeed, highly qualified individuals may continue to accrue additional earnings points even following a chronic disease diagnosis. Consequently, chronic illness contributes to the amplification of social inequality within the labor market." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Internal and external factors in the success of graduates with disabilities in higher education and employment: an international comparative study in Germany and Spain (2026)
Zitatform
Lopez-Gavira, Rosario, Inmaculada Orozco & Aurora Virginia Perez-Lopez (2026): Internal and external factors in the success of graduates with disabilities in higher education and employment: an international comparative study in Germany and Spain. In: Higher education, Jg. 91, H. 3, S. 845-868. DOI:10.1007/s10734-025-01446-8
Abstract
"Initiatives in legislation and improved resources dedicated to inclusive education have contributed to an increase in the number of people with disabilities with higher education and access to a profession in the primary market. However, people with disabilities often face a lot of difficulties and injustices before they can finish their university career and obtain a job according to their education, abilities, and wishes. This article presents an empirical, international, comparative study that analysed, from the perspective of 56 German and Spanish graduates with disabilities belonging to 34 universities, which key factors promoted the successful completion of their studies and which factors facilitated their inclusion in the labor market. The research was qualitative through individual interviews with graduates with disabilities. The results revealed many common aspects in the internal (self-knowledge, self-determination, autonomy, self-efficacy, and resilience) and external factors (family, classmates, friends, disability services, and faculty members) that explain the academic success and labor market transition (work experience, accommodations, and awareness) of graduates with disabilities of both countries. However, these factors also revealed some differences between the two countries that serve as an impulse to mobilize cultural, political, and practical change in higher education institutions, employers, and society in general." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Vocational training for youth with intellectual and developmental disabilities: a program evaluation of the Impact Project (2026)
Zitatform
Mudde, Laura, R. Colin Reid & Rachelle Hole (2026): Vocational training for youth with intellectual and developmental disabilities: a program evaluation of the Impact Project. In: Disability and Rehabilitation, Jg. 48, H. 5, S. 1299-1313. DOI:10.1080/09638288.2025.2534099
Abstract
"Previous research in social inclusion investigating low employment rates among individuals with intellectual and developmental disabilities (IDD) points to shortcomings in vocational training for transitioning youth, exiting school environments. This study presents a program evaluation of the Impact Project, a community-based and person-centered vocational training program for youth with IDD, aged 15-19 years, in British Columbia (BC), Canada to assess whether early vocational training improved employment experiences for youth with IDD. The study sample included 279 youth with IDD, who were part of summer programs in 2020, 2021, and 2022 at eight established community-based organizations in BC. Employment specialists at these organizations provided vocational activities and training, collecting the youth's employment experiences in pre- and post-program surveys and activity diaries. This evaluation of the Impact Project employed a formative evaluation design to answer whether the youth-centered vocational training improved employment experiences. Participating in the Impact Project led to an increase in soft skills and unpaid and paid employment experiences for youth with IDD, aged 15-19 years. Community-based policies could benefit from person-centered approaches when providing employment-related planning for youth with IDD in preparation for transitions from school into employment environments." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Verbesserung der Teilhabe am Arbeitsleben durch Abschaffung der Werkstätten für Menschen mit Behinderungen? Was sagen die Beteiligten?: Eine qualitative Analyse von mehreren Fokusgruppeninterviews (2026)
Queri, Silvia;Zitatform
Queri, Silvia (2026): Verbesserung der Teilhabe am Arbeitsleben durch Abschaffung der Werkstätten für Menschen mit Behinderungen? Was sagen die Beteiligten? Eine qualitative Analyse von mehreren Fokusgruppeninterviews. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 75, H. 1, S. 5-28. DOI:10.3790/sfo.2025.1473801
Abstract
"Das Forschungsprojekt WorkWatch entwickelte ein quantitatives Messinstrument zur Bedarfsfeststellung nach § 118 SGB IX im Rahmen der Eingliederungshilfe für die Teilhabe am Arbeitsleben und validierte es qualitativ durch Fokusgruppeninterviews. Dabei wurden sowohl die Bedeutung von Arbeit für eine erfolgreiche Teilhabe als auch wahrgenommene Veränderungen durch die geänderte Gesetzeslage erfragt. Die Befragten, Menschen mit Behinderung und Fachpersonal, wünschen den Erhalt der Werkstätten als integrierten bzw. inklusiven Teil des allgemeinen Arbeitsmarktes. Ihre Einschätzung zu den Arbeitsmöglichkeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ist pessimistisch, da weder die Finanzierung der benötigten Assistenz noch der gesellschaftliche Wille vorhanden sei." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Das Budget für Ausbildung. (Ungenutztes) Potenzial zur Förderung der betrieblichen Ausbildung von Menschen mit Behinderungen (2026)
Wansing, Gudrun; Mattern, Lea; Rambausek-Haß, Tonia;Zitatform
Wansing, Gudrun, Lea Mattern & Tonia Rambausek-Haß (2026): Das Budget für Ausbildung. (Ungenutztes) Potenzial zur Förderung der betrieblichen Ausbildung von Menschen mit Behinderungen. In: Die Deutsche Schule, Jg. 2025, H. 4, S. 320-324. DOI:10.31244/dds.2025.04.08
Abstract
"Das Budget für Ausbildung fördert die berufliche Ausbildung von Menschen mit Behinderungen als Alternative zur Werkstatt für behinderte Menschen. Zentrale Elemente sind die Erstattung der Ausbildungsvergütung an den Arbeitgeber sowie die Anleitung und Begleitung am Arbeitsplatz. Bislang ist die Nutzung gering. Eine explorative Studie weist auf Einflussfaktoren der Inanspruchnahme hin." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Comparing workplace outcomes between disabled and non-disabled employees: A multi-paradigm meta-analysis (2026)
Zhou, Yuyang; Viswesvaran, Chockalingam; Upadhyay, Siddharth K.;Zitatform
Zhou, Yuyang, Siddharth K. Upadhyay & Chockalingam Viswesvaran (2026): Comparing workplace outcomes between disabled and non-disabled employees: A multi-paradigm meta-analysis. In: Journal of vocational behavior, Jg. 164. DOI:10.1016/j.jvb.2025.104205
Abstract
"This study cumulates results across 50 studies (76 independent samples) comparing disabled and non-disabled employees on perceived job demands, psychological and motivational factors, perceived support, job performance, and economic impacts. A moderator analysis was conducted based on the report method, disability type, job requirements (interactional demand), geographical location, and sample type. Results revealed that disabled employees reported no significant differences in job demands, including physical, psychological, and time demands, compared to non-disabled peers. However, they exhibited lower levels of some psychological and motivational factors, such as diminished psychological well-being, reduced job self-efficacy, and less perceived autonomy, but had comparable levels of job satisfaction, organizational commitment, and job meaningfulness. While disabled employees reported comparable levels of perceived support from organizations, supervisors, and coworkers, they reported moderate levels of perceived discrimination. They received significantly lower pay than non-disabled employees. We also observed higher work interference (e.g., health-related interruptions) and slight differences in task performance between disabled and non-disabled employees. Notably, organizational concerns about shorter tenure, higher turnover, and increased compensation claims for disabled employees were unfounded, even though disabled employees reported greater unmet accommodation needs." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2025 Published by Elsevier Inc.) ((en))
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Literaturhinweis
Kürzungen in der Eingliederungshilfe? Zur Empfehlung Nr. 17 der Kommission zur Sozialstaatsreform (KSR) (2026)
Zitatform
(2026): Kürzungen in der Eingliederungshilfe? Zur Empfehlung Nr. 17 der Kommission zur Sozialstaatsreform (KSR). (Arbeitsmarkt aktuell 2026,01), Berlin, 6 S.
Abstract
"Die Empfehlung Nr. 17 der Kommission zur Sozialstaatsreform (KSR) zielt auf eine Begrenzung der Ausgaben in der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen. Sie steht im Kontext anhaltender Klagen von Ländern und Kommunen über steigende Kosten. Eine genauere Analyse zeigt: Der überwiegende Teil des Ausgabenanstiegs seit 2020 ist auf gestiegene Fallzahlen sowie auf allgemeine Lohn- und Preisentwicklungen zurückzuführen. Nur ein vergleichsweise kleiner Anteil beruht auf Leistungsverbesserungen durch das Bundesteilhabegesetz (BTHG). Wer Kosten sparen will, indem entweder der Zugang zu Leistungen eingeschränkt wird, die Einkommen der Beschäftigten sinken, die Eigenbeteiligung erhöht oder Leistungsstandards gesenkt werden – der würde damit die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen rückabwickeln. Es ist legitim, über Effizienzreserven, bessere Koordination und Verwaltungsvereinfachungen in der Eingliederungshilfe zu sprechen. Solche Schritte können sinnvoll sein – und sie werden auch vom DGB unterstützt. Was jedoch nicht akzeptabel wäre, ist eine Reformagenda, die unter dem Schlagwort „Steuerung“ oder „Kostendämpfung“ faktisch die Errungenschaften des Bundesteilhabegesetzes zurückdreht. Teilhabe- und Inklusionsrechte sind keine freiwilligen Sozialleistungen, die in Zeiten angespannter Haushalte zur Disposition stehen. Sie sind Ausdruck des Sozialstaatsprinzips und der Verpflichtungen aus der UN-Behindertenrechtskonvention." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Labor Market Screening and the Design of Social Insurance: An Equilibrium Analysis of the Labor Market for the Disabled (2025)
Zitatform
Aizawa, Naoki, Soojin Kim & Serena Rhee (2025): Labor Market Screening and the Design of Social Insurance: An Equilibrium Analysis of the Labor Market for the Disabled. In: The Review of Economic Studies, Jg. 92, H. 1, S. 1-39. DOI:10.1093/restud/rdae015
Abstract
"This article studies how firms’ screening incentives in the labor market affect the optimal design of social insurance programs and quantitatively assesses the U.S. disability policies accounting for firms’ screening of the disabled. We develop an equilibrium search model where workers with different productivities have heterogeneous preferences over non-wage benefits and firms cannot offer an employment contract that explicitly depends on worker types. In this environment, firms may use contracts to screen out a certain type of workers, distorting employment rates and contracts in equilibrium. Therefore, the optimal structure of social insurance policies depends on firms’ screening incentives. We extend and structurally estimate this framework to quantitatively understand the inefficiencies arising from firms’ incentives to screen out disabled workers and examine the optimal joint design of disability insurance (DI) and various forms of firm subsidies. We find that hiring subsidies mitigate screening distortions; at the same time, they interact with DI by reducing the labor supply disincentives it generates. The optimal policy structure leads to a considerable welfare gain by simultaneously making firm subsidies and DI benefits more generous." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
The employment effects of the disability education gap in Europe (2025)
Zitatform
Albinowski, Maciej, Iga Magda & Agata Rozszczypała (2025): The employment effects of the disability education gap in Europe. In: Education Economics, Jg. 33, H. 5, S. 686-699. DOI:10.1080/09645292.2024.2395564
Abstract
"We investigate the contribution of the disability education gap to thedisability employment gap in the European Union. We find that educational attainment is a major factor determining the probability of employment among persons with disabilities and that the employment effects of tertiary education are much larger among persons with disabilities than among non-disabled people. We also uncover substantial heterogeneity in the role of education across countries. Overall, weestimate that 19% of the disability employment gap in the 25–34 agegroup can be attributed to the gap in education between individuals with and without disabilities." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Is Work Still a Right if it has Become a Norm? Disability Inclusion in Labor Market Policy Discourse (2025)
Zitatform
Baeken, Andries, Anneleen Forrier & Nele De Cuyper (2025): Is Work Still a Right if it has Become a Norm? Disability Inclusion in Labor Market Policy Discourse. In: Journal of Business Ethics, Jg. 201, H. 4, S. 839-857. DOI:10.1007/s10551-025-05962-6
Abstract
"Policy motives for work for people with a disability (PWD) are divergent along two discourses: work as a right vs norm. Work as a right, based on the UN Convention on the Rights of Persons with Disabilities (UNCRPD), portrays work as a potential gateway for inclusion. Work as a norm fits a neoliberal agenda. It considers labor market participation of all, including PWD, as a civil responsibility crucial for economic welfare. Critics argue that the work as a norm discourse presents a risk for inclusion of PWD. Work is seen as a necessary condition for and not one of many ways to inclusion in society. To make the right to work for PWD work, critical scholars call to unravel whether and how the discourses of work as a right and norm for PWD become intertwined in policy. In response and through the lens of recontextualization, we study how discourses of work as a right and norm for PWD are received, reproduced and reworked in political debate in Flanders (Belgium) over time. We examine policy texts and parliamentary questions of four government terms (2004–2024). The findings illustrate how the work as a right discourse is gradually recontextualized into the work as a norm discourse to legitimize neoliberal policies of strict activation. In accordance, we see a gradual move towards neoliberal-ableism. Although the UNCRPD aims to eradicate ableism, its recontextualization and appropriation reinforces neoliberal-ableism." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Inklusion im Berufseinstieg: Gatekeeping am Übergang Schule-Berufsausbildung aus Sicht von Auszubildenden mit Lernbeeinträchtigungen (2025)
Beer, Mareike;Zitatform
Beer, Mareike (2025): Inklusion im Berufseinstieg. Gatekeeping am Übergang Schule-Berufsausbildung aus Sicht von Auszubildenden mit Lernbeeinträchtigungen. (Teilhabe an Beruf und Arbeit 7), Bielefeld: wbv, 514 S. DOI:10.3278/9783763977505
Abstract
"Die Berufsorientierung und der damit verbundene Berufswahlprozess spielen eine zentrale Rolle für die berufliche Zukunft. Denn ein erfolgreicher Übergang in die Arbeitswelt ist nicht nur für die individuelle Entwicklung wichtig, sondern auch ein entscheidender Faktor für gesellschaftliche Teilhabe. Die Phase des Übergangs von der Schule in den Beruf stellt vor allem Jugendliche mit Förderbedarf, Beeinträchtigungen oder Behinderungen vor besondere Herausforderungen. Die Forschung hat bisher der größten Gruppe von Heranwachsenden mit Förderbedarf - Jugendlichen mit Lernbeeinträchtigungen - wenig Aufmerksamkeit geschenkt. In der vorliegenden Arbeit der Autorin Mareike Beer wird sich mit dieser Gruppe befasst, um einen Beitrag zur Schließung dieser Forschungslücke zu leisten. Ferner sollen neue Erkenntnisse über die spezifischen Herausforderungen und Bedürfnisse dieser Zielgruppe gewonnen werden." (Autorenreferat, IAB-Doku, © wbv)
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Literaturhinweis
Medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation (2025)
Bethge, Matthias ; Bühne, David ; Sternberg, Annika; Budde, Andrea; Banaschak, Hannes ; Fauser, David ; Schnalke, Gerhard;Zitatform
Bethge, Matthias, David Bühne, Hannes Banaschak, Annika Sternberg, Andrea Budde, Gerhard Schnalke & David Fauser (2025): Medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation. In: Die Rehabilitation, Jg. 64, H. 1, S. 40-53. DOI:10.1055/a-2290-7717
Abstract
"Die medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation (MBOR) ist ein multimodales interprofessionell durchgeführtes Programm, das gesundheitsbedingte Diskrepanzen von arbeitsplatzbezogenen Fähigkeiten und Anforderungen reduziert, um berufliche Teilhabe von Menschen zu unterstützen, die, z. B. aufgrund langer Arbeitsunfähigkeit, ein erhöhtes Risiko haben, dass die berufliche Wiedereingliederung scheitert. Leistungsrechtlich ist die MBOR eine medizinische Rehabilitation, die durch zusätzliche diagnostische und therapeutische Leistungen ergänzt wurde." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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