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Dossier

Menschen mit Behinderungen in Ausbildung und Beruf

Mit dem Bundesteilhabegesetz und dem Nationalen Aktionsplan 2.0 wurden 2016 zwei wichtige behindertenpolitische Vorhaben angestoßen und in den Folgejahren umgesetzt und weiterentwickelt. Damit soll im Einklang mit der UN-Behindertenrechtskonvention die Inklusion in Deutschland weiter vorangetrieben werden, indem die Selbstbestimmung und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen gestärkt werden. Mit dem schrittweisen Inkrafttreten des Bundesteilhabegesetzes erfuhren das Recht der Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen und die Eingliederungshilfe (SGB IX) weitreichende Änderungen. Wie stellt sich die Situation von behinderten Menschen auf dem Arbeitsmarkt dar? Wie lassen sich behindertengerechte Berufsleben und inklusive Arbeitswelten gestalten?
Die Infoplattform stellt zentrale Dokumente und relevante Quellenhinweise zusammen, inhaltlich strukturiert nach den Aspekten der Politik für behinderte Menschen und den diskutierten bzw. realisierten Reformanstrengungen.

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  • Literaturhinweis

    Mehr Kundenorientierung im Sozialstaat wagen: Die berufliche Rehabilitation ist der Schlüssel für eine moderne Teilhabe- und Arbeitsmarktpolitik (2026)

    Arntz, Melanie ; Reims, Nancy ; Rauch, Angela ;

    Zitatform

    Arntz, Melanie, Angela Rauch & Nancy Reims (2026): Mehr Kundenorientierung im Sozialstaat wagen: Die berufliche Rehabilitation ist der Schlüssel für eine moderne Teilhabe- und Arbeitsmarktpolitik. In: IAB-Forum H. 17.03.2026. DOI:10.48720/IAB.FOO.20260317.01

    Abstract

    "Die berufliche Rehabilitation leistet viel, aber weniger, als sie könnte. Die Fragmentierung des Systems führt zu Zeitverzögerungen und Schwierigkeiten beim Zugang und der Weiterleitung von Geförderten. Eine Reform könnte sich am Befähigungsansatz orientieren. Ein Weg wäre die Einrichtung regionaler Reha-Hubs, die als übergreifende Schnittstellen den Leistungsträgern vorgeschaltet wären." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Arntz, Melanie ; Reims, Nancy ; Rauch, Angela ;
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  • Literaturhinweis

    The Double Challenges of Single Parents Raising Children with Disabilities (2026)

    Balbo, Nicoletta ; Burciu, Roxana-Diana ;

    Zitatform

    Balbo, Nicoletta & Roxana-Diana Burciu (2026): The Double Challenges of Single Parents Raising Children with Disabilities. In: European Journal of Population, Jg. 42, H. 1. DOI:10.1007/s10680-026-09767-9

    Abstract

    "This paper sheds light on the health-related, economic, and social well-being of single parents of children with disabilities, a population often overlooked in research. Much literature examines single parenthood and child disability independently and generally finds negative consequences of experiencing either. Yet, little is known about the well-being of parents at the intersections of single parenthood and raising a child with a disability. Drawing on data from the UK Millennium Cohort Study, the study compares the health-related, economic, and social well-being of single parents of children with disabilities to that of single parents of non-disabled children and partnered parents. The findings show that single parents of children with disabilities experience significantly worse mental and physical health, higher rates of poverty and lower employment rates. These challenges are compounded by the lack of appropriate childcare and limited support from non-residential parents and extended family members, which further constrains parents’ ability to work. Thisstudy investigates a neglected social group and contributes to the literature by integrating two separate strands of research—single parenthood and child disability—and identifying the unique disadvantages thatstand at their intersection." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Übergänge von jungen Menschen mit Behinderungen von der Schule in die Berufsausbildung in Deutschland. Ein Forschungsüberblick (2026)

    Blanck, Jonna ;

    Zitatform

    Blanck, Jonna (2026): Übergänge von jungen Menschen mit Behinderungen von der Schule in die Berufsausbildung in Deutschland. Ein Forschungsüberblick. In: Die Deutsche Schule, Jg. 2025, H. 4, S. 261-273. DOI:10.31244/dds.2025.04.02

    Abstract

    "Mit Ratifizierung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-BRK) hat sich Deutschland vor mehr als 15 Jahren dazu verpflichtet, Menschen mit Behinderungen den Zugang zum Arbeitsmarkt zu ermöglichen und so dazu beizutragen, dass diese selbstständig ihren Lebensunterhalt verdienen können (Art. 27 UN-BRK). Erst seit einigen Jahren rückt die Analyse der Übergänge von Jugendlichen mit Behinderungen von der Schule in den Ausbildungsmarkt verstärkt in den Fokus. Der Beitrag stellt den aktuellen Kenntnisstand zu den nachschulischen Übergängen von Jugendlichen mit Behinderungen in Deutschland sowie ihren Einflussfaktoren dar und endet mit Schlussfolgerungen für Forschung, Bildungsadministration und -praxis." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Auf dem Weg zum Wunschberuf? Kompromisse beim Übertritt in die Berufsausbildung von Lernenden mit Lernzielreduktion (2026)

    Brandenberg, Kathrin ; Sahli Lozano, Caroline; Benz, Robin ; Lustenberger, Sara ;

    Zitatform

    Brandenberg, Kathrin, Caroline Sahli Lozano, Sara Lustenberger & Robin Benz (2026): Auf dem Weg zum Wunschberuf? Kompromisse beim Übertritt in die Berufsausbildung von Lernenden mit Lernzielreduktion. In: Die Deutsche Schule, Jg. 2025, H. 4, S. 274-285. DOI:10.31244/dds.2025.04.03

    Abstract

    "Mit Längsschnittdaten aus der Schweiz wird in der vorliegenden Studie untersucht, inwiefern Lernende mit reduzierten individuellen Lernzielen (RILZ) in Berufsausbildungen eintreten können, die den Anforderungen ihres Wunschberufs entsprechen. Die Resultate zeigen, dass Lernende mit RILZ systematisch häufiger schulisch weniger anforderungsreiche Ausbildungen aufnehmen als vergleichbare Lernende ohne RILZ." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Inklusive Universität (InUni) – Eine Querschnittstudie zum arbeitsbezogenen Inklusionserleben von universitären Mitarbeitenden mit Beeinträchtigung (2026)

    Carow, Franziska ; Bethge, Matthias ; Rašo, Luka Marko ;

    Zitatform

    Carow, Franziska, Luka Marko Rašo & Matthias Bethge (2026): Inklusive Universität (InUni) – Eine Querschnittstudie zum arbeitsbezogenen Inklusionserleben von universitären Mitarbeitenden mit Beeinträchtigung. In: Die Rehabilitation, Jg. 65, H. 2, S. 93-103. DOI:10.1055/a-2705-1734

    Abstract

    "Diese Studie untersuchte das arbeitsbezogene Inklusionserleben von Mitarbeitenden an einer Universität und mögliche Einflussgrößen auf das Inklusionserleben von Mitarbeitenden mit Beeinträchtigung. In einer querschnittlichen Online-Befragung wurden 199 Mitarbeitende anhand einer Skala zu ihrem arbeitsbezogenen Inklusionserleben befragt. In zwei linearen Regressionsmodellen wurden erstens Unterschiede zwischen dem Inklusionserleben von Mitarbeitenden mit und ohne Beeinträchtigung und zweitens bei Menschen mit Beeinträchtigung der Zusammenhang von möglichen Einflussgrößen und dem Inklusionserleben untersucht. Zusätzlich wurde eine qualitative Inhaltsanalyse zu Herausforderungen und Verbesserungsvorschlägen durchgeführt. Das arbeitsbezogene Inklusionserleben (1 bis 5 Punkte) war niedriger bei Mitarbeitenden mit Beeinträchtigung (n=74) als bei Mitarbeitenden ohne Beeinträchtigung (n=125; b=− 0,35; 95-%-KI: − 0,58 bis − 0,11; p=0,004). Eine Beeinträchtigung des Sehens war signifikant mit einem niedrigeren Inklusionserleben assoziiert (b=− 0,57, 95-%-KI:-1,05; − 0,10). Mitarbeitende, denen soziale Unterstützung wichtig ist, wiesen ein geringeres Inklusionserleben auf (b=− 0,98, 95-%-KI: -1,61; − 0,34). Mitarbeitende mit einem Grad der Behinderung unter 50 hatten ein höheres Inklusionserleben (b=0,75, 95-%-KI: 0,19; 1,31) als Mitarbeitende ohne einen anerkannten Grad der Behinderung. Mitarbeitende, die offener mit ihrer Beeinträchtigung umgehen, hatten ein höheres Inklusionserleben (b=0,13, 95-%-KI: 0,05; 0,21). Die Mitarbeitenden mit Beeinträchtigung kannten die zur Verfügung stehenden Angebote nur teilweise. Herausforderungen und Verbesserungsvorschläge betreffen Infra- und Organisationsstruktur und das soziale Miteinander. Mitarbeitende mit Beeinträchtigung zeigten ein signifikant niedrigeres Inklusionserleben in unserer Stichprobe. Wir konnten einige Merkmale identifizieren, die möglicherweise mit dem Inklusionserleben assoziiert sind, allerdings lassen unsere Ergebnisse keine Schlüsse auf kausale Zusammenhänge zu und können nicht verallgemeinert werden. Unsere Studie liefert jedoch mögliche Ansatzpunkte für ein besseres Inklusionserleben von Menschen mit Beeinträchtigung im Arbeitskontext." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Developing supported job matches in public employment services: Toward a relational framework (2026)

    Dall, Tanja ;

    Zitatform

    Dall, Tanja (2026): Developing supported job matches in public employment services: Toward a relational framework. In: International Journal of Social Welfare, Jg. 35, H. 2. DOI:10.1111/ijsw.70066

    Abstract

    "Employer engagement, in which unemployed persons are “matched” with local employers to develop work ability and employability, has received increased attention in public employment service efforts to enhance sustainable employment for individuals with complex needs. This study empirically explores how such aims are realized in professional practice within public employment services and develops a conceptual framework for understanding supported job matching as a relational and developmental process. Analyzing qualitative interviews with 24 employment specialists and 31 unemployed individuals who participated in supported job-matching interventions, I find that job matching is a dynamic process involving four interrelated dimensions: functional, skills-based, social, and interests-based dimensions. The findings contribute a more nuanced understanding of the processes involved in job matching and have practical implications for policymakers and employment specialists aiming to enhance sustainable employment for individuals with complex needs." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Labor market entry prospects of people with visual impairments: evidence from administrative register data in the Netherlands (2026)

    Diehl, Katharina ; Heppe, Eline ; Vooren, Melvin ; Klaveren, Chris van ; Cornelisz, Ilja ;

    Zitatform

    Diehl, Katharina, Eline Heppe, Melvin Vooren, Ilja Cornelisz & Chris van Klaveren (2026): Labor market entry prospects of people with visual impairments: evidence from administrative register data in the Netherlands. In: The European Journal of Health Economics, Jg. 27, H. 3, S. 509-526. DOI:10.1007/s10198-025-01830-2

    Abstract

    "The UN’s Convention on the Rights of Persons with Disabilitiesincludes a right to equal work opportunities. People with visual impairments (VI) are targeted by this convention and experience low employment rates. The initial transition from education to labor is a predictor for later labor market participation. Exploiting administrative register data, we identified a graduated subpopulation with VI and matched them to a control group. This paper evaluates (1) group differences in various socio-economic outcomes following graduation, and (2) following initial employment. Following graduation there are fewer transitions into (self-)employment for people with VI and more transitions to disability insurance or social benefits, but similar patterns for unemployment insurance and further education. Scrutinizing subsequent dynamics for those that secured initial employment revealed a greater share of those with VI maintained employment as dominant source of income given there was a change in employment status. However, there are more dynamics recorded for individuals with VI, which may reflect difficulties retaining a job. This group remained overrepresented in disability insurance as well as social benefits. Differences with regards to self-employment, unemployment insurance, further education and the other no income status did not reach significance. In conclusion, this study did not find equal labor market prospects for declarants with VI. The finding that VI declarants face less favorable labor market prospects than their matched counterparts, despite having similar cognitive ability, underscores the need for policies that not only improve their labor market outcomes but also promote greater equality in opportunities to reach the UN convention’s ideals." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    From assessment to action: A randomised controlled trial of the effectiveness of a holistic diagnostic to enhance work ability (2026)

    Fauser, David ; Dötsch, Saskia; Kleineke, Vera; Feddersen, Dagmar; Roder, Jessica ; Bethge, Matthias ; Usdrowski, Gregor;

    Zitatform

    Fauser, David, Saskia Dötsch, Jessica Roder, Vera Kleineke, Dagmar Feddersen, Gregor Usdrowski & Matthias Bethge (2026): From assessment to action: A randomised controlled trial of the effectiveness of a holistic diagnostic to enhance work ability. In: Die Rehabilitation, Jg. 65, H. 2, S. 114-123. DOI:10.1055/a-2663-0460

    Abstract

    "Employees can benefit from multimodal work-related intervention strategies. This randomised controlled trial tested the effectiveness of an integrative diagnostic service used to clarify intervention needs of employees with endangered work participation (German Clinical Trials Register: DRKS00027577). Employees with health restrictions and limited work ability were included and received an initial consultation with their occupational health physician. With computer-generated allocation lists, they were randomised to the treatment arms. The intervention group (IG) immediately attended a two-day assessment in a rehabilitation centre and then received follow-up consultations at the workplace. The control group (CG) started the two-day assessment six months after randomisation. Questionnaire data were collected from participants at their initial consultation and after six months. The primary outcome was the subjective work ability of the participants (Work Ability Score; 0–10 points). Secondary outcome measures included working conditions and sick leave duration. Data from 61 participants (IG: n=32) were analysed. A clinically important but statistically nonsignificant difference was found between IG and CG, including a moderate effect size for work ability (difference=1.15: 95% CI: −0.05 to 2.35; p=0.061). Clinically relevant differences were observed for sick leave duration in weeks (difference=−4.00: 95% CI: −7.49 to −0.51; p=0.025) and job insecurity (difference: −16.40; 95% CI: −29.82 to −2.99; p=0.017). Our results suggest that the intervention led to a reduction in sick leave and improvements in job security and work ability. The effectiveness of the intervention depends largely upon whether the needs of individuals and the requirements of workplaces are taken into consideration. Participants could be selected by occupational physicians on the basis of the occupational skill level. Further research should consider the long-term effects and health economic analyses and structural requirements for a nationwide implementation, as well as employers’ perspectives." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Wurde die Wirkung von Grenzwerten im deutschen Arbeitsrecht bisher unterschätzt? (2026)

    Hiesinger, Karolin ; Koch, Leonard;

    Zitatform

    Hiesinger, Karolin & Leonard Koch (2026): Wurde die Wirkung von Grenzwerten im deutschen Arbeitsrecht bisher unterschätzt? In: Sozialer Fortschritt, Jg. 75, H. 1, S. 29-46., 2025-12-22. DOI:10.3790/sfo.2026.1475602

    Abstract

    "Viele Regelungen im deutschen Arbeitsrecht greifen erst ab einer bestimmten Arbeitgebergröße. Es existieren weit über 100 solcher Grenzwertregelungen, wobei die dafür relevante Arbeitgebergröße oftmals sehr unterschiedlich berechnet wird. Der vorliegende Artikel zeigt auf, welche Unterschiede es bei der Erfassung von Grenzwerten gibt, diskutiert die bisherige Forschung zu Grenzwerteffekten und stellt Thesen zur Erklärung der uneindeutigen Evidenz auf. Durch eine einheitliche Erfassung könnten Bürokratie abgebaut und Grenzwerteffekte empirisch besser identifiziert werden." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Duncker & Humblot)

    Beteiligte aus dem IAB

    Hiesinger, Karolin ; Koch, Leonard;
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  • Literaturhinweis

    Großbefragungen zur Arbeitssituation von Menschen mit gesundheitlicher Beeinträchtigung und Behinderung in Deutschland - Erweiterung des Analysepotenzials (2026)

    Hünefeld, Lena ; Teborg, Sophie; Eker, Alper;

    Zitatform

    Hünefeld, Lena, Alper Eker & Sophie Teborg (2026): Großbefragungen zur Arbeitssituation von Menschen mit gesundheitlicher Beeinträchtigung und Behinderung in Deutschland - Erweiterung des Analysepotenzials. In: Bundesgesundheitsblatt, Gesundheitsforschung, Gesundheitsschutz, S. 1-11. DOI:10.1007/s00103-026-04202-0

    Abstract

    "Einleitung: Eine fundierte und inklusive Gestaltung von Arbeitsplätzen erfordert eingehendes Wissen über die Arbeitssituation – erfasst durch geeignete, aktuelle Indikatoren. Befragungsdaten ermöglichen eine differenzierte Beschreibung dieser Situation und das Nachvollziehen von Entwicklungen im Zeitverlauf. Ziel dieses Beitrags ist eine systematische Übersicht über Großbefragungen zur Arbeitssituation von Menschen mit Beeinträchtigung und Behinderung in Deutschland sowie eine Untersuchung des Analysepotenzials. Methoden: Insgesamt 15 Großbefragungen, die eine Identifizierung von Personen mit Beeinträchtigung ermöglichen und Informationen zur Arbeitssituation liefern, wurden systematisch analysiert. Dabei wurden die Befragungen anhand eines induktiv und deduktiv entwickelten Kategoriensystems betrachtet, das die Themen „Beeinträchtigung/Behinderung“, „Arbeitssituation“ und „individuelle Merkmale“ abdeckt. Ferner wurde unterschieden, ob die Befragungen die Zielgruppen „Menschen mit Beeinträchtigung“, „Menschen mit selbsteingeschätzter Behinderung“ und/oder „Menschen mit fremdeingeschätzter Behinderung“ einbeziehen. Ergebnisse: Für den Zeitraum 2018 bis 2024 lassen sich 7 relevante Befragungen identifizieren, die in unterschiedlichem Ausmaß differenzierte Informationen zu allen 3 Zielgruppen und ihrer Arbeitssituation auf dem ersten Arbeitsmarkt enthalten. Diskussion: Deutlich werden Lücken in den Befragungsdaten, insbesondere im Hinblick auf inklusive betriebliche Rahmenbedingungen oder Arbeitsplatzanpassungen. Bestehende Großerhebungen müssten daher systematisch erweitert werden – inhaltlich durch differenzierte Items, aber auch methodisch durch inklusive Stichproben und Erhebungsdesigns." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Some are Hit Hard, for Others It’s Business as Usual: The Effects of Chronic Illnesses on Employment and Income Trajectories (2026)

    Jansen, Andreas;

    Zitatform

    Jansen, Andreas (2026): Some are Hit Hard, for Others It’s Business as Usual: The Effects of Chronic Illnesses on Employment and Income Trajectories. In: Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik, Jg. 246, H. 1-2, S. 51-82. DOI:10.1515/jbnst-2024-0065

    Abstract

    "This study examines the relationship between the onset and progression of a chronic disease and subsequent income and employment trajectories using SHARE-RV, a longitudinal dataset that links survey data from the Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe (SHARE) with German Pension Insurance administrative records (RV). This data linkage enables an assessment of the long-term consequences of chronic illness on labour market participation and income development, with observation periods exceeding 20 years. The empirical findings indicate that a chronic disease exhibit negative correlations with employment outcomes and earned income. These adverse effects differ in magnitude depending on the indicator used to define chronic disease and are most pronounced when restricting analyses to severe chronic conditions. Further, notable gender differences are observed. The spectrum of income losses ranges from moderate decreases in earnings points to the complete loss of earned income as a result of unemployment, labour market exit, or transition to disability pension receipt. The analysis also explores the extent to which chronic illness acts to intensify pre-existing labour market inequalities. The results indicate that the employment and income trajectories of highly qualified individuals are substantially less adversely affected by the onset and progression of chronic disease compared to those of individuals with low or medium levels of qualification. Indeed, highly qualified individuals may continue to accrue additional earnings points even following a chronic disease diagnosis. Consequently, chronic illness contributes to the amplification of social inequality within the labor market." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Übergänge gestalten: Zugänge und Verläufe in der beruflichen Rehabilitation (2026)

    Kakuschke, Verena; Glamann, Nathalie; Ohlbrecht, Heike; Thomas, Joachim ; Wengemuth, Eileen ; Kardorff, Ernst von; Tibbe, Niklas; Choi, Kyung-Eun ; Dreßke, Stefan; Weißmann, Regina;

    Zitatform

    Kakuschke, Verena, Nathalie Glamann, Eileen Wengemuth, Niklas Tibbe, Regina Weißmann, Stefan Dreßke, Kyung-Eun Choi, Ernst von Kardorff, Joachim Thomas & Heike Ohlbrecht (2026): Übergänge gestalten: Zugänge und Verläufe in der beruflichen Rehabilitation. In: Die Rehabilitation, Jg. 65, H. 03, S. 147-156. DOI:10.1055/a-2742-5589

    Abstract

    "Übergänge von der medizinischen in die berufliche Rehabilitation markieren nicht nur den Wechsel von einer Institution oder Maßnahme zur nächsten, sondern sind auch biografisch bedeutsame und vulnerable Phasen für die Rehabilitand:innen. Der Gestaltung dieses Übergangs kommt somit eine große Bedeutung zu. Die Studie untersucht Übergänge aus der medizinischen in die berufliche Rehabilitation aus der Perspektive von vier Forschungsprojekten. Dabei werden zentrale Hürden, Steuerungsmechanismen und subjektive Erfahrungen im Übergangsprozess thematisiert. die Datenbasis umfasst qualitative Interviews, Fokusgruppen, Dokumentenanalysen sowie standardisierte und offene Fragebogenerhebungen in Berufsförderungswerken (BFW), Beruflichen Trainingszentren (BTZ) und medizinischen Reha-Einrichtungen. Die Auswertung erfolgt mittels qualitativer Inhaltsanalyse (Kuckartz, Mayring), Grounded Theory (Glaser & Strauss) sowie deskriptiver statistischer Verfahren. die Ergebnisse lassen sich vier thematischen Schwerpunkten zuordnen, die den Übergangsprozess chronologisch beschreiben: 1) Der Weg in die berufliche Rehabilitation, 2) Information und Begleitung zur beruflichen Rehabilitation, 3) Zugang und Zuweisung zu Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA), 4) Der Maßnahmeeinstieg und das Ankommen in der beruflichen Rehabilitation. Insgesamt zeigt sich, dass die Übergänge von institutionellen Fragmentierungen, Informationsdefiziten und unklaren Zuständigkeiten gekennzeichnet sind. Rehabilitand:innen erfahren häufig zufällig oder durch Eigeninitiative von beruflichen Reha-Angeboten. Beratungsangebote sind unzureichend koordiniert und formale Zuweisungsprozesse erscheinen intransparent und zum Teil willkürlich. Besonders vulnerable Gruppen – etwa Personen mit Sucht- oder anderen psychischen Erkrankungen – sind überdurchschnittlich stark von diesen Barrieren betroffen. Gleichzeitig zeigen sich auch Beispiele gelingender Übergänge, insbesondere wenn eine frühzeitige, kontinuierliche Beratung erfolgt und individuelle Lebenslagen berücksichtigt werden. ein gelingendes Übergangsmanagement erfordert klare Zuständigkeitsregelungen, verbindliche Standards für die Beratung und Zuweisung sowie eine bessere Verzahnung von medizinischer und beruflicher Rehabilitation. Dabei ist die Integration institutioneller Routinen mit den biografischen Realitäten der Rehabilitand:innen zentral." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Internal and external factors in the success of graduates with disabilities in higher education and employment: an international comparative study in Germany and Spain (2026)

    Lopez-Gavira, Rosario ; Orozco, Inmaculada ; Perez-Lopez, Aurora Virginia ;

    Zitatform

    Lopez-Gavira, Rosario, Inmaculada Orozco & Aurora Virginia Perez-Lopez (2026): Internal and external factors in the success of graduates with disabilities in higher education and employment: an international comparative study in Germany and Spain. In: Higher education, Jg. 91, H. 3, S. 845-868. DOI:10.1007/s10734-025-01446-8

    Abstract

    "Initiatives in legislation and improved resources dedicated to inclusive education have contributed to an increase in the number of people with disabilities with higher education and access to a profession in the primary market. However, people with disabilities often face a lot of difficulties and injustices before they can finish their university career and obtain a job according to their education, abilities, and wishes. This article presents an empirical, international, comparative study that analysed, from the perspective of 56 German and Spanish graduates with disabilities belonging to 34 universities, which key factors promoted the successful completion of their studies and which factors facilitated their inclusion in the labor market. The research was qualitative through individual interviews with graduates with disabilities. The results revealed many common aspects in the internal (self-knowledge, self-determination, autonomy, self-efficacy, and resilience) and external factors (family, classmates, friends, disability services, and faculty members) that explain the academic success and labor market transition (work experience, accommodations, and awareness) of graduates with disabilities of both countries. However, these factors also revealed some differences between the two countries that serve as an impulse to mobilize cultural, political, and practical change in higher education institutions, employers, and society in general." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Gesundheitsbezogene und finanzielle Sorgen bei arbeitslosen Menschen mit Behinderung in Deutschland während der COVID-19-Pandemie (2026)

    Mayer, Dennis ; Hollederer, Alfons ;

    Zitatform

    Mayer, Dennis & Alfons Hollederer (2026): Gesundheitsbezogene und finanzielle Sorgen bei arbeitslosen Menschen mit Behinderung in Deutschland während der COVID-19-Pandemie. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 75, H. 2, S. 253-276. DOI:10.3790/sfo.2026.1477806

    Abstract

    "Die Studie untersucht mit Daten des für Deutschland repräsentativen Panel Arbeitsmarkt und soziale Sicherung (PASS) die Arbeitslosigkeit unter Erwerbspersonen mit Behinderung im zweiten und dritten Jahr der COVID-19-Pandemie (2021 – 2022). Zugleich werden von Arbeitslosen mit Behinderung berichtete pandemiebedingte gesundheitsbezogene und finanzielle Sorgen exploriert. Die Analysen zeigen, dass behinderte Erwerbspersonen in beiden Pandemiejahren signifikant stärker von Arbeitslosigkeit betroffen waren als nichtbehinderte Erwerbspersonen. Arbeitslose mit Behinderung gaben doppelt so häufig große gesundheitliche Sorgen an als Arbeitslose ohne Behinderung. Logistische Regressionsanalysen identifizieren Behinderungen sowie gesundheitliche Sorgen als Risikofaktoren für eine Beschäftigungsaufnahme. Die Ergebnisse legen nahe, dass der Gesundheitsstatus von Arbeitslosen mit Behinderung während der COVID-19-Pandemie eine zentrale Rolle für deren Arbeitsmarktintegration spielte." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Vocational training for youth with intellectual and developmental disabilities: a program evaluation of the Impact Project (2026)

    Mudde, Laura; Reid, R. Colin; Hole, Rachelle ;

    Zitatform

    Mudde, Laura, R. Colin Reid & Rachelle Hole (2026): Vocational training for youth with intellectual and developmental disabilities: a program evaluation of the Impact Project. In: Disability and Rehabilitation, Jg. 48, H. 5, S. 1299-1313. DOI:10.1080/09638288.2025.2534099

    Abstract

    "Previous research in social inclusion investigating low employment rates among individuals with intellectual and developmental disabilities (IDD) points to shortcomings in vocational training for transitioning youth, exiting school environments. This study presents a program evaluation of the Impact Project, a community-based and person-centered vocational training program for youth with IDD, aged 15-19 years, in British Columbia (BC), Canada to assess whether early vocational training improved employment experiences for youth with IDD. The study sample included 279 youth with IDD, who were part of summer programs in 2020, 2021, and 2022 at eight established community-based organizations in BC. Employment specialists at these organizations provided vocational activities and training, collecting the youth's employment experiences in pre- and post-program surveys and activity diaries. This evaluation of the Impact Project employed a formative evaluation design to answer whether the youth-centered vocational training improved employment experiences. Participating in the Impact Project led to an increase in soft skills and unpaid and paid employment experiences for youth with IDD, aged 15-19 years. Community-based policies could benefit from person-centered approaches when providing employment-related planning for youth with IDD in preparation for transitions from school into employment environments." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Wie gelingen Übergänge von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen von der WfbM auf den allgemeinen Arbeitsmarkt? Ein Scoping Review (2026)

    Preissner, Lisa ; Pelka, Bastian; Hünefeld, Lena ;

    Zitatform

    Preissner, Lisa, Lena Hünefeld & Bastian Pelka (2026): Wie gelingen Übergänge von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen von der WfbM auf den allgemeinen Arbeitsmarkt? Ein Scoping Review. In: Die Rehabilitation, S. 1-9. DOI:10.1055/a-2831-5045

    Abstract

    "Übergänge von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen (MmpB) aus Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) in den allgemeinen Arbeitsmarkt gelingen bislang nur selten. Ziel der vorliegenden Studie war es, Faktoren zu identifizieren, die diese Übergänge fördern oder hemmen, um bestehende Forschungslücken sichtbar zu machen und Impulse für zukünftige Untersuchungen zu geben. Das Scoping Review orientierte sich an einem etablierten methodischen Rahmen und den PRISMA-Leitlinien. Die Literaturrecherche umfasste den Zeitraum von Januar 2001 bis Oktober 2025. Nach Screening und Volltextprüfung wurden elf Quellen in die finale Analyse einbezogen. Die Datenauswertung basierte auf einer thematischen Analyse zur Identifikation zentraler Einflussfaktoren im Übergangsprozess. Die Ergebnisse zeigen, dass Übergänge durch ein komplexes Zusammenspiel personenbezogener, rehabilitationsbezogener und umweltbezogener Faktoren beeinflusst werden. Förderlich wirken individuelle Kompetenzen, Motivation, Eigeninitiative, arbeitsmarktorientierte Förderangebote, Praktika sowie qualifizierte Fachkräfte. Hemmend hingegen sind geringe Selbstkompetenzen, strukturelle Barrieren innerhalb der WfbM, mangelnde Systemtransparenz und eine eingeschränkte Inklusionsbereitschaft des allgemeinen Arbeitsmarktes. Zugleich zeigt sich eine deutliche Dominanz konzeptueller Beiträge und eine geringe empirische Fundierung der bisherigen Forschung. Die Ergebnisse verdeutlichen den Bedarf an empirisch fundierten Studien, die die Wirksamkeit bestehender Übergangsinstrumente systematisch überprüfen. Künftige Forschung sollte stärker fall- und beobachtungsorientierte Designs einsetzen, um Wechselwirkungen zwischen individuellen, institutionellen und gesellschaftlichen Einflussfaktoren zu verstehen. Zudem erscheint eine engere Zusammenarbeit innerhalb eines multiprofessionellen Rehabilitationssettings und eine Untersuchung der Professionalisierung der pädagogischen Fachkräfte in WfbM zentral, um Übergänge nachhaltiger zu gestalten und die berufliche Teilhabe von MmpB zu stärken." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Verbesserung der Teilhabe am Arbeitsleben durch Abschaffung der Werkstätten für Menschen mit Behinderungen? Was sagen die Beteiligten?: Eine qualitative Analyse von mehreren Fokusgruppeninterviews (2026)

    Queri, Silvia;

    Zitatform

    Queri, Silvia (2026): Verbesserung der Teilhabe am Arbeitsleben durch Abschaffung der Werkstätten für Menschen mit Behinderungen? Was sagen die Beteiligten? Eine qualitative Analyse von mehreren Fokusgruppeninterviews. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 75, H. 1, S. 5-28. DOI:10.3790/sfo.2025.1473801

    Abstract

    "Das Forschungsprojekt WorkWatch entwickelte ein quantitatives Messinstrument zur Bedarfsfeststellung nach § 118 SGB IX im Rahmen der Eingliederungshilfe für die Teilhabe am Arbeitsleben und validierte es qualitativ durch Fokusgruppeninterviews. Dabei wurden sowohl die Bedeutung von Arbeit für eine erfolgreiche Teilhabe als auch wahrgenommene Veränderungen durch die geänderte Gesetzeslage erfragt. Die Befragten, Menschen mit Behinderung und Fachpersonal, wünschen den Erhalt der Werkstätten als integrierten bzw. inklusiven Teil des allgemeinen Arbeitsmarktes. Ihre Einschätzung zu den Arbeitsmöglichkeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ist pessimistisch, da weder die Finanzierung der benötigten Assistenz noch der gesellschaftliche Wille vorhanden sei." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Disability, Job Satisfaction, and Workplace Accommodations: Evidence from the Healthcare Industry (2026)

    Rodgers, Yana van der Meulen; Schur, Lisa ; Hammond, Flora M.; Cohen, Jennifer; Kruse, Douglas ; Edwards, Renee;

    Zitatform

    Rodgers, Yana van der Meulen, Lisa Schur, Flora M. Hammond, Renee Edwards, Jennifer Cohen & Douglas Kruse (2026): Disability, Job Satisfaction, and Workplace Accommodations: Evidence from the Healthcare Industry. In: Journal of Occupational Rehabilitation, Jg. 36, H. 3, S. 824-837. DOI:10.1007/s10926-025-10316-0

    Abstract

    "Purpose: This paper examines the extent to which job satisfaction, requests for accommodations, and the likelihood of a request being granted vary by disability status. We further analyze whether being granted workplace accommodations moderates the relationship between work satisfaction and disability. Methods: We use a novel survey of healthcare workers centered on disability status, perceptions of work experiences, and the provision of accommodations. The data are used in a descriptive analysis and multiple regressions to examine the moderating effect of accommodations on the relationship between disability and indicators related to job satisfaction. Results: Results show that people with disabilities have more negative perceptions of their work experiences than people without disabilities. Although people with disabilities are more likely to request accommodations than people without disabilities, they are equally likely to have their requests wholly or partly granted. Regression results indicate that the negative relationships between disability status and most measures of work experience are largely eliminated when accounting for the disposition of accommodation requests. The main exception is turnover intentions, in which the adverse relationship with having a disability does not change even when an accommodation is granted. Partly granting accommodations is helpful only for some metrics of job experience. Conclusion: Our paper shows that fully granting accommodations can go a long way to closing the disability gap in job satisfaction between people with and without disabilities." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Verteidigung der anstaltlichen Tradition: Zu den Forderungen der Kommunen und Länder nach einer Reform des Rechts der Eingliederungshilfe (2026)

    Rosenow, Roland;

    Zitatform

    Rosenow, Roland (2026): Verteidigung der anstaltlichen Tradition. Zu den Forderungen der Kommunen und Länder nach einer Reform des Rechts der Eingliederungshilfe. In: Soziale Sicherheit, Jg. 75, H. 4, S. 10-15.

    Abstract

    "Länder und Kommunen fordern eine Reform der großen Reform, die das Recht der Eingliederungshilfe durch das Bundesteilhabegesetz (BTHG) vom 23.12.2016 erfuhr. Sie machen geltend, das BTHG sei mit dem Versprechen einhergegangen, die »Ausgabendynamik« zu bremsen, was jedoch nicht erfolgt sei. Zugleich ist zu konstatieren, dass die »Umsetzung« des Gesetzes bis heute nur in Ansätzen erfolgt ist, wobei »Umsetzung« nicht weniger als »Beachtung« meint. Dennoch fordern Länder und Kommunen Korrekturen, die im Ergebnis das zentrale Motiv des Gesetzgebers des BTHG – die Überwindung institutionenzentrierter Strukturen durch die Entwicklung personenzentrierter Leistungen – konterkarieren. Sie verlangen nicht explizit, an institutionenzentrierten Leistungen festzuhalten, auch wenn ihre Vorschläge überwiegend darauf hinauslaufen. Vor diesem Hintergrund gehe ich im ersten Schritt auf die tradierte Institutionenzentrierung der Eingliederungshilfe und ihre rechtliche Absicherung ein, um dann zu dem aktuellen Reformprozess zu kommen." (Textauszug, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Diskontinuitäten in der beruflichen Rehabilitation: Institutionelle Rahmenbedingungen und biographische Verläufe in Beruflichen Trainingszentren (BTZ) und Berufsförderungswerken (BFW) (2026)

    Tibbe, Niklas; Ohlbrecht, Heike; Glamann, Nathalie; Kakuschke, Verena; Dreßke, Stefan; Thomas, Joachim ; Kardorff, Ernst von; Weißmann, Regina;

    Zitatform

    Tibbe, Niklas, Nathalie Glamann, Verena Kakuschke, Stefan Dreßke, Regina Weißmann, Ernst von Kardorff, Joachim Thomas & Heike Ohlbrecht (2026): Diskontinuitäten in der beruflichen Rehabilitation: Institutionelle Rahmenbedingungen und biographische Verläufe in Beruflichen Trainingszentren (BTZ) und Berufsförderungswerken (BFW). In: Die Rehabilitation, Jg. 65, H. 03, S. 157-166. DOI:10.1055/a-2821-0529

    Abstract

    "Der vorliegende Beitrag soll auftretende Diskontinuitäten bei Maßnahmen im Rahmen von Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA) herausarbeiten und darstellen, wie diese von Rehabilitand*innen erlebt und bearbeitet werden und wie Leistungserbringer – exemplarisch Berufsförderungswerke (BFW) und Berufliche Trainingszentren (BTZ) – mit derartigen Brüchen umgehen. Dazu werden deren individuelle und organisationsbezogene Deutungsmuster und Bearbeitungsformen herausgearbeitet sowie Impulse für eine biografieorientierte Rehabilitationspraxis entwickelt. Die Datengrundlage dieses Beitrags bilden die Ergebnisse zweier Forschungsprojekte, die sich dem Thema Diskontinuitäten in der beruflichen Rehabilitation aus verschiedenen methodischen Perspektiven unter Nutzung von Mixed-Methods Designs widmeten. Die Erhebungsmethoden umfassten dabei qualitative Interviews mit Rehabilitand*innen, Experteninterviews, Fokusgruppen sowie standardisierte Fragebogenerhebungen und ein Routinemonitoring. Die Auswertungen erfolgten mittels qualitativer Inhaltsanalyse (Kuckartz, Mayring), Grounded Theory (Glaser & Strauss) sowie deskriptiv-statistischer Verfahren. Diskontinuitäten im Rehabilitationsverlauf traten häufig und vielfältig auf und umfassten in die Maßnahme mitgebrachte Diskontinuitätserfahrungen wie Krankheitsschübe, psychische Krisen, Maßnahmenabbrüche oder Praktikumswechsel. Während BFW aufgabenbedingt stärker auf kontinuierliche, standardisierte Abläufe setzen mussten, reagierten BTZ mit größerer Flexibilität. Rehabilitand*innen nahmen Diskontinuitäten ambivalent wahr – einerseits als Hindernisse, andererseits aber auch als Chancen zur Neuorientierung. Diskontinuitäten stehen für heterogene Formen der individuellen Lebens- und Krankheitsbewältigung vor, im und nach dem Maßnahmeverlauf. Sie sollten dort nicht als Abweichung von erwarteten Normalverläufen, sondern als Herausforderung für einen konstruktiven, biografieorientierten Umgang mit Brüchen, Rückschritten und Umwegen betrachtet werden. Dadurch kann ein Raum für individuelle Entwicklungsverläufe geschaffen werden, der das Gelingen der beruflichen Rehabilitation begünstigt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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