Arbeitszeit: Verlängern? Verkürzen? Flexibilisieren?
Verkürzung, Verlängerung oder Flexibilisierung der Arbeitszeit stehen immer wieder im Zentrum der Debatten. Was wünschen sich Unternehmen und Beschäftigte? Wie kann Arbeitszeitpolitik die Schaffung neuer Arbeitsplätze und die Sicherung vorhandener Arbeitsplätze unterstützen?
Dieses Themendossier bietet Publikationen zur Entwicklung der Arbeitszeiten in Deutschland auch im internationalen Vergleich, zur betrieblichen Gestaltung der Arbeitszeit und zu den Arbeitszeitwünschen der Beschäftigten.
Publikationen zur kontroversen Debatte um die Einführung der Vier-Tage-Woche finden Sie in unserem Themendossier Vier-Tage-Woche – Arbeitszeitmodell der Zukunft?
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Literaturhinweis
Die Qual der Wahl? Soziale Strukturierungen der tariflichen Wahlmöglichkeit zwischen Zeit und Geld (2025)
Zitatform
Abendroth-Sohl, Anja, Ann-Christin Bächmann, Alexandra Mellies & Kevin Ruf (2025): Die Qual der Wahl? Soziale Strukturierungen der tariflichen Wahlmöglichkeit zwischen Zeit und Geld. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 78, H. 1, S. 22-29., 2025-11-01. DOI:10.5771/0342-300X-2025-1-22
Abstract
"Immer mehr Beschäftigte sehen sich mit Vereinbarkeitskonflikten zwischen Privatem und Beruflichem konfrontiert. Entsprechend hat der Wunsch nach mehr Mitbestimmung in der Gestaltung der individuellen Arbeitszeit gesellschaftlich stark an Bedeutung gewonnen. Vor diesem Hintergrund haben einige Gewerkschaften eine tarifliche Wahloption durchgesetzt, die es Beschäftigten erlaubt, sich jährlich zwischen mehr Zeit oder mehr Geld zu entscheiden. Dieser Beitrag untersucht, inwieweit die Wahl von mehr Zeit anstelle von mehr Geld sozial strukturiert ist; er berücksichtigt dabei Unterschiede bei der Wahl von Zeit sowie die dahinterliegenden Motive zwischen Männern und Frauen mit und ohne Kinder unter 14 Jahren im Haushalt." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Nomos)
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Literaturhinweis
Arbeitszeiten – Chancen und Herausforderungen für die Vereinbarkeit: eine geschlechts- und elternspezifische Betrachtung (2025)
Entgelmeier, Ines; Nold, Johanna;Zitatform
Entgelmeier, Ines & Johanna Nold (2025): Arbeitszeiten – Chancen und Herausforderungen für die Vereinbarkeit. Eine geschlechts- und elternspezifische Betrachtung. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 78, H. 1, S. 47-55. DOI:10.5771/0342-300X-2025-1-47
Abstract
"Anhand von Auswertungen der Arbeitszeitbefragung 2023 der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin zeigt dieser Beitrag, dass sich Arbeitszeiten von Männern und Frauen mit und ohne Kind deutlich hinsichtlich ihrer Länge, Lage sowie zeitlicher und räumlicher Flexibilität unterscheiden. Männer und Väter haben längere Arbeitszeiten, leisten mehr Überstunden und arbeiten häufiger zu atypischen Zeiten als Frauen und Mütter. Männer und Väter verfügen zudem häufiger über Flexibilitätsmöglichkeiten. Sie haben häufiger Einfluss auf den Beginn und das Ende ihrer Arbeitszeit und darauf, an welchen Tagen sie von zu Hause arbeiten können. Frauen und Mütter arbeiten nach wie vor deutlich häufiger in Teilzeit als Männer und Väter und geben als Hauptgrund dafür familiäre Verpflichtungen an. Trotz höherer arbeitszeitlicher Anforderungen bewerten Männer mit und ohne Kind ihre Work-Life-Balance besser als Frauen mit und ohne Kind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The Labor Market Impacts of Fair Work Legislation (2025)
Zitatform
Gruber, Anja (2025): The Labor Market Impacts of Fair Work Legislation. In: ILR review, S. 1-32. DOI:10.1177/00197939251355234
Abstract
"Fair Workweek (FWW) ordinances, which typically require employers to provide workers with advance notice of their schedules and extra pay for last-minute changes, have become an increasingly debated policy tool to address the unpredictability of low-wage work in the United States. In this article, the author studies the labor market impacts of the Oregon FWW law using data on treated workers from the Quarterly Workforce Indicators and American Community Survey, and a variety of empirical approaches that address the factors complicating such a labor market analysis. Taken together, the evidence points to limited effects on the average labor market outcomes of workers covered by the legislation. However, findings indicate increased employment and hours worked for men, and decreased employment and hours worked for women. Also, results show consistent evidence of decreased average monthly earnings for newly hired women at treated employers. Despite the ability of employers to bypass compensation requirements through voluntary standby lists, this study identifies compositional effects on the workforce resulting from FWW legislation." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Zunehmende Flexibilisierung der Arbeitszeit: Höchststand von 473 Millionen Stunden auf Kurzzeitkonten (2025)
Zitatform
Hartl, Tobias, Susanne Wanger, Anja Warning & Enzo Weber (2025): Zunehmende Flexibilisierung der Arbeitszeit: Höchststand von 473 Millionen Stunden auf Kurzzeitkonten. (IAB-Kurzbericht 12/2025), Nürnberg, 8 S. DOI:10.48720/IAB.KB.2512
Abstract
"Erstmals werden hier gesamtwirtschaftliche repräsentative Daten über die Stundenzahl auf den sogenannten Gleitzeit- oder Kurzzeitkonten der Beschäftigten in Deutschland vorgelegt. Über alle Wirtschaftszweige hinweg gab es im vierten Quartal 2023 einen positiven Saldo von insgesamt 473 Millionen Stunden auf diesen Konten. Das waren 150 Millionen Stunden mehr als im Jahr 2013. Die Bedeutung von Arbeitszeitkonten ist im Zeitverlauf gestiegen. Das zeigt auch der zunehmende Anteil der Betriebe und Verwaltungen, die diese nutzen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Tailored to Women, Provided to Men? Gendered Occupational Inequality in Access to Flexible Working-Time Arrangements (2025)
Zitatform
Jacobi, Aljoscha, Maik Hamjediers & Tabea Naujoks (2025): Tailored to Women, Provided to Men? Gendered Occupational Inequality in Access to Flexible Working-Time Arrangements. In: Social indicators research, Jg. 176, H. 3, S. 1179-1205. DOI:10.1007/s11205-024-03483-9
Abstract
"Numerous policy-makers and social scientists promote flexible working as a means to reconcile work and family life, often explicitly targeting women. Accordingly, one might expect that flexible working-time arrangements are more prevalent in occupations with a high share of female employees. Yet, previous evidence indicates the opposite. To address this puzzle, we investigate the occupational opportunity structures for flexible working. A devaluation argument proposes that employers perceive female-typed work as being of lower value, thus inhibiting the provision of flexible working-time arrangements in tfemale-dominated occupations. We evaluate this argument against alternative explanations, namely differences in the ability to bargain for flexible working and in structural or practical barriers to flexible working. Descriptive results based on German panel data (GSOEP, 2003 –2017) enriched with occupational-level information confirm that female-dominated occupations provide the least access to flexible work. Linear probability models with yearly fixed-effects indicate that power resources and structural barriers account for differences in flexible working between male-dominated and integrated occupations; yet an unexplained disadvantage for female-dominated occupations remains. Moreover, this disadvantage has grown between 2003 and 2017. We interpret this result as support of a cultural devaluation of female-dominated occupations in access to flexible working-time arrangements. Our findings highlight that the empirical reality of gendered occupational opportunity structures contradicts the gendered policy discourse on flexible work." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Individuell weniger, aber in der Summe mehr: Die Entwicklung der Erwerbsarbeitszeiten in Deutschland: Der IAQ-Arbeitszeitmonitor 2025 (2025)
Kümmerling, Angelika;Zitatform
Kümmerling, Angelika (2025): Individuell weniger, aber in der Summe mehr: Die Entwicklung der Erwerbsarbeitszeiten in Deutschland. Der IAQ-Arbeitszeitmonitor 2025. (IAQ-Report 2025-10), Duisburg, 22 S. DOI:10.17185/duepublico/84484
Abstract
"Im Vergleich zum Jahr 2012 sind die mittleren Arbeitszeiten abhängig Beschäftigter gesunken und lagen 2023 bei 34,6 Stunden. Treiber dieses Rückgangs sind vor allem die Arbeitszeiten von Männern. Aber auch die von Frauen geleistete Arbeitszeit verringerte sich erstmals seit 2017, wenn auch nur leicht. Rückläufig sind insgesamt die Arbeitszeiten der Vollzeitbeschäftigten, während sie bei Teilzeitbeschäftigten deutlich angewachsen sind. Innerhalb der Gruppe der Teilzeitbeschäftigten sind sichtbare Verschiebungen festzustellen: Ein Anstieg der Teilzeitbeschäftigung zeigt sich insbesondere bei Vätern, Hochqualifizierten sowie Personen ohne Kinderbetreuungsverpflichtungen Trotz sinkender individueller Arbeitszeiten hat das gesamtwirtschaftliche Arbeitszeitvolumen infolge hoher Beschäftigungsquoten zugenommen. 2023 waren mehr Menschen in Deutschland erwerbstätig, und es wurde mehr Arbeitszeit erbracht als jemals zuvor seit der Wiedervereinigung. Diese positive Entwicklung des Arbeitsmarktes kann sich jedoch auf gesellschaftlicher Ebene eher negativ auswirken: Die Verfügbarkeit von Zeit für gesellschaftliches Engagement, politische Beteiligung oder Pflege verringert sich." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The gender gap in working from home after the onset of COVID-19 (2025)
Zitatform
Marcén, Miriam & Marina Morales (2025): The gender gap in working from home after the onset of COVID-19. In: Review of Economics of the Household, Jg. 23, H. 4, S. 1459-1486. DOI:10.1007/s11150-025-09809-x
Abstract
"This study examines changes in the gender gap in the take up and intensity of working from home following the unexpected onset of the COVID-19 pandemic. Using data from the American Time Use Survey, we find that working from home became more prevalent among women than men, thus widening the gender gap. Job characteristics played a crucial role in this trend, particularly among private sector workers. The gender gap widened most significantly among young, highly educated individuals and those living with dependents. Moreover, our results suggest that social distancing measures increased working from home time for men but did not have the same effect on women. We also extend our analysis to other work-related outcomes, finding that women experienced less favorable outcomes, particularly an increase in unpredictable or non-standard schedules. Overall, this shift in the gender gap is statistically significant over time and remains robust." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
The Role of Working-From-Home for Maternal Employment Re-Entry after Childbirth (2025)
Zitatform
Matysiak, Anna, Beata Osiewalska & Anna Kurowska (2025): The Role of Working-From-Home for Maternal Employment Re-Entry after Childbirth. (Working papers / Faculty of Economic Sciences, University of Warsaw 2025-18), Warsaw, 43 S.
Abstract
"This study investigates how work-from-home (WFH) —by mothers and their male partners—shapes maternal employment re-entry after childbirth. Drawing on Conservation of Resources and Boundary Management theories, the study distinguishes between WFH access and regular use. It hypothesizes that regular WFH use by mothers and their partners supports earlier and full-time maternal return to paid work, particularly among second-time mothers. The UK Household Longitudinal Study (2009–2019) is used to estimate discrete-time hazard models of return to paid work after first and second births, distinguishing between full-time and part-time re-entry. Among first-time mothers, both WFH access and regular use are associated with a greater likelihood of full-time re-entry, though not with overall return. Among second-time mothers, regular pre-birth WFH use significantly increases the likelihood of returning to paid work—regardless of hours—whereas access alone does not. No significant associations are found between male partners' WFH and maternal employment outcomes." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Die Bereitschaft zu längeren Arbeitszeiten ist hoch - wenn die Bedingungen stimmen (2025)
Schäfer, Holger; Stettes, Oliver;Zitatform
Schäfer, Holger & Oliver Stettes (2025): Die Bereitschaft zu längeren Arbeitszeiten ist hoch - wenn die Bedingungen stimmen. (IW-Kurzberichte / Institut der Deutschen Wirtschaft Köln 2025,79), Köln, 3 S.
Abstract
"Entgegen der allgemeinen Wahrnehmung, dass Beschäftigte in Deutschland eher eine Verkürzung ihrer Arbeitszeit anstreben, ergeben Befunde aus der IWBeschäftigtenbefragung, dass sich eine Mehrheit von 77 Prozent eine Verlängerung ihrer Arbeitszeit vorstellen kann - wenn die Voraussetzungen gegeben sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Mehr Anreize, mehr Flexibilität, mehr Arbeit? Wie Beschäftigte auf die Pläne der neuen Bundesregierung reagieren würden (2025)
Zitatform
Stegmaier, Jens, Jonas Aljoscha Weik, Bernd Fitzenberger & Enzo Weber (2025): Mehr Anreize, mehr Flexibilität, mehr Arbeit? Wie Beschäftigte auf die Pläne der neuen Bundesregierung reagieren würden. In: IAB-Forum H. 17.06.2025 Nürnberg, 2025-06-17. DOI:10.48720/IAB.FOO.20250617.01
Abstract
"Die Bundesregierung möchte im Sinne der Fachkräftesicherung mehr Flexibilität bei der Höchstarbeitszeit, steuerliche Entlastungen bei Mehrarbeit und Anreize zur Ausweitung von Teilzeit schaffen. Aktuelle Befragungsergebnisse des IAB geben Aufschluss darüber, wie Beschäftigte diese Vorhaben bewerten und ob diese die arbeitsmarktpolitisch beabsichtigte Wirkung entfalten können. Etwa ein Drittel der Beschäftigten ist bereit, mehr als zehn Stunden an einzelnen Tagen zu arbeiten. Finanzielle Anreize für Mehrarbeit und für eine Ausweitung von Teilzeit sprechen besonders jüngere Beschäftigte an." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Eltern im Homeoffice arbeiten im Durchschnitt länger (2025)
Zitatform
Steinberg, Hannah Sinja & Sandra Dummert (2025): Eltern im Homeoffice arbeiten im Durchschnitt länger. In: IAB-Forum H. 17.11.2025. DOI:10.48720/IAB.FOO.20251117.01
Abstract
"Mit der zunehmenden Verbreitung mobiler Arbeitsformen rückt Homeoffice verstärkt in den Fokus familien- und arbeitsmarktpolitischer Debatten. Es gilt als ein Instrument, das die Vereinbarkeit von Erwerbs- und Sorgearbeit verbessern kann. So sind insbesondere Mütter mit Kindern im betreuungsbedürftigen Alter häufiger in größerem Umfang erwerbstätig, wenn ihnen die Möglichkeit zum mobilen Arbeiten offensteht. Gleichzeitig arbeiten diese Mütter öfter über ihre vertragliche Arbeitszeit hinaus." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die Arbeitszeitunterschiede zwischen Frauen und Männern verringern sich nur langsam (Serie "Equal Pay Day 2025") (2025)
Zitatform
Wanger, Susanne (2025): Die Arbeitszeitunterschiede zwischen Frauen und Männern verringern sich nur langsam (Serie "Equal Pay Day 2025"). In: IAB-Forum H. 18.03.2025. DOI:10.48720/IAB.FOO.20250318.01
Abstract
"Die Zahl der von berufstätigen Frauen jährlich geleisteten Arbeitsstunden liegt im Schnitt 24 Prozent unter der der Männer. Sie ist damit nur 4 Prozentpunkte niedriger als vor 25 Jahren. Hauptgrund sind die über den gesamten Erwerbsverlauf hinweg deutlich höheren Teilzeitquoten von Frauen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Mehr Arbeit, weniger Gleichheit? Bei den geplanten Steuervergünstigungen stellen sich gleichstellungspolitische Fragen (2025)
Zitatform
Weik, Jonas Aljoscha, Enzo Weber, Susanne Wanger & Yvonne Lott (2025): Mehr Arbeit, weniger Gleichheit? Bei den geplanten Steuervergünstigungen stellen sich gleichstellungspolitische Fragen. In: IAB-Forum H. 24.10.2025. DOI:10.48720/IAB.FOO.20251024.01
Abstract
"Die Bundesregierung beabsichtigt, Maßnahmen zur Verlängerung der Erwerbsarbeitszeit umzusetzen. Geplant sind die Abschaffung der täglichen zugunsten einer wöchentlichen Höchstarbeitszeit, steuerliche Entlastungen für Überstundenzuschläge und Anreize zur Erweiterung der Arbeitszeit von Teilzeitbeschäftigten. Zu der Frage, wie Erwerbstätige diese geplanten Maßnahmen bewerten, hat das IAB im Juli 2025 erste Ergebnisse veröffentlicht. Weitere Auswertungen nach Geschlecht und Elternschaft weisen darauf hin, dass die Reformvorhaben zwar in Teilen das Arbeitsangebot erhöhen, jedoch auch geschlechtsspezifische Unterschiede verstärken könnten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Women and the Standard Workweek: Developing a Typology of Work Schedules in the UK (2025)
Zitatform
Whillans, Jennifer (2025): Women and the Standard Workweek: Developing a Typology of Work Schedules in the UK. In: Work, Employment and Society, Jg. 39, H. 5, S. 1127-1153. DOI:10.1177/09500170251336933
Abstract
"When do women work? Which women work when? Much of our understanding of the temporal organization of women’s paid work relies on oversimplified stylised estimates of duration and categorical indicators of work timing. Using United Kingdom Time Use Survey 2014–2015 workweek grid data and innovative sequence analysis, this research provides new empirical evidence by identifying a typology of women’s work schedules , including variants of and departures from the standard workweek. Furthermore, sociodemographic and job characteristics are found to be associated with different work schedules. A feminist evaluation of findings highlights the insufficiency of the standard/nonstandard dichotomy and presents new ways of describing worktime that better capture the complex and diverse experiences of women. It concludes that, while the standard workweek is not strictly identifiable as a type of schedule, it acts as an organizing principle of worktime among contemporary working women." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Does the 'right to request' flexible work policy influence men’s and women’s uptake of flexible working and well-being: findings from the UK Household Longitudinal Study (2025)
Zitatform
Xue, Baowen, Heejung Chung, Ran Gu & Anne McMunn (2025): Does the 'right to request' flexible work policy influence men’s and women’s uptake of flexible working and well-being: findings from the UK Household Longitudinal Study. In: Journal of Epidemiology and Community Health, S. 1-8. DOI:10.1136/jech-2025-224166
Abstract
"Background: The ‘right to request’ flexible working policy has been gradually extended and, by 2014, extended to cover all workers with at least 26 weeks of continuous employment. The impact of these policy changes is unclear. This research aims to assess the effects of the 2014 policy reform on the uptake of flexible working and its impact on health and well-being, focusing on gender differences. Methods: Data were drawn from waves 2, 4, 6, 8 and 10 of the UK Household Longitudinal Study (2010–2020). We employed a doubly robust difference-in-differences method to estimate the average treatment effects on the treated of the 2014 policy reform. This analysis examined the effects on the uptake of flexible working, mental and physical health, and satisfaction with life, job and leisure. Findings: The 2014 policy reform increased women’s uptake of reduced hours work arrangements, with the effect growing stronger over time. However, no increase in uptake was observed among men. No strong effects were found for flexitime or teleworking arrangements for either men or women. Additionally, the policy reform resulted in a reduction in psychological distress and improved life satisfaction among women. Conclusions: The reduction in women’s psychological distress and improved life satisfaction might be partly explained by the increased women’s uptake of reduced hours arrangements, which may have enabled women to better meet their family care demands. However, even the gender-neutral policies on flexible working may inadvertently exacerbate gender inequalities in labour force participation by pushing women more into part-time work." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Wöchentliche Arbeitszeiten: Zwischen Wunsch und Wirklichkeit (2025)
Zitatform
(2025): Wöchentliche Arbeitszeiten. Zwischen Wunsch und Wirklichkeit. (Kompakt : DGB-Index Gute Arbeit 2025,05), Berlin, 12 S.
Abstract
"Abhängig Beschäftigte in Deutschland weisen sehr unterschiedliche Wochenarbeitszeiten auf. Es gibt eine große Vielfalt von Arbeitszeitmodellen in der Spannbreite von kurzer Teilzeit- bis zu überlanger Vollzeitarbeit. Den größten Anteil machen Beschäftigte mit einer Vollzeitbeschäftigung im Umfang von 35 bis 40 Stunden pro Woche aus. In der repräsentativen Befragung mit dem DGB-Index Gute Arbeit 2025 gaben mehr als 4.000 Arbeitnehmer*innen Auskunft darüber, wie lange sie arbeiten und welche Arbeitszeiten am besten zu ihrer aktuellen Lebenssituation passen würden. Im Ergebnis zeigt sich eine deutliche Diskrepanz zwischen den Wünschen und der Wirklichkeit. Mehr als die Hälfte der Befragten würde die eigene Arbeitszeit gerne verkürzen. Den größten Bedarf an einer Verkürzung haben Beschäftigte mit sehr langen Arbeitszeiten. Sieben Prozent der Beschäftigten – vor allem Teilzeitkräfte – möchten länger arbeiten. Bei 40 Prozent stimmen die tatsächliche und die gewünschte Arbeitszeit überein. Häufigstes Hindernis für eine größere Selbstbestimmung der Beschäftigten über ihre (Arbeits-)Zeit sind starre betriebliche Strukturen, starke Arbeitsbelastungen sowie finanzielle Gründe. Eine Erhöhung der Arbeitszeit scheitert oft auch an der Ablehnung durch den Arbeitgeber. Trotz steigender Erwerbstätigkeit von Frauen in den vergangenen Jahren bleibt eine deutliche Geschlechterdifferenz: Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit von Frauen ist 7,6 Stunden kürzer als die von Männern. Ein wichtiger Grund: Erwerbstätige Frauen tragen deutlich häufiger die Hauptverantwortung für Sorgearbeiten wie Kinderbetreuung, Hausarbeit oder die Pflege von Angehörigen. Um diese Anforderungen bewältigen zu können, arbeiten Frauen deutlich häufiger in Teilzeit als Männer." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Variable Pay and Work Hours: Does Performance Pay Reduce the Gender Time Gap? (2024)
Zitatform
Baktash, Mehrzad B., John S. Heywood & Uwe Jirjahn (2024): Variable Pay and Work Hours: Does Performance Pay Reduce the Gender Time Gap? (GLO discussion paper / Global Labor Organization 1450), Essen, 32 S.
Abstract
"Using German survey data, we show that performance pay is associated with a substantially lower gender hours gap. While performance pay increases the work hours of both men and women, the increase is much larger for women than for men. This finding persists in worker fixed effects estimates. We argue our finding likely reflects differences in household production and specialization by gender. Thus, we show that performance pay is not associated with increased hours for men with children in the household. Yet, performance pay is associated with a very large increase in hours for women with children in the household." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
DIW Berlin: Durchschnittliche Arbeitszeiten in Deutschland sinken, Gesamtarbeitsvolumen auf Rekordhoch (2024)
Zitatform
Beckmannshagen, Mattis & Annika Sperling (2024): DIW Berlin: Durchschnittliche Arbeitszeiten in Deutschland sinken, Gesamtarbeitsvolumen auf Rekordhoch. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 91, H. 16, S. 239-247. DOI:10.18723/diw_wb:2024-16-1
Abstract
"Ob in den Tarifverhandlungen oder der Debatte über den Fachkräftemangel: Die Arbeitszeiten der Beschäftigten in Deutschland werden derzeit kontrovers diskutiert. Unterschiedliche Seiten bringen eine Ausweitung oder auch eine Reduzierung der Arbeitszeit ins Spiel. Auf Grundlage von Daten des Sozio-oekonomischen Panels wirft die vorliegende Untersuchung einen detaillierten Blick auf die Entwicklung der Arbeitszeiten seit der Wiedervereinigung. Die Analyse zeigt, dass die durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitszeiten der Beschäftigten zwar gesunken sind, das Gesamtarbeitsvolumen aber gleichzeitig stieg und 2023 seinen bisherigen Höhepunkt von 55 Milliarden Stunden erreicht hat. Insbesondere für Mütter ist es noch immer schwierig, Familie und Beruf zu vereinbaren. Das führt dazu, dass Frauen häufig weniger arbeiten, als sie gerne würden. Mit Blick auf den hohen Fachkräftebedarf sollten politische Maßnahmen darauf abzielen, Frauen stärker bei der Ausweitung ihrer Arbeitszeiten zu unterstützen" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
What (wo)men want? Evidence from a factorial survey on preferred work hours in couples after childbirth (2024)
Zitatform
Begall, Katia (2024): What (wo)men want? Evidence from a factorial survey on preferred work hours in couples after childbirth. In: European Sociological Review, Jg. 40, H. 2, S. 342-356. DOI:10.1093/esr/jcad054
Abstract
"The division of labour remains persistently gendered, in particular among couples with children. Previous research shows that women’s lower economic resources are an important factor driving these inequalities, but because gender and (relative) earnings are highly correlated in male–female couples, their relative importance is difficult to disentangle with observational data. Using a factorial survey conducted among approximately 700 employed men and women of childbearing age in Sweden, the United Kingdom, and the Netherlands, the contribution of relative earnings and gender in explaining work-care divisions in couples with children is disentangled. The results show that men and women do not differ in their preferences for their own work hours after childbirth, but both prefer the father to work more hours than the mother. Moreover, the combination of own and partners’ preferred hours shows that men and women in all three countries prefer a modified male-breadwinner model after childbirth in scenarios where the male partner earns more or partners have equal earnings. Preferences for egalitarian divisions of labour appear to be slightly stronger in men compared to women and respondents with more egalitarian views on care tasks show less gender-specialization." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Employees' perceptions of co-workers' internal promotion penalties: the role of gender, parenthood and part-time (2024)
Zitatform
Brüggemann, Ole (2024): Employees' perceptions of co-workers' internal promotion penalties: the role of gender, parenthood and part-time. In: European Societies, Jg. 26, H. 3, S. 773-801. DOI:10.1080/14616696.2023.2270049
Abstract
"Much research has focused on penalties by gender, parenthood and part-time work for hiring processes or wages, but their role for promotions is less clear. This study analyzes perceived chances for internal promotion, using a factorial survey design. Employees in 540 larger German (>100 employees) firms were asked to rate the likelihood of internal promotion for vignettes describing fictitious co-workers who varied in terms of gender, parenthood, working hours as well as age, earnings, qualification, tenure and job performance. Results show that promotion chances are perceived as significantly lower for co-workers who are women (gender penalty), mothers (motherhood penalty) and part-time workers (part-time penalty). Fathers and childless men (co-workers) are not evaluated differently (no fatherhood premium or penalty), and neither does part-time employment seem to be perceived as a double penalty for male co-workers. All three perceived promotion penalties are more pronounced among female employees, mothers and part-time employees. These findings show that employees perceive differential promotion chances for co-workers which indicate actual differences due to discrimination, selective applications or structural dead-ends. Either way, perceived promotion penalties are likely consequential in guiding employee's application behavior and hence can contribute to the persistence of vertical gender segregation in the labor market." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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