Arbeitszeit: Verlängern? Verkürzen? Flexibilisieren?
Verkürzung, Verlängerung oder Flexibilisierung der Arbeitszeit stehen immer wieder im Zentrum der Debatten. Was wünschen sich Unternehmen und Beschäftigte? Wie kann Arbeitszeitpolitik die Schaffung neuer Arbeitsplätze und die Sicherung vorhandener Arbeitsplätze unterstützen?
Dieses Themendossier bietet Publikationen zur Entwicklung der Arbeitszeiten in Deutschland auch im internationalen Vergleich, zur betrieblichen Gestaltung der Arbeitszeit und zu den Arbeitszeitwünschen der Beschäftigten.
Publikationen zur kontroversen Debatte um die Einführung der Vier-Tage-Woche finden Sie in unserem Themendossier Vier-Tage-Woche – Arbeitszeitmodell der Zukunft?
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Literaturhinweis
Wir müssen in Deutschland unterm Strich mehr arbeiten – die gesetzliche Einschränkung des Teilzeitanspruchs ist dafür der falsche Weg (2026)
Zitatform
Fitzenberger, Bernd (2026): Wir müssen in Deutschland unterm Strich mehr arbeiten – die gesetzliche Einschränkung des Teilzeitanspruchs ist dafür der falsche Weg. In: IAB-Forum H. 20.02.2026. DOI:10.48720/IAB.FOO.20260220.01
Abstract
"In Deutschland sind sowohl die Beschäftigungsquote als auch die insgesamt geleisteten Arbeitsstunden so hoch wie nie. Trotzdem häufen sich Forderungen nach längeren Arbeitszeiten und einer Einschränkung des Rechts auf Teilzeit. Angesichts der demografischen Entwicklung würde es helfen, insgesamt mehr zu arbeiten, um den künftigen Personalbedarf zu decken und so unseren Wohlstand zu sichern. Wenn Teilzeitarbeit jedoch gesetzlich eingeschränkt wird, besteht die Gefahr, dass viele Menschen gar nicht mehr oder weniger arbeiten. Damit blieben wichtige Beschäftigungspotenziale ungenutzt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The Labor Market Impacts of Fair Work Legislation (2026)
Zitatform
Gruber, Anja (2026): The Labor Market Impacts of Fair Work Legislation. In: ILR review, Jg. 79, H. 1, S. 59-90. DOI:10.1177/00197939251355234
Abstract
"Fair Workweek (FWW) ordinances, which typically require employers to provide workers with advance notice of their schedules and extra pay for last-minute changes, have become an increasingly debated policy tool to address the unpredictability of low-wage work in the United States. In this article, the author studies the labor market impacts of the Oregon FWW law using data on treated workers from the Quarterly Workforce Indicators and American Community Survey, and a variety of empirical approaches that address the factors complicating such a labor market analysis. Taken together, the evidence points to limited effects on the average labor market outcomes of workers covered by the legislation. However, findings indicate increased employment and hours worked for men, and decreased employment and hours worked for women. Also, results show consistent evidence of decreased average monthly earnings for newly hired women at treated employers. Despite the ability of employers to bypass compensation requirements through voluntary standby lists, this study identifies compositional effects on the workforce resulting from FWW legislation." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Arbeiten, wann und wo du willst? Feldexperimentelle Evidenz zur postpandemischen Akzeptanz flexibler Arbeitsformen (2026)
Zitatform
Harsch, Corinna, Marcel Knobloch & Lena Hipp (2026): Arbeiten, wann und wo du willst? Feldexperimentelle Evidenz zur postpandemischen Akzeptanz flexibler Arbeitsformen. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 79, H. 1, S. 13-22. DOI:10.5771/0342-300x-2026-1-13
Abstract
"Die im Lockdown während der Covid-19-Pandemie etablierten Regelungen zum Homeoffice boten vielen Beschäftigten eine Flexibilität, auf die sie auch nach Ende der Pandemie nicht verzichten wollten. Doch wie ist es um die Akzeptanz von flexiblen Arbeitsformen aufseiten der Unternehmen bestellt? Erfahren Bewerber*innen, die gerne im Homeoffice arbeiten möchten oder nach flexiblen Arbeitszeiten fragen, Nachteile in Bewerbungsfahren? Und unterscheiden sich diese Nachteile möglicherweise nach Branchen und Berufen? Wir beantworten diese Fragen mithilfe eines Feldexperiments, welches wir in unterschiedlichen Berufen und Branchen durchgeführt haben: Hierfür haben wir über 15 000 vergleichbare Initiativbewerbungen an Unternehmen in ganz Deutschland versandt, die sich darin unterschieden, ob der Wunsch nach einer flexiblen Arbeitsform (flexible Arbeitszeit oder Homeoffice) geäußert wurde oder nicht. Die Ergebnisse zeigen, dass Bewerber*innen, die sich flexible Arbeitszeiten oder Arbeit im Homeoffice wünschen, seltener eine positive Rückmeldung erhalten. Obwohl die Unterschiede zwischen Branchen insgesamt relativ gering sind, ist die Akzeptanz von Homeoffice im männerdominierten produzierenden Gewerbe besonders niedrig. Demgegenüber erfahren Bewerber*innen, die sich flexible Arbeitsformen wünschen, in Branchen und Berufen mit akutem Fachkräftemangel keine Nachteile im Erstkontakt mit dem Unternehmen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Schedule control and work hours: the role of gender and flexibility stigma across European countries (2026)
Zitatform
Leshchenko, Olga (2026): Schedule control and work hours: the role of gender and flexibility stigma across European countries. In: Community, work & family, S. 1-25. DOI:10.1080/13668803.2026.2624781
Abstract
"Flexible working arrangements, including control over one's schedule, aim to enhance workers’ well-being and work-life balance. However, flexible working can be perceived negatively or stigmatized in some contexts, undermining the potential benefits of flexible work use. This study investigates how flexible working time relates to weekly work hours across European countries, considering variations in flexibility stigma, gender, and parental status. Drawing on data from the European Social Survey 2021 and Eurobarometer Flash Survey on Work-Life Balance 2018, multilevel modeling with cross-level interactions reveals several key patterns. At the individual level, there is a gendered compensation mechanism: men work more hours when having schedule control, while women's hours are similar across working time arrangements. Mothers consistently work fewer hours, with a more substantial gap between mothers and non-mothers among those with schedule control. No such gap exists for men. At the contextual level, higher flexibility stigma is linked to longer work hours only for men with schedule control, suggesting that men may overcompensate for negative perceptions by working more time. These findings support the flexibility paradox: rather than optimizing work hours, flexible arrangements may intensify work demands, particularly for men. This tendency can exacerbate gender disparities in the workplace." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Mehr Zeit oder mehr Geld?: Nutzungsmuster tariflicher Wahloptionen und betriebliche Rahmenbedingungen (2026)
Zitatform
Mellies, Alexandra, Anja Abendroth, Florian Zimmermann, Kevin Ruf & Yvonne Lott (2026): Mehr Zeit oder mehr Geld? Nutzungsmuster tariflicher Wahloptionen und betriebliche Rahmenbedingungen. (WSI Policy Brief / Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut 94), Düsseldorf, 24 S.
Abstract
"Beschäftigte brauchen Arbeitszeitsouveränität, um Arbeit mit familiären bzw. privaten Verpflichtungen und Aktivitäten vereinbaren zu können. Tarifliche Wahloptionen geben Beschäftigten mehr Zeit für diese Aktivitäten, allen voran Zeit für Hobbies, soziale Kontakte und Selbstfürsorge. Die Studie macht deutlich, dass tarifliche Regelungen die Nutzung von Arbeitszeitarrangements zu legitimieren scheinen und bestehende Hürden, die typischerweise bei der Nutzung der klassischen Teilzeit im Betrieb bestehen (Klenner/Lott, 2016), reduzieren. Selbst Männer, die von einer Arbeitszeitverkürzung aufgrund dieser Hürden meist absehen (Lott/Klenner 2018), entscheiden sich im Rahmen der tariflichen Wahloptionen häufig für mehr Zeit statt Geld. Dies unterstreicht die Bedeutung tarifvertraglicher Regelungen. Tarifliche Wahloptionen können insbesondere dort einen wichtigen Beitrag leisten, wo aufgrund der Arbeitsorganisation und -bedingungen nur wenige oder keine anderen Flexibilisierungsmaßnahmen (z. B. Gleitzeit und Homeoffice) zur Verfügung stehen. Die Wahloptionen können in solchen Fällen ein Weg sein, bestehende Unterschiede in den Möglichkeiten für mehr Zeitsouveränität innerhalb der Belegschaften zumindest teilweise auszugleichen. Dadurch stärken sie die Arbeitssouveränität dieser Beschäftigtengruppe. Die tariflichen Wahloptionen sind damit ein wichtiges Instrument, um mehr Zeitgerechtigkeit im Arbeitsleben zu erreichen. Umso wichtiger ist es daher, dass die Bundesregierung die Tarifbindung stärkt und damit zu einer Verbreitung der tariflichen Wahloptionen beiträgt. Die Ergebnisse zeigen zudem, dass bereits unter den heutigen Arbeitsbedingungen ein erheblicher Bedarf an zusätzlicher Zeit besteht – und zwar nicht nur für familiäre Verpflichtungen, sondern vor allem für Hobbys, soziale Kontakte und Selbstfürsorge. Diese Bereiche sind eng mit der physischen und psychischen Gesundheit verknüpft. Angesichts steigender Fehlzeiten vor allem aufgrund psychischer Erkrankungen (DAK 2025) und wachsender Krankenkassenbeiträge, die auch darauf zurückgehen, dass Prävention bislang kaum gefördert wird, können tarifliche Wahloptionen einen wichtigen präventiven Beitrag leisten. Es ermöglicht Beschäftigten, Belastungen frühzeitig zu reduzieren und damit Risiken wie Erschöpfung oder Burnout vorzubeugen. Für die Politik ergibt sich daraus eine klare Botschaft: Zeitpolitik ist Vereinbarkeits- und Gesundheitspolitik und keine Lifestyle-Entscheidung der Beschäftigten. Modelle, die Beschäftigten Zeitsouveränität eröffnen, sollten daher gezielt ausgebaut und weiterentwickelt werden. Die Tarifvertragsparteien sind hier bereits vorangegangen; nun ist der Gesetzgeber gefordert, diese Ansätze rechtlich abzusichern und für alle Beschäftigten zugänglich zu machen. Entsprechende Vorschläge wie das Wahlarbeitszeitgesetz des Deutschen Juristinnenbundes oder das Optionszeitenmodell liegen vor. Anstatt also auf eine Verlängerung der Erwerbsarbeitszeiten und eine Ausweitung des Direktionsrecht des Arbeitgebers durch die Abschaffung der täglichen Arbeitszeitgrenze zu setzen oder gar das Recht auf Teilzeit einzuschränken, wie es aktuell der Wirtschaftsflügel der CDU fordert und damit die Risiken für Vereinbarkeit, Gesundheit und sozialen Zusammenhalt zu verschärfen, ist es an der Zeit, für echte Zeitsouveränität zu sorgen." (Textauszug, IAB-Doku)
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Educational attainment, gender, and the change in access to schedule flexibility in Europe and the United States (2026)
Zitatform
Paek, Eunjeong (2026): Educational attainment, gender, and the change in access to schedule flexibility in Europe and the United States. In: Social science research, Jg. 135. DOI:10.1016/j.ssresearch.2026.103309
Abstract
"In this study, I examine whether workers’ access to employee-driven schedule flexibility increased from 1997 to 2015 and how trends in access vary across 11 European countries and the United States. Building on studies of stratification and gender, I decompose trends in schedule flexibility into compositional and coefficient changes associated with educational attainment and gender. Findings show that the cross-national disparity in access to schedule flexibility increased from 1997 to 2015 because access to schedule flexibility grew most in countries already reporting higher access in 1997. The increase in the share of highly educated male workers is a key source of the growth of access to schedule flexibility in Denmark, Norway, Germany, and Sweden. This study helps us understand various trends in schedule flexibility and the implications of changing labor force composition for the uneven diffusion of family-friendly workplace practices." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2026 Elsevier Inc. All rights are reserved, including those for text and data mining, AI training, and similar technologies.) ((en))
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Nonstandard work schedules and work-life balance in dual-earner households: The role of parenthood (2026)
Zitatform
Resendez, Sarahi, Jianghong Li & Matthias Pollmann-Schult (2026): Nonstandard work schedules and work-life balance in dual-earner households: The role of parenthood. In: Journal of Family Research, Jg. 38, S. 1-22. DOI:10.20377/jfr-1259
Abstract
"Objective: This study examines whether nonstandard work schedules (NSWS) improve or hinder work-life balance (WLB) for parents and non-parents in dual-earner households. Background: Previous research shows that NSWS can negatively affect workers' well-being. However, less is known about whether and to what extent these effects differ between parents and childless individuals. Method: Using data from the first wave of the German Family Demography Panel Study (FReDA), linear regression models are applied to assess whether the effect of NSWS on WLB is influenced by family circumstances. Results: Parenthood is generally associated with lower WLB. However, the negative association between NSWS and WLB is more pronounced among childless workers. Notably, mothers of young children (ages 0-5), as well as fathers of school-aged children (ages 6-12) working NSWS report higher WLB than their childless counterparts. Conclusion: Parents with NSWS in dual-earner households do not necessarily experience lower WLB than childless workers. In some cases, NSWS may even help parents better reconcile work and family responsibilities." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Job exposures, employer characteristics, and risk of reduced work capacity: a 10-year cohort study of Norwegian workers (2026)
Zitatform
Ulstein, Julie, Cedric Andersen Lyngroth & Åsmund Hermansen (2026): Job exposures, employer characteristics, and risk of reduced work capacity: a 10-year cohort study of Norwegian workers. In: International Archives of Occupational and Environmental Health, Jg. 99, H. 1. DOI:10.1007/s00420-025-02195-y
Abstract
"This study investigates the impact of biomechanical and psychosocial job exposures on risk of reduced work capacity in a complete cohort of Norwegian workers, and examines whether this impact varies by employer sector, size, and organizational policies. Using high-quality Norwegian registry data, we followed a cohort of workers from age 40 over a ten-year period. Biomechanical and psychosocial job exposures were estimated using two validated job exposure matrices. Individuals with a prior history of reduced work capacity were excluded to limit confounding. Using Cox proportional hazard models, we assessed the association between levels of job exposure and risk of reduced work capacity, including moderation analyses by employer characteristics. Both biomechanical and psychosocial job exposures were significantly associated with reduced work capacity, particularly among the top 60% of exposed workers. While employer size and organizational policies somewhat moderated this impact, their influence was inconsistent. Notably, policies aimed at retaining workers with reduced capacity did not appear to mitigate the impact of the job exposures, while there was no variation in impact according to employer sector. Biomechanical and psychosocial job exposures are associated with an increased risk of reduced work capacity, with some variation in impact according to employer characteristics. These results indicate the importance of exposure-reducing interventions in the workplace, especially in occupations with high levels of biomechanical and psychosocial exposures." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Does the 'right to request' flexible work policy influence men’s and women’s uptake of flexible working and well-being: findings from the UK Household Longitudinal Study (2026)
Zitatform
Xue, Baowen, Heejung Chung, Ran Gu & Anne McMunn (2026): Does the 'right to request' flexible work policy influence men’s and women’s uptake of flexible working and well-being: findings from the UK Household Longitudinal Study. In: Journal of Epidemiology and Community Health, Jg. 80, H. 1, S. 17-24. DOI:10.1136/jech-2025-224166
Abstract
"Background: The ‘right to request’ flexible working policy has been gradually extended and, by 2014, extended to cover all workers with at least 26 weeks of continuous employment. The impact of these policy changes is unclear. This research aims to assess the effects of the 2014 policy reform on the uptake of flexible working and its impact on health and well-being, focusing on gender differences. Methods: Data were drawn from waves 2, 4, 6, 8 and 10 of the UK Household Longitudinal Study (2010–2020). We employed a doubly robust difference-in-differences method to estimate the average treatment effects on the treated of the 2014 policy reform. This analysis examined the effects on the uptake of flexible working, mental and physical health, and satisfaction with life, job and leisure. Findings: The 2014 policy reform increased women’s uptake of reduced hours work arrangements, with the effect growing stronger over time. However, no increase in uptake was observed among men. No strong effects were found for flexitime or teleworking arrangements for either men or women. Additionally, the policy reform resulted in a reduction in psychological distress and improved life satisfaction among women. Conclusions: The reduction in women’s psychological distress and improved life satisfaction might be partly explained by the increased women’s uptake of reduced hours arrangements, which may have enabled women to better meet their family care demands. However, even the gender-neutral policies on flexible working may inadvertently exacerbate gender inequalities in labour force participation by pushing women more into part-time work." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Die Qual der Wahl? Soziale Strukturierungen der tariflichen Wahlmöglichkeit zwischen Zeit und Geld (2025)
Zitatform
Abendroth-Sohl, Anja, Ann-Christin Bächmann, Alexandra Mellies & Kevin Ruf (2025): Die Qual der Wahl? Soziale Strukturierungen der tariflichen Wahlmöglichkeit zwischen Zeit und Geld. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 78, H. 1, S. 22-29., 2025-11-01. DOI:10.5771/0342-300X-2025-1-22
Abstract
"Immer mehr Beschäftigte sehen sich mit Vereinbarkeitskonflikten zwischen Privatem und Beruflichem konfrontiert. Entsprechend hat der Wunsch nach mehr Mitbestimmung in der Gestaltung der individuellen Arbeitszeit gesellschaftlich stark an Bedeutung gewonnen. Vor diesem Hintergrund haben einige Gewerkschaften eine tarifliche Wahloption durchgesetzt, die es Beschäftigten erlaubt, sich jährlich zwischen mehr Zeit oder mehr Geld zu entscheiden. Dieser Beitrag untersucht, inwieweit die Wahl von mehr Zeit anstelle von mehr Geld sozial strukturiert ist; er berücksichtigt dabei Unterschiede bei der Wahl von Zeit sowie die dahinterliegenden Motive zwischen Männern und Frauen mit und ohne Kinder unter 14 Jahren im Haushalt." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Nomos)
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Characterising life-cycle dynamics of annual days of work, wages, and cross-covariances (2025)
Zitatform
Aktaş, Koray (2025): Characterising life-cycle dynamics of annual days of work, wages, and cross-covariances. In: Journal of Economic Inequality, Jg. 23, H. 2, S. 571-604. DOI:10.1007/s10888-024-09642-9
Abstract
"This study investigates the dispersion in days worked and wages using a novel semi-parametric specification that minimises assumptions about life-cycle labour income dynamics. After the age of 50, data in Italy show a substantial increase in the dispersion of percentage changes in income, which is remarkably driven by variations in days worked rather than wages. The results demonstrate that the rise is caused by highly persistent changes in the number of days worked. The study also presents an empirical strategy to decompose the cross-covariances of wages and working days to estimate the joint dynamics between the changes in permanent (transitory) wages and days worked. At the age of 28, a 1% increase in permanent wages increases permanent days worked by 0.45%; at the age of 55, the increase is approximately 0.25%. Despite the strong response of days of work to wage shocks early in careers, the correlation coefficients are weak, indicating that wages only explain a small share of variation in permanent days worked." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer-Verlag)((en))
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Work Intensity and Welfare Across Countries and Over Time (2025)
Zitatform
Alcalá, Francisco (2025): Work Intensity and Welfare Across Countries and Over Time. (CEPR discussion paper / Centre for Economic Policy Research 20697), London, 37 S.
Abstract
"This paper develops a long-run theory of labor effort, defined as the product of hours worked times work intensity. Under empirically plausible parameter values, the model predicts that intensity rises with income as hours decline. The theory provides a unified interpretation of several empirical regularities: cross-country disparities in hourly productivity among workers with comparable skills and technologies; higher workplace stress in richer economies; limited effectiveness of work-organization reforms in poor regions; patterns of non-work at work. The model is calibrated to match the large joint shift in hours and work intensity in the United States during the first half of the twentieth century. It shows that cross-country differences in intensity matter for welfare as much as differences in hours and suggests that accounting for intensity would significantly narrow measured welfare differences between rich and poor countries. The analysis identifies a key mechanism underlying the reorganization of work and leisure during the transition from poor traditional economies to affluent industrial ones." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Der Streik für die 35-Stunden-Woche: Aushandlungsprozesse und gewerkschaftliche Strategiefindung (2025)
Andresen, Knud; Gruber, Svea; Horstmann, Anna;Zitatform
Andresen, Knud, Svea Gruber & Anna Horstmann (2025): Der Streik für die 35-Stunden-Woche. Aushandlungsprozesse und gewerkschaftliche Strategiefindung. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 78, H. 1, S. 6-13. DOI:10.5771/0342-300x-2025-1-6
Abstract
"Der Streik für die 35-Stunden-Woche im Jahr 1984 ist ein Meilenstein in der Geschichte der gewerkschaftlichen Arbeitszeitkämpfe. Das liegt zum einen daran, dass es sich um eine mit besonderer Härte geführte Auseinandersetzung handelte, die zudem langfristige tarifpolitische und arbeitsrechtliche Folgen hatte. Zum anderen war die Tarifrunde 1984 aber auch maßgeblich für gewerkschaftliche Strategiefindungsprozesse in der Tarifpolitik. Dass Arbeitszeit verkürzt werden müsse, stand dabei weniger zur Debatte als die Frage, welche Form dafür am geeignetsten sei. In der Strategiefindung spielten neben ökonomischen Gegebenheiten und tarifpolitischen Kräfteverhältnissen vor allem auch veränderte gesellschaftliche Vorstellungen von Zeitregimen eine entscheidende Rolle. Die stufenweise Arbeitszeitverkürzung hin zur 35-Stunden-Woche in der Druck- und Metallindustrie war schließlich an Zugeständnisse zu Flexibilisierungsbestrebungen der Arbeitgeber*innen geknüpft und trug langfristig zu einer Verbetrieblichung der Arbeitszeitpolitik bei. Ebenfalls wurden ab 1984 Vorruhestandsregelungen eingeführt, die später aber wieder abgeschafft wurden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Arbeiten um zu leben!: Zur Geschichte und Aktualität des Kampfes um Arbeitszeiten (2025)
Andresen, Knud; Birke, Peter; Gruber, Svea; Horstmann, Anna; Mayer-Ahuja, Nicole;Zitatform
Andresen, Knud, Peter Birke, Svea Gruber, Anna Horstmann & Nicole Mayer-Ahuja (Hrsg.) (2025): Arbeiten um zu leben! Zur Geschichte und Aktualität des Kampfes um Arbeitszeiten. (International labour studies 42), Weinheim: Campus Verlag, 200 S. DOI:10.12907/978-3-593-46269-1
Abstract
"Zeit ist seit jeher ein umkämpftes Terrain und ihre Verteilung wird häufig als »Maß der Freiheit« verstanden. Wie viel Zeit wird für Erwerbs- und Reproduktionsarbeit aufgewendet, wie viel steht zur freien Verfügung? Der Sammelband nimmt aus soziologischer und zeitgeschichtlicher Perspektive die gewerkschaftliche Forderung nach Arbeitszeitverkürzungen seit den 1970er Jahren auf breiter Quellenlage in den Blick und skizziert Debatten um betriebliche Arbeitszeiten ebenso wie um Reproduktions- und Care-Arbeit. Konflikte um Arbeitszeiten haben viele Dimensionen. Denn die alltägliche Lebensführung der Beschäftigten wird nicht nur durch die Regulierung der Dauer, Lage und Verteilung von Arbeitszeit beeinflusst, sondern auch durch Verdichtung und Flexibilisierung und Anforderungen von Care-Arbeit. Für Gewerkschaften war und ist es eine ständige Herausforderung, diese Dimensionen in Zeitpolitiken umzusetzen. Debatten früherer Jahrzehnte bieten Ansatzpunkte für aktuelle Konflikte um Arbeitszeit." (Verlagsangaben, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Gender differences in preferences for flexible work hours: Experimental evidence from an online freelancing platform (2025)
Zitatform
Banerjee, Rakesh, Tushar Bharati, Adnan M.S. Fakir, Yiwei Qian & Naveen Sunder (2025): Gender differences in preferences for flexible work hours: Experimental evidence from an online freelancing platform. In: Labour Economics, Jg. 97. DOI:10.1016/j.labeco.2025.102813
Abstract
"We conducted an experiment on a major international online freelancing platform to examine how increased flexibility in daily work hours affects female participation. We post identical job advertisements (for 320 jobs) covering a wide range of tasks (80 distinct tasks) that differ only in flexibility and the wage offered. Comparing the numbers of applicants for these jobs, we find that, while both men and women prefer flexibility, the elasticity of response for women is twice that for men. Flexible jobs attracted 24% more women and 12% more men than inflexible ones. Importantly, these increases did not compromise the quality of the applications. In contrast, there is suggestive evidence that flexible jobs attracted higher-quality female candidates. Our findings have significant implications for understanding gender disparities in labor market outcomes and for shaping equity-focused policies of organizations." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2025 The Authors. Published by Elsevier B.V.) ((en))
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Literaturhinweis
Deutschlands Beschäftigte wünschen sich kürzere Arbeitszeiten (2025)
Zitatform
Behringer, Jan, Till van Treeck & Zarah Westrich (2025): Deutschlands Beschäftigte wünschen sich kürzere Arbeitszeiten. (ifso expertise / University of Duisburg-Essen, Institute for Socioeconomics (ifso) 29), Duisburg: University of Duisburg-Essen, Institute for Socioeconomics (ifso), 21 S.
Abstract
"In der öffentlichen Debatte in Deutschland wurden in den vergangenen Jahren - so zuletzt auch im Bundestagswahlkampf 2025 - kontroverse Positionen zum Thema Arbeitszeit diskutiert. Dabei wurden sowohl kürzere Arbeitszeiten (z.B. 4-Tage-Woche) als auch längere Arbeitszeiten (z.B. Steuerfreiheit von Überstundenzuschlägen) gefordert sowie innovative Ideen zur kollektiven Arbeitszeitgestaltung (z.B. soziale Dienstzeit) präsentiert. • Aus individualistischer Sicht sind Arbeitszeitwünsche Privatangelegenheit der Individuen, die grundsätzlich vor der Frage stehen, ob sie ein höheres Einkommen und weniger Freizeit oder mehr Freizeit und ein geringeres Einkommen bevorzugen. Angesichts der steigenden Produktivität pro gearbeiteter Stunde und steigender realer Stundenlöhne wäre eine zunehmende Freizeitnachfrage und eine gesellschaftliche Arbeitszeitverkürzung (abnehmende Arbeitszeit pro Kopf der Bevölkerung) aus theoretischer und aus historischer Sicht naheliegend. • Aus einer gesellschaftlichen Perspektive könnte es wünschenswert sein, dass die Menschen mehr oder weniger arbeiten, als es ihren selbst formulierten Wünschen entspricht. Gründe für kollektive Mehrarbeit könnten der internationale Standortwettbewerb oder ein möglicher Bedarf an gesellschaftlicher Mehrarbeit zur Bewältigung der ökologischen Transformation sein. Gründe für kollektive Arbeitszeitverkürzung könnten die Ermöglichung von Geschlechtergerechtigkeit, die Förderung ökologisch nachhaltiger Lebensstile und die Vermeidung von Überbietungswettbewerben zwischen Beschäftigten in der Konkurrenz um Karriereperspektiven sein. Verbindliche kollektive Arbeitszeitregelungen (etwa durch Tarifverträge oder Gesetze) können dann zu besseren Ergebnissen für die Individuen führen als individuelle Arbeitszeitentscheidungen. • Gesamtwirtschaftlich ist das Arbeitsvolumen pro Kopf der Bevölkerung seit der Wiedervereinigung vor 30 Jahren in etwa konstant, es gab also keine gesellschaftliche Arbeitszeitverkürzung. Die Erwerbstätigkeit ist um etwa 7 Millionen Personen gestiegen, vor allem aufgrund der gestiegenen Erwerbstätigkeit bei Frauen, die häufig mit kurzen Wochenarbeitszeiten arbeiten, und insgesamt aufgrund der Zunahme der geringfügigen Beschäftigung. Entsprechend ist die jährliche Arbeitszeit pro erwerbstätiger Person gesunken. • Wenn bezahlte und unbezahlte Arbeit zusammen betrachtet werden, arbeiten Frauen etwa so lange wie Männer. Frauen und Männer haben daher ähnlich viel Freizeit. Sowohl Männer als auch Frauen würden im Durchschnitt gerne ihre Erwerbsarbeit verkürzen und dafür auf Einkommen verzichten. Der Wunsch nach kürzeren Arbeitszeiten ist bei Männern im Durchschnitt stärker ausgeprägt als bei Frauen. Das bedeutet, dass Verdienstnachteile von Frauen gegenüber Männern sinken würden, wenn die Arbeitszeitwünsche realisiert würden. • Während Anfang der 1990er Jahre noch Personen mit niedrigen Stundenlöhnen länger bezahlt gearbeitet haben als Personen mit hohen Stundenlöhnen, weisen heute Beschäftigte mit hohen Stundenlöhnen längere Arbeitszeiten auf als Personen mit niedrigen Stundenlöhnen. Diese Entwicklung hat zum Anstieg der Lohn- und Einkommensungleichheit beigetragen. Bei Besserverdienenden ist der Wunsch nach kürzeren Arbeitszeiten im Durchschnitt stärker ausgeprägt als bei Geringverdienenden. Das bedeutet, dass die Verdienstungleichheit sinken würde, wenn die individuellen Arbeitszeitwünsche realisiert würden. • Eine im Herbst 2024 durchgeführte repräsentative Befragung bestätigt, dass die Beschäftigten in Deutschland kürzere individuelle Arbeitszeiten wünschen, vor allem wenn andere Beschäftigte ebenfalls die Arbeitszeit verkürzen. Die Zustimmung zur 4-Tage-Woche (auch ohne vollen Lohnausgleich) ist durchweg sehr hoch, insbesondere bei Frauen und jüngeren Beschäftigten. Jüngere Beschäftigte befürworten die 4-Tage-Woche noch stärker, wenn sie auf betrieblicher Ebene oder deutschlandweit eingeführt wird, statt nur als individuelle Wahloption. Die Steuerfreiheit von Überstundenzuschlägen findet geringere Zustimmung. Junge Beschäftigte sind zwar in hohem Maße individuell zu Überstunden bereit, sehen eine deutschlandweite Überstundenkultur aber skeptischer. Für eine soziale Dienstzeit (einjährige gemeinnützige Tätigkeit in 30-Stunden-Woche, unabhängig vom Alter) herrscht grundsätzlich Offenheit unter den Beschäftigten. Interessanterweise ist die Zustimmung zu einer für alle Bürger*innen verpflichtenden sozialen Dienstzeit mit guter Bezahlung bei Besserverdienenden größer als die Zustimmung zu einer freiwilligen Variante." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Betriebliche Arbeitszeitflexibilität – Individuelle Arbeitszeitoptionen (2025)
Bispinck, Reinhard;Zitatform
Bispinck, Reinhard (2025): Betriebliche Arbeitszeitflexibilität – Individuelle Arbeitszeitoptionen. (Analysen zur Tarifpolitik / WSI, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut), Düsseldorf, 135 S.
Abstract
"Die Tarifvertragsparteien entwickeln seit Jahrzehnten – mal mehr, mal weniger konfliktreich – ein bran-chenspezifisches Regelwerk für die Arbeitszeit und ihre betriebliche Gestaltung. Dabei finden sie immer wieder einen Kompromiss zwischen den betrieblichen Flexibilitätsforderungen und den Arbeitszeitinteressen der Beschäf-tigten. Das Arbeitszeitgesetz bildet die gesetzliche Basis, dabei werden die dort zugelassenen Abweichungsmög-lichkeiten durchaus genutzt. Die tarifliche Regelungsdichte und -intensität ist mit Blick auf die Tarifvertragsland-schaft insgesamt sehr unterschiedlich." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Verteilung der Arbeitszeit und Umfang der Tagesreinigung in der Gebäudereinigungsbranche (2025)
Bookmann, Bernhard; Schröder, Charlotte; Eichhorst, Werner; Scheu, Tobias;Zitatform
Bookmann, Bernhard, Werner Eichhorst, Charlotte Schröder & Tobias Scheu (2025): Verteilung der Arbeitszeit und Umfang der Tagesreinigung in der Gebäudereinigungsbranche. (IZA research report 652 148), Bonn, 77 S.
Abstract
"Ziel der Expertise ist es, angesichts des Mangels an aktuellen Informationen zu den Arbeitszeiten und zum Umfang der Tagesreinigung in der Gebäudereinigungsbranche belastbare Informationen für das Jahr 2023 zu gewinnen. Auf der Grundlage einer telefonischen Unternehmensbefragung in einer Stichprobe von Gebäudereinigungsunternehmen wird die Personalsituation der Unternehmen beschrieben sowie der Umfang und die Lage der Arbeitszeiten dargestellt. Der Fokus liegt auf der Verbreitung von Tagesreinigung sowie Reinigung in Randzeiten und in der Nacht. Ergänzend werden Einschätzungen der Unternehmen zu einer vermehrten Nutzung von Tagesreinigung analysiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Fostering Employment and Total Hours Worked: Perspectives for France and Germany: Joint statement (2025)
Bozio, Antoine ; Schnitzer, Monika ; Simon, Lenard; Runschke, Benedikt; Lapeyre, Alice; Werding, Martin ; Weber, Enzo ;Zitatform
Bozio, Antoine, Alice Lapeyre, Enzo Weber, Benedikt Runschke, Monika Schnitzer, Lenard Simon & Martin Werding (2025): Fostering Employment and Total Hours Worked: Perspectives for France and Germany. Joint statement. 12 S.
Abstract
"France and Germany are both confronted with labour market bottlenecks that limit the total volume of work in the economy. While they face similar challenges - such as boosting labour force participation and improving job quality - their labour markets differ in key structural dimensions, leading to divergent policy priorities. To achieve higher employment of better quality, each country will need to implement a tailored mix of policies, targeting its specific weaknesses. In some cases, the policy levers required are similar; in others, they differ significantly due to institutional and demographic differences. This policy brief rests on a systematic comparison of labour market participation between France and Germany to identify the most relevant margins for reform and the levers that could support convergence towards stronger employment outcomes in both countries. This policy brief presents the key stylized facts and policy recommendations that can be drawn for France and Germany. Our analyses build on extensive work by Bozio et al. (2025),* who updated previous work by Blundell et al. (2011, 2013). Using harmonized survey data, the authors examine employment and hours worked over the past 55 years in France, Germany, the United Kingdom, and the United States. They provide detailed analyses of employment patterns and working hours across sub-groups of workers - by gender, age, and education level - over time. Their work identifies room to increase hours worked in both countries, along with relevant policies to achieve this, and contributes to the reflection on the gradual harmonisation of labour markets in both countries" (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Alter neu denken: Wie das subjektive Alter die Work-Life-Balance prägt: Teil des Zeitgesprächs "Beschäftigung im Wandel: Wie KI, Demografie und Institutionen den Arbeitsmarkt verändern" (2025)
Zitatform
Briviba, Andre, Valentin Schnellmann & Bruno S. Frey (2025): Alter neu denken: Wie das subjektive Alter die Work-Life-Balance prägt. Teil des Zeitgesprächs "Beschäftigung im Wandel: Wie KI, Demografie und Institutionen den Arbeitsmarkt verändern". In: Wirtschaftsdienst, Jg. 105, H. 10, S. 711-714. DOI:10.2478/wd-2025-0183
Abstract
"Trotz steigender Lebenserwartung und Reformdruck auf die Rentensysteme sinkt die durchschnittliche Arbeitszeit im Alter. Unsere Analyse von Paneldaten des Deutschen Alterssurveys (DEAS) zeigt: Das subjektive Alter – welches angibt, wie alt man sich fühlt – beeinflusst die Zeitverwendung im Erwerbsalter maßgeblich. Wer sich subjektiv jünger fühlt, reduziert die Arbeitszeit zugunsten von Freizeit, unabhängig von Einkommen oder Gesundheit. Das subjektive Alter fungiert damit als verhaltensrelevantes Signal jenseits des chronologischen Alters und hilft zu erklären, warum Menschen trotz besserer Gesundheit früher aus dem Erwerbsleben ausscheiden. Die Ergebnisse sprechen dafür, gesellschaftlichen Alterungsprozessen mit mehr Flexibilität in der Arbeitsgestaltung zu begegnen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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- Arbeitszeitpolitik
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