SGB II – Grundsicherung für Arbeitsuchende
Im Sozialgesetzbuch II "Grundsicherung für Arbeitsuchende" stehen die arbeitsmarktpolitischen Instrumente unter dem Leitgedanken des Förderns und Forderns. Das Gesetz regelt die Leistungen zur Grundsicherung des Lebensunterhalts und zur Eingliederung in Arbeit, die Anreize und Leistungsminderungen sowie die Trägerschaft der Grundsicherung (Gemeinsame Einrichtungen/Jobcenter bzw. zugelassener kommunaler Träger). Das IAB hat den gesetzlichen Auftrag, die Wirkungen zu untersuchen.
Diese IAB-Infoplattform bietet Zugänge zur Diskussion um das Gesetz und dessen Umsetzung sowie zu den sozioökonomischen Hintergründen und Auswirkungen.
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- Positionen und Gesetzentwicklung
- Träger der Grundsicherung - Jobcenter
- Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts
- Aktivierung und Betreuung
- Arbeitsmarktpolitische Instrumente
- Pflichten, Anreize und Sanktionen
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Auswirkungen auf Personengruppen in der Grundsicherung
- Struktur der Leistungsempfänger
- Arbeitslose
- Familie, Kinder und Bedarfsgemeinschaften
- Jugendliche, junge Erwachsene
- Ältere Arbeitnehmer
- Alleinerziehende
- Frauen
- Migrant:innen, Geflüchtete
- Erwerbstätige Leistungsbezieher ("Aufstocker")
- Selbstständige
- Leistungsgeminderte Arbeitslose, Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen
- EU-Ausländer
- Geographischer Bezug
- Evaluationen
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Literaturhinweis
Fallbearbeitung im Jobcenter: Anforderungen an Digitalisierung (2026)
Altendorf, Antonia; Kuhlmann, Martin;Zitatform
Altendorf, Antonia & Martin Kuhlmann (2026): Fallbearbeitung im Jobcenter. Anforderungen an Digitalisierung. In: S. Büchner, K. Braunsmann, K. Gall, J. Rahn & I. Zakharova (Hrsg.) (2026): Fall und Fallförmigkeit. Organisationen als Kontexte von Fallbearbeitung, S. 303-325.
Abstract
"Mit unserem Fokus auf Jobcenter nehmen wir einen Bereich fallförmigen Arbeitens in den Blick, der sowohl in den vergangenen Jahren als auch aktuell von Digitalisierungsprozessen geprägt ist: Digitale Fachverfahren, elektronische Akten und digitale Zugangsmöglichkeiten sind allgegenwärtig. Der Beitrag fragt danach, welche Anforderungen der von Fallbearbeitung und Interaktionsarbeit gekennzeichnete Tätigkeitstypus im Jobcenter an Digitalisierungsprozesse stellt. Wie muss Digitalisierung gestaltet werden, um den Erfordernissen der Tätigkeit gerecht zu werden? Auf Grundlage von Fallstudien kommen wir zu dem Ergebnis, dass Digitalisierung insbesondere drei Anforderungen genügen muss: Sie muss so gestaltet sein, dass sie (1) Interaktion und Koproduktion unterstützt, (2) trotz Automatisierung und Standardisierung der Notwendigkeit von Einzelfallspezifik gerecht wird und (3) unterschiedliche Arbeitslogiken berücksichtigt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zum Referentenentwurf für ein Dreizehntes Gesetz zur Änderung des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch und anderer Gesetze - 13. SGB-II-Änderungsgesetz: Stellungnahme des IAB im Rahmen der Verbändebeteiligung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zum 20.11.2025 (2026)
Artmann, Elisabeth ; Wolf, Markus ; Nivorozhkin, Anton ; Mense, Andreas ; Zabel, Cordula ; Bähr, Sebastian ; Wolff, Joachim ; Wippermann, Mara; Malschinger, Paul ; Bernhard, Sarah ; Krug, Gerhard ; Sommer, Maximilian ; Köppen, Magdalena ; Röhrer, Stefan ; Kasrin, Zein ; Rauch, Angela ; Jahn, Franziska ; Popp, Martin ; Hohmeyer, Katrin ; Osiander, Christopher ; Heuer, Linda; Bella, Natalie ; Heß, Pascal ; Senghaas, Monika ; Hiesinger, Karolin ; Promberger, Markus ; Gellermann, Jan F. C.; Wolf, Katja ; Fitzenberger, Bernd ; Reims, Nancy ; Falkenhain, Mariella ; Tübbicke, Stefan ; Demir, Gökay ; Bruckmeier, Kerstin ;Zitatform
Artmann, Elisabeth, Sebastian Bähr, Natalie Bella, Sarah Bernhard, Kerstin Bruckmeier, Gökay Demir, Mariella Falkenhain, Bernd Fitzenberger, Jan F. C. Gellermann, Karolin Hiesinger, Pascal Heß, Linda Heuer, Katrin Hohmeyer, Franziska Jahn, Zein Kasrin, Magdalena Köppen, Gerhard Krug, Paul Malschinger, Andreas Mense, Anton Nivorozhkin, Christopher Osiander, Martin Popp, Markus Promberger, Angela Rauch, Nancy Reims, Markus Wolf, Cordula Zabel, Joachim Wolff, Mara Wippermann, Maximilian Sommer, Stefan Röhrer, Monika Senghaas, Katja Wolf & Stefan Tübbicke (2026): Zum Referentenentwurf für ein Dreizehntes Gesetz zur Änderung des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch und anderer Gesetze - 13. SGB-II-Änderungsgesetz. Stellungnahme des IAB im Rahmen der Verbändebeteiligung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zum 20.11.2025. (IAB-Stellungnahme 02/2026), Nürnberg, 49 S. DOI:10.48720/IAB.SN.2602
Abstract
"Im Rahmen der Verbändebeteiligung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales hat das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung am 20.11.2025 Stellung genommen zum Referentenentwurf für ein 13. Gesetz zur Änderung des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch und anderer Gesetze. Die einzelnen Änderungen des Gesetzesvorhabens werden ausführlich kommentiert, mit Bezug zum aktuellen Forschungsstand eingeordnet und potenzielle Wirkungen diskutiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Artmann, Elisabeth ; Wolf, Markus ; Nivorozhkin, Anton ; Mense, Andreas ; Zabel, Cordula ; Bähr, Sebastian ; Wolff, Joachim ; Wippermann, Mara; Malschinger, Paul ; Bernhard, Sarah ; Krug, Gerhard ; Sommer, Maximilian ; Köppen, Magdalena ; Röhrer, Stefan ; Kasrin, Zein ; Rauch, Angela ; Jahn, Franziska ; Popp, Martin ; Hohmeyer, Katrin ; Osiander, Christopher ; Heuer, Linda; Bella, Natalie ; Heß, Pascal ; Senghaas, Monika ; Hiesinger, Karolin ; Promberger, Markus ; Gellermann, Jan F. C.; Wolf, Katja ; Fitzenberger, Bernd ; Reims, Nancy ; Falkenhain, Mariella ; Tübbicke, Stefan ; Demir, Gökay ; Bruckmeier, Kerstin ; -
Literaturhinweis
Nur eine Minderheit der Personen ohne Berufsabschluss kennt Weiterbildungsprämie und Weiterbildungsgeld (2026)
Zitatform
Artmann, Elisabeth (2026): Nur eine Minderheit der Personen ohne Berufsabschluss kennt Weiterbildungsprämie und Weiterbildungsgeld. In: IAB-Forum H. 13.05.2026. DOI:10.48720/IAB.FOO.202605013.01
Abstract
"Vielen Menschen ohne Berufsabschluss sind die Fördermöglichkeiten, um diesen nachzuholen, nicht bekannt. Insbesondere die Weiterbildungsprämie und das Weiterbildungsgeld kennen nur relativ wenige Personen. Das zeigen aktuelle Befragungsdaten. Dennoch äußerten sie ein hohes Umschulungsinteresse. Bei einer Umschulung wären ihnen bessere Arbeitsmarktchancen und ein passendes Berufsziel besonders wichtig. Zugleich gibt es insbesondere bei Bürgergeldbeziehenden häufig mehrere Hemmnisse, die einer Umschulung entgegenstehen. Dazu zählen beispielsweise Betreuungspflichten oder gesundheitliche Einschränkungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Investigating the impact of integration agreements on labor market outcomes for welfare recipients: A randomized controlled trial (2026)
Zitatform
Berg, Gerard J. van den, Sarah Bernhard, Gesine Stephan & Arne Uhlendorff (2026): Investigating the impact of integration agreements on labor market outcomes for welfare recipients: A randomized controlled trial. (Working papers / Institute for Evaluation of Labour Market and Education Policy 2026,02), Uppsala, 34 S.
Abstract
"Integration agreements (IA) outline the efforts the jobseeker should undertake to find employment and specify the services that the caseworker would provide to assist them in their job search. The agreements include a declaration of legal consequences, and punitive benefit sanctions could be imposed based on this declaration. Recent evidence has shown that these IAs are effective for re-cipients of unemployment insurance (UI) benefits. Using a randomized controlled trial, this paper investigates whether IAs support the integration of welfare benefit recipients into the labor market. This integration is of utmost importance from a policy and societal point of view. Newly registered recipients of means-tested benefits were randomly assigned to one of three groups, receiving either a) a standard integration agreement with the accompanying declaration of legal consequences at the beginning of the welfare spell, or b) an integration agreement without such a declaration, or c) no integration agreement within the first six months of the benefit receipt. Findings indicate that, on average, group assignment has no effect on the transition out of welfare or entry into employment. Based on a Random Forest analysis to capture heterogeneity, we find no effect by the degree of labor market prospects either." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Effects of welfare sanctions in couple households (2026)
Zitatform
Berg, Gerard J. van den, Arne Uhlendorff, Markus Wolf & Joachim Wolff (2026): Effects of welfare sanctions in couple households. In: IZA world of labor H. 15.04.2026, 2026-02-05.
Abstract
"Our findings show that welfare sanctions are not purely individual measures. They affect other household members as well, and these spillover effects depend strongly on gender roles and family structure. As a result, sanctions may be more severe than they appear when evaluated only at the individual level. Policymakers designing sanction regimes should therefore take household interactions explicitly into account." (Text excerpt, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Mehr Fordern fördern? Einschätzungen von Jobcenter-Beschäftigten zu Kernelementen des Bürgergeldes (2026)
Bernhard, Sarah ; Ramos Lobato, Philipp ; Osiander, Christopher ; Schupp, Jürgen ; Beckmann, Fabian ;Zitatform
Bernhard, Sarah, Fabian Beckmann, Christopher Osiander, Philipp Ramos Lobato & Jürgen Schupp (2026): Mehr Fordern fördern? Einschätzungen von Jobcenter-Beschäftigten zu Kernelementen des Bürgergeldes. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 75, H. 4, S. 581-603., 2026-04-04. DOI:10.3790/sfo.2026.1485001
Abstract
"Während die öffentliche Diskussion über das Bürgergeld seit der Einführung kontrovers verlaufen ist, wurde die Perspektive der Jobcenter-Beschäftigten bislang vernachlässigt – obwohl sie als „street-level bureaucrats“ zentral für die Umsetzung der Reform sind. Vor diesem Hintergrund beleuchtet der Beitrag auf Basis von Daten einer bundesweiten standardisierten Online-Erhebung unter Jobcenter-Beschäftigten, für wie sinnvoll die einzelnen Elemente der Bürgergeldreform erachtet wurden, wie sich die Bewertungen im Vergleich zum Vorjahr verändert haben und welche individuellen und organisationalen Merkmale mit den Beurteilungen korrelieren. Die Befunde offenbaren, dass eine Abschwächung von fordernden Elementen grundsätzlich, im Zeitverlauf zunehmend und insbesondere seitens der Leistungssachbearbeitung und operativen Ebene skeptisch beurteilt wird. Gleichzeitig deutet die Befürwortung und hohe Nutzungsintensität vorläufiger Zahlungseinstellungen auf Praktiken hin, mittels derer bürokratieintensive Leistungsminderungen umgangen werden können. Vor diesem Hintergrund diskutiert der Beitrag die sozialpolitischen Spannungsverhältnisse zwischen politischer Steuerung und Verwaltungspraxis im SGB II." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Duncker & Humblot)
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Literaturhinweis
Mikrosimulationsrechnungen zu Reformoptionen steuerfinanzierter Sozialleistungen für die Kommission zur Sozialstaatsreform (2026)
Blömer, Maximilian ; Bruckmeier, Kerstin ; Fischer, Lilly; Wiemers, Jürgen ; Sommer, Maximilian ; Bonin, Holger ; Lange, Theresa; Stichnoth, Holger; Pannier, Manuel;Zitatform
Blömer, Maximilian, Holger Bonin, Kerstin Bruckmeier, Lilly Fischer, Theresa Lange, Manuel Pannier, Maximilian Sommer, Holger Stichnoth & Jürgen Wiemers (2026): Mikrosimulationsrechnungen zu Reformoptionen steuerfinanzierter Sozialleistungen für die Kommission zur Sozialstaatsreform. (Forschungsbericht / Bundesministerium für Arbeit und Soziales 681), Berlin, 68 S.
Abstract
"Im September 2025 wurde eine Kommission zur Sozialstaatsreform beauftragt, einen Bericht vorzulegen, wie sozialstaatliche Strukturen im Sinne der Bürgerinnen und Bürger und der Verwaltung unter Bewahrung des sozialen Schutzniveaus modernisiert und entbürokratisiert werden können. Um die Beratungen innerhalb der Kommission zu unterstützen, wurden die Effekte von drei grundlegenden Reformansätzen mittels verhaltensbasierter Mikrosimulation vorausblickend vergleichend bewertet: Das Aufgehen von Wohngeld und Kinderzuschlag in einer reformierten Grundsicherung, die Zusammenlegung von Wohngeld und Kinderzuschlag zu einer neuen vorgelagerten Leistung sowie die Einführung eines pauschalen Erwerbsbonus in das Steuersystem, der vorgelagerte bedarfsgeprüfte Leistungen ersetzt. Dieser Forschungsbericht dokumentiert die Vorgehensweise und die Ergebnisse der durchgeführten Berechnungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
- Anhang 1: Mikrosimulation von Reformoptionen steuerfinanzierter Sozialleistungen - Übersicht Reformszenarien
- Anhang 4: Mikrosimulation von Reformoptionen steuerfinanzierter Sozialleistungen - Überschlagsrechnungen zu Verwaltungskosten
- Anhang 2: Mikrosimulation von Reformoptionen steuerfinanzierter Sozialleistungen - Detailergebnisse ifo Institut
- Anhang 3: Mikrosimulation von Reformoptionen steuerfinanzierter Sozialleistungen - Detailergebnisse IAB
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Literaturhinweis
Unterstützung durch Jobcenter: Wie Leistungsbeziehende die Grundsicherung wahrnehmen (2026)
Boockmann, Bernhard; Schröder, Charlotte; Kirchmann, Andrea; Schafstädt, Christin; Braun, Heidrun;Zitatform
Boockmann, Bernhard, Heidrun Braun, Andrea Kirchmann, Christin Schafstädt & Charlotte Schröder (2026): Unterstützung durch Jobcenter. Wie Leistungsbeziehende die Grundsicherung wahrnehmen. Gütersloh, 43 S. DOI:10.11586/2026041
Abstract
"Die Studie ist Teil der Untersuchung „Lebenssituation und Erfahrungen von Bürgergeldbeziehenden (LEBez)“ des Instituts für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) und des SOKO Instituts im Auftrag der Bertelsmann Stiftung. Sie untersucht, wie Leistungsbeziehende die Beratung ihres Jobcenters wahrnehmen und wie sie Leistungsminderungen und das Bürgergeld bzw. die Grundsicherung insgesamt bewerten. Die Studie zeigt unter anderem, dass die Mehrheit der Leistungsbeziehenden mit der Arbeit ihres Jobcenters zufrieden ist. Allerdings sagt knapp die Hälfte, dass die Termine beim Jobcenter „nichts bringen“. Daneben ist über die Hälfte der Befragten der Meinung, dass von Leistungsbeziehenden eine Gegenleistung verlangt werden kann. Die Befragung erfolgte vom 15. April bis 18. Juni 2025. Zielgruppe waren erwerbsfähige Leistungsbeziehende zwischen 25 und 50 Jahren, die mindestens seit einem Jahr Bürgergeld beziehen und arbeitslos oder arbeitsuchend sind. Die Stichprobe wurde vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) gezogen. Die Genehmigung erfolgte durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Wie sichtbar ist der Sozialstaat? Die Bekanntheit zentraler bedarfsorientierter Leistungen (2026)
Zitatform
Bruckmeier, Kerstin, Torsten Lietzmann, Philipp Ramos Lobato, Jürgen Wiemers & Felix Wilke (2026): Wie sichtbar ist der Sozialstaat? Die Bekanntheit zentraler bedarfsorientierter Leistungen. In: Wirtschaftsdienst, Jg. 106, H. 5, S. 355-361., 2026-02-12. DOI:10.2478/wd-2026-0088
Abstract
"Die Bekanntheit von Sozialleistungen ist zentral, damit sozialstaatliche Sicherung ihre Funktion erfüllen kann - was nicht bekannt ist, kann auch nicht beantragt werden. Doch wie gut wissen Bürger:innen in Deutschland über zentrale bedarfsorientierte Leistungen Bescheid? Eine Auswertung des IAB-Panels „Arbeitsmarkt und soziale Sicherung“ zeigt: Das Wissen über Sozialleistungen ist erwartungsgemäß unterschiedlich verteilt. Personen, die potenziell von einer Leistung profitieren können, kennen sie in der Regel auch häufiger. Während das Bürgergeld weithin bekannt ist, weisen die Grundsicherung im Alter, das Wohngeld und der Kinderzuschlag hingegen deutlich geringere Bekanntheitswerte auf." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Bruckmeier, Kerstin ; Lietzmann, Torsten ; Ramos Lobato, Philipp ; Wiemers, Jürgen ; -
Literaturhinweis
Bei rund einem Drittel der Neuzugänge in die Grundsicherung liegen die Wohnkosten zu Beginn des Leistungsbezugs über dem ortsüblichen Richtwert (2026)
Zitatform
Bähr, Sebastian, Andreas Mense & Katja Wolf (2026): Bei rund einem Drittel der Neuzugänge in die Grundsicherung liegen die Wohnkosten zu Beginn des Leistungsbezugs über dem ortsüblichen Richtwert. In: IAB-Forum H. 02.02.2026. DOI:10.48720/IAB.FOO.20260202.01
Abstract
"Während der ersten zwölf Monate des Leistungsbezugs im SGB II – der sogenannten Karenzzeit – werden die „kalten Wohnkosten“ in tatsächlicher Höhe vom Jobcenter gezahlt. Erst danach wird ihre Angemessenheit geprüft. Der vorliegende Gesetzentwurf zur Reform der Grundsicherung sieht vor, die Wohnkosten während der Karenzzeit im Regelfall nur noch bis zum Eineinhalbfachen des ortsüblichen Richtwerts zu erstatten. Etwa jede fünfzehnte Bedarfsgemeinschaft, die von der Karenzzeitregelung erfasst ist, wäre von dieser Änderung betroffen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Mythos der Sozialpolitik: Die Rückkehr des "arbeitsunwilligen Arbeitslosen" (2026)
Zitatform
Böhme, René & Irene Dingeldey (2026): Mythos der Sozialpolitik: Die Rückkehr des "arbeitsunwilligen Arbeitslosen". In: WSI-Blog Work on Progress, Jg. 21.
Abstract
"Der „arbeitsunwillige Arbeitslose“ ist empirisch nicht belegbar, sondern ein sozialpolitischer Mythos, der immer wieder hervorgeholt wird. Er vereinfacht komplexe Lebenslagen, legitimiert restriktive Politik und verschärft soziale Spaltungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Eingliederung von Langzeitarbeitslosen: Eine Anschlussbeschäftigung nach Förderende ist mit einer langfristen Beschäftigungsstabilität verbunden (2026)
Zitatform
Bömmel, Nadja, Zein Kasrin, Anil Özerdogan, Maximilian Schiele & Claudia Wenzig (2026): Eingliederung von Langzeitarbeitslosen: Eine Anschlussbeschäftigung nach Förderende ist mit einer langfristen Beschäftigungsstabilität verbunden. In: IAB-Forum H. 22.04.2026, 2026-04-08. DOI:10.48720/IAB.FOO.20260422.01
Abstract
"Mit dem Instrument „Eingliederung von Langzeitarbeitslosen” soll die Beschäftigungsfähigkeit von arbeitsmarktfernen erwerbsfähigen Leistungsberechtigten durch eine zweijährige geförderte Beschäftigung erhöht werden. Ziel ist es, ihre Integration in den Arbeitsmarkt zu erleichtern. Ein gutes Drittel der Geförderten beendet die Förderung jedoch vorzeitig – häufig ohne direkte Anschlussbeschäftigung. Der Beitrag beschreibt, wie sich Erwerbsverläufe und Beschäftigungsqualität nach Förderende für Personengruppen mit vorzeitigen Förderabbrüchen und nahtlosen Übergängen in eine Anschlussbeschäftigung entwickelt haben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Bömmel, Nadja ; Schiele, Maximilian ; Özerdogan, Anil; Wenzig, Claudia; Kasrin, Zein ; -
Literaturhinweis
Förderinstrument „Teilhabe am Arbeitsmarkt“: 81 Prozent der Geförderten, die vom Betrieb übernommen werden, wurden über die maximale Dauer gefördert (2026)
Zitatform
Bömmel, Nadja, Zein Kasrin & Claudia Wenzig (2026): Förderinstrument „Teilhabe am Arbeitsmarkt“: 81 Prozent der Geförderten, die vom Betrieb übernommen werden, wurden über die maximale Dauer gefördert. In: IAB-Forum – Grafik aktuell H. 31.08.2026. DOI:10.48720/IAB.FOO.GA.20260831.01
Abstract
"Das Förderprogramm „Teilhabe am Arbeitsmarkt” soll Teilhabe und Beschäftigungsfähigkeit von besonders arbeitsmarktfernen Langzeitarbeitslosen verbessern. Es werden Betriebe unterstützt, die förderberechtigte Leistungsbeziehende einstellen. Jüngste Untersuchungen zeigen, dass eine direkte Übernahme in ungeförderte Beschäftigung bei Ausschöpfung der maximalen Förderdauer häufiger gelingt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Förderinstrument „Teilhabe am Arbeitsmarkt“: erste positive Befunde zur Beschäftigungssituation nach fünfjähriger Förderung (2026)
Zitatform
Bömmel, Nadja, Zein Kasrin & Claudia Wenzig (2026): Förderinstrument „Teilhabe am Arbeitsmarkt“: erste positive Befunde zur Beschäftigungssituation nach fünfjähriger Förderung. In: IAB-Forum H. 04.08.2026 Nürnberg. DOI:10.48720/IAB.FOO.20260804.01
Abstract
"Mit dem Instrument „Teilhabe am Arbeitsmarkt” sollen Teilhabe und Beschäftigungsfähigkeit von besonders arbeitsmarktfernen Langzeitarbeitslosen durch eine maximal fünfjährige geförderte Beschäftigung verbessert werden. Eine aktuelle IAB-Studie zeigt: Personen, die fünf Jahre gefördert wurden, sind signifikant häufiger erwerbstätig als solche mit geringerer Förderdauer." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Fall und Fallförmigkeit: Organisationen als Kontexte von Fallbearbeitung (2026)
Zitatform
Büchner, Stefanie, Katharina Braunsmann, Korbinian Gall, Justus Rahn & Irina Zakharova (Hrsg.) (2026): Fall und Fallförmigkeit. Organisationen als Kontexte von Fallbearbeitung. (Sozialtheorie), Bielefeld: transcript, 350 S. DOI:10.14361/9783839471500
Abstract
"Während aktuelle Diskurse Fallbearbeitung vor allem professions- und interaktionstheoretisch analysieren, erweitern die Beiträger*innen diese Perspektive und zeigen die zentrale Rolle von Organisationen als Instanzen der Formierung und Bearbeitung von Fällen auf. Sie diskutieren empirisch-konzeptionell sowie theoretisch Formen und Problematiken organisationaler Fallbearbeitung in unterschiedlichsten Feldern, z.B. in der sozialen Hilfe, der Medizin oder der Polizei, und bieten so Impulse für die Reflexion über die Optimierung, Digitalisierung und (Re-)Organisation von Fallbearbeitung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Kooperation und Konflikt in der Arbeitsförderung: Funktionsprobleme in der Zusammenarbeit von Jobcentern und beauftragten Dritten (2026)
Engler, Fabian; Schulze-Böing, Matthias;Zitatform
Engler, Fabian & Matthias Schulze-Böing (2026): Kooperation und Konflikt in der Arbeitsförderung. Funktionsprobleme in der Zusammenarbeit von Jobcentern und beauftragten Dritten. In: Verwaltung & Management, Jg. 32, H. 2, S. 74-80. DOI:10.5771/0947-9856-2026-2-74
Abstract
"Der Beitrag beschreibt die Kooperationsbeziehungen der aktiven Arbeitsförderung als „arbeitsmarktpolitisches Dreieck“ von Jobcentern/Arbeitsagenturen, beauftragten Trägern von Fördermaßnahmen und Klientinnen und Klienten und konzentriert sich dabei auf die Akteurskonstellation im Rechtskreis des SGB II. Vor dem Hintergrund neuer Public-Management-Ansätze werden die Rahmenbedingungen für die Arbeit in dieser Konstellation analysiert und Implementationsprobleme herausgearbeitet. Unter Rückgriff auf qualitative Daten aus dem Forschungs- und Transferprojekt „Make it Work. Qualitätsprozesse im Arbeitsmarktpolitischen Dreieck“ werden Sichtweisen der Akteure auf diese Konstellation rekonstruiert und Schnittstellen für die Zusammenarbeit im Maßnahmeprozess betrachtet. Insofern in diesem Feld eine transaktionale Logik der „Vermarktlichung“ von Arbeitsmarktpolitik mit der relationalen Logik territorial gebundener Netzwerke der gemeinsamen, kooperativen Erbringung von Arbeitsmarktdienstleistungen zusammentreffen, zeigt sich ein besonderer Bedarf an Steuerung und organisatorischer Gestaltung von Leistungsprozessen in der aktiven Arbeitsförderung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Towards policies of dignity? The German Participation Opportunities Act as a response to long-term unemployment (2026)
Zitatform
Englert, Kathrin, Markus Gottwald, Claudia Globisch & Peter Kupka (2026): Towards policies of dignity? The German Participation Opportunities Act as a response to long-term unemployment. In: Journal of Social Policy, Jg. 55, H. 2, S. 587-603., 2024-10-01. DOI:10.1017/S0047279424000370
Abstract
"The Participation Opportunities Act (POA) came into force in Germany in January 2019 with the aim of making publicly subsidized employment accessible to the long-term unemployed, whose prospects of regular employment are poor. The POA responds to a two-fold exclusion suffered by this group: exclusion from the labor market and a kind of ‘internal exclusion’ from social services. We argue that the POA can therefore be understood as a ‘policy of dignity’ and thus as a challenge to the neoliberal recognition order. The aim of this paper is an empirical examination of this thesis based on qualitative interviews with managers and professionals at German job centres. We apply Honneth’s theory of recognition as a theoretical framework and examine two levels of implementation: the interpretation of the law and how it is put into practice from 2019-2023." (Author's Abstract, IAB-Doku, © Cambridge University Press)
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Literaturhinweis
Integrationsquoten in der Grundsicherung: Rückläufige Übergänge in Beschäftigung vor und nach der Bürgergeldreform (2026)
Zitatform
Fitzenberger, Bernd, Katrin Hohmeyer & Stephanie Prümer (2026): Integrationsquoten in der Grundsicherung: Rückläufige Übergänge in Beschäftigung vor und nach der Bürgergeldreform. (IAB-Kurzbericht 11/2026), Nürnberg, 8 S. DOI:10.48720/IAB.KB.2611
Abstract
"In den vergangenen vier Jahren ging die Integrationsquote erwerbsfähiger Leistungsberechtigter aus der Grundsicherung in Beschäftigung zurück und erreichte nicht mehr das Niveau vor der Corona-Krise. Der Arbeitsmarkt wurde in diesem Zeitraum außer der Corona-Krise auch durch den Beginn des Angriffskriegs gegen die Ukraine, eine Rezession und die Bürgergeldreform beeinflusst. In der Untersuchung wird betrachtet, wie sich die Integrationsquote und die Qualität der aufgenommenen Beschäftigungen erwerbsfähiger Leistungsberechtigter, die nicht im Zuge der Fluchtmigration seit Mitte der 2010er Jahre nach Deutschland gekommen sind, zwischen 2015 und 2025 entwickelt hat. Der Fokus liegt dabei auf dem Arbeitsuchenden-Status der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
- Integrationsquoten (Übergangsquoten) aller ELB gesamt und nach Arbeitsvermittlungsstatus aus der Grundsicherung in bedarfsdeckende Beschäftigung
- Erwerbsfähige Leistungsberechtigte (ELB) nach Arbeitsvermittlungsstatus
- Integrationsquoten aller ELB gesamt und nach Arbeitsvermittlungsstatus
- Veränderung der Integrationsquoten aller ELB gesamt und nach Qualität der Beschäftigung
- Differenz zwischen SGB-II-Integrationsquoten und der SGB-III-Integrationsquote nach Arbeitsvermittlungsstatus im SGB II
- Verhältnis von SGB-II-Integrationsquoten zu der SGB-III-Integrationsquote nach Arbeitsvermittlungsstatus im SGB II
- Bruttoinlandprodukt und Arbeitslose
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Literaturhinweis
Leistungsbeziehende schätzen den Kontakt mit Jobcentern eher als unterstützend ein (2026)
Zitatform
Gundert, Stefanie, Matthias Collischon, Marcel Müller & Jens Stegmaier (2026): Leistungsbeziehende schätzen den Kontakt mit Jobcentern eher als unterstützend ein. In: IAB-Forum H. 15.06.2026. DOI:10.48720/IAB.FOO.202606015.01
Abstract
"Mit der Bürgergeldreform sollte die Vertrauenskultur im Eingliederungsprozess gestärkt und eine Zusammenarbeit „auf Augenhöhe“ zwischen SGB-II-Leistungsberechtigten und Jobcentern gefördert werden. Auswertungen auf Basis des Panels „Arbeitsmarkt- und soziale Sicherung“ zeigen, dass Leistungsbeziehende die Interaktion mit den Jobcentern überwiegend als vertrauensvoll und unterstützend bewerten. Ein Einfluss der Bürgergeldreform auf diesen Befund lässt sich jedoch nicht feststellen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Gundert, Stefanie ; Collischon, Matthias ; Stegmaier, Jens ; Müller, Marcel ; -
Literaturhinweis
Variationen in der Verwaltungsorganisation der Jobcenter: Die Nutzung lokaler Handlungsspielräume im Rechtskreis Zweites Buch Sozialgesetzbuch (2026)
Hafner, Jonas;Zitatform
Hafner, Jonas (2026): Variationen in der Verwaltungsorganisation der Jobcenter. Die Nutzung lokaler Handlungsspielräume im Rechtskreis Zweites Buch Sozialgesetzbuch. (Interdisziplinäre Organisations- und Verwaltungsforschung), 416 S. DOI:10.1007/978-3-658-51047-3
Abstract
"Das vorliegende Open-Access-Buch widmet sich einer besonderen Behörde: den sogenannten gemeinsamen Einrichtungen, in denen die Bundesagentur für Arbeit und die Kommunen die Aufgaben des SGB II in einer gemeinsamen Organisation wahrnehmen. Es handelt sich somit um den im deutschen Bundesstaat seltenen Typus einer Mischverwaltung. Hieraus entsteht ein komplexes Steuerungsmodell, das trotz gewisser zentraler Vorgaben erhebliche lokale Handlungsspielräume eröffnet. Jonas Hafner untersucht die Aufbau- und Ablauforganisation von Jobcentern, mit Fokus auf das beschäftigungsorientierte Fallmanagement und die Arbeitgeberbetreuung. Ausgehend vom Soziologischen Neoinstitutionalismus und dem Situativen Ansatz wird der Frage nachgegangen, inwieweit sich die Verwaltungsorganisation der gemeinsamen Einrichtungen voneinander unterscheidet und welche Faktoren Variationen verursachen. Mit einem Mixed-Methods-Design, bestehend aus einer bundesweiten quantitativen Befragung sowie qualitativen Interviews mit Mitarbeitenden von Jobcentern, zeigt die Studie zwei zentrale Befunde: Während bestimmte Organisationsmerkmale verbreitet sind, offenbart sich jenseits grundlegender Strukturen eine große Vielfalt. Erklärungen bieten situative Faktoren, insbesondere die Organisationsgröße, sowie institutionelle Logiken, die von den Akteuren des Handlungsfeldes geteilt werden." (Verlagsangaben, IAB-Doku)
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