Migration und Integration
Bei dem Thema Einwanderung nach Deutschland gilt es auch die Bedingungen einer gelingenden Integration von Zugewanderten in Gesellschaft, Bildung und Arbeit zu untersuchen. Die Arbeitsmarktforschung beschäftigt sich mit der Frage, wie die Integration in das Bildungs- und Ausbildungssystem, der Zugang zum Arbeitsmarkt sowie die Bedingungen der sozialen Teilhabe und kulturellen Integration verbessert werden können.
Aktuelle Studien zeigen zudem, dass Deutschland angesichts seiner demographischen Herausforderungen dringend auf Zuwanderung angewiesen ist. Inwiefern kann Zuwanderung der Schrumpfung und Alterung des Erwerbspersonenpotenzials entgegenwirken? Welche Entwicklungen in der nationalen und europäischen Einwanderungspolitik begünstigen die Einwanderung von Erwerbspersonen und Fachkräften? Die hier zusammengestellte Literatur bietet einen aktuellen und umfassenden Überblick über den Themenkomplex Migration und Integration.
Literatur zum Thema Flucht und Asyl finden Sie in unserer IAB-Infoplattform Fluchtmigrantinnen und -migranten - Bildung und Arbeitsmarkt.
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- Einwanderungspolitik
- Auswirkungen von Migration
- Wanderungsmotivation und Rückwanderung
- Arbeitslosigkeit und Arbeitsmarktpolitik
- Qualifikation, Bildung und Beschäftigung
- Integration und soziale Teilhabe
- internationale Aspekte
- Personengruppen
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Literaturhinweis
Labor of Love: Immigrant–Native Intermarriage and Labor Force Outcomes Across European Union Member States (2025)
Zitatform
Ivory, Tristan & Chuling Adam Huang (2025): Labor of Love: Immigrant–Native Intermarriage and Labor Force Outcomes Across European Union Member States. In: Demography, Jg. 62, H. 2, S. 571-597. DOI:10.1215/00703370-11868529
Abstract
"Immigrant–native intermarriage has been shown to improve immigrant labor force outcomes. A parallel line of research demonstrates that immigrant employment outcomes are strongly influenced by the sociopolitical climate and overall reception immigrants receive upon arrival in the host society. Our research spans both strands of literature to address unresolved questions about how the association between immigrant–native intermarriage and foreign-born occupational status changes across host societies on the basis of their national-level polices and views toward outsiders. To assess this, we analyze substantive changes in immigrant occupational attainment across twenty European Union countries from 2008 to 2018 using individual-level, cross-sectional data from the European Union Labor Force Survey on occupational attainment merged with country-level data from the European Social Survey on attitudes toward outsiders and the Migrant Integration Policy Index on integration policies. Our findings show that the association between intermarriage and immigrant occupation status is stronger in countries with more welcoming policies, whereas attitudes toward outsiders do not have a significant effect net of the moderating role of policy. The novel use of occupational status along with the moderating effect of policy provides further evidence that closed societies impede immigrant integration while deepening immigrant marginalization." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer-Verlag) ((en))
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Literaturhinweis
Global Gender Gaps in the International Migration of Professionals on LinkedIn (2025)
Jacobs, Elizabeth ; Zagheni, Emilio ; Theile, Tom ; Anastasiadou, Athina ; Perrotta, Daniela ; Zhao, Xinyi ;Zitatform
Jacobs, Elizabeth, Tom Theile, Daniela Perrotta, Xinyi Zhao, Athina Anastasiadou & Emilio Zagheni (2025): Global Gender Gaps in the International Migration of Professionals on LinkedIn. In: Population and Development Review, Jg. 51, H. 3, S. 963-994. DOI:10.1111/padr.70012
Abstract
"This paper examines gender differentials in the international migration of professionals, and how this varies by country, industry, age, and years of experience. We leverage data from LinkedIn, the largest professional networking website, to construct Immigrant and Emigrant Gender Gap Indexes (iGGI and eGGI). These indexes measure inflows and potential outflows. The findings indicate that, among LinkedIn users, the global population of immigrant professionals is at gender parity. The professional migrant population is majority-female in key destination countries like the United States, the United Kingdom, Australia, and France as well as emerging destinations like South Korea and Singapore. Our results show that the mobility of women migrants is driven by industries like finance, healthcare, and real estate. We find evidence of positive selection among women migrant professionals in key destination countries and industries. Our results indicate that men are more open to international relocation than women, suggesting that men express higher migration aspirations, but men and women have similar rates of observed mobility. The paper makes novel contributions to the literature on migration aspirations, behavior, and selectivity. Methodologically, we develop a new dataset and appropriate measures to complement existing sources to study professional migration across a wide range of countries." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Seeing Your Religion: Diskriminierung und Rassismus gegenüber Muslim*innen auf dem deutschen Arbeitsmarkt (2025)
Jaschke, Philipp ; Auer, Daniel ; Salikutluk, Zerrin ; Sprengholz, Maximilian ; Kosyakova, Yuliya ; Hunkler, Christian ;Zitatform
Jaschke, Philipp, Maximilian Sprengholz, Daniel Auer, Christian Hunkler, Yuliya Kosyakova & Zerrin Salikutluk (2025): Seeing Your Religion: Diskriminierung und Rassismus gegenüber Muslim*innen auf dem deutschen Arbeitsmarkt. (BIM working paper / Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung 08), Berlin, 13 S. DOI:10.18452/33069
Abstract
"Key Points: - Mit knapp 5.000 Betrieben durchgeführte Umfrage-Experimente liefern Belege für antimuslimische Diskriminierung in den Einstellungsentscheidungen von Arbeitgeber*innen in Deutschland - Die Befunde legen nahe, dass dem Arbeits- und Fachkräftemangel in Deutschland auch durch den Abbau von Diskriminierung in den Einstellungsentscheidungen von Arbeitgeber*innen begegnet werden könnte - Wir empfehlen Aufklärungskampagnen zum Ausmaß der Arbeitsmarktdiskriminierung gegenüber Muslim*innen, sowie zu den ökonomischen Nachteilen, die Betrieben dadurch entstehen - Empfehlenswert sind zudem flächendeckende und institutionalisierte Antidiskriminierungstrainings, insbesondere für kleinere Betriebe etwa im Rahmen von Meisterlehrgängen" (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Immigrants’ recruitment chances in the German labor market: Evidence from large-scale survey experiments (2025)
Jaschke, Philipp ; Sprengholz, Maximilian ; Auer, Daniel ; Salikutluk, Zerrin ; Hunkler, Christian ; Kubis, Alexander; Kosyakova, Yuliya ;Zitatform
Jaschke, Philipp, Yuliya Kosyakova, Daniel Auer, Christian Hunkler, Zerrin Salikutluk, Maximilian Sprengholz & Alexander Kubis (2025): Immigrants’ recruitment chances in the German labor market: Evidence from large-scale survey experiments. (IAB-Forschungsbericht 06/2025), Nürnberg, 36 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2506
Abstract
"Minderheiten werden in verschiedenen Gesellschaftsbereichen benachteiligt, etwa auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt und im Gesundheitssystem. Von Diskriminierung spricht man, wenn Menschen lediglich aufgrund ihrer Gruppenzugehörigkeit (z. B. aufgrund ihrer ethnischen Herkunft oder ihrer Religionszugehörigkeit) benachteiligt werden, obwohl sie mit Blick auf objektive (auf dem Arbeitsmarkt produktivitätsrelevante) Kriterien, z. B. hinsichtlich der Qualifikationen, gleich sind. In diesem Forschungsbericht analysieren wir die Einstellungschancen von im Ausland geborenen Bewerberinnen und Bewerbern sowie von Angehörigen religiöser Minderheiten anhand eines sogenannten Vignettenexperiments. Zu diesem Zweck haben wir rund 10.000 Firmen, die bereits anderthalb Jahre zuvor an der groß angelegten und repräsentativen IAB-Stellenerhebung teilgenommen haben, erneut kontaktiert. Die Folgebefragung im Rahmen unserer Studie war sehr kurz und erforderte nur wenig Aufwand für die Firmen, da bereits umfangreiche Informationen zu einer Vielzahl relevanter Merkmale aus der vorherigen Teilnahme vorlagen. Dies könnte die hohe Rücklaufquote von fast 50 Prozent bei unserem Experiment erklären. Die Analysen in diesem Bericht basieren auf den Antworten von 4.883 Firmen. Vignettenexperimente sind für die kausale Untersuchung von Determinanten der Einstellungsentscheidungen von Arbeitgebern besonders geeignet, da sie bei Vorliegen ausreichend vieler Vignetten (mit randomisierten, also im Zufallsmodus variierenden, Bewerbermerkmale) einen kontrollierten Rahmen bieten, um alle relevanten Bewerbermerkmale zu berücksichtigen. 1 Obwohl sie fiktive Situationen beschreiben, weisen die Ergebnisse von Vignettenexperimenten nachweislich eine hohe Übereinstimmung mit realen Entscheidungen auf. Wir haben den Firmen zufällig ausgewählte fiktive Bewerberinnen und Bewerber vorgestellt, die sich neben anderen Merkmalen (wie Berufserfahrung oder Sprachkenntnisse) durch ihr Geburtsland (Syrien, Türkei, Ukraine, Russland mit „ist Deutsche/Deutscher“ als Vergleichskategorie) und ihre Religionszugehörigkeit (christlich und muslimisch im Vergleich zu Bewerberinnen und Bewerbern, die keine Religionszugehörigkeit signalisierten) unterscheiden. Bei gleichen Qualifikationen stellen wir im Durchschnitt keine geringere Einstellungswahrscheinlichkeit für im Ausland geborene Bewerbende im Vergleich zu „deutschen Bewerbenden“ fest. Unsere Ergebnisse liefern jedoch starke Belege für antimuslimische Diskriminierung auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Dieser Effekt kommt aufgrund der Bewerberinnen und Bewerber aus überwiegend muslimisch geprägten Ländern (in unserem Fall Syrien und die Türkei) zustande und bestätigt damit frühere Forschungsergebnisse, wonach Diskriminierung gegenüber Musliminnen und Muslimen aus Ländern, die allgemein als autoritärer und geschlechterungleicher wahrgenommen werden, stärker ist. Dies ist besorgniserregend, da – anders als in unserem Vignettenexperiment – im Ausland geborene Menschen in Deutschland viel häufiger muslimisch sind als in Deutschland Geborene (fast ein Viertel im Vergleich zu weniger als 2 Prozent). Bei der Betrachtung weiterer Merkmale von Bewerberinnen und Bewerbern finden wir starke Belege für die sogenannte „Motherhood Penalty“, wonach Frauen seltener eingestellt werden als Männer, wenn sie Kinder haben. Darüber hinaus kann Humankapital die Nachteile ausländischer Bewerberinnen und Bewerber bei Einstellungsentscheidungen zumindest teilweise ausgleichen: Im Ausland geborene Bewerberinnen und Bewerber profitieren von guten Deutschkenntnissen und von vorhandener Berufserfahrung – insbesondere, wenn diese Kenntnisse in Deutschland erworben wurden. Im Hinblick auf Firmenmerkmale diskriminieren kleine Firmen, Firmen im Primär- und Sekundärsektor und Firmen ohne Vorerfahrungen mit internationaler Personalrekrutierung stärker. Hoch relevant für die aktuelle öffentliche und politische Debatte um den Arbeitskräftemangel ist der Befund, dass traditionell bevorteilte Gruppen – Deutsche und männliche Bewerber – auch nach der hier vorliegenden Analyse einen klaren Einstellungsvorteil haben. Denn nur sie haben in Firmen mit Arbeitskräftemangel bessere Chancen, eingestellt zu werden. Hingegen besteht zwischen Firmen mit und ohne Arbeitskräftemangel im Durchschnitt kein Unterschied in den Einstellungswahrscheinlichkeiten von traditionell benachteiligten Gruppen (im Ausland Geborene und Frauen). Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Firmen in Deutschland das Arbeitsangebot von traditionell auf dem Arbeitsmarkt benachteiligten Gruppen – trotz gleicher Qualifikation – nicht als ein mögliches Potenzial sehen, um dem von vielen Firmen beklagten Arbeitskräftemangel entgegenzuwirken. Ein mit denselben Firmen durchgeführtes List-Experiment bestätigt, dass ein erheblicher Teil der Unternehmen in Deutschland Geflüchtete und muslimische Bewerberinnen und Bewerber diskriminiert. Hieraus leiten sich eine Reihe von politischen Schlussfolgerungen ab." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Ein Interview zum IAB-Forschungsbericht finden Sie im Onlinemagazin IAB-Forum -
Literaturhinweis
"Demographic Tailwind" from East Germany? How Apprenticeship Opportunities of Foreign Youth in West Germany Depend on East German Apprentices (2025)
Zitatform
Jost, Oskar, Holger Seibert & Mirko Wesling (2025): "Demographic Tailwind" from East Germany? How Apprenticeship Opportunities of Foreign Youth in West Germany Depend on East German Apprentices. In: M. Andersson, C. Karlsson & S. Wixe (Eds.) (2025): The Oxford Handbook of Spatial Diversity and Business Economics, S. 179-197, 2021-10-04. DOI:10.1093/oxfordhb/9780198866190.013.0003
Abstract
"Die Arbeitsmärkte Ost- und Westdeutschlands sind nach wie vor durch große Unterschiede im Migrantenanteil und damit in der Diversität der Erwerbsbevölkerung gekennzeichnet. Während Zuwanderung in Westdeutschland insbesondere in den 1960er und frühen 1970er Jahren ein etablierter Mechanismus zur Rekrutierung zusätzlicher Arbeitskräfte war, ist der Anteil von Migranten in Ostdeutschland nach wie vor gering. Viele Jahre lang hatten junge Migranten in Westdeutschland Schwierigkeiten, eine Berufsausbildung zu bekommen, und mussten daher häufiger auf Tätigkeiten mit niedrigerem Aufgabenniveau ausweichen. Aufgrund des starken demografischen Wandels im Osten sank die Zahl der Ostdeutschen, die eine Berufsausbildung im Westen antraten, ab 2007 deutlich. Wir analysieren, inwieweit dieser Rückgang der ostdeutschen Auszubildenden im Westen zu verbesserten Chancen für junge Migranten in Westdeutschland führte. Dazu nutzen wir Beschäftigungsdaten der Bundesagentur für Arbeit sowie Bevölkerungsdaten des Statistischen Bundesamtes. Wir berücksichtigen kleinräumige Daten auf NUTS-3-Ebene und kontrollieren berufliche Unterschiede sowie den Ausbildungsberuf. Dazu vergleichen wir regionale Berufscluster, in denen ein Wettbewerb zwischen ostdeutschen und ausländischen Jugendlichen stattfand." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Seibert, Holger; -
Literaturhinweis
Determinants of refugees’ generalised and institutional trust: evidence from Germany (2025)
Zitatform
Kanas, Agnieszka, Frank van Tubergen & Yuliya Kosyakova (2025): Determinants of refugees’ generalised and institutional trust: evidence from Germany. In: Journal of Ethnic and Migration Studies, S. 1-20. DOI:10.1080/1369183x.2025.2514800
Abstract
"This paper examines the factors shaping refugees’ institutionalized and generalized trust, focusing on three key influences: (1) pre-arrival migration effects, such as experiences of trauma; (2) asylum procedure effects, including the length and outcome of the process and perceptions of fairness; and (3) post-procedure effects, particularly the context of reception. Using data from the IAB-BAMF-SOEP survey of refugees in Germany, we find that the conditions of the asylum process and the reception context are critical determinants of refugees’ trust. Specifically, while the length of the asylum process and living in shared accommodations negatively affect institutional trust, these impacts are largely mediated by other refugee-specific experiences, such as perceptions of procedural and interactional justice. Receiving a positive asylum decision directly enhances refugees ’ trust in German institutions and other people, whereas being trapped in existential limbo severely erodes trust levels. Additionally, refugees subject to residency restrictions exhibit lower institutional and generalized trust levels than those without such limitations. These findings highlight the critical role of short and fair asylum procedures and inclusive reception policies in fostering trust among refugees, with significant implications for improving integration outcomes and social cohesion." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
The same social elevator? Intergenerational class mobility of second-generation immigrants across Europe (2025)
Kanitsar, Georg;Zitatform
Kanitsar, Georg (2025): The same social elevator? Intergenerational class mobility of second-generation immigrants across Europe. In: European Sociological Review, Jg. 41, H. 1, S. 1-16. DOI:10.1093/esr/jcae007
Abstract
"Ethnicity and social class are two of the main axes stratifying life chances in developed societies. Nevertheless, knowledge of the integration of ethnic minorities into the pattern of class reproduction remains incipient as evidence stems mostly from studies concentrating on specific ethnicities or single host countries. This article advances this knowledge by providing a comparative perspective on the intergenerational occupational mobility of second-generation immigrants and the majority population across 26 European countries. Drawing on pooled data from the European Social Survey (2004–2018), the article demonstrates that ethnic penalties arise for employment and occupational mobility in many countries, however, with crucial differences across and—to a smaller extent—within major country groups. Across countries, ethnic barriers for the second generation are connected to their social integration in the host society and the composition of the first migrant generation, emphasizing the importance of familial and social support for social advancement. By contrast, I detect no link between anti-immigration norms and ethnic penalties, and only mixed evidence for the role of integration policy. The article concludes that ‘ethnicity matters’ in many European societies, even if ethnic cleavages vary according to the composition of migrant populations and the context in the host society." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Studie zeigt: Muslimische Bewerberinnen und Bewerber haben auf dem Arbeitsmarkt geringere Chancen (Interview) (2025)
Zitatform
Keitel, Christiane; Philipp Jaschke & Yuliya Kosyakova (interviewte Person) (2025): Studie zeigt: Muslimische Bewerberinnen und Bewerber haben auf dem Arbeitsmarkt geringere Chancen (Interview). In: IAB-Forum H. 20.03.2025. DOI:10.48720/IAB.FOO.20250320.01
Abstract
"Eine Diskriminierung aufgrund der Herkunft darf auf dem Arbeitsmarkt eigentlich nicht stattfinden. Eine neue Studie zeigt jedoch, dass bestimmte Bevölkerungsgruppen bei der Einstellung benachteiligt werden. Die Redaktion des IAB-Forums hat bei den beiden Beteiligten aus dem IAB, Yuliya Kosyakova und Philipp Jaschke, nachgefragt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
A migration miracle? Indian migration to Germany: Opportunities and challenges (2025)
Kipp, David;Zitatform
Kipp, David (2025): A migration miracle? Indian migration to Germany. Opportunities and challenges. (SWP research paper 4/2025), Berlin: Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), German Institute for International and Security Affairs, 35 S. DOI:10.18449/2025RP04
Abstract
"The number of Indian migrants in Germany has risen sharply in recent years. In particular, they are helping alleviate the shortage of skilled workers in STEM professions. For Germany, India is the most important country of origin for labour and education migration. Currently, the profile of migration to Germany is changing: fewer experts are entering on the EU Blue Card (which, until recently, was the most important residence permit for skilled workers), while more students, trainees and professionally qualified people are coming to look for jobs or have their qualifications recognised by the German authorities. The Migration and Mobility Partnership Agreement (MMPA) concluded by Berlin and New Delhi in 2022 does not expand the German legal framework for recruiting skilled workers through the provision of new access routes. However, it does improve the practical implementation of self-organised migration from India - for example, by speeding up visa procedures. The MMPA Joint Working Group offers the opportunity not only to engage in a dialogue with the Indian government aimed at harnessing the full potential of increasing migration but also to address the challenges that have arisen from that trend, including the inadequate regulation of private recruitment agencies. The example of India shows that Germany's external infrastructure and migration-related development cooperation must be used much more effectively in countries of origin in order to develop new approaches to the fair and successful recruitment of skilled workers for the German labour market. Migration cooperation is a bridge builder in German-Indian relations, which are becoming increasingly important. Key areas of bilateral collaboration - such as digitisation, artificial intelligence and climate protection - should be systematically linked to knowledge exchange and the mobility of skilled professionals in these sectors." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Labor Policies and Immigrant Employment (2025)
Zitatform
Kiviholma, Sanni & Hannu Karhunen (2025): Labor Policies and Immigrant Employment. In: Journal of Economic Surveys. DOI:10.1111/joes.70010
Abstract
"This survey describes the recent literature on integration and active labor market policies that strive to enhance the employment of immigrants. We searched several databases, and after screening, 63 studies satisfied our predetermined inclusion criteria. The first criterion is that the studies examine policies in Europe. Second, the search was limited to studies published between 2005 and 2024. Third, our primary outcome of interest is employment. Other outcome variables are income, labor market participation, and duration of unemployment. We focus on studies that offer experimental or quasi-experimental evidence on the effects of policies on the employment of immigrants. We divide the policy measures into the following five groups: integration programs, language training, benefits, childcare, and residency policies. Our main finding is that well-executed integration measures can improve the labor market attachment of immigrants, speed up the process of entering employment, and improve the quality of attained jobs." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
How Political Context Affects Immigrant Newcomers’ Social Undermining Dynamics and Well-Being at Work (2025)
Zitatform
Korman, Benjamin A., Max Reinwald, Florian Kunze & Sebastian Koos (2025): How Political Context Affects Immigrant Newcomers’ Social Undermining Dynamics and Well-Being at Work. In: Academy of Management Journal, Jg. 68, H. 3, S. 540-566. DOI:10.5465/amj.2023.0303
Abstract
"Although the successful labor market integration of immigrants can promote their prosperity and that of their organization, immigrant newcomers often face a difficult socialization process that can jeopardize their well-being. Considering the rising political polarization in many societies, as well as the dynamic nature of the newcomer socialization process, we develop a dynamic and multilevel model of immigrant employees socialization experiences over time, which is shaped by far-right voter support in the region where their organization is located. Building on and extending the relational demopgraphy literature, we argue that immigrants' trajectories of social undermining - whether increasing or decreasing - are strongly influended by levels of regional far-right support. Immigrants' social underminging trajectories signal to them the feasibility of achieving a high-status identity at work, thereby impacting their well-being. We find support for our model in a unique dataset matching apprentices in Germany (tracked from day one of their apprenticeship over 13 weeks) with German election data. Specifically, we find that immigrants perceive increasing (decreasing) social undermining by their coworkers over time when employed in a region with higher (lower) far-right political support. Perceptions of increasing (decreasing) negative treatment, in turn, negatively (positively) affect employees' emotional exhaustion and job satisfaction." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Germany as a stopover? Insights into return and International Mobility Panel of Migrants in Germany (IMPa) (2025)
Kosyakova, Yuliya ; Wagner, Simon; Gallegos Torres, Katia ; Hammer, Luisa; Koch, Theresa; Olbrich, Lukas ;Zitatform
Kosyakova, Yuliya, Lukas Olbrich, Katia Gallegos Torres, Luisa Hammer, Theresa Koch & Simon Wagner (2025): Germany as a stopover? Insights into return and International Mobility Panel of Migrants in Germany (IMPa). (IAB-Forschungsbericht 15/2025 (en)), Nürnberg, 92 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2515en
Abstract
"Temporary migration of people who have immigrated to Germany is a frequently observed phenomenon, and the trend is rising. Between 2014 and 2023, the average emigration rate among foreign nationals ranged from 6 to 11 percent, depending on the data source. At the same time, Germany requires a net annual immigration of around 400,000 people to stabilize its labor force potential. The high mobility propensity among immigrants can challenge this goal - with far-reaching consequences for securing skilled labor, integration, and the long-term viability of the welfare state. To gain robust insights into the causes, patterns, and effects of mobility, the International Mobility Panel of Migrants in Germany (IMPa) has been established as a new longitudinal online survey. It includes first-time surveys every two years, complemented by annual follow-up surveys over a four-year period. In the first wave (December 2024 to April 2025), around 50,000 immigrants participated. The first follow-up survey is scheduled for the second half of 2025. Using statistical weighting procedures, the data allow for representative statements about individuals in Germany who immigrated by April 2, 2024, are registered in the data of the Federal Employment Agency (e.g. via employment, benefit receipt, or participation in labor market programs), and are in working age (18 to 65 years). Key findings from the first wave indicate: A narrow majority of immigrants (57 percent, roughly 5.7 million people) plan to stay in Germany permanently. Around 1.2 million (12 percent) aim for a temporary stay, and roughly 3 million (30 percent) remain uncertain. About 2.6 million people (26 percent) reported having considered leaving Germany in the last 12 months; approximately 300,000 (3 percent) already have concrete emigration plans - split roughly equally between return migration and onward migration. Given Germany's structural need for skilled labor, the political priority in migration policy is shifting: not only immigration, but also the long-term retention of immigrants is becoming a key challenge. The data reveal that emigration intentions vary widely. Those intending to return primarily target European countries such as Poland or Romania but also Turkey, while onward migrants tend to prefer Switzerland, the United States, or Spain. Motivations also differ: family reasons dominate returns to the country of origin, while economic opportunities play a key role in onward migration. Main reasons for emigration considerations include political dissatisfaction, personal preferences, tax burdens, and bureaucracy. These motives are present among labor migrants, education- and family-based migrants alike; refugees also frequently cite discrimination as a major reason. Overall, the findings suggest that state measures such as reducing bureaucracy, simplifying administrative procedures, and offering tax incentives could help lower emigration intentions. Regarding sociodemographic and migration-specific factors, the IMPa results highlight their central role in shaping emigration intentions. Men report higher rates of temporary stay intentions, emigration considerations, and concrete migration plans than women. Region of origin and reason for migration significantly influence mobility patterns: refugees and individuals with family reunification backgrounds express considerably lower emigration tendencies, while migrants from EU countries and those who came for work or education show higher mobility. Furthermore, immigrants with permanent residence status or EU/German citizenship are more likely to consider leaving - probably due to broader legal mobility options. The IMPa results highlight that labor market factors and economic integration also play a critical but nuanced role in shaping emigration intentions. Education emerges as a key predictor: highly educated individuals more frequently express thoughts of leaving or make concrete plans than those with lower educational levels. Qualifications obtained in Germany or third countries - as well as foreign qualifications recognized in Germany - are more strongly associated with emigration considerations, likely due to their higher international transferability. Employed individuals are more likely to report temporary stay intentions than those who are not employed or are in training. Sectors where the outmigration risk among immigrants is particularly high-such as IT and technical services-are also those facing significant skilled labor shortages. Furthermore, it is notable that in other sectors vulnerable to labor shortages-such as healthcare, construction, public administration, or retail-, emigration tendencies are not above average, but they are still relevant. Higher incomes are also associated with stronger emigration considerations and plans, which indicates that migrants who are particularly well integrated into the labor market want to leave Germany again. Another important factor is job satisfaction: the less satisfied individuals are with their work, the more frequently they express temporary intentions to stay, thoughts of emigration, and concrete emigration plans. Job satisfaction thus acts as a stabilizing factor. Language skills show differentiated effects: while descriptive findings suggest that individuals with poor German skills have lower intentions to stay permanently and higher mobility plans, multivariate analyses indicate that good German skills are associated with increased mobility. Good English skills also tend to increase emigration intentions, likely due to better international labor market options. Social integration and societal participation are also crucial: family ties in Germany and regular contact with German nationals have a stabilizing effect. A strong emotional attachment to Germany stabilizes the intention to stay, whereas a strong connection to the country of origin increases the likelihood of emigration. A strong subjective sense of welcome and low perceptions of discrimination significantly reduce the probability of emigration considerations and plans. Conversely, perceptions of discrimination - especially in interactions with authorities, police, and at the workplace - greatly increases emigration tendencies. Political dissatisfaction also significantly raises the likelihood of emigration-related thoughts and plans. In summary, emigration intentions do not arise randomly but are the result of a complex interplay of individual characteristics, social integration, economic anchoring, and perceived societal acceptance. One of the central findings of the IMPa survey is that those who came to Germany for work or education, better educated, more economically successful, and more linguistically integrated are the ones most likely to consider leaving or already have concrete plans to do so. In other words: those most urgently needed to secure Germany's future labor supply are also those most inclined to leave. This selective mobility endangers the country's long-term ability to retain skilled labor. It is therefore essential to offer this group a meaningful perspective and to position Germany not only as a place of immigration but as a country in which people want to stay and build their future. This includes faster and more transparent recognition of qualifications, a determined reduction of bureaucratic hurdles, family-friendly integration policies, and targeted measures against everyday and workplace discrimination. Only when immigrants feel like fully included members of society - with real opportunities for participation and professional advancement - are they likely to choose Germany as their long-term home and pursue both personal and professional goals here. So far, only about one fifth of those with emigration plans have taken concrete steps towards leaving. At the same time, roughly one fifth express a long-term wish to return to Germany, one third rule it out, and about half remain undecided. This means that around two thirds of those considering emigration are potentially open to returning in the future. Activating and supporting this return potential could become a valuable component of Germany's strategic labor policy." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Beteiligte aus dem IAB
Kosyakova, Yuliya ; Wagner, Simon; Gallegos Torres, Katia ; Hammer, Luisa; Koch, Theresa; Olbrich, Lukas ;Ähnliche Treffer
auch deutschsprachig erschienen -
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Determinants of Refugees’ Identification with Country of Origin and Host Country and Their Naturalization Intentions: Evidence from Germany (2025)
Zitatform
Kosyakova, Yuliya, Frank van Tubergen & Agnieszka Kanas (2025): Determinants of Refugees’ Identification with Country of Origin and Host Country and Their Naturalization Intentions: Evidence from Germany. In: Journal of Immigrant and Refugee Studies, S. 1-19. DOI:10.1080/15562948.2025.2542775
Abstract
"Despite extensive research on immigrants’ identification and its integration implications, a substantial gap remains in understanding the factors and mechanisms underlying refugees’ identification processes. This study addresses this gap by adopting a comprehensive perspective, simultaneously examining their origin-country and host-country identification alongside naturalization intentions among recently arrived refugees in Germany. Drawing on a nationally representative, longitudinal survey of refugees, our findings reveal the importance of refugee-specific and immigrant-generic factors shaping identification processes and citizenship intentions. Factors such as health risks, traumatic experiences, barriers to return, and residency obligations are significantly related to origin-country and host-country identifications and citizenship intentions, highlighting the unique challenges faced by refugees. Refugee identification and citizenship intentions are also influenced by immigrant-generic factors, including welcoming societal context upon arrival, destination language proficiency, contacts with natives, and ties with family and friends in their country of origin. Theoretical insights from our study underscore the presence of distinct mechanisms driving origin-country identification versus host-country identification and citizenship intentions." (Author's abstract, IAB-Doku, © Taylor & Francis) ((en))
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Literaturhinweis
The causal effect of liberalizing legal requirements on naturalization intentions (2025)
Zitatform
Kosyakova, Yuliya & Andreas Damelang (2025): The causal effect of liberalizing legal requirements on naturalization intentions. In: Social forces, Jg. 104, H. 1, S. 67-89., 2024-11-02. DOI:10.1093/sf/soae170
Abstract
"Diese Studie untersucht die vielfältigen Faktoren, die die Einbürgerungsabsichten von Geflüchteten beeinflussen, wobei der Schwerpunkt auf den rechtlichen Anforderungen und der Umsetzung von Einbürgerungsgesetzen liegt. Es wird zwischen verschiedenen Einwanderergruppen unterschieden, insbesondere Geflüchteten, Bürgern der Europäischen Union (EU) und Nicht-EU-Bürgern. Mit Hilfe eines Vignettenexperiments unter Eingewanderten in einer umfangreichen repräsentativen Studie in Deutschland werden die Auswirkungen der Liberalisierung der rechtlichen Anforderungen und einem inklusiveren Einbürgerungsprozess auf die Absichten, die deutsche Staatsbürgerschaft zu erwerben, empirisch analysiert. Dieser Vergleich, sowohl zwischen aktuellen und liberalisierten Anforderungen als auch zwischen weniger und mehr inklusiven Einbürgerungsverfahren, bietet ein realistisches Szenario, wie Liberalisierung und Inklusivität die Einbürgerungsabsichten beeinflussen. Die Ergebnisse zeigen, dass eine Liberalisierung der rechtlichen Anforderungen, insbesondere die Möglichkeit der doppelten Staatsbürgerschaft und eine verkürzte Wartezeit, einen positiven Effekt auf die Einbürgerungsabsichten hat. Gleichzeitig unterscheiden sich diese Effekte zwischen den drei Einwanderergruppen, insbesondere aufgrund von Unterschieden in den empfundenen Vorteilen der Einbürgerung. Im Gegensatz dazu hat ein inklusiverer Einbürgerungsprozess keinen Einfluss auf die Einbürgerungsabsichten der Eingewanderten. Diese Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung der Staatsbürgerschaftspolitik für die Einbürgerungsabsichten von Eingewanderten. Allerdings zeigen die Ergebnisse auch differenzierte Reaktionen auf liberalisierte Anforderungen und betonen die Bedeutung von gruppenspezifischen Kosten-Nutzen-Überlegungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Multidimensional effects of conflict-induced violence on wartime migration decisions: evidence from Ukraine (2025)
Zitatform
Kosyakova, Yuliya, Irena Kogan & Frank van Tubergen (2025): Multidimensional effects of conflict-induced violence on wartime migration decisions: evidence from Ukraine. In: Journal of peace research, Jg. 62, H. 6, S. 2088-2106., 2025-01-20. DOI:10.1177/00223433251317838
Abstract
"This study makes three key contributions to the literature on the effect of conflict-induced violence on wartime migration. First, while conflict-induced violence is often treated as a monolithic factor, we consider conflict-induced violence as multidimensional, varying in intensity, type and proximity. Second, by including both movers and stayers, we address the mobility bias prevalent in the literature and examine both mobility and immobility in the context of conflict. Third, we contribute to debates on destination choices by empirically testing the likelihood of internal displacement versus seeking refuge abroad. Using dynamic models and unique comparative data from the OneUA project, which surveyed 24,000 Ukrainian women in Ukraine and eight other European countries, we examine the migration behaviors of those who stayed in their pre-war residence, relocated internally (internally displaced persons), or fled abroad during the first 6 months of Russia’s full-scale invasion of Ukraine. Our findings reveal a curvilinear relationship between conflict-induced violence and migration propensity: violence initially increases migration but diminishes beyond a threshold. We also find that forewarnings and indirect threats have a stronger influence on migration than direct threats. Violence catalyzes migration among vulnerable groups, narrowing demographic disparities in migration propensity. However, resourceful individuals retain an advantage in early migration, perpetuating inequalities in escape opportunities. Additionally, we observe distinct patterns of internal versus international migration in response to stronger conflict-induced violence, providing theoretical and empirical insights into the dynamics of wartime migration." (Author's abstract, IAB-Doku, © Sage) ((en))
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Literaturhinweis
Bleiben oder gehen? Das Demografieproblem lässt sich nicht allein durch die Zuwanderung von Fachkräften lösen. Wir müssen auch deren Abwanderung verringern: Denkfabrik (2025)
Zitatform
Kosyakova, Yuliya & Enzo Weber (2025): Bleiben oder gehen? Das Demografieproblem lässt sich nicht allein durch die Zuwanderung von Fachkräften lösen. Wir müssen auch deren Abwanderung verringern. Denkfabrik. In: Wirtschaftswoche H. 3, S. 38.
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Literaturhinweis
Lebenssituation und Teilhabe ukrainischer Geflüchteter in Deutschland: Ergebnisse der IAB-BAMF-SOEP-Befragung (2025)
Kosyakova, Yuliya ; Bartig, Susanne; Gatskova, Kseniia ; Koch, Theresa; Rother, Nina ; Kosyakova, Yuliya ; Biddle, Louise ; Zinn, Sabine ; Cardozo Silva, Adriana; Rother, Nina ; Eckhard, Jan ; Tanis, Kerstin ; Zinn, Sabine ; Süttmann, Felix; Cumming, Philippa; Sommer, Elena; Büsche, Matteo Jacques; Siegert, Manuel ; Marchitto, Andrea; Schwanhäuser, Silvia ;Zitatform
Kosyakova, Yuliya, Nina Rother & Sabine Zinn (Hrsg.); Bartig, Susanne, Louise Biddle, Matteo Jacques Büsche, Adriana Cardozo Silva, Philippa Cumming, Jan Eckhard, Kseniia Gatskova, Theresa Koch, Yuliya Kosyakova, Andrea Marchitto, Silvia Schwanhäuser, Manuel Siegert, Elena Sommer, Felix Süttmann, Kerstin Tanis, Nina Rother & Sabine Zinn (2025): Lebenssituation und Teilhabe ukrainischer Geflüchteter in Deutschland: Ergebnisse der IAB-BAMF-SOEP-Befragung. (Forschungsbericht / Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 51), Nürnberg, 106 S. DOI:10.48570/bamf.fz.fb.51.d.2025.ukrgefl.1.0
Abstract
"Der gemeinsame Forschungsbericht des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), des Forschungszentrums des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF-FZ) und des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) am DIW Berlin gibt einen Überblick über die Lebenssituation und Teilhabe von ukrainischen Geflüchteten in Deutschland. Im Fokus der Studie stehen die familiäre Situation der Geflüchteten, ihre Wohnsituation, ihre Bleibeabsichten, die Entwicklung ihrer Sprachkenntnisse und ihre Arbeitsmarktintegration. Die Analysen basieren auf den Daten der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten in der zweiten Hälfte des Jahres 2023, an der auch rund 3.400 ukrainische Geflüchtete, teilgenommen haben. Im Bericht wird zwischen zwei Zuzugskohorten differenziert: Die erste Kohorte bilden ukrainische Geflüchtete, die kurz nach Kriegsbeginn bis Ende Mai 2022 nach Deutschland eingereist sind, die zweite jene, die ab Juni 2022 angekommen sind. Damit ermöglicht der Bericht eine vergleichende Analyse der Lebensrealitäten derjenigen, die vor, und derjenigen die nach dem Rechtskreiswechsel der ukrainischen Geflüchteten in das SGB II und SGB XII nach Deutschland eingereist sind. Durch Gewichtung liefert die Studie repräsentative Erkenntnisse für alle ukrainischen Geflüchteten in Deutschland." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Kosyakova, Yuliya ; Gatskova, Kseniia ; Koch, Theresa; Kosyakova, Yuliya ; Schwanhäuser, Silvia ;Ähnliche Treffer
auch erschienen als: IAB-Forschungsbericht, 05/2025 -
Literaturhinweis
Deutschland als Zwischenstation? Rückkehr- und Weiterwanderungsabsichten von Eingewanderten im Lichte neuer Daten des International Mobility Panel of Migrants in Germany (IMPa) (2025)
Kosyakova, Yuliya ; Gallegos Torres, Katia ; Olbrich, Lukas ; Wagner, Simon; Koch, Theresa; Hammer, Luisa;Zitatform
Kosyakova, Yuliya, Lukas Olbrich, Katia Gallegos Torres, Luisa Hammer, Theresa Koch & Simon Wagner (2025): Deutschland als Zwischenstation? Rückkehr- und Weiterwanderungsabsichten von Eingewanderten im Lichte neuer Daten des International Mobility Panel of Migrants in Germany (IMPa). (IAB-Forschungsbericht 15/2025 (de)), Nürnberg, 95 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2515
Abstract
"Temporäre Migration von Menschen, die nach Deutschland eingewandert sind, ist ein häufig wahrgenommenes Phänomen, Tendenz steigend. Zwischen 2014 und 2023 lag die durchschnittliche jährliche Fortzugsrate ausländischer Personen je nach Datenquelle bei 6 bis 11 Prozent. Gleichzeitig ist Deutschland zur Stabilisierung seines Arbeitskräftepotenzials auf eine jährliche Nettozuwanderung von rund 400.000 Personen angewiesen. Eine hohe Mobilitätsneigung unter Eingewanderten kann das Erreichen dieses Ziels gefährden – mit weitreichenden negativen Konsequenzen für Fachkräftesicherung, Integration und die langfristige Tragfähigkeit des Sozialstaats. Um belastbare Erkenntnisse zu Ursachen, Mustern und Auswirkungen von Mobilität zu gewinnen, wurde mit dem International Mobility Panel of Migrants in Germany (IMPa) eine neue längsschnittliche Online-Befragung etabliert. Dabei sollen alle zwei Jahre neue Erstbefragungen stattfinden, ergänzt durch eine jährliche Wiederholungsbefragung über einen Zeitraum von insgesamt vier Jahren. In der ersten Welle (Dezember 2024 bis April 2025) haben rund 50.000 Migranten und Migrantinnen teilgenommen, die erste Wiederholungsbefragung startet in der zweiten Jahreshälfte 2025. Mithilfe statistischer Hochrechnungsverfahren lassen sich repräsentative Aussagen über Personen in Deutschland treffen, die bis zum 2. April 2024 nach Deutschland eingewandert sind, in den Daten der BA erfasst wurden (durch Beschäftigung, Leistungsbezug oder Maßnahmenteilnahme) und im erwerbsfähigen Alter (18 bis 65 Jahre) sind. Zentrale Ergebnisse der ersten Welle zeigen: Eine knappe Mehrheit der Eingewanderten (57 Prozent, rund 5,7 Millionen Personen) plant, dauerhaft in Deutschland zu bleiben. Rund 1,2 Millionen (12 Prozent) streben dagegen nur einen vorübergehenden Aufenthalt an („temporäre Bleibeabsichten“), etwa 3 Millionen (30 Prozent) sind unentschlossen. 2,6 Millionen Personen (26 Prozent) gaben an, im vergangenen Jahr über eine Ausreise nachgedacht zu haben; rund 300.000 (3 Prozent) hegen bereits konkrete Abwanderungspläne – jeweils etwa zur Hälfte in Richtung Herkunftsland oder in ein Drittland. Angesichts des wachsenden strukturellen Fachkräftebedarfs wird also nicht nur der Zuzug, sondern auch die dauerhafte Bindung Zugewanderter wird zur zentralen Herausforderung. Die Befunde zeigen, dass sich die konkreten Wanderungsabsichten stark von Gruppe zu Gruppe unterscheiden. Rückkehrwillige steuern vor allem europäische Länder wie Polen oder Rumänien an, während Weiterwandernde insbesondere die Schweiz, die USA oder Spanien bevorzugen. Die Motive variieren ebenfalls: Bei der Rückkehr ins Herkunftsland spielen vor allem familiäre Gründe eine Rolle, während verbesserte ökonomische Chancen ein zentrales Motiv für die Weiterwanderung sind. Als Hauptgründe für Auswanderungsüberlegungen werden politische Unzufriedenheit, persönliche Vorlieben sowie hohe steuerliche Belastungen und Bürokratie in Deutschland genannt. Diese Motive zeigen sich sowohl bei Arbeitsmigrantinnen und -migranten als auch bei Bildungs- und Familieneinwandernden; Geflüchtete nennen zusätzlich Diskriminierungserfahrungen als wichtigen Grund. Insgesamt deutet vieles darauf hin, dass staatliche Maßnahmen wie Bürokratieabbau, Verfahrensvereinfachungen oder Steuererleichterungen die Abwanderungsneigung verringern könnten. Hinsichtlich der soziodemografischen und migrationsspezifischen Faktoren zeigen die Umfrageergebnisse, dass diese eine zentrale Rolle für die Abwanderungsabsichten spielen. Männer äußern häufiger temporäre Bleibeabsichten, Auswanderungsüberlegungen und konkrete Auswanderungspläne als Frauen. Herkunftsregion und Zuzugsgrund beeinflussen die Abwanderungsneigung ebenfalls erheblich: Geflüchtete und Personen, die im Rahmen des Familiennachzugs kamen, zeigen deutlich geringere Abwanderungstendenzen, während Migrantinnen und Migranten aus EU-Staaten sowie aus arbeits- und bildungsbezogenen Migrationskontexten eine höhere Mobilität aufweisen. Zudem ist die Abwanderungsneigung unter Personen mit unbefristetem Aufenthaltsstatus oder EU-/deutscher Staatsangehörigkeit größer – vermutlich aufgrund erweiterter Mobilitätsoptionen. Zudem haben Arbeitsmarktfaktoren und ökonomische Verankerung einen wichtigen, aber differenzierten Einfluss auf die Abwanderungsabsichten von Eingewanderten. Bildung ist ein zentraler Prädiktor: Höherqualifizierte äußern deutlich häufiger Auswanderungsüberlegungen und konkrete Auswanderungspläne als Personen mit niedrigerem Bildungsniveau. Auch Personen mit in Deutschland oder in Drittstaaten erworbenen Abschlüssen sowie in Deutschland anerkannten ausländischen Qualifikationen überlegen häufiger, ins Ausland zu gehen – vermutlich aufgrund der höheren internationalen Übertragbarkeit ihrer Qualifikationen. Erwerbstätige wollen nach eigenen Angaben häufiger nur vorübergehend in Deutschland bleiben als Nichterwerbstätige oder Auszubildende. Jene Branchen, in denen das Abwanderungsrisiko unter Eingewanderten besonders hoch ist – wie IT und technische Dienstleistungen – zählen zugleich zu den Sektoren mit erheblichem Fachkräftemangel. Zudem fällt auf, dass in anderen besonders engpassgefährdeten Bereichen – etwa im Gesundheitswesen, der Bauwirtschaft, der öffentlichen Verwaltung oder im Einzelhandel – zwar keine überdurchschnittlich hohen, aber dennoch relevante Auswanderungstendenzen bestehen. Auch höhere Verdienste sind mit stärkeren Auswanderungsüberlegungen und -plänen verbunden, was darauf hinweist, dass besonders die gut in den Arbeitsmarkt Integrierten, Deutschland wieder verlassen wollen. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Arbeitszufriedenheit: Je unzufriedener die Beschäftigten mit ihrer Tätigkeit sind, eher neigen sie dazu, Deutschland den Rücken zu kehren. Arbeitszufriedenheit erweist sich damit als wichtiger Stabilitätsfaktor. Auch Sprachkenntnisse machen einen Unterschied: Während deskriptive Befunde darauf hindeuten, dass Personen mit schlechten Deutschkenntnissen eher seltener die Absicht haben, dauerhaft in Deutschland zu bleiben, zeigen multivariate Analysen, dass gerade gute Deutschkenntnisse mit einer erhöhten Mobilitätsneigung verbunden sind. Auch gute Englischkenntnisse erhöhen tendenziell die Abwanderungsneigung, was auf bessere internationale Arbeitsmarktoptionen hindeuten könnte. Auch soziale Integration und gesellschaftliche Teilhabe haben einen entscheidenden Einfluss auf die Abwanderungsabsichten von Eingewanderten. Familiäre Bindungen in Deutschland sowie soziale Kontakte zu Deutschen wirken stabilisierend. Auch eine starke emotionale Verbundenheit mit Deutschland festigt den Wunsch, sich dauerhaft hierzulande niederzulassen, während eine enge Bindung an das Herkunftsland die Abwanderungsneigung erhöht. Auch ein starkes subjektives Willkommensgefühl und geringe Diskriminierungswahrnehmungen senken deutlich die Wahrscheinlichkeit von Auswanderungsüberlegungen und -plänen. Umgekehrt verstärkt die Wahrnehmung von Diskriminierung – insbesondere im Kontakt mit Behörden, Polizei und am Arbeitsplatz – die Abwanderungstendenzen erheblich. Politische Unzufriedenheit erhöht ebenfalls signifikant die Wahrscheinlichkeit von Abwanderungsgedanken und -plänen. Insgesamt verdeutlichen die Ergebnisse, dass Abwanderungsabsichten nicht zufällig entstehen, sondern das Ergebnis eines komplexen Zusammenspiels individueller Merkmale, sozialer Integration, wirtschaftlicher Verankerung und wahrgenommener gesellschaftlicher Akzeptanz sind. Ein zentrales Ergebnis der Befragung ist, dass gerade die für Erwerbs- oder Bildungszwecke zugezogenen, besser gebildeten, wirtschaftlich erfolgreicheren sowie sprachlich besser integrierten Migrantinnen und Migranten – also genau jene, die Deutschland dringend für die Fachkräftesicherung benötigt – überdurchschnittlich häufig über eine Ausreise nachdenken oder konkrete Abwanderungspläne äußern. Diese selektive Mobilitätsneigung gefährdet die langfristige Fachkräftesicherung in Deutschland. Umso wichtiger ist es, diesen zentralen Gruppen eine echte Perspektive zu bieten und Deutschland nicht nur als Einwanderungs-, sondern als dauerhaft attraktives Lebens- und Arbeitsland zu positionieren. Dazu gehören schnellere und transparentere Verfahren bei der Anerkennung von Qualifikationen, ein entschlossener Abbau bürokratischer Hürden, eine familienfreundliche Integrationspolitik sowie gezielte Maßnahmen gegen Diskriminierung im Alltag und am Arbeitsplatz. Nur wenn Zugewanderte sich als vollwertige Mitglieder der Gesellschaft erleben – mit realen Chancen auf Teilhabe und beruflichen Aufstieg –, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie Deutschland auch langfristig als Lebensmittelpunkt wählen und ihre beruflichen wie privaten Zukunftspläne hier verwirklichen möchten. Bislang hat nur etwa ein Fünftel derjenigen, die Auswanderungspläne äußern, bereits konkrete Schritte zu deren Umsetzung unternommen. Gleichzeitig wünscht sich rund ein Fünftel dieser Gruppe eine langfristige Rückkehr nach Deutschland, während ein Drittel eine Rückkehr ausschließt und etwa die Hälfte unentschlossen ist. Daraus ergibt sich ein erhebliches Rückkehrpotenzial: Zwei Drittel der Auswanderungswilligen schließen eine spätere Rückkehr nicht aus. Dieses Potenzial gezielt zu aktivieren und unterstützend zu begleiten, könnte ein wirkungsvoller Baustein in einer strategischen Fachkräftesicherungspolitik sein." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Kosyakova, Yuliya ; Gallegos Torres, Katia ; Olbrich, Lukas ; Wagner, Simon; Koch, Theresa; Hammer, Luisa; -
Literaturhinweis
Bleiben oder gehen? Der Aufenthaltsstatus von Zugewanderten prägt Abwanderungsabsichten (2025)
Zitatform
Kosyakova, Yuliya & Lukas Olbrich (2025): Bleiben oder gehen? Der Aufenthaltsstatus von Zugewanderten prägt Abwanderungsabsichten. In: Wirtschaftsdienst, Jg. 105, H. 9, S. 632-637., 2025-09-02. DOI:10.2478/wd-2025-0163
Abstract
"Deutschland ist auf qualifizierte Zuwanderung angewiesen – doch viele Eingewanderte denken über eine Ausreise nach. Neue Panel-Daten zeigen: Rund ein Viertel der Zugewanderten äußert Abwanderungsüberlegungen, insbesondere besser integrierte Personen mit guten Deutschkenntnissen, hoher Bildung und Erwerbsbeteiligung. Der rechtliche Aufenthaltsstatus spielt dabei eine zentrale Rolle: Ein unbefristeter Status bietet zwar Sicherheit, erhöht aber auch die Mobilitätsoptionen. Besonders häufig geben EU-Bürger:innen sowie Eingebürgerte Auswanderungsabsichten an. Schutzsuchende hingegen äußern seltener solche Pläne – zugleich nennen gerade sie Bürokratie als zentrales Abwanderungsmotiv. Die Ergebnisse zeigen: Deutschland muss sich nicht nur als Einwanderungs-, sondern auch als Bleibeland positionieren – durch weniger Bürokratie, bessere Anerkennungsverfahren, gezielte Integrationsangebote und ein offenes gesellschaftliches Klima." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The role of physical leisure activities in refugees’ structural integration (2025)
Zitatform
Kuhlemann, Jana & Yuliya Kosyakova (2025): The role of physical leisure activities in refugees’ structural integration. (IAB-Discussion Paper 15/2025), Nürnberg, 63 S. DOI:10.48720/IAB.DP.2515
Abstract
"Diese Studie untersucht die Rolle von Sport als Freizeitaktivität für die strukturelle Integration von Geflüchteten durch die Erhöhung ihres Sozialkapitals, und der Verbesserung ihrer Sprachkenntnisse der Aufnahmegesellschaft und ihrer Gesundheit. Die durch solche Aktivitäten erworbene körperliche Fitness kann auch für das Arbeiten in körperlich anstrengenden Jobs entscheidend sein. Da Arbeitsmarktbeteiligung die soziale Integration von Geflüchteten erheblich beeinflusst, untersucht diese Forschung speziell die Auswirkungen der Intensität und Regelmäßigkeit sportlicher Betätigung auf den Arbeitsmarkterfolg von Geflüchteten aus der Flüchtingswelle von 2015/16 nach Deutschland. Anhand von Längsschnittdaten der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten zeigen die Ergebnisse, dass eine regelmäßige und intensivere sportliche Betätigung die Chancen von Geflüchteten erhöht, im Folgejahr einer Erwerbstätigkeit nachzugehen und in körperlich anstrengenden Jobs zu arbeiten. Sportliche Betätigung korreliert jedoch nicht mit höherem Berufsprestige, was Geflüchtete möglicherweise an Jobs mit niedrigerem Status bindet. Darüber hinaus zeigt sich für Zeitnutzung in anderen (nicht sportlichen) Freizeitaktivitäten eine leicht negative Assoziation mit Arbeitsmarkterfolg. Dies unterstreicht die einzigartigen Vorteile von Sport für Geflüchtete. Insgesamt weisen die Ergebnisse einerseits darauf hin, dass Sport für Geflüchtete zwar hilfreich beim Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt sein kann, andererseits aber ihren beruflichen Aufstieg einschränken kann." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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