Migration und Integration
Bei dem Thema Einwanderung nach Deutschland gilt es auch die Bedingungen einer gelingenden Integration von Zugewanderten in Gesellschaft, Bildung und Arbeit zu untersuchen. Die Arbeitsmarktforschung beschäftigt sich mit der Frage, wie die Integration in das Bildungs- und Ausbildungssystem, der Zugang zum Arbeitsmarkt sowie die Bedingungen der sozialen Teilhabe und kulturellen Integration verbessert werden können.
Aktuelle Studien zeigen zudem, dass Deutschland angesichts seiner demographischen Herausforderungen dringend auf Zuwanderung angewiesen ist. Inwiefern kann Zuwanderung der Schrumpfung und Alterung des Erwerbspersonenpotenzials entgegenwirken? Welche Entwicklungen in der nationalen und europäischen Einwanderungspolitik begünstigen die Einwanderung von Erwerbspersonen und Fachkräften? Die hier zusammengestellte Literatur bietet einen aktuellen und umfassenden Überblick über den Themenkomplex Migration und Integration.
Literatur zum Thema Flucht und Asyl finden Sie in unserer IAB-Infoplattform Fluchtmigrantinnen und -migranten - Bildung und Arbeitsmarkt.
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- Einwanderungspolitik
- Auswirkungen von Migration
- Wanderungsmotivation und Rückwanderung
- Arbeitslosigkeit und Arbeitsmarktpolitik
- Qualifikation, Bildung und Beschäftigung
- Integration und soziale Teilhabe
- internationale Aspekte
- Personengruppen
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Literaturhinweis
Der Orientierungskurs zwischen Wissens- und Wertevermittlung (2026)
Becker, Eugenie; Kay, Ramona;Zitatform
Becker, Eugenie & Ramona Kay (2026): Der Orientierungskurs zwischen Wissens- und Wertevermittlung. (Forschungsbericht / Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 53), Nürnberg, 158 S. DOI:10.48570/bamf.fz.fb.53.d.2026.evik.zb4.1.0
Abstract
"Der Forschungsbericht ist Teil der vierten Zwischenberichterstattung des Projekts "Evaluation der Integrationskurse" (EvIk). Die Studie befasst sich mit dem Orientierungskurs, der nach dem Sprachkurs stattfindet und mit dem Test "Leben in Deutschland" (LiD) abgeschlossen wird." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
“Maybe I Say Something, I Understand a Bit”: On the (In)Accessibility of Translation (2026)
Zitatform
Bella, Natalie (2026): “Maybe I Say Something, I Understand a Bit”: On the (In)Accessibility of Translation. In: Social Inclusion, Jg. 14, S. 1-19., 2025-11-10. DOI:10.17645/si.10962
Abstract
"Working with interpreters is common in qualitative social research. It can even be necessary when researchers address the perspective of people with whom they do not share a lingua franca. Interpreters are then brought into the research endeavor to enable a communication setting that would otherwise be impossible. Following the theme of enabling communication, the dominant perspective on interpreted interviews suggests that there is only one person involved in the interaction - the Interpreter - who can understand and speak both languages. This perspective falls short as it relies on a monolithic understanding of refugees as perpetually removed from (the linguistic requirements of) their new surroundings. However, when people have visited language courses or have otherwise been exposed to the language of their new contexts, they are gaining ground as agents of translation. Thus, the interactional dynamic of the interpreted interview changes drastically as the interviewee can participate more in how they and their stories are interpreted. Faced with the varying language proficiencies of the interviewees, the interpreter adapts their strategies of interpreting. Drawing from narrative interviews with refugees from Syria, collected at the Institute for Employment Research (IAB), this article explores the question of how the interviewees’ language proficiency influences the interpreted interview, as it is rooted in situated performativity. Focusing on the interactions between all three participants, three empirical constellations highlight the relevance of acknowledging the performative density of translating and interpreting collaboratively." (Author's abstract, IAB-Doku, © Cogitatio Press) ((en))
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Literaturhinweis
Deutschkenntnisse und Arbeitsmarktintegration: Die Hälfte der Betriebe fordert bei Einstellungen mindestens ein B2-Sprachniveau (2026)
Zitatform
Keita, Sekou & Alexander Kubis (2026): Deutschkenntnisse und Arbeitsmarktintegration: Die Hälfte der Betriebe fordert bei Einstellungen mindestens ein B2-Sprachniveau. (IAB-Kurzbericht 07/2026), Nürnberg, 8 S. DOI:10.48720/IAB.KB.2607
Abstract
"Deutschland ist in den kommenden Jahren stärker auf Zuwanderung angewiesen, um den Bedarf an Arbeits- und Fachkräften zu decken. Viele Zugewanderte bringen allerdings zu Beginn nur begrenzte Deutschkenntnisse mit. Die aktuellen Daten der IAB-Stellenerhebung zeigen, dass ein großer Teil der Betriebe bei Neueinstellungen mindestens ein B2-Sprachniveau voraussetzt. Unter bestimmten Bedingungen berücksichtigen Betriebe jedoch auch Personen mit geringeren Deutschkenntnissen – etwa, wenn sie an Sprachkursen teilnehmen oder das Anforderungsprofil der Stelle dies zulässt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
- Sprachniveaustufe B2 Selbstständige Sprachverwendung
- Zusammenhang zwischen der Bereitschaft zur Berücksichtigung von Bewerbungen von Personen mit Deutschkenntnissen unter B2-Niveau und Aktivitätshemmnissen
- Berücksichtigen Betriebe Bewerbungen von Personen mit Deutschkenntnissen unter B2-Niveau?
- Betriebliche Mindestanforderungen an erforderliche Deutschkenntnisse bei der letzten offenen Stelle
- Betriebliche Anforderungen an Deutschkenntnisse bei der letzten offenen Stelle
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Literaturhinweis
The role of network isolation on language proficiency of children of migrants (2026)
Zitatform
Klingeren, Fijnanda van, Jan van der Laan & Marjolijn Das (2026): The role of network isolation on language proficiency of children of migrants. In: Research in Social Stratification and Mobility, Jg. 103. DOI:10.1016/j.rssm.2026.101138
Abstract
"Although the school performance of children of migrants in the Netherlands continues to improve, it still lags behind compared to that of children of Dutch origin, which contributes to inequality in socio-economic outcomes. To reduce this performance gap it is of great societal importance to gain insight into the factors influencing language proficiency of children of migrants. This paper investigates to what extent the share of people from children’s own origin group in the network – network isolation – influences their Dutch language proficiency and subsequent sorting in educational secondary school tracks. To measure network isolation of children we used a whole-population network from Statistics Netherlands containing family members, household members, neighbours, classmates and colleagues. The score on the language component of the final-year primary school exam is used as an indicator of Dutch language proficiency. Results show that higher levels of network isolation, i.e., a higher share of the own origin group in the network, are associated with lower Dutch language proficiency. Furthermore, higher levels of network isolation are related to lower teacher track recommendations for secondary school, and this relationship is fully mediated by language proficiency. These findings highlight the importance of considering the broader social context —beyond language exposure in the household — when promoting social mobility of children of migrants." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2026 The Author(s). Published by Elsevier Ltd.) ((en))
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Literaturhinweis
Empowering adult migrants through digital technology: language learning, identity, and career pathways (2026)
Zitatform
Langer, Sandra & Aydin Yücesan Durgunoğlu (2026): Empowering adult migrants through digital technology: language learning, identity, and career pathways. In: Zeitschrift für Weiterbildungsforschung, S. 1-20. DOI:10.1007/s40955-026-00339-2
Abstract
"Der Beitrag untersucht, wie Praktiken des Einsatzes digitaler Technologien in der Erwachsenenbildung zu Prozessen der Stärkung und Ausgrenzung von Migrantinnen, Migranten und Geflüchteten beitragen, wenn sie aus einer intersektionalen Perspektive betrachtet werden. Auf Grundlage von zwei Fallstudien aus Deutschland und den Vereinigten Staaten wird analysiert, wie Faktoren wie Aufenthaltsstatus, Geschlecht, Alter und Bildungshintergrund die Teilhabe an digital vermitteltem Lernen prägen. In Deutschland eröffnete die Integration von Virtual-Reality-Anwendungen in Alphabetisierungs- und Sprachkursen neue Möglichkeiten zur berufsbezogenen Sprachpraxis, machte jedoch zugleich Probleme in Bezug auf Zugänglichkeit, technische Barrieren und institutionelle Diskurse sichtbar. In den Vereinigten Staaten bot ein technologiegestütztes Curriculum, das Englischunterricht mit politischer Bildung verband, wertvolle Lerngelegenheiten, während unregelmäßige Teilnahme und unterschiedliche digitale Kompetenzen die Beteiligung einzelner Gruppen einschränkten. Die Ergebnisse verdeutlichen sowohl das Potenzial digitaler Werkzeuge zur Stärkung von Teilhabe als auch das Risiko, bestehende Ungleichheiten zu verstärken, wenn die vielfältigen Bedürfnisse der Lernenden und institutionelle Rahmenbedingungen nicht hinreichend berücksichtigt werden. Durch die Verbindung von Perspektiven auf Intersektionalität, digitale Spaltungen und institutionelle Praktiken trägt der Beitrag zum Verständnis bei, wie Erwachsenenbildung sowohl Anerkennung ermöglichen als auch Ausschluss reproduzieren kann. Abschließend werden Implikationen für die Praxis sowie Ansätze für zukünftige Forschung diskutiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Migrationsbericht der Bundesregierung 2024: vorläufige, nicht gelayoutete und nicht barrierefreie Version (2026)
Zitatform
(2026): Migrationsbericht der Bundesregierung 2024. Vorläufige, nicht gelayoutete und nicht barrierefreie Version. (Migrationsbericht der Bundesregierung 2024), Berlin, 329 S. DOI:10.48570/bamf.fz.mb.2024.d.2026.migrationsbericht.1.0
Abstract
"Der vom BAMF-Forschungszentrum erstellte Migrationsbericht 2024 wurde am 4. Februar 2026 durch das Bundeskabinett beschlossen. Neben umfassenden Wanderungsdaten zu Deutschland enthält der Bericht einen europäischen Vergleich zum Migrationsgeschehen und zur Asylzuwanderung. Er behandelt das Phänomen der irregulären Migration und informiert über die Struktur und Entwicklung der Bevölkerung mit Einwanderungsgeschichte in Deutschland." (Textauszug, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
Evaluation der berufsbezogenen Deutschsprachförderung nach § 45a AufenthG: Abschlussbericht Option (2025)
Baderschneider, Ariane; Theimert, Hannes; Caliendo, Marco ; Hecker, Kristin; Boockmann, Bernhard; Krause-Pilatus, Annabelle; Pfeiffer, Iris; Kugler, Philipp ; Mahlstedt, Robert ;Zitatform
Baderschneider, Ariane, Bernhard Boockmann, Marco Caliendo, Kristin Hecker, Annabelle Krause-Pilatus, Philipp Kugler, Robert Mahlstedt & Iris Pfeiffer (2025): Evaluation der berufsbezogenen Deutschsprachförderung nach § 45a AufenthG. Abschlussbericht Option. (Forschungsbericht / Bundesministerium für Arbeit und Soziales 660), Berlin, 59 S.
Abstract
"Berufssprachkurse sind seit 2016 als Förderinstrument bundesweit verfügbar. Sie bauen auf den Integrationskursen auf und setzen den Spracherwerb auf fortgeschrittenem Niveau fort. Mit den Berufssprachkursen sollen die Chancen von Menschen mit Migrationshintergrund auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt verbessert werden. Der nun vorliegende Optionsbericht ist Ergebnis einer Folgeuntersuchung zur Evaluation der Berufssprachkurse vom Oktober 2023. Die Evaluation sollte insbesondere ermitteln, ob die Ziele der berufsbezogenen Deutschsprachförderung erreicht werden, und wie sich die Teilnahme an Berufssprachkursen auf die Arbeitsmarktintegration der Teilnehmenden auswirkt. Darüber hinaus ging es um die Fragen, welche Zielgruppen besonders von einem Kursbesuch profitieren, welche Faktoren die Wirkungen der berufsbezogenen Deutschsprachförderung fördern (oder hemmen) und welche Empfehlungen sich aus den Ergebnissen der Untersuchung ableiten lassen. Der Optionsbericht ergänzt die Resultate des Hauptberichts und enthält zusätzliche Einschätzungen zum Verlauf der Sprachförderung, weitergehende Ergebnisse zu deren Wirkung sowie darauf aufbauend eine Analyse der Wirtschaftlichkeit in längerfristiger Betrachtung. Der Bericht hebt unter anderen hervor, dass Absolventinnen und Absolventen eines Berufssprachkurses nach vier Jahren signifikant häufiger in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung sind als Nichtteilnehmende. Dabei profitieren Frauen früher und stärker von der Teilnahme. Für sie verzeichnet die Untersuchung bereits zwölf Monate nach Kursbeginn eine höhere und kontinuierlich ansteigende Wahrscheinlichkeit, eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufzunehmen. Darüber hinaus gelingt es allen Teilnehmenden bereits ein Jahr nach Kursbeginn deutlich häufiger als Nichtteilnehmenden, in eine Ausbildung oder berufliche Weiterbildung einzutreten. Im weiteren Verlauf verstärkt sich dieser positive Effekt der Sprachförderung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeiten statt Ankommen: Eine qualitative Fallstudie zur Arbeitsmarktintegration rumänischer Neuzugewanderter (2025)
Bendele, Léa;Zitatform
Bendele, Léa (2025): Arbeiten statt Ankommen. Eine qualitative Fallstudie zur Arbeitsmarktintegration rumänischer Neuzugewanderter. (MiGS: Migration - Gesellschaft - Schule), Wiesbaden: Springer VS, VIII, 214 S.
Abstract
"Die Studie untersucht die Migrations- und Integrationswege von neuzugewanderten Rumän*innen und berücksichtigt dabei ihre individuellen Erfahrungen sowie strukturelle und institutionelle Gegebenheiten. Ziel ist es, diese Erfahrungen in den Kontext von relevanten gesellschaftlichen und arbeitsmarktbezogenen Strukturen zu setzen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Analyse von Faktoren, die für die langfristige Integration der Migrant*innen entscheidend sind. Dazu gehören der Zugang zu Sprachkursen, die Teilnahme an gesellschaftlicher Teilhabe sowie die Arbeitsmarktintegration. Diese Bereiche werden detailliert untersucht, um die Herausforderungen und Chancen für die Neuzugewanderten besser zu verstehen. Mit einer qualitativen Methodik werden die Einflussfaktoren auf die Arbeitsmarktintegration herausgearbeitet. Dabei wird auch der Einfluss bestehender Strukturen auf die Arbeitsaufnahme und den Zugang zur gesellschaftlichen Teilhabe der Migrant*innen untersucht." (Verlagsangaben, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Inhaltsverzeichnis beim Verlag -
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Does cultural identity influence the probability of employment during economic crises? (2025)
Zitatform
Buonomo, Alessio, Stefania Capecchi, Francesca Di Iorio & Salvatore Strozza (2025): Does cultural identity influence the probability of employment during economic crises? In: Journal of Population Economics, Jg. 38, H. 3. DOI:10.1007/s00148-025-01116-0
Abstract
"This paper examines the relationships between cultural identity and immigrants’ likelihood of finding employment during economic crises. Drawing on Italian data from the Social Condition and Integration of Foreign Citizens (SCIF) survey, we develop a multidimensional measure of cultural identity that incorporates both self-identification and observable factors. The analysis reveals that cultural identity significantly affects employment outcomes, with dual identity (where immigrants maintain both their identity of origin and adopt aspects of the host country’s identity) proving to be the most beneficial for securing employment, even in a labour market constrained by an economic recession. This effect is evident for both men and women, although it is more pronounced among women. Based on these findings, policies that discourage the preservation of one’s original identity are not justified if the goal is to enhance immigrants’ success in the labour market. This studyhighlights the necessity of policies that promote cultural integration while also supporting cultural diversity." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Employers' Language Proficiency Requirements and Hiring of Immigrants (2025)
Zitatform
Carlsson, Magnus, Stefan Eriksson & Dan-Olof Rooth (2025): Employers' Language Proficiency Requirements and Hiring of Immigrants. (Working paper / Swedish Institute for Social Research (SOFI) 2025,07), Stockholm, 85 S.
Abstract
"Labor markets in advanced economies have undergone substantial change due to globalization, technological improvements, and organizational changes, making language proficiency increasingly important even in less skilled jobs. Has this development led employers to shy away from hiring immigrants with limited host-country language skills? We shed light on this question by conducting a large-scale field experiment, where we introduce common second-language features in immigrants' resumes. We also conduct employer surveys to interpret our experimental results. Our main finding is that language proficiency has a strong positive effect on being invited to a job interview, even in typical immigrant entry jobs." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Geflüchtete im Integrationskurs: Einblicke auf Grundlage einer Verknüpfung der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten mit der Integrationsgeschäftsdatei des BAMF (2025)
Zitatform
Eckhard, Jan (2025): Geflüchtete im Integrationskurs. Einblicke auf Grundlage einer Verknüpfung der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten mit der Integrationsgeschäftsdatei des BAMF. (BAMF-Kurzanalyse / Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 2025,05), Nürnberg, 17 S. DOI:10.48570/bamf.fz.ka.05/2025.d.2025.intkurs.1.0
Abstract
"Die vorliegenden Analysen verdeutlichen das Analysepotenzial, das sich aus der Verknüpfung der Daten der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten mit den Verwaltungsdaten der InGe ergibt. Durch die Kombination beider Datenquellen können Auswertungen sowohl Kontextmerkmale der Geflüchteten als auch administrative Informationen zu den Integrationskursen einbeziehen. Auf diese Weise lassen sich Zusammenhänge zwischen personenbezogenen Rahmenbedingungen, Kursmerkmalen und Integrationsergebnissen systematisch untersuchen. So ermöglichen die verknüpften Daten zum einen detaillierte Untersuchungen der Merkmale des Kursbesuchs. Beispiele aus der vorliegenden Kurzanalyse sind die Auswertungen zur Verteilung der Kursarten auf verschiedene Merkmalsgruppen der Geflüchteten, zu den Warte- und Fehlzeiten sowie zu den Determinanten der Sprachtestergebnisse. Zum anderen bieten die verknüpften Daten Möglichkeiten, die Teilnahme an verschiedenen Kursarten mit Blick auf nachfolgende Entwicklungen des Integrationsprozesses der Geflüchteten zu untersuchen. In der vorliegenden Kurzanalyse wurde dies am Beispiel einer Untersuchung der Effekte der Kursteilnahme auf die Deutschkenntnisse der Geflüchteten illustriert. Hervorzuheben ist, dass zentrale Ergebnisse, die in dieser Kurzanalyse als Beispiele für die Auswertungsmöglichkeiten aufgezeigt wurden, nur auf der Grundlage der verknüpften Daten erzielt werden können. Dies betrifft unter anderem die Untersuchung der Häufigkeit verschiedener Kursarten im Vergleich der verschiedenen Zuzugskohorten von Geflüchteten, welche gezeigt hat, dass die Teilnahme an Alphabetisierungskursen in der Abfolge der Einwanderungskohorten bis 2021 deutlich zugenommen hat. Dies betrifft ebenso die Untersuchungen der Wartezeiten zwischen Anmeldung und Kursbeginn sowie der Fehlzeiten. Die betreffenden Auswertungen zeigen hinsichtlich der Fehlzeiten, dass diese vor allem durch Kontextmerkmale wie das Einreisejahr und die Kursart beeinflusst werden. Mit Blick auf die Fehlzeiten wurde hingegen festgestellt, dass insbesondere die COVID-19-Pandemie für erhöhte Abwesenheitszeiten gesorgt hat. Sowohl bei den Warte- als auch bei den Fehlzeiten zeigen sich hingegen nur in geringem Umfang Zusammenhänge mit personenbezogenen Merkmalen der Geflüchteten. Eine Ausnahme ist hierbei, dass geflüchtete Frauen mit Kindern überdurchschnittlich häufig von längeren Wartezeiten betroffen sind. Ein weiteres Beispiel für das Analysepotenzial der verknüpften Daten sind multivariate Untersuchungen zu den Einflussfaktoren der Sprachtestergebnisse. Die Untersuchungen zeigen, dass auch unter Berücksichtigung des Bildungsniveaus und der Sprachkenntnisse zum Einreisezeitpunkt insbesondere ältere Geflüchtete geringere Testpunktzahlen erreichen. Schließlich ermöglichen die verknüpften Daten die Analyse von Folgeentwicklungen im Prozess der sprachlichen Integration. Der Vergleich von Personen mit und ohne Integrationskursteilnahme zeigt deutliche Unterschiede in den Deutschkenntnissen im Folgezeitraum. Im Gegensatz zu anderen Datenquellen ist hierbei sowohl eine Differenzierung zwischen verschiedenen Kursarten als auch der Vergleich zwischen Geflüchteten mit und ohne Integrationskursteilnahme möglich. Zusammen mit den anderen exemplarischen Auswertungen unterstreichen sie die Relevanz der Datenverknüpfung für weiterführende empirische Analysen zur Wirksamkeit integrationspolitischer Maßnahmen." (Textauszug, IAB-Doku)
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Legal status and refugees' perceptions of institutional justice: The role of communication quality (2025)
Zitatform
Frank, Emily & Anton Nivorozhkin (2025): Legal status and refugees' perceptions of institutional justice: The role of communication quality. In: Public Administration Review, Jg. 85, H. 4, S. 1004-1018., 2024-06-03. DOI:10.1111/puar.13898
Abstract
"What factors influence refugees' perceptions of justice in bureaucratic institutions? As global migration movements draw increasing attention, migrants' experiences as constituents in destination countries merit further research. Drawing evidence from the 2018 survey of refugees participating in the German Socio-Economic Panel, this article examines the role of legal status in shaping perceptions of justice at government offices. Our findings highlight a stark contrast: refugees with unstable legal statuses often perceive bureaucratic proceedings as less just compared to those with firmer legal standings. However, refugees' perceptions of a more positive encounter their encounters with street-level bureaucrats can act as a buffer against the negative effects of legal status on perceptions of justice at government offices. These insights underscore a pressing policy implication: asylum procedures, currently marked by ambiguity and delays, could benefit significantly from enhanced communication quality on the part of street-level bureaucrats." (Author's abstract, IAB-Doku, © Wiley & Sons) ((en))
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The role of physical leisure activities in refugees’ structural integration (2025)
Zitatform
Kuhlemann, Jana & Yuliya Kosyakova (2025): The role of physical leisure activities in refugees’ structural integration. (IAB-Discussion Paper 15/2025), Nürnberg, 63 S. DOI:10.48720/IAB.DP.2515
Abstract
"Diese Studie untersucht die Rolle von Sport als Freizeitaktivität für die strukturelle Integration von Geflüchteten durch die Erhöhung ihres Sozialkapitals, und der Verbesserung ihrer Sprachkenntnisse der Aufnahmegesellschaft und ihrer Gesundheit. Die durch solche Aktivitäten erworbene körperliche Fitness kann auch für das Arbeiten in körperlich anstrengenden Jobs entscheidend sein. Da Arbeitsmarktbeteiligung die soziale Integration von Geflüchteten erheblich beeinflusst, untersucht diese Forschung speziell die Auswirkungen der Intensität und Regelmäßigkeit sportlicher Betätigung auf den Arbeitsmarkterfolg von Geflüchteten aus der Flüchtingswelle von 2015/16 nach Deutschland. Anhand von Längsschnittdaten der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten zeigen die Ergebnisse, dass eine regelmäßige und intensivere sportliche Betätigung die Chancen von Geflüchteten erhöht, im Folgejahr einer Erwerbstätigkeit nachzugehen und in körperlich anstrengenden Jobs zu arbeiten. Sportliche Betätigung korreliert jedoch nicht mit höherem Berufsprestige, was Geflüchtete möglicherweise an Jobs mit niedrigerem Status bindet. Darüber hinaus zeigt sich für Zeitnutzung in anderen (nicht sportlichen) Freizeitaktivitäten eine leicht negative Assoziation mit Arbeitsmarkterfolg. Dies unterstreicht die einzigartigen Vorteile von Sport für Geflüchtete. Insgesamt weisen die Ergebnisse einerseits darauf hin, dass Sport für Geflüchtete zwar hilfreich beim Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt sein kann, andererseits aber ihren beruflichen Aufstieg einschränken kann." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Does ad hoc language training improve the economic integration of refugees? Evidence from Germany’s response to the Syrian refugee crisis (2025)
Zitatform
Marbach, Moritz, Ehsan Vallizadeh, Niklas Harder, Dominik Hangartner & Jens Hainmueller (2025): Does ad hoc language training improve the economic integration of refugees? Evidence from Germany’s response to the Syrian refugee crisis. In: Journal of the Royal Statistical Society. Series A, Statistics in Society, Jg. 188, H. 4, S. 1168-1183., 2024-09-18. DOI:10.1093/jrsssa/qnae106
Abstract
"Given the global displacement crisis, the integration of refugees has emerged as a critical policy issue for many host countries. A key challenge involves supporting refugees in learning the language of their host country. While several European nations have instituted publicly funded language training for asylum seekers and refugees soon after their arrival, evidence on the efficacy of these early language programs in promoting economic integration remains limited. This study examines the impact of a pioneering, large-scale ad hoc programme introduced by German policymakers, which provided basic language training to over 230,000 refugees arriving in 2015–2016. Utilizing register data on the population of asylum seekers and exploiting a cut-off date in programm eligibility, we assess the program’s effectiveness using a regression discontinuity design. Our findings reveal no discernible effect on refugee employment over the subsequent 2 years. To explore whether language programs are generally ineffective during refugee crises, we contrast these results with the impacts of a more comprehensive, preexisting, yet smaller-scale programme. Using a variety of difference-in-differences estimators, we find that this program considerably increased refugee employment. These contrasting findings offer important insights for policymakers on designing effective language training programs for refugees." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Bilingual caseworkers and on-the-job training: A pathway to integration? (2025)
Zitatform
Ottosson, Lillit & Ulrika Vikman (2025): Bilingual caseworkers and on-the-job training: A pathway to integration? (Working papers / Institute for Evaluation of Labour Market and Education Policy 2025,09), Uppsala, 59 S.
Abstract
"We study an active labor market program aimed at immigrants with very limited language skills. The program consists of a three-month on-the-job training program in a regular workplace, facilitated by bilingual caseworkers speaking the participant’s native language. The aim of the program is to improve participants’ language skills and to provide labor market experience. We apply dynamic inverse probability weighting to account for dynamic selection into the program. After an initial lock-in effect, we find that the program leads to sizable increases in employment throughout the three-year follow-up period. These effects are explained by both subsidized and regular employment, and are mainly driven by women." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Begleitevaluation der arbeitsmarktpolitischen Integrationsmaßnahmen für Geflüchtete: Langfristige Effekte (2025)
Rinne, Ulf ; Demir, Gökay ; Krause-Pilatus, Annabelle; Rammert, Timo; Kugler, Philipp ; Bredtmann, Julia ; Wolf, Katja; Boockmann, Bernhard; Wapler, Rüdiger; Müller, Max; Rossen, Anja ;Zitatform
Rinne, Ulf, Bernhard Boockmann, Julia Bredtmann, Gökay Demir, Annabelle Krause-Pilatus, Philipp Kugler, Max Müller, Timo Rammert, Anja Rossen, Rüdiger Wapler & Katja Wolf (2025): Begleitevaluation der arbeitsmarktpolitischen Integrationsmaßnahmen für Geflüchtete: Langfristige Effekte. (IZA research report 150), Bonn, 156 S.
Abstract
"In diesem Bericht werden wissenschaftliche Erkenntnisse über die langfristigen Effekte von fünf zentralen Maßnahmen der Arbeitsförderung in den Rechtskreisen SGB II und SGB III für Geflüchtete präsentiert. Diese Analysen wiederholen die in einem früheren Bericht (Bonin et al. 2021) durchgeführten quantitativen Analysen auf Basis eines um zwei Jahre verlängerten Beobachtungszeitraums. Mit den nun bis zum Jahresende 2022 zur Verfügung stehenden administrativen Daten können die kausalanalytisch angelegten Wirkungsanalysen und die darauf basierenden Wirtschaftlichkeitsanalysen auf einen Zeitraum von etwa fünf Jahren nach Eintritt in fünf hier betrachteten Maßnahmentypen ausgedehnt werden. Aus diesen neuen empirischen Erkenntnissen werden erneut Handlungsempfehlungen abgeleitet, um die Organisation, Prozesse und Rahmenbedingungen der arbeitsmarktpolitischen Integrationsmaßnahmen für Geflüchtete weiter zu verbessern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Complementarities of occupations and language skills of immigrants in Europe (2025)
Zitatform
Tóth, Peter & Matej Vitáloš (2025): Complementarities of occupations and language skills of immigrants in Europe. In: Empirica, Jg. 52, H. 2, S. 211-241. DOI:10.1007/s10663-024-09636-w
Abstract
"We study the returns to language skills of immigrants using the European Adult Education Survey (2016). We estimate a standard income equation augmented by self-reported proficiency levels in the host country’s language and in English. Contrary to earlier literature, we find that the inclusion of English skills of immigrants increases the estimated returns to proficiency in the local language. Next, considering heterogeneous effects across occupations, we find significantly positive returns to language proficiency only for medium-skilled occupations. Among those, blue-collar jobs reward fluency in both the local language and English. Whereas in white-collar jobs, only the knowledge of English yields significantly higher income. These estimates are consistent with occupational sorting of immigrants and suggest that there are complementarities between proficiency in languages and job skills for some occupations. Following earlier literature, we also corrected the potential endogeneity bias in host-country language skills using instrumental variable methods. Our findings could be relevant for immigration policies in Europe." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Syrische und irakische Geflüchtete: Erfolge bei der Arbeitsmarktintegration wurden durch die Pandemie nur kurz unterbrochen (2024)
Zitatform
Bähr, Sebastian, Jonas Beste & Claudia Wenzig (2024): Syrische und irakische Geflüchtete: Erfolge bei der Arbeitsmarktintegration wurden durch die Pandemie nur kurz unterbrochen. In: IAB-Forum H. 23.07.2024. DOI:10.48720/IAB.FOO.20240723.01
Abstract
"Vor allem in den Jahren 2015 bis 2017 kamen ungewöhnlich viele Geflüchtete aus Syrien und dem Irak nach Deutschland. Die Geflüchteten, die gegen Ende dieses Zeitraums zugezogen sind und sich im SGB-II-Leistungsbezug befanden, hatten im Vergleich zu denjenigen, die zu Beginn dieses Zeitraums zugezogen sind, seltener einen Berufsabschluss. Die Sprachkenntnisse waren aber vergleichbar. Der Abbau beider Hemmnisse verlief dabei sehr ähnlich. Die Erwerbsbeteiligung stieg in beiden Gruppen bis 2022 deutlich – und damit sank auch deren Hilfebedürftigkeit." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Labor market integration of refugees: RCT evidence from an early intervention program in Sweden (2024)
Zitatform
Dahlberg, Matz, Johan Egebark, Ulrika Vikman & Gülay Özcan (2024): Labor market integration of refugees: RCT evidence from an early intervention program in Sweden. In: Journal of Economic Behavior & Organization, Jg. 217, S. 614-630. DOI:10.1016/j.jebo.2023.11.026
Abstract
"This study uses a randomized controlled trial to evaluate a new program for increased labor market integration of refugees. The new program starts shortly after the residence permit is granted and uses three main components: early and intensive language training, work practice with supervisors, and job search assistance performed by professional caseworkers. The immediate and intensive assistance contrasts previous integration policies which typically constitute low-intensive help over long periods of time. We find large positive effects on employment of the program, with magnitudes corresponding to around 15 percentage points. A mediation analysis shows that 7–8 percent of the impact of the program seems to be explained by increases in documented language skills. Cost estimates suggest that the new policy is less expensive than earlier labor market programs." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2024 Elsevier) ((en))
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Deutschkenntnisse von geflüchteten Frauen und Männern: Entwicklung, Unterschiede und Hintergründe (2024)
Zitatform
Eckhard, Jan (2024): Deutschkenntnisse von geflüchteten Frauen und Männern: Entwicklung, Unterschiede und Hintergründe. (BAMF-Kurzanalyse / Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 2024,01), Nürnberg, 16 S. DOI:10.48570/bamf.fz.ka.01/2024.d.2024.geschlechterunterschiedsprache.1.0
Abstract
"Auf Basis von Selbsteinschätzungen der Deutschkenntnisse aus der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten aus dem Jahr 2021 zeigt sich, dass die in den Jahren von 2013 bis 2019 eingereisten Geflüchteten ihre Deutschkenntnisse zunehmend verbessert haben. Gleichwohl bestehen noch immer deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Auch nach einer längeren Aufenthaltsdauer in Deutschland verfügen geflüchtete Frauen im Durchschnitt über weniger Deutschkenntnisse als geflüchtete Männer." (Textauszug, IAB-Doku)
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