Migration und Integration
Bei dem Thema Einwanderung nach Deutschland gilt es auch die Bedingungen einer gelingenden Integration von Zugewanderten in Gesellschaft, Bildung und Arbeit zu untersuchen. Die Arbeitsmarktforschung beschäftigt sich mit der Frage, wie die Integration in das Bildungs- und Ausbildungssystem, der Zugang zum Arbeitsmarkt sowie die Bedingungen der sozialen Teilhabe und kulturellen Integration verbessert werden können.
Aktuelle Studien zeigen zudem, dass Deutschland angesichts seiner demographischen Herausforderungen dringend auf Zuwanderung angewiesen ist. Inwiefern kann Zuwanderung der Schrumpfung und Alterung des Erwerbspersonenpotenzials entgegenwirken? Welche Entwicklungen in der nationalen und europäischen Einwanderungspolitik begünstigen die Einwanderung von Erwerbspersonen und Fachkräften? Die hier zusammengestellte Literatur bietet einen aktuellen und umfassenden Überblick über den Themenkomplex Migration und Integration.
Literatur zum Thema Flucht und Asyl finden Sie in unserer IAB-Infoplattform Fluchtmigrantinnen und -migranten - Bildung und Arbeitsmarkt.
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- Einwanderungspolitik
- Auswirkungen von Migration
- Wanderungsmotivation und Rückwanderung
- Arbeitslosigkeit und Arbeitsmarktpolitik
- Qualifikation, Bildung und Beschäftigung
- Integration und soziale Teilhabe
- internationale Aspekte
- Personengruppen
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Literaturhinweis
The integration of migrants in the German labour market: evidence over 50 years (2025)
Zitatform
Berbée, Paul & Jan Stuhler (2025): The integration of migrants in the German labour market: evidence over 50 years. In: Economic Policy, Jg. 40, H. 122, S. 481-549. DOI:10.1093/epolic/eiae040
Abstract
"SUMMARY: Germany has become the second-most important destination for migrants worldwide. Using all waves from the microcensus, we study their labur market integration over the last 50 years and highlight differences to the US case. Although the employment gaps between immigrant and native men decline after arrival, they remain large for most cohorts; the average gap after one decade is 10 percentage points. Conversely, income gaps tend to widen post-arrival. Compositional differences explain how those gaps vary across groups, and why they worsened over time; after accounting for composition, integration outcomes show no systematic trend. Still, economic conditions do matter, and employment collapsed in some cohorts after structural shocks hit the German labor market in the early 1990s. Lastly, we examine the integration of recent arrivals during the European refugee ‘crisis’ and the Russo-Ukrainian war." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Flucht, Ankommen und sozialer Wandel: Perspektiven für Geflüchtete in der deutschen Aufnahmegesellschaft (2025)
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Glorius, Birgit (2025): Flucht, Ankommen und sozialer Wandel. Perspektiven für Geflüchtete in der deutschen Aufnahmegesellschaft. (Kultur und soziale Praxis), Bielefeld: transcript, 391 S. DOI:10.14361/9783839410264
Abstract
"Auch zehn Jahre nach dem »Langen Sommer der Migration« gehören Flucht und die Aufnahme von Geflüchteten zu den politischen Dauerthemen in Deutschland. Basierend auf Interviews mit Geflüchteten und Mitgliedern der Aufnahmegesellschaft zeichnet Birgit Glorius den Prozess des Ankommens und den Start in ein neues Leben in Deutschland nach. Dabei fokussiert sie besonders auf die regionalen Unterschiede von Städten und Regionen Deutschlands hinsichtlich der Offenheit, Neugier, Anteilnahme oder Abwehr in Bezug auf Geflüchtete. Die Ergebnisse bieten Erklärungsansätze für unterschiedliche Integrationsverläufe und zeigen, wie Migration und Integration zur Transformation lokaler Gesellschaften beitragen." (Verlagsangaben, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Auswirkungen der Zuwanderung aus den neuen EU-Mitgliedsstaaten auf den SGB-II-Leistungsbezug von Einheimischen (2025)
Zitatform
Hauptmann, Andreas & Felix Stips (2025): Auswirkungen der Zuwanderung aus den neuen EU-Mitgliedsstaaten auf den SGB-II-Leistungsbezug von Einheimischen. (IAB-Forschungsbericht 18/2025), Nürnberg, 50 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2518
Abstract
"Im vorliegenden Forschungsbericht wird analysiert, wie sich die Migration aus den neuen EU-Mitgliedsstaaten auf den Bezug von SGB-II-Leistungen durch die einheimische Bevölkerung auswirkt. Dabei liegt der Schwerpunkt auf erwerbsfähigen Leistungsberechtigten, da diese Gruppe davon potenziell am stärksten betroffen sein müsste. Trotz eines deutlichen Anstiegs der Zuwanderung lässt sich auf gesamtwirtschaftlicher Ebene kein Anstieg des SGB-II-Leistungsbezugs unter Einheimischen feststellen. Im Gegenteil: Der Zeitraum verstärkter Zuwanderung aus den neuen EU-Mitgliedsstaaten fällt mit einem Rückgang des SGB-II-Leistungsbezugs bei Einheimischen zusammen. Allerdings erlauben makroökonomische Zeitreihen lediglich Aussagen über Korrelationen, nicht jedoch über kausale Zusammenhänge. Aus diesem Grund werden ergänzend Regressionsanalysen auf regionaler und individueller Ebene durchgeführt. Hierbei wird die regionale Variation der Zuwanderung aus den EU-13-Staaten genutzt und zu Veränderungen im SGB-II-Leistungsbezug der einheimischen Bevölkerung in Beziehung gesetzt. Die Ergebnisse dieser Analysen deuten nicht darauf hin, dass die Zuwanderung aus den EU-13-Staaten einen nachweisbaren Effekt auf den SGB-II-Leistungsbezug der einheimischen Bevölkerung hatte. Weder auf regionaler noch auf individueller Ebene lässt sich ein systematischer und statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen dem Ausmaß der Zuwanderung und Veränderungen im Bestand einheimischer Leistungsbeziehender feststellen. Die geschätzten Effekte sind meist gering, teilweise unterschiedlich gerichtet und statistisch unsicher. Insgesamt deuten die Befunde darauf hin, dass die Zuwanderung aus den EU-13-Staaten im untersuchten Zeitraum keine systematischen Veränderungen beim SGB-II-Leistungsbezug der einheimischen Bevölkerung bewirkt hat. Die Frage nach möglichen fiskalischen Auswirkungen der Migration auf die Sozialversicherungssysteme wurde in dieser Analyse nicht vertieft behandelt. Angesichts der hohen Erwerbsbeteiligung und der hohen Erwerbstätigenquoten der hier betrachteten Zuwanderungsgruppe dürften die Auswirkungen jedoch eher positiv sein." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Broad and Detailed Agreement: Public Preferences for German Immigration Policy (2025)
Zitatform
Helbling, Marc, Felix Jäger, Rahsaan Maxwell & Richard Traunmüller (2025): Broad and Detailed Agreement: Public Preferences for German Immigration Policy. In: International migration review, Jg. 59, H. 3, S. 1219-1232. DOI:10.1177/01979183231216076
Abstract
"Immigration policy is often considered one of the most divisive issues in Western Europe and North America. We explore whether that debate has been oversimplified. We start from the position that immigration is a complex issue comprising many specific policy choices. We then investigate whether preferences are consistently open or closed across a range of immigration policy criteria. We analyze an original survey with a nationally representative sample of Germans. Our results suggest that preferences are not consistently open or closed on immigration, integration, and naturalization regulations. Overall, the German public would prefer to be open on some aspects of immigration policy and closed on others. In addition, population subsets who are either “pro-” or “anti-” immigration in general have the same preferences for whether to be open or closed on specific immigration policies. Our findings promote a more detailed approach to studying immigration preferences, which adds nuance to the idea of immigration as a grand societal conflict. In doing so, we highlight how future studies can refine expectations about when policy preferences are more permissive or restrictive." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Determinants of refugees’ generalised and institutional trust: evidence from Germany (2025)
Zitatform
Kanas, Agnieszka, Frank van Tubergen & Yuliya Kosyakova (2025): Determinants of refugees’ generalised and institutional trust: evidence from Germany. In: Journal of Ethnic and Migration Studies, S. 1-20. DOI:10.1080/1369183x.2025.2514800
Abstract
"This paper examines the factors shaping refugees’ institutionalized and generalized trust, focusing on three key influences: (1) pre-arrival migration effects, such as experiences of trauma; (2) asylum procedure effects, including the length and outcome of the process and perceptions of fairness; and (3) post-procedure effects, particularly the context of reception. Using data from the IAB-BAMF-SOEP survey of refugees in Germany, we find that the conditions of the asylum process and the reception context are critical determinants of refugees’ trust. Specifically, while the length of the asylum process and living in shared accommodations negatively affect institutional trust, these impacts are largely mediated by other refugee-specific experiences, such as perceptions of procedural and interactional justice. Receiving a positive asylum decision directly enhances refugees ’ trust in German institutions and other people, whereas being trapped in existential limbo severely erodes trust levels. Additionally, refugees subject to residency restrictions exhibit lower institutional and generalized trust levels than those without such limitations. These findings highlight the critical role of short and fair asylum procedures and inclusive reception policies in fostering trust among refugees, with significant implications for improving integration outcomes and social cohesion." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
A migration miracle? Indian migration to Germany: Opportunities and challenges (2025)
Kipp, David;Zitatform
Kipp, David (2025): A migration miracle? Indian migration to Germany. Opportunities and challenges. (SWP research paper 4/2025), Berlin: Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), German Institute for International and Security Affairs, 35 S. DOI:10.18449/2025RP04
Abstract
"The number of Indian migrants in Germany has risen sharply in recent years. In particular, they are helping alleviate the shortage of skilled workers in STEM professions. For Germany, India is the most important country of origin for labour and education migration. Currently, the profile of migration to Germany is changing: fewer experts are entering on the EU Blue Card (which, until recently, was the most important residence permit for skilled workers), while more students, trainees and professionally qualified people are coming to look for jobs or have their qualifications recognised by the German authorities. The Migration and Mobility Partnership Agreement (MMPA) concluded by Berlin and New Delhi in 2022 does not expand the German legal framework for recruiting skilled workers through the provision of new access routes. However, it does improve the practical implementation of self-organised migration from India - for example, by speeding up visa procedures. The MMPA Joint Working Group offers the opportunity not only to engage in a dialogue with the Indian government aimed at harnessing the full potential of increasing migration but also to address the challenges that have arisen from that trend, including the inadequate regulation of private recruitment agencies. The example of India shows that Germany's external infrastructure and migration-related development cooperation must be used much more effectively in countries of origin in order to develop new approaches to the fair and successful recruitment of skilled workers for the German labour market. Migration cooperation is a bridge builder in German-Indian relations, which are becoming increasingly important. Key areas of bilateral collaboration - such as digitisation, artificial intelligence and climate protection - should be systematically linked to knowledge exchange and the mobility of skilled professionals in these sectors." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
The causal effect of liberalizing legal requirements on naturalization intentions (2025)
Zitatform
Kosyakova, Yuliya & Andreas Damelang (2025): The causal effect of liberalizing legal requirements on naturalization intentions. In: Social forces, Jg. 104, H. 1, S. 67-89., 2024-11-02. DOI:10.1093/sf/soae170
Abstract
"Diese Studie untersucht die vielfältigen Faktoren, die die Einbürgerungsabsichten von Geflüchteten beeinflussen, wobei der Schwerpunkt auf den rechtlichen Anforderungen und der Umsetzung von Einbürgerungsgesetzen liegt. Es wird zwischen verschiedenen Einwanderergruppen unterschieden, insbesondere Geflüchteten, Bürgern der Europäischen Union (EU) und Nicht-EU-Bürgern. Mit Hilfe eines Vignettenexperiments unter Eingewanderten in einer umfangreichen repräsentativen Studie in Deutschland werden die Auswirkungen der Liberalisierung der rechtlichen Anforderungen und einem inklusiveren Einbürgerungsprozess auf die Absichten, die deutsche Staatsbürgerschaft zu erwerben, empirisch analysiert. Dieser Vergleich, sowohl zwischen aktuellen und liberalisierten Anforderungen als auch zwischen weniger und mehr inklusiven Einbürgerungsverfahren, bietet ein realistisches Szenario, wie Liberalisierung und Inklusivität die Einbürgerungsabsichten beeinflussen. Die Ergebnisse zeigen, dass eine Liberalisierung der rechtlichen Anforderungen, insbesondere die Möglichkeit der doppelten Staatsbürgerschaft und eine verkürzte Wartezeit, einen positiven Effekt auf die Einbürgerungsabsichten hat. Gleichzeitig unterscheiden sich diese Effekte zwischen den drei Einwanderergruppen, insbesondere aufgrund von Unterschieden in den empfundenen Vorteilen der Einbürgerung. Im Gegensatz dazu hat ein inklusiverer Einbürgerungsprozess keinen Einfluss auf die Einbürgerungsabsichten der Eingewanderten. Diese Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung der Staatsbürgerschaftspolitik für die Einbürgerungsabsichten von Eingewanderten. Allerdings zeigen die Ergebnisse auch differenzierte Reaktionen auf liberalisierte Anforderungen und betonen die Bedeutung von gruppenspezifischen Kosten-Nutzen-Überlegungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Germany's Demographic Challenge and the Central Role of Migration: Evidence from Labour Market and Mobility Data. Commentary (2025)
Zitatform
Kosyakova, Yuliya (2025): Germany's Demographic Challenge and the Central Role of Migration. Evidence from Labour Market and Mobility Data. Commentary. Milano, o. Sz.
Abstract
"Germany’s demographic and labour market developments over the past decade reveal a structural transformation with long-term implications. Declining fertility, population ageing, and a shrinking domestic workforce have increased the importance of migration as one key component of labour supply, economic performance, and system sustainability. Using recent administrative statistics and new panel survey data, this commentary summarises the empirical evidence on Germany’s demographic pressures, the contribution of migrants to labour market dynamics, and emerging patterns in onward and return mobility. Projections indicate a substantial contraction of Germany’s labour force potential in the coming decades. Under a zero-migration scenario, the working-age population will decrease by approximately 16 million individuals by 2060, even when assuming rising employment rates among women and older workers." (Text excerpt, IAB-Doku, © 2026 Elsevier) ((en))
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Literaturhinweis
ELMI Policy Talk: Immigrant integration services in Germany, Sweden and Finland (Interview) (2025)
Zitatform
Latner, Jonathan P.; Anders Forslund, Regina Konle-Seidl & Kari Hämäläinen (sonst. bet. Pers.) (2025): ELMI Policy Talk: Immigrant integration services in Germany, Sweden and Finland (Interview). In: IAB-Forum H. 19.02.2025. DOI:10.48720/IAB.FOO.20250219.02
Abstract
"How do different countries integrate immigrants? How does language training link with skills training? Do these distinct policy choices have an impact on labour market outcomes? What about the gender gap in participation, employment and wage outcomes? The 5th ELMI Policy Talk on immigrant integration services examined these questions." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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The return of the state: how European governments regulate labour market competition from migrant workers (2025)
Zitatform
McGovern, Patrick, Eiko Thielemann & Omar Hammoud-Gallego (2025): The return of the state: how European governments regulate labour market competition from migrant workers. In: Comparative Migration Studies, Jg. 13. DOI:10.1186/s40878-025-00433-3
Abstract
"What is the role of the market economy and of the European Union in shaping policies that limit migrants’ access to the labor market? While much of the existing research has examined the development of border policies in Europe, less attention has been given to post-entry measures regulating the employment of Third Country Nationals. We examine the role of different market economies and the European Union in devising lesser-known measures that target migrant labor market competition. Focusing on the period from 1990 to 2020, we analyse four case studies: Austria, Germany, Ireland, and the United Kingdom. We hypothesize that these migrant labour market competition measures (MCM) have emerged in ways that challenge both the marketization of migration thesis and predictions from theories of EU immigration policymaking and varieties of capitalism (VoC). While the European Union ’s influence partially explains the adoption of some selective policies, the emergence of MCM transcends the VoC framework. Furthermore, contrary to marketization claims, states have sought to address labour market concerns about competition from migrants by adopting selective, rather than indiscriminate, regulatory approaches. We argue that the interplay between selectivity and measures restricting migrant labour market competition has become central to understanding how states regulate migration in the European Union." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Warum internationale Studierende eine Riesenchance sind: Standpunkt Fachkräfteeinwanderung (2025)
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Plünnecke, Axel & Enzo Weber (2025): Warum internationale Studierende eine Riesenchance sind. Standpunkt Fachkräfteeinwanderung. In: Table.Briefings. Research H. 07.05.2025.
Abstract
"Deutschland ist auf qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland angewiesen. Ideal wäre es daher, internationale Studierende zu halten. Dafür muss die neue Bundesregierung die Zahl der Studienplätze erhöhen, Begleitprogramme intensivieren, echte Willkommenskultur schaffen und das Aufenthaltsrecht verbessern." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Table.Media)
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Migration flows from the Western Balkans to Germany: implications and recommendations (2025)
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Ruer, Nina & Nina Vujanović (2025): Migration flows from the Western Balkans to Germany: implications and recommendations. (Working paper / Bruegel 2025,19), Brüssel, 28 S.
Abstract
"Migration has long shaped the demographic and economic realities of the Western Balkans, with Germany emerging as the primary destination for emigration. Since the 1990s, persistent emigration, combined with negative natural population growth, has led to significant population declines in Western Balkan countries, raising concerns about the region’s development. Yet this migration also generates economic benefits for origin countries, notably through remittances, trade, foreign direct investment (FDI) and diaspora networks. This Working Paper analyses the most recent migration wave to Germany, sparked by Germany’s 2015 Western Balkan Regulation (WBR) which facilitated labour flows from the region to Germany. While the benefits of the WBR for Germany are evident, the consequences for the Western Balkans have been mixed. Outflows are particularly significant in sectors vital for development, including healthcare, manufacturing and construction. Remittances remain important as support for household consumption, while trade and FDI links with Germany have deepened. Numerous factors motivate people to leave the region, from poor labour market outcomes to less welfare support and mistrust of institutions. Germany, meanwhile, has strong pull factors, including higher wages, stronger welfare systems, better education and more attractive career prospects in the German labour force. The true challenge for the Western Balkans, therefore, is to manage the phenomenon in ways that are conducive, rather than damaging, to its development. Reforms in the areas of employment, education and the rule of law can reduce the compulsion to leave. Meanwhile, rising cross-border capital flows between Germany and the region, together with reverse knowledge spillovers from the diaspora and possible return migration, can turn labour mobility into a source of growth." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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From Aspiration to Action? The Impact of Germany’s 2015 Dublin III Suspension on Migration Intentions in Arab Countries (2025)
Zitatform
Vortisch, Andreas B., Evangelos Paschalidis, Michel Beine & Michel Bierlaire (2025): From Aspiration to Action? The Impact of Germany’s 2015 Dublin III Suspension on Migration Intentions in Arab Countries. (IAB-Discussion Paper 10/2025), Nürnberg, 35 S. DOI:10.48720/IAB.DP.2510
Abstract
"Am 5. September 2015 entschied sich die Bundesregierung, die Dublin‑III‑Regeln der EU vorübergehend nicht mehr anzuwenden, was den Zugang zum Asylverfahren in Deutschland erleichterte. In der Folge wanderten über eine Million Menschen zu, insbesondere aus Syrien, Afghanistan und dem Irak. Diese Studie untersucht die Auswirkungen dieses Politikwechsels auf Migrationsneigungen und ‑handlungen in elf arabischen Ländern. Während sich ein Anstieg der allgemeinen Migrationsneigung nach Deutschland zeigt, lässt sich kein signifikanter Einfluss auf konkrete Planungen, und damit den Migrationsdruck, feststellen. Stattdessen spielen Alter und persönliche Netzwerke im Ausland eine größere Rolle. Zudem zeigt sich, dass die Wahrscheinlichkeit, eine Migration nach Deutschland zu planen, in vom Islamischen Staat kontrollierten Regionen anstieg, was die Relevanz konfliktbezogener Push‑Faktoren verdeutlicht. Auch für Migrationsvorbereitungen sind Alter und Netzwerke zentrale Einflussgrößen; darüber hinaus könnte die Maßnahme die Zusammensetzung der Personengruppe mit Migrationsplänen verändert haben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Reformen, die wirken? Die Umsetzung von aktuellen Migrations- und Integrationsgesetzen: SVR-Jahresgutachten 2024 (2025)
Zitatform
(2025): Reformen, die wirken? Die Umsetzung von aktuellen Migrations- und Integrationsgesetzen: SVR-Jahresgutachten 2024. (Jahresgutachten ... / Sachverständigenrat für Integration und Migration 2025), Berlin, 219 S.
Abstract
"Die migrationspolitische Debatte ist in den letzten Jahren zunehmend durch Klagen über Steuerungs- und Vollzugsdefizite geprägt. Diese zeigen sich einerseits in überlangen Wartezeiten bei einwanderungsrelevanten Angelegenheiten, abgeschreckten Fachkräften aus dem Ausland und frustriertem Behördenpersonal, andererseits in einer schleppenden Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten und Defiziten im Vollzug des Aufenthaltsrechts. Die Ursachen für diesen weit vom Leitbild einer guten Verwaltung entfernten Zustand sind vielfältig. Angeführt werden sowohl eine unzureichende Ausstattung der Behörden und das komplexe Mehrebenensystem im deutschen Vollzugsföderalismus als auch eine schwer vollziehbare Gesetzgebung. Die Rechtsumsetzung fordert die Verwaltung auch deshalb heraus, weil die Gesetze in den letzten Jahren häufig geändert wurden. Die Änderungen im Bereich der Fluchtmigration reagierten auf gestiegene Zuzugszahlen. Sie hatten zum Ziel, einerseits Geflüchtete schneller und besser in den Arbeitsmarkt zu integrieren und andererseits einen pragmatischen Umgang mit abgelehnten Asylsuchenden zu finden. Die zahlreichen gesetzgeberischen Reformen der letzten fünf Jahre hat der SVR in seinem Jahresgutachten 2024 ausführlich untersucht. Das aktuelle Jahresgutachten widmet sich angesichts der zahlreichen Defizitanalysen nun den Strukturen und Verfahren der Rechtsumsetzung im Bereich der Migrations- und Integrationspolitik. Denn ob die rechtlichen Änderungen die angestrebte Wirkung entfalten, ist in zweierlei Hinsicht relevant: Zum einen haben sie für den Aufenthalt und die Teilhabe der betroffenen Menschen große Bedeutung. Zum anderen werden migrationsbezogene Themen in Politik und Gesellschaft bisweilen (und auch derzeit) sehr emotionalisiert und polarisiert diskutiert. Die Politik steht damit unter erheblichem Handlungs- und Erfolgsdruck. Die effiziente Umsetzung neuer Gesetze und Verordnungen durch die zuständigen Behörden spielt dabei eine zentrale Rolle. Das hier vorgelegte sechzehnte Jahresgutachten „Reformen, die wirken? Die Umsetzung von aktuellen Migrations- und Integrationsgesetzen“ betrachtet beispielhaft Vorwort zentrale Reformen der letzten Jahre und den Stand ihrer Umsetzung: die Weiterentwicklung des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes, Maßnahmen zur besseren Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen – konkret: den sog. Job-Turbo und die Möglichkeiten für Geduldete, durch Beschäftigung ihren Aufenthalt zu regularisieren – und die Reform des Staatsangehörigkeitsrechts." (Textauszug, IAB-Doku)
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Migrationswirkungen des 2020 in Kraft getretenen Fachkräfteeinwanderungsgesetzes (2024)
Zitatform
Adunts, Davit, Boris Ivanov & Ehsan Vallizadeh (2024): Migrationswirkungen des 2020 in Kraft getretenen Fachkräfteeinwanderungsgesetzes. (IAB-Forschungsbericht 25/2024), Nürnberg, 50 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2425
Abstract
"Im März 2020 hat Deutschland mit der Einführung des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes (FEG) sein Instrumentarium zur Steuerung der Erwerbsmigration reformiert. Die Änderungen konzentrierten sich in erster Linie auf die Lockerung der Einwanderungsvoraussetzungen für Fachkräfte mit Berufsausbildung, den Abbau formaler Migrationshindernisse und die Vereinfachung von Verfahren, beispielsweise bei der Anerkennung ausländischer Abschlüsse. Das Hauptziel des FEG war es, eine größere Anzahl von Erwerbsmigrantinnen und -migranten aus Nicht-EU-Ländern anzuziehen. Die Umsetzung erfolgte vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und eines tendenziell zunehmenden Fachkräftemangels auf dem deutschen Arbeitsmarkt, bei einem gleichzeitigen Rückgang der Einwanderung aus den EU-Ländern. Dieser Forschungsbericht untersucht, ob die Einführung des FEG tatsächlich die Erwerbsmigration von außerhalb der EU nach Deutschland erhöht hat. Dazu wird mithilfe administrativer Daten untersucht, ob infolge des FEG mehr erwerbsbezogene Aufenthaltstitel an Drittstaatsangehörige ausgegeben wurden. Die Schätzung des kausalen Effektes des FEG wird jedoch durch zwei Herausforderungen erschwert: Erstens betraf das FEG potenzielle Migrantinnen und Migranten in allen Nicht-EU-Ländern gleichermaßen. Ein einfacher Vergleich der Migration aus betroffenen und nicht betroffenen Herkunftsländern ist also nicht möglich. Die Studie entwickelt deshalb einen neuartigen Schätzansatz, der stattdessen mehr oder weniger stark betroffene Herkunftsländer miteinander vergleicht. Als ein Proxy dafür, wie stark ein Herkunftsland von den Reformen des FEG potenziell betroffen ist, wird dabei das jeweilige Migrationspotenzial eines Landes herangezogen. Dieses wird mithilfe von weltweiten Befragungen gemessen, die darüber Aufschluss geben, wie groß der Anteil der Bevölkerung eines Herkunftslandes ist, der nach Deutschland als Zielland der ersten Wahl für die Auswanderung angibt. Wenn das FEG die Hürden der Erwerbsmigration gesenkt hat, dann sollte der Effekt größer sein für Länder, in denen es mehr Migrationswillige nach Deutschland gibt – und entsprechend kleiner in Ländern mit einem nur geringen Potenzial an entsprechenden Personen. Allerdings ist es möglich, dass die Erwerbsmigration aus Ländern mit einem größeren Migrationspotenzial bereits vor dem FEG einem steigenden Trend folgte, der sich auch ohne dessen Einführung fortgesetzt hätte. Diese Studie untersucht derartige Trends explizit und diskutiert, inwiefern diese zu Verzerrungen in der geschätzten Wirkung führen könnten. Zudem wird ein sogenannter Instrumenten-Variablen-Ansatz (IV) verwendet. In diesem wird das Migrationspotenzial der Herkunftsländer für Deutschland in einem ersten Schritt durch das Migrationspotenzial anderer vergleichbarer Zielländer in Europa approximiert. Dadurch werden spezifische Trends der Migration zwischen den Herkunftsländern und Deutschland reduziert. Weiterhin werden Placebo-Tests mithilfe von Daten zu Aufenthaltstiteln ohne Erwerbsbezug durchgeführt. Da diese nicht direkt von den Reformen des FEG betroffen waren, sollte hier keine Wirkung festzustellen sein – andernfalls wäre das ein Hinweis darauf, dass die gewählte Methode lediglich allgemeine Migrationstrends abbildet und nicht die Wirkung des FEG. Die zweite Herausforderung besteht darin, dass das FEG im März 2020 zeitgleich mit dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie in Kraft trat, in dessen Folge die Zuzüge nach Deutschland aufgrund der Reisebeschränkungen stark einbrachen. In einer Robustheitsanalyse wird deshalb geprüft, ob die geschätzte Wirkung des FEG durch einen Aufholeffekt nach dem Ende der Covid-19-Pandemie verzerrt sein könnte, der seinerseits mit dem Migrationspotenzial der Herkunftsländer korreliert sein könnte. Die Ergebnisse zeigen insgesamt, dass das FEG eine signifikant positive Wirkung auf die Erwerbsmigration aus Drittstaaten nach Deutschland hatte. Je nach dem Migrationspotenzial der unterschiedlichen Herkunftsländer erklärt das Inkrafttreten des FEG zwischen 10 und 70 Prozent des Anstiegs der zu Erwerbszwecken erteilten Aufenthaltstitel. Legt man für das Migrationspotenzial den Median 2 der Herkunftsländer zugrunde und rechnet die Wirkung auf alle Herkunftsländer hoch, so kann das FEG etwa 10.500 bzw. 31 Prozent der im Jahr 2022 neu ausgestellten erwerbsbezogenen Aufenthaltstitel erklären. Diese Zahl gilt jedoch nur unter starken Annahmen und ist lediglich als Richtwert für die ungefähre Größenordnung der absoluten Wirkung des FEG zu verstehen. Die Placebo- und Robustheitschecks sprechen dafür, dass die geschätzten Effekte tatsächlich kausale Wirkungen des FEG widerspiegeln. Die Ergebnisse gelten – wie alle empirischen Auswertungen – nur unter den getroffenen Annahmen und unterliegen einer gewissen statistischen Unsicherheit. Die Signifikanzanalysen zeigen jedoch, dass mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit angenommen werden kann, dass das FEG einen positiven Effekt hatte. Dennoch erreicht die Erwerbsmigration aus Drittstaaten auch nach der Einführung des FEG noch bei weitem nicht das Niveau, das notwendig wäre, um die Folgen des demografischen Wandels für den deutschen Arbeitsmarkt langfristig auszugleichen und das Erwerbspersonenpotenzial auf dem gegenwärtigen Niveau zu stabilisieren. Wenn also das politische Ziel angestrebt wird, die gesteuerte Erwerbsmigration aus Drittstaaten langfristig weiter zu erhöhen, wären weitreichendere Reformen nötig. Diese sollten weitere Vereinfachungen der formalen Einwanderungsvoraussetzungen und der Anerkennung ausländischer Abschlüsse beinhalten. Darüber hinaus wären zusätzliche aktive Bemühungen zur Werbung und Unterstützung von ausländischen Fachkräften nötig. Dies könnte Dienstleistungen umfassen, die Migrationsinteressierte und auch deren mitreisende Familienangehörige gezielt bei der Stellensuche in Deutschland und bei der Orientierung nach der Ankunft unterstützen – etwa durch eine intensivere Förderung von Deutschkursen bereits im Herkunftsland oder nach deren Ankunft bei der Orientierung auf dem Wohnungsmarkt oder der Suche nach Kinderbetreuungsmöglichkeiten. Auch gilt es, die Aufnahmebereitschaft und Toleranz der deutschen Gesellschaft zu stärken, um eine nachhaltige Integration zu fördern und die Attraktivität Deutschlands als Zielland zu wahren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Steuerrabatt für neu Zugewanderte: Was ist zu erwarten, worauf kommt es an? (2024)
Zitatform
Brücker, Herbert, Yuliya Kosyakova & Enzo Weber (2024): Steuerrabatt für neu Zugewanderte: Was ist zu erwarten, worauf kommt es an? In: Wirtschaftsdienst, Jg. 104, H. 9, S. 631-635., 2024-06-30. DOI:10.2478/wd-2024-0163
Abstract
"Die Bundesregierung verfolgt in der Wachstumsinitiative das Ziel, die Einwanderung in den Arbeitsmarkt zu stärken. In den ersten drei Jahren sollen 30 %, 20 % und 10 % des Bruttoeinkommens neu zugezogener Fachkräfte steuerfrei gestellt werden. Der Adressatenkreis ist noch nicht exakt definiert, vermutlich handelt es sich um Arbeitskräfte mit Berufs- und Hochschulabschlüssen, die die Regelungen des Aufenthaltsgesetzes für die Einwanderung von Fachkräften nutzen, einschließlich der Blauen Karte EU und die Regelungen für IT-Fachkräfte. Unter bestimmen Bedingungen können Steuerrabatte zusätzliche Migration auslösen. Es gibt aber auch nachteilige Mitnahme- und Verteilungswirkungen. Einen internationalen Unterbietungswettbewerb gilt es zu vermeiden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Ordnungspolitik der Arbeitsmigration aus der Perspektive der Bundesagentur für Arbeit (2024)
Bünte, Rudolf; Finkbeiner, Nico;Zitatform
Bünte, Rudolf & Nico Finkbeiner (2024): Ordnungspolitik der Arbeitsmigration aus der Perspektive der Bundesagentur für Arbeit. In: Zeitschrift für Ausländerrecht und Ausländerpolitik, Jg. 44, H. 9, S. 315-318.
Abstract
"In dem Beitrag wird die Rolle der Bundesagentur für Arbeit bei der Arbeitsmigration im Licht der aktuellen Diskussion dargestellt. Allgemein fallen zum Behördenprozess häufig solche Begriffe wie "Dschungel der Bürokratie", "Unübersichtlichkeit", "Unverständlichkeit", "Fehlende Bürgernähe" usw. Jede Behörde tut daher gut daran, ein Selbstverständnis zu entwickeln, welche Rolle sie im Einwanderungsprozess hat, wie genau ihr gesetzlicher Auftrag ist und welche Möglichkeit besteht, das Verfahren hiernach möglichst einfach und effizient zu gestalten - und zwar abgestimmt mit anderen beteiligten Behörden. Im Kern geht es hier um vier Prozesse: Das Visumsverfahren, das Verfahren vor Ausländerbehörden zur Erteilung inländischer Aufenthaltstitel, das Anerkennungsverfahren zur beruflichen Qualifikation sowie das Zustimmungsverfahren der Bundesagentur für Arbeit zu Aufenthaltstiteln. Der Beitrag geht besonders auf die Rolle der Bundesagentur für Arbeit ein." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Geteilte Arbeitswelten. Konflikte um Migration und Arbeit (2024)
Zitatform
Carstensen, Anne Lisa, Peter Birke, Nikolai Huke & Lisa Riedner (Hrsg.) (2024): Geteilte Arbeitswelten. Konflikte um Migration und Arbeit. (Arbeitsgesellschaft im Wandel), Weinheim: Beltz Juventa, 309 S.
Abstract
"Was bedeutet Migration für die Arbeitswelt? Wieso müssen Migrant:innen oft zu besonders prekären Bedingungen arbeiten? Wie lassen sich Kämpfe gegen Arbeitsausbeutung, Rassismus, Sozialabbau und Umweltzerstörung miteinander verbinden? Im Zuge der Pandemie sowie einer erweiterten Nachfrage nach migrantisierter Arbeitskraft hat sich die Dringlichkeit dieser Fragen noch verstärkt. Der Band versammelt neue empirische und analytische Perspektiven der Forschung zu Arbeit und Migration. Die Beiträge behandeln den deutschsprachigen Raum und enthalten darüber hinaus auch transnationale Ausblicke." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Beltz Juventa)
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Inhaltsverzeichnis und Leseprobe vom Verlag -
Literaturhinweis
Fachkräfteeinwanderungsgesetz: Gute Arbeitsmarktintegration trotz bürokratischer Hürden und Diskriminierung (2024)
Zitatform
Fendel, Tanja & Boris Ivanov (2024): Fachkräfteeinwanderungsgesetz: Gute Arbeitsmarktintegration trotz bürokratischer Hürden und Diskriminierung. (IAB-Kurzbericht 21/2024), Nürnberg, 8 S. DOI:10.48720/IAB.KB.2421
Abstract
"Aufgrund des demografischen Wandels wird Erwerbsmigration aus Nicht-EU-Staaten immer wichtiger. Um sie zu unterstützen, wurden im Jahr 2020 im Rahmen des Fachkräfteeinwanderungsgesetz verschiedene gesetzliche Reformen umgesetzt. Im Kurzbericht werden die Arbeitsmarktintegration, der Einwanderungsprozess und die Diskriminierungserfahrungen der Migrant*innen untersucht, die diese neuen Regelungen genutzt haben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
Mindestgehaltsspezifische Wertungswidersprüche im neuen Erwerbsmigrationsrecht (2024)
Kolb, Holger;Zitatform
Kolb, Holger (2024): Mindestgehaltsspezifische Wertungswidersprüche im neuen Erwerbsmigrationsrecht. In: Zeitschrift für Ausländerrecht und Ausländerpolitik, Jg. 44, H. 9, S. 311-314.
Abstract
"Einen nicht unerheblichen Bedeutungsgewinn als Steuerungsinstrument im Rahmen des Gesetzes zur Weiterentwicklung der Fachkräfteeinwanderung erfahren hat das Kriterium eines Mindestgehalts. So gehört zum Katalog der Tatbestandsmerkmale des neuen § 6 BeschV, dem Kernelement der sog. Erfahrungssäule, ein solches Gehalt. Zentraler Vorteil des Kriteriums ist dessen leichte Operationalisier- und Überprüfbarkeit. In einer Gesamtschau zum Gebrauch von Mindestgehältern als Steuerkriterium im Rahmen des Gesetzes und der Verordnung zur Weiterentwicklung des Fachkräftezuwanderungsgesetzes zeigen sich aber mit Blick auf deren Einsatz Wertungswiderstände und Unwuchten, die bei einer ggfs. in einiger Zeit anstehenden 'Weiterentwicklung der Weiterentwicklung' korrigiert werden sollten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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