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Dossier

Fluchtmigrantinnen und -migranten – Bildung und Arbeitsmarkt

Auf der Flucht vor Krieg und politischer Verfolgung verlassen viele Menschen ihr Heimatland und suchen Schutz und neue Perspektiven in Deutschland und beantragen Asyl. Die Beteiligung am Arbeitsmarkt wird häufig als Schlüssel für die gesellschaftliche Integration der Fluchtmigrantinnen und -migranten gesehen. Welche Qualifikationen bringen die Menschen mit, welche arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen sind hilfreich? Wie gehen die einzelnen Bundesländer damit um, welche Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft und die Sozialsysteme sind zu erwarten, wie sieht die Situation in anderen Ländern aus?
Dieses Themendossier stellt wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema zusammen und ermöglicht den Zugang zu weiterführenden Informationen sowie zu Positionen der politischen Akteure.
Literatur zur besonderen Situation der Geflüchteten aus der Ukraine finden Sie im Themendossier Auswirkungen des Krieges gegen die Ukraine auf Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Fluchtmigration in Deutschland

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  • Literaturhinweis

    Integration von Flüchtlingen: eine langfristig lohnende Investition (2015)

    Fratzscher, Marcel ; Junker, Simon;

    Zitatform

    Fratzscher, Marcel & Simon Junker (2015): Integration von Flüchtlingen. Eine langfristig lohnende Investition. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 82, H. 45, S. 1083-1088.

    Abstract

    "Der starke Zustrom von Flüchtlingen heizt die Diskussionen in Deutschland an. Dabei wird oft nur auf kurzfristige Kosten geschaut, die in den kommenden Jahren zweifellos massiv sein werden. Dies versperrt den Blick auf potentielle Chancen, die die Zuwanderung - oftmals junger Menschen - der deutschen Gesellschaft bietet. Gelingt die Integration in den Arbeitsmarkt, werden die anfänglichen Ausgaben zu einer Investition in die Zukunft: Selbst wenn viele Flüchtlinge aufgrund fehlender Qualifikationen kurzfristig vergleichsweise schlechte Aussichten am Arbeitsmarkt haben und diejenigen, die den Weg in eine Beschäftigung finden, oftmals unterdurchschnittlich produktiv sind, werden langfristig die positiven wirtschaftlichen Impulse für Deutschland die Kosten übertreffen. Wenngleich offenkundig noch detailliertere Studien erforderlich sind, um die Effekte genauer einzugrenzen, versucht dieser Bericht, anhand einfacher Simulationsrechnungen das Potential einer Integration zu umreißen, das auf lange Sicht betrachtet die anfänglichen Kosten durchaus rechtfertigt. Dabei werden neben einem Basisszenario ein optimistisches und ein pessimistisches Szenario untersucht. Es kann nicht stark genug betont werden, dass es sich hierbei um Simulationen handelt und nicht um Prognosen, die versuchen, die Zukunft vorherzusagen. Die zentrale Frage ist nicht, ob die Flüchtlinge langfristig einen wirtschaftlichen Nutzen für Deutschland bedeuten, sondern lediglich, wie schnell die Leistungen der Flüchtlinge die zusätzlichen Ausgaben übertreffen. Denn auch wenn die Integration in den Arbeitsmarkt langsamer verlaufen sollte als erhofft, so werden die Flüchtlinge langfristig einen positiven wirtschaftlichen Beitrag für Deutschland leisten. Mehr noch: Auch die bereits in Deutschland lebenden Bürger werden langfristig von der Zuwanderung profitieren und ein höheres Pro-Kopf-Einkommen erzielen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Flüchtlingseffekte auf das Erwerbspersonenpotenzial (2015)

    Fuchs, Johann ; Weber, Enzo ;

    Zitatform

    Fuchs, Johann & Enzo Weber (2015): Flüchtlingseffekte auf das Erwerbspersonenpotenzial. (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Aktuelle Berichte 17/2015), Nürnberg, 6 S.

    Abstract

    "Der Bericht untersucht die Wirkungen der Flüchtlingszuwanderung auf das Erwerbspersonenpotenzial. Betrachtet wird eine Zuwanderung von jeweils 1 Mio. Asylsuchenden in den Jahren 2015 und 2016. Unter den getroffenen Annahmen liegt das Erwerbspersonenpotenzial mittelfristig um knapp 600.000 höher als es ohne Asylzuwanderung der Fall wäre. Positive Effekte gibt es vor allem in den jüngeren Altersgruppen. Die Alterung des Erwerbspersonenpotenzials kann so vorübergehend gedämpft werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Weber, Enzo ;
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  • Literaturhinweis

    Between control and support. The protection of unaccompanied minor asylum seekers at risk: the Dutch case (2015)

    Galloway, Moira; Kromhout, Mariska; Smit, Monika;

    Zitatform

    Galloway, Moira, Monika Smit & Mariska Kromhout (2015): Between control and support. The protection of unaccompanied minor asylum seekers at risk. The Dutch case. In: International migration, Jg. 53, H. 4, S. 51-61. DOI:10.1111/imig.12178

    Abstract

    "Drawing on research by the Research and Documentation Centre (WODC) of the Dutch Ministry of Security and Justice (Kromhout et al., 2010), this article describes how the Dutch government tried to protect Unaccompanied Minor Asylum Seekers (UMAs) who were (at risk of becoming) victims of human trafficking by implementing 'Protected Reception'. It was concluded that the three objectives of this pilot programme were met to some extent: the influx of risk groups and the number of disappearances decreased, yet there was no (immediate) increase in return migration to the country of origin, after leaving Protected Reception. An important question that was raised was how far a state can go in protecting these vulnerable young people, by (partially) limiting their freedom of movement. It was concluded that placement and stay in Protected Reception had to be qualified as a deprivation of liberty for which Dutch legislation did not offer any ground." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    A policy of vulnerability or agency?: refugee young people's opportunities in accessing further and higher education in the UK (2015)

    Gateley, Davina E.;

    Zitatform

    Gateley, Davina E. (2015): A policy of vulnerability or agency? Refugee young people's opportunities in accessing further and higher education in the UK. In: Compare, Jg. 45, H. 1, S. 26-46. DOI:10.1080/03057925.2013.841030

    Abstract

    "The UK government's austerity cuts have negatively impacted many voluntary-sector interventions that provided support to refugees. One such intervention, the Refugee Integration and Employment Service (RIES), is discussed in this paper. The RIES was a UK Border Agency-funded integration programme for recognised refugees and operated through voluntary-sector organisations nationwide. Findings of this small, qualitative study tentatively suggest that without bespoke support such as RIES, refugees will struggle to make informed and strategic decisions about their future education choices, restricting their ability to exercise autonomous agency. Current UK policy of counting refugees alongside other types of migrants will not cater for the specificity and multiplicity of issues faced by refugee young people. This will inhibit their opportunities and increase vulnerabilities, compounding their precarious position in UK society." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Flüchtlinge: Herausforderung und Chance für Deutschland (2015)

    Geis, Wido; Orth, Anja Katrin;

    Zitatform

    Geis, Wido & Anja Katrin Orth (2015): Flüchtlinge: Herausforderung und Chance für Deutschland. (IW policy paper 2015,26), Köln, 38 S.

    Abstract

    Die Analyse setzt ein mit Angaben über das Ausmaß der Asylanträge in Deutschland und die Verteilung der Asylverfahren in Europa und diskutiert mögliche Verbesserungsvorschläge. Eine Betrachtung der drei Gruppen anerkannte Flüchtlinge, Asylbewerber, Geduldete hinsichtlich Qualifikation und bisheriger Arbeitsmarktintegration schließt sich an, bevor die Integration von Asylbewerbern in Arbeitsmarkt und Gesellschaft zum Thema wird. Dabei wird auch auf Potenziale und Grenzen eines Wechsels in die Erwerbs- und Bildungsmigration eingegangen. Schließlich werden die Integrationschancen für die Gruppe der anerkannten Flüchtlinge und Geduldeten betrachtet. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Kommunale Sozialausgaben: wie der Bund sinnvoll helfen kann (2015)

    Geißler, René; Niemann, Friederike-Sophie;

    Zitatform

    Geißler, René & Friederike-Sophie Niemann (2015): Kommunale Sozialausgaben. Wie der Bund sinnvoll helfen kann. Gütersloh, 112 S.

    Abstract

    "Die Sozialausgaben sind eine zentrale Ursache der regionalen Haushaltskrisen. Der Bund hat im Koalitionsvertrag Hilfen zugesagt. Es wird Zeit, dies umzusetzen. Die Bertelsmann Stiftung hat einen Vorschlag entwickelt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Anerkannte Flüchtlinge und subsidiär Schutzberechtigte am Arbeitsmarkt: Spezialthema zum Arbeitsmarkt, September 2015 (2015)

    Grieger, Nadine;

    Zitatform

    Grieger, Nadine (2015): Anerkannte Flüchtlinge und subsidiär Schutzberechtigte am Arbeitsmarkt. Spezialthema zum Arbeitsmarkt, September 2015. Wien, 4 S.

    Abstract

    "Ende September 2015 waren 18.968 anerkannte Flüchtlinge und subsidiär Schutzberechtigte in Österreich beim Arbeitsmarktservice gemeldet. Das entspricht einer Zunahme von rund 50% gegenüber dem Vorjahresmonat und einem Anteil von 4,8% an allen beim Arbeitsmarktservice arbeitslos gemeldeten oder in Schulung befindlichen Personen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Arbeit, Ausbildung, Praktika: aktuelle Entwicklungen beim Zugang zu Arbeit und Bildung für Asylbewerber und Geduldete (2015)

    Harbou, Frederik von;

    Zitatform

    Harbou, Frederik von (2015): Arbeit, Ausbildung, Praktika. Aktuelle Entwicklungen beim Zugang zu Arbeit und Bildung für Asylbewerber und Geduldete. In: Asylmagazin H. 10, S. 324-330.

    Abstract

    "Insgesamt vier verschiedene Reformen des Aufenthaltsgesetzes (AufenthG) und der Beschäftigungsverordnung (BeschV) zum November 2014 und August 2015 haben für Asylbewerber und Geduldete (§ 60a AufenthG) zu zahlreichen Erleichterungen bei der Aufnahme einer Ausbildung und Beschäftigung sowie der Absolvierung von Praktika geführt. Gerade für junge Menschen bis zur Vollendung des 21. Lebensjahrs können sich hieraus Chancen für einen längerfristigen Aufenthalt ergeben. Aber auch für andere Asylbewerber und Geduldete ist die möglichst frühzeitige (Wieder-)Aufnahme einer Tätigkeit häufig in verschiedener Hinsicht von fundamentaler Bedeutung. Der folgende Aufsatz zeigt die Neuerungen im Gefüge der bestehenden Regelungen auf und gibt damit zugleich einen Gesamtüberblick über die Möglichkeiten der (Aus-) Bildung und Teilnahme am Erwerbsleben von Asylbewerbern und Geduldeten einschließlich der Perspektiven eines Übergangs zu einem langfristigen Bundesregierung zur Änderung des Asyl- und Aufenthaltsrechts sowie der Beschäftigungsverordnung eingegangen, mit welchen einige Errungenschaften der vorhergehenden Reformen zunichte gemacht werden könnten." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Auswirkungen der Migration auf den deutschen Arbeitsmarkt: Hintergrundinformation (2015)

    Hartmann, Michael; Reimer, Kim;

    Zitatform

    Hartmann, Michael & Kim Reimer (2015): Auswirkungen der Migration auf den deutschen Arbeitsmarkt. Hintergrundinformation. Nürnberg, 32 S.

    Abstract

    "- Die Zuwanderung aus den neuen osteuropäischen EU-Mitgliedsstaaten, den GIPS-Staaten und den Asylzugangsländern hat das Arbeitskräfteangebot in Deutschland erhöht und zu mehr Beschäftigung, aber auch zu mehr Arbeitslosen und Leistungsempfängern aus diesen Ländern geführt. So nahm die Beschäftigung aus diesen Ländern im Juni um 249.000 oder 14 Prozent zu. Gleichzeitig ist die Arbeitslosigkeit im August um 39.000 oder 14,0 Prozent und die Zahl der Leistungsempfänger im SGB II im Mai um 139.000 oder 20,8 Prozent gestiegen. Im Vergleich dazu hat sich die Zahl der Beschäftigten insgesamt um 370.000 oder 1,0 Prozent erhöht, während die Zahl der Arbeitslosen um 106.000 oder 3,7 Prozent und die Zahl der Leistungsempfänger im SGB II um 3.000 oder 0,1 Prozent gesunken ist.
    - Die Beschäftigung von Personen mit einer Staatsangehörigkeit aus einem der neuen EU-Mitgliedstaaten hat gegenüber dem Vorjahr um 189.000 oder 22 Prozent zugenommen. Die Arbeitslosigkeit ist um 14.000 oder 17,5 Prozent und der Leistungsbezug im SGB II um 54.000 oder 29,1 Prozent gestiegen.
    - Im selben Zeitraum erhöhte sich die Beschäftigtenzahl von Personen mit einer Staatsangehörigkeit aus Griechenland, Italien, Portugal und Spanien (GIPS-Länder) um 27.000 oder 5 Prozent. Die Arbeitslosigkeit hat um 200 oder 0,3 Prozent und der Leistungsbezug im SGB II um 10.000 oder 7,3 Prozent zugenommen.
    - Die Beschäftigung von Staatsangehörigen aus den Asylzugangsländern ist um 34.000 oder 7 Prozent gestiegen. Die Arbeitslosigkeit hat um 25.000 oder 18,4 Prozent und der Leistungsbezug im SGB II um 76.000 oder 21,6 Prozent zugenommen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Asylum policy in the EU: the case for deeper integration (2015)

    Hatton, Timothy J. ;

    Zitatform

    Hatton, Timothy J. (2015): Asylum policy in the EU. The case for deeper integration. In: CESIfo Economic Studies, Jg. 61, H. 3/4, S. 605-637. DOI:10.1093/cesifo/ifv002

    Abstract

    "Over the last 15 years, the locus of policymaking towards asylum seekers and refugees has shifted away from national governments and towards the European Union (EU) as the Common European Asylum Policy has developed. Most of the focus has been on the harmonization of policies relating to border control, the processing of asylum claims, and reception standards for asylum seekers. But this still falls far short of a fully integrated EU-wide policy. This article examines the basis upon which a joint EU policy can be justified. I then ask whether superior outcomes can be achieved by harmonization alone or if more centralized policymaking is necessary. I chart the progress of harmonization and burden-sharing in the development of the Common European Asylum System and explore its effects. I also study the political feasibility of deeper policy integration by analysing public attitudes in the European Social Survey. I conclude that deeper integration is both" (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Flucht und Migration: Debattenbeiträge aus den Ländern des Westbalkans (2015)

    Henkel, Felix; Hoppe, Bert;

    Zitatform

    Henkel, Felix & Bert Hoppe (Hrsg.) (2015): Flucht und Migration. Debattenbeiträge aus den Ländern des Westbalkans. Berlin, 23 S.

    Abstract

    "Die aktuelle Flüchtlingswelle aus dem Nahen Osten stellt Europa vor große Probleme, und so wird in Politik und Öffentlichkeit gefordert, wenigstens die Haltung gegenüber der zweiten großen Gruppe von Asylbewerbern zu verschärfen - den sogenannten Armutsflüchtlingen vom Westbalkan. Es sind jedoch keineswegs bloß Armut und wirtschaftliche Stagnation, die die Menschen ins Ausland treiben: Insbesondere die Roma im Alltag werden immer noch massiv diskriminiert und sehen für sich daher keinerlei Perspektive, viele Menschen verlassen ihre Heimat, weil sie dort die Hoffnung auf funktionierende staatliche Institutionen verloren haben und angesichts der allgegenwärtigen Korruption resignieren. Eine Politik, die allein auf die stärkere Sicherung der EU-Außengrenzen setzt, greift zu kurz: Wenn in den Staaten Südosteuropas eine größere Anzahl an Kriegsflüchtlingen stranden sollten und gleichzeitig verstärkt 'Armutsmigranten' dorthin abgeschoben werden, wird dies zu erheblichen Spannungen führen. Auch bislang 'sichere Herkunftsländer' könnten so erneut instabil werden. Um die möglichen Folgen der europäischen Politik besser abschätzen zu können, ist es wichtig, sich intensiver mit den Ursachen der Migration vom Westbalkan zu beschäftigen. In sechs Beiträgen schildern Auslandsmitarbeiter der Friedrich-Ebert-Stiftung und einheimische Experten die Hintergründe der Migrationsbewegung vom Westbalkan - und geben Anregungen für innovative Lösungsansätz" (Textauszug, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Flüchtlinge in Deutschland: Realismus statt Illusionen (2015)

    Hinte, Holger; Zimmermann, Klaus F. ; Rinne, Ulf ;

    Zitatform

    Hinte, Holger, Ulf Rinne & Klaus F. Zimmermann (2015): Flüchtlinge in Deutschland. Realismus statt Illusionen. In: Wirtschaftsdienst, Jg. 95, H. 11, S. 744-751. DOI:10.1007/s10273-015-1897-5

    Abstract

    "Vom Flüchtlingszustrom erhoffen sich viele vor allem eine Linderung des Fachkräftemangels und eine Entlastung der sozialen Systeme. Die Integration der Flüchtlinge sollte also nicht als 'Belastung', sondern als Zukunftsinvestition verstanden werden. Langfristig gibt es gute Aussichten, dass positive Wohlfahrtseffekte erzielt werden können. Kurzfristig müssen dazu die Potenziale von Flüchtlingen besser identifiziert und gestärkt werden. Ein Zuwanderungsgesetz ist aber weiterhin nötig." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Flüchtlinge in Deutschland: Realismus statt Illusionen (2015)

    Hinte, Holger; Rinne, Ulf ; Zimmermann, Klaus F. ;

    Zitatform

    Hinte, Holger, Ulf Rinne & Klaus F. Zimmermann (2015): Flüchtlinge in Deutschland. Realismus statt Illusionen. (IZA Standpunkte 83), Bonn, 17 S.

    Abstract

    "Die große Zahl von Flüchtlingen und Asylbewerbern, die aktuell nach Deutschland einreisen, stellt eine erhebliche organisatorische, aber auch gesellschaftspolitische Herausforderung dar. Es ist notwendig, eine sachgerechte Debatte um die bestmögliche Integration der Flüchtlinge in unsere Gesellschaft und in den Arbeitsmarkt zu führen. Die Integration der neuen Flüchtlinge sollte dabei nicht als 'Belastung', sondern als Zukunftsinvestition verstanden und kommuniziert werden.
    Der vorliegende Beitrag erläutert unter anderem, wie schon bei der Erstaufnahme im Rahmen gezielterer Datenerhebung und beschleunigter Verfahren für qualifizierte Flüchtlinge deren Integration vorangetrieben werden kann. Die Kommunen bedürfen hierzu weit umfassenderer Unterstützung als bislang. Es wäre allerdings eine Illusion anzunehmen, mit dem hohen Flüchtlingsaufkommen lasse sich der immer deutlicher werdende Fachkräftemangel in Deutschland beheben. Hierzu ist unverändert eine Reform der deutschen Zuwanderungspolitik mit dem Ziel erforderlich, ein Auswahlsystem für qualifizierte Zuwanderer zu etablieren. Ein solches System sollte allerdings auch Flüchtlingen im Sinne eines Statuswechsels offenstehen. Darüber hinaus sollten Deutschland und Europa durch konkrete Angebote zur zirkulären, zeitlichen befristeten Ausbildungs- und Arbeitsmigration Alternativen zur legalen Einreise schaffen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    The Nordic labor market and migration (2015)

    Ho, Giang; Shirono, Kazuko;

    Zitatform

    Ho, Giang & Kazuko Shirono (2015): The Nordic labor market and migration. (IMF working paper 2015,254), Washington, DC, 44 S.

    Abstract

    "The large influx of migrants to Nordic countries in recent years is challenging the adoptability of Nordic labor market institutions while also adding to potential growth. This paper examines the trends, economic drivers, and labor market implications of migration to Nordic countries with a particular focus on economic migration as distinct from the recent large flows of asylum seekers. Our analysis finds that migration inflows to the Nordics are influenced by both cyclical and structural factors. Although migration helpfully dampens overheating pressures during periods of strong demand, and over the longer term will cushion the decline in labor supply from population aging, in the near-term unemployment can rise, especially among the young and lower-skilled. The analysis highlights the need to adapt Nordic labor market institutions in a manner that better facilitates the integration of migrants into employment. In particular, greater wage flexibility at the firm level and continued strong active labor market measures will help improve labor market outcomes among immigrants." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Zuwanderung über Flucht und Asyl in NRW: Umfang und Auswirkungen auf dem Arbeitsmarkt (2015)

    Icking, Maria; Blumental, Pauline; Tsoneva, Veneta; Amonn, Jan;

    Zitatform

    Icking, Maria (2015): Zuwanderung über Flucht und Asyl in NRW. Umfang und Auswirkungen auf dem Arbeitsmarkt. Bottrop, 48 S.

    Abstract

    "In der Studie wird die Zuwanderung über Flucht und Asyl in NRW mit dem Schwerpunkt der Auswirkungen auf dem Arbeitsmarkt analysiert. Die Studie betrachtet zudem einleitend die Zuwanderung aus Drittstaaten außerhalb der EU.
    Die aktuell stark zunehmende Zuwanderung durch Flüchtlinge und Asylbewerber/-innen bildet sich auch am Arbeitsmarkt ab und zeigt sich als steigende Zahlen von Arbeitsuchenden und Beschäftigten aus den Hauptherkunftsländern der Flüchtlinge." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Kosovo - winning its independence but losing its people?: recent evidence on emigration intentions and preparedness to migrate (2015)

    Ivlevs, Artjoms ; King, Roswitha M.;

    Zitatform

    Ivlevs, Artjoms & Roswitha M. King (2015): Kosovo - winning its independence but losing its people? Recent evidence on emigration intentions and preparedness to migrate. In: International migration, Jg. 53, H. 5, S. 84-103. DOI:10.1111/j.1468-2435.2011.00716.x

    Abstract

    "Kosovo declared its independence from Serbia in February 2008, but substantial proportions of its population are expressing their lack of confidence by preparing to emigrate. In this paper, we present evidence from a customized post-independence survey (1,367 face-to face interviews) on emigration intentions in Kosovo, carried out in June 2008. Thirty per cent of the respondents from the Albanian-speaking majority have taken concrete steps to move abroad, and emigration intentions have again risen to their pre-independence peak. Strikingly, it is the better educated and those with higher incomes that are more likely to exit. Ethnic Serbs (the largest minority group) are less likely to emigrate than Kosovo's ethnic majority." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Arbeitsmarktintegration von Asylbewerbern und Flüchtlingen in Schweden, Dänemark und Großbritannien (2015)

    Konle-Seidl, Regina ; Schreyer, Franziska; Bauer, Angela;

    Zitatform

    Konle-Seidl, Regina, Franziska Schreyer & Angela Bauer (2015): Arbeitsmarktintegration von Asylbewerbern und Flüchtlingen in Schweden, Dänemark und Großbritannien. (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Aktuelle Berichte 18/2015), Nürnberg, 15 S.

    Abstract

    "Die stark gestiegene Fluchtmigration stellt den Arbeitsmarkt in Deutschland vor große Herausforderungen. Der Aktuelle Bericht stellt dar, wie ausgewählte europäische Länder (Schweden, Dänemark, Großbritannien) bei der Arbeitsmarktintegration von Schutzsuchenden vorgehen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Konle-Seidl, Regina ; Schreyer, Franziska;
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  • Literaturhinweis

    Constructing gender: refugee women working in the United States (2015)

    Koyama, Jill ;

    Zitatform

    Koyama, Jill (2015): Constructing gender: refugee women working in the United States. In: Journal of Refugee Studies, Jg. 28, H. 2, S. 258-275. DOI:10.1093/jrs/feu026

    Abstract

    "Drawing on data collected during a 26-month ethnographic study of refugees in a city in upstate New York, I examine the gendered and gendering training and work contexts with which refugee women engage. Utilizing the notion of assemblage, a term often associated with actor-network theory (ANT), I ask, among other questions, how do the gathered collages of texts, aims, histories, resources, knowledges, and practices that instantiate what we might recognize as resources for newcomers, come to frame refugee women as they enter the workforce? I demonstrate that through the processes of becoming employed, certain material objects, such as completed job applications, combine with case workers' assessments of employability, and employers' ethnic and gender stereotypes, to create socio-material renderings of refugee women. However, even as they participate in the labour market, the refugee women push against the constraints imposed by their limited English-language ability, lack of formal education, initial lack of socio-economic connections, culturally-defined gender roles, and gender stereotypes. I argue that greater efforts through changes in the national policy and also the related practices of local resettlement agencies should address gender more explicitly. Greater time investment in educational programmes, a longer period of workforce training in more varied, less gender-stereotypical areas, and explicit programmes educating the receiving community about the refugees could result not only in greater economic adaptation, but also increased social integration for refugee women." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Asylum in Europe (2015)

    Leithold, Daniel;

    Zitatform

    Leithold, Daniel (2015): Asylum in Europe. In: CESifo DICE report, Jg. 13, H. 4, S. 55-58.

    Abstract

    "Asylum regulations in European countries still differ significantly. There is a minimum standard set by the European Union that all countries have to reach. This ensures that an asylum seeker has the same chance of gaining protection regardless of the country in which s/he applies for asylum. However, regulations that determine the long-term perspective for refugees differ and therefore influence host country decisions. The more national regulations are harmonized, the less influential they will be in the host country decisions made by asylum seekers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Hyper-precarious lives: migrants, work and forced labour in the global north (2015)

    Lewis, Hannah ; Hodkinson, Stuart ; Dwyer, Peter ; Waite, Louise;

    Zitatform

    Lewis, Hannah, Peter Dwyer, Stuart Hodkinson & Louise Waite (2015): Hyper-precarious lives. Migrants, work and forced labour in the global north. In: Progress in Human Geography, Jg. 39, H. 5, S. 580-600. DOI:10.1177/0309132514548303

    Abstract

    "This paper unpacks the contested inter-connections between neoliberal work and welfare regimes, asylum and immigration controls, and the exploitation of migrant workers. The concept of precarity is explored as a way of understanding intensifying and insecure post-Fordist work in late capitalism. Migrants are centrally implicated in highly precarious work experiences at the bottom end of labour markets in Global North countries, including becoming trapped in forced labour. Building on existing research on the working experiences of migrants in the Global North, the main part of the article considers three questions. First, what is precarity and how does the concept relate to working lives? Second, how might we understand the causes of extreme forms of migrant labour exploitation in precarious lifeworlds? Third, how can we adequately theorize these particular experiences using the conceptual tools of forced labour, slavery, unfreedom and precarity? We use the concept of 'hyper-precarity' alongside notions of a 'continuum of unfreedom' as a way of furthering human geographical inquiry into the intersections between various terrains of social action and conceptual debate concerning migrants' precarious working experiences." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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