Mindestlohn
Seit Inkrafttreten des Mindestlohngesetzes am 1. Januar 2015 gilt ein allgemeingültiger flächendeckender Mindestlohn in Deutschland. Lohnuntergrenzen gibt es in beinahe allen europäischen Staaten und den USA. Die Mindestlohn-Gesetze haben das Ziel, Lohn-Dumping, also die nicht verhältnismäßige Bezahlung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, zu verhindern.
Dieses Themendossier dokumentiert die Diskussion rund um die Einführung des flächendeckenden Mindestlohns in Deutschland und die Ergebnisse empirischer Forschung der zu flächendeckenden und branchenspezifischen Mindestlöhnen. Mit dem Filter „Autorenschaft“ können Sie auf IAB-(Mit-)Autorenschaft eingrenzen.
- Grundsätzliches zum flächendeckenden Mindestlohn
- Auswirkungen des flächendeckenden Mindestlohns auf
- Auswirkungen des flächendeckenden Mindestlohns auf Personengruppen
- Ausnahmen vom flächendeckenden Mindestlohn u.a. für
- Ausweichreaktionen auf Mindestlöhne in Deutschland
- Bundesländer
- Branchenspezifische Mindestlöhne und deren Auswirkungen auf
- Mindestlohn in anderen Ländern
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Literaturhinweis
Analysepotenziale von OnlineStellenanzeigen und Methoden Maschinellen Lernens am Beispiel der Mindestlohnforschung: Hat der Mindestlohn die Nachfrage von Kompetenzen durch Arbeitgeber verändert? (2025)
Busch, Anne; Krieger, Benedikt; Krusee, Sebastian; Goluchowicz, Kerstin; Baumann, Fabienne-Agnes;Zitatform
Busch, Anne, Fabienne-Agnes Baumann, Benedikt Krieger, Kerstin Goluchowicz & Sebastian Krusee (2025): Analysepotenziale von OnlineStellenanzeigen und Methoden Maschinellen Lernens am Beispiel der Mindestlohnforschung. Hat der Mindestlohn die Nachfrage von Kompetenzen durch Arbeitgeber verändert? (iit Perspektive / Institut für Innovation und Technik 80), Berlin, 17 S. DOI:10.23776/2025_09
Abstract
"Diese iit-perspektive beleuchtet das Potenzial innovativer Datenzugänge (Online-Stellenanzeigen) und Analysemethoden (Methoden des maschinellen Lernens) für sozialwissenschaftliche Fragestellungen am Beispiel der Mindestlohnforschung. So ist es mit Online-Stellenanzeigen als Datengrundlage beispielsweise möglich zu untersuchen, inwieweit die Einführung bzw. Erhöhung des Mindestlohns die von Arbeitgebern geforderten beruflichen Kompetenzen verändert hat." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Essays on Wages and Minimum Wages in Frictional Labor Markets (2025)
Börschlein, Erik-Benjamin;Zitatform
Börschlein, Erik-Benjamin (2025): Essays on Wages and Minimum Wages in Frictional Labor Markets. 237 S. DOI:10.5283/epub.76880
Abstract
"In Deutschland ist das Zusammenspiel zwischen Löhnen und institutionellen sowie marktbedingten Friktionen ein zentrales Thema wirtschaftspolitischer Debatten. Diese Dissertation untersucht in drei empirischen Studien kausale Zusammenhänge zwischen Löhnen und Mindestlöhnen, Matchingfriktionen und Arbeitsmarktanspannung. Die Analysen basieren auf umfangreichen administrativen Daten der Bundesagentur für Arbeit und nutzen fortgeschrittene ökonometrische Methoden zur kausalen Inferenz. Die ersten beiden Kapitel betrachten institutionelle Effekte – insbesondere die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns im Jahr 2015 – während das dritte Kapitel den Fokus auf veränderte Marktbedingungen legt, insbesondere den zunehmenden Fachkräftemangel. Ziel ist es, die Wirkungsmechanismen zwischen Löhnen und Arbeitsmarktfriktionen differenziert darzustellen. Kapitel 1 Dieses Kapitel entwickelt einen innovativen Machine-Learning-Ansatz zur verbesserten Schätzung langfristiger Lohneffekte des Mindestlohns. Übliche Studien basieren auf einem fixen Pre-Treatment-Indikator („Bite“), basierend auf Löhnen vor der Politikmaßnahme, der die Betroffenheit von der Mindestlohneinführung nur kurzfristig akkurat abbildet. Um langfristige dynamische Veränderungen zu erfassen, werden hier ein zeitvariable Bite-Indikatoren mittels LASSO-basierter Vorhersagemodelle konstruiert, welche die Inzidenz und die Intensität der Mindestlohnbetroffenheit abbilden. Basierend auf administrativen Daten der Jahre 2010–2014 wird die Mindestlohnbetroffenheit für den Zeitraum 2015–2020 vorhergesagt. In der anschließenden Differenz-von-Differenzen-Analyse zeigen sich signifikant positive Lohneffekte, die im Vergleich zu herkömmlichen Methoden jedoch geringer ausfallen und über die Zeit konstant bleiben. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass traditionelle Evaluierungen die Effekte überschätzen könnten, da sie dynamische Selektionseffekte und mindestlohnunabhängige Lohnentwicklungen nicht ausreichend berücksichtigen. Kapitel 2 In diesem Kapitel wird untersucht, wie sich die Einführung des Mindestlohns auf offene Stellen und damit verbundene Friktionen im Matching-Prozess ausgewirkt hat. Die Analyse basiert auf administrativen Vakanzdaten und Erwerbsbiographien. Die Analyse erfolgt auf der Berufsebenen für den Zeitraum 2013–2019 und nutzt ein Differenz-von-Differenzen-Design. Die Ergebnisse zeigen, dass die Anzahl neu gemeldeter Stellen durch die Mindestlohneinführung insgesamt nicht zurückging. Jedoch stieg der Anteil stornierter Vakanzen um 4–9 Prozent, und die Dauer erfolgreicher Besetzungsprozesse erhöhte sich um 5–6 Prozent. Dies deutet auf verstärkte Such- und Matchingfriktionen hin, etwa durch höhere Einstellungsstandards oder reduzierte berufliche Mobilität. Ergänzende Analysen zeigen geringere Übergänge zwischen Arbeitgebern, insbesondere bei Berufswechseln. Somit wird deutlich, dass die Mindestlohneinführung zwar nur geringe Auswirkungen auf die Beschäftigung hatte, aber dennoch Matchingprozesse erheblich beeinflusst hat. Kapitel 3 Dieses Kapitel wechselt die Perspektive und untersucht, wie zunehmende Arbeitsmarktanspannung – gemessen als Verhältnis von offenen Stellen zu Arbeitssuchenden – die Lohnentwicklung beeinflusst hat. Mithilfe eines Leave-One-Out-Instruments wird der kausale Effekt lokaler Arbeitsmarktanspannung in beruflichen Arbeitsmärkten auf Löhne geschätzt. Die Ergebnisse zeigen moderate, aber signifikant positive Lohneffekte, die etwa 7–19 Prozent des realen Lohnwachstums in Deutschland zwischen 2012 und 2022 erklären. Besonders stark profitieren neu Eingestellte, Hochqualifizierte, Beschäftigte im Dienstleistungssektor und Arbeitnehmer in Ostdeutschland. Zudem steigt der Lohn in Niedriglohnunternehmen überdurchschnittlich stark, was auf eine Verringerung der Lohnungleichheit hindeutet. Im Gesamtfazit werden die Erkenntnisse der drei Studien zusammengeführt. Die Arbeit zeigt, wie institutionelle Eingriffe wie der Mindestlohn einerseits Löhne anheben, gleichzeitig aber neue Friktionen erzeugen können. Andererseits können veränderte Marktbedingungen auch ohne staatliche Eingriffe Löhne steigern – wie etwa bei hoher Arbeitsmarktanspannung. Methodisch hebt die Dissertation die Bedeutung administrativer Mikrodaten und robuster kausaler Analyseverfahren in der Arbeitsmarktforschung hervor." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Börschlein, Erik-Benjamin; -
Literaturhinweis
Endbericht zum Forschungsvorhaben "Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohns auf Beschäftigung und Arbeitslosigkeit": Studie im Auftrag der Mindestlohnkommission (2025)
Zitatform
Caliendo, Marco, Rebecca Olthaus & Nico Pestel (2025): Endbericht zum Forschungsvorhaben "Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohns auf Beschäftigung und Arbeitslosigkeit". Studie im Auftrag der Mindestlohnkommission. Berlin, 102 S.
Abstract
"Das Forschungsprojekt „Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohns auf Beschäftigung und Arbeitslosigkeit“ im Auftrag der Mindestlohnkommission besteht im Wesentlichen aus zwei Teilen. Zum einen werden die Auswirkungen der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns zum 1. Januar 2015 sowie der Anhebungen zwischen dem 1. Januar 2017 und dem 1. Januar 2024 auf die Zielgrößen „Beschäftigung“ und „Arbeitslosigkeit“ bis Mitte des Jahres 2024 analysiert. Als Datenbasis dienen hierfür aggregierte amtliche Daten auf regionaler Ebene, die mit Indikatoren zur Mindestlohnbetroffenheit verknüpft werden. Dies erlaubt die Anwendung ökonometrischer Methoden, die einem Experimentalstandard möglichst nahekommen, sodass die erzielten Ergebnisse eine Interpretation im Sinne von Ursache-Wirkungs-Relationen erlauben. Dazu werden verschiedene Varianten des so genannten Differenz-in-Differenzen-Ansatzes verwendet. Des Weiteren wird ein besonderer Fokus auf die Untersuchung von Beschäftigungseffekten der Erhöhung des Mindestlohns auf 12 Euro im Jahr 2022 gelegt. Die Datengrundlage bilden detaillierte Daten zu Verdiensten und Arbeitszeiten, die es ermöglichen, Veränderungen in den regionalen Verteilungen von Stundenlöhnen über die Zeit zu untersuchen. Hierzu wird ein sogenannter „Bunching“-Ansatz verwendet, der es erlaubt, Veränderungen entlang der Verteilung der Stundenlöhne zu betrachten, und somit einen Fokus auf Beschäftigungsveränderungen im Bereich um den neuen Mindestlohn herum ermöglicht. Die wesentlichen Erkenntnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen: - Die Betroffenheit vom Mindestlohn in Bezug auf die Lohnlücke hat im Jahr 2022 gegenüber dem Jahr 2018 in allen Regionen und im Vergleich zum Jahr 2014 in den meisten Regionen zugenommen. Dabei ist auch festzustellen, dass die Mindestlohnbetroffenheit über die Jahre hinweg variiert und nicht immer nur die gleichen Regionen besonders stark vom Mindestlohn betroffen sind. Dies äußert sich in Korrelationskoeffizienten der regionalspezifischen Lohnlücken auf geringem Niveau zwischen 0,295 (2014 und 2018) und 0,352 (2018 und 2022). - Die kausalen Schätzungen zeigen, dass die Mindestlohneinführung im Zeitraum vom Jahr 2015 bis einschließlich des ersten Quartals 2024 die gesamte abhängige Beschäftigung in stark vom Mindestlohn betroffenen Regionen im Vergleich zu schwach betroffenen Regionen um ca. 0,6 Prozent reduziert hat. - Dieses Resultat ist hauptsächlich auf den Rückgang der ausschließlich geringfügigen Beschäftigung zurückzuführen, wobei sich die negativen Effekte für diese Beschäftigungsform tendenziell im Zeitverlauf noch etwas verstärkt haben. Für die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung insgesamt können hingegen keine Effekte gefunden werden. - Der negative Effekt auf die geringfügige Beschäftigung ist für Männer etwas stärker ausgeprägt als für Frauen, für jüngere Beschäftigte stärker als für ältere Beschäftigte und für Helfer:innen und Fachkräfte stärker als für Expert:innen und Spezialist:innen. Außerdem deuten die Ergebnisse darauf hin, dass sich der Rückgang der geringfügigen Beschäftigung vor allem auf die Wirtschaftszweige Verkehr und Lagerung, Land- und Forstwirtschaft und Fischerei, Erziehung und Unterricht sowie der Erbringung sonstiger wirtschaftlicher Dienstleistungen zurückführen lässt. - Während die meisten Analysen zur sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung auf keine Mindestlohneffekte hinweisen, ergeben sich für einige Wirtschaftszweige negative (Verarbeitendes Gewerbe; Bergbau, Energie- und Wasserversorgung, Entsorgungswirtschaft) und für andere Bereiche sogar positive Effekte (Helfer:innen; Kunst, Unterhaltung und Erholung). - Es gibt große Effektunterschiede zwischen Regionen, die durch unterschiedliche Wirtschaftsdynamiken gekennzeichnet sind. In Regionen mit einem relativ geringen Wirtschaftswachstum vor der Einführung des Mindestlohns bzw. vor dessen Erhöhungen in den Jahren 2019 und 2022, geht sowohl die gesamte abhängige als auch die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zurück. Der negative Effekt auf die geringfügige Beschäftigung ist in diesen Regionen auch deutlicher ausgeprägt. - Die Analyse der Mindestlohnerhöhungen zeigt, dass insbesondere die Erhöhungen zum 1. Januar 2019 und zum 1. Juli bzw. 1. Oktober 2022, in geringerem Maß auch die anderen Erhöhungen, zusätzliche negative Effekte auf die Gesamtbeschäftigung entfaltet haben. Diese sind wiederum hauptsächlich von der geringfügigen Beschäftigung getrieben. - Während der Gesamteffekt auf die Arbeitslosigkeit nicht signifikant ist, deuten die Ergebnisse darauf hin, dass zwischen dem zweiten Quartal 2020 und dem ersten Quartal 2021 (erstes Jahr der Corona-Pandemie) sowie ab dem zweiten Quartal 2022 (Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine) ein signifikanter Rückgang in der Arbeitslosigkeit erfolgte. Dieses Ergebnis ist allerdings schwierig einzuordnen." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Minimum wage and employment in the U.S.: an application of Bayesian quantile kink regression (2025)
Zitatform
Chan, Marc K. & Akbar Zamanzadeh (2025): Minimum wage and employment in the U.S.: an application of Bayesian quantile kink regression. In: Econometric Reviews, Jg. 44, H. 6, S. 673-695. DOI:10.1080/07474938.2025.2451339
Abstract
"We examine whether the employment effects of minimum wage depend on unknown tipping points in the labor market. We apply a continuous threshold regression model—regression kink with unknown thresholds—to U.S. state-level panel data in 1993–2016 to estimate the tipping point and quantile employment effects. Overall, we find that the marginal effect is near-zero or mildly negative below the tipping point, and it is considerably more negative above it. The tipping occurs at 50–55% of the state’s median wage among women and 40–45% among men. Simulations of minimum wage reforms reveal nonlinear and asymmetric employment effects." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Optimal taxation, minimum wage constraint in a model of capital-skill complementarity (2025)
Chen, Yunmin; Ren, Dongmeng;Zitatform
Chen, Yunmin & Dongmeng Ren (2025): Optimal taxation, minimum wage constraint in a model of capital-skill complementarity. In: The Quarterly Review of Economics and Finance, Jg. 103. DOI:10.1016/j.qref.2025.102036
Abstract
"We propose a competitive equilibrium model incorporating taxation and minimum wage constraints in the presence of capital-skill complementarity. The paper mainly addresses how exogenous minimum wage constraints (MWC) impact the optimal progressivity of labor income tax and optimal capital income tax rate. We find the following two results for a steady-state optimal taxes with a binding MWC in an economy with risk averse agents: (i) The capital tax rate is positive, (ii) The labor tax schedule is less progressive in the presence of the MWC than in its absence." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2025 Board of Trustees of the University of Illinois. Published by Elsevier Inc. All rights are reserved, including those for text and data mining, AI training, and similar technologies.) ((en))
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Literaturhinweis
Can minimum wage increases narrow the gender wage gap? Evidence from China (2025)
Zitatform
Chen, Jiwei & Zhigang Xu (2025): Can minimum wage increases narrow the gender wage gap? Evidence from China. In: Applied Economics, Jg. 57, H. 52, S. 8726-8744. DOI:10.1080/00036846.2024.2402953
Abstract
"Using data from the 2011–2019 China Household Finance Survey (CHFS), this paper examines the effect of minimum wage increases on the gender wage gap. The results show that minimum wage increases can significantly reduce the gender wage gap. We further examine the impact of minimum wages on the gender wage gap across the wage distribution and find that minimum wages are conducive to narrowing the gender wage gap at the bottom and middle parts of the wage distribution, but not conducive to reducing the gender wage gap at the upper part of the wage distribution. We also identity heterogeneous effects of minimum wages on the gender wage gap across age, education level, hukou, and work unit. Finally, we find that minimum wages have a negative effect on low-wage workers’ employment. Therefore, governments need to weigh their role in reducing the gender wage gap against the potential negative employment effects when adjusting the minimum wage standard." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Effects of the Minimum Wage on Employment of Young Adults with Cognitive Disabilities (2025)
Zitatform
Chiswick, Barry, Hope Corman, Dhaval M. Dave & Nancy Reichman (2025): Effects of the Minimum Wage on Employment of Young Adults with Cognitive Disabilities. (NBER working paper / National Bureau of Economic Research 33990), Cambridge, Mass, 43 S.
Abstract
"This study analyzes, for the first time, the effect of increases in the minimum wage on the labor market outcomes of working age adults with cognitive disabilities, a vulnerable and low-skilled sector of the actual and potential labor pool. Using data from the American Community Survey (2008-2023), we estimated effects of the minimum wage on employment, labor force participation, weeks worked, and hours worked among working age individuals with cognitive disabilities using a generalized difference-in-differences research design. We found that a higher effective minimum wage leads to reduced employment and labor force participation among individuals with cognitive disabilities but has no significant effect on labor supply at the intensive margin for this group. Adverse impacts were particularly pronounced for those with lower educational attainment. In contrast, we found no significant labor market effects of an increase in the minimum wage for individuals with physical disabilities or in the non-disabled population." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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The Heterogeneous Effects of Large and Small Minimum Wage Changes: Evidence Using a Partially Pre-Committed Analysis Plan (2025)
Zitatform
Clemens, Jeffrey & Michael Strain (2025): The Heterogeneous Effects of Large and Small Minimum Wage Changes: Evidence Using a Partially Pre-Committed Analysis Plan. In: Journal of labor economics. DOI:10.1086/736552
Abstract
"This paper advances the use of partially pre-committed analysis plans in non-experimental research settings. In a study of recent minimum wage changes, we demonstrate how analyses of longer-run impacts of policy interventions can be pre-specified as extensions to very short-run analyses. Further, our pre-analysis plan includes comparisons of the effects of large vs.small minimum wage increases, which is a theoretically motivated dimension of heterogeneity. We discuss how these use cases harness the strengths of pre-analysis planswhile mitigating their weaknesses. This project’s initial analyses explored CPS and ACS datafrom 2011 through 2015. Alongside these analyses, we pre-committed to analyses in corporating CPS and ACS data extending through 2019. Averaging across the specifications in our pre-analysis plan, we estimate that relatively large minimum wage increases reduced employment rates among individuals with low levels of experience and education by just over 2 and a half percentage points during the decade prior to the onset ofthe Covid-19 pandemic. Our estimates of the effects of relatively small minimum wage increases vary across data sets and specifications but are, on average, both economically andstatistically indistinguishable from zero. We estimate that the elasticity of employment with respect to the minimum wage is substantially more negative for large minimum wage increases than for small increases." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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The Heterogeneous Effects of Large and Small Minimum Wage Changes on Hours Worked: Evidence Using a Partially Pre-Committed Analysis Plan (2025)
Zitatform
Clemens, Jeffrey & Michael R. Strain (2025): The Heterogeneous Effects of Large and Small Minimum Wage Changes on Hours Worked: Evidence Using a Partially Pre-Committed Analysis Plan. (IZA discussion paper / Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit 17913), Bonn, 69 S.
Abstract
"In a study of recent minimum wage changes (Clemens and Strain, forthcoming), we demonstrate how analyses of longer-run impacts of policy interventions can be pre-specified as extensions to very short-run analyses. This paper uses this novel methodology to study the effects of minimum wage increases on hours worked. Analyzing CPS and ACS data with the empirical specifications from our partially pre-committed analysis plan, we estimate that relatively large minimum wage increases reduced usual hours worked per week among individuals with low levels of experience and education by just under one hour per week during the decade prior to the onset of the Covid-19 pandemic. Our estimates of the effects of relatively small minimum wage increases vary across data sets and specifications but are, on average, both economically and statistically indistinguishable from zero. We estimate that the elasticity of hours worked with respect to the minimum wage is substantially more negative for large minimum wage increases than for small increases." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Divergent Paths: Differential Impacts of Minimum Wage Increases on Individuals with Disabilities (2025)
Zitatform
Clemens, Jeffrey, Melissa D. Gentry & Jonathan Meer (2025): Divergent Paths: Differential Impacts of Minimum Wage Increases on Individuals with Disabilities. (NBER working paper / National Bureau of Economic Research 33437), Cambridge, Mass, 39 S.
Abstract
"We analyze the differential effects of minimum wage increases on individuals with disabilities using data from the American Community Survey and leveraging state-level minimum wage variation during the 2010s. We find that large minimum wage increases significantly reduce employment and labor force participation for individuals of all working ages with severe disabilities. These declines are accompanied by a downward shift in the wage distribution and an increase in public assistance receipt. By contrast, we find no employment effects for all but young individuals with either non-severe disabilities or no disabilities. Our findings highlight important heterogeneities in minimum wage impacts, raising concerns about labor market policies' unintended consequences for populations on the margins of the labor force." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
The eterogeneous Effects of Large and Small Minimum Wage Changes: Evidence Using a Partially Pre-Committed Analysis Plan (2025)
Zitatform
Clemens, Jeffrey & Michael Strain (2025): The eterogeneous Effects of Large and Small Minimum Wage Changes: Evidence Using a Partially Pre-Committed Analysis Plan. In: Journal of labor economics. DOI:10.1086/736552
Abstract
"This paper advances the use of partially pre-committed analysis plans in non-experimental research settings. In a study of recent minimum wage changes, we demonstrate how analyses of longer-run impacts of policy interventions can be pre-specified as extensions to very short-run analyses. Further, our pre-analysis plan includes comparisons of the effects of large vs.small minimum wage increases, which is a theoretically motivated dimension ofheterogeneity. We discuss how these use cases harness the strengths of pre-analysis planswhile mitigating their weaknesses. This project’s initial analyses explored CPS and ACS datafrom 2011 through 2015. Alongside these analyses, we pre-committed to analysesincorporating CPS and ACS data extending through 2019. Averaging across thespecifications in our pre-analysis plan, we estimate that relatively large minimum wage increases reduced employment rates among individuals with low levels of experience andeducation by just over 2 and a half percentage points during the decade prior to the onset ofthe Covid-19 pandemic. Our estimates of the effects of relatively small minimum wage increases vary across data sets and specifications but are, on average, both economically and statistically indistinguishable from zero. We estimate that the elasticity of employment with respect to the minimum wage is substantially more negative for large minimum wage increases than for small increases." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Did California's Fast Food Minimum Wage Reduce Employment? (2025)
Zitatform
Clemens, Jeffrey, Olivia Edwards & Jonathan Meer (2025): Did California's Fast Food Minimum Wage Reduce Employment? (NBER working paper / National Bureau of Economic Research 34033), Cambridge, Mass, 31 S.
Abstract
"We analyze the effect of California's $20 fast food minimum wage, which was enacted in September 2023 and went into effect in April 2024, on employment in the fast food sector. In unadjusted data from the Quarterly Census of Employment and Wages, we find that employment in California's fast food sector declined by 2.7 percent relative to employment in the fast food sector elsewhere in the United States from September 2023 through September 2024. Adjusting for pre-AB 1228 trends increases this differential decline to 3.2 percent, while netting out the equivalent employment changes in non-minimum-wage-intensive industries further increases the decline. Our median estimate translates into a loss of 18,000 jobs in California's fast food sector relative to the counterfactual." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohns auf die Verbraucherpreise: Studie im Auftrag der Mindestlohnkommission (2025)
Zitatform
Cuccu, Liliana, Sevrin Waights, Maximilian Priem & Stefan Gorgels (2025): Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohns auf die Verbraucherpreise. Studie im Auftrag der Mindestlohnkommission. Berlin, 96 S.
Abstract
"Diese von der Mindestlohnkommission in Auftrag gegebene Studie untersucht die Auswirkungen der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns am 1. Januar 2015 und der folgenden neun Erhöhungen bis zum 1. Januar 2024 auf die Verbraucherpreise. Betrachtet wird der Verbraucherpreisindex (VPI) von 110 Produktkategorien für den Zeitraum zwischen den Jahren 2013 und 2024. Die in dieser Studie primär diskutierte Eingriffsintensität der Mindestlohnerhöhungen (ff. der „Bite“) ist der Anteil der Arbeitnehmer:innen in jedem Wirtschaftssektor (WZ 2008). Hierfür werden repräsentative Lohndaten aus der Verdienststrukturerhebung (VSE) und der Verdiensterhebung (VE) verwendet. Für unsere Analyse zentral ist die Verknüpfung des Bite-Maßes der sektoralen Ebene mit der Produktebene. Hierfür wurde im Projekt eigens eine Korrespondenztabelle erstellt, die erfasst, welche Produkte in den einzelnen Sektoren hergestellt werden. Die kausalen Auswirkungen des Mindestlohns auf die Preise werden mit Hilfe von Difference-in-Differences (DiD) und Event-Study Ansätzen geschätzt. Die Auswirkungen für jede Mindestlohnänderung werden separat geschätzt. Die wichtigsten Ergebnisse der Studie lassen sich wie folgt zusammenfassen: Die Einführung des Mindestlohns im Januar 2015 als auch die Erhöhung vom Oktober 2022 hatten einen signifikant positiven Effekt auf den Anstieg der Verbraucherpreise. Mit der Erhöhung im Oktober 2022 gingen die größten Auswirkungen einher, nicht zuletzt auch, da diese Erhöhung die bei weitem größte darstellt (etwa 1,55 Euro) und den größten durchschnittlichen Bite aller Erhöhungen aufweist. Der VPI einer Produktkategorie mit einem Anteil von 10 Prozent betroffenen Arbeitnehmer:innen erhöhte sich bei der Einführung des Mindestlohns 2015 um 0,42 Indexpunkte und um 0,83 Indexpunkte bei der Erhöhung im Oktober 2022. - In der Folge der anderen Mindestlohnanpassungen, die eine deutlich geringere Eingriffstiefe aufwiesen (Zunahmen zwischen 0,10 Euro und 0,35 Euro), konnten keine statistisch signifikanten Auswirkungen auf die Verbraucherpreise nachgewiesen werden. - Eine gepoolte Schätzung aller Erhöhungen bestätigt die Ergebnisse der Einzeluntersuchungen. Im gepoolten Modell führt eine Mindestlohnerhöhung, welche 10 Prozent der Arbeitnehmer:innen in einer Produktkategorie betrifft, zu einem Preisanstieg von 0,46 Indexpunkten in dieser. - Die Preise reagieren in dem Modell vergleichsweise zeitnah innerhalb von drei Monaten auf einen mindestlohnbedingten Anstieg der Arbeitskosten." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Minimum Wages and Informality (2025)
Derenoncourt, Ellora; Lagos, Lorenzo; Montialoux, Claire; Gerard, Francois;Zitatform
Derenoncourt, Ellora, Francois Gerard, Lorenzo Lagos & Claire Montialoux (2025): Minimum Wages and Informality. (CEPR discussion paper / Centre for Economic Policy Research 20797), London, 32 S.
Abstract
"How do minimum wages affect informality? We study the near-doubling of the real minimum wage from 2000 to 2009 in Brazil, where 46% of the workforce is informal. Using labor force surveys covering the informal sector, we show the minimum wage exhibits near full passthrough to informal employees working in formal firms, about half of all informal employees. The formal-to-informal reallocation elasticity with respect to the formal wage is small: -0.28. Our findings illustrate how minimum wages can positively affect living standards for workers thought beyond the reach of labor law, a sizable share of the workforce in developing economies." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Endbericht zum Forschungsvorhaben „Anwendungen von maschinellem Lernen in der Mindestlohnforschung“: Studie im Auftrag der Mindestlohnkommission (2025)
Dorau, Ralf; Ehmann, Kathrin; Tiemann, Michael ; Krüger, Kai; Helmrich, Robert; Fournier, Lisa; Kostadinovska, Katerina;Zitatform
Dorau, Ralf, Kathrin Ehmann, Lisa Fournier, Robert Helmrich, Katerina Kostadinovska, Kai Krüger & Michael Tiemann (2025): Endbericht zum Forschungsvorhaben „Anwendungen von maschinellem Lernen in der Mindestlohnforschung“. Studie im Auftrag der Mindestlohnkommission. 101 S.
Abstract
"Im Forschungsvorhaben „Anwendungen von maschinellem Lernen in der Mindestlohnforschung“ soll eine Einschätzung darüber getroffen werden, welches Potenzial das maschinelle Lernen für die Mindestlohnforschung hat. Zudem werden erste mindestlohnbezogene Auswertungen anhand von Onlinestellenanzeigendaten in Deutschland vorgenommen. Zu diesem Zweck wurde eine Literaturrecherche zum Thema Mindestlohn und maschinelles Lernen durchgeführt sowie eine Auswahl geeigneter bestehender Stellenanzeigendatenbanken für Deutschland vorgenommen und erste mindestlohnbezogene Analysen von Stellenanzeigendaten durchgeführt. Der erste Teil des Berichts gibt einen Überblick über die bestehende Literatur zu Anwendungen maschinellen Lernens in der Mindestlohnforschung. Zwar gibt es sehr viele Publikationen aus der Mindestlohnforschung sowie zur Forschung mit und der Anwendung von maschinellen Lernverfahren. Die Schnittmenge ist jedoch bislang gering. Der Bericht diskutiert zunächst die Möglichkeiten einer KI-gestützten Literaturrecherche, und stellt dann Arbeiten zur Anwendung von maschinellen Lernverfahren vor. Diese werden sowohl zur Datenanreicherung von Daten in der Mindestlohnforschung als auch zur Bestimmung von Arbeitsmarktauswirkungen der Einführung oder Erhöhung von Mindestlöhnen genutzt. Weiterhin werden Forschungsarbeiten vorgestellt, die sich auf Stellenanzeigen stützen und damit u. a. zur Beurteilung von Veränderungen bei Qualifikations- und Kompetenzanforderungen, Tätigkeitsprofilen und Arbeitsmarktbedingungen im Zusammenhang mit Mindestlohnerhöhungen oder -einführungen beitragen. Der zweite Teil des Berichts untersucht Stellenanzeigendaten aus Deutschland über einen Zeitraum von 2015 bis 2023 deskriptiv und von Januar 2022 bis einschließlich März 2023 im Hinblick auf Auswirkungen der Anhebungen des Mindestlohns im Jahr 2022. Das Projekt greift auf Stellenangebote eines kommerziellen Anbieters zurück. Sie enthalten, ähnlich wie auch die Anzeigen der Bundesagentur für Arbeit, eine Reihe interessanter Merkmale. Dazu gehören Informationen über den Beruf der ausgeschriebenen Stelle sowie Anforderungen und Tätigkeiten, die mit der Ausübung der Stelle verbunden sind. Der Bericht beschreibt, wie diese erschlossen werden könnten. Im vorliegenden Projekt werden Informationen zu den Ausschreibungszeitpunkten, den Regionen, in denen die Stellen verortet sind, sowie zu den Arbeitszeitumfängen und der Befristung der ausgeschriebenen Stellen und den Branchen der ausschreibenden Betriebe verwendet." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Minimum Wages and Human Capital Investment: A Meta‐Regression Analysis (2025)
Zitatform
Doucouliagos, Hristos & Katarina Zigova (2025): Minimum Wages and Human Capital Investment: A Meta‐Regression Analysis. In: BJIR, Jg. 63, H. 4, S. 567-586. DOI:10.1111/bjir.12881
Abstract
"We apply meta-regression analysis to assess the effect of the minimum wage on two types of human capital, formal education enrolment and on-the-job training, using 892 reported estimates of these effects. On average, raising the minimum wage reduces enrolment in all countries assessed. The minimum wage has a somewhat moderate positive effect on training in the United States and no significant training effect elsewhere. There is no publication bias in the formal education and modest bias in the training literature. Heterogeneity among reported estimates is primarily driven by data differences, alternative specifications and measures of the relevant variables." (Author's abstract, IAB-Doku, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))
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Literaturhinweis
Employment Effects of a Statutory Minimum Wage: Evidence from a National Reform of the German Apprenticeship Market (2025)
Dörsam, Michael; Langen, Henrika;Zitatform
Dörsam, Michael & Henrika Langen (2025): Employment Effects of a Statutory Minimum Wage: Evidence from a National Reform of the German Apprenticeship Market. (Working paper / Swiss Leading House 250), Zürich, 36 S.
Abstract
"To enhance the attractiveness of vocational education and training and to secure an adequate supply of skilled labour, the German government introduced a statutory minimum apprenticeship wage. Since January 1, 2020, apprentices who start their training have been entitled to a minimum wage that increases annually. Using administrative register data on apprenticeship contracts, we estimate the causal effect of this legislation on apprentice employment. Exploiting regional and occupational variation in the share of apprenticeships paid at the minimum wage, we apply standard difference-in-differences, triple-difference, and synthetic difference-in-differences models. Our results indicate that the minimum apprenticeship wage increased the number of apprenticeship contracts while reducing the contract termination rate in low-wage occupations. We also find considerable heterogeneity across occupations, which may be best explained by differences in exposure to skilled labour shortages and changes in apprentices' educational attainment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
The Minimum Wage in Germany: Institutional Setting and a Systematic Review of Key Findings (2025)
Zitatform
Dütsch, Matthias, Clemens Ohlert & Arne Baumann (2025): The Minimum Wage in Germany: Institutional Setting and a Systematic Review of Key Findings. In: Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik, Jg. 245, H. 1-2, S. 113-151. DOI:10.1515/jbnst-2023-0038
Abstract
"The introduction of a statutory minimum wage in Germany in 2015 aimed at improving the welfare of low-wage workers but was also accompanied by concerns about distortions in Europe’s largest economy. This paper provides a comprehensive survey of results from the evaluation of the German minimum wage by compiling recent descriptive evidence and a systematic literature review on causal effects through 2022. On 1 October 2022, the minimum wage was raised legislatively by 15 percent to 12 euros per hour, which affected approximately 5.8 million employees and 23 percent of companies. The war in Ukraine and the coronavirus pandemic hit minimum wage workers and minimum wage firms harder than the rest of the economy. The minimum wage thus far had the strongest causal effects directly after its introduction. Hourly wages increased, while working hours decreased, resulting in mixed effects on monthly wages. Overall employment fell slightly, with a decline in marginal employment in particular. Companies’ wage costs increased, and as productivity did not change, profits declined." (Author's abstract, IAB-Doku, © De Gruyter) ((en))
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Literaturhinweis
Does organizational context matter? An examination of the factors influencing employees’ judgments of minimum wage increases (2025)
Zitatform
Dütsch, Matthias, Monika Senghaas, Gesine Stephan & Olaf Struck (2025): Does organizational context matter? An examination of the factors influencing employees’ judgments of minimum wage increases. In: Journal for labour market research, Jg. 59, 2025-02-10. DOI:10.1186/s12651-025-00392-3
Abstract
"This article presents novel findings on company factors that determine judgments regarding the fairness of minimum wage increases. Drawing on minimum wage and organizational justice research, we conducted a factorial survey among German employees. It seems that the internal wage structure plays a crucial role because raising only the pay of minimum wage workers and not that of other employees causes a minimum wage increase to be rated as less fair. While a hiring freeze does not negatively influence fairness judgments, layoffs do. Finally, if a minimum wage increase adversely affects a company’s economic situation, respondents assess it as less fair." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Informal Incentives and Labour Markets (2025)
Fahn, Matthias; Murooka, Takeshi;Zitatform
Fahn, Matthias & Takeshi Murooka (2025): Informal Incentives and Labour Markets. In: The Economic Journal, Jg. 135, H. 665, S. 144-179. DOI:10.1093/ej/ueae063
Abstract
"This paper investigates how labor-market tightness affects market outcomes if firms use informal, self-enforcing, agreements to motivate workers. We characterize profit-maximising equilibria and show that an increase in the supply of homogeneous workers can increase wages. Moreover, even though all workers are identical in terms of skills or productivity, profit-maximising discrimination equilibria exist. There, a group of majority workers is paid higher wages than a group of minority workers, who may even be completely excluded. Minimum wages can reduce such discrimination and increase employment. We discuss how these results relate to empirical evidence on downward wage rigidity, immigration, the gender pay gap, and credentialism." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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- Grundsätzliches zum flächendeckenden Mindestlohn
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