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Dossier

Mindestlohn

Seit Inkrafttreten des Mindestlohngesetzes am 1. Januar 2015 gilt ein allgemeingültiger flächendeckender Mindestlohn in Deutschland. Lohnuntergrenzen gibt es in beinahe allen europäischen Staaten und den USA. Die Mindestlohn-Gesetze haben das Ziel, Lohn-Dumping, also die nicht verhältnismäßige Bezahlung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, zu verhindern.
Dieses Themendossier dokumentiert die Diskussion rund um die Einführung des flächendeckenden Mindestlohns in Deutschland und die Ergebnisse empirischer Forschung der zu flächendeckenden und branchenspezifischen Mindestlöhnen. Mit dem Filter „Autorenschaft“ können Sie auf IAB-(Mit-)Autorenschaft eingrenzen.

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im Aspekt "Reichweite / Betroffenheit"
  • Literaturhinweis

    The devil is in the details: Heterogeneous effects of the German minimum wage on working hours and minijobs (2026)

    Bossler, Mario; Schank, Thorsten ; Liang, Ying ;

    Zitatform

    Bossler, Mario, Ying Liang & Thorsten Schank (2026): The devil is in the details: Heterogeneous effects of the German minimum wage on working hours and minijobs. In: Journal of Public Economics, Jg. 253, 2025-11-18. DOI:10.1016/j.jpubeco.2025.105540

    Abstract

    "Germany introduced a national minimum wage in 2015. While prior studies find limited effects on overall employment, we go into detail and examine its impact on working hours and minijobs. The minimum wage significantly reduces inequality in hourly and monthly wages. While average working hours remain stable, minijobbers experience notable cuts in working hours, which can be explained by the institutional context shaping the effects of the minimum wage. Employment in regular jobs remains unaffected, but minijobs decline, driven by transitions into both regular jobs and non-employment. The latter implies an employment elasticity of −0.16 for minijob employment. Following the first major minimum wage increase in 2022, we reveal a reduction in working hours that is not limited to minijobs, corresponding to an employment volume elasticity of −0.38." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2025 The Authors. Published by Elsevier B.V.) ((en))

    Beteiligte aus dem IAB

    Bossler, Mario;
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  • Literaturhinweis

    Minimum wages in 2025: Annual review (2025)

    Appler, Felix; Vacas‑Soriano, Carlos; Aumayr-Pintar, Christine;

    Zitatform

    Appler, Felix, Christine Aumayr-Pintar & Carlos Vacas‑Soriano (2025): Minimum wages in 2025. Annual review. (Eurofound research report / European Foundation for the Improvement of Living and Working Conditions), Luxembourg, 74 S. DOI:10.2806/6315456

    Abstract

    "2024 was an eventful year for minimum wage regulations in most EU Member States, as the EU Minimum Wage Directive had to be transposed into national legislation by mid November. Therefore, the regular discussions on setting rates for 2025 were sometimes overshadowed by discussions regarding the required adaptations to national regulations. Most countries managed to transpose the directive by the deadline or with a short delay but still within the year. However, in a few countries, the full transposition was still pending as of mid-March 2025. This year’s edition of the annual review on minimum wages provides a comprehensive overview of recent developments. The first two chapters present the usual summaries of how national minimum wages (and collectively agreed minimum wages in countries without a national minimum wage) were set and developed for 2025. Chapter 3 focuses on the new minimum wage regulations, providing a comparative analysis of how Member States with statutory minimum wages have implemented various articles and aspects of the directive. It examines the indicative reference values adopted, the consultative bodies designated or set up, criteria that wage-setters are required to consider when uprating, approaches to variations in minimum wages and measures to promote collective bargaining. Chapter 4 focuses on minimum wage earners and their ability to afford housing, based on analysis of the latest data from the European Union Statistics on Income and Living Conditions (EU-SILC). Furthermore, this report is accompanied by two related Eurofound working papers. The first presents three country examples of how Member States have approached their adequacy assessments in the context of the Minimum Wage Directive (Eurofound, 2025a). The second provides an overview of recent research publications on minimum wages, mainly published in 2024 (Eurofound, 2025b). Finally, Eurofound’s minimum wage country profiles complement this report by providing detailed background information on how minimum wage setting is regulated and functions in the EU Member States and Norway." (Text excerpt, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Zum Entwurf der Fünften Mindestlohnanpassungsverordnung: Stellungnahme des IAB im Rahmen der Verbändebeteiligung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zum 6.10.2025 (2025)

    Bossler, Mario ; Popp, Martin ;

    Zitatform

    Bossler, Mario & Martin Popp (2025): Zum Entwurf der Fünften Mindestlohnanpassungsverordnung. Stellungnahme des IAB im Rahmen der Verbändebeteiligung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zum 6.10.2025. (IAB-Stellungnahme 01/2025), Nürnberg, 23 S. DOI:10.48720/IAB.SN.2501

    Abstract

    "Nach dem Beschluss der Mindestlohnkommission vom 27. Juni 2025 soll der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland zum 1. Januar 2026 auf 13,90 Euro pro Stunde und zum 1. Januar 2027 auf 14,60 Euro pro Stunde steigen. Mit dieser Stellungnahme beurteilen die Autoren den Beschluss auf Basis der wissenschaftlichen Erkenntnisse des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung und gehen insbesondere auf die Lohn- und Beschäftigungswirkungen des gesetzlichen Mindestlohns ein. DOI" (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Bossler, Mario ; Popp, Martin ;
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  • Literaturhinweis

    Essays on Wages and Minimum Wages in Frictional Labor Markets (2025)

    Börschlein, Erik-Benjamin;

    Zitatform

    Börschlein, Erik-Benjamin (2025): Essays on Wages and Minimum Wages in Frictional Labor Markets. 237 S. DOI:10.5283/epub.76880

    Abstract

    "In Deutschland ist das Zusammenspiel zwischen Löhnen und institutionellen sowie marktbedingten Friktionen ein zentrales Thema wirtschaftspolitischer Debatten. Diese Dissertation untersucht in drei empirischen Studien kausale Zusammenhänge zwischen Löhnen und Mindestlöhnen, Matchingfriktionen und Arbeitsmarktanspannung. Die Analysen basieren auf umfangreichen administrativen Daten der Bundesagentur für Arbeit und nutzen fortgeschrittene ökonometrische Methoden zur kausalen Inferenz. Die ersten beiden Kapitel betrachten institutionelle Effekte – insbesondere die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns im Jahr 2015 – während das dritte Kapitel den Fokus auf veränderte Marktbedingungen legt, insbesondere den zunehmenden Fachkräftemangel. Ziel ist es, die Wirkungsmechanismen zwischen Löhnen und Arbeitsmarktfriktionen differenziert darzustellen. Kapitel 1 Dieses Kapitel entwickelt einen innovativen Machine-Learning-Ansatz zur verbesserten Schätzung langfristiger Lohneffekte des Mindestlohns. Übliche Studien basieren auf einem fixen Pre-Treatment-Indikator („Bite“), basierend auf Löhnen vor der Politikmaßnahme, der die Betroffenheit von der Mindestlohneinführung nur kurzfristig akkurat abbildet. Um langfristige dynamische Veränderungen zu erfassen, werden hier ein zeitvariable Bite-Indikatoren mittels LASSO-basierter Vorhersagemodelle konstruiert, welche die Inzidenz und die Intensität der Mindestlohnbetroffenheit abbilden. Basierend auf administrativen Daten der Jahre 2010–2014 wird die Mindestlohnbetroffenheit für den Zeitraum 2015–2020 vorhergesagt. In der anschließenden Differenz-von-Differenzen-Analyse zeigen sich signifikant positive Lohneffekte, die im Vergleich zu herkömmlichen Methoden jedoch geringer ausfallen und über die Zeit konstant bleiben. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass traditionelle Evaluierungen die Effekte überschätzen könnten, da sie dynamische Selektionseffekte und mindestlohnunabhängige Lohnentwicklungen nicht ausreichend berücksichtigen. Kapitel 2 In diesem Kapitel wird untersucht, wie sich die Einführung des Mindestlohns auf offene Stellen und damit verbundene Friktionen im Matching-Prozess ausgewirkt hat. Die Analyse basiert auf administrativen Vakanzdaten und Erwerbsbiographien. Die Analyse erfolgt auf der Berufsebenen für den Zeitraum 2013–2019 und nutzt ein Differenz-von-Differenzen-Design. Die Ergebnisse zeigen, dass die Anzahl neu gemeldeter Stellen durch die Mindestlohneinführung insgesamt nicht zurückging. Jedoch stieg der Anteil stornierter Vakanzen um 4–9 Prozent, und die Dauer erfolgreicher Besetzungsprozesse erhöhte sich um 5–6 Prozent. Dies deutet auf verstärkte Such- und Matchingfriktionen hin, etwa durch höhere Einstellungsstandards oder reduzierte berufliche Mobilität. Ergänzende Analysen zeigen geringere Übergänge zwischen Arbeitgebern, insbesondere bei Berufswechseln. Somit wird deutlich, dass die Mindestlohneinführung zwar nur geringe Auswirkungen auf die Beschäftigung hatte, aber dennoch Matchingprozesse erheblich beeinflusst hat. Kapitel 3 Dieses Kapitel wechselt die Perspektive und untersucht, wie zunehmende Arbeitsmarktanspannung – gemessen als Verhältnis von offenen Stellen zu Arbeitssuchenden – die Lohnentwicklung beeinflusst hat. Mithilfe eines Leave-One-Out-Instruments wird der kausale Effekt lokaler Arbeitsmarktanspannung in beruflichen Arbeitsmärkten auf Löhne geschätzt. Die Ergebnisse zeigen moderate, aber signifikant positive Lohneffekte, die etwa 7–19 Prozent des realen Lohnwachstums in Deutschland zwischen 2012 und 2022 erklären. Besonders stark profitieren neu Eingestellte, Hochqualifizierte, Beschäftigte im Dienstleistungssektor und Arbeitnehmer in Ostdeutschland. Zudem steigt der Lohn in Niedriglohnunternehmen überdurchschnittlich stark, was auf eine Verringerung der Lohnungleichheit hindeutet. Im Gesamtfazit werden die Erkenntnisse der drei Studien zusammengeführt. Die Arbeit zeigt, wie institutionelle Eingriffe wie der Mindestlohn einerseits Löhne anheben, gleichzeitig aber neue Friktionen erzeugen können. Andererseits können veränderte Marktbedingungen auch ohne staatliche Eingriffe Löhne steigern – wie etwa bei hoher Arbeitsmarktanspannung. Methodisch hebt die Dissertation die Bedeutung administrativer Mikrodaten und robuster kausaler Analyseverfahren in der Arbeitsmarktforschung hervor." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Börschlein, Erik-Benjamin;
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  • Literaturhinweis

    Effects of the Minimum Wage on Employment of Young Adults with Cognitive Disabilities (2025)

    Chiswick, Barry; Reichman, Nancy; Corman, Hope ; Dave, Dhaval M.;

    Zitatform

    Chiswick, Barry, Hope Corman, Dhaval M. Dave & Nancy Reichman (2025): Effects of the Minimum Wage on Employment of Young Adults with Cognitive Disabilities. (NBER working paper / National Bureau of Economic Research 33990), Cambridge, Mass, 43 S.

    Abstract

    "This study analyzes, for the first time, the effect of increases in the minimum wage on the labor market outcomes of working age adults with cognitive disabilities, a vulnerable and low-skilled sector of the actual and potential labor pool. Using data from the American Community Survey (2008-2023), we estimated effects of the minimum wage on employment, labor force participation, weeks worked, and hours worked among working age individuals with cognitive disabilities using a generalized difference-in-differences research design. We found that a higher effective minimum wage leads to reduced employment and labor force participation among individuals with cognitive disabilities but has no significant effect on labor supply at the intensive margin for this group. Adverse impacts were particularly pronounced for those with lower educational attainment. In contrast, we found no significant labor market effects of an increase in the minimum wage for individuals with physical disabilities or in the non-disabled population." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    The Impact of a Rising Wage Floor on Labour Mobility Across Firms (2025)

    Forth, John ; Singleton, Carl ; Ritchie, Felix ; Stokes, Lucy ; Bryson, Alex ; Whittard, Damian; Phan, Van;

    Zitatform

    Forth, John, Carl Singleton, Alex Bryson, Van Phan, Felix Ritchie, Lucy Stokes & Damian Whittard (2025): The Impact of a Rising Wage Floor on Labour Mobility Across Firms. In: BJIR, Jg. 63, H. 4, S. 746-757. DOI:10.1111/bjir.70008

    Abstract

    "In April 2016, the National Living Wage (NLW) raised the statutory wage floor for employees in the United Kingdom aged 25 and above by 50 pence per hour. This uprating was almost double any in the previous decade and expanded the share of jobs covered by the wage floor by around 50%. Using a difference-in-differences approach with linked employer–employee data from the UK's Annual Survey of Hours and Earnings, we examine how the introduction and uprating of the NLW affected the likelihood of minimum-wage employees changing firms. We find some evidence that the NLW reduced the rate of job-to-job transitions among such workers, consistent with predictions that an increase in the wage floor discourages job search. However, we find no evidence that the NLW affected differences in job mobility between minimum wage workers and their co-workers in the same firm. Together, these findings suggest that the increased wage floor made quits less attractive to minimum-wage workers in firms with limited opportunities for progression." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohns auf Betriebe und Unternehmen: Studie im Auftrag der Mindestlohnkommission. Erster Endbericht des Forschungsprojekts 556153/ MLK032 (2025)

    Georgieva, Kalina; Hohendanner, Christian ;

    Zitatform

    Georgieva, Kalina & Christian Hohendanner (2025): Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohns auf Betriebe und Unternehmen. Studie im Auftrag der Mindestlohnkommission. Erster Endbericht des Forschungsprojekts 556153/ MLK032. Nürnberg, 96 S.

    Abstract

    "Der vorliegende Projektbericht präsentiert die Ergebnisse des Forschungsprojekts „Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohns auf Betriebe und Unternehmen“, das vom IAB im Auftrag der Mindestlohnkommission durchgeführt wurde. Ziel des ersten Teils der Analyse ist die Untersuchung der kausalen Effekte der Mindestlohnerhöhung auf 12,00 € auf verschiedene betriebliche Zielgrößen, darunter Durchschnittslöhne, die Gesamtbeschäftigung, die Beschäftigung in unterschiedlichen Beschäftigungsformen sowie die Profitabilität und betriebliche Investitionen. Zur Identifikation der kausalen Effekte wird die Variation im Anteil der vom Mindestlohn betroffenen Beschäftigten (dem sogenannten Mindestlohn-Bite) zwischen Betrieben genutzt und ein Differenz-in-Differenzen-Ansatz angewendet. Die Datengrundlage für die Analyse ist das IAB-Betriebspanel der Jahre 2017 bis 2023. Im Ergebnis zeigt sich, dass die monatlichen Brutto-Durchschnittslöhne (bezogen auf den Monat Juni des jeweiligen Befragungsjahres) infolge der Mindestlohnerhöhung auf 12,00 € mit 2,6 Prozent weniger stark gestiegen sind als bei der Einführung des Mindestlohns (4,3 %). Zudem hatte die Mindestlohnerhöhung auf 12,00 € einen negativen Effekt auf die betriebliche Gesamtbeschäftigung in den betroffenen Mindestlohnbetrieben von -1,76 Prozent. Der Effekt ist von der Größenordnung mit jener der Einführung des Mindestlohns vergleichbar. Aufgrund des höheren Beschäftigungsstandes und der breiteren Betroffenheit im Jahr 2022 fällt der absolute Effekt größer aus: zwischen 152.000 und 220.000 Beschäftigungsverhältnissen. Im Gegensatz zur Einführung entfällt der Großteil dieses Effekts jedoch nicht auf geringfügige, sondern auf sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und hier insbesondere auf Vollzeitbeschäftigung (ca. -150.000 Beschäftigungsverhältnisse). Aufgrund der Datenlage ist es nicht möglich eindeutig zu bestimmen, ob der Rückgang der Beschäftigung auf eine geringere Anzahl an Neueinstellungen oder auf vermehrte Entlassungen zurückzuführen ist. Der negative Effekt auf die Einstellungswahrscheinlichkeit und der insignifikante Effekt auf Personalabgänge weisen jedoch darauf hin, dass der Effekt überwiegend durch ausbleibende Neueinstellungen zu erklären ist. Auch der negative Effekt der Mindestlohnanhebung auf die Wahrscheinlichkeit, dass ein Betrieb offene Stellen aufweist, unterstützt diese Sichtweise. Die Mindestlohnanhebung scheint keinen Effekt auf die Arbeitskräftefluktuation insgesamt zu haben, lediglich der Effekt auf die wachstumsunabhängige Fluktuation („Churning“) ist leicht negativ signifikant. In Bezug auf die wirtschaftlichen Indikatoren zeigen sich im Gegensatz zur Einführung des Mindestlohns keine negativen Auswirkungen auf die Profitabilität oder die Investitionstätigkeit der Betriebe. Der Effekt auf Investitionen pro Beschäftigten ist sogar positiv. Die Arbeitsproduktivität ist ebenso durch den Mindestlohn gestiegen. Bei den weiteren untersuchten Zielgrößen zeigen sich hingegen keine signifikanten Effekte infolge der Mindestlohnerhöhung auf 12,00 €. Dies gilt für die vereinbarten wöchentlichen Arbeitszeiten von Vollzeit-Beschäftigten, die Weiterbildung, die Ausbildung, den Wettbewerbsdruck der Betriebe sowie den Einsatz von Robotern im Betrieb. Im zweiten Teil des Forschungsberichts werden aktuelle deskriptive Ergebnisse auf Basis der Daten aus dem IAB-Betriebspanel der Jahre 2023 und 2024 präsentiert. Den präsentierten Statistiken zufolge ging die Betroffenheit von Betrieben und Beschäftigten durch die jüngsten Mindestlohnerhöhungen auf 12,41 € und 12,82 € in Deutschland zurück. Während die Anhebung des Mindestlohns von 10,45 € auf 12,00 € im Oktober 2022 noch 23,1 Prozent der Betriebe und 7,9 Prozent der Beschäftigten betraf, sanken diese Werte bei der Erhöhung auf 12,41 € im Jahr 2023 auf 17,8 Prozent der Betriebe und 5,0 Prozent der Beschäftigten. Die jüngste Anhebung auf 12,82 € zum 1. Januar 2024 betraf noch 13,5 Prozent der Betriebe und 3,7 Prozent der Beschäftigten bundesweit, wobei die Betroffenheit dennoch höher lag als bei den Mindestlohnerhöhungen zwischen 2017 und 2022." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Mindestlohnerhöhungen zum 1. Januar 2026 und 2027: Rund jeder zehnte Job ist von der stufenweisen Anpassung des Mindestlohns betroffen (2025)

    Gürtzgen, Nicole ; Commentz, Antonia; Popp, Martin ;

    Zitatform

    Gürtzgen, Nicole, Martin Popp & Antonia Commentz (2025): Mindestlohnerhöhungen zum 1. Januar 2026 und 2027: Rund jeder zehnte Job ist von der stufenweisen Anpassung des Mindestlohns betroffen. (IAB-Kurzbericht 15/2025), Nürnberg, 8 S. DOI:10.48720/IAB.KB.2515

    Abstract

    "Der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland soll laut Beschluss der Mindestlohnkommission zum 1. Januar 2026 auf 13,90 Euro pro Stunde steigen. Zum 1. Januar 2027 wird der Mindestlohn in einem weiteren Schritt auf 14,60 Euro an­gehoben. Dieser IAB-Kurzbericht zeigt, in welchem Ausmaß bestehende Beschäftigungsverhältnisse sowie Neueinstellungen von den geplanten Erhöhungen betroffen sein werden. Dabei wird insbesondere auf Unterschiede nach Beschäftigungsform, Arbeitszeit, Region und Wirtschaftszweig eingegangen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Do Minimum Wages Increase Female Employment? Evidence From a Meta‐Analysis (2025)

    Li, Xiaomei ; Liu, Yulin ; Si, Xu;

    Zitatform

    Li, Xiaomei, Yulin Liu & Xu Si (2025): Do Minimum Wages Increase Female Employment? Evidence From a Meta‐Analysis. In: Australian economic papers, S. 1-15. DOI:10.1111/1467-8454.70010

    Abstract

    "One of the purposes of minimum wage legislation is to protect women workers. However, the impact of minimum wage on female employment has been controversial. We perform a meta-analysis to test the policy effect. After correcting for publication bias using the overall sample, the effect is positive, indicating that minimum wages actually increase female employment. We use 32 moderators as potential explanatory variables to explain the heterogeneity of the literature and find that it stems from the data characteristics and methods used in econometric estimates. In addition, education plays an important role in regulating the female employment effect of minimum wages. Furthermore, we find that the minimum wage results in an increase in female employment in developing countries, while developed countries do not benefit from the minimum wage system. This could be related to differences in industrial structure, social security coverage, and informal employment rate in the two types of countries. Our results suggest that minimum wages may be an effective policy for women who are more likely to engage in minimum wage work." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    WSI-Mindestlohnbericht 2025: Neuorientierung der Mindestlohnpolitik führt zu realer Aufwertung (2025)

    Lübker, Malte; Schulten, Thorsten;

    Zitatform

    Lübker, Malte & Thorsten Schulten (2025): WSI-Mindestlohnbericht 2025. Neuorientierung der Mindestlohnpolitik führt zu realer Aufwertung. (WSI-Report 100), Düsseldorf, 19 S.

    Abstract

    "Auch in diesem Jahr setzt sich der Trend zu deutlichen nominalen Mindestlohnerhöhungen fort. Angesichts rückläufiger Inflationsraten führt dies in den meisten Ländern Europas zu kräftigen Kaufkraftzuwächsen für Mindestlohnempfänger*innen. Hintergrund ist die Umsetzung der Europäischen Mindestlohnrichtlinie, die in vielen Ländern zu einer Neuorientierung der Mindestlohnpolitik geführt hat und so die Dynamik der Mindestlöhne beflügelt. Die meisten EU-Länder folgen nun den in der Richtlinie verankerten Referenzwerten für angemessene Mindestlöhne, die bei 60 % des Medianlohns bzw. 50 % des Durchschnittslohns liegen. Damit auch Deutschland den Schritt zu einem angemessenen Mindestlohn macht, ist allerdings nach wie vor eine strukturelle Erhöhung notwendig." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Mindestlohn in Deutschland Chance zur Verringerung der Lohnungleichheit zwischen Männern und Frauen? (2025)

    Schmid, Ramona ;

    Zitatform

    Schmid, Ramona (2025): Mindestlohn in Deutschland Chance zur Verringerung der Lohnungleichheit zwischen Männern und Frauen? In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 78, H. 10, S. 60-63.

    Abstract

    "Im Jahr 2015 wurde deutschlandweit der gesetzliche Mindestlohn eingeführt. Zu diesem Zeitpunkt waren in Deutschland insbesondere Frauen im Niedriglohnsektor beschäftigt und die geschlechtsspezifsche Lohnlücke zwischen Männern und Frauen gehörte zu den höchsten in Europa. Eine neue Studie zeigt deutliche regionale Unterschiede innerhalb Deutschlands – sowohl imAusmaß der Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen als auch in deren Entwicklung – nach der Einführung des Mindestlohns. Besonders in den ostdeutschen Bundesländern proftieren Frauen vom Mindestlohn, was zu einem deutlichen Rückgang der geschlechtsspezifschen Lohnlücke führt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    The Impact of the Minimum Wage on Initial Labour Market Outcomes (2025)

    Umkehrer, Matthias;

    Zitatform

    Umkehrer, Matthias (2025): The Impact of the Minimum Wage on Initial Labour Market Outcomes. (IAB-Discussion Paper 16/2025), Nürnberg, 35 S. DOI:10.48720/IAB.DP.2516

    Abstract

    "In dieser Arbeit untersuche ich, wie sich die Einführung des bundesweiten Mindestlohns in Deutschland auf die Arbeitsmarktergebnisse junger Berufseinsteiger auswirkt. Die institutionellen Rahmenbedingungen, administrative Mikrodaten und prognostizierte Mindestlohnbetroffenheit erlauben es, die kausalen Effekte der Maßnahme zu schätzen. Dazu werden Kohorten verglichen, die zu Beginn ihres Erwerbslebens vom Mindestlohn betroffen bzw. nicht betroffen waren, wobei Selektion in Ausbildung, Endogenität des Zeitpunkts des Berufseintritts, Veränderungen in der Kohortenzusammensetzung und makroökonomische Bedingungen kontrolliert werden. Die betroffenen Kohorten wiesen höhere Einkommen, aber keine geringere Beschäftigung auf. Sie arbeiteten etwas mehr Stunden, begannen ihre Karriere häufiger bei größeren und besser entlohnenden Arbeitgebern, übten seltener Berufe mit höherer Mindestlohnbetroffenheit aus und verrichteten seltener manuelle-routine Tätigkeiten oder Hilfsarbeiten. Den Ergebnissen zufolge behindert der Mindestlohn den Übergang von der Ausbildung in das Erwerbsleben nicht, beeinflusst aber die Zusammensetzung der Unternehmen und Berufe auf dem Arbeitsmarkt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Umkehrer, Matthias;
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  • Literaturhinweis

    Mindestlohnkommission 2025: Stellungnahmen aus der schriftlichen Anhörung: Ergänzungsband zum Fünften Bericht der Mindestlohnkommission an die Bundesregierung nach § 9 Abs. 4 Mindestlohngesetz (2025)

    Abstract

    "Paragraf 10 Absatz 3 Satz 1 Mindestlohngesetz (MiLoG) ermöglicht es der Mindestlohnkommission, Anhörungen zu den Auswirkungen und der Anpassung des Mindestlohns durchzuführen. Sie kann dabei „Spitzenorganisationen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer, Vereinigungen von Arbeitgebern und Gewerkschaften, öffentlich-rechtliche Religionsgesellschaften, Wohlfahrtsverbände, Verbände, die wirtschaftliche und soziale Interessen organisieren“ sowie sonstige von der Anpassung des Mindestlohns Betroffene vor Beschlussfassung anhören. Sie kann Informationen und fachliche Einschätzungen von externen Stellen einholen. Die Mindestlohnkommission hat diese Möglichkeit genutzt und im Frühjahr 2025 eine schriftliche Anhörung durchgeführt. Die Mindestlohnkommission hat sich dazu auf einen Kreis von Institutionen bzw. Sachverständigen geeinigt, die im Rahmen der Anhörung zu einer schriftlichen Stellungnahme aufgefordert wurden. Die Stellungnahmen sind ebenso wie die von der Mindestlohnkommission vorab versandten Themenschwerpunkte in diesem Band im Originalwortlaut dokumentiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    14 Euro Mindestlohn: Rund ein Fünftel der Betriebe erwartet einen Beschäftigungsrückgang (2024)

    Börschlein, Erik-Benjamin; Diegmann, André ;

    Zitatform

    Börschlein, Erik-Benjamin & André Diegmann (2024): 14 Euro Mindestlohn: Rund ein Fünftel der Betriebe erwartet einen Beschäftigungsrückgang. In: IAB-Forum H. 21.10.2024. DOI:10.48720/IAB.FOO.20241021.01

    Abstract

    "Auf die Erhöhung des Mindestlohns auf 12 Euro im Oktober 2022 haben rund 30 Prozent der Betriebe in Deutschland mit Lohnerhöhungen reagiert. Eine weitere Anhebung des Mindestlohns auf 14 Euro könnte mehr als jeden zweiten Betrieb betreffen. Etwa ein Drittel der Betriebe, die direkt davon betroffen wären, geht davon aus, innerhalb der kommenden zwölf Monate Beschäftigung abbauen zu müssen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Labor Market Frictions and Spillover Effects from Publicly Announced Sectoral Minimum Wages (2024)

    Demir, Gökay;

    Zitatform

    Demir, Gökay (2024): Labor Market Frictions and Spillover Effects from Publicly Announced Sectoral Minimum Wages. (IZA discussion paper / Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit 17510), Bonn, 77 S.

    Abstract

    "This paper analyzes the horizontal spillover effects of Germany's first sectoral minimum wage. Using a difference-in-differences estimation, I examine the impact of the public announcement and introduction of the minimum wage on sub-minimum wage workers in related jobs outside the minimum wage sector, defined using employment flows. I find an increase in wages and job-to-job transitions for sub-minimum wage workers in related jobs. The spillover effects are driven by workers who reallocate to better-paying establishments, have low labor market experience, and are more closely connected to the minimum wage sector by having former coworkers in that sector." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

    Beteiligte aus dem IAB

    Demir, Gökay;
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  • Literaturhinweis

    Mindestlohnerhöhung auf 12 Euro: Nur wenige Betriebe reagierten eigenen Angaben zufolge mit Entlassungen (2024)

    Gürtzgen, Nicole ; Vetter, Franka ;

    Zitatform

    Gürtzgen, Nicole & Franka Vetter (2024): Mindestlohnerhöhung auf 12 Euro: Nur wenige Betriebe reagierten eigenen Angaben zufolge mit Entlassungen. In: IAB-Forum H. 04.04.2024, 2024-04-02. DOI:10.48720/IAB.FOO.20240404.01

    Abstract

    "Die bislang deutlichste Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns auf 12 Euro pro Stunde im Oktober 2022 betraf knapp 20 Prozent der Betriebe in Deutschland. Nach Daten der IAB-Stellenerhebung zeigten sich dabei große Unterschiede zwischen den Wirtschaftszweigen, wobei im Gastgewerbe anteilig am meisten, im Baugewerbe am wenigsten Betriebe betroffen waren. Als Reaktion auf die Anhebung des Mindestlohns erhöhten die Betriebe nach eigenen Angaben am häufigsten die Preise von Produkten und Dienstleistungen. Sie stellten außerdem häufiger Investitionen und Neueinstellungen zurück." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Gürtzgen, Nicole ; Vetter, Franka ;
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  • Literaturhinweis

    Can a federal minimum wage alleviate poverty and income inequality? Ex-post and simulation evidence from Germany (2023)

    Backhaus, Teresa ; Müller, Kai-Uwe;

    Zitatform

    Backhaus, Teresa & Kai-Uwe Müller (2023): Can a federal minimum wage alleviate poverty and income inequality? Ex-post and simulation evidence from Germany. In: Journal of European Social Policy, Jg. 33, H. 2, S. 216-232. DOI:10.1177/09589287221144233

    Abstract

    "Minimum wages are increasingly discussed as an instrument against (in-work) poverty and income inequality in Europe. Just recently the German government opted for a substantial ad-hoc increase of the minimum-wage level to €12 per hour mentioning poverty prevention as an explicit goal. We use the introduction of the federal minimum wage in Germany in 2015 to study its redistributive impact on disposable household incomes. Based on the German Socio-Economic Panel we analyse changes in poverty and income inequality investigating different mechanisms of the transmission from individual gross wage-rates to disposable household incomes. We find that the minimum wage is an inadequate tool for income redistribution because it does not target poor households. Individuals affected by the minimum wage are not primarily in households at the bottom of the income distribution but are spread across it. Consequently, welfare dependence decreases only marginally. The withdrawal of transfers or employment effects cannot explain the limited effect on poverty. Complementary simulations show that neither full compliance nor a markedly higher level of €12 per hour can render the minimum wage more effective in reducing poverty." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    The Impact of Minimum Wages on Income Inequality in the EU (2023)

    Filauro, Stefano ; Grünberger, Klaus ; Narazani, Edlira ;

    Zitatform

    Filauro, Stefano, Klaus Grünberger & Edlira Narazani (2023): The Impact of Minimum Wages on Income Inequality in the EU. (JRC working papers on taxation and structural reforms 2023,04), Seville, 33 S.

    Abstract

    "A number of studies documents that minimum wage policies have the potential to reduce income inequality. The recently adopted EU Commission's proposal for a Directive on adequate minimum wages was supported by a detailed analysis of the social impacts of hypothetical minimum wage levels in countries with a statutory minimum wage. This paper extends these country-level analyses by exploring the impact of minimum wage policies on EU-level income inequality. To our knowledge, this is the first study that uses a microsimulation model such as EUROMOD to assess the impact of EU-promoted policies on the distribution of income in the EU, beyond their national effects. Assuming no employment effects, static simulation results show that a hypothetical minimum wage corresponding to 60% of the national median wage would bring about a small but significant reduction in EU-level disposable income inequality (by 0.75% in 2019 as measured through the Gini index). This result stems primarily from a reduction in the within-country component of income inequality as the effect on inequality between countries is rather muted. The reduction in EU-level income inequality is the highest in disposable incomes, but some reduction is detectable also in market incomes. In turn, the withdrawal of social benefits because of higher minimum wages seems to neutralise part of this inequality reduction." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Moonlighting and the Minimum Wage (2023)

    Vom Berge, Philipp ; Umkehrer, Matthias;

    Zitatform

    Vom Berge, Philipp & Matthias Umkehrer (2023): Moonlighting and the Minimum Wage. (IAB-Discussion Paper 08/2023), Nürnberg, 42 S. DOI:10.48720/IAB.DP.2308

    Abstract

    "In diesem Beitrag untersuchen wir die Auswirkungen der Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns in Deutschland auf Haupt- und Nebentätigkeiten und deren Wechselwirkung, indem wir umfangreiche administrative Daten und Variation in der Betroffenheit vom Mindestlohn über Tätigkeiten hinweg nutzen. Während wir bestätigen, dass der nationale Mindestlohn für beide Beschäftigungsarten die Verdienste auf individueller Ebene erhöht, aber die Beschäftigung nicht verringert hat, stellen wir fest, dass er unterschiedliche Auswirkungen auf die Anpassung der Arbeitszeit hatte: Bei Haupttätigkeiten erhöhte er die Wahrscheinlichkeit, dass geringfügige in reguläre Beschäftigung umgewandelt wurde. Bei Nebentätigkeiten führte er eher zu Arbeitszeitverkürzungen, um Steuervorteile zu erhalten. Darüber hinaus liefern wir Evidenz, dass Personen mit einer Nebenbeschäftigung, die einen mindestlohnbedingten Rückgang der Stundenzahl ihrer Haupttätigkeit erlebten, stattdessen diese Arbeitsstunden zumindest teilweise auf ihre Nebentätigkeit übertragen haben." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Vom Berge, Philipp ; Umkehrer, Matthias;
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  • Literaturhinweis

    Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns auf 12 Euro: Stellungnahme des IAB zur Verbändeanhörung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zum Entwurf eines Gesetzes zur Erhöhung des Schutzes durch den gesetzlichen Mindestlohn (MiLoEG) am 2.2.2022 (2022)

    Bossler, Mario ;

    Zitatform

    Bossler, Mario (2022): Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns auf 12 Euro. Stellungnahme des IAB zur Verbändeanhörung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zum Entwurf eines Gesetzes zur Erhöhung des Schutzes durch den gesetzlichen Mindestlohn (MiLoEG) am 2.2.2022. (IAB-Stellungnahme 01/2022), Nürnberg, 11 S. DOI:10.48720/IAB.SN.2201

    Abstract

    "Das IAB wurde gebeten zu dem Referentenentwurf (des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales) eines Gesetzes zur Erhöhung des Schutzes durch den gesetzlichen Mindestlohn (Mindestlohnerhöhungsgesetz– MiLoEG) Stellung zu nehmen. Mit dem Gesetz soll die im Koalitionsvertrag vereinbarte Anpassung des gesetzlichen Mindestlohns auf brutto 12 Euro je Stunde zum 1. Oktober 2022 umgesetzt werden. Die Stellungnahme behandelt den Hintergrund der Mindestlohnerhöhung, die Eingriffstiefe des Mindestlohns sowie potenzielle Lohn- und Beschäftigungswirkungen. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die geplante Mindestlohnerhöhung auf 12 Euro pro Arbeitsstunde eine große Eingriffstiefe aufweist und mit signifikanten Lohnsteigerungen zu rechnen ist. Offen bleibt allerdings, inwieweit sich die zu erwartende Stundenlohnerhöhung in den monatlichen Arbeitseinkommen, in einer Reduzierung des ALG-II-Bezugs und in einer reduzierten Armutsgefährdung niederschlagen wird und welche Beschäftigungswirkung zu erwarten ist. Auch wenn die empirische Literatur zur Mindestlohneinführung und neuere makroökonomische Studien ein durchaus positives Bild zeichnen, lassen sich daraus keine belastbaren Prognosen der Wirkungen der geplanten Mindestlohnerhöhung ableiten." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Bossler, Mario ;
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