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Dossier

Mindestlohn

Seit Inkrafttreten des Mindestlohngesetzes am 1. Januar 2015 gilt ein allgemeingültiger flächendeckender Mindestlohn in Deutschland. Lohnuntergrenzen gibt es in beinahe allen europäischen Staaten und den USA. Die Mindestlohn-Gesetze haben das Ziel, Lohn-Dumping, also die nicht verhältnismäßige Bezahlung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, zu verhindern.
Dieses Themendossier dokumentiert die Diskussion rund um die Einführung des flächendeckenden Mindestlohns in Deutschland und die Ergebnisse empirischer Forschung der zu flächendeckenden und branchenspezifischen Mindestlöhnen. Mit dem Filter „Autorenschaft“ können Sie auf IAB-(Mit-)Autorenschaft eingrenzen.

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  • Literaturhinweis

    Effekte des Mindestlohns auf Handwerksbetriebe: Eine Analyse von Bäckereien in Südniedersachsen (2025)

    Felix, Töpfer; Leonie, Reher;

    Zitatform

    Felix, Töpfer & Reher Leonie (2025): Effekte des Mindestlohns auf Handwerksbetriebe. Eine Analyse von Bäckereien in Südniedersachsen. (ifh Forschungsbericht / Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand & Handwerk an der Universität Göttingen 27), Göttingen, 36 S. DOI:10.47952/gro-publ-305

    Abstract

    "Die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns in Deutschland im Jahr 2015 stellte ein Novum in der deutschen Arbeitsmarktpolitik dar. Ziel war der Schutz vor Lohnarmut im Niedriglohnsektor, ohne die gesamtwirtschaftliche Beschäftigung zu gefährden. Diese Arbeit untersucht auf qualitativer Grundlage die wirtschaftlichen Auswirkungen des Mindestlohns auf Handwerksbetriebe, exemplarisch analysiert am Beispiel von Bäckereien in Südniedersachsen. Das Bäckerhandwerk ist als Niedriglohnbranche in besonderer Weise vom Mindestlohn betroffen und befindet sich ohnehin seit Jahrzehnten im Strukturwandel. Sinkende Betriebszahlen und Konzentrationsprozesse, wachsende Konkurrenz durch den Lebensmitteleinzelhandel und Discounter sowie technische Rationalisierung prägen die Branche. Hinzu kommen Fachkräftemangel, gestiegene Energie- und Rohstoffpreise sowie eine abnehmende Ausbildungsbereitschaft, welche die wirtschaftliche Stabilität vieler Handwerksbäckereien zusätzlich gefährden. Anhand von sechs teilstrukturierten Interviews auf Ebene der Geschäftsführung werden konkrete betriebliche Anpassungsreaktionen identifiziert und in den bestehenden Forschungskontext eingeordnet. Dabei beschreiben die befragten Betriebe sowohl die Einführung des Mindestlohns als auch seine Erhöhungen als Belastung. Die Zielsetzung des Gesetzes wird dabei nicht grundsätzlich abgelehnt, wohl aber die fehlende Differenzierung und Umsetzung. Herausfordernd sei insbesondere die notwendige Anpassung des gesamten Lohngefüges, da Lohnabstände betriebsintern gewahrt werden müssten. Ein Stellenabbau fand in den befragten Betrieben nicht statt und wird auch künftig ausgeschlossen. Angesichts des Fachkräftemangels und der arbeitsintensiven Produktionsweise sehen die Betriebe keine Alternative zur Personalbindung. Gleichzeitig werde die Personalgewinnung schwieriger, insbesondere im Verkauf. Die Attraktivität der Arbeitsplätze leide ohnehin unter vergleichsweise unattraktiven Arbeitsbedingungen wie frühen Arbeitszeiten und anspruchsvoller körperlicher Arbeit, wodurch Lohnangleichungen zu anderen Branchen schwerer ins Gewicht fallen. Preissteigerungen der Endprodukte bilden somit die häufigste betriebliche Reaktion. In mehreren Interviews wurden außerdem sozialpolitische Fehlanreize thematisiert, die entweder zur Stundenreduzierung oder Ablehnung von Jobangeboten seitens der Arbeitnehmer führten. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass die Auswirkungen des Mindestlohns im Handwerk vielschichtig sind. Zwar konnten keine unmittelbaren negativen Beschäftigungseffekte im Bäckereihandwerk festgestellt werden, die wirtschaftliche Belastung - insbesondere kleinerer Betriebe - ist jedoch evident. Die direkten Personalkostensteigerungen reihen sich dabei in die Vielzahl von bestehenden Herausforderungen ein und können nicht isoliert betrachtet werden. Die befragten Unternehmen fordern daher eine stärkere Berücksichtigung ihrer betrieblichen Rahmenbedingungen bei zukünftigen Regulierungen sowie Möglichkeiten zur flexibleren Anwendung der Mindestlöhne, um letztlich den Fortbestand kleinbetrieblicher Strukturen im Handwerk zu sichern." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    The Impact of a Rising Wage Floor on Labour Mobility Across Firms (2025)

    Forth, John ; Singleton, Carl ; Ritchie, Felix ; Stokes, Lucy ; Bryson, Alex ; Whittard, Damian; Phan, Van;

    Zitatform

    Forth, John, Carl Singleton, Alex Bryson, Van Phan, Felix Ritchie, Lucy Stokes & Damian Whittard (2025): The Impact of a Rising Wage Floor on Labour Mobility Across Firms. In: BJIR, Jg. 63, H. 4, S. 746-757. DOI:10.1111/bjir.70008

    Abstract

    "In April 2016, the National Living Wage (NLW) raised the statutory wage floor for employees in the United Kingdom aged 25 and above by 50 pence per hour. This uprating was almost double any in the previous decade and expanded the share of jobs covered by the wage floor by around 50%. Using a difference-in-differences approach with linked employer–employee data from the UK's Annual Survey of Hours and Earnings, we examine how the introduction and uprating of the NLW affected the likelihood of minimum-wage employees changing firms. We find some evidence that the NLW reduced the rate of job-to-job transitions among such workers, consistent with predictions that an increase in the wage floor discourages job search. However, we find no evidence that the NLW affected differences in job mobility between minimum wage workers and their co-workers in the same firm. Together, these findings suggest that the increased wage floor made quits less attractive to minimum-wage workers in firms with limited opportunities for progression." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Organising Changes: The Institutional Work Behind the Implementation of a Minimum Income Scheme (2025)

    Frangioni, Tommaso ; Volturo, Stella ;

    Zitatform

    Frangioni, Tommaso & Stella Volturo (2025): Organising Changes: The Institutional Work Behind the Implementation of a Minimum Income Scheme. In: Social Policy and Administration, S. 1-10. DOI:10.1111/spol.70026

    Abstract

    "Policy implementation at the local level is often influenced by the interplay between institutional frameworks and the discretionary power of street-level bureaucrats. This study examines how local welfare agencies in two Italian regions have reacted to the introduction of the Reddito di Cittadinanza (RdC), the Italian minimum income scheme. Through qualitative research, including interviews with social workers and their managers, this study explores how local actors mediate national policies and navigate structural constraints in a rapidly changing context, adapting the measure and at the same time reorganising their working contexts. The findings show that the implementation of the RdC has led to significant organisational adaptations, including the emergence of informal coordination mechanisms and new forms of professional discretion. Whilst the policy was designed to standardise welfare practises, its practical application varies across local contexts, highlighting the tensions between national mandates and local agency. The findings underscore the pivotal role of street-level bureaucrats in shaping policy implementation, often serving as conduits for interpreting and adapting measures to align with local needs. This research contributes to the extant literature on policy implementation by demonstrating the value of an organisational perspective in understanding welfare policy processes, transcending the conventional divide between top-down and bottom-up approaches. The study's findings imply that a sustained investment in local capacities is important to ensure the efficacy of policy measures. Future welfare reforms could benefit from the insights of this case study by integrating local agency and professional expertise into social policy design." (Author's abstract, IAB-Doku, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))

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    Endbericht zum Forschungsvorhaben "Die Bedeutung des gesetzlichen Mindestlohns für Betriebe und Beschäftigte in der Kurier-, Express- und Paketdienstbranche": Studie im Auftrag der Mindestlohnkommission (2025)

    Fuchs, Philipp ; Hunger, Katrin; Hartmann, Marie; Kaden, Ulrike; Adamkiewicz, Blanka; Verbeek, Hans;

    Zitatform

    Fuchs, Philipp, Ulrike Kaden, Katrin Hunger, Hans Verbeek, Blanka Adamkiewicz & Marie Hartmann (2025): Endbericht zum Forschungsvorhaben "Die Bedeutung des gesetzlichen Mindestlohns für Betriebe und Beschäftigte in der Kurier-, Express- und Paketdienstbranche". Studie im Auftrag der Mindestlohnkommission. Köln, 146 S.

    Abstract

    "Die Strukturen der KEP-Branche sind durch einen hohen Konkurrenzdruck zwischen den Betrieben, eine hohe Personalintensität und einem hohen Anteil an An- und Ungelernten sowie von Beschäftigten mit Migrationshintergrund geprägt, die insbesondere in den Logistikzentren und der Zustellung unter meist hohem Arbeitsdruck für Löhne im Bereich des Mindestlohns arbeiten. Charakteristisch für die KEP-Branche ist die Dreiteilung in einige wenige marktbeherrschende Logistikkonzerne, viele Klein- und Kleinstbetrieben als deren Subunternehmen sowie Klein- und Mittelbetriebe, die teils in Marktnischen agieren. Gerade bei den entscheidenden Arbeitsschritten, der Zustellung auf der letzten Meile, bleibt das Rationalisierungspotenzial gering, so dass der Mindestlohn hier nach wie vor eine erhebliche Rolle spielt – sei es als faktische Lohnuntergrenze oder Orientierungsgröße für die Lohnfindung in den untersten Lohngruppen. Auch wenn die vorliegende Studie aufgrund ihres qualitativen Zugangs keine im statistischen Sinne repräsentativen Befunde liefern kann, stellen die Gesamtzahl von 62 Interviews, die inhaltlich begründete Fokussierung auf strukturell unterschiedliche Regionen sowie die ausgewogene Einbeziehung der verschiedenen Akteursgruppen wichtige Elemente dar, um die Komplexität und Vielgestaltigkeit des Themas adäquat untersuchen zu können. In diesem Abschnitt werden noch einmal die wesentlichen Ergebnisse resümiert und eingeordnet, um im Anschluss daran sowohl auf die Limitationen der Studie einzugehen als auch weiteren Forschungsbedarf aufzuzeigen. Durch die Erhöhungen des Mindestlohns ist es zu Steigerungen des Monatslohns gekommen, die eher selten durch eine Reduzierung der Arbeitszeit konterkariert wurden. Am ehesten wurden Arbeitszeitreduzierungen für Beschäftigte berichtet, die gleichzeitig Transferleistungen (ALG I/ALG II) oder BAföG bezogen. Weiterhin gingen die Erhöhungen des Mindestlohns in einigen Betrieben mit Lohnstauchungen einher. Bei weitem nicht alle Arbeitgeber sahen sich dazu in der Lage, den prozentualen Lohnanstieg für Mindestlohnbeschäftigte anteilig auch den übrigen Beschäftigten in den unteren Lohngruppen in gleichem Umfang zu gewähren. Innerhalb unseres Samples lässt sich in dieser Hinsicht grob zwischen vier Gruppen von Betrieben differenzieren: (1) eine Gruppe von Betrieben, bei denen die Löhne oberhalb des Mindestlohns infolge der Mindestlohnerhöhungen nicht angepasst wurden, (2) eine Gruppe von Betrieben, in denen die Lohngruppen oberhalb des Mindestlohns zwar angepasst wurden, aber nicht in derselben prozentualen Höhe wie der Mindestlohn, (3) Betriebe, die die Lohnabstände zwischen den Lohngruppen weiterhin beibehalten konnten, auch um den Verlust von langjährigen und qualifizierten Beschäftigten zu vermeiden, sowie (4) Betriebe, in denen es nur eine einzige Lohngruppe im Bereich des Mindestlohns gab. Insofern kam es in Teilen der KEP-Branche zu nennenswerten Verschiebungen im Lohngefüge durch die Mindestlohnerhöhungen. Die Wahrnehmung der nominellen Lohnzuwächse aufseiten der Beschäftigten wurde stark von der zeitgleichen hohen Inflation beeinflusst, so dass die Mindestlohnerhöhungen eher als Inflationsausgleich denn als reale Lohnerhöhung empfunden wurden." (Textauszug, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Basic Income and the Dynamics of Employment and Human Capital in a Non-Urban Disadvantaged Setting (2025)

    García, Jorge Luis; Watson, L. Reed; Warren, Patrick L.;

    Zitatform

    García, Jorge Luis, Patrick L. Warren & L. Reed Watson (2025): Basic Income and the Dynamics of Employment and Human Capital in a Non-Urban Disadvantaged Setting. (NBER working paper / National Bureau of Economic Research 33891), Cambridge, Mass, 54 S.

    Abstract

    "Why and when could basic income inhibit employment? We randomize 200 dollars of basic income per month for two years within a non-urban disadvantaged sample tracked using high-frequency administrative data. The amount provided is 21% of average all-source income. In the short term (0.5 years after baseline), relative to the control group, treatment-group employment decreases by 58%, average all-source income remains constant, and health-investment rates increase. In the longer term (1.25 years after baseline), employment and health-investment rates revert to their control-group counterparts. Treatment participants receive basic income, take time off work, address health needs, and, subsequently, reintegrate into employment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohns auf Betriebe und Unternehmen: Studie im Auftrag der Mindestlohnkommission. Erster Endbericht des Forschungsprojekts 556153/ MLK032 (2025)

    Georgieva, Kalina; Hohendanner, Christian ;

    Zitatform

    Georgieva, Kalina & Christian Hohendanner (2025): Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohns auf Betriebe und Unternehmen. Studie im Auftrag der Mindestlohnkommission. Erster Endbericht des Forschungsprojekts 556153/ MLK032. Nürnberg, 96 S.

    Abstract

    "Der vorliegende Projektbericht präsentiert die Ergebnisse des Forschungsprojekts „Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohns auf Betriebe und Unternehmen“, das vom IAB im Auftrag der Mindestlohnkommission durchgeführt wurde. Ziel des ersten Teils der Analyse ist die Untersuchung der kausalen Effekte der Mindestlohnerhöhung auf 12,00 € auf verschiedene betriebliche Zielgrößen, darunter Durchschnittslöhne, die Gesamtbeschäftigung, die Beschäftigung in unterschiedlichen Beschäftigungsformen sowie die Profitabilität und betriebliche Investitionen. Zur Identifikation der kausalen Effekte wird die Variation im Anteil der vom Mindestlohn betroffenen Beschäftigten (dem sogenannten Mindestlohn-Bite) zwischen Betrieben genutzt und ein Differenz-in-Differenzen-Ansatz angewendet. Die Datengrundlage für die Analyse ist das IAB-Betriebspanel der Jahre 2017 bis 2023. Im Ergebnis zeigt sich, dass die monatlichen Brutto-Durchschnittslöhne (bezogen auf den Monat Juni des jeweiligen Befragungsjahres) infolge der Mindestlohnerhöhung auf 12,00 € mit 2,6 Prozent weniger stark gestiegen sind als bei der Einführung des Mindestlohns (4,3 %). Zudem hatte die Mindestlohnerhöhung auf 12,00 € einen negativen Effekt auf die betriebliche Gesamtbeschäftigung in den betroffenen Mindestlohnbetrieben von -1,76 Prozent. Der Effekt ist von der Größenordnung mit jener der Einführung des Mindestlohns vergleichbar. Aufgrund des höheren Beschäftigungsstandes und der breiteren Betroffenheit im Jahr 2022 fällt der absolute Effekt größer aus: zwischen 152.000 und 220.000 Beschäftigungsverhältnissen. Im Gegensatz zur Einführung entfällt der Großteil dieses Effekts jedoch nicht auf geringfügige, sondern auf sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und hier insbesondere auf Vollzeitbeschäftigung (ca. -150.000 Beschäftigungsverhältnisse). Aufgrund der Datenlage ist es nicht möglich eindeutig zu bestimmen, ob der Rückgang der Beschäftigung auf eine geringere Anzahl an Neueinstellungen oder auf vermehrte Entlassungen zurückzuführen ist. Der negative Effekt auf die Einstellungswahrscheinlichkeit und der insignifikante Effekt auf Personalabgänge weisen jedoch darauf hin, dass der Effekt überwiegend durch ausbleibende Neueinstellungen zu erklären ist. Auch der negative Effekt der Mindestlohnanhebung auf die Wahrscheinlichkeit, dass ein Betrieb offene Stellen aufweist, unterstützt diese Sichtweise. Die Mindestlohnanhebung scheint keinen Effekt auf die Arbeitskräftefluktuation insgesamt zu haben, lediglich der Effekt auf die wachstumsunabhängige Fluktuation („Churning“) ist leicht negativ signifikant. In Bezug auf die wirtschaftlichen Indikatoren zeigen sich im Gegensatz zur Einführung des Mindestlohns keine negativen Auswirkungen auf die Profitabilität oder die Investitionstätigkeit der Betriebe. Der Effekt auf Investitionen pro Beschäftigten ist sogar positiv. Die Arbeitsproduktivität ist ebenso durch den Mindestlohn gestiegen. Bei den weiteren untersuchten Zielgrößen zeigen sich hingegen keine signifikanten Effekte infolge der Mindestlohnerhöhung auf 12,00 €. Dies gilt für die vereinbarten wöchentlichen Arbeitszeiten von Vollzeit-Beschäftigten, die Weiterbildung, die Ausbildung, den Wettbewerbsdruck der Betriebe sowie den Einsatz von Robotern im Betrieb. Im zweiten Teil des Forschungsberichts werden aktuelle deskriptive Ergebnisse auf Basis der Daten aus dem IAB-Betriebspanel der Jahre 2023 und 2024 präsentiert. Den präsentierten Statistiken zufolge ging die Betroffenheit von Betrieben und Beschäftigten durch die jüngsten Mindestlohnerhöhungen auf 12,41 € und 12,82 € in Deutschland zurück. Während die Anhebung des Mindestlohns von 10,45 € auf 12,00 € im Oktober 2022 noch 23,1 Prozent der Betriebe und 7,9 Prozent der Beschäftigten betraf, sanken diese Werte bei der Erhöhung auf 12,41 € im Jahr 2023 auf 17,8 Prozent der Betriebe und 5,0 Prozent der Beschäftigten. Die jüngste Anhebung auf 12,82 € zum 1. Januar 2024 betraf noch 13,5 Prozent der Betriebe und 3,7 Prozent der Beschäftigten bundesweit, wobei die Betroffenheit dennoch höher lag als bei den Mindestlohnerhöhungen zwischen 2017 und 2022." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Minimum wage non-compliance: the role of co-determination (2025)

    Goerke, Laszlo ; Pannenberg, Markus;

    Zitatform

    Goerke, Laszlo & Markus Pannenberg (2025): Minimum wage non-compliance: the role of co-determination. In: European Journal of Law and Economics, Jg. 60, H. 2, S. 365-402. DOI:10.1007/s10657-024-09811-1

    Abstract

    "We analyse how co-determination is related to non-compliance with the German minimum wage, which was introduced in 2015. The Works Constitution Act (WCA), the law regulating co-determination at the plant level, provides works councils with indirect means to ensure compliance with the statutory minimum wage. Based on this legal situation, our theoretical model predicts that non-compliance is less likely in co-determined firms because works councils enhance the enforcement of the law. The economic correlates of co-determination, such as higher productivity and wages, affect non-compliance in opposite directions. The empirical analysis, using data from the German Socio-economic Panel (SOEP) for the years 2016 and 2019, demonstrates that non-compliance occurs less often for employees in co-determined establishments, while there is no correlation between non-compliance and the difference between the minimum wage and the wage actually paid." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer-Verlag) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Mindestlohnerhöhungen zum 1. Januar 2026 und 2027: Rund jeder zehnte Job ist von der stufenweisen Anpassung des Mindestlohns betroffen (2025)

    Gürtzgen, Nicole ; Commentz, Antonia; Popp, Martin ;

    Zitatform

    Gürtzgen, Nicole, Martin Popp & Antonia Commentz (2025): Mindestlohnerhöhungen zum 1. Januar 2026 und 2027: Rund jeder zehnte Job ist von der stufenweisen Anpassung des Mindestlohns betroffen. (IAB-Kurzbericht 15/2025), Nürnberg, 8 S. DOI:10.48720/IAB.KB.2515

    Abstract

    "Der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland soll laut Beschluss der Mindestlohnkommission zum 1. Januar 2026 auf 13,90 Euro pro Stunde steigen. Zum 1. Januar 2027 wird der Mindestlohn in einem weiteren Schritt auf 14,60 Euro an­gehoben. Dieser IAB-Kurzbericht zeigt, in welchem Ausmaß bestehende Beschäftigungsverhältnisse sowie Neueinstellungen von den geplanten Erhöhungen betroffen sein werden. Dabei wird insbesondere auf Unterschiede nach Beschäftigungsform, Arbeitszeit, Region und Wirtschaftszweig eingegangen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    ›Und ewig grüßt das Murmeltier‹ – Mindestlohnforschung im Denkstilzwang (2025)

    Heise, Arne ;

    Zitatform

    Heise, Arne (2025): ›Und ewig grüßt das Murmeltier‹ – Mindestlohnforschung im Denkstilzwang. In: Leviathan, Jg. 53, H. 4, S. 462-492. DOI:10.5771/0340-0425-2025-4-462

    Abstract

    "Vor Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns in Deutschland im Jahr 2015 war sich die deutsche Arbeitsmarktökonomik weitgehend darin einig, dass dieses ‚soziale Experiment‘ mit erheblichen Arbeitsplatzverlusten bezahlt werden müsste. Die Begleitforschung zur Mindestlohneinführung konnte dann aber die prognostizierten Beschäftigungsverluste nicht nachweisen und musste auch für Deutschland – wie überall, wo Mindestlöhne existieren und deren Effekte erforscht werden – die ‚Flüchtigkeit des Beschäftigungseffekts‘ zugeben. In diesem Beitrag wird die Diskussion um die Einführung des Mindestlohns nachgezeichnet und die Reaktion der Wissenschaftlergemeinschaft auf die Abweichung der tatsächlichen Beschäftigungsentwicklung von den modellgestützten Prognosen – was wissenschaftstheoretisch als ‚Anomalie‘ oder ‚Krise‘ verstanden werden kann – auf der Grundlage der Fleckschen Denkstil-Theorie analysiert. Dazu werden 2 Phasen – die Phase der Einführung des Mindestlohns und die Phase der drastischen Erhöhung des Mindestlohns im Jahr 2022 – unterschieden, um einerseits Lernprozesse, andererseits aber auch die Resilienz eines herrschenden Paradigmas untersuchen zu können." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    "Und ewig grüßt das Murmeltier": Mindestlohnforschung im Denkstilzwang (2025)

    Heise, Arne ;

    Zitatform

    Heise, Arne (2025): "Und ewig grüßt das Murmeltier": Mindestlohnforschung im Denkstilzwang. (Discussion papers / Zentrum für Ökonomische und Soziologische Studien 116), Hamburg, 23 S.

    Abstract

    "Vor Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns in Deutschland im Jahr 2015 war sich die Arbeitsmarktökonomik weitgehend darin einig, dass dieses 'soziale Experiment' mit erheblichen Arbeitsplatzverlusten bezahlt werden müsste. Die Begleitforschung zur Mindestlohneinführung konnte dann aber die prognostizierten Beschäftigungsverluste nicht nachweisen und musste auch für Deutschland - wie überall, wo Mindestlöhne existieren und deren Effekte erforscht werden - die 'Flüchtigkeit der Beschäftigungseffekt' zugeben. In diesem Beitrag wird die Diskussion um die Einführung des Mindestlohns nachgezeichnet und die Reaktion der Wissenschaftlergemeinschaft auf die Abweichung der tatsächlichen Beschäftigungsentwicklung von den modellgestützten Prognosen - was wissenschaftstheoretisch als 'Anomalie' oder 'Krise' verstanden werden kann - auf der Grundlage der Fleckschen Denkstil-Theorie analysiert. Dazu werden 2 Phasen - die Phase der Einführung des Mindestlohns und die Phase der drastischen Erhöhung des Mindestlohns im Jahr 2022 - unterschieden, um einerseits Lernprozesse, andererseits aber auch die Resilienz eines herrschenden Paradigmas untersuchen zu können." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Minimum wages - Report for the German Minimum Wage Comission 2025 (2025)

    Herr, Hansjörg;

    Zitatform

    Herr, Hansjörg (2025): Minimum wages - Report for the German Minimum Wage Comission 2025. (GLU working papers / Global Labour University 66), Genf, 19 S.

    Abstract

    "If the minimum wage is closely linked to wage growth, it can prevent or reduce the growth of a low-wage sector.. The minimum wage can reduce wage dispersion and thus income inequality overall. It is an anchor against deflationary nominal wage cuts. The minimum wage is an important element of an overall economic policy package. Other elements of such a package are a high level of collective bargaining coverage, which has unfortunately fallen significantly in Germany. Overall, inequality in Germany has risen, especially poverty. This is detrimental to economic development. Research by the International Monetary Fund makes it clear that inequality, particularly at the lower end of the income scale, makes longer periods of growth less likely and prosperous development more difficult overall." (Text excerpt, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    City Size, Monopsony, and the Employment Effects of Minimum Wages (2025)

    Jha, Priyaranjan ; Kala, Jyotsana; Neumark, David ; Rodriguez-Lopez, Antonio;

    Zitatform

    Jha, Priyaranjan, Jyotsana Kala, David Neumark & Antonio Rodriguez-Lopez (2025): City Size, Monopsony, and the Employment Effects of Minimum Wages. (NBER working paper / National Bureau of Economic Research 33862), Cambridge, Mass, 28 S.

    Abstract

    "We assess how minimum wage effects on restaurant employment in the U.S. vary with labor market size and monopsony power. Using city-level data, we construct monopsony proxies based on labor flows and concentration. Minimum wages bind less in larger cities, consistent with the urban wage premium, and omitting this relationship overstates how labor market power reduces adverse employment effects of minimum wages. Nonetheless, accounting for city size, lower job market fluidity is linked to weaker negative employment effects, consistent with search models. By contrast, traditional concentration measures do not consistently predict variation in the effects of minimum wages." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Effects of minimum wage changes on labor demand: analysis using job postings data (2025)

    Kazekami, Sachiko ; Abe, Masahiro ;

    Zitatform

    Kazekami, Sachiko & Masahiro Abe (2025): Effects of minimum wage changes on labor demand: analysis using job postings data. In: Applied Economics, S. 1-16. DOI:10.1080/00036846.2025.2579945

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  • Literaturhinweis

    Careers of Minimum Wage Workers (2025)

    Kerr, Sari Pekkala ; Kerr, William R.; Maiden, Louis J.;

    Zitatform

    Kerr, Sari Pekkala, William R. Kerr & Louis J. Maiden (2025): Careers of Minimum Wage Workers. (NBER working paper / National Bureau of Economic Research 34405), Cambridge, Mass, 24 S., App.

    Abstract

    "We characterize the careers of minimum wage workers by merging SIPP panels covering 1992-2016 into the LEHD. A long-run analysis shows strong earnings growth for these workers in subsequent decades, becoming indistinguishable from peers earning modestly more initially. Most of this growth is due to the steep earnings trajectories of young workers. Older workers earning minimum wages show a modest dip in earnings at that moment compared to earlier and later periods. Increases in state minimum wages do not significantly alter the future careers of workers who are on the minimum wage when the increases occur." (excerpt, IAB-Doku) (en)

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  • Literaturhinweis

    The unintended effects of a large minimum wage increase on health: Evidence from South Korea (2025)

    Kim, Jung Hyun ; Suhrcke, Marc ; Leist, Anja K.;

    Zitatform

    Kim, Jung Hyun, Marc Suhrcke & Anja K. Leist (2025): The unintended effects of a large minimum wage increase on health: Evidence from South Korea. In: Social Science & Medicine, Jg. 365. DOI:10.1016/j.socscimed.2024.117626

    Abstract

    "The 2018 minimum wage increase in South Korea was a major policy change that impacted employment and labour productivity, but its effects on health have not yet been explored. The minimum wage was increased by 16.4% in January 2018, marking the largest increase over two decades and a substantial increase by international standards. While this policy change was a promise of the then-new government, the magnitude of its increase was unexpected. Using a difference-in-differences design with data from the 2016 and 2018 Korean Longitudinal Study on Aging, this study focuses on individuals targeted by the minimum wage policy, particularly older adults earning the minimum wage. Unexpectedly, our results indicate a statistically significant decrease in cognitive function within the targeted group, following the minimum wage hike. However, we did not observe any significant changes in self-reported health. Importantly, for the period 2014 and 2016, when the minimum wage increase was relatively modest, we found positive effects on cognitive health and no negative effects on self-reported health, suggesting that negative effects on cognition emerged only with the large minimum wage increase in 2018. These perhaps unexpected findings may be explained by a significant reduction in the working hours of the targeted group." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2024 TheAuthors. Published by Elsevier Ltd.) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Do minimum wage increases induce changes in work behavior for people with disabilities? Evidence from the AbilityOne program (2025)

    Kim, Jiyoon ; Magenheim, Ellen ; Levere, Michael ;

    Zitatform

    Kim, Jiyoon, Michael Levere & Ellen Magenheim (2025): Do minimum wage increases induce changes in work behavior for people with disabilities? Evidence from the AbilityOne program. In: Labour Economics, Jg. 92. DOI:10.1016/j.labeco.2024.102663

    Abstract

    "We provide the first evidence on the effects of minimum wage increases on labor market outcomes for people with disabilities. We use a novel dataset consisting of quarterly data on employment, earnings, and hours for workers at nonprofit firms that participate in the federal AbilityOne program. The nonprofits in this program are offered advantages in government contracting, though must primarily employ workers with disabilities. Using recent local variation in minimum wage changes, we find that increasing the minimum wage does not affect employment outcomes for workers with disabilities in this specific context, with precisely estimated null effects. However, these nonprofits respond along non-employment related margins after relatively large minimum wage increases." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2024 Elsevier B.V. All rights are reserved, including those for text and data mining, AI training, and similar technologies.) ((en))

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  • Literaturhinweis

    The politics of the minimum wage: Explaining introduction and levels (2025)

    Kozák, Michal ; Picot, Georg ;

    Zitatform

    Kozák, Michal & Georg Picot (2025): The politics of the minimum wage: Explaining introduction and levels. In: BJIR, Jg. 63, H. 1, S. 161-179. DOI:10.1111/bjir.12836

    Abstract

    "There is much economics research on the effects of minimum wages, but little research on their politics. Yet, ever more advanced capitalist democracies have introduced minimum wages, and the setting of minimum wage levels has become increasingly politicized. This article is the first comprehensive study of the politics of the minimum wage: We analyse the determinants of adopting minimum wages as well as what explains variation in their levels over time, based on a dataset of 33 OECD countries from 1960 to 2017. We find that the decline in collective bargaining is the main driving force behind the introduction of ever more minimum wages. At the same time, left-wing parties in government are most likely to adopt a minimum wage when bargaining coverage is low. Left governments are also associated with higher minimum wages, especially when the government has full control over level-setting." (Author's abstract, IAB-Doku, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Minimum wage increases and vacancies (2025)

    Kudlyak, Marianna ; Tasci, Murat ; Tüzemen, Didem;

    Zitatform

    Kudlyak, Marianna, Murat Tasci & Didem Tüzemen (2025): Minimum wage increases and vacancies. In: Labour Economics, Jg. 97. DOI:10.1016/j.labeco.2025.102765

    Abstract

    "We use a unique data set and a novel identification strategy to estimate the effect of minimum wage increases on vacancy postings. Utilizing occupation-specific county-level vacancy data from the Conference Board ’s Help Wanted Online for 2005-18, we find that state-level minimum wage increases lead to substantial declines in existing and new vacancy postings in occupations with a larger share of workers earning close to the effective minimum wage. We estimate that a 10 percent increase in the state-level effective minimum wage reduces vacancies in these occupations relative to the rest by 2.4 percent in the same quarter, and the cumulative effect is as large as 4.5 percent a year later. Focusing on vacancies rather than employment allows us to highlight changes in firms’ hiring intentions in response to minimum wage increases. Coupled with the earlier U.S. evidence showing reductions in separations following minimum wage hikes, our finding of declining vacancies contributes to the broader empirical literature suggesting negligible effects of minimum wage increases on net employment." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2025 Published by Elsevier B.V.) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Die Bekanntheit des Mindestlohns und Hintergründe für seine Nichteinhaltung: Studie im Auftrag der Mindestlohnkommission (2025)

    Lehmann, Heiko; Höfer, Marie;

    Zitatform

    Lehmann, Heiko & Marie Höfer (2025): Die Bekanntheit des Mindestlohns und Hintergründe für seine Nichteinhaltung. Studie im Auftrag der Mindestlohnkommission. Hamburg, 38 S.

    Abstract

    "Das Mindestlohngesetz (MiLoG) wurde am 1. Januar 2015 in Deutschland eingeführt. Die Mindestlohnkommission, bestehend aus einer/einem Vorsitzenden, sechs stimmberechtigten Mitgliedern aus dem Kreis der Sozialpartner sowie zwei beratenden, nicht stimmberechtigten Mitgliedern aus der Wissenschaft, bestimmt die Anpassung des Mindestlohns.. Der Mindestlohn lag bei Einführung im Jahr 2015 bei 8,50 Euro brutto pro Stunde. Nach mehreren Anhebungsschritten hat die Mehrheit der Mindestlohnkommission zum 1. Januar 2024 eine Erhöhung auf 12,41 Euro und zum 1. Januar 2025 auf 12,82 Euro pro Stunde beschlossen. Die erfolgreiche Umsetzung des Mindestlohns setzt eine ausreichende Information und Kenntnis der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer über den Mindestlohn voraus. Im Auftrag der Mindestlohnkommission wurde daher in den Jahren 2018 und 2019 in drei Befragungen die Bekanntheit des Mindestlohns in Deutschland ermittelt (Ipsos 2020). Ein für die Gesamtbevölkerung repräsentatives Sample von rund 2.000 Beschäftigten wurde jeweils im 3. Quartal 2018, im 2. Quartal 2019 und im 4. Quartal 2019 zur Existenz und Höhe des Mindestlohns befragt. Zum Zeitpunkt der ersten Befragung betrug der gesetzliche Mindestlohn 8,84 Euro pro Stunde. Die zweite und dritte Erhebung fand nach der Erhöhung des Mindestlohns auf 9,19 Euro pro Stunde statt. In den genannten 3 Wellen der repräsentativen Beschäftigtenbefragungen in den Jahren 2018 und 2019 bejahten rund 95% der Befragten die Existenz eines gesetzlichen Mindestlohns. Allerdings kannten nur wenige den genauen Betrag: 18 % in der ersten Befragung (2018, Mindestlohn 8,84 Euro), 13% in der zweiten (Anfang 2019, Mindestlohn 9,19 Euro) und wieder 18% in der dritten Befragung (Ende 2019). Weitere 30% kannten den Mindestlohn ungefähr (innerhalb einer Bandbreite von 50 Cent). Insgesamt kannte somit nur knapp die Hälfte der Befragten die genaue oder ungefähre Höhe des Mindestlohns." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Regelbasierte statt politische Mindestlohnanpassung: Schriftliche Stellungnahme zur fünften Anhörung zu den Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohns (2025)

    Lesch, Hagen; Schröder, Christoph;

    Zitatform

    Lesch, Hagen & Christoph Schröder (2025): Regelbasierte statt politische Mindestlohnanpassung. Schriftliche Stellungnahme zur fünften Anhörung zu den Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohns. (IW-Report / Institut der Deutschen Wirtschaft Köln 2025,10), Köln, 18 S.

    Abstract

    "Der gesetzliche Mindestlohn wurde bis einschließlich Juli 2022 durch die Mindestlohnkommission gemäß § 9 Abs. 2 Satz 2 Mindestlohngesetz (MiLoG) und gemäß § 3 Abs. 1 Satz 2 der Geschäftsordnung der Mindestlohnkommission (GO-MLK) vom 27. Januar 2016 nachlaufend an die Tariflohnentwicklung angepasst." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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