Ältere im Betrieb
Die zunehmende Alterung und die abnehmende Zahl der Erwerbspersonen sowie die Anhebung des Rentenalters bleiben nicht ohne Auswirkungen auf die Betriebe. Es ist eine alter(n)ssensible Personalpolitik gefordert, die sich der verändernden Altersstruktur im Betrieb stellt. Die Infoplattform bietet zum Thema Ältere im Betrieb Literaturhinweise, Volltexte und Informationen über Forschungsprojekte. Es werden die Positionen der Politik, der Verbände und Betriebe sowie die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema deutlich.
In dieser Infoplattform sind erstmals alle Literaturhinweise - neben der Themeneinordnung - dem Punkt "wissenschaftliche Literatur" oder "politik-/praxisbezogene Literatur" zugeordnet. "Wissenschaftliche Literatur" beinhaltet Veröffentlichungen in SSCI-Journals, referierten Zeitschriften, wissenschaftlichen Veröffentlichungsreihen und Discussion Papers. "Politik/Praxis" bezieht sich auf die aktuelle politische Diskussion bzw. auf betriebs-praktische Hinweise zum Thema Ältere im Betrieb.
- Wissenschaft / Politik und Praxis
- Ergebnisse aus dem IAB
- Arbeitsmarktsituation Älterer
- Auswirkungen des demografischen Wandels
- betriebliche Personalpraxis vs. alter(n)ssensible Personalpolitik
- Berufsausstieg und Übergang in Rente
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Literaturhinweis
Wege in den Ruhestand: Angebot und Nutzung von Altersteilzeit und weiteren Instrumenten des Altersübergangs (2025)
Zitatform
Blank, Florian, Wolfram Brehmer & Elke Ahlers (2025): Wege in den Ruhestand. Angebot und Nutzung von Altersteilzeit und weiteren Instrumenten des Altersübergangs. (WSI-Report 104), Düsseldorf, 20 S.
Abstract
"Viele Arbeitnehmer*innen wechseln direkt aus regulärer Beschäftigung in die Altersrente. Einige ältere Beschäftigte werden jedoch arbeitslos oder ziehen sich aus gesundheitlichen oder anderen Gründen aus dem Erwerbsleben zurück. Manche können betriebliche Regelungen nutzen, die den Übergang in den Ruhestand strukturieren und erleichtern sollen. Der Report analysiert auf Grundlage der WSI-Betriebs- und Personalrätebefragung 2023 das Angebot und die Inanspruchnahme betrieblicher Instrumente des Altersübergangs. Er stellt außerdem dar, in welchem Umfang unterschiedliche Wege in den Ruhestand von älteren Beschäftigten genutzt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
How do firms respond to state retirement plan mandates? (2025)
Zitatform
Bloomfield, Adam, Kyung Min Lee, Jay Philbrick & Sita Nataraj Slavov (2025): How do firms respond to state retirement plan mandates? In: Economic Inquiry, Jg. 63, H. 1, S. 265-288. DOI:10.1111/ecin.13259
Abstract
"We investigate how state “Auto-IRA” mandates affect firm offerings of employer-sponsored retirement plans (ESRPs). These policies require firms without ESRPs to facilitate automatic employee contributions to state-created individual retirement accounts. We find that these policies increase an individual's probability of working for a firm with an ESRP by 6%–9% and of being included in the ESRP by 8%–13%. At the firm level, these policies increase the probability of offering an ESRP by 7%, the probability of establishing a new ESRP by 41%–44%, and the number of ESRP participants by 6 percent." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Pension Reform Effects in Times of Technological Change and Shifting Task Composition (2025)
Zitatform
Boockmann, Bernhard, Natalie Herdegen & Martin Kroczek (2025): Pension Reform Effects in Times of Technological Change and Shifting Task Composition. In: Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik, S. 1-28. DOI:10.1515/jbnst-2024-0036
Abstract
"We study heterogeneity in the effects of a pension reform in Germany: the introduction of the old-age pension for the very long-term insured, which lowered the threshold for full pension receipt from age 65 to 63. Using a regression discontinuity design (RDD) and rich administrative pension data, we estimate the effects of the reform on eligible workers who differ in a number of occupational characteristics. Transitions into the new early retirement scheme occurred more frequently from jobs involving mainly manual and routine tasks, which contributed to the changing composition of tasks in the workforce. While the introduction of new technologies, materials and machines in an industry was associated with more workers claiming early retirement, workers affected by frequent PC use and new PC programmes were less likely to use the early retirement scheme." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Ältere gehen im Westen später in Rente als im Osten und auf dem Land früher als in Städten (2025)
Zitatform
Dauth, Wolfgang & Franziska Hirschenauer (2025): Ältere gehen im Westen später in Rente als im Osten und auf dem Land früher als in Städten. In: IAB-Forum H. 11.02.2025. DOI:10.48720/IAB.FOO.20250211.01
Abstract
"Um den Fachkräftemangel zu lindern, wird unter anderem empfohlen, dass Ältere länger erwerbstätig bleiben und später in Rente gehen sollen. Wann scheiden Ältere aktuell aus dem Erwerbsleben aus und welche Unterschiede zeigen sich dabei zwischen Landkreisen und kreisfreien Städten? Und lässt sich auf regionaler Ebene ein Zusammenhang mit dem Engpass an Fachkräften feststellen? Antworten darauf liefert eine Analyse des durchschnittlichen Erwerbsaustrittsalters der Geburtsjahrgänge 1953 und 1954." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
How Does the Statutory Retirement Age Affect Older workers' Employment in Relation to Individual and Work‐Related Factors? (2025)
Zitatform
Grzenda, Wioletta (2025): How Does the Statutory Retirement Age Affect Older workers' Employment in Relation to Individual and Work‐Related Factors? In: Journal of Aging & Social Policy, Jg. 37, H. 6, S. 1013-1036. DOI:10.1080/08959420.2023.2284570
Abstract
"Policies aimed at increasing employment among older people often focus on the statutory retirement age. Taking into account the characteristics of workers and work-related factors, we examine the impact of reaching the statutory retirement age on continuing employment. In addition to the use of survival trees, we propose a novel method to predict the probability of staying in employment based on an ensemble of survival trees. We focus on Poland as an example of a European country with a particularly low share of older workers in the labor force. Moreover, reform was carried out in Poland in 2017, lowering the previously raised pension eligibility age. Like other EU countries, pension eligibility in Poland starts after reaching the statutory retirement age. Our results suggest that the timing of retirement is determined by the statutory retirement age to a limited extent compared to other factors. In the case of women, a match of education and occupation, the employment sector, and holding a managerial position had a greater impact on continuing employment than reaching retirement age. In the case of men, the type of job contract had the greatest impact on continuing employment. Our findings indicate that the policies and initiatives aimed at extending working life should pay more attention to work-related factors and gender differences in employment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Wie lange können, wollen und planen sie (zu) arbeiten? Eine Typisierung der älteren Beschäftigten in Deutschland (2025)
Zitatform
Hasselhorn, Hans Martin & Daniela Borchart (2025): Wie lange können, wollen und planen sie (zu) arbeiten? Eine Typisierung der älteren Beschäftigten in Deutschland. In: Deutsche Rentenversicherung, Jg. 80, H. 2, S. 133-153.
Abstract
"Was meinen ältere Beschäftigte, wenn sie gefragt werden, bis zu welchem Alter sie erwerbstätig sein können, wollen oder es planen? Anhand von Daten der lidA-Studie (2022/23; n = 7 137) sowie qualitativen Interviews untersucht der Beitrag das Verständnis dieser drei Aspekte der „Erwerbsperspektive“. Vier Cluster von Berufsgruppen wurden identifiziert: (1) „Länger aktiv in Verantwortung“ (7 Prozent aller), (2) „Kann lang, will aber früher raus“ (14 Prozent), (3) „Stabile Mitte mit Rückzugswunsch“ (50 Prozent) und (4) „Am Limit – begrenzte Spielräume“ (26 Prozent). Die qualitativen Befunde stützen die quantitativen Ergebnisse: „Können“ wird vornehmlich mit Gesundheit und Arbeitsbelastung verknüpft, „Wollen“ zeigt Wunschvorstellungen, „Planen“ reflektiert eher Realitäten, nicht zuletzt finanzielle. Die Studie bestätigt die Validität und Aussagestärke der drei Fragen und betont die Heterogenität älterer Erwerbstätiger in Hinblick auf ihr Erleben der letzten Arbeitsjahre. Für Betriebe bedeuten die Ergebnisse, dass sie frühzeitig den Dialog mit älteren Beschäftigten zu „Können“, „Wollen“ und „Planen“ suchen sollten, um sie langfristig zu binden. Sozialpolitisch würde eine pauschale Gleichbehandlung aller Berufsgruppen beim Übergang in den Ruhestand bestehende Ungleichheiten verschärfen. Viele arbeiten bereits „am Limit“ – starre Regelungen könnten sie zusätzlich belasten. Die Wissenschaft sollte schließlich das Verständnis für die Perspektiven und Herausforderungen älterer Erwerbstätiger weiter ausbauen, um dem demografischen Wandel gerecht zu werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The voluntariness of retirement-transitions: a European cohort-study (2025)
Zitatform
Stiemke, Philipp, Moritz Hess & Sebastian Pink (2025): The voluntariness of retirement-transitions: a European cohort-study. In: Ageing & Society, Jg. 45, H. 11, S. 2280-2295. DOI:10.1017/s0144686x25000066
Abstract
"Involuntary retirement has negative effects on an individual’s health and satisfaction with life. However, it remains unknown whether the recent European policy shift from early retirement towards extending working lives has impacted retirement voluntariness. This study examines how socio-demographic factors affect retirement voluntariness, which is classified as ‘involuntary’ (e.g. being laid off), ‘voluntary’ (e.g. wanting to spend more time with family) or ‘regular’ (e.g. reaching the state pension age). The analysis is based on SHARE data (Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe), covers ten European countries and differentiates between two retirement cohorts (1994–2004 and 2005–2015) during which the policy shift took place. At the individual level, we find that gender and socio-economic status correlate with retirement voluntariness. At the company level, the sector of employment and job tenure also show an association with retirement voluntariness. The results indicate that, between the two cohorts, the share of those who experience their retirement as ‘regular’ has increased, while the share with ‘involuntary’ retirement has decreased. However, these shifts differ by educational groups, with a stronger increase of voluntary retirement for those with high education, suggesting a rise in social inequalities in retirement-transitions, likely owing to an accumulation of (dis)advantages over the lifecourse." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Flexible Übergänge in den Ruhestand: Verbreitung und Ausgestaltung von Altersteilzeit und Zeitwertkonten (2025)
Zitatform
Wanger, Susanne (2025): Flexible Übergänge in den Ruhestand: Verbreitung und Ausgestaltung von Altersteilzeit und Zeitwertkonten. (IAB-Forschungsbericht 24/2025), Nürnberg, 57 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2524
Abstract
"Der demografische Wandel führt zu einer Schrumpfung und Alterung des Erwerbspersonenpotenzials. Daher wird es für Betriebe zunehmend wichtiger, gut qualifiziertes Personal möglichst lange zu halten. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Erwerbsbeteiligung älterer Personen an Bedeutung, insbesondere die Frage, unter welchen Rahmenbedingungen deren Beschäftigungsfähigkeit möglichst lange erhalten und gefördert werden kann. Gleitende Übergänge in den Ruhestand, wie sie durch Altersteilzeit oder Langzeitkonten ermöglicht werden, können hierzu einen wertvollen Beitrag leisten. Dieser Forschungsbericht bietet einen umfassenden Überblick über die Gestaltung, Verbreitung und Nutzung dieser Regelungen. Anhand von Daten der IAB-Beschäftigtenhistorik wird zunächst die Entwicklung der Altersteilzeit analysiert. Dabei werden regionale und geschlechtsspezifische Unterschiede sowie Unterschiede hinsichtlich der Inanspruchnahme nach Berufen, Belastungen, Betriebsgröße oder Branche beleuchtet. Zudem werden das Zu- und Abgangsalter der Altersteilzeitbeschäftigten, die Dauer der Altersteilzeit, das gewählte Arbeitszeitmodell und ausgeübte Nebentätigkeiten während dieser Phase berücksichtigt. Ende 2023 waren knapp 300.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Altersteilzeit tätig, was einer Nutzungsquote von rund 4 Prozent innerhalb der anspruchsberechtigten Altersgruppe der 55- bis 65-Jährigen entspricht. Die Ergebnisse zeigen, dass die Altersteilzeit weiterhin häufig zur Verkürzung der Lebensarbeitszeit genutzt wird. So liegt das Zugangsalter zur Rente bei Altersteilzeitbeschäftigten deutlich niedriger als bei allen Versicherten. Aufgrund der starken Nutzung des sogenannten Blockmodells (80 %) erfolgt der tatsächliche Erwerbsausstieg nochmals früher. Zudem schließen Männer häufiger Altersteilzeitvereinbarungen ab als Frauen, da sie in der Regel mehr verdienen und seltener in Teilzeit arbeiten. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Altersteilzeit für Beschäftigte weiterhin in erster Linie dazu dient, über das Blockmodell früher aus dem Erwerbsleben auszusteigen. Für Betriebe stellt sie einen Weg dar, Personal sozialverträglich abzubauen und die Belegschaft zu verjüngen. Ergänzend untersucht der Forschungsbericht die betriebliche Verbreitung von Zeitkonten für längerfristige Freistellungen, die in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen haben. Mithilfe von Daten des IAB-Betriebspanels wird dargestellt, welche Betriebe Langzeitkonten anbieten und wofür die angesparten Zeitguthaben überwiegend verwendet werden. Bei Zeitkonten für längerfristige Arbeitsfreistellungen ist in den vergangenen Jahren ein Anstieg zu beobachten. Im Jahr 2022 gab es diese Option in rund 10 Prozent der Betriebe. Dabei steigt die Verbreitung mit zunehmender Betriebsgröße. Im Durchschnitt haben 18 Prozent der Beschäftigten Anspruch auf ein Zeitwertkonto. Tatsächlich genutzt hat es jedoch nur jeder dritte Anspruchsberechtigte, was 6 Prozent aller Beschäftigten entspricht. Langzeitkonten stehen tendenziell eher qualifizierteren Beschäftigten in größeren, tarifgebundenen Betrieben mit höherem Lohnniveau zur Verfügung. Die angesparten Zeitguthaben werden vor allem für Familienzeiten, Sabbaticals oder für Weiterbildungszeiten verwendet, seltener jedoch, um die Lebensarbeitszeit zu verkürzen. IAB-Forschungsbericht 24|2025 6 Insgesamt wird deutlich, dass die Möglichkeiten für ältere Beschäftigte, den Übergang in den Ruhestand flexibel zu gestalten, in der Praxis sehr unterschiedlich verteilt sind. Altersteilzeit und Zeitkonten für längerfristige Arbeitsfreistellungen sind vornehmlich in großen bzw. tarifgebundenen Betrieben zu finden. Ihre Inanspruchnahme hängt stark von den spezifischen Gegebenheiten der Betriebe ab. Häufig profitieren Beschäftigte mit besseren Arbeitsbedingungen und höheren Einkommen von diesen Regelungen, während Beschäftigte, die einen flexiblen Rentenbeginn am dringendsten benötigen würden, weniger Zugang zu diesen Möglichkeiten haben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitsbedingte Belastungen, technologischer Wandel und die Wirkung von rentenrechtlichen Änderungen auf den Renteneintritt (2024)
Zitatform
Broockmann, Bernhard, Natalie Herdegen & Martin Kroczek (2024): Arbeitsbedingte Belastungen, technologischer Wandel und die Wirkung von rentenrechtlichen Änderungen auf den Renteneintritt. In: Deutsche Rentenversicherung, Jg. 79, H. 2, S. 71-93.
Abstract
"In diesem Beitrag untersuchen wir, inwiefern Rentenreformen unterschiedliche Effekte auf Versicherte haben, deren Berufe sich hinsichtlich arbeitsbedingter Belastungen und der Anpassung an den technologischen Wandel unterscheiden. Wir finden signifikante Unterschiede in den Effekten hinsichtlich der untersuchten Berufscharakteristika. Versicherte in belastenden Berufen weiten ihre Erwerbstätigkeit beim Wegfall einer Frühverrentungsoption weniger stark aus und stehen eher in der Gefahr, arbeitslos zu werden. Ermöglicht eine Reform einen vorzeitigen Renteneintritt, nehmen dies eher Versicherte in belastenden Berufen wahr. Versicherte in Berufen, in denen neue Technologien intensiver verwendet werden, gelingt es besser, beim Wegfall einer Frühverrentungsoption erwerbstätig zu bleiben und ihr Arbeitslosigkeitsrisiko ist geringer. Die Ergebnisse zeigen, dass eine verlängerte Erwerbsbeteiligung nicht für alle Versicherten gleichermaßen möglich ist." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Motivation zum längeren Verbleib im Arbeitsleben und Renteneintrittsmodelle (2024)
Zitatform
Brussig, Martin & Andreas Jansen (2024): Motivation zum längeren Verbleib im Arbeitsleben und Renteneintrittsmodelle. (Forschungsbericht / Bundesministerium für Arbeit und Soziales 641), Berlin, 41 S.
Abstract
"Im vorliegenden Forschungsbericht wird untersucht, wie unterschiedliche Formen des Rentenübergangs, die in der gesetzlichen Rentenversicherung möglich sind, von Beschäftigten eingeordnet und bewertet werden, die kurz vor dem Rentenbeginn stehen. Ziel der Studie ist zu ermitteln, unter welchen Bedingungen verschiedene Formen des Rentenübergangs für Beschäftigte attraktiv sind. Hierfür wurden vier Fokusgruppen mit insgesamt 33 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zwischen 60 und 66 Jahren, die sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind und noch keine Altersrente beziehen, durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen unterschiedliche Präferenzen für die verschiedenen Möglichkeiten des Rentenübergangs. Es dominieren jedoch die bekannten, etablierten und letztlich auch „einfachen“ Übergangspfade, so insbesondere das „klassische“ Szenario mit einem abschlagsfreien Renteneintritt bei Erreichen der Regelaltersgrenze und das Szenario des vorzeitigen Renteneintritts unter Inkaufnahme von Abschlägen. Dies ist in der Einfachheit der zugrundeliegenden Regeln, den dominanten Interessen der Versicherten und der Flexibilität hinsichtlich einer eventuellen Weiterbeschäftigung begründet. Zudem ist der Wunsch weit verbreitet, unter Umständen auch kurzfristig über den Zeitpunkt des Rentenbeginns zu entscheiden. Die Fokusgruppen zeigten aber auch sehr deutlich, dass die Ablehnung eines späteren Renteneintritts nicht gleichbedeutend mit einem vollständigen Ausscheiden aus Erwerbstätigkeit ist." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Späte Renteneintritte von langjährig Versicherten (2024)
Zitatform
Brussig, Martin (2024): Späte Renteneintritte von langjährig Versicherten. (Altersübergangs-Report / Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ), Universität Duisburg-Essen 2024-02), Duisburg, 21 S. DOI:10.17185/duepublico/81702
Abstract
"Der vorliegende Report untersucht die Situation von Personen, die aufgrund langer Versicherungszeiten frühzeitig in Rente wechseln können, ihren Rentenbeginn aber bis zur Regelaltersrente aufschieben. Etwa elf Prozent der Zugänge in Altersrente des Jahrgangs 1954 sind der Gruppe der späten Renteneintritte zuzurechnen, wobei die Größe dieser Gruppe aufgrund der gewählten konservativen Definition eine Untergrenze darstellt. Mit der Einführung der Altersrente für besonders langjährig Versicherte („Rente mit 63“) hat sich die Anzahl der Personen mit späten Renten-eintritten schlagartig nahezu halbiert. Danach ist sie mit fast jeder nachrückenden Geburtskohorte leicht gestiegen. Eine alternsgerechte Arbeitsgestaltung ist nach wie vor erforderlich, damit Beschäftigte bei guter Gesundheit überhaupt die späte Erwerbsphase erreichen. Erforderlich ist darüber hinaus, den Arbeitsprozess so zu gestalten, dass die Arbeit als sinnstiftend und bereichernd erlebt werden kann. Andernfalls wechseln viele der Älteren, die länger arbeiten könnten, in die verbliebenen Frühverrentungsmöglichkeiten." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die Entwicklung des Zugangsalters in Altersrenten im Kohortenvergleich: Anstieg bei Männern und Frauen (2024)
Zitatform
Brussig, Martin (2024): Die Entwicklung des Zugangsalters in Altersrenten im Kohortenvergleich. Anstieg bei Männern und Frauen. (Altersübergangs-Report / Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ), Universität Duisburg-Essen 2023-02), Duisburg, 18 S. DOI:10.17185/duepublico/78789
Abstract
"Die Möglichkeiten der Frühverrentung wurden erschwert. Aktuell bestehen nur vier (statt früher sechs) Arten von Altersrenten. Parallel zur Anhebung der Regelaltersgrenze auf 67 Jahre steigen auch die Altersgrenzen bei den drei Rentenarten, die frühzeitig bezogen werden können. Dieser Report analysiert Rentenzugänge im Vergleich von Geburtskohorten. Demnach steigt das durchschnittliche Zugangsalter in Altersrenten seit Jahren nahezu kontinuierlich. Die Versicherten zeigen offenbar ein anhaltendes Interesse an einem frühen Rentenbeginn. Die flexiblen Rentenzugangsmöglichkeiten werden weit überwiegend für einen frühzeitigen Rentenbeginn genutzt („Flexibilisierung nach unten“), und nicht, wie rentenrechtlich ebenfalls möglich, für einen Aufschub. Im Ergebnis steigt das durchschnittliche Eintrittsalter in Altersrenten an, allerdings weniger stark als die gesetzlichen Altersgrenzen. Die Gesamtheit der Renten bildet ein System kommunizierender Röh-ren. Diskussionen zur Altersgrenzenpolitik sollten nicht auf einzelne Rentenarten verengt, sondern müssen immer im Zusammenhang mit den weiterhin bestehenden Möglichkeiten eines frühzeitigen Rentenzugangs geführt werden." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Übergänge in Altersrente aus Beschäftigung und Arbeitslosigkeit: Neue Entwicklungen in jüngeren Kohorten (2024)
Zitatform
Brussig, Martin (2024): Übergänge in Altersrente aus Beschäftigung und Arbeitslosigkeit. Neue Entwicklungen in jüngeren Kohorten. (Altersübergangs-Report / Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ), Universität Duisburg-Essen 2023-03), Duisburg, 20 S. DOI:10.17185/duepublico/78882
Abstract
"Dieser Report analysiert die aktuellen Altersübergänge zwischen 2004 und 2021 auf der Basis von Geburtskohorten. Der Anteil von Personen, die direkt vor dem Beginn der Altersrente lange versicherungspflichtig beschäftigt waren, ist kontinuierlich gestiegen. Dies ist unter anderem auf das lange Wirtschaftswachstum der letzten 15 Jahre zurückzuführen. Zugleich ist der Anteil jener, die vor Rentenbeginn lange arbeitslos oder erkrankt waren, deutlich gesunken. Beim Altersübergangs ist einerseits in Personen zu differenzieren,die direkt vor der Rente lange versicherungspflichtig beschäftigt und andererseits in jene, die in den Jahren vor dem Rentenbeginn lange arbeitslos bzw. erkrankt waren. In der letzten hier beobachteten Kohorte (1954) ist das Durchschnittsalter bei Rentenbeginn von Personen mit langer Arbeitslosigkeit bzw. Krankheit im Altersübergang erstmals höher als bei den Rentenzugängen aus langer Beschäftigung. Zugleich sind Rentenabschläge bei keiner Übergangskonstellation so verbreitet wie bei den Rentenzugängen aus langer Arbeitslosigkeit bzw. Krankheit." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Gerechtigkeit im Altersübergang: Stand, Perspektiven und Rollen der Forschung (2024)
Zitatform
Brussig, Martin & Hans Martin Hasselhorn (2024): Gerechtigkeit im Altersübergang. Stand, Perspektiven und Rollen der Forschung. (Studie / Deutsches Institut für interdisziplinäre Sozialpolitikforschung 2024,08), Duisburg ; Bremen, 92 S.
Abstract
"Die vorliegende DIFIS-Studie dokumentiert die Ergebnisse eines Scoping-Workshops, der vom 5. bis 7. Februar 2024 in Hannover stattfand und von der Volkswagen-Stiftung gefördert wurde. Unter dem Titel Gerechtigkeit im Altersübergang. Stand, Perspektiven und Rollen der Forschung tauschten sich 21 Wissenschaftler*innen unterschiedlicher Disziplinen aus. Die vorliegende Studie besteht aus zwei Teilen. Teil A enthält ein zusammenfassendes Positionspapier mit einem Überblick zum interdisziplinären Forschungsfeld des Altersübergangs. Teil B enthält die Einzelbeiträge aller teilnehmenden Wissenschaftler*innen mit ihren disziplinären und persönlichen Schwerpunktsetzungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Does Bridge Employment Mitigate or Exacerbate Inequalities Later in Life? (2024)
Cahill, Kevin E.; Giandrea, Michael D.; Quinn, Joseph F. ; Platts, Loretta G. ; Sacco, Lawrence B. ;Zitatform
Cahill, Kevin E., Michael D. Giandrea, Joseph F. Quinn, Lawrence B. Sacco & Loretta G. Platts (2024): Does Bridge Employment Mitigate or Exacerbate Inequalities Later in Life? In: Work, Aging and Retirement, Jg. 10, H. 2, S. 77-99. DOI:10.1093/workar/waac020
Abstract
"Most older Americans with career employment change jobs at least once before retiring from the labor market. Much is known about the prevalence and determinants of these bridge jobs, yet relatively little is known about the implications of such job changes—compared to direct exits from a career job —upon economic disparities in later life. In this article, we use 26 years of longitudinal data from the Health and Retirement Study to document the various pathways that older Americans take when exiting the labor force, and examine how bridge employment affects nonhousing wealth and total wealth, including the present discounted value of Social Security benefits. We find that gradual retirement in the form of bridge employment neither exacerbates nor mitigates wealth inequalities among Americans who hold career jobs later in life. That said, we do find some evidence that wealth inequalities grow among the subset of older career workers who transition from career employment to bridge employment at older ages. One policy implication of our article is that it provides evidence that might allay concerns about the potential for disparate financial impacts associated with the gradual retirement process." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
The impact of artificial intelligence in the early retirement decision (2024)
Zitatform
Casas, Pablo & Concepción Román (2024): The impact of artificial intelligence in the early retirement decision. In: Empirica, Jg. 51, H. 3, S. 583-618. DOI:10.1007/s10663-024-09613-3
Abstract
"This paper examines the impact of Artificial Intelligence (AI) on early retirement (ER) decisions in Europe. For the analysis, we utilize microdata from the Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe, along with occupation-level data on AI advances and AI exposure. Initially, we investigate the influence of AI advances and AI exposure separately, finding in both instances a significant reduction in ER likelihood, though this only applies to workers with higher education. Subsequently, we explore the interaction between AI advances and AI exposure concerning ER probability. This interaction proves critical in determining AI’s impact on ER transitions. Specifically, we observe a significant reduction in ER probabilities for workers whose occupations exhibit high levels of AI advances and high expectations for further implementation of this technology in the future. Finally, we jointly analyse the interaction between AI advances, AI exposure, and education level. This analysis highlights that workers’ ER probabilities may either increase or decrease in response to the AI revolution, depending on their education level and the characteristics of their occupations in terms of AI advances and AI exposure." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer-Verlag) ((en))
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Literaturhinweis
Old-age unemployment and labour supply: an application to Belgium (2024)
Zitatform
De Brouwer, Octave & Ilan Tojerow (2024): Old-age unemployment and labour supply: an application to Belgium. In: Empirical economics, Jg. 67, H. 1, S. 253-287. DOI:10.1007/s00181-023-02544-1
Abstract
"Over the last two decades, social security reforms in several European countries have turned early retirement routes for older workers increasingly difficult. The size of the effects of these reforms on labor supply and social security transfers, and how these effects interact with workers' characteristics have yet to be measured. This article sheds light on this issue by exploring the consequences of postponing access to an old-age unemployment program—from age 58 to 60—in Belgium. The program provides laid-off workers with a combination of unemployment benefits and a monthly supplement paid by the employer until the full retirement age. Exploiting register data on the universe of workers and using a difference-in-difference identification strategy, the authors find that UCS eligibility negatively affects employment participation but also mitigates older workers' participation in other social security programs." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer-Verlag) ((en))
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Literaturhinweis
Sick Happens: The Effect of Worker Health Shocks on Coworkers' Employment and Health Behavior (2024)
Zitatform
Frimmel, Wolfgang & Rene Wiesinger (2024): Sick Happens: The Effect of Worker Health Shocks on Coworkers' Employment and Health Behavior. (Working paper / Department of Economics, Johannes Kepler Universität of Linz 2024-12), Linz, 62 S.
Abstract
"We analyze how a worker's severe health shock affects the employment and health behavior of their older coworkers. We link comprehensive administrative data on labor market histories and health records from Austria to identify coworker networks and severe health shocks in small firms, which cause substantial increases in healthcare expenditures, absenteeism, and mortality, as well as persistent reductions in the labor supply of affected workers. Combining a matching approach with a difference-in-difference framework, we find a significant impact of a health shock on the labor market outcomes and health behavior of older coworkers. Affected coworkers are about 2.3 percentage points more likely to be employed in the shock firm and tend to delay retirement. Although there is no change in daily earnings and earnings growth, coworkers are more likely to receive special bonus payments after leaving the firm. The employment effects are larger when the health shock affects a high-skilled worker and when the shocked worker leaves the firm after the health shock. Finally, we find that female coworkers in the treatment group are more likely to have a mammography, especially in response to health shocks due to cancer. We find no statistically significant effects on participation in general health check-ups and PSA tests, or on coworker absenteeism." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Determinanten und Motive des Renteneintritts (2024)
Hammermann, Andrea; Schüler, Ruth Maria;Zitatform
Hammermann, Andrea & Ruth Maria Schüler (2024): Determinanten und Motive des Renteneintritts. In: IW-Trends, Jg. 51, H. 3, S. 45-65. DOI:10.2373/1864-810X.24-03-03
Abstract
"Mit der steigenden Lebenserwartung hat sich auch die Rentenbezugsdauer in Deutschland in den letzten Jahrzehnten stark erhöht. Trotz der daraus entstehenden finanziellen Herausforderung für die gesetzliche Rentenversicherung können sich viele Beschäftigte in Deutschland nicht vorstellen, bis zum gesetzlichen Renteneintrittsalter zu arbeiten. Die vorliegende Analyse auf Basis der IW-Beschäftigtenbefragung zeigt, dass sich rund 48 Prozent der abhängig Beschäftigten in der Lage fühlen und den Wunsch äußern, bis zum Erreichen des gesetzlichen Renteneintrittsalters zu arbeiten. Ökonomische Erwägungen sind dabei nur ein Motiv. Relevant für die Entscheidung sind insbesondere die Arbeitsfähigkeit und die Arbeitsmotivation. Beschäftigte, die sich gesund und wohl fühlen, bei ihrer Arbeit engagiert sind und Interesse daran haben, sich weiterzubilden, können sich unabhängig von ihrem Alter und dem Haushaltseinkommen eher ein längeres Erwerbsleben vorstellen. Mit zunehmendem Alter gewinnt der Spaß bei der Arbeit an Bedeutung für die Entscheidung des Renteneintrittszeitpunkts. Knapp die Hälfte der abhängig Beschäftigten begründet den gewünschten Zeitpunkt des Renteneintritts mit der Lebensleistung. Dieses Narrativ deutet auf eine Persistenz sozialer Normen, die einer längeren Erwerbstätigkeit diametral entgegenstehen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Job satisfaction declines before retirement in Germany (2024)
Zitatform
Henning, Georg, Graciela Muniz-Terrera, Andreas Stenling & Martin Hyde (2024): Job satisfaction declines before retirement in Germany. In: European Journal of Ageing, Jg. 21, H. 1. DOI:10.1007/s10433-024-00830-0
Abstract
"Job satisfaction has been found to increase with age. However, we still have a very limited understanding of how job satisfaction changes as people approach retirement. This is important as the years before retirement present specific challenges for older workers. We employed a time-to-retirement approach to investigate (i) mean levels of change in job satisfaction in the decade before retirement, and (ii) social inequalities and interindividual differences in change in pre-retirement job satisfaction. Data were drawn from the German Socioeconomic Panel Study (n = 2595). Latent growth curve modeling revealed that job satisfaction declined slightly as people approached retirement, with steeper declines in the very last years before retirement. However, the mean-level decline was very small. Education, age, health, region, marital status, and historical time, but not gender or caregiving mattered for level and change in job satisfaction before retirement. The findings demonstrate the importance of taking a time-to-retirement approach when examining experiences of older workers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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