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Dossier

Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf Wirtschaft und Arbeitsmarkt in Deutschland

Wirtschaft und Arbeitsmarkt stehen seit der Ausbreitung des Coronavirus vor großen Herausforderungen. Zur Unterstützung von Beschäftigten und Unternehmen hatte der Bundestag im Eilverfahren u.a. einen leichteren Zugang zum Kurzarbeitergeld beschlossen. Dieses Themendossier stellt Einschätzungen aus Forschung und Politik zu den Auswirkungen der Pandemie auf den Arbeitsmarkt, die wirtschaftliche Entwicklung und notwendige Maßnahmen in Deutschland zusammen.
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  • Literaturhinweis

    Is working from home changing the meaning of work? (2026)

    Bähr, Sebastian ; Collischon, Matthias ; Batinic, Bernad ;

    Zitatform

    Bähr, Sebastian, Bernad Batinic & Matthias Collischon (2026): Is working from home changing the meaning of work? In: PLoS ONE, S. 1-11. DOI:10.1371/journal.pone.0340452

    Abstract

    "Especially since the COVID-19 pandemic, working from home (WFH) has become a common practice in the workplace. This raises the question of whether WFH changes the non-monetary benefits of work, such as job quality or social contacts. Thus, in this article, we investigate how working from home affects Jahoda’s latent functions of employment as well as job quality measures. To this end, we use panel data from the German Panel Study Labour Market and Social Security (PASS) and estimate the effects of changing work patterns on the aforementioned outcomes. Our findings reveal basically no effects of WFH on job quality measures and latent benefits. This, in contrast to anecdotal evidence, implies that WFH does not harm psychological well-being." (Author's abstract, IAB-Doku, © Sage) ((en))

    Beteiligte aus dem IAB

    Bähr, Sebastian ; Collischon, Matthias ;
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  • Literaturhinweis

    Die ökonomische Bedeutung der psychischen Gesundheit von Schülerinnen und Schülern (2025)

    Anger, Christina; Geis-Thöne, Wido; Betz, Julia;

    Zitatform

    Anger, Christina, Julia Betz & Wido Geis-Thöne (2025): Die ökonomische Bedeutung der psychischen Gesundheit von Schülerinnen und Schülern. (IW-Report / Institut der Deutschen Wirtschaft Köln 2025/49), Köln, 34 S.

    Abstract

    "Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels wird es für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland immer wichtiger, dass Kinder und Jugendliche in Deutschland die bestmögliche Bildung erhalten, um sich später erfolgreich am Arbeitsmarkt positionieren zu können. Psychische Belastungen während der Schulzeit stellen hierbei einen bislang noch wenig beachteten Risikofaktor dar. Im Laufe der Corona-Pandemie haben psychische Belastungen deutlich zugenommen und in verschiedenen Bereichen bislang noch nicht wieder das vorherige Niveau erreicht. Dabei stellen insbesondere auch Ängste vor den vielfältigen gesellschaftlichen und politischen Krisen eine Belastung für die Kinder und Jugendlichen dar. Konkrete Risikofaktoren für eine schwerere psychische Beeinträchtigung finden sich vor allem im sozialen Nahfeld der Schülerinnen und Schüler. Zu nennen sind hier insbesondere Konflikte in der Familie und Mobbing. Hinzugekommen ist als Gefahrenquelle der übermäßige Konsum digitaler Medien, dessen Auswirkungen bislang noch nicht vollständig bekannt sind. Kommt es bei Kindern und Jugendlichen zu psychischen Problemen, kann dies die öffentlichen Haushalte auf verschiedene Weise belasten. Zu nennen sind hier beispielsweise die Kosten für die medizinische Betreuung der betroffenen Personen, aber auch die geringeren Einnahmen aus Steuern und Sozialabgaben, wenn diese sich später schlechter am Arbeitsmarkt positionieren. So stellen viele Maßnahmen zur Verbesserung der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen für die öffentlichen Haushalte auf längere Sicht eine lohnenswerte Investition dar. Auch wenn die Zusammenhänge bislang noch nicht ausreichend erforscht sind, ist bekannt, dass psychische Beeinträchtigungen eine wesentliche Ursache für Schul- und Studienabbrüche sind. Auch gehen rund zwei Drittel der Bezüge von Erwerbsminderungsrenten der unter 30- Jährigen auf psychische Beeinträchtigungen zurück. Um die psychische Gesundheit von Schülerinnen und Schülern in Deutschland nachhaltig zu verbessern, sollte die medizinische Versorgung und Unterstützung der Kinder und Jugendlichen verbessert werden. Dazu ist nicht nur eine Stärkung der Versorgungskapazitäten, sondern auch eine Sensibilisierung der Eltern, Lehrkräfte und weiteren mit den Schülerinnen und Schülern in Kontakt stehenden Personengruppen für Anzeichen psychischer Erkrankungen wichtig. Zudem sollten die Rahmenbedingungen für eine gesunde psychische Entwicklung der Schülerinnen und Schüler im sozialen Umfeld verbessert werden. Dazu zählt etwa eine gezielte Unterstützung von stark konfliktbelasteten Familien und das Schaffen von Rückzugsräumen außerhalb des elterlichen Haushalts für die betroffenen Kinder und Jugendlichen. Ebenso fällt die Sensibilisierung der Eltern für eine gute Begleitung der Kinder in der digitalen Welt in diesen Bereich. So sollten sich auch die Familien- und Bildungspolitik und nicht nur die Gesundheitspolitik mit der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen verstärkt beschäftigen. Die Bemühungen und gezielten Investitionen sollten in einer nationalen Strategie zur Förderung der mentalen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen eingebettet werden. Diese Strategie sollte ein Gesundheitsmonitoring zur mentalen Gesundheit dieser Bevölkerungsgruppe aufbauen, auf deren Grundlage evidenzbasiert in Programme zur Stärkung der mentalen Gesundheit investiert werden sollte. Hierbei sind die Bereiche Bildung und Gesundheit enger zu verzahnen (Christiansen et al., 2025)." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Arbeitsbelastung und psychische Gesundheit von Pflegekräften in Deutschland während der COVID-19-Pandemie – Ein Scoping-Review (2025)

    Arndt, Dagmar; Hering, Thomas;

    Zitatform

    Arndt, Dagmar & Thomas Hering (2025): Arbeitsbelastung und psychische Gesundheit von Pflegekräften in Deutschland während der COVID-19-Pandemie – Ein Scoping-Review. In: Bundesgesundheitsblatt, Gesundheitsforschung, Gesundheitsschutz, Jg. 68, H. 2, S. 130-140. DOI:10.1007/s00103-024-03984-5

    Abstract

    "Hintergrund: Im März 2023 existierte für Deutschland keine zusammenfassende Übersichtarbeit zu Arbeitsbelastung, Ressourcen, Beanspruchungsfolgen in der COVID-19-Pandemie für Pflegefachkräfte. Vor dem Hintergrund länderspezifischer Unterschiede hinsichtlich Pandemieverlauf/-management und Organisation des Gesundheitswesens soll eine gesonderte Betrachtung von Daten aus Deutschland erfolgen. Methode: Eine systematische Datenbankrecherche (PubMed/Medline, PsycINFO) brachte 50 relevante Studien, die Eingang in das Scoping-Review fanden. Ergebnisse: Die Studien basieren auf Querschnittdesigns, stammen zumeist aus dem Setting Klinik und dem ersten Pandemiejahr. Häufig untersuchte Belastungsfaktoren waren Arbeitsintensivierung, fehlende Schutzausrüstung, schnell wechselnde Regelungen, Kontakt zu COVID-19-Patienten, pandemiebezogene Sorgen/Ängste. Pandemiephasen- und settingspezifische Belastungskaskaden wurden deutlich. Häufig untersuchte psychische Beanspruchungen (u. a. Stresserleben, Angst, Depressivität, Burn-out, Berufs-/Arbeitsplatzwechselabsichten) waren in Gruppen mit ungünstigeren Belastungswerten höher. Pflegende berichteten zumeist ungünstigere Merkmalsausprägungen als Mediziner. Soziale Unterstützung, Belohnung/Wertschätzung, Humor, Resilienz und Kohärenzgefühl erwiesen sich als Ressourcen. Schlussfolgerung: In Vorbereitung auf weitere Pandemien und Krisen sollten präpandemisch vorliegende Belastungsfaktoren durch gezielte Maßnahmen abgebaut und relevante Ressourcen gestärkt werden. Pandemiespezifische Belastungsfaktoren sollten systematisch reflektiert, organisationsübergreifend Lösungen erarbeitet werden. Längsschnittstudien unter Nutzung validierter Instrumente sowie Interventionsstudien sollten zukünftig in den Fokus der Forschungsförderung fallen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Firm-Level Technology Adoption in Times of Crisis (2025)

    Arntz, Melanie ; Lehmer, Florian ; Lipowski, Cäcilia ; Böhm, Michael J. ; Graetz, Georg; Gregory, Terry ;

    Zitatform

    Arntz, Melanie, Michael J. Böhm, Georg Graetz, Terry Gregory, Florian Lehmer & Cäcilia Lipowski (2025): Firm-Level Technology Adoption in Times of Crisis. (CEP discussion paper / Centre for Economic Performance 2093), London, 61 S.

    Abstract

    "We investigate the diffusion of frontier technologies across German firms before and during the Covid-19 crisis. Our analysis tracks the nature, timing, and pandemic-related motivations behind technology investments, using tailor-made longitudinal survey data linked to administrative worker-firm records. Technologies adopted after the onset of the pandemic increasingly facilitated remote work and mitigated the negative employment effects of the crisis. Overall, however, investments in frontier technologies declined sharply, equivalent to a loss of 1.4 years of pre-pandemic investment activity. This procyclical adoption pattern is particularly striking since the pandemic created clear incentives to experiment with new technologies. Our findings highlight how short-run fluctuations may influence medium-run economic growth through their impact on technology diffusion." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

    Beteiligte aus dem IAB

    Arntz, Melanie ; Lehmer, Florian ;
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  • Literaturhinweis

    Evaluation der Corona-Wirtschaftshilfen des Bundes: Soforthilfen, Überbrückungshilfen, außerordentliche Wirtschaftshilfen, Neustarthilfen, Härtefallhilfen. Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (2025)

    Astor, Michael; Sachs, Andreas; Schöfl, Isabel; Reemtsma, Rahel; Dantas, Eva; Beland, Shayan; Limbers, Jan; Ahmad, Rebaz; Peters, Bettina ;

    Zitatform

    Astor, Michael, Rebaz Ahmad, Shayan Beland, Eva Dantas, Jan Limbers, Bettina Peters, Rahel Reemtsma, Andreas Sachs & Isabel Schöfl (2025): Evaluation der Corona-Wirtschaftshilfen des Bundes. Soforthilfen, Überbrückungshilfen, außerordentliche Wirtschaftshilfen, Neustarthilfen, Härtefallhilfen. Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Berlin, 241 S.

    Abstract

    "Mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 endete ein Jahrzehnt positiver wirtschaftlicher Entwicklung in Deutschland. Gegenstand dieser Evaluation sind die Corona-Wirtschaftshilfen. Insgesamt wurden hierfür Mittel in Höhe von etwa 76 Milliarden (Mrd.) Euro bereitgestellt. Während die Personalkosten durch das Kurzarbeitergeld gedeckt wurden, nahmen die Corona-Wirtschaftshilfen vor allem die Deckung fixer Kosten, weiterer Betriebskosten sowie den Erhalt der Eigenkapitalbasis in den Fokus. Die wesentlichen Ergebnisse der Evaluation lassen sich in die folgenden Themenbereiche untergliedern: - Die Corona-Wirtschaftshilfen trugen zur Kompensation von Liquiditätsengpässen eigentlich profitabler Unternehmen bei, die von den politischen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie und deren Folgen betroffen waren. - Die Corona-Wirtschaftshilfen trugen zur Arbeitsplatzsicherung in betroffenen Unternehmen bei. - Die Corona-Wirtschaftshilfen wurden schnell implementiert. - Die Corona-Wirtschaftshilfen konnten den Bedürfnissen unterschiedlicher Zielgruppen Rechnung tragen und erreichten somit die besonders betroffenen Unternehmen. - Durch die gewählten Antrags- und Auszahlungsverfahren konnten die Corona-Wirtschaftshilfen kurzfristig ihre Wirkung entfalten. - Die Umsetzung der Corona-Wirtschaftshilfen war kostspielig, verglichen mit den hohen Fördervolumina aber nicht unwirtschaftlich." (Textauszug, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    The impact of the Covid-19 pandemic on gender labor market asymmetries in Germany (2025)

    Baas, Timo ;

    Zitatform

    Baas, Timo (2025): The impact of the Covid-19 pandemic on gender labor market asymmetries in Germany. In: The journal of economic asymmetries, Jg. 31. DOI:10.1016/j.jeca.2024.e00396

    Abstract

    "The Corona pandemic affected life and working conditions around the world. Some could work from home, some had to risk their lives at the workplace, and some got laid off. The selection of employees to one of these groups, however, was asymmetric about gender. More than 63 percent of employees providing services in Germany are female; females in health professions account for more than 75 percent, and in social professions, including daycare, the share of female employees is at 84 percent. These occupations were in high demand during the pandemic and cannot be practiced at home. Since women do more than 62 percent of housework and childcare, the high demand for female work creates a dilemma. While family obligations increased as childcare facilities and schools closed, women had to decide whether to remain or drop out of the labor market. In this paper’s estimated DSGE model, these choices are addressed by allowing for asymmetries in participation decisions and disutility of effort for male and female workers. While at the beginning of the pandemic, female employment increased relative to male, an increase in disutility drove females out of the labor market during the second lockdown. Instead, predominantly males entered, and females reacted to this increase by staying absent. This pattern resembles previous findings on historical pandemics and, in the literature, is called “the added worker effect.”" (Author's abstract, IAB-Doku, © 2025 The Author. Published by Elsevier B.V.) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Welche Arbeitgeber haben das Kurzarbeitergeld während der Covid-19 Pandemie aufgestockt? Die Rolle von Tarifverträgen und Betriebsräten (2025)

    Bellmann, Lisa ; Hohendanner, Christian ; Kohaut, Susanne;

    Zitatform

    Bellmann, Lisa, Christian Hohendanner & Susanne Kohaut (2025): Welche Arbeitgeber haben das Kurzarbeitergeld während der Covid-19 Pandemie aufgestockt? Die Rolle von Tarifverträgen und Betriebsräten. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 74, H. 4, S. 225-245., 2024-12-04. DOI:10.3790/sfo.2025.1455501

    Abstract

    "In diesem Beitrag wird analysiert, inwieweit Betriebe als Reaktion auf die Covid-19-Krise in Deutschland Kurzarbeitergeld beantragt und aufgestockt haben. In diesem Kontext wird untersucht, wie Tarifverträge und Betriebsräte in Zusammenhang mit der Inanspruchnahme und Aufstockung von Kurzarbeitergeld stehen. Unsere deskriptiven und multivariaten Analysen auf der Grundlage des IAB-Betriebspanels 2020 – einer jährlichen Repräsentativbefragung von fast 15.000 deutschen Betrieben – zeigen, dass Betriebe mit höheren Durchschnittslöhnen, solche mit einem Tarifvertrag und solche mit einem Betriebsrat am ehesten Kurzarbeitergeld aufstocken." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Absicherung von Kurzarbeitergeldbeziehenden in der SGB-II-Grundsicherung während der Corona-Pandemie (2025)

    Belzer, Jana; Walz, Hannes ; Bruckmeier, Kerstin ;

    Zitatform

    Belzer, Jana, Kerstin Bruckmeier & Hannes Walz (2025): Absicherung von Kurzarbeitergeldbeziehenden in der SGB-II-Grundsicherung während der Corona-Pandemie. (IAB-Forschungsbericht 10/2025), Nürnberg, 36 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2510

    Abstract

    "Die Inanspruchnahme von Kurzarbeit erreichte in Deutschland während der Corona-Pandemie mit knapp 6 Millionen Beziehenden im April 2020 bisher unbekannte Höchststände. Mit dem Kurzarbeitergeld sollen primär Entlassungen in Krisenzeiten vermieden werden, indem Betrieben bei einem vorübergehenden Arbeitsausfall ein Teil des entfallenen Entgelts für sozialversicherungspflichtig Beschäftigte ersetzt wird. Während der Krise wurden die Nutzung von Kurzarbeitergeld erleichtert und die Leistung großzügiger ausgestaltet. Daneben wurde auch der Zugang zur SGB-II-Grundsicherung erleichtert. Erreichen Kurzarbeitergeldbeziehende kein existenzsicherndes Einkommen, können ergänzende Grundsicherungsleistungen bezogen werden. Bisher liegen keine Erkenntnisse darüber vor, wie häufig und von welchen Personengruppen in den Krisenjahren 2020 und 2021 tatsächlich Kurzarbeitergeld und ergänzende Grundsicherungsleistungen nach dem SGB II gleichzeitig bezogen wurden. Dieser Bericht nutzt neu erschlossene administrative Individualdaten zur Kurzarbeit und präsentiert Ergebnisse zu Umfang, Entwicklung und Struktur des gleichzeitigen Bezugs von Kurzarbeitergeld und SGB-II-Leistungen zwischen März 2020 und Dezember 2021. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass mit den vorliegenden administrativen Daten lediglich die tatsächliche Inanspruchnahme, nicht aber die Anzahl an Anspruchsberechtigten ausgewertet werden kann. Bisherige Studien liefern Hinweise auf signifikante Nichtinanspruchnahmequoten für Grundsicherungsleistungen. Damit ist davon auszugehen, dass auch ein Teil der Kurzarbeitergeldbeziehenden keinen Antrag auf Grundsicherungsleistungen gestellt hat, obwohl ein Leistungsanspruch bestanden hätte. Der gleichzeitige Bezug von Kurzarbeitergeld und SGB-II-Leistungen kann im Jahr 2020 zum Höhepunkt im April für gut 150 Tausend Personen gemessen werden. Aufgrund von Untererfassungen in der Datenbasis entspricht dies geschätzten 84 Prozent aller tatsächlichen Kurzarbeitergeldbeziehenden im SGB II zu diesem Zeitpunkt. Somit wurden geschätzt monatlich maximal nur 180 Tausend Kurzarbeitergeldbeziehende gleichzeitig durch Grundsicherungsleistungen unterstützt. Bezogen auf alle Kurzarbeitergeldbeziehenden im April 2020 entspricht dies einem Anteil von etwa 3 Prozent. Im Jahr 2021 erreichte der gleichzeitige Bezug beider Leistungen im Februar 2021 seinen Scheitelpunkt mit 113 Tausend Empfängerinnen und Empfängern, was 3,4 Prozent aller registrierten Kurzarbeitergeldbeziehenden oder unter Berücksichtigung der Untererfassung etwa 3,8 Prozent entspricht. Insgesamt kann der gleichzeitige Bezug von Kurzarbeitergeld und Grundsicherungsleistungen bis Ende 2021 für ca. 320 Tausend Personen gemessen werden. In den meisten Monaten bis Ende 2021 erhielten erstmals Kurzarbeitergeld- und Grundsicherungsleistungsbeziehende bereits im jeweiligen Vormonat Grundsicherungsleistungen, häufig als erwerbstätige Leistungsbeziehende. Frauen waren unter den Personen in Kurzarbeit mit ergänzenden Grundsicherungsleistungen im Mittel etwa so häufig vertreten wie Männer. Da aber im Beobachtungszeitraum weniger Frauen als Männer Kurzarbeitergeld bezogen, waren Frauen unter Personen mit ergänzenden Grundsicherungsleistungen überrepräsentiert. Unter den Altersgruppen lag die mittlere Altersgruppe der 35 bis 44-Jährigen vorne. Der Anteil der Jüngeren unter 25 Jahren fiel im Verlauf der Pandemie von März 2020 bis Oktober 2021 von 6,1 Prozent auf 4,6 Prozent, während der Anteil der Älteren über 54 Jahren in diesem Zeitraum von 14,2 Prozent auf 21,4 Prozent gestiegen ist. Die deutsche Staatsangehörigkeit besaßen zu Krisenbeginn etwa die Hälfte der Beziehenden beider Leistungen. Unter abhängig Beschäftigten im SGB II betrug der Anteil der Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit im März 2020 60 Prozent, was darauf hindeutet, dass ausländische Staatsangehörige im SGB II zunächst häufiger von Kurzarbeit betroffen waren. Unter den betroffenen Beschäftigungsverhältnissen dominierten Teilzeitbeschäftigungen und Tätigkeiten im Dienstleistungsbereich. In den Phasen des ersten und zweiten Lockdowns im März 2020 und Februar 2021 war mehr als jeder dritte Leistungsbeziehende im Gastgewerbe beschäftigt, im Oktober 2021 waren es noch 27 Prozent. Hohe Anteile entfielen auch auf das Friseurhandwerk, das Taxigewerbe, die befristete Überlassung von Arbeitskräften, die Gebäudereinigung sowie den Einzelhandel. Das verfügbare Einkommen (ohne ergänzende Grundsicherungsleistungen) in den Bedarfsgemeinschaften der Leistungsbeziehenden erreichte im Mittel 1.100 bis 1.200 Euro, der durchschnittliche Leistungsanspruch der Bedarfsgemeinschaft betrug etwa 600 bis 700 Euro." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Belzer, Jana; Bruckmeier, Kerstin ;
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  • Literaturhinweis

    Mismatch unemployment during COVID-19 and the post-pandemic labor shortages (2025)

    Birinci, Serdar ; Mercan, Yusuf ; See, Kurt;

    Zitatform

    Birinci, Serdar, Yusuf Mercan & Kurt See (2025): Mismatch unemployment during COVID-19 and the post-pandemic labor shortages. In: Journal of Economic Dynamics and Control, Jg. 178. DOI:10.1016/j.jedc.2025.105142

    Abstract

    "We examine the extent to which mismatch unemployment—employment losses relative to an efficient allocation where the planner can costlessly reallocate unemployed workers across sectors to maximize output—shaped labor market dynamics during the COVID-19 pandemic and the subsequent recovery episode characterized by labor shortages. We find that, for the first time in our sample, mismatch unemployment turned negative at the onset of the pandemic. This result suggests that the efficient allocation of job seekers would involve reallocating workers toward longer-tenure and more-productive jobs, even at the expense of fewer hires. We show that sectoral differences in job separations were the main driver behind this result, while differences in vacancies caused positive mismatch unemployment during the recovery episode. We also establish an empirical link between mismatch unemployment and the surge in the labor cost during the recovery, documenting that sectors with larger mismatch unemployment experienced higher employment cost growth." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2025 Elsevier B.V. All rights are reserved, including those for text and data mining, AI training, and similar technologies.) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Supporting men as fathers: the value of a UK community dads’ project during the COVID-19 pandemic (2025)

    Blackwell, Ian ; Carter Dillon, Rebecca ;

    Zitatform

    Blackwell, Ian & Rebecca Carter Dillon (2025): Supporting men as fathers: the value of a UK community dads’ project during the COVID-19 pandemic. In: Community, work & family, S. 1-22. DOI:10.1080/13668803.2025.2575164

    Abstract

    "This paper presents a study of a community dads’ project during the COVID-19 pandemic. Data were gathered via a questionnaire, semi-structured interviews and by attending eleven on-line Conversation Cafés. Men described how the project supported and affirmed their fathering practices as they were able to speak with other father figures about their challenges, to celebrate the rewards of parenting, and to socialise with others. Participants described how their confidence was enhanced and their identity as a father was validated through successful solo parenting activities, opportunities to bond with their child, by creating shared memories, and by being playful and physically active. While the community dads’ project offered welcoming and inclusive spaces for father figures to interact with their children and other dads, we note how these ‘dads only’ settings can be locations where mothers can be ‘othered’ as fretful and fussy by some individuals. While highlighting the need to be alert to the potential for such initiatives to become spaces for problematic counter-identification with the maternal, this research concludes that non-judgemental, community-based initiatives can nurture and strengthen father–child relationships, promote caring masculinities, fortify progressive fathering identities and encourage peer validation amongst fathers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    The great divide between employees: Clustering employee “well-being” during a pandemic (2025)

    Bughin, Jacques ; Ohme, Rafal; Żyszkiewicz, Marcin; Reykowska, Dorota; Cincera, Michele ;

    Zitatform

    Bughin, Jacques, Michele Cincera, Dorota Reykowska, Marcin Żyszkiewicz & Rafal Ohme (2025): The great divide between employees: Clustering employee “well-being” during a pandemic. In: PLoS ONE, Jg. 20. DOI:10.1371/journal.pone.0294540

    Abstract

    "The Covid-19 pandemic is a textbook case of significant situational stress induced by various disruptions beyond mere health concerns, such as social isolation and financial constraints. For the workforce, it is essential to anticipate how these disruptions may undermine employees ’ resilience, to avoid a negative spiral where poor well-being lowers productivity, reduces economic prospects, and continues to increase worker stress. We measure multiple forms of stress and worries as drivers of well-being—health, economic, social, and psychological—encountered by the workforce during the acute period of the Covid-19 pandemic. The study analyzed data from 2,780 employees across five European countries: France, Germany, Italy, Spain, and Sweden. Overall Concern Score: The overall concern score was 56.8% across four domains: health, economic, social, and psychological. Stressors can be synthesized into five typical groups associated with a variety of mediating factors such as institutional trust, lifestyle, and worker education. The implication is that workers’ well-being is heterogeneous and that human resource practices may need at least a segmented approach to well-being if they wish to create an environment of a resilient and productive workforce." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    The impact of the Covid-19 pandemic on worker careers: do different job opportunities matter? (2025)

    Buhmann, Mara; Pohlan, Laura ; Roth, Duncan ;

    Zitatform

    Buhmann, Mara, Laura Pohlan & Duncan Roth (2025): The impact of the Covid-19 pandemic on worker careers: do different job opportunities matter? (IAB-Discussion Paper 07/2025), Nürnberg, 88 S. DOI:10.48720/IAB.DP.2507

    Abstract

    "In diesem Papier wird die Tatsache ausgenutzt, dass die Covid‑19 Pandemie ein exogener Schock war, der temporär das Verhältnis von offenen Stellen zu Jobsuchenden verringert hat. In diesem einzigartigen Setting wird die Bedeutung von Beschäftigungsmöglichkeiten untersucht und inwiefern diese Erwerbskarrieren, die von kürzlicher Arbeitslosigkeit betroffen sind, beeinflussen. Im Vergleich zu Arbeitslosen, die unter günstigeren Bedingungen arbeitslos geworden sind, sind die Effekte auf das Einkommen größer und anhaltend negativ. Es zeigt sich, dass geringere Beschäftigungsmöglichkeiten dazu führen, dass Arbeitslose Beschäftigung weiter unten in der berufsspezifischen Lohnverteilung aufnehmen. Die Größe dieser Effekte hängen invers mit der unterschiedlichen Fähigkeit von Berufen, während Lockdowns zu operieren, zusammen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Buhmann, Mara; Pohlan, Laura ; Roth, Duncan ;
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  • Literaturhinweis

    The Impact of the COVID-19 Pandemic on Worker Careers: Do Different Job Opportunities Matter? (2025)

    Buhmann, Mara; Roth, Duncan ; Pohlan, Laura ;

    Zitatform

    Buhmann, Mara, Laura Pohlan & Duncan Roth (2025): The Impact of the COVID-19 Pandemic on Worker Careers: Do Different Job Opportunities Matter? (CESifo working paper 11858), München, 39 S., Anhang.

    Abstract

    "In diesem Papier wird die Tatsache ausgenutzt, dass die Covid-19 Pandemie ein exogener Schock war, der temporär das Verhältnis von offenen Stellen zu Jobsuchenden verringert hat. In diesem einzigartigen Setting wird die Bedeutung von Beschäftigungsmöglichkeiten untersucht und inwiefern diese Erwerbskarrieren, die von kürzlicher Arbeitslosigkeit betroffen sind, beeinflussen. Im Vergleich zu Arbeitslosen, die unter günstigeren Bedingungen arbeitslos geworden sind, sind die Effekte auf das Einkommen größer und anhaltend negativ. Es zeigt sich, dass geringere Beschäftigungsmöglichkeiten dazu führen, dass Arbeitslose Beschäftigung weiter unten in der berufsspezifischen Lohnverteilung aufnehmen. Die Größe dieser Effekte hängen invers mit der unterschiedlichen Fähigkeit von Berufen, während Lockdowns zu operieren, zusammen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Buhmann, Mara; Roth, Duncan ; Pohlan, Laura ;
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  • Literaturhinweis

    In der Pandemie hat sich das Risiko, langzeitarbeitslos zu werden, deutlich erhöht (2025)

    Buhmann, Mara; Roth, Duncan ; Pohlan, Laura ;

    Zitatform

    Buhmann, Mara, Laura Pohlan & Duncan Roth (2025): In der Pandemie hat sich das Risiko, langzeitarbeitslos zu werden, deutlich erhöht. In: IAB-Forum H. 24.11.2025. DOI:10.48720/IAB.FOO.20251124.01

    Abstract

    "In Krisenzeiten zeigen sich die negativen Folgen von Arbeitslosigkeit besonders deutlich: Wer kurz vor Beginn der Covid-19-Pandemie seine Arbeit verlor, hatte infolge der Krise deutlich geringere Chancen, einen neuen Job zu finden. Das Risiko, in die Langzeitarbeitslosigkeit zu rutschen, war für die Betroffenen daher deutlich höher als bei vergleichbaren Arbeitslosen wenige Jahre vor Ausbruch der Pandemie. Es gelang zwar vergleichsweise vielen der in der Pandemie langzeitarbeitslos gewordenen Personen schließlich doch, wieder eine Beschäftigung zu finden. Der Anteil der Langzeitarbeitslosen knapp zwei Jahre nach Eintritt der Arbeitslosigkeit war bei ihnen jedoch immer noch mehr als doppelt so hoch wie in der Vergleichsgruppe." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Buhmann, Mara; Roth, Duncan ; Pohlan, Laura ;
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  • Literaturhinweis

    In der Covid-19-Pandemie sank das Weiterbildungsinteresse deutlich (2025)

    Dauth, Christine ; Lang, Julia ;

    Zitatform

    Dauth, Christine & Julia Lang (2025): In der Covid-19-Pandemie sank das Weiterbildungsinteresse deutlich. In: IAB-Forum H. 12.05.2025, 2025-05-07. DOI:10.48720/IAB.FOO.20250512.01

    Abstract

    "Phasen hoher wirtschaftlicher Unsicherheit können das Interesse an Weiterbildung spürbar verringern. Dies zeigte sich während der Covid-19-Pandemie sehr deutlich. Zugleich nahm aber das Interesse an Online-Weiterbildungsmöglichkeiten in dieser Zeit stark zu. Zu diesem Ergebnis kommt eine Auswertung einschlägiger Suchanfragen bei Google." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Dauth, Christine ; Lang, Julia ;
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  • Literaturhinweis

    To the Fifties and Back Again? A Comparative Analysis of Changes in Breadwinning Arrangements during the First Year of the COVID-19 Pandemic in Four European Countries (2025)

    Dotti Sani, Giulia M. ; Besamusca, Janna ; Bertogg, Ariane ; Zamberlan, Anna ; Yerkes, Mara A. ;

    Zitatform

    Dotti Sani, Giulia M., Ariane Bertogg, Janna Besamusca, Mara A. Yerkes & Anna Zamberlan (2025): To the Fifties and Back Again? A Comparative Analysis of Changes in Breadwinning Arrangements during the First Year of the COVID-19 Pandemic in Four European Countries. In: Work, Employment and Society, Jg. 39, H. 4, S. 972-996. DOI:10.1177/09500170251322684

    Abstract

    "Over the past decades, opposite-sex couples have moved away from the traditional ‘male breadwinner model’ towards a more egalitarian division of paid work. However, lockdown measures and the closures of schools and childcare services during the COVID-19 pandemic may have challenged egalitarian divisions of paid work, pushing couples into traditional breadwinning arrangements. This study investigates whether opposite-sex couples experienced short- and medium-term relapses into traditional breadwinning arrangements during the COVID-19 pandemic. Logistic regressions models, applied to harmonized data from four country-specific representative longitudinal studies fielded during the pandemic (Varhaiskasvatus (Finland), pairfam (Germany), LISS (the Netherlands), and the UKHLS (the UK)), are used to estimate the probability of shifting into traditional breadwinning arrangements among opposite-sex co-resident partners from different social strata. Results indicate a moderate re-traditionalization of breadwinning arrangements during the COVID-19 pandemic that did not appear to deepen pre-existing social inequalities in couples’ division ofpaid work." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    The Effects of the COVID-19 Pandemic on Vocational Education and Training in Germany (2025)

    Dummert, Sandra ; Umkehrer, Matthias;

    Zitatform

    Dummert, Sandra & Matthias Umkehrer (2025): The Effects of the COVID-19 Pandemic on Vocational Education and Training in Germany. In: Journal of vocational education and training, Jg. 77, H. 3, S. 631-654., 2023-10-30. DOI:10.1080/13636820.2023.2280953

    Abstract

    "In this paper, we investigate the effects of the COVID-19 pandemic on vocational education and training in Germany. We exploit rich establishment-level survey data to estimate the causal effects of the pandemic by applying difference-in-differences estimation, contrasting trends in outcomes between establishments that suffered to varying degrees from adverse economic impacts after the first lockdown. We find that, due to the pandemic, establishments have not become more likely to leave the training market but hired less new trainees and retained less of their recent graduates in the first two years of the crisis, on average. We also compare these effects with the effects of the Great Recession on training and find that both are remarkably similar. Our findings foster concerns that the pandemic increases future skills shortage in the labour market and dampens young peoples’ career prospects." (Author's abstract, IAB-Doku, © Taylor & Francis) ((en))

    Beteiligte aus dem IAB

    Dummert, Sandra ; Umkehrer, Matthias;
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    Arbeitsmarkt im Wandel: Deutschland muss die Transformation annehmen, um seine Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit zu stärken (2025)

    Fitzenberger, Bernd ; Kagerl, Christian ;

    Zitatform

    Fitzenberger, Bernd & Christian Kagerl (2025): Arbeitsmarkt im Wandel: Deutschland muss die Transformation annehmen, um seine Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. (IAB-Forschungsbericht 12/2025), Nürnberg, 21 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2512

    Abstract

    "Der deutsche Arbeitsmarkt zeigt sich trotz wirtschaftlicher Schwäche und der wiederkehrenden Bezeichnung von Deutschland als „krankem Mann Europas“ überraschend robust. Die Beschäftigungsquote liegt mit 77,4 Prozent weiterhin auf einem hohen Niveau, doch die Zahl der offenen Stellen ist seit ihrem Höchststand 2022 deutlich gesunken, während die Arbeitslosenquote steigt. Besonders betroffen sind Langzeitarbeitslose und Personen ohne schulischen oder beruflichen Abschluss. Gleichzeitig bleibt der Fachkräftemangel eine zentrale Herausforderung, da viele Stellen nicht besetzt werden können. Die Koexistenz von steigender Arbeitslosigkeit und unbesetzten Stellen bleibt ein entscheidendes Problem für die Bewältigung des wirtschaftlichen Wandels. Eine der größten strukturellen Schwächen ist das stagnierende Produktivitätswachstum. Während die Produktivität in den 2000er-Jahren noch stieg, stagniert sie seit den 2010er-Jahren weitgehend. Besonders problematisch ist die wachsende Diskrepanz zwischen der Produktivität pro Arbeitsstunde und der Produktivität pro Arbeitnehmer, wovon sich letztere deutlich schlechter entwickelt. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Neben einer zunehmenden Teilzeitarbeit und einem Beschäftigungszuwachs in Sektoren mit niedriger Produktivität – etwa im Gesundheits- und Bildungsbereich – verhindern geringe Investitionen in Digitalisierung und technologische Innovationen, aber auch in Aus- und Weiterbildung, eine stärkere Produktivitätssteigerung. Besonders das produzierende Gewerbe, das lange das Rückgrat der deutschen Wirtschaft bildete, gerät zunehmend unter Druck. Die Industrieproduktion liegt noch immer unter dem Vorkrisenniveau, während die Beschäftigung in der jüngeren Vergangenheit stagnierte und aktuell rückläufig ist. Besonders die Automobilbranche steht vor großen Herausforderungen: Neben der sinkenden Nachfrage nach Elektroautos machen chinesische Wettbewerber den deutschen Herstellern zunehmend Konkurrenz. Auch Maschinenbau und Metallindustrie kämpfen mit strukturellen Problemen. Zudem belasten hohe Energiepreise und eine schwächelnde Exportnachfrage – insbesondere aus China – die deutsche Industrie. Trotz der wirtschaftlichen Schwäche und den Unsicherheiten über die zukünftige Entwicklung mangelt es weiterhin an Fachkräften. Vor allem kleinere Betriebe und das Bau- sowie das Gastgewerbe haben Schwierigkeiten, qualifizierte Arbeitskräfte zu finden. Eine Ursache hierfür ist die geringe Mobilität auf dem Arbeitsmarkt. Während Transformationen üblicherweise mit einer Umschichtung von Arbeitsplätzen verbunden sind, zeigt sich dieser Effekt in Deutschland bislang kaum. Die hohe Nutzung von Kurzarbeitergeld während der Pandemie hat die Beschäftigung stabilisiert, könnte jedoch den Anpassungsprozess verzögert haben, wenngleich hierfür belastbare empirische Belege fehlen. Deutschland muss die Digitalisierung und die Dekarbonisierung annehmen und nutzen, um seine Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Besonders Berufe mit geringen Qualifikationsanforderungen sind durch Automatisierung bedroht. Gleichzeitig entstehen neue Beschäftigungsmöglichkeiten im Bereich der grünen Technologien. Der Wandel erfordert jedoch gezielte Investitionen in Weiterbildung und Umschulungen, um Beschäftigte auf die neuen Anforderungen vorzubereiten. Doch genau hier zeigen sich große Defizite. Die betriebliche Weiterbildung ist nach einem pandemiebedingten Einbruch noch nicht auf das Vorkrisenniveau zurückgekehrt, und die Zahl neu abgeschlossener Ausbildungsverträge liegt seit 2020 jedes Jahr unter einer halben Million. Zudem verschlechtern sich die schulischen Leistungen, was langfristig die Qualifikationsbasis der Erwerbsbevölkerung schwächen könnte. Deutschland steht damit vor einer großen Herausforderung: Die alternde Erwerbsbevölkerung verschärft den Fachkräftemangel, während Produktivitätsschwäche und Wettbewerbsverlust die wirtschaftliche Dynamik hemmen. Die Verbesserung der digitalen Kompetenzen und die Förderung der beruflichen Mobilität werden für die Steigerung der Arbeitsproduktivität und die Sicherung des Wirtschaftswachstums von entscheidender Bedeutung sein. Um den Wandel erfolgreich zu gestalten, sind massive Investitionen in Digitalisierung, Dekarbonisierung und Bildung dringend erforderlich. Nur wenn das Land der Aus- und Weiterbildung Priorität einräumt und sich dem Wandel stellt, kann es gut bezahlte Arbeitsplätze sichern und seine Position als Europas größte Volkswirtschaft behaupten." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Fitzenberger, Bernd ; Kagerl, Christian ;
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  • Literaturhinweis

    Deutschlands Rettungsausgaben während der Covid-19-Pandemie waren im internationalen Vergleich eher unterdurchschnittlich (2025)

    Fitzenberger, Bernd ; Kagerl, Christian ;

    Zitatform

    Fitzenberger, Bernd & Christian Kagerl (2025): Deutschlands Rettungsausgaben während der Covid-19-Pandemie waren im internationalen Vergleich eher unterdurchschnittlich. In: IAB-Forum H. 04.08.2025, 2025-08-04. DOI:10.48720/IAB.FOO.20250804.01

    Abstract

    "Während der Covid-19-Pandemie versuchten die Regierungen in den Jahren 2020 und 2021 den negativen Auswirkungen auf Wirtschaft und Beschäftigte mit umfangreichen finanziellen Mitteln entgegenzuwirken. Einige Länder führten in dieser Zeit das deutsche Modell des Kurzarbeitergeldes ein oder weiteten dessen Nutzung deutlich aus. Im internationalen Vergleich zeigen sich jedoch erhebliche Unterschiede – sowohl beim Umfang der staatlichen Rettungsausgaben für den Arbeitsmarkt als auch beim Mix der gewählten Maßnahmen. Rückblickend wird deutlich: Deutschland wendete insgesamt weniger Mittel für die Rettungsprogramme auf als andere Industrieländer, hielt aber die intensive Nutzung von Kurzarbeit im Schnitt länger aufrecht." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Fitzenberger, Bernd ; Kagerl, Christian ;
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  • Literaturhinweis

    Gekommen um zu bleiben: Was kann aus den Pandemieerfahrungen für die Auswirkungen und die positive Gestaltung des Arbeitens im Homeoffice gelernt werden? (2025)

    Gerich, Joachim ;

    Zitatform

    Gerich, Joachim (2025): Gekommen um zu bleiben: Was kann aus den Pandemieerfahrungen für die Auswirkungen und die positive Gestaltung des Arbeitens im Homeoffice gelernt werden? In: Zeitschrift für Arbeitswissenschaft, Jg. 79, H. 1, S. 36-50. DOI:10.1007/s41449-024-00421-w

    Abstract

    "Forschungsresultate zu Auswirkungen des Arbeitens im Homeoffice zeigen überwiegend positive Effekte für Beschäftigte. Dennoch muss in Abhängigkeit organisationaler und personaler Randbedingungen auch mit ungünstigen Effekten gerechnet werden. Die vorliegende Studie untersucht individuelle Effekte des Arbeitens im Homeoffice bei einer Stichprobe von 743 Beschäftigten mittels Befragungsdaten, welche im Zuge der COVID-19 Pandemie erhoben wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass vor allem eine „kompensatorische“ Nutzungspraxis, bei der das Homeoffice für zusätzliche Arbeiten im Anschluss an reguläre Arbeit im Betrieb oder an Wochenenden und freien Tagen genutzt wird, mit ungünstigen Effekten wie erhöhtem Technostress, Work-Family Konflikten, geringerem psychologischem Detachment und einer erhöhten Neigung zu Präsentismus assoziiert ist. Diese Nutzungspraxis wird häufiger in Betrieben mit starker Wettbewerbsorientierung, indirekten Steuerungsformen und gering formalisierten Homeoffice-Policies angewandt. Beschäftigte mit geringer Segmentationspräferenz und hohem Bedürfnis nach Autonomie können zwar grundsätzlich stärker von positiven Effekten im Homeoffice profitieren. Durch zugleich häufigere kompensatorische Nutzungspraxis werden die positiven Effekte durch ungünstige Auswirkungen dieser Nutzungsform jedoch reduziert. Praktische Relevanz: Durch geeignete organisatorische Rahmenbedingungen sollte eine kompensatorische Nutzung von Homeoffice verhindert werden, um negative Effekte auf die Befindlichkeit und Vereinbarkeiten zu vermeiden." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Scarcity in Crises: Access Disparities to COVID-19 Vaccines Among Natives, Migrants and Refugees in Germany (2025)

    Goßner, Laura ;

    Zitatform

    Goßner, Laura (2025): Scarcity in Crises: Access Disparities to COVID-19 Vaccines Among Natives, Migrants and Refugees in Germany. (SocArXiv papers), 34 S. DOI:10.31219/osf.io/8phn5_v1

    Abstract

    "This paper investigates disparities in the timing of COVID-19 vaccination uptake among natives, migrants and refugees in Germany. Using data from the representative and nation-wide RKI-SOEP-2 survey and employing Kaplan-Meier survival analysis, Cox proportional hazard models and an Oaxaca-Blinder decomposition, the study reveals a significant temporal gap and its underlying mechanisms. Natives received their vaccination earlier than migrants and those in turn earlier than refugees. Confirming fundamental cause theory, key flexible resources such as income, language skills, social networks and access to transportation, are found to significantly influence vaccination timing and explain parts of the gap in vaccinating timing between natives, migrants and refugees. A smaller proportion, on the other hand, is explained by personal vaccination intentions and differences in receiving prioritized access, confirming the need to focus more on structural barriers instead of vaccine hesitancy alone. The paper highlights how structural disadvantages can have direct public health implications. The results stress that – beyond the health crisis of the COVID-19 pandemic – ensuring fair access to any scarce resource is essential to prevent existing social inequalities from translating into health disparities during crises." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

    Beteiligte aus dem IAB

    Goßner, Laura ;
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  • Literaturhinweis

    Gendered Stereotypes on Working From Home (WFH) before and after the Pandemic: A Literature Review (2025)

    Graml, Regine ; Kneip, Veronika ;

    Zitatform

    Graml, Regine & Veronika Kneip (2025): Gendered Stereotypes on Working From Home (WFH) before and after the Pandemic. A Literature Review. In: Schweizerische Zeitschrift für Soziologie, Jg. 51, H. 1, S. 23-42. DOI:10.26034/cm.sjs.2025.6151

    Abstract

    "Working from home (WFH), das Arbeiten im Homeoffice hat durch die Covid-19 bedingten Lockdown-Phasen hohe Aufmerksamkeit erhalten. Fragen nach den Auswirkungen von WFH auf die Karriere von Mitarbeitenden sowie nach möglichen Effekten für Frauen wurden bislang nicht ausreichend untersucht. Die Ergebnisse der systematischen Literatur-Analyse zeigen, dass bei WFH die Karriereperspektiven von unterschiedlichen Stereotypen und Stigmata innerhalb des Arbeitsumfelds abhängen, von denen insbesondere Frauen betroffen sind. Aufbauend auf den Ergebnissen wird ein Phasenmodell des strukturellen und kulturellen Wandels für Organisationen mit Implikationen für die Karriere von Frauen entwickelt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Determinants of work ability among health and social services workers with work-related COVID-19 infection in Germany (2025)

    Hassanin, Reem; Peters, Claudia; Nienhaus, Albert ; Koch, Peter;

    Zitatform

    Hassanin, Reem, Claudia Peters, Albert Nienhaus & Peter Koch (2025): Determinants of work ability among health and social services workers with work-related COVID-19 infection in Germany. In: BMC health services research, Jg. 25. DOI:10.1186/s12913-025-12938-9

    Abstract

    "The COVID-19 pandemic has posed significant challenges for health workers worldwide. While previous studies have primarily focused on acute COVID-19 symptoms, limited research has explored the long-term impacts on the work ability of health professionals. This study aims to identify determinants influencing the work ability of health and social services workers with work-related COVID-19 infection in Germany, with the aim of developing hypotheses for future studies. Data from a quantitative longitudinal study involving 1,300 health and social services workers in Germany were analyzed. The Work Ability Score (WAS) was used to assess participants’ work ability. Among theparticipants, 75.2% reported experiencing post-COVID symptoms, and 51.3% had low levels of work ability. Several factors such as obesity, severe acute memory and concentration problems from the initial phase of COVID-19, post-COVID symptoms, and pre-existing psychological conditions were associated with reduced work ability. Conversely, medical and therapeutic staff had better work ability levels than nurses. Interventions such as rehabilitation measures and workplace adjustments are needed to mitigate these effects and improve the long-term occupational resilience of healthcare workers affected by the consequences of COVID-19." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Zeiten globaler Krisen: Ergebnisse der COPSY-Längsschnittstudie von 2020 bis 2024 (2025)

    Kaman, Anne ; Ravens-Sieberer, Ulrike; Erhart, Michael; Devine, Janine; Behn, Steven; Reiss, Franziska ; Napp, Ann-Kathrin ;

    Zitatform

    Kaman, Anne, Michael Erhart, Janine Devine, Ann-Kathrin Napp, Franziska Reiss, Steven Behn & Ulrike Ravens-Sieberer (2025): Psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Zeiten globaler Krisen: Ergebnisse der COPSY-Längsschnittstudie von 2020 bis 2024. In: Bundesgesundheitsblatt, Gesundheitsforschung, Gesundheitsschutz, Jg. 68, H. 6, S. 670-680. DOI:10.1007/s00103-025-04045-1

    Abstract

    "Hintergrund: Die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen wird zunehmend durch globale Krisen beeinträchtigt, doch bisher gibt es nur wenige Längsschnittstudien zu diesem Thema. Ziel dieser bevölkerungsbezogenen Längsschnittstudie war es, die Entwicklung der psychischen Gesundheit in Zeiten globaler Krisen zu erforschen. Methoden: Ausgewertet wurden Daten von n  = 2865 Familien mit Kindern und Jugendlichen im Alter von 7 bis 22 Jahren, die an mindestens einer Welle der COPSY(COrona und PSYche)-Studie von Mai 2020 (T1) bis Oktober 2024 (T7) teilgenommen haben. Im Durchschnitt nahmen die Familien an 56,7 % der Befragungswellen teil. Mithilfe von deskriptiven Statistiken und multivariaten Regressionsanalysen wurden die Veränderungen der psychischen Gesundheit sowie die Auswirkungen von krisenbedingten Sorgen und der Nutzung digitaler Medien untersucht. Ergebnisse: Die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen hat sich zu Beginn der Pandemie erheblich verschlechtert, verbesserte sich in den Folgejahren, blieb aber im Herbst 2024 im Vergleich zu den Werten vor der Pandemie weiterhin beeinträchtigt. Gleichzeitig haben Sorgen vor Kriegen, Wirtschaftskrisen und der Klimakrise zugenommen. Risikofaktoren wie eine niedrige elterliche Bildung und psychische Probleme der Eltern waren mit einer schlechteren psychischen Gesundheit assoziiert, während persönliche, familiäre und soziale Ressourcen eine schützende Wirkung hatten. Es wurde ein hoher Medienkonsum dokumentiert, der mit belastenden Erfahrungen verbunden war. Diskussion: Globale Krisen stellen eine große Herausforderung für die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen dar. Ressourcenorientierte Präventions- und Interventionsmaßnahmen sind dringend erforderlich, um sie in der Bewältigung dieser Belastungen zu unterstützen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Rural areas as winners of COVID-19, digitalization and remote working? Empirical evidence from recent internal migration in Germany (2025)

    Knuepling, Louis ; Sternberg, Rolf ; Otto, Anne ;

    Zitatform

    Knuepling, Louis, Rolf Sternberg & Anne Otto (2025): Rural areas as winners of COVID-19, digitalization and remote working? Empirical evidence from recent internal migration in Germany. In: Cambridge Journal of Regions, Economy and Society, Jg. 18, H. 1, S. 227-248., 2024-09-27. DOI:10.1093/cjres/rsae033

    Abstract

    "The COVID-19 pandemic has caused economic crises and increased inter-regional economic disparities. However, the catalyst effect that the pandemic has had on digitalization may change the traditional pattern of internal migration, in favour of rural areas. Using time-sensitive register data we explain changes in net migration rates of German districts from an economic geography perspective. We show that, since the beginning of the pandemic, rural regions benefited more from migration. In particular, younger and highly skilled individuals increasingly move to rural areas. This confirms that rural regions can benefit from increasing remote work, but these effects differ across region types and individual skill levels." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

    Beteiligte aus dem IAB

    Otto, Anne ;
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    Working from home and well-being during the pandemic and beyond: a longitudinal analysis in five countries (2025)

    Kornadt, Anna E. ; Bowen, Catherine E. ; Lepinteur, Anthony ; Ratti, Luca ; Vögele, Claus ; D’Ambrosio, Conchita ;

    Zitatform

    Kornadt, Anna E., Catherine E. Bowen, Anthony Lepinteur, Conchita D’Ambrosio, Luca Ratti & Claus Vögele (2025): Working from home and well-being during the pandemic and beyond: a longitudinal analysis in five countries. In: BMC public health, Jg. 25, H. 1. DOI:10.1186/s12889-025-22349-4

    Abstract

    "Given the rise of remote work in the wake of the COVID-19 pandemic, many studies have investigated how working from home (WFH) is related to employee well-being. So far, findings have been mixed and based predominantly on cross-sectional analyses. We used multi-level regression models to describe the longitudinal relationship between WFH and well-being over 11 assessments from April 2020 to November 2023, based on a unique, population-based sample of N = 3403 employed participants from five European countries. Even after controlling for relevant covariates, WFH was negatively related to well-being in the initial stages of the pandemic, but unrelated to WFH thereafter. Our analysis offers a differentiated picture on within- and between-person dynamics of WFH and well-being over the course of the pandemic and beyond and can inform the discussion how individuals, organizations, and societies can prepare for a future in which WFH plays a more prominent role." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Old and New Welfare States Retaining Older Workers in the Face of Crisis: The Case of COVID-19 in Europe (2025)

    Lee, Kun ;

    Zitatform

    Lee, Kun (2025): Old and New Welfare States Retaining Older Workers in the Face of Crisis: The Case of COVID-19 in Europe. (LISER working papers 2025-03), Esch-sur-Alzette, 36 S.

    Abstract

    "The Coronavirus pandemic was a unique crisis in Europe as an unprecedented health and labour market shock barely disrupted long-term trends toward active ageing. We study the role of social policy responses and pre-existing welfare state institutions in moderating older workers’ exit from work following the crisis. Using a cross-national panel survey and exploiting institutional variations across Europe, we examine the association between older workers’ exit outcomes during COVID-19 and a set of macro-institutional indicators, net of the economic shock and pre-pandemic activation levels. Results show that the use of novel job retention schemes was systematically related to the retention of older workers, whereas extended unemployment insurance likely had a limited influence. Higher retirement ages and greater reliance on private pensions were associated with lower exit rates but mostly among lower-educated workers. Our findings highlight the significance of welfare states managing the crisis-driven economic shock and offer useful policy implications." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Unemployment and Prosocial Engagement: Behavior Changes During the COVID-19 Pandemic (2025)

    Lee, Hwiyoung P. ; Choi, Daniel; Cnaan, Ram A. ; Handy, Femida ;

    Zitatform

    Lee, Hwiyoung P., Daniel Choi, Ram A. Cnaan & Femida Handy (2025): Unemployment and Prosocial Engagement: Behavior Changes During the COVID-19 Pandemic. In: Nonprofit and voluntary sector quarterly, S. 1-27. DOI:10.1177/08997640251348416

    Abstract

    "Successive social shocks have reinforced unemployment as a persistent issue, yet its impact on prosocial engagement remains underexplored. This study examines the relationship between job loss and prosocial behaviors, specifically volunteering and donating participation, hypothesizing that short-term unemployment acts as a negative personal shock with heterogeneous effects depending on individuals’ economic resources. Using nationally representative survey data from the United States collected during the COVID-19 pandemic, we employ propensity score weighting enhanced by a machine learning approach to address potential confounders. Our findings indicate that unemployment is associated with reduced formal volunteering participation among lower-income individuals and decreased participation in donating among higher-income individuals. However, we find no significant relationship between unemployment and informal volunteering. Furthermore, our analysis suggests that conventional methods, which fail to adequately control for confounders, tend to underestimate the negative impact of unemployment on prosocial behaviors." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Long‐term development in job crafting in employees with and without mental health issues during COVID‐19: The role of job resources (2025)

    Lehmann, Anja I. ; Bauer, Georg F. ; Kerksieck, Philipp;

    Zitatform

    Lehmann, Anja I., Philipp Kerksieck & Georg F. Bauer (2025): Long‐term development in job crafting in employees with and without mental health issues during COVID‐19: The role of job resources. In: Journal of Occupational and Organizational Psychology, Jg. 98, H. 1. DOI:10.1111/joop.70002

    Abstract

    "The aim of this study was to investigate long-term development in job crafting during the COVID-19 pandemic among employees with and without mental health issues (MHI). Furthermore, this study aimed to explore the role of job resources regarding these changes. We have analyzed longitudinal panel data of six waves between 2019 (applied as pre-pandemic baseline) and 2022 from employees in Switzerland, Germany and Austria. Hierarchical linear modelling showed change differences in job crafting: employees with MHI experienced a higher decrease in job crafting during the COVID-19 pandemic compared with employees without MHI. When investigating the specific crafting dimensions, we found that there was a group difference only for crafting for structural resources, but not for crafting for social resources. Moreover, job resources buffered the decrease in job crafting among employees with MHI. Particularly, social support buffered the decrease in crafting for social resources and role clarity buffered the decrease in crafting for structural resources. These results suggest that in times of crisis, strengthening job resources can help employees with MHI maintain their job crafting behavior." (Author's abstract, IAB-Doku, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))

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    Rallying around the leader in times of crises: The opposing effects of perceived threat and anxiety (2025)

    Lehrer, Roni ; Neunhoeffer, Marcel ; Juhl, Sebastian ; Müller, Klara ; Gschwend, Thomas ; Bahnsen, Oke ;

    Zitatform

    Lehrer, Roni, Oke Bahnsen, Klara Müller, Marcel Neunhoeffer, Thomas Gschwend & Sebastian Juhl (2025): Rallying around the leader in times of crises: The opposing effects of perceived threat and anxiety. In: European journal of political research, Jg. 64, H. 2, S. 697-718., 2024-07-20. DOI:10.1111/1475-6765.12717

    Abstract

    "In times of crisis, citizens tend to increase their approval of the government and its leader which can shift the balance of power. This ‘rally effect’ is a persistent empirical regularity; however, the literature is still undecided on its underlying causal mechanisms. We argue that crises induce threat and anxiety and hypothesize that perceived threat increases approval of the incumbent leader, whereas anxiety decreases it. By analysing German panel data from the COVID-19 pandemic, we causally identify both mechanisms and provide systematic evidence supporting this theory. Moreover, we increase the scope of our theory and show that both mechanisms are also at work when citizens approve cabinet members who manage key portfolios. Our findings have highly important implications for our understanding of the rally effect and crises politics in democracies." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

    Beteiligte aus dem IAB

    Neunhoeffer, Marcel ;
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    On the impact of the COVID-19 pandemic on the household’s consumption and labor supply: theory and application (2025)

    Liu, Lu; Zhang, Yangyi;

    Zitatform

    Liu, Lu & Yangyi Zhang (2025): On the impact of the COVID-19 pandemic on the household’s consumption and labor supply: theory and application. In: Technological and Economic Development of Economy, Jg. 31, H. 1, S. 280-309. DOI:10.3846/tede.2024.21958

    Abstract

    "The COVID-19 pandemic and the corresponding regulation measures carried out to curb it have had a strong negative impact on the whole economy, and household consumption has been seriously affected. A large part of the drop in consumption is due to the reduction of household income, which is mainly caused by the labor supply loss during the pandemic. To present the mechanism of the impact of the pandemic on consumption, this study constructs a novel theoretical model. Two hypotheses about the pandemic’s impact on labor supply are proposed and empirically tested. Subsequently, a comparative static analysis is carried out to determine the numerical mechanism of the pandemic’s impact on household consumption. In addition, the model is also empirically tested and further modified for application, enabling the studies of both a realistic simulation and a policy simulation. This study finds that the labor supply of households has been affected during the pandemic, and there is a mediating effect channel through the regulation stringency. The epidemic severity and regulation policies have a negative impact on household consumption, in turn, will raise the saving rate of households. The income effect of the two on consumption accounts for 32% and 44% of the total effect respectively." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Regional Economic Impact of Covid-19: the Role of Sectoral Structure and Trade Linkages (2025)

    Meinen, Philipp; Papagalli, Ottavia; Serafini, Roberta ;

    Zitatform

    Meinen, Philipp, Roberta Serafini & Ottavia Papagalli (2025): Regional Economic Impact of Covid-19: the Role of Sectoral Structure and Trade Linkages. In: Open Economies Review. DOI:10.1007/s11079-025-09828-2

    Abstract

    "This paper looks into the drivers of the significant regional heterogeneity of the economic impact of the COVID-19 observed in the four largest euro area economies during the first wave of the pandemic. In particular, it investigates how the interplay between the stringency of governments’ containment measures, sectoral structure andtrade linkages help explaining the within-country regional heterogeneity of the labour market impact of the pandemic, as measured by the number of employees in short-time work schemes. It finds that the propagation of the economic impact across regions cannot be explained by the spread of infections only. Instead, a region’s economic structure is a significant driver of the observed heterogeneity. Moreover, our results suggest that a region’s trade relations, both within and across countries, represent a relevant indirect channel through which COVID-19 related disruptions affect regional economic activity. In this regard, the analysis depicts vulnerabilities arising from potential disruptions of the highly integrated EU supply chains." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Inequality in Employment Trajectories and their Consequences for Perceived Employment Insecurity and Work Satisfaction During the COVID-19 Pandemic (2025)

    Möhring, Katja ; Weiland, Andreas P. ; Reifenscheid, Maximiliane ; Steins, Patricia; Dreier, Michaela;

    Zitatform

    Möhring, Katja, Andreas P. Weiland, Maximiliane Reifenscheid, Michaela Dreier & Patricia Steins (2025): Inequality in Employment Trajectories and their Consequences for Perceived Employment Insecurity and Work Satisfaction During the COVID-19 Pandemic. In: Social indicators research, Jg. 180, H. 1, S. 243-267. DOI:10.1007/s11205-025-03663-1

    Abstract

    "This paper evaluates inequalities in employment trajectories during the first phase of the COVID-19 pandemic in Germany and their association with changes in perceived employment insecurity and work satisfaction in the short- and longer term. We contribute to existing research on employment changes and their effects during the pandemic in two ways. First, we not only focus on changes in the employment situation – remote work, short-time work, and furlough – but also consider the duration and volatility of these states by applying sequence analysis to high-frequency weekly data starting at the first lockdown. Second, we link these trajectories to changes in perceived employment insecurity and work satisfaction comparing pre-pandemic levels with those in summer 2020 and summer 2021 using change-scores. Data basis is the German Internet Panel (GIP) which provides bi-monthly panel data since 2012 and a special COVID-19 survey conducted weekly among the same respondents between March 20 and June 25, 2020 (‘Mannheim Corona Study’). Our results show social gradients in the employment risks and their volatility, which are partly mirrored in the consequences for perceived employment insecurity and work satisfaction. A general rise in perceived employment insecurity is observed in the short term, particularly among previous short-time workers. In the longer term, negative consequences are more evident in work satisfaction, especially among individuals who initially experienced continuous short-time work. Our results provide evidence on the scarring of short-time work and highlight the importance of analysing the dynamics of employment trajectories instead of focussing on single transitions." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Mental health in Germany before, during and after the COVID-19 pandemic (2025)

    Patzina, Alexander ; Collischon, Matthias ; Obrizan, Maksym; Hoffmann, Rasmus ;

    Zitatform

    Patzina, Alexander, Matthias Collischon, Rasmus Hoffmann & Maksym Obrizan (2025): Mental health in Germany before, during and after the COVID-19 pandemic. In: PLoS ONE, Jg. 20, 2024-10-25. DOI:10.1371/journal.pone.0313689

    Abstract

    "Based on nationally representative panel data (N person-years = 40,020; N persons = 18,704; Panel Labour Market and Social Security; PASS) from 2018 to 2022, we investigate how mental health changed during and after the COVID-19 pandemic. We employ time-distributed fixed effects regressions to show that mental health (Mental Health Component Summary Score of the SF-12) decreased from the first COVID-19 wave in 2020 onward, leading to the most pronounced mental health decreases during the Delta wave, which began in August 2021. In the summer of 2022, mental health had not returned to baseline levels. An analysis of the subdomains of the mental health measure indicates that long-term negative mental health changes are mainly driven by declines in psychological well-being and calmness. Furthermore, our results indicate no clear patterns of heterogeneity between age groups, sex, income, education, migrant status, childcare responsibilities or pre-COVID-19 health status. Thus, the COVID-19 pandemic appears to have had a uniform effect on mental health in the German adult population and did not lead to a widening of health inequalities in the long run." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

    Beteiligte aus dem IAB

    Patzina, Alexander ; Collischon, Matthias ;
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  • Literaturhinweis

    The gendered effects of COVID-19 on well-being: a household perspective (2025)

    Patzina, Alexander ; Kroh, Jacqueline ; Collischon, Matthias ;

    Zitatform

    Patzina, Alexander, Matthias Collischon & Jacqueline Kroh (2025): The gendered effects of COVID-19 on well-being: a household perspective. In: European Sociological Review, S. 1-13. DOI:10.1093/esr/jcaf022

    Abstract

    "We investigate the causal effect of COVID-19 incidence rates on changes in subjective well-being, with a special focus on gender differences. Specifically, we employ a household-level perspective and hypothesize that household composition (i.e. single and multiperson households), childcare duties or caregiving obligations for older adults, and household wealth (i.e. housing quality and financial resources) moderate the effect of COVID-19 incidence rates on men and women differently. Employing longitudinal household data from the Panel Labour Market and Social Security (PASS) and a difference-in-differences (DiD) approach, we find an overall negative effect. This effect is stronger for individuals with caregiving responsibilities. In contrast to our theoretical expectations, our results indicate stronger negative effects of COVID-19 incidence on well-being among individuals from households with high living standards and high financial resources. Strikingly, our findings indicate that the relevant changes in negative subjective well-being are concentrated among women with childcare duties and informal caregiving responsibilities." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

    Beteiligte aus dem IAB

    Patzina, Alexander ; Collischon, Matthias ;
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  • Literaturhinweis

    Populist Party Support and COVID-19 Vaccination: Explaining the AfD Vaccination Gap (2025)

    Patzina, Alexander ; Dietrich, Hans ; Ruland, Michael; Hoffmann, Rasmus ;

    Zitatform

    Patzina, Alexander, Hans Dietrich, Michael Ruland & Rasmus Hoffmann (2025): Populist Party Support and COVID-19 Vaccination: Explaining the AfD Vaccination Gap. In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Jg. 77, H. 3, S. 393-416., 2025-08-11. DOI:10.1007/s11577-025-01015-y

    Abstract

    "Das COVID-19-Impfprogramm im Jahr 2021 war eine der wichtigsten gesundheitspolitischen Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie in Deutschland. Die Forschung hat jedoch erhebliche Unterschiede in der Impfbeteiligung zwischen sozialen Gruppen festgestellt. Im Verlauf der COVID-19-Pandemie zeigte sich, dass die individuelle Parteienidentifikation Impfquoten beeinflusst – ein Aspekt,der für Deutschland noch nicht ausreichend untersucht wurde. Auf der Grundlage des health belief models und Forschungsergebnissen zur rechtspopulistischen Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) sowie Ungleichheit bei der Akzeptanz von Public-Health-Maßnahmen während der COVID-19-Pandemie untersuchen wir, warum sich Personen, die der AfD nahestehen, weniger häufig gegen COVID-19 impfen lassen. Basierend auf bevölkerungsrepräsentativen, monatlich wiederholten Querschnittsdaten des infas-Instituts für angewandte Sozialwissenschaften (N Personen = 7762) und logistischen Regressionsmodellen finden wir eine ausgeprägte Impflücke von 28 Prozentpunkten zwischen potenziellen AfD-Wählerinnen und -Wählern und denen demokratischer Parteien. Während diese Lücke nicht auf Korrelationen zwischen soziodemografischen Merkmalen, der subjektiven wie objektiven COVID-19-Belastung und der Impfentscheidung zurückgeht, zeigen die Ergebnisse einer Karlson-Holm-Breen-Dekomposition, dass Unterschiede in der Wahrnehmung der Pandemie als Bedrohung der persönlichen Freiheit und der Bürgerrechte sowie das Gefühl fehlender politischer Repräsentation den Großteil der Varianz im Impfverhalten zwischen potenziellen AfD-Wählerinnen und -Wählern aufdecken. Unsere Ergebnisse deuten also darauf hin, dass das politische Klima im Vorfeld einer Pandemie die Akzeptanz von Public-Health-Maßnahmen beeinflusst und dass die während einer Pandemie auftretenden Bürgerbewegungen, die sich mit Ängsten und Sorgen im Zusammenhang mit den Bürgerrechten und der persönlichen Freiheit befassen, das Potenzial haben, die beabsichtigten Ergebnisse von politischen Maßnahmen erheblich zu verringern." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Patzina, Alexander ; Dietrich, Hans ;
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  • Literaturhinweis

    Arbeitslosigkeit und Stellensuchverhalten bei Menschen mit Behinderung während der COVID-19-Pandemie in Deutschland (2025)

    Paul, Karsten ; Hollederer, Alfons ;

    Zitatform

    Paul, Karsten & Alfons Hollederer (2025): Arbeitslosigkeit und Stellensuchverhalten bei Menschen mit Behinderung während der COVID-19-Pandemie in Deutschland. Kassel: Kassel University Press, 73 S. DOI:10.17170/kobra-2025081111367

    Abstract

    "Es ist wenig darüber bekannt, wie sich die COVID-19-Pandemie auf die Arbeitsmarkterfahrungen von Menschen mit Behinderung ausgewirkt hat. Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass Personen mit Behinderung auf dem Arbeitsmarkt grundsätzlich eine benachteiligte Gruppe darstellen, gilt es zu untersuchen, ob sich ihre Situation in den herausfordernden Zeiten der COVID-19-Pandemie weiter verschlechtert hat und wie ihr Arbeitssuchverhalten durch die Pandemie beeinflusst wurde." (Verlagsangaben, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Diverging Paths? The Impact of the COVID-19 Pandemic on Subjective Well-Being of the Solo Self-Employed and Employees in Germany (2019–2023) (2025)

    Peters, Eileen ; Pohlmeyer, Merle; Buschoff, Karin Schulze;

    Zitatform

    Peters, Eileen, Merle Pohlmeyer & Karin Schulze Buschoff (2025): Diverging Paths? The Impact of the COVID-19 Pandemic on Subjective Well-Being of the Solo Self-Employed and Employees in Germany (2019–2023). In: Social indicators research, Jg. 180, H. 1, S. 183-204. DOI:10.1007/s11205-025-03640-8

    Abstract

    "Previous research indicates that the self-employed have higher subjective well-being (SWB) than employees. However, during the COVID-19 pandemic, many self-employed individuals experienced exceptionally high levels of economic stress due to limited government and social security support. This is especially true of the solo self-employed (i.e., self-employed without employees). Drawing on nationally representative panel data spanning the years 2019–2023—and thus the onset, peak, and fading out of the pandemic—we used fixed-effects regression models to analyze the SWB trajectories of the solo self-employed and employees in Germany in terms of life satisfaction and job satisfaction. Our results show that SWB was only moderately affected in 2020 but declined steeply in 2021. Although life satisfaction recovered moderately in 2022 and 2023, it remained substantially lower than pre-pandemic levels. The life satisfaction of the solo self-employed decreased more strongly than that of employees in 2020 and 2021. Job satisfaction also saw a steep decline in 2021, with solo self-employed individuals experiencing a greater drop than employees. However, the job satisfaction of the solo self-employed returned to pre-pandemic levels in 2022, whereas that of employees continued to decline in 2022 and 2023. These insights shed light on how the SWB of different employment groups was affected during this unprecedented crisis and provide valuable information for more effective interventions in future crises." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer-Verlag) ((en))

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  • Literaturhinweis

    The gendered division of housework in times of Covid-19: the role of essential worker status and work location (2025)

    Piolatto, Matteo ; Bashevska, Marija; Leshchenko, Olga ; Strauss, Susanne ; Remery, Chantal ;

    Zitatform

    Piolatto, Matteo, Marija Bashevska, Olga Leshchenko, Chantal Remery & Susanne Strauss (2025): The gendered division of housework in times of Covid-19: the role of essential worker status and work location. In: Journal of family studies, S. 1-20. DOI:10.1080/13229400.2025.2526468

    Abstract

    "The question whether the measures taken to curb the spread of Covid-19 exacerbated or reduced gender inequality with respect to the division of housework and childcare has initiated a large number of studies. This study adds to this field by investigating the role of an until now underexposed yet important element in the literature on the pandemic, which is the assignment of an essential worker status for one or two partners of a couple. Drawing on resource theory, we formulate different hypotheses on how an essential worker status impacts the gendered division of housework during the early phase of the Covid-19 pandemic in dual-earner opposite-sex couples. In addition, as essential work was often, but not always done on-site, we use the time availability perspective to formulate hypotheses on how the impact of being assigned the essential work status interacts with remote-work. We investigate these research questions in the United Kingdom and the Netherlands using household longitudinal panel data from UKHLS and COGIS-LISS, applying panel fixed effects models. The results suggest that having an essential occupation is a resource for women but not men to renegotiate the division of housework. This is particularly the case when one or both partners can work from home." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Company‐Based Measures Securing Employment During the Pandemic in Germany (2025)

    Pusch, Toralf ; Seifert, Hartmut;

    Zitatform

    Pusch, Toralf & Hartmut Seifert (2025): Company‐Based Measures Securing Employment During the Pandemic in Germany. In: Industrial relations journal, Jg. 56, H. 2, S. 145-157. DOI:10.1111/irj.12454

    Abstract

    "This article analyses measures agreed upon by management and works councils to secure jobs during the pandemic in Germany, based on a representative works and staff council survey. Monetary concessions are less common than measures relating to working hours. The implementation of these measures depends on economic conditions, collective bargaining and cooperative company relations, providing a framework for employment and investment commitments." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Lessons learnt in Germany from the COVID-19 pandemic from an occupational safety and health perspective (2025)

    Robelski, Swantje; Schröder, Claudia; Hopf, Silke;

    Zitatform

    Robelski, Swantje, Claudia Schröder & Silke Hopf (2025): Lessons learnt in Germany from the COVID-19 pandemic from an occupational safety and health perspective. (baua: Bericht), Dortmund, 80 S. DOI:10.21934/baua:bericht20250630

    Abstract

    "Die COVID-19-Pandemie hat systemische Schwachstellen in Gesellschaften und am Arbeitsplatz offenbart und damit die Notwendigkeit koordinierter Maßnahmen und langfristiger Vorsorge deutlich gemacht. In diesem Zusammenhang haben sieben europäische Arbeitsschutzinstitutionen gemeinsam die aus der Pandemie gewonnenen Erkenntnisse zusammengetragen. Dabei haben sie sich an einem Fragenkatalog orientiert, der von der PEROSH-Arbeitsgruppe entwickelt wurde. Dieser Bericht präsentiert die Perspektive Deutschlands, wie sie von der BAuA auf der Grundlage einer Literaturrecherche und -analyse erstellt wurde. Der Bericht skizziert die Struktur des deutschen Arbeitsschutzsystems und seine gesetzlichen Anpassungen während der Pandemie. Der Schwerpunkt liegt auf Maßnahmen und Testen am Arbeitsplatz, Leitlinien, Impfungen und weiteren Maßnahmen zur Infektionsprävention. Die Rolle der Digitalisierung bei der Ermöglichung von Fernarbeit und der Aufrechterhaltung der Verwaltung wird hervorgehoben. Der Bericht untersucht auch (langfristige) politische, soziale und technische Auswirkungen, einschließlich regulatorischer Änderungen und Veränderungen in der Arbeitspraxis. Die wichtigsten Ergebnisse weisen auf die Bedeutung einer starken Integration von Arbeitsschutz in Organisationen, die Notwendigkeit, Ungleichheiten bei der Umsetzung zu beseitigen, und den Wert von Zusammenarbeit und Anpassungsfähigkeit in Krisenzeiten hin. Trotz der effektiven Zusammenarbeit der Interessengruppen und der Beiträge von Experten und Expertinnen waren Herausforderungen wie begrenzte Vorsorge, strukturelle Schwächen und Versorgungsengpässe offensichtlich. Der Bericht schließt mit strategischen Empfehlungen für zukünftige Krisen und Überlegungen zur künftigen Rolle von PEROSH." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Estimating the Effect of Working from Home on Parent's Division of Childcare and Housework: A New Panel IV Approach (2025)

    Schüller, Simone ;

    Zitatform

    Schüller, Simone (2025): Estimating the Effect of Working from Home on Parent's Division of Childcare and Housework: A New Panel IV Approach. (IZA discussion paper / Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit 17694), Bonn, 24 S.

    Abstract

    "This study investigates whether (and how) working from home (WFH) affects the gender division of parental unpaid labor. I use the recent COVID-19 pandemic that brought an unanticipated yet lasting shift to WFH combined with a measure of occupational WFH feasibility (Alipour et al. 2023) as a quasi-experiment to employ an instrumental variable (IV) approach and estimate causal effects. I use unique longitudinal data from the "Growing up in Germany" ( AID:A) panel study, which administered a prepandemic wave in 2019, and a post-pandemic wave in 2023. AID:A contains rich information on mothers' and fathers' time use for work, commuting, childcare, and housework. I find that the most robust effects emerge for paternal WFH intensity (at least weekly WFH) on parental division of housework: families in which fathers start weekly WFH in the period 2019 to 2023—due to their occupational WFH capacity in combination with the pandemic WFH-boost—experience a significant decrease in the maternal share of parental housework. Interestingly, this shift appears to be mainly driven by a reduction of maternal time use for housework (combined with an increase of her work hours) and less by an increase in paternal time use for housework suggesting crossparent effects of WFH." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Die Arbeitsmarktsituation von Frauen und Männern 2024 (2025)

    Singer, Kirsten; Deyerler, Yvonne;

    Zitatform

    Singer, Kirsten & Yvonne Deyerler (2025): Die Arbeitsmarktsituation von Frauen und Männern 2024. (Berichte: Blickpunkt Arbeitsmarkt / Bundesagentur für Arbeit), Nürnberg, 26 S.

    Abstract

    "In den vergangenen 10 Jahren gab es in Deutschland deutliche Anstiege bei der Erwerbsbeteiligung. Nur in wenigen anderen europäischen Ländern war diese 2024 sowohl insgesamt, als auch insbesondere bei Frauen, so ausgeprägt. Frauen und Männer sind in sehr unterschiedlichem Maße in den verschiedenen Formen der Erwerbstätigkeit vertreten: Während das Geschlechterverhältnis bei Männern und Frauen in der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung und im Beamtenstatus relativ ausgeglichen ist, werden rund drei Fünftel der Minijobs von Frauen ausgeübt. Männer hingegen entscheiden sich mit zwei Dritteln deutlich häufiger für die Selbständigkeit als Frauen. Im Laufe der letzten 10 Jahre stieg die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung bei beiden Geschlechtern, bei Frauen relativ gesehen etwas stärker. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist 2024 im Vergleich zum Vorjahr bei den 15- bis unter 65- Jährigen ausschließlich bei Frauen gestiegen, bei Männern leicht gesunken. Frauen sind überproportional im tertiären Sektor, Männer häufiger im Verarbeitenden Gewerbe, dem Bereich Verkehr und Logistik sowie im Baugewerbe beschäftigt. Daher sind in konjunkturellen Schwächephasen typischerweise vorrangig Männer vom Arbeitsplatzabbau betroffen, weil häufig industrielle Arbeitsplätze leiden. Jedoch haben Männer auch bessere Chancen, Arbeitslosigkeit durch die Aufnahme einer Beschäftigung zu überwinden. Im Jahr 2024 erreichte die Teilzeitbeschäftigung bei Männern und Frauen einen neuen Höchststand. Bei Frauen ist diese Beschäftigungsform nach wie vor weiter verbreitet. Männer erzielen im Mittel nach wie vor ein höheres monatliches Bruttoarbeitsentgelt als Frauen, was vielfältige Gründe wie u.a. die Berufswahl, die Wahrnehmung von Familienpflichten oder die Rahmenbedingungen für eine vertikale berufliche Weiterentwicklung hat. Der Gender Pay Gap schmilzt, jedoch nur in kleinen Schritten. Frauen üben – auch beigleicher Qualifikation – seltener eine Führungsposition aus. Die Arbeitslosenquote der Frauen liegt seit 2009, wenn auch teils sehr knapp, unter der Quote der Männer. 2024 stieg sie bei beiden Geschlechtern zum zweiten Mal in Folge. Arbeitslose Frauen und Männer sind mit jeweils einem Drittel etwa in gleichem Maße von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen. Frauen stehen erheblich häufiger als Männer vor der Herausforderung, neben der Arbeitsuche allein für die Erziehung eines oder mehrerer Kinder verantwortlich zu sein. Das SGB III sieht die Beteiligung von Frauen an der arbeitsmarktpolitischen Förderung gemäß ihrem Anteil an den Arbeitslosen und ihrer relativen Betroffenheit von Arbeitslosigkeit vor. In der Umsetzung sind spürbare Unterschiede zwischen den Rechtskreisen erkennbar." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Powerful representation of the poor? German welfare associations' narrative advocacy during COVID‐19 (2025)

    Smith Ochoa, Christopher ;

    Zitatform

    Smith Ochoa, Christopher (2025): Powerful representation of the poor? German welfare associations' narrative advocacy during COVID‐19. In: Policy Studies Journal, S. 1-25. DOI:10.1111/psj.70012

    Abstract

    "The COVID-19 pandemic sparked unprecedented experimentation in the German social assistance system, leading to changes previously considered impracticable by policymakers. This included a sanctions moratorium, easier access to benefits, and temporary cash transfers, all of which were advocated by welfare associations—key organized interests representing the powerless in German neo-corporatist social policymaking. Many of these controversial measures were integrated into Citizens' Benefit by the pandemic's end, a landmark social assistance reform. By merging the Narrative Policy Framework with the interpretivist paradigm and incorporating Steven Lukes's power conception, this article examines how welfare associations leveraged crisis-driven welfare experimentation to advance reform. Narrative strands are identified and reconstructed through an analysis of welfare associations' advocacy during COVID-19 in newspapers, press releases, and nine qualitative interviews with key practitioners. This is juxtaposed with adversarial actors' counternarrative during the pandemic. I argue welfare associations expanded the scope of conflict to influence expansionary social policy reform by recasting benefit recipients as deserving victims of a neglectful system. Ultimately, this article provides a theoretical and empirical pathway forward for policy studies and the NPF to grasp how narrative power dynamics shape the policy process." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Balancing Timeliness, Efficiency and Effectiveness: An Assessment of Targeted Social Policies in Challenging Times (2025)

    Wizan, Maisarah ; Marchal, Sarah ;

    Zitatform

    Wizan, Maisarah & Sarah Marchal (2025): Balancing Timeliness, Efficiency and Effectiveness: An Assessment of Targeted Social Policies in Challenging Times. In: Social Policy and Administration. DOI:10.1111/spol.13156

    Abstract

    "Timely support is evidently vital when people face sudden income shocks. Nevertheless, most contemporary social policy research on the effectiveness of targeted income support adopts an annual focus. During the COVID-19 pandemic, the timeliness of social support became especially salient. Labor market incomes varied largely month-to-month, and governments reacted with both old and newly designed social policy measures. The latter were designed in a profoundly different policy-making context, in which it was difficult to foresee their effectiveness and cost, while the organization and implementation of timely income protection measures gained new precedence. In Belgium, the COVID-19 pandemic prompted a multitude of new or substantially changed targeted income support measures across its different regions. This heterogeneity enables an in-depth analysis of the relationship between targeting design features and the effectiveness and timeliness of social policies. Using the EU-SILC and EUROMOD, we assess the impact of social measures on monthly net disposable incomes derived from nowcasted labor market transitions. We evaluate the timeliness of policies from an intra-year perspective, exploring the link between targeting design, implementation, and outcomes, and do so for the interesting case of social crisis measures in a turbulent period. We find that large pre-existing job retention and categorical income replacement schemes were crucial and timely in maintaining living standards and preventing poverty, while smaller, purpose-designed lump-sum benefits played only a supplementary role. Interestingly, targeting choices designed to expedite benefit payments, such as passporting on existing beneficiary status, did not substantially improve timeliness." (Author's abstract, IAB-Doku, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))

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  • Literaturhinweis

    COVID‐19 Labor Market Protection and Support for the Welfare State: Job Retention Versus Job Loss in Four European Countries (2025)

    Zola, Andrew ; Marzec, Piotr ; Naumann, Elias ;

    Zitatform

    Zola, Andrew, Elias Naumann & Piotr Marzec (2025): COVID‐19 Labor Market Protection and Support for the Welfare State: Job Retention Versus Job Loss in Four European Countries. In: Social Policy and Administration, Jg. 59, H. 5, S. 889-911. DOI:10.1111/spol.13090

    Abstract

    "The COVID-19 pandemic presents a natural setting to study how labor market protection policies may influence welfare attitudes because while lockdowns and economic recession threatened millions of jobs, job retention schemes shielded many workers from unemployment. We investigate support for unemployment protection and the unemployed among people active in the labor force and participating in the Mannheim Corona Study in Germany, Coping with COVID-19 in France, ResPOnsE in Italy, and the British Social Attitudes survey in Great Britain. Two-way fixed effects analyses on the German data show that there was a general increase in respondents' support over the onset of the pandemic and that while job loss significantly boosted support, there was little attitudinal difference between those who experienced job retention and those who continued working. We confirm these patterns with cross-sectional analyses in all four countries, providing comparative insight into attitudes across the largest European economies. Unemployment is materially similar to job retention, but because it is associated with higher support, we contend that nonmaterial factors such as risk perceptions may be consequential in influencing preference changes when individuals lose their jobs." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Lernen aus der Pandemie für eine nachhaltige und menschengerechte Gestaltung von Arbeit: Fachtagung von Forschenden der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) und des Soziologischen Forschungsinstituts Göttingen (SOFI) (2025)

    Zitatform

    (2025): Lernen aus der Pandemie für eine nachhaltige und menschengerechte Gestaltung von Arbeit. Fachtagung von Forschenden der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) und des Soziologischen Forschungsinstituts Göttingen (SOFI). (baua: Fokus), Dortmund, 33 S. DOI:10.21934/baua:fokus20250603

    Abstract

    "Die COVID-19-Pandemie hat in der Arbeitswelt zu weitreichenden Veränderungen geführt und Beschäftigte, Betriebe, sozialpolitische Akteure sowie die öffentliche Infrastruktur vor enorme Herausforderungen gestellt. In einer gemeinsamen Fachtagung von Forschenden der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) und des Soziologischen Forschungsinstituts Göttingen (SOFI) wurden (Zwischen-)Ergebnisse aktueller Projekte dahingehend reflektiert, wie und auf welchen Ebenen Arbeits- und Gesundheitsschutz als wichtiges gesellschaftliches Handlungsfeld gestaltet werden muss, um zu einer nachhaltigen und menschengerechten Arbeit beizutragen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Jünger und weniger zufrieden? Die Lebenszufriedenheit junger Beschäftigter während der Covid-19-Pandemie (2024)

    Achatz, Juliane; Christoph, Bernhard ; Anger, Silke ;

    Zitatform

    Achatz, Juliane, Silke Anger & Bernhard Christoph (2024): Jünger und weniger zufrieden? Die Lebenszufriedenheit junger Beschäftigter während der Covid-19-Pandemie. In: IAB-Forum H. 16.02.2024. DOI:10.48720/IAB.FOO.20240216.01

    Abstract

    "Jüngere Beschäftigte waren von den Auswirkungen der Pandemie besonders betroffen. So haben sie im Durchschnitt seltener Kurzarbeitergeld erhalten und ihre Einkommen haben sich weniger positiv entwickelt als die älterer Beschäftigter. Obwohl finanzielle Probleme und Arbeitsplatzunsicherheit üblicherweise zu den stärksten Prädiktoren der Lebenszufriedenheit zählen, hatten unmittelbar pandemiebedingte Bedrohungen und Einschränkungen, wie sie sich zum Beispiel über Inzidenzraten erfassen lassen, einen wesentlich stärkeren Einfluss auf die Lebenszufriedenheit junger Beschäftigter." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Christoph, Bernhard ; Anger, Silke ;
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  • Literaturhinweis

    Lieferketten nach Corona: Welche Prioritäten setzen deutsche Unternehmen? (2024)

    Aksoy, Cevat Giray ; Baur, Andreas; Flach, Lisandra; Javorcik, Beata;

    Zitatform

    Aksoy, Cevat Giray, Andreas Baur, Lisandra Flach & Beata Javorcik (2024): Lieferketten nach Corona: Welche Prioritäten setzen deutsche Unternehmen? In: ifo Schnelldienst digital, Jg. 5, H. 1, S. 1-4.

    Abstract

    "Auch nach dem Abklingen der Corona-Pandemie hat die große Mehrheit der deutschen Unternehmen zusätzliche Maßnahmen getroffen, um das Risiko von Lieferkettenstörungen zu reduzieren. Im Rahmen der ifo Konjunkturumfragen im November 2023 gaben 75% der Industrieunternehmen an, die Lieferkettenresilienz durch eine veränderte Beschaffungsstrategie gestärkt zu haben. Die Diversifizierung von Lieferbeziehungen war dabei die am häufigsten genannte Maßnahme (58%). Der Anteil der Unternehmen, die ihre Lagerbestände erhöht haben, ist im Vergleich zum Vorjahr dagegen deutlich gesunken und lag bei 45%. Einige Unternehmen planen weitere Anpassungsmaßnahmen innerhalb eines Jahres. So beabsichtigt jeder dritte Hersteller, die Anzahl seiner Zulieferer zu erhöhen. Im Vergleich zur Vorjahresumfrage ist der Anteil der Unternehmen, die ihre Lagerbestände erhöhen wollen, deutlich gesunken und lag bei 12%." (Textauszug, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    War, international spillovers, and adolescents: Evidence from Russia's invasion of Ukraine in 2022 (2024)

    Anger, Silke ; Christoph, Bernhard ; Margaryan, Shushanik ; Galkiewicz, Agata Danuta; Siedler, Thomas ; Sandner, Malte ; Peter, Frauke ;

    Zitatform

    Anger, Silke, Bernhard Christoph, Agata Danuta Galkiewicz, Shushanik Margaryan, Frauke Peter, Malte Sandner & Thomas Siedler (2024): War, international spillovers, and adolescents: Evidence from Russia's invasion of Ukraine in 2022. In: Journal of Economic Behavior & Organization, Jg. 224, S. 181-193., 2024-03-06. DOI:10.1016/j.jebo.2024.03.009

    Abstract

    "Using novel longitudinal data, this paper studies the short- and medium-term effects of Russia's invasion of Ukraine on February 24, 2022 on social trust of adolescents in Germany. Comparing adolescents who responded to our survey shortly before the start of the war with those who responded shortly after the conflict began and applying difference-in-differences (DiD) models over time, we find a significant decline in the outcome after the war started. These findings provide new evidence on how armed conflicts influence social trust and well-being among young people in a country not directly involved in the war." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2024 Elsevier) ((en))

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