matching – Suchprozesse am Arbeitsmarkt
Offene Stellen bei gleichzeitiger Arbeitslosigkeit - was Arbeitsmarkttheorien u. a. mit "unvollkommener Information" begründen, ist für Unternehmen und Arbeitsuchende oft nur schwer nachzuvollziehen: Unternehmen können freie Stellen nicht besetzen, trotzdem finden Arbeitsuchende nur schwer den passenden Job. Wie gestalten sich die Suchprozesse bei Unternehmen und Arbeitsuchenden, welche Konzessionen sind beide Seiten bereit einzugehen, wie lässt sich das "matching" verbessern?
Diese Infoplattform bietet wissenschaftliche Literatur zur theoretischen und empirischen Auseinandersetzung mit dem Thema.
-
Literaturhinweis
Gendered Job Search: An Analysis of Gender Differences in Reservation Wages and Job Applications (2025)
Zitatform
Basbug, Gokce & Roberto M. Fernandez (2025): Gendered Job Search: An Analysis of Gender Differences in Reservation Wages and Job Applications. In: ILR review, Jg. 78, H. 1, S. 217-239. DOI:10.1177/00197939241298623
Abstract
"Using a weekly survey of unemployed workers, this study examines gender differences in reservation wages and applied-for occupational categories. The analysis shows that a large portion of the gender difference in reservation wages is attributable to the fact that women and men search for different occupations. Findings further demonstrate that women are more likely to apply to occupations with higher percentages of female incumbents, and they target these occupations from the earlier stages of their job search, rather than adjusting their preferences over the course of unemployment. Further analysis shows that women are more likely to apply for occupational categories that offer greater flexibility in working hours, more opportunities for interpersonal interactions, less critical decision-making, and a less competitive environment. Finally, the analysis reveals that household responsibilities, particularly the number of children, and willingness to take risks are important factors influencing women’s decisions to pursue occupations with less demanding work hours." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Job search under changing labour taxes (2025)
Zitatform
Bryson, Alex & Harald Dale-Olsen (2025): Job search under changing labour taxes. In: Labour Economics, Jg. 95. DOI:10.1016/j.labeco.2025.102750
Abstract
"Workers’ job mobility decisions are related to firms’ wage policies but also depend on tax schedules. Using Norwegian population-wide administrative linked employer-employee data for 2010–2019, we study how the job-to-job turnover of employees is affected by marginal taxes and firms’ pay policies, thus drawing inferences on job search behaviour. By paying higher wages, job-to-job separation rates drop, but this negative relationship is weakened when income taxes increase, consistent with higher taxes reducing search activity. However, consistent with theory, the tax effect is smaller where workers receive performance bonuses." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2025 The Author(s). Published by Elsevier B.V.) ((en))
-
Literaturhinweis
Firm Pay and Worker Search (2025)
Caldwell, Sydnee; Haegele, Ingrid; Heining, Jörg;Zitatform
Caldwell, Sydnee, Ingrid Haegele & Jörg Heining (2025): Firm Pay and Worker Search. (IAB-Discussion Paper 04/2025), Nürnberg, 141 S. DOI:10.48720/IAB.DP.2504
Abstract
"Ob und wie Arbeitnehmer am Arbeitsplatz suchen, hängt von ihren Vorstellungen über die Bezahlung und die Arbeitsbedingungen in anderen Unternehmen ab. Dennoch ist wenig darüber bekannt, wie viel Arbeitnehmer tatsächlich über die Arbeitsentgelte außerhalb ihrer aktuellen Beschäftigung Bescheid wissen. Wir nutzen eine groß angelegte Umfrage unter deutschen Vollzeitbeschäftigten, welche mit Sozialversicherungsdaten verknüpft wurde, um Gehaltserwartungen und Präferenzen gegenüber bestimmten externen Unternehmen zu ermitteln. Arbeitnehmer glauben, dass sie mit erheblicher Heterogenität hinsichtlich der Vergütung bei anderen Unternehmen konfrontiert sind und richten ihre Suche nach einem neuen Arbeitsplatz auf Unternehmen aus, von denen sie ausgehen, dass diese mehr bezahlen. Die von den Arbeitnehmern erwarteten unternehmensspezifischen Lohnaufschläge korrelieren sowohl stark mit den Vergütungsschemata, die sich anhand von administrativen Daten zeigen, als auch mit der Würdigung von firmenspezifischer Annehmlichkeiten. Die meisten Arbeiter sind auch bei einer erheblichen Erhöhung des Gehalts nicht bereit, sich einen neuen Job zu suchen – oder ihr derzeitiges Unternehmen zu verlassen. Die Kosten eines Jobwechsel betragen zwischen 7 und 18 Prozent des Jahreslohns eines Arbeitnehmers. Die Zugehörigkeit zu einem Arbeitgeber variiert je nach Arbeitgeber und kann nicht anhand von Unterschieden in firmenspezifischen Annehmlichkeiten oder den Kosten des Jobwechsels erklärt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Heining, Jörg; -
Literaturhinweis
Estimation of the wage offer distribution using both accepted and rejected offers (2025)
Zitatform
Guo, Junjie (2025): Estimation of the wage offer distribution using both accepted and rejected offers. In: Labour Economics, Jg. 96. DOI:10.1016/j.labeco.2025.102756
Abstract
"This paper estimates the wage offer distribution using workers who received multiple offers in a short period of time, including both accepted and rejected offers. We show that, after accounting for worker heterogeneity and measurement error, each wage offer is a random draw from the same distribution, and a normal distribution with a standard deviation of 0.137 is consistent with data. The dispersion is smaller than most estimates in the literature, increasing in the unemployment rate for workers without a bachelor’s degree, but not significantly related to a worker’s age or employment status." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2025 Elsevier B.V. All rights are reserved, including those for text and data mining, AI training, and similar technologies.) ((en))
-
Literaturhinweis
Beschäftigungsaufnahmen von Personen in der Grundsicherung: Entfernung zwischen bisherigem Wohnort und Arbeitsort (2025)
Zitatform
Mense, Andreas & Katja Wolf (2025): Beschäftigungsaufnahmen von Personen in der Grundsicherung: Entfernung zwischen bisherigem Wohnort und Arbeitsort. (IAB-Forschungsbericht 16/2025), Nürnberg, 26 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2516
Abstract
"Vor dem Hintergrund aktueller Reformüberlegungen zur Zumutbarkeit von Arbeit nach § 10 SGB II untersucht dieser Forschungsbericht, welche Entfernungen zwischen Wohnort und Arbeitsort bei Beschäftigungsaufnahmen von Personen im Grundsicherungsbezug typischerweise auftreten. Im Fokus stehen dabei systematische Unterschiede nach Personengruppen. Grundlage der Analysen sind administrative Daten aus den Integrierten Erwerbsbiografien (IEB) und der Leistungshistorik Grundsicherung (LHG) für das Jahr 2022. Untersucht werden erwerbsfähige Leistungsberechtigte im SGB II, die aus dem Grundsicherungsbezug heraus eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufgenommen haben. Ergänzend werden Befragungsdaten aus der ersten Welle des Online-Panel for Labour Market Research (OPAL) des IAB verwendet, um das beobachtete Verhalten mit den Selbstangaben von Grundsicherungsbeziehenden zu ihrem Arbeitssuchverhalten abzugleichen. Die Mehrheit nimmt eine Beschäftigung in Wohnortnähe auf. In 69 Prozent der Fälle liegt der Arbeitsort weniger als 15 km entfernt, in 17 Prozent zwischen 15 und 50 km. Gleichzeitig nimmt ein nicht unerheblicher Anteil auch größere Distanzen in Kauf: In 8,7 % der Fälle liegt der neue Arbeitsort mehr als 100 km vom bisherigen Wohnort entfernt. Die durchschnittliche Entfernung variiert deutlich zwischen unterschiedlichen Personengruppen. Alleinerziehende, Eltern minderjähriger Kinder, Ältere sowie Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen nehmen im Mittel kürzere Distanzen in Kauf. Auch Teilzeitbeschäftigte verbleiben häufiger in der Nähe ihres bisherigen Wohnorts. Umgekehrt nehmen junge, alleinstehende oder hochqualifizierte Personen im Mittel Arbeitsstellen in durchschnittlich größerer Entfernung an. Ähnliche Unterschiede zeigen sich auch bei der Wahrscheinlichkeit, eine Beschäftigung in mehr als 100 km Entfernung aufzunehmen. Die meisten dürften dafür umziehen. Die Analysen basieren auf multivariaten Regressionsmodellen, die eine Vielzahl potenziell relevanter Merkmale kontrollieren. Die Unterschiede zwischen den Gruppen bleiben auch nach Kontrolle dieser Merkmale bestehen und decken sich mit den Ausnahmeregelungen des § 10 Abs. 2 SGB II. Diese sehen vor, dass bei der Prüfung der Zumutbarkeit persönliche, familiäre und gesundheitliche Gründe zu berücksichtigen sind. Die OPAL-Befragungsdaten bestätigen diese Befunde tendenziell. So zeigen sich ähnliche gruppenspezifische Muster bei der Selbsteinschätzung zur Bereitschaft, längere Pendelzeiten oder einen Umzug in Kauf zu nehmen. Frauen, ältere Personen, Alleinerziehende und Personen, die eine Teilzeitbeschäftigung suchen, geben seltener an, für eine Stelle über 60 Minuten pendeln oder umziehen zu wollen. Gleichzeitig zeigen Personen mit Hochschulabschluss sowie ausländischer Staatsangehörigkeit eine höhere Bereitschaft zu räumlicher Mobilität. Die in den administrativen Daten erkennbaren Unterschiede in den Entfernungen zwischen Wohn- und Arbeitsort lassen sich also durch Unterschiede im Arbeitssuchverhalten plausibel erklären. Diese Befunde lassen sich weniger als Folge der aktuellen gesetzlichen Ausnahmeregelungen interpretieren, sondern vielmehr als deren empirische Grundlage: Denn § 10 SGB II trägt den gruppenspezifisch variierenden Mobilitätsmöglichkeiten Rechnung. Die Ausnahmetatbestände in § 10 SGB II wurden eben gerade deshalb geschaffen, weil Alleinerziehende und andere räumlich weniger mobile Personen seltener weite Pendelwege oder einen Umzug in Kauf nehmen können oder wollen. Es erscheint daher sinnvoll, bestehende Mobilitätshemmnisse gezielt abzubauen, die Bereitschaft zu überregionaler Mobilität bei der Vermittlung zu berücksichtigen und so individuelle Vermittlungsstrategien zu stärken. Zudem sollte die Politik die institutionellen Rahmenbedingungen – etwa Möglichkeiten zur Kinderbetreuung, den Wohnungsmarkt, und die Verkehrssituation – in den Blick nehmen, um die Mobilitätsbereitschaft zu erhöhen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Optimal unemployment insurance with multiple applications (2025)
Wee, Shu Lin;Zitatform
Wee, Shu Lin (2025): Optimal unemployment insurance with multiple applications. In: Journal of monetary economics, Jg. 154. DOI:10.1016/j.jmoneco.2025.103798
Abstract
"This paper examines how unemployment transfers should be allocated over the business cycle. When risk-averse workers can submit multiple applications, the optimal UI policy is countercyclical. In contrast, optimal policy in a standard search model featuring one-to-one matching is procyclical. In the latter, more generous UI during a downturn discourages search effort, dampening job creation. In the former, decreased search effort aids job creation. Because firms cannot coordinate and commit to not making the same worker an offer, lower search effort by reducing the number of applications sent mitigates this coordination friction. This in turn boosts job creation incentives, supporting employment outcomes." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2025 The Author. Published by Elsevier B.V.) ((en))
-
Literaturhinweis
Overeducation in the EU: Gender and regional dimension (2024)
Zitatform
Baran, Jan A. (2024): Overeducation in the EU: Gender and regional dimension. In: Labour Economics, Jg. 90. DOI:10.1016/j.labeco.2024.102603
Abstract
"The paper investigates factors associated with the overeducation risk in the EU, with a specific focus on gender and regional variables. The study tests Frank's theory of differential overqualification, which suggests that women are more likely to be overeducated than men, especially in small local labor markets. Although women's overeducation rates usually exceed those of men, the study's results show limited validity of Frank's model due to a nuanced relationship by which gender is linked to overeducation. They suggest that gender differentiates the overeducation risk in combination with care responsibilities, whilst easier access to childcare facilities is associated with a lower risk of overeducation among women in households with young children. Moreover, migrant women are found to be more at risk of overeducation, compared to both migrant men and non-migrants. Contrary to Frank's theory, the degree of urbanisation is found irrelevant for overeducation. Furthermore, the study shows the evidence of growing incidence of overeducation in the EU in 2011–2018." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2024 Elsevier) ((en))
-
Literaturhinweis
Learning about labor markets (2024)
Zitatform
Bradley, Jake & Lukas Mann (2024): Learning about labor markets. In: Journal of monetary economics, Jg. 148. DOI:10.1016/j.jmoneco.2024.103612
Abstract
"We study a general equilibrium model of the labor market in which agents slowly learn about their suitability for jobs. Our model reproduces desirable features of the data, many of which standard models fail to replicate. We explore how, in such an environment, asymmetric information can lead to substantial misallocation. We calibrate our model to US data and quantify the welfare loss arising from misallocation due to informational frictions. The tractability of the model allows us to explore the responsiveness of wages and employment to an aggregate shock. We find that wage rigidity arises endogenously because of protracted learning, and in line with the data, the model is able to generate a larger and more persistent employment response." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2024 The Author(s). Published by Elsevier B.V.) ((en))
-
Literaturhinweis
The Effect of Wages on Job Vacancy Duration: Evidence from a Spatial Discontinuity (2024)
Zitatform
Carter, Charles, Judith M. Delaney & Kerry L. Papps (2024): The Effect of Wages on Job Vacancy Duration: Evidence from a Spatial Discontinuity. (IZA discussion paper / Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit 17273), Bonn, 30 S.
Abstract
"We exploit a spatial discontinuity in the wages paid by the United Kingdom's National Health Service to examine how wages affect the duration of time a vacancy is advertised. NHS workers in inner London are mandated by law to be paid an extra 4.3% more than those who work in outer London. We use a regression discontinuity design and estimate an elasticity of duration with respect to wages of -6.3. This number is larger than reported by previous studies and suggests that firms can fill worker shortages faster by raising wages. This also highlights the importance this margin of worker recruitment when analysing firm search and job match. Our results are robust to various checks including a placebo test using fictitious borders and are robust to changes in the bandwidth and the duration measure. The estimates are similar across all occupational groups in the NHS and are not limited to jobs that require specific skills such as nurses and therapists. Our results provide evidence for policy makers which suggests that increasing the wages paid to NHS workers may lead to increased cost savings by reducing the need to hire expensive agency staff and may also lead to better health outcomes of the population through reduced staff shortages." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
In search of a job—But which one? How unemployed people revise their occupational expectations (2024)
Zitatform
Demazière, Didier (2024): In search of a job—But which one? How unemployed people revise their occupational expectations. In: Social Policy and Administration, Jg. 58, H. 7, S. 1025-1041. DOI:10.1111/spol.13011
Abstract
"Conducting a job search implies the identification of a target—an intended job. However, this assumption has been little studied, and just two main conclusions have been drawn, namely: jobseekers have an incentive to adjust their targets to the jobs available, and returning to work tends to lead to occupational downgrading. This article explores how job search experiences shape and alter targets. Biographical interviews were conducted with 57 unemployed people registered with the French public employment service. Ultimately, all of them revise their occupational expectations as, faced with the uncertainties inherent to the job search and experiencing difficulties in reaching their priority targets, they try to adapt and define more realistic goals. Four contrasting processes of expectation revision are used to track these tensions between desirability and realism. In conclusion, we stress the following facts: that unemployed people are flexible and develop rationales in order to adapt to the labour market; that their experience of failure, alongside advice and beliefs arising in the course of the job search feed directly into these revisions, and that these revisions both vary in magnitude and reflect inequalities in the defining process of target jobs." (Author's abstract, IAB-Doku, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))
-
Literaturhinweis
Declining Search Frictions, Unemployment and Self-Employment (2024)
Zitatform
Denderski, Piotr & Florian Sniekers (2024): Declining Search Frictions, Unemployment and Self-Employment. In: The Economic Journal, Jg. 134, H. 659, S. 1100-1145. DOI:10.1093/ej/uead093
Abstract
"In most OECD countries, unemployment rates show no trend, which is puzzling if advancements in information and communication technologies decrease labor-market frictions. We show, both analytically and quantitatively, that accounting for the secular decline in self-employment rates solves the puzzle. While declining labor-market frictions can theoretically explain these trends, we provide contradictory causal evidence that the roll-out of broadband internet has increased self-employment and decreased unemployment rates. We reconcile these observations with a new model featuring frictions in both labour and goods markets. We explain falling self-employment and non-trending unemployment quantitatively by labor-market frictions declining relatively more than goods-market frictions." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Arbeitslose im Grundsicherungsbezug: Väter nehmen ungünstige Arbeitszeiten und lange Arbeitswege eher in Kauf als Mütter (2024)
Zitatform
Frodermann, Corinna (2024): Arbeitslose im Grundsicherungsbezug: Väter nehmen ungünstige Arbeitszeiten und lange Arbeitswege eher in Kauf als Mütter. In: IAB-Forum H. 20.11.2024. DOI:10.48720/IAB.FOO.20241120.01
Abstract
"Daten des Panels „Arbeitsmarkt und soziale Sicherung“ (PASS) zeigen, dass Arbeitslose, die Leistungen der Grundsicherung beziehen, eine hohe Bereitschaft haben, eine neue Arbeitsstelle auch unter schlechteren Bedingungen anzunehmen. Bei dieser sogenannten Konzessionsbereitschaft gibt es allerdings große Unterschiede zwischen Männern und Frauen, vor allem unter Berücksichtigung des familiären Kontextes." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Reasons for college major-job mismatch and subsequent job mobility and earnings growth (2024)
Zitatform
Jiang, Shengjun (2024): Reasons for college major-job mismatch and subsequent job mobility and earnings growth. In: Empirical economics, Jg. 67, H. 3, S. 1275-1301. DOI:10.1007/s00181-024-02578-z
Abstract
"This study examines the heterogeneity in job mobility and earnings growth among workers who were mismatched in their previous jobs due to different reasons. Mismatched is defined as working in jobs that are not related to the highest degree field. Using a panel dataset derived from the National Survey of College Graduates, I find that workers who were previously mismatched due to the unavailability of jobs in related fields (demand-mismatched) are more likely to make complex moves, i.e., changing both employer and job title, and experience higher earnings growth relative to their matched counterparts. The earnings growth among previously matched workers and workers who were mismatched due to other reasons, such as a change in career interests (supply-mismatched), is generally not significantly different. However, supply-mismatched workers encounter negative earnings growth after making simple moves, i.e., changing only employer. Further, heterogeneous earnings growth patterns are found among mismatched workers in different stages of career and between female and male mismatched workers." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer-Verlag) ((en))
-
Literaturhinweis
Unemployed Job Search across People and over Time: Evidence from Applied-for Jobs (2024)
Zitatform
Maibom, Jonas, Nikolaj Harmon, Anita Glenny & Jonas Fluchtmann (2024): Unemployed Job Search across People and over Time: Evidence from Applied-for Jobs. In: Journal of labor economics, Jg. 42, H. 4, S. 1175-1217. DOI:10.1086/725165
Abstract
"Using data on applied-for jobs for the universe of Danish UI recipients, we examine variation in job search behavior both across individuals and over time during unemployment spells. We find large differences in the level of applied-for wages across individuals but over time all individuals adjust wages downward in the same way. The decline in applied-for wages over time is descriptively small but economically important in standard models of job search. We find similar results when examining variation in the non-wage characteristics of applied-for jobs and in the search methods used to find them. We discuss implications for theory." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Vacancy Durations and Entry Wages: Evidence from Linked Vacancy–Employer–Employee Data (2024)
Zitatform
Mueller, Andreas I., Damian Osterwalder, Josef Zweimüller & Andreas Kettemann (2024): Vacancy Durations and Entry Wages: Evidence from Linked Vacancy–Employer–Employee Data. In: The Review of Economic Studies, Jg. 91, H. 3, S. 1807-1841. DOI:10.1093/restud/rdad051
Abstract
"This article explores the relationship between the duration of a vacancy and the starting wage of a new job, using linked data on vacancies, the posting establishments, and the workers eventually filling the vacancies. The unique combination of large-scale, administrative worker, establishment, and vacancy data is critical for separating establishment- and job-level determinants of vacancy duration from worker-level heterogeneity. Conditional on observables, we find that vacancy duration is negatively correlated with the starting wage and its establishment component, with precisely estimated elasticities of −0.07 and −0.21, respectively. While the negative relationship is qualitatively consistent with search-theoretic models where firms use the wage as a recruiting device, these elasticities are small, suggesting that firms’ wage policies can account only for a small fraction of the variation in vacancy filling across establishments." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Skill mismatch and the costs of job displacement (2024)
Zitatform
Neffke, Frank, Ljubica Nedelkoska & Simon Wiederhold (2024): Skill mismatch and the costs of job displacement. In: Research Policy, Jg. 53. DOI:10.1016/j.respol.2023.104933
Abstract
"Establishment closures have lasting negative consequences for the workers displaced from their jobs. We study how these consequences vary with the amount of skill mismatch that workers experience after job displacement. Developing new measures of occupational skill redundancy and skill shortage, we analyze the work histories of individuals in Germany between 1975 and 2010. We estimate difference-in-differences models, using a sample of displaced workers who are matched to statistically similar non-displaced workers. We find that displacements increase the probability of occupation change eleven-fold. Moreover, the magnitude of post-displacement earnings losses strongly depends on the type of skill mismatch that workers experience in such job switches. Whereas skill shortages are associated with relatively quick returns to the earnings trajectories that displaced workers would have experienced absent displacement, skill redundancy sets displaced workers on paths with permanently lower earnings. We show that these differences can be attributed to differences in mismatch after displacement, and not to intrinsic differences between workers making different post-displacement career choices." (Author's abstract, IAB-Doku, © Elsevier) ((en))
-
Literaturhinweis
Feeling Observed? A Field Experiment on the Effects of Intense Survey Participation on Job Seekers’ Labour Market Outcomes (2024)
Zitatform
Stephan, Gesine, Clemens Hetschko, Julia Schmidtke, Michael Eid & Mario Lawes (2024): Feeling Observed? A Field Experiment on the Effects of Intense Survey Participation on Job Seekers’ Labour Market Outcomes. (IZA discussion paper / Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit 17347), Bonn, 29 S.
Abstract
"We ran a field experiment to causally identify the effects of intense survey participation on key labor market outcomes. We randomly excluded individuals willing to sign up for the German Job Search Panel, a high-frequency survey with a focus on job search and wellbeing. Using administrative data on labor market outcomes (e.g., employment, earnings), we find that, on average, survey participation had no effect on labor market outcomes during the year after signing up. Furthermore, there is no strong heterogeneity across subgroups. Overall, this is good news for the validity of survey-based research involving labor market outcomes. We also demonstrate that a comparison of individuals signing up for the survey with individuals not responding to the invitation could have been misleading. Even when controlling for a wide range of observable characteristics, survey participation and the subsequent take up of training programs correlate significantly. This speaks to the importance of experimental research designs in our context." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Competing for Jobs: How COVID-19 Changes Search Behavior in the Labor Market (2023)
Zitatform
Bauer, Anja, Kristin Keveloh, Mariano Mamertino & Enzo Weber (2023): Competing for Jobs: How COVID-19 Changes Search Behavior in the Labor Market. In: German Economic Review, Jg. 24, H. 4, S. 323-347., 2023-11-13. DOI:10.1515/ger-2021-0010
Abstract
"We provide insights on how job search changed in the Covid-19-crisis by analyzing data from the LinkedIn professional network for Germany. We find that competition among workers for jobs strongly increased – which is due to additional job seekers rather than higher search intensity. Furthermore, the LinkedIn data show that people from industries particularly affected by the crisis applied much more frequently and there had been a substantial shift in the target industries for applications. Finally, we find that at the onset of the Covid-19-crises applications were made significantly more often below and significantly less often above a person’s level of seniority." (Author's abstract, IAB-Doku, © De Gruyter) ((en))
-
Literaturhinweis
Matching Through Search Channels (2023)
Zitatform
Carillo-Tudela, Carlos, Leo Kaas & Benjamin Lochner (2023): Matching Through Search Channels. (IAB-Discussion Paper 10/2023), Nürnberg, 85 S. DOI:10.48720/IAB.DP.2310
Abstract
"Firmen und Arbeitnehmer/-innen finden überwiegend über Stellenanzeigen, persönliche Kontaktnetzwerke oder die Bundesagentur für Arbeit zueinander. All diese Suchkanäle tragen dazu bei, Friktionen am Arbeitsmarkt zu verringern. In diesem Papier untersuchen wir, inwieweit diese Suchkanäle unterschiedliche Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt haben. Anhand einer neuen Datenverknüpfung aus administrativer Daten und Umfragedaten zeigen wir: (i) Niedriglohnfirmen und Niedriglohnbeziehende finden vermehrt über Netzwerke oder die Bundesagentur für Arbeit zueinander, währendessen Hochlohnfirmen und Hochlohnbeziehende häufiger über Stellenanzeigen zusammenkommen. (ii) Dabei nutzen Firmen Stellenanzeigen vor allem bei der Abwerbung und Gewinnung von Hochlohnbeziehenden. Im Vergleich zu anderen Suchkanälen, werden Stellenanzeigen auch vermehrt von Beschäftigten beim Aufstieg auf der Karriereleiter genutzt. Um die Auswirkungen dieser Beobachtungen auf die aggregierte Beschäftigung, die Löhne und die Arbeitsmarktsortierung zu bewerten, schätzen wir strukturell ein Gleichgewichtsmodell, das sich durch Karriereleitern, zweiseitige Heterogenität, mehrere Suchkanäle und endogene Einstellungsintensität auszeichnet. Die Schätzung zeigt, dass Netzwerke der kosteneffizienteste Kanal sind, der es Firmen ermöglicht, schnell einzustellen, aber auch Arbeitskräfte mit geringeren durchschnittlichen Fähigkeiten anzuziehen. Stellenanzeigen sind der kostspieligste Kanal, erleichtern die Einstellung von Arbeitnehmern/-innen mit höheren Fähigkeiten und sind für die Sortierung zwischen Beschäftigten und Firmen am wichtigsten. In kontrafaktischen Berechnungen zeigt sich, dass obwohl die Bundesagentur für Arbeit die geringste Einstellungswahrscheinlichkeit bietet, ihre hypothetische Abschaffung beträchtliche Folgen hätte. Die Gesamtbeschäftigung würde um mindestens 1,4 Prozent sinken und die Lohnungleichheit steigen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Wie Männer und Frauen sich bei der Jobsuche unterscheiden: Bewerbungsverhalten kann die Hälfte der bereinigten Verdienstlücke erklären (2023)
Zitatform
Lochner, Benjamin & Christian Merkl (2023): Wie Männer und Frauen sich bei der Jobsuche unterscheiden: Bewerbungsverhalten kann die Hälfte der bereinigten Verdienstlücke erklären. (IAB-Kurzbericht 8/2023), Nürnberg, 8 S. DOI:10.48720/IAB.KB.2308
Abstract
"Frauen verdienen im Durchschnitt weniger als Männer. Dies wird in der Wissenschaft intensiv analysiert und in der Politik oft debattiert. Dabei findet das geschlechtsspezifische Bewerbungsverhalten bisher kaum Beachtung. Die Analyse detaillierter Betriebsdaten zeigt aber, dass sich Männer und Frauen selbst innerhalb eng definierter Berufe auf Stellen mit unterschiedlichen Eigenschaften bewerben und dass dies einen erheblichen Teil der Verdienstlücke erklärt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
- Bereinigte Verdienstlücke zwischen Frauen und Männern mit und ohne Berücksichtigung ihres Bewerbungsverhaltens
- Ein begleitendes Interview mit Benjamin Lochner finden Sie im Online-Magazin IAB-Forum, Open Access
- Auswahlwahrscheinlichkeit von Frauen und Männern
- Lohneinbußen von Frauen nach Anteil der Männer im Bewerberpool
- Bewerbungsverhalten von Frauen und Männern
- Pendelverhalten von Männern und Frauen
- Zusammenhang zwischen Stellenanforderungen und geschlechtsspezifischem Bewerbungspool
