Gender Pay Gap – Geschlechtsspezifische Lohnungleichheit in Deutschland
Nach den Berechnungen des Statistischen Bundesamts lag 2024 der durchschnittliche Bruttostundenlohn von Frauen 16 Prozent unter dem der Männer. EU-weit waren es 2022 lediglich 13 Prozent. Die Konzentration von Frauen in niedrig bezahlten Berufen, vermehrte Teilzeitarbeit, kaum Aufstieg in Führungspositionen u.ä. erklären aber nur ca. zwei Drittel dieses Lohnunterschieds. Dies bedeutet, dass auch unter der Voraussetzung vergleichbarer Tätigkeit und äquivalenter Qualifikation Frauen ca. 6 Prozent weniger verdienen als Männer. Möglicherweise kann ein Teil dieses verbleibenden Lohnunterschieds erklärt werden, wenn weitere lohnrelevante Aspekte - etwa Angaben zu Erwerbsunterbrechungen - in die Berechnung einbezogen werden.
Dieses Themendossier bietet Informationen zur Empirie geschlechtsspezifischer Lohnungleichheit in Deutschland und deren Ursachen sowie zu den Positionen der politischen Akteure.
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Literaturhinweis
Geschlechtsspezifische Unterschiede in der Einschätzung fairer Löhne verringern sich mit weiblichen Vorgesetzten (2026)
Zitatform
Adriaans, Jule, Anja Kirsch, Carsten Sauer & Katharina Wrohlich (2026): Geschlechtsspezifische Unterschiede in der Einschätzung fairer Löhne verringern sich mit weiblichen Vorgesetzten. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 93, H. 3, S. 30-34. DOI:10.18723/diw_wb:2026-3-3
Abstract
"Geschlechterstereotype Zuschreibungen sind einer der Gründe für die anhaltenden geschlechtsspezifischen Ungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt. Bei solchen Zuschreibungen handelt es sich um bewusste oder unbewusste Vorurteile in Bezug auf Eigenschaften und Rollen, die Frauen und Männer vermeintlich haben (sollen). Die vorliegende Studie zeigt jedoch, dass Frauen in Führungspositionen dazu beitragen können, geschlechterstereotype Zuschreibungen innerhalb der Belegschaft zu verändern. Grundlage der Analyse sind Daten aus einem Befragungsexperiment, in dem Beschäftigte zu zwei Zeitpunkten die Gerechtigkeit von Löhnen einschätzten. Die Daten zeigen einen Gender Gap in den als gerecht erachteten Löhnen. Die Befragten bewerteten niedrigere Löhne für Frauen im Durchschnitt also als gerecht. Wurde innerhalb eines Zeitraums von fünf Jahren aber eine Frau anstelle eines Mannes die direkte Führungskraft, verringerte sich dieser Gender Gap signifikant. Ein höherer Anteil von Frauen in Führungspositionen kann langfristig also offenbar dazu beitragen, geschlechterstereotype Vorurteile abzubauen. Geschlechterstereotype Zuschreibungen sind einer der Gründe für die anhaltenden geschlechtsspezifischen Ungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt. Bei solchen Zuschreibungen handelt es sich um bewusste oder unbewusste Vorurteile in Bezug auf Eigenschaften und Rollen, die Frauen und Männer vermeintlich haben (sollen). Die vorliegende Studie zeigt jedoch, dass Frauen in Führungspositionen dazu beitragen können, geschlechterstereotype Zuschreibungen innerhalb der Belegschaft zu verändern. Grundlage der Analyse sind Daten aus einem Befragungsexperiment, in dem Beschäftigte zu zwei Zeitpunkten die Gerechtigkeit von Löhnen einschätzten. Die Daten zeigen einen Gender Gap in den als gerecht erachteten Löhnen. Die Befragten bewerteten niedrigere Löhne für Frauen im Durchschnitt also als gerecht. Wurde innerhalb eines Zeitraums von fünf Jahren aber eine Frau anstelle eines Mannes die direkte Führungskraft, verringerte sich dieser Gender Gap signifikant. Ein höherer Anteil von Frauen in Führungspositionen kann langfristig also offenbar dazu beitragen, geschlechterstereotype Vorurteile abzubauen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Is Germany Missing Out or Catching Up? Gender Inequality and the German Skilled Immigration Act (2026)
Zitatform
Alloatti, Magali & Tanja Fendel (2026): Is Germany Missing Out or Catching Up? Gender Inequality and the German Skilled Immigration Act. In: Journal of Immigrant and Refugee Studies, S. 1-17. DOI:10.1080/15562948.2025.2606198
Abstract
"Germany’s Skilled Worker Immigration Act addresses labor shortages by targeting non-EU migrants. The literature emphasizes that such policies often overlook gender-specific challenges, reinforcing inequalities. Using the German Socio-Economic Panel (2013–2022), we reveal significant disadvantages for non-EU migrant women. We find that deskilling and the sexual division of paid and unpaid working time explain gender disparities in professional careers. Women migrating for work show lower disadvantages than other migrant women; however, they are predominantly young and without children. We advocate for gender-sensitive reforms to accompany migration laws, ensuring equitable labor market access for migrant women in Germany and especially those with children." (Author's abstract, IAB-Doku, © Taylor & Francis) ((en))
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Gender differences in the early career earnings of economics graduates (2026)
Bazen, Stephen; Charni, Kadija;Zitatform
Bazen, Stephen & Kadija Charni (2026): Gender differences in the early career earnings of economics graduates. In: Education Economics, Jg. 34, H. 2, S. 247-266. DOI:10.1080/09645292.2025.2498148
Abstract
"In contrast to the UK, the USA and Germany, the majority of university students in economics in France are female. Using a national survey of three cohorts of French university graduates in economics, we find a significant raw differential in favor of men in both starting pay and earnings three years after graduation, and the latter is wider than the former. Gender differences in occupation suggest that female economics graduates are under-represented in technical roles where two in five male graduates are found. When occupation and sector are included as controls in an Oaxaca decomposition, two thirds of the gender differential in earnings in 2013 remain unexplained." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Geschlechtergerecht gestalten: Möglichkeiten und Grenzen der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik (2026)
Zitatform
Bothfeld, Silke, Christian Hohendanner, Petra Schütt & Aysel Yollu-Tok (Hrsg.) (2026): Geschlechtergerecht gestalten. Möglichkeiten und Grenzen der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik. Frankfurt: Campus Verlag, 471 S. DOI:10.12907/978-3-593-45932-5
Abstract
"Trotz zahlreicher Bemühungen und Erfolge in der Gleichstellungspolitik seit Ende der 1990er Jahre bestehen in der Praxis nach wie vor erhebliche geschlechtsspezifische Unterschiede auf dem Arbeitsmarkt. Frauen haben nach wie vor geringere Erfolgsaussichten beim Zugang und beim Verbleib in Beschäftigung, ihre Bezahlung und ihre Aufstiegsmöglichkeiten sind schlechter. Die Beiträge dieses Bandes bieten einen umfassenden Überblick über die aktuelle geschlechtsbezogene Arbeits(marktpolitik-)forschung. Mit einem multiperspektivischen Blick auf den vergeschlechtlichten Arbeitsmarkt gelingt es dem Band, historische Aspekte, Gegenwartsanalysen sowie gesellschaftliche Transformationsprozesse und Lösungsansätze zu verbinden." (Verlagsangaben, IAB-Doku)
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Einleitung: Möglichkeiten und Grenzen einer geschlechtergerechten Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik (2026)
Zitatform
Bothfeld, Silke, Christian Hohendanner, Petra Schütt & Aysel Yollu-Tok (2026): Einleitung: Möglichkeiten und Grenzen einer geschlechtergerechten Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik. In: S. Bothfeld, C. Hohendanner, P. Schütt & A. Yollu-Tok (Hrsg.) (2026): Geschlechtergerecht gestalten. Möglichkeiten und Grenzen der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik, S. 9-26.
Abstract
"Wer über Geschlechtergerechtigkeit spricht, kommt an der begrifflichen Unterscheidung zwischen Gleichberechtigung und Gleichstellungspolitik nicht vorbei. Diese Differenz ist grundlegend für das Verständnis politischer, sozialer und ökonomischer Maßnahmen zur Überwindung geschlechterbezogener Ungleichheiten. Gleichberechtigung meint die rechtlich garantierte Gleichheit von Frauen und Männern – wie sie etwa in Artikel 3 des Grundgesetzes verankert ist. Sie garantiert allen Menschen denselben Zugang zu Rechten: zum Bildungssystem, zum Arbeitsmarkt, zu politischen Ämtern. Doch so unverzichtbar diese rechtliche Grundlage ist, so unzureichend ist sie, wenn es um die tatsächliche Teilhabe in einer nach wie vor von struktureller Ungleichheit geprägten Gesellschaft geht. Hier setzt die Gleichstellungspolitik an: Sie begnügt sich nicht mit der formalen Gleichheit, sondern zielt auf faktische Chancengleichheit. Für die Gleichstellung der Geschlechter wurde daher im Artikel 3 Abs. 2 (»Männer und Frauen sind gleichberechtigt.«) 1994 der Zusatz aufgenommen »Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin«. Die Gleichstellungspolitik soll in diesem Sinne bestehende Benachteiligungen – etwa beim Einkommen, bei der Verteilung von Sorgearbeit, beim Zugang zu Führungspositionen oder in den sozialen Sicherungssystemen – sichtbar machen und Instrumente entwickeln, um Ungleichheiten abzubauen. Gleichstellungspolitik bedeutet nicht Privilegierung oder Sonderbehandlung, sondern sie ist Ausdruck eines demokratischen Gestaltungsauftrags: Sie soll sicherstellen, dass Gleichberechtigung nicht nur auf dem Papier steht, sondern im gesellschaftlichen Alltag wirksam wird. Dieser Sammelband greift zentrale Fragen dieser Gestaltungsaufgabe im Rahmen der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik auf und versammelt Beiträge, die sich mit geschlechterbezogenen Ungleichheiten am Arbeitsmarkt und im Sozialstaat befassen – empirisch fundiert, theoretisch reflektiert und mit einem gemeinsamen Ziel: Geschlechtergerechtigkeit nicht nur zu fordern, sondern Hinweise und Vorschläge für die Gestaltung von konkreten Strukturen und politischen Maßnahmen zu präsentieren." (Textauszug, IAB-Doku)
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Berufliche Geschlechtersegregation in Deutschland: Entwicklungen, Erklärungen, regionale und qualifikatorische Unterschiede (2026)
Zitatform
Bächmann, Ann-Christin, Michaela Fuchs, Volker Kotte & Brigitte Schels (2026): Berufliche Geschlechtersegregation in Deutschland: Entwicklungen, Erklärungen, regionale und qualifikatorische Unterschiede. In: S. Bothfeld, C. Hohendanner, P. Schütt & A. Yollu-Tok (Hrsg.) (2026): Geschlechtergerecht gestalten. Möglichkeiten und Grenzen der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik, S. 175-190, 2025-02-10.
Abstract
"Die berufliche Geschlechtersegregation erweist sich als zentrales und persistentes Charakteristikum des deutschen Arbeitsmarktes. Geschlecht fungiert als soziale Ordnungsstruktur im Prozess der Berufswahl und des Matching von Personen zu Stellen (Buchmann/Kriesi 2012). Wirtschaftliche und gesamtgesellschaftliche Entwicklungen der letzten Jahrzehnte konnten zwar zu einer leichten Reduzierung der Segregation beitragen, die berufliche Trennung von Männern und Frauen aber bei weitem nicht auflösen. Sie variiert zudem stark zwischen Regionen und Qualifikationsniveaus. Der Überwindung der beruflichen Geschlechtersegregation wird eine Schlüsselrolle für die Bewältigung der Herausforderungen im Wandel der Arbeitswelt zugeschrieben (Nationale Akademie der Wissenschaften/Union der deutschen Akademien der Wissenschaften 2024). Gerade vor dem Hintergrund steigender Fachkräftebedarfe müssen politische Handlungsmöglichkeiten zur Reduzierung beruflicher Geschlechtersegregation stärker ausgeschöpft werden. Gesellschaftlich wäre dieses Ziel zudem erstrebenswert, um jungen Menschen eine »freie Berufswahl« nach Talenten und Interessen zu ermöglichen, die nicht von Geschlechterstereotypen beschränkt wird. Politische Stellschrauben zu identifizieren, gestaltet sich vor dem komplexen Zusammenspiel unterschiedlicher Faktoren, wie Geschlechterstereotypen, Rollenvorstellungen, Interessen und Präferenzen, die in Angebot und Nachfrage hineinwirken, als herausfordernd. Bisherige Initiativen wie etwa der girls’ day oder boys’ day zeigen wenig Wirkung, was mitunter auch daran liegen mag, dass sie relativ spät in der Jugend ansetzen, wenn Vorstellungen zur Geschlechtstypik von Berufen schon geprägt wurden (siehe auch Jeanrenaud in diesem Band). Empirisch zeigt sich, dass bspw. Rollenvorbilder einen Beitrag leisten können, um Segregationsmuster zu durchbrechen (Beckmann u.a. 2023). Zudem könnte mehr Durchlässigkeit im Bildungssystem, etwa zwischen beruflicher und hochschulischer Bildung, Möglichkeiten eröffnen, frühe geschlechtstypische Entscheidungen zu revidieren (Imdorf u.a. 2016). Auch die Adaption der Arbeitsbedingungen und -organisation in segregierten Berufsfeldern kann ein Ansatzpunkt sein, bspw. könnte eine bessere Bezahlung in Pflegeberufen diesen Bereich auch für junge Männer attraktiver machen. Mit Blick in die Zukunft ist abzuwarten, wie sich die zentralen Arbeitsmarktentwicklungen der kommenden Jahre auf die berufliche Trennung von Männern und Frauen auswirken. Neben dem Fachkräftemangel könnten gerade die zunehmende Digitalisierung von Arbeitsprozessen und Tätigkeiten sowie die Entwicklung neuer Berufe in der sogenannten »neuen Arbeitswelt« zusätzliche Dynamik in die berufliche Trennung der Geschlechter bringen. Erste Erkenntnisse verweisen jedoch darauf, dass diese Entwicklungen bekannte Geschlechterunterschiede eher reproduzieren als verringern (z.B. Genz/Schnabel 2023; Petroff/Fierro 2023). Zentral wird es sein, auch in Zukunft die Entwicklung der beruflichen Geschlechtersegregation und ihre Ursachen und Auswirkungen empirisch zu untersuchen und die Ergebnisse im gesamtgesellschaftlichen Diskurs zu berücksichtigen." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die Rolle von Firmen für Geschlechterungleichheit (2026)
Zitatform
Collischon, Matthias & Florian Zimmermann (2026): Die Rolle von Firmen für Geschlechterungleichheit. In: S. Bothfeld, C. Hohendanner, P. Schütt & A. Yollu-Tok (Hrsg.) (2026): Geschlechtergerecht gestalten. Möglichkeiten und Grenzen der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik, S. 253-267, 2025-10-05.
Abstract
"Dieser Beitrag untersuchte zwei Mechanismen, durch die Firmen zur Geschlechterungleichheit beitragen können. Erstens könnten Frauen seltener in Hochlohnfirmen arbeiten und zweitens könnten Frauen in derselben Firma geringere Löhne gezahlt werden. Im Hinblick auf die Arbeit in unterschiedlichen Firmen zeigt sich, dass Frauen seltener in Firmen arbeiten, die im Durchschnitt ein höheres Gehalt zahlen. Die Forschung deutet darauf hin, dass diese Segregation – also die Aufteilung von Frauen in Niedriglohnfirmen und Männern in Hochlohnfirmen – einerseits von Arbeitgeberseite bedingt ist, beispielsweise durch Diskriminierung oder durch soziale Schließung. Andererseits können Frauen sich aber auch gezielt bei Firmen bewerben, die geringere Löhne durch andere Vorteile kompensieren, wie beispielsweise seltenere Überstunden (vgl. Cha/Weeden 2014). Insgesamt können Unterschiede zwischen den Firmen, in denen Männer und Frauen arbeiten, rund ein Drittel der bereinigten Geschlechterlohnlücke erklären. Diese immer noch große, verbleibende Lohnlücke zeigt jedoch, dass es auch innerhalb von Betrieben noch Faktoren geben muss, die zu Geschlechterlohnlücken beitragen. Deshalb betrachteten wir im zweiten Schritt Lohnungleichheiten in Firmen und die Bedeutung des organisationalen Kontexts. Hierzu suchten wir gleichstellungsorientierte organisationale Maßnahmen, den Anteil von Managerinnen in Firmen und die Rolle von Tarifverträgen. Hier zeigt die Forschung, dass es jeweils Zusammenhänge mit Geschlechterlohnlücken gibt, diese jedoch nicht immer einfachen Mustern folgen. Beispielsweise könnten eine Erhöhung des Frauenanteils im Management und die Einführung betrieblicher nahmen die Geschlechterlohnlücke verringern. Für Tarifverträge hingegen ist das Bild uneindeutig. Die Forschung zeigt zwar, dass Lohnlücken in Betrieben, in denen Tarifverträge gelten, kleiner sind, jedoch verringert die Einführung eines Tarifvertrags die Lohnlücke nicht nachweislich. Insgesamt zeigt sich also, dass sowohl Segregation in verschiedene Firmen als auch der organisationale Kontext in Firmen einen substanziellen Teil der Geschlechterlohnlücke erklären kann, jedoch bleibt trotzdem ein unerklärter Rest übrig. Beispielsweise würde selbst bei Erhöhung des Frauenanteils im Management auf Parität, also 50 Prozent, immer noch eine Geschlechterlohnlücke verbleiben (Zimmermann, 2022). Zusammengefasst kann der Blick auf die Ebene von Firmen somit viel zum Verständnis der Geschlechterlohnlücke beitragen, aber sie sind nur Teil eines größeren Puzzles. Dies unterstreicht, wie vielschichtig das Problem der Geschlechterungleichheit ist und dass Maßnahmen auf vielen Ebenen - bei Individuen, in Betrieben, durch die Gesetzgebung - notwendig sind, um diese Lücken zu schließen. Weiterhin besteht auch auf der Firmenebene viel Forschungsbedarf. Während beispielsweise die Repräsentation von Frauen in verschiedenen Führungsebenen untersucht wurde, wissen wir wenig über die genauen Tätigkeiten einzelner Manager:innen, meist werden unterschiedliche Aufgabenbereiche zusammen gefasst. Somit könnte die Kategorisierung in Führungsebenen zu grob sein und eine Unterteilung nach genauen Tätigkeitsprofilen tiefere Einblicke in zugrundeliegende Mechanismen geben. Auf ähnliche Weise sind die untersuchten Maßnahmen in größere Kategorien zusammengefasst, die keine detaillierteren Aussagen erlauben. Schließlich ist auch noch unbekannt, ob die angebotenen Maßnahmen tatsächlich genutzt werden und ob deren Nutzung zur Verringerung der Lohnlücke beiträgt oder das Angebot alleine ausreicht." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Der Gender-Pay-Gap wird kleiner – jedoch nicht in allen Regionen (2026)
Zitatform
Fuchs, Michaela, Anja Rossen, Antje Weyh & Gabriele Wydra-Somaggio (2026): Der Gender-Pay-Gap wird kleiner – jedoch nicht in allen Regionen. In: IAB-Forum H. 23.02.2026. DOI:10.48720/IAB.FOO.20260223.01
Abstract
"Zwar wird der Gender-Pay-Gap, also die Entgeltlücke zwischen Frauen und Männern, in Deutschland seit einigen Jahren langsam kleiner. Frauen verdienen im Schnitt aber nach wie vor deutlich weniger als Männer. Der Rückgang zeigt sich zudem nicht in allen Regionen Deutschlands: In 15 von 400 Kreisen ist der Gender-Pay-Gap zwischen 2019 und 2024 sogar gestiegen. Diese gegensätzlichen Entwicklungen hängen mit unterschiedlichen Veränderungen in der regionalen Lohn-, Betriebsgrößen- und Berufsstruktur zusammen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Regionale Unterschiede im Gender-Pay-Gap in Deutschland 2024 (2026)
Zitatform
Fuchs, Michaela, Anja Rossen, Antje Weyh & Gabriele Wydra-Somaggio (2026): Regionale Unterschiede im Gender-Pay-Gap in Deutschland 2024. (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Aktuelle Daten und Indikatoren), Nürnberg, 16 S.
Abstract
"Die vorliegenden Auswertungen beinhalten Angaben zum Tagesentgelt sozialversicherungspflichtig vollzeitbeschäftigter Frauen und Männer sowie zum unbereinigten und bereinigten Gender-Pay-Gap in den Bundesländern und Kreisen Deutschlands für das Jahr 2024. Nähere Erläuterungen zu den Einflussfaktoren auf die unterschiedlichen regionalen Gender-Pay-Gaps sowie zur zeitlichen Entwicklung finden sich im IAB-Forumsbeitrag von Fuchs, Rossen, Weyh und Wydra-Somaggio (2026)." (Textauszug, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Weitere Informationen finden Sie in dem Beitrag im Online Magazin IAB-Forum -
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Segregation, Ungleichheit und Sorgearbeit - ein Gespräch über Gleichstellung auf dem Arbeitsmarkt (Interview) (2026)
Zitatform
Keitel, Christiane; Silke Bothfeld, Petra Schütt, Aysel Yollu-Tok & Christian Hohendanner (sonst. bet. Pers.) (2026): Segregation, Ungleichheit und Sorgearbeit - ein Gespräch über Gleichstellung auf dem Arbeitsmarkt (Interview). In: IAB-Forum H. 27.01.2026, 2026-01-26. DOI:10.48720/IAB.FOO.20260127.01
Abstract
"Wie schaffen wir einen Arbeitsmarkt, der allen Geschlechtern gleiche Chancen bietet? In ihrem neuen Sammelband „Geschlechtergerecht gestalten“ bündeln Silke Bothfeld, Aysel Yollu-Tok, Christian Hohendanner und Petra Schütt aktuelle Forschung und gleichstellungspolitische Debatten. Über ihre Ergebnisse berichten sie in einem Gespräch mit der Redaktion des IAB-Forum." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Gender-Specific Application Behaviour, Matching, and the Residual Gender Earnings Gap (2026)
Zitatform
Lochner, Benjamin & Christian Merkl (2026): Gender-Specific Application Behaviour, Matching, and the Residual Gender Earnings Gap. In: The Economic Journal, Jg. 136, H. 673, S. 97-124., 2025-05-08. DOI:10.1093/ej/ueaf037
Abstract
"This paper examines how gender-specific application behavior, firms’ hiring practices, and flexibility demands relate to the gender earnings gap, using linked data from the German Job Vacancy Survey and administrative records. Women are less likely than men to apply to high-wage firms with high flexibility requirements, although their hiring chances are similar when they do. We show that compensating differentials for firms’ flexibility demands help explain the residual gender earnings gap. Among women, mothers experience the largest earnings penalties relative to men in jobs with high flexibility requirements." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Ähnliche Treffer
- frühere (möglicherweise abweichende) Version erschienen u.d.T. "Gender-Specific Application Behavior, Matching, and the Residual Gender Earnings Gap" als: LASER discussion papers, 139
- frühere (möglicherweise abweichende) Version erschienen u.d.T. "Gender-Specific Application Behavior, Matching, and the Residual Gender Earnings Gap" als: IAB-Discussion Paper, 22/2022
- frühere (möglicherweise abweichende) Version erschienen als: CESifo working paper, 11813
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Full-time employment is all that matters? Quantifying the role of relevant and gender-exclusive life-course experiences for gender pension gaps (2026)
Zitatform
Rowold, Carla (2026): Full-time employment is all that matters? Quantifying the role of relevant and gender-exclusive life-course experiences for gender pension gaps. In: Social forces, Jg. 104, H. 4, S. 1337-1362. DOI:10.1093/sf/soaf143
Abstract
"Gender pension gaps (GPGs) represent crucial indicators of gender inequalities over the life course. Despite reaching higher levels, they have received less attention than other gender inequalities, such as gender wage gaps. More generally, research typically focuses on selected sets of life course summary measures, predominantly the employment duration, to explain gender inequalities across the life course. This oversimplifies gender-specific life courses in particular. Taking a life-course perspective and using data from the Survey of Health, Ageing, and Retirement in Europe for the Netherlands and West Germany, I propose an innovative combination of machine learning, sequence analysis, and decomposition techniques, allowing for a new perspective on gender inequalities over the life course. The study disentangles which specific life-course elements are most relevant for pension inequalities and quantifies the role of gender-exclusive life-course experiences for gender disparities. I find that the duration, timing, order of life-course events, and overall life-course complexity matter for pension income inequalities in both pension systems. Specifically, the duration, timing, and order of care work experiences are more crucial pension predictors than the employment duration, which has been the primary focus of previous research. This holds for the GPGs: the largest shares are attributable to gender-exclusive life-course experiences because of the lack of a male counterpart for female engagement in care work, which is poorly rewarded in pension systems. Future research and policymakers will benefit from considering such gender-specific combinations of life-course experiences for the gender pension gap and other inequalities." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Mind the gap: effects of the national minimum wage on the gender wage gap of full-time workers in Germany (2026)
Zitatform
Schmid, Ramona (2026): Mind the gap: effects of the national minimum wage on the gender wage gap of full-time workers in Germany. In: Journal of Economic Inequality, Jg. 24, H. 1, S. 129-158. DOI:10.1007/s10888-025-09669-6
Abstract
"Since 2015, the national minimum wage aims to benefit primarily low-wage workers in Germany. I examine how the minimum wage influences gender wage gaps of full-time workers within the lower half of the wage distribution on a regional level. Using administrative data, distinct regional differences in the extent of gender wage gaps and responses to the minimum wage become clear. Overall, wage gaps between men and women at the 10th percentile decrease by 2.46 and 6.34 percentage points in the West and East of Germany after 2015. Applying counterfactual wage distributions, I show that introducing the minimum wage explains decreases in gender wage gaps by 60% to 95%. Group-specific analyses demonstrate various responses based on age, educational level and occupational activity. Counterfactual aggregate Oaxaca-Blinder decompositions indicate that discriminatory remuneration structures decrease in the West of Germany after introducing the minimum wage." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Weiterführende Informationen
Data product DOI: 10.5164/IAB.SIAB7519.de.en.v1 -
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Ceilings: Gender Inequality in Hours, Earnings and Health (2026)
Strazdins, Lyndall ; Doan, Tinh ; Leach, Liana ; Pollmann-Schult, Matthias ; Kaiser, Till ; Li, Jianghong ;Zitatform
Strazdins, Lyndall, Tinh Doan, Liana Leach, Jianghong Li, Matthias Pollmann-Schult & Till Kaiser (2026): Ceilings: Gender Inequality in Hours, Earnings and Health. In: Social indicators research, Jg. 182. DOI:10.1007/s11205-026-03820-0
Abstract
"One reason gender earning gaps persist is that well-paid jobs presume long work hours, and these are incompatible with family care. Long hours also harm health, and the risks may increase for workers with care and domestic workloads, adding a gendered health penalty. Using representative, longitudinal data from Australia and Germany (144,430–153,659 observations for HILDA and SOEP surveys, respectively, 2002–2022), we model the interconnections between hours and health among men and women aged 25–64 years. Our models include hours spent on care and domestic work, to estimate the points at which working more gains earnings but incurs risks for health and how this may differ by gender. The results show that average health ceilings mirror standard work hours (38 to 43 h per week) in both countries, but this masks wide gender differences. Gender stratified models reveal that long work hours are relatively less harmful for men compared to women, and as work hours lengthen, the penalty to women’s physical and mental health increases. We further show how these differential health harms are linked to extra time spent on family care and domestic work. Our study extends theory on how gender inequality is maintained in organisations and in the labour market, and the need for policy action to limit long work hours." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Geschlechtsspezifische Lohnunterschiede in Sachsen – Regionale Unterschiede und Entwicklung (2026)
Zitatform
Weyh, Antje, Michaela Fuchs & Anja Rossen (2026): Geschlechtsspezifische Lohnunterschiede in Sachsen – Regionale Unterschiede und Entwicklung. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Sachsen 01/2026), Nürnberg, 32 S. DOI:10.48720/IAB.RES.2601
Abstract
"Der vorliegende Beitrag untersucht den Gender Pay Gap und seine Bestimmungsfaktoren in den Jahren 2019 und 2024 im regionalen Vergleich zwischen Deutschland, Ostdeutschland, Sachsen und den sächsischen Kreisen. Die zentrale Datenbasis dafür bildet die Beschäftigtenhistorik des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. In Sachsen lag der unbereinigte Gender Pay Gap für Vollzeitbeschäftige in 2024 mit 6,7 Prozent über dem Wert für Ostdeutschland mit 5,1 Prozent, allerdings deutlich unterhalb des gesamtdeutschen Wertes von 17,2 Prozent. Gegenüber 2019 ging er sowohl in Sachsen, in Ostdeutschland als auch deutschlandweit weiter zurück. Insgesamt nehmen dabei sowohl die Unterschiede zwischen den Regionen, als auch die Unterschiede zwischen den Gender Pay Gap nach ausgewählten individuellen und betrieblichen Merkmalen weiter ab. Um ein detaillierteres Bild der Einflussgrößen des Gender Pay Gap zu erhalten, werden diese individuellen und betrieblichen Merkmale sowie eine Vielzahl unterschiedlicher Faktoren zudem im Rahmen einer Oaxaca-Blinder-Zerlegung betrachtet. Diese zeigt im erklärten Teil, dass vor allem die berufliche Orientierung von Frauen und Männern, geschlechtsspezifische Unterschiede in der Qualifikation, die betriebliche Lohnstruktur und die Lohnhöhe nach wie vor entscheidende Einflussfaktoren auf die Höhe der Lohnlücke sind. Der unerklärte Teil der Zerlegung entspricht dem bereinigten Gender Pay Gap. Dieser fällt im Gegensatz zu Deutschland, in Ostdeutschland und Sachsen höher aus als der unbereinigte Gender Pay Gap. Frauen müssten aufgrund der messbaren, lohnbestimmenden Faktoren in Ostdeutschland und Sachsen somit mehr als Männer verdienen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Differential returns from networking behaviours for men and women: A longitudinal study (2026)
Zitatform
Wolff, Hans-Georg & Klaus Moser (2026): Differential returns from networking behaviours for men and women: A longitudinal study. In: Journal of Occupational and Organizational Psychology, Jg. 99, H. 1. DOI:10.1111/joop.70090
Abstract
"Networking is an important career self-management strategy that affects objective and subjective career outcomes. Concerning gender differences, the prevailing assumption is that women benefit less from networking than men. Yet, some findings on the effects of specific subdimensions of networking suggest that although men benefit from most dimensions, women may benefit as much or even more from at least some dimensions. Based on theories of stereotypes and homophily, as well as findings from social network studies, we explore whether internal and external networking have different effects on career outcomes for men and women. Using data from an 8-year longitudinal study (N = 229), we employ hierarchical linear modelling to examine how internal and external networking behaviours affect changes in salary and career satisfaction. We find that men's salary growth benefits from internal networking, whereas women's salary growth benefits from external networking. Contrary to our expectations, we find only cross-sectional, but no longitudinal, effects of networking on career satisfaction. Our findings suggest that men and women might emphasize different forms of networking to maximize objective returns." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Die Qual der Wahl? Soziale Strukturierungen der tariflichen Wahlmöglichkeit zwischen Zeit und Geld (2025)
Zitatform
Abendroth-Sohl, Anja, Ann-Christin Bächmann, Alexandra Mellies & Kevin Ruf (2025): Die Qual der Wahl? Soziale Strukturierungen der tariflichen Wahlmöglichkeit zwischen Zeit und Geld. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 78, H. 1, S. 22-29., 2025-11-01. DOI:10.5771/0342-300X-2025-1-22
Abstract
"Immer mehr Beschäftigte sehen sich mit Vereinbarkeitskonflikten zwischen Privatem und Beruflichem konfrontiert. Entsprechend hat der Wunsch nach mehr Mitbestimmung in der Gestaltung der individuellen Arbeitszeit gesellschaftlich stark an Bedeutung gewonnen. Vor diesem Hintergrund haben einige Gewerkschaften eine tarifliche Wahloption durchgesetzt, die es Beschäftigten erlaubt, sich jährlich zwischen mehr Zeit oder mehr Geld zu entscheiden. Dieser Beitrag untersucht, inwieweit die Wahl von mehr Zeit anstelle von mehr Geld sozial strukturiert ist; er berücksichtigt dabei Unterschiede bei der Wahl von Zeit sowie die dahinterliegenden Motive zwischen Männern und Frauen mit und ohne Kinder unter 14 Jahren im Haushalt." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Nomos)
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The gender gap in fair earnings: the effect of male and female supervisors (2025)
Zitatform
Adriaans, Jule, Carsten Sauer, Anja Kirsch & Katharina Wrohlich (2025): The gender gap in fair earnings: the effect of male and female supervisors. In: Socio-economic review, S. 1-24. DOI:10.1093/ser/mwaf077
Abstract
"Research has consistently shown that lower earnings for women and higher earnings for men are generally regarded as fair by both women and men. Previous research has focused on structural factors to explain this phenomenon, but has neglected proximate relationships at work. This study examines how the supervisors’ gender relates to employees’ justice attitudes toward the earnings of men and women. We draw on data from two waves of a German employee panel study, conducted in 2012/2013 and 2017, to show that employees perceived higher earnings for men compared to women as fair. Exploiting our longitudinal research design, we find a change in gender bias in the justice evaluation of earnings for employees who experienced a change in supervisor gender: switching from a male to a female supervisor reduced the gender bias. This finding demonstrates that the workplace is an essential site for altering gendered beliefs about the fairness of earnings." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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The gender gap in fair earnings increases with age due to higher age premium for men (2025)
Zitatform
Adriaans, Jule, Carsten Sauer & Katharina Wrohlich (2025): The gender gap in fair earnings increases with age due to higher age premium for men. In: The British journal of sociology, Jg. 76, H. 1, S. 180-187. DOI:10.1111/1468-4446.13149
Abstract
"This study explores how gender and age interact in shaping beliefs about fair pay through a factorial survey experiment conducted with German employees. Respondents evaluated hypothetical worker descriptions varying in age, gender, and earnings. While no gender gap in fair earnings was found for the youngest hypothetical workers, a significant gap favoring men emerged with increasing age. This suggests that male workers receive a higher age premium on fair earnings than female workers. The findings highlight the need to understand how gender interacts with other characteristics to legitimize workplace inequalities." (Author's abstract, IAB-Doku, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))
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Literaturhinweis
Closing the Gender Gap in Salary Increases: Evidence from a Field Experiment on Promoting Pay Equity (2025)
Zitatform
Alfitian, Jakob, Marvin Deversi & Dirk Sliwka (2025): Closing the Gender Gap in Salary Increases: Evidence from a Field Experiment on Promoting Pay Equity. In: Journal of labor economics. DOI:10.1086/739021
Abstract
"We present a natural field experiment on promoting pay equity through simple modifications to the salary review process involving 623 middle managers and 8,951 subordinate employees of a large technology firm. We first document a gender gap not only in salary levels but also in salary increases. Our treatments provide for a gender-blind reallocation of the salary increase budget available to middle managers aimed at promoting pay equity, along with different variants of a corresponding decision guidance. We show that the budget reallocation combined with an explicit decision guidance, while still leaving middle managers discretion in allocating the budget, can completely eliminate the gender gap in salary increases. The treatments also do not appear to undermine the desired performance differentiation in salary increases. We thus show that simple modifications to the salary review process can go a long way toward achieving pay equity by preventing gender gaps from widening throughout employees' careers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
