Befristete Beschäftigung – prekär oder Sprungbrett?
Die Befristung von Arbeitsverträgen ermöglicht es den Betrieben, flexibel auf temporäre Auftragsspitzen zu reagieren. Kritisch gesehen werden die für befristet Beschäftigte damit verbundenen Unsicherheiten in der Lebensplanung. Aktuelle Forschung zeigt jedoch einen „Klebeeffekt“: befristete Beschäftigungsverhältnisse werden nicht selten in unbefristete Arbeitsverträge umgewandelt. Dieses Themendossier bietet Informationen zum Forschungsstand.
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Befristungen im zweiten Jahr in Folge rückläufig (Serie "Corona-Krise: Folgen für den Arbeitsmarkt") (2021)
Zitatform
Hohendanner, Christian (2021): Befristungen im zweiten Jahr in Folge rückläufig (Serie "Corona-Krise: Folgen für den Arbeitsmarkt"). In: IAB-Forum H. 26.04.2021, o. Sz., 2021-04-22.
Abstract
"Die Zahl der befristet Beschäftigten sank zwischen 2018 und 2020 von 3,2 auf 2,4 Millionen. Dahinter stehen zwei unterschiedliche Entwicklungen: Im Jahr 2019 wurden noch viele befristet Beschäftigte in ein unbefristetes Beschäftigungsverhältnisübernommen. Im Corona-Jahr 2020 hingegen sackte vor allem die Zahl der Neueinstellungen, auch der befristeten, deutlich ab." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Who moves from fixed-term to open-ended contracts? Youth employment transitions in a segmented labour market (2021)
Zitatform
Kiersztyn, Anna (2021): Who moves from fixed-term to open-ended contracts? Youth employment transitions in a segmented labour market. In: Acta sociologica, Jg. 64, H. 2, S. 198-214. DOI:10.1177/0001699320920910
Abstract
"This article explores the career effects of fixed-term employment among Polish youth, taking into account specific legal and institutional arrangements affecting both the incidence of temporary jobs and the chances of moving into more stable employment contracts. The aim of the analysis is twofold. First, it seeks to assess whether temporary contracts serve as a stepping-stone to stable employment or a trap leading to fragmented careers consisting of recurrent short-term jobs. Second, it identifies the factors which increase the chances of successful labour market integration. Both issues are addressed through a quantitative analysis of retrospective career data for a cohort of respondents aged 21-30 from two waves of the Polish Panel Survey (POLPAN), 2008 and 2013. Results suggest that temporary employment is not restricted to entry-level jobs and acts as a trap rather than a stepping-stone. In addition, the opportunities for moving from fixed-term to open-ended contracts appear to have deteriorated over the years. However, gaining early on-the-job experience, especially in occupations involving highly complex tasks, may improve the chances of attaining job stability." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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From employment to engagement? Stable jobs, temporary jobs, and cohabiting relationships (2021)
Zitatform
Landaud, Fanny (2021): From employment to engagement? Stable jobs, temporary jobs, and cohabiting relationships. In: Labour Economics, Jg. 73. DOI:10.1016/j.labeco.2021.102077
Abstract
"Family formation has been substantially delayed in recent decades, and birth rates have fallen below the replacement rates in many OECD countries. Research suggests that these trends are tightly linked to recent changes in the labor market; however, little is known about the role played by increases in job insecurity. In this paper, I investigate whether the type of employment, stable or temporary, affects the timing of cohabitation and fertility. Using French data on the work and family history of large samples of young adults, I provide evidence that being permanently employed has a much stronger effect than being in temporary employment on the probability of entering a first cohabiting relationship as well as on the probability of having a first child. These findings suggest that increases in age at first cohabitation and at first child can partly be explained by the rise in unemployment and in the share of temporary jobs among young workers." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2022 Elsevier) ((en))
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Befristete Beschäftigungsangebote bei Fachkräftemangel: Unbedachte Schattenseiten (2021)
Weckmüller, Heiko; Femppel, Fabienne; Knappstein, Michael;Zitatform
Weckmüller, Heiko, Michael Knappstein & Fabienne Femppel (2021): Befristete Beschäftigungsangebote bei Fachkräftemangel: Unbedachte Schattenseiten. In: Personal quarterly, Jg. 73, H. 3, S. 40-45.
Abstract
"Forschungsfrage: Welche kurzfristigen und nachhaltigen Auswirkungen hat das Angebot befristeter Arbeitsverträge für qualifizierte Fachkräfte auf die Arbeitgeberattraktivität? Methodik: Experimentelle Vignettenstudie (n=185 Studierende) Praktische Implikationen: Ein befristetes Beschäftigungsangebot reduziert im Vergleich zum Angebot eines unbefristeten Arbeitsvertrags die Arbeitgeberattraktivität substanziell (d=0,99). Es zeigen sich zudem Unterschiede zwischen den Begründungen der Befristung (verlängerte Probezeit, unsichere Absatzmärkte, ohne Begründung), die jedoch statistisch insignifikant bleiben." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Haufe-Lexware)
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Befristungen in der Statistik der gemeldeten Arbeitsstellen: Analysen mit Text Mining (2021)
Çelikel, Arsen; Gehricke, Matthias; Hellmann, Marlene; Szameitat, Jörg;Zitatform
Çelikel, Arsen, Matthias Gehricke, Marlene Hellmann & Jörg Szameitat (2021): Befristungen in der Statistik der gemeldeten Arbeitsstellen. Analysen mit Text Mining. (Grundlagen: Methodenbericht / Bundesagentur für Arbeit), Nürnberg, 22 S.
Abstract
"Die Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) erprobt erstmals Methoden des Text Mining für die Analyse von Stellenanzeigentexten mit dem Ziel, die vorhandenen statistischen Daten zu prüfen und ggf. anzureichern. Der vorliegende Methodenbericht stellt die angewandte Methodik vor, mit der systematisch die Validität des Merkmals „Befristung“ untersucht wurde, zeigt die erzielten Ergebnisse auf und gibt einen Ausblick, wie die gewonnenen Erkenntnisse in die statistische Verarbeitung miteinbezogen werden können. Das hier beschriebene Vorhaben erprobt Text Mining erstmals anhand einer breiten Basis amtlicher Daten. Verwendet wird dieselbe Datenquelle, aus der auch die Statistik der gemeldeten Arbeitsstellen erstellt wird, angereichert um die Ausschreibungstexte der Stellenangebote. Diese werden bislang nicht für die statistische Berichterstattung der BA genutzt. Amtliche Statistikdaten als Grundlage für Text Mining heranzuziehen hat mehrere Vorteile gegenüber Web Scraping mit Online-Stellenbörsen. So hat die Statistik der BA bei Text Mining mit gemeldeten Arbeitsstellen zum einen profunde Kenntnis über Struktur und Historizität der Datenquelle und zum anderen sind alle Merkmale verfügbar, die auch in den amtlichen Statistikdaten enthalten sind – und nicht nur Texte. Mit den um Stellenanzeigentexte erweiterten Statistikdaten wurden unterschiedliche Modelle und Algorithmen getestet. Aufgrund der Ergebnisse, ihrer guten Interpretierbarkeit und der hohen Modellgüte fiel die fachliche Entscheidung auf den sog. XGBoost-Klassifikator. Das Modell könnte die statistische Information, ob ein Stellenangebot befristet oder unbefristet ausgeschrieben ist, gegenüber dem jetzigen Stand verbessern. Das Befristungsmodell wird derzeit einem einjährigen, manuellen Testbetrieb unterzogen, um die Integration in die regelmäßige Statistikproduktion vorzubereiten. Sobald die Ergebnisse hierzu vorliegen, ist – neben der Entscheidung über eine statistische Veröffentlichung als Ersatz oder Ergänzung für das operativ erfasste Merkmal – ein Verfahren zu entwickeln, das die Arbeitsweise des Modells künftig regelmäßig überwacht und erneut trainiert." (Textauszug, IAB-Doku)
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Chancengleichheit in Wissenschaft und Forschung: 25. Fortschreibung des Datenmaterials (2019/2020) zu Frauen in Hochschulen und außerhochschulischen Forschungseinrichtungen (2021)
Zitatform
(2021): Chancengleichheit in Wissenschaft und Forschung. 25. Fortschreibung des Datenmaterials (2019/2020) zu Frauen in Hochschulen und außerhochschulischen Forschungseinrichtungen. (Materialien der GWK / Gemeinsame Wissenschaftskonferenz 25 75), Bonn, 87, 29 S.
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Befristete Beschäftigungsverhältnisse an öffentlichen Hochschulen und Forschungseinrichtungen in der COVID-19-Pandemie: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINNKE (Drucksache 19/27360) (2021)
Zitatform
(2021): Befristete Beschäftigungsverhältnisse an öffentlichen Hochschulen und Forschungseinrichtungen in der COVID-19-Pandemie. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINNKE (Drucksache 19/27360). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 19/28064 (29.03.2021)), 5 S.
Abstract
Die Bundesregierung antwortet auf die Anfrage der LINKE-Fraktion zu befristeten Beschäftigungsverhältnissen an öffentlichen Hochschulen und Forschungseinrichtungen in der COVID-19-Pandemie. (IAB-Doku)
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Operationalization of Employment Protection Legislation and Implications for Substantive Results: Example of Perceived Job Insecurity and Temporary Employment Risk (2020)
Zitatform
Balz, Anne & Klaus Pforr (2020): Operationalization of Employment Protection Legislation and Implications for Substantive Results. Example of Perceived Job Insecurity and Temporary Employment Risk. (GESIS papers 2020,19), Mannheim, 39 S. DOI:10.21241/ssoar.70793
Abstract
"Almost all comparative research on the effects of employment protection legislation of regular employees (EPLR) is based on the index of the OECD. This study argues that this index is methodologically flawed and proposes a new EPLR index, following a theory-driven formative index construction approach. To demonstrate the implications using the OECD EPLR index versus the new index, we use two empirical applications: First, the effects of EPLR on perceived job insecurity, using multi-level models with data from the European Social Survey, the European Working Condition Survey, and the European Quality of Life Survey. Secondly the temporary employment risk for new hires, using multi-level models with data from the European Labour Force Survey. Whereas the results based on the OECD EPLR index significantly deviate from the hypotheses in the literature, the results using the new EPLR index is compliant with the hypotheses in the literature. This demonstrates higher criterion validity of the theory-driven new EPLR index and also calls for replications of previous research that is based on the index of the OECD." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Casual work: Characteristics and implications: working conditions (2020)
Biletta, Isabella;Zitatform
Biletta, Isabella (2020): Casual work: Characteristics and implications. Working conditions. (Eurofound research report / European Foundation for the Improvement of Living and Working Conditions), Dublin, 39 S. DOI:10.2806/63115
Abstract
"Casual work, both intermittent and on-call, contributes to labour market flexibility and is therefore increasingly used across Europe. In some countries, practices go beyond the use of casual employment contracts to include other types of contracts and forms of self-employment. While it offers some advantages for both employers and workers, it is often discussed by policymakers at EU and national levels due to the observed negative consequences it has for some workers. Impacts include economic insecurity and unpredictability of working time, which in turn affect workers’ health, well-being and social security. From a labour market perspective, casual work raises concerns about decent social inclusion of vulnerable groups, labour market segmentation and more general trends towards fragmentation of work and brain drain. Some policy responses have already been implemented to tackle these issues; further policy pointers are flagged in the report." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Befristungen bei Neueinstellungen 2019: Stand: 18. April 2019 (2020)
Zitatform
Bossler, Mario, Nicole Gürtzgen, Alexander Kubis & Benjamin Küfner (2020): Befristungen bei Neueinstellungen 2019. Stand: 18. April 2019. (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Aktuelle Daten und Indikatoren), Nürnberg, 8 S.
Abstract
"Laut IAB-Stellenerhebung gab es im Jahr 2019 in Deutschland rund 4 Millionen sozialversicherungspflichtige Neueinstellungen (ohne Auszubildende und ohne Mini-Jobs). Hiervon waren mindestens 32 Prozent, also rund 1,3 Mio. Stellen (zunächst) befristet (Tabelle 1). Die Befristung von Neueinstellungen ermöglicht den Betrieben die Überprüfung der Fähigkeiten von Bewerbern, bevor ein unbefristetes Arbeitsverhältnis eingegangen wird. „Durch die Verwendung von befristeten Arbeitsverträgen kann ein Betrieb ohne langfristige Mittelbindung häufig einen Arbeitsplatz anbieten, der sonst vielleicht nicht bereitgestellt worden wäre. Für die Betriebe haben Befristungen zudem den Vorteil, dass sie (Entlassungs-)Kosten vermeiden können, die im Rahmen des allgemeinen oder tarifvertraglich erweiterten Kündigungsschutzes entstehen könnten“ (Bossler et al. 2017). Zu beachten ist, dass die Befristungsquoten bei Neueinstellungen deutlich oberhalb des Anteils befristeter Beschäftigung an der Gesamtbeschäftigung liegen. Knapp 2,8 Millionen Beschäftigte in Deutschland hatten laut IAB-Betriebspanel im Jahr 2019 einen befristeten Arbeitsvertrag. Das entspricht einem Anteil an allen Beschäftigten (ohne Auszubildende) von 7,2 Prozent (Hohendanner 2020). Der Anteil der befristeten Beschäftigung liegt damit wieder auf dem Niveau von 2007." (Textauszug, IAB-Doku)
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Das Befristungsrecht des wissenschaftlichen Personals an deutschen Hochschulen zwischen wissenschaftlicher Dynamik und sozialer Sicherheit: Eine Untersuchung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes (2020)
Domke, Friedrun;Zitatform
Domke, Friedrun (2020): Das Befristungsrecht des wissenschaftlichen Personals an deutschen Hochschulen zwischen wissenschaftlicher Dynamik und sozialer Sicherheit. Eine Untersuchung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes. (Arbeits- und Sozialrecht 161), Baden-Baden: Nomos, 392 S. DOI:10.5771/9783748907336
Abstract
"Art. 5 Abs. 3 des Grundgesetzes verpflichtet den Staat, die Pflege der freien Wissenschaft und ihre Vermittlung an die nachfolgende Generation durch die Bereitstellung von personellen, finanziellen und organisatorischen Mitteln zu ermöglichen und zu fördern. Dazu gehört auch, planbare und verlässliche Karrierewege zu schaffen und die arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen für die Arbeit an der Hochschule zu gewährleisten. Das Wissenschaftszeitvertragsgesetz hat sich zum Ziel gesetzt, die dafür erforderliche Rechtssicherheit und Transparenz zu schaffen. Die Anzahl und die Längen der Befristungen an den Hochschulen stehen jedoch weiter in der Kritik. Unsachgemäße Kurzbefristungen und Kettenbefristungen sollten durch die Novellierung unter anderem eingedämmt werden. Die Autorin untersucht anhand der einzelnen existierenden Rechtsprobleme, ob das fortdauernde Ziel des Gesetzes durch die letzte Überarbeitung wieder mehr fokussiert wurde und unterbreitet Lösungsvorschläge für eine Verbesserung der Situation." (Autorenreferat, © Nomos)
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Literaturhinweis
Befristung - Beschäftigungsverhältnis mit Chancen und Risiken (2020)
Zitatform
Hünefeld, Lena & Anke Siefer (2020): Befristung - Beschäftigungsverhältnis mit Chancen und Risiken. In: Sicher ist sicher, Jg. 71, H. 5, S. 238-242.
Abstract
"Mit dem Koalitionsvertrag 2018 hat die große Koalition auf die teilweise prekäre Lage von befristet Beschäftigten hingewiesen und hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Missverhältnissen bei befristeten Arbeitsverträgen entgegenzuwirken. Auswertungen verschiedener Datensätze zeigen, dass Befristung für die Betroffenen Arbeitsplatz- und Einkommensunsicherheit bedeuten kann, aber auch eine Chance für eine langfristige Perspektive auf dem Arbeitsmarkt darstellen kann." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Wissenschaftler auf Zeit: Die Durchsetzung der Personalpolitik der Befristung in der Max-Planck-Gesellschaft seit den 1970er-Jahren (2020)
Leendertz, Ariane;Zitatform
Leendertz, Ariane (2020): Wissenschaftler auf Zeit. Die Durchsetzung der Personalpolitik der Befristung in der Max-Planck-Gesellschaft seit den 1970er-Jahren. (MPIFG discussion paper / Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung 2020,15), Köln, 35 S.
Abstract
"Die Mehrheit des wissenschaftlichen Personals an den Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Deutschland ist heute befristet beschäftigt. Der Beitrag rekonstruiert die Ursachen und Dynamiken dieser Entwicklung, die in den 1970er-Jahren begann, am Gegenstand der Max-Planck-Gesellschaft. Lag der Befristungsanteil 1976 lediglich bei 15,7 Prozent, stieg er bis 2016 auf 69,2 Prozent an. Die Beweggründe der MPGSpitze, die die Möglichkeiten der Befristung über die Jahre immer weiter ausdehnte, veränderten sich dabei über die Zeit. Sollten Zeitverträge in den 1970er- und 1980er-Jahren zuerst dazu beitragen, die personelle Mobilität im Bereich des Mittelbaus zu erhalten und eine Überalterung des wissenschaftlichen Personals sowie Stellenblockaden zu verhindern, traten im Verlauf der 1990er-Jahre strategische Organisationsinteressen in den Vordergrund. Um die Jahrtausendwende verfestigte sich die Überzeugung, dass die MPG über ein größtmögliches Maß personeller und institutioneller Flexibilität verfügen müsse, um sich im globalen Wettbewerb der Forschungsorganisationen um Reputation und Leitungspersonal behaupten zu können. Je mehr wissenschaftliche Beschäftigte nur befristet angestellt waren, desto leichter war es, obsolete Abteilungen und Institute zu schließen, stattdessen neue zu gründen und den neu berufenen Direktorinnen und Direktoren aus der ganzen Welt so viele freie Wissenschaftlerstellen wie möglich anzubieten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Women in economics (2020)
Lundberg, Shelly;Zitatform
(2020): Women in economics. London: CEPR Press, 135 S.
Abstract
"Women are substantially under-represented in the field of economics. Few women reach senior positions in the profession, even though over the last few decades, between 30% and 35% of PhDs in economics have been earned by women. Women in economics face clear barriers to field entry and professional success that are distinct from those in other mathematics-focused fields. Women also appear to face implicit bias in the assessment of their research and other professional contributions that limit their success and persistence in the field This book, featuring leading experts on the issue of gender in economics, examines the role and progress of women in professional economics, reviews the barriers women that face at various stages of the training and promotional pipeline, evaluates programmes designed to support and encourage female economists, and discusses the benefits of greater gender equality across the economics research professions. Beginning with an overview of the representation of women in economics departments in the United States and in Europe, the opening chapters highlight the scarcity of Black women in American economics and provide some background on the ‘first gender reckoning’ of economics. Later chapters examine the forces that discourage women from majoring in economics as undergraduates and how they might be combatted, and on the paths to success for female graduate students. The book also documents differential treatment of women in the evaluation of research for publication and acceptance at conferences, as well as gender differences in collaborative networks that may affect research productivity. The ‘leaky pipeline’ in economics is reviewed, with a focus on the promotion gender gap in academics and central banking, and institutional factors that contribute to that gap, including gender bias in student evaluations and the inequitable consequences of gender-neutral tenure-clock-extension policies. The concluding chapters returns to policies and programmes that can support women and combat bias at all stages of the professional pipeline in economics." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Tätigkeitsbezug als Sachgrund der Befristung des Arbeitsvertrags (2020)
Roth, Christian;Zitatform
Roth, Christian (2020): Tätigkeitsbezug als Sachgrund der Befristung des Arbeitsvertrags. (Studien zum deutschen und europäischen Arbeitsrecht 80), Baden-Baden: Nomos, 497 S. DOI:10.5771/9783748905806
Abstract
"Auf der Grundlage eines neuen, umfassenden Ansatzes stellt das Werk das Recht der Sachgrundbefristung im deutschen Arbeitsrecht intensiv auf den Prüfstand. Unter Einbeziehung der einschlägigen Rechtsprechung des EuGH ergibt sich ein rechtssicheres Beurteilungskriterium für alle potenziellen Sachgründe: der konkrete Tätigkeitsbezug. Gleicht man dieses Kriterium mit der gesetzlichen Regelung in § 14 Abs. 1 TzBfG und der aktuellen Rechtsprechung hierzu ab, offenbart sich an einigen Stellen teils doch erheblicher Modifikationsbedarf. Der Autor zeigt Mittel und Wege auf, wie den notwendigen Modifikationen beizukommen ist, um eine unionsrechtskonforme Fassung und Anwendung der Sachgründe im deutschen Befristungsrecht zu gewährleisten." (Autorenreferat, © Nomos)
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Betrieblicher Einsatz flexibler Erwerbsformen (2020)
Schäfer, Holger;Zitatform
Schäfer, Holger (2020): Betrieblicher Einsatz flexibler Erwerbsformen. In: IW-Trends, Jg. 47, H. 1, S. 1-21. DOI:10.2373/1864-810X.20-01-01
Abstract
"Die betriebliche Nutzung flexibler Erwerbsformen wie Befristungen, Zeitarbeit oder Werkverträge steht im Verdacht, auf Kosten der Entwicklung der Kernbelegschaften zu expandieren. Eine Auswertung des IAB-Betriebspanels zeigt indes, dass nur in wenigen Betrieben ein solcher Austauschprozess stattfand. Höher ist die Anzahl der Betriebe, in denen flexible Erwerbsformen weniger genutzt und dafür die Kernbelegschaft ausgeweitet wurde. So reduzierten im Zeitraum 2012 bis 2017 nur 5,4 Prozent der Betriebe die Anzahl der unbefristet Beschäftigten, während sie die Anzahl der befristet Beschäftigten ausweiteten. Umgekehrt weiteten aber 8,3 Prozent der Betriebe die Anzahl der unbefristet Beschäftigten aus und reduzierten zugleich die Anzahl der befristet Beschäftigten. Betriebe, die flexible Erwerbsformen nutzen, stehen überdurchschnittlich häufig einer unsicheren Geschäftsentwicklung gegenüber. Dies ist ein Indiz dafür, dass die betriebliche Einsatzstrategie darauf abzielt, Unsicherheiten über die künftige Arbeitskräftenachfrage zu begegnen. Eine Erschwerung des Einsatzes durch Regulierungen könnte mithin zu einer Reduzierung der Beschäftigung beitragen, wenn die Betriebe das Risiko einer unbefristeten Beschäftigung nicht eingehen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Befristete Beschäftigung: Eine Auswertung regionaler Daten für 2018 (2020)
Seils, Eric; Rogall, Marius; Emmler, Helge;Zitatform
Seils, Eric, Helge Emmler & Marius Rogall (2020): Befristete Beschäftigung. Eine Auswertung regionaler Daten für 2018. (WSI Policy Brief / Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut 36), Düsseldorf, 16 S.
Abstract
"Befristete Beschäftigungen stellen für die zumeist jungen Betroffenen ein Problem dar, weil sie oftmals mit Einkommensarmut sowie Einschränkungen hinsichtlich der sozialen Teilhabe und der Familiengründung verbunden sind. Die Regierungskoalition hat sich daher in ihrem Koalitionsvertrag darauf verständigt, insbesondere die sachgrundlos befristete Beschäftigung einzudämmen. Vor diesem Hintergrund wurde in diesem Papier eine Bestandsaufnahme vorgenommen. Es zeigt sich, dass die befristete Beschäftigung vor allem aufgrund des Zuwachses bei der kalendermäßigen Befristung bis an den aktuellen Rand weiter angestiegen ist. Nach den neuesten verfügbaren Daten auf der Basis des IAB-Betriebspanels für 2018 waren 3,2 Millionen Beschäftigungsverhältnisse bzw. 8,3 Prozent aller Beschäftigungsverhältnisse befristet, wobei erhebliche Unterschiede zwischen den Bundesländern bestehen." (Textauszug, IAB-Doku)
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Die Finanzierungs- und Beschäftigungssituation Promovierender: Aktuelle Ergebnisse der National Academics Panel Study (2020)
Zitatform
Wegner, Antje (2020): Die Finanzierungs- und Beschäftigungssituation Promovierender: Aktuelle Ergebnisse der National Academics Panel Study. (DZHW-Brief 2020,04), Hannover, 12 S. DOI:10.34878/2020.04.dzhw_brief
Abstract
"In diesem DZHW-Brief geben wir einen Überblick zur aktuellen Finanzierungs- und Beschäftigungssituation Promovierender. Eingangs resümieren wir zentrale Diskussionspunkte in der medialen Berichterstattung der letzten Jahre und stellen diesen wissenschaftliche Befunde zur Finanzierungs- und Beschäftigungssituation Promovierender gegenüber. Anschließend gehen wir anhand der ersten Befragung der jüngst initiierten Studienreihe „National Academics Panel Study (Nacaps)“ den Fragen nach, aus welchen unterschiedlichen Quellen Promovierende aktuell ihren Lebensunterhalt bestreiten und über welche Nettoeinnahmen sie verfügen. Als Ergänzung zu objektiv messbaren Größen wie Einkommenshöhe und Vertragsdauer berichten wir anhand subjektiver Einschätzungen, inwieweit die Promovierenden ihre Finanzierung vor dem Hintergrund ihrer individuellen Lebensbedingungen als ausreichend und über die gesamte Promotionsphase gesichert bewerten. Abschließend stellen wir die aktuellen Ergebnisse den Befunden früherer Promovierendenbefragungen gegenüber, um so Veränderungen aufzeigen zu können." (Textauszug, IAB-Doku)
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Befristete Beschäftigungsverhältnisse in Wirtschaft und Verwaltung: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion der AfD (Drucksache 19/17724) (2020)
Zitatform
(2020): Befristete Beschäftigungsverhältnisse in Wirtschaft und Verwaltung. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion der AfD (Drucksache 19/17724). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 19/18551 (09.04.2020)), 37 S.
Abstract
Die Bundesregierung antwortet auf die Anfrage der AfD-Fraktion zu befristeten Beschäftigungsverhältnissen in Wirtschaft und Verwaltung mit Daten aus dem IAB-Betriebspanel und dem Mikrozensus sowie der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit. (IAB-Doku)
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Befristete Beschäftigung in Deutschland: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE (Drucksache 19/21696) (2020)
Zitatform
(2020): Befristete Beschäftigung in Deutschland. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE (Drucksache 19/21696). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 19/22962 (30.09.2020)), 74 S.
Abstract
Die Bundesregierung antwortet auf die Anfrage der Fraktion DIE LINKE zu befristeter Beschäftigung in Deutschland u.a. mit Statistiken zum Anteil an befristeten Beschäftigungsverhältnisse in einzelnen Bundesländern sowie zur Anzahl der Übernahme, Verlängerung und Personalabgängen nach Ende des befristeten Vertrages (Datengrundlage IAB-Betriebspanels (1999-2019)). (IAB-Doku)
