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Dossier

Arbeitsmarkt Gesundheit und Pflege

Der steigende Kostendruck, die zunehmende Ökonomisierung, der Fachkräftemangel und die Auswirkungen der COVID-19 Pandemie führen im Gesundheitswesen zu einer hohen Arbeitsbelastung und -verdichtung für Beschäftigte. Dies hat zu einem Anstieg von Fehlzeiten, Fluktuation und vorzeitigem Ausscheiden aus dem Beruf geführt. Gleichzeitig steigt aufgrund der steigenden Lebenserwartung und Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen der Bedarf an Ärzten, Ärztinnen und qualifiziertem Pflegepersonal. Angesichts dieser Herausforderungen bietet das Themendossier eine Auswahl an wissenschaftlichen und praxisorientierten Befunden zu Beschäftigung, Qualifikationsbedarf und Arbeitsbedingungen im Gesundheits- und Pflegesektor.
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Veröffentlichungen zur Situation von Live-in-Kräften finden sie im Themendossier 24-Stunden-Betreuung für Menschen mit Pflegebedarf – Beschäftigungssituation der Live-ins.

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  • Literaturhinweis

    The Home as a Place of Work—Who Cares and Why? (2024)

    Molitor, Friederike ;

    Zitatform

    Molitor, Friederike (2024): The Home as a Place of Work—Who Cares and Why? In: Social Sciences, Jg. 13, H. 12. DOI:10.3390/socsci13120668

    Abstract

    "As demand for privately organized care and domestic work has grown, digital platforms have emerged as key intermediaries connecting prospective workers with clients. Drawing on unique survey data collected in Germany in 2019, this study offers a systematic analysis of the sociodemographic characteristics of platform-mediated care and domestic workers, with particular focus on their family and household compositions and their motivations for using a digital care-work platform. The study’s findings reveal similarities between these workers, traditional care and domestic workers, and other platform workers in the gig economy. This study also focuses on how this work serves as a strategy for reconciling paid work with unpaid family responsibilities. Importantly, a noticeable proportion of the workers have unpaid care responsibilities for children or other family members and friends while pursuing platform work. When asked about their reasons for using a digital platform, the workers mostly name the income potential, job flexibility, and independence that this platform-mediated work provides. However, the motivations of different groups of workers vary: those with children more often value the balance of paid work and family life that this work offers, while financial incentives and professional development are less of a priority." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Essays on institutions in health care and labor markets (2024)

    Müller-Rehm, Rebekka;

    Zitatform

    Müller-Rehm, Rebekka (2024): Essays on institutions in health care and labor markets. (Untersuchungen zur Wirtschaftspolitik 145), Köln, 145 S.

    Abstract

    "Dieser Band der Untersuchungen zur Wirtschaftspolitik ist institutionellen Besonderheiten des Gesundheitswesens und von Arbeitsmärkten gewidmet. Gesundheits- und Arbeitsmärkte unterliegen aus guten Gründen einer stärkeren Regulierung als andere Märkte: Der Schutz von Patient*innen und Arbeitnehmer*innen genießt in unserer Gesellschaft hohe Priorität. Die Wirkung der Regulierung auf diesen Märkten zu verstehen, ist nicht zuletzt deshalb wichtig, weil sie in besonderem Maße von Entwicklungen betroffen sind, die sich der Kontrolle der politischen Entscheidungsträger*innen weitegehend entziehen, z.B. dem demografischen Wandel, dem technologischen Fortschritt und dem damit verbundenen Wandel hin zu einer Dienstleistungsökonomie. Im ersten Teil geht es um Plattformarbeit, das heißt um Arbeitsaufträge, die ortsunabhängig über digitale Plattformen abgewickelt werden. Da häufig die Befürchtung geäußert wird, dass Arbeitgeber Plattformarbeit nutzen, um Arbeitsmarktregulierung zu umgehen, liegt der Fokus auf dem Zusammenhang zwischen der Nachfrage nach Plattformarbeit und der Stärke des Kündigungsschutzes in OECD-Staaten. Im zweiten Teil werden die Niederlassungsentscheidungen von Hausärzt*innen in unterversorgten Gebieten in Deutschland untersucht, wobei nach Geschlecht und zwischen Einzel- und Gemeinschaftspraxen differenziert wird. Auf dieser Grundlage werden zwei Regulierungsszenarien simuliert: eine Angleichung der Vergütung von für die Behandlung von gesetzlich- und privatversicherten Patient*innen und eine striktere Begrenzung der Zulassung in überversorgten Gebieten. Der dritte Teil ist unfreiwilliger Teilzeitarbeit gewidmet. In Zeiten konjunkturellen Abschwungs reduzieren viele Arbeitgeber in eher liberalen Arbeitsmärkten, wie in den USA und in Großbritannien, die Arbeitszeit ihrer Beschäftigten, was zu einem Anstieg unfreiwilliger Teilzeitarbeit führt. Das wirft die Fragen auf, ob die striktere Regulierung in Deutschland, die eine einseitige Reduzierung der Arbeitszeit durch den Arbeitgeber untersagt, einen solchen Anstieg unfreiwilliger Teilzeitbeschäftigung in konjunkturellen Abschwungphasen verhindert und wie die Regulierung die Marktanpassungsmechanismen verändert." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Verbot der Leiharbeit in der Pflege (2024)

    Noffz, Annette;

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    Noffz, Annette (2024): Verbot der Leiharbeit in der Pflege. In: Nachrichtendienst des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge, Jg. 103, H. 8, S. 342-346.

    Abstract

    "Zwar sagt man der Pflegebranche Zukunftssicherheit nach, denn solange es Menschen gibt, wird es auch kranke und pflegebedürftige Menschen geben. Um diese Menschen aber entsprechend pflegen zu können, braucht es geeignetes Personal. Dieses fehlt aus vielen Gründen in zunehmendem Maße." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    24-Stunden-Betreuung: das österreichische Förderungsmodell und Maßnahmen zur Qualitätssicherung (2024)

    Pansi, Harald; Schrank, Sabine;

    Zitatform

    Pansi, Harald & Sabine Schrank (2024): 24-Stunden-Betreuung: das österreichische Förderungsmodell und Maßnahmen zur Qualitätssicherung. In: Nachrichtendienst des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge, Jg. 103, H. 3, S. 121-125.

    Abstract

    "Die 24-Stunden-Betreuung hat sich in Österreich als bedeutsames Instrumentarium der Betreuung zu Hause etabliert und das Fördermodell zur 24-Stunden-Betreuung des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMSGPK) wird in Privathaushalten von betroffenen Menschen sehr gut angenommen. Der Beitrag beleuchtet das österreichische Förderungsmodell aus rechtlicher Sicht und gibt Einblick in qualitätssichernde Maßnahmen, insbesondere vor dem Hintergrund des zweiten Teils des im Jahr 2023 präsentierten umfassenden österreichischen Pflegereformpaketes." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Ausbildungsoffensive Pflege (2019-2023): Abschlussbericht (2024)

    Pötzsch, Pauline; Voigt, Heike;

    Zitatform

    Pötzsch, Pauline & Heike Voigt (2024): Ausbildungsoffensive Pflege (2019-2023): Abschlussbericht. Berlin, 205 S.

    Abstract

    "Am 30.09.2024 wurde der Abschlussbericht der Ausbildungsoffensive Pflege (2019 - 2023) veröffentlicht. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend startete 2019 die Ausbildungsoffensive Pflege, um bis Ende 2023 die Einführung der neuen Pflegeausbildungen nach dem Pflegeberufegesetz zu begleiten. Bund, Länder und Verbände verpflichteten sich zu 111 Maßnahmen, um gut ausgebildete und engagierte Pflegefachkräfte zu gewinnen und Pflegeschulen sowie ausbildende Einrichtungen bei der Umstellung auf die neuen Ausbildungen zu unterstützen. Der Abschlussbericht dokumentiert die Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen und zeigt umfassend die Entwicklung der ersten drei Jahre der neuen Pflegeausbildung." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Den Übergang in die Pflegeausbildung gestalten – Ein Beitrag zur Fachkräftegewinnung (2024)

    Reiber, Karin; Willaredt, Anna; Dorn, Sabine; Fleiner, Micha; Hofmann, Nicola; Partsch, Sebastian;

    Zitatform

    Reiber, Karin, Micha Fleiner, Sebastian Partsch, Sabine Dorn, Nicola Hofmann & Anna Willaredt (2024): Den Übergang in die Pflegeausbildung gestalten – Ein Beitrag zur Fachkräftegewinnung. In: Berufs- und Wirtschaftspädagogik - online H. Spezial HT2023, S. 1-21.

    Abstract

    "Aufgrund des hohen Bedarfs an Pflegefachkräften ist es wichtig, Interessierte gezielt für die Ausbildung zu gewinnen und darauf vorzubereiten. Der Berufsorientierung kommt die wichtige Funktion zu, zu einer belastbaren Berufswahlentscheidung beizutragen. Der Ausbildungseinstieg ist eine Statuspassage mit weitreichender Bedeutung für den erfolgreichen Verlauf der Ausbildung. Das Projekt Transitionen in die Pflege – individuelle und regionale Ressourcen stärken (TiP-regio), das im Auftrag des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) durchgeführt wird, analysiert die Übergangssituation aus unterschiedlichen Perspektiven und mit Blick auf multiple Herausforderungen. Der Beitrag stellt Projektergebnisse vor: Thematisiert werden Erwartungen und Erfahrungen im Kontext von Berufsorientierung und beim Ausbildungseinstieg sowie genutzte und zusätzlich erforderliche Unterstützungsangebote. Beim ersten Praxiskontakt werden emotionale Kompetenzen Auszubildender für die konstruktive Bewältigung belastender Situationen relevant; wie diese angebahnt werden können, wird im Rahmen des Projekts erforscht und in dem nachfolgenden Beitrag behandelt. Zudem wird thematisiert, wie integriertes Sprach- und Fachlernen zum Ausbau pflegebezogener sprachlicher Handlungskompetenz und zur Sicherung von Partizipation von Auszubildenden mit nichtdeutscher Erstsprache beitragen kann. Darüber hinaus und aufbauend auf den Ergebnissen stellt der Beitrag innovative Ansätze für berufsorientierende Praktika und einen gelingenden Start in die Pflegeausbildung vor." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Bye-bye Babyboomer: Das Damoklesschwert der Demografie (2024)

    Rinne, Ulf ;

    Zitatform

    Rinne, Ulf (2024): Bye-bye Babyboomer: Das Damoklesschwert der Demografie. In: Personalführung, Jg. 57, H. 4, S. 14-24.

    Abstract

    "Bereits jetzt steht fest, dass Personalengpässe in den nächsten Jahren ein prägendes Thema sein werden. Schon aktuell sind viele offene Stellen zu besetzen, aber auf dem Arbeitsmarkt wird sich die Demografie in den nächsten Jahren gleich doppelt auf die Arbeits- und Fachkräftesituation auswirken: Erstens fehlt zur Nachbesetzung offener Stellen der Nachwuchs. Zweitens wächst in unserer alternden Gesellschaft der Arbeits- und Fachkräftebedarf noch weiter – gerade in den Bereichen Gesundheit, Pflege und Soziales, wo es schon aktuell Engpässe gibt. Darüber hinaus geht der Strukturwandel mit neuen Qualifikationsanforderungen einher. Die Herausforderung ist so groß, dass sie sich nicht mit einer einzelnen Maßnahme lösen lässt. Es bedarf einer umfassenden Strategie zur Fachkräftesicherung." (Textauszug, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Einflussfaktoren auf die Berufswahl von Gesundheitsberufen in der Pflege und im Rettungsdienst - eine retrospektive, empirische kasuistische Untersuchung (2024)

    Schulz, Jenny;

    Zitatform

    Schulz, Jenny (2024): Einflussfaktoren auf die Berufswahl von Gesundheitsberufen in der Pflege und im Rettungsdienst - eine retrospektive, empirische kasuistische Untersuchung. In: R. Conrads, B.-J. Ertelt & A. Frey (Hrsg.) (2024): Berufswahl, Arbeitsgestaltung und Berufsverbleib in Gesundheits- und Pflegeberufen, S. 45-154.

    Abstract

    "Die Ausbildung von pflegerischen und notfallmedizinischen Fachkräften stellt einen Hebel zur Bewältigung des Fachkräfteengpasses in den Heilberufen dar. Dennoch sind nur wenige Studienergebnisse publiziert, die die Einflussfaktoren auf die Berufswahl einer dreijährigen Ausbildung in der Pflege und im Rettungsdienst im deutschen Ausbildungssystem untersuchen. Diese Arbeit untersucht die Einflussfaktoren auf die Berufswahl in der Pflege und im Rettungsdienst ein einem qualitativen Ansatz anhand von zwölf halbstandardisierten Leitfadeninterviews. Das zentrale Ergebnis dieser Arbeit besteht darin, dass Interessen, Motivation und praktische Vorerfahrungen bedeutende Einflussfaktoren auf die Berufswahl in der Pflege und im Rettungsdienst darstellen. Des Weiteren konnte herausgefunden werden, dass Heuristiken den beruflichen Problemlösungs- und Entscheidungsprozess bei der Wahl einer Ausbildung in der Pflege und im Rettungsdienst beeinflussen. Nach dem Ausbildungsbeginn wirken positive und negative Emotionen als Einflussfaktor auf die Berufswahl. Das persönliche Beratungsgespräch bei der Berufsberatung stellt einen eher untergeordneten Einflussfaktor dar. Die Ergebnisse werden anhand von berufswahlbezogenen Objekttheorien und anhand der informationsstrukturellen Methodik interpretiert. Die Arbeit leitet Empfehlungen für das Ausbildungsmarketing der Berufsberatung vor dem Erwerbsleben und von ausbildenden Arbeitgebenden an, mit denen Interessen*innen für eine Ausbildung in der Pflege und im Rettungsdienst gewonnen werden können. Zudem bietet sie Anknüpfungspunkte für weitergehende Untersuchungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Pflege-Report 2024: Ankunft der Babyboomer: Herausforderungen für die Pflege (2024)

    Schwinger, Antje; Behrendt, Susann; Greß, Stefan; Jacobs, Klaus; Kuhlmey, Adelheid ; Klauber, Jürgen;

    Zitatform

    Schwinger, Antje, Adelheid Kuhlmey, Stefan Greß, Jürgen Klauber, Klaus Jacobs & Susann Behrendt (Hrsg.) (2024): Pflege-Report 2024. Ankunft der Babyboomer: Herausforderungen für die Pflege. Berlin, Heidelberg: Imprint: Springer, XVII, 326 S. DOI:10.1007/978-3-662-70189-8

    Abstract

    "Die Sicherstellung der Versorgung von Menschen mit Pflege- und Betreuungsbedarf wird eine der zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen in den kommenden Dekaden. Aufgrund der Babyboomer wird der Altenquotient in den nächsten zehn Jahren deutlich ansteigen. Die bereits heute angespannte Personallage wird sich erheblich verschärfen, Fragen nach der Vereinbarkeit von Pflege und Beruf, der Rolle von informeller Pflege und Ehrenamt werden zunehmend relevanter. Mit Blick auf das immer kleiner werdende Zeitfenster, in dem eine proaktive Gestaltung noch möglich ist, widmet sich der Pflege-Report, der jährlich in Buchform und als Open Access-Publikation erscheint, in diesem Jahr den Herausforderungen mit Blick auf die Sicherstellung. In 18 Fachbeiträgen wird diskutiert, was sich in den letzten Jahren verändert hat und welche Lösungsansätze weiterhin fehlen, um die Pflege auch zukünftig gestalten zu können. Aus dem Inhalt Caring Communities: Konzept und Handlungsbedarfe Sicherstellung ambulanter pflegerischer Versorgung Neue Wohnformen in der Langzeitpflege – Berücksichtigung im SGB XI Prävention: Pflegebedürftigkeit vermindern, Selbstständigkeit erhalten Implikationen der Neuregelungen zur „tarifgerechten Entlohnung“, Indikatoren guter Arbeitsplätze in der Pflege und Weiterentwicklung des Pflegeberufs Potenzial von Zuwanderung/Anwerbung ausländischer Pflegekräfte Potenzial von Digitalisierung Vereinbarkeit von Pflege und Beruf Bürgerschaftliches Engagement in der pflegebezogenen Selbsthilfe Zudem präsentiert der Pflege-Report empirische Analysen zur Pflegebedürftigkeit in Deutschland sowie zur Inanspruchnahme verschiedener Pflegeformen. Ein besonderer Fokus gilt der gesundheitlichen Versorgung in der ambulanten Pflege und im Pflegeheim. Die Herausgebenden Der Pflege-Report wird von Dr. Antje Schwinger, Jürgen Klauber und Susann Behrendt vom Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO) in Kooperation mit Prof. Dr. Adelheid Kuhlmey von der Charité – Universitätsmedizin Berlin, Prof. Dr. Stefan Greß von der Hochschule Fulda und Prof. Dr. Klaus Jacobs – ehemaliger Geschäftsführer des WIdO – herausgegeben." (Verlagsangaben)

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  • Literaturhinweis

    Arbeitsmarktsituation im Pflegebereich (2024)

    Singer, Kirsten; Fleischer, Nicole;

    Zitatform

    Singer, Kirsten & Nicole Fleischer (2024): Arbeitsmarktsituation im Pflegebereich. (Berichte: Blickpunkt Arbeitsmarkt / Bundesagentur für Arbeit), Nürnberg, 24 S.

    Abstract

    "Das Wichtigste in Kürze: - 2023 waren in Deutschland knapp 1,7 Millionen Pflegekräfte sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in der Pflege ist lange Zeit stärker gewachsen als die Beschäftigung insgesamt. Seit Anfang 2022 hat der Beschäftigungsaufbau in der Pflege allerdings spürbar an Dynamik verloren. - Pflegeberufe sind weiterhin eine Frauendomäne: Ein Großteil der Beschäftigten ist weiblich – allerdings steigt der Anteil männlicher Pflegekräfte beständig. Teilzeitbeschäftigung ist weit verbreitet. Auch die Zeitarbeit hat sich – anteilig etwa auf dem Niveau in der Gesamtbeschäftigung – etabliert. - Der Anteil der beschäftigten Pflegekräfte mit einer nicht-deutschen Staatsangehörigkeit ist im Zeitverlauf deutlich gestiegen und so geht der überwiegende Anteil des Beschäftigungsanstiegs in den vergangenen 10 Jahren auf sie zurück. Seit 2022 wird das Beschäftigungswachstum in der Pflege ausschließlich von Ausländerinnen und Ausländern getragen. - Der in der langfristigen Tendenz rückläufige Trend bei der Arbeitslosigkeit von Pflegerinnen und Pflegern hat sich im Jahr 2023 nicht fortgesetzt. - Die Zahl der gemeldeten Stellen für Fachkräfte in Pflegeberufen übersteigt die der Arbeitslosen deutlich. Bei Pflegehelfern stellt sich die Situation genau umgekehrt dar. Die Arbeitslosen-Stellen-Relation hat sich aus Arbeitgebersicht, sowohl für Fachkräfte als auch für Helfer, im Vergleich zum Vorjahr etwas entspannt. - Nahezu alle Indikatoren der Engpassanalyse weisen auf deutliche bestehende Fachkräfteengpässe hin. - In der Risikobetrachtung lässt in der Pflege insbesondere das geringe Substituierbarkeitspotenzial keine nennenswerte Entspannung dieser Engpässe erkennen. - Erfolgreiche geförderte Aus- und Weiterbildungen von Pflegekräften bieten beste Chancen für eine Arbeitsaufnahme am ersten Arbeitsmarkt. - Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge für die generalistische Ausbildung zum Pflegefachmann bzw. zur Pflegefachfrau ist vorläufigen Angaben zufolge leicht gestiegen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Fachkräfte für die Altenpflege – wie sind die regionalen Bedarfe in Deutschland? (2024)

    Sonnenburg, Anja; Bernardt, Florian;

    Zitatform

    Sonnenburg, Anja & Florian Bernardt (2024): Fachkräfte für die Altenpflege – wie sind die regionalen Bedarfe in Deutschland? In: Berufs- und Wirtschaftspädagogik - online H. 46, S. 1-16.

    Abstract

    "Der starke demografische Wandel führt in vielen Regionen Deutschlands zu einer insgesamt älteren Bevölkerung. Diese Entwicklung erhöht in nahezu allen Regionen den Umfang der Pflegebedürftigkeit und den Bedarf an Fachkräften in der Altenpflege. Bis zum Jahr 2040 sind regional Mehrbedarfe um bis zu 30 % gegenüber 2021 zu erwarten. Bayerische Regionen sind überdurchschnittlich stark betroffen, während sich in Sachsen nur geringe Nachfragesteigerungen herausstellen. Dennoch könnten insbesondere letztere Regionen vor großen Herausforderungen stehen, da sich ihr Erwerbspersonenpotenzial als begrenzt abzeichnet. Die Fachkräfteversorgung wird maßgeblich davon abhängen, ob es gelingt, genügend Personen für die Ausbildung zu gewinnen, wie z. B. Berufswechsler:innen, ältere Erwerbstätige und Ausländer:innen. Auch die Digitalisierung des Berufsfelds könnte perspektivisch helfen, den hohen Fachkräftebedarf zu milden." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Dringend gesucht – In diesen Berufen fehlen aktuell die meisten Fachkräfte (2024)

    Tiedemann, Jurek; Kunath, Gero; Werner, Dirk;

    Zitatform

    Tiedemann, Jurek, Gero Kunath & Dirk Werner (2024): Dringend gesucht – In diesen Berufen fehlen aktuell die meisten Fachkräfte. (IW-Kurzberichte / Institut der Deutschen Wirtschaft Köln 2024,81), Köln, 3 S.

    Abstract

    "Die Fachkräftesituation ist trotz einer rückläufigen wirtschaftlichen Entwicklung weiterhin sehr angespannt. Zuletzt fehlten im bundesweiten Durchschnitt mehr als 530.000 qualifizierte Arbeitskräfte. Seit längerem ist der Fachkräftemangel in Gesundheits- und Sozialberufen, Elektroberufen sowie Handwerksberufen besonders groß. Die Auswirkungen sind nicht nur in den betroffenen Branchen, sondern auch im Alltag vieler Menschen spürbar." (Textauszug, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    The caring classes: A socio-demographic and occupational analysis of caring values (2024)

    Velotti, Lorenzo ; Cigna, Luca Michele;

    Zitatform

    Velotti, Lorenzo & Luca Michele Cigna (2024): The caring classes: A socio-demographic and occupational analysis of caring values. In: The sociological review, Jg. 72, H. 6, S. 1211-1239. DOI:10.1177/00380261231198325

    Abstract

    "In the past, the working class was perceived as a cohesive social and political subject, although this was never fully the case, and it is certainly less the case today. Class, in fact, is not just defined by economic attributes, but also by social, cultural and ethical ones. Care, understood either as work or values, is fundamental for better understanding class. The implications of the relationship between care values and class are yet not fully understood. In this article, building on David Graeber’s intuition regarding the caring classes, we theorize and statistically explore the existence of a working-class care ethos by examining which socio-demographic and occupational groups share care values. Using European Social Survey (ESS) data and ordinal logistic regressions, we test to what extent self-perceptions of care for others are associated with occupational/working profiles and socio-demographic characteristics. We find that caring for others is a value shared, transversally, by an intersection of different individuals who experience a few conditions of subalternity in the context of patriarchal and racial capitalism; a left-wing political orientation and a background of political/union organizing; some specific occupational profiles marked by interpersonal interaction; and, most significantly, by explicit forms of care work. We conclude by speculating that the concept of caring classes can be a useful one towards a fertile terrain of political struggle." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    "Warum in die Ferne schweifen, ...?": Berufsmobilitäten in der Pflege (2024)

    Wirth, Lena Marie; Lenzen, Julia; Sellmann, Henrik; Krause-Zenß, Antje;

    Zitatform

    Wirth, Lena Marie, Julia Lenzen, Henrik Sellmann & Antje Krause-Zenß (2024): "Warum in die Ferne schweifen, ...?": Berufsmobilitäten in der Pflege. (Forschung aktuell / Institut Arbeit und Technik 2024,08), Gelsenkirchen, 28 S. DOI:10.53190/fa/202408

    Abstract

    "Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? - die Abwandlung Goethes Zitats verdeutlicht die Fragestellung des Beitrags, inwiefern Ein- und Ausstiege innerhalb der Pflege ein Muster bezüglich fachnaher, interaktionsintensiver Beschäftigungsfelder aufweisen? Teilauswertungen anhand des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) im Forschungsprojekt "Lebensphasengerechte Personalplanung & Berufslaufbahnkonzept" im Auftrag des Bundesinstitutes für Berufsbildung (BIBB) deuten darauf hin, dass bei Pflege(fach)personen sowohl bei Ausstiegen als auch bei (Quer-)Einstiegen eine Präferenz für soziale Interaktionsberufe vorliegt. Fokusgruppenergebnisse des Projekts verweisen zudem darauf, dass Laufbahnen in der Pflege heterogen sind, auf Eigenmotivation zurückgehen und Entscheidungen häufig mit dem Ziel verbunden sind, die Arbeit sowohl der eigenen Lebenswelt anzupassen als auch die berufliche Pflege "an sich" voranzubringen. Die Förderung individueller lebensphasenorientierter Laufbahnen sowie die Würdigung der Beziehungs- und Interaktionsarbeit als Fundament der beruflichen Pflegetätigkeit sollten folglich stärker in organisationalen Maßnahmen für Neu-, Quer- und Wiedereinstiege berücksichtigt werden, um weitere Fachkräftepotenziale für die Pflege zu aktivieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Arbeitszeiten in der Pflege – eine bunte Tüte voller Regelungen zwischen Flexibilität und Zuverlässigkeit (2024)

    Wirth, Lena Marie; Schröer, Laura; Völz, Silke; Evans-Borchers, Michaela; Becka, Denise;

    Zitatform

    Wirth, Lena Marie, Laura Schröer, Silke Völz, Michaela Evans-Borchers & Denise Becka (2024): Arbeitszeiten in der Pflege – eine bunte Tüte voller Regelungen zwischen Flexibilität und Zuverlässigkeit. (Forschung aktuell / Institut Arbeit und Technik 2024-12), Gelsenkirchen, 18 S. DOI:10.53190/fa/202412

    Abstract

    "Der Beitrag thematisiert Teilergebnisse des Projektes Pflege:Zeit zur Arbeitszeitflexibilisierung in der Pflege für die Stärkung organisationaler Resilienz. Ergänzend sind Erkenntnisse aus anderen IAT-Projekten und Diskussionen des Forschungsschwerpunkts „Arbeit und Wandel“ eingeflossen. Die Abwägung und Aushandlung verschiedener Interessen von pflegebedürftigen Personen, Arbeitnehmer:innen und Arbeitgeber:innen führen dazu, dass zahlreiche Arbeitszeitgestaltungsvereinbarungen zwischen Beschäftigten, Teams und der Organisation entstehen. Zur Orientierung im Rahmen dieser Vielzahl wurde für beteiligte Akteur:innen eine Matrix entwickelt, welche die verschiedenen Vereinbarungsebenen und deren Kombination verdeutlicht. Die verschiedenen Interessen und Ebenen legen nahe, dass zukünftig Teamdynamiken und Interaktionsmuster in Teams stärker im Diskurs über flexible Arbeitszeiten in der (langzeitstationären) Pflege Berücksichtigung finden sollten." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Weiterentwicklung der Gesundheitsberufe (2024)

    Wisniowski, Nora; Schluttig, Marie; Kurscheid, Clarissa; Lenz, Lara;

    Zitatform

    Wisniowski, Nora, Marie Schluttig, Lara Lenz & Clarissa Kurscheid (2024): Weiterentwicklung der Gesundheitsberufe. In: Gesundheits- und Sozialpolitik, Jg. 78, H. 1-2, S. 49-57. DOI:10.5771/1611-5821-2024-1-2-49

    Abstract

    "Das deutsche Gesundheitswesen mit über sechs Millionen Beschäftigten steht vor Herausforderungen durch den demografischen Wandel, den Fachkräftemangel und sich verändernde Versorgungsbedarfe. Im Koalitionsvertrag von 2021 werden daher Vorhaben benannt, um die Gesundheitsberufe an der sozialen und gesellschaftlichen Situation neu auszurichten und umzugestalten. Die vorliegende Zwischenbilanz analysiert den Zielerreichungsgrad dieser Vorhaben und diskutiert weitere Lösungsmöglichkeiten im Hinblick auf die Herausforderungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Willingness to pay for improved working conditions of nurses: Results from a factorial survey experiment in Germany (2024)

    Wolff, Richard ; Osiander, Christopher ; Kunaschk, Max; Heusler, Anna ;

    Zitatform

    Wolff, Richard, Anna Heusler, Max Kunaschk & Christopher Osiander (2024): Willingness to pay for improved working conditions of nurses: Results from a factorial survey experiment in Germany. In: International journal of nursing studies, Jg. 155, 2024-04-19. DOI:10.1016/j.ijnurstu.2024.104779

    Abstract

    "Background: Many countries are faced with substantial shortages of skilled nurses. With an aging population and global demographic changes, developing a skilled workforce of nurses has become one of the central challenges for public health care. The recent COVID -19 pandemic may even be exacerbating the current and future labor shortages, which may, in turn, pose a threat to the quality of publicly provided health care. Improving nurses’ working conditions could be a means by which to address the global shortages of nurses. However, in countries with public health care, such improvements may come with additional costs in the form of higher taxes or social security contributions. Therefore, such improvements partly depend on people’s willingness to pay (WTP) for them. Objective: In this paper, we investigate workers’ willingness to pay for improvements in the working conditions of nurses. Design: This study is a factorial survey experiment included as part of an online survey. Setting(s): The factorial survey experiment was implemented within the high -frequency online panel survey “Life and Employment in Times of Corona” (IAB -HOPP) conducted by the Institute for Employment Research (Germany). Participants: We analyze data from N = 2,128 survey participants; our main analysis Journal Pre-proof Journal Pre-proof consists of N = 6,384 responses from those participants. Methods: Our research is based on a factorial survey experiment (vignette analysis) designed to quantitatively measure the willingness to pay for various improvements in the working conditions of nurses. We use random effect models and mixed models to estimate the individual-level willingness to pay for these improvements. Results: Our results show that the survey participants are generally willing to pay for particular policies aimed at improving the working conditions of nurses. However, the amount that respondents are willing to pay varies with the type of policy changes. Survey participants exhibit a high willingness to pay for increases in minimum wages for nurses and wagerelated improvements in general. We find, however, a lower willingness to pay for the right to participate in training courses aimed at reducing work-related stress. Conclusions: The broad support for improvements in the working conditions of nurses provides policymakers with some guidance in implementing policy measures that might address labor shortages in the nursing sector." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2024 Elsevier) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Migrantische Perspektiven auf Arbeit in Gastronomie, Reinigung und Pflege: Arbeitsfelder der Ankunft (2024)

    Yalçın, Serhat; Hubenthal, Natalie; Dieterich, Juliane;

    Zitatform

    Yalçın, Serhat, Natalie Hubenthal & Juliane Dieterich (2024): Migrantische Perspektiven auf Arbeit in Gastronomie, Reinigung und Pflege: Arbeitsfelder der Ankunft. (Hans-Böckler-Stiftung. Study 487), Düsseldorf, 232 S.

    Abstract

    "In Deutschland existieren Beschäftigungsfelder für Migrierte, die sich von regulärer, berufsförmiger Arbeit unterscheiden. Diese spezifisch migrantisch geprägten Arbeitsbereiche werden in dieser explorativ angelegten, qualitativen Studie als Ankunftsarbeit bezeichnet. Wie Migrierte ihre Beschäftigung in der Ankunftsarbeit erleben und deuten und welche beruflichen Perspektiven sie mit ihrer Tätigkeit verbinden, wird am Beispiel der Arbeitsfelder Gastronomie, Reinigung und Pflege herausgearbeitet. Die Ergebnisse liefern wichtige Denkanstöße für die Integration von Migrierten in die berufsförmige Arbeitswelt in Deutschland."

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  • Literaturhinweis

    Fachkräfteengpassanalyse 2023 (2024)

    Zitatform

    (2024): Fachkräfteengpassanalyse 2023. (Berichte: Blickpunkt Arbeitsmarkt / Bundesagentur für Arbeit), Nürnberg, 22 S.

    Abstract

    Im Jahr 2023 hatten laut IAB-Stellenerhebung die Betriebe durchschnittlich 1,7 Millionen offene Stellen. Der überwiegende Teil der offenen Stellen - rund drei Viertel richtete sich dabei an Personen mit einer vorhandenen Berufsausbildung bzw. einem Hochschulabschluss. Demgegenüber standen rund 4,4 Millionen Menschen, die im Jahresdurchschnitt 2023 entweder als arbeitslos gezählt wurden oder z.B. aufgrund einer kurzfristigen Erkrankung bzw. Teilnahme an einer Weiterbildungsmaßnahme als arbeitsuchend, aber nicht als arbeitslos galten. Der überwiegende Teil der Arbeitsuchenden (2023: 55 Prozent) verfügte über keine abgeschlossene Berufsausbildung. Die Zahl der insgesamt verfügbaren Arbeitskräfte übersteigt die Zahl der offenen Stellen damit nach wie vor deutlich. Eine offene Stelle ist aber nicht zwingend mit einem Mangel gleich zu setzen. Vielmehr sind offene Stellen auch Ausdruck eines funktionierenden dynamischen Arbeitsmarktes, auf dem Nachfrage und Angebot zusammenkommen. Erst wenn freie Stellen längere Zeit nicht besetzt werden können, kann von Engpässen oder gar einem Mangel an passenden Arbeits- bzw. Fachkräften gesprochen werden. Derzeit gibt es keine Belege für einen allgemeinen Arbeitskräftemangel im oben beschriebenen sinne, das verfügbare Arbeitskräfteangebot übersteigt die Nachfrage nach Arbeitskräften in etlichen Berufen deutlich. Insbesondere das Angebot an Arbeitskräften ohne abgeschlossene Berufsausbildung übersteigt bei Weitem die Zahl der offenen Stellen mit geringen Qualifikationsanforderungen. Jedoch zeigt sich auf dem Teilarbeitsmarkt für Fachkräfte seit Jahren eine starke Verknappung, was sich in einer stabil hohen zahl an Engpassberufen widerspeigelt. In einer Reihe von Berufen (beispielsweise in der Pflege) gibt es seit Jahren einen flächendeckenden Fachkräftemangel. Auch in vielen Regionen (bspw. in Süddeutschland) dürfte bei einer Arbeitslosenquote von rund 2 Prozent Vollbeschäftigung vorliegen.

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  • Literaturhinweis

    Insolvenzwelle im Pflegebereich und Rahmenbedingungen im Pflegesektor: Antwort der Bundesregierung Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion der CDU/CSU – Drucksache 20/10837 – Insolvenzwelle im Pflegebereich und Rahmenbedingungen im Pflegesektor (2024)

    Zitatform

    (2024): Insolvenzwelle im Pflegebereich und Rahmenbedingungen im Pflegesektor. Antwort der Bundesregierung Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion der CDU/CSU – Drucksache 20/10837 – Insolvenzwelle im Pflegebereich und Rahmenbedingungen im Pflegesektor. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 20/10990 (10.04.2024)), Berlin, 12 S.

    Abstract

    Während die Zahl pflegebedürftiger Menschen in Deutschland von aktuell 4,1 Millionen auf voraussichtlich 5,6 Millionen im Jahr 2040 steigen wird, melden gegenwärtig immer mehr Pflegeheimbetreiber Insolvenz an. Vor diesem Hintergrund richtet sich eine Anfrage der CDU/CSU-Fraktion des Deutschen Bundestages an die Bundesregierung. Die Bundesregierung wird um Auskunft darüber gebeten, welche Maßnahmen vorgesehen sind, um den steigenden Bedarf an Pflegeplätzen und entsprechendem Pflegefachpersonal in naher Zukunft sicherzustellen. Die Bundesregierung sieht vor, ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen zu unterstützen, z.B. durch eine Übernahme der Kosten pandemiebedingter Mindereinnahmen und Mehrausgaben, durch Ergänzungshilfen zum Ausgleich gestiegener Energiekosten und durch eine Erhöhung der Leistungsbeträge und Zuschläge der Pflegeversicherung (Pflegeunterstützungs-und -entlastungsgesetz vom 23. Juni 2023). Um den Personalmangel im Pflegesektor entgegenzuwirken, soll u.a. das Berufsbild der Pflegeberufe attraktiver werden, z.B. durch eine Entlohnung auf Tarifniveau. Dazu sollen Attraktivität und Qualität der Berufsausbildung erhöht sowie die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse erleichtert werden. Weiterhin soll die Personalbemessung in den Pflegeeinrichtungen regelmäßig überprüft und gegebenenfalls angepasst werden. Für die Vorhaltung einer ausreichenden pflegerischen Versorgungsstruktur sind nach Paragraph 9 SGB XI die Länder verantwortlich. Die Bundesregierung unterstützt das Planen und Bauen neuer Einrichtungen u.a. mit einem Förderprogramm zur Berücksichtigung von Klimaanpassung im Bauplanungsrecht, um gesunde Wohnverhältnisse für vulnerable Bevölkerungsgruppen zu ermöglichen. Serielles, modulares und systemisches Bauen kann helfen, Baukosten zu senken, wofür die Bundesregierung in einer dafür geschaffenen Geschäftsstelle Konzepte analysiert. Nicht zuletzt sollen Menschen, die ihre Berufsausübung unterbrochen haben, zur Rückkehr in den Pflegeberuf gewonnen werden. Dies soll zum einen durch entsprechende betriebliche Strukturen zur (Wieder-)Einarbeitung gewährleistet werden, zum anderen auch durch eine Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Nicht zuletzt werden neue Versorgungsformen pflegebedürftiger Menschen im Hinblick auf Zukunftsfähigkeit und Finanzierbarkeit beobachtet. (IAB)

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