Arbeitsmarkt Gesundheit und Pflege
Der steigende Kostendruck, die zunehmende Ökonomisierung, der Fachkräftemangel und die Auswirkungen der COVID-19 Pandemie führen im Gesundheitswesen zu einer hohen Arbeitsbelastung und -verdichtung für Beschäftigte. Dies hat zu einem Anstieg von Fehlzeiten, Fluktuation und vorzeitigem Ausscheiden aus dem Beruf geführt. Gleichzeitig steigt aufgrund der steigenden Lebenserwartung und Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen der Bedarf an Ärzten, Ärztinnen und qualifiziertem Pflegepersonal. Angesichts dieser Herausforderungen bietet das Themendossier eine Auswahl an wissenschaftlichen und praxisorientierten Befunden zu Beschäftigung, Qualifikationsbedarf und Arbeitsbedingungen im Gesundheits- und Pflegesektor.
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Veröffentlichungen zur Situation von Live-in-Kräften finden sie im Themendossier 24-Stunden-Betreuung für Menschen mit Pflegebedarf – Beschäftigungssituation der Live-ins.
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Literaturhinweis
Bleiben, gehen oder weniger arbeiten? Arbeitsqualität und berufliche Veränderungswünsche in Sozial- und Gesundheitsberufen (2026)
Zitatform
Hall, Anja & Ana Santiago-Vela (2026): Bleiben, gehen oder weniger arbeiten? Arbeitsqualität und berufliche Veränderungswünsche in Sozial- und Gesundheitsberufen. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 79, H. 1, S. 53-61. DOI:10.5771/0342-300x-2026-1-53
Abstract
"Die Arbeitsqualität in Sozial- und Gesundheitsberufen ist angesichts der Fachkräfteengpässe in diesen systemrelevanten Bereichen ein zentrales Thema, das durch die Covid-19-Pandemie verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt ist. Dieser Beitrag untersucht auf Basis der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragungen für die Jahre 2018 und 2024 die Entwicklung der Arbeitsqualität in Sozial- und Gesundheitsberufen und anderen Berufen. Zudem werden die Auswirkungen unbesetzter Stellen im Arbeitsumfeld auf die Berufswechselabsicht und den Wunsch nach Arbeitszeitverkürzung analysiert, sowie die Rolle von Arbeitsqualitätsmerkmalen in diesem Zusammenhang betrachtet. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Arbeitsqualität in Sozial- und Gesundheitsberufen nach der Covid-19-Pandemie kaum verändert hat, während sie sich in anderen Berufen in vielen Bereichen verbesserte. Sozial- und Gesundheitsberufe zeichnen sich weiterhin durch hohe Anforderungen und eingeschränkte Autonomie sowie geringere Zufriedenheit mit dem Einkommen aus, zugleich jedoch auch durch höhere Zufriedenheit mit den Lernmöglichkeiten am Arbeitsplatz. Unbesetzte Stellen werden in Sozial- und Gesundheitsberufen häufiger nicht besetzt, was die Wahrscheinlichkeit für eine Arbeitszeitverkürzung erhöht. Dies wiederum verschärft das Problem des Fachkräftemangels." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Gleichstellungspolitische Herausforderungen im sozialen Sektor (2026)
Zitatform
Hohendanner, Christian & Aysel Yollu-Tok (2026): Gleichstellungspolitische Herausforderungen im sozialen Sektor. In: S. Bothfeld, C. Hohendanner, P. Schütt & A. Yollu-Tok (Hrsg.) (2026): Geschlechtergerecht gestalten. Möglichkeiten und Grenzen der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik, S. 205-221, 2025-08-08.
Abstract
"Der soziale Sektor stellt nicht nur eine zentrale Beschäftigungsdomäne für Frauen dar, sondern besitzt auch eine hohe gesellschaftliche Relevanz. Eine gleichstellungssensible Analyse der dortigen Erwerbsverhältnisse offenbart jedoch ein ambivalentes Bild: Einerseits fungiert der soziale Sektor als Beschäftigungsmotor für Frauen, auch in leitenden Funktionen. Andererseits bestehen strukturelle Rahmenbedingungen, die gleichstellungspolitische Zielsetzungen unterminieren. Von besonderem Gewicht ist die weit verbreitete Teilzeitbeschäftigung, die sich nicht allein auf individuelle Präferenzen zurückführen lässt, sondern in engem Zusammenhang mit den arbeitsorganisatorischen und bedarfsabhängigen Logiken des Sektors stehen. Teilzeitarbeit führt nicht nur zu langfristig reduzierten Erwerbseinkommen, sondern trägt wesentlich zur Reproduktion geschlechtsspezifischer Ungleichheiten in der Verteilung unbezahlter Sorgearbeit bei. Darüber hinaus sind Schichtarbeit, Rufbereitschaft und Wochenendarbeit Ausdruck einer strukturellen Entgrenzung von Arbeit und stellen eine zentrale Herausforderung dar. Diese Flexibilitätsanforderungen generieren auf Seiten der Beschäftigten zusätzliche gesundheitliche und organisationale Belastungen und erschweren gleichzeitig auf Seiten der Einrichtungen eine verlässliche Personal- und Versorgungsplanung. Beides beeinträchtigt nicht nur die Vereinbarkeit von Erwerbs- und Sorgearbeit, sondern gefährdet auch die Qualität und Kontinuität sozialer Dienstleistungen. Vor diesem Hintergrund wird nochmals deutlich, dass die Attraktivität des sozialen Sektors nicht nur von monetären Faktoren abhängt, sondern die Beschäftigungsbedingungen und Arbeitsbelastungen eine wichtige Rolle spielen. Dass der Sektor bislang nicht destabilisiert ist, ist auch der hohen intrinsischen Motivation vieler Beschäftigter, insbesondere von Frauen, zu verdanken, die bestehenden strukturelle Defizite durch persönliches Engagement und individuelle Kompromisse kompensieren. Eine zukunftsfähige Stabilisierung und die Weiterentwicklung des sozialen Sektors erfordern daher politische und institutionelle Reformen. Diese müssen über Fragen der Entlohnung hinausgehen und gezielt die Verbesserung der Arbeitsbedingungen sowie die zeitliche Organisation von Erwerbsarbeit in den Fokus rücken." (Textauszug, IAB-Doku)
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Gendered Attitudes or Structural Barriers? Men Front Line Workers' Perspectives on What Keeps Men out of Paid Care Work in Australia (2026)
Zitatform
Roberts, Steven, Elsie Foeken, Karla Elliott & Riikka Prattes (2026): Gendered Attitudes or Structural Barriers? Men Front Line Workers' Perspectives on What Keeps Men out of Paid Care Work in Australia. In: The British journal of sociology, S. 1-11. DOI:10.1111/1468-4446.70086
Abstract
"Gender segregation in paid care work offers a critical lens for understanding how gender inequality is reproduced in contemporary societies. While much research has explained men's absence from paid care through cultural and identity-based accounts, less has been done to examine the structural mechanisms that sustain the feminisation of care. This paper addresses that gap by analysing men's experiences in frontline aged and disability care in Australia. Drawing on qualitative data from 41 men across 13 focus groups and 32 follow-up interviews, we find that anxiety around maintaining masculine identities is not a significant barrier. Gender operates primarily through structural and informational processes that make care work insecure, undervalued, and poorly understood. These challenges reflect the gendered devaluation of feminised labour, but are not primarily rooted in masculine identity conflict. We suggest that greater analytic attention to structural barriers is needed, alongside existing insights into identity and agency." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Hybride Steuerung in der transnationalen Rekrutierung von Pflegekräften: Governance-Analyse des Gütesiegels Faire Anwerbung Pflege Deutschland (2026)
Wedeking, Ann-Christin;Zitatform
Wedeking, Ann-Christin (2026): Hybride Steuerung in der transnationalen Rekrutierung von Pflegekräften: Governance-Analyse des Gütesiegels Faire Anwerbung Pflege Deutschland. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 75, H. 1, S. 97-114. DOI:10.3790/sfo.2026.1475605
Abstract
"Die Internationalisierung der Arbeitsmärkte und der steigende Fachkräftebedarf in Deutschland führen dazu, dass insbesondere in der Gesundheits- und Pflegebranche vermehrt Fachpersonal aus Drittstaaten rekrutiert wird. Dabei gewinnt ethische Anwerbung an Relevanz. Ein Beispiel ist das Gütesiegel Faire Anwerbung Pflege Deutschland. Der Artikel analysiert dessen Steuerungslogik als hybrid-reguliertes Instrument an der Schnittstelle von Staat, Markt und Zivilgesellschaft. Auf Basis des Implementation Models und von Governance-Konzeptionen zeigt die Analyse: Die Wirksamkeit freiwilliger Kodizes hängt nicht vom normativen Anspruch, sondern von ihrer Einbettung in rechtsstaatlich kontrollierte und institutionell verankerte Strukturen ab. Dies erfordert neue Formen demokratischer Steuerung jenseits symbolischer Politik." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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European Union economic policy on social reproduction – Differentiating between Central-Eastern Europe and the West (2026)
Zitatform
Zacharenko, Elena (2026): European Union economic policy on social reproduction – Differentiating between Central-Eastern Europe and the West. In: European journal of women's studies, Jg. 33, H. 1, S. 74-88. DOI:10.1177/13505068251411541
Abstract
"The economic policies of the European Union can deepen the crisis of social reproduction in its member states by impacting the availability of (paid) public or market-based services of childcare, healthcare, long-term care and domestic work and the (unpaid) reproductive labour provided by individuals. Western European Union member states increasingly address the crisis of social reproduction by outsourcing the provision of reproductive labour to migrant workers, often from countries in Central-Eastern Europe, many of which in turn suffer from reproductive labour shortages caused by emigration. In this context, it is pertinent to assess to what extent European Union economic policy recognises the existence of crises of social reproduction in its member states and if the solutions proposed to address these differ for Western and Central-Eastern Europe countries. This article achieves this through a critical frame analysis of European Union economic policy documents issued between 2011 and 2023 to four countries selected due to their position in the reproductive labour migration chain: Belgium and Austria (as examples of destination countries which rely on Central-Eastern Europe labour migrants for care and domestic work), Poland (as example of both an origin and destination country), and Slovakia (as an example of an origin country)." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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#moralischverletzt – Berufsethische Ansprüche und die Artikulation kollektiver Ungerechtigkeitserfahrungen von Pflegekräften während der Coronapandemie (2025)
Zitatform
Abramowski, Ruth & Till Hilmar (2025): #moralischverletzt – Berufsethische Ansprüche und die Artikulation kollektiver Ungerechtigkeitserfahrungen von Pflegekräften während der Coronapandemie. In: Zeitschrift für Soziologie, Jg. 54, H. 1, S. 29-46. DOI:10.1515/zfsoz-2025-2005
Abstract
"Während der Coronapandemie haben sich die ohnehin schon von Personal- und Zeitmangel geprägten Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte weiter verschärft und es hat sich ein Diskurs über moralische Verletzungen entfacht. In diesem Beitrag untersuchen wir, wie solche Erfahrungen artikuliert werden. Dazu werten wir Twitter-Daten zum Thema ,moralischverletzt‘ mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse aus. Unsere Ergebnisse zeigen, dass Konflikte zwischen einem ethischen (Berufs-)Anspruch und dem praktischen Berufsalltag zu einem Gefühl moralischer Verletzung führen, das über materielle Bedingungen hinausgeht. Es geht nicht nur um Geld- oder Zeitmangel, sondern auch um Brüche in Normen und sozialen Reziprozitätsgefügen. Die Verletzungswahrnehmung bezieht sich auf den auf einem Professionalitätsanspruch beruhenden Leistungswert, gute Pflege leisten zu wollen, doch dies aufgrund von Zeitdruck, Ressourcenmangel oder strukturellen Hindernissen nicht umsetzen zu können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Arbeitsbelastung und psychische Gesundheit von Pflegekräften in Deutschland während der COVID-19-Pandemie – Ein Scoping-Review (2025)
Arndt, Dagmar; Hering, Thomas;Zitatform
Arndt, Dagmar & Thomas Hering (2025): Arbeitsbelastung und psychische Gesundheit von Pflegekräften in Deutschland während der COVID-19-Pandemie – Ein Scoping-Review. In: Bundesgesundheitsblatt, Gesundheitsforschung, Gesundheitsschutz, Jg. 68, H. 2, S. 130-140. DOI:10.1007/s00103-024-03984-5
Abstract
"Hintergrund: Im März 2023 existierte für Deutschland keine zusammenfassende Übersichtarbeit zu Arbeitsbelastung, Ressourcen, Beanspruchungsfolgen in der COVID-19-Pandemie für Pflegefachkräfte. Vor dem Hintergrund länderspezifischer Unterschiede hinsichtlich Pandemieverlauf/-management und Organisation des Gesundheitswesens soll eine gesonderte Betrachtung von Daten aus Deutschland erfolgen. Methode: Eine systematische Datenbankrecherche (PubMed/Medline, PsycINFO) brachte 50 relevante Studien, die Eingang in das Scoping-Review fanden. Ergebnisse: Die Studien basieren auf Querschnittdesigns, stammen zumeist aus dem Setting Klinik und dem ersten Pandemiejahr. Häufig untersuchte Belastungsfaktoren waren Arbeitsintensivierung, fehlende Schutzausrüstung, schnell wechselnde Regelungen, Kontakt zu COVID-19-Patienten, pandemiebezogene Sorgen/Ängste. Pandemiephasen- und settingspezifische Belastungskaskaden wurden deutlich. Häufig untersuchte psychische Beanspruchungen (u. a. Stresserleben, Angst, Depressivität, Burn-out, Berufs-/Arbeitsplatzwechselabsichten) waren in Gruppen mit ungünstigeren Belastungswerten höher. Pflegende berichteten zumeist ungünstigere Merkmalsausprägungen als Mediziner. Soziale Unterstützung, Belohnung/Wertschätzung, Humor, Resilienz und Kohärenzgefühl erwiesen sich als Ressourcen. Schlussfolgerung: In Vorbereitung auf weitere Pandemien und Krisen sollten präpandemisch vorliegende Belastungsfaktoren durch gezielte Maßnahmen abgebaut und relevante Ressourcen gestärkt werden. Pandemiespezifische Belastungsfaktoren sollten systematisch reflektiert, organisationsübergreifend Lösungen erarbeitet werden. Längsschnittstudien unter Nutzung validierter Instrumente sowie Interventionsstudien sollten zukünftig in den Fokus der Forschungsförderung fallen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Fachkräfte gewinnen und halten: Wie Engpassbereiche attraktiver werden (2025)
Zitatform
Bachmann, Ronald & Inga Heinze (2025): Fachkräfte gewinnen und halten. Wie Engpassbereiche attraktiver werden. Güthersloh: Bertelsmann Stiftung, 95 S. DOI:10.11586/2025081
Abstract
"Der deutsche Arbeitsmarkt ist durch einen sich verschärfenden Fachkräftemangel gekennzeichnet. Vor diesem Hintergrund zielt die vorliegende Studie darauf ab, die Bestimmungsfaktoren beruflicher Wechsel in Engpassberufe hinein und aus diesen Berufen heraus zu untersuchen. Faktoren, die Zuflüsse erhöhen oder Abflüsse verringern, können den Fachkräftemangel reduzieren. Die Untersuchung erstreckt sich sowohl auf den gesamten deutschen Arbeitsmarkt als auch im Besonderen auf drei Fokusbereiche, die vom Fachkräftemangel besonders stark betroffen sind und die überdies für die Wirtschaft und Gesellschaft Deutschlands eine wichtige Rolle spielen. Bei den besagten Bereichen handelt es sich um das Handwerk, die Informations- und Kommunikationstechnologien ("IKT") und den Gesundheits- und Pflegebereich. Die der Untersuchung zugrunde liegenden Daten entstammen der Engpassanalyse der Bundesagentur für Arbeit zur Identifikation von Engpassbereichen, administrative Daten zu sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und weiteren Quellen zu beruflichen Merkmalen wie Lohn oder Arbeitszufriedenheit." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Workers’ Motivation and Quality of Services in Mission-Driven Sectors (2025)
Zitatform
Barigozzi, Francesca, Chiara Canta & Helmuth Cremer (2025): Workers’ Motivation and Quality of Services in Mission-Driven Sectors. (CEPR discussion paper / Centre for Economic Policy Research), London, 34 S.
Abstract
"This paper studies how firms’ ownership choices and workers ’ intrinsic motivation jointly shape service quality and market outcomes in labor-intensive, mission-driven sectors. Two organizations first choose whether to operate as standard for-profit or as mission-oriented firms, and then compete in both the labor and the user markets. Mission-oriented firms have higher unit costs but attract better-motivated workers. Service quality is endogenously determined through the sorting of intrinsically motivated workers and depends on the firm's ownership type. We show that all market structures — standard, mission-oriented, or mixed — can arise in equilibrium, and that mixed structures can be Pareto superior by efficiently allocating the most motivated workers to the mission-oriented firm while preserving the cost advantage of the other firm. While equilibrium outcomes generally diverge from the social optimum due to externalities and lack of coordination, they are both driven by the trade-off between cost-efficiency and motivation. The model helps explain the coexistence of heterogeneous ownership structures observed in some sectors — such as the nursing homes sector — and identifies conditions under which such diversity is welfare-enhancing." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Springerpools im Krankenhaus: Gerechtigkeitsaspekte zwischen flexiblen und tradierten Arbeits(zeit)modellen (2025)
Becka, Denise; Bräutigam, Christoph; Evans-Borchers, Michaela;Zitatform
Becka, Denise, Christoph Bräutigam & Michaela Evans-Borchers (2025): Springerpools im Krankenhaus: Gerechtigkeitsaspekte zwischen flexiblen und tradierten Arbeits(zeit)modellen. (Forschung aktuell / Institut Arbeit und Technik 2025-10), Gelsenkirchen, 13 S. DOI:10.53190/fa/202510
Abstract
"In ihrem Bemühen, eine hochwertige Patienten- versorgung trotz knapper personeller Ressourcen sicherzustellen, greifen Krankenhäuser vermehrt auf Springerpool-Modelle zurück. Bisher werden deren Vorteile insbesondere auf organisatorischer und finanzieller Ebene sowie hinsichtlich einer verbesserten Personalbindung der Poolbeschäftigten gesehen. Der vorliegende Beitrag erweitert diese Perspektive um bisher unzureichend berücksichtigte Gerechtigkeitsfragen, die in der Perspektivendifferenz der Interessen von Pool- und Stationsbeschäftigten entstehen. Eigene Forschung zeigt, dass Gerechtigkeitsfragen von betriebspraktischer Relevanz sind und bei der Gestaltung von Springerpools beachtet werden sollten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Beruflichkeit in der qualifikationsheterogenen Pflege: Impulse aus Theorie und Praxis zum Kompetenz- und Qualifikationsmix in der Akut- und Langzeitpflege (2025)
Bräutigam, Christoph; Wegemann, Franziska; Hiestand, Stefanie; Gießler, Wolfram; Dittrich, Jennifer; Evans-Borchers, Michaela; Nothstein, Nadine; Laser, Johannes; Kaiser, Sophie;Zitatform
Bräutigam, Christoph, Jennifer Dittrich, Michaela Evans-Borchers, Wolfram Gießler, Stefanie Hiestand, Sophie Kaiser, Johannes Laser, Nadine Nothstein & Franziska Wegemann (2025): Beruflichkeit in der qualifikationsheterogenen Pflege. Impulse aus Theorie und Praxis zum Kompetenz- und Qualifikationsmix in der Akut- und Langzeitpflege. (Working paper Forschungsförderung / Hans Böckler Stiftung 368), Düsseldorf, 42 S.
Abstract
"Pflegearbeit ist im heterogenen Personalmix aus Fach- und Assistenzkräften und aus akademisch ausgebildetem Personal organisiert. Die vorliegende Studie untersucht, wie der Qualifikationsmix Beruflichkeit und Arbeitszufriedenheit in der erwerbsförmig organisierten Pflege beeinflusst: Positive Effekte entstehen durch klare Rollenzuweisungen und Entscheidungsfreiräume, während unklare Aufgabenverteilungen Spannungen erzeugen können. Professionalisierung droht durch Entsolidarisierung konterkariert zu werden. Deutlich werden die Relevanz einer personenzentrierten Organisation als Leitprinzip und die Bedeutung kooperativer Führung und positiver Feedbackkultur, um Fragmentierungen zu vermeiden und die berufliche Identität zu stärken." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zur Situation der Pflege in Krankenhäusern: Empirie und ein systematischer Ansatz zur Verbesserung der Arbeitsbedingung (2025)
Zitatform
Busse, Reinhard, Joan Kleine & Julia Köppen (2025): Zur Situation der Pflege in Krankenhäusern: Empirie und ein systematischer Ansatz zur Verbesserung der Arbeitsbedingung. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 78, H. 11, S. 32-36.
Abstract
"Pflegefachpersonen sind eine tragende Säule im Gesundheitswesen. Das sollte aber nicht dazu führen, den zukünftigen Bedarf so hoch zu schätzen, dass unvermeidlich eine wachsende Lücke im Angebot bleibt. Notwendig ist vielmehr eine Umgestaltung der Versorgung, insbesondere das Erbringen diverser bisher stationärer Leistungen auf ambulante Weise, wozu der Abbau von Krankenhauskapazitäten notwendig ist. Die verbleibenden Krankenhausstandorte sollten dann – unter Nutzung der Magnet-Prinzipien – über ein Arbeitsumfeld für Pflegefachpersonen verfügen, dass sie zugleich zu attraktiven Arbeitgebern macht als auch eine qualitativ hochwertige und kosteneffektive Versorgung ermöglicht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Pflegeeinrichtungen und die Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen: Chancen, Hürden und Erfolgsfaktoren. (2025)
Böse, Carolin; Atanassov, Rebecca;Zitatform
Böse, Carolin & Rebecca Atanassov (2025): Pflegeeinrichtungen und die Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen. Chancen, Hürden und Erfolgsfaktoren. (BIBB discussion paper / Bundesinstitut für Berufsbildung), Bonn, 33 S.
Abstract
"Der Fachkräftemangel in der Altenpflege ist hoch. Im Vergleich zu Krankenhäusern war es bislang für Pflegeeinrichtungen schwieriger internationale Pflegekräfte zu gewinnen – auch weil sie bei Anerkennungsverfahren nur eingeschränkt mitwirken konnten. Seit Einführung der generalistischen Pflegeausbildung im Jahr 2020 eröffneten sich neue Handlungsspielräume für Pflegeeinrichtungen, da sie nun grundsätzlich Anpassungsmaßnahmen selbst durchführen und sich so direkt an Anerkennungsverfahren beteiligen können. Die vorliegende Studie geht u.a. der Frage nach, welche Erfahrungen Pflegeeinrichtungen, in denen Menschen hohen Alters gepflegt werden, mit der Durchführung von Anpassungsmaßnahmen im Rahmen der Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen gemacht haben und welche Chancen und Herausforderungen damit verbunden sind? Basierend auf 15 qualitativen Interviews mit Beschäftigten von Pflegeeinrichtungen und Pflegeschulen zeigt die Studie, dass einige der Pflegeeinrichtungen in den neuen Möglichkeiten eine Chance sehen, ihre Rekrutierung zu verbessern, da sie Personen mit im Ausland erworbenen Qualifikationen gezielter als zukünftige Pflegefachpersonen anwerben und im Anerkennungsverfahren begleiten könn(t)en. Anpassungsmaßnahmen direkt in der eigenen Pflegeeinrichtung (teilweise) durchzuführen, ermöglicht es internationale Pflegekräfte frühzeitig für die Altenpflege zu gewinnen – und unter bestimmten Voraussetzungen auch langfristig zu binden. Voraussetzung dafür sind vor allem ausreichende personelle Ressourcen. Denn entscheidend ist, dass die Anpassungsmaßnahmen in ein gezieltes Integrationskonzept eingebettet sind und bspw. durch geschulte Praxisanleiterinnen und -anleiter begleitet werden. Pflegeeinrichtungen, die diesen Weg bereits gehen, berichten von geringerer Fluktuation und einer stärkeren Bindung der internationalen Pflegekräfte an die Pflegeeinrichtung, was die Gefahr der Abwanderung in Krankenhäuser deutlich mindern kann. 3" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Neoliberalism in question: The Philippines' nurse education and labour export as liberal neo‐statist development agenda (2025)
Zitatform
Cabanda, Exequiel, Brenda S. A. Yeoh, Kristel A. F. Acedera & Margaret Walton‐Roberts (2025): Neoliberalism in question: The Philippines' nurse education and labour export as liberal neo‐statist development agenda. In: International Migration, Jg. 63, H. 2. DOI:10.1111/imig.13339
Abstract
"Many scholars have used neoliberalism as an analytical framework to examine the Philippines' labor export policy. While neoliberalism entails a retreat of the state in favor of market reforms, evidence shows that state intervention of the market becomes larger and stronger over time. This paper utilises liberal neo-statism as an alternative framework to understand the Philippines' nurse labor export by explaining that the state's role is larger than and goes beyond labour brokerage. Following the historical institutionalism approach, we show the significant timing, sequence, and path dependence that affect the emergence of institutions that govern the Philippines' nurse labour export. Our paper reveals how specific policies and regulations in labour export are tucked within the disguise of market reforms, but which are manifest within a larger state's control. These policies serve as the state's apparatus for remittance generation and protection of migrant labour rights and welfare." (Author's abstract, IAB-Doku, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))
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Sprungbrett Freiwilligendienst: Wie junge Menschen ihren Weg in soziale und Pflegeberufe finden (2025)
Carrasco Heiermann, Adrián; Breitinger, Florian; Sixtus, Frederick; Hinz, Catherina;Zitatform
Carrasco Heiermann, Adrián, Florian Breitinger, Frederick Sixtus & Catherina Hinz (2025): Sprungbrett Freiwilligendienst. Wie junge Menschen ihren Weg in soziale und Pflegeberufe finden. Berlin, 41 S.
Abstract
"Wie gelingt es, junge Menschen langfristig für Pflege- und Sozialberufe zu gewinnen? Die neue Studie des Berlin-Instituts „Sprungbrett Freiwilligendienst – Wie junge Menschen ihren Weg in soziale und Pflegeberufe finden“ zeigt: Freiwilligendienste können einen entscheidenden Beitrag zur Nachwuchssicherung leisten – wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Jedes Jahr engagieren sich zehntausende Menschen im In- und Ausland im Freiwilligen Sozialen Jahr oder im Bundesfreiwilligendienst – viele davon in der Alten- und Behindertenhilfe. Ein Teil von ihnen entscheidet sich nach dieser Zeit für eine Ausbildung oder ein Studium in der Pflege. Die Studie zeigt, dass dieser Übergang vor allem dann gelingt, wenn Freiwillige gute Erfahrungen machen, sich begleitet fühlen und ernst genommen werden. Einrichtungen profitieren davon: Ehemalige Freiwillige gelten als besonders motiviert, gut vorbereitet und bleiben später oft länger im Beruf. Doch Freiwilligendienste sind kein Allheilmittel gegen den Personallücken. Damit aus Engagement auch Berufung wird, müssen die strukturellen Rahmenbedingungen stimmen – etwa faire Arbeitsbedingungen, Zeit für Beziehungsarbeit und die Chance, sich persönlich und beruflich zu entwickeln." (Verlagsangaben, IAB-Doku)
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Entgelte von Pflegekräften 2024 (2025)
Carstensen, Jeanette; Wiethölter, Doris; Seibert, Holger;Zitatform
Carstensen, Jeanette, Holger Seibert & Doris Wiethölter (2025): Entgelte von Pflegekräften 2024. (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Aktuelle Daten und Indikatoren), Nürnberg, 18 S.
Abstract
"Die Bezahlung der Pflegekräfte ist für die Pflegeeinrichtungen ein wesentlicher Kostenfaktor. Zugleich ist das Arbeitsentgelt als Instrument zur Motivation und längerfristigen Mitarbeiterbindung im Rahmen des weiter wachsenden Fachkräftebedarfs in der Pflege von erheblicher Bedeutung (vgl. Bogai 2017). Insgesamt konnten bis 2019 in den ausgewählten Pflegeberufen deutliche Zuwächse in den realen Entgelten erzielt werden, während die Realentgelte aller Beschäftigten im gleichen Zeitraum erkennbar geringere Zuwächse zu verzeichnen hatten. Die stark gestiegene Inflation hat seit 2021 die Entgeltsteigerungen der Vorjahre jedoch gebremst und sogar zu leichten Realentgeltverlusten geführt. In den Pflegeberufen waren zwischen 2022 und 2023 nur noch in der Altenpflege erkennbare Zuwächse beim Realentgelt zu verzeichnen. Aktuell sind aufgrund der zuletzt nur noch leicht steigenden Inflation wieder über alle Berufe hinweg leichte Realentgeltsteigerungen zu erkennen. Die Entgelte in der Pflege unterscheiden sich nach wie vor erheblich zwischen den Pflegeberufen, den Bundesländern und den verschiedenen Pflegeeinrichtungen. Um eine angemessene Bezahlung für das besonders dringend benötigte Personal in der Altenpflege zu gewährleisten, besteht seit September 2022 in den Pflegeeinrichtungen die Pflicht nach Tarif zu bezahlen (siehe Abschnitt 6). In den Jahren 2022 und 2023 sind erkennbare Entgeltzuwächse in der Altenpflege (Fachkraft- und Helfer*innenniveau) zu verzeichnen gewesen, die sich von der Entwicklung der vergangenen Jahre abheben. Auch 2024 konnten überdurchschnittlichen Entgeltsteigerungen in den Pflegeberufen erzielt werden. Die Lücke zwischen Alten- und Krankenpflegeberufen ist zuletzt stabil geblieben. Mit Blick auf die Lohnentwicklung in den vier Hauptpflegeberufen sowie in den verschiedenen Pflegeeinrichtungen (Krankenhäuser, Stationäre Pflege, Ambulante Pflege) scheinen die seit September 2022 für die Langzeitpflege bestehende Tarifpflicht sowie die kontinuierlichen Anstiege des Pflegemindestlohns maßgeblich zu dem beobachteten Abschmelzen der Entgeltdifferenzen zwischen der Kranken- und Altenpflege sowie zwischen den Pflegeeinrichtungen beigetragen zu haben. Zu berücksichtigen ist, dass über die Hälfte der Beschäftigten in den Pflegeberufen in Teilzeit arbeitet und somit trotz verbesserter Gehaltsstrukturen entsprechend ihrer reduzierten Arbeitszeit niedrigere als die in diesem Bericht ausgewiesenen Vollzeit-Entgelte bezieht." (Textauszug, IAB-Doku)
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Career choices after completion of vocational training: the case of licensed practical nurses (2025)
Zitatform
Drange, Ida & Mari Holm Ingelsrud (2025): Career choices after completion of vocational training: the case of licensed practical nurses. In: Journal of vocational education and training, Jg. 77, H. 2, S. 421-444. DOI:10.1080/13636820.2023.2248595
Abstract
"The initial career choice that young people make can become subject to change as individuals gain professional and personal experience. We study career choices made after vocational training and investigate the propensity to change occupation or obtain a tertiary degree among licensed practical nurses (LPNs) in Norway. To explain second-order career choices, we emphasise social and ethnic origin and early-career employment conditions. The results demonstrate substantial attrition from care work during the first 10 years of the career, and the mobility patterns display a clear social gradient. Part-time work in the early-career phase is associated with occupational attrition. The results suggest that LPNs, especially those of higher social origins, do not consider care work a lifelong career choice and that the lack of career opportunities and full-time work can be push factors out of the occupation." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Kompetenzen erweitern, Prozesse umbauen, Digitalisierung nutzen: Wie Deutschland kurzfristig Stabilität und langfristig Attraktivität gewinnt (2025)
Eysel, Carla;Zitatform
Eysel, Carla (2025): Kompetenzen erweitern, Prozesse umbauen, Digitalisierung nutzen. Wie Deutschland kurzfristig Stabilität und langfristig Attraktivität gewinnt. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 78, H. 11, S. 28-31.
Abstract
"Der anhaltende Fachkräftemangel in der Pflege ist die Konsequenz aus Demografie, strukturellen Engpässen, gesetzgeberischen Entscheidungen und unklaren Rollen in Arbeitsprozessen. Der vom Bundeskabinett beschlossene Entwurf zur Befugnis Erweiterung kann ein Wendepunkt sein: Pflegefachpersonen sollen – gestuft nach Qualifikation – heilkundliche Tätigkeiten eigenverantwortlich übernehmen. Doch die Umsetzung über Rahmenverträge kostet zu viel Zeit. Volkswirtschaftlich sinnvoll wäre eine parallel in Kraft tretende Rechtsverordnung mit einem klaren Handlungsrahmen standardisierter Tätigkeiten, die von Pflegefachkräften eigenständig übernommen werden. Flankierend braucht es eine Wende in den Organisationen – hin zu rollen- und kompetenzbasierten Teamprozessen, die streng patientenzentriert sind, eine Ausbildungsoffensive, WHO-konforme internationale Rekrutierung sowie datengetriebene Dienstplanung, Automatisierung und KI. So lässt sich kurzfristig Stabilität schaffen, mittel- bis langfristig Qualität, Attraktivität und Effizienz steigern und damit den Menschen in unserem Land die Gewissheit vermitteln, dass sie auch in 10 oder 20 Jahren eine gute und bezahlbare Gesundheitsversorgung haben werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Self-Selection into Health Professions (2025)
Zitatform
Fedele, Alessandro, Mirco Tonin & Daniel Wiesen (2025): Self-Selection into Health Professions. (IZA discussion paper / Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit 17941), Bonn, 27 S.
Abstract
"The health sector requires skilled, altruistic, and motivated individuals to perform complex tasks for which ex-post incentives may prove ineffective. Understanding the determinants of self-selection into health professions is therefore critical. We investigate this issue relying on data from surveys and incentivized dictator games. We compare applicants to medical and healthcare schools in Italy and Austria with non-applicants from the same regions and age cohorts. Drawing on a wide range of individual characteristics, we employ machine learning techniques for variable selection. Our findings show that higher cognitive ability, greater altruism, and the personality trait of conscientiousness are positively associated with the likelihood of applying to medical or nursing school, while neuroticism is negatively associated. Additionally, individuals with a strong identification with societal goals and those with parents working as doctors are more likely to pursue medical education. These results provide evidence of capable, altruistic, and motivated individuals self-selecting into the health sector, a necessary condition for building a high-quality healthcare workforce." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Neukonzeption der Live-in-Betreuung: Eine regulatorische Perspektive auf transnationale Care-Arbeiter*innen in deutschen Live-in-Arrangements (2025)
Fesli, Gülten Gizem;Zitatform
Fesli, Gülten Gizem (2025): Neukonzeption der Live-in-Betreuung. Eine regulatorische Perspektive auf transnationale Care-Arbeiter*innen in deutschen Live-in-Arrangements. (DIFIS-Impuls 2025,8), Duisburg ; Bremen, 4 S.
Abstract
"Die Irregularität transnationaler und häuslicher Pflegearbeit in deutschen Live-in-Arrangements manifestiert sich in sozialräumlicher Isolation, Rund-um-die-Uhr-Verfügbarkeit, fehlendem Zugang zu Sozialleistungen wie Mindestlohn und Gesundheitsversorgung sowie in Herausforderungen hinsichtlich der Aufenthaltsgenehmigung. Dieser DIFIS-Impuls verdeutlicht die Regelungslücken der 24-Stunden-Live-in-Betreuung mit Blick auf das deutsche Arbeitsrecht und untersucht die Komplexität der 24-Stunden-Live-in-Arrangements aus arbeitssoziologischer Perspektive. Der DIFIS-Impuls macht Vorschläge für arbeitsmarktpolitische Maßnahmen, die diese Herausforderungen angehen und die 24-Stunden-Betreuung auf Bundesebene regeln könnten. Zu den vorgeschlagenen Maßnahmen gehören die Begrenzung der 24-Stunden-Verfügbarkeit, die Integration in das Sozialversicherungssystem, die Regelung des Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Status und die Regulierung transnationaler Pflegeagenturen, um ein gerechteres und sichereres Arbeitsumfeld für transnationale Pflegekräfte in Deutschland zu schaffen. Darüber hinaus ist diese Neukonzeption von entscheidender Bedeutung für die Verbesserung des sozialen Status der Pflegearbeit und für die effektive Anwerbung und Bindung qualifizierter transnationaler Hausangestellter. Sie ist unerlässlich, um Probleme wie dem Mangel an qualifizierten Fachkräften in Deutschland zu begegnen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Who still cares? Gendered and classed ‘care trajectories’ into paid adult social care and childcare work (2025)
Zitatform
Fisher, Duncan Uist & Donald Simpson (2025): Who still cares? Gendered and classed ‘care trajectories’ into paid adult social care and childcare work. In: International Journal of Care and Caring, S. 1-17. DOI:10.1332/23978821y2025d000000107
Abstract
"The decline of masculinized industries across the Global North is well documented; however, to date, there has been relatively little discussion of feminized paid care work in formerly industrial areas. Drawing on evidence of gendered and classed ‘care trajectories’ into paid adult social care and childcare care work in one such area, Teesside, North-East England, our findings show continuities with research documenting entrenched problems with low-paid, insecure work. We argue that greater recognition, increased valorization and markedly improved care work employment conditions would bring wide-reaching benefits to places where they now comprise a large share of local employment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Analyse von Maßnahmen zur Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen in der Pflege: Erfahrungen aus Pilotprojekten zur Abbruchprävention (2025)
Fuchs, Philipp ; Herten, Benjamin; Mielenz, Maik Oliver; Beuthner, Denise; Brantzko, Michael; Seidel, Katja; Pöschel, Anna Sophie;Zitatform
Fuchs, Philipp, Maik Oliver Mielenz, Katja Seidel, Michael Brantzko, Anna Sophie Pöschel, Denise Beuthner & Benjamin Herten (2025): Analyse von Maßnahmen zur Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen in der Pflege. Erfahrungen aus Pilotprojekten zur Abbruchprävention. (BIBB discussion paper / Bundesinstitut für Berufsbildung), Bonn, 67 S.
Abstract
"Die Autor/-innen analysieren Ausbildungsabbrüche in der Pflege, basierend auf einem vom BIBB durchgeführten Projekt (2021–2024). Dabei wurden veränderte Bedingungen der 2020 eingeführten generalistischen Pflegeausbildung und der Fachkräftemangel berücksichtigt. Durch eine Kombination aus Panelbefragungen, biografischen Interviews und Kollaborationsworkshops wurden quantitative sowie qualitative Daten erhoben. Ein zentrales Ergebnis war der Einfluss des sogenannten „Praxisschocks" auf die Abbruchgedanken der Auszubildenden. Im Projekt wurde das Modell „Haus der guten Ausbildung" entwickelt, das Ausbildungserfolg auf persönliche, institutionelle und soziale Faktoren zurückführt. Dieses Modell diente als Grundlage für Pilotprojekte, deren Maßnahmen praxisnah erprobt und evaluiert wurden, z. B. Lernstandsgespräche, individuelle Lernzeiten und Erfolgskonferenzen. Das Projekt unterstreicht die Relevanz vernetzter Unterstützungsmaßnahmen, um Ausbildungsabbrüche nachhaltig zu vermeiden." (BIBB Autorenreferat)
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Die Pflegeausbildungsstatistik – Einführung und Weiterentwicklung in Zeiten des Fachkräftemangels (2025)
Giar, Katharina; Neumann, Maximilian;Zitatform
Giar, Katharina & Maximilian Neumann (2025): Die Pflegeausbildungsstatistik – Einführung und Weiterentwicklung in Zeiten des Fachkräftemangels. In: Wirtschaft und Statistik, Jg. 77, H. 6, S. 64-75.
Abstract
"Um dem Mangel an Pflegefachkräften in Deutschland zu begegnen, wurde die bisher getrennte Alten- und Krankenpflegeausbildung zusammengeführt. Seit Januar 2020 erfolgt eine generalisierte Ausbildung zur Pflegefachfrau und zum Pflegefachmann auf Grundlage des Pflegeberufegesetzes, zugleich wurde eine neue Statistik zu dieser neuen Ausbildungsform eingeführt. Der Aufsatz informiert über die rechtlichen Grundlagen, den Einführungsprozess der Pflegeausbildungsstatistik, die aktuelle Erweiterung um die hochschulische Pflegeausbildung sowie die geplante Erweiterung um die Pflegefachassistenzausbildung. Er gibt einen Überblick über die Entwicklung der Datenlage und zeigt, wie Lösungsquoten, das heißt die Anteile an vorzeitigen Vertragslösungen in der Pflegeausbildung, dargestellt werden können." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Statistisches Bundesamt, Wiesbaden)
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Mental health risk in human services work across Europe: the predictive role of employment in various sectors (2025)
Győri, Ágnes; Perpék, Éva; Ádám, Szilvia;Zitatform
Győri, Ágnes, Éva Perpék & Szilvia Ádám (2025): Mental health risk in human services work across Europe: the predictive role of employment in various sectors. In: Frontiers in Public Health, Jg. 12. DOI:10.3389/fpubh.2024.1407998
Abstract
"Background: Human services occupations are highly exposed to mental health risks, thus psychosocial risk management is critical to assure healthy and safe working conditions, promote mental health and commitment, and prevent fluctuation of employees. However, still little is known about prominent psychosocial risk factors in various human services work. Objectives: To identify prominent psychosocial risk factors of mental health in human services occupations and to explore their individual and organizational correlates in 19 European countries. Methods: Cross-sectional survey using data from the European Union's Labor Force Survey among 379,759 active employees in 19 European countries. First, a descriptive analysis was carried out to establish the prevalence of mental health risk factors. Then sociodemographic correlates of occupational mental health risk factors were assessed by means of Pearson's chi-squared test. Finally, correlations were explored between perceived psychosocial risk factors and human vs. non-human services occupations, as well as contextual variables by applying multilevel logistic and multinomial regression analyses. Results: The prevalence of mental health risk was 45.1%. Work overload (19.9%), dealing with difficult clients (10.2%), and job insecurity (5.8%) were the most prevalent mental health risk factors among European employees. We identified significant differences in the prevalence of mental health risks and specific mental health risk factors among employees according to sex, age, and educational attainment. The prevalence of mental health risks was significantly higher among women (47.0%, man: 43.3%), workers aged 35–50 years (47.5%, >50: 44.4%, <35: 42.3%), and those with the higher level of education (51.9%, secondary with diploma: 42.6%, elementary: 36.2%). Employees working in healthcare in Northern Europe were most likely to be exposed to mental health risks (AME = 0.717). Working in healthcare in Northern Europe was the strongest predictor of reporting work overload (AME = 0.381). Working in social care in Central and Eastern Europe was the strongest predictor of reporting dealing with difficult clients (AME = 0.303) as the most prevalent mental health risk factor. Conclusion: Understanding the impact of employment in specific human services occupations on mental health and its specific occupational stressors are vital to improve mental health and safety at work and maintain high quality services." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Können ausländische Pflegekräfte Fachkräfteengpässe reduzieren?: Erkenntnisse aus der Zuwanderung infolge der EU-Osterweiterung (2025)
Haan, Peter; Wnuk-Soares, Izabela; Schmieder, Julia;Zitatform
Haan, Peter, Julia Schmieder & Izabela Wnuk-Soares (2025): Können ausländische Pflegekräfte Fachkräfteengpässe reduzieren? Erkenntnisse aus der Zuwanderung infolge der EU-Osterweiterung. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 78, H. 11, S. 19-23.
Abstract
"Die empirische Analyse zeigt, dass Zuwanderung den Fachkräftemangel in der Pflege reduziert und somit einen Beitrag leistet, die Herausforderungen im Pflegesystem in Deutschland zu reduzieren. Allerdings zeigt sich auch, dass das Potenzial größer wäre. Gezielte Anwerbeabkommen mit Drittstaaten sind ein zunehmend wichtiges Instrument zur Gewinnung von Fachkräften für die Langzeitpflege. Darüber hinaus sollte die Einwanderung von Fachkräften aus Drittstaaten weiter vereinfacht und beschleunigt werden, insbesondere auch durch transparente und effiziente Verfahren zur Anerkennung von Qualifikationen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Health Insurance as Economic Stimulus? Evidence from Long-Term Care Jobs (2025)
Zitatform
Hackmann, Martin, Jörg Heining, Roman Klimke, Maria Polyakova & Holger Seibert (2025): Health Insurance as Economic Stimulus? Evidence from Long-Term Care Jobs. (CESifo working paper 11665), München, 60 S.
Abstract
"We leverage decades of administrative data and quasi-experimental variation in the introduction of universal long-term care (LTC) insurance in Germany in 1995 to examine whether health insurance expansions can stimulate local economies. We find that the LTC insurance rollout led not only to sizeable growth of the target LTC sector, but also to an aggregate fall in unemployment and an increase in the labor force participation. Quantitatively, a 10 percentage point increase in the share of insured LTC patients led to 4 more nursing home workers per 1,000 individuals age 65 and older (12% increase). Wages did not rise in the LTC sector or other sectors of the economy. The quality of newly hired nursing home workers declined, but this had no negative effect on old-age life expectancy. Overall, the insurance expansion brought lower-skilled workers into new jobs rather than reallocating workers away from other productive sectors. Our marginal value of public funds (MVPF) analysis suggests that the reform paid for itself when taking the positive fiscal externalities in the labor market into account. To understand which market primitives underpin our findings and to inform the external validity of our results, we develop and estimate a general model of labor markets with product-market subsidies in the presence of wedges, such as income taxes. Our model simulations show that the aggregate welfare effects of insurance expansions are theoretically ambiguous and depend centrally on the magnitude of frictions in input markets." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Health Insurance as Economic Stimulus? Evidence from Long-Term Care Jobs (2025)
Zitatform
Hackmann, Martin, Jörg Heining, Roman Klimke, Maria Polyakova & Holger Seibert (2025): Health Insurance as Economic Stimulus? Evidence from Long-Term Care Jobs. (IAB-Discussion Paper 03/2025), Nürnberg, 103 S. DOI:10.48720/IAB.DP.2503
Abstract
"Wir nutzen administrative Daten und quasi-experimentelle Variationen bei der Einführung der allgemeinen Langzeitpflegeversicherung (LTC) in Deutschland im Jahr 1995, um zu untersuchen, ob die Ausweitung der Sozialversicherung sich positiv auf die lokale Wirtschaft auswirken kann. Wir stellen fest, dass die Einführung der Langzeitpflegeversicherung nicht nur zu einem beträchtlichen Wachstum des Zielsektors der Langzeitpflege führte, sondern auch zu einem Gesamtrückgang der Arbeitslosigkeit und einem Anstieg der Erwerbsbeteiligung. Quantitativ führte ein Anstieg des Anteils der versicherten Langzeitpflegepatienten um 10 Prozentpunkte zu 4 mehr Pflegeheimmitarbeitern pro 1.000 Personen im Alter von 65 Jahren und älter (12 Prozent Anstieg). Die Löhne stiegen weder im Pflegesektor noch in anderen Wirtschaftszweigen. Die Qualität der neu eingestellten Pflegeheimkräfte nahm ab, was sich jedoch nicht negativ auf die Lebenserwartung im Alter auswirkte. Insgesamt führte die Versicherungsausweitung dazu, dass weniger qualifizierte Arbeitskräfte neue Arbeitsplätze bekamen, anstatt Arbeitskräfte aus anderen produktiven Sektoren zu verlagern. Unsere Analyse des Grenzertrags öffentlicher Mittel (MVPF) legt nahe, dass sich die Reform unter Berücksichtigung der positiven externen fiskalischen Effekte auf dem Arbeitsmarkt bezahlt gemacht hat. Um zu verstehen, welche Marktkomponenten unseren Erkenntnissen zugrunde liegen, und um die externe Validität unserer Ergebnisse zu ermitteln, entwickeln und schätzen wir ein allgemeines Modell von Arbeitsmärkten mit Produktmarktsubventionen bei Vorhandensein von ökonomischen Zusatzlasten, wie z. B. Einkommenssteuern. Unsere Modellsimulationen zeigen, dass die aggregierten Wohlfahrtseffekte von Versicherungsausweitungen theoretisch mehrdeutig sind und zentral vom Ausmaß der Friktionen in den Inputmärkten abhängen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Tarifbindung in der Altenpflege: Starke Lohnanstiege bei stabiler Beschäftigung (2025)
Zitatform
Hackmann, Martin B., Jörg Heining, Iris Kesternich, Roman Klimke & Holger Seibert (2025): Tarifbindung in der Altenpflege. Starke Lohnanstiege bei stabiler Beschäftigung. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 78, H. 11, S. 8-13.
Abstract
"Der Fachkräftemangel in der Pflege zählt zu den größten Herausforderungen unserer alternden Gesellschaft. Um gegenzusteuern und die Attraktivität des Pflegeberufs zu erhöhen, wurde 2022 mit dem Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetz (GVWG) erstmals eine verbindliche Tarifbindung für die Altenpflege eingeführt. Auf Basis der Arbeitsmarktbiografien der in Deutschland tätigen Pflegekräfte zeigt der Artikel, dass die Reform die Löhne von Fachkräften bereits im Jahr nach der Einführung des Gesetzes um rund 15 % erhöhte und die Lücke zur Krankenpflege so um zwei Drittel reduzierte. Damit erreichte das GVWG sein Ziel einer faireren Bezahlung, was jedoch mit einem weiteren Anstieg der Pflegekosten einherging. Die Ergebnisse verdeutlichen den ökonomischen Zielkonflikt zwischen Lohnfairness und Finanzierungsdruck und zeigen, dass die Zukunftsfähigkeit der Pflege davon abhängt, ob höhere Löhne mit effizienteren Strukturen, besserer Ausbildung und einer strategischen Fachkräftegewinnung verbunden werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Health Insurance as Economic Stimulus? Evidence from Long-Term Care Jobs (2025)
Zitatform
Hackmann, Martin B., Jörg Heining, Roman Klimke, Maria Polyakova & Holger Seibert (2025): Health Insurance as Economic Stimulus? Evidence from Long-Term Care Jobs. (NBER working paper / National Bureau of Economic Research 33429), Cambridge, Mass, 99 S.
Abstract
"We leverage decades of administrative data and quasi-experimental variation in the introduction of universal long-term care (LTC) insurance in Germany in 1995 to examine whether health insurance expansions can stimulate local economies. We find that the LTC insurance rollout led not only to sizeable growth of the target LTC sector, but also to an aggregate fall in unemployment and an increase in the labor force participation. Quantitatively, a 10 percentage point increase in the share of insured LTC patients led to 4 more nursing home workers per 1,000 individuals age 65 and older (12% increase). Wages did not rise in the LTC sector or other sectors of the economy. The quality of newly hired nursing home workers declined, but this had no negative effect on old-age life expectancy. Overall, the insurance expansion brought lower-skilled workers into new jobs rather than reallocating workers away from other productive sectors. Our marginal value of public funds (MVPF) analysis suggests that the reform paid for itself when taking the positive fiscal externalities in the labor market into account. To understand which market primitives underpin our findings and to inform the external validity of our results, we develop and estimate a general model of labor markets with product-market subsidies in the presence of wedges, such as income taxes. Our model simulations show that the aggregate welfare effects of insurance expansions are theoretically ambiguous and depend centrally on the magnitude of frictions in input markets." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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The ‘ethical recruitment’ of international nurses: Germany’s liberal health worker extractivism (2025)
Hanrieder, Tine; Janauschek, Leon;Zitatform
Hanrieder, Tine & Leon Janauschek (2025): The ‘ethical recruitment’ of international nurses: Germany’s liberal health worker extractivism. In: Review of international political economy, Jg. 32, H. 4, S. 1164-1188. DOI:10.1080/09692290.2025.2450399
Abstract
"International institutions increasingly promote ‘ethical recruitment’ as a standard for health worker migration from poor to rich countries. We analyze how this notion is interpreted in a country considered to be an exemplary, ‘ethical’ recruiter of international nurses. In Germany, international nurse recruitment initiatives are proliferating, and programs such as the public Triple Win scheme and a private-sector voluntary fairness certificate promise gains to all participating actors. We find that ‘ethical recruitment’ is a regime of largely voluntary protection of and care for migrant workers, which legitimizes the extraction of health workers from the Global South but hides underlying structural inequalities between countries and workers. Gains for sending countries are postulated, yet de facto merely assumed to happen through remittances, and developmental demands by sending countries remain unaddressed despite talk about circular migration and support for health systems. In short, ‘ethics’ facilitates a regime of liberal health worker extractivism: This regime recognizes individual rights (however imperfectly) but disregards developmental and social rights, and it limits state intervention to market facilitation and soft regulation. We draw on primary sources including documents retrieved through freedom of information requests, and over thirty interviews with recruiters, regulators, employers, unionists, and civil society experts." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Auf dem Weg zu einer gesunden Vollzeit? Arbeitszeiten und Arbeitsbelastungen in der mobilen und stationären Altenpflege (2025)
Haupt, Eden Belinda; Zemsauer, Andreas; Schallmeiner, Alexander; Piffath, Laura;Zitatform
Haupt, Eden Belinda, Laura Piffath, Alexander Schallmeiner & Andreas Zemsauer (2025): Auf dem Weg zu einer gesunden Vollzeit? Arbeitszeiten und Arbeitsbelastungen in der mobilen und stationären Altenpflege. In: WISO, Jg. 48, H. 1, S. 148-159.
Abstract
"Die Altenpflege ist ein essenzieller Bestandteil des Gesundheitssektors in Österreich. Angesichts einer immer älter werdenden Gesellschaft, einer steigenden Zahl pflegebedürftiger Menschen und eines Rückgangs des informellen Pflegepotenzials durch die verstärkte Erwerbsbeteiligung von Frauen wird die Bedeutung der Altenpflege weiter zunehmen. Dabei kommt den Pflegekräften eine zentrale Rolle zu, da sie die Qualität der Versorgung und das Wohlbefinden der betreuten Personen maßgeblich beeinflussen. Untersuchungen der AK Oberösterreich zu den Arbeitsbedingungen in oberösterreichischen Alten- und Pflegeheimen zeigen allerdings, dass Personalengpässe, hohe Arbeitsverdichtung und Zeitdruck wesentliche Herausforderungen für die Pflegekräfte darstellen (Staflinger 2016, 2019). Dieser Beitrag knüpft an diese Befunde an und betrachtet die Arbeitsbedingungen in der mobilen und stationären Pflege in Oberösterreich. Im Mittelpunkt stehen die Arbeitsbelastungen und Arbeitszeiten der Beschäftigten und wie sich diese auf die Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Familie auswirken. Diese Perspektive der Beschäftigten ist von wichtiger Bedeutung, um neue Herausforderungen in der „systemrelevanten“ Altenpflege zu bewältigen und damit auch zu einer Attraktivierung des Pflegeberufs beizutragen." (Textauszug, IAB-Doku, © ISW-Linz)
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Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen in der Pflege: Hohe Arbeitsbelastung, aber zumindest in der kurzen Frist kein Pflexit (2025)
Heusler, Anna ; Senghaas, Monika ; Stephan, Gesine ; Kunaschk, Max; Struck, Olaf ; Wolff, Richard ; Osiander, Christopher ;Zitatform
Heusler, Anna, Max Kunaschk, Christopher Osiander, Monika Senghaas, Gesine Stephan, Olaf Struck & Richard Wolff (2025): Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen in der Pflege: Hohe Arbeitsbelastung, aber zumindest in der kurzen Frist kein Pflexit. In: IAB-Forum H. 23.04.2025, 2025-04-22. DOI:10.48720/IAB.FOO.20250423.01
Abstract
"Die Herausforderungen im Gesundheits- und Pflegesektor sind auch nach der Covid-19-Pandemie groß. Wie kann in Zukunft ein hochwertiges Angebot von Pflege- und Gesundheitsdienstleistungen gesichert werden – insbesondere angesichts des Arbeitskräftemangels, der sich im Zuge des demografischen Wandels weiter verschärften dürfte? In einem gemeinsamen Forschungsprojekt des IAB und der Universität Bamberg wurden die Beschäftigung und die Arbeitsbedingungen in Gesundheits- und Pflegeberufen untersucht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Heusler, Anna ; Senghaas, Monika ; Stephan, Gesine ; Kunaschk, Max; Osiander, Christopher ; -
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Nurses on design: Triple Win in Indonesia as a testing ground for fair migration in transforming migration systems (2025)
Zitatform
Hillmann, Felicitas & Wiwandari Handayani (2025): Nurses on design: Triple Win in Indonesia as a testing ground for fair migration in transforming migration systems. In: Zeitschrift für Sozialreform, Jg. 71, H. 3-4, S. 267-294. DOI:10.1515/zsr-2024-0029
Abstract
"For more than a decade, a global race to recruit nurses from middle-income countries to work in aging, high-income nations has been underway. But very soon, middle-income countries will also face shortages in healthcare personnel. Germany, a country where, by 2040, 9 % of the population will be over 80 years of age and 28 % over 65, has reacted relatively quickly to these developments by establishing, in 2010, a specialized approach for the fair recruitment of nurses from Vietnam and the Philippines called Triple Win. Meanwhile, Indonesia has been actively pursuing new international cooperations beyond its established migration circuits involving several Asian and Arab countries. In 2021, when Indonesia was no longer part of the World Health Organisation safeguard list for healthcare personnel, Germany and Indonesia signed a government to government agreement on nurse recruitment. It contains clear elements of the migration pathways adopted for other Asian countries under this approach. This article analyses the Indonesian case as a relative latecomer in nurse migration towards Europe. It analyses ongoing recruitment under the Triple Win scheme as part of an attempt to formalize Indonesian migration dynamics through bilateral agreements. Although much is known about the functioning of global care chains in general, there is relatively little research on the “making” and design of the care chains themselves, on how institutional dynamics and spatial arrangements shape the migratory process and on how migrant agency shapes the process." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Job characteristics, personal characteristics and well-being of nursing assistants in long-term care facilities: A mixed methods systematic review and narrative synthesis (2025)
Huang, Shixin; Yau, Sui Yu; Song, Jingxing; Lee, Yin King Linda; Guo, Yuhong; Dong, Dong;Zitatform
Huang, Shixin, Sui Yu Yau, Yin King Linda Lee, Jingxing Song, Yuhong Guo & Dong Dong (2025): Job characteristics, personal characteristics and well-being of nursing assistants in long-term care facilities: A mixed methods systematic review and narrative synthesis. In: International journal of nursing studies, Jg. 161. DOI:10.1016/j.ijnurstu.2024.104934
Abstract
"Background: Within long-term care facilities, paraprofessional nursing assistants account for the largest proportion of the health care workforce and provide essential direct care to older people with complex care needs. There is a gap in developing a theory-driven, systematic synthesis of the job characteristics and well-being outcomes specific to this occupational group, as most existing studies evaluate either professional health care workers or both professional and nursing assistants. Aim: Develop an occupation-specific conceptual model on the job characteristics and well-being of nursing assistants in long-term care facilities drawing upon the job demands-resources model. Design: Mixed methods systematic review following the Joanna Briggs Institute approach. The review protocol was registered on PROSPERO (2023 CRD42023403654). Methods: The review included qualitative, quantitative, and mixed-method studies meeting these inclusion criteria: (1) peer-reviewed empirical research; (2) involved paraprofessional nursing assistants in long-term care facilities; (3) addressed well-being outcomes; (4) addressed occupation-specific job characteristics. Studies that are (1) not written in English, or (2) published before 1 January 2000 were excluded. A convergent synthesis approach was conducted using the content analysis method. Data sources: Database searches (i.e., MEDLINE, PsycINFO, Embase, CINAHL, Web of Science, Scopus, and Google Scholar) and manual searches were conducted. The last search was conducted on July 31st, 2024. Results: A Nursing Assistants Job Demands-Resources Model was developed based on 21 studies included. Nursing assistants are particularly vulnerable to burnout and mental health conditions, as well as occupational hazards, because of their job characteristics. Working time demands, physical care task stressors, and emotional demands are occupation-relevant job demands, while financial rewards, professional development resources, work environment, and emotional resources are motivational job resources. Strain-related personal characteristics are also relevant to nursing assistants. Findings indicated a spiral of vulnerabilities characterized by the vicious cycle of individual vulnerabilities, poor quality job, and health inequalities among nursing assistants in long-term care facilities. Conclusion: This study finds that empirical evidence on nursing assistants' job characteristics and well-being is underdeveloped compared to research focusing on professional and all health care workers. We adapt a conceptual model and identify job and personal characteristics specific to the occupation group. Occupational-specific macro, meso, and micro-level strategies that mitigate job demands and nurture job resources should be developed to tackle the occupational health disparities that nursing assistants face in long-term care facilities. Registration: The protocol of this study was registered on PROSPERO (2023 CRD42023403654)." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2024 The Authors. Published by Elsevier Ltd.) ((en))
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The Simultaneity of Self-Employment and Dependency of Live-in Carers in Austria: A Labour Relations Paradox - Publications - European Centre for Social Welfare Policy and Research (2025)
Zitatform
Kayran, Elif Naz, Selma Kadi & Mirjam Pot (2025): The Simultaneity of Self-Employment and Dependency of Live-in Carers in Austria: A Labour Relations Paradox - Publications - European Centre for Social Welfare Policy and Research. (European Centre for Social Welfare Policy and Research. JUSTMIG Policy brief), 5 S.
Abstract
"Der österreichische Langzeitpflegesektor stützt sich in hohem Maße auf migrantische Pflegekräfte aus Mittel- und Osteuropa, die zwar formal selbstständig sind, aber strukturell von zwischengeschalteten Pflegeagenturen abhängig sind. Während die Selbstständigkeit Flexibilität bietet, sind die Pflegekräfte mit erheblichen Nachteilen konfrontiert, wie z. B. fehlendem Sozialschutz, fehlenden Tarifverhandlungen und der Abhängigkeit von Agenturen für Arbeit, Verträge und Konfliktlösung. Die Doppelrolle der Agenturen - unterstützend, aber gleichzeitig abhängig von den Pflegekräften - und der Status der Selbstständigkeit der Pflegekräfte schaffen ein Ungleichgewicht, sodass die Pflegekräfte keine kollektive Interessenvertretung haben. Ihre Arbeitsbedingungen, die durch die 24-Stunden-Verfügbarkeit in Privathaushalten geprägt sind, bergen auch das Risiko einer potenziellen Ausbeutung und Prekarität, sodass in Zukunft neue Wege für bessere rechtliche Rahmenbedingungen beschritten werden müssen, die den Bedürfnissen der Live-in-Pflegekräfte gerecht werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
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Was können "Pflegeroboter" und wie können sie die Fachkräfte entlasten? (2025)
Kohlhuber, Martina;Zitatform
Kohlhuber, Martina (2025): Was können "Pflegeroboter" und wie können sie die Fachkräfte entlasten? In: Archiv für Wissenschaft und Praxis der sozialen Arbeit, Jg. 56, H. 3, S. 54-58.
Abstract
"Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels in der Pflege scheint die Unterstützung furch Robotik eine zielführende Lösung zu sein. Zugleich bestehen vielfältige Vorbehalte gegen den Einsatz sogenannter "Pflegeroboter". In diesem Beitrag wird erläutert, welche robotischen Systeme es bereits gibt, welche Fähigkeiten sie haben und in welcher Weise sie die Fachkräfte tatsächlich entlasten können." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V.)
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Pflegelandschaft Deutschland: Engpässe in der Pflege: In welchen Regionen bis 2045 besonders viele Fachkräfte fehlen (2025)
Kostrzewa, Paula; Moog, Stefan; Kreuzer, Philipp;Zitatform
Kostrzewa, Paula, Philipp Kreuzer & Stefan Moog (2025): Pflegelandschaft Deutschland. Engpässe in der Pflege: In welchen Regionen bis 2045 besonders viele Fachkräfte fehlen. (Factsheet / Prognos AG), Berlin, 5 S.
Abstract
"Ein zentraler Aspekt der sozialen Sicherung ist die Versorgung pflegebedürftiger Menschen. Angesichts der alternden Gesellschaft in Deutschland wird die Zahl der Pflegebedürftigen in Zukunft weiter steigen. Gleichzeitig verschärft der demografische Wandel den ohnehin bestehenden Fachkräftemangel im Pflegebereich. Neben der Nachfrage nach Pflegeleistungen wird damit auch der Mangel an Personal in der Altenpflege zunehmen. Dabei zeigen sich in Deutschland regionale Unterschiede: Die Altersstruktur der Bevölkerung variiert je nach Region, ebenso wie die Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitskräften im Pflegebereich. Entsprechend untersucht diese Studie den Arbeitskräftebedarf und das -angebot in der Altenpflege, sowie entstehende Fachkräfteengpässe in deutschen Kreisen bis 2045. 1 Auf dieser Basis können gezielte Maßnahmen entwickelt werden, um eine flächendeckende und bedarfsgerechte Pflege im Sinne der sozialen Sicherung sicherzustellen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Mythen der Migration: Zuwanderung als Lösung des Fachkräftemangels in der Pflege? (2025)
Zitatform
Krings, Torben & Sarah Schell (2025): Mythen der Migration: Zuwanderung als Lösung des Fachkräftemangels in der Pflege? In: Vierteljahreshefte zur Arbeits- und Wirtschaftsforschung, Jg. 2, H. 4, S. 513-532. DOI:10.3790/vaw.2025.1473401
Abstract
"Dieser Beitrag setzt sich kritisch mit Annahmen auseinander, dass Zuwanderung den Fachkräftemangel in der Pflege lösen kann. Er argumentiert, dass es sich bei dieser Sichtweise um einen Mythos handelt, der annimmt, dass Deutschland einen unbegrenzten Zugriff auf qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland hat, die sich problemlos in den hiesigen Pflegearbeitsmarkt integrieren lassen und die längerfristige Bleibeabsichten haben. Der Mythos „Zuwanderung als Lösung“ dient vor allem den Interessen der Arbeitgeberverbände, die sich einen kurzfristigen Zugriff auf Pflegekräfte aus dem Ausland zur Behebung der Personalprobleme versprechen. Statt auf solch einen short-termism zu setzen, argumentiert dieser Beitrag, dass es zielführender ist, Zuwanderung als einen Baustein einer nachhaltigen Strategie der Fachkräftesicherung zu betrachten, welche auch die Verbesserung der Ausbildungs- und Beschäftigungsbedingungen miteinschließt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Lebenslauffolgen der professionellen Erbringung von Care-Arbeit (2025)
Zitatform
Laschinski, Miriam & Ruth Abramowski (2025): Lebenslauffolgen der professionellen Erbringung von Care-Arbeit. (DIFIS-Impuls 2025,9), Duisburg ; Bremen, 4 S.
Abstract
"Der Arbeitskräftemangel in den sozialen Dienstleistungen ist inzwischen zu einem Dauerbrenner geworden. Dass dies nicht nur ein Resultat des demografischen Wandels ist, sondern auch von schlechter Personalplanung, einer Ökonomisierung des Care-Sektors sowie schlechten Arbeitsbedingungen in Pflegeheimen, Krankenhäusern und Kitas begleitet wird, ist zunehmend Konsens in Öffentlichkeit und Forschung. Insbesondere kurz- und langfristige Folgen für die professionell Beschäftigten, die diese Dienstleistungen erbringen, rücken zunehmend in den Fokus. So haben die hohen Arbeitsbelastungen negative Auswirkungen auf die unmittelbare, aber auch auf die langfristige physische wie psychische Gesundheit. Hinzu kommen geringe Aufstiegs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, häufige Erwerbsunterbrechungen sowie komplette Berufsausstiege, sodass Karriereverläufe beeinträchtigt werden und die finanzielle Absicherung kurz- wie langfristig bedroht ist. Auf individueller Ebene können Stress sowie Konflikte mit dem eigenen Berufsethos – gute Pflege oder Betreuung erbringen zu wollen, aber aus Zeitgründen nicht leisten zu können – entstehen, sodass negative Konsequenzen für die Qualität der Dienstleistungserbringung nicht selten sind. Auf gesamtgesellschaftlicher Ebene kann dies zu einer unbefriedigten Nachfrage nach professioneller und qualitativ hochwertiger Care-Arbeit führen. Verbesserungs- und Gestaltungsmöglichkeiten ergeben sich durch Tarifverträge und Arbeitsbedingungen, die der Sozialstaat und die Sozialpartner vorantreiben können. Dieser Impuls ist durch die Vorträge und Diskussionen des Workshops „Lebenslauffolgen der professionellen Erbringung von Care-Arbeit“ im Februar 2025 inspiriert worden. Auf diesem Wege möchten sich die Organisatorinnen der Veranstaltung, die auch gleichzeitig die Autorinnen dieses DIFIS-Impulses sind, noch einmal ganz herzlich bei allen Workshop-Beteiligten bedanken! Es war eine tolle und bereichernde Veranstaltung, die durch jeden einzelnen Vortrag und Diskussionsbeitrag bereichert wurde. Darüber hinaus geht ein großer Dank an Franca Riegert und Greta Becker für die sehr gute Unterstützung sowohl bei der Vorbereitung als auch bei der Durchführung des Workshops! Dieser Impuls fasst zentrale Erkenntnisse der Diskussion zusammen, kann aber natürlich nicht die Tiefe und Breite der gesamten Veranstaltung abbilden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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When caring comes at a cost: Psychological wellbeing of unpaid and paid carers and the role of social expenditure (2025)
Zitatform
Lightman, Naomi & Anthony Kevins (2025): When caring comes at a cost: Psychological wellbeing of unpaid and paid carers and the role of social expenditure. In: Journal of European Social Policy, S. 1-15. DOI:10.1177/09589287251356978
Abstract
"This study examines whether, and under what conditions, unpaid and paid care work are associated with reduced psychological wellbeing. The article begins by laying out a shared theoretical framework for understanding the psychological consequences of care among both unpaid and paid carers. It then tests the empirical implications of this framework, conducting multi-level model analysis of European Quality of Life Survey and European Social Survey data and: (1) disaggregating care work based on (a) the care recipient – i.e., adults or children – for unpaid carers and (b) the level of occupational professionalization for paid carers; and (2) examining the potential intervening role of social expenditure. Findings demonstrate that unpaid caring for adults (though not children) is associated with a marginal decrease in psychological wellbeing, but that this dynamic is limited to countries with smaller welfare states. Among paid care workers, only paraprofessionals are found to have lower levels of psychological wellbeing than comparable non-care workers – but here again increased social expenditure appears to have a significant buffering effect. Together, results reinforce the need for robust social spending to mitigate negative psychological consequences of care, while adding important nuance regarding the relevance of the type of care work being performed." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Pflege zwischen Macht und Ohnmacht – Der Fachkräftemangel in Krankenhäusern (2025)
Mohan, Robin;Zitatform
Mohan, Robin (2025): Pflege zwischen Macht und Ohnmacht – Der Fachkräftemangel in Krankenhäusern. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 78, H. 2, S. 90-98. DOI:10.5771/0342-300x-2025-2-90
Abstract
"Der Fachkräftemangel wird in jüngster Zeit wieder vermehrt diskutiert. In der Regel wird unterstellt, dass er die Machtposition der Beschäftigten gegenüber den Arbeitgebern verbessert. Der Beitrag widmet sich der Frage, warum dieses Machtpotenzial bisher nicht in stärkerem Maße genutzt wird. Es wird dabei davon ausgegangen, dass diese Frage in verschiedenen Arbeitsfeldern unterschiedlich zu beantworten ist, da jeweils spezifische Konstellationen von Angebot und Nachfrage vorherrschen. Das wird anhand der Krankenhauspflege spezifiziert. Dabei werden auch die Deutungen der Arbeitsmarktsituation durch die Akteur*innen selbst fokussiert, denn sie bilden einen Teil der Konstellation von Macht und Ohnmacht, werden jedoch in der bisherigen Forschung zu wenig berücksichtigt. Auf der Grundlage von Interviews mit Führungs- und Pflegekräften, die im Rahmen von qualitativen Betriebsfallstudien in drei Krankenhäusern durchgeführt wurden, wird gezeigt, dass der Fachkräftemangel eine ambivalente Wirkung hat: Er wird zwar zum Teil von den Pflegenden als zu nutzendes Machtpotenzial interpretiert, begründet jedoch auch ein Narrativ der kollektiven Handlungsunfähigkeit." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Work arrangements in digitally mediated care and domestic work (2025)
Zitatform
Molitor, Friederike (2025): Work arrangements in digitally mediated care and domestic work. In: Community, work & family, S. 1-20. DOI:10.1080/13668803.2025.2523863
Abstract
"As the need for care has grown, paid care and domestic work in the private home is increasingly being organized on the market. Today, digital platforms serve as intermediaries for care and domestic services but systematic research on the resulting work arrangements between workers and clients remains limited. By understanding platform-mediated care and domestic work arrangements as a (social) exchange of ‘love and money’ between workers and clients, the study explores the working conditions and the worker-client relationships that emerge. Drawing on unique survey data collected on a large digital platform in Germany in 2019, the study shows that care and domestic workers who offer their services on digital platforms often experience informal work arrangements characterized by low working hours and irregular shifts. The worker-client relationships are described as amicable more than professional. They are often built on continuity, long-termism and reliability, which are essential for a lasting relationship. This challenges the on-demand, economic logic characterising other forms of platform work." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Job satisfaction and burnout among healthcare employees: a bibliometric analysis before and after Covid-19 pandemic (2025)
Zitatform
Porkodi, S. & Sonal Pundhir (2025): Job satisfaction and burnout among healthcare employees: a bibliometric analysis before and after Covid-19 pandemic. In: Quality & quantity, Jg. 59, H. 5, S. 4377-4408. DOI:10.1007/s11135-025-02187-7
Abstract
"Healthcare professionals, the primary warriors, are emotionally exhausted because of the global health crisis; thus, understanding burnout and job satisfaction is imperative. Though the research topic is crucial and ample in empirical studies, it lacks a comprehensive literature review or bibliometric analysis. The purpose of this study is to investigate the factors that contribute to burnout and job satisfaction among healthcare workers. A bibliometric analysis was adopted to evaluate global trends by narrowing job burnout and job satisfaction research on the healthcare sector. Out of 1171 articles assessed, the analysis included 124 articles from the Scopus database, the largest research database covering a wide range of subjects compared to others. The nine-year period from 2015 to 2023 was selected to unbiasedly assess research trends both before and after the pandemic. The Bibliometrix package in R-Studio, along with other tools, was employed to perform the analysis and address the research questions. The results indicate that the COVID-19 pandemic has heightened the need for mental health and burnout research among healthcare professionals, with a 28% increase. Research on occupational health, satisfaction, and patient safety before COVID-19 has shifted to workplace violence, stress, and resilience, with increased burnout and job satisfaction. The USA, China, the UK, Spain, and Italy are the leading countries with high research publications. Thus, understanding burnout and job satisfaction is crucial for managers and policymakers, as effective policies and support initiatives can boost satisfaction and reduce burnout." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer-Verlag) ((en))
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Fostering Skills and Relief: Positive Spillover Effects Between Unpaid Caregiving and Paid Work (2025)
Zitatform
Raiber, Klara (2025): Fostering Skills and Relief: Positive Spillover Effects Between Unpaid Caregiving and Paid Work. In: Journal of Aging & Social Policy, S. 1-17. DOI:10.1080/08959420.2025.2561425
Abstract
"With the expected rise in unpaid caregiving, many caregivers will have to combine care with employment. While most research finds negative spillovers between caregiving and employment, it is crucial to understand the factors under which caregiving has positive spillover effects. Analyzing Dutch retrospective data from the Longitudinal Internet Studies for the Social science (3,543 caregiving situations of 2,042 caregivers), this study examined how factors from the work environment and the caregiving situation are related to two positive spillovers, namely learned skills from caregiving for paid work and employment being a relief from caregiving. Results from multilevel models show that a working environment with high flexibility compared to no flexibility was related to more skill learning and relief. Further, we found that more understanding of managers and colleagues was related to learning skills, while managers and colleagues knowing about caregiving was linked to feeling relief. More diverse caregiving tasks were associated with more skills learned for paid work and more relief felt. These findings can guide state or firm-based policies to not only prevent negative but also foster positive spillovers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Auswirkungen von KI auf die Arbeit in der Pflege (2025)
Zitatform
Rösler, Ulrike, Larissa Schlicht & Johannes Wendsche (2025): Auswirkungen von KI auf die Arbeit in der Pflege. In: Arbeitsmedizin, Sozialmedizin, Umweltmedizin, Jg. 60, H. 1, S. 21-25. DOI:10.17147/asu-1-411957
Abstract
"KI-assistierte Technologien versprechen, die Arbeit in der Pflege zu verbessern. Die Vielzahl veröffentlichter Studien stellt Akteurinnen und Akteure des Arbeitsschutzes vor die Herausforderung, einen Überblick über aktuelle Forschungsergebnisse zu den Auswirkungen dieser Technologien auf Arbeitsbedingungen, die Kompetenzen und Gesundheit der Beschäftigten sowie auf ethische Aspekte der Pflegepraxis zu erhalten. Der Beitrag fasst Erkenntnisse aus 59 Übersichtsarbeiten zum Einsatz von KI in der Pflege zusammen und beleuchtet Bezüge zum Arbeitsschutz." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Social security coordination and circular migration within the EU: casestudy on the pension and unemployment entitlements of Eastern European mobilecare workers in Austria (2025)
Zitatform
Sagmeister, Maria (2025): Social security coordination and circular migration within the EU: casestudy on the pension and unemployment entitlements of Eastern European mobilecare workers in Austria. In: European Journal of Social Security, Jg. 27, H. 3, S. 233-250. DOI:10.1177/13882627251369480
Abstract
"This paper examines the implications of circular migration within the EU for access to social rights, using live-in care workers commuting between Austria and Eastern Europe as a case study. While mobile workers are formally covered by EU social security coordination, the existing regulations fall short of addressing the specific challenges posed by circular migration. The paper explores how legal frameworks in Austria – particularly the Home Care Act and the care allowance system – promote circular migration. It then examines how such migration patterns complicate access to social rights. Circular migrants do not fit neatly into the existing allocation criteria for unemployment benefits within EU coordination, such as the distinction made between workers who return home and those who remain in the employer state. For live-in care workers, termination of employment results in a loss of residence in Austria, they are not integrated into their home labour market, and depend on agencies to seek cross-border jobs. These specific vulnerabilities are not addressed in the existing coordination rules. With regard to pension entitlement, the paper focuses on the ‘Ausgleichszulage ’, a non-contributory benefit for low-income retirees, which is restricted to Austrian residents. Although permitted under EU law, this residency requirement effectively excludes circular migrants, who typically retire in their country of origin. 1" (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Philippinische Pflegekräfte im Fokus (2025)
Sanchez, Phoebe Zoe Maria U.;Zitatform
Sanchez, Phoebe Zoe Maria U. (2025): Philippinische Pflegekräfte im Fokus. In: Aus Politik und Zeitgeschichte, Jg. 75, H. 40/41, S. 40-45.
Abstract
"Jährlich wandern Tausende auf den Philippinen ausgebildete Fachkräfte aus – auch nach Deutschland. Besonders im Bereich der Kranken- und Altenpflege sind sie gefragt. Eine neue Studie erfasst die Erfahrungen der Philippiner und Philippinerinnen hierzulande." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Fachkräfteengpässe in der Gesundheitsversorgung: Überwinden durch Strukturreformen (2025)
Schreyögg, Jonas;Zitatform
Schreyögg, Jonas (2025): Fachkräfteengpässe in der Gesundheitsversorgung. Überwinden durch Strukturreformen. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 78, H. 11, S. 24-27.
Abstract
"Der internationale Vergleich zeigt, dass im deutschen Gesundheitssystem im Verhältnis zur Bevölkerung vergleichsweise viele Pflegefachpersonen beschäftigt sind. Trotzdem leiden die Pflegefachpersonen im stationären Sektor unter einer relativ hohen Arbeitsbelastung, da in Deutschland eine größere Anzahl von Fällen bzw. Patient*innen pro Einwohner verzeichnet wird. Dies weist auf prozessuale, allokative und strukturelle Defizite im deutschen Gesundheitssystem hin. Dieser Beitrag zeigt Wege auf, wie in der Gesundheitsversorgung durch Strukturreformen eine Reallokation der knappen Personalressourcen erreicht werden kann, die gleichzeitig eine humanressourcenschonende, bedarfsgerechte und Redundanzen vermeidende Versorgung ermöglicht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Entwicklung des Kompetenzmodells der vorbehaltenen Aufgaben der Pflege für die hochschulische Pflegeausbildung (KomVorHoP) (2025)
Soyka, Chantal ; Zimmermann, Markus ; Helmbold, Anke; Köpke, Sascha; Schürmann, Mirko ; Posenau, André; Schaper, Niclas ; Schlegel, Emma; Hasenklever, Ina; Seidler-Rolf, Kristina;Zitatform
Soyka, Chantal, Niclas Schaper, Mirko Schürmann, Ina Hasenklever, Anke Helmbold, Sascha Köpke, André Posenau, Emma Schlegel, Kristina Seidler-Rolf & Markus Zimmermann (2025): Entwicklung des Kompetenzmodells der vorbehaltenen Aufgaben der Pflege für die hochschulische Pflegeausbildung (KomVorHoP). In: Pflege und Gesellschaft, H. 3, S. 232-246. DOI:10.3262/pug2503232
Abstract
"Im Projekt KomVor Pflege wurde ein Kompetenzniveaumodell entwickelt, welches die für die vorbehaltenen Aufgaben der Pflege relevanten Kompetenzfacetten auf den drei Dimensionen Planen, Steuern und Evaluieren pflegerischer Prozesse und auf drei Kompetenzniveaus beschreibt. Das Kompetenzmodell wurde in interdisziplinärer Zusammenarbeit und mittels normativ-orientiertem Zugang entwickelt und von sechs Fachexpert:innen zwecks inhaltlicher Validierung begutachtet. Es soll Hochschullehrenden als Grundlage für didaktische Entscheidungen dienen und helfen, die gesetzlich und curricular festgesetzten Kompetenzziele in kompetenzorientierte Lehr-/Lern- und Prüfungsmethoden zu überführen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Contingent on paradoxical policies: migrants’ trajectories to permanent residence and skilled care work in Denmark (2025)
Zitatform
Sparre, Sara Lei & Stine Hauberg Nielsen (2025): Contingent on paradoxical policies: migrants’ trajectories to permanent residence and skilled care work in Denmark. In: Journal of Ethnic and Migration Studies, Jg. 51, H. 13, S. 3243-3261. DOI:10.1080/1369183x.2024.2419966
Abstract
"Syrian refugees and Ukrainian labor migrants are among the increasing number of migrants in Denmark who have enrolled in training programs to become skilled care workers in response to the Danish state’s initiatives to increase labor supply for public-sector elderly care. However, stricter immigration legislation together with regulations concerning state-financed education complicate training, employment and residence for these migrants. This article explores how the Danish welfare state’s conflicting interests in and attempts at pursuing both a strict immigration policy and securing enough trained care workers in eldercare affect trajectories to skilled care work among foreign nationals residing in Denmark. Based on data from long-term ethnographic fieldwork, we demonstrate how in various ways Syrian and Ukrainian care work trainees with temporary residence face a double-sided uncertainty, as their lives in Denmark are contingent on events and decisions out of their control, such as amendments to immigration and educational policies and legislation. On the one hand, these events and decisions jeopardize the migrant trainees’ and their families’ future in Denmark. On the other hand, they offer opportunities to make new connections and acquire new knowledge and skills, which in the longer run may contribute to improving their lives in Denmark." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
