Integrierte Erwerbsbiografien (IEB)
Die Integrierten Erwerbsbiografien (IEB) des IAB sind Registerdaten der Bundesagentur für Arbeit (BA), die individuelle Informationen zu Beschäftigungszeiten, Bezugszeiten von SGB-II- bzw. SGB-III-Leistungen beinhalten sowie Informationen zu Zeiten, in denen arbeitsmarktpolitische Maßnahmen absolviert wurden. Die IEB enthalten umfassende und tagesgenaue Angaben zu Beschäftigung, Verdiensten, Arbeitslosigkeit, Leistungsbezug, Anforderungsniveau der ausgeübten Tätigkeit und einigen persönlichen Merkmalen von Erwerbspersonen, die für die wissenschaftlichen Analysen von IAB-Mitarbeitenden genutzt werden können.
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Literaturhinweis
The Social Structuring of Digital Monitoring: How Resource‐Rich Employees Are Shielded From More Invasive Levels of Digital Monitoring (2026)
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Abendroth, Anja-Kristin, Charlotte Katharina Schröder & Sophie-Charlotte Meyer (2026): The Social Structuring of Digital Monitoring: How Resource‐Rich Employees Are Shielded From More Invasive Levels of Digital Monitoring. In: New Technology, Work and Employment, Jg. 41, H. 2, S. 240-251. DOI:10.1111/ntwe.70019
Abstract
"Digital monitoring represents a new dimension of external control. We focus on variation in the experiences and perceptions of digital monitoring among employees with differing access to resources due to their embeddedness in differentially resource-rich organizations and jobs. Based on German linked employer–employee survey data, our results suggest that employees in resource-rich organizations that are able and willing to pay relatively high wages to secure work performance are less likely to experience the use of automatically stored data on work steps for performance evaluation and to perceive digital monitoring as constant surveillance. The same is true of employees in resource-rich jobs with high task complexity. These patterns did not emerge for the mere automatic storage of data about work steps, which suggests that—in contrast to more invasivelevels of digital monitoring—employees' experiences of this basic level are less likely structured by their embeddedness in organizational inequality regimes." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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The Gender Pay Gap in University Student Internships (2026)
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Antoni, Manfred, Hans-Dieter Gerner, Robert Jäckle & Stefan Schwarz (2026): The Gender Pay Gap in University Student Internships. In: German Economic Review, Jg. 27, H. 3, S. 283-329., 2025-09-18. DOI:10.1515/ger-2024-0130
Abstract
"Internships are an important and often mandatory part of academic education. They offer valuable insights into the labor market but can also expose students to negative aspects of the working world, such as gender pay disparities. We provide first evidence of a gender pay gap in mandatory internships, with women earning up to 21 % less per hour than men. This gap is not due to women choosing higher-quality internships over higher pay. Factors such as field of study, risk aversion, competitiveness, the focus of the internship, and firm characteristics account for a large share of the gap. Further analyses show that the internship pay gap is broadly similar to the wage gap at labor market entry among graduates. We discuss potential mechanisms through which the internship pay gap may be related to the entry wage gap." (Author's abstract, IAB-Doku, © DeGruyter Brill) ((en))
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Crowded Career Ladders? Intra-Firm Spillovers of Raised Retirement Age (2026)
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Badalyan, Sona (2026): Crowded Career Ladders? Intra-Firm Spillovers of Raised Retirement Age. (IAB-Discussion Paper 01/2026), Nürnberg, 70 S. DOI:10.48720/IAB.DP.2601
Abstract
"Ich untersuche, wie verzögerte Renteneintritte die internen Arbeitsmärkte von Unternehmen verändern, und nutze dazu eine deutsche Reform, die das frühestmögliche Renteneintrittsalter von Frauen um mindestens drei Jahre angehoben hat. Die Reform erhöhte die Beschäftigungsdauer älterer Frauen und führte zugleich zu einem Rückgang sowohl interner Beförderungen als auch externer Einstellungen jüngerer Beschäftigter. Die größten Verluste tragen dabei Arbeitnehmer mittleren Alters, die auf der Karriereleiter den verbleibenden älteren Beschäftigten am nächsten stehen. Die Spillover-Effekte sind klar strukturiert: Beförderungsverdrängung tritt vor allem in dichten internen Arbeitsmärkten mit intensiver Konkurrenz auf, während Rückgänge bei Neueinstellungen in dünnen externen Arbeitsmärkten mit hohen Fluktuationskosten am stärksten sind. Die Verdrängungseffekte konzentrieren sich innerhalb von Jobzellen, während Beschäftigte in anderen Jobzellen profitieren können, wenn verbleibende ältere Arbeitnehmer über firmenspezifisches Humankapital verfügen. Insgesamt stützen die Ergebnisse Theorien der Stellenrestriktionen (slot constraints), ergänzt um Mechanismen firmenspezifischen Humankapitals." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Effects of welfare sanctions in couple households (2026)
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Berg, Gerard J. van den, Arne Uhlendorff, Markus Wolf & Joachim Wolff (2026): Effects of welfare sanctions in couple households. In: IZA world of labor H. 15.04.2026, 2026-02-05.
Abstract
"Our findings show that welfare sanctions are not purely individual measures. They affect other household members as well, and these spillover effects depend strongly on gender roles and family structure. As a result, sanctions may be more severe than they appear when evaluated only at the individual level. Policymakers designing sanction regimes should therefore take household interactions explicitly into account." (Text excerpt, IAB-Doku) ((en))
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Labor Demand on a Tight Leash (2026)
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Bossler, Mario & Martin Popp (2026): Labor Demand on a Tight Leash. In: ILR review, Jg. 79, H. 4, S. 617-651., 2025-10-21. DOI:10.1177/00197939261435961
Abstract
"Using detailed information on vacancies and job seekers, the authors study the effect of labor market tightness on labor demand for the near-universe of German firms. To this end, novel Bartik instruments are constructed that combine firms’ predetermined employment shares with nationwide shifts at the occupational level. The results show that tightness significantly reduces firms’ labor demand, implying that the observed doubling in tightness between 2012 and 2019 reduced employment by 5%. At the aggregate level, the negative tightness effect creates search externalities, which reduce the own-wage elasticity of labor demand from −0.7 to −0.5 through reallocation of workers between firms. To guide the analysis, the authors embed elements of the canonical search-and-matching model into a labor demand equation, while allowing vacancy posting costs to increase in tight markets. Through the lens of this model, the pre-match component of hiring costs amounts to 16–24% of annual wage payments." (Author's abstract, IAB-Doku, © Sage) ((en))
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Beschäftigungsaufnahmen aus dem SGB-II-Leistungsbezug und ihre Nachhaltigkeit: Qualifikation und Berufserfahrung zahlen sich aus (2026)
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Braunschweig, Luisa, Kerstin Bruckmeier, Mara Buhmann, Katrin Hohmeyer & Duncan Roth (2026): Beschäftigungsaufnahmen aus dem SGB-II-Leistungsbezug und ihre Nachhaltigkeit: Qualifikation und Berufserfahrung zahlen sich aus. (IAB-Forschungsbericht 04/2026), Nürnberg, 25 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2604
Abstract
"In diesem Bericht wird die Nachhaltigkeit von Übergängen aus dem SGB-II-Leistungsbezug in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im Hinblick auf die aufgenommenen Berufe anhand der Daten der Stichprobe der Integrierten Grundsicherungsbiografien untersucht. Im Jahr 2018 gab es hochgerechnet rund 890.000 Übergänge von nicht erwerbstätigen Grundsicherungsbeziehenden in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. In etwa einem Drittel der Fälle wurde der Leistungsbezug nach Beschäftigungsaufnahme für mindestens sechs Monate verlassen. Etwa 55 Prozent der Personen, die im Jahr 2018 eine Beschäftigung aufgenommen haben, waren mindestens sechs Monate beschäftigt, während 41 Prozent mindestens ein Jahr lang beschäftigt waren. Knapp 70 Prozent der Beschäftigungsaufnahmen entfielen auf zehn Berufshauptgruppen. Am häufigsten wurde eine Beschäftigung in den Verkehrs- und Logistikberufen (17 Prozent) aufgenommen. An zweiter und dritter Stelle folgen Reinigungs- und Verkaufsberufe mit jeweils etwa 9 Prozent. Die Dauer der aufgenommenen Beschäftigung variiert stark zwischen den Berufen. Arbeitsaufnahmen in Erziehungsberufen sowie sozialen, hauswirtschaftlichen und theologischen Berufen sind im Durchschnitt die stabilsten mit einem Median von knapp 20 Monaten (590 Tage). Dahinter folgen Berufe in der Unternehmensführung und -organisation (circa 14 Monate) und im Bereich „Führen von Fahrzeug- und Transportgeräten“ (circa 8 Monate). Die geringste Dauer weisen dagegen die Verkehrs- und Logistikberufe mit 129 Tagen auf, doch auch in den Reinigungsberufen (210 Tage) und den Verkaufsberufen (240 Tage) ist die Beschäftigungsdauer relativ kurz. Auf Berufe mit durchschnittlich kürzerer Beschäftigungsdauer entfallen anteilig mehr Beschäftigungsaufnahmen als auf Berufe mit längeren Beschäftigungsdauern. Zudem geht das Vorhandensein von Arbeitserfahrung im aufgenommenen Beruf mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für eine längere Beschäftigungsdauer einher. Vergleicht man zwei Personen mit ansonsten identischen Personen- und Jobmerkmalen, von denen die eine über ein Jahr mehr an Arbeitserfahrung im aufgenommenen Beruf verfügt als die andere, dann liegt die erwartete Wahrscheinlichkeit für eine Beschäftigungsdauer von mindestens zwei Jahren bei der Person, die um ein Jahr mehr an einschlägiger Arbeitserfahrung verfügt, um etwa 1,7 Prozentpunkte höher. Dies entspricht einem Anstieg der Wahrscheinlichkeit für eine mindestens zweijährige Beschäftigung um nahezu 6 Prozent. Allerdings schwächt sich der positive Zusammenhang zwischen der bisherigen Berufserfahrung einer Person und der Beschäftigungsdauer mit zunehmender Berufserfahrung ab." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Braunschweig, Luisa ; Bruckmeier, Kerstin ; Buhmann, Mara ; Roth, Duncan ; Hohmeyer, Katrin ; -
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Bisher geringe Migration aus Iran – aber 28 Prozent der Iraner*innen mit Migrationsabsichten präferieren Deutschland als Zielland (2026)
Zitatform
Brücker, Herbert, Tanja Fendel, Maria Theresa Koch, Felix Stips & Andreas B. Vortisch (2026): Bisher geringe Migration aus Iran – aber 28 Prozent der Iraner*innen mit Migrationsabsichten präferieren Deutschland als Zielland. In: IAB-Forum H. 19.06.2026. DOI:10.48720./IAB.FOO.20260619.01
Abstract
"Trotz des Krieges mit den USA und Israel und derzeit offener Grenzen zu den meisten Nachbarstaaten gibt es keine Anzeichen für eine stärkere Fluchtbewegung von Menschen aus Iran in andere Länder. Sollte es dazu kommen, wäre Deutschland eines der Hauptzielländer. Zugleich legen die bisherigen Erfahrungen hierzulande nahe, dass die Integrationschancen insbesondere weiblicher Geflüchteter aus dem Iran im Schnitt höher sind als bei Geflüchteten aus anderen Ländern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Brücker, Herbert ; Fendel, Tanja ; Koch, Maria Theresa; Vortisch, Andreas B. ; Stips, Felix ; -
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Überraschender Anstieg der beruflichen Mobilität (2026)
Zitatform
Buhmann, Mara & Bernd Fitzenberger (2026): Überraschender Anstieg der beruflichen Mobilität. In: IAB-Forum H. 27.07.2026. DOI:10.48720/IAB.FOO.20260727.01
Abstract
"Der Anteil der Beschäftigten, die innerhalb eines Jahres ihren Beruf wechseln, hat zwischen 2013 und 2024 um 13 Prozentpunkte zugenommen. Bei den Männern ist dieser Anstieg mit 16 Prozent allerdings deutlich stärker als bei den Frauen mit 10 Prozent. Zugleich fällt die berufliche Mobilität in Berufen mit geringem und mittlerem Entgeltniveau deutlich höher aus als in den besser bezahlten Berufen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Bei rund einem Drittel der Neuzugänge in die Grundsicherung liegen die Wohnkosten zu Beginn des Leistungsbezugs über dem ortsüblichen Richtwert (2026)
Zitatform
Bähr, Sebastian, Andreas Mense & Katja Wolf (2026): Bei rund einem Drittel der Neuzugänge in die Grundsicherung liegen die Wohnkosten zu Beginn des Leistungsbezugs über dem ortsüblichen Richtwert. In: IAB-Forum H. 02.02.2026. DOI:10.48720/IAB.FOO.20260202.01
Abstract
"Während der ersten zwölf Monate des Leistungsbezugs im SGB II – der sogenannten Karenzzeit – werden die „kalten Wohnkosten“ in tatsächlicher Höhe vom Jobcenter gezahlt. Erst danach wird ihre Angemessenheit geprüft. Der vorliegende Gesetzentwurf zur Reform der Grundsicherung sieht vor, die Wohnkosten während der Karenzzeit im Regelfall nur noch bis zum Eineinhalbfachen des ortsüblichen Richtwerts zu erstatten. Etwa jede fünfzehnte Bedarfsgemeinschaft, die von der Karenzzeitregelung erfasst ist, wäre von dieser Änderung betroffen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Firm Pay, Amenities, and Inequality (2026)
Caldwell, Sydnee; Hägele, Ingrid; Heining, Jörg;Zitatform
Caldwell, Sydnee, Ingrid Hägele & Jörg Heining (2026): Firm Pay, Amenities, and Inequality. (NBER working paper / National Bureau of Economic Research 35149), Cambridge, Mass, 127 S.
Abstract
"We estimate firm-specific amenity valuations using discrete choice experiments embedded in a large-scale survey of German workers linked to administrative records. Workers rank hypothetical offers from real firms they would consider joining, with randomized wages identifying money-metric valuations. Valuations vary substantially across firms and demographic groups, yet a single index performs surprisingly well. Valuations are approximately orthogonal to firm wage premia; they therefore do not offset between-firm wage inequality. However, male-female differences in amenity valuations explain part of the gender wage gap." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Bargaining and Inequality in the Labor Market (2026)
Caldwell, Sydnee; Hägele, Ingrid; Heining, Jörg;Zitatform
Caldwell, Sydnee, Ingrid Hägele & Jörg Heining (2026): Bargaining and Inequality in the Labor Market. In: The Quarterly Journal of Economics, Jg. 141, H. 1, S. 315-371., 2025-04-16. DOI:10.1093/qje/qjaf049
Abstract
"We use novel surveys of firms and workers, linked to administrative employer-employee data, to study the prevalence and importance of individual bargaining in wage determination. We show that simple survey questions accurately elicit firms’ bargaining strategies. Using the elicited strategies for 772 German firms, we document that the majority of firms are willing to engage in individual wage bargaining. Labor market factors predict firms’ strategies better than firm characteristics. Survey responses from nearly 10,000 full-time workers indicate that most workers provide their salary expectations before they receive a job offer. Most outside offers are rejected, with the worker remaining at the incumbent firm. There is substantial heterogeneity in workers’ bargaining behavior, which translates into within-firm wage inequality. Firms that set pay via individual bargaining have a 3 percentage point higher gender wage gap." (Author's abstract, IAB-Doku, © Oxford University Press) ((en))
Ähnliche Treffer
- frühere (möglicherweise abweichende) Version erschienen als: IAB-Discussion Paper, 02/2025
- frühere (möglicherweise abweichende) Version erschienen als: Upjohn Institute working paper, 413
- frühere (möglicherweise abweichende) Version erschienen als: NBER working paper / National Bureau of Economic Research, 33396
- frühere (möglicherweise abweichende) Version erschienen als: RFBerlin Discussion Paper, 99/25
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Do Firms Know What Workers Want? (2026)
Cordes, Simon; Müller, Max;Zitatform
Cordes, Simon & Max Müller (2026): Do Firms Know What Workers Want? (CRC TR 224 discussion paper series / EPoS Collaborative Research Center Transregio 224 739), Bonn, 126 S.
Abstract
"Labor supply depends on wages and amenities, and standard models implicitly assume that firms hold accurate beliefs about workers' amenity valuations. In a survey with firms and workers in Germany, we measure workers' valuations of amenities and firms' beliefs about workers' valuations. We find that firms systematically underestimate workers' valuations of all amenities. These misperceptions are driven by interpersonal projection: managers project their own preferences—they value amenities less—onto workers. Through the lens of a simple model of imperfect competition, we show that firm misperceptions result in (i) labor shortages and (ii) excess labor costs for biased firms, and increase the market power of unbiased firms. Empirical tests confirm these predictions: a simple calibration suggests that non-providing firms could reduce their labor costs by 5% by providing amenities." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Working from home increases work–home distances (2026)
Zitatform
Coskun, Sena, Wolfgang Dauth, Hermann Gartner, Michael Stops & Enzo Weber (2026): Working from home increases work–home distances. In: Journal of Urban Economics, Jg. 152, 2026-01-09. DOI:10.1016/j.jue.2026.103832
Abstract
"Wir untersuchen, wie die verstärkte Nutzung von Homeoffice während und nach der Covid-19-Pandemie die Art und Weise beeinflusst, wie der Arbeitsmarkt und die Wahl von Wohn- und Arbeitsort interagieren. Für unsere Analyse kombinieren wir Individualdaten zu Erwerbsbiografien in Deutschland und einen neuen Homeoffice-Potenzialindikator, der auf umfassenden Daten zu berufsspezifischen Arbeitsbedingungen basiert. Wir stellen fest, dass sich im Zuge der Covid-19-Pandemie Arbeitsplatz und Wohnort von Beschäftigten in Berufen, die von zu Hause aus ausgeübt werden können, weiter entfernt haben: Der Zusammenhang zwischen Homeoffice-Potenzial und Entfernung zwischen Arbeitsplatz und Wohnort hat seit 2021 stetig zugenommen. Zuvor war der Zusammenhang über einen längeren Zeitraum stabil. Der Effekt ist für neue Arbeitsplätze im Vergleich zu bestehenden Arbeitsplätzen sehr viel größer. Im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie, sind Jobs mit hohem Homeoffice-Potenzial im Durchschnitt weiter entfernt von den Wohnorten der Beschäftigten, die in diese Jobs gewechselt haben. Der größere Teil dieses Effekts ist auf Arbeitsplätze in Großstädten zurückzuführen, was darauf hindeutet, dass die Arbeit von zu Hause aus die Einschränkungen durch angespannte Wohnungsmärkte mildert. Wir finden dabei keine signifikanten Hinweise darauf, dass sich Pendelgewohnheiten bei Frauen oder Männern stärker verändert haben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Coskun, Sena ; Weber, Enzo ; Gartner, Hermann ; Stops, Michael ; Dauth, Wolfgang ; -
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Family-Friendly Workplace Policies (2026)
Zitatform
Costas-Fernández, Julián, Sebastian Findeisen, Anna Raute & Uta Schönberg (2026): Family-Friendly Workplace Policies. (RF Berlin - CReAM Discussion Paper Series 2026,141), Berlin, 67 S.
Abstract
"This paper examines firms' incentives to provide workplace amenities, focusing on employer-provided childcare, and the implications for gender inequality. Using rich matched employer-employee data linked to a comprehensive firm survey in Germany, we document substantial and persistent effects of employer-provided childcare on mothers' labor market trajectories. Firms that offer childcare experience higher retention rates and notably shorter career interruptions among first-time mothers, especially those with high pre-birth wages, resulting in meaningful reductions in child penalties of 4.7 percentage points for high-wage mothers. The adoption of firm provided childcare is also associated with stronger employment growth -particularly among mothers and female talent in high-wage occupations-without systematic adverse wage effects for women or mothers. Our findings align with models of imperfect competition, indicating that firms with greater monopsony power have stronger incentives to provide valuable workplace amenities. While firm-provided childcare plays a critical role in reducing gender gaps within firms, our findings also show that access to these benefits is uneven, widening disparities among women and mothers across firms." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Beteiligte aus dem IAB
Schönberg, Uta;Ähnliche Treffer
auch erschienen als: CEPR Discussion Papers, 21499 -
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Off the Labor Supply Curve: The Zero Employer Size Wage Effect Within Large Firms (2026)
Zitatform
Diegmann, André, Steffen Müller & Benjamin Schoefer (2026): Off the Labor Supply Curve: The Zero Employer Size Wage Effect Within Large Firms. (NBER working paper / National Bureau of Economic Research 35265), Cambridge, Mass, 80 S.
Abstract
"We revisit the employer size wage effect (ESWE) - arguably the most basic and influential departure from the law of one price for labor. Our main result is that this canonical fact disappears completely across establishments within the same firm, even though they operate in different local labor markets. We uncover and dissect this fact by including a firm fixed effect in otherwise standard cross-sectional regressions of wages on establishment size. We implement this demanding specification in population-wide triple-linked firm-establishment-employee data in Germany. This result is new in the ESWE literature (for which our paper also provides the first systematic meta-analysis). This wage-size decoupling is hard to square with the view that employment is determined along a finitely elastic employer-specific labor supply curve - i.e., employers pay exactly the minimum needed for the quantity of labor, but no more - the foundation of the monopsony view. Bycontrast, large multi-establishment firms (MEF) appear to hire off their labor supply curves (or those curves are very elastic), pay wage premia above the monopsonistic minimum, and leave excess labor supply. We find some evidence for a reemergence of the ESWE within low-premium MEFs. Overall, at least for the 25% of German employment in large firms for which the ESWE disappears, wage setting and employment determination may be better accounted for by alternative models, namely accommodating above-market-clearing wage premia and rationing of labor supply, such as efficiency wage theories." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Project Nonprobability Sample Inference: Fieldwork Report (2026)
Zitatform
Drechsler, Jörg, Emma Fössing, Lukas Olbrich & Stefan Zins (2026): Project Nonprobability Sample Inference: Fieldwork Report. (IAB-Forschungsbericht 09/2026 (en)), Nürnberg, 41 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2609EN
Abstract
"Befragungen, die auf Basis von Zufallsstichproben erhoben werden, werden aufgrund hoher Kosten und niedriger Rücklaufquoten zunehmend unattraktiver. Gleichzeitig werden nicht‑zufallsbasierte Befragungen, die mutmaßlich kostengünstiger sind und eine schnellere Datenerhebung ermöglichen, immer beliebter. Im Projekt “Nonprobability Sample Inference” (NOSI) wird untersucht, inwieweit letzere eine praktikable Alternative zu Zufallsstichproben in der Arbeitsmarktforschung darstellen können. Zu diesem Zweck wird eine Zufallsstichprobe mit vier nicht‑zufallsbasierten Befragungen verschiedener Anbieter verglichen. Dieser Bericht bietet einen kurzen Überblick über Datenerhebungsprozesse, Datenqualität und Kosten dieser insgesamt fünf Befragungen. Die untersuchte Zufallsstichprobe beinhaltete ein 2 × 2‑Experiment zur Nutzung von Incentives und Erinnerungsschreiben für die Rekrutierung von Befragten. Als Incentive diente ein Gutschein im Wert von 5 €, das Erinnerungsschreiben wurde zwei Wochen nach dem ersten Anschreiben versendet. Die Kombination aus Incentive und Erinnerungsschreiben erhöhte die Rücklaufquote im Vergleich zur Kontrollgruppe ohne beide Maßnahmen um fast 10 Prozentpunkte (17,1 gegenüber 7,5 Prozent). Die Datenerhebung dauerte 69 Tage, während die nicht‑zufallsbasierten Befragungen maximal 20 Tage benötigten, wobei einige nur sieben Tage im Feld waren. An der Befragung der Zufallsstichprobe nahmen Personen mit höherer Bildung, deutscher Staatsangehörigkeit und Erwerbstätige überproportional häufig teil. Beim Vergleich der soziodemografischen Zusammensetzung aller Stichproben zeigt sich, dass Befragte ohne deutsche Staatsbürgerschaft in nicht‑zufallsbasierten Befragungen stark unterrepräsentiert sind. Hinsichtlich des Erwerbsstatus beobachten wir große Unterschiede zwischen allen Stichproben, auch in Bezug auf Statusveränderungen. Auch hinsichtlich mehrerer Datenqualitätsindikatoren unterscheiden sich die beiden Stichprobenarten. In allen fünf Fällen wurde zunächst davon ausgegangen, dass es im Schnitt etwa zehn Minuten dauern würde, um den Fragebogen auszufüllen. Die Befragten aus der Zufallsstichprobe hatten tatsächlich eine mittlere Bearbeitungsdauer von etwa zehn Minuten. In drei der vier nicht‑zufallsbasierten Befragungen hingegen waren es im Schnitt (Median) weniger als sechs Minuten . Außerdem ist dort der Anteil, der eine Frage zur Überprüfung der Aufmerksamkeit falsch beantwortet, höher mit bis zu 25 Prozent. In drei nicht‑zufallsbasierten Befragungen nehmen mehr als 20 Prozent der Befragten an fünf oder mehr Umfragen pro Woche teil. Die durchschnittlichen Kosten pro abgeschlossenem Interview für die Befragung mit Zufallsstichprobe hängen davon ab, ob Erinnerungsschreiben versendet und Gutscheine angeboten werden. Nur zwei der nicht‑zufallsbasierten Befragungen sind günstiger als die Befragung mit Zufallsstichprobe ohne Anreize und Erinnerungsschreiben. Eine ist sogar teurer als die auf Zufallsstichproben basierende Befragung, selbst wenn die Kosten für Incentives und Erinnerungsschreiben eingerechnet werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Beyond lost earnings: Job displacement and the cost of commuting (2026)
Zitatform
Duan, Yige, Oskar Jost, Ramona Jost & Holger Seibert (2026): Beyond lost earnings: Job displacement and the cost of commuting. In: Journal of Public Economics, Jg. 255, 2026-01-16. DOI:10.1016/j.jpubeco.2026.105579
Abstract
"We examine the impact of involuntary job displacement on workers ’ commuting behavior and its implications for the overall welfare cost of job loss. Using geo-referenced employee-employer data from Germany (2000–2017), we track workers’ door-to-door commuting and relocation patterns between home and work. After displacement, workers commute 23.1% (3.38 kilometers) farther to new jobs, and the effect diminishes over time due to job changes rather than home relocation. The simultaneous wage and commuting effects suggest that wage differentials across jobs fail to compensate for commuting costs. An on-the-job search model with heterogeneous firm productivity and commuting distance rationalizes the findings, and structural estimates reveal that an average German worker ’s commuting costs equal 20.2 euros per day. Hence, longer commutes exacerbate the total cost of job displacement by one-fifth of the wage losses." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2026 Elsevier B.V. All rights are reserved, including those for text and data mining, AI training, and similar technologies.) ((en))
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Can early public childcare reduce child penalties? Evidence from Germany (2026)
Zitatform
Duletzki, Lisa-Marie & Nayeon Lim (2026): Can early public childcare reduce child penalties? Evidence from Germany. In: Journal of Public Economics, Jg. 258, 2026-04-09. DOI:10.1016/j.jpubeco.2026.105651
Abstract
"This paper studies the effects of public childcare expansion for children under age three in Germany on mothers’child penalties. Exploiting county-level variation in the expansion, we find that a 20-percentage-point increase in childcare coverage rate reduces earnings penalties by 4.5 percentage points. This accounts for about 56% of the total 8-percentage-point decline in earnings penalties over the reform period. Early childcare increases employment and days worked, especially in full-time and non-marginal positions. It also raises daily wages and increases the likelihood that mothers work in higher-paying firms and occupations. These effects persist beyond the early childcare eligibility period. We further identify two key contextual factors explaining the positive effects of early childcare: the initial level of child penalties and reliance on informal care. In settings with high child penalties and limited alternatives, early public childcare can yield substantial lasting benefits for mothers’ careers." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2026 The Author(s). Published by Elsevier B.V.) ((en))
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Monopsony, Markdowns, and Minimum Wages (2026)
Zitatform
Faia, Ester, Benjamin Lochner & Benjamin Schoefer (2026): Monopsony, Markdowns, and Minimum Wages. (NBER working paper / National Bureau of Economic Research 34699), London, 80 S.
Abstract
"This paper presents the first direct test of two interlinked predictions at the core of the monopsony theory of the labor market: (i) that firms exploit wage-setting power by marking down wages below the marginal revenue product of labor, and (ii) that exogenous wage constraints, if binding, eliminate markdowns. Our research design revisits the 2015 introduction of a high minimum wage in Germany. Drawing on a monopsony model, we derive an empirically tractable difference-in-differences specification that provides a quantitative benchmark for the firm-level markdown response. Our main result is that empirical markdowns respond only 0–25% as much as the monopsony model would have predicted. Hence, at least for the labor market segment we study, (i) markdowns largely reflect other distortions than monopsony, (ii) markdowns are mismeasured, (iii) minimum wages induce widespread labor shortages, or (iv) the standard monopsony model does not provide a full, realistic account of the labor market." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Monopsony, Markdowns, and Minimum Wages (2026)
Zitatform
Faia, Ester, Benjamin Lochner & Benjamin Schoefer (2026): Monopsony, Markdowns, and Minimum Wages. (CEPR discussion paper / Centre for Economic Policy Research 21058), London, 80 S.
Abstract
"This paper presents the first direct test of two interlinked predictions at the core of the monopsony theory of the labor market: (i) that firms exploit wage-setting power by marking down wages below the marginal revenue product of labor, and (ii) that exogenous wage constraints, if binding, eliminate markdowns. Our research design revisits the 2015 introduction of a high minimum wage in Germany. Drawing on a monopsony model, we derive an empirically tractable difference-indifferences specification that provides a quantitative benchmark for the firm-level markdown response. Our main result is that empirical markdowns respond only 0–25% as much as the monopsony model would have predicted. Hence, at least for the labor market segment we study, (i) markdowns largely reflect other distortions than monopsony, (ii) markdowns are mismeasured, (iii) minimum wages induce widespread labor shortages, or (iv) the standard monopsony model does not provide a full, realistic account of the labor market." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
