Green Economy – Auf grüner Welle zu mehr und besserer Beschäftigung?
Die Green Economy ist eine Antwort auf die Herausforderungen des Klimawandels, der Umweltverschmutzung und des Ressourcenverbrauchs. Ziel der Green Economy ist es, ökologische und ökonomische Ziele miteinander zu vereinen, um eine nachhaltige und widerstandsfähige Wirtschaft zu schaffen. Zur Bewältigung der ökologischen Herausforderungen stehen im Mittelpunkt dabei die Förderung von umweltfreundlichen Technologien, erneuerbaren Energien, Ressourceneffizienz. Welche Qualifikations- und Fachkräftebedarfe gilt es hier im Transformationsprozess hin zu einem nachhaltigen Wachstum zu berücksichtigen?
Dieses Themendossier enthält Literaturhinweise, Links und Projekte zu den wirtschaftlichen Perspektiven des ökologischen Umbaus. Im Filter „Autorenschaft“ können Sie auf IAB-(Mit-)Autorenschaft eingrenzen.
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Literaturhinweis
Employee Voice and Corporate Governance: Power and Engagement for the Environment (2026)
Zitatform
Bartosch, Julia, Manuel Nicklich & Gregory Jackson (2026): Employee Voice and Corporate Governance: Power and Engagement for the Environment. In: ILR review, Jg. 79, H. 1, S. 5-35. DOI:10.1177/00197939251351678
Abstract
"The authors investigate the role of employee voice in corporate governance for corporate environmental impact. This issue is important given the potentially serious employment implications for corporations seeking to transition to lower carbon economic activity and the urgency of moving toward a carbon neutral economy. Using secondary and interview data from Germany, the authors use Qualitative Comparative Analysis (fsQCA) to demonstrate that strong employee voice in corporate governance is a key factor in reducing the environmental impact of corporations. The authors also illustrate distinct strategies by which labor representatives at the company level enact institutionally granted power resources for environmental issues. This work contributes to academic debates on labor and the natural environment literature. In particular, it highlights that, alongside unions, labor representatives at the company level constitute an important source of employee voice for environmental transformation." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Industrielle Transformationsinfrastrukturen: Ein methodischer Ansatz mit kleinräumiger Perspektive (2026)
Diermeier, Matthias; Wendt, Jan; Mertens, Armin;Zitatform
Diermeier, Matthias, Armin Mertens & Jan Wendt (2026): Industrielle Transformationsinfrastrukturen: Ein methodischer Ansatz mit kleinräumiger Perspektive. (IW-Report / Institut der Deutschen Wirtschaft Köln 2026/01), Köln, 11 S.
Abstract
"Deutschlands industrielle Transformation folgt einem klaren Ziel: Bis 2045 sollen Wirtschaft und Gesellschaft klimaneutral sein. Der Weg dorthin hat längst begonnen, aber sowohl die Unternehmen als auch die Bevölkerung haben auf diesem Pfad noch einen weiten Weg vor sich. Dies gilt insbesondere in einem industrialisierten Bundesland wie Nordrhein-Westfalen, wo vielfach tiefgreifende Veränderungen von Produktionsprozessen, Infrastrukturen und Wertschöpfungsketten umgesetzt werden. Dabei verläuft dieser Wandel nicht überall gleichförmig, sondern konzentriert sich räumlich: Einige Regionen eignen sich besser zum dringend notwendigen Ausbau der erneuerbaren Energien, in anderen Regionen müssen bestehende Industrieanlagen umgebaut werden, und nicht zuletzt braucht es Infrastrukturen zum Transport neuer Energie- und Stoffströme. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage: In welchen Regionen treten die Veränderungen in Zukunft besonders intensiv auf? Wo liegen die Schlüsselregionen der industriellen Transformationinfrastrukturen? Um diese Fragen datenbasiert und systematisch zu beantworten, wurde ein Transformationsinfrastrukturindex entwickelt. Dieser Index dient ebenso dazu, die Schlüsselregionen der industriellen Transformationsinfrastrukturen, also Räume, in denen die Veränderungen besonders intensiv auftreten werden, zu identifizieren, wie auch Regionen mit geringerer Infrastrukturrelevanz sichtbar zu machen. Der Index bildet die räumliche Infrastrukturrelevanz nicht nur anhand von Emissionen oder Branchenschwerpunkten ab, sondern berücksichtigt gezielt die infrastrukturellen und technologischen Anforderungen der Dekarbonisierung [...]" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitskräftebedarf und Arbeitskräfteangebot entlang der Wertschöpfungskette „Wasserstoff“ - Szenario-v3.0: Abschlussbericht der zweiten Projektphase (2026)
Schur, Alexander Christian; Ronsiek, Linus; Mönnig, Anke; Schroer, Jan Philipp; Zenk, Johanna ; Schneemann, Christian ;Zitatform
Schur, Alexander Christian, Anke Mönnig, Linus Ronsiek, Christian Schneemann, Johanna Zenk & Jan Philipp Schroer (2026): Arbeitskräftebedarf und Arbeitskräfteangebot entlang der Wertschöpfungskette „Wasserstoff“ - Szenario-v3.0. Abschlussbericht der zweiten Projektphase. (BIBB discussion paper / Bundesinstitut für Berufsbildung), Bonn, 62 S.
Abstract
"Grüner Wasserstoff kann einen wichtigen Beitrag zum Erreichen der Klimaziele leisten und die Energieabhängigkeit reduzieren. Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projektes „Arbeitskräftebedarf und Arbeitskräfteangebot entlang der Wertschöpfungskette Wasserstoff“ beschreibt der vorliegende Bericht anhand einer Szenarioanalyse, wie sich der Aufbau einer Wertschöpfungskette für grünen Wasserstoff auf die Wirtschaftsleistung und den Arbeitsmarkt bis 2040 auswirken kann. Das hier modellierte Wasserstoff-Szenario baut auf den drei vorhergegangenen Wasserstoff-Szenarien auf und stellt die vierte Analyse aufgrund fundierter und aktualisierter Annahmen mit Stand März 2025 dar. Zusätzlich wurde für das Wasserstoff-Szenario eine Erweiterung im Prognose- und Simulationsmodell vorgenommen, um die Annahmen präziser einstellen und vertiefende Analysen nach Gütergruppen und Produktionsbereichen vornehmen zu können. Die Ergebnisse des Wasserstoff-Szenarios zeigen bis 2035 ein höheres preisbereinigtes Bruttoinlandsprodukt, jedoch ein niedrigeres Wertschöpfungsniveau ab der zweiten Hälfte der 2030er Jahre im Vergleich zum Referenz-Szenario, welches den Hochlauf einer grünen Wasserstoff-Wertschöpfungskette nicht berücksichtigt. Von 2025 bis 2040 liegt das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Durchschnitt dennoch jährlich um 4,0 Mrd. Euro höher und die Wertschöpfungsgewinne kumulieren sich über den Projektionszeitraum auf rund 63 Mrd. Euro. Wie bereits in den vorherigen Wasserstoff-Szenarien festgestellt, bestätigt sich, dass sich der Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft insgesamt positiv auf den Arbeitsmarkt auswirkt. Die Zahl der Erwerbstätigen liegt zwischen 2025 und 2040 um durchschnittlich jährlich 54.000 Personen höher als im Referenz-Szenario. Höhere Erwerbstätigenzahlen als im Referenz-Szenario werden beispielsweise in den Berufsgruppen Unternehmensorganisation und -strategie, Technische Produktionsplanung und -steuerung, Büro und Sekretariat sowie Hochbau erwartet. Hingegen sind die Berufsgruppen Chemie und Metallerzeugung, aufgrund steigender Preise, von negativen Beschäftigungseffekten betroffen. Insgesamt übersteigt der Arbeitsplatzaufbau aber den Arbeitsplatzabbau, der in einzelnen Wirtschaftsbereichen und Berufen stattfindet. Mit Blick auf die Anforderungsniveaus zeigt sich langfristig ein deutlich höherer Bedarf an Spezialisten und Spezialistinnen. Auch wenn die positiven Arbeitsmarkteffekte vergleichsweise gering erscheinen, hat eine zusätzliche Analyse gezeigt, dass für die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt höhere Risiken bestehen, wenn die Transformation hin zu einem klimafreundlichen Wirtschaften verpasst wird." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The grey shades of green jobs: Unpacking the occupational approach to green employment (2026)
Zitatform
Villani, Davide, Enrique Fernández-Macías, Ignacio González-Vázquez & Vesna Oshafi (2026): The grey shades of green jobs: Unpacking the occupational approach to green employment. In: Ecological economics, Jg. 240. DOI:10.1016/j.ecolecon.2025.108833
Abstract
"The green transition is expected to reshape labor markets, yet measuring its employment impact remains uncertain. This paper provides a detailed discussion of the occupational approach (derived from task-based measures) for estimating green employment, the most widespread framework among academics and institutions. First, we highlight the theoretical flaws of the occupational approach, noting that its reliance on occupational titles leads to false positives and excludes essential contributors to the green transition, resulting in false negatives. Second, we discuss the methodological problems of this approach, including inconsistent categorisations, outdated classifications, and the assumption that the content of occupations remains constant across time and countries. Third, we operationalise the occupational approach to measure green employment (using the O*NET framework), quantifying green employment in 24 European countries between 2011 and 2022. The analysis shows that, according to this approach, virtually no new green jobs were created in Europe in this period. Furthermore, we find no correlation between the presence of green jobs and several aggregate and sectoral environmental indicators. These findings reflect the theoretical and methodological flaws in the occupational approach, undermining its effectiveness in capturing the labour market impact of the green transition. Alternative measures of green employment focused on green economic outputs and processes should be considered." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Green Transition, Skills Heterogeneity, and Inequality (2025)
Zitatform
Albanese, Marina, Francesco Busato & Gianluigi Cisco (2025): Green Transition, Skills Heterogeneity, and Inequality. In: The B.E. Journal of Macroeconomics, Jg. 25, H. 2, S. 499-551. DOI:10.1515/bejm-2023-0159
Abstract
"This study investigates the labor market dynamics and distributional consequences of the transition to a net-zero economy, with a particular focus on heterogeneity across worker types differentiated by skill level and sectoral employment. We employ a Dynamic Stochastic General Equilibrium (DSGE) model with search-and-matching (SAM) frictions in the labor market, incorporating three dimensions of heterogeneity: (i) differentiation between low-skilled and high-skilled workers; (ii) distinctions among employed, unemployed, and inactive individuals; and (iii) employment distributions across green and dirty sectors. Our main findings are threefold. First, in the short term, the adjustment to higher carbon taxes leads to a reduction in employment and a decline in skill wage premiums. Second, the green transition intensifies inequality in the long run by favoring high-skilled workers, assuming the share of low-skilled labor in the green sector remains persistently limited. Third, we assess the effectiveness of different carbon revenue recycling schemes, including progressive and uniform labor tax cuts and unemployment benefits. We find that aggregate welfare gains are higher when revenues are used to cut labor income taxes for low-skilled workers, and that unemployment benefits generate greater welfare gains than a uniform labor tax cut in the medium to long run." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Zentrale Befunde zu aktuellen Arbeitsmarktthemen 2025 (2025)
Anger, Silke ; Wolter, Stefanie ; Lietzmann, Torsten ; Lehmer, Florian ; Jahn, Elke; Leber, Ute; Wolff, Joachim; Artmann, Elisabeth ; Wenzig, Claudia; Lang, Julia ; Wanger, Susanne ; Kuhn, Sarah; Vom Berge, Philipp ; Kubis, Alexander; Walwei, Ulrich ; Trenkle, Simon ; Braun, Wolfgang; Brücker, Herbert ; Stops, Michael ; Kosyakova, Yuliya ; Stepanok, Ignat ; Janssen, Simon; Roth, Duncan ; Janser, Markus ; Rauch, Angela ; Jahn, Elke J. ; Popp, Martin ; Hohmeyer, Katrin ; Müller, Dana ; Hohendanner, Christian ; Mense, Andreas ; Hiesinger, Karolin ; Zika, Gerd ; Heß, Pascal ; Weber, Enzo ; Hellwagner, Timon ; Bruckmeier, Kerstin ; Haas, Anette; Seibert, Holger; Gürtzgen, Nicole ; Ramos Lobato, Philipp; Gläser, Nina; Müller, Christoph ; Gherbaoui, Samia; Arntz, Melanie ; Gellermann, Jan; Stephan, Gesine ; Fitzenberger, Bernd ; Oberfichtner, Michael ; Dietz, Martin; Bächmann, Ann-Christin ; Dauth, Wolfgang ; Matthes, Britta ; Collischon, Matthias ; Reims, Nancy ; Christoph, Bernhard ;Zitatform
Anger, Silke, Melanie Arntz, Elisabeth Artmann, Ann-Christin Bächmann, Wolfgang Braun, Kerstin Bruckmeier, Herbert Brücker, Bernhard Christoph, Matthias Collischon, Wolfgang Dauth, Martin Dietz, Bernd Fitzenberger, Jan Gellermann, Samia Gherbaoui, Nina Gläser, Nicole Gürtzgen, Anette Haas, Timon Hellwagner, Pascal Heß, Karolin Hiesinger, Christian Hohendanner, Katrin Hohmeyer, Elke J. Jahn, Markus Janser, Simon Janssen, Stefanie Wolter, Torsten Lietzmann, Florian Lehmer, Ute Leber, Joachim Wolff, Claudia Wenzig, Julia Lang, Susanne Wanger, Sarah Kuhn, Philipp Vom Berge, Alexander Kubis, Ulrich Walwei, Simon Trenkle, Michael Stops, Yuliya Kosyakova, Ignat Stepanok, Duncan Roth, Angela Rauch, Martin Popp, Dana Müller, Andreas Mense, Gerd Zika, Enzo Weber, Holger Seibert, Philipp Ramos Lobato, Christoph Müller, Gesine Stephan, Michael Oberfichtner, Britta Matthes & Nancy Reims (2025): Zentrale Befunde zu aktuellen Arbeitsmarktthemen 2025. Nürnberg, 21 S. DOI:10.48720/IAB.GP.2505.1
Abstract
"Digitalisierung und Künstliche Intelligenz, Dekarbonisierung und demografischer Wandel werden den Arbeitsmarkt in den kommenden Jahren erheblich verändern. Gleichzeitig wird eine Deindustrialisierung Deutschlands befürchtet. Handlungsbedarf besteht beispielsweise bei der Sicherung des Arbeitskräftebedarfs – und damit verbunden bei den Themen Aus- und Weiterbildung –, bei der Reduzierung der Arbeitslosigkeit und insbesondere der Langzeitarbeitslosigkeit sowie bei der sozialen Absicherung von Solo-Selbständigen Zu all diesen und zahlreichen weiteren wichtigen Themen fasst die IAB-Broschüre „Zentrale Befunde zu aktuellen Arbeitsmarkt-Themen 2025“ die zentralen wissenschaftlichen Befunde kompakt zusammen. Sie bietet zudem Handlungsempfehlungen für die Arbeitsmarktpolitik, die aus den wissenschaftlichen Befunden abgeleitet wurden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Anger, Silke ; Wolter, Stefanie ; Lietzmann, Torsten ; Lehmer, Florian ; Leber, Ute; Wolff, Joachim; Artmann, Elisabeth ; Wenzig, Claudia; Lang, Julia ; Wanger, Susanne ; Kuhn, Sarah; Vom Berge, Philipp ; Kubis, Alexander; Walwei, Ulrich ; Trenkle, Simon ; Braun, Wolfgang; Brücker, Herbert ; Stops, Michael ; Kosyakova, Yuliya ; Stepanok, Ignat ; Janssen, Simon; Roth, Duncan ; Janser, Markus ; Rauch, Angela ; Jahn, Elke J. ; Popp, Martin ; Hohmeyer, Katrin ; Müller, Dana ; Hohendanner, Christian ; Mense, Andreas ; Hiesinger, Karolin ; Zika, Gerd ; Heß, Pascal ; Weber, Enzo ; Hellwagner, Timon ; Bruckmeier, Kerstin ; Haas, Anette; Seibert, Holger; Gürtzgen, Nicole ; Ramos Lobato, Philipp; Gläser, Nina; Müller, Christoph ; Arntz, Melanie ; Gellermann, Jan; Stephan, Gesine ; Fitzenberger, Bernd ; Oberfichtner, Michael ; Dietz, Martin; Bächmann, Ann-Christin ; Dauth, Wolfgang ; Matthes, Britta ; Collischon, Matthias ; Reims, Nancy ; Christoph, Bernhard ; -
Literaturhinweis
Using O*NET green jobs and tasks in Europe? A critical assessment based on French data (2025)
Bachelot, Mathis;Zitatform
Bachelot, Mathis (2025): Using O*NET green jobs and tasks in Europe? A critical assessment based on French data. (Centre d'Etudes de l'Emploi. Document de travail 218), Noisy-le-Grand, 45 S.
Abstract
"In the international and European literature on green jobs, many empirical works rely on an adaptation of O*NET categorisations, that (i) identify three groups of green jobs and (ii) distinguish green from non-greens tasks. However, these useful standardized data are based – and thus dependent – on the US occupational nomenclature. Hence, applying these categorizations to other countries require a whole crosswalk process. Methods have been developed and operationalized, but none of them fully exploits all the possibilities, nor do they really assess the accuracy of these adaptations. Taking advantage of the richness of French occupational data, this article proposes a meticulous and transparent adaptation of O*NET categorizations through the ISCO-08 international nomenclature, presenting the entire methodological process in a clear and accessible manner. Besides, in France, an institution called Onemev has established an ad hoc list of green jobs, integrated within all major national statistics surveys since 2021 and covering the ‘core’ of green jobs. Exploiting French Labour Force Survey data, we use this list as a benchmark for assessing the relevance of the adaptation of O*NET green categorizations. Our results reveal significant mismatches between the Onemev list and close O*NET categorizations, highlighting and documenting both conceptual and methodological shortcomings. This casts doubt on the relevance of some studies that have used the crosswalk method in a less granular and cautious way." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Arbeitsmarkt: Die ökologische Transformation der Beschäftigung schreitet voran (2025)
Zitatform
Bachmann, Ronald, Markus Janser, Florian Lehmer & Christina Vonnahme (2025): Arbeitsmarkt: Die ökologische Transformation der Beschäftigung schreitet voran. In: Transforming Economies H. 15.01.2025.
Abstract
"Die ökologische Transformation der Wirtschaft kann den deutschen Arbeitsmarkt in vielfacher Hinsicht verändern. Unsere aktuelle Studie untersucht, in welchem Ausmaß und durch welche Prozesse die Beschäftigung in Deutschland im Zeitraum von 2012 bis 2022 umweltfreundlicher geworden ist. Die Analysen basieren auf der Klassifikation von Tätigkeiten, die in einem Beruf typischerweise ausgeführt werden. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die Beschäftigung insgesamt umweltfreundlicher geworden ist. Dies lässt sich zum einen darauf zurückführen, dass die Tätigkeitsprofile von Berufen über die Zeit hinweg umweltfreundlicher geworden sind. Zum anderen haben sich die Beschäftigungsanteile von Berufen mit vielen umweltfreundlichen Tätigkeiten erhöht." (Textauszug, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
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Climate adaptation plans and “green jobs”: challenges for implementing a responsive, multi-skilled workforce in Worcester, Massachusetts (2025)
Bhat, Varun; Strauss, Sarah;Zitatform
Bhat, Varun & Sarah Strauss (2025): Climate adaptation plans and “green jobs”: challenges for implementing a responsive, multi-skilled workforce in Worcester, Massachusetts. In: Frontiers in Sociology, Jg. 10. DOI:10.3389/fsoc.2025.1537311
Abstract
"Cities across the United States are affected by climate change impacts, and several cities have adopted climate adaptation plans to respond to this growing threat. These plans outline interventions that require a multi-skilled workforce working towards “green” or sustainable goals. However, the “green jobs” linked to these goals are ill-defined and misunderstood among employers and job seekers and can cause gaps in implementing the interventions outlined in the climate adaptation plans. Therefore, it is important to analyze the current state of green jobs in US cities and understand what employers, job seekers, and others think of the green jobs market. We conduct this analysis with the help of natural language processing and qualitative coding in the City of Worcester, Massachusetts, USA using job data from Indeed and semi-structured interviews. We find that the current green job market in Worcester is siloed around green jobs requiring degrees and that non-degree green jobs are significantly less present. Moreover, most green jobs are located far away from Worcester, making them unattractive to job seekers, influencing the overall image of green jobs among job seekers. Finally, both policymakers and employers are unclear about the definition of a “green job” impacting a job seeker’s search behaviors. All this points to a vague description of green jobs and green workforce, that can significantly impact Worcester’s ability to achieve a climate-ready workforce and to achieve its climate adaptation goals." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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The skill requirements of the circular economy (2025)
Zitatform
Buyukyazici, Duygu & Francesco Quatraro (2025): The skill requirements of the circular economy. In: Ecological economics, Jg. 232. DOI:10.1016/j.ecolecon.2025.108559
Abstract
"In response to global challenges related to resource scarcity and environmental concerns, the circular economy (CE) has emerged as a transformative model focused on resource efficiency and waste reduction. As the discourse around the CE intensifies, understanding the skill requirements of the CE becomes imperative for effective policy-making, workforce development, and regional competitiveness. This paper addresses the scarcity of quantitative methods on this aspect and proposes a conceptual and empirical framework to identify, analyse, and monitor the skill requirements of the CE through a comprehensive and reproducible approach based on relative skill advantage, skill relatedness, and skill complexity measures. Accordingly, it identifies the essential and complementary skills within the CE by constructing unique skill spaces and documents their regional variation." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2025 The Authors. Published by Elsevier B.V.) ((en))
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Die Energiewende als Jobmotor: Nachgefragte Arbeitskräfte für die erneuerbaren Energien und die Energieinfrastruktur (2025)
Büchel, Jan; Küper, Malte; Engler, Jan Felix; Mertens, Armin;Zitatform
Büchel, Jan, Jan Felix Engler, Malte Küper & Armin Mertens (2025): Die Energiewende als Jobmotor. Nachgefragte Arbeitskräfte für die erneuerbaren Energien und die Energieinfrastruktur. Gütersloh, 26 S. DOI:10.11586/2025008
Abstract
"Die Energiewende bleibt in der Rezession der Jobmotor. Seit 2019 hat sich die Zahl der Jobangebote in diesem Bereich mehr als verdoppelt. Der Anteil der Branche am gesamten Stellenmarkt ist in dieser Zeit von anderthalb Prozent auf fast vier Prozent gewachsen, jeder 26. Job ist ein Job der Energiewende. Der Fachkräftemangel ist so groß, dass immer mehr Arbeitgeber für Quereinsteiger:innen offen sind. Das zeigt die Analyse von 60 Millionen Online-Stellenanzeigen für den Jobmonitor der Bertelsmann Stiftung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Green Transition and Industrial Relations at the Workplace: Evidence From Italian Firms (2025)
Zitatform
Damiani, M., Fabrizio Pompei & Andrea Ricci (2025): Green Transition and Industrial Relations at the Workplace: Evidence From Italian Firms. In: BJIR, Jg. 63, H. 2, S. 323-340. DOI:10.1111/bjir.12859
Abstract
"This article analyses the role of green investments (GIs) in the adoption of decentralised bargaining and the single aspects negotiated therein. Using data on a large representative sample of Italian firms, we find that investing in green technologies increases the overall probability of decentralised agreements. Further, GIs lead to an increase in negotiations on performance-related pay and welfare benefits. These results are robust to an econometric strategy that controls for unobserved heterogeneity and endogeneity issues. Our explanation for this evidence is that the current ecological transition in production processes is likely causing significant organisational changes. Managing these changes requires increased flexibility in negotiating critical issues at the company level, such as wage premiums and non-monetary benefits to employees." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Beruflicher Wandel in Rheinland-Pfalz: Nimmt die Bedeutung umweltschonender Kompetenzen zu? (2025)
Faißt, Christian; Wapler, Rüdiger; Jahn, Daniel; Otto, Anne ; Hamann, Silke ; Wydra-Somaggio, Gabriele ; Janser, Markus ;Zitatform
Faißt, Christian, Silke Hamann, Daniel Jahn, Markus Janser, Anne Otto, Rüdiger Wapler & Gabriele Wydra-Somaggio (2025): Beruflicher Wandel in Rheinland-Pfalz: Nimmt die Bedeutung umweltschonender Kompetenzen zu? (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Rheinland-Pfalz-Saarland 02/2025), Nürnberg, 39 S. DOI:10.48720/IAB.RERPS.2502
Abstract
"Die ökologische Transformation hat weitreichende Auswirkungen auf den gesamten Arbeitsmarkt und gleichfalls auf die Anforderungen in Berufen. So lässt sich in der jüngeren Vergangenheit in Deutschland ein Bedeutungswandel von Berufen mit überwiegend umweltbelastenden hin zu solchen mit mehr umweltschonenden Kompetenzen beobachten. Im Mittelpunkt der vorliegenden Studie steht die Frage, welche Intensität dieser Wandel an Kompetenzen bei Berufen im Beobachtungszeitraum von 2013 bis 2022 in Rheinland-Pfalz aufweist. In der Studie wird zum einen betrachtet, wie sich der Stellenwert von umweltfreundlichen Berufen für die Gesamtbeschäftigung in diesem Bundesland sowie in dessen Regionen entwickelt hat. Zum anderen wird die Bedeutung unterschiedlicher Wirkungskanäle für den beruflichen Wandel analysiert. Die ökologische Transformation wird auf Grundlage eines Tätigkeitsansatzes untersucht. Hierzu wird für jeden Beruf der Greenness-of-Jobs-Index berechnet, welcher innerhalb jeden Berufs auf der Differenz von umweltfreundlichen („Green“) und umweltschädlichen („Brown“) Skills beruht. Im Bundesländervergleich liegt der Beschäftigtenanteil von Berufen mit Green Skills im Jahr 2022 in Rheinland-Pfalz (20,0 %) im Mittelfeld, dies gilt ebenfalls für den Beschäftigtenanteil von Berufen mit Brown Skills (18,4 %). In allen Bundesländern hat sich der Anteil der Beschäftigten in Berufen mit Green Skills stark erhöht, aber die Anteile der Beschäftigung in Berufen mit Brown Skills haben sich nur jeweils geringfügig verringert. Die Beschäftigung in Berufen mit Green Skills stieg in Rheinland-Pfalz von 2013 bis 2022 um 55 Prozent und damit erheblich stärker verglichen mit dem Zuwachs von Berufen mit Brown Skills (8,4 %) und auch dem Beschäftigungsaufbau insgesamt (16,1 %). Die Frage ist, welche Wirkungskanäle für diese Entwicklung verantwortlich sind. Hierfür wurden zwei unterschiedliche Effekte des beruflichen Wandels auf die Beschäftigung verglichen. Auf der einen Seite können neue Beschäftigungen in Berufen mit Green Skills aufgenommen werden, ohne dass sich die Kompetenzstruktur des Berufs verändert hat. Auf der anderen Seite können Kompetenzen in einem vorher als White oder Brown eingestuften Beruf sich derart geändert haben, dass dieser Beruf dann als einer mit Green Skills eingestuft wird. Die vergleichende Betrachtung der Entwicklung der Gesamtbeschäftigung – Effekte aufgrund von konstanter und veränderter Kompetenzstruktur – hat für Rheinland-Pfalz gezeigt, dass die Beschäftigung in Berufen mit Green Skills stärker dadurch gestiegen ist, dass die Zahl der Berufe, die 2022 (aber nicht 2013) zu den umweltschonenden Berufen zählen, zunahm, als durch die zusätzlich noch neu entstandenen Beschäftigungsverhältnisse in den Berufen. D. h. vor allem der Wandel innerhalb der Berufe spielt hier eine entscheidende Rolle. Die Beschäftigung in Berufen mit Brown Skills ist insgesamt nicht so stark gewachsen; der Bedeutungszuwachs in Berufen mit Brown Skills war unter Einbeziehung der Veränderung der Kompetenzstruktur höher als bei konstanter Kompetenzstruktur. Außerdem zeigt die Analyse zur Änderung der Struktur der neu begonnenen Beschäftigungen in Rheinland-Pfalz ebenfalls, dass sich deren Zusammensetzung zugunsten von Berufen mit Green Skills verändert hat. Zudem hat der Anteil von Beschäftigungswechseln aus Berufen mit White bzw. Brown Skills in solche mit Green Skills in der Vergangenheit deutlich zugenommen. Berufswechsel sind daher für den Wandel der Berufe im Zuge der ökologischen Transformation erheblich. Hinzu kommt, dass jüngere Menschen häufiger eine (duale) Berufsausbildung in einem Beruf mit vorwiegend umweltschützenden Skills begonnen haben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Faißt, Christian; Wapler, Rüdiger; Jahn, Daniel; Otto, Anne ; Hamann, Silke ; Wydra-Somaggio, Gabriele ; Janser, Markus ; -
Literaturhinweis
Beruflicher Wandel in Baden-Württemberg: Nimmt die Bedeutung umweltschonender Kompetenzen zu? (2025)
Faißt, Christian; Wapler, Rüdiger; Jahn, Daniel; Otto, Anne ; Hamann, Silke ; Wydra-Somaggio, Gabriele ; Janser, Markus ;Zitatform
Faißt, Christian, Silke Hamann, Daniel Jahn, Markus Janser, Anne Otto, Rüdiger Wapler & Gabriele Wydra-Somaggio (2025): Beruflicher Wandel in Baden-Württemberg: Nimmt die Bedeutung umweltschonender Kompetenzen zu? (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Baden-Württemberg 01/2025), Nürnberg, 39 S. DOI:10.48720/IAB.REBW.2501
Abstract
"Die ökologische Transformation hat weitreichende Auswirkungen auf den gesamten Arbeitsmarkt und gleichfalls auf die Anforderungen in Berufen. So lässt sich in der jüngeren Vergangenheit in Deutschland ein Bedeutungswandel von Berufen mit überwiegend umweltbelastenden hin zu solchen mit mehr umweltschonenden Kompetenzen beobachten. Im Mittelpunkt der vorliegenden Studie steht die Frage, welche Intensität dieser Wandel an Kompetenzen bei Berufen im Beobachtungszeitraum von 2013 bis 2022 in Baden-Württemberg aufweist. In der Studie wird zum einen betrachtet, wie sich der Stellenwert von umweltfreundlichen Berufen für die Gesamtbeschäftigung in diesem Bundesland sowie in dessen Regionen entwickelt hat. Zum anderen wird die Bedeutung unterschiedlicher Wirkungskanäle für den beruflichen Wandel analysiert. Die ökologische Transformation wird auf Grundlage eines Tätigkeitsansatzes untersucht. Hierzu wird für jeden Beruf der Greenness-of-Jobs-Index berechnet, welcher innerhalb jeden Berufs auf der Differenz von umweltfreundlichen („Green“) und umweltschädlichen („Brown“) Skills beruht. Im Bundesländervergleich fällt im Jahr 2022 der Beschäftigtenanteil von Berufen mit Green Skills in Baden-Württemberg (19,4 %) erheblich geringer aus, der Beschäftigtenanteil von Berufen mit Brown Skills bewegt sich aber im Mittelfeld. In allen Bundesländern hat sich der Anteil der Beschäftigten in Berufen mit Green Skills stark erhöht, aber die Anteile der Beschäftigung in Berufen mit Brown Skills haben sich nur jeweils geringfügig verringert. Die Beschäftigung in Berufen mit Green Skills stieg in Baden-Württemberg von 2013 bis 2022 um knapp 57 Prozent und damit weitaus deutlicher verglichen mit dem Zuwachs von Berufen mit Brown Skills (ca. 15 %) und auch dem Beschäftigungsaufbau insgesamt (ca. 18 %). Die Frage ist, welche Wirkungskanäle für diese Entwicklung verantwortlich sind. Hierfür wurden zwei unterschiedliche Effekte des beruflichen Wandels auf die Beschäftigung verglichen. Auf der einen Seite können neue Beschäftigungen in Berufen mit Green Skills aufgenommen werden, ohne dass sich die Kompetenzstruktur des Berufs verändert hat. Auf der anderen Seite können Kompetenzen in einem vorher als White oder Brown eingestuften Beruf sich derart geändert haben, dass dieser Beruf dann als einer mit Green Skills eingestuft wird. Die vergleichende Betrachtung der Entwicklung der Gesamtbeschäftigung – Effekte aufgrund von konstanter und veränderter Kompetenzstruktur – hat für Baden-Württemberg gezeigt, dass die Beschäftigung in Berufen mit Green Skills stärker dadurch gestiegen ist, dass die Zahl der Berufe, die 2022 (aber nicht 2013) zu den umweltschonenden Berufen zählen, zunahm, als durch die zusätzlich noch neu entstandenen Beschäftigungsverhältnisse in den Berufen. D. h. vor allem der Wandel innerhalb der Berufe spielt hier eine entscheidende Rolle. Die Beschäftigung in Berufen mit Brown Skills ist insgesamt nicht so stark gewachsen; der Bedeutungszuwachs in Berufen mit Brown Skills war unter Einbeziehung der Veränderung der Kompetenzstruktur höher als bei konstanter Kompetenzstruktur. Außerdem zeigt die Analyse zur Änderung der Struktur der neu begonnenen Beschäftigungen in Baden-Württemberg ebenfalls, dass sich deren Zusammensetzung zugunsten von Berufen mit Green Skills verändert hat. Zudem hat der Anteil von Beschäftigungswechseln aus Berufen mit White bzw. Brown Skills in solche mit Green Skills in der Vergangenheit deutlich zugenommen. Berufswechsel sind daher für den Wandel der Berufe im Zuge der ökologischen Transformation erheblich. Hinzu kommt, dass jüngere Menschen häufiger eine (duale) Berufsausbildung in einem Beruf mit vorwiegend umweltschützenden Skills begonnen haben. Die vorliegende Studie hat gezeigt, dass vor allem die Veränderung der Zusammensetzung der Kompetenzen in einem Beruf die Verschiebung der Beschäftigung in Richtung der umweltschonenden Berufe in Baden-Württemberg maßgeblich bestimmt hat, d. h. vor allem der Wandel innerhalb der Berufe spielt eine entscheidende Rolle." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Faißt, Christian; Wapler, Rüdiger; Jahn, Daniel; Otto, Anne ; Hamann, Silke ; Wydra-Somaggio, Gabriele ; Janser, Markus ; -
Literaturhinweis
Overcoming five key challenges to make the energy transition a just labor transition (2025)
Fernández Intriago, Luis ; Leining, Catherine ; Kerr, Suzi ; Terzi, Alessio ; Janser, Markus ; Richardson, Euan ; Jakob, Michael ; Raimi, Daniel ; Heffron, Raphael ; Maré, Dave; Garcia, Helena ; Tarazona, Marcela; Finkelstein Shapiro, Alan; Pucheta, Mauro; Daniels, Reza ; Rambharos, Mandy; Chakraborty, Shouvik; Burrow, Sharan;Zitatform
Fernández Intriago, Luis, Sharan Burrow, Shouvik Chakraborty, Reza Daniels, Alan Finkelstein Shapiro, Helena Garcia, Raphael Heffron, Michael Jakob, Markus Janser, Suzi Kerr, Catherine Leining, Dave Maré, Mauro Pucheta, Daniel Raimi, Mandy Rambharos, Euan Richardson, Marcela Tarazona & Alessio Terzi (2025): Overcoming five key challenges to make the energy transition a just labor transition. In: Nature Communications, Jg. 16, 2025-08-04. DOI:10.1038/s41467-025-62905-5
Abstract
"Shifting rapidly to a low-emissions global economy could severely disrupt workers’ livelihoods and their communities, exacerbating inequalities and perpetuating injustice. In a Just Labor Transition, strategic policies prepare workers for new jobs, enable inclusive decision-making with meaningful participation of workers and their representatives (including labor unions and other collective organizations), and secure social license for change." (Text excerpt, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Sichtbare und mögliche Effekte des Klimawandels auf den deutschen Arbeitsmarkt (2025)
Zitatform
Fitzenberger, Bernd & Florian Hack (2025): Sichtbare und mögliche Effekte des Klimawandels auf den deutschen Arbeitsmarkt. (IAB-Forschungsbericht 08/2025), Nürnberg, 31 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2508
Abstract
"Der Klimawandel hat bereits spürbare Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt. Besonders der Temperaturanstieg und die Zunahme von Hitzewellen betreffen Branchen wie das Baugewerbe und die Landwirtschaft. Auch andere Branchen wie Dienstleistungen, Logistik, Tourismus und das Verarbeitende Gewerbe sind betroffen. Die empirische Evidenz legt nahe, dass es in der Folge zu gesundheitlichen Risiken, höheren Unfallzahlen, steigenden Krankheitstagen bis hin zu vermehrten Todesfällen kommt. Dies kann die Produktivität negativ beeinflussen und wirtschaftliche Kosten, Arbeitsplatzverluste sowie indirekte negative Auswirkungen auf die Wertschöpfungsketten haben. Neben der Hitze nehmen auch Dürren in Häufigkeit und Intensität zu, mit gravierenden Folgen für Lebensmittelproduktion und Energieversorgung. Die extremen Dürren und Hitzewellen der letzten Jahre haben die Notwendigkeit von Anpassungsmaßnahmen verdeutlicht. Sowohl technische Lösungen als auch wirtschaftliche Anreize sollten in den Blick genommen werden, um sowohl ökologische als auch wirtschaftliche Stabilität zu sichern. Eine weitere Folge des Klimawandels ist die Zunahme von Extremwetterereignissen wie Stürmen, Starkregen und Überschwemmungen, die allein in Deutschland zwischen 2000 und 2021 Schäden in Höhe von rund 145 Milliarden Euro verursachten. Die Schäden und daraus resultierenden Wiederaufbauarbeiten haben direkte und indirekte Folgen für den Arbeitsmarkt. So treten diese insbesondere im Bausektor (z.B. durch Hochwasserschutzmaßnahmen, sowie im Hoch- und Tiefbau) und im Gesundheitswesen auf. In den kommenden Jahrzehnten dürften sich die Auswirkungen des Klimawandels weiter verstärken. Eine Analyse des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung prognostiziert für Deutschland bis 2050 einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um bis zu elf Prozent. Laut der Studie werden die wirtschaftlichen Folgen regional unterschiedlich ausfallen, wobei veränderte Niederschlagsmuster lokal positive Effekte haben können. Insgesamt führt die Zunahme extremer Wetterereignisse jedoch zu erheblichen wirtschaftlichen Schäden. Davon besonders betroffen sind diejenigen Berufsgruppen, die den Witterungsbedingungen direkt ausgesetzt sind, darunter Beschäftigte in der Land- und Forstwirtschaft, im Baugewerbe sowie in schlecht hitzegeschützten Innenräumen. Befragungsdaten aus den Jahren 2006, 2012 und 2018 zeigen bislang allerdings nicht, dass die Beschäftigten in Deutschland Hitze als einen ausgeprägten Belastungsfaktor wahrnehmen. Interessanterweise nimmt die Zahl der Hitzetage zu, während sich der Anteil der Beschäftigten, die sich durch Witterungsbedingungen beeinträchtigt fühlen, verringert. Zu beachten ist, dass die Befragung lediglich allgemeine Witterungsbelastungen wie Kälte, Hitze, Nässe und Zugluft erfasst, die nicht ausschließlich durch den Klimawandel bedingt sind. Zudem ist unklar, ob etwa ein Anstieg der Belastung durch extreme Hitze durch einen Rückgang der Belastung durch Kälte ausgeglichen wird. Die Auswirkungen variieren auch nach Unternehmensgröße, da finanzielle Mittel entscheidend für die Resilienz gegenüber klimatischen Veränderungen sind. So sind kleinere Unternehmen im Schnitt stärker betroffen als größere. Internationale Forschung zu Naturkatastrophen liefert Erkenntnisse zu Arbeitsmarkteffekten, die auch für Deutschland relevant sind. So können klimabedingte Katastrophen langfristige Wanderungsbewegungen auslösen und kurzfristige Einkommensverluste verursachen, die nur langfristig kompensiert werden können. Dies zeigt zum Beispiel eine Studie zu den Folgen des Hurricanes Katrina in den USA. Gleichzeitig profitieren Unternehmen, die am Wiederaufbau beteiligt sind, wirtschaftlich von diesen Entwicklungen. Auch die Nutzung von Saison-Kurzarbeitergeld in Deutschland lässt Rückschlüsse auf wirtschaftliche Anpassungen an den Klimawandel zu: So ist der relative Anteil der Beschäftigten im Baugewerbe, die diese Leistung in Anspruch nehmen, zwischen 2012 und 2023 gesunken. Dieser Rückgang ist konsistent mit zunehmend milderen Wintern, die längere Arbeitszeiten ermöglichen können. Langfristig wird die Anpassungsfähigkeit von Unternehmen und Beschäftigten entscheidend für die direkten Folgen des Klimawandels auf dem deutschen Arbeitsmarkt sein. Maßnahmen, um durch den Klimawandel ausgelöste Schäden zu beseitigen, oder wirtschaftliche Transformationsprozesse, die die Resilienz gegenüber dem Klimawandel erhöhen und dem Klimaschutz dienen, können auch zu positiven Effekten wie der Entstehung neuer Geschäftsfelder und der Schaffung neuer Arbeitsplätze führen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Interview zum IAB-Forschungsbericht im Online-Magazin IAB-Forum -
Literaturhinweis
Strukturschwache ländliche Räume als Gewinner der Energiewende?: Teil des Zeitgesprächs "In Regionen denken: Ideen für prosperierende ländliche Räume" (2025)
Zitatform
Frankenberg, Dominik, Annekatrin Niebuhr & Jan Cornelius Peters (2025): Strukturschwache ländliche Räume als Gewinner der Energiewende? Teil des Zeitgesprächs "In Regionen denken: Ideen für prosperierende ländliche Räume". In: Wirtschaftsdienst, Jg. 105, H. 6, S. 423-427., 2025-06-09. DOI:10.2478/wd-2025-0109
Abstract
"Der Anpassungsdruck und das Potenzial für die wirtschaftliche Entwicklung durch den ökologischen Wandel sind von Region zu Region sehr unterschiedlich. Viele strukturschwache ländliche Gebiete sind wichtige Standorte für die Erzeugung erneuerbarer Energien und könnten daher überdurchschnittlich von der Energiewende profitieren. Investitionszuschüsse durch die Regionalpolitik, Regulierung zur Erhöhung der lokalen Wertschöpfung aus der Erzeugung erneuerbarer Energien und regionale Energiepreise könnten strukturschwachen Regionen helfen, die potenziellen Vorteile des Transformationsprozesses zu nutzen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Entwicklungspotenziale ländlicher Räume durch die Energiewende (2025)
Zitatform
Frankenberg, Dominik, Annekatrin Niebuhr & Jan Cornelius Peters (2025): Entwicklungspotenziale ländlicher Räume durch die Energiewende. In: Ländliche Räume H. 3, S. 36-39.
Abstract
"Erneuerbare Stromerzeugung erfolgt - in regional unterschiedlicher Ausprägung - vorwiegend in ländlichen Räumen. Vor diesem Hintergrund werden die mit der Energiewende verbundenen Chancen und Risiken für die regionalwirtschaftliche Entwicklung erörtert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The Local Job Multipliers of Green Industrialization (2025)
Zitatform
Frattini, Federico Fabio, Francesco Vona, Filippo Bontadini & Italo Colantone (2025): The Local Job Multipliers of Green Industrialization. (CESifo working paper 11939), München, 76 S.
Abstract
"What are the job multipliers of the green industrialization? We tackle this question within EU regions over the period 2003-2017, building a novel measure of green manufacturing penetration that combines green production and regional employment data. We estimate local job multipliers of green penetration in a long-difference model, using a shift-share instrument that exploits plausibly exogenous changes in non-EU green innovation. We find that a 3-years change in green penetration per worker increases the employment-to-active population ratio by 0.11 pp. The effect is: persistent both in manufacturing and outside manufacturing; halved by agglomeration effects that increase the labour market tightness; stronger for workers with high and low-education; and present also in regions specialized in polluting industries. When focusing on large shocks in a staggered DiD design, we find ten times larger effects, particularly in earlier periods." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Estimating labour market transitions and skills investment needs of the green transition - a new approach (2025)
Fulvimari, Alessia; Weitzel, Matthias; Garaffa, Rafael; Vorst, Camille van der; Kunertova, Linda;Zitatform
Fulvimari, Alessia, Rafael Garaffa, Linda Kunertova, Camille van der Vorst & Matthias Weitzel (2025): Estimating labour market transitions and skills investment needs of the green transition - a new approach. 47 S. DOI:10.2767/4332366
Abstract
"The green transition is affecting the entire economy and is leading to significant transformations in some specific sectors, including sectors such as the energy industries, mining and quarrying, construction, manufacturing, or waste management. The ongoing transformations have impacts on the demand for overall labor market, skills, occupations, wages and working conditions. The paper aims at providing evidence on labor market transitions in the context of the shift towards climate neutrality. Based on data from the EU Labour Force Survey we find that in recent years there was a net inflow of workers into all of the ‘transforming sectors’ except for mining and extraction in the EU. In addition, and contrary to expectations, we find that workers in ‘energy-intensive industries’ overall make less transitions towards non-employment (inactivity or unemployment) than those working in other sectors. This may be due to the higher incidence of trade union density in these sectors and also to the fact that these industries are significantly male-dominated hence less affected by transitions into inactivity due to caring responsibilities. While crucial in fostering the transition towards climate neutrality, we find that training and education in some sectors that are key in this context is lagging behind. Our paper also provides novel estimations on the additional amount of workforce needed and the associated training costs from deployment of renewable energy at Member State level in 2030. Our findings show that the additional installations of wind turbines and solar panels to deliver on the EU Green Deal targets would require about 130 000 to 145 000 additional skilled workers in the EU, with associated investment in skills reaching 1.1 to 1.4 billion EUR by 2030. Job creation nonetheless differs across Member States, and those with relatively higher shares of renewable capacity already installed may present lower re-training costs per worker in 2030." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
