Pendlerinnen und Pendler am Arbeitsmarkt
Der Anteil der Pendlerinnen und Pendler an den sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten ist seit Jahren hoch. Rund 60 Prozent - das sind über 20 Mio. Beschäftigte - arbeiteten 2023 in einer anderen Gemeinde als der, in der sie wohnten. Die Beschäftigten legten dabei durchschnittlich gut 17 Kilometer auf ihrem Weg zur Arbeit zurück. Durch die Zunahme mobilen Arbeitens und Home Office nahm die Pendelhäufigkeit allerdings ab.
Das IAB-Dossier bietet Informationen zur räumlichen Mobilität der Beschäftigten in Deutschland.
Mit dem Filter „Autorenschaft“ können Sie auf IAB-(Mit-)Autorenschaft eingrenzen.
-
Literaturhinweis
Arbeitsmarkt und Arbeitskräftemobilität in der deutsch-französischen Grenzregion (2019)
Zitatform
Knörr, Marlene & Enzo Weber (2019): Arbeitsmarkt und Arbeitskräftemobilität in der deutsch-französischen Grenzregion. (IAB-Discussion Paper 05/2019), Nürnberg, 126 S.
Abstract
"Das Paper untersucht den grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt in der französisch-deutschen Oberrheinregion. Basierend auf einer Engpassanalyse für beide Seiten der Grenze schätzt eine Panelregression mit fixen Effekten den Einfluss sich verändernder Arbeitsmarktlagen auf die Anzahl der französischen Grenzgänger. Obwohl einige der erwarteten Effekte entdeckt werden, sind diese eher begrenzt und nicht ausreichend, um regionale Disparitäten in einer Weise auszugleichen, wie es auf einem vollständig integrierten grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt erwartet werden würde. Genauso werden standardisierte Abschlusszertifikate als Barriere für grenzüberschreitende Mobilität identifiziert und die Bevorzugung von Routinetätigkeiten durch die Grenzgänger bestätigt. Darüber hinaus stellen beispielsweise auch unzureichender öffentlicher Nahverkehr und ungenügende Sprachkenntnisse, fehlende Informationen über das Nachbarland sowie Probleme bei der Anerkennung von Abschlüssen Hindernisse für einen integrierten Arbeitsmarkt dar." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Ähnliche Treffer
English version: IAB-Discussion Paper , 02/2018 -
Literaturhinweis
On the road (again): Commuting and local employment elasticities in Germany (2019)
Zitatform
Krebs, Oliver & Michael Pflüger (2019): On the road (again): Commuting and local employment elasticities in Germany. (IZA discussion paper 12257), Bonn, 46 S.
Abstract
"This paper uses the quantitative spatial model with heterogeneous locations linked by costly goods trade, migration and commuting developed in Monte et al. (2018) to address the workings of local labor markets in Germany. One key contribution concerns the analysis of the role of the expenditure share of housing in the economy. We provide arguments that, in accordance with Rognlie (2015), for an economy-wide quantitative exercise, this share should be chosen lower than stipulated in much of the extant research. Our analyses show that the local general equilibrium employment and resident elasticities with respect to local productivity shocks are significantly higher with a lower housing share. Moreover, simple ex-ante observable commuting measures have very little predictive power for these general equilibrium elasticities when the housing share is small. The size of the housing share turns out to play no crucial role for two further results, however. First, employment and resident elasticities are very heterogeneous across German local labor markets, irrespective of the housing share. Second, the housing share has only little influence on the welfare effects and location patterns of counterfactual commuting cost reductions." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Kurzstudie zur Beschäftigungsstruktur im Mitteldeutschen Revier (2019)
Kropp, Per; Sujata, Uwe; Weyh, Antje; Fritzsche, Birgit;Zitatform
Kropp, Per, Uwe Sujata, Antje Weyh & Birgit Fritzsche (2019): Kurzstudie zur Beschäftigungsstruktur im Mitteldeutschen Revier. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Sachsen-Anhalt-Thüringen 01/2019), Nürnberg, 17 S.
Abstract
"Die vorliegende Studie untersucht die Struktur der Beschäftigung im Mitteldeutschen Revier nach der Abgrenzung durch die Kommission 'Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung'. Dabei betrachten wir vor allem die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in der Kohlewirtschaft, zu der wir den Kohlenbergbau, die Bergbaudienstleistungen und die Elektrizitätserzeugung zählen. Die Analysen zeigen, dass sich die Kohlewirtschaft stark auf die drei Kreise Landkreis Leipzig, Burgenlandkreis und Mansfeld-Südharz konzentriert, in denen die Braunkohle abgebaut wird. Diese Kreise sind gut in die Leipziger Arbeitsmarktregion, die in weiten Teilen mit dem Mitteldeutschen Revier übereinstimmt, eingebunden.
Insgesamt zählt das Mitteldeutsche Revier knapp 3.600 direkt in der Kohlewirtschaft Beschäftigte - das ist etwa ein halbes Prozent aller Beschäftigten des Reviers. Indirekt hängen an der Kohlewirtschaft durch Vorleistungen oder über Lohnausgaben weiteren 2.100 bis 3.600 Beschäftigte. Wesentlich bedeutsamer ist die Beschäftigung in energieintensiven Industrien, die mehr als 27.000 Personen umfasst.
Die gute Qualifikationsstruktur der Beschäftigten in der Kohlewirtschaft sollte bei einem Kohleausstieg einen Wechsel in andere Wirtschaftsbereiche erleichtern; andererseits kann dem die starke berufsspezifische Spezialisierung entgegenstehen. Die Altersstruktur der Beschäftigten in der Kohlewirtschaft erlaubt voraussichtlich einen sozialverträglichen Beschäftigungsabbau, denn fast die Hälfte der Beschäftigten ist 50 Jahre oder älter. Die Beschäftigungsentwicklung in den energieintensiven Wirtschaftszweigen wie der Nahrungsmittel- und der Chemischen Industrie sollten genauso stark im Fokus der Arbeitsmarktpolitik stehen wie die Kohlewirtschaft selbst." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Kurzstudie zur Beschäftigungsstruktur im Mitteldeutschen Revier (2019)
Kropp, Per; Sujata, Uwe; Weyh, Antje; Fritzsche, Birgit;Zitatform
Kropp, Per, Uwe Sujata, Antje Weyh & Birgit Fritzsche (2019): Kurzstudie zur Beschäftigungsstruktur im Mitteldeutschen Revier. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Sachsen 01/2019), Nürnberg, 17 S.
Abstract
"Die vorliegende Studie untersucht die Struktur der Beschäftigung im Mitteldeutschen Revier nach der Abgrenzung durch die Kommission 'Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung'. Dabei betrachten wir vor allem die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in der Kohlewirtschaft, zu der wir den Kohlenbergbau, die Bergbaudienstleistungen und die Elektrizitätserzeugung zählen. Die Analysen zeigen, dass sich die Kohlewirtschaft stark auf die drei Kreise Landkreis Leipzig, Burgenlandkreis und Mansfeld-Südharz konzentriert, in denen die Braunkohle abgebaut wird. Diese Kreise sind gut in die Leipziger Arbeitsmarktregion, die in weiten Teilen mit dem Mitteldeutschen Revier übereinstimmt, eingebunden.
Insgesamt zählt das Mitteldeutsche Revier knapp 3.600 direkt in der Kohlewirtschaft Beschäftigte - das ist etwa ein halbes Prozent aller Beschäftigten des Reviers. Indirekt hängen an der Kohlewirtschaft durch Vorleistungen oder über Lohnausgaben weiteren 2.100 bis 3.600 Beschäftigte. Wesentlich bedeutsamer ist die Beschäftigung in energieintensiven Industrien, die mehr als 27.000 Personen umfasst.
Die gute Qualifikationsstruktur der Beschäftigten in der Kohlewirtschaft sollte bei einem Kohleausstieg einen Wechsel in andere Wirtschaftsbereiche erleichtern; andererseits kann dem die starke berufsspezifische Spezialisierung entgegenstehen. Die Altersstruktur der Beschäftigten in der Kohlewirtschaft erlaubt voraussichtlich einen sozialverträglichen Beschäftigungsabbau, denn fast die Hälfte der Beschäftigten ist 50 Jahre oder älter. Die Beschäftigungsentwicklung in den energieintensiven Wirtschaftszweigen wie der Nahrungsmittel- und der Chemischen Industrie sollten genauso stark im Fokus der Arbeitsmarktpolitik stehen wie die Kohlewirtschaft selbst." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
The role of education and educational-occupational mismatches in decisions regarding commuting and interregional migration from eastern to western Germany (2019)
Zitatform
Melzer, Silvia Maja & Thomas Hinz (2019): The role of education and educational-occupational mismatches in decisions regarding commuting and interregional migration from eastern to western Germany. In: Demographic Research, Jg. 41, S. 461-476. DOI:10.4054/DemRes.2019.41.16
Abstract
"This paper investigates commuting and interregional migration from eastern to western Germany, and asks, first: Who chooses to migrate and who chooses to commute? Second: Does commuting serve as a stepping-stone or as a long-term alternative to migration? And third: What role does education and educational - occupational mismatch play in those choices?
We use the Socio-Economic Panel data from 1992 to 2013 and multilevel multinomial logit models with random effects, as well as cross-classified multilevel logit with random effects.
People with higher education are more likely to migrate than to remain immobile or to commute, while people who have spent less time in education are more likely to commute than to remain immobile or to migrate. Educational - occupational mismatches reduce the likelihood of migration for both men and women, but they reduce the likelihood of commuting only for men. For women, educational - occupational mismatches increase the likelihood of commuting. Moreover, commuting serves as a stepping-stone to migration, rather than as a long-term alternative to it, especially for the highly educated.
We investigate the relationship between migration and commuting more directly than has been the case in previous research. Moreover, we advance previous research by showing how educational - occupational mismatch influences decisions as to whether to commute or to migrate. Our analysis shows how education, educational - occupational mismatch, and gender are interrelated and intertwined with each other, and how gender-specific mobility patterns follow from these interrelations." (Author's abstract, © Max-Planck-Institut für demographische Forschung) ((en)) -
Literaturhinweis
Pendlerbericht 2017 (2019)
Seibert, Holger; Carstensen, Jeanette; Wiethölter, Doris;Zitatform
Seibert, Holger, Doris Wiethölter & Jeanette Carstensen (2019): Pendlerbericht 2017. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Berlin-Brandenburg 01/2019), Nürnberg, 41 S.
Abstract
"Die Pendlerströme in der Region Berlin-Brandenburg haben in den vergangenen Jahren weiter stetig zugenommen. In die Bundeshauptstadt pendelten im Jahr 2017 über 300.000 Beschäftigte aus den anderen Bundesländern oder dem Ausland. Damit sind die Einpendler nach Berlin mit 13.500 mehr Personen gegenüber 2016 (+4,6 %) gestiegen. Ebenfalls gewachsen ist die Anzahl der Berliner Auspendler auf knapp 180.000 und damit ca. 5.700 (+3,3 %) mehr als im Jahr zuvor. Insgesamt wies die Bundeshauptstadt im Jahr 2017 einen Einpendlerüberschuss von fast 130.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten auf.
Die Mobilität der Arbeitskräfte in Brandenburg ist ebenfalls gestiegen. Brandenburg war nicht nur das Bundesland mit der höchsten Auspendlerquote (29,4 %), sondern hatte auch die höchste Einpendlerquote (17,7 %) unter den Flächenländern. Im Jahr 2017 arbeiteten ca. 286.000 Brandenburger in einem anderen Bundesland. Aus anderen Bundesländern und dem Ausland pendelten fast 148.000 Beschäftigte zum Arbeiten nach Brandenburg ein.
Die Pendlerbeziehungen zwischen den beiden Bundesländern Berlin und Brandenburg sind 2017 ebenfalls intensiver geworden. Gut 210.000 Brandenburger waren in Berlin tätig, 6.600 Personen mehr als ein Jahr zuvor. Dies waren 21,6 Prozent aller Beschäftigten mit Brandenburger Wohnort. In die Gegenrichtung, von Berlin nach Brandenburg, pendelten 6,7 Prozent (87.073) aller Berliner Beschäftigten und damit fast 2.200 Beschäftigte mehr als 2016.
Mit der günstigen Beschäftigungsentwicklung stieg auch die Zahl der mobilen Beschäftigten. Als Gründe für die steigende Arbeitskräftemobilität werden die immer weiter zunehmende Spezialisierung der Arbeitswelt und die Anforderungen der Wissensgesellschaft diskutiert. Darüber hinaus beeinflussen Suburbanisierungsprozesse, Lohndifferenzen sowie Unterschiede in Umfang des Arbeitsplatzangebots die Mobilitätsbereitschaft von Beschäftigten.
Der vorliegende Bericht zeichnet die Entwicklung der Pendlerzahlen für Berlin und Brandenburg für den Zeitraum 1999 bis 2017 nach, wie auch deren Pendlerverflechtungen nach Ziel- und Herkunftsregionen. In dieser Analyse wird darüber hinaus die Mobilität der Beschäftigten zwischen den Brandenburger Gemeinden aufgezeigt. Vor allem die Metropole Berlin erweist sich als Entwicklungsmotor mit positiven Beschäftigungseffekten auch für angrenzende Umlandgemeinden (166.004 Pendler aus dem Berliner Umland nach Berlin). Ebenfalls zugenommen hat auch die Zahl der mobilen Berliner, die vor allem im Umland tätig sind (74.011). Dies sind rund 41,1 Prozent aller Berliner Auspendler." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Berufspendelnde Mütter: Ambivalenzen - Grenzen - Kritik (2019)
Wojahn, Katharina;Zitatform
Wojahn, Katharina (2019): Berufspendelnde Mütter. Ambivalenzen - Grenzen - Kritik. Opladen: Budrich UniPress, 192 S.
Abstract
"Die Untersuchung bietet einen umfassenden Einblick in den Alltag berufsbedingt abwesender Mütter und fokussiert dabei die Grenzen der binär-hierarchischen Geschlechterordnung. Daran anknüpfend liefert die Studie einen vertiefenden Einblick in ambivalente Prozesse der sozialen Dimensionen der Normativität. Damit rücken die auf der individuellen Ebene notwendigen Auseinandersetzungen mit widersprüchlichen gesellschaftlichen Anforderungen in den Mittelpunkt des Interesses.
Die Studie basiert auf qualitativen, leitfadengestützten Interviews mit Frauen, die Kinder haben und pendeln. Die Interviewten arbeiten in einer dem Familienwohnsitz entfernten Stadt und sind daher auch zeitweise über Nacht von der Familie abwesend. In dieser Zeit übernimmt der Partner die Versorgung des Haushalts und der Kinder. Die Untersuchung gibt einen umfassenden Einblick in den Alltag berufsbedingt abwesender Mütter und fokussiert dabei die Grenzen der binär-hierarchischen Geschlechterordnung. Das Phänomen pendelnder Mütter als ein Pendeln an den Grenzen der Geschlechterordnung darzustellen markiert nicht nur die Verwobenheit der Akteurinnen in zum Teil widersprüchliche, gesellschaftliche Erwartungen an Frauen als (mobile) Erwerbstätige und Frauen als Mütter. Ebenfalls wird dadurch markiert, dass die Frage nach den Grenzen (der Geschlechterordnung) immer auch die Frage nach Überschreitung, nach Möglichkeiten und Spielräumen einschließt.
Die Befunde aus den Interviews zeigen unter anderem, dass die Abwesenheit von der Familie gut legitimiert werden muss. Um im Rahmen einer guten Mutter denkbar zu bleiben und anerkannt zu werden, müssen sie den Zwang ihrer Situation herausstellen. Dies aber verhindert die Artikulation lustvoller Dimensionen, die auch einen Teil ihrer Erfahrungen mit und in der Abwesenheit ausmachen. In diesem prekären Spannungsverhältnis von der Legitimation einerseits und einer 'Lust an der Abwesenheit' andererseits erwächst die Notwendigkeit einer Sorge um sich selbst. Insgesamt zeigt die Untersuchung nicht nur auf, dass veränderte Arrangements die Grundlage für eine Kritik an derzeitigen Bedingungen der Arbeitswelt aber auch der derzeitigen Ideale der bürgerlichen Kleinfamilie sind, sondern weiterführend Kritik als eine Form von Praxis untersucht werden muss, die ihren Niederschlag nicht zuletzt in den (modifizierten) Selbstverhältnissen findet." (Verlagsangaben, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Überprüfung des Zuschnitts von Arbeitsmarktregionen für die Neuabgrenzung des GRW-Fördergebiets ab 2021: Endbericht: Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) (2018)
Zitatform
Breidenbach, Philipp, Rüdiger Budde, Lea Eilers, Matthias Kaeding & Sandra Schaffner (2018): Überprüfung des Zuschnitts von Arbeitsmarktregionen für die Neuabgrenzung des GRW-Fördergebiets ab 2021. Endbericht: Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi). (RWI-Projektbericht), Essen, 168 S.
Abstract
"Die im Gutachten vorgenommenen Analysen unterstreichen die zu Beginn beschriebene Problematik, dass deutsche Kreise und kreisfreie Städte für sich genommen keine geeigneten Abgrenzungen für Arbeitsmarktregionen darstellen. Auspendlerströme in einen spezifischen anderen Kreis stellen in einigen Fällen knapp 50% der SV-Beschäftigten dar, deren Wohn- und Arbeitsort durch Kreisgrenzen durchschnitten werden. Die bisher im Rahmen der GRW-Indikatorik verwendete Abgrenzung von Arbeitsmarktregionen kann einen Großteil dieser Pendlerströme zwar in gemeinsamen Arbeitsmärkten einschließen. Dennoch zeigen die hier aufgeführten Analysen, dass viele Pendlerströme in dieser Abgrenzung unberücksichtigt bleiben und deutlich verbesserte Zuschnitte anhand aktueller Zahlen von Pendlerströmen möglich sind." (Textauszug, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
You've come a long way, baby: husbands' commuting time and family labour supply (2018)
Zitatform
Carta, Francesca & Marta De Philippis (2018): You've come a long way, baby. Husbands' commuting time and family labour supply. In: Regional science and urban economics, Jg. 69, H. March, S. 25-37. DOI:10.1016/j.regsciurbeco.2017.12.004
Abstract
Der Beitrag untersucht die Wirkungen der Pendlerzeit des Ehemanns auf die Erwerbsbeteiligung der Ehefrauen und die Zeitverwendung in der Familie. Unter der Modellannahme der imperfekten Substitution von Markt- und Eigenleistungen kann eine Verlängerung der Pendelzeit die Arbeitszeit der Ehefrau mindern, die des pendelnden Ehemanns erhöhen. Bei einer Vergrößerung der Distanz vom Wohnort zum Arbeitsort um ein Prozent sinkt die Wahrscheinlichkeit der Erwerbsbeteiligung der Frau um 0.016. Diese Wirkung erhöht sich bei Familien mit Kindern und bei hochqualifizierten Ehemännern. (IAB)
-
Literaturhinweis
Berufliches Pendeln in Deutschland (2018)
Zitatform
Dauth, Wolfgang & Peter Haller (2018): Berufliches Pendeln in Deutschland. In: Wirtschaftsdienst, Jg. 98, H. 8, S. 608-610., 2018-08-02. DOI:10.1007/s10273-018-2339-y
Abstract
"Die Mehrheit aller Beschäftigten in Deutschland macht sich morgens mit dem Rad, öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Auto auf den Weg zur Arbeit und kehrt am Abend wieder zurück nach Hause. Das berufliche Pendeln macht eine Trennung von Wohn- und Arbeitsort möglich. Ein hohes Verkehrsaufkommen auf den Straßen, volle Züge und zeitliche Unwägbarkeiten sind hingegen die negativen Seiten. Häufig wird Pendeln deshalb als verlorene Lebenszeit und Stress empfunden. Obwohl das Pendeln für Millionen von Menschen in Deutschland zum täglichen Leben gehört, ist über die Entwicklung der individuellen Pendeldistanzen bisher wenig bekannt. Durch die Nutzung der exakten Tür-zu-Tür-Fahrdistanzen konnten neue Erkenntnisse über das berufliche Pendeln sozialversicherungspflichtig und geringfügig Beschäftigter in Deutschland gewonnen werden. Hierbei können sowohl die Pendelbewegungen innerhalb von als auch zwischen Städten und Regionen berücksichtigt werden, was in dieser Genauigkeit bisher nicht möglich war. Die mittlere Pendeldistanz von sozialversicherungspflichtig und geringfügig Beschäftigten hat sich von 2000 bis 2014 um 21 % von 8,7 km auf 10,5 km erhöht. Dabei handelt es sich um einen stetigen Trend über den gesamten Zeitraum." (Autorenreferat, © Springer-Verlag)
Ähnliche Treffer
siehe auch IAB-Kurzbericht , 10/2018 -
Literaturhinweis
Berufliches Pendeln zwischen Wohn- und Arbeitsort: Klarer Trend zu längeren Pendeldistanzen (2018)
Zitatform
Dauth, Wolfgang & Peter Haller (2018): Berufliches Pendeln zwischen Wohn- und Arbeitsort: Klarer Trend zu längeren Pendeldistanzen. (IAB-Kurzbericht 10/2018), Nürnberg, 11 S.
Abstract
"In nahezu allen Industrieländern legen Beschäftigte immer längere Strecken zwischen Wohn- und Arbeitsort zurück. Die Autoren untersuchen, ob dieser Trend auch für sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer in Deutschland gilt. Mithilfe der geografischen Koordinaten des Wohn- und Arbeitsorts lassen sich erstmals die tatsächlichen Fahrstrecken zur Analyse der Pendeldistanzen innerhalb und zwischen Städten und Regionen verwenden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Ähnliche Treffer
siehe auch Wirtschaftsdienst, Vol. 98, No. 8 (2018), S. 608-610Weiterführende Informationen
- Entwicklung der Pendeldistanzen nach Eintritt in ein Beschäftigungsverhältnis im Zeitraum 2000 bis 2014
- Räumliche Verteilung der Pendeldistanzen für drei ausgewählte Regionen: Berlin und Umgebung
- Räumliche Verteilung der Pendeldistanzen für drei ausgewählte Regionen: München und Umgebung
- Entwicklung der Pendeldistanzen im Zeitraum 2000 bis 2014
- Räumliche Verteilung der Pendeldistanzen für drei ausgewählte Regionen: Rhein-Ruhr-Region
- Räumliche Verteilung der Pendeldistanzen in Deutschland
- Der aktuelle Kurzbericht ist eine korrigierte Version vom 24.4.2018. Gegenüber der ursprünglichen Version vom 17.4.2018 hat sich dieses Kapitel geändert.
- Mittlere Pendeldistanzen zwischen Wohnsitz und Arbeitsplatz für die Jahre 2000 bis 2014
- Verteilung der Pendeldistanzen in den Jahren 2000 und 2014
-
Literaturhinweis
2017 annual report on intra-EU labour mobility: Final Report Second edition September 2018 (2018)
Zitatform
Fries-Tersch, Elena, Tugce Tugran, Ludovica Rossi & Harriet Bradley (2018): 2017 annual report on intra-EU labour mobility. Final Report Second edition September 2018. (... annual report on intra-EU labour mobility / European Commission), Luxembourg, 250 S. DOI:10.2767/077683
Abstract
"This report provides an annually updated picture of intra-EU labor mobility in the EU. It presents an overview of stocks and flows of all and of active EU movers of working age using the most up-to-date EU-wide comparable data. Therefore, the report identifies main countries of destination and of origin and identifies major changes compared to previous years in the Member States. Like every year, the report looks at the situation of movers on the labor market, by comparing indicators such as employment rates, occupations, sectors of activity, education, over-qualification between different groups of movers, to nationals in the country of residence and over time. Furthermore, the report addresses a variety of specific topics, that differ from year to year, depending on current developments and policy needs. This year, the report specifically looks at the gender dimension of mobility, language and other barriers to cross-border mobility in neighboring regions; and at the mobility of health professionals." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Urbanization, commuting and regional labor markets (2018)
Haller, Peter;Zitatform
Haller, Peter (2018): Urbanization, commuting and regional labor markets. (IAB-Bibliothek 368), Bielefeld: Bertelsmann, 124 S. DOI:10.3278/300972w
Abstract
"Deutschland ist durch seine regionale Struktur - mit vielen Zentren intensiver wirtschaftlicher Aktivität - besonders interessant für Analysen zu räumlichen Mechanismen von Städten und zu Wechselwirkungen zwischen Regionen. Mit steigender Bevölkerungszahl in den Städten dient das Pendeln zwischen Wohn- und Arbeitsort als räumlicher Ausgleichsmechanismus und führt zu Interaktionen zwischen regionalen Arbeitsmärkten. Der Autor untersucht, wie lokale Arbeitsmärkte interagieren, wie stark besiedelte Märkte bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz helfen und wie Beschäftigte auf Änderungen ihrer Pendlerdistanzen reagieren. Die verschiedenen Blickwinkel und die Verwendung von Mikro- und georeferenzierten Daten bieten neue empirische Erkenntnisse über die Interaktionen zwischen regionalen Arbeitsmärkten und das Mobilitätsverhalten in Deutschland." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
E-Book Open Access -
Literaturhinweis
Labor markets and labor mobility in the French-German border region (2018)
Zitatform
Knörr, Marlene & Enzo Weber (2018): Labor markets and labor mobility in the French-German border region. (IAB-Discussion Paper 02/2018), Nürnberg, 137 S.
Abstract
"Das Paper untersucht den grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt in der französisch-deutschen Oberrheinregion. Basierend auf einer Engpassanalyse für beide Seiten der Grenze schätzt eine Panelregression mit fixen Effekten den Einfluss sich verändernder Arbeitsmarktlagen auf die Anzahl der französischen Grenzgänger. Obwohl einige der erwarteten Effekte entdeckt werden, sind diese eher begrenzt und nicht ausreichend, um regionale Disparitäten in einer Weise auszugleichen, wie es auf einem vollständig integrierten grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt erwartet werden würde. Genauso werden standardisierte Abschlusszertifikate als Barriere für grenzüberschreitende Mobilität identifiziert und die Bevorzugung von Routinetätigkeiten durch die Grenzgänger bestätigt. Darüber hinaus stellen beispielsweise auch unzureichender öffentlicher Nahverkehr und ungenügende Sprachkenntnisse, fehlende Informationen über das Nachbarland sowie Probleme bei der Anerkennung von Abschlüssen Hindernisse für einen integrierten Arbeitsmarkt dar." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Ähnliche Treffer
auch in deutscher Sprache erschienen: IAB-Discussion Paper , 05/2019 -
Literaturhinweis
Mobile Arbeit, mobile Eltern: Körperliche und virtuelle Kopräsenz in der Paarbeziehung berufsmobiler Eltern (2018)
Monz, Anna;Zitatform
Monz, Anna (2018): Mobile Arbeit, mobile Eltern. Körperliche und virtuelle Kopräsenz in der Paarbeziehung berufsmobiler Eltern. Wiesbaden: Springer VS, 265 S. DOI:10.1007/978-3-658-20614-7
Abstract
"Anna Monz zeigt die Auswirkungen beruflicher Mobilitätsanforderungen auf die Konstitution und Gestaltung von Paarbeziehungen in Familien. Dabei stellt sie unterschiedliche Formen der Kopräsenz vor und diskutiert die verbindende und trennende Wirkung digitaler Kommunikationsmedien. Mobile Arbeit in einer digitalisierten Arbeitswelt führt zu einem neuen Schub der Entgrenzung und Vermischung von Arbeit und Familie. Elternpaare stehen dadurch vor neuen Herausforderungen: Sie müssen Paarbeziehung in Abwesenheit gestalten und mit vielfältigen und sich vermischenden virtuellen und körperlichen Formen des Zusammenseins umgehen. Dazu gehören sowohl der Umgang mit Emotionen als auch die Gestaltung des Familienalltags und die paarinterne Arbeitsteilung." (Verlagsangaben, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Bessere Chancen anderswo?: Der Einfluss der regionalen Mobilität auf die berufliche Platzierung nach Arbeitslosigkeit in Berlin und Brandenburg (2018)
Seibert, Holger; Wiethölter, Doris; Lüdeke, Britta;Zitatform
Seibert, Holger, Doris Wiethölter & Britta Lüdeke (2018): Bessere Chancen anderswo? Der Einfluss der regionalen Mobilität auf die berufliche Platzierung nach Arbeitslosigkeit in Berlin und Brandenburg. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Berlin-Brandenburg 02/2018), Nürnberg, 26 S.
Abstract
"Räumliche Mobilität kann maßgeblich zum Ausgleich von regionalen Disparitäten beitragen. Für Arbeitslose bietet sie insbesondere die Möglichkeit, anderswo Beschäftigungschancen wahrzunehmen, die vor Ort nicht oder nur eingeschränkt existieren. Unsere Analyse zeigt, dass die regionale Mobilität von bei der Beschäftigungsaufnahme von zuvor Arbeitslosen in Berlin erwartungsgemäß geringer ausfällt als in Brandenburg. Die Metropole Berlin erweist sich als Entwicklungsmotor mit positiven Beschäftigungseffekten sowohl für die Berliner Erwerbspersonen als auch für die Gesamtregion Berlin-Brandenburg. Während in Berlin nur 21 Prozent der Beschäftigungsaufnahmen von Arbeitslosen außerhalb der Stadtgrenze erfolgen, liegt der Vergleichswert für die Brandenburger Arbeitslosen bei 46 Prozent (mobil über den Wohnortkreis hinaus).
In beiden Bundesländern weisen Personen mit Berufsabschlüssen auf Spezialisten- und Expertenniveau die höchsten Mobilitätsraten auf. Während allerdings in Brandenburg fast zwei Drittel der Hochqualifizierten mobil sind, fällt der Vergleichswert in Berlin nur halb so hoch aus. Die regionale Mobilität von gering- und mittelqualifizierten Arbeitslosen fällt deutlich niedriger aus als bei den Hochqualifizierten. Die Unterschiede zwischen gering- und mittelqualifizierten Arbeitslosen bezüglich ihrer Mobilitätsmuster fallen hingegen eher marginal aus.
Regionale Mobilität bei der Beschäftigungsaufnahme wirkt sich dabei positiv auf die berufliche Platzierung aus. Arbeitslose Personen, die eine Beschäftigung in einem anderen als dem Wohnortkreis aufnehmen, sind häufiger ausbildungsadäquat oder sogar überwertig beschäftigt als nicht-mobile Personen - insbesondere dann, wenn Sie über einen ihrer Nachbarkreise hinaus mobil sind." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Ausbildungsmobilität in Berlin-Brandenburg: Soziodemografische Merkmale im Jahr 2016 (2018)
Seibert, Holger; Wiethölter, Doris; Carstensen, Jeanette;Zitatform
Seibert, Holger, Jeanette Carstensen & Doris Wiethölter (2018): Ausbildungsmobilität in Berlin-Brandenburg. Soziodemografische Merkmale im Jahr 2016. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Berlin-Brandenburg 01/2018), Nürnberg, 36 S.
Abstract
"Für Brandenburger Auszubildende, vor allem aus den Berliner Umlandgemeinden, ist die Hauptstadt aufgrund ihres breiten Angebots und der guten Erreichbarkeit ein Pendlermagnet. Gleichzeitig wird das Umland infolge der Suburbanisierung und seiner positiven Beschäftigungsentwicklung aber auch für Berliner Jugendliche als Ausbildungsort immer attraktiver. Trotz der Entlastung am Lehrstellenmarkt aufgrund der demografisch bedingten Rückgänge bei den Ausbildungsstellenbewerbern, haben sich die Pendlerströme von Auszubildenden zwischen Berlin und Brandenburg weiterhin intensiviert. Es werden aber gleichzeitig auch weite Strecken in Kauf genommen, um eine Ausbildung zu absolvieren.
Der Anteil weiblicher Auszubildender unter den Einpendlern liegt in Berlin auf dem Niveau der Auszubildenden vor Ort - fast die Hälfte der Auszubildenden ist hier weiblich. Anders im Umland und weiteren Metropolenraum. Hier ist der Anteil männlicher mobiler Einpendler aufgrund des höheren Anteils an gewerblichen Ausbildungsstellen deutlich höher. Auch bei der Schulbildung zeigen sich Unterschiede. So sind die Anteile der mobilen Auszubildenden mit Abitur in allen betrachteten Teilregionen deutlich höher als unter den Nicht-Pendlern.
Bei einer berufsspezifischen Betrachtung zeigt sich, dass in den ausgewählten Teilregionen die Reihenfolge der TOP-10-Ausbildungsberufe zwar unterschiedlich ist, sich die häufigsten Berufe in Berlin, dem Berliner Umland und dem weiteren Metropolenraum aber nur geringfügig unterschieden." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Pendelmobilität und Familiengründung: zum Zusammenhang von berufsbedingtem Pendeln und dem Übergang zum ersten Kind (2018)
Zitatform
Skora, Thomas (2018): Pendelmobilität und Familiengründung. Zum Zusammenhang von berufsbedingtem Pendeln und dem Übergang zum ersten Kind. (Beiträge zur Bevölkerungswissenschaft 52), Opladen: Budrich, 163 S.
Abstract
"Untersuchungen zeigen, dass die Übernahme der Elternrolle - insbesondere für Frauen - schwer mit langen Pendelwegen vereinbar ist. Allerdings sind die Wirkrichtungen nach wie vor unklar. Verringert die Gründung einer Familie die Bereitschaft für größere Pendeldistanzen und werden dafür berufliche Nachteile in Kauf genommen? Oder führt Pendeln zu einem Aufschub der Familiengründung oder verhindert diese gar? Mit diesen Forschungsfragen beleuchtet das Buch einen neuen Erklärungsansatz für geringere Erwerbschancen von Müttern und leistet einen Beitrag zur Identifikation von Bestimmungsgründen der Fertilität." (Verlagsangaben, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Pendlerströme führen zur regionalen Angleichung bei Beschäftigung (2017)
Brautzsch, Hans-Ulrich;Zitatform
Brautzsch, Hans-Ulrich (2017): Pendlerströme führen zur regionalen Angleichung bei Beschäftigung. In: Wirtschaft im Wandel, Jg. 23, H. 4, S. 69-74.
Abstract
"Im Jahr 2016 hatten 75% der erwerbsfähigen Personen, die in Ostdeutschland wohnten, dort auch einen Arbeitsplatz. In Westdeutschland waren es 81%. Berücksichtigt man den Pendlerüberschuss gegenüber Westdeutschland sowie die längeren Jahresarbeitszeiten in Ostdeutschland, verschwindet der Rückstand auf den Westen: Die erwerbsfähigen Ostdeutschen haben im Durchschnitt genauso viele Arbeitsstunden geleistet wie die Westdeutschen. Auch auf Kreisebene kann kein ausgeprägtes Ost-West-Gefälle ausgemacht werden. Vielmehr zeigen sich deutliche Disparitäten zwischen Süddeutschland (einschließlich Sachsens und Thüringens) und großen Teilen Norddeutschlands." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Volltext-Zugang über Verlag oder sonstigen Anbieter (kostenlos verfügbar) -
Literaturhinweis
Ausbildungsmobilität in Berlin-Brandenburg: Die Entwicklung zwischen 2000 und 2015 (2017)
Carstensen, Jeanette; Seibert, Holger; Wiethölter, Doris;Zitatform
Carstensen, Jeanette, Holger Seibert & Doris Wiethölter (2017): Ausbildungsmobilität in Berlin-Brandenburg. Die Entwicklung zwischen 2000 und 2015. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Berlin-Brandenburg 03/2017), Nürnberg, 27 S.
Abstract
"In den vergangenen Jahren hat sich die Situation auf dem ostdeutschen Ausbildungsstellenmarkt deutlich entspannt. Überstieg die Zahl der Lehrstellenbewerber die der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge bis 2007 zum Teil noch um das Doppelte, gab es im Jahr 2010 sogar mehr neue Verträge als bei der Bundesagentur registrierte Bewerber. Dieser drastische Wandel am Ausbildungsstellenmarkt ist vor allem auf die tiefgreifenden demografischen Veränderungen in Ostdeutschland zurückzuführen, die ihren Ursprung im so genannten Nachwendegeburtenknick aus den Jahren 1989 bis 1991 haben. Seinerzeit haben sich die Geburtenzahlen in Ostdeutschland, die bis dahin auf einem Niveau von 200.000 Geburten pro Jahr lagen, nahezu halbiert, um sich anschließend auf ca. 130.000 pro Jahr einzupendeln. Diese wesentlich kleineren Geburtskohorten treten seit 2007 in den Lehrstellenmarkt ein und treffen dort auf ein Ausbildungsstellenangebot, mit dem nun erstmals seit vielen Jahren die große Mehrheit der Lehrstellensuchenden auch versorgt werden kann. Bis dahin gehörte Mobilität für Auszubildende aus Ostdeutschland zur Normalität. Für eine Lehrstelle legten sie zum Teil sehr weite Distanzen zurück und ein Großteil der ostdeutschen Auszubildenden pendelte nach Westdeutschland. Nach 2007 haben die alten Bundesländer aber sichtbar an ihrer Bedeutung als Zielort verloren. Gleichzeitig ist zu beobachten, dass sich die räumliche Verflechtung zwischen Berlin und Brandenburg auf dem Ausbildungsmarkt in den letzten Jahren weiter intensiviert hat. Während die meisten mobilen Auszubildenden in der Region von Brandenburg nach Berlin pendeln, wird jedoch Brandenburg als Ausbildungsort für Jugendliche aus Berlin immer attraktiver." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
