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Dossier

Demografischer Wandel und Arbeitskräfteangebot

Mit dem demografischen Wandel sinkt die Zahl der erwerbsfähigen Menschen in Deutschland. Die Infoplattform enthält Analysen und Szenarien, die diese Entwicklung beschreiben und den Einfluss einer weiter steigenden Erwerbsbeteiligung von Frauen und Älteren sowie die Migration berücksichtigen.

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  • Literaturhinweis

    Beschäftigung kurz vor und nach dem Renteneintritt: Ableitung arbeitsmarkt- und sozialpolitischer Empfehlungen vor dem Hintergrund demografischer Herausforderungen (2024)

    Hammermann, Andrea; Pimpertz, Jochen; Stettes, Oliver;

    Zitatform

    Hammermann, Andrea, Jochen Pimpertz & Oliver Stettes (2024): Beschäftigung kurz vor und nach dem Renteneintritt. Ableitung arbeitsmarkt- und sozialpolitischer Empfehlungen vor dem Hintergrund demografischer Herausforderungen. (IW-Gutachten / Institut der Deutschen Wirtschaft Köln), Köln, 41 S.

    Abstract

    "Als Folge der demografischen Entwicklung werden in den nächsten zehn Jahren voraussichtlich rund ein Viertel aller Beschäftigten im Maschinenbau in den Ruhestand wechseln. Das entspricht nach aktuellem Stand mehr als 296.000 Personen. Im gleichen Zeitraum ist die Anzahl an Personen, die potenziell eine Beschäftigung im Maschinenbau aufnehmen könnten, mit rund 118.000 Personen deutlich niedriger. So ergibt sich ein rein rechnerischer Saldo von 178.000 Personen, die der Branche in den nächsten Jahren fehlen könnten. Die Erwerbsbeteiligung der 60- bis 64-Jährigen nahm zwar in den letzten Jahrzehnten so stark zu wie in keiner anderen Altersgruppe. Nach dem Erreichen des 65. Lebensjahrs sinkt der Anteil der Erwerbstätigen jedoch deutlich. Die Ergebnisse der IW-Beschäftigtenbefragung 2024 zeigen, wie tief verwurzelt die Vorstellung eines vorzeitigen Renteneintritts in Deutschland ist: Jeder Vierte sieht sich nicht in der Lage, bis zum gesetzlichen Renteneintrittsalter zu arbeiten. Der Anteil derer, die sich einen vorzeitigen Renteneintritt wünschen, liegt sogar bei rund einem Drittel. Die individuelle Entscheidung über den Renteneintrittszeitpunkt basiert – unbeeindruckt von der gesellschaftlichen Herausforderung und möglichen Wohlfahrtsverlusten als Folge des sinkenden Arbeitskräfteangebots – auf einer Abwägung zwischen finanziellen Einbußen und dem Wunsch nach Freizeit. Daneben ist jedoch auch das Gefühl, genug geleistet zu haben, eng mit dem Wunsch nach einem vorzeitigen Renteneintritt verknüpft. Hier sind Akteure der Politik, die Sozialpartner und Betriebe aufgerufen, dem Narrativ entgegenzuwirken, welches den Rentenbezug nach einer bestimmten Anzahl von Beschäftigungsjahren als (unantastbaren) Verdienst der Lebensleistung deklariert und damit jedwede Bemühungen um eine Steigerung der Erwerbsarbeit im Alter konterkariert. Das Bewusstsein über den sich zuspitzenden demografischen Wandel und Erkenntnisse über die individuellen Präferenzen zum Renteneintritt führen zu der Frage, wie Menschen zu einem längeren Verbleib im Erwerbsleben motiviert werden können. Zudem braucht es Ansätze, um die Weiter- und Wiederbeschäftigung von Rentenbeziehern in den Unternehmen zu erleichtern. Die Befragungsergebnisse signalisieren, dass sich zumindest rund 36 Prozent der Beschäftigten vorstellen können, auch über das gesetzliche Renteneintrittsalter hinaus zu arbeiten. Mittlerweile setzt auch gut die Hälfte der Unternehmen in Deutschland laut Zahlen des IW-Personalpanels aus dem Sommer 2024 zumindest einen Mitarbeiter ein, der das gesetzliche Renteneintrittsalter erreicht hat oder bereits eine Rente bezieht. Knapp vier von zehn Unternehmen scheitern allerdings an arbeits- und sozialrechtlichen Fragen, obwohl sie bereits Erfahrungen mit der Beschäftigung von Silver Worker haben oder diese aktuell einsetzen." (Textauszug, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Labor Market Adjustments to Population Decline: A Historical Macroeconomic Perspective, 1875-2019 (2024)

    Hellwagner, Timon ; Weber, Enzo ;

    Zitatform

    Hellwagner, Timon & Enzo Weber (2024): Labor Market Adjustments to Population Decline: A Historical Macroeconomic Perspective, 1875-2019. (IAB-Discussion Paper 05/2024), Nürnberg, 79 S. DOI:10.48720/IAB.DP.2405

    Abstract

    "In den kommenden Jahren und Jahrzehnten werden Industrienationen mit Bevölkerungsrückgängen, insbesondere im erwerbsfähigen Alter, konfrontiert sein. Dennoch gibt es bisher wenig empirische Evidenz zu entsprechenden Arbeitsmarktimplikationen. Wir adressieren diese Forschungslücke aus einer historischen, makroökonomischen Perspektive und stellen einen neuen Datensatz für sechzehn Industrienationen zusammen, der demografische und ökonomische Variablen von 1875 bis 2019 auf jährlicher Basis enthält. Auf Grundlage der Ergebnisse eines dynamischen, nichtlinearen ökonometrischen Modells und unter Zuhilfenahme verzögerter Geburten als externe Instrumente identifizieren wir strukturelle Bevölkerungsschocks und analysieren die ökonomischen Effekte von Bevölkerungsänderungen in Abhängigkeit des vorherrschenden demografischen Regimes. Unsere Ergebnisse deuten regimespezifische Unterschiede hin: Erstens, Bevölkerungsrückgang wirkt sich im Vergleich zu Bevölkerungswachstum rascher auf den Arbeitsmarkt aus, was sich insbesondere in Rückgängen von Investitionen und Beschäftigung widerspiegelt. Zweitens, in Zeiten von Bevölkerungsrückgang beobachten wir aber in der Folge und als Reaktion auf das sinkende Arbeitsangebot eine steigende Erwerbsbeteiligung sowie sich abschwächende Rückgänge von Investitionen. Drittens, trotz des sinkenden Arbeitsangebots finden wir weder einen Rückgang der Arbeitslosigkeit noch einen Anstieg von Löhnen. Während sich Bevölkerungsrückgang tendenziell negativ auf die Produktivität auswirkt, wie auch in der Literatur argumentiert wird, deuten unsere Ergebnisse darauf hin, dass daraus resultierende negative Effekte auf das Wirtschaftswachstum durch eine erhöhte Erwerbsbeteiligung und Kapitalintensität abgefangen werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Hellwagner, Timon ; Weber, Enzo ;
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  • Literaturhinweis

    Demografisch bedingte Schrumpfung des Arbeitsangebots – welche ungenutzten Potenziale gibt es? (2024)

    Hellwagner, Timon ; Söhnlein, Doris ;

    Zitatform

    Hellwagner, Timon & Doris Söhnlein (2024): Demografisch bedingte Schrumpfung des Arbeitsangebots – welche ungenutzten Potenziale gibt es? In: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (Hrsg.) (2024): So vielfältig der demografische Wandel, so verschieden die regionalen Herausforderungen und Anpassungsstrategien, S. 79-88, 2024-07-02.

    Abstract

    "Das Wachstum des Erwerbspersonenpotenzials während der vergangenen Jahre wurde zum einen durch eine steigende Beteiligung und zum anderen durch Zuwanderung gestützt – und hat dabei negative Effekte des demografischen Wandels deutlich übertroffen (vgl. Bauer et al. 2023). Doch in der kurzen bis mittleren Frist stehen dem deutschen Arbeitsmarkt nicht nur wirtschaftliche Herausforderungen, sondern vielmehr auch ein demografischer Wendepunkt bevor, wie ein Blick auf die aktuelle Altersstruktur der Bevölkerung laut Statistischem Bundesamt (Destatis 2024d) in Abbildung 1b zeigt: Der „Geburtenberg“ der Babyboomer verschiebt sich unaufhaltsam weiter in Richtung Rente, die nachfolgenden Jahrgänge sind wesentlich schwächer besetzt. Hoher Zuwanderungszahlen in den letzten Jahren zum Trotz scheint der Rückgang der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter – und damit die demografisch bedingte Schrumpfung des Arbeitsangebot – vorgezeichnet. Anders ausgedrückt: Hat das Zusammenspiel von steigender Erwerbsbeteiligung und Zuwanderung in der Vergangenheit dazu geführt, dass die in der Altersstruktur angelegten Rückgänge des Erwerbspersonenpotenzials mehr als wettgemacht wurden, so zeigen Analysen (vgl. Hellwagner et al. 2023; Hellwagner/Söhnlein/Weber 2023), dass das für die Verrentung der Babyboomer nur mehr schwer zu erreichen sein wird. Hellwagner et al. (2022) berechnen, dass in einem Szenario ohne Außenwanderung und steigende Beteiligung das Erwerbspersonenpotenzial von 2020 bis 2035 aufgrund der angelegten Altersstruktur um rund 7 Mio. Personen sinken würde. Diese bevorstehende, demografisch bedingte Schrumpfung des Arbeitsangebots wirft Fragen nach den ökonomischen Konsequenzen auf. Im folgenden Abschnitt wird daher zunächst ein Überblick zur bestehenden Literatur, die sich mit ebenjenen ökonomischen Effekten beschäftigt, gegeben – und aufgezeigt, dass ein (deutlicher) Rückgang der Personen im erwerbsfähigen Alter nicht zwangsläufig mit einem Rückgang des gesamtwirtschaftlichen Arbeitsvolumens verbunden sein muss. In den darauffolgenden Kapiteln werden anschließend entsprechende Stellschrauben diskutiert und quantifiziert." (Textauszug, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Hellwagner, Timon ; Söhnlein, Doris ;
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  • Literaturhinweis

    Life Course Heterogeneity and the Future Labour Force – a Dynamic Microsimulation Analysis for Austria (2024)

    Horvath, Thomas ; Spielauer, Martin ; Warum, Philipp ;

    Zitatform

    Horvath, Thomas, Martin Spielauer & Philipp Warum (2024): Life Course Heterogeneity and the Future Labour Force – a Dynamic Microsimulation Analysis for Austria. (WIFO working papers 674), Wien, 26 S.

    Abstract

    "Capturing the heterogeneity of life courses improves the accuracy, detail and policy relevance of population and labor force projections. Our study uses the microsimulation model microDEMS for Austria, which simulates individual life courses at a high level of detail and in their family context. The model pays particular attention to educational attainment, health and labor market participation. By maintaining the longitudinal consistency of labor market careers, including the tracking of insurance periods, together with the implementation of detailed retirement rules, our model provides realistic representations of retirement decisions. While we reproduce the demographic outcomes of official (Statistics Austria) population projections, including international migration by region of birth, we integrate several additional dimensions, such as educational differentials in mortality and fertility. MicroDEMS allows to consider a wide range of scenarios when assessing the sensitivity of results, or to focus on the impact of policy changes targeted at specific population subgroups, such as mothers, immigrants, or people with health impairments or lower educational levels. MicroDEMS is a detailed national version of the comparative microWELT model. In this context, microDEMS is used for sensitivity analysis and case studies to assess potential specification bias introduced in microWELT due to the neglect of institutional detail or the less detailed treatment of population heterogeneity, such as in the case of international migration." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Demography, Human Capital Investment, and Lifetime Earnings for Women and Men (2024)

    Jacobsen, Joyce P.; Yuksel, Mutlu; Khamis, Melanie ;

    Zitatform

    Jacobsen, Joyce P., Melanie Khamis & Mutlu Yuksel (2024): Demography, Human Capital Investment, and Lifetime Earnings for Women and Men. (IZA discussion paper / Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit 16936), Bonn, 32 S.

    Abstract

    "Can the demographic trends of increased life expectancy and decreasing birth rates, along with the labor market patterns of returns to human capital investment and changes in real hourly earnings, account for changes in women's and men's lifetime earnings? Using a Vector Error Correction Model to analyze annual US CPS data from 1964 to 2019, we find patterns linking these factors and demonstrating that they have significant roles to women's lifetime earnings but not to men's. These findings are consistent with the convergence of gender earning gap has occurred mainly due to women's responses to changing demographic and socioeconomic factors." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Herausforderungen bei der Fachkräftesicherung (2024)

    Kubis, Alexander;

    Zitatform

    Kubis, Alexander (2024): Herausforderungen bei der Fachkräftesicherung. In: Journal Metropolregion Ost Berlin-Brandenburg H. Mai, S. 1-2., 2024-04-08.

    Abstract

    "In Deutschland sind von den rund 34,7 Mio. sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zehn Prozent 60 Jahre oder älter. Es ist zu erwarten, dass ein Großteil dieser 3,6 Mio. Personen demnächst in Rente geht und viele Arbeitsstellen neu zu besetzen sind. Dieses Bild zeigt sich auch in der Region Berlin-Brandenburg, hier sind ebenfalls zehn Prozent (oder 251 Tsd. Personen) 60 Jahre oder älter. Noch vor 10 Jahren war die Ausgangssituation eine völlig andere, damals waren sechs Prozent mindestens 60 Jahre alt, vor 20 Jahren sogar nur drei Prozent. Nicht nur für das sinkende Erwerbspersonenpotenzial, sondern auch für den aus Digitalisierung und Dekarbonisierung folgenden Strukturwandel sowie den Bestand an (Langzeit-) Arbeitslosen gilt es, nachhaltige Lösungen zu finden, um im Wettbewerb mit anderen Unternehmen national und international zu bestehen. Der größte Unterschied zum bisherigen demografischen und strukturellen Wandel ist die enorme Geschwindigkeit, mit welcher die Herausforderungen auf uns zukommen" (Textauszug, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Kubis, Alexander;
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  • Literaturhinweis

    Zuwanderung und Arbeitsmarkt: Eine Analyse für Deutschland und die Bundesländer (2024)

    Kubis, Alexander; Schneider, Lutz ;

    Zitatform

    Kubis, Alexander & Lutz Schneider (2024): Zuwanderung und Arbeitsmarkt. Eine Analyse für Deutschland und die Bundesländer. Gütersloh, 86 S. DOI:10.11586/2024166

    Abstract

    "Die vorliegende Studie widmet sich einer langfristigen Projektion des Angebots an Arbeitskräften in Deutschland und seinen Bundesländern bis in das Jahr 2060. Sie untersucht dabei insbesondere, wie unterschiedliche Zuwanderungsszenarien dieses Angebot an Arbeitskräften, verstanden als Erwerbspersonenpotenzial, beeinflussen und inwiefern und in welchem Umfang Zuwanderung erforderlich ist, um das Erwerbspersonenpotenzial zu stabilisieren bzw. die erwartete Nachfrage nach Arbeitskräften zu decken. (...) Die Studie baut auf die Arbeit "Zuwanderung und Digitalisierung: Wie viel Migration aus Drittstaaten benötigt der deutsche Arbeitsmarkt künftig?" aus dem Jahr 2019 auf (Fuchs, Kubis und Schneider 2019). Im vorliegenden Beitrag werden diese Studie und ihre Methodik aktualisiert und zusätzlich auf Ebene der Bundesländer regionalisiert. Auf die damals noch im Fokus stehende Differenzierung von EU- und Drittstaaten-Zuwanderung wird verzichtet (...). Um das künftige Erwerbspersonenpotenzial, also die Summe aus Erwerbstätigen, Erwerbslosen und der Stillen Reserve, zu schätzen und den Migrationseinfluss zu bestimmen, wird in dieser Studie in zwei Schritten vorgegangen: Zunächst wird die demografische Entwicklung anhand eines Bevölkerungsmodells projiziert, das für verschiedene Zuwanderungsszenarien durchgerechnet wird. Im zweiten Schritt wird das Erwerbsverhalten der Bevölkerung modelliert, um das zukünftige Erwerbspersonenpotenzial zu bestimmen." (Textauszug, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Kubis, Alexander;
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  • Literaturhinweis

    Arbeitsmarkt in Europa: Kirchliche Träger geraten stärker unter Druck (2024)

    Kubis, Alexander;

    Zitatform

    Kubis, Alexander (2024): Arbeitsmarkt in Europa: Kirchliche Träger geraten stärker unter Druck. In: Kirche + Leben H. 27.05.2024.

    Abstract

    "Der europäische Arbeitsmarkt verändert sich in bisher nicht gekannter Geschwindigkeit. Welche das sind und wie Deutschland im europäischen Vergleich dasteht, erklärt Experte Alexander Kubis für Kirche+Leben." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Kubis, Alexander;
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  • Literaturhinweis

    Research Landscape on Hidden Workers in Aging Populations: Bibliometric Review (2024)

    Lee, Sora ; Kang, Woojin ;

    Zitatform

    Lee, Sora & Woojin Kang (2024): Research Landscape on Hidden Workers in Aging Populations: Bibliometric Review. In: Social Sciences, Jg. 13, H. 7. DOI:10.3390/socsci13070342

    Abstract

    "In this study, we employ ‘hidden workers’ as a key concept to integrate the three vulnerable subgroups of aging workers: underemployed, unemployed, and discouraged workers. (1) Background: The challenges faced by underemployed, unemployed, and discouraged workers in the older population are complex. It would be beneficial to visualize the intellectual landscape of these three distinct groups in aging populations to understand which aspects have been highlighted by various disciplines and where gaps exist. (2) Method: Through a scientometric analysis of more than 50 years of research, this study identified the size, scope, and structure of knowledge on hidden workers in an aging population using 2831 articles collected from the Web of Science database in January 2024. (3) Results: Indeed, the multidisciplinary nature of hidden workers goes beyond welfare and labor economics and involves issues such as health, occupational science, behavior change, policy interventions, and circles around the keyword of unemployment. Keyword co-occurrence and co-citation analysis confirm that the spectrum of research on hidden workers is being carried out distinctly within distinct disciplines across the broader aging research horizon. (4) Conclusions: The relatively scattered and uneven intellectual, conceptual, and social landscape of research on hidden workers in aging populations evidently falls short of providing concerted policy recommendations for the population group. This study provides a conceptual understanding of hidden workers in different research clusters and identifies gaps and opportunities for future research." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Weniger Arbeitskraft, weniger Wachstum: Ergebnisse der achten Welle der BIBB-IAB-Qualifikations- und Berufsprojektionen bis zum Jahr 2040 (2024)

    Maier, Tobias ; Mönnig, Anke; Schneemann, Christian ; Zika, Gerd ; Kalinowski, Michael; Wolter, Marc Ingo; Schur, Alexander;

    Zitatform

    Maier, Tobias, Michael Kalinowski, Alexander Schur, Gerd Zika, Christian Schneemann, Anke Mönnig & Marc Ingo Wolter (2024): Weniger Arbeitskraft, weniger Wachstum. Ergebnisse der achten Welle der BIBB-IAB-Qualifikations- und Berufsprojektionen bis zum Jahr 2040. (BIBB-Report 2024,01), Leverkusen: Verlag Barbara Budrich, 20 S.

    Abstract

    "Dieser Report stellt die Ergebnisse der achten Welle der Qualifikations- und Berufsprojektionen (QuBe-Projekt) vor, die unter der gemeinsamen Leitung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) und des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung mbH (GWS) durchgeführt werden. Die Ergebnisse der Basisprojektion geben einen Überblick über die Entwicklung des deutschen Arbeitsmarktes bis zum Jahr 2040, wenn bisherige Trends und Verhaltensweisen beibehalten werden. Die Aktualisierung der Daten offenbart, dass sich die Wirtschaft und der Arbeitsmarkt mit allgemeiner Knappheit arrangiert haben. Die Anzahl an Personen ohne beruflichen Abschluss und mit Hochschulabschluss (Master, Diplom und Promotion) nimmt zu; gleichzeitig gibt es weniger Personen mit beruflichem Abschluss, Aufstiegsfortbildung oder Bachelorabschluss. Sowohl die Zahl der Erwerbspersonen als auch der Erwerbstätigen wird zurückgehen. Der Export schwächelt wegen der veränderten geopolitischen Lage. Rückgänge zeigen sich bei der Zahl der Selbstständigen. Da Selbstständige in der Regel mehr Arbeitsstunden erbringen, sinken die Arbeitsstunden pro Person überproportional. Der Arbeitsmarkt bleibt somit angespannt. Es werden Impulse sowohl für die Nachfrage als auch das Angebot an Arbeitskräften benötigt, wenn die ökonomische Entwicklung aus diesem Trend ausbrechen soll." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Schneemann, Christian ; Zika, Gerd ;
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  • Literaturhinweis

    Ansatzpunkte zur Erhöhung der Erwerbstätigkeit von Frauen und Älteren: ifo-Studie im Auftrag der IHK für München und Oberbayern (2024)

    Meier, Volker ; Künzli, Geraldine Geneviève;

    Zitatform

    Meier, Volker & Geraldine Geneviève Künzli (2024): Ansatzpunkte zur Erhöhung der Erwerbstätigkeit von Frauen und Älteren. Ifo-Studie im Auftrag der IHK für München und Oberbayern. 19 S.

    Abstract

    "Deutschland ist mit einem sich verschärfenden Fachkräftemangel konfrontiert. Daher erscheint es bedeutsam, die vorhandenen Erwerbspotenziale insbesondere von Frauen und Älteren besser zu nutzen und bestehende Fehlanreize abzubauen. Betrachtet werden daher Reformen in den Bereichen Steuern, Sozialabgaben, Kinderbetreuung und Rentenversicherung hinsichtlich ihrer quantitativen Auswirkungen auf die Beschäftigung." (Verlagsangaben, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Bye-bye Babyboomer: Das Damoklesschwert der Demografie (2024)

    Rinne, Ulf ;

    Zitatform

    Rinne, Ulf (2024): Bye-bye Babyboomer: Das Damoklesschwert der Demografie. In: Personalführung, Jg. 57, H. 4, S. 14-24.

    Abstract

    "Bereits jetzt steht fest, dass Personalengpässe in den nächsten Jahren ein prägendes Thema sein werden. Schon aktuell sind viele offene Stellen zu besetzen, aber auf dem Arbeitsmarkt wird sich die Demografie in den nächsten Jahren gleich doppelt auf die Arbeits- und Fachkräftesituation auswirken: Erstens fehlt zur Nachbesetzung offener Stellen der Nachwuchs. Zweitens wächst in unserer alternden Gesellschaft der Arbeits- und Fachkräftebedarf noch weiter – gerade in den Bereichen Gesundheit, Pflege und Soziales, wo es schon aktuell Engpässe gibt. Darüber hinaus geht der Strukturwandel mit neuen Qualifikationsanforderungen einher. Die Herausforderung ist so groß, dass sie sich nicht mit einer einzelnen Maßnahme lösen lässt. Es bedarf einer umfassenden Strategie zur Fachkräftesicherung." (Textauszug, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Why Labor Supply Matters for Macroeconomics (2024)

    Rogerson, Richard;

    Zitatform

    Rogerson, Richard (2024): Why Labor Supply Matters for Macroeconomics. In: The Journal of Economic Perspectives, Jg. 38, H. 2, S. 137-158. DOI:10.1257/jep.38.2.137

    Abstract

    "Benchmark models taught in undergraduate macro do not attribute any role for labor supply as an important determinant of macroeconomic outcomes. The first part of this paper documents three facts. First, differences in hours of work across OECD economies are large and imply large differences in GDP per capita. Second, there are large differences in the size of tax and transfer programs across countries, as proxied by differences in government revenues relative to the GDP. Third, these two outcomes are strongly negatively correlated. Taken together, these facts suggest an important role for labor supply in affecting macroeconomic outcomes. I conjecture that the reason why macro textbooks do not include a discussion of labor supply stems from a belief that labor supply elasticities are sufficiently small that even large differences in work incentives do not generate important macroeconomic effects. The second part of this paper argues that this belief is based on incorrect inference linking small elasticities for prime age male to small aggregate labor supply elasticities. The role of labor supply at the extensive margin plays a critical role in understanding this mistake in this inference." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Nürnberger Gespräche: (Noch) länger arbeiten – Nonsens oder Notwendigkeit? (Podium) (2024)

    Schludi, Martin; Fitzenberger, Bernd ; Ries, Elisabeth; Walwei, Ulrich ; Ritzer, Uwe; Räder, Evelyn; Nahles, Andrea; Nobereit, Sven;

    Zitatform

    Schludi, Martin; Bernd Fitzenberger, Elisabeth Ries, Ulrich Walwei, Uwe Ritzer, Evelyn Räder, Andrea Nahles & Sven Nobereit (sonst. bet. Pers.) (2024): Nürnberger Gespräche: (Noch) länger arbeiten – Nonsens oder Notwendigkeit? (Podium). In: IAB-Forum H. 11.12.2024 Nürnberg. DOI:10.48720/IAB.FOO.20241211.01

    Abstract

    "Das Problem ist bekannt: Demografiebedingt verlassen viel mehr Ältere den Arbeitsmarkt, als jüngere Jahrgänge nachrücken. Müssen wir also, wie einige fordern, noch länger arbeiten, um die Sozialsysteme zu stabilisieren und einem drohenden Arbeitskräftemangel zu begegnen? Andere warnen vor den sozialen und gesundheitlichen Folgen einer solchen Politik. Was also tun? Welche Wege lassen sich finden, damit Beschäftigte tatsächlich länger arbeiten können und wollen? Diese Fragen diskutierten Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Arbeitsverwaltung bei den „Nürnberger Gesprächen“." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Ostdeutsche Flächenländer sind besonders auf internationale Arbeitskräfte angewiesen (2024)

    Semsarha, Fabian; Pierenkemper, Sarah; Malin, Lydia ;

    Zitatform

    Semsarha, Fabian, Sarah Pierenkemper & Lydia Malin (2024): Ostdeutsche Flächenländer sind besonders auf internationale Arbeitskräfte angewiesen. (IW-Kurzberichte / Institut der Deutschen Wirtschaft Köln 2024,51), Köln, 3 S.

    Abstract

    "Ausländische Arbeitskräfte spielen eine entscheidende Rolle für die Fachkräftesicherung in Deutschland. Zuletzt machten sie deutschlandweit 86 Prozent des Beschäftigungswachstums aus. Besonders in Ostdeutschland sind sie unverzichtbar, da dort bereits heute ein Beschäftigungsrückgang bei deutschen Staatsbürgern stattfindet und zudem der demografische Ersatzbedarf höher ausfällt." (Textauszug, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Kleinräumige Bevölkerungsprojektionen: Bedeutung, Herausforderungen, Potenziale (2024)

    Vanella, Patrizio ; Hellwagner, Timon ; Kissling, Markus; Deschermeier, Philipp;

    Zitatform

    Vanella, Patrizio, Timon Hellwagner, Philipp Deschermeier & Markus Kissling (2024): Kleinräumige Bevölkerungsprojektionen. Bedeutung, Herausforderungen, Potenziale. In: Stadtforschung und Statistik, Jg. 37, H. 2, S. 54-64.

    Abstract

    "Die zukünftige Entwicklung der lokalen oder regionalen Bevölkerung ist für kommunale Planungen von großer Bedeutung. Diese zentrale Rolle erfordert, dass kleinräumige Bevölkerungsprojektionen auf entsprechend valider Methodik beruhen. Der vorliegende Beitrag gibt einen Überblick zu ebensolchen methodischen Ansätzen und spiegelt diese mit Erfahrungsberichten aus der kommunalen Planung. Dabei werden die Herausforderungen und Potenziale, die in der Umsetzung kleinräumiger Bevölkerungsprojektionen zu finden sind, illustrativ diskutiert. Der Beitrag leitet daraus Empfehlungen ab, wie eine bessere Informationsbasis für kleinräumige Bevölkerungsprojektionen aussehen könnte und wie sich die Projektionen methodisch ausbauen ließen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Hellwagner, Timon ;
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  • Literaturhinweis

    Older Workers in Germany: Employment Potentials in International Comparison (2024)

    Walwei, Ulrich ;

    Zitatform

    Walwei, Ulrich (2024): Older Workers in Germany: Employment Potentials in International Comparison. (IAB-Forschungsbericht 14/2024 (en)), Nürnberg, 24 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2414EN

    Abstract

    "In vielen Staaten der westlichen Welt erreichen die geburtenstarken Jahrgänge mehr und mehr das Rentenalter. Da weniger junge Arbeitskräfte in den Arbeitsmarkt nachrücken als Ältere ausscheiden, sinkt unter sonst gleichen Bedingungen die Zahl der verfügbaren Arbeitskräfte. Gleichzeitig wachsen die Finanzierungsprobleme in der Rentenversicherung, denn insbesondere in den international weit verbreiteten Umlagesystemen zahlen immer weniger Menschen in die Altersvorsorge ein. Gleichzeitig wächst der Anteil der Rentenbeziehenden. Vor diesem Hintergrund rückt die Erwerbsbeteiligung älterer Personen verstärkt in den Fokus. Der Bericht startet mit einer Übersicht der Erwerbsarbeit von Älteren in einem breiteren internationalen Vergleich. Dem folgt eine Situationsbeschreibung für Deutschland. Im Anschluss soll ein genauerer Blick auf die Länder gerichtet werden, die bei der Erwerbstätigkeit Älterer ganz vorne stehen. Es geht darum, Anhaltspunkte für diejenigen Faktoren zu erhalten, die das hohe Beschäftigungsniveau der Älteren in diesen Ländern begünstigt haben könnten. Die Bundesrepublik Deutschland hat bei der Beschäftigung Älterer in den letzten Dekaden deutlich aufgeholt. Dies gilt insbesondere für die 50-64-Jährigen. Im Vergleich zu den Spitzenländern fehlen mittlerweile nur noch wenige Prozentpunkte. Ein größerer Rückstand besteht allerdings noch bei den 65- bis 74-Jährigen. Der künftige Abstand zu anderen Ländern wird bei dieser Altersgruppe durch gegenläufige Entwicklungen beeinflusst. Durch die weiteren Schritte in Richtung der „Rente mit 67“ dürfte er sich vermutlich weiter verringern, durch die „Rente mit 63“ aber verlangsamt werden. Deutschland wird mit Blick auf die Erwerbstätigenquoten Älterer aber noch von einigen Ländern übertroffen. Hier stellt sich die Frage, welche Faktoren hinter der günstigen Entwicklung des Arbeitsmarktes für Ältere in diesen Ländern stehen könnten. Zu Vergleichszwecken wird in diesem Bericht die Situation in Japan, Neuseeland, Island, Norwegen und Schweden näher betrachtet, die weltweit die höchsten Erwerbstätigenquoten von Älteren aufweisen. Dabei werden nacheinander verschiedene, für die Erwerbstätigkeit Älterer bedeutsame Aspekte aus einer international vergleichenden Perspektive beleuchtet. Der Vergleich ergibt eine ganze Reihe von wichtigen Punkten, an die in anderen Ländern angeknüpft werden könnte. Die hohe Alterserwerbstätigkeit in Island, Schweden und Norwegen steht in Verbindung mit der in beiden Ländern hohen Frauenerwerbsbeteiligung und kontinuierlichen Verbesserungen im Bildungsniveau der Bevölkerung, einschließlich der beruflichen Weiterbildung. Neuseeland weist einen geringen Lohnabstand von Älteren gegenüber Jüngeren und hohe Einstellungsquoten Älterer auf, die zudem auch das Ergebnis einer konsequenten und öffentlich wahrnehmbaren Antidiskriminierungspolitik sind. In Japan spielen der demografisch bedingt sehr starke Arbeitskräftebedarf und Einkommensbedarfe auf individueller Ebene eine offenbar sehr große Rolle, da viele Ältere dort erwerbstätig sein müssen, um ihren Lebensunterhalt zu sichern. Hohe bzw. steigende Erwerbstätigenquoten Älterer sind grundsätzlich kein Selbstläufer. Sie setzen eine gute Bildung und Qualifikation auf der individuellen Ebene sowie die Möglichkeit und Befähigung zu lebenslangem Lernen voraus. Auch gesundheitliche Prävention ist für ein langes Erwerbsleben wichtig, die wie die Bildung am besten so früh wie möglich beginnt. Hohe Erwerbstätigenquoten Älterer werden nicht nur durch die individuelle Beschäftigungsfähigkeit begünstigt, sondern auch durch die Attraktivität des Arbeitsmarkts und damit der für Ältere erreichbaren Beschäftigung. Je besser es gelingt, Kompetenzen und Fähigkeiten der Älteren zu stärken, alters- und alternsgerechte Arbeit zu organisieren und flexibel auf Beschäftigtenwünsche einzugehen, desto größer ist die Chance, Ältere am Arbeitsmarkt zu halten oder zurückzugewinnen. Schließlich sind auch Regulierungen und Förderprogramme ins Blickfeld zu nehmen, die Anreize für Beschäftigung im Alter setzen. Zu nennen sind hier die Flexibilität des Rentenzugangs, arbeitsrechtliche Erleichterungen bei der Weiterbeschäftigung im Alter, die Bezugsdauer des Arbeitslosengelds für Ältere sowie die Berücksichtigung älterer Arbeitsloser in der aktiven Arbeitsmarktpolitik." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Walwei, Ulrich ;
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  • Literaturhinweis

    Arbeitskräftemangel in Zeiten des demografischen Wandels: Ein Teil der Lösung liegt bei den Älteren: Meinungsbeitrag von Prof. Dr. Ulrich Walwei (Vizedirektor am IAB ) (2024)

    Walwei, Ulrich ;

    Zitatform

    Walwei, Ulrich (2024): Arbeitskräftemangel in Zeiten des demografischen Wandels: Ein Teil der Lösung liegt bei den Älteren. Meinungsbeitrag von Prof. Dr. Ulrich Walwei (Vizedirektor am IAB ). (GVG-Perspektive 1), 33 S.

    Abstract

    "Aufgrund der demografischen Entwicklung wird das Arbeitskräfteangebot zukünftig mit hoher Wahrscheinlichkeit sinken. Wesentlicher Grund hierfür ist, dass die Kohorte der jungen, in den Arbeitsmarkt nachrückenden Personen kleiner ausfällt als die Größe der älteren, aus dem Arbeitsmarkt ausscheidenden Gruppe. Es dürfte längerfristig kaum gelingen, die Lücke durch eine noch höhere Erwerbsbeteiligung und eine noch stärkere (Netto-)Migration vollständig auszugleichen. Die demografische Entwicklung geht nicht nur mit einem Mengenproblem einher, denn die Babyboomer verfügen über einen vergleichsweise hohen Bildungsstand. Rund 80% der ausgesprochen starken Kohorte haben mindestens einen Ausbildungsabschluss, wodurch sich in den nächsten Jahren ein massiver potenzieller Ersatzbedarf ergeben wird. Aus sozialpolitischer Sicht ist zudem zu würdigen, dass sich in Folge der demografischen Entwicklung der Altenquotient verschlechtern wird und damit die Finanzierungsgrundlage der Rentenversicherung gefährdet wird. Hintergrund hierfür ist, dass sich die Relation der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter und rentenbeziehenden Personen kontinuierlich verschlechtert." (Textauszug, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Walwei, Ulrich ;
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  • Literaturhinweis

    Ältere Arbeitskräfte im demografischen Wandel: Beschäftigungspotenziale im internationalen Vergleich (2024)

    Walwei, Ulrich ;

    Zitatform

    Walwei, Ulrich (2024): Ältere Arbeitskräfte im demografischen Wandel: Beschäftigungspotenziale im internationalen Vergleich. (IAB-Forschungsbericht 14/2024 (de)), Nürnberg, 26 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2414

    Abstract

    "Hierzulande wie auch in vielen anderen Staaten der westlichen Welt erreichen die geburtenstarken Jahrgänge mehr und mehr das Rentenalter. Da weniger junge Arbeitskräfte in den Arbeitsmarkt nachrücken als Ältere ausscheiden, sinkt unter sonst gleichen Bedingungen die Zahl der verfügbaren Arbeitskräfte. Gleichzeitig wachsen die Finanzierungsprobleme in der Rentenversicherung, denn insbesondere in den international weit verbreiteten Umlagesystemen zahlen immer weniger Menschen in die Altersvorsorge ein. Gleichzeitig wächst der Anteil der Rentenbeziehenden. Vor diesem Hintergrund rückt die Erwerbsbeteiligung älterer Personen verstärkt in den Fokus. Der Bericht startet mit einer Übersicht der Erwerbsarbeit von Älteren in einem breiteren internationalen Vergleich. Dem folgt eine Situationsbeschreibung für Deutschland. Im Anschluss soll ein genauerer Blick auf die Länder gerichtet werden, die bei der Erwerbstätigkeit Älterer ganz vorne stehen. Es geht darum, Anhaltspunkte für diejenigen Faktoren zu erhalten, die das hohe Beschäftigungsniveau der Älteren in diesen Ländern begünstigt haben könnten. Die Bundesrepublik Deutschland hat bei der Beschäftigung Älterer in den letzten Dekaden deutlich aufgeholt. Dies gilt insbesondere für die 50-64-Jährigen. Im Vergleich zu den Spitzenländern fehlen mittlerweile nur noch wenige Prozentpunkte. Ein größerer Rückstand besteht allerdings noch bei den 65- bis 74-Jährigen. Der künftige Abstand zu anderen Ländern wird bei dieser Altersgruppe durch gegenläufige Entwicklungen beeinflusst. Durch die weiteren Schritte in Richtung der „Rente mit 67“ dürfte er sich vermutlich weiter verringern, durch die „Rente mit 63“ aber verlangsamt werden. Deutschland wird mit Blick auf die Erwerbstätigenquoten Älterer aber noch von einigen Ländern übertroffen. Hier stellt sich die Frage, welche Faktoren hinter der günstigen Entwicklung des Arbeitsmarktes für Ältere in diesen Ländern stehen könnten. Zu Vergleichszwecken wird in diesem Bericht die Situation in Japan, Neuseeland, Island, Norwegen und Schweden näher betrachtet, die allesamt noch höhere Erwerbstätigenquoten von Älteren als Deutschland aufweisen. Dabei werden nacheinander verschiedene, für die Erwerbstätigkeit Älterer bedeutsame Aspekte aus einer international vergleichenden Perspektive beleuchtet. Der Ländervergleich ergibt eine ganze Reihe von wichtigen Punkten, an die hierzulande angeknüpft werden könnte. Die hohe Alterserwerbstätigkeit in Island, Schweden und Norwegen steht in Verbindung mit der in beiden Ländern hohen Frauenerwerbsbeteiligung und kontinuierlichen Verbesserungen im Bildungsniveau der Bevölkerung, einschließlich der beruflichen Weiterbildung. Neuseeland weist einen geringen Lohnabstand von Älteren gegenüber Jüngeren und hohe Einstellungsquoten Älterer auf, die zudem auch das Ergebnis einer konsequenten und öffentlich wahrnehmbaren Antidiskriminierungspolitik sind. In Japan spielen der demografisch bedingt sehr starke Arbeitskräftebedarf und Einkommensbedarfe auf individueller Ebene eine offenbar sehr große Rolle, da viele Ältere dort erwerbstätig sein müssen, um ihren Lebensunterhalt zu sichern." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Walwei, Ulrich ;

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  • Literaturhinweis

    Demografie, Digitalisierung, Dekarbonisierung: Die zukünftigen Arbeitsmarktentwicklungen inmitten der Transformation (2024)

    Zenk, Johanna ;

    Zitatform

    Zenk, Johanna (2024): Demografie, Digitalisierung, Dekarbonisierung. Die zukünftigen Arbeitsmarktentwicklungen inmitten der Transformation. In: Zur Debatte, Jg. 54, H. 2, S. 18-21., 2024-05-27.

    Abstract

    Der deutsche Arbeitsmarkt steht inmitten einer Vielzahl von Transformationen. Der Vortrag basiert auf den Ergebnissen des Projekts Qualifikation und Beruf in der Zukunft. Darin geht es um die zukünftige Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Ziel ist es, die mittel- und langfristigen Veränderungen der Arbeitswelt und des Bildungswesens abzubilden. Anhand derer kann frühzeitig erkannt werden, wo es Passungsprobleme zwischen Arbeitskräftebedarf und Arbeitskräfteangebot geben kann. Im Hinblick auf die zukünftige Arbeitsmarktentwicklung befasst sich die Autorin vor allem mit den drei Megatrends demografischer Wandel, Digitalisierung und Dekarbonisierung, beziehungsweise ökologische Transformation. (IAB)

    Beteiligte aus dem IAB

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