Demografischer Wandel und Arbeitskräfteangebot
Mit dem demografischen Wandel sinkt die Zahl der erwerbsfähigen Menschen in Deutschland. Die Infoplattform enthält Analysen und Szenarien, die diese Entwicklung beschreiben und den Einfluss einer weiter steigenden Erwerbsbeteiligung von Frauen und Älteren sowie die Migration berücksichtigen.
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Literaturhinweis
Einleitung: Möglichkeiten und Grenzen einer geschlechtergerechten Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik (2026)
Zitatform
Bothfeld, Silke, Christian Hohendanner, Petra Schütt & Aysel Yollu-Tok (2026): Einleitung: Möglichkeiten und Grenzen einer geschlechtergerechten Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik. In: S. Bothfeld, C. Hohendanner, P. Schütt & A. Yollu-Tok (Hrsg.) (2026): Geschlechtergerecht gestalten. Möglichkeiten und Grenzen der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik, S. 9-26.
Abstract
"Wer über Geschlechtergerechtigkeit spricht, kommt an der begrifflichen Unterscheidung zwischen Gleichberechtigung und Gleichstellungspolitik nicht vorbei. Diese Differenz ist grundlegend für das Verständnis politischer, sozialer und ökonomischer Maßnahmen zur Überwindung geschlechterbezogener Ungleichheiten. Gleichberechtigung meint die rechtlich garantierte Gleichheit von Frauen und Männern – wie sie etwa in Artikel 3 des Grundgesetzes verankert ist. Sie garantiert allen Menschen denselben Zugang zu Rechten: zum Bildungssystem, zum Arbeitsmarkt, zu politischen Ämtern. Doch so unverzichtbar diese rechtliche Grundlage ist, so unzureichend ist sie, wenn es um die tatsächliche Teilhabe in einer nach wie vor von struktureller Ungleichheit geprägten Gesellschaft geht. Hier setzt die Gleichstellungspolitik an: Sie begnügt sich nicht mit der formalen Gleichheit, sondern zielt auf faktische Chancengleichheit. Für die Gleichstellung der Geschlechter wurde daher im Artikel 3 Abs. 2 (»Männer und Frauen sind gleichberechtigt.«) 1994 der Zusatz aufgenommen »Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin«. Die Gleichstellungspolitik soll in diesem Sinne bestehende Benachteiligungen – etwa beim Einkommen, bei der Verteilung von Sorgearbeit, beim Zugang zu Führungspositionen oder in den sozialen Sicherungssystemen – sichtbar machen und Instrumente entwickeln, um Ungleichheiten abzubauen. Gleichstellungspolitik bedeutet nicht Privilegierung oder Sonderbehandlung, sondern sie ist Ausdruck eines demokratischen Gestaltungsauftrags: Sie soll sicherstellen, dass Gleichberechtigung nicht nur auf dem Papier steht, sondern im gesellschaftlichen Alltag wirksam wird. Dieser Sammelband greift zentrale Fragen dieser Gestaltungsaufgabe im Rahmen der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik auf und versammelt Beiträge, die sich mit geschlechterbezogenen Ungleichheiten am Arbeitsmarkt und im Sozialstaat befassen – empirisch fundiert, theoretisch reflektiert und mit einem gemeinsamen Ziel: Geschlechtergerechtigkeit nicht nur zu fordern, sondern Hinweise und Vorschläge für die Gestaltung von konkreten Strukturen und politischen Maßnahmen zu präsentieren." (Textauszug, IAB-Doku)
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Der KI-Irrtum: Warum Deutschland auf Zuwanderung angewiesen ist: Leitartikel (2026)
Zitatform
Brücker, Herbert, Yuliya Kosyakova & Enzo Weber (2026): Der KI-Irrtum: Warum Deutschland auf Zuwanderung angewiesen ist. Leitartikel. In: Wirtschaftsdienst, Jg. 106, H. 5, S. 1-5.
Abstract
"Sieben Millionen - so viele Arbeitskräfte wird Deutschland in den nächsten 15 Jahren allein aufgrund des demografischen Wandels verlieren. Bereits seit vielen Jahren ist der demografische Effekt negativ, mit mehr als 400.000 Arbeitskräften pro Jahr. Tatsächlich beginnt der deutsche Arbeitsmarkt jedoch erst jetzt zu schrumpfen. Denn bislang konnte dieser Rückgang überkompensiert werden - durch eine steigende Erwerbsbeteiligung von Älteren und Frauen; und vor allem durch Zuwanderung. Doch diese Ausgleichsmechanismen stoßen zunehmend an Grenzen. Europa altert insgesamt, und die Dynamik der Zuwanderung innerhalb Europas nimmt ab. Zugleich sind viele der besonders mobilen, jüngeren Kohorten bereits gewandert. Vor diesem Hintergrund wird Migration schwieriger - und genau hier setzt ein verbreitetes Argument an: Wenn Künstliche Intelligenz (KI) zunehmend Aufgaben übernimmt, braucht man doch keine zusätzlichen Arbeitskräfte mehr. Diese Folgerung ist ein Trugschluss. Arbeitskräfteknappheit lässt sich gesamtwirtschaftlich nicht einfach wegdigitalisieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Sectoral reallocations with an aging population (2026)
Zitatform
Cociuba, Simona E. & James C. MacGee (2026): Sectoral reallocations with an aging population. In: European Economic Review, Jg. 181. DOI:10.1016/j.euroecorev.2025.105182
Abstract
"Demographic projections show the majority of OECD economies will see declines in their working-age populations in the coming decades. This is potentially problematic, since young workers account for a large share of net labor reallocation between growing and shrinking industries. To examine if sectoral reallocation costs are exacerbated by an aging population, we develop a three-sector perpetual youth search model with sector-specific human capital. Our model features two interconnected frictions: sectoral preference, which implies that only some workers are mobile across sectors, and a wage bargaining distortion, whereby mobile workers’ outside option of searching in the growing sector dampens the fall in shrinking sector wages, leading to rest unemployment. In our parametrized model, as population growth declines from 3 to −1 percent, output losses from a one-time reallocation shock of 3 percentage points increase seven-fold to nearly 10 percent of annual GDP, and there are extended periods of high unemployment and low vacancies." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2025 Published by Elsevier B.V.) ((en))
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Regional demographic dynamics in Germany: A cluster-based analysis (2026)
Zitatform
Ehlert, Andree (2026): Regional demographic dynamics in Germany: A cluster-based analysis. In: Regional Science Policy & Practice, Jg. 18, H. 4. DOI:10.1016/j.rspp.2026.100285
Abstract
"Demographic change has profoundly influenced economic and societal developments in industrialised nations, driven by declining fertility, rising life expectancy, and migration dynamics. While national trends are well-documented, regional demographic variations remain underexplored, particularly in Germany, where demographic and economic divides are pronounced. This study investigates demographic heterogeneity across 400 German NUTS-3 regions, focusing on fertility, mortality, and migration, while also incorporating socioeconomic covariates. Using panel data from 1995 to 2022, it applies descriptive statistics, factor analysis, and hierarchical cluster analysis to identify six demographic clusters and five distinct development trajectories. The findings reveal the complexity of regional demographic dynamics, challenging conventional East-West and urban-rural distinctions. By highlighting structural conditions and distinct regional patterns, the study provides an empirical foundation for region-specific policy measures and fosters a deeper understanding of demographic developments in Germany and beyond." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2026 The Author. Published by Elsevier B.V. on behalf of The Regional Science Association International.) ((en))
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Künftige Entwicklung der Bevölkerung in Deutschland: Schrumpfung und Alterung viel dramatischer als bislang vermutet (2026)
Zitatform
Lehmann, Robert & Joachim Ragnitz (2026): Künftige Entwicklung der Bevölkerung in Deutschland: Schrumpfung und Alterung viel dramatischer als bislang vermutet. In: Ifo Dresden berichtet, Jg. 33, H. 01, S. 04-08.
Abstract
"Das Statistische Bundesamt hat eine neue Bevölkerungsvorausberechnung präsentiert, deren Ergebnisse erheblich von bisherigen Erwartungen abweichen. Wurde bisher mit einer nahezu konstanten Bevölkerung bis zum Jahr 2070 gerechnet, wird nun ein Rückgang um zehn Prozent erwartet. Dieser Beitrag geht den Ursachen für die sehr unterschiedlichen Berechnungsergebnisse nach. Die Analyse zeigt, dass vor allem die unterschiedlichen Annahmen über den Verlauf der Nettozuwanderung nach Deutschland ausschlaggebend für die abweichenden Ergebnisse sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Projecting Labour Market Imbalances and Skill Mismatch Under Demographic Change in the EU (2026)
Zitatform
Marois, Guillaume, Michaela Potancoková, Agnieszka Bezat & Jesús Crespo Cuaresma (2026): Projecting Labour Market Imbalances and Skill Mismatch Under Demographic Change in the EU. In: European Journal of Population, Jg. 42, H. 1. DOI:10.1007/s10680-025-09758-2
Abstract
"We assess long-term labour mismatches in the European Union (EU27) by projecting the occupational distribution of workers and skill-specific labour demand up to 2060. Using a dynamic microsimulation approach (Link4Skills-Mic ), we jointly model demographic, educational, and labour force dynamics at the individual level and combine country-specific projections of labour supply with projections of occupational demand. The analysis highlights growing imbalances: although the supply of highly educated workers continues to rise, shifts in demand are not evenly distributed across skill levels. Consequently, underutilization of high-skilled workers is projected to coexist with persistent vacancies in medium- and low-skilled occupations. Rather than indicating widespread labour shortages, these trends point to structural mismatches driven by the misalignment of worker qualifications, job characteristics, and hiring practices. To explore potential responses, we examine a series of policy scenarios such as expanded immigration, education reform, mid-career retraining, delayed retirement, and employer-led automation and upskilling. The findings show that, while certain policies can reduce specific mismatches, no single intervention closes all the gaps that emerge. Notably, automation reduces vacancies but increases underutilization, whereas human capital strategies shift mismatches across skill levels. These results suggest that addressing future labour mismatches will require coordinated, comprehensive and varied strategies that integrate demographic realities with evolving job demands in Europe’s ageing and increasingly digitalized and knowledge-based economies." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Arbeitskräftebedarf und Arbeitskräfteangebot entlang der Wertschöpfungskette „Wasserstoff“ - Szenario-v3.0: Abschlussbericht der zweiten Projektphase (2026)
Schur, Alexander Christian; Ronsiek, Linus; Mönnig, Anke; Schroer, Jan Philipp; Zenk, Johanna ; Schneemann, Christian ;Zitatform
Schur, Alexander Christian, Anke Mönnig, Linus Ronsiek, Christian Schneemann, Johanna Zenk & Jan Philipp Schroer (2026): Arbeitskräftebedarf und Arbeitskräfteangebot entlang der Wertschöpfungskette „Wasserstoff“ - Szenario-v3.0. Abschlussbericht der zweiten Projektphase. (BIBB discussion paper / Bundesinstitut für Berufsbildung), Bonn, 62 S.
Abstract
"Grüner Wasserstoff kann einen wichtigen Beitrag zum Erreichen der Klimaziele leisten und die Energieabhängigkeit reduzieren. Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projektes „Arbeitskräftebedarf und Arbeitskräfteangebot entlang der Wertschöpfungskette Wasserstoff“ beschreibt der vorliegende Bericht anhand einer Szenarioanalyse, wie sich der Aufbau einer Wertschöpfungskette für grünen Wasserstoff auf die Wirtschaftsleistung und den Arbeitsmarkt bis 2040 auswirken kann. Das hier modellierte Wasserstoff-Szenario baut auf den drei vorhergegangenen Wasserstoff-Szenarien auf und stellt die vierte Analyse aufgrund fundierter und aktualisierter Annahmen mit Stand März 2025 dar. Zusätzlich wurde für das Wasserstoff-Szenario eine Erweiterung im Prognose- und Simulationsmodell vorgenommen, um die Annahmen präziser einstellen und vertiefende Analysen nach Gütergruppen und Produktionsbereichen vornehmen zu können. Die Ergebnisse des Wasserstoff-Szenarios zeigen bis 2035 ein höheres preisbereinigtes Bruttoinlandsprodukt, jedoch ein niedrigeres Wertschöpfungsniveau ab der zweiten Hälfte der 2030er Jahre im Vergleich zum Referenz-Szenario, welches den Hochlauf einer grünen Wasserstoff-Wertschöpfungskette nicht berücksichtigt. Von 2025 bis 2040 liegt das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Durchschnitt dennoch jährlich um 4,0 Mrd. Euro höher und die Wertschöpfungsgewinne kumulieren sich über den Projektionszeitraum auf rund 63 Mrd. Euro. Wie bereits in den vorherigen Wasserstoff-Szenarien festgestellt, bestätigt sich, dass sich der Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft insgesamt positiv auf den Arbeitsmarkt auswirkt. Die Zahl der Erwerbstätigen liegt zwischen 2025 und 2040 um durchschnittlich jährlich 54.000 Personen höher als im Referenz-Szenario. Höhere Erwerbstätigenzahlen als im Referenz-Szenario werden beispielsweise in den Berufsgruppen Unternehmensorganisation und -strategie, Technische Produktionsplanung und -steuerung, Büro und Sekretariat sowie Hochbau erwartet. Hingegen sind die Berufsgruppen Chemie und Metallerzeugung, aufgrund steigender Preise, von negativen Beschäftigungseffekten betroffen. Insgesamt übersteigt der Arbeitsplatzaufbau aber den Arbeitsplatzabbau, der in einzelnen Wirtschaftsbereichen und Berufen stattfindet. Mit Blick auf die Anforderungsniveaus zeigt sich langfristig ein deutlich höherer Bedarf an Spezialisten und Spezialistinnen. Auch wenn die positiven Arbeitsmarkteffekte vergleichsweise gering erscheinen, hat eine zusätzliche Analyse gezeigt, dass für die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt höhere Risiken bestehen, wenn die Transformation hin zu einem klimafreundlichen Wirtschaften verpasst wird." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Das Arbeitskräftepotenzial von Frauen - ein Weg aus dem Fachkräftemangel? (2026)
Zitatform
Wanger, Susanne (2026): Das Arbeitskräftepotenzial von Frauen - ein Weg aus dem Fachkräftemangel? In: S. Bothfeld, C. Hohendanner, P. Schütt & A. Yollu-Tok (Hrsg.) (2026): Geschlechtergerecht gestalten. Möglichkeiten und Grenzen der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik, S. 75-90, 2025-02-11.
Abstract
"Trotz zunehmender Erwerbstätigkeit bleibt die Erwerbsbeteiligung von Frauen hinter deren Präferenzen zurück. Das unausgeschöpfte Erwerbspotenzial von teilzeitbeschäftigten Frauen, die ihre Arbeitszeit ausdehnen möchten, entspricht derzeit knapp 700.000 Vollzeitäquivalenten. Die Realisierung der Arbeitszeitwünsche und die Ausschöpfung des ungenutztem Arbeitsvolumens bei Frauen verlangt jedoch die Schaffung von günstigen Rahmenbedingungen, wie etwa bedarfsgerechte Kinderbetreuung und stärkere finanzielle Anreize für eine gleichmäßigere Aufteilung der Erwerbs- und Sorgearbeit." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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The Impact of Demographic Change on Spousal Caregiving and Future Gaps in Long-term Care: Microsimulation Projections for Austria and Italy (2026)
Warum, Philipp ; Spielauer, Martin ; Pohl, Pauline; Leoni, Thomas ; Famira-Mühlberger, Ulrike; Culotta, Fabrizio; Horvath, Thomas ;Zitatform
Warum, Philipp, Fabrizio Culotta, Ulrike Famira-Mühlberger, Thomas Horvath, Thomas Leoni, Pauline Pohl & Martin Spielauer (2026): The Impact of Demographic Change on Spousal Caregiving and Future Gaps in Long-term Care: Microsimulation Projections for Austria and Italy. In: Journal of population ageing, Jg. 19, H. 1, S. 9-64. DOI:10.1007/s12062-026-09529-9
Abstract
"As populations age, the sustainability of long-term care systems increasingly depends on the availability of informal care, particularly from partners. This paper addresses the question of how much care we may expect partners to provide in the future by projecting demand for long-term care (LTC), the care supply mix based on current patterns, and the resulting care gaps up to 2070. Using a comparative dynamic microsimulation model, we contrast the results for Austria and Italy, two countries at very different stages in the ageing process and with pronounced institutional differences. Our results suggest that delayed widowhood due to improvements in mortality is a mitigating factor for the increased need for formal care in ageing societies, although it can only offset this increase to a limited extent. Even under optimistic assumptions, potential care gaps substantially increase in both countries, primarily due to demographic change. The size of these gaps is influenced by institutional settings, partnership patterns and gains in longevity, but no scenario reverses the overall upward trend. These findings emphasize the need for comprehensive LTC reforms that extend beyond merely promoting informal care and highlight the necessity for substantial investment in formal care infrastructure." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Eine Agenda 2035 (2026)
Ziebarth, Nicolas;Zitatform
Ziebarth, Nicolas (2026): Eine Agenda 2035. (ZEW policy Brief / ZEW - Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung 2026-01), Mannheim, 9 S.
Abstract
"Aufgrund des demografischen Wandels und stark steigender Sozialversicherungsbeiträge skizziert dieser Policy Brief eine mög liche „Agenda 2035“ zur nachhaltigen Finanzierung der deutschen Sozialversicherungssysteme. Ohne Reformen könnte der Ge samtsozialversicherungsbeitrag in den nächsten zehn Jahren auf über 50 Prozent steigen. Steigende Beiträge belasten Beschäf tigte und Unternehmen, schwächen Investitionen und gefährden Wachstum und Beschäftigung. Um die bis noch vor kurzem politisch etablierte 40-Prozent-Grenze einzuhalten, wäre bis 2035 eine Konsolidierung von rund zehn Beitragspunkten durch entsprechende Strukturreformen erforderlich. Als Reformleitlinien werden der Abbau ineffizienter Leistungen, eine gezielte Re allokation von Mitteln und höhere Steuerzuschüsse genannt. In der gesetzlichen Krankenversicherung können Effizienzreserven insbesondere durch gesundheitsnutzenbasierte Zuzahlungen und Boni, stärkere Prävention und eine bessere Patientensteuerung durch Zuzahlungen bei Facharztbesuchen ohne Hausarztüberweisung gehoben werden. Nutzenbasierte Zuzahlungen und Boni können die Patientennachfrage nach medizinischen Leistungen lenken und die Inanspruchnahme von Leistungen mit geringem Zusatznutzen senken. Zusätzlicher Finanzbedarf könnte über höhere Verbrauchssteuern auf gesundheitsschädliche Konsumgü ter erzielt werden. In der Pflegeversicherung sind die zu hebenden Effizienzspielräume begrenzt. Produktivitätssteigerungen in einem lohnintensiven Sektor könnten aber durch den breiten Einsatz neuer Technologien generiert werden. In der Rentenversi cherung wäre eine Rückkehr zu früheren Reformelementen sowie die Kopplung des Regelrentenalters an die Lebenserwartung sinnvoll. Insgesamt wird ein ausgewogener Maßnahmenmix gefordert, um Finanzierungssicherheit, Generationengerechtigkeit und gesellschaftliche Akzeptanz zu sichern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Ähnliche Treffer
auch erschienen in: Ifo-Schnelldienst, 78 (2025), 12, 22-26 -
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Arbeits- und Fachkräftemangel in Österreich. Analyse zentraler Kennzahlen zum Status-quo (2025)
Aigner-Walder, Birgit; Luger, Albert; Putz, Stephanie;Zitatform
Aigner-Walder, Birgit, Albert Luger & Stephanie Putz (2025): Arbeits- und Fachkräftemangel in Österreich. Analyse zentraler Kennzahlen zum Status-quo. In: Wirtschaft und Gesellschaft, Jg. 51, H. 3, S. 45-65. DOI:10.59288/wug513.298
Abstract
"Die Alterung der Bevölkerung und der damit verbundene Rückgang der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter setzen die bereits angespannten Arbeitsmärkte unter Druck. Der vorliegende Beitrag untersucht die Arbeitsmarktsituation in Österreich bzw. analysiert basierend auf vorliegenden amtlichen Arbeitsmarktdaten, in welchen Bereichen ein Fachkräftemangel vorliegt. Die Ergebnisse weisen insgesamt auf eine erhebliche Verschärfung der Situation am österreichischen Arbeitsmarkt in den vergangenen zehn Jahren hin – so reduzierte sich der Stellenandrang für Gesamtösterreich von 12,1 auf 3,3. Die detaillierte Analyse von Wirtschaftsbranchen und Berufsobergruppen zeigt, in welchen Bereichen bereits ein Fachkräftemangel vorliegt bzw. wie sich die Zahl an arbeitslosen Personen und offenen Stellen in den vergangenen zehn Jahren verändert hat. Ein Fachkräftemangel zeigt sich in den Gesundheitsberufen, bei Metall-Elektroberufen und bei Techniker:innen– in allen genannten Berufsgruppen liegt die Stellenandrangziffer unter 1,5." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Evaluating the spatial mismatch between population and factor endowments: The case of the European Union (2025)
Zitatform
Alamá-Sabater, Luisa, Yolanda de Llanos, Miguel Á. Márquez & Emili Tortosa-Ausina (2025): Evaluating the spatial mismatch between population and factor endowments: The case of the European Union. In: Regional Studies, Jg. 59, H. 1, S. 1-24. DOI:10.1080/00343404.2024.2387811
Abstract
"Considerable research has been conducted on the trade-off between reducing regional inequality and promoting regional growth. However, there is a lack of empirical research exploring the relationship between this trade-off and the spatial mismatch between the distribution of regional populations and the spatial distribution of regional factor endowments. This paper assesses the existence of spatial mismatches between production factors and populations in European regions, with a focus on how these imbalances might affect regional disparities and growth. First, we compute spatial mismatch indices for capital stock and employment in relation to the distribution of population. Second, we use a vector autoregressive (VAR) approach to identify dynamic interactions in the short run. The results indicate that the spatial mismatch between population and labour plays a key role in the trade-off between European economic growth and regional inequality. The findings suggest that eliminating spatial mismatches between the spatial distribution of population and labor could lead to an increase in both economic growth and regional inequality. Moreover, the implementation of regional policies for resource allocation based on population-related criteria does not appear to mitigate regional economic inequality." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Zentrale Befunde zu aktuellen Arbeitsmarktthemen 2025 (2025)
Anger, Silke ; Wolter, Stefanie ; Lietzmann, Torsten ; Lehmer, Florian ; Jahn, Elke; Leber, Ute; Wolff, Joachim; Artmann, Elisabeth ; Wenzig, Claudia; Lang, Julia ; Wanger, Susanne ; Kuhn, Sarah; Vom Berge, Philipp ; Kubis, Alexander; Walwei, Ulrich ; Trenkle, Simon ; Braun, Wolfgang; Brücker, Herbert ; Stops, Michael ; Kosyakova, Yuliya ; Stepanok, Ignat ; Janssen, Simon; Roth, Duncan ; Janser, Markus ; Rauch, Angela ; Jahn, Elke J. ; Popp, Martin ; Hohmeyer, Katrin ; Müller, Dana ; Hohendanner, Christian ; Mense, Andreas ; Hiesinger, Karolin ; Zika, Gerd ; Heß, Pascal ; Weber, Enzo ; Hellwagner, Timon ; Bruckmeier, Kerstin ; Haas, Anette; Seibert, Holger; Gürtzgen, Nicole ; Ramos Lobato, Philipp; Gläser, Nina; Müller, Christoph ; Gherbaoui, Samia; Arntz, Melanie ; Gellermann, Jan; Stephan, Gesine ; Fitzenberger, Bernd ; Oberfichtner, Michael ; Dietz, Martin; Bächmann, Ann-Christin ; Dauth, Wolfgang ; Matthes, Britta ; Collischon, Matthias ; Reims, Nancy ; Christoph, Bernhard ;Zitatform
Anger, Silke, Melanie Arntz, Elisabeth Artmann, Ann-Christin Bächmann, Wolfgang Braun, Kerstin Bruckmeier, Herbert Brücker, Bernhard Christoph, Matthias Collischon, Wolfgang Dauth, Martin Dietz, Bernd Fitzenberger, Jan Gellermann, Samia Gherbaoui, Nina Gläser, Nicole Gürtzgen, Anette Haas, Timon Hellwagner, Pascal Heß, Karolin Hiesinger, Christian Hohendanner, Katrin Hohmeyer, Elke J. Jahn, Markus Janser, Simon Janssen, Stefanie Wolter, Torsten Lietzmann, Florian Lehmer, Ute Leber, Joachim Wolff, Claudia Wenzig, Julia Lang, Susanne Wanger, Sarah Kuhn, Philipp Vom Berge, Alexander Kubis, Ulrich Walwei, Simon Trenkle, Michael Stops, Yuliya Kosyakova, Ignat Stepanok, Duncan Roth, Angela Rauch, Martin Popp, Dana Müller, Andreas Mense, Gerd Zika, Enzo Weber, Holger Seibert, Philipp Ramos Lobato, Christoph Müller, Gesine Stephan, Michael Oberfichtner, Britta Matthes & Nancy Reims (2025): Zentrale Befunde zu aktuellen Arbeitsmarktthemen 2025. Nürnberg, 21 S. DOI:10.48720/IAB.GP.2505.1
Abstract
"Digitalisierung und Künstliche Intelligenz, Dekarbonisierung und demografischer Wandel werden den Arbeitsmarkt in den kommenden Jahren erheblich verändern. Gleichzeitig wird eine Deindustrialisierung Deutschlands befürchtet. Handlungsbedarf besteht beispielsweise bei der Sicherung des Arbeitskräftebedarfs – und damit verbunden bei den Themen Aus- und Weiterbildung –, bei der Reduzierung der Arbeitslosigkeit und insbesondere der Langzeitarbeitslosigkeit sowie bei der sozialen Absicherung von Solo-Selbständigen Zu all diesen und zahlreichen weiteren wichtigen Themen fasst die IAB-Broschüre „Zentrale Befunde zu aktuellen Arbeitsmarkt-Themen 2025“ die zentralen wissenschaftlichen Befunde kompakt zusammen. Sie bietet zudem Handlungsempfehlungen für die Arbeitsmarktpolitik, die aus den wissenschaftlichen Befunden abgeleitet wurden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Anger, Silke ; Wolter, Stefanie ; Lietzmann, Torsten ; Lehmer, Florian ; Leber, Ute; Wolff, Joachim; Artmann, Elisabeth ; Wenzig, Claudia; Lang, Julia ; Wanger, Susanne ; Kuhn, Sarah; Vom Berge, Philipp ; Kubis, Alexander; Walwei, Ulrich ; Trenkle, Simon ; Braun, Wolfgang; Brücker, Herbert ; Stops, Michael ; Kosyakova, Yuliya ; Stepanok, Ignat ; Janssen, Simon; Roth, Duncan ; Janser, Markus ; Rauch, Angela ; Jahn, Elke J. ; Popp, Martin ; Hohmeyer, Katrin ; Müller, Dana ; Hohendanner, Christian ; Mense, Andreas ; Hiesinger, Karolin ; Zika, Gerd ; Heß, Pascal ; Weber, Enzo ; Hellwagner, Timon ; Bruckmeier, Kerstin ; Haas, Anette; Seibert, Holger; Gürtzgen, Nicole ; Ramos Lobato, Philipp; Gläser, Nina; Müller, Christoph ; Arntz, Melanie ; Gellermann, Jan; Stephan, Gesine ; Fitzenberger, Bernd ; Oberfichtner, Michael ; Dietz, Martin; Bächmann, Ann-Christin ; Dauth, Wolfgang ; Matthes, Britta ; Collischon, Matthias ; Reims, Nancy ; Christoph, Bernhard ; -
Literaturhinweis
The Impact of Aging and AI on Japan's Labor Market: Challenges and Opportunities (2025)
Asao, Kohei; Seitani, Haruki; Stepanyan, Ara; Xu, TengTeng;Zitatform
Asao, Kohei, Haruki Seitani, Ara Stepanyan & TengTeng Xu (2025): The Impact of Aging and AI on Japan's Labor Market: Challenges and Opportunities. (IMF working papers / International Monetary Fund 2025,184), Washington, DC, 17 S.
Abstract
"This paper explores the complex roles of demographic changes and technological innovation in shaping Japan's labor market. We use regression analysis to assess the impact of population aging on labor productivity and shortages. Our findings indicate that the aging workforce contributes to labor shortages and potentially weighs on labor productivity. We also investigate occupational level data to identify the complementarity and substitutability of AI in occupational tasks as well as skill transferability. Our research reveals that Japanese workers face lower exposure to AI compared to their counterparts in other advanced economies, thereby constraining AI's potential to mitigate labor shortages. Furthermore, the disparities in skill requirements across occupations with different AI exposures highlight the importance of facilitating labor mobility from displaced jobs to those in demand." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Peer Effects in Old‑Age Employment Among Women (2025)
Badalyan, Sona;Zitatform
Badalyan, Sona (2025): Peer Effects in Old‑Age Employment Among Women. (IAB-Discussion Paper 13/2025), Nürnberg, 72 S. DOI:10.48720/IAB.DP.2513
Abstract
"Dieses Papier nutzt eine einzigartige Situation des Normenwandels – eine deutsche Rentenreform, die das Renteneintrittsalter für Frauen und Männer angleichen sollte –, um zu untersuchen, wie Beschäftigung im höheren Alter über Arbeitsplatznetzwerke weitergegeben wird. Die Reform erhöhte das früheste Renteneintrittsalter von Frauen von 60 auf 63 Jahre für Kohorten, die ab 1952 geboren wurden. Unter Verwendung des Universums der Arbeitsgruppen aus den Sozialversicherungsdaten vergleiche ich Frauen, deren Kolleginnen knapp über oder unter der Reformgrenze lagen. Ich finde, dass Frauen eher im höheren Alter erwerbstätig bleiben, wenn ihre Kolleginnen dies tun, wobei die Effekte in den Regionen des ehemaligen Westdeutschlands mit traditionellen Geschlechternormen stärker ausfallen. Geschlechtsneutrale Rentenreformen verstärken somit ihren Effekt über den Einfluss von Kolleginnen und tragen zu einer regionalen Angleichung der Beschäftigungsmuster im späten Erwerbsleben bei." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Regionale Faktoren der langfristigen Beschäftigungsentwicklung in Deutschland im Zeitraum 1999-2023 (2025)
Baumann, Doris; Wapler, Rüdiger; Niebuhr, Annekatrin ; Stöckmann, Andrea; Rossen, Anja ; Fuchs, Stefan ; Sieglen, Georg; Hell, Stefan; Buch, Tanja;Zitatform
Baumann, Doris, Tanja Buch, Stefan Fuchs, Stefan Hell, Annekatrin Niebuhr, Anja Rossen, Georg Sieglen, Andrea Stöckmann & Rüdiger Wapler (2025): Regionale Faktoren der langfristigen Beschäftigungsentwicklung in Deutschland im Zeitraum 1999-2023. (IAB-Forschungsbericht 25/2025), Nürnberg, 60 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2525
Abstract
"Die regionalen Arbeitsmärkte in Deutschland sind seit jeher unterschiedlichen strukturellen Bedingungen ausgesetzt, die sich auf das lokale Beschäftigungswachstum auswirken. In den letzten Jahren machen sich Effekte des demografischen Wandels, der Digitalisierung und der ökologischen Transformation der Wirtschaft zunehmend, regional jedoch sehr unterschiedlich, bemerkbar und beeinflussen ihrerseits die regionale Beschäftigungsdynamik. Das Projekt „Vergleichende Analyse von Länderarbeitsmärkten – VALA 2025“ beschäftigt sich mit den Unterschieden in der regionalen Beschäftigungsdynamik im Zeitraum zwischen 1999 und 2023. Dabei werden Faktoren identifiziert, die zu diesen Disparitäten beitragen. Betrachtet werden die Auswirkungen der regionalen Branchen-, Qualifikations- und Betriebsgrößenstruktur, der Einfluss regionaler Standortbesonderheiten sowie die Effekte demografischer Faktoren auf das Beschäftigungswachstum. Einen besonderen Fokus legt die Analyse auf Unterschiede zwischen ost- und westdeutschen Regionen sowie zwischen siedlungsstrukturellen Kreistypen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze ist bundesweit im Untersuchungszeitraum um rund 22 Prozent angestiegen. Diese durchschnittliche Entwicklung überdeckt allerdings ganz erhebliche regionale Disparitäten in der Beschäftigungsdynamik mit einer Spannweite von rund 120 Prozentpunkten zwischen dem Kyffhäuserkreis (-32,8 %) und dem Landkreis Erding (+90,4 %). Während sich im untersuchten Zeitraum die Zahl der Arbeitsplätze in den Kreisen Westdeutschlands in allen betrachteten Regionstypen mehrheitlich positiv entwickelte, war dies in Ostdeutschland nur in der Mehrzahl der kreisfreien Großstädte und der städtischen Kreise der Fall; die ländlichen Räume hatten hingegen mehrheitlich Beschäftigungsverluste zu verkraften. Hinter dieser Varianz dürften verschiedene strukturelle Unterschiede sowie Standortbesonderheiten regionaler Arbeitsmärkte stehen. Von einer das Beschäftigungswachstum förderlichen Branchenstruktur profitieren vor allem die großen Städte mit ihrer Spezialisierung auf dynamische Dienstleistungsbranchen. Ein weiterer Faktor, der die Beschäftigungsentwicklung in großen urbanen Arbeitsmärkten fördert, ist die dortige Qualifikationsstruktur, insbesondere der überdurchschnittliche Anteil der hochqualifizierten Arbeitskräfte. Beim Qualifikationseffekt bestehen darüber hinaus erhebliche Ost-West-Disparitäten, wobei die ostdeutschen Regionen von einem nach wie vor relativ geringen Anteil ungelernter Arbeitskräfte profitieren. Der höhere Anteil von Großbetrieben in großen Städten wirkt sich zumeist dämpfend auf deren Beschäftigungswachstum aus, während sich in geringer verdichteten Regionen die vorwiegend kleinbetriebliche Struktur wachstumsfördernd auswirkt. Günstige Standortbesonderheiten sind mit Blick auf das Beschäftigungswachstum häufig in den größeren Städten zu finden, wobei ostdeutsche Regionen hier insgesamt hinter den westdeutschen Regionen zurückbleiben. Dies gilt gleichermaßen für den Altersstruktureffekt: Negative Auswirkungen einer fortschreitenden Alterung der Arbeitskräfte zeigen sich im Untersuchungszeitraum weit überwiegend im Osten des Bundesgebiets. Sowohl die erheblichen Unterschiede in der regionalen Beschäftigungsdynamik als auch die sehr differenzierte Wirkung verschiedener Einflussfaktoren deuten darauf hin, dass auch der arbeitsmarkt- und regionalpolitische Handlungsbedarf regional stark variiert. Insbesondere in einer Verbesserung der Qualifikationsstruktur durch Aus- und Weiterbildung können Potenziale liegen, um die Beschäftigungsdynamik in vielen Regionen positiv zu beeinflussen. In Bezug auf die demografische Entwicklung gilt es, junge und gut qualifizierte Arbeitskräfte zu gewinnen sowie die Produktivität älterer Arbeitskräfte durch eine stärkere Weiterbildungsbeteiligung zu erhalten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Baumann, Doris; Wapler, Rüdiger; Niebuhr, Annekatrin ; Stöckmann, Andrea; Rossen, Anja ; Fuchs, Stefan ; Sieglen, Georg; Hell, Stefan; Buch, Tanja; -
Literaturhinweis
Divergence in Labour Force Growth in Open Economies: Should Wages and Prices Grow Faster in Germany? (2025)
Zitatform
Beissinger, Thomas, Joël Hellier & Martyna Marczak (2025): Divergence in Labour Force Growth in Open Economies: Should Wages and Prices Grow Faster in Germany? In: Comparative Economic Studies, Jg. 67, H. 4, S. 949-988. DOI:10.1057/s41294-025-00266-0
Abstract
"We develop a model which shows that wages, prices, and the real per-capita income should grow more rapidly in open economies with low labour force growth. Otherwise, their trade partners experience rising unemployment and/or trade deficits. We apply this framework to Germany, which has exhibited modest labour force growth, except at the moment of reunification. Goods being differentiated by country of origin (Armington’s hypothesis), low labour force growth limits German production and should lead to rising prices and wages relative to other countries. This mechanism is magnified by the low price elasticity of demand for German goods. Hence, German wage moderation could constrain other countries’ policy options. Simulations using an extended versionof the model suggest that (i) disparities in labour force growth have had a significant impact on unemployment within the Eurozone, potentially contributing to the severe economic crisis faced by Southern European countries between 2010 and 2015, and (ii) the demographic shock following reunification could explain a large part of the German economic challenges from 1995 to 2005." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Wenn mehr gearbeitet würde – Potenziale des deutschen Arbeitsmarktes (2025)
Boockmann, Bernhard; Unger, Barbara; Meister-Scheufelen, Gisela;Zitatform
Boockmann, Bernhard, Gisela Meister-Scheufelen & Barbara Unger (2025): Wenn mehr gearbeitet würde – Potenziale des deutschen Arbeitsmarktes. In: Wirtschaftsdienst, Jg. 105, H. 1, S. 69-74. DOI:10.2478/wd-2025-0019
Abstract
"Aufgrund der absehbaren demografischen Entwicklung steht Deutschland erst am Anfang eines langfristigen Abeitskräftemangels.1 Dabei besteht nicht nur ein Fachkräftemangel, sondern ein grundlegendes Problem, eine ausreichende Zahl von Arbeitskräften zu gewinnen. Die aktuelle Rezession und der Transformationsprozess haben zwar zu einem Rückgang der Arbeitsnachfrage geführt. Gleichwohl ist davon auszugehen, dass sich der Arbeitskräftemangel fortsetzen wird. Selbst wenn unterstellt wird, dass sich die Erwerbsbeteiligung inländischer Personen künftig erhöht, wäre rechnerisch ein Wanderungssaldo von 400.000 Personen erforderlich, um das Erwerbspersonenpotenzial konstant zu halten (Fuchs et al., 2021)." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Fostering Employment and Total Hours Worked: Perspectives for France and Germany: Joint statement (2025)
Bozio, Antoine ; Schnitzer, Monika ; Simon, Lenard; Runschke, Benedikt; Lapeyre, Alice; Werding, Martin ; Weber, Enzo ;Zitatform
Bozio, Antoine, Alice Lapeyre, Enzo Weber, Benedikt Runschke, Monika Schnitzer, Lenard Simon & Martin Werding (2025): Fostering Employment and Total Hours Worked: Perspectives for France and Germany. Joint statement. 12 S.
Abstract
"France and Germany are both confronted with labour market bottlenecks that limit the total volume of work in the economy. While they face similar challenges - such as boosting labour force participation and improving job quality - their labour markets differ in key structural dimensions, leading to divergent policy priorities. To achieve higher employment of better quality, each country will need to implement a tailored mix of policies, targeting its specific weaknesses. In some cases, the policy levers required are similar; in others, they differ significantly due to institutional and demographic differences. This policy brief rests on a systematic comparison of labour market participation between France and Germany to identify the most relevant margins for reform and the levers that could support convergence towards stronger employment outcomes in both countries. This policy brief presents the key stylized facts and policy recommendations that can be drawn for France and Germany. Our analyses build on extensive work by Bozio et al. (2025),* who updated previous work by Blundell et al. (2011, 2013). Using harmonized survey data, the authors examine employment and hours worked over the past 55 years in France, Germany, the United Kingdom, and the United States. They provide detailed analyses of employment patterns and working hours across sub-groups of workers - by gender, age, and education level - over time. Their work identifies room to increase hours worked in both countries, along with relevant policies to achieve this, and contributes to the reflection on the gradual harmonisation of labour markets in both countries" (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Demography and income in the 21st century: a long-run perspective (2025)
Zitatform
Brakman, Steven, Tristan Kohl & Charles van Marrewijk (2025): Demography and income in the 21st century: a long-run perspective. In: Cambridge Journal of Regions, Economy and Society, Jg. 18, H. 1, S. 25-40. DOI:10.1093/cjres/rsae040
Abstract
"The world faces massive demographic changes in the 21st century. We analyse the impact of changes in the share of the working-age population for the global income distribution. First, the historical impact of demography on economic growth indicates that a 1% higher share of the working-age population in the total population results in a 0.173 percentage points higher income growth rate. Second, we use United Nations population projections to predict income changes for the remainder of this century. Third, we show how the share of income shifts away from Europe, North America and China towards South Asia and Africa, such that the current global economic powers will see their influence on world affairs decline." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Regionale Faktoren der langfristigen Beschäftigungsentwicklung - Befunde für Hamburg (2025)
Zitatform
Buch, Tanja, Annekatrin Niebuhr, Antonia Schreiner & Andrea Stöckmann (2025): Regionale Faktoren der langfristigen Beschäftigungsentwicklung - Befunde für Hamburg. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Nord 04/2025), Nürnberg, 61 S. DOI:10.48720/IAB.REN.2504
Abstract
"Die vorliegende Studie betrachtet die regionalen Unterschiede im Beschäftigungswachstum und ihre Einflussfaktoren im Zeitraum zwischen 1999 und 2023 mit einem Fokus auf die Stadt Hamburg im Vergleich zu anderen regionalen Arbeitsmärkten und insbesondere anderen Großstädten in Deutschland. In diesem Zeitraum hat sich die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze in Hamburg im Bundesvergleich weit überdurchschnittlich entwickelt. Auch innerhalb der Gruppe der größten Städte in Deutschland schneidet Hamburg relativ gut ab. Allein in Berlin und München fiel die Beschäftigungsdynamik noch etwas höher aus. Die Effekte unterschiedlicher Faktoren, die die Beschäftigungsentwicklung beeinflussen, variieren für Hamburg bezüglich Vorzeichen und Stärke. Von der Branchenstruktur und der Qualifikationsstruktur gehen positive Impulse auf das Beschäftigungswachstum der Stadt aus. Auch der ermittelte Standorteffekt ist positiv. Diese günstigen Effekte der benannten Faktoren sind typisch für die großen urbanen Arbeitsmärkte in Deutschland. Mit Blick auf die demografische Entwicklung wirkte die Altersstruktur der Beschäftigten im Untersuchungszeitraum noch leicht wachstumsfördernd, war jedoch weniger günstig als in anderen westdeutschen Regionen. Insbesondere in einer weiteren Verbesserung der Qualifikationsstruktur könnten Potenziale liegen, um die Beschäftigungsdynamik in Hamburg positiv zu beeinflussen. In Bezug auf die demografische Entwicklung gilt es, die Attraktivität der Stadt für junge und gut qualifizierte Arbeitskräfte weiter zu erhöhen und die Produktivität älterer Arbeitskräfte durch eine stärkere Weiterbildungsbeteiligung zu erhalten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Regionale Faktoren der langfristigen Beschäftigungsentwicklung - Befunde für Mecklenburg-Vorpommern (2025)
Zitatform
Buch, Tanja, Annekatrin Niebuhr & Andrea Stöckmann (2025): Regionale Faktoren der langfristigen Beschäftigungsentwicklung - Befunde für Mecklenburg-Vorpommern. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Nord 03/2025), Nürnberg, 58 S. DOI:10.48720/IAB.REN.2503
Abstract
"Die vorliegende Studie betrachtet die regionalen Unterschiede im Beschäftigungswachstum und ihre Einflussfaktoren im Zeitraum zwischen 1999 und 2023 mit einem Fokus auf Mecklenburg-Vorpommern und seine Landkreise und kreisfreien Städte. In diesem Zeitraum ging die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze in Mecklenburg-Vorpommern um 4,4 Prozent zurück, nur in Thüringen und Sachsen-Anhalt kam es ebenfalls zu Verlusten. Im Bundesdurchschnitt stieg die Beschäftigung um 22,3 Prozent. In Mecklenburg-Vorpommern konnten im Untersuchungszeitraum nur in der Hansestadt Rostock signifikante Beschäftigungsgewinne erzielt werden. In allen übrigen Landkreisen und in Schwerin erreichten die Beschäftigtenzahlen nach zwischenzeitlichen drastischen Einbrüchen allenfalls wieder das Ausgangsniveau – oder blieben, in einigen Landkreisen deutlich, hinter diesem zurück. Die Effekte unterschiedlicher Faktoren, die die Beschäftigungsentwicklung beeinflussen, variieren in Vorzeichen und Stärke über die Regionen hinweg. Für das Land insgesamt gilt, dass von der Branchenstruktur, der Betriebsgrößenstruktur und der Qualifikationsstruktur positive Effekte auf die Beschäftigungsentwicklung ausgegangen sind. Dagegen geht vom ermittelten Standorteffekt eine dämpfende Wirkung aus. Mit Blick auf die demografische Entwicklung wirkte die Altersstruktur der Beschäftigten im Untersuchungszeitraum nicht mehr wachstumsfördernd, war jedoch auch noch nicht beschäftigungshemmend. Angesichts des ungünstigen Einflusses der regionalen Standortbedingungen sollte geprüft werden, worin die besonderen Standortnachteile des Landes bestehen und wie diese gezielt reduziert werden können. Zudem könnten insbesondere in einer Stabilisierung bzw. Verbesserung der Qualifikations- und Altersstruktur der Arbeitskräfte Potenziale liegen, um die Beschäftigungsdynamik im Land positiv zu beeinflussen. In Bezug auf die demografische Entwicklung gilt es, junge und gut qualifizierte Arbeitskräfte im Land zu halten und die Produktivität älterer Arbeitskräfte durch eine stärkere Weiterbildungsbeteiligung zu erhalten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Local Effects of Education and Age Groups on Unemployment in Germany (2025)
Zitatform
Busch, Fabian & Carsten Ochsen (2025): Local Effects of Education and Age Groups on Unemployment in Germany. In: Growth and Change, Jg. 56. DOI:10.1111/grow.70011
Abstract
"This article provides a comprehensive analysis of how regional changes in the age and education distribution of the labour force affect local and neighbourhood unemployment rates. Based on theoretical considerations, we argue that differences in job search, separation, and commuting are key factors in group differences, and therefore, changes in relative group size affect the level of unemployment. The empirical analysis focuses on local labour markets in Germany, using a dynamic spatial panel data model. According to the estimates, an increasing proportion of young and/or low-educated workers raises local unemployment, while larger proportions of older prime-age and/or highly educated workers raise unemployment in neighbouring labour markets. As a result, the recent ageing and education developments in the German labour force have led to a 25% reduction in the unemployment rate." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Future Subnational Population Change in Germany: The Role of Internal and International Migration (2025)
Cilek, Laura ; Loichinger, Elke ; Schlömer, Claus; Swiaczny, Frank ; Hoymann, Jana; Maretzke, Steffen;Zitatform
Cilek, Laura, Elke Loichinger, Frank Swiaczny, Claus Schlömer, Jana Hoymann & Steffen Maretzke (2025): Future Subnational Population Change in Germany: The Role of Internal and International Migration. In: Population, space and place, Jg. 31, H. 1. DOI:10.1002/psp.2871
Abstract
"Population change in Germany at the subnational level is particularly driven by changes in net international migration and shifts in internal migration flows between urbanisation, suburbanisation and counter-urbanisation. Official population projections at the county level use a single scenario, thereby omitting uncertainty that arises from changing patterns in the assumed components of demographic change. We use a cohort-component model that incorporates the spatial distribution of a net number of international migrants and internal migration matrices to provide population projections for 401 counties in Germany until 2070, encompassing nine total international and internal migration scenario combinations. Our results show a full potential outcome space of future subnational population change in Germany and highlight the variability in this possible change in terms of population structure, size, and spatial distribution. Across the scenarios, the total population of Germany is projected to be between 74.25 and 86.84 million people in 2040 (83.4 in 2023). There are also considerable differences in how the total population and its distribution might change spatially, both between urban and rural areas and in age structure. Thus, depending on the assumed absolute level of net international migration and the direction of internal migratory patterns we, highlight how internal and international migration patterns will continue to play a large role in future population development in Germany at the county level." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Demographic change in Europe and Central Asia: addressing the issue of a shrinking and ageing labour force (2025)
Zitatform
De Gobbi, Maria Sabrina, Stefan Kühn, Guido Heins & Ziyodakhon Malikova (2025): Demographic change in Europe and Central Asia. Addressing the issue of a shrinking and ageing labour force. (ILO working paper / International Labour Organization 139), Geneva, 38 S. DOI:10.54394/utfg0314
Abstract
"This paper identifies existing labour market challenges associated with ageing in Europe and Central Asia. It presents a general overview and provides ideas to stimulate social dialogue. In 2024, there were 28 persons aged 65 years and above per 100 persons aged 15 to 64 years and this ratio is projected to rise to 43 by 2050. The proportion of older workers (55 years and above) will increase, while the prime-age workforce (25 to 54 years) will decline. This demographic transition is expected to result in a net loss of 10 million workers in the region by 2050. As pension systems increasingly have to rely on a diminishing pool of younger workers, sustaining current living standards will become more challenging. Productivity growth in Europe and Central Asia has been falling since 1991. New sources of productivity have to be unlocked if current standards of living are to be maintained. Increasing the labour force participation of inadequately represented groups, including women, persons with disabilities, the youth, migrants and refugees may only partially improve the situation. However, it would be a step forward in improving the outlook for the challenges that the region is experiencing." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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How do structural trends affect labour market shortages and mismatch? (2025)
Dorville, Yann; Filippucci, Francesco; Marcolin, Luca;Zitatform
Dorville, Yann, Francesco Filippucci & Luca Marcolin (2025): How do structural trends affect labour market shortages and mismatch? (OECD productivity working papers 38), Paris, 63 S. DOI:10.1787/acfb5c31-en
Abstract
"This paper examines how AI and digital technology diffusion, the green transition, globalisation and population ageing jointly affect labour market tightness across 26 OECD countries and 34 sectors. It finds that digitalisation and decarbonisation increase tightness, while ageing does so only over time. Import competition and labour-substituting AI diffusion, conversely, reduce shortages." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Keeping older workers in the labour force (2025)
Eiffe, Franz Ferdinand; Weber, Tina; Fric, Karel ; Adăscăliței, Dragoș ; Muller, Jessye; Contreras, Ricardo Rodriguez;Zitatform
Eiffe, Franz Ferdinand, Dragoș Adăscăliței, Karel Fric, Jessye Muller, Ricardo Rodriguez Contreras & Tina Weber (2025): Keeping older workers in the labour force. (Eurofound research report / European Foundation for the Improvement of Living and Working Conditions), Dublin, 77 S. DOI:10.2806/4361116
Abstract
"Europe’s population is ageing and has experienced natural decline since 2014, cushioned only by net migration. The working-age population is shrinking as the number of older individuals grows, a trend expected to continue with the retirement of the baby boom generation. This shift presents challenges for policymakers in relation to employment, living standards and welfare sustainability across EU Member States. This report aims to answer the question of how to keep older workers in employment as long as possible. It provides a comprehensive analysis of employment developments. It examines job quality differences across various age groups and analyses differences in job quality within the group of older workers. The report also explores the push and pull factors influencing employment trends across Europe and delves into the policies and practices implemented by Member States to keep older workers in the workforce. It highlights the critical role of social partners in shaping these outcomes and, finally, provides general pointers for policymakers to consider." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Workforce Aging, Growth and Productivity (2025)
Esposito, Mathilde;Zitatform
Esposito, Mathilde (2025): Workforce Aging, Growth and Productivity. In: The B.E. Journal of Macroeconomics, Jg. 25, H. 2, S. 553-593. DOI:10.1515/bejm-2024-0114
Abstract
"In the literature on secular stagnation, demographic aging is widely blamed for lowering the IS curve of aggregate demand and therefore the natural interest rate. However, little is known about the impact of workforce aging on long-term aggregate supply, or so-called potential GDP. To fill this gap, this study delves into the effects of workforce aging on two key components of the remarkably sluggish potential GDP growth of developed countries: hours worked and labor productivity. First, using a novel macro-accounting decomposition of EU-KLEMS data, we find that old-labor input has the highest contribution to growth, through both increased hours worked and shifts in labor composition in the EU, US and Japan. Second, we use panel stochastic frontier models highlighting that, however, old workers have an adverse effect on labor productivity growth frontier – though increasing technical efficiency, i.e., reducing the distance to this frontier." (Author's abstract, IAB-Doku, © De Gruyter) ((en))
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Predicting the Uptake of Long-Term Care Benefits in Austria (2025)
Zitatform
Famira-Mühlberger, Ulrike & Klaus Nowotny (2025): Predicting the Uptake of Long-Term Care Benefits in Austria. (WIFO working papers 707), Wien, 32 S.
Abstract
"We use administrative microdata and statistical learning methods to analyse how personal characteristics and the consumption of healthcare services help predict the first-time receipt of "long-term care allowance" (LTCA), a needs-tested cash-for-care benefit in Austria. Our findings suggest that short-term information from the health-care sector, particularly in the quarter prior to LTCA enrolment, provides substantial explanatory power. Apart from old age, the most influential predictors include the frequency of doctor visits and hospital stays as well as diagnoses such as dementia, cerebral infarction, and hypertension. Our findings emphasise the importance of data-driven approaches in anticipating the uptake of long-term care benefits and informing policy, especially against the background of the demographic transition." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Arbeitsmarkt im Wandel: Deutschland muss die Transformation annehmen, um seine Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit zu stärken (2025)
Zitatform
Fitzenberger, Bernd & Christian Kagerl (2025): Arbeitsmarkt im Wandel: Deutschland muss die Transformation annehmen, um seine Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. (IAB-Forschungsbericht 12/2025), Nürnberg, 21 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2512
Abstract
"Der deutsche Arbeitsmarkt zeigt sich trotz wirtschaftlicher Schwäche und der wiederkehrenden Bezeichnung von Deutschland als „krankem Mann Europas“ überraschend robust. Die Beschäftigungsquote liegt mit 77,4 Prozent weiterhin auf einem hohen Niveau, doch die Zahl der offenen Stellen ist seit ihrem Höchststand 2022 deutlich gesunken, während die Arbeitslosenquote steigt. Besonders betroffen sind Langzeitarbeitslose und Personen ohne schulischen oder beruflichen Abschluss. Gleichzeitig bleibt der Fachkräftemangel eine zentrale Herausforderung, da viele Stellen nicht besetzt werden können. Die Koexistenz von steigender Arbeitslosigkeit und unbesetzten Stellen bleibt ein entscheidendes Problem für die Bewältigung des wirtschaftlichen Wandels. Eine der größten strukturellen Schwächen ist das stagnierende Produktivitätswachstum. Während die Produktivität in den 2000er-Jahren noch stieg, stagniert sie seit den 2010er-Jahren weitgehend. Besonders problematisch ist die wachsende Diskrepanz zwischen der Produktivität pro Arbeitsstunde und der Produktivität pro Arbeitnehmer, wovon sich letztere deutlich schlechter entwickelt. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Neben einer zunehmenden Teilzeitarbeit und einem Beschäftigungszuwachs in Sektoren mit niedriger Produktivität – etwa im Gesundheits- und Bildungsbereich – verhindern geringe Investitionen in Digitalisierung und technologische Innovationen, aber auch in Aus- und Weiterbildung, eine stärkere Produktivitätssteigerung. Besonders das produzierende Gewerbe, das lange das Rückgrat der deutschen Wirtschaft bildete, gerät zunehmend unter Druck. Die Industrieproduktion liegt noch immer unter dem Vorkrisenniveau, während die Beschäftigung in der jüngeren Vergangenheit stagnierte und aktuell rückläufig ist. Besonders die Automobilbranche steht vor großen Herausforderungen: Neben der sinkenden Nachfrage nach Elektroautos machen chinesische Wettbewerber den deutschen Herstellern zunehmend Konkurrenz. Auch Maschinenbau und Metallindustrie kämpfen mit strukturellen Problemen. Zudem belasten hohe Energiepreise und eine schwächelnde Exportnachfrage – insbesondere aus China – die deutsche Industrie. Trotz der wirtschaftlichen Schwäche und den Unsicherheiten über die zukünftige Entwicklung mangelt es weiterhin an Fachkräften. Vor allem kleinere Betriebe und das Bau- sowie das Gastgewerbe haben Schwierigkeiten, qualifizierte Arbeitskräfte zu finden. Eine Ursache hierfür ist die geringe Mobilität auf dem Arbeitsmarkt. Während Transformationen üblicherweise mit einer Umschichtung von Arbeitsplätzen verbunden sind, zeigt sich dieser Effekt in Deutschland bislang kaum. Die hohe Nutzung von Kurzarbeitergeld während der Pandemie hat die Beschäftigung stabilisiert, könnte jedoch den Anpassungsprozess verzögert haben, wenngleich hierfür belastbare empirische Belege fehlen. Deutschland muss die Digitalisierung und die Dekarbonisierung annehmen und nutzen, um seine Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Besonders Berufe mit geringen Qualifikationsanforderungen sind durch Automatisierung bedroht. Gleichzeitig entstehen neue Beschäftigungsmöglichkeiten im Bereich der grünen Technologien. Der Wandel erfordert jedoch gezielte Investitionen in Weiterbildung und Umschulungen, um Beschäftigte auf die neuen Anforderungen vorzubereiten. Doch genau hier zeigen sich große Defizite. Die betriebliche Weiterbildung ist nach einem pandemiebedingten Einbruch noch nicht auf das Vorkrisenniveau zurückgekehrt, und die Zahl neu abgeschlossener Ausbildungsverträge liegt seit 2020 jedes Jahr unter einer halben Million. Zudem verschlechtern sich die schulischen Leistungen, was langfristig die Qualifikationsbasis der Erwerbsbevölkerung schwächen könnte. Deutschland steht damit vor einer großen Herausforderung: Die alternde Erwerbsbevölkerung verschärft den Fachkräftemangel, während Produktivitätsschwäche und Wettbewerbsverlust die wirtschaftliche Dynamik hemmen. Die Verbesserung der digitalen Kompetenzen und die Förderung der beruflichen Mobilität werden für die Steigerung der Arbeitsproduktivität und die Sicherung des Wirtschaftswachstums von entscheidender Bedeutung sein. Um den Wandel erfolgreich zu gestalten, sind massive Investitionen in Digitalisierung, Dekarbonisierung und Bildung dringend erforderlich. Nur wenn das Land der Aus- und Weiterbildung Priorität einräumt und sich dem Wandel stellt, kann es gut bezahlte Arbeitsplätze sichern und seine Position als Europas größte Volkswirtschaft behaupten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Inwieweit tragen ausländische Beschäftigte dazu bei, dem Alterungsprozess der Beschäftigung entgegenzuwirken? Eine Betrachtung für die Kreise Deutschlands (2025)
Zitatform
Fuchs, Michaela, Uwe Sujata & Antje Weyh (2025): Inwieweit tragen ausländische Beschäftigte dazu bei, dem Alterungsprozess der Beschäftigung entgegenzuwirken? Eine Betrachtung für die Kreise Deutschlands. In: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (Hrsg.) (2025): Demografische Alterungsprozesse. Chancen und Herausforderungen für die Regionalentwicklung, S. 92-104.
Abstract
"In den vergangenen 20 Jahren nahm die Alterung der Beschäftigung in allen Kreisen Deutschlands teils deutlich zu. Zugleich standen im Jahr 2023 nirgendwo genügend jüngere Beschäftigte zur Verfügung, um die aus dem Erwerbsleben ausgeschiedenen älteren Beschäftigten rein zahlenmäßig zu ersetzen. Bevölkerungsvorausberechnungen legen nahe, dass sich die Alterung auch in Zukunft fortsetzen wird. Damit würden sich nicht nur die heute schon in vielen Bereichen des Arbeitsmarktes zu beobachtenden Fachkräfteengpässe weiter verschärfen. Es würde auch dazu führen, dass das Verhältnis von Rentnerinnen und Rentnern zu den Personen im erwerbfähigen Alter weiter steigt und als Konsequenz daraus weniger Einzahlungen in die sozialen Sicherungssysteme erfolgen. Angesichts dieser demografischen Entwicklungen hat sich der vorliegende Beitrag auf das Potenzial konzentriert, das mit der Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte einhergeht. Es sollte die Frage beantwortet werden, inwieweit ausländische Beschäftigte dazu beitragen können, den Alterungsprozess der Beschäftigung in den einzelnen Kreisen abzufedern. Die Berechnungen für den Zeitraum von 2003 bis 2023 haben gezeigt, dass ausländische Beschäftigte in allen Kreisen Deutschlands die Altersstruktur der Beschäftigung entlastet haben. Es wurde allerdings auch deutlich, dass genau in denjenigen Regionen mit im Durchschnitt eher älteren Beschäftigten der Anteil ausländischer Beschäftigter gering ist. Die Entlastungswirkung der Altersstruktur durch ausländische Beschäftigte ist zwar in Regionen mit älteren Beschäftigten tendenziell auch etwas höher, der Zusammenhang ist aber statistisch nur schwach signifikant. Die Ergebnisse untermauern die vorteilhafte Bedeutung, die ausländische Beschäftigte in allen Kreisen Deutschlands für die Altersstruktur des Arbeitsangebots haben. Diese Stütze ist allerdings in denjenigen Regionen hoch, in denen es auch anteilig schon recht viele ausländische Beschäftigte gibt. Um weitere Potenziale durch ausländische Beschäftigte zu generieren, sind grundsätzlich alle Regionen weiterhin gefordert, Integration und Vielfalt zu fördern und eine attraktive Willkommenskultur zu etablieren. Insbesondere die ostdeutschen Flächenländer stehen hier vor einer besonderen Herausforderung, denn dort ist einerseits die demografische Alterung besonders ausgeprägt. Andererseits bleibt abzuwarten, inwiefern fremdenfeindliche Einstellungen, wie sie sich in Wahlergebnissen und in Übergriffen gegenüber Ausländern geäußert haben, den Zuzug von Personen aus dem Ausland einschränken (vgl. Buch et al. 2025)." (Textauszug, IAB-Doku)
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Help wanted: the drivers and implications of labour shortages (2025)
Zitatform
Groiss, Martin & David Sondermann (2025): Help wanted: the drivers and implications of labour shortages. In: Applied Economics, Jg. 57, H. 33, S. 4882-4896. DOI:10.1080/00036846.2024.2364102
Abstract
"Labor shortages have become prevalent across advanced economies. Yet, little is known about which firms are more likely to face them or about the impact they have on the labor market. We create a firm-level dataset spanning 28 EU countries, 283 regions and 18 sectors, contributing to closing this gap. We find that structural factors play the dominant role. Firms in regions with limited labor supply as well as innovative and fast-growing firms are particularly prone to face labor shortages. Moreover, shortages tend to aggravate at business cycle peaks. In a second stage, we empirically determine the impact of labor shortages on wages and hiring. Firms with higher shortages pay a wage growth premium to keep and attract workers, increasingly so when they face excess demand. At the same time, these are the firms that hire less than the average." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Mehr Migration könnte Potenzialwachstum der deutschen Wirtschaft deutlich erhöhen (2025)
Zitatform
Hackmann, Angelina, Konstantin A. Kholodilin & Teresa Schildmann (2025): Mehr Migration könnte Potenzialwachstum der deutschen Wirtschaft deutlich erhöhen. (DIW aktuell 101), Berlin, 7 S.
Abstract
"Die deutsche Wirtschaft steht aufgrund des demografischen Wandels und des Ausscheidens der Babyboomer-Generation aus dem Arbeitsmarkt vor einem zunehmenden Arbeits- und Fachkräftemangel. Dieser wird das Produktionspotenzial der deutschen Wirtschaft erheblich einschränken. Das inländische Steigerungspotenzial zur Deckung des Arbeitskräftebedarfs ist nur gering, so dass der Migration eine zentrale Rolle zufällt. Bereits seit 2023 wird der Aufbau der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung lediglich durch ausländische Staatsangehörige getragen. Aktuelle Berechnungen zeigen, dass ohne Migration die Wachstumsrate des Potenzials von derzeit lediglich 0,4 Prozent rasch auf null sinken würde. Um die Potenzialrate bis 2029 wieder zu ihrem langfristigen Mittelwert von 1,1 Prozent (dem Durchschnitt über den Zeitraum von 2004 bis 2023) zu heben, wäre den Berechnungen zufolge eine Zuwanderung von 1,5 Millionen Erwerbspersonen notwendig. Um die Zuwanderung von Arbeitskräften aus Drittstaaten attraktiver zu machen, ist das reformierte Fachkräfteeinwanderungsgesetz zwar ein Schritt in die richtige Richtung. Um den positiven Effekt ausländischer Arbeitskräfte auf den Arbeitsmarkt und das Potenzial der deutschen Wirtschaft aber weiter zu stärken, müssen politische Maßnahmen wie der Abbau von bürokratischen Hürden bei der Visaerteilung und der Anerkennung von Qualifikationen vorangetrieben werden. Zudem ist es notwendig, die Sprachkenntnisse und Weiterqualifizierungen von Migrant*innen zu fördern, um ein Missverhältnis zwischen dem Arbeitsangebot und -bedarf zu vermeiden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Regionale Faktoren der langfristigen Beschäftigungsentwicklung - Befunde für Niedersachsen und Bremen (2025)
Zitatform
Harten, Uwe & Martin Wrobel (2025): Regionale Faktoren der langfristigen Beschäftigungsentwicklung - Befunde für Niedersachsen und Bremen. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Niedersachsen-Bremen 02/2025), Nürnberg, 67 S. DOI:10.48720/IAB.RENSB.2502
Abstract
"Die vorliegende Studie betrachtet die regionalen Unterschiede im Beschäftigungswachstum und ihre Einflussfaktoren im Zeitraum zwischen 2000 und 2023 mit einem Fokus auf die Bundesländer Niedersachsen und Bremen und deren Kreise und kreisfreien Städte. In diesem Zeitraum hat sich die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze in Niedersachsen im Bundesvergleich leicht überdurchschnittlich und jene in Bremen leicht unterdurchschnittlich entwickelt. Dabei weisen nahezu alle Kreise und kreisfreien Städte ein positives Beschäftigungswachstum auf, die Stärke der Beschäftigungsdynamik variiert allerdings deutlich über die Regionen hinweg. Auch die Effekte unterschiedlicher Faktoren, die die Beschäftigungsentwicklung beeinflussen, variieren in Vorzeichen und Stärke über die Regionen hinweg. Für beide Länder gilt insgesamt, dass sie mit Blick auf die Beschäftigungsentwicklung, wenn auch im unterschiedlichen Ausmaß, von ihrer Branchenstruktur profitieren. Die Betriebsgrößenstruktur sowie landes- und regionsspezifische Standorteffekte wiederum begünstigten die Entwicklung in Niedersachsen, dämpften diese aber in Bremen. Während für die Qualifikationsstruktur in Niedersachsen ein leicht dämpfender Effekt auf die Beschäftigungsentwicklung ermittelt werden konnte, ging von ihr in Bremen ein leicht positiver Einfluss aus. Mit Blick auf die demografische Entwicklung wirkte die Altersstruktur der Beschäftigten im Untersuchungszeitraum sowohl in Niedersachsen als auch Bremen wachstumsfördernd. In Bremen zeigt sich der Effekt jedoch nur schwach positiv, womit er weit weniger günstig ausfiel, als in allen anderen westdeutschen Regionen. Aus unseren Ergebnissen schlussfolgern wir u. a., dass mit Maßnahmen zur allgemeinen Verbesserung der Qualifikationsstruktur vorhandene Potenziale aktiviert werden könnten, um die Beschäftigungsdynamik in beiden Ländern positiv zu beeinflussen. Hinsichtlich der demografischen Entwicklung gilt es, junge und gut qualifizierte Arbeitskräfte im Land zu halten oder gar dazuzugewinnen sowie die Produktivität älterer Arbeitskräfte durch eine höhere Weiterbildungsbeteiligung, auch verbunden mit physischen Arbeitserleichterungen, zu erhalten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Alter(n) im Betrieb: Stereotype Altersbilder, Fachkräftemangel und digitale Transformation (2025)
Zitatform
Heyer, Philipp, Kathrin Weis, Sabine Mohr & Wiebke Schmitz (2025): Alter(n) im Betrieb: Stereotype Altersbilder, Fachkräftemangel und digitale Transformation. (BIBB-Report 2025,05), Leverkusen: Verlag Barbara Budrich, 16 S.
Abstract
"Against the backdrop of demographic change, age-appropriate human resources policies are becoming increasingly important. Nevertheless, negative age stereotypes continue to prevail in many firms, hindering the recruitment and further training of older employees – and thus leaving existing skilled labor potential untapped. Based on current data from the establishment survey “BIBB Establishment Panel on Training andCompetence Development,” this BIBB Report analyzes stereotypical images of age in firms as well as company characteristics that promote the employment of older people. Particular attention is given to the role of digital technologies. The results show that the perceptions of older employees vary depending on the industry, firm size, and use of technology. A positive perception is associated with higher employment rates of older people. However, older employees are less strongly represented in firms with above-average use of digital technologies. Based on these findings, it is recommended to counteract age stereotypes, provide targeted further training for older employees, and actively involve them in digital work processes. An age-appropriate human resources policy not only strengthens the supply of skilled workers, but also diversity and, ultimately, the productivity of firms." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Demographic change, secular stagnation, and inequality: automation as a blessing? (2025)
Zitatform
Jacobs, Arthur & Freddy Heylen (2025): Demographic change, secular stagnation, and inequality: automation as a blessing? In: Journal of demographic economics, Jg. 91, H. 4, S. 508-548. DOI:10.1017/dem.2024.10
Abstract
"We study whether the increased adoption of available automation technologies allows economies to avoid the negative effect of aging on per capita output. We develop a quantitative theory in which firms choose to which extent they automate in response to a declining workforce and rising old-age dependency. An important element in our model is the integration of two capital types: automation capital that acts as a substitute to human labor, and traditional capital that is a complement to labor. Empirically, our model's predictions largely match data regarding automation (robotization) density across OECD countries. Simulating the model, we find that aging-induced automation only partially compensates the negative growth effect of aging in the absence of technical progress in automation technology. One reason is that automated tasks are no perfect substitutes for non-automated tasks. A second reason is that automation raises the interest rate and thus inhibits positive behavioral reactions to aging (later retirement and investment in human capital). Moreover, increased automation generates a falling net labor share of income and rising welfare inequality. We evaluate alternative policy responses to cope with this inequality." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Die Wirtschaftskrise trifft auf einen voranschreitenden demografischen Wandel (Interview) (2025)
Zitatform
Keitel, Christiane; Enzo Weber (interviewte Person) (2025): Die Wirtschaftskrise trifft auf einen voranschreitenden demografischen Wandel (Interview). In: IAB-Forum H. 21.03.2025. DOI:10.48720/IAB.FOO.20250321.01
Abstract
"Die deutsche Wirtschaft und der Arbeitsmarkt stecken seit drei Jahren in einer Schwächephase fest. Trotzdem zeigt sich die IAB-Prognose verhalten optimistisch. Enzo Weber, Leiter des Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“, spricht im Interview darüber, was den Arbeitsmarkt im laufenden Jahr voraussichtlich erwartet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Overlapping crises (re)shaping the future of regional labour markets [OVERLAP]: Main Report (2025)
Khabirpour, Neysan; Pagnini, Costanza; Bronka, Patryk; Hoch, Markus; Limbers, Jan; Kreuzer, Philipp; Pelizzari, Lorenzo; Richiardi, Matteo ;Zitatform
Khabirpour, Neysan, Lorenzo Pelizzari, Jan Limbers, Markus Hoch, Philipp Kreuzer, Matteo Richiardi, Patryk Bronka & Costanza Pagnini (2025): Overlapping crises (re)shaping the future of regional labour markets [OVERLAP]. Main Report. Luxembourg: ESPON 2030, 101 S.
Abstract
"Europe’s labour market is entering a decade in which structural forces converge and pull unevenly on every region. First, the demographic change is steadily thinning the labour supply: by 2050, the EU’s labour force is set to decrease by 35 million people. (Secondly) This demographic transition comes at a time when Member States are increasing their efforts to achieve the decarbonization targets, and (thirdly) when they are ramping up investments to digitalise the economy. While the digital transition is accelerating demand for specialised skills faster than workers can acquire them, the green transition suggests both disruption and expansion. To deliver the REPowerEU targets, the Commission estimates that more than 3.5 million additional jobs will be needed by 2030. Explained very shortly, these interacting factors may amplify long-standing territorial disparities in age structure, industrial fabric and human-capital endowment. Understanding where labour will transform and where new demand will arise is therefore indispensable. It is precisely this spatial intelligence that the OVERLAP project supplies—by charting the possible employment trajectories of every NUTS-3 labour market – for the 2035 perspective - under a varied set of assumptions, driven by policy or shock. This is done within a scenario-driven exercise, covering ageing, green ambition and digital diffusion. In doing so, as a forward-looking exercise, the study equips policymakers with the granular evidence needed to anticipate potential shortages, target up- and reskilling investments, and steer and match transition funding to address local needs and the regions that need it most. The study starts from two overarching objectives: Compile a granular portrait of Europe’s regional labour markets by tracing demographic dynamics and their (possible) implications for employment trends, at NUTS-3 level, out to 2035. Gauge how major drivers—including population change and the twin digital-green transition—may reshape labour demand under a range of forward-looking (possible) scenarios, out to 2035. From these aims, flow the main guiding research questions: which territories and sectors are set to gain or lose employment as ageing, automation and decarbonisation unfold simultaneously? And what policy mixes can cushion vulnerable regions while helping them capture new growth niches? Addressing these questions across the ESPON space—i.e. all EU Member States plus Iceland, Liechtenstein, Norway and Switzerland—requires a geography-sensitive lens; hence results are mapped down to individual NUTS-3 regions. To deliver evidence at that resolution, the project combined a dual analytical architecture. Quantify and regionalise macro-trends: the top-down stream employs the DINOS dynamic input-output model (developed by PROGNOS) to translate demographic, technological and climate-policy shocks into sectoral employment and wage shifts, then regionalises these outputs to the full NUTS-3 grid. The macro-level modelling strategy begins with national economic aggregates, traces broad structural trends across industries, and subsequently disaggregates the resulting labour-market effects to individual regions. By working from the “whole economy” downward, this framework captures systemic interactions—such as supply-chain spill-overs—beyond the reach of purely regional models. Provide a micro-analytical perspective: in parallel, the bottom-up stream extends the SimPaths dynamic microsimulation platform—already validated for the United Kingdom as a baseline —to Greece, Hungary, Italy and, enriching the macro picture with individual life-course trajectories. This novel, regional, micro-analytical framework sheds additional light on the distributional impact of the ongoing economic and social transformations, going beyond the broad picture and simplified assumptions that had to be made in the top-down approach (macro-analyses). The dynamic framework integrates a defining feature in every simulated period: inputs from a static tax-benefit calculator (EURO-MOD), hence allowing to study to what extent tax and benefit systems can smooth out transitional dynamics. However, it is important to highlight from the onset, that this study should not be perceived as a crystal globe, as it does not cover all possible shocks or situations, but acts upon the accumulated knowledge, in order to provide some modelled scenarios that are aimed at informing and opening the forward-looking strategies, with a pre-emptive component." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Bleiben oder gehen? Das Demografieproblem lässt sich nicht allein durch die Zuwanderung von Fachkräften lösen. Wir müssen auch deren Abwanderung verringern: Denkfabrik (2025)
Zitatform
Kosyakova, Yuliya & Enzo Weber (2025): Bleiben oder gehen? Das Demografieproblem lässt sich nicht allein durch die Zuwanderung von Fachkräften lösen. Wir müssen auch deren Abwanderung verringern. Denkfabrik. In: Wirtschaftswoche H. 3, S. 38.
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Literaturhinweis
Germany's Demographic Challenge and the Central Role of Migration: Evidence from Labour Market and Mobility Data. Commentary (2025)
Zitatform
Kosyakova, Yuliya (2025): Germany's Demographic Challenge and the Central Role of Migration. Evidence from Labour Market and Mobility Data. Commentary. Milano, o. Sz.
Abstract
"Germany’s demographic and labour market developments over the past decade reveal a structural transformation with long-term implications. Declining fertility, population ageing, and a shrinking domestic workforce have increased the importance of migration as one key component of labour supply, economic performance, and system sustainability. Using recent administrative statistics and new panel survey data, this commentary summarises the empirical evidence on Germany’s demographic pressures, the contribution of migrants to labour market dynamics, and emerging patterns in onward and return mobility. Projections indicate a substantial contraction of Germany’s labour force potential in the coming decades. Under a zero-migration scenario, the working-age population will decrease by approximately 16 million individuals by 2060, even when assuming rising employment rates among women and older workers." (Text excerpt, IAB-Doku, © 2026 Elsevier) ((en))
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Literaturhinweis
Demografischer Wandel und Arbeitskräftemangel: Ausländische Beschäftigte spielen eine wichtige Rolle auf dem Arbeitsmarkt (2025)
Kuhn, Sarah; Schwengler, Barbara; Seibert, Holger; Wiethölter, Doris;Zitatform
Kuhn, Sarah, Barbara Schwengler, Holger Seibert & Doris Wiethölter (2025): Demografischer Wandel und Arbeitskräftemangel: Ausländische Beschäftigte spielen eine wichtige Rolle auf dem Arbeitsmarkt. (IAB-Kurzbericht 08/2025), Nürnberg, 8 S. DOI:10.48720/IAB.KB.2508
Abstract
"Von den knapp 35 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland sind über 8 Millionen mindestens 55 Jahre alt. Sie gehen voraussichtlich in den nächsten zehn bis zwölf Jahren in Rente. Noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik war dieser Anteil an Altersabgängen so hoch. Die Autor*innen beleuchten, welche Regionen demografisch gut aufgestellt sind und wie es um die Altersstruktur der Beschäftigten auf der Ebene der Anforderungsniveaus der Berufe bestellt ist. Dabei beschreiben sie die qualifikationsspezifische Beschäftigungsentwicklung in den unterschiedlichen Regionen Deutschlands und zeigen, welcher Anteil an der jeweiligen Entwicklung auf ausländische Arbeitskräfte zurückgeht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
- Altersstrukturquotient nach Kreisen, Juni 2024
- Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte nach Anforderungsniveau und Staatsangehörigkeit in Deutschland
- Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte nach Alter in Deutschland
- Altersverteilung der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (16 bis 67 Jahre) nach Staatsangehörigkeit und Kreistypen
- Weitere Informationen finden Sie in diesem IAB-Forum-Artikel
- Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung zwischen 2015 und 2024 nach Anforderungsniveau und Staatsangehörigkeit
- Anforderungsniveau der Tätigkeiten von sozialversicherungspflichtig Beschäftigten 2024 sowie Veränderungen gegenüber 2015 nach Siedlungsstrukturtyp
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Literaturhinweis
Ohne ausländische Beschäftigte wird es in vielen Berufen eng (2025)
Kuhn, Sarah; Schwengler, Barbara; Wiethölter, Doris; Seibert, Holger;Zitatform
Kuhn, Sarah, Barbara Schwengler, Holger Seibert & Doris Wiethölter (2025): Ohne ausländische Beschäftigte wird es in vielen Berufen eng. In: IAB-Forum H. 13.05.2025, 2025-05-12. DOI:10.48720/IAB.FOO.20250513.01
Abstract
"Die Situation auf dem deutschen Arbeitsmarkt wird aktuell vor allem durch die demografische Entwicklung und den damit verbundenen Mangel an Fach- und Arbeitskräften bestimmt. In der Diskussion, wie diesen Herausforderungen begegnet werden kann, spielen ausländische Beschäftigte eine immer wichtigere Rolle." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Anticipation of future developments in labour markets: methods, data and practices of knowledge transfer in regions and localities across Europe and beyond (2025)
Larsen, Christa; Kipper, Jenny; Webb, Aleksandra; Kleine-Rüschkamp, Lukas; Tafreschi, Darjusch;Zitatform
Larsen, Christa, Jenny Kipper, Aleksandra Webb, Lukas Kleine-Rüschkamp & Darjusch Tafreschi (Hrsg.) (2025): Anticipation of future developments in labour markets. Methods, data and practices of knowledge transfer in regions and localities across Europe and beyond. (Forschung und deren Anwendung im Bereich des regionalen und lokalen Arbeitsmarktmonitorings im transnationalen Vergleich (Veröffentlichungen des IWAK)), Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft, 193 S.
Abstract
"Technologischer Wandel, gesellschaftliche Krisen, grüne und digitale Transformationen sowie demografische Verschiebungen verändern die Arbeitsmärkte in vielen Regionen Europas und darüber hinaus grundlegend. Eine vorausschauende Analyse dieser Entwicklungen ist entscheidend für eine wirksame regionale Arbeitsmarktpolitik. Der Band versammelt Methoden, Daten und Praktiken des Wissenstransfers zur Prognose regionaler Arbeitsmarkttrends. 31 Expert:innen aus dem EN RLMM-Netzwerk zeigen Ansätze zur Stärkung regionaler Foresight-Kompetenz und evidenzbasierter Planung in zunehmend komplexen Arbeitsmarktsystemen." (Verlagsangaben, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Inhaltsverzeichnis -
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Contrasting the Local and National Demographic Incidence of Local Labour Demand Shocks (2025)
Zitatform
Mansfield, Richard K. (2025): Contrasting the Local and National Demographic Incidence of Local Labour Demand Shocks. In: The Economic Journal, S. 1-67. DOI:10.1093/ej/ueaf092
Abstract
"This paper examines how spatial frictions that differ among heterogeneous workers and establishments shape the geographic and demographic incidence of alternative local labour demand shocks, with implications for the appropriate level of government at which to fund local economic initiatives. LEHD data featuring millions of job transitions facilitate estimation of a rich two-sided labour market assignment model. The model generates simulated forecasts of many alternative local demand shocks featuring different establishment compositions and local areas. Workers within 10 miles receive only 11.2% (6.6%) of nationwide welfare (employment) short-run gains, with at least 35.9% (62.0%) accruing to out-of-state workers, despite much larger per-worker impacts for the closest workers. Local incidence by demographic category is very sensitive to shock composition, but different shocks produce similar demographic incidence further from the shock. Furthermore, the remaining heterogeneity in incidence at the state or national level can reverse patterns of heterogeneous demographic impacts at the local level. Overall, the results suggest that reduced-form approaches using distant locations as controls can produce accurate estimates of local shock impacts on local workers, but that the distribution of local impacts badly approximates shocks’ statewide or national incidence." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Ageing and the distribution of wealth in Europe (2025)
Zitatform
Mulder, Jan De & Javier Olivera (2025): Ageing and the distribution of wealth in Europe. (LISER working papers 2025-12), Esch-sur-Alzette, 40 S.
Abstract
"The present study analyses the impact of ageing on wealth inequality in fifteen European countries by exploiting the Household Finance and Consumption Survey (HFCS) for the years 2010 and 2021. For this aim, we use recentered influence regressions to estimate influence of ageing and other key covariates on the Gini index of net wealth and wealth components. When analysing the overall wealth of the countries, no clear impact of ageing on net wealth inequality is found. However, ageing appears to contribute to rising inequality when its main components—real assets, financial assets, and debt—are examined. The evidence suggests that the magnitude of the effect has increased over time. When considering individual countries separately, ageing appears to have an increasing impact on net wealth inequality, as well as on the inequality of its main components in countries experiencing more advanced population ageing, such as Portugal, Spain, and Italy." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Approaches to Enhancing and Sustaining Engagement in Post-Retirement Work: A Scoping Review (2025)
Premji, Raihana ; Mazur, Maryna; Choi, Charlene; Haritos, Alexia M.; Nowrouzi-Kia, Behdin ; Balakrishnar, Kishana ; Sathananthan, Aishvinigaa; Yuen, Beatrice; Long, Bao-Zhu Stephanie;Zitatform
Premji, Raihana, Bao-Zhu Stephanie Long, Kishana Balakrishnar, Aishvinigaa Sathananthan, Charlene Choi, Alexia M. Haritos, Beatrice Yuen, Maryna Mazur & Behdin Nowrouzi-Kia (2025): Approaches to Enhancing and Sustaining Engagement in Post-Retirement Work: A Scoping Review. In: Journal of aging and health, S. 1-22. DOI:10.1177/08982643251378213
Abstract
"Background and Objectives: With an aging population and growing economic hardship for many older adults, post-retirement work is increasingly common but often challenging due to complex, intersecting factors. This scoping review aims to identify key barriers and facilitators to post-retirement work. Methods: We searched APA PsycINFO, Embase, CINAHL, Scopus, and Web of Science for peer-reviewed studies (2000–2025) on post-retirement work among adults aged 50–80. Eligible studies underwent two rounds of screening and risk of bias assessment. Results: Fifty-two studies were included in this scoping review. Four key themes emerged: (1) social factors, (2) health-related factors, (3) workplace factors, and (4) financial factors. Barriers and facilitators included health status, discrimination, job conditions, financial stability, policy support, social networks, and personal fulfillment. Discussion: Post-retirement work is shaped by diverse factors with important policy implications. Future research should examine underrepresented groups and regional differences." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Generational Disparities and Their Impact on Sectoral Labour Demand (2025)
Zitatform
Rigó, Richard, Adriana Grenčíková, Karol Krajčo, Valentinas Navickas & Vytautas Snieška (2025): Generational Disparities and Their Impact on Sectoral Labour Demand. In: Inžinerine ekonomika, Jg. 36, H. 2, S. 212-225. DOI:10.5755/j01.ee.36.2.39850
Abstract
"This study estimates the economic impacts of demographic changes driven by generational changes on the labor market and business environment in the Slovak Republic and selected European countries (Hungary, Poland, Czech Republic, Germany, France, Italy). It examines how demographic changes influence sectoral labor demand and the number of business entities. The main research questions are: RQ1: How do generational disparities affect sectoral demand? RQ2: How do generational disparities affect the number of entrepreneurs in the labour market? A comparative analysis of statistical data from 2013 to 2023 shows that sectors such as wholesale, retail, industry, and information and communication technology (ICT) face a shortage of skilled labour. To address RQ2, a regression analysis covering the long-term period from 1995 to 2020 is applied. The evaluation of RQ2 is supported by two hypotheses (H). H1: Changes in population development affect the number of enterprises at a statistically significant level. H2: Changes in population development affect the size of companies in a statistically significant variable. The results indicate that demographic trends associated with generational changes are reshaping the labor market structure, with the most significant impact observed in industries with high skill requirements and the segment of small and medium-sized enterprises. These businesses are flexible yet particularly vulnerable to shortages of skilled labor." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Der Einfluss von beruflicher Ähnlichkeit und Arbeitsmarktbedingungen auf Berufswechsel: Eine exemplarische Analyse von 31 Berufen für den Ausbau erneuerbarer Energien (2025)
Risius, Paula; Engler, Jan; Quispe Villalobos, Valeria; Malin, Lydia ; Mertens, Armin; Arndt, Franziska;Zitatform
Risius, Paula, Valeria Quispe Villalobos, Lydia Malin, Franziska Arndt, Armin Mertens & Jan Engler (2025): Der Einfluss von beruflicher Ähnlichkeit und Arbeitsmarktbedingungen auf Berufswechsel. Eine exemplarische Analyse von 31 Berufen für den Ausbau erneuerbarer Energien. (IW-Report / Institut der Deutschen Wirtschaft Köln 2025,40), Köln, 37 S.
Abstract
"Für die Energiewende werden in unterschiedlichen Berufen Fachkräfte dringend gesucht: Allein in den 31 für die vorliegende Studie betrachteten energierelevanten Berufen konnten im Jahr 2024 knapp 119.000 der insgesamt knapp 185.000 offenen Stellen nicht besetzt werden. Damit liegt die Stellenüberhangsquote der rechnerisch nicht besetzbaren Stellen bei 64 Prozent. Das bedeutet, dass für knapp zwei von drei offenen Stellen in diesen energierelevanten Kernberufen keine entsprechend qualifizierten Fachkräfte verfügbar sind. Unter den diskutierten Lösungsvorschlägen zur Fachkräftesicherung gewinnt die Debatte um Berufswechsel und die damit verbundenen Potenziale angesichts der derzeit wieder steigenden Arbeitslosenzahlen zunehmend an Relevanz. Etwa 62,5 Prozent der im Jahr 2023 neu begonnenen sozialversicherungspflichtigen Tätigkeiten in den untersuchten Berufen entfielen auf Berufswechsler, die vorher eine andere Tätigkeit ausgeübt hatten. Dies verdeutlich das bereits realisierte Ausmaß der vorhandenen Berufswechselpotenzialen für die Fachkräftesicherung und die damit verbundene Flexibilität von Unternehmen und Beschäftigten bei Rekrutierung, Bewerbung und Stellenbesetzung. Die vorliegende Studie widmet sich der Fragestellung, inwieweit die anhand von Kompetenzüberschneidungen gemessene Ähnlichkeit von Berufen mit einer höheren Zahl an Berufswechseln einhergeht und diese begünstigt. Zur Messung der beruflichen Ähnlichkeit wurde mithilfe von Big-Data-Methoden und unter Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) eine eigene Maßzahl entwickelt, die die berufliche Ähnlichkeit anhand von Überschneidungen der Kompetenzanforderungen zwischen Berufspaaren quantifiziert. Darüber hinaus werden ergänzend berufsspezifische Kenngrößen aus der Arbeitsmarktstatistik berücksichtigt, um weitere relevante Einflussfaktoren auf die Wechselentscheidung von Arbeitgebern und -nehmern zu modellieren. Die Ergebnisse zeigen, dass eine hohe inhaltliche berufliche Ähnlichkeit Berufswechsel positiv beeinflusst: Aus Herkunftsberufen, deren Kompetenzprofile einem der betrachteten Einmündungsberufe stärker ähneln, wechseln - anteilig gemessen an der Zahl zur Verfügung stehenden Beschäftigten mit einer entsprechenden Tätigkeit im Herkunftsberuf - mehr Personen in den jeweiligen Einmündungsberuf. Regressionsanalysen zeigen darüber hinaus, dass auch die formale Ähnlichkeit von Berufen definiert durch die Klassifikation der Berufe relevant ist: Es finden mehr Wechsel zwischen Berufen statt, die dort näher beieinander liegen. Dies trifft für die ausgewählten akademisch geprägte Berufe weniger stark zu als für die Ausbildungsberufe im gewählten Berufe-Set. Die Generalisierbarkeit der Ergebnisse ist durch die Fokussierung auf die ausgewählten energierelevanten Einmündungsberufe begrenzt und nicht ohne Weiteres auf andere Berufe übertragbar. Für Politik und Unternehmen lassen sich aus den Ergebnissen spezifische Handlungsempfehlungen ableiten. Grundsätzlich konnte gezeigt werden, dass Unternehmen offen für Berufswechsler sind. Die Vermutung liegt nahe, dass dies für Berufe mit Fachkräfteengpässen und steigendem Fachkräftebedarf stärker ausgeprägt sein dürfte als für andere. Um die Potenziale geeigneter Berufswechsler noch stärker zu heben, können Unternehmen in Stellenanzeigen darauf hinweisen, dass auch Bewerbungen von Personen erwünscht sind, die nur einen Teil der Kompetenzanforderungen für die Stelle erfüllen und aus anderen Tätigkeitsfeldern kommen. Diese Bemühungen können Akteure wie die Bundesagentur für Arbeit unterstützen, indem sie Kompetenzüberschneidungen zum ausgeschriebenen Stellenprofil besser sichtbar machen. Zur Überbrückung fehlender Kompetenzen sollten außerdem Qualifizierungsbausteine wie Teilqualifikationen weiter gestärkt werden. Es ist daher zu begrüßen, dass im Koalitionsvertrag der Bundesregierung angekündigt wird, die Jobcenter für die Eingliederung mit ausreichenden Mitteln auszustatten, und die Vermittlung in Arbeit zu stärken." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Auswirkungen des Strukturwandels auf die Arbeitsmarktregionen und Bundesländer in der langen Frist – Qualifikations- und Berufsprojektion bis 2040 (2025)
Schneemann, Christian ; Kalinowski, Michael; Bernardt, Florian; Wolter, Marc Ingo; Maier, Tobias ; Zika, Gerd ;Zitatform
Schneemann, Christian, Florian Bernardt, Michael Kalinowski, Tobias Maier, Gerd Zika & Marc Ingo Wolter (2025): Auswirkungen des Strukturwandels auf die Arbeitsmarktregionen und Bundesländer in der langen Frist – Qualifikations- und Berufsprojektion bis 2040. (IAB-Forschungsbericht 03/2025), Nürnberg, 46 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2503
Abstract
"Die Bundesländer und die Arbeitsmarktregionen in Deutschland unterscheiden sich in ihrer Bevölkerungs- und Wirtschaftsstruktur, weshalb sie auch unterschiedliche Arbeitskräfteengpässe und -überhänge aufweisen. Aufgrund ihrer verschiedenartigen Entwicklungen werden auch künftig Unterschiede im Arbeitsmarktgeschehen bestehen. Mit Hilfe des sogenannten QuBe-Modellverbundes (8. Welle der QuBe-Basisprojektion) werden langfristige immanente Megatrends wie die demografische Entwicklung, der wirtschaftliche Strukturwandel und die Digitalisierung im Modell selbst erfasst und die Auswirkungen auf Wirtschaft und Arbeitsmarkt sichtbar gemacht. Die Analyse zeigt, dass sich die wirtschaftliche Lage in Deutschland nicht wie in der Vergangenheit durch positive Entwicklungen im Außenhandel erholen wird. Das zukünftige Handeln der USA, China und Russlands ist schwer abzuschätzen und erhöht die Unsicherheit auf dem Weltmarkt. Zudem wird das künftige Arbeitsmarktgeschehen zu einem großen Teil von der demografischen Entwicklung, dem stetigen strukturellen Wandel (z.B. Digitalisierung im Handel) und der schwächeren Nachfrage im Baugewerbe geprägt. So wird das Arbeitskräfteangebot infolge des Bevölkerungsrückgangs in vielen Bundesländern und Arbeitsmarktregionen bis zum Jahr 2040 sinken. Zwar können einige Arbeitsmarktregionen noch Bevölkerung aufbauen, aber die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter wird in allen abnehmen. Infolgedessen wird auch der Arbeitskräftebedarf fast überall sinken. Insgesamt wird in vielen Bundesländern und Arbeitsmarktregionen die Erwerbslosenquote sinken oder nahezu stabil bleiben, so dass dort trotz der schlechteren konjunkturellen Entwicklung weiterhin mit Engpässen in verschiedenen Wirtschaftsbereichen und Berufen zu rechnen ist. Die Rekrutierung von Arbeitskräften dürfte somit in vielen Wirtschaftsbereichen und Regionen langfristig zunehmend schwieriger werden. Der Bedarf an qualifiziertem Personal im Wirtschaftszweig „Heime und Sozialwesen“ oder im Bereich der IT-Dienstleistungen wächst kontinuierlich. Dies alles geschieht vor dem Hintergrund eines wohl eher noch beschleunigten Strukturwandels, der gerade die Bundesländer und Arbeitsmarktregionen schon jetzt vor große Herausforderungen stellt, in denen das Verarbeitende Gewerbe zum Beispiel die Automobilindustrie nach wie vor überdurchschnittlich. Die fortschreitende Digitalisierung und Dekarbonisierung erfordern eine permanente Modernisierung und Innovationsfähigkeit der deutschen Wirtschaft. Gerade die ökologische Transformation ist stark auf Erwerbstätige im Baugewerbe angewiesen. Eine Qualifizierung in diesem Bereich bleibt deshalb wichtig, weil die Rekrutierungssituation für Unternehmen trotz der langfristig vermutlich zurückgehenden Erwerbstätigkeit im Vergleich zu anderen Berufen auch in Zukunft schwierig sein wird. Die Umsetzung zusätzlich notwendiger Investitionen im Zuge dieser Transformation sollte nicht an fehlenden Fachkräften scheitern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Lesen Sie dazu ein Interview mit Autoren im Online-Magazin IAB-Forum -
Literaturhinweis
Erhöhung des Arbeitsvolumens: Kurzstudie (2025)
Schäfer, Holger; Schröder, Christoph; Stettes, Oliver;Zitatform
Schäfer, Holger, Christoph Schröder & Oliver Stettes (2025): Erhöhung des Arbeitsvolumens. Kurzstudie. (IW-Gutachten / Institut der Deutschen Wirtschaft Köln), Köln, 20 S.
Abstract
"Der demografische Wandel wird zur zentralen arbeitsmarktpolitischen Herausforderung in den kommenden Jahren. Denn die ersten besonders geburtenstarken Baby-Boomer-Jahrgänge werden den Arbeitsmarkt verlassen. Die Anzahl aller geleisteten Arbeitsstunden, das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen, droht massiv zu sinken. Das gilt für Deutschland insgesamt gleichermaßen wie für Bayerisch-Schwaben. Im Koalitionsvertrag werden zwar an verschiedenen Stellen geeignete Ansatzpunkte adressiert, um die Anzahl der geleisteten Arbeitsstunden in den kommenden Jahren zu stabilisieren. Um der großen arbeitsmarktpolitischen Herausforderung gerecht zu werden, sind aber weitergehende Maßnahmen erforderlich. Sie setzen an der ökonomischen Dringlichkeit an; von der konkreten rechtlichen und politischen Umsetzbarkeit wird abstrahiert" (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Demographic transition and economic growth: insights from the dynamic trade-multiplier (2025)
Zitatform
Srdelić, Leonarda & Marwil J. Dávila-Fernández (2025): Demographic transition and economic growth: insights from the dynamic trade-multiplier. In: Cambridge Journal of Economics, Jg. 49, H. 4, S. 755-795. DOI:10.1093/cje/beaf014
Abstract
"Europe is experiencing a dramatic shift in its demographic structure, ending three centuries of unprecedented population growth. However, there are few empirical estimates of the realised effect of such a process on economic performance. The present article attempts to fill this gap in the literature. We innovate by using the dynamic trade-multiplier, that is the growth rate compatible with equilibrium in the balance-of-payments (yBP), to assess the impact of demographic transition in six European countries between 1971 and 2019. Unlike most studies in the field that rely on Cobb–Douglas production functions, we adopt an open-economy approach under the premise that growth is balance-of-payments constrained in the long run. Applying time-varying-parameter estimation techniques, we estimate yBP and show it fairly approximates output growth trends. We proceed by documenting the existence of a robust correlation between the trade-multiplier and population dynamics, with the latter figuring as one of its potential determinants. The obtained effects are moderate, and there is significant heterogeneity between countries. In Italy, for instance, a 10-point increase in the old-age dependency ratio is related to a 3% lower yBP, while in France, we have the opposite effect. Moreover, the effects of population decline are conditional to controlling for migration, with Germany and Austria differentiating themselves from their Southern European counterparts." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Wie kann demografiebedingtem Arbeitskraftmangel begegnet werden?: Szenarienbasierte Vorausberechnungen des Erwerbsvolumens bis 2035 (2025)
Zitatform
Sulak, Harun, Felix Jung & Sebastian Klüsener (2025): Wie kann demografiebedingtem Arbeitskraftmangel begegnet werden? Szenarienbasierte Vorausberechnungen des Erwerbsvolumens bis 2035. In: BIB.aktuell H. 4, S. 4-8.
Abstract
"Die Alterung der Bevölkerung stellt den Arbeitsmarkt in den nächsten Jahren vor große Herausforderungen. Während die stark besetzten Babyboomer-Geburtsjahrgänge der 1950er und 1960er Jahre in den Ruhestand übergehen, treten deutlich geringer besetzte Jahrgänge in das erwerbsfähige Alter ein. Bereits heute sind viele Branchen von einem Arbeitskräftemangel betroffen. Dieser könnte sich durch die demografische Entwicklung in den nächsten Jahren noch deutlich verschärfen. In diesem Beitrag wird untersucht, inwieweit die Erschließung bisher ungenutzter Erwerbspotenziale in der Bevölkerung es ermöglicht, dem demografiebedingten Arbeitskräftemangel entgegenzuwirken. Dies geschieht anhand szenarienbasierter Vorausberechnungen bis 2035. Die Ergebnisse zeigen, dass mit einer Zunahme der Erwerbsumfänge von Frauen in Westdeutschland auf das ostdeutsche Niveau und einer weiteren Steigerung der Erwerbstätigkeit im Alter ab 55 Jahren in Kombination mit moderater Zuwanderung das Erwerbsvolumen bis 2035 auf dem aktuellen Niveau gehalten werden könnte." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Unterschiede der Bevölkerungsdynamik in Stadt und Land: Regionale BiB/BBSR-Bevölkerungsszenarien bis 2070 (2025)
Zitatform
Swiaczny, Frank & Markus Dörflinger (2025): Unterschiede der Bevölkerungsdynamik in Stadt und Land. Regionale BiB/BBSR-Bevölkerungsszenarien bis 2070. In: BIB.aktuell H. 10, S. 4-8.
Abstract
"Eine neue regionalisierte Vorausberechnung des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) und des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) untersucht anhand von zwölf Szenarien die Rahmenbedingungen für die wachsenden räumlichen Unterschiede der Bevölkerungsdynamik in Stadt und Land bis 2070. Die Ergebnisse auf Kreisebene zeigen, dass vor allem die Großstädte von der Zuwanderung aus dem Ausland profitieren und die ländlichen Regionen in fast allen Szenarien bis 2070 erheblich an Bevölkerung verlieren. Die ältere Bevölkerung wird im Verhältnis zur Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter (Altenquotient) in den nächsten Jahren durch die Alterung der Babyboomer zum Teil massiv ansteigen. Dabei werden Großstädte den geringsten und dünn besiedelte ländliche Kreise den höchsten Anstieg verzeichnen. Ab Ende der 2030er Jahre wird der Altenquotient aber voraussichtlich wieder etwas zurückgehen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Verschläft der öffentliche Sektor die Anpassung an den demografischen Wandel? (2025)
Zitatform
Thum, Marcel (2025): Verschläft der öffentliche Sektor die Anpassung an den demografischen Wandel? In: Ifo Dresden berichtet, Jg. 32, H. 1, S. 3-7.
Abstract
"Deutschland steht vor einer der größten gesellschaftlichen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts: dem demografischen Wandel. Die schrumpfende und alternde Bevölkerung beeinflusst nahezu alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens. Besonders betroffen ist der Arbeitsmarkt, auf dem in den kommenden Jahren die Anzahl der potenziellen Arbeitskräfte stark zurückgehen dürfte. Dies stellt – selbst bei nachlassender wirtschaftlicher Dynamik – sowohl die Privatwirtschaft als auch den öffentlichen Sektor vor massive Probleme. Doch während der private Sektor durch Digitalisierung und Automatisierung Flexibilität beweist, fällt es dem öffentlichen Sektor schwer, sich auf diese Realität einzustellen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Beiträge des Arbeitsmarktes zur Finanzierung der Alterssicherung (2025)
Zitatform
Walwei, Ulrich (2025): Beiträge des Arbeitsmarktes zur Finanzierung der Alterssicherung. In: M. Ferber & S. Schmid (Hrsg.) (2025): Die Zukunft der Altersversorgung in Deutschland, S. 24-33.
Abstract
"Die absehbaren Veränderungen des Erwerbspersonenpotenzials haben nicht nur Folgen für den Arbeitsmarkt, sondern auch sozialpolitische Konsequenzen. Der Anteil der Bevölkerung über 65 Jahre in Relation zu den Erwerbspersonen (beispielsweise zwischen 20- und 64-Jährigen) wird weiter steigen. Der sogenannte „Altenquotient“ zeigt damit an, dass es ohne zusätzliche Erwerbspersonen immer schwerer werden wird, die Rentenversicherung nachhaltig zu finanzieren. Ein Ansatzpunkt, um dem entgegenzuwirken ist die Verbreitung der Basis des Erwerbspersonenpotenzials. Die Erschließung zusätzlicher Arbeitskräftereserven ist zwar kein Selbstläufer, aber auch alternativlos. Wichtige Felder sind in diesem Kontext die dauerhafte Stärkung der Erwerbsmigration sowie deutlich mehr Erwerbsanreize für die Beschäftigung von Älteren und Müttern. Nicht außer Acht lassen sollte man für die künftige Finanzierung der Altersvorsorge zudem Produktivitätserhöhungen und damit verbundene Lohnsteigerungen. Wollte man dies erreichen, ginge es um eine signifikante Stärkung von frühkindlicher und schulischer Bildung sowie von Aus- und Weiterbildung." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Der Arbeitsmarkt in der Chemie, Pharmazie und Kunststoff produzierenden Industrie: Lage und Trends (2025)
Zitatform
Weber, Enzo & Gerd Zika (2025): Der Arbeitsmarkt in der Chemie, Pharmazie und Kunststoff produzierenden Industrie. Lage und Trends. (Working paper Forschungsförderung / Hans Böckler Stiftung 376), Düsseldorf, 45 S.
Abstract
"Das Working Paper beleuchtet Lage und Trends am Arbeitsmarkt in drei Kernbranchen der IGBCE: Chemie, Pharmazie und Kunststoff produzierende Industrie. Obwohl in den wichtigsten Berufen dieser drei Branchen am Arbeitsmarkt deutliche Engpässe auftreten, führen Transformationsprozesse und Konjunkturschwäche zugleich dazu, dass mehr Beschäftigte arbeitslos werden. Diese Entwicklung ist in den drei Branchen stärker ausgeprägt als in der Gesamtwirtschaft oder dem verarbeitenden Gewerbe. Um sie aufzufangen, sind neue Geschäftsmodelle, Innovationen und Investitionen entscheidend. Am Arbeitsmarkt erhalten deshalb Qualifizierung und Weiterbildung eine besondere Bedeutung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Das QuBe-Projekt: Modelle, Module, Methoden: Aktualisierung 2025 (2025)
Zitatform
Zika, Gerd, Markus Hummel, Tobias Maier & Marc Ingo Wolter (Hrsg.) (2025): Das QuBe-Projekt: Modelle, Module, Methoden. Aktualisierung 2025. (IAB-Bibliothek 375), Bielefeld: wbv, 228 S. DOI:10.3278/9783763978861
Abstract
"Seit 2007 wird im Projekt „Qualifikations- und Berufsprojektionen“ (QuBe) über die zukünftige Entwicklung des Arbeitsmarkts und deren Folgen geforscht. Der Reader stellt die Annahmen, Daten und die Basis der Projektionen vor, die im Projekt QuBe genutzt werden. Projektionen über die Entwicklung des Arbeitsmarkts ergeben sich aus der Beobachtung von Vergangenen und dem, was gegenwärtig als richtungsweisend gilt. Die theoretischen und empirischen Grundlagen sind wichtig, um Projektionen als reine Rechenmodelle richtig zu verstehen und angemessen zu interpretieren. Seit 2021 werden die langfristigen, im zweijährigen Rhythmus erscheinenden QuBe-Projektionen um eine jährliche Mittelfristprognose ergänzt. Federführend sind das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) unter Mitwirkung der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung mbH (GWS)." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Fachkräftemonitoring für das BMAS - Mittelfristprognose bis 2029 (2025)
Zika, Gerd ; Schroer, Jan Philipp; Schneemann, Christian ; Zenk, Johanna ; Mönnig, Anke; Kalinowski, Michael; Maier, Tobias ; Wolter, Marc Ingo; Krinitz, Jonas;Zitatform
Zika, Gerd, Michael Kalinowski, Jonas Krinitz, Tobias Maier, Anke Mönnig, Christian Schneemann, Jan Philipp Schroer, Marc Ingo Wolter & Johanna Zenk (2025): Fachkräftemonitoring für das BMAS - Mittelfristprognose bis 2029. (Forschungsbericht / Bundesministerium für Arbeit und Soziales 670), Berlin, 59 S.
Abstract
"Das BMAS hat das QuBe-Kooperationsprojekt mit einem Fachkräftemonitoring beauftragt, um unter anderem eine jährliche Mittelfristprognose zu erstellen. Mit dieser wird die Lücke zwischen der Fachkräfteengpassanalyse der Bundesagentur für Arbeit (BA) und den bisherigen Langfristprojektionen des QuBe-Projektes geschlossen. Aktuell befindet sich die Bundesrepublik Deutschland durch die veränderte Sicherheitslage, wirtschaftliche Umbrüche sowie die größeren Unsicherheiten bezogen auf die möglichen Entwicklungen des Außenhandels in einer schwierigen Lage. Hinzu kommen die Herausforderungen des demografischen Wandels und eine stärker zurückgehende Bevölkerung, bedingt durch einen deutlichen Rückgang der Zuwanderung. Die höheren Verteidigungsausgaben und das Infrastrukturpaket in Höhe von 500 Mrd. Euro werden sich nachfrageseitig auf die Wirtschaft auswirken. All dies beeinflusst auch den Arbeitsmarkt und führt zu einer veränderten Beschäftigung nach Berufen. Die Zahl der Berufe mit Arbeitskräfteengpässen hat im Vergleich zur Mittelfristprognose 2024-2028 stark zugenommen, obwohl in einigen Berufsgruppen im Prognosezeitraum Arbeitsplätze abgebaut werden. Ursächlich dafür ist das Ausscheiden der Baby-Boomer Generation. Zusätzlich steigern die Investitionen aus dem Infrastruktur- und Verteidigungspaket die Nachfrage nach Arbeitskräften in einigen Bauberufen und im Verarbeitenden Gewerbe. Die Nachfrage in IT- und Gesundheitsbereich bleibt weiterhin hoch." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Auswirkungen des demografischen Wandels auf den Arbeitsmarkt (2025)
Zitatform
(2025): Auswirkungen des demografischen Wandels auf den Arbeitsmarkt. (Berichte: Blickpunkt Arbeitsmarkt / Bundesagentur für Arbeit), Nürnberg, 26 S.
Abstract
"Der demografische Wandel führt in Deutschland zu einer langfristig sinkenden Zahl der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter. Zugleich steigt das Durchschnittsalter der Personen im Erwerbsalter und die Zusammensetzung ihrer Nationalitäten wird heterogener. Diese Entwicklungen beeinflussen zunehmend den Arbeitsmarkt. In den letzten 10 Jahren ist die Bevölkerung allein durch Zuwanderung gewachsen, insbesondere infolge der Fluchtmigration ab 2015 und aus der Ukraine ab 2022. Entsprechend nahm der Anteil der Personen mit einem ausländischen Pass an der Bevölkerung zu. Die Zahl der Erwerbspersonen, die vor dem Übergang in den Ruhestand stehen, erhöhte sich stetig, während die Zahl der nachrückenden Jüngeren zuletzt niedrig bleibt. Durch Zuwanderung und eine gestiegene Erwerbsbeteiligung von Älteren und Frauen hat das Arbeitskräfteangebot in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Dabei erhöhten sich bei Älteren und Ausländerinnen und Ausländern die Anteile der Erwerbspersonen an der Bevölkerung im Erwerbsalter deutlich. In den letzten 10 Jahren hat der Anteil älterer Beschäftigter über alle Branchen hinweg deutlich zugenommen. 2024 waren sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Alter von 55- bis unter 65-Jahren anteilig am häufigsten im Verarbeitenden Gewerbe, im Gesundheitswesen und im Handel tätig. In den Regionen entwickelte sich die Zahl der Bevölkerung und des Arbeitskräfteangebots unterschiedlich: Zwischen 2014 und 2024 ist die Bevölkerung im Erwerbsalter in den meisten Bundesländern rückläufig gewesen, dennoch ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und Arbeitslosen im selben Zeitraum gestiegen. Tendenziell gilt: Je stärker das Bevölkerungswachstum, desto höher der Arbeitskräftezuwachs. In vielen Regionen – insbesondere in Ostdeutschland – konnte der deutliche Zuwachs der ausländischen Erwerbspersonen den Rückgang der deutschen Erwerbspersonen nicht mehr kompensieren. Gleichzeitig ist es wirtschaftlich prosperierenden Regionen gelungen, ihr Arbeitskräftepotenzial auszubauen, häufig sogar bei gleichzeitigem Rückgang der deutschen Bevölkerung. Der demografische Wandel betrifft weite Teile Europas. 2024 wies Deutschland von allen europäischen Ländern den höchsten Anteil älterer Erwerbspersonen innerhalb der Altersgruppe der 15- bis unter 65-Jährigen auf. Während die demografische Gesamtbelastung in Deutschland weiter steigt, ist sie zunehmend nicht nur auf die Alterung der Babyboomer zurückzuführen, sondern auch auf einen wachsenden Anteil junger Menschen unter 15 Jahren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Neunter Bericht zur Lage der älteren Generation in der Bundesrepublik Deutschland: Alt werden in Deutschland – Vielfalt der Potenziale und Ungleichheit der Teilhabechancen: und Stellungnahme Bundesregierung ; Drucksache 20/14450 vom 09.01.2025 (2025)
Abstract
"Der demografische Wandel in Deutschland führt zu einer stärkeren Alterung der Bevölkerung. Einer sinkenden Zahl an Menschen im jüngeren Alter steht eine steigende Zahl älterer Menschen gegenüber. Jede fünfte Person in Deutschland ist heute älter als 66 Jahre, jede zweite älter als 45. Seniorinnen und Senioren wollen so lange wie möglich engagiert und selbstständig leben, aktiv bleiben und Erfahrungen sammeln und teilen können. Der Neunte Altersbericht ist Ausgangspunkt, um eine breite Diskussion über gutes und teilhabeorientiertes Altern führen zu können. Eine Besonderheit bildet die Generation der seit Mitte der 1950er Jahre bis Ende der 1960er Jahre Geborenen. Bis Ende der 2030er wird ein Großteil dieser Generationen das Rentenalter erreicht haben. Sie werden eine große Lücke an Arbeitskräften hinterlassen. Auch die Sozialsysteme werden dadurch stark gefordert sein. Die Zahl der über 80 Jahre alten Menschen wird voraussichtlich um rund 3 Millionen von heute rund 6 Millionen auf 8 bis 10 Millionen im Jahr 2050 zunehmen. Da der Anteil von pflegebedürftigen Menschen in dieser Altersgruppe höher ist, muss mit einer erheblichen Zunahme des Pflegebedarfs zu Hause und in Orten des Seniorenwohnens (beispielsweise Pflegeheimen) gerechnet werden. Bis zum Jahr 2055 wird altersübergreifend ein Anstieg der Anzahl pflegebedürftiger Menschen auf 7,6 Millionen erwartet. Das bedeutet, dass die finanzielle Sicherung der älteren Bevölkerung und die medizinische bzw. pflegerische Versorgung vor allem der Hochaltrigen zunehmend eine größere Herausforderung werden. Es ist für die gesamte Gesellschaft von Interesse, wenn ältere Menschen ihr Leben möglichst lange eigenständig und selbstbestimmt führen können. Auf der anderen Seite ist diese Generation durchschnittlich besser gebildet und gesünder als vorangegangene Jahrgänge. Entscheidend wird daher sein, die gesellschaftliche Teilhabe der Menschen in der durchschnittlich längeren und länger werdenden aktiven, sogenannten dritten Lebensphase zu unterstützen und ihre Potenziale zum Einsatz zu bringen. Dazu gehören das gesellschaftliche Engagement, Nachbarschaftshilfe oder generationenübergreifende Zusammenarbeit, aber auch eine freiwillig fortgesetzte Erwerbsarbeit. Daran schließt der Neunte Altersbericht der Bundesregierung an. An der Gesellschaft teilzuhaben ist für viele ein zentraler Faktor. Wichtig ist es, dass die Optionen zur Teilhabe so einfach wie möglich gestaltet werden. Denn ältere Menschen vereinen immense Potenziale und bereichern unser Zusammenleben. Es gilt gleichermaßen, die Herausforderungen des Alterns offen zu adressieren und gute Teilhabestrukturen einzufordern und zu fördern. Dabei spielen lokale und regionale Rahmenbedingungen eine Rolle, genauso wie fördernde bundesweite Entwicklungen. Der Sachverständigenbericht legt erstmals einen Fokus auf Intersektionalität. Die Bundesregierung begrüßt dies ausdrücklich. Um Politik für ein gutes Leben im Alter und ein gutes Altern zu stärken, müssen viele Aspekte, die Diskriminierung zur Folge haben können – über das Lebensalter hinaus – betrachtet werden. Einige hiervon, wie beispielsweise Alter, Geschlecht, sexuelle Orientierung und ethnische Herkunft, beeinflussen sich wechselseitig und verstärken sich, wenn sie gleichzeitig auftreten. Teilhabechancen können durch diese verschränkten Voraussetzungen ungleich verteilt sein. Die Aufgabe liegt darin die großen Potenziale älterer Menschen in ihrer Vielfalt anzuerkennen und diskriminierungssensibel zu fördern. Auch der sozio-ökonomische Status beeinflusst die Teilhabechancen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Kurzbroschüre zum Neunten Altersbericht -
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OECD Employment Outlook 2025: Can We Get Through the Demographic Crunch? (2025)
Zitatform
(2025): OECD Employment Outlook 2025. Can We Get Through the Demographic Crunch? (OECD Employment Outlook), Paris, 306 S. DOI:10.1787/194a947b-en
Abstract
"Population ageing is one of the megatrends shaping the future of societies and labor markets. The old‑age dependency ratio – the ratio of individuals aged 65 and older to the working‑age population – is projected to reach unprecedented high levels in many OECD countries in the next 35 years. This edition of the OECD Employment Outlook discusses the enormous challenges this megatrend poses to current living standards, and social cohesion more generally. The consequences of an ageing workforce for productivity growth are also analyzed. The main message of this edition is that without swift changes in policies and behaviours, GDP per capita growth will slow down significantly in most OECD countries. Mobilising untapped labor resources, including older workers but also women in many countries, will be key to offsetting this trend. This Outlook examines policies to address these demographic changes, with a focus on increasing employment of older workers while ensuring that they can thrive in the labor market. It shows that a successful strategy must be built around incentives, employability and opportunities. Policies to preserve and develop worker skills and job mobility will also be essential to maintaining productivity growth." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Zusammenfassung in Deutsch -
Literaturhinweis
Demografische Alterungsprozesse. Chancen und Herausforderungen für die Regionalentwicklung: Dezembertagung des DGD-Arbeitskreises „Städte und Regionen“ in Kooperation mit dem BBSR Bonn am 5. und 6. Dezember 2024 in Berlin (2025)
Zitatform
(2025): Demografische Alterungsprozesse. Chancen und Herausforderungen für die Regionalentwicklung. Dezembertagung des DGD-Arbeitskreises „Städte und Regionen“ in Kooperation mit dem BBSR Bonn am 5. und 6. Dezember 2024 in Berlin. (BBSR-Online-Publikation / Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung 2025,50), Bonn, 147 S. DOI:10.58007/%20gcpc-7j48
Abstract
"im Dezember 2024 führten der Arbeitskreis „Städte und Regionen“ der Deutschen Gesellschaft für Demographie e. V. und das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung gemeinsam die DGD/BBSR-Dezembertagung zum Thema „Demografische Alterungsprozesse. Chancen und Herausforderungen für die Regionalentwicklung“ durch. Wie in den Jahren zuvor wurde auch dieses Tagungsthema im Rahmen einer Online-Umfrage unter den vielen Interessierten an dieser Tagung ausgewählt. Wesentliche Ursache der demografischen Alterung ist zum einen das niedrige Geburtenniveau, das den Ersatz der Elterngeneration in fast keinem Kreis Deutschlands mehr sichert. Die Alterung resultiert aber auch aus der kontinuierlich steigenden Lebenserwartung der Bevölkerung, in deren Ergebnis ein neugeborenes Kind immer älter wird. Die altersselektiven Effekte der Wanderungen können die demografische Alterung in den Regionen umkehren, mindern oder auch weiter forcieren, je nachdem wie sich die regionale Wanderungsbilanz gestaltet. In Regionen mit anhaltenden Wanderungsgewinnen wird die demografische Alterung gemindert, in seltenen Fällen sogar umgekehrt. In Regionen mit langfristig relativ einseitigen Wanderungsverlusten wird sie dagegen weiter forciert. Die Palette der Vorträge und Themen der Dezembertagung reichte dabei von Analysen und Prognosen zur regionalen Entwicklung der Alterung der Bevölkerung in Deutschland und Europa über die Auswirkungen auf die Gesundheits- und Pflegeversorgung bis hin zu den spezifischen Auswirkungen auf die regionalen Wohnungs- und Arbeitsmärkte. Auch die Auswirkungen auf das zivilgesellschaftliche Engagement, die Stadtentwicklung, die Mobilität oder die Altersarmut wurden diskutiert. Die abschließende Podiumsdiskussion untermauerte die Erkenntnis, dass zu diesem Themenfeld bereits viel Wissen und Erfahrungen vorliegen. Es gilt, sich noch besser auf die vielfältigen Herausforderungen der Alterung einzustellen, die die Regionen heute und in Zukunft durchaus unterschiedlich betreffen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitsmarktsituation im Verarbeitenden Gewerbe (2025)
Zitatform
(2025): Arbeitsmarktsituation im Verarbeitenden Gewerbe. (Berichte: Arbeitsmarkt kompakt / Bundesagentur für Arbeit), Nürnberg, 35 S.
Abstract
"Im Verarbeitenden Gewerbe sind rund 6,74 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte tätig, das sind rund ein Fünftel aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland (Stand Juni 2024). Zum Verarbeitenden Gewerbe gehören neben den Industrieriesen auch Mittelständler und kleinere Handwerksbetriebe. Der Anteil von Betrieben mit über 500 Mitarbeitenden ist jedoch deutlich höher als in der übrigen deutschen Wirtschaft. Während die Gesamtbeschäftigung in den vergangenen 15 Jahren kräftig gewachsen ist, konnte sie im Verarbeitenden Gewerbe nur um 6 Prozent zulegen. Das Verarbeitende Gewerbe ist deutlich konjunkturreagibler als der Dienstleistungssektor, so hatten etwa die Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 und die Energiekrise infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine in der Branche deutlich stärkere Auswirkungen. In den letzten Jahren haben die Herausforderungen der digitalen, demografischen und ökologischen Transformation mit wachsendem Tempo zugenommen und die Anpassungserfordernisse im Verarbeitenden Gewerbe deutlich erhöht. Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Fachkräfteanteil überdurchschnittlich hoch, gewachsen ist die Beschäftigung aber vor allem bei Höher- und Hochqualifizierten. Im Zuge des demografischen Wandels dürften die Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes in den kommenden 10 Jahren anteilig etwa so viele Beschäftigte wie die Gesamtwirtschaft verlieren. Der Frauenanteil an der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung ist mit einem Viertel unterdurchschnittlich. Der Ausländeranteil in der Branche ist unterdurchschnittlich, zuletzt wuchs die Beschäftigung – wie über alle Branchen hinweg – jedoch nur noch bei ihnen. Die Löhne in der Branchesind nach wie vor überdurchschnittlich. Die erhöhte Inanspruchnahme von Kurzarbeit spiegelt die aktuelle wirtschaftliche Schwäche. Die gemeldete Kräftenachfrage ist zuletzt zurückgegangen, gesucht werden vor allem qualifizierte und hochqualifizierte Kräfte. Die Fluktuation in der Branche ist traditionell eher gering. Auch das aktuelle Risiko arbeitslos zu werden ist im langfristigen Vergleich nur leicht erhöht, steigt aber seit geraumer Zeit wieder." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Deutschland 2070: Arbeitsmarkt, Demografie und Produktivität (2024)
Amlinger, Marc; Markert, Cornelius; Neumann, Horst;Zitatform
Amlinger, Marc, Cornelius Markert & Horst Neumann (2024): Deutschland 2070: Arbeitsmarkt, Demografie und Produktivität. (IGZA-Arbeitspapier 5), Berlin, 89 S.
Abstract
"Demografie und Digitalisierung verändern in den nächsten Jahrzehnten Arbeitsmarkt, Beschäftigung und Lebensstandard in Deutschland und Europa. Drohen uns zwangsläufig Arbeitskräftemangel, eine zunehmende Belastung der Rentensysteme und Wohlstandverluste? Im folgenden Papier zeigen wir, dass es einen Königsweg für Deutschland (und Europa) gibt. Er besteht aus unserer Sicht aus einer Innovations- und Produktivitätsinitiative, die zugleich die Qualität der Arbeit erhöht, durch eine ökologische Transformation Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit befördert und den Trend zu immer größerer Ungleichheit umkehrt." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Enhancing productivity and growth in an ageing society: Key mechanisms and policy options (2024)
Zitatform
André, Christophe, Peter Gal & Matthias Schief (2024): Enhancing productivity and growth in an ageing society: Key mechanisms and policy options. (OECD Economics Department working papers 1807), Paris, 55 S. DOI:10.1787/605b0787-en
Abstract
"The increase in human longevity is a major achievement, which brings individual well-being and strong contributions to society, but population ageing also generates challenges. This paper documents demographic trends in OECD countries, highlighting that ageing today largely reflects past fertility, longevity, and migration developments. Policies have moderate or delayed impacts on population ageing, hence they should also focus on adapting to ongoing demographic trends. The paper quantifies ageing's potential impacts on labor supply and GDP per capita, showing that the extension of working lives as longevity rises could mitigate, but not completely offset, the negative effects of ageing on employment. It also examines how ageing may affect productivity through various micro and macroeconomic mechanisms. Finally, it provides policy directions for addressing the ageing challenge, through supporting healthy ageing, boosting employment, job quality and labor mobility in all age groups, and promoting older workers' productivity by further developing lifelong learning and fostering an age-friendly management culture." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Cash transfers and fertility: Evidence from Poland’s Family 500+ Policy (2024)
Bokun, Anna;Zitatform
Bokun, Anna (2024): Cash transfers and fertility: Evidence from Poland’s Family 500+ Policy. In: Demographic Research, Jg. 51, S. 855-910. DOI:10.4054/demres.2024.51.28
Abstract
"Background: To increase the lowest fertility rate in the European Union in 2015, combat poverty, and invest in children’s human capital, the Polish government launched a pronatalist cash transfer program in 2016. Objective: What are the short-term fertility effects of the Family 500+ cash transfer? Which groups of women responded to the cash transfer? Methods: Using the Polish Household Budget Survey (2010–2018), I estimate linear probability regression models to identify the effect of the cash transfer on the probability of a birth as a function of a woman’s cash transfer eligibility, including heterogeneous effects by age, income, and education. Results: In the short term, the cash transfer is associated with an increased annual probability of overall births by 1.5 percentage points. Heterogeneity analyses reveal the cash transfer is associated with increased fertility for women aged 31–40 (0.7 to 1.8 percentage points), in contrast to decreased fertility for women aged 21–30 (2.2 to 2.6 percentage points) and women with higher household incomes (1 percentage point). Conclusions: This analysis provides mixed evidence on the short-term efficacy of the cash transfer on fertility. Some demographic groups are more sensitive to the additional income, suggesting that the economic and social barriers to fertility are not equally distributed in the Polish population. Contribution: Descriptive analyses of changing short-term fertility can facilitate timely adjustments to policies, identify emerging trends that may signal long-term patterns, and inform resource allocation." (Author's abstract, IAB-Doku, © Max-Planck-Institut für demographische Forschung) ((en))
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Literaturhinweis
So vielfältig der demografische Wandel, so verschieden die regionalen Herausforderungen und Anpassungsstrategien: Dezembertagung des DGD-Arbeitskreises „Städte und Regionen“ in Kooperation mit dem BBSR Bonn am 14. und 15. Dezember 2023 in Berlin (2024)
Bortel, Juli; Zika, Gerd ; Maier, Michael ; Weidauer, Holger; Maretzke, Steffen; Glorius, Birgit ; Michalski, Niels ; Hoebel, Jens ; Nowossadeck, Enno ; Frankenberg, Dominik; Söhnlein, Doris ; Köllner, Sebastian; Tetzlaff, Fabian; Hellwagner, Timon ; Tielkes, Constantin;Zitatform
Bortel, Juli, Dominik Frankenberg, Birgit Glorius, Timon Hellwagner, Jens Hoebel, Sebastian Köllner, Michael Maier, Steffen Maretzke, Niels Michalski, Enno Nowossadeck, Doris Söhnlein, Fabian Tetzlaff, Constantin Tielkes, Holger Weidauer & Gerd Zika (2024): So vielfältig der demografische Wandel, so verschieden die regionalen Herausforderungen und Anpassungsstrategien. Dezembertagung des DGD-Arbeitskreises „Städte und Regionen“ in Kooperation mit dem BBSR Bonn am 14. und 15. Dezember 2023 in Berlin. (BBSR-Online-Publikation 2024,118), Bonn, 123 S.
Abstract
"Die vorliegende Publikation stellt ausgewählte Beiträge vor, die im Dezember 2023 im Rahmen der DGD/BBSR-Dezembertagung im BBSR Berlin durchgeführt wurde. Das Thema dieser Dezembertagung, das wie in den Jahren zuvor über eine Befragung ermittelt wurde, lautete „So vielfältig der demografische Wandel, so verschieden die regionalen Herausforderungen und Anpassungsstrategien“. Die zahlreichen Beiträge diskutierten wichtige Fragen der demografischen Entwicklung unserer Zeit, mit denen sich die kommunalen und regionalen Akteure vor Ort täglich auseinandersetzen müssen. Die Palette der Themen reichte von der anhaltend hohen Zahl an Zuwanderern aus dem Ausland über den steigenden Fachkräftemangel in vielen Regionen und Wirtschaftsbereichen bis hin zu dem tendenziell steigenden Potenzial, das Ältere für die Gestaltung zukunftsfähiger Städte und Regionen darstellen. Einen inhaltlichen Schwerpunkt der Dezembertagung bildeten auch die langfristigen Herausforderungen des demografischen Wandels für die Regionen in Deutschland. Zum einen geht es darum, darüber zu informieren, wie schwierig es für die Prognostiker ist, für Ihre regionalen Bevölkerungsprognosen ein fundiertes Annahmegerüst zur Fertilität, Mortalität, Binnen- und Außenwanderung zu entwickeln. Zum anderen wurde am Beispiel der Bevölkerung im Allgemeinen, wie des Pflegebereichs, des Wohnungs- und Arbeitsmarktes im Besonderen diskutiert, auf welch unterschiedliche Entwicklungen sich die Regionen langfristig im Kontext des demografischen Wandels einzustellen haben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Inhaltsverzeichnis -
Literaturhinweis
Beschäftigungspotenziale Älterer : Umfang und Realisierungschancen bis 2035 (2024)
Zitatform
Buslei, Hermann, Johannes Geyer & Peter Haan (2024): Beschäftigungspotenziale Älterer : Umfang und Realisierungschancen bis 2035. Gütersloh, 157 S. DOI:10.11586/2024151
Abstract
"Personen im Alter zwischen 55 und 70 Jahren weisen im Vergleich zur jüngeren Bevölkerung eine geringere Erwerbsquote auf und haben einen geringeren Erwerbsumfang. Wenn es gelänge dieses Erwerbspotenzial zumindest teilweise zu aktivieren, wäre dies ein zentraler Baustein zur Bewältigung des demografischen Wandels. In der vorliegenden Studie wird dieses Potenzial quantifiziert, seine Entwicklung unter heutigen Bedingungen bis 2035 abgeschätzt und die Wirkung bestimmter Politikszenarien zur Aktivierung simuliert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die Babyboomer gehen in Rente (2024)
Deschermeier, Philipp; Schäfer, Holger;Zitatform
Deschermeier, Philipp & Holger Schäfer (2024): Die Babyboomer gehen in Rente. (IW-Kurzberichte / Institut der Deutschen Wirtschaft Köln 2024,78), Köln, 3 S.
Abstract
"Die ersten Babyboomer haben bereits das gesetzliche Renteneintrittsalter erreicht. Im Jahr 2036 werden sie vollständig aus dem Erwerbsleben ausgeschieden sein. Der demographische Druck auf den Arbeitsmarkt wächst, gleichzeitig schließt sich das Zeitfenster, in dem geeignete Gegenmaßnahmen Wirkung entfalten können." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
IW-Bevölkerungsprognose - Eine Datengrundlage zur Gestaltung der Herausforderungen des demografischen Wandels auf Basis des Zensus 2022 (2024)
Deschermeier, Philipp;Zitatform
Deschermeier, Philipp (2024): IW-Bevölkerungsprognose - Eine Datengrundlage zur Gestaltung der Herausforderungen des demografischen Wandels auf Basis des Zensus 2022. In: IW-Trends, Jg. 51, H. 3, S. 67-88. DOI:10.2373/1864-810X.24-03-04
Abstract
"Der demografische Wandel stellt Gesellschaft, Politik und Wirtschaft vor große Herausforderungen. Bevölkerungsprognosen sind dabei die zentrale quantitative Entscheidungsgrundlage, um Lösungsansätze zu entwerfen. Die Bevölkerungsprognose des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW-Bevölkerungsprognose) berechnet die demografische Entwicklung Deutschlands und der Bundesländer auf Basis des Zensus 2022 bis 2040 voraus. Demnach wird sich der Bevölkerungsstand Deutschlands bis 2040 um 2,3 Prozent auf etwa 85 Millionen Einwohner erhöhen. Trotz dieser Zunahme steht die deutsche Volkswirtschaft vor enormen Herausforderungen, denn das Erwerbspersonenpotenzial sinkt bis 2040 um 6 Prozent auf etwa 52,2 Millionen Personen. Gleichzeitig schreitet die Alterung der Gesellschaft voran. So erhöht sich die Anzahl der Senioren bis 2040 um 36,7 Prozent auf etwa 21,5 Millionen Personen. Diese Entwicklungen vollziehen sich auf Ebene der Bundesländer jedoch uneinheitlich. Während Berlin und Hamburg bis 2040 zu Metropolen mit 4 und 2 Millionen Einwohnern anwachsen, erfahren besonders die ostdeutschen Flächenländer einen deutlichen Rückgang der Bevölkerung. Durch den Übertritt der Babyboomer-Generation vom Erwerbsleben in das Rentenalter wird in allen Bundesländern das Erwerbspersonenpotenzial sinken." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Regionale Entwicklung im Vergleich: Wirtschaftliche Aufholprozesse in Ostdeutschland unterschätzt? (2024)
Diermeier, Matthias; Oberst, Christian; Sultan, Samina; Förster, Henrik;Zitatform
Diermeier, Matthias, Christian Oberst, Samina Sultan & Henrik Förster (2024): Regionale Entwicklung im Vergleich. Wirtschaftliche Aufholprozesse in Ostdeutschland unterschätzt? (IW policy paper / Institut der Deutschen Wirtschaft Köln 2024,06), Köln, 40 S.
Abstract
"Während der vergangenen zehn Jahre lässt sich in Ostdeutschland ein klarer wirtschaftlicher Aufholprozess zum Westen beobachten. Das zeigt die vorliegende Analyse von Arbeitslosenquoten und Löhnen auf der Ebene von Landkreisen und kreisfreien Städten. Wohingegen westdeutsche Regionen eine heterogene Entwicklung aufzeigen und sich Boom, Aufholprozesse, Stagnation und Abstieg auf der Landkarte abwechseln, lässt sich Ostdeutschland mit nur wenigen Ausnahmen als klare Aufsteigerregion einordnen. Sowohl beim Abbau der Arbeitslosigkeit als auch bei der Lohnentwicklung sind Ost und West näher zusammengerückt. Diese Aufholprozesse werden von den Menschen in Ostdeutschland allerdings nur in geringem Maße wahrgenommen. So gibt trotz des deutlichen Abbaus der Arbeitslosigkeit nicht einmal ein Drittel der ostdeutschen Befragten in der IW-Personenbefragung 2024 an, mit der Entwicklung auf dem heimischen Arbeitsmarkt während der vergangenen zehn Jahre zufrieden zu sein; ein Drittel ist sogar explizit unzufrieden. Diese negative Wahrnehmung findet sich ebenso, wenn die Befragten die Wohnregion unterschiedlichen Regionstypen zuordnen sollen: Gerade einmal jeder fünfte Ostdeutsche kategorisiert seinen Wohnort der objektiven Entwicklung entsprechend als Aufsteigerregion. Fast die Hälfte der Befragten in ostdeutschen Aufsteigerregionen meint, ihre Wohnregion stagniere; 21 Prozent nehmen gar wahr, in einer abgehängten Region zu leben. Die Suche nach den Gründen für den ostdeutschen Pessimismus führt zu den demographischen Herausforderungen. Trotz positiver ökonomischer Entwicklungen zeigen sich in den meisten Landkreisen, mit Ausnahme der an Berlin angrenzenden Landkreise in Brandenburg, starke Schrumpfungsprozesse. Diese Entwicklung wird sich in den kommenden Jahren noch weiter zuspitzen. Mit den veritablen Ausnahmen einiger Städte wie Leipzig, Dresden oder Schwerin sowie dem Berliner Umland leidet der Osten massiv unter einem Bevölkerungsschwund. Tatsächlich ist der ökonomische Pessimismus in schrumpfenden Regionen besonders ausgeprägt: 80 Prozent der Befragten unterschätzen dort die wirtschaftliche Entwicklung der Wohnregion; im Westen sind es 51 Prozent – jeweils über 20 Prozentpunkte mehr als in den wachsenden Regionen. Zudem schaffen es insbesondere die politischen Ränder, in Räumen mit einer schwierigen demographische Situation bundesweit zu mobilisieren. In schrumpfenden Regionen Ostdeutschlands erreichen die Alternative für Deutschland (AfD) und das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) teils spielerisch absolute Mehrheiten. Dabei werden sich die demographischen Schwierigkeiten dort in Zukunft noch weiter zuspitzen. Diese Entwicklung macht es umso schwieriger, dem Teufelskreis aus heutiger Abwanderung, Pessimismus und einem desaströsen demographischen Ausblick zu begegnen. Denn eine erfolgreiche Wirtschaft wird im Osten in Zukunft mehr als anderswo auf qualifizierte Zuwanderung angewiesen sein. Mit dem mehrheitlichen Hinwenden zu den migrationskritischen bis migrationsfeindlichen politischen Extremen scheint damit der einzig gangbare Ausweg aus der Demographiekrise verbaut. Die wirtschaftlichen, politischen und zivilgesellschaftlichen Akteure in Ostdeutschland müssen sich sowohl mit der Wahrnehmungsproblematik (Pessimismus) als auch mit den Herausforderungen des demographischen Wandels (Überalterung, Schrumpfung und Leerstand) auseinandersetzen. In der Kommunikation sollten Probleme klar benannt und Erfolge ebenso klar hervorgehoben werden. Aufgrund des flächendeckenden Vertrauensverlustes in die politischen Akteure kommt den Unternehmen dabei eine wichtige Rolle zu. Für die Politik sollte die Ermöglichung gleichwertiger Lebensverhältnisse maßgeblich sein. Eine angemessene Daseinsvorsorge ist eine Grundvoraussetzung für die zukünftige Standortentwicklung und wahrt die Chance, einer Abwärtsspirale entgegenzuwirken." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Population Growth, Immigration, and Labor Market Dynamics (2024)
Zitatform
Elsby, Michael W. L., Jennifer C. Smith & Jonathan Wadsworth (2024): Population Growth, Immigration, and Labor Market Dynamics. In: Demography, Jg. 61, H. 5, S. 1559-1584. DOI:10.1215/00703370-11579897
Abstract
"This article provides a first synthesis of population flows and labor market dynamics across immigrant and native-born populations. We devise a novel dynamic accounting methodology that integrates population flows from two sources—changes in birth cohort size and immigrant flows—with labor market dynamics. We illustrate the method using data for the United Kingdom, where population flows have been large and cyclical, driven first by the maturation of baby boom cohorts in the 1980s and later by immigration in the 2000s. New measures of labor market flows by migrant status uncover the flow origins of disparities in the levels and cyclicality of immigrant and native labor market outcomes and their more recent convergence. An application of our accounting framework reveals that population flows have played a nontrivial role in the volatility of labor markets among the UK-born and, especially, immigrants." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer-Verlag) ((en))
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Der Pflegearbeitsmarkt im demografischen Wandel – Methodik und Ergebnisse der Pflegekräftevorausberechnung (2024)
Eppers, Nina;Zitatform
Eppers, Nina (2024): Der Pflegearbeitsmarkt im demografischen Wandel – Methodik und Ergebnisse der Pflegekräftevorausberechnung. In: Wirtschaft und Statistik H. 2, S. 44-54.
Abstract
"Die steigende Zahl an Pflegebedürftigen und die Diskussion um fehlende Pflegekräfte verdeutlichen die Herausforderungen, vor denen der Pflegearbeitsmarkt aktuell steht. Der demografische Wandel beeinflusst im Bereich der Pflege sowohl den Bedarf als auch das Angebot an Pflegekräften. Welche Auswirkungen hat dies auf den Pflegearbeitsmarkt? Mithilfe einer Vorausberechnung wird eingeschätzt, wie sich die Zahl der Pflegekräfte künftig entwickelt, und mit dem möglichen Verlauf des Bedarfs an Pflegekräften verglichen. Dazu wurden zwei potenzielle Szenarien des Pflegekräfteangebots berechnet. Um die Nachfrage nach Pflegekräften zu quantifizieren, wurde die Entwicklung der Zahl der Pflegebedürftigen und der Krankenhausfälle herangezogen. Eine Engpassbetrachtung führt schließlich die Ergebnisse zu Angebot und Nachfrage zusammen und zeigt den künftigen Mehrbedarf an Pflegekräften auf." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Statistisches Bundesamt, Wiesbaden)
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ELMI Policy Panel: Are labour shortages a problem everywhere? (2024)
Zitatform
Fitzenberger, Bernd; Stéphane Carcillo, Tito Boeri & Barbara Kauffmann (sonst. bet. Pers.) (2024): ELMI Policy Panel: Are labour shortages a problem everywhere? In: IAB-Forum H. 22.11.2024. DOI:10.48720/IAB.FOO.20241122.02
Abstract
"The 2024 European Association of Labour Economists (EALE) conference gathered leading experts to discuss the latest findings from labor market research. Professor Bernd Fitzenberger organized and chaired the policy panel focusing on the problem of labor and skills shortages." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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auch deutschsprachig erschienen -
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ELMI Policy Panel: Fehlen überall Arbeitskräfte? (2024)
Zitatform
Fitzenberger, Bernd; Tito Boeri, Stéphane Carcillo & Barbara Kauffmann (sonst. bet. Pers.) (2024): ELMI Policy Panel: Fehlen überall Arbeitskräfte? In: IAB-Forum H. 22.11.2024. DOI:10.48720/IAB.FOO.20241122.01
Abstract
"Bei der 2024er Konferenz der European Association of Labour Economists (EALE) kamen führende Experten zusammen, um die neuesten Erkenntnisse aus der Arbeitsmarktforschung zu besprechen. IAB-Direktor Professor Bernd Fitzenberger organisierte und leitete das Policy Panel zum Thema „Arbeitskräfte- und Qualifikationsmangel“." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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also released in English -
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Dekarbonisierung, Digitalisierung, Demographie: Gestaltungsanspruch für gewerblich-technische Facharbeit und Bildung (2024)
Grimm, Axel; Schlausch, Reiner; Karges, Torben; Herkner, Volkmar;Zitatform
Grimm, Axel, Volkmar Herkner, Torben Karges & Reiner Schlausch (Hrsg.) (2024): Dekarbonisierung, Digitalisierung, Demographie. Gestaltungsanspruch für gewerblich-technische Facharbeit und Bildung. (Perspektiven auf Berufsbildung, Arbeit und Technik 9), Berlin: Peter Lang, 524 S.
Abstract
"Am 6. und 7. Oktober 2022 fand am Berufsbildungsinstitut Arbeit und Technik (biat) der Europa-Universität Flensburg (EUF) die 22. Herbstkonferenz der Arbeitsgemeinschaft Gewerblich-Technische Wissenschaften und ihre Didaktiken (gtw) statt. Unter dem Tagungstitel „Dekarbonisierung, Digitalisierung, Demographie – Gestaltungsanspruch für gewerblich-technische Facharbeit und Bildung" konnte die Konferenz drei nicht nur für die gewerblich-technische Facharbeit und die Berufsbildung sehr zentrale gesellschaftliche Themenstellungen aufgreifen, mit denen bereits seit geraumer Zeit und zukünftig noch wesentlich stärker ein hoher Gestaltungsanspruch einhergeht. Über dreißig Einzelbeiträge verdeutlichen in diesem Band die thematische Relevanz für die gewerblich-technischen Wissenschaften." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Peter Lang)
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Beschäftigung kurz vor und nach dem Renteneintritt: Ableitung arbeitsmarkt- und sozialpolitischer Empfehlungen vor dem Hintergrund demografischer Herausforderungen (2024)
Hammermann, Andrea; Pimpertz, Jochen; Stettes, Oliver;Zitatform
Hammermann, Andrea, Jochen Pimpertz & Oliver Stettes (2024): Beschäftigung kurz vor und nach dem Renteneintritt. Ableitung arbeitsmarkt- und sozialpolitischer Empfehlungen vor dem Hintergrund demografischer Herausforderungen. (IW-Gutachten / Institut der Deutschen Wirtschaft Köln), Köln, 41 S.
Abstract
"Als Folge der demografischen Entwicklung werden in den nächsten zehn Jahren voraussichtlich rund ein Viertel aller Beschäftigten im Maschinenbau in den Ruhestand wechseln. Das entspricht nach aktuellem Stand mehr als 296.000 Personen. Im gleichen Zeitraum ist die Anzahl an Personen, die potenziell eine Beschäftigung im Maschinenbau aufnehmen könnten, mit rund 118.000 Personen deutlich niedriger. So ergibt sich ein rein rechnerischer Saldo von 178.000 Personen, die der Branche in den nächsten Jahren fehlen könnten. Die Erwerbsbeteiligung der 60- bis 64-Jährigen nahm zwar in den letzten Jahrzehnten so stark zu wie in keiner anderen Altersgruppe. Nach dem Erreichen des 65. Lebensjahrs sinkt der Anteil der Erwerbstätigen jedoch deutlich. Die Ergebnisse der IW-Beschäftigtenbefragung 2024 zeigen, wie tief verwurzelt die Vorstellung eines vorzeitigen Renteneintritts in Deutschland ist: Jeder Vierte sieht sich nicht in der Lage, bis zum gesetzlichen Renteneintrittsalter zu arbeiten. Der Anteil derer, die sich einen vorzeitigen Renteneintritt wünschen, liegt sogar bei rund einem Drittel. Die individuelle Entscheidung über den Renteneintrittszeitpunkt basiert – unbeeindruckt von der gesellschaftlichen Herausforderung und möglichen Wohlfahrtsverlusten als Folge des sinkenden Arbeitskräfteangebots – auf einer Abwägung zwischen finanziellen Einbußen und dem Wunsch nach Freizeit. Daneben ist jedoch auch das Gefühl, genug geleistet zu haben, eng mit dem Wunsch nach einem vorzeitigen Renteneintritt verknüpft. Hier sind Akteure der Politik, die Sozialpartner und Betriebe aufgerufen, dem Narrativ entgegenzuwirken, welches den Rentenbezug nach einer bestimmten Anzahl von Beschäftigungsjahren als (unantastbaren) Verdienst der Lebensleistung deklariert und damit jedwede Bemühungen um eine Steigerung der Erwerbsarbeit im Alter konterkariert. Das Bewusstsein über den sich zuspitzenden demografischen Wandel und Erkenntnisse über die individuellen Präferenzen zum Renteneintritt führen zu der Frage, wie Menschen zu einem längeren Verbleib im Erwerbsleben motiviert werden können. Zudem braucht es Ansätze, um die Weiter- und Wiederbeschäftigung von Rentenbeziehern in den Unternehmen zu erleichtern. Die Befragungsergebnisse signalisieren, dass sich zumindest rund 36 Prozent der Beschäftigten vorstellen können, auch über das gesetzliche Renteneintrittsalter hinaus zu arbeiten. Mittlerweile setzt auch gut die Hälfte der Unternehmen in Deutschland laut Zahlen des IW-Personalpanels aus dem Sommer 2024 zumindest einen Mitarbeiter ein, der das gesetzliche Renteneintrittsalter erreicht hat oder bereits eine Rente bezieht. Knapp vier von zehn Unternehmen scheitern allerdings an arbeits- und sozialrechtlichen Fragen, obwohl sie bereits Erfahrungen mit der Beschäftigung von Silver Worker haben oder diese aktuell einsetzen." (Textauszug, IAB-Doku)
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Labor Market Adjustments to Population Decline: A Historical Macroeconomic Perspective, 1875-2019 (2024)
Zitatform
Hellwagner, Timon & Enzo Weber (2024): Labor Market Adjustments to Population Decline: A Historical Macroeconomic Perspective, 1875-2019. (IAB-Discussion Paper 05/2024), Nürnberg, 79 S. DOI:10.48720/IAB.DP.2405
Abstract
"In den kommenden Jahren und Jahrzehnten werden Industrienationen mit Bevölkerungsrückgängen, insbesondere im erwerbsfähigen Alter, konfrontiert sein. Dennoch gibt es bisher wenig empirische Evidenz zu entsprechenden Arbeitsmarktimplikationen. Wir adressieren diese Forschungslücke aus einer historischen, makroökonomischen Perspektive und stellen einen neuen Datensatz für sechzehn Industrienationen zusammen, der demografische und ökonomische Variablen von 1875 bis 2019 auf jährlicher Basis enthält. Auf Grundlage der Ergebnisse eines dynamischen, nichtlinearen ökonometrischen Modells und unter Zuhilfenahme verzögerter Geburten als externe Instrumente identifizieren wir strukturelle Bevölkerungsschocks und analysieren die ökonomischen Effekte von Bevölkerungsänderungen in Abhängigkeit des vorherrschenden demografischen Regimes. Unsere Ergebnisse deuten regimespezifische Unterschiede hin: Erstens, Bevölkerungsrückgang wirkt sich im Vergleich zu Bevölkerungswachstum rascher auf den Arbeitsmarkt aus, was sich insbesondere in Rückgängen von Investitionen und Beschäftigung widerspiegelt. Zweitens, in Zeiten von Bevölkerungsrückgang beobachten wir aber in der Folge und als Reaktion auf das sinkende Arbeitsangebot eine steigende Erwerbsbeteiligung sowie sich abschwächende Rückgänge von Investitionen. Drittens, trotz des sinkenden Arbeitsangebots finden wir weder einen Rückgang der Arbeitslosigkeit noch einen Anstieg von Löhnen. Während sich Bevölkerungsrückgang tendenziell negativ auf die Produktivität auswirkt, wie auch in der Literatur argumentiert wird, deuten unsere Ergebnisse darauf hin, dass daraus resultierende negative Effekte auf das Wirtschaftswachstum durch eine erhöhte Erwerbsbeteiligung und Kapitalintensität abgefangen werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Demografisch bedingte Schrumpfung des Arbeitsangebots – welche ungenutzten Potenziale gibt es? (2024)
Zitatform
Hellwagner, Timon & Doris Söhnlein (2024): Demografisch bedingte Schrumpfung des Arbeitsangebots – welche ungenutzten Potenziale gibt es? In: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (Hrsg.) (2024): So vielfältig der demografische Wandel, so verschieden die regionalen Herausforderungen und Anpassungsstrategien, S. 79-88, 2024-07-02.
Abstract
"Das Wachstum des Erwerbspersonenpotenzials während der vergangenen Jahre wurde zum einen durch eine steigende Beteiligung und zum anderen durch Zuwanderung gestützt – und hat dabei negative Effekte des demografischen Wandels deutlich übertroffen (vgl. Bauer et al. 2023). Doch in der kurzen bis mittleren Frist stehen dem deutschen Arbeitsmarkt nicht nur wirtschaftliche Herausforderungen, sondern vielmehr auch ein demografischer Wendepunkt bevor, wie ein Blick auf die aktuelle Altersstruktur der Bevölkerung laut Statistischem Bundesamt (Destatis 2024d) in Abbildung 1b zeigt: Der „Geburtenberg“ der Babyboomer verschiebt sich unaufhaltsam weiter in Richtung Rente, die nachfolgenden Jahrgänge sind wesentlich schwächer besetzt. Hoher Zuwanderungszahlen in den letzten Jahren zum Trotz scheint der Rückgang der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter – und damit die demografisch bedingte Schrumpfung des Arbeitsangebot – vorgezeichnet. Anders ausgedrückt: Hat das Zusammenspiel von steigender Erwerbsbeteiligung und Zuwanderung in der Vergangenheit dazu geführt, dass die in der Altersstruktur angelegten Rückgänge des Erwerbspersonenpotenzials mehr als wettgemacht wurden, so zeigen Analysen (vgl. Hellwagner et al. 2023; Hellwagner/Söhnlein/Weber 2023), dass das für die Verrentung der Babyboomer nur mehr schwer zu erreichen sein wird. Hellwagner et al. (2022) berechnen, dass in einem Szenario ohne Außenwanderung und steigende Beteiligung das Erwerbspersonenpotenzial von 2020 bis 2035 aufgrund der angelegten Altersstruktur um rund 7 Mio. Personen sinken würde. Diese bevorstehende, demografisch bedingte Schrumpfung des Arbeitsangebots wirft Fragen nach den ökonomischen Konsequenzen auf. Im folgenden Abschnitt wird daher zunächst ein Überblick zur bestehenden Literatur, die sich mit ebenjenen ökonomischen Effekten beschäftigt, gegeben – und aufgezeigt, dass ein (deutlicher) Rückgang der Personen im erwerbsfähigen Alter nicht zwangsläufig mit einem Rückgang des gesamtwirtschaftlichen Arbeitsvolumens verbunden sein muss. In den darauffolgenden Kapiteln werden anschließend entsprechende Stellschrauben diskutiert und quantifiziert." (Textauszug, IAB-Doku)
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Life Course Heterogeneity and the Future Labour Force – a Dynamic Microsimulation Analysis for Austria (2024)
Zitatform
Horvath, Thomas, Martin Spielauer & Philipp Warum (2024): Life Course Heterogeneity and the Future Labour Force – a Dynamic Microsimulation Analysis for Austria. (WIFO working papers 674), Wien, 26 S.
Abstract
"Capturing the heterogeneity of life courses improves the accuracy, detail and policy relevance of population and labor force projections. Our study uses the microsimulation model microDEMS for Austria, which simulates individual life courses at a high level of detail and in their family context. The model pays particular attention to educational attainment, health and labor market participation. By maintaining the longitudinal consistency of labor market careers, including the tracking of insurance periods, together with the implementation of detailed retirement rules, our model provides realistic representations of retirement decisions. While we reproduce the demographic outcomes of official (Statistics Austria) population projections, including international migration by region of birth, we integrate several additional dimensions, such as educational differentials in mortality and fertility. MicroDEMS allows to consider a wide range of scenarios when assessing the sensitivity of results, or to focus on the impact of policy changes targeted at specific population subgroups, such as mothers, immigrants, or people with health impairments or lower educational levels. MicroDEMS is a detailed national version of the comparative microWELT model. In this context, microDEMS is used for sensitivity analysis and case studies to assess potential specification bias introduced in microWELT due to the neglect of institutional detail or the less detailed treatment of population heterogeneity, such as in the case of international migration." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Demography, Human Capital Investment, and Lifetime Earnings for Women and Men (2024)
Zitatform
Jacobsen, Joyce P., Melanie Khamis & Mutlu Yuksel (2024): Demography, Human Capital Investment, and Lifetime Earnings for Women and Men. (IZA discussion paper / Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit 16936), Bonn, 32 S.
Abstract
"Can the demographic trends of increased life expectancy and decreasing birth rates, along with the labor market patterns of returns to human capital investment and changes in real hourly earnings, account for changes in women's and men's lifetime earnings? Using a Vector Error Correction Model to analyze annual US CPS data from 1964 to 2019, we find patterns linking these factors and demonstrating that they have significant roles to women's lifetime earnings but not to men's. These findings are consistent with the convergence of gender earning gap has occurred mainly due to women's responses to changing demographic and socioeconomic factors." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Herausforderungen bei der Fachkräftesicherung (2024)
Kubis, Alexander;Zitatform
Kubis, Alexander (2024): Herausforderungen bei der Fachkräftesicherung. In: Journal Metropolregion Ost Berlin-Brandenburg H. Mai, S. 1-2., 2024-04-08.
Abstract
"In Deutschland sind von den rund 34,7 Mio. sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zehn Prozent 60 Jahre oder älter. Es ist zu erwarten, dass ein Großteil dieser 3,6 Mio. Personen demnächst in Rente geht und viele Arbeitsstellen neu zu besetzen sind. Dieses Bild zeigt sich auch in der Region Berlin-Brandenburg, hier sind ebenfalls zehn Prozent (oder 251 Tsd. Personen) 60 Jahre oder älter. Noch vor 10 Jahren war die Ausgangssituation eine völlig andere, damals waren sechs Prozent mindestens 60 Jahre alt, vor 20 Jahren sogar nur drei Prozent. Nicht nur für das sinkende Erwerbspersonenpotenzial, sondern auch für den aus Digitalisierung und Dekarbonisierung folgenden Strukturwandel sowie den Bestand an (Langzeit-) Arbeitslosen gilt es, nachhaltige Lösungen zu finden, um im Wettbewerb mit anderen Unternehmen national und international zu bestehen. Der größte Unterschied zum bisherigen demografischen und strukturellen Wandel ist die enorme Geschwindigkeit, mit welcher die Herausforderungen auf uns zukommen" (Textauszug, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Kubis, Alexander; -
Literaturhinweis
Zuwanderung und Arbeitsmarkt: Eine Analyse für Deutschland und die Bundesländer (2024)
Zitatform
Kubis, Alexander & Lutz Schneider (2024): Zuwanderung und Arbeitsmarkt. Eine Analyse für Deutschland und die Bundesländer. Gütersloh, 86 S. DOI:10.11586/2024166
Abstract
"Die vorliegende Studie widmet sich einer langfristigen Projektion des Angebots an Arbeitskräften in Deutschland und seinen Bundesländern bis in das Jahr 2060. Sie untersucht dabei insbesondere, wie unterschiedliche Zuwanderungsszenarien dieses Angebot an Arbeitskräften, verstanden als Erwerbspersonenpotenzial, beeinflussen und inwiefern und in welchem Umfang Zuwanderung erforderlich ist, um das Erwerbspersonenpotenzial zu stabilisieren bzw. die erwartete Nachfrage nach Arbeitskräften zu decken. (...) Die Studie baut auf die Arbeit "Zuwanderung und Digitalisierung: Wie viel Migration aus Drittstaaten benötigt der deutsche Arbeitsmarkt künftig?" aus dem Jahr 2019 auf (Fuchs, Kubis und Schneider 2019). Im vorliegenden Beitrag werden diese Studie und ihre Methodik aktualisiert und zusätzlich auf Ebene der Bundesländer regionalisiert. Auf die damals noch im Fokus stehende Differenzierung von EU- und Drittstaaten-Zuwanderung wird verzichtet (...). Um das künftige Erwerbspersonenpotenzial, also die Summe aus Erwerbstätigen, Erwerbslosen und der Stillen Reserve, zu schätzen und den Migrationseinfluss zu bestimmen, wird in dieser Studie in zwei Schritten vorgegangen: Zunächst wird die demografische Entwicklung anhand eines Bevölkerungsmodells projiziert, das für verschiedene Zuwanderungsszenarien durchgerechnet wird. Im zweiten Schritt wird das Erwerbsverhalten der Bevölkerung modelliert, um das zukünftige Erwerbspersonenpotenzial zu bestimmen." (Textauszug, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Kubis, Alexander; -
Literaturhinweis
Arbeitsmarkt in Europa: Kirchliche Träger geraten stärker unter Druck (2024)
Kubis, Alexander;Zitatform
Kubis, Alexander (2024): Arbeitsmarkt in Europa: Kirchliche Träger geraten stärker unter Druck. In: Kirche + Leben H. 27.05.2024.
Abstract
"Der europäische Arbeitsmarkt verändert sich in bisher nicht gekannter Geschwindigkeit. Welche das sind und wie Deutschland im europäischen Vergleich dasteht, erklärt Experte Alexander Kubis für Kirche+Leben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Kubis, Alexander; -
Literaturhinweis
Research Landscape on Hidden Workers in Aging Populations: Bibliometric Review (2024)
Zitatform
Lee, Sora & Woojin Kang (2024): Research Landscape on Hidden Workers in Aging Populations: Bibliometric Review. In: Social Sciences, Jg. 13, H. 7. DOI:10.3390/socsci13070342
Abstract
"In this study, we employ ‘hidden workers’ as a key concept to integrate the three vulnerable subgroups of aging workers: underemployed, unemployed, and discouraged workers. (1) Background: The challenges faced by underemployed, unemployed, and discouraged workers in the older population are complex. It would be beneficial to visualize the intellectual landscape of these three distinct groups in aging populations to understand which aspects have been highlighted by various disciplines and where gaps exist. (2) Method: Through a scientometric analysis of more than 50 years of research, this study identified the size, scope, and structure of knowledge on hidden workers in an aging population using 2831 articles collected from the Web of Science database in January 2024. (3) Results: Indeed, the multidisciplinary nature of hidden workers goes beyond welfare and labor economics and involves issues such as health, occupational science, behavior change, policy interventions, and circles around the keyword of unemployment. Keyword co-occurrence and co-citation analysis confirm that the spectrum of research on hidden workers is being carried out distinctly within distinct disciplines across the broader aging research horizon. (4) Conclusions: The relatively scattered and uneven intellectual, conceptual, and social landscape of research on hidden workers in aging populations evidently falls short of providing concerted policy recommendations for the population group. This study provides a conceptual understanding of hidden workers in different research clusters and identifies gaps and opportunities for future research." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Weniger Arbeitskraft, weniger Wachstum: Ergebnisse der achten Welle der BIBB-IAB-Qualifikations- und Berufsprojektionen bis zum Jahr 2040 (2024)
Maier, Tobias ; Mönnig, Anke; Schneemann, Christian ; Zika, Gerd ; Kalinowski, Michael; Wolter, Marc Ingo; Schur, Alexander;Zitatform
Maier, Tobias, Michael Kalinowski, Alexander Schur, Gerd Zika, Christian Schneemann, Anke Mönnig & Marc Ingo Wolter (2024): Weniger Arbeitskraft, weniger Wachstum. Ergebnisse der achten Welle der BIBB-IAB-Qualifikations- und Berufsprojektionen bis zum Jahr 2040. (BIBB-Report 2024,01), Leverkusen: Verlag Barbara Budrich, 20 S.
Abstract
"Dieser Report stellt die Ergebnisse der achten Welle der Qualifikations- und Berufsprojektionen (QuBe-Projekt) vor, die unter der gemeinsamen Leitung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) und des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung mbH (GWS) durchgeführt werden. Die Ergebnisse der Basisprojektion geben einen Überblick über die Entwicklung des deutschen Arbeitsmarktes bis zum Jahr 2040, wenn bisherige Trends und Verhaltensweisen beibehalten werden. Die Aktualisierung der Daten offenbart, dass sich die Wirtschaft und der Arbeitsmarkt mit allgemeiner Knappheit arrangiert haben. Die Anzahl an Personen ohne beruflichen Abschluss und mit Hochschulabschluss (Master, Diplom und Promotion) nimmt zu; gleichzeitig gibt es weniger Personen mit beruflichem Abschluss, Aufstiegsfortbildung oder Bachelorabschluss. Sowohl die Zahl der Erwerbspersonen als auch der Erwerbstätigen wird zurückgehen. Der Export schwächelt wegen der veränderten geopolitischen Lage. Rückgänge zeigen sich bei der Zahl der Selbstständigen. Da Selbstständige in der Regel mehr Arbeitsstunden erbringen, sinken die Arbeitsstunden pro Person überproportional. Der Arbeitsmarkt bleibt somit angespannt. Es werden Impulse sowohl für die Nachfrage als auch das Angebot an Arbeitskräften benötigt, wenn die ökonomische Entwicklung aus diesem Trend ausbrechen soll." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Ansatzpunkte zur Erhöhung der Erwerbstätigkeit von Frauen und Älteren: ifo-Studie im Auftrag der IHK für München und Oberbayern (2024)
Zitatform
Meier, Volker & Geraldine Geneviève Künzli (2024): Ansatzpunkte zur Erhöhung der Erwerbstätigkeit von Frauen und Älteren. Ifo-Studie im Auftrag der IHK für München und Oberbayern. 19 S.
Abstract
"Deutschland ist mit einem sich verschärfenden Fachkräftemangel konfrontiert. Daher erscheint es bedeutsam, die vorhandenen Erwerbspotenziale insbesondere von Frauen und Älteren besser zu nutzen und bestehende Fehlanreize abzubauen. Betrachtet werden daher Reformen in den Bereichen Steuern, Sozialabgaben, Kinderbetreuung und Rentenversicherung hinsichtlich ihrer quantitativen Auswirkungen auf die Beschäftigung." (Verlagsangaben, IAB-Doku)
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Bye-bye Babyboomer: Das Damoklesschwert der Demografie (2024)
Zitatform
Rinne, Ulf (2024): Bye-bye Babyboomer: Das Damoklesschwert der Demografie. In: Personalführung, Jg. 57, H. 4, S. 14-24.
Abstract
"Bereits jetzt steht fest, dass Personalengpässe in den nächsten Jahren ein prägendes Thema sein werden. Schon aktuell sind viele offene Stellen zu besetzen, aber auf dem Arbeitsmarkt wird sich die Demografie in den nächsten Jahren gleich doppelt auf die Arbeits- und Fachkräftesituation auswirken: Erstens fehlt zur Nachbesetzung offener Stellen der Nachwuchs. Zweitens wächst in unserer alternden Gesellschaft der Arbeits- und Fachkräftebedarf noch weiter – gerade in den Bereichen Gesundheit, Pflege und Soziales, wo es schon aktuell Engpässe gibt. Darüber hinaus geht der Strukturwandel mit neuen Qualifikationsanforderungen einher. Die Herausforderung ist so groß, dass sie sich nicht mit einer einzelnen Maßnahme lösen lässt. Es bedarf einer umfassenden Strategie zur Fachkräftesicherung." (Textauszug, IAB-Doku)
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Why Labor Supply Matters for Macroeconomics (2024)
Rogerson, Richard;Zitatform
Rogerson, Richard (2024): Why Labor Supply Matters for Macroeconomics. In: The Journal of Economic Perspectives, Jg. 38, H. 2, S. 137-158. DOI:10.1257/jep.38.2.137
Abstract
"Benchmark models taught in undergraduate macro do not attribute any role for labor supply as an important determinant of macroeconomic outcomes. The first part of this paper documents three facts. First, differences in hours of work across OECD economies are large and imply large differences in GDP per capita. Second, there are large differences in the size of tax and transfer programs across countries, as proxied by differences in government revenues relative to the GDP. Third, these two outcomes are strongly negatively correlated. Taken together, these facts suggest an important role for labor supply in affecting macroeconomic outcomes. I conjecture that the reason why macro textbooks do not include a discussion of labor supply stems from a belief that labor supply elasticities are sufficiently small that even large differences in work incentives do not generate important macroeconomic effects. The second part of this paper argues that this belief is based on incorrect inference linking small elasticities for prime age male to small aggregate labor supply elasticities. The role of labor supply at the extensive margin plays a critical role in understanding this mistake in this inference." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Nürnberger Gespräche: (Noch) länger arbeiten – Nonsens oder Notwendigkeit? (Podium) (2024)
Schludi, Martin; Fitzenberger, Bernd ; Ries, Elisabeth; Walwei, Ulrich ; Ritzer, Uwe; Räder, Evelyn; Nahles, Andrea; Nobereit, Sven;Zitatform
Schludi, Martin; Bernd Fitzenberger, Elisabeth Ries, Ulrich Walwei, Uwe Ritzer, Evelyn Räder, Andrea Nahles & Sven Nobereit (sonst. bet. Pers.) (2024): Nürnberger Gespräche: (Noch) länger arbeiten – Nonsens oder Notwendigkeit? (Podium). In: IAB-Forum H. 11.12.2024 Nürnberg. DOI:10.48720/IAB.FOO.20241211.01
Abstract
"Das Problem ist bekannt: Demografiebedingt verlassen viel mehr Ältere den Arbeitsmarkt, als jüngere Jahrgänge nachrücken. Müssen wir also, wie einige fordern, noch länger arbeiten, um die Sozialsysteme zu stabilisieren und einem drohenden Arbeitskräftemangel zu begegnen? Andere warnen vor den sozialen und gesundheitlichen Folgen einer solchen Politik. Was also tun? Welche Wege lassen sich finden, damit Beschäftigte tatsächlich länger arbeiten können und wollen? Diese Fragen diskutierten Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Arbeitsverwaltung bei den „Nürnberger Gesprächen“." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Ostdeutsche Flächenländer sind besonders auf internationale Arbeitskräfte angewiesen (2024)
Zitatform
Semsarha, Fabian, Sarah Pierenkemper & Lydia Malin (2024): Ostdeutsche Flächenländer sind besonders auf internationale Arbeitskräfte angewiesen. (IW-Kurzberichte / Institut der Deutschen Wirtschaft Köln 2024,51), Köln, 3 S.
Abstract
"Ausländische Arbeitskräfte spielen eine entscheidende Rolle für die Fachkräftesicherung in Deutschland. Zuletzt machten sie deutschlandweit 86 Prozent des Beschäftigungswachstums aus. Besonders in Ostdeutschland sind sie unverzichtbar, da dort bereits heute ein Beschäftigungsrückgang bei deutschen Staatsbürgern stattfindet und zudem der demografische Ersatzbedarf höher ausfällt." (Textauszug, IAB-Doku)
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Kleinräumige Bevölkerungsprojektionen: Bedeutung, Herausforderungen, Potenziale (2024)
Zitatform
Vanella, Patrizio, Timon Hellwagner, Philipp Deschermeier & Markus Kissling (2024): Kleinräumige Bevölkerungsprojektionen. Bedeutung, Herausforderungen, Potenziale. In: Stadtforschung und Statistik, Jg. 37, H. 2, S. 54-64.
Abstract
"Die zukünftige Entwicklung der lokalen oder regionalen Bevölkerung ist für kommunale Planungen von großer Bedeutung. Diese zentrale Rolle erfordert, dass kleinräumige Bevölkerungsprojektionen auf entsprechend valider Methodik beruhen. Der vorliegende Beitrag gibt einen Überblick zu ebensolchen methodischen Ansätzen und spiegelt diese mit Erfahrungsberichten aus der kommunalen Planung. Dabei werden die Herausforderungen und Potenziale, die in der Umsetzung kleinräumiger Bevölkerungsprojektionen zu finden sind, illustrativ diskutiert. Der Beitrag leitet daraus Empfehlungen ab, wie eine bessere Informationsbasis für kleinräumige Bevölkerungsprojektionen aussehen könnte und wie sich die Projektionen methodisch ausbauen ließen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Older Workers in Germany: Employment Potentials in International Comparison (2024)
Zitatform
Walwei, Ulrich (2024): Older Workers in Germany: Employment Potentials in International Comparison. (IAB-Forschungsbericht 14/2024 (en)), Nürnberg, 24 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2414EN
Abstract
"In vielen Staaten der westlichen Welt erreichen die geburtenstarken Jahrgänge mehr und mehr das Rentenalter. Da weniger junge Arbeitskräfte in den Arbeitsmarkt nachrücken als Ältere ausscheiden, sinkt unter sonst gleichen Bedingungen die Zahl der verfügbaren Arbeitskräfte. Gleichzeitig wachsen die Finanzierungsprobleme in der Rentenversicherung, denn insbesondere in den international weit verbreiteten Umlagesystemen zahlen immer weniger Menschen in die Altersvorsorge ein. Gleichzeitig wächst der Anteil der Rentenbeziehenden. Vor diesem Hintergrund rückt die Erwerbsbeteiligung älterer Personen verstärkt in den Fokus. Der Bericht startet mit einer Übersicht der Erwerbsarbeit von Älteren in einem breiteren internationalen Vergleich. Dem folgt eine Situationsbeschreibung für Deutschland. Im Anschluss soll ein genauerer Blick auf die Länder gerichtet werden, die bei der Erwerbstätigkeit Älterer ganz vorne stehen. Es geht darum, Anhaltspunkte für diejenigen Faktoren zu erhalten, die das hohe Beschäftigungsniveau der Älteren in diesen Ländern begünstigt haben könnten. Die Bundesrepublik Deutschland hat bei der Beschäftigung Älterer in den letzten Dekaden deutlich aufgeholt. Dies gilt insbesondere für die 50-64-Jährigen. Im Vergleich zu den Spitzenländern fehlen mittlerweile nur noch wenige Prozentpunkte. Ein größerer Rückstand besteht allerdings noch bei den 65- bis 74-Jährigen. Der künftige Abstand zu anderen Ländern wird bei dieser Altersgruppe durch gegenläufige Entwicklungen beeinflusst. Durch die weiteren Schritte in Richtung der „Rente mit 67“ dürfte er sich vermutlich weiter verringern, durch die „Rente mit 63“ aber verlangsamt werden. Deutschland wird mit Blick auf die Erwerbstätigenquoten Älterer aber noch von einigen Ländern übertroffen. Hier stellt sich die Frage, welche Faktoren hinter der günstigen Entwicklung des Arbeitsmarktes für Ältere in diesen Ländern stehen könnten. Zu Vergleichszwecken wird in diesem Bericht die Situation in Japan, Neuseeland, Island, Norwegen und Schweden näher betrachtet, die weltweit die höchsten Erwerbstätigenquoten von Älteren aufweisen. Dabei werden nacheinander verschiedene, für die Erwerbstätigkeit Älterer bedeutsame Aspekte aus einer international vergleichenden Perspektive beleuchtet. Der Vergleich ergibt eine ganze Reihe von wichtigen Punkten, an die in anderen Ländern angeknüpft werden könnte. Die hohe Alterserwerbstätigkeit in Island, Schweden und Norwegen steht in Verbindung mit der in beiden Ländern hohen Frauenerwerbsbeteiligung und kontinuierlichen Verbesserungen im Bildungsniveau der Bevölkerung, einschließlich der beruflichen Weiterbildung. Neuseeland weist einen geringen Lohnabstand von Älteren gegenüber Jüngeren und hohe Einstellungsquoten Älterer auf, die zudem auch das Ergebnis einer konsequenten und öffentlich wahrnehmbaren Antidiskriminierungspolitik sind. In Japan spielen der demografisch bedingt sehr starke Arbeitskräftebedarf und Einkommensbedarfe auf individueller Ebene eine offenbar sehr große Rolle, da viele Ältere dort erwerbstätig sein müssen, um ihren Lebensunterhalt zu sichern. Hohe bzw. steigende Erwerbstätigenquoten Älterer sind grundsätzlich kein Selbstläufer. Sie setzen eine gute Bildung und Qualifikation auf der individuellen Ebene sowie die Möglichkeit und Befähigung zu lebenslangem Lernen voraus. Auch gesundheitliche Prävention ist für ein langes Erwerbsleben wichtig, die wie die Bildung am besten so früh wie möglich beginnt. Hohe Erwerbstätigenquoten Älterer werden nicht nur durch die individuelle Beschäftigungsfähigkeit begünstigt, sondern auch durch die Attraktivität des Arbeitsmarkts und damit der für Ältere erreichbaren Beschäftigung. Je besser es gelingt, Kompetenzen und Fähigkeiten der Älteren zu stärken, alters- und alternsgerechte Arbeit zu organisieren und flexibel auf Beschäftigtenwünsche einzugehen, desto größer ist die Chance, Ältere am Arbeitsmarkt zu halten oder zurückzugewinnen. Schließlich sind auch Regulierungen und Förderprogramme ins Blickfeld zu nehmen, die Anreize für Beschäftigung im Alter setzen. Zu nennen sind hier die Flexibilität des Rentenzugangs, arbeitsrechtliche Erleichterungen bei der Weiterbeschäftigung im Alter, die Bezugsdauer des Arbeitslosengelds für Ältere sowie die Berücksichtigung älterer Arbeitsloser in der aktiven Arbeitsmarktpolitik." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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auch deutschsprachig erschienen -
Literaturhinweis
Ältere Arbeitskräfte im demografischen Wandel: Beschäftigungspotenziale im internationalen Vergleich (2024)
Zitatform
Walwei, Ulrich (2024): Ältere Arbeitskräfte im demografischen Wandel: Beschäftigungspotenziale im internationalen Vergleich. (IAB-Forschungsbericht 14/2024 (de)), Nürnberg, 26 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2414
Abstract
"Hierzulande wie auch in vielen anderen Staaten der westlichen Welt erreichen die geburtenstarken Jahrgänge mehr und mehr das Rentenalter. Da weniger junge Arbeitskräfte in den Arbeitsmarkt nachrücken als Ältere ausscheiden, sinkt unter sonst gleichen Bedingungen die Zahl der verfügbaren Arbeitskräfte. Gleichzeitig wachsen die Finanzierungsprobleme in der Rentenversicherung, denn insbesondere in den international weit verbreiteten Umlagesystemen zahlen immer weniger Menschen in die Altersvorsorge ein. Gleichzeitig wächst der Anteil der Rentenbeziehenden. Vor diesem Hintergrund rückt die Erwerbsbeteiligung älterer Personen verstärkt in den Fokus. Der Bericht startet mit einer Übersicht der Erwerbsarbeit von Älteren in einem breiteren internationalen Vergleich. Dem folgt eine Situationsbeschreibung für Deutschland. Im Anschluss soll ein genauerer Blick auf die Länder gerichtet werden, die bei der Erwerbstätigkeit Älterer ganz vorne stehen. Es geht darum, Anhaltspunkte für diejenigen Faktoren zu erhalten, die das hohe Beschäftigungsniveau der Älteren in diesen Ländern begünstigt haben könnten. Die Bundesrepublik Deutschland hat bei der Beschäftigung Älterer in den letzten Dekaden deutlich aufgeholt. Dies gilt insbesondere für die 50-64-Jährigen. Im Vergleich zu den Spitzenländern fehlen mittlerweile nur noch wenige Prozentpunkte. Ein größerer Rückstand besteht allerdings noch bei den 65- bis 74-Jährigen. Der künftige Abstand zu anderen Ländern wird bei dieser Altersgruppe durch gegenläufige Entwicklungen beeinflusst. Durch die weiteren Schritte in Richtung der „Rente mit 67“ dürfte er sich vermutlich weiter verringern, durch die „Rente mit 63“ aber verlangsamt werden. Deutschland wird mit Blick auf die Erwerbstätigenquoten Älterer aber noch von einigen Ländern übertroffen. Hier stellt sich die Frage, welche Faktoren hinter der günstigen Entwicklung des Arbeitsmarktes für Ältere in diesen Ländern stehen könnten. Zu Vergleichszwecken wird in diesem Bericht die Situation in Japan, Neuseeland, Island, Norwegen und Schweden näher betrachtet, die allesamt noch höhere Erwerbstätigenquoten von Älteren als Deutschland aufweisen. Dabei werden nacheinander verschiedene, für die Erwerbstätigkeit Älterer bedeutsame Aspekte aus einer international vergleichenden Perspektive beleuchtet. Der Ländervergleich ergibt eine ganze Reihe von wichtigen Punkten, an die hierzulande angeknüpft werden könnte. Die hohe Alterserwerbstätigkeit in Island, Schweden und Norwegen steht in Verbindung mit der in beiden Ländern hohen Frauenerwerbsbeteiligung und kontinuierlichen Verbesserungen im Bildungsniveau der Bevölkerung, einschließlich der beruflichen Weiterbildung. Neuseeland weist einen geringen Lohnabstand von Älteren gegenüber Jüngeren und hohe Einstellungsquoten Älterer auf, die zudem auch das Ergebnis einer konsequenten und öffentlich wahrnehmbaren Antidiskriminierungspolitik sind. In Japan spielen der demografisch bedingt sehr starke Arbeitskräftebedarf und Einkommensbedarfe auf individueller Ebene eine offenbar sehr große Rolle, da viele Ältere dort erwerbstätig sein müssen, um ihren Lebensunterhalt zu sichern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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also released in English -
Literaturhinweis
Arbeitskräftemangel in Zeiten des demografischen Wandels: Ein Teil der Lösung liegt bei den Älteren: Meinungsbeitrag von Prof. Dr. Ulrich Walwei (Vizedirektor am IAB ) (2024)
Zitatform
Walwei, Ulrich (2024): Arbeitskräftemangel in Zeiten des demografischen Wandels: Ein Teil der Lösung liegt bei den Älteren. Meinungsbeitrag von Prof. Dr. Ulrich Walwei (Vizedirektor am IAB ). (GVG-Perspektive 1), 33 S.
Abstract
"Aufgrund der demografischen Entwicklung wird das Arbeitskräfteangebot zukünftig mit hoher Wahrscheinlichkeit sinken. Wesentlicher Grund hierfür ist, dass die Kohorte der jungen, in den Arbeitsmarkt nachrückenden Personen kleiner ausfällt als die Größe der älteren, aus dem Arbeitsmarkt ausscheidenden Gruppe. Es dürfte längerfristig kaum gelingen, die Lücke durch eine noch höhere Erwerbsbeteiligung und eine noch stärkere (Netto-)Migration vollständig auszugleichen. Die demografische Entwicklung geht nicht nur mit einem Mengenproblem einher, denn die Babyboomer verfügen über einen vergleichsweise hohen Bildungsstand. Rund 80% der ausgesprochen starken Kohorte haben mindestens einen Ausbildungsabschluss, wodurch sich in den nächsten Jahren ein massiver potenzieller Ersatzbedarf ergeben wird. Aus sozialpolitischer Sicht ist zudem zu würdigen, dass sich in Folge der demografischen Entwicklung der Altenquotient verschlechtern wird und damit die Finanzierungsgrundlage der Rentenversicherung gefährdet wird. Hintergrund hierfür ist, dass sich die Relation der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter und rentenbeziehenden Personen kontinuierlich verschlechtert." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Demografie, Digitalisierung, Dekarbonisierung: Die zukünftigen Arbeitsmarktentwicklungen inmitten der Transformation (2024)
Zitatform
Zenk, Johanna (2024): Demografie, Digitalisierung, Dekarbonisierung. Die zukünftigen Arbeitsmarktentwicklungen inmitten der Transformation. In: Zur Debatte, Jg. 54, H. 2, S. 18-21., 2024-05-27.
Abstract
Der deutsche Arbeitsmarkt steht inmitten einer Vielzahl von Transformationen. Der Vortrag basiert auf den Ergebnissen des Projekts Qualifikation und Beruf in der Zukunft. Darin geht es um die zukünftige Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Ziel ist es, die mittel- und langfristigen Veränderungen der Arbeitswelt und des Bildungswesens abzubilden. Anhand derer kann frühzeitig erkannt werden, wo es Passungsprobleme zwischen Arbeitskräftebedarf und Arbeitskräfteangebot geben kann. Im Hinblick auf die zukünftige Arbeitsmarktentwicklung befasst sich die Autorin vor allem mit den drei Megatrends demografischer Wandel, Digitalisierung und Dekarbonisierung, beziehungsweise ökologische Transformation. (IAB)
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Literaturhinweis
QuBe-Bevölkerungsprojektion für die Kreise und kreisfreie Städte Deutschlands (2024)
Zitatform
Zika, Gerd (2024): QuBe-Bevölkerungsprojektion für die Kreise und kreisfreie Städte Deutschlands. In: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (Hrsg.) (2024): So vielfältig der demografische Wandel, so verschieden die regionalen Herausforderungen und Anpassungsstrategien, S. 27-38.
Abstract
"Die QuBe-Bevölkerungsprojektion dient als Datengrundlage für die Projektionen im Rahmen des Projekts „Qualifikation und Beruf in der Zukunft“ (QuBe; www.QuBe-Projekt.de). Das QuBe-Projekt wird unter der gemeinsamen Leitung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) und des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung (GWS) durchgeführt. Es gibt einen langfristigen Überblick über die voraussichtliche Entwicklung des Arbeitskräftebedarfs und -angebots nach Qualifikationen und Berufen. QuBe basiert auf einem nach Produktionsbereichen und Gütergruppen tief disaggregierten ökonometrischen Prognose- und Simulationsmodell für Deutschland. Eine regionale Bevölkerungsprojektion wird dabei benötigt, unter anderem um das berufsspezifisch zur Verfügung stehende Arbeitskräfteangebot in Köpfen und Stunden zu bestimmen. Eine Unterscheidung nach Nationalität ist dabei von hoher Relevanz, da im Allgemeinen die Erwerbsbeteiligung bei Deutschen höher als bei Nichtdeutschen ist – das gilt vor allem bei Frauen (vgl. Fuchs/Söhnlein/Weber 2021). Daher differenziert die QuBe-Bevölkerungsprojektion nicht nur nach dem Alter und dem Geschlecht, sondern unterscheidet auch zwischen Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit (Deutsche) und solchen ohne deutsche Staatsangehörigkeit (Nichtdeutsche) und hebt sich somit von bereits bestehenden regionalen Bevölkerungsprojektionen ab. Mit der Unterscheidung hinsichtlich der Nationalität können die erheblichen Unterschiede bei den Geburten und im Wanderungsverhalten berücksichtigt werden. Zudem werden bei der QuBeBevölkerungsprojektion keine Wanderungssalden vorgegeben, sondern sämtliche Wanderungsströme, also Zuund Abwanderungen vom bzw. ins Ausland sowie solche Zu- und Abwanderungen innerhalb Deutschlands endogen bestimmt (vgl. Hellwagner/Söhnlein/Weber 2022). Und schließlich bezieht die Qube-Bevölkerungsprojektion auch das durch die Coronapandemie und den Krieg Russlands gegen die Ukraine veränderte, aktuelle Wanderungsgeschehen in Ihre Bevölkerungsprojektion mit ein. Die QuBe-Bevölkerungsprojektion richtet sich explizit an Forschende sowie politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger in den Ländern und Kommunen. Unsere Ergebnisse sollen eine Hilfestellung bieten für die zukünftige Planung von an die demografische Entwicklung geknüpften Faktoren wie der Städteplanung den Bedarf an Pflegeeinrichtungen oder Einrichtungen für Kinder- und Jugendliche." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Transformation in bewegten Zeiten: Nachhaltige Arbeit als wichtigste Ressource (2023)
Arntz, Melanie ; Walwei, Ulrich ; Kaiser, Anna; Horvat, Sinischa; Stowasser, Sascha; Schroeder, Wolfgang; Evans, Michaela; Mallmann, Luitwin; Donner, Franz; Möreke, Mathias; Friedrich, Alexandra; Pfeiffer, Sabine ; Rothe, Isabel;Zitatform
Arntz, Melanie, Franz Donner, Michaela Evans, Alexandra Friedrich, Sinischa Horvat, Anna Kaiser, Luitwin Mallmann, Mathias Möreke, Sabine Pfeiffer, Isabel Rothe, Wolfgang Schroeder, Sascha Stowasser & Ulrich Walwei (2023): Transformation in bewegten Zeiten. Nachhaltige Arbeit als wichtigste Ressource. Berlin, 129 S.
Abstract
"Der erste Bericht des Rats der Arbeitswelt im Mai 2021 stand vor allem unter dem Eindruck der Covid19-Pandemie. Spätestens seit dem Angriff auf die Ukraine fokussieren sich Diskussionen zu Wirtschaft und Arbeitswelt auf den Umgang mit steigenden Energiepreisen und zunehmenden Lieferengpässen. Die kurzfristige Krisenbewältigung geht einher mit einer umfassenden und langfristigeren Transformation der Arbeitswelt vor dem Hintergrund des sich verschärfenden demografischen Wandels, der Digitalisierung und Dekarbonisierung. Unter Berücksichtigung aktueller Krisenproblematiken stehen diese Auswirkungen der digitalen und ökologischen Transformation auf die Arbeitswelt in Zeiten der Arbeitskräfteknappheit im Mittelpunkt des zweiten Arbeitswelt-Berichts. Der Bericht setzt sich erstens mit übergeordneten Fragen von Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt im Zuge der beiden Transformationen auseinander und untersucht in diesem Zusammenhang auch, inwiefern sich Anforderungen an Kompetenzen und Qualifikationen verändern. Da es vor allem die Betriebe und ihre Beschäftigten sind, die die Transformation umsetzen und bewältigen müssen, steht zweitens der Betrieb als Transformationsort sowie die betriebliche Gestaltung von Transformationsprozessen im Mittelpunkt." (Textauszug, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Zusammenfassung -
Literaturhinweis
Das Regionalmodell QMORE (2023)
Bernardt, Florian; Parton, Frederik; Ulrich, Philip;Zitatform
Bernardt, Florian, Frederik Parton & Philip Ulrich (2023): Das Regionalmodell QMORE. In: G. Zika, M. Hummel, T. Maier & M. I. Wolter (Hrsg.) (2023): Das QuBe-Projekt: Modelle, Module, Methoden, S. 149-175.
Abstract
"Zusammen mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) erstellt die Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung (GWS) seit 2010 in einem regelmäßigen Turnus („Wellen“) eine Basisprojektion zur langfristigen Entwicklung des Arbeitskräftebedarfs und -angebots nach Qualifikationen und Berufen. Die Übertragung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in die Regionen erfolgt im Modell QMORE (QuBe – MOnitoring REgional). Es enthält die räumlichen Ebenen der Bundesländer, Raumordnungsregionen sowie Landkreise und kreisfreie Städte. Dabei wird nach 37 Wirtschaftszweigen und 37 Berufshauptgruppen unterschieden, wodurch die Projektion von berufsspezifischen regionalen Fachkräfteengpässen am Arbeitsort möglich wird. Die Regionalmodellierung basiert auf einer detaillierten empirischen Erfassung von regionalen Wirtschaftsstrukturen und einer systematischen Analyse von branchenspezifischen Wachstumsunterschieden zwischen der jeweiligen räumlichen Ebene und der übergeordneten Region. Dabei werden spezifische über- und intraregionale Wirkungs- bzw. Entwicklungszusammenhänge, beispielsweise Einflüsse der Bevölkerungsentwicklung, Pendlerbeziehungen und Lieferbeziehungen innerhalb der Region erfasst. Die Projektionen sind damit in ein konsistentes, gesamtwirtschaftliches Gerüst eingebettet, welches den Entwicklungsvergleich mit anderen (kreisscharf zusammengeschnittenen) Regionen ermöglicht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitsmarkt und Beruf 2030: Rückschlüsse für Österreich (2023)
Bock-Schappelwein, Julia; Egger, Andrea;Zitatform
Bock-Schappelwein, Julia & Andrea Egger (2023): Arbeitsmarkt und Beruf 2030. Rückschlüsse für Österreich. (AMS-Report / Arbeitsmarktservice Österreich 173), Wien, 110 S.
Abstract
"Demographie, Digitalisierung und Ökologisierung werden die Arbeitswelt in den kommenden Jahren maßgeblich beeinflussen. Mit Hilfe von Literaturanalysen wird im Rahmen dieser mit Jahresmitte 2023 abgeschlossenen Studie im Auftrag der Abt. Arbeitsmarktforschung und Berufsinformation des AMS Österreich von den beiden Autorinnen Julia Bock-Schappelwein (WIFO) und Andrea Egger (abif) nach Berufsfeldern gesucht, in denen sich diese Herausforderungen deutlich abzeichnen und möglicherweise gegenseitig verstärken. Ziel ist es, besonders betroffene Berufsfelder zu identifizieren und damit verbundene Anpassungs- bzw. Qualifizierungsbedarfe aufzuzeigen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
