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Dossier

Solo-Selbstständige – zwischen Selbstverwirklichung und Prekariat

Als Solo-Selbstständige werden diejenigen Gründerinnen und Gründer bezeichnet, die keine weiteren sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beschäftigen. Sie bilden mittlerweile die Mehrheit der beruflich Selbstständigen in Deutschland. Die Infoplattform informiert über die empirische Forschung zu den Solo-Selbstständigen.

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  • Literaturhinweis

    New Work zwischen Entgrenzung und Empowerment (2023)

    Urban, Hans-Jürgen;

    Zitatform

    Urban, Hans-Jürgen (2023): New Work zwischen Entgrenzung und Empowerment. In: Aus Politik und Zeitgeschichte, Jg. 73, H. 46, S. 17-22.

    Abstract

    "Der Begriff "New Work" ist in aller Munde. Dabei ist New Work kein exakt definierter Terminus technicus. Vielmehr kann er in der aktuellen Debatte als Chiffre für alles verstanden werden, was neu an der Arbeit der Zukunft sein oder vermutet wird, und zugleich für das, was neu sein soll. Somit findet New Work als analytischer, prognostischer und zugleich als normativer Begriff Anwendung. Begriffshistorisch geht der Terminus "New Work" auf den Sozialphilosophen Frithjof Bergmann zurück. Er stellte ihn in das Zentrum seiner Anthropologie und Sozialtheorie. In dieser formulierte Bergmann das Zielbild einer befreiten (Erwerbs-)Arbeit, in der die Menschen nur das verrichten, "was sie wirklich, wirklich wollen." Das Ziel der Neuen Arbeit bestehe nicht darin, "die Menschen von der Arbeit zu befreien, sondern die Arbeit so zu transformieren, damit sie freie, selbstbestimmte, menschliche Wesen hervorbringt." Die Konzepte von New Work in den gegenwärtigen arbeitswissenschaftlichen und politischen Debatten haben sich zumeist vom sozialutopischen Gehalt der bergmannschen Ideen entfernt. Das Institut für angewandte Arbeitswissenschaft begreift New Work als einen "Sammelbegriff für Konzepte und Maßnahmen zur Gestaltung zukunftsfähiger, wertschöpfender und sinnstiftender Arbeit sowie deren Bedingungen und Umgebungen." Die Fraunhofer-Gesellschaft definiert New Work als eine "erwerbsorientierte Arbeit mit einer Arbeitsweise, die durch ein hohes Maß an Virtualisierung von Arbeitsmitteln, Vernetzung von Personen, Flexibilisierung von Arbeitsorten, -zeiten und -inhalten gekennzeichnet ist." Und die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände fordert unter dem Stichwort "New Work" die Verkürzung der gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten zwischen Ende und Beginn der Arbeit, die Verschiebung der Höchstarbeitszeit auf die wöchentliche statt auf die tägliche Arbeitszeit sowie die Option, die Pflicht zur Aufzeichnung der Arbeitszeit auf die Beschäftigten delegieren zu können. In den folgenden Ausführungen ist unter New Work oder Neuer Arbeit eine Erwerbsarbeit zu verstehen, die auf der Grundlage digitalisierter Arbeits- und Kommunikationsmittel an Orts- und Zeitflexibilität gewinnt und die sich oftmals in einer neuen, freilich interessenpolitisch umkämpften Arbeitskultur entwickelt. Dabei richtet sich der Blick aus der Interessenperspektive der abhängig Arbeitenden auf Möglichkeiten und Gefahren der Neuen Arbeit, um Elemente einer arbeitskraftzentrierten Gestaltungspolitik zu skizzieren. Im Vordergrund steht das Modell des Homeoffice als eine dominante Form digitalisierter und mobiler Arbeit. Homeoffice kann in der Sozialform der abhängigen Beschäftigung innerhalb der Arbeits- und Sozialverfassung, aber auch als soloselbstständige Arbeit im Rahmen von Click- und Crowdworking in der Plattformökonomie organisiert sein." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Selbstständig? Mit Sicherheit: Reformoptionen in der Arbeitslosenversicherung für Selbstständige (2023)

    Zitatform

    (2023): Selbstständig? Mit Sicherheit. Reformoptionen in der Arbeitslosenversicherung für Selbstständige. (Arbeitsmarkt aktuell 2023,04), Berlin, 27 S.

    Abstract

    "Nur wenige selbstständig Erwerbstätige sind gegen Arbeitslosigkeit abgesichert. Diese Sicherungslücke ist in der Corona-Pandemie verschärft zutage getreten. Arbeitsmarkt- und sozialpolitische Herausforderungen mahnen eine grundlegende Reform an. Zum einen ist der Zugang zur Arbeitslosenversicherung für Selbstständige voraussetzungsreich, zum anderen ist er für viele von ihnen unattraktiv. So fällt der Beitrag im Vergleich mit abhängig Beschäftigten für Selbstständige mit kleinen Einkommen relativ höher und für Selbstständige mit hohen Einkommen relativ niedriger aus. Das Leistungsspektrum ist kleiner als bei abhängig Beschäftigten. Beim Arbeitslosengeld hängt die Leistungshöhe nicht von dem zuvor erzielten Einkommen und von den errichteten Beiträgen ab. Die bestehenden Regelungen werden einerseits vor allem insoweit als nachteilig empfunden, als sie von den Regelungen für abhängig Beschäftigte abweichen. Insoweit – aber auch damit die gesetzliche Arbeitslosenversicherung in künftigen Krisen mehr Menschen Sicherheit bietet – spricht viel dafür, die Regelungen weitestmöglich anzugleichen. Andererseits differenziert das geltende Recht gerade dort nicht, wo dies mit Blick auf die Interessen selbstständig Erwerbstätiger geboten wäre. Zudem ersetzen Unternehmen vielfach abhängige Beschäftigung durch Auftragsverhältnisse mit scheinselbstständigen Auftragnehmenden. Diese Entscheidung wird dadurch begünstigt, dass diese Erwerbsformen unzureichend reguliert sind, aber auch durch finanzielle Fehlanreize für Unternehmen – unter anderem, weil sie die Beteiligung an der sozialen Absicherung der Menschen vermeiden können, die für sie arbeiten." (Textauszug, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Genossenschaften von Solo-Selbstständigen als neue Arbeitsmarktorganisationen (2022)

    Apitzsch, Birgit ; Ruiner, Caroline ;

    Zitatform

    Apitzsch, Birgit & Caroline Ruiner (2022): Genossenschaften von Solo-Selbstständigen als neue Arbeitsmarktorganisationen. In: Zeitschrift für Soziologie, Jg. 51, H. 1, S. 6-22. DOI:10.1515/zfsoz-2022-0002

    Abstract

    "Genossenschaften erfahren in jüngster Zeit in ihrem empirischen Auftreten und als Forschungsgegenstand eine Renaissance. Dieser Beitrag exploriert Genossenschaften von und für Solo-Selbstständige als neue Arbeitsmarktorganisationen. Ziel ist es, zu erfassen, wie Genossenschaften als Organisationstyp Mobilität organisieren und welche Organisationsdynamiken damit verbunden sind. In einem Vergleich zweier Fälle aus IT und Medizin werden Genossenschaften über die zentralen Organisationsmerkmale Ziel, Mitgliedschaft und Struktur bestimmt und es wird ihre Rolle auf dem Arbeitsmarkt diskutiert. Genossenschaften mit dem Ziel der solidarischen Organisation von Mobilität von Solo-Selbstständigen können als Hybride zwischen Interessenvertretungs- und Vermittlungsorganisationen gesehen werden, die sich in der sozialen Integration ihrer Mitglieder von anderen Arbeitsmarktorganisationen und sozialen Netzwerken unterscheiden. Mit der Analyse wird ein Beitrag zur empirischen Erforschung von Genossenschaften sowie zu ihrer organisationssoziologischen Einordnung geleistet." (Autorenreferat, IAB-Doku, © De Gruyter)

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  • Literaturhinweis

    Machbarkeitstudie für eine Untersuchung der sozialen Lage von Selbstständigen (2022)

    Bonin, Holger ; Krause-Pilatus, Annabelle; Rinne, Ulf ;

    Zitatform

    Bonin, Holger, Annabelle Krause-Pilatus & Ulf Rinne (2022): Machbarkeitstudie für eine Untersuchung der sozialen Lage von Selbstständigen. (IZA research report 608 134), Bonn, 74 S.

    Abstract

    "Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales plant ein Forschungsprojekt mit dem Ziel, die sozialen Lagen von Selbstständigen, die sich daraus ergebenden besonderen Schutzbedarfe sowie die zu ihrer Erfüllung zielführenden sozialpolitischen Maßnahmen statistisch fundiert zu beschreiben. Dafür müssen Daten, welche die Grundgesamtheit der selbstständig tätigen Personen in Deutschland repräsentativ abbilden, erhoben werden. Die Expertise zeigt im Sinne einer Machbarkeitsstudie, wie ein zielführendes und wirtschaftliches Design für dieses Vorhaben aussehen könnte. Sie arbeitet die Vorteile der Anlage einer spezifischen Datenbasis gegenüber der Nutzung vorhandener Datenquellen heraus und erörtert die Möglichkeiten der praktischen Umsetzung einer Querschnittsbefragung, insbesondere Feldzugang und Stichprobendesign, sowie Fragenprogramm und Erhebungsmodus." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Independent or Dependent? European Labour Statistics and Their (In)ability to Identify Forms of Dependency in Self-employment (2022)

    Bozzon, Rossella ; Murgia, Annalisa ;

    Zitatform

    Bozzon, Rossella & Annalisa Murgia (2022): Independent or Dependent? European Labour Statistics and Their (In)ability to Identify Forms of Dependency in Self-employment. In: Social indicators research, Jg. 160, H. 1, S. 199-226. DOI:10.1007/s11205-021-02798-1

    Abstract

    "In the studies on labour market change and transformation of employment relations, the growth of new forms of self-employment, including platform work, has raised a broad debate about how to define, classify, and analyse the wide range of positions within the heterogeneous category of self-employed workers. This article analyses the emergent methodologies used in European comparative labour statistics to identify forms of dependency in self-employment. Using the 6th wave of the 2015 European Working Condition Survey and the 2017 ad hoc module on self-employment from the European Labour Force Survey, this article discusses how the representation of dependent self-employment changes by adopting a different operationalization of economic and operational dependency. Findings show how different indicators of dependency change the representation of self-employment in different economic sectors, affecting our understanding of the transformation of working arrangements within self-employment and the boundaries between employment and self-employment." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer-Verlag) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Staged entrepreneurship: the formation of hybrid and spawning entrepreneurial intentions (2022)

    Brändle, Leif ; Kuckertz, Andreas ;

    Zitatform

    Brändle, Leif & Andreas Kuckertz (2022): Staged entrepreneurship: the formation of hybrid and spawning entrepreneurial intentions. In: Journal of business economics, Jg. 92, H. 6, S. 955-996. DOI:10.1007/s11573-021-01074-5

    Abstract

    "Most individuals find their way into entrepreneurship through combinations of self-employment and paid employment. However, prior research on entrepreneurial intentions has overlooked intended career transitions. Drawing on social cognitive career theory, we argue that, against the background of personal and environmental factors, individuals form career intentions that involve the combination of and transition between paid employment and self-employment. Such staged entrepreneurial intentions include the delay of entrepreneurial entry by intermediate stages of paid employment (i.e., spawning entrepreneurial intentions) or immediate entrepreneurial entry in parallel combination with paid employment at established organizations (i.e., hybrid entrepreneurial intentions). We test these theoretical ideas based on a survey involving 1003 individuals prior to career entry. The results indicate that individuals proactively align their envisioned career stages according to expected socio-cognitive enablers and barriers (i.e., their entrepreneurial self-efficacy, personal attitudes to entrepreneurship, subjective norms, and socioeconomic status). Notably, we find that individuals with lower levels of perceived social support for an entrepreneurial career more likely intend to combine their existing entrepreneurial activities with a conventional career at an established organization. Furthermore, individuals from lower socioeconomic status backgrounds as well as women are more likely to delay entrepreneurial entry by starting their professional careers in paid employment. The study's primary contribution is the introduction of a novel perspective on entrepreneurial intentions based on individuals' intended career transitions." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer-Verlag) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Minimum Wages and the Rise in Solo Self-Employment (2022)

    Ganserer, Angelika; Zierahn, Ulrich ; Gregory, Terry ;

    Zitatform

    Ganserer, Angelika, Terry Gregory & Ulrich Zierahn (2022): Minimum Wages and the Rise in Solo Self-Employment. (IZA discussion paper 15283), Bonn, 54 S.

    Abstract

    "Solo self-employment is on the rise despite less favorable working conditions compared to traditional jobs. We show that the introduction of minimum wages in German industries led to an increase in the share of solo self-employment by up to 8.5 percentage points. We explain our findings within a substitution-scale model that predicts a decline in demand and earnings perspectives for high-skilled dependent workers, whenever the negative scale effect (overall decline in industry employment) dominates the positive substitution effect (shift towards high-skilled workers). Such situations can occur during an economic downturn in combination with a strong and rising minimum wage bite." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Arbeitslosenversicherung für Selbstständige: Wer kann sich (nicht) versichern? (2022)

    Granzow, Felix; Jahn, Elke ; Oberfichtner, Michael ;

    Zitatform

    Granzow, Felix, Elke Jahn & Michael Oberfichtner (2022): Arbeitslosenversicherung für Selbstständige: Wer kann sich (nicht) versichern? (IAB-Forschungsbericht 19/2022), Nürnberg, 31 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2219

    Abstract

    "Die Arbeitslosenversicherung auf Antrag bietet Gründerinnen und Gründern die Möglichkeit, sich gegen einen Verdienstausfall zu schützen. Allerdings nutzen nur sehr wenige Selbstständige das Angebot. In den vergangenen Jahren wurden weniger als 4.000 Versicherungen pro Jahr abgeschlossen – bei mehr als 200.000 Vollzeit-Gründungen jährlich. Das kann sowohl an mangelndem Interesse an der Versicherung liegen als auch daran, dass die Zugangsvoraussetzungen nicht erfüllt werden. Selbstständige, die sich versichern wollen, müssen bereits in der Arbeitslosenversicherung sein: Entweder, indem sie in der Zeit vor der Gründung für eine bestimmte Frist versichert waren oder, indem sie während einer Arbeitslosigkeit vor der Gründung Anspruch auf Arbeitslosengeld I durch Vorversicherungszeiten haben. In dieser Untersuchung wird mit Verlaufsdaten (Paneldaten) erstmals analysiert, inwieweit eine Nicht-Erfüllung der Zugangsvoraussetzungen die geringe Nutzungsquote erklären könnte. Die empirische Analyse zeigt, dass rund die Hälfte der Gründerinnen und Gründer die Möglichkeit hätte, die freiwillige Arbeitslosenversicherung abzuschließen. Etwa 23 Prozent erfüllen die Zugangsvoraussetzungen nicht. Bei den anderen 27 Prozent lässt sich die Zugangsberechtigung auf individueller Ebene nicht eindeutig ermitteln. Diese Personen sind oft Selbstständige, die nicht die nötigen Vorversicherungszeiten als abhängige Beschäftigte aufweisen, aber als Selbstständige versichert gewesen sein könnten. Unterstellt man bei diesen Selbstständigen die durchschnittliche Versichertenquote aller Selbstständigen, dann beträgt der Anteil der Personen ohne Zugang zur Versicherung rund 40 Prozent. Ausgehend von aktuell ungefähr 230.000 Gründungen pro Jahr entspricht das etwa 95.000 Personen, die ohne Möglichkeit zur Absicherung bleiben. Das betrifft vor allem gründende Studierende sowie schon zuvor Selbstständige, die neu gründen und sich bisher nicht freiwillig abgesichert hatten. Auch Personen mit geringer Bildung erfüllen überdurchschnittlich oft die Zugangsvoraussetzungen nicht. Eine Verkürzung der nötigen Vorversicherungszeit beziehungsweise eine Verlängerung des Zeitraums, in dem Vorversicherungszeiten anrechenbar sind, könnten mehr Menschen ermöglichen, die Versicherung zu beantragen. Allerdings sind die Effekte begrenzt. Selbst eine sehr großzügige Reform würde vermutlich mehr als ein Viertel der neuen Selbstständigen ohne Option zur Absicherung belassen. Von der Hälfte der Gründerinnen und Gründer, die die Möglichkeit zum Abschluss der Arbeitslosenversicherung haben, nutzen mehr als 90 Prozent von ihnen diese Option nicht. Die Gründe dafür können hier nicht genauer untersucht werden. Frühere Befragungen deuten allerdings darauf hin, dass viele Selbstständige das Gefühl haben, die Versicherung lohne sich nicht oder werde von ihnen nicht benötigt. Andere wiederum scheitern daran, sich, wie gefordert, in den ersten drei Monaten nach der Gründung zu versichern. Angesichts der niedrigen Nutzungsquote unter Personen, die eigentlich Zugang zur Versicherung hätten, scheint auch deren geringe Attraktivität ein Problem zu sein. Erfahrungen aus anderen europäischen Ländern, z. B. Schweden, belegen, dass eine deutlich höhere Nutzungsquote möglich ist. Allerdings wird die Arbeitslosenversicherung, sowohl für Selbstständige als auch für abhängig Beschäftigte, dort stark durch Steuermittel bezuschusst." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Jahn, Elke ; Oberfichtner, Michael ;
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  • Literaturhinweis

    A qualitative exploration of solo self-employed workers' career sustainability (2022)

    Groenendaal, Sjanne Marie E. van den; Freese, Charissa; Akkermans, Jos ; Fleisher, Chen; Poell, Rob F. ; Kooij, Dorien T. A. M.;

    Zitatform

    Groenendaal, Sjanne Marie E. van den, Jos Akkermans, Chen Fleisher, Dorien T. A. M. Kooij, Rob F. Poell & Charissa Freese (2022): A qualitative exploration of solo self-employed workers' career sustainability. In: Journal of vocational behavior, Jg. 134. DOI:10.1016/j.jvb.2022.103692

    Abstract

    "Contemporary labor markets are characterized by rapidly growing numbers of solo self-employed workers who have their own businesses without employing employees. However, research on solo self-employment has almost exclusively focused on the decision to move into self-employment, thereby failing to consider the long-term career consequences of being solo self-employed. To complement existing research, we examined patterns of career self-management strategies among the solo self-employed in light of their career sustainability and enablers and barriers in their unique work context. We conducted 102 interviews among a heterogeneous sample of Dutch solo self-employed workers and identified four career self-management patterns: proactive crafters, adaptive crafters, survivors, and passive balancers. We found differences in their career sustainability (i.e., happiness, health, and productivity). Specifically, their happiness is overall sufficient while the level of productivity is mixed, and their health seems to be most problematic. This study contributes to the nascent scholarly literature on solo self-employment and career sustainability. Policymakers can use our findings to promote sustainable careers among the solo self-employed." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2022 Elsevier) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Female Solo Self-Employment in Germany: The Role of Transitions and Learning From a Life Course Perspective (2022)

    Haasler, Simone R.; Hokema, Anna;

    Zitatform

    Haasler, Simone R. & Anna Hokema (2022): Female Solo Self-Employment in Germany: The Role of Transitions and Learning From a Life Course Perspective. In: Social Inclusion, Jg. 10, H. 4, S. 150-160. DOI:10.17645/si.v10i4.5743

    Abstract

    "Based on a qualitative analysis of 12 solo self-employed women's work biographies, this article investigates the (re)structuring effects of solo self-employment on the professional and private lives of women in Germany in their mid- and late-career stages. While solo self-employment has been gaining significance in the German labour market in the last two decades, it is largely an underresearched subject from the perspective of female labour market participation. Our study shows that the transition to working solo self-employed constitutes a marked break in female work biographies with lasting restructuring effects on their life courses. Constituting a deviation from the female standard life course, this move can be understood as a coping strategy of biographical discontinuities, which translates into specific patterns against the background that women (still) assume most of the care and housework responsibilities. How the transition to solo self-employment is being prepared and managed and what role learning and risk management play in the transition process is the focus of our article. Our aim is to better understand the underlining rationalisation logics of female solo self-employment in terms of labour market participation, reconciling work and family life, and professional self-realisation. While in the German welfare system solo self-employed bear higher risks of precarity and financial old age insecurity, solo self-employment is functional as an individual strategy for action, giving women the opportunity to do justice to their (mid) life courses and intrinsic needs to pursue both professional work and freedom of choice when and how to work. This may act as a corrective for gender inequalities in the world of work, especially when it comes to working in a self-determined way." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Dependent self-employment across Europe: involuntariness, country's wealth and labor market institutions (2022)

    Hernanz, Virginia ; Carrasco, Raquel ;

    Zitatform

    Hernanz, Virginia & Raquel Carrasco (2022): Dependent self-employment across Europe: involuntariness, country's wealth and labor market institutions. In: Applied Economics, Jg. 54, H. 14, S. 1568-1583. DOI:10.1080/00036846.2021.1980200

    Abstract

    "This article investigates the degree of involuntariness in the entrepreneurial activity of the dependent solo self-employed, as well as its association with the country’s wealth and labour market institutions. Using the unique information available in the 2017 European Labour Force Survey (EU-LFS) for 29 countries, we can properly identify the dependent solo self-employed and analyse to what extent they behave in accordance with an occupational choice model when making their self-employment decision. For that, we account for the reasons why they enter into self-employment (voluntarily or involuntarily either out of necessity or requested by the former employer). The results indicate that involuntary self-employment, mostly due to being required by previous employer, significantly increases the probability of being dependent solo versus non-dependent self-employed. The wealthiest countries have a lower incidence of this group of workers, mainly if they are involuntary self-employed. Moreover, labour market institutions that decrease the flexibility of paid employment tend to increase the incidence of dependent solo self-employment. These results point to this group of workers being particularly vulnerable with the degree of vulnerability significantly increasing for those self-employed with a lesser degree of occupational choice." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Varying degrees of boundarylessness? The careers of self-employed and directly employed ICT professionals in the UK and Germany (2022)

    Kinsella, Patricia; Williams, Steve ; Fontinha, Rita ; Scott, Peter ;

    Zitatform

    Kinsella, Patricia, Steve Williams, Peter Scott & Rita Fontinha (2022): Varying degrees of boundarylessness? The careers of self-employed and directly employed ICT professionals in the UK and Germany. In: The International Journal of Human Resource Management, Jg. 33, H. 8, S. 1696-1717. DOI:10.1080/09585192.2020.1841815

    Abstract

    "Despite growing interest in the influence of social and institutional settings on the nature of career trajectories, research into comparative differences in boundaryless careers is scarce. Informed by the Varieties of Capitalism approach, which emphasizes the embeddedness of employment practices within discrete types of capitalist market economy, and based on rich qualitative data from in-depth interviews with 32 self-employed and directly employed information and communications (ICT) professionals based in the UK and Germany, we investigate variation in their experience of, and attitudes towards, boundaryless careers. The research findings provide scant evidence that ICT professionals embrace boundaryless careers, despite working in a sector where positive engagement with boundarylessness, if it is going to be found anywhere, should be evident. The findings also point to cross-national differences; directly employed ICT professionals based in Germany are more concerned about the insecurity than their UK-based counterparts. In highlighting the complex and subtle influences on how boundaryless careers are experienced and understood, the research builds on existing work which both attests to the importance of context in influencing boundarylessness and its consequences and questions an overly crude distinction between ‘bounded’ and ‘boundaryless’ careers, to emphasize the value of an approach which is concerned with understanding comparative variation in the degree of career boundarylessness." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Empowerment durch "Diaspora Entrepreneurship": Die integrativen, ökonomischen und sozialen Potentiale von selbständig Erwerbstätigen in den kurdischen Communities in Wien (2022)

    Kohlbacher, Josef; Punz, Sandra; Kilic, Amadia;

    Zitatform

    Kohlbacher, Josef & Sandra Punz (2022): Empowerment durch "Diaspora Entrepreneurship". Die integrativen, ökonomischen und sozialen Potentiale von selbständig Erwerbstätigen in den kurdischen Communities in Wien. (ISR-Forschungsberichte / Institut für Stadt- und Regionalforschung, Österreichische Akademie der Wissenschaften 57), Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, 208 S. DOI:10.1553/ISR_FB057

    Abstract

    "Die Selbständigkeit ist bei Immigrant/inn/en in Wien ein wichtiges „Integrationsvehikel“. In der Regel bilden ethnisch-kulturelle und sozialschichtspezifische Normen, familiäre Traditionen, individuelle Motivationen, sozialkapitalbezogene Faktoren sowie die Opportunity Structures ein komplexes Geflecht, welches den Zugang in die Migrant Entrepreneurship determiniert. Den Einschätzungen der Expert/inn/en gemäß ist das Unternehmertum der Kurd/inn/en in Wien längst keine Nischenökonomie mehr und hat sich über die Grenzen der ehedem sehr beliebten Branchen (Lebensmitteleinzelhandel, Märkte, Gastronomie) hinausentwickelt. Das heißt, die aktuelle Branchenstruktur ist äußerst heterogen. Die Unternehmer/innen kurdischer Herkunft unterliegen denselben privatwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Gegebenheiten des Marktes wie andere Herkunftsgruppen. Spezifisch kurdische Elemente in Bezug auf das kulinarische Angebot, die Gestaltung der Lokale und die Gästestruktur können daher nach wie vor am ehesten in der Gastronomie zum Tragen kommen. In den anderen Branchen ist „Kurdisches“ kaum im Unternehmen oder unternehmensinternen Abläufen zu finden, manifestiert sich aber in Kontakten zu Organisationen und in der Unterstützung kurdischer Initiativen und karitativer Aktivitäten in den Herkunftsländern. Die kurdische Diaspora zählt zu jenen Communities mit einer hohen Wertschätzung der Tätigkeit als selbständige/r Unternehmer/in. In manchen Familien war bereits die erste Generation entweder im Herkunftsland oder in Österreich als Entrepreneurs tätig. In diesen Familien ist ein unternehmerisches Erfahrungspotential vorhanden, welches nachfolgenden Generationen die Firmengründung erleichtert. Gründer/innen mit einem solchen familiären Background sind somit häufig erfolgreicher, da sie über profunderes Marktwissen und mehr spezifisch unternehmerisches Knowhow verfügen als Neueinsteiger/innen. Man kann sagen, dass es für kurdische (v.a. alevitische) Frauen, die über die geeigneten Voraussetzungen verfügen, leichter ist, einer selbständigen Erwerbstätigkeit nachzugehen, als für Frauen in konservativeren (v.a. muslimischen) Gruppen. Vor allem für ehemalige „Gastarbeiter/innen“ der 1960er- und 1970er-Jahre, die selbst oder deren Eltern auf dem österreichischen Arbeitsmarkt zunächst in Arbeiterpositionen tätig waren, repräsentiert eine unternehmerische Karriere einen erheblichen Sprung an „upward social mobility“. Der damit verbundene Gewinn an Sozialprestige und der ökonomische Erfolg stellen für diese Unternehmer/innen ein enormes Motivationspotential dar. In Fällen, in denen höhere Bildungsabschlüsse fehlten, war die Selbständigkeit stets ein vielversprechender Weg zum Aufstieg. Selbständigkeit kann als attraktive Alternative zur unselbständigen Erwerbstätigkeit und zur Arbeitslosigkeit gesehen werden, wobei Gründungen als einzige Alternative zur Arbeitslosigkeit im vorliegenden Wiener Sample nahezu keine Rolle spielten. Die vorliegende Publikation gliedert sich in fünf Teile: In Kapitel 1 bis Kapitel 3 erfolgt eine Auseinandersetzung mit der bestehenden Literatur zur Diaspora bzw. Migrant Entrepreneurship, weiters wird die Datenlage dargelegt und eine Übersicht über die Struktur des Samples und der Forschungsfragen geboten. Das Kapitel 4 ist der Analyse des reichhaltigen empirischen Materials gewidmet, das aus insgesamt 30 leitfadengestützten Interviews (8 Expert/inn/en- & 22 Respondent/inn/eninterviews) besteht. Im Kapitel 5 werden die Kernpunkte der Analyse zusammengefasst sowie daraus abgeleitete Handlungsempfehlungen zur Förderung der Diaspora Entrepreneurship formuliert." (Textauszug, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    'Genuine' or 'Quasi' Self-Employment: Who Can Tell? (2022)

    Kösters, Lian; Smits, Wendy ;

    Zitatform

    Kösters, Lian & Wendy Smits (2022): 'Genuine' or 'Quasi' Self-Employment: Who Can Tell? In: Social indicators research, Jg. 161, H. 1, S. 191-224. DOI:10.1007/s11205-021-02794-5

    Abstract

    "In many industrialised countries, including the Netherlands, the share of solo self-employed workers has strongly increased in recent years. This development is subject to a lot of public debate as it is feared that this increase is caused by 'quasi' self-employment. There still seems to be little consensus, however, on what constitutes 'genuine' self-employment and what not. In this article we present a theoretical framework for 'quasi' solo self-employment and discuss how the various indicators for 'quasi' self-employment that are used in the literature fit in this framework. We then compare the outcomes of different indicators by applying them to solo self-employed workers in the Netherlands. The data used for the analysis are taken from the Dutch Labour Force Survey (NL-LFS) 2017 complemented with the European Labour Force Survey (EU-LFS) ad hoc module 2017 on self-employment. Our results show that about 7% of the solo self-employed workers is dependent on one client. Furthermore, almost 20% of all solo self-employed had an involuntary start. The correspondence between dependency and involuntariness is very low: less than 2% of the solo self-employed workers are both dependent and involuntary. Both dependency and voluntariness are related to the fiscal and legal status of the solo self-employed workers and to the type of work activities. Solo self-employed workers that own their own business and who mainly sell products are less likely to be dependent and/or involuntary self-employed compared to those who do not own a business and/or offer services. Dependency is hardly related to the unfavourable outcomes of solo self-employment. Involuntariness, on the contrary, seems to have some impact on outcomes. Those who became self-employed because they couldn't find a job as an employee have a higher probability to be unsatisfied with their job, to have financial problems or problems due to a lack of work or a low income. Nevertheless even among the involuntary solo self-employed workers, the majority does not report negative outcomes." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer-Verlag) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Selbstständigkeit in der Gastronomie: Eine arbeitssoziologische Untersuchung unternehmerischen Handelns am Beispiel von Foodtrucker*innen (2022)

    Mojescik, Katharina ;

    Zitatform

    Mojescik, Katharina (2022): Selbstständigkeit in der Gastronomie. Eine arbeitssoziologische Untersuchung unternehmerischen Handelns am Beispiel von Foodtrucker*innen. (Research), Wiesbaden: Springer VS, 339 S. DOI:10.1007/978-3-658-37360-3

    Abstract

    "Streetfood-Märkte und Foodtrucks haben sich als ein attraktives neues Beschäftigungsfeld in der Gastronomie etabliert. Diese explorative Studie rückt die unternehmerischen Personen in den Analysefokus, um die Selbstständigkeit in der (mobilen) Gastronomie vertiefend zu untersuchen. Dabei setzt sie an der Schnittstelle von Arbeits-, Ernährungs- und Kultursoziologie an, um das Arbeitshandeln von Foodtrucker*innen zu erklären. Es werden sowohl die Erwerbsform der (Solo-)Selbstständigkeit als auch die Branchenspezifika der Gastronomie in den Blick genommen und das internationale Phänomen Streetfood und Foodtrucks beschrieben. Das triangulative methodische Vorgehen und die gegenstandsoffene Forschungshaltung der Grounded Theory ermöglichen es, ein in Entstehung befindliches Branchenumfeld abseits des typischen arbeitssoziologischen Untersuchungsfeldes der abhängigen Erwerbsarbeit nicht nur zu beschreiben, sondern auch zu vielseitigen Befunden zu gelangen. Die empirischen Erkenntnisse liefern einen Einblick in die Einbettungsdimensionen, die Phasenhaftigkeit und unterschiedlichen Strategien unternehmerischen Handelns in der Gastronomie. Darüber hinaus sind die Erkenntnisse und das entwickelte theoretische Modell der mobilen Selbstständigkeit anschlussfähig an Diskurse zu neuen Formen der Erwerbsarbeit und „New Work“." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Self-employment in the EU: quality work, precarious work or both? (2022)

    Pantea, Smaranda ;

    Zitatform

    Pantea, Smaranda (2022): Self-employment in the EU: quality work, precarious work or both? In: Small business economics, Jg. 58, H. 1, S. 403-418. DOI:10.1007/s11187-020-00423-y

    Abstract

    "This paper estimates the differences in earnings between self-employed and employees in the EU using the European Union Statistics on Income and Living Conditions data and quantile regression methods. It finds that in both Eastern and Western Europe, self-employment pays more than regular employment only for workers at the top of the earnings distribution and considerably less than regular employment for those below the median. These differences are smaller in Eastern Europe, reflecting lower protection of regular employees. This pattern is not driven by low-skilled workers, and it can be observed in both high-skilled and low-skilled occupations. Results are robust to accounting for differences in taxation, hours worked and individual unobserved characteristics. The evidence provided points to the lack of protective rights for the self-employed and low earnings at the beginning of the self-employment spells as the main explanations for lower earnings for the majority of self-employed." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer-Verlag) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Das neue Geschäftsklima für Soloselbständige und Kleinstunternehmen (2022)

    Sauer, Stefan ; Wohlrabe, Klaus ;

    Zitatform

    Sauer, Stefan & Klaus Wohlrabe (2022): Das neue Geschäftsklima für Soloselbständige und Kleinstunternehmen. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 75, H. 1, S. 46-48.

    Abstract

    "Seit August 2021 berechnet das ifo Institut Konjunkturindikatoren für Soloselbständige und Kleinstunternehmen auf Basis seiner Unternehmensbefragungen. Daraus wird künftig unter anderem der »Jimdo-ifo Geschäftsklimaindex für Kleinstunternehmen und Soloselbständige« veröffentlicht. Dazu wurden intensive Anstrengungen zur Ausweitung des Teilnehmerpanels in diesem Segment unternommen. Die Ergebnisse der ersten Monate zeigen, dass Soloselbständige und Kleinstunternehmen mit ihrer derzeitigen Situation deutlich weniger zufrieden sind als die Gesamtheit aller Unternehmen. Bei den Erwartungen für die kommenden Monate macht sich zudem eine spürbare Skepsis breit. Im November lag das Geschäftsklima für die Soloselbständigen und Kleinstunternehmen daher im Gegensatz zur Gesamtwirtschaft im negativen Bereich. Insgesamt deuten die Ergebnisse zahlreicher Fragen darauf hin, dass kleinere Unternehmen am stärksten von der Coronakrise in Mitleidenschaft gezogen wurden." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Marktabhängigkeit und ihre Bedeutung für die Grenzziehungen von Solidarität (2022)

    Stamm, Isabell ; Schürmann, Lena ; Scheidgen, Katharina ; Maibaum, Arne ; Berwing, Stefan;

    Zitatform

    Stamm, Isabell, Lena Schürmann, Katharina Scheidgen, Stefan Berwing & Arne Maibaum (2022): Marktabhängigkeit und ihre Bedeutung für die Grenzziehungen von Solidarität. In: Zeitschrift für Soziologie, Jg. 51, H. 4, S. 365-384. DOI:10.1515/zfsoz-2022-0019

    Abstract

    "Der Beitrag untersucht Grenzlinien der Solidarität. Er betrachtet, wie in Krisensituationen Unterstützungsbedarfe für jene soziale Gruppen verhandelt werden, die in etablierten Solidaritätsdiskursen in eine Deutungslücke fallen. Untersuchungsgegenstand bildet die öffentliche Verhandlung von Solidarität mit Soloselbstständigen zu Beginn der Coronapandemie. Gestützt auf Auswertungen von 21 qualitativen Interviews und ein Textkorpus mit 2428 Zeitungsartikeln zeichnen wir den Diskurs um Soforthilfe nach. Mittels einer Kombination aus strukturierender Inhaltsanalyse und Textmining zeigen wir auf, dass die Deutungsfigur der Marktabhängigkeit von Soloselbstständigen in dieser Krisenzeit dazu dient, die Hilfsbedürftigkeit der Gruppe zu identifizieren (soziale Grenzziehung), aber auch die Ausgestaltung der Hilfe kontrovers zu diskutieren (substanzielle Grenzziehung). Wir zeigen, wie sich Solidaritätsnormen im Diskursverlauf konfigurieren und dabei Marktabhängigkeit als relevante Grenze für Solidarität freigeben, diese aber nur zeitlich begrenzt wirksam bleibt." (Autorenreferat, IAB-Doku, © De Gruyter)

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  • Literaturhinweis

    Female Solo-Entrepreneurs: Coping Strategies for Handling the Challenges and Double Burden of Business and Private Life (2022)

    Stossier, Theresa;

    Zitatform

    Stossier, Theresa (2022): Female Solo-Entrepreneurs. Coping Strategies for Handling the Challenges and Double Burden of Business and Private Life. (BestMasters), Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden, XVIII, 178 S. DOI:10.1007/978-3-658-40336-2

    Abstract

    "Austria's economy is characterized through small and medium sized enterprises. Solo entrepreneurs are considered a special form within SMEs and contribute a major share to Austrian's economy besides being Austria's most popular legal form of organization within the micro firms. In 2020 every second of Carinthia's start-up businesses was established by a female entrepreneur. According to an entrepreneurship study presented by Volksbank in 2019, nearly half of all female entrepreneurs lived with children and juveniles. Two-thirds of women said they were solely responsible for family, childcare, and household and 71 percent of those female entrepreneurs specified that those circumstances caused difficulties for them. This book investigated Carinthian female solo entrepreneurs and aims to find out how these hard-working women manage their business and private life while contributing to such great extent to the (federal) state's economy. The conceptual foundations were found in embeddedness and the contextual framework which supports the importance of numerous influences on different levels placed on the entrepreneur. The empirical section represents a primary research that evaluates self-collected data sets of Carinthian solo-entrepreneurs. About the author Theresa Stossier completed a master's program in business administration at the Alpen-Adria University Klagenfurt after education and bachelor studies in the field of tourism." (Provided by publisher)

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  • Literaturhinweis

    Selbständigkeit: setzt sich der Abwärtstrend weiter fort? (2022)

    Walwei, Ulrich ;

    Zitatform

    Walwei, Ulrich (2022): Selbständigkeit: setzt sich der Abwärtstrend weiter fort? In: Ökonomenstimme H. 28.04.2022, o. Sz.

    Abstract

    "Die Volkswirtschaft profitiert in hohem Maße von Selbständigen, weil sie Wachstum treiben, für einen produktiven Wettbewerb sorgen und Erwerbsmöglichkeiten für sich selbst wie auch für ihre Beschäftigten generieren. In den ersten eineinhalb Dekaden nach der Wiedervereinigung wuchs die Zahl der Selbständigen und ihr Anteil an den Erwerbstätigen. Danach setzte ein bis heute anhaltender Abwärtstrend ein. Betrachtet man die Entwicklung genauer, ist zwischen Selbständigen mit Beschäftigten und ohne Beschäftigte zu unterscheiden. Denn der Aufwuchs bis Mitte der Nullerjahre wurde im Wesentlichen von Selbständigen ohne Beschäftigte, den sogenannten Solo-Selbständigen, getragen. Ihr Anteil ist seitdem größer als derjenige der Selbständigen mit Beschäftigten. Nach einer Phase der Stagnation bis Anfang der 10er Jahre nahm die Zahl der Solo-Selbständigen aber zuletzt ab. Durch die Folgen der Covid-19-Pandemie hat sich die rückläufige Entwicklung nach den bisher vorliegenden Erkenntnissen verstärkt. Der Beitrag will insbesondere den Ursachen der jüngeren Entwicklungen nachgehen und zukünftige Perspektiven für selbständige Formen der Erwerbstätigkeit erörtern. Betrachtet werden auch Veränderungen der soziodemografischen Zusammensetzung der Selbständigen. Wird sich der Abwärtstrend in der absehbaren Zukunft fortsetzen oder könnte es zu einer erneuten Kehrtwende der Entwicklung kommen? Wichtige Zukunftsfragen der Selbständigkeit betreffen in diesem Kontext das Volumen und die Ausrichtung ihrer Förderung, eine möglichst zweifelsfreie Klärung des rechtlichen Status der Erwerbsformen sowie den Umfang der sozialen Absicherung." (Textauszug, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Walwei, Ulrich ;
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