Einkommensverteilung in Deutschland
Laut einer OECD-Studie ist die Einkommensungleichheit in Deutschland seit 1990 erheblich stärker gewachsen als in den meisten anderen OECD-Ländern. Die zunehmende Kluft zwischen Arm und Reich geht vor allem auf die Entwicklung der Löhne und Gehälter zurück. Die OECD empfiehlt, dem steuer- und sozialpolitisch entgegenzuwirken, mehr Menschen in existenzsichernde Beschäftigung zu bringen sowie mehr in die Bildung Niedrigqualifizierter zu investieren.
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Occupational earning potential: a new measure of social hierarchy in Europe and the US (2025)
Zitatform
Oesch, Daniel, Oliver Lipps, Roujman Shahbazian, Erik Bihagen & Katy Morris (2025): Occupational earning potential: a new measure of social hierarchy in Europe and the US. In: European Sociological Review, S. 1-21. DOI:10.1093/esr/jcaf035
Abstract
"Social stratification is interested in unequal life chances and assumes the existence of a hierarchy of more or less advantageous occupations. Yet occupations are not easily translated into a linear hierarchical measure. Influential scales combine multiple indicators and lack intuitive interpretation. We therefore present a new scale based on occupations’ earnings potential (OEP). OEP measures the median earnings of occupations and expresses them as percentiles of the overall earnings structure: if mechanics earn the national median wage, their OEP is 50. We construct national OEP scales using annual microdata pooled over several decades for Germany, Sweden, Switzerland, the UK and the US. Consistent with the Treiman constant, these national scales are highly correlated over time and across countries, justifying the use of one common OEP scale. When applied to another European dataset, the common OEP scale explains a quarter of the variance in earnings—and works as well for men as women and as well for countries used to construct the scale as for other countries. Moreover, it is associated with the causes (education) and consequences (social mobility) that the theory expects. OEP thereby provides a simple and parsimonious indicator of economic advantage that can be meaningfully interpreted." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Mehr Ungleichheit - weniger politische Teilhabe: WSI-Verteilungsbericht 2025 (2025)
Spannagel, Dorothee;Zitatform
Spannagel, Dorothee (2025): Mehr Ungleichheit - weniger politische Teilhabe: WSI-Verteilungsbericht 2025. (WSI-Report 108), Düsseldorf, 19 S.
Abstract
"Die Einkommensungleichheit in Deutschland ist seit 2010 deutlich gestiegen - insbesondere ab dem Jahr 2018. Während die Armutsquoten kontinuierlich zunehmen, bleibt der obere Rand der Einkommensverteilung weitgehend stabil. Das belegt der diesjährige Verteilungsbericht, der verdeutlicht, dass große Teile der Gesellschaft nicht vom wirtschaftlichen Aufschwung der 2010er Jahre profitiert haben. Zugleich zeigen neue Daten der WSI-Erwerbspersonenbefragung: Politische Teilhabe und Vertrauen in demokratische Institutionen sind stark vom Einkommen abhängig. Steigende materielle Ungleichheit kann somit zu einem Problem für die Demokratie werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Einkommensverteilung in Deutschland und der Europäischen Union: IW-Verteilungsreport 2025 (2025)
Zitatform
Stockhausen, Maximilian, Judith Niehues & Henrik Engel (2025): Einkommensverteilung in Deutschland und der Europäischen Union. IW-Verteilungsreport 2025. (IW-Report / Institut der Deutschen Wirtschaft Köln 2025,66), Köln, 34 S.
Abstract
"Trotz Rezession und Inflation lag Deutschland auch im Jahr 2023 unter den fünf Ländern der Europäischen Union (EU) mit der höchsten mittleren Kaufkraft der Einkommen. Obwohl die subjektiven Bewertungen des Haushaltsnettoeinkommens gegenüber dem Beginn der Coronapandemie - wie in vielen der einkommensstarken Länder - etwas negativer ausfallen, gibt es innerhalb der EU weiterhin nur wenige Länder, in denen die Einschätzungen positiver sind als in Deutschland. Tatsächlich berichteten in der europäischen Erhebung über Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC) im Jahr 2023 in keinem der EU-27-Staaten weniger Menschen, relativ schlecht, schlecht oder sehr schlecht mit ihrem Einkommen auszukommen - und nur in den Niederlanden, Luxemburg und Schweden gaben mehr Menschen an, finanziell gut oder sehr gut zurechtzukommen. Dies spiegelt sich auch in der Entwicklung der Einkommensungleichheit wider. So zeichnet sich nach 2020 sowohl auf Basis des EU-SILC als auch des Mikrozensus (MZ) eine im Wesentlichen stabile Einkommensverteilung auf einem Niveau des Gini-Koeffizienten von 0,3 oder knapp darunter ab. Im europäischen Vergleich ein durchschnittliches Niveau, welches ähnlich zu Schweden ist, und das sich seit 2005 auf Basis der Mikrodaten der amtlichen Statistik in Deutschland kaum verändert hat. Das Einkommensarmutsrisiko (präziser: Niedrigeinkommensquote) ist im EU-27-Vergleich unterdurchschnittlich ausgeprägt und hat sich nach überwiegender Datenlage nach 2020 strukturell nicht verschlechtert. Bezüglich der langfristigen Entwicklung des Armutsrisikos gilt es zu beachten, dass unterschiedliche Datenquellen teilweise voneinander abweichende Trends aufweisen. Während im EU-SILC die Entwicklung des Armutsrisikos zwischen 2008 und 2023 weitestgehend unauffällig bleibt und sich im Bereich von 15 Prozent bis 16 Prozent bewegt, zeichnet sich im MZ zwischen 2005 und bis zum Zeitreihenbruch im Jahr 2019 zunächst ein ansteigender Trend ab, der sich in großen Teilen durch die erhöhte Zuwanderung seit 2010 erklären lässt. Nach dem Jahr 2020 ist die Niedrigeinkommensquote - bei gleichzeitig sinkender realer Niedrigeinkommensschwelle - auf Basis des MZ leicht rückläufig. Vor dem Hintergrund der krisengeprägten Entwicklungen der vergangenen Jahre kann die in der Gesamtschau weitestgehend stabile Verteilungssituation durchaus als positiv bewertet werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Class origin, intergenerational transfers, and the gender wealth gap (2025)
Zitatform
Trinh, Nhat An (2025): Class origin, intergenerational transfers, and the gender wealth gap. In: Socio-economic review, Jg. 23, H. 2, S. 645-669. DOI:10.1093/ser/mwae054
Abstract
"This study pursues two objectives: First, to describe how gender disparities in wealth levels vary by parental class and second, to examine the contribution of the gendered allocation of parental wealth to these differences. It thereby sheds light on the interplay between family background and gender in shaping wealth inequality. Using representative survey data from Germany, I find pronounced absolute and relative gaps in personal net wealth to the disadvantage of women. The largest wealth gaps are observed between men and women from the most advantaged backgrounds, for whom parental transfers of business and financial assets are strongly gendered. For these individuals, gender gaps would be reduced by around 40% if transfers were allocated equally. For those from lower class origins, equalizing transfers would not reduce gender gaps despite observed differences in the allocation of real estate and cash. Intergenerational transfers thus emerge as driver of gender wealth inequality at the very top of the class origin hierarchy." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Using panel data clustering regression analysis to revisit income inequalities in the European Union (2025)
Vasilescu, Maria Denisa ; Stănilă, Larisa ; Popescu, Madalina Ecaterina; Marin, Erika; Militaru, Eva;Zitatform
Vasilescu, Maria Denisa, Larisa Stănilă, Madalina Ecaterina Popescu, Eva Militaru & Erika Marin (2025): Using panel data clustering regression analysis to revisit income inequalities in the European Union. In: Applied Economics Letters, Jg. 32, H. 20, S. 2984-2989. DOI:10.1080/13504851.2024.2358186
Abstract
"Income inequality has long been a focal point of concern within European Union countries. This paper aims to revisit this topic from a newer methodological framework, employing panel data clustering regression. The iterative partitional algorithm relies entirely on the data when providing the optimal number of clusters and the membership, it allows the estimation of fixed-effects panel models ensuring homogeneity within the cluster, and it highlights the different slope coefficients across clusters. Building upon the stimulating and disturbing main factors identified in the analysis, we discuss possible measures for mitigating income inequality at the EU level, tailored to each resultant cluster. First-cluster countries should prioritize initiatives aimed at enhancing access to public education to alleviate poverty and have better educated people, while public interventions leveraging direct taxes and social transfers are more effective in reducing inequality across the remaining clusters." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Zunehmend ungleiche Mietkostenbelastung: Anstieg besonders stark bei Zugewanderten (2025)
Zitatform
Witte, Nils (2025): Zunehmend ungleiche Mietkostenbelastung. Anstieg besonders stark bei Zugewanderten. In: BIB.aktuell H. 1, S. 4-8.
Abstract
"In kaum einem anderen Mitgliedsland der OECD wird so häufig Wohnraum gemietet wie in Deutschland. Der Anteil mietender Haushalte liegt hierzulande bei über 50 Prozent. Dieser Beitrag untersucht, wie sich die Mietkostenbelastung seit 1990 für Einheimische und Zugewanderte verändert hat. Die Mietkostenbelastung zeigt an, welcher Anteil des Einkommens für Miete ausgegeben wird. Die Entwicklung der Mietkostenbelastung unterscheidet sich fundamental für Personen mit hohen und niedrigen Einkommen. Für einkommensreiche Personen ist die Belastung kaum gestiegen, für einkommensarme Personen hingegen auffallend stark. Knapp 45 Prozent ihrer Einkommen gingen 2020 in die Miete. Der Anstieg war mit 21 Prozentpunkten zwischen 1990 und 2020 besonders ausgeprägt bei Zugewanderten mit Niedrigeinkommen. Erstens sind die Mieten bei Zugewanderten ausnahmslos stärker angewachsen als bei Einheimischen. Zweitens sind die niedrigen und hohen Einkommen bei ihnen noch stärker auseinandergedriftet als bei Einheimischen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Entwicklung der Vermögen und Einkommen in Deutschland (2025)
Zitatform
(2025): Entwicklung der Vermögen und Einkommen in Deutschland. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 20/14826 (30.01.2025)), Berlin, 28 S.
Abstract
"Vermögen und Einkommen sind in Deutschland weiterhin sehr ungleich verteilt. Während die obere Hälfte der Haushalte über 70 Prozent der Einkommen verfügen, bekommt die gesamte untere Hälfte der Haushalte gerade einmal 30 Prozent. Diese Ungleichverteilung zeigt sich bei den Vermögen noch deutlicher. Während die oberen 50 Prozent der Haushalte fast 97,5 Prozent des gesamten Vermögens besitzen, sind es bei der unteren Hälfte gerade einmal 2,5 Prozent. Die unteren 10 Prozent der Haushalte haben gar kein Vermögen, sondern Schulden, weitere Teile haben dem Sechsten Armuts- und Reichtumsbericht zufolge kein Vermögen, aber auch keine Schulden. Erst im dritten und vierten Dezil sind überhaupt positive Vermögensbestände zu verzeichnen (Quelle: Sechster Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung)." (Textauszug, Dokumentations- und Informationssystem Bundestag und Bundesrat - DIP)
Weiterführende Informationen
Dokumentation des zugehörigen parlamentarischen Vorgangs -
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Analyse zur Entgeltstatistik 2024 (2025)
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(2025): Analyse zur Entgeltstatistik 2024. (Berichte: Blickpunkt Arbeitsmarkt / Bundesagentur für Arbeit), Nürnberg, 33 S.
Abstract
"Die Entgeltstatistik der Bundesagentur für Arbeit stellt auf Bruttomonatsentgelte von sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten der Kerngruppe ab. Das sind vollzeitbeschäftigte Personen, die nicht in einem Ausbildungsverhältnis stehen und für die keine (gesetzlichen) Sonderregelungen gelten. Die Ergebnisse der Entgeltstatistik werden insbesondere in Form des Medians und anderer Verteilungsparameter sowie in Form des Anteils der Beschäftigung im unteren Entgeltbereich referiert. Das arithmetische Mittel kann hingegen nicht bestimmt werden. Das (übergreifende) Medianentgelt lag 2024 bei 4.013 Euro, nach 3.796 Euro im Vorjahr und 3.646 Euro im Vorvorjahr. Das bundesweite Medianentgelt von Männern war 2024 weiterhin deutlich höher als das von Frauen (4.138 Euro gegenüber 3.793 Euro). In Ostdeutschland verdienten Frauen im Mittel aber mehr als Männer (3.606 Euro gegenüber 3.501 Euro). Große Unterschiede gab es 2024 auch beim Medianentgeltvergleich zwischen Deutschen (4.177 Euro) und Ausländern (3.204 Euro). • Die Spanne bei einer Betrachtung nach Altersgruppen reichte 2024 von 3.061 Euro für unter 25-Jährige bis 4.165 Euro für Ältere ab 55 Jahren. Einen besonders hohen Einfluss auf den Verdienst haben erwartungsgemäß der berufliche Abschluss der Beschäftigten und das Anforderungsniveau der Tätigkeit. Auf Ebene der Branchen reichte die Spanne der Medianentgelte 2024 von 5.860 Euro bei den Finanz- und Versicherungsdienstleistungen bis 2.492 Euro in der Arbeitnehmerüberlassung. Hier sind niedrig entlohnte Helfertätigkeiten deutlich überrepräsentiert. Differenziert nach Berufen lag das Medianentgelt 2024 bei Informatik- und übrigen IKT-Berufen mit 5.907 Euro am höchsten und bei Reinigungsberufen mit 2.536 Euro am niedrigsten. Mit einer Beschäftigung in größeren Betrieben und mit längeren Beschäftigungsdauern gehen im Allgemeinen höhere Entgelte einher. Regional gab es 2024 große Unterschiede beim Medianentgelt. Auf Länderebene reichte die Spanne von 3.294 Euro in Mecklenburg-Vorpommern bis 4.527 Euro in Hamburg, auf Ebene der Kreise und kreisfreien Städte von 2.965 Euro im sächsischen Erzgebirgskreis bis 5.855 Euro im bayerischen Ingolstadt. In Anlehnung an die OECD gelten als Beschäftigte des unteren Entgeltbereichs Personen, die in sozialversicherungspflichtiger Vollzeitbeschäftigung weniger als zwei Drittel des monatlichen Medianentgelts aller sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten erzielen. 2024 lag der Anteil der Beschäftigten im unteren Entgeltbereich bei 15,6 Prozent. Im Allgemeinen sind Beschäftigtengruppen mit niedrigem Medianentgelt im unteren Entgeltbereich (deutlich) überrepräsentiert. Bei diesen Beschäftigtengruppen betrug 2024 der Anteil der Beschäftigten im unteren Entgeltbereich (deutlich) mehr als 15,6 Prozent" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Measuring Historical Inequality in Germany (2024)
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Albers, Thilo, Charlotte Bartels & Felix Schaff (2024): Measuring Historical Inequality in Germany. In: German Economic Review, Jg. 25, H. 4, S. 275-299. DOI:10.1515/ger-2024-0060
Abstract
"This article surveys the measurement of historical wealth and income inequality in Germany. We discuss the underlying data sources, the challenges they pose, and the opportunities they create. We also identify two promising avenues for future research. First, we argue that the geographic granularity of German historical statistics provides researchers with the opportunity to investigate the causes of inequality. Second, several dimensions of historical inequality remain under-explored, for example, the equalizing role of welfare state institutions such as public pensions." (Author's abstract, IAB-Doku, © De Gruyter) ((en))
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The Distribution of National Income in Germany, 1992-2019 (2024)
Zitatform
Bach, Stefan, Charlotte Bartels & Theresa Neef (2024): The Distribution of National Income in Germany, 1992-2019. (DIW-Diskussionspapiere 2102), Berlin, 55 S.
Abstract
"This paper analyzes the distribution and composition of pre-tax national income in Germany since 1992, combining personal income tax returns, household survey data, and national accounts. Inequality rose from the 1990s to the late 2000s due to falling labor incomes among the bottom 50% and rising incomes in the top 10%. This trend reversed after 2007 as labor incomes across the bottom 90% increased. The top 1% income share, dominated by business income, remained relatively stable between 1992 and 2019. A large share of Germany's top 1% earners are non-corporate business owners in laborintensive professions. At least half of the business owners in P99-99.9 and a quarter in the top 0.1% operate firms in professional services – a pattern mirroring the United States. From 1992 to 2019, Germany'stop 0.1% income concentration exceeded France's and matched U.S. levels until the late 2000s." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Does inequality migrate? The development of income inequality across German states (2024)
Zitatform
Badunenko, Oleg & Maria Popova (2024): Does inequality migrate? The development of income inequality across German states. In: Journal of regional science, Jg. 64, H. 2, S. 555-589. DOI:10.1111/jors.12683
Abstract
"This study analyzes the evolution of educational and occupational patterns among migrants and natives, as well as income inequality in Germany from 1985 to 2015. We show that despite migrants catching up in education, employment, and income with their native counterparts, unfavorable societal attitudes toward them have remained virtually unchanged, which can be attributed to Bourdieu's conceptualization of cultural inheritance. We find that while income inequality has increased significantly over the 30‐year period, this trend varied considerably by the federal state and that migration did nothing to add to inequality. Since both the German economy and society rely on migrants, there is a strong need for the narratives toward migrants to be based on empirical evidence. The findings of this study hold migrant‐related policy implications not only for Germany but also for other developed nations that rely on migrants as a labor force." (Author's abstract, IAB-Doku, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))
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Biased Expectations and Labor Market Outcomes: Evidence from German Survey Data and Implications for the East-West Wage Gap (2024)
Zitatform
Balleer, Almut, Georg Duernecker, Susanne Forstner & Johannes Goensch (2024): Biased Expectations and Labor Market Outcomes: Evidence from German Survey Data and Implications for the East-West Wage Gap. (Ruhr economic papers 1062), Essen, 80 S. DOI:10.4419/96973232
Abstract
"We measure individual bias in labor market expectations in German survey data and find that workers on average significantly overestimate their individual probabilities to separate from their job when employed as well to find a job when unemployed. These biases vary significantly between population groups. Most notably, East Germans are significantly more pessimistic than West Germans. We find a significantly negative relationship between the pessimistic bias in job separation expectations and wages, and a significantly positive relationship between optimistic bias in job finding expectations and reservation incomes. We interpret and quantify the effects of (such) expectation biases on the labor market equilibrium in a search and matching model of the labor market. Removing the biases could substantially increase wages and expected lifetime income in East Germany. The difference in biases in labor market expectations explains part of the East-West German wage gap" (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Countries for Old Men: An Analysis of the Age Pay Gap (2024)
Zitatform
Bianchi, Nicola & Matteo Paradisi (2024): Countries for Old Men: An Analysis of the Age Pay Gap. (NBER working paper / National Bureau of Economic Research 32340), Cambridge, Mass, 75 S.
Abstract
"This study investigates the growing wage disparity between older and younger workers in high-income countries. We propose a conceptual framework of the labor market in which firms cannot change the contracts of older employees and cannot freely add higher-ranked positions to their organizations. In this model, a larger supply of older workers and declining economic growth restrict younger workers' access to higher-paying roles and widen the age pay gap in favor of older workers. Drawing on extensive administrative and survey data, we document that the characteristics of these negative spillovers on younger workers' careers align with the model's predictions. As older workers enjoy more successful careers, younger workers become less likely to hold higher-ranked jobs and fall toward the bottom of the wage distribution. The pay gap between younger and older workers increases more in slower-growing, older, and larger firms and in firms with higher mean wages, where these negative spillovers on younger workers are larger in magnitude. Moreover, younger employees become less likely to work for higher-paying firms, whose share of older workers disproportionately increases over time. Finally, we show that alternative explanations for these findings receive little empirical support." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Using Post-Regularization Distribution Regression to Measure the Effects of a Minimum Wage on Hourly Wages, Hours Worked and Monthly Earnings (2024)
Zitatform
Biewen, Martin & Pascal Erhardt (2024): Using Post-Regularization Distribution Regression to Measure the Effects of a Minimum Wage on Hourly Wages, Hours Worked and Monthly Earnings. (IZA discussion paper / Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit 16894), Bonn, 19 S.
Abstract
"We evaluate the distributional effects of a minimum wage introduction based on a data set with a moderate sample size but a large number of potential covariates. Therefore, the selection of relevant control variables at each distributional threshold is crucial to test hypotheses about the impact of the treatment. To this end, we use the post-double selection logistic distribution regression approach proposed by Belloni et al. (2018a), which allows for uniformly valid inference about the target coefficients of our low-dimensional treatment variables across the entire outcome distribution. Our empirical results show that the minimum wage crowded out hourly wages below the minimum threshold, benefitted monthly wages in the lower middle but not the lowest part of the distribution, and did not significantly affect the distribution of hours worked." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Inequality Trends in the Context of Changes in Labor Market Outcomes, Composition and Redistribution in Germany (2024)
Blömer, Maximilian ; Lay, Max; Peichl, Andreas ; Schüle, Paul; Herold, Elena; Steuernagel, Anne; Rathje, Ann-Christin;Zitatform
Blömer, Maximilian, Elena Herold, Max Lay, Andreas Peichl, Ann-Christin Rathje, Paul Schüle & Anne Steuernagel (2024): Inequality Trends in the Context of Changes in Labor Market Outcomes, Composition and Redistribution in Germany. In: EconPol Forum, Jg. 25, H. 2, S. 47-52.
Abstract
"We examine how inequality evolved in Germany during the 1983-2020 period. Labor market participation of women increased significantly, while average weekly working hours of women changed little. Gender differences in earnings are still pervasive and more pronounced for individuals with children. Inequality in earnings and disposable household income increased from the 1990s until 2005. Since then, inequality in earnings has decreased, despite labor force compositional changes, such as high rates of net migration, that tend to push up inequality." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Arbeitsmarktdynamik und Einkommensungleichheit in Deutschland: Ein Überblick von 1983 bis 2020 (2024)
Blömer, Maximilian ; Lay, Max; Steuernagel, Anne; Herold, Elena; Peichl, Andreas ; Schüle, Paul; Rathje, Ann-Christin;Zitatform
Blömer, Maximilian, Elena Herold, Max Lay, Andreas Peichl, Ann-Christin Rathje, Paul Schüle & Anne Steuernagel (2024): Arbeitsmarktdynamik und Einkommensungleichheit in Deutschland. Ein Überblick von 1983 bis 2020. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 77, H. 5, S. 44-48.
Abstract
"Der Artikel zeigt die Entwicklung der Ungleichheit auf dem Arbeitsmarkt und der Einkommen in Deutschland über die vergangenen vier Jahrzehnte. Bemerkenswert ist hierbei die gestiegene Arbeitsmarktbeteiligung von Frauen und älteren Beschäftigten. Bei den Arbeitseinkommen sind jedoch weiterhin große Unterschiede zwischen Müttern und kinderlosen Frauen sowie zwischen Männern und Frauen zu beobachten. Die Ungleichheit der Arbeitseinkommen und der verfügbaren Haushaltseinkommen ist nach der Wiedervereinigung zunächst gestiegen. In den Jahren vor der Corona-Pandemie ging die Ungleichheit bei den Arbeitseinkommen zurück – trotz veränderter Zusammensetzung der Erwerbsbevölkerung, die in der Tendenz ungleichheitstreibend wirkt. Generell trägt das deutsche Steuer- und Transfersystem dazu bei, die Einkommensungleichheit zwischen Haushalten zu milde" (Textauszug, IAB-Doku)
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Die Tücken der Ungleichheitsmessung: Rezeption einer aktuellen Debatte (2024)
Zitatform
Burgstaller, Lilith, Joshua Hassib, W. Benedikt Schmal & Philipp Weber (2024): Die Tücken der Ungleichheitsmessung: Rezeption einer aktuellen Debatte. In: Wirtschaftsdienst, Jg. 104, H. 7, S. 485-489. DOI:10.2478/wd-2024-0125
Abstract
"Die Arbeit von Auten und Splinter (2024) ist der jüngste Beitrag einer andauernden Debatte zur Entwicklung von Einkommensungleichheit in den USA. In dieser Debatte werden primär die Arbeiten von Piketty und Koautoren zitiert. Die Ergebnisse von Auten und Splinter hinterfragen bisherige Messungen, da der Anstieg von Einkommensungleichheit deutlich geringer ausfällt als in den Arbeiten von Piketty und Koautoren. Der vorliegende Beitrag diskutiert nun zentrale Unterschiede in den Herangehensweisen der Autorengruppen. Die diskutierten Ergebnisse sind für Ungleichheitsdebatten in Deutschland nur bedingt anwendbar, da die hiesige Debatte häufiger auf Vermögens- statt Einkommensungleichheit abstellt. Zudem lässt die (Forschungs-)Dateninfrastruktur in Deutschland keine unmittelbare Replikation zu." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Individual ideology and biased perceptions of income (2024)
Zitatform
Busemeyer, Marius R., Nathalie Giger & Nadja Wehl (2024): Individual ideology and biased perceptions of income. (Working Paper Series / Universität Konstanz, Cluster of Excellence 'The Politics of Inequality' 21), Konstanz, 23 S., Appendix.
Abstract
"In this paper, we focus on individuals' perceptions of their own position within the income distribution and argue that ideological biases influence these perceptions. In particular, we take into account the two-dimensional ideological space of European party systems and develop arguments about social class mis-identification (economic dimension) and cultural threat and privilege (cultural dimension) leading to either over- or underestimation. We use novel survey data from the Konstanz Inequality Barometer (2020 and 2022) and find that socially conservative individuals are more likely to underestimate their relative income position, i.e. they perceive themselves to be worse off than they are. By contrast, individuals with a rightist position on the economic ideology are more likely to overestimate their relative position. These biases have downstream consequences for electoral behavior as well. Our findings have important consequences for our understanding of individuals' perceptions of inequality but also, more broadly, for the politics of redistribution." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Ungleichheit – Gift für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und für die repräsentative Demokratie (2024)
Butterwegge, Christoph;Zitatform
Butterwegge, Christoph (2024): Ungleichheit – Gift für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und für die repräsentative Demokratie. In: Wirtschaftsdienst, Jg. 104, H. 7, S. 453-456. DOI:10.2478/wd-2024-0119
Abstract
"Die seit geraumer Zeit wachsende sozioökonomische Ungleichheit ist Gift für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die repräsentative Demokratie. Damit die gegenüber der sozioökonomischen Ungleichheit noch immer herrschende Gleichgültigkeit durchbrochen und mehr Gleichheit möglich wird, muss vielen Menschen bewusst werden, dass es bei einer künftigen Rückverteilung des Reichtums an jene Menschen, die ihn geschaffen haben, nicht bloß um die Verwirklichung von mehr sozialer Gerechtigkeit, sondern auch um die Bewahrung des sozialen Friedens, die Verhinderung zentrifugaler Tendenzen und die Schwächung antidemokratischer Kräfte geht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Occupation Growth, Skill Prices, and Wage Inequality (2024)
Zitatform
Böhm, Michael J., Hans-Martin von Gaudecker & Felix Schran (2024): Occupation Growth, Skill Prices, and Wage Inequality. In: Journal of labor economics, Jg. 42, H. 1, S. 201-243. DOI:10.1086/722084
Abstract
"We study the relationship between occupational employment, occupational wages,and wage inequality. In all occupations, entrants and leavers earn less than stayers, suggesting negative selection effects for growing occupations and positive effects for shrinking ones. We estimate a model of occupational prices and skills, which includes specific skill accumulation and endogenous switching. Contrary to uncorrected wages, prices and employment growth are positively related. 40% of selectionis due to age in that entrants and leavers have had less time to accumulate skills.The remainder is Roy-type selection. Skill prices establish a quantitative Connection of occupational changes with surging wage inequality." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
