Handwerk und Arbeitsmarkt
Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels und der fortschreitenden Digitalisierung stehen Handwerksbetriebe und Beschäftigte vor vielfältigen Herausforderungen. Um ihre Innovationsfähigkeit zu erhalten und im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, müssen die Betriebe attraktiv für Nachwuchskräfte sein und bleiben sowie die betriebliche Weiterbildung der Beschäftigten sicherstellen.
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Literaturhinweis
Fachkräfte gewinnen und halten: Wie Engpassbereiche attraktiver werden (2025)
Zitatform
Bachmann, Ronald & Inga Heinze (2025): Fachkräfte gewinnen und halten. Wie Engpassbereiche attraktiver werden. Güthersloh: Bertelsmann Stiftung, 95 S. DOI:10.11586/2025081
Abstract
"Der deutsche Arbeitsmarkt ist durch einen sich verschärfenden Fachkräftemangel gekennzeichnet. Vor diesem Hintergrund zielt die vorliegende Studie darauf ab, die Bestimmungsfaktoren beruflicher Wechsel in Engpassberufe hinein und aus diesen Berufen heraus zu untersuchen. Faktoren, die Zuflüsse erhöhen oder Abflüsse verringern, können den Fachkräftemangel reduzieren. Die Untersuchung erstreckt sich sowohl auf den gesamten deutschen Arbeitsmarkt als auch im Besonderen auf drei Fokusbereiche, die vom Fachkräftemangel besonders stark betroffen sind und die überdies für die Wirtschaft und Gesellschaft Deutschlands eine wichtige Rolle spielen. Bei den besagten Bereichen handelt es sich um das Handwerk, die Informations- und Kommunikationstechnologien ("IKT") und den Gesundheits- und Pflegebereich. Die der Untersuchung zugrunde liegenden Daten entstammen der Engpassanalyse der Bundesagentur für Arbeit zur Identifikation von Engpassbereichen, administrative Daten zu sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und weiteren Quellen zu beruflichen Merkmalen wie Lohn oder Arbeitszufriedenheit." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Entry Barriers and Business Dynamism: Evidence from Occupational Licensing Reforms (2025)
Zitatform
Bredtmann, Julia, Sebastian Otten & Timo Rammert (2025): Entry Barriers and Business Dynamism: Evidence from Occupational Licensing Reforms. (Ruhr economic papers 1193), Essen, 32 S., App.
Abstract
"We examine how occupational licensing shapes entrepreneurship in Germany’s crafts sector. We exploit two sequential reforms that shifted entry barriers across occupations: a 2004 deregulation that relaxed licensing requirements and a 2020 partial re-regulation that reinstated them for a subset of crafts. Using administrative universe data at the occupation–year level and event-study difference-in-differences designs, we find that the 2004 deregulation led to a large and persistent increase in firm entry, a lagged rise in firm exits, and an expansion in the stock of firms. At the same time, completed master examinations declined markedly. The 2020 re-regulation reverses these patterns: master examinations increase, while firm entry, firm exit, and the stock of firms fall relative to occupations that remained deregulated. Overall, stricter entry requirements raise investment in formal credentials, yet reduce entrepreneurial turnover and market dynamism." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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The uncertain social insurance of intra-EU mobile construction workers (2025)
Zitatform
Lillie, Nathan, Katarzyna Kärkkäinen & Elif Naz Kayran (2025): The uncertain social insurance of intra-EU mobile construction workers. In: Transfer, Jg. 31, H. 1, S. 25-39. DOI:10.1177/10242589251315851
Abstract
"Die Freizügigkeit innerhalb der EU ist im Hinblick auf wirtschaftliche Freiheiten deutlich stärker entwickelt als in Fragen der Sozialpolitik. Sozialpolitische Regelungen für grenzüberschreitend mobile Arbeitskräfte werden innerhalb eines auf dem Reziprozitätsgrundsatz beruhenden Regulierungsrahmens getroffen. Der vorliegende Artikel analysiert das soziale Versicherungssystem innerhalb der EU aus der Perspektive der hochmobilen Arbeitskräfte in der Bauwirtschaft. Nach den einschlägigen geltenden Gesetzen sollten diese Arbeitskräfte entweder in ihren Herkunftsländern sozialversichert sein, wenn sie von ihrem dortigen Arbeitgeber entsandt werden, oder im Aufnahmeland, wenn sie eigenständig unterwegs sind. Der Artikel zeigt aber, dass Arbeitgeber dieses System oft unterlaufen, um Arbeitskosten zu sparen. Diejenigen, die sich im Arbeitsmarkt in einer schwachen Position befinden, haben keinen Zugang zu sozialer Absicherung, während die Arbeitskräfte aus wohlhabenderen Sozialstaaten auf die Sozialversicherung ihres Heimatlandes zurückgreifen. Wer dazu in der Lage ist, navigiert und verhandelt in komplexen Systemen selbst. Folglich haben diejenigen, die eine soziale Absicherung am dringendsten brauchen, den geringsten Zugang dazu." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Fachkräftemangel in Handwerksberufen: Frauen sind ein wichtiger Teil der Lösung (2025)
Zitatform
Malin, Lydia & Helen Hickmann (2025): Fachkräftemangel in Handwerksberufen: Frauen sind ein wichtiger Teil der Lösung. (KOFA kompakt / Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung 2025,03), Köln, 6 S.
Abstract
"Trotz der aktuellen Konjunkturschwäche ist die Zahl der offenen Stellen in Handwerksberufen im Jahr 2024 leicht gestiegen und die Fachkräftelücke blieb mit 107.729 fehlenden Fachkräften groß. Zwischen Juli 2023 und Juni 2024 arbeiteten knapp 2,6 Millionen Beschäftigte in Handwerksberufen, 2,7 Prozent weniger als im Jahr 2013. Dabei ist die Zahl der Gesell:innen zurückgegangen und die der Meister:innen gestiegen. Der Beschäftigungszuwachs bei Meister:innen wurde dabei ausschließlich durch Frauen getragen, auch wenn die Zahl der in Handwerksberufen beschäftigten Frauen insgesamt leicht gesunken ist. So stieg der Frauenanteil unter Meister:innen von 13,3 Prozent im Jahr 2013 auf 17,1 Prozent zwischen Juli 2023 und Juni 2024. Dabei stieg die Zahl der Handwerkerinnen insbesondere in Engpassberufen wie der Medizin-, Orthopädie- und Rehatechnik und sank im Friseurgewerbe und im Lebensmittelverkauf. Der größte prozentuale Zuwachs an Meisterinnen ist in männertypischen Handwerksberufen, wie dem Hoch- und Tiefbau, zu beobachten. Hier hat sich die Zahl der Meisterinnen zwischen 2013 und 2023/2024 mit einem Plus von 126 bzw. 241 Frauen mehr als verdoppelte." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zwischen Klimazielen und Fachkräftemangel: Warum das Handwerk mitgedacht werden muss (2025)
Zitatform
Thomä, Jörg, André Weiß & Mirko Wesling (2025): Zwischen Klimazielen und Fachkräftemangel. Warum das Handwerk mitgedacht werden muss. (ifh Forschungsbericht / Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand & Handwerk an der Universität Göttingen 28), Göttingen, 20 S. DOI:10.47952/gro-publ-317
Abstract
"Angesichts der weitreichenden Auswirkungen des demografischen Wandels auf den Arbeitsmarkt steht die Politik inzwischen vor der grundlegenden Herausforderung, ihre unterschiedlichen Ziele und Maßnahmen stets auch unter dem Gesichtspunkt der allgemeinen Arbeitskräfteverknappung zu betrachten. Dafür sind geeignete Instrumente erforderlich, die eine kontinuierliche Beobachtung der Nachwuchs- und Fachkräftesituation in relevanten Bereichen des Arbeitsmarktes und der damit verbundenen Qualifikationsbedarfe ermöglichen. Vor diesem Hintergrund zeigt der vorliegende Forschungsbericht am Beispiel der politisch angestrebten Transformation der Wirtschaft zur Klimaneutralität, wie ein solches Instrument aus Sicht des Handwerks aussehen kann und welches Vorgehen damit verbunden ist. Denn das Handwerk ist einerseits ein zentraler Umsetzungsakteur auf dem Weg zu mehr Klimaneutralität, und ist andererseits wie kaum ein anderer Wirtschaftsbereich bereits von der Verknappung des Faktors Arbeit betroffen. Unter Beteiligung verschiedener Expertinnen und Experten der Handwerksorganisation wurden klimapolitisch definierte Ziele und Maßnahmen in 111 handwerkliche Einzeltätigkeiten übersetzt. Diese Tätigkeiten wurden fünf Bereichen zugeordnet, wodurch 26 für die Umsetzung der gesetzten Klimaziele relevante Gewerke identifiziert wurden. Dazu zählen neben Elektrotechnikern und Installateuren/Heizungsbauern beispielsweise auch Dachdecker, Kälteanlagenbauer sowie Land- und Baumaschinenmechatroniker. Die wirtschaftliche Bedeutung dieser „Klimahandwerke“ ist erheblich. Auch im Berufsbildungsbereich spielen sie eine zentrale Rolle, etwa bei Gesellen- und Meisterprüfungen. Vor dem Hintergrund der gesetzten Klimaziele sind Politik und Handwerksorganisationen also gut beraten, die Entwicklung des Fachkräftebestands und der Nachwuchssituation in diesem Teilbereich des Handwerks aufmerksam zu verfolgen. Der Bericht veranschaulicht anhand zweier Beispiele, wie dies in der Praxis aussehen kann. Einerseits zeigt er, dass die entwickelte Gewerke-Klassifikation ein Monitoring der Arbeitsmarkt- und Berufsbildungsentwicklung in klima-politisch relevanten Handwerksbereichen ermöglicht. So kann beispielsweise abgewogen werden, ob der Arbeitskräftebedarf für die gewählten Politikmaßnahmen zur Erreichung der Klimaziele in den relevanten Gewerken gedeckt ist oder ob nachgesteuert werden muss. Andererseits wird aufgezeigt, dass vorhandene Qualifikationsangebote in den betreffenden Klimahandwerken auf Basis der Gewerke-Klassifikation überprüft werden können, um festzustellen, ob sie das Spektrum der identifizierten Tätigkeiten und Kompetenzanforderungen bereits hinreichend abbilden oder ob Anpassungsbedarf besteht. Der vorliegende Bericht zeigt damit am Beispiel der Klimapolitik und aus Sicht des Handwerks, wie eine Berücksichtigung der Arbeitskräfteverknappung bei der Formulierung und Umsetzung gesamtwirtschaftlich relevanter Vorhaben aussehen kann. In Zeiten des demografischen Wandels müssen die bildungs- und arbeitsmarktbezogenen Auswirkungen politischer Ziele und Maßnahmen stets im Blick bleiben, um deren Erreichung nicht zu gefährden. Dies gilt insbesondere mit Blick auf die Handwerkswirtschaft: Einerseits sind verschiedene politische Ziele nur mit dem Handwerk als zentralem Umsetzungsakteur erreichbar, andererseits steht das Handwerk in besonderem Maße vor den Herausforderungen der Arbeitskräfteverknappung. Gleichzeitig ist zu betonen, dass die hier vorgestellte Abgrenzung der „Klimahandwerke“ nicht den Anspruch erhebt, alle umwelt- oder klimafreundlichen Tätigkeiten und Berufe im Handwerk zu identifizieren oder für das Handwerk in seiner Gesamtheit abzubilden. Daher werden in diesem Forschungsbericht auch keine „grünen“ von „nicht-grünen“ Handwerken abgegrenzt. Ausgangspunkt der vorliegenden Gewerke-Klassifikation waren konkrete klimapolitische Vorhaben und Maßnahmen sowie die Frage, wie diese mit den im Handwerk bestehenden Arbeitskräfteverfügbarkeiten und Qualifikationsangeboten zusammenpassen. Insofern muss die Liste der 26 Klimahandwerke keineswegs abschließend sein. Eines ist dabei klar: Der Weg zu mehr Klimaneutralität gelingt nicht ohne das Handwerk und die dort tätigen Personen" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Lohnnebenkosten und ihre Bedeutung für Handwerksunternehmen (2025)
Töpfer, Felix; Reher, Leonie; Meub, Lukas;Zitatform
Töpfer, Felix, Leonie Reher & Lukas Meub (2025): Lohnnebenkosten und ihre Bedeutung für Handwerksunternehmen. (ifh Forschungsbericht / Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand & Handwerk an der Universität Göttingen 35), Göttingen, 29 S. DOI:10.47952/gro-publ-365
Abstract
"Die Studie untersucht die wirtschaftliche Bedeutung von Lohnnebenkosten im Handwerk und analysiert strukturelle Mechanismen der Belastung von Betrieben durch deren Steigerung. Ausgangspunkt ist die besondere Kosten- und Beschäftigungsstruktur im Handwerk: eine generell hohe Arbeitsintensität, vergleichsweise niedrige Entgelte und ein hoher Anteil regulärer Beschäftigung. Entsprechend führen Beitragssatzerhöhungen und Ausweitungen der Beitragsbemessungsgrundlagen zu substanziellen Kostensteigerungen für Arbeitgeber im Handwerk. Auf theoretischer Ebene wird gezeigt, dass Lohnnebenkosten ökonomisch wie eine Erhöhung des effektiven Lohnsatzes wirken und im arbeitsintensiven Handwerk überproportional starke Ausweichreaktionen sowie Mengeneffekte auslösen. Die empirische Literatur bestätigt diese Wirkungsmechanismen und weist signifikante Effekte von Lohnnebenkosten auf Beschäftigung, Löhne und damit Wettbewerbsfähigkeit nach. Diese Studie analysiert die Strukturumfrage 2025 des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) hinsichtlich der Arbeitskosten über die gemessene Personalkostenquote. Die Personalkostenquote im Handwerk liegt dabei über dem Durchschnitt des Mittelstands insgesamt und variiert erheblich nach Betriebsgröße, Gewerk und Region. Besonders stark steigt sie beim Übergang von Solo-Selbstständigkeit zu Arbeitgeberbetrieben sowie von Kleinstbetrieben zu Betrieben mittlerer Größe. Multivariate Regressionsmodelle zeigen an, dass der Kosteneffekt sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung vor allem in kleinen, arbeitsintensiven Betrieben ausgeprägt ist. Insgesamt stellen Lohnnebenkosten entsprechend einen strukturabhängigen Kostentreiber dar. Diese strukturabhängige Wirkung beeinflusst dabei Beschäftigungsformen, Investitionsentscheidungen sowie langfristige Unternehmensstrategien zur Leistungserbringung. Vor diesem Hintergrund unterstreicht die vorliegende Studie die Notwendigkeit einer differenzierten wirtschaftspolitischen Betrachtung der Effekte von Steigerungen der Lohnnebenkosten, welche die besonderen strukturellen Eigenschaften arbeitsintensiver Branchen berücksichtigt. Gerade das Handwerk bedarf auf Grund seiner hohen arbeitsmarktpolitischen und gesellschaftlichen Relevanz einer spezifischen Analyse." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Chancengleichheit und berufliche Bildung: Stellungnahme des IAB zur Anhörung der Enquetekommission I „Chancengleichheit in der Bildung“ des Landtags Nordrhein-Westfalen am 28.6.2024 (2024)
Anger, Silke ; Schreyer, Franziska; Heß, Pascal ; Goßner, Laura ; Toussaint, Carina ; Jaschke, Philipp ; Schels, Brigitte ; Leber, Ute;Zitatform
Anger, Silke, Laura Goßner, Pascal Heß, Philipp Jaschke, Ute Leber, Brigitte Schels, Franziska Schreyer & Carina Toussaint (2024): Chancengleichheit und berufliche Bildung. Stellungnahme des IAB zur Anhörung der Enquetekommission I „Chancengleichheit in der Bildung“ des Landtags Nordrhein-Westfalen am 28.6.2024. (IAB-Stellungnahme 02/2024), Nürnberg, 27 S. DOI:10.48720/IAB.SN.2402
Abstract
"Zur schriftlichen Anhörung der Enquetekommission I „Chancengleichheit in der Bildung“ des Landtags Nordrhein-Westfalen hat das Institut für Arbeitsmarkt-und Berufsforschung (IAB) seine Stellungnahme abgegeben. Darin werden Herausforderungen und Lösungen (praxistaugliche Ansätze zur Unterstützung erfolgreicher Maßnahmen) folgender Themenfelder behandelt: Verbesserung der Berufsorientierung und -vorbereitung in Schulen, der Übergänge aus der Schule in berufliche (Aus-)Bildung sowie den Übergangssektor, Verringerung von Ausbildungsabbrüchen, Erschließung der Potenziale der Berufsbildung für die Integration von Zugewanderten und Geflüchteten, Bedeutung von Rollenvorbildern, bildungspolitische Hebel für mehr Chancengleichheit, Bildungsforschung am IAB sowie Verringerung der Unterrepräsentation von Frauen in Handwerksberufen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Anger, Silke ; Schreyer, Franziska; Heß, Pascal ; Goßner, Laura ; Toussaint, Carina ; Jaschke, Philipp ; Leber, Ute; -
Literaturhinweis
Helfer oder doch Fachkräfte? Migrantische Beschäftigte im deutschen Hochbau (2024)
Baumgarten, Michael; Firus, Alexandru; Beck, Linda;Zitatform
Baumgarten, Michael, Linda Beck & Alexandru Firus (2024): Helfer oder doch Fachkräfte? Migrantische Beschäftigte im deutschen Hochbau. (FES diskurs), Bonn, 25 S.
Abstract
"Es sind komplizierte Zeiten. In einem Kontext immer zahlreicherer politischer Herausforderungen scheinen langfristige Prognosen immer fragiler. Wie sich die deutsche Wirtschaft in Mitten der sozialökologischen Transformation, in Mitten eines Krieges in Europa mit seinen Konsequenzen für die betroffenen Menschen und die Strukturen der globalen Wirtschaftsbeziehungen über die nächsten Jahre entwickeln wird, muss abgewartet werden. Eines scheint jedoch aus der Perspektive des Hier und Heute sicher: Der bereits seit vielen Jahren prognostizierte Fachkräftemangel für Deutschland manifestiert sich von Jahr zu Jahr deutlicher. Schuld ist daran vor allem der demografische Wandel, denn immer mehr Babyboomer verlassen nun den Arbeitsmarkt in Richtung Ruhestand. Der Höhepunkt der Verrentungswelle, wenn die zahlreichen 1964 Geborenen den Arbeitsmarkt verlassen, steht uns Ende der 2020er Jahre noch bevor." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Digitalisierung im Handwerk zwischen Zettelwirtschaft und KI:Eine Status Quo-Analyse (2024)
Beuchel, Sebastian; Meub, Lukas; Jantos, Louisa;Zitatform
Beuchel, Sebastian, Louisa Jantos & Lukas Meub (2024): Digitalisierung im Handwerk zwischen Zettelwirtschaft und KI:Eine Status Quo-Analyse. (ifh Forschungsbericht / Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand & Handwerk an der Universität Göttingen 23), Göttingen, 27 S.
Abstract
"Die digitale Transformation bleibt ein zukunftsweisendes Handlungsfeld für das Handwerk, wobei Relevanz und tatsächliche Umsetzung über Gewerke hinweg sehr unterschiedlich ausgestaltet und letztlich betriebsspezifisch zu betrachten sind. Ein dynamischerer Transformationsprozess im Handwerk wird u.a. gehemmt durch einen schwachen externen Anpassungsdruck in guter konjunktureller Lage, knappe (Personal-) Ressourcen zur Umsetzung und Fortbildung, zunehmende bürokratische Pflichten und eine mangelnde Aussicht auf eine erfolgreiche Betriebsübergabe. Dagegen werden Digitalisierungsmaßnahmen u.a. angetrieben durch eine breite gesellschaftliche Akzeptanz digitaler Prozesse, ein sich veränderndes Marktumfeld im Zuge der Verbreitung generativer KI, zunehmende Angebote handwerksspezifischer Lösungen durch neue externe Dienstleister und staatliche Förderprogramme." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Mia san mia – Wie ein Dorf im Spessart den Bäckereibetrieb selbst in die Hand genommen hat (2024)
Blome-Drees, Johannes; Thimm, Philipp;Zitatform
Blome-Drees, Johannes & Philipp Thimm (2024): Mia san mia – Wie ein Dorf im Spessart den Bäckereibetrieb selbst in die Hand genommen hat. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 73, H. 10, S. 745-763. DOI:10.3790/sfo.2024.1440201
Abstract
"Im vorliegenden Aufsatz wird der Gründungsprozess der Dorfgenossenschaft Wombach eG vorgestellt. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass fördernde Faktoren unter anderem im komplementären Team und in der Übernahme eines betriebswirtschaftlich gesunden Betriebes lagen. Als entscheidendes Element der erfolgreichen Gründung entpuppte sich allerdings die Unterstützung durch die Bevölkerung, sie zog sich wie ein roter Faden durch den Gründungsprozess und kommt im Wombach’schen „Mia san mia“-Gefühl zum Ausdruck." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Selbstwahrnehmung von Frauen in nicht-traditionellen Berufsrollen: Eine Determinante zur Erklärung der geschlechtsspezifischen Arbeitsmarktsegregation in Deutschland? (2024)
Bojić, Birthe;Zitatform
Bojić, Birthe (2024): Selbstwahrnehmung von Frauen in nicht-traditionellen Berufsrollen. Eine Determinante zur Erklärung der geschlechtsspezifischen Arbeitsmarktsegregation in Deutschland? (Studien zur Berufs- und Professionsforschung 44), Hamburg: Verlag Dr. Kovač, 256 S.
Abstract
"Die Studie „Selbstwahrnehmung von Frauen in nicht-traditionellen Berufsrollen“ analysiert die Herausforderungen, denen Frauen in einem Männerberuf gegenüberstehen. Die qualitative Studie fokussiert Frauen in MINT-Berufen sowie im Handwerk und deckt Selbstzuschreibungen zu beruflich notwendigen Fähigkeiten auf. Eine zentrale Rolle nehmen Geschlechterstereotype ein, die sowohl die Frauen selbst als auch ihr Umfeld beeinflussen. In Folge der stereotypgeprägten Wahrnehmung besteht das Empfinden, sich als Frau in einem männlich dominierten Arbeitsumfeld besonders beweisen zu müssen. Frauen als Minderheit sind in einem Männerberuf besonders sichtbar, was zu einer unerwünschten Aufmerksamkeit führt. Damit einhergehend sind Erwartungen an die Leistungsfähigkeit mit dem Geschlecht verknüpft .Die Selbstwahrnehmung von Frauen in nicht-traditionellen Berufsrollen wird einerseits durch individuelle Eigenschaftszuschreibungen, andererseits durch selbst- und fremderzeugte Barrieren beeinflusst. Selbst- und Fremderzeugte Barrieren, die u.a. auf in den Berufsfeldern vorherrschende männliche Normen und Strukturen zurückzuführen sind, hemmen den beruflichen Aufstieg und erschweren den beruflichen Alltag. Es werden Einblicke in das berufliche Erleben und die Bewältigungsstrategien gegeben. Die angewendeten Bewältigungsstrategien stehen dabei in einem engen Zusammenhang mit den selbst zugeschriebenen Eigenschaften.Diese qualitative Studie zeigt, dass Frauen in nicht-traditionellen Berufsrollen nach wie vor nachhaltig durch das Vorherrschen eines männlich dominierten Umfeldes beeinflusst werden. Das männlich dominierte Berufsumfeld zeichnet sich durch geschlechtsspezifische Stereotype und stereotypisierte Zuschreibungen aus. Diese beeinflussen signifikant die Kommunikations- und Verhaltensmuster und damit das alltägliche berufliche Erleben von Frauen in nicht-traditionellen Berufsrollen." (Verlagsangaben, IAB-Doku)
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The Effect of Occupational Deregulation on Wage Premiums (2024)
Zitatform
Bredtmann, Julia, Sebastian Otten & Timo Rammert (2024): The Effect of Occupational Deregulation on Wage Premiums. (Ruhr economic papers 1134), Essen, 37 S. DOI:10.4419/96973316
Abstract
"In der vorliegenden Studie untersuchen wir die Auswirkungen beruflicher Deregulierung auf die Löhne von Beschäftigten. Als Untersuchungsgegenstand dient eine Reform der beruflichen Regulierung im deutschen Handwerk, durch die in etwa der Hälfte der Handwerksberufe der Meisterbrief als Voraussetzung für eine Unternehmensgründung abgeschafft wurde. Konkret untersuchen wir die Auswirkungen dieser Deregulierungspolitik auf die Lohnprämie von angestellten Handwerksmeistern. Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Reform zu einem Anstieg der Lohnprämie von Meistern in deregulierten Berufen um 3% im Vergleich zu reglementierten Berufen geführt hat. Dieser Effekt ist vor allem auf einen deutlichen Anstieg der Löhne von Meistern in deregulierten Berufen zurückzuführen. Dieser Anstieg lässt sich durch den verschärften Wettbewerb um hochqualifizierte Arbeitskräfte in den betroffenen Berufen erklären, der auf den starken Rückgang der Zahl der Handwerker zurückzuführen ist, die nach der Reform einen Meistertitel erworben haben. Darüber hinaus zeigen wir, dass der Anstieg der Lohnprämie von Handwerksmeistern in Ostdeutschland, das nach der Wiedervereinigung eine starke Abwanderung von Fachkräften erlebte, besonders ausgeprägt war. Der durch die Reform verstärkte allgemeine Fachkräftemangel dürfte den Wettbewerb um hochqualifizierte Arbeitskräfte intensiviert und damit zu einem deutlichen Anstieg der Lohnprämie für Meister geführt haben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Absolvent*innen einer Ausbildung im bayerischen Handwerk und ihr Verbleib im Ausbildungsbetrieb (2024)
Zitatform
Böhme, Stefan, Lutz Eigenhüller & Anja Rossen (2024): Absolvent*innen einer Ausbildung im bayerischen Handwerk und ihr Verbleib im Ausbildungsbetrieb. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Bayern 01/2024), Nürnberg, 39 S. DOI:10.48720/IAB.REBY.2401
Abstract
"Das Handwerk ist ein bedeutender Teil der Gesamtwirtschaft, dem gerade in Zusammenhang mit der ökologischen Transformation eine wichtige Rolle zugeschrieben wird. Gleichzeitig haben Fachkräfteengpässe im Handwerk in den letzten Jahren weiter zugenommen. In diesem Bericht werden Auswertungen zu Absolvent*innen einer Ausbildung im bayerischen Handwerk auf der Grundlage der Daten des Ausbildungspanels Handwerk vorgestellt. Neben einem Überblick über Strukturmerkmale steht dabei der Betriebsverbleib dieser Absolvent*innen im Fokus der Analysen. Die Frage, in welchem Umfang die Ausbildungsabsolvent*innen bei ihrem Ausbildungsbetrieb bleiben, wird hier beispielhaft für den Jahrgang 2015 erörtert. Es zeigt sich, dass viele Absolvent*innen nach der Ausbildung den Betrieb wechseln. Nach einem Jahr waren noch 56 Prozent, nach fünf Jahren noch 28 Prozent der Absolvent*innen bei ihrem Ausbildungsbetrieb beschäftigt. Analysen der Betriebswechsel deuten darauf hin, dass viele Absolvent*innen zwar ihren Ausbildungsbetrieb verlassen, aber weiterhin in Betrieben arbeiten, die derselben Betriebsgrößenklasse oder demselben Wirtschaftszweig des Ausbildungsbetriebs angehören bzw. in der Region des Ausbildungsbetriebs liegen. Die Mehrheit der Betriebswechsler*innen ist auch bei ihrem neuen Betrieb als Fachkraft tätig, allerdings ist der Anteil derjenigen, die in Helferberufen und auf den Anforderungsniveaus über dem Fachkraftniveau arbeiten, höher als bei denjenigen, die bei ihrem Ausbildungsbetrieb geblieben sind. Insgesamt zeigen die Analysen, dass es „normal“ zu sein scheint, dass ein größerer Teil der Absolvent*innen des Handwerks in den ersten Jahren der Berufslaufbahn den Betrieb wechselt und damit den Ausbildungsbetrieben Fachkräftepotenziale verloren gehen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Der Fachkräftemangel in Schleswig-Holstein: Entwicklungen und Perspektiven (2024)
Christensen, Björn; Schrader, Klaus; Steglich, Frauke; Stehn, Jürgen; Klodt, Henning;Zitatform
Christensen, Björn, Henning Klodt, Klaus Schrader, Frauke Steglich & Jürgen Stehn (2024): Der Fachkräftemangel in Schleswig-Holstein: Entwicklungen und Perspektiven. (Kieler Beiträge zur Wirtschaftspolitik / IfW Kiel, Institut für Weltwirtschaft 46), Kiel, 100 S.
Abstract
"Es wird gezeigt, dass die Gesamtarbeitskräftelücke in Schleswig-Holstein unter Status quo-Annahmen bis 2035 auf 326.799 Personen steigt und durch Fachkräfte dominiert wird. Die größten Arbeitskräftelücken sind für die Wirtschaftszweige Gesundheits- und Sozialwesen, Verarbeitendes Gewerbe, Baugewerbe und Handel zu erwarten. Die Simulationen ergeben, dass die Kombination der Erhöhung der Erwerbsbeteiligung - z.B. von älteren Menschen und Frauen - sowie eine qualifizierte Zuwanderung einen wesentlichen Beitrag zur Reduktion der Arbeitskräftelücke leisten kann. Zudem sollten die Digitalisierung und Automation auf allen Ebenen von Staat und Wirtschaft konsequent zur Verringerung von Arbeitskräftelücken genutzt werden. Im Fokus einer Fachkräftestrategie sollten die Koordination aller Akteure und eine permanente Evaluierung der ergriffenen Maßnahmen stehen. Dabei sollte es sich um ein heterogenes Maßnahmenbündel handeln, da es weder einzelne "Leuchtturm-Maßnahmen" noch simple Blaupausen für die Bewältigung der Fachkräfteproblematik gibt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Who is Replaced by Robots? Robotization and the Risk of Unemployment for Different Types of Workers (2024)
Zitatform
Damelang, Andreas & Michael Otto (2024): Who is Replaced by Robots? Robotization and the Risk of Unemployment for Different Types of Workers. In: Work and occupations, Jg. 51, H. 2, S. 181-206. DOI:10.1177/07308884231162953
Abstract
"We study the effects of robotization on unemployment risk for different types of workers. We examine the extent to which robotization increases inequality at the skill level and at the occupational level using two theoretical frameworks: skill-biased technological change and task-biased technological change. Empirically, we combine worker-level data with information on actual investments in industrial robots. Zooming in on the German manufacturing industry, our multivariate results show that robotization affects different types of workers differently. We do not observe an increase in unemployment risk for low- and medium-skilled, but we find a considerably lower unemployment risk among high-skilled workers. Moreover, the unemployment risk is significantly higher in occupations with highly substitutable tasks, but only in industries that invest largely in robots." (Author's abstract, IAB-Doku, © SAGE) ((en))
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Literaturhinweis
Fachkräftebedarfe der sozial-ökologischen Transformation im Wohngebäudesektor: Eine Analyse von Förderprogrammen zur energetischen Sanierung anhand der Wertschöpfungskette "Transformation Wohngeb (2024)
Fries, Jan Ludwig; Haaf, Andreas; Hünecke, Katja; Zimmermann, Sandra;Zitatform
Fries, Jan Ludwig, Andreas Haaf, Katja Hünecke & Sandra Zimmermann (2024): Fachkräftebedarfe der sozial-ökologischen Transformation im Wohngebäudesektor: Eine Analyse von Förderprogrammen zur energetischen Sanierung anhand der Wertschöpfungskette "Transformation Wohngeb. (Working paper Forschungsförderung / Hans Böckler Stiftung 328), Düsseldorf, 52 S.
Abstract
"Die Transformation von Wohngebäuden hin zu größerer Energieeffizienz stellt eine große Herausforderung dar. Um die Sanierungsmaßnahmen zügig umzusetzen, sind die Leistungen von Handwerker:innen besonders relevant. Die vorliegende Studie beantwortet die Frage, welche Fachkräftebedarfe im Zuge der Transformation im Wohngebäudesektor zu erwarten sind. Dazu werden die Nachfrageschocks von drei aktuellen Förderprogrammen zur energetischen Gebäudesanierung quantifiziert und deren Wirkungen hinsichtlich Wertschöpfung, Beschäftigung und Fachkräftebedarfen in der Wertschöpfungskette dargestellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die duale Berufsausbildung im Handwerk: Immer mehr junge Menschen bleiben ihrem erlernten Beruf treu (2024)
Zitatform
Hell, Stefan, Duncan Roth, Holger Seibert & Gabriele Wydra-Somaggio (2024): Die duale Berufsausbildung im Handwerk: Immer mehr junge Menschen bleiben ihrem erlernten Beruf treu. (IAB-Kurzbericht 18/2024), Nürnberg, 8 S. DOI:10.48720/IAB.KB.2418
Abstract
"Vielen Betrieben in Deutschland fällt es aktuell schwer, ihren Fachkräftebedarf zu decken. Zur Sicherung dieser Bedarfe spielt die duale Berufsausbildung eine zentrale Rolle. Doch selbst wenn ein Betrieb ausbildet, bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass die Absolvent*innen in ihrem Ausbildungsbetrieb oder -beruf verbleiben. Dieser Kurzbericht widmet sich der Entwicklung der Ausbildung im Handwerk sowie der Betriebs- und Berufstreue von Absolvent*innen in diesem Bereich." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
- Entwicklung des Arbeitsmarktstatus der Ausbildungsabsolvent*innen im Handwerk einen Monat und zwölf Monate nach Ausbildungsende
- Beschäftigung der Ausbildungsabsolvent*innen im Handwerk einen Monat und zwölf Monate nach Ausbildungsende
- Anzahl und Entwicklung der jährlichen Ausbildungsabsolvent*innen im Handwerk
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Fachkräftesicherung in der Bauwirtschaft – arbeitspolitische Baustellen (2024)
Holtrup, André;Zitatform
Holtrup, André (2024): Fachkräftesicherung in der Bauwirtschaft – arbeitspolitische Baustellen. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 77, H. 4, S. 243-251. DOI:10.5771/0342-300X-2024-4-243
Abstract
"Der Bauwirtschaft kommt eine Schlüsselrolle dabei zu, Infrastrukturen für die Digitalisierung und Energiewende bereitzustellen, genügend Wohnraum zu schaffen und den Gebäudebestand energetisch zu sanieren. Auch wenn seit dem Jahr 2023 die Baukonjunktur ins Stocken gerät, ist auf längere Sicht der Bedarf an Bauleistungen enorm. In der Bau- und Ausbaubranche fehlen schon heute die Fachkräfte. Bisher wird kaum diskutiert, warum das so ist und wie Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen ausgestaltet sein müssen, um mehr Menschen für eine Tätigkeit in der Branche zu gewinnen und langfristig zu halten. Der Beitrag will diese Leerstelle für eine Branche füllen, die in der arbeitssoziologischen Diskussion wenig Beachtung findet. Es wird ein Überblick über zentrale arbeitspolitische Baustellen gegeben, die in die spezifischen Bedingungen der Bau- und Ausbauwirtschaft einzuordnen sind. Als zentrale Elemente einer breiter angelegten Fachkräftestrategie werden sicherere Beschäftigungsperspektiven, höhere Einkommen, eine flexiblere Arbeitszeitgestaltung sowie vielfältigere Einstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten vorgeschlagen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Crafts and Their Social Imaginary: How Technological Development Shapes the Future of the Crafts Sector (2024)
Zitatform
Kofler, Ingrid & Maximilian Walder (2024): Crafts and Their Social Imaginary: How Technological Development Shapes the Future of the Crafts Sector. In: Social Sciences, Jg. 13, H. 3. DOI:10.3390/socsci13030137
Abstract
"The crafts sector, traditionally characterized by its adherence to heritage and small-scale familial enterprises, confronts an array of unprecedented challenges stemming from rapid technological advancement, globalization, climate change, and shifting demographics. This article presents a pioneering investigation into the profound and transformative effects of digitalization on the crafts sector, offering novel insights into the future trajectory of this industry. Through an explorative approach, we critically examine and interrogate the social imaginary underpinning the crafts sector, shedding light on the intricate interplay between tradition and innovation. Leveraging an inter- and transdisciplinary framework, our research brings together academics, experts, and practitioners from diverse regions in Italy and Austria to explore the nexus of digitalization and craft futures. We introduce three future scenarios for the crafts sector, each delineating varying degrees of digitalization and their potential implications. Employing a mixed-method approach encompassing expert interviews, a Delphi survey, focus groups, and scenario development, our study offers a comprehensive exploration of the multifaceted landscape of craft futures. Furthermore, through the visualization of these scenarios, we provide a tangible platform for envisioning and engaging with the myriad possibilities that lie ahead. By synthesizing innovative methodologies from future studies and social imaginaries with a specific focus on the crafts sector, our research offers a robust analytical framework for navigating the complex dynamics of digitalization and envisioning transformative futures. This paper not only illuminates the disruptive forces unleashed by digitalization but also provides strategic insights to inform future decision-making processes within the crafts sector and beyond." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
QuBe-Projekt: Disaggregierte Modellierung des Baugewerbes am Beispiel serieller Bauweise: Ein Bau-Modul für das QINFORGE-Modell (2024)
Krinitz, Jonas; Dreuw, Peter; Parton, Frederik;Zitatform
Krinitz, Jonas, Peter Dreuw & Frederik Parton (2024): QuBe-Projekt: Disaggregierte Modellierung des Baugewerbes am Beispiel serieller Bauweise. Ein Bau-Modul für das QINFORGE-Modell. (GWS discussion paper / Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung), Osnabrück, 20 S.
Abstract
"Das Baugewerbe hat eine zentrale Stellung für das Gelingen der sozial-ökologischen Transformation und ist für viele Veränderungen im Rahmen des Strukturwandels ausführende Branche. Dazu zählen die für das Erreichen der Klimawende notwendige Energiewende (Ausbau erneuerbarer Energien, Wärmewende, energetische Sanierung), die Erhaltung, Sanierung und der Ausbau der Infrastruktur (Autobahn, Eisenbahn, Internet, Stromnetz) sowie die Bekämpfung des Wohnungsmangels (erhöhte Fertigstellung Wohnungen, verstärkt serielles Bauen, Verdichtung/Steigerung der Wohnungsanzahl je Gebäude). Für jedes der genannten Vorhaben und die damit verbundenen Produktionsprozesse sind andere Kombinationen an Berufen, also andere Produktionsweisen, notwendig (Zika et al. (2022)). Beispielsweise erhöht der Infrastrukturausbau die Nachfrage nach Berufen im Tiefbau, während die Ziele der verstärkten energetischen Sanierung z. B. den Bedarf an Ausund Trockenbauer:innen und Maler:innen stärken. Das QuBe-Projekt1 untersucht die Folgen eines solchen zukünftigen Umbaus in der Produktionsweise des Baugewebes mit dem Ziel, die Folgen für die Berufe in den Branchen sowie in der gesamten Volkswirtschaft zu ergründen. Das QuBe-Projekt wird unter der gemeinsamen Leitung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) und des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung (GWS) durchgeführt. Es gibt einen langfristigen Überblick über die voraussichtliche Entwicklung des Arbeitskräftebedarfs und -angebotes nach Qualifikationen und Berufen. Hierzu wird das Modell QINFORGE genutzt (siehe auch Maier et al. 2022; Zika et al. 2022; Zika et al. 2023)" (Textauszug, IAB-Doku)
