Die Forschung in diesem Feld konzentriert sich zum einen auf Strukturen und Entwicklung betrieblicher Beschäftigung und offener Stellen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Untersuchung des betrieblichen Arbeits- und Fachkräftebedarfs. Dabei spielen zum einen berufs- und qualifikationsspezifische Aspekte, aber auch Vertragsformen wie Befristungen oder das betriebliche Rekrutierungs-, Ausbildungs- und Weiterbildungsengagement, industrielle Beziehungen sowie Innovationen und Produktivität eine Rolle. Zum anderen wird die Qualität von Beschäftigung untersucht. Von besonderem Interesse sind hier die mit unterschiedlichen Berufen und Beschäftigungsformen einhergehenden Arbeitsanforderungen und die damit verbundene Entlohnung, Beschäftigungsstabilität, Arbeitszufriedenheit und subjektive Wahrnehmung der Beschäftigungsqualität. Zentrale Kontextfaktoren der Analysen sind dabei der demografische, der technologische und der ökologische Wandel, die Globalisierung und die institutionellen Rahmenbedingungen, etwa das Tarifvertrags- und Mitbestimmungsrecht oder die Mindestlöhne.
Das Kompetenzfeld schafft zudem die für die Beantwortung dieser Forschungsfragen erforderlichen Datengrundlagen wie das IAB-Betriebspanel, das Linked Personnel Panel und – zusammen mit dem Kompetenzfeld Gesamtwirtschaft – die IAB-Stellenerhebung. Durch die Verknüpfung von Betriebsdaten mit Individualdaten, beispielsweise mit der Beschäftigtenstatistik schwerbehinderter Menschen (BsbM) im Zusammenhang mit den Integrierten Erwerbsbiografien (IEB), kann sowohl die Perspektive der Arbeitgeber als auch die der Beschäftigten eingenommen werden. Befragungen von neugegründeten Betrieben sowie zu aktuellen arbeitsmarktrelevanten Themen ergänzen diese Erhebungen.
Einen Forschungsschwerpunkt des Kompetenzfelds bilden im Jahr 2026 Erkenntnisse aus den Betriebsbefragungen zum Zusammenhang von Arbeitsqualität und wirtschaftlichem Erfolg. Konkret stehen Themen wie Mitbestimmung, unternehmerische Sozialverantwortung und das betriebliche Performance Management im Fokus. Zudem wird untersucht, welche Faktoren die Bindung von Beschäftigten in Betrieben mit und ohne familienfreundliche Maßnahmen beeinflussen. Ergänzt wird dies durch Analysen zu den Besonderheiten des Personalwesens in kleineren Betrieben.
Vor dem Hintergrund der anhaltenden Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft werden betriebliche Aus- und Weiterbildung, aber auch Instrumente wie Transfergesellschaften und Arbeitsmarktdrehscheiben wissenschaftlich begleitet. Darüber hinaus wird im Kompetenzfeld erhoben, in welchem Umfang generative KI in Betrieben genutzt wird. Nicht zuletzt widmet sich das Kompetenzfeld den spezifischen Arbeitsmarktchancen ausgewählter Personengruppen, etwa Langzeitarbeitsloser, Menschen mit Schwerbehinderungen oder Geflüchteter. Beispielsweise werden die betriebliche Einstellungsbereitschaft von Menschen mit Schwerbehinderungen sowie der Einfluss deutscher Sprachkenntnisse auf den Arbeitsmarkterfolg von Stelleninteressierten untersucht.
Aktivitäten
Bereiche
- Forschungsbereich Arbeitsförderung und Erwerbstätigkeit
- Forschungsbereich Arbeitsmarktprozesse und Institutionen
- Forschungsgruppe Berufe in der Transformation
- Forschungsbereich Betriebe und Beschäftigung
- Forschungsdatenzentrum der Bundesagentur für Arbeit im IAB
- Kompetenzzentrum Empirische Methoden
- Arbeitsgruppe Berufe
- Arbeitsgruppe Mindestlohn
- Arbeitsgruppe Qualität der Beschäftigung
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