Einkommensverteilung in Deutschland
Laut einer OECD-Studie ist die Einkommensungleichheit in Deutschland seit 1990 erheblich stärker gewachsen als in den meisten anderen OECD-Ländern. Die zunehmende Kluft zwischen Arm und Reich geht vor allem auf die Entwicklung der Löhne und Gehälter zurück. Die OECD empfiehlt, dem steuer- und sozialpolitisch entgegenzuwirken, mehr Menschen in existenzsichernde Beschäftigung zu bringen sowie mehr in die Bildung Niedrigqualifizierter zu investieren.
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Literaturhinweis
How much redistribution do welfare states achieve?: the role of cash transfers and household taxes (2009)
Zitatform
Förster, Michael & Peter Whiteford (2009): How much redistribution do welfare states achieve? The role of cash transfers and household taxes. In: CESifo DICE report, Jg. 7, H. 3, S. 34-41.
Abstract
Die Politik der Regierungen hat in allen OECD-Ländern einen direkten Einfluss auf die Verteilung der Haushaltseinkommen. Die wichtigsten Einflussfaktoren sind die gewährten Transferleistungen einerseits und die direkten Steuern und Sozialabgaben andererseits. Dabei lassen sich Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern feststellen, je nachdem welche Prioritäten diese setzen und wie sie versuchen, ein Gleichgewicht zwischen staatlichen Einnahmen und sozialen Leistungen herzustellen. Alle Regierungen von OECD-Ländern sehen sich mit der Frage konfrontiert, ob durch unterschiedliche Politikansätze und Bündelung von Maßnahmen die durch soziale Leistungen angestrebte Umverteilung effektiver gestaltet werden kann. Der Beitrag fasst die Ergebnisse einer OECD-Studie zur Entwicklung der Haushaltseinkommen in den letzten 20 Jahren zusammen. Diese kommt zu dem Ergebnis, dass für alle Länder der OECD-Region generell ein moderater aber signifikanter Anstieg der Einkommensungleichheit und der relativen Armut zu beobachten ist. Die Auswirkungen von Transferleistungen und Steuern auf die Einkommensverteilung werden im Ländervergleich analysiert; dabei kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass alle Länder das Ziel eines Ausgleichs zwischen Arm und Reich verfolgen, es aber signifikante länderspezifische Unterschiede der politischen Umsetzung gibt. Die Steuer- und Sozialsysteme in allen OECD-Ländern reduzieren Einkommensungleichheit und Armut, wobei dieser Effekt am stärksten in den nordischen Ländern und am geringsten in Asien, den englischsprachigen Ländern und der Schweiz ist. (IAB)
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The changing wage distribution in Germany between 1985 and 2006 (2009)
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Giesecke, Johannes & Roland Verwiebe (2009): The changing wage distribution in Germany between 1985 and 2006. In: Schmollers Jahrbuch, Jg. 129, H. 2, S. 191-201. DOI:10.3790/schm.129.2.191
Abstract
"In this paper the changes in the wage distribution in (West-)Germany between 1985 and 2006 are analysed. The theoretical framework is based on the literature on skill-biased technological change (SBTC) and on structural theory. Analyses draw on descriptive measures of the development of wage inequality among blue- and white-collar workers as well as on regression analyses of individual and structural determinants of wages for the years 1985 to 2006. The results show that wage inequality remained fairly constant until the early 1990s, but started to increase from the mid-1990s onwards. Moreover, regression analyses reveal that this increase was paralleled by rising inter-class wage differentials, while returns to (higher) education decreased." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Wachsende Lohnungleichheit in Deutschland: qualifikations- und klassenspezifische Determinanten der Entlohnung zwischen 1998 und 2006 (2009)
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Giesecke, Johannes & Roland Verwiebe (2009): Wachsende Lohnungleichheit in Deutschland. Qualifikations- und klassenspezifische Determinanten der Entlohnung zwischen 1998 und 2006. In: Berliner Journal für Soziologie, Jg. 19, H. 4, S. 531-555. DOI:10.1007/s11609-009-0108-x
Abstract
"Ausgehend von der These einer wachsenden Ungleichheit in der Bundesrepublik wird in diesem Beitrag die Entwicklung der Lohnungleichheit für den Zeitraum von 1998 bis 2006 untersucht. Hauptziel der Analyse ist es, die Unterschiede in der Entwicklung der Reallöhne zwischen verschiedenen Berufsklassen zu bestimmen. Konzeptionell stützt sich der Beitrag dabei auf ökonomische und soziologische Erklärungsansätze. Der derzeit innerhalb der Wirtschaftswissenschaften prominenten These des skill-biased technological change (SBTC), nach der die Verbreitung moderner Informationstechnologien die Nachfrage nach hoch qualifizierten Arbeitskräften relativ zu der nach weniger qualifizierten Personen erhöht hat, wird eine strukturelle Theorie auf der Grundlage der Arbeiten von Aage B. Sørensen entgegengestellt. Nach dieser Theorie ist die wachsende Ungleichheit der Löhne zwischen unterschiedlichen Berufsgruppen insbesondere auf Veränderungen in Rentengenerierungsprozessen zurückzuführen. Die empirischen Analysen des Beitrags beruhen auf Daten des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP) und der BIBB/IAB-Strukturerhebung. Unsere Ergebnisse zeigen zunächst, dass Personen in niedrigen Berufsklassen zu den Verlierern der aktuellen Einkommensdynamik in der Bundesrepublik gehören. Durch den Einbezug einer breiten Palette von Merkmalen der Berufspositionen wird darüber hinaus deutlich, dass die wachsende Lohnungleichheit in Deutschland bei Weitem nicht allein durch qualifikationsbasierte Veränderungen erklärt werden kann, sondern Verschiebungen in ungleich verteilten Macht- und Schließungspotenzialen die Dynamik sozialer Ungleichheit ebenfalls miterklären können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Zur Angleichung von Einkommen und Lebensqualität im vereinigten Deutschland (2009)
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Goebel, Jan, Roland Habich & Peter Krause (2009): Zur Angleichung von Einkommen und Lebensqualität im vereinigten Deutschland. In: Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung, Jg. 78, H. 2, S. 122-145. DOI:10.3790/vjh.78.2.122
Abstract
"Der Übergang zur Marktwirtschaft erfolgte in Ostdeutschland im Unterschied zu anderen osteuropäischen Staaten unter dem Primat der sozialpolitischen Angleichung der Lebensbedingungen an das höhere Wohlstandsniveau der westlichen Bundesländer. Bezüglich der Wohlstandsentwicklung wie auch der subjektiven Bewertungsmaßstäbe lassen sich im Verlauf der 90er Jahre hierbei deutliche Angleichungsfortschritte aufzeigen. In der zweiten Hälfte der 90er Jahre hat sich dieser Angleichungsprozess immer weiter verlangsamt. Für die noch verbleibenden Differenzen zwischen Ost- und Westdeutschland sind sowohl hinsichtlich der Einkommensunterschiede als auch der Zufriedenheitseinschätzungen derzeit keine weiteren schnellen Angleichungen absehbar. Auch die Wahrnehmung der 'gemeinsamen' deutschen Gesellschaft bezüglich der subjektiven Schichteinstufung, der Gerechtigkeitseinschätzung und in der Wahrnehmung von Konflikten weist so im Ganzen zwar deutliche Angleichungsfortschritte auf, unterscheidet sich in Teilen aber noch erheblich." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Markt oder Schließung? Zu den Ursachen der Steigerung der Einkommensungleichheit (2009)
Zitatform
Groß, Martin (2009): Markt oder Schließung? Zu den Ursachen der Steigerung der Einkommensungleichheit. In: Berliner Journal für Soziologie, Jg. 19, H. 4, S. 499-530. DOI:10.1007/s11609-009-0109-9
Abstract
"Der Beitrag untersucht die Ursachen der Zunahme der Einkommensungleichheit, die seit den 1990er Jahren in Deutschland zu beobachten ist. Der in der ökonomischen Literatur dominierenden These des 'skill-biased technological change', die vor allem eine zunehmende Bedeutung von Qualifikationen im Rahmen der Einkommensgenerierung für die steigende Einkommensungleichheit verantwortlich macht, wird die in der soziologischen Literatur präferierte Schließungstheorie gegenübergestellt, die die Ursachen dieser Entwicklung in institutionellen Veränderungen, Klassenkonflikten und Diskriminierungsmechanismen sieht. Analysen auf Basis der 'Gehalts- und Lohnstrukturerhebung' zeigen, dass beide Faktorengruppen zur Ungleichheitszunahme beitragen, wobei Schließungsmechanismen insbesondere in den alten Bundesländern stärker hervortreten. Eine wachsende Bedeutung qualifikationsbezogener Faktoren ist vor allem in den neuen Bundesländern zu beobachten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Household income, poverty and wealth (2009)
Hauser, Richard;Zitatform
Hauser, Richard (2009): Household income, poverty and wealth. (RatSWD working paper 53), Berlin, 14 S.
Abstract
"This paper concentrates on official statistics on household income, poverty, and wealth. It characterizes the main research questions in this field, and it presents an overview of the available statistics and Scientific Use Files produced by the four Research Data Centers (RDC) in Germany. (RDC of the Federal Statistical Office; RDC of the Statistical Offices of the German states; RDC of the German Labor Office; RCD of the German Pension Insurance). We support the recommendations of a peer review group for the Federal Statistical Office based on the European Statistics Code of Practice, and suggest peer reviews for all data producing bodies including ministries. We repeat a recommendation of a former Commission to find ways of distributing Scientific Use Files to reliable foreign research institutes. Special recommendations refer to the improvement of survey methods and extended questionnaires of the Income and Consumption Survey (EVS) and the German contribution to the European Statistics on Income and Living Conditions (EU SILC). We also recommend a harmonization of the administrative statistics on the various minimum benefit programs, and the development of a single Scientific Use Files for all minimum benefit recipients." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Redistribution and inequality in a heterogeneous society (2009)
Zitatform
Hodler, Roland (2009): Redistribution and inequality in a heterogeneous society. In: Economica, Jg. 76, H. 304, S. 704-718. DOI:10.1111/j.1468-0335.2008.00727.x
Abstract
"This paper analyses how income redistribution affects inequality in a society in which individuals differ in their earning abilities and their preferences for consumption and leisure. After discussing the shortcomings of various standard approaches, I measure inequality in such a heterogeneous society by the inequality in individuals' so-called equivalent wages. This approach suggests that redistribution tends to reduce inequality by transferring income from high-ability to low-ability individuals, but to increase inequality by transferring income from consumption-loving to leisure-loving individuals. These countervailing effects lead in all my simulations to a U-shaped relationship between redistribution and inequality." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Demografie und Ungleichheit: Der Einfluss von Veränderungen der Haushaltsstruktur auf die Einkommensverteilung in Deutschland (2009)
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Peichl, Andreas, Nico Pestel & Hilmar Schneider (2009): Demografie und Ungleichheit: Der Einfluss von Veränderungen der Haushaltsstruktur auf die Einkommensverteilung in Deutschland. (IZA discussion paper 4197), Bonn, 37 S.
Abstract
"In Germany, two observations can be tracked over the past 15 to 20 years: First, income inequality has constantly increased while, second, the average household size has been declining dramatically. The analysis of income distribution relies on equivalence-weighted incomes, which take into account household size. Therefore, there is an obvious link between these two developments. The aim of the paper is to quantify how the trend towards smaller households has influenced the change in income inequality. It appears that inequality would also have increased without this demographic trend. But its level would be noticeably lower than it actually is." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Technological change and income distribution in Europe (2009)
Zitatform
Perugini, Cristiano & Fabrizio Pompei (2009): Technological change and income distribution in Europe. In: International Labour Review, Jg. 148, H. 1/2, S. 123-148.
Abstract
"This article provides empirical evidence of the link between technological change and overall income inequality in 14 EU countries. The analysis begins by testing the skill-biased technological change (SBTC) hypothesis in sectors with different levels of technology intensity. After confirming die skill complementarity of technology and the predominantly skill-replacing character of investment, the analysis turns to sectoral changes in skilled-labour demand as a possible determinant of income inequality. It finds a non-linear relationship between SBTC and inequality in five of the eight sectors considered, suggesting an inverted U-shaped pattern that can be explained by stages in labour demand and supply adjustments over time." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Soziale Umverteilung in Deutschland: Bestandsaufnahme und Ansätze zu einer rationalen Neukonzeption (2009)
Pimpertz, Jochen; Schröder, Christoph; Horschel, Nicole;Zitatform
Pimpertz, Jochen, Nicole Horschel & Christoph Schröder (2009): Soziale Umverteilung in Deutschland. Bestandsaufnahme und Ansätze zu einer rationalen Neukonzeption. (IW-Analysen 49), Köln: Deutscher Instituts-Verlag, 116 S.
Abstract
"In Deutschland verteilt der Staat in vielfältiger Form und mit wachsender Intensität Einkommen zwischen den Bürgern um. Dabei dominieren vermeintliche 'Ungerechtigkeiten' die Diskussion: Beklagen die einen eine Umschichtung der Einkommen 'von unten nach oben', vermuten andere, dass der Sozialstaat vor allem durch eine Umschichtung 'von der rechten in die linke Tasche' und zulasten der Mittelschicht aufgebläht wird. Versagt der Sozialstaat, wie Darstellungen zur Einkommensarmut in Deutschland nahelegen? Die vorliegende Analyse geht der Frage nach, welchen Einfluss der umverteilende Sozialstaat in der Summe seiner Maßnahmen auf die Einkommen der privaten Haushalte hat. Eine empirisch fundierte Antwort auf diese Frage ist sowohl für die Beratung politischer Entscheidungsträger als auch für die Meinungsbildung in der Öffentlichkeit von zentraler Bedeutung. Mit dieser Fragestellung wird zudem eine in der Wissenschaft bislang kaum verfolgte Perspektive eingenommen: Fragen die meisten Studien nach Armut oder Reichtum, also der Wohlstandsposition einzelner Haushalte, so steht hier vor allem das Verhältnis zwischen Staat und Bürgern im Mittelpunkt des Interesses. Die Analyse gibt die wichtigsten Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt 'Soziale Umverteilung in Deutschland' wieder, das die informedia-Stiftung, Gemeinnützige Stiftung für Gesellschaftswissenschaften und Publizistik Köln, am Institut der deutschen Wirtschaft Köln gefördert hat." (Textauszug, IAB-Doku)
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Struktur und Ausmaß der intergenerationalen Einkommensmobilität in Deutschland (2009)
Schnitzlein, Daniel;Zitatform
Schnitzlein, Daniel (2009): Struktur und Ausmaß der intergenerationalen Einkommensmobilität in Deutschland. In: Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik, Jg. 229, H. 4, S. 450-466. DOI:10.1515/jbnst-2009-0406
Abstract
In dem Beitrag werden Struktur und Ausmaß der intergenerationalen Einkommensmobilität in Deutschland untersucht. Das Sozio-ökonomische Panel erlaubt es Vater-Sohn-Paare und Vater-Tochter-Paare zu betrachten. Es zeigt sich eine intergenerationale Einkommenselastizität von 0,26 für Vater-Sohn-Paare und von 0,4 für Vater-Tochter-Paare. Eine detailliertere Analyse wird durchgeführt, die auf einem Quantilsregressionsansatz basiert. Im einem dritten Schritt wird eine Übergangsmatrix für Söhne entwickelt. Obwohl sich an beiden Extrempositionen der Einkommensverteilung Persistenz zeigt, bestätigen die Ergebnisse eine hohe Einkommensmobilität in Deutschland. (IAB)
Ähnliche Treffer
- frühere (möglw. abweichende) Version erschienen u.d.T.: "Verbunden über Generationen , Struktur und Ausmaß der intergenerationalen Einkommensmobilität in Deutschland" als: SOEPpapers on multidisciplinary panel data research at DIW Berlin , 80/2008
- frühere (möglw. abweichende) Version erschienen u.d.T.: "Verbunden über Generationen , Struktur und Ausmaß der intergenerationalen Einkommensmobilität in Deutschland" als: IAB Discussion Paper , 01/2008
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Literaturhinweis
Umverteilung und Einkommensarmut in Deutschland (2009)
Schröder, Christoph;Zitatform
Schröder, Christoph (2009): Umverteilung und Einkommensarmut in Deutschland. In: IW-Trends, Jg. 36, H. 1, S. 3-17.
Abstract
"Obwohl das staatliche Abgaben-, Steuer- und Transfersystem nicht durchgehend bedarfsorientiert ausgestaltet ist, führt es zu einer weitgehend konsistenten Umverteilung von oben nach unten. Dies gilt auch dann, wenn man das Einkommen personenbezogen betrachtet und dabei den Haushaltskontext berücksichtigt. Die 30 Prozent der Personen mit dem niedrigsten Marktäquivalenzeinkommen erhalten im Durchschnitt, auf den Bedarf eines Singles umgerechnet, pro Monat über 900 Euro mehr vom Staat, als sie an Steuern und Abgaben leisten. Auch die private Umverteilung durch Unterhaltszahlungen, Unterstützungen, Betriebsrenten und Beihilfen von Organisationen ohne Erwerbszweck führt wie langfristig angelegte Spar- und Entsparprozesse zu einer ausgeglicheneren Einkommensverteilung. Dies spiegelt sich auch im Anteil der relativ betrachtet Einkommensarmen wider, der um 2 Prozentpunkte niedriger ausfällt, wenn man die privaten Umverteilungseffekte berücksichtigt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Einkommensmobilität in Deutschland: Entwicklung, Strukturen und Determinanten (2009)
Schäfer, Holger; Schmidt, Jörg;Zitatform
Schäfer, Holger & Jörg Schmidt (2009): Einkommensmobilität in Deutschland. Entwicklung, Strukturen und Determinanten. In: IW-Trends, Jg. 36, H. 2, S. 91-105.
Abstract
"Einkommensmobilität bezeichnet die Änderung der Position von Personen in der Einkommenshierarchie im Vergleich zu anderen. Für die Diskussion um die Verteilungsgerechtigkeit ist insbesondere die Aufwärtsmobilität aus der unteren Einkommensschicht, das heißt dem untersten Fünftel der Einkommensverteilung, von Bedeutung. In Deutschland verbleiben in einem Zeitraum von vier Jahren fast zwei Drittel der Personen im unteren Einkommenssegment. Diese Beharrungsquote ist in den letzten Jahren gestiegen. Besonders selten konnten Arbeitslose und Alleinerziehende aufsteigen. Eine simultane Schätzung der Determinanten von Mobilitätsprozessen ergibt, dass für den Aufstieg aus dem untersten Einkommenssegment die Aufnahme einer Beschäftigung nahezu ohne Alternative ist. Die weiteren Aufstiegschancen in höhere Einkommensschichten hängen dann zunehmend von dem Qualifikationsniveau einer Person ab. Von großer Bedeutung sind ebenso Änderungen des Haushaltszusammenhangs. Trennungen von Paarhaushalten wirken sich ungünstig aus, während Personen in neu gebildeten Paarhaushalten oft aufsteigen können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Aus der Krise in die Krise? WSI-Verteilungsbericht 2009 (2009)
Schäfer, Claus;Zitatform
Schäfer, Claus (2009): Aus der Krise in die Krise? WSI-Verteilungsbericht 2009. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 62, H. 12, S. 683-691. DOI:10.5771/0342-300X-2009-12-683
Abstract
"Der WSI-Verteilungsbericht 2009 präsentiert wie jedes Jahr aktuell verfügbare Daten zur Entwicklung der Einkommensverteilung, vor allem zu Löhnen und Gewinnen. Zusätzlich werden neue Informationen zur Vermögensverteilung der privaten Haushalte vorgestellt. Beide Verteilungen werden schließlich vor dem Hintergrund der weltweiten Finanzmarktkrise und des Regierungswechsels in Berlin bewertet. Dabei wird die auch in der internationalen Debatte zunehmend geäußerte These vertreten, dass soziale Ungleichheit und ökonomisches Wachstum wegen der Bedeutung des Bindeglieds Binnennachfrage eine Trade-off-Beziehung aufweisen. Die Pläne der neuen Bundesregierung beherzigen dieses Problem nicht. Vielmehr verfolgen sie die Fortsetzung der Umverteilung von unten nach oben, was die Wirtschaftskrise verlängern, wenn nicht verschlimmern würde." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Policy, institutional factors and earnings mobility (2009)
Sologon, Denisa Maria; O'Donoghue, Cathal;Zitatform
Sologon, Denisa Maria & Cathal O'Donoghue (2009): Policy, institutional factors and earnings mobility. (IZA discussion paper 4151), Bonn, 108 S.
Abstract
"This paper uses ECHP and OECD data for 14 EU countries to explore the role of labour market factors in explaining cross-national differences in the dynamic structure of earnings: in permanent inequality, transitory inequality and earnings mobility. Based on ECHP, minimum distance estimator is used to decompose earnings inequality into the permanent and transitory components and compute earnings mobility. The predicted components together with the institutional OECD data are used in a non-linear least squares setting to estimate the relationship between permanent inequality, transitory inequality and earnings mobility, and labour market policy and institutional factors. The results revealed a highly complex framework, where institutions interact significantly not only with each other and with the overall institutional setting, but also with the macroeconomic shocks in shaping the pattern of the three labour market outcomes." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Humankapital in Deutschland: Wachstum, Struktur und Nutzung der Erwerbseinkommenskapazität von 1984 bis 2006 (2009)
Zitatform
Werding, Martin, Robert Jäckle, Christian Holzner, Marc Piopiunik & Ludger Wößmann (2009): Humankapital in Deutschland. Wachstum, Struktur und Nutzung der Erwerbseinkommenskapazität von 1984 bis 2006. Tübingen: Mohr Siebeck, 230 S.
Abstract
"Humankapital als Inbegriff der zum Erwerb von Arbeitseinkommen verwertbaren Fähigkeiten der Bevölkerung ist eine zentrale Determinante der wirtschaftlichen Entwicklung eines Landes. Eine detaillierte empirische Untersuchung zu Bestand und Nutzung des Humankapitals in Deutschland liegt bislang allerdings nicht vor. Angelehnt an ein Messkonzept, das von ifo-Forschungsprofessor Robert Haveman (University of Wisconsin-Madison) für die USA entwickelt wurde, und gestützt auf deutsche Mikrodaten stellen die Autoren umfassende Berechnungen zur langfristigen Entwicklung des Humankapitals, einschließlich seiner Strukturen nach Geschlecht, Alter und Bildung der Erwerbspersonen sowie seiner effektiven Auslastung durch Erwerbstätigkeit an. Ergänzend schätzen sie auch die Haushaltsproduktivität Nicht-Erwerbstätiger ab. Die Resultate werden mit denen für die USA verglichen und wirtschaftspolitische Schlussfolgerungen gezogen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Inhaltsverzeichnis bei der Deutschen Nationalbibliothek -
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The changing distribution of earnings in OECD countries (2008)
Atkinson, Anthony B.;Zitatform
Atkinson, Anthony B. (2008): The changing distribution of earnings in OECD countries. (The Rodolfo Debenedetti lectures), Oxford: Oxford University Press, 480 S.
Abstract
"This book is about how much people earn and why the distribution of earnings has been changing over time. The gap between the top and bottom in the United States has widened significantly since 1980. Why has this happened? Is it due to new technologies? What is the role of globalisation? Are there historical precedents? The book begins with the 'race' between technology and education, and shows that continuing technical progress does not necessarily imply a continuing rise in dispersion. It then examines the experience of 20 OECD countries over the twentieth century, material presented in the form of 20 country case studies. The book breaks new ground in assembling data on the distribution of individual earnings covering much of the twentieth century and drawing on a variety of under-exploited sources. The findings overturn a number of widely-held beliefs. It is not the earnings of the low paid that have been most affected by the recent changes; widening is largely due to what is happening at the top. The recent rise in earnings dispersion is not unprecedented, but should be seen as part of a longer-run history of successive compression and expansion of earnings differences." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Zum Einkommensreichtum Älterer in Deutschland: neue Reichtumskennzahlen und Ergebnisse aus der Lohn- und Einkommenssteuerstatistik (FAST 2001) (2008)
Böhm, Paul; Merz, Joachim;Zitatform
Böhm, Paul & Joachim Merz (2008): Zum Einkommensreichtum Älterer in Deutschland. Neue Reichtumskennzahlen und Ergebnisse aus der Lohn- und Einkommenssteuerstatistik (FAST 2001). In: Deutsche Rentenversicherung, Jg. 63, H. 1, S. 103-119.
Abstract
"Dieser Beitrag analysiert den Einkommensreichtum von älteren Personen in Deutschland 2001. Unter Verwendung der aktuellen Daten der Lohn- und Einkommensteuerstatistik, die in besonderem Maße für die Analyse hoher Einkommen geeignet sind, werden neue Reichtumskennzahlen diskutiert und Ergebnisse vorgestellt. Es zeigt sich, dass es in den oberen Altersklassen zwar unterdurchschnittlich viele Reiche gibt. Allerdings weisen vertiefende Ergebnisse darauf hin, dass die Reichtumsintensität und die Konzentration der hohen Einkommen bei Älteren besonders ausgeprägt sind. Unter Berücksichtigung der für die Darstellung des Reichtums notwendigen Teilkomponenten, kann für Deutschland 2001 zusammengefasst eine überdurchschnittliche Bedeutung des Reichtums in den oberen Altersklassen festgestellt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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LEBEN IN EUROPA 2005 und 2006: Ergebnisse für Sozialindikatoren (2008)
Deckl, Silvia;Zitatform
Deckl, Silvia (2008): LEBEN IN EUROPA 2005 und 2006. Ergebnisse für Sozialindikatoren. In: Wirtschaft und Statistik H. 9, S. 796-807.
Abstract
"Der Beitrag stellt die wichtigsten europäischen Sozialindikatoren (Querschnittsindikatoren) zur Einkommensverteilung und Einkommensarmut in Deutschland und der Europäischen Union (EU) aus den beiden Erhebungen LEBEN IN EUROPA 2005 und 2006 vor. Im Januar 2008 wurde eine Datenrevision zur Verbesserung der Datenqualität abgeschlossen; die Ergebnisse aus LEBEN IN EUROPA 2005 wurden danach korrigiert. Der Artikel umfasst auch bisher unveröffentlichte Indikatoren, die aus dem mit der Erhebung 2006 erhobenen Sondermodul 'Soziale Partizipation' gewonnen wurden. Mittels einer Ex-Post-Simulation auf der Basis von Daten der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) 2003 wurde ferner versucht, Ergebnisdifferenzen zu quantifizieren, die sich mit bzw. ohne die Imputation von Mietwerten für selbstgenutztes Wohneigentum bei wichtigen monetären Indikatoren ergeben. Interessant ist dabei die Gegenüberstellung beider Varianten mit den (bisher ohne Mietwertimputation) erzeugten EU-SILC-Ergebnissen. Der Artikel schließt mit Hinweisen zu Veröffentlichungen, zu den Nutzungsmöglichkeiten der Mikrodaten aus der deutschen Erhebung sowie einigen Anmerkungen über künftige Erhebungen und Längsschnittauswertungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Ausgewählte Verteilungsbefunde für die Bundesrepublik Deutschland unter besonderer Berücksichtigung der Einkommenslage der älteren Bevölkerung (2008)
Faik, Jürgen;Zitatform
Faik, Jürgen (2008): Ausgewählte Verteilungsbefunde für die Bundesrepublik Deutschland unter besonderer Berücksichtigung der Einkommenslage der älteren Bevölkerung. In: Deutsche Rentenversicherung, Jg. 63, H. 1, S. 22-39.
Abstract
"Der Beitrag befasst sich in ausgewählter Form mit dem Verteilungsgeschehen in Deutschland. Nach der Klärung einiger wesentlicher begrifflicher Grundlagen, wie zum Beispiel der Operationalisierung von Wohlstand, werden verschiedene Verteilungsbefunde für Deutschland präsentiert. Diese Präsentation ist aufgeteilt in Aussagen über das allgemeine bundesdeutsche Ungleichheitsgeschehen sowie in Bemerkungen zur Entwicklung an den Verteilungsrändern der relativen Einkommensarmut und des relativen Einkommensreichtums in Deutschland. Fokussiert wird dabei auf eine altersbezogene Differenzierung unter besonderer Beachtung der Einkommenslage der älteren Bevölkerung. Die Schlussbetrachtung gibt einen Ausblick auf weitere relevante Verteilungsaspekte - gerade auch im Kontext der bundesdeutschen Alterssicherung -, wie sie auch in den nachfolgenden Beiträgen des Bandes behandelt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
