Rente mit 67 – oder später? Das Renteneintrittsalter in der Diskussion
Das gesetzliche Renteneintrittsalter wird seit 2012 schrittweise von 65 auf 67 Jahre erhöht. Ziel ist es, die Finanzlage der Rentenversicherung zu stabilisieren und die Beschäftigung Älterer zu erhöhen.
Sind damit die Herausforderungen der alternden Gesellschaft zu meistern oder muss über einen noch späteren Berufsausstieg nachgedacht werden? Droht die Altersarmut, da das höhere abschlagsfreie Rentenalter für viele zu einer Kürzung ihrer monatlichen Rente führt? Bleiben Ältere dadurch wirklich länger erwerbstätig und in welchem Ausmaß sind Unternehmen bereit Ältere zu beschäftigen?
Diese IAB-Infoplattform bietet Hintergrundinformationen zum Zusammenhang von Renteneintrittsalter und Beschäftigung und gibt einen Überblick über die Positionen der Akteure.
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Literaturhinweis
On the political feasibility of increasing the legal retirement age (2019)
Zitatform
Bittschi, Benjamin & Berthold U. Wigger (2019): On the political feasibility of increasing the legal retirement age. (CESifo working paper 7492), München, 44 S.
Abstract
"Within a politico-economic model we first establish three hypotheses: (i) Retirees generally prefer a higher retirement age than workers, whereby just retired individuals prefer the highest retirement age, (ii) in equilibrium the level of the legal retirement age is increasing in longevity and (iii) decreasing in the public pension replacement rate. We then test these hypotheses empirically. Employing micro data for Germany we corroborate the first hypothesis with descriptive regressions and a fuzzy regression discontinuity (FRD) design. We show that just retired individuals are indeed most in favor of an increase in the legal retirement age. On the basis of cross country panel IV regressions we provide evidence for the second and third hypothesis. We demonstrate that a one percentage point increase in the share of the elderly increases the legal retirement age by 0.3 to 0.5 years, and that a 10 percentage point increase in the replacement rate reduces the legal retirement age by 0.5 to 3 years. We conclude that if policy contains the generosity of public pensions, increasing the legal retirement age becomes politically more feasible." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Rente mit 67: Der Arbeitsmarkt für Ältere wird entscheidend sein (2019)
Zitatform
Buslei, Hermann, Patricia Gallego-Granados, Johannes Geyer & Peter Haan (2019): Rente mit 67: Der Arbeitsmarkt für Ältere wird entscheidend sein. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 86, H. 16/17, S. 275-283. DOI:10.18723/diw_wb:2019-16-1
Abstract
"Die 'Rente mit 67' ist ein zentraler rentenpolitischer Baustein zur Bewältigung der Folgen des demografischen Wandels. Sie sieht vor, dass das Regelrenteneintrittsalter zwischen 2012 und 2031 von 65 auf 67 Jahre steigt. Allerdings geht diese Strategie nur dann auf, wenn es den Menschen gelingt, ihren Erwerbsaustritt auch wirklich in ein höheres Alter zu verschieben. Unter den aktuell sehr günstigen Arbeitsmarktbedingungen gelingt dies deutlich mehr Menschen als noch vor zehn Jahren. Allerdings bestehen große Unsicherheiten, ob sich dieser Trend so fortsetzen kann. Anhand des am DIW Berlin entwickelten Dynamischen Mikrosimulationsmodells (DySiMo) werden die Wirkungen der Anhebung der Altersgrenzen unter zwei verschiedenen Arbeitsmarktszenarien simuliert. Das durchschnittliche Zugangsalter in die Altersrente wird in den kommenden Jahren nach den Schätzungen um weitere 1,2 bis 1,5 Jahre steigen. Falls die Beschäftigungsquoten der 60- bis 67-Jährigen auf dem heutigen Niveau verharren, werden aber weiterhin rund 40 Prozent (bei optimistischer Prognose nur 20 Prozent) aller Rentenzugänge nicht aus einem Beschäftigungsverhältnis erfolgen. Deshalb müssen gerade bei einer weiteren Anhebung der Altersgrenzen Lösungen für unterschiedliche Risikogruppen gefunden und die Möglichkeiten für einen gleitenden Ausstieg aus dem Erwerbsleben verbessert werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Wie erfolgreich sind ältere Arbeitskräfte in der zeitlichen Umsetzung ihrer Ausstiegspläne?: Soziale Unterschiede der Übereinstimmung zwischen geplantem und realisiertem Alter der Erwerbsbeendigung (2019)
Zitatform
Engstler, Heribert (2019): Wie erfolgreich sind ältere Arbeitskräfte in der zeitlichen Umsetzung ihrer Ausstiegspläne? Soziale Unterschiede der Übereinstimmung zwischen geplantem und realisiertem Alter der Erwerbsbeendigung. In: Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie, Jg. 52, H. Supplement 1, S. 14-24. DOI:10.1007/s00391-018-1451-3
Abstract
"Hintergrund: Rentenaltersgrenzen haben eine Orientierungsfunktion für die individuelle Arbeits- und Lebensplanung. Bekannt ist, dass die Ausstiegspläne älterer Arbeitskräfte nur verzögert und nicht vollständig der Altersgrenzenanhebung der gesetzlichen Rentenversicherung folgen. Unklar ist jedoch, wie gut die zeitlichen Ausstiegspläne von älteren Erwerbstätigen ihr tatsächliches Übergangsverhalten vorhersagen und wem es gelingt oder nicht gelingt, die eigenen Pläne in die Tat umzusetzen. Ziel der Arbeit: Daher widmet sich der Beitrag den Übereinstimmungen und Diskrepanzen zwischen dem geplanten und dem tatsächlichen Ausstiegsalter älterer Erwerbstätiger. Mit Blick auf soziale und regionale Unterschiede der Realisierungschancen werden geschlechts-, qualifikationsspezifische und Ost-West-Unterschiede der Wahrscheinlichkeit untersucht, früher oder später als geplant aus dem Berufsleben auszuscheiden. Daten und Methode: Grundlage sind längsschnittliche Daten des Deutschen Alterssurveys (DEAS). Ausgehend vom geplanten Ausstiegsalter der 55- bis 61-jährigen Erwerbstätigen des Jahres 2008 wird anhand ihres Erwerbsstatus im Jahr 2014 und ihres tatsächlichen Ausstiegsalters aus der hauptberuflichen Beschäftigung eine empirische Typologie der zeitlichen Übereinstimmung oder Abweichung von Plan und Wirklichkeit des Ausstiegs oder des Weiterarbeitens gebildet. Mittels logistischer Regression werden Thesen zu sozialen und regionalen Unterschieden in der Umsetzung der Übergangspläne empirisch überprüft. Ergebnisse: Die ursprünglichen Ausstiegs- oder Weiterarbeitspläne werden in hohem Maß in die Tat umgesetzt. Im 6-jährigen Beobachtungszeitfenster verwirklicht die Hälfte der älteren Arbeitskräfte ihre Pläne mit hoher zeitlicher Übereinstimmung. Früher auszuscheiden als geplant, ist etwas häufiger verbreitet als länger zu arbeiten als beabsichtigt. Eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für ein ungeplantes vorzeitiges Ausscheiden haben Geringqualifizierte und gesundheitlich Beeinträchtigte. Länger als geplant im Arbeitsprozess bleiben vor allem Frauen. Schlussfolgerung: Das geplante Ausstiegsalter ist ein brauchbarer Frühindikator des späteren Handelns. Die Ausstiegspläne älterer Arbeitskräfte sind keine unrealistischen Wunschvorstellungen. Allerdings liegt die Umsetzung der Pläne nicht allein im Ermessen der Beschäftigten, und es können Entwicklungen auftreten, die eine Abkehr vom ursprünglichen Plan notwendig machen. Gesundheitsverschlechterungen und Arbeitsplatzgefährdungen erhöhen das Risiko eines vorzeitigen Ausscheidens entgegen ursprünglicher Pläne. Umgekehrt kann die Schließung von frühzeitigen Rentenzugangsoptionen - wie der Wegfall der vorgezogenen Altersrente für Frauen - auch zum längeren Verbleib im Beruf führen, als dies ursprünglich geplant war. " (Autorenreferat, © Springer-Verlag)
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Labour supply of older people in advanced economies: The impact of changes to statutory retirement ages (2019)
Geppert, Christian; Turner, David; Morgavi, Hermes; Guillemette, Yvan;Zitatform
Geppert, Christian, Yvan Guillemette, Hermes Morgavi & David Turner (2019): Labour supply of older people in advanced economies. The impact of changes to statutory retirement ages. (OECD Economics Department working papers 1554), Paris, 43 S. DOI:10.1787/b9f8d292-en
Abstract
"A decomposition of changes to participation rates of 55-to-74 year-olds between 2002 and 2017 based on an estimated equation attributes more than two thirds of the median increase (of 10.9 percentage points) to rising life expectancy and educational attainment. About 1 percentage point is attributable to changes in statutory retirement ages, although part of the reason these effects are not larger is that in most countries, statutory retirement ages have not kept pace with life expectancy. Although difficult to incorporate in the empirical framework, evidence of falling disability pension rolls and reduced sensitivity of old-age participation to the level of unemployment suggests that the tightening of alternative early retirement pathways through unemployment or disability schemes has been a major factor in the turnaround in the participation rate of older workers. Projections indicate that participation rates for 55-to-74 year-olds should keep rising through 2030, by 3.4 percentage points for the median country. Rising life expectancy and educational attainment are projected to make the largest contributions, more than compensating for the negative contribution of population ageing in most countries." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Erhöhung des Renteneintrittsalters für Frauen: Mehr Beschäftigung, aber höheres sozialpolitisches Risiko (2019)
Zitatform
Geyer, Johannes, Peter Haan, Anna Hammerschmid & Clara Welteke (2019): Erhöhung des Renteneintrittsalters für Frauen. Mehr Beschäftigung, aber höheres sozialpolitisches Risiko. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 86, H. 14, S. 239-247. DOI:10.18723/diw_wb:2019-14-1
Abstract
"Im Jahr 1999 wurde die sogenannte 'Altersrente für Frauen' für die Jahrgänge ab 1952 abgeschafft. Dadurch erhöhte sich das frühestmögliche Renteneintrittsalter für viele Frauen schlagartig von 60 auf 63 Jahre. In der vorliegenden Studie werden anhand von Daten der deutschen Rentenversicherung und des Mikrozensus die Arbeitsmarkteffekte der Reform untersucht. Die Analysen zeigen im Durchschnitt positive Beschäftigungseffekte: Die Erwerbsquote der betroffenen Frauen steigt insgesamt um rund acht Prozentpunkte. Allerdings steigen auch Arbeitslosigkeit und Nichterwerbstätigkeit im selben Ausmaß. Der Beschäftigungseffekt geht vor allem darauf zurück, dass erwerbstätige Frauen länger arbeiten. Arbeitslose oder nichterwerbstätige Frauen wechseln durch die Erhöhung des Renteneintrittsalters kaum in Beschäftigung. Die Beschäftigungseffekte fallen für Frauen ohne hohe Bildung geringer aus. Der Wiedereingliederung von Arbeitslosen und Nichterwerbstätigen muss daher bei der künftigen Ausgestaltung der Altersgrenzen eine höhere Bedeutung zukommen. In diesem Zusammenhang sollte auch verstärkt in die Weiterbildung von älteren Menschen investiert werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Healthier when retiring earlier? Evidence from France (2019)
Zitatform
Messe, Pierre-Jean & François-Charles Wolff (2019): Healthier when retiring earlier? Evidence from France. In: Applied Economics, Jg. 51, H. 47, S. 5122-5143. DOI:10.1080/00036846.2019.1610710
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Transition to retirement in the healthcare sector: Working conditions and attitudes of older workers (2019)
Zitatform
Mäcken, Jana, Sebastian Merkel, Moritz Hess, Josef Hilbert & Gerhard Naegele (2019): Transition to retirement in the healthcare sector. Working conditions and attitudes of older workers. In: Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie, Jg. 52, H. Supplement 1, S. 25-31. DOI:10.1007/s00391-018-1452-2
Abstract
"Hintergrund: Die demografische Alterung wird zu einem steigenden Bedarf an Gesundheits- und Pflegedienstleistungen und einem höheren Anteil Älterer im Arbeitsmarkt führen. Diese beiden Entwicklungen treffen im Gesundheits- und Pflegesektor (GPS) zusammen. Dieser wird gesellschaftlich und wirtschaftlich weiter an Bedeutung gewinnen, und gleichzeitig werden in ihm immer mehr ältere ArbeitnehmerInnen arbeiten. Fragestellung: Der vorliegende Beitrag untersucht daher die Arbeitsbedingungen und die Einstellungen zum Rentenübergang ältere ArbeitnehmerInnen im GPS im Vergleich zu anderen Wirtschaftssektoren. Weiterhin beschäftigt er sich mit Personalmaßnahmen von Unternehmen in diesem Sektor, die auf die Belange dieser Gruppe zielen. Material und Methoden: Methodologisch wird ein Mixed-methods-Ansatz gewählt. Datengrundlage der quantitativen Analyse ist die Transitions and Old Age Potential (TOP) Studie, in der ArbeitnehmerInnen aus Deutschland zu Arbeitsbedingungen und Rentenübergang befragt werden. 'Matching'-Analysen ('coarsened exact matching') wurden verwendet, die eindeutige Schlüsse über signifikante Unterschiede zwischen den Sektoren erlauben. Die Stichprobe beinhaltet 114 Angestellte im GPS, die zwischen 55 und 65 Jahre alt sind, und deren statistische Zwillinge. Die qualitative Analyse beruht auf Fallstudien in 2 stationären Pflegeinrichtungen und 2 Krankenhäusern in Deutschland. Hierzu wurden 23 semistrukturierte Interviews mit ArbeitgeberInnen sowie ArbeitnehmerInnen durchgeführt und inhaltsanalytisch ausgewertet. Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigen, dass ArbeitnehmerInnen im GPS nicht erwarten eher in Rente zu gehen, dies aber gerne würden. Des Weiteren sind ArbeitnehmerInnen im GPS mit größerer Wahrscheinlichkeit physischen Belastungen ausgesetzt als in anderen Sektoren. Die Ergebnisse der Fallstudien lassen sehr unterschiedliche Strategien in Bezug auf alternde Belegschaften vermuten. Diskussion: Es zeigt sich die Sonderstellung des GPS mit seinen 'harten' Arbeitsbedingungen. Diese sollten so angepasst werden, dass ältere ArbeitnehmerInnen auch in diesem Sektor bis zum Rentenalter arbeiten können. " (Autorenreferat, © Springer-Verlag)
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Uncertain futures: Organisational influences on the transition from work to retirement (2019)
Zitatform
Phillipson, Chris, Sue Sheperd, Mark Robinson & Sarah Vickerstaff (2019): Uncertain futures: Organisational influences on the transition from work to retirement. In: Social policy and society, Jg. 18, H. 3, S. 335-350. DOI:10.1017/S1474746418000180
Abstract
"The promotion of extended working life has created a period of uncertainty between the ending of work and the beginning of retirement. This period of the life course is now 'open-ended' in respect of whether older workers decide to remain in employment or leave working. However, the choices available are framed within public policy and organisational contexts as well as personal circumstances. The study reviews the organisation of 'work-ending', the construction of age within organisations, and the influences on provision of support in late working life. The article concludes with a discussion on the range of pressures that might limit control over pathways through middle and late working careers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Probleme beim Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand: Fragen zum Dritten Bericht der Bundesregierung zur Anhebung der Regelaltersgrenze auf 67 Jahre. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (Drucksache 19/6750) (2019)
Zitatform
(2019): Probleme beim Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand. Fragen zum Dritten Bericht der Bundesregierung zur Anhebung der Regelaltersgrenze auf 67 Jahre. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (Drucksache 19/6750). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen Dr.19/7483 (01.02.2019)), 67 S.
Abstract
Die Bundesregierung antwortet auf die Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zum Dritten Bericht der Bundesregierung zur Anhebung der Regelaltersgrenze auf 67 Jahre. (IAB-Doku)
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Das Rentenniveau sichern - aber wie?: eine kurze Analyse und ein systemadäquater Vorschlag (2018)
Bomsdorf, Eckart;Zitatform
Bomsdorf, Eckart (2018): Das Rentenniveau sichern - aber wie? Eine kurze Analyse und ein systemadäquater Vorschlag. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 71, H. 11, S. 30-34.
Abstract
"In seinem Beitrag zeigt Eckart Bomsdorf, Universität zu Köln, wie es möglich ist, allein durch eine Beseitigung bestehender Ungereimtheiten in der Rentenanpassungsformel - ohne grundsätzliche Änderung der Formel - Leistungsverbesserungen zu bewirken." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Wann und Wie in den Ruhestand? Altersübergänge im Umbruch (2018)
Bäcker, Gerhard;Zitatform
Bäcker, Gerhard (2018): Wann und Wie in den Ruhestand? Altersübergänge im Umbruch. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 67, H. 11/12, S. 997-1015. DOI:10.3790/sfo.67.11-12.997
Abstract
"Der Beitrag skizziert die zukünftig zu erwartenden Umbrüche bei den Altersübergängen. Im Mittelpunkt der Analyse steht dabei die Debatte um eine weitere Heraufsetzung der Regelaltersgrenze in den Jahren nach 2030, die vor dem Hintergrund der demografisch bedingten Finanzierungsbelastungen der Alterssicherungssysteme geführt wird. Fraglich ist, ob eine pauschale, undifferenzierte Verschiebung der Altersgrenzen sozial verantwortbar ist. Wenn davon auszugehen ist, dass der Anstieg der Lebenserwartung sozial selektiv ausfällt und dass es keinen Gleichschritt mit der Entwicklung der gesundheitlichen und beruflichen Leistungsfähigkeit gibt, dann wird ein relevanter Teil der Beschäftigten nicht bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze erwerbstätig sein können. Diskutiert wird, ob andere rentenrechtliche Regelungen wie die Bewilligung von Erwerbsminderungsrenten, flexible und gleitende Altersübergänge zu einer Problemlösung führen können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Demografie und Lebensarbeitszeit: Was ist das "richtige" Rentenalter? (2018)
Börsch-Supan, Axel;Zitatform
Börsch-Supan, Axel (2018): Demografie und Lebensarbeitszeit: Was ist das "richtige" Rentenalter? In: Deutsche Rentenversicherung Bund (Hrsg.) (2018): Die Angemessenheit der Altersrentensysteme (DRV-Schriften, 114), S. 88-94.
Abstract
"Ein festes, für immer und alle fixiertes 'richtiges' Rentenalter gibt es nicht. Weder kann es im Zeitablauf konstant sein, noch ist ein zu einem gegebenen Zeitpunkt für alle gleiches Rentenalter der Verschiedenheit der Menschen und ihrer Lebensumstände angemessen.
Die Frage, wie man das durchschnittliche Rentenalter am besten an die gesundheitliche Entwicklung anpasst, die uns zu einer bislang stetig steigenden Lebenserwartung verholfen hat, ist vergleichsweise einfach zu lösen. Es gilt, die Proportionen des Lebens zu erhalten. Ein längeres Leben lässt eine längere Ausbildungszeit und eine längere Rentenbezugszeit zu; im gleichen Verhältnis dazu muss sich aber die Lebensarbeitszeit verlängern. Eine einfache 2:1-Regel, die sich zum Beispiel alle fünf Jahre jeweils im Voraus anwenden lässt, kann dies garantieren und gleichzeitig die Politik von dem so ungeliebten Thema Regelaltersgrenze befreien.
Die Frage, wie man den Rentenzugang so flexibel gestalten kann, dass die einen früher, die anderen später in Rente gehen können, ohne dass die Gemeinschaft der Rentenversicherten dadurch Schaden nimmt, ist dagegen schwieriger zu lösen. Wie die internationale Evidenz zeigt, verlangt dies vor allem, die Zu- und Abschläge auf ein anreizneutrales Niveau anzuheben und den Widerstand vieler Arbeitgeber gegen die Teilzeitbeschäftigung abzumildern.
Beide Fragestellungen haben weitergehende Implikationen. Längere Lebensarbeitszeiten verlangen zum Beispiel eine flexiblere Ausbildung und deutlich mehr Weiterbildung. Damit Menschen auch im höheren Alter noch arbeiten können, müssen sie frühzeitig aus körperlich anstrengenden und psychisch belastenden Tätigkeiten genommen und umgeschult werden. Der dazu nötige Mentalitätswandel und die implizierten Strukturänderungen sind große Aufgaben für den Staat, die Arbeitgeber und die Arbeitnehmer. Sie sind jedoch im Zuge der Digitalisierung und des sich beschleunigenden technischen Fortschritts in einer Wirtschaft 4.0 ohnehin überfällig." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
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Endogenous retirement behavior of heterogeneous households under pension reforms (2018)
Zitatform
Börsch-Supan, Axel, Klaus Härtl, Duarte N. Leite & Alexander Ludwig (2018): Endogenous retirement behavior of heterogeneous households under pension reforms. (MEA discussion papers / Munich Center for the Economics of Aging 2018,04), München, 50 S.
Abstract
"Wir schlagen einen einheitlichen Modellrahmen vor, um die Auswirkungen von Rentenreformen auf das durchschnittliche Renteneintrittsalter und andere makroökonomische Indikatoren zu erfassen. Wir bedienen uns eines erweiterten Modells überlappender Generationen (OLG), in dem Renteneintrittsentscheidungen in einem umlagefinanzierten Rentensystem explizit modelliert werden. Das Modell lässt Heterogenität in Bezug auf Konsumpräferenzen, Lohnprofilen und Überlebensraten zu. Neben den erwarteten direkten Effekten von Rentenreformen auf das Verhalten der Haushalte beobachten wir Rückkopplungseffekte. Unsere Ergebnisse zeigen, dass Verrentungsentscheidungen stark von den Anreizen und Parametern des Rentensystems wie dem gesetzlichen Renteneintrittsalter, Zu- und Abschlägen und der Ersatzrate sowie dem Zinssatz beeinflusst werden. Diese Entscheidungen haben Auswirkungen auf die Makroökonomie, was wiederum Rückkopplungen durch Gleichgewichtseffekte auf Zinssätze und Löhne bewirkt. Insgesamt haben die diskutierten Reformszenarien starke Folgen für die Nachhaltigkeit des Rentensystems. Unser Modellrahmen kann dazu verwendet werden, die Reformvorschläge nach mehreren Kriterien zu bewerten und somit Politikempfehlungen zu begründen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Pension policies in a model with endogenous fertility (2018)
Cipriani, Giam Pietro; Pascucci, Francesco;Zitatform
Cipriani, Giam Pietro & Francesco Pascucci (2018): Pension policies in a model with endogenous fertility. (IZA discussion paper 11511), Bonn, 28 S.
Abstract
"We set up an overlapping generations model with endogenous fertility to study pensions policies in an ageing economy. We show that an increasing life expectancy may not be detrimental for the economy or the pension system itself. On the other hand, conventional policy measures, such as increasing the retirement age or changing the social security contribution rate could have undesired general equilibrium effects. In particular, both policies decrease capital per worker and might have negative effects on the fertility rate, thus exacerbating population ageing." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Gradual retirement, financial incentives, and labour supply of older workers: evidence from a stated preference analysis (2018)
Zitatform
Elsayed, Ahmed, Andries de Grip, Didier Fouarge & Raymond Montizaan (2018): Gradual retirement, financial incentives, and labour supply of older workers. Evidence from a stated preference analysis. In: Journal of economic behavior & organization, Jg. 150, H. June, S. 277-294. DOI:10.1016/j.jebo.2018.01.012
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auch erschienen als: IZA discussion paper , 9430 -
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The effect of pension reforms on old-age income inequality (2018)
Etgeton, Stefan;Zitatform
Etgeton, Stefan (2018): The effect of pension reforms on old-age income inequality. In: Labour economics, Jg. 53, H. August, S. 146-161. DOI:10.1016/j.labeco.2018.05.006
Abstract
"Many OECD countries are raising the normal retirement age (NRA), thereby, making early retirement more costly. Whereas such reforms incentivize individuals to work longer, labor market frictions might partly undermine intended behavioral responses. Employing administrative data of West German men, I estimate a dynamic discrete choice model of work, unemployment and retirement allowing for labor market frictions. Involuntary job losses constrain individual choice sets to differing degrees along sociodemographic characteristics. A policy-simulation suggests that the behavioral response to an increase in the NRA from 65 to 67 is moderate, with an average delay of employment exits of only 0.7 years. Widespread reform effectiveness is hampered by the heterogeneous availability of jobs. Concerning the resulting pension benefits, poverty-vulnerable groups are hit hardest: Individuals with low education and blue collar employees suffer disproportionally. Old-age income inequality increases." (Author's abstract, © 2018 Elsevier) ((en))
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Labor market and distributional effects of an increase in the retirement age (2018)
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Geyer, Johannes, Peter Haan, Anna Hammerschmid & Michael Peters (2018): Labor market and distributional effects of an increase in the retirement age. (DIW-Diskussionspapiere 1741), Berlin, 31 S.
Abstract
"We evaluate the labor market and distributional effects of an increase in the early retirement age (ERA) from 60 to 63 for women. We use a regression discontinuity design which exploits the immediate increase in the ERA between women born in 1951 and 1952. The analysis is based on the German micro census which includes about 370,000 households per year. We focus on heterogeneous labor market effects on the individual and on the household level and we study the distributional implications using net household income. In this respect we extend the previous literature which mainly studied employment effects on the individual level. Our results show sizable labor market effects which strongly differ by subgroups. We document larger employment effects for women who cannot rely on other income on the household level, e.g. women with a low income partner. The distributional analysis shows on average no significant effects on female or household income. This result holds as well for heterogeneous groups: Even for the most vulnerable groups, such as single women, women without higher education, or low partner income, we do not find significant reductions in income. One reason for this result is program substitution." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Retirement expectations in Germany: towards rising social inequality? (2018)
Zitatform
Hess, Moritz (2018): Retirement expectations in Germany. Towards rising social inequality? In: Societies, Jg. 8, H. 3, S. 1-11. DOI:10.3390/soc8030050
Abstract
"In the last 20 years, German policy makers have reformed the pension system and the labor market with the aim of prolonging working life. As a consequence, older workers' employment rate and average retirement age rose. In addition to the actual behavior of today's retiree cohorts, the reforms also influence the expected retirement age of future pensioners, the development of which will be investigated in this paper, arguing that they have adapted to the reforms and increased their expected retirement age. The analyses are based on data from the SOEP and DEAS survey and results show an increase of the expected retirement age. However, while high-skilled workers both want and expect to retire late, low-skilled workers prefer to retire early but expect that they have to work longer in order to ensure a reasonable pension. This finding hints at rising social inequality in the transition from work to retirement." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Kellnern - das schafft keiner bis 67: eine Fallstudie zu chronischen Belastungen und Erkrankungen im Gastgewerbe (2018)
Hien, Wolfgang;Zitatform
Hien, Wolfgang (2018): Kellnern - das schafft keiner bis 67. Eine Fallstudie zu chronischen Belastungen und Erkrankungen im Gastgewerbe. (Hans-Böckler-Stiftung. Working paper Forschungsförderung 108), Düsseldorf, 73 S.
Abstract
"Die vorliegende Fallstudie untersucht Struktur und Kultur des überwiegend klein- und mittelbetrieblich geprägten Gastgewerbes auf die Frage hin, wie Betriebe und Beschäftigte mit chronischer Erkrankung, Wiedereingliederung und Teilhabe am Arbeitsleben umgehen. Im Ergebnis zeigen sich sehr unterschiedliche betriebliche und persönliche Konstellationen, die vom abrupten Berufsausstieg bis zur uneingeschränkt positiven Berufsorientierung reichen. Deutlich wird der hohe Bedarf an Beratungs- und Unterstützungsstrukturen, die aufzubauen für dringend erforderlich gehalten wird." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Reconstructing retirement: Work and welfare in the UK and USA (2018)
Zitatform
Lain, David (2018): Reconstructing retirement. Work and welfare in the UK and USA. Bristol: Policy Press, 212 S.
Abstract
"Retirement is being 'reconstructed', with the UK following the US path of abolishing mandatory retirement and increasing state pension ages. This timely book assesses prospects for work and retirement at age 65-plus in the UK and US.
Part 1 explores the shifting 'policy logics' in both countries that increase both the need and opportunities to work past age 65. Part 2 presents an original comparative statistical analysis on the wide range of factors influencing employment at this age. Part 3 proposes a series of policies across the life-course that would promote security and autonomy for older people.
Pathways to employment after 65 are complex and pressures to work at this age are likely to result in very unequal outcomes. This book is essential reading for researchers, students and practitioners interested in the late careers and the future of retirement." (Publisher information, IAB-Doku) ((en))
