Arbeitsvermittlung und Fallmanagement im Prozess des Forderns und Förderns
Die Wirkung des Einsatzes von arbeitsmarktpolitischen Förderinstrumenten auf die Wiederbeschäftigungschancen von Arbeitslosen wird seit langer Zeit recht intensiv beforscht. Entscheidend für den Erfolg der öffentlichen Arbeitsvermittlung kann auch die Qualität der Betreuung der Arbeitsuchenden durch Arbeitsvermittler*innen bzw. Fallmanager*innen sein. Individuelle Einstellungen und Handlungsweisen der Fachkräfte unterscheiden sich laut Befragungen in den Agenturen für Arbeit deutlich und so stellt sich unter anderem die Frage, welcher Mix von Regeln, Handlungsfreiheit, Einstellungen und Handlungsweisen den größten Erfolg für die Arbeitsvermittlung vor Ort verspricht und wodurch dieser Mix bestimmt wird.
Dieses Themendossier gibt einen Einblick in die Forschungslage und bietet Zugänge zu Hintergründen und wissenschaftlichen Befunden.
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Literaturhinweis
A journey into the new employment service landscape of responsibilisation: Towards de-personalisation of the caseworker–jobseeker relationship (2024)
Zitatform
Bengtsson, Mattias, Kerstin Jacobsson & Ylva Wallinder (2024): A journey into the new employment service landscape of responsibilisation: Towards de-personalisation of the caseworker–jobseeker relationship. In: International Journal of Social Welfare, Jg. 33, H. 1, S. 137-150. DOI:10.1111/ijsw.12584
Abstract
"The article analyses a new culture of responsibilisation implicated in a recent management reform in the Swedish Public Employment Service. Based on an interview study and organisational documents, it is shown that the reform entails a new form of responsibilisation of jobseekers as well as caseworkers. As jobseekers are expected to ‘carry their own case’ through the administrative job-search process, they are obliged to manage tasks that used to be in the caseworker's area of responsibility. Furthermore, caseworkers are expected to regulate themselves in new ways and change their mind-set according to new organisational values and behavioural norms, requiring a restraining of their availability to clients. It is argued that the employment agency is increasingly turned into the agency of the active and responsible jobseeker, which entails one further shift towards individual responsibility in Swedish labour market policy and one further step towards the breakup of a personal caseworker–jobseeker relationship." (Author's abstract, IAB-Doku, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))
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Predicting Re-Employment: Machine Learning Versus Assessments by Unemployed Workers and by Their Caseworkers (2024)
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Berg, Gerard J. van den, Max Kunaschk, Julia Lang, Gesine Stephan & Arne Uhlendorff (2024): Predicting Re-Employment: Machine Learning Versus Assessments by Unemployed Workers and by Their Caseworkers. (IAB-Discussion Paper 03/2024), Nürnberg, 56 S. DOI:10.48720/IAB.DP.2403
Abstract
"Der Beitrag nutzt drei Informationsquellen zur Wahrscheinlichkeit einer Wiederbeschäftigung innerhalb von sechs Monaten nach Eintritt in die Arbeitslosigkeit. Erstens wurden Arbeitslose kurz nach Beginn der Arbeitslosigkeit nach ihrer selbstwahrgenommenen Wiederbeschäftigungswahrscheinlichkeit gefragt. Zweitens werden die Ergebnisse eines Profilings durch Vermittlungsfachkräfte ausgewertet. Drittens wird die individuelle Wiederbeschäftigungswahrscheinlichkeit mit Methoden des maschinellen Lernens auf Basis von administrativen Daten vorhergesagt. Wir vergleichen die Prognosegüte dieser drei Ansätze und überprüfen, wie Kombinationen der Ansätze die Prognosegüte verbessern können. Die Ergebnisse zeigen, dass die Selbsteinschätzungen von Arbeitslosen (und in geringerem Maße auch die Einschätzungen der Vermittlungsfachkräfte) teilweise Informationen enthalten, die von dem Algorithmus für maschinelles Lernen nicht erfasst werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Reciprocity and the interaction between the unemployed and the caseworker (2024)
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Berg, Gerard J. van den, Iris Kesternich, Gerrit Müller & Bettina Siflinger (2024): Reciprocity and the interaction between the unemployed and the caseworker. In: Journal of Economic Behavior & Organization, Jg. 227, 2024-08-13. DOI:10.1016/j.jebo.2024.106706
Abstract
"We investigate how negatively reciprocal traits of unemployed individuals interact with “sticks” policies that impose constraints on individual job search effort, in the context of the German welfare system. For this we merge survey data of long-term unemployed individuals, containing indicators of reciprocity, to a unique set of register data on all unemployed coached by the same team of caseworkers and treatments they receive. We find that the combination of a higher negative reciprocity and a stricter regime has a negative interaction effect on search effort exerted by the unemployed. The results are stronger for males than for females. Stricter regimes may drive long-term unemployed males with certain types of social preferences further away from the labor market." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2024 Elsevier) ((en))
Beteiligte aus dem IAB
Müller, Gerrit; -
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Prozesse der Gestaltung: Eingliederungsvereinbarung und Kooperationsplan (2024)
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Bernhard, Sarah (2024): Prozesse der Gestaltung: Eingliederungsvereinbarung und Kooperationsplan. In: Sozialrecht aktuell, Jg. 28, H. Sonderheft 1, S. 211-216., 2024-05-01.
Abstract
"Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) untersuchte in der Zeit vor der Bürgergeld-Reform in mehreren Forschungsprojekten die Rolle von Eingliederungsvereinbarungen in der Beratung und Vermittlung der Arbeitsverwaltung sowie ihre Wirkung auf die späteren Beschäftigungschancen von Arbeitsuchenden. Dieser Beitrag skizziert in aller Kürze, Forschungsmethoden, Datengrundlagen und die wesentlichen Ergebnisse dieser langjährigen empirischen Forschung. Der Beitrag schließt mit einem Blick auf die Arbeitsmarktpolitik und zeigt, wie sich die Eingliederungsvereinbarung auf Grundlage dieser Ergebnisse weiterentwickelt hat. Die Eingliederungsvereinbarung als Vertrag zwischen Jobcenter bzw. Agentur für Arbeit und Arbeitsuchenden soll gegenseitige Rechte und Pflichten festlegen und damit den Grundsatz des „Förderns und Forderns“ für einzelne Arbeitsuchende konkretisieren. Sie ist das Kernelement aktivierender Arbeitsmarktpolitik in Deutschland." (Textauszug, IAB-Doku)
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Neue Wege in der Kooperation von Arbeitnehmer- und ArbeitgeberDienstleistungen und die Rolle der Integrationsfachkräfte (NWCEE) (2024)
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Brandl, Sebastian, Thorsten Braun & Michaela Schulze (2024): Neue Wege in der Kooperation von Arbeitnehmer- und ArbeitgeberDienstleistungen und die Rolle der Integrationsfachkräfte (NWCEE). (Working paper / HdBA, Fachgruppe Soziologie und Arbeitsmarktpolitik 8), Mannheim ; Schwerin, 118 S.
Abstract
"In diesem Working Paper werden Befunde aus Fallstudien zu neuen Kooperationsformaten von Arbeitnehmer- und Arbeitgeber-Fachkräften in lokalen Arbeitsverwaltungen in Dänemark, Österreich und Deutschland vorgestellt. Insbesondere wird beleuchtet, wie die Fachkräfte kooperieren, wie sich ihre Arbeit verändert und welche Hilfestellungen ihnen zur Verfügung stehen. In allen drei Ländern zeigt sich, dass die bisherige Arbeitsteilung und organisationale Trennung der Fachkräfte sowie deren formalisierte Kommunikation als hinderlich betrachtet werden. Die etablierte Ausdifferenzierung wird dennoch nur partiell zurückgenommen; eine organisationale Zusammenführung findet in Einzelfällen, meist in Projektteams, statt. Überwiegend werden (Kooperations-)Projekte, vorwiegend Jobbörsen oder Kommunikationsformate, implementiert, die eine gegenseitige Verständigung und Kooperation ermöglichen. Auch eine räumliche Nähe der Fachkräfte stärkt den bereichsübergreifenden Austausch. Damit verbessert sich nicht nur die Datenqualität und die gegenseitige Information, sondern darüber entsteht auch ein gegenseitiges Verständnis für die Aufgaben, Arbeitsweisen, Kundinnen und Kunden und Restriktionen der jeweils anderen Seite. Gegenseitige Schuldzuweisungen schwächen sich ab und ein eher ganzheitlicher Blick auf den Arbeitsprozess und die Anforderungen außerhalb des eigenen Arbeitsfeldes wird möglich." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Impact Evaluation of a New Counselling and Support Programme for Unemployed with Multiple Placement Obstacles (2024)
Zitatform
Böheim, René, Rainer Eppel & Helmut Mahringer (2024): Impact Evaluation of a New Counselling and Support Programme for Unemployed with Multiple Placement Obstacles. (WIFO working papers 672), Wien, 41 S.
Abstract
"We analyzed a new counselling and support program for people with low employment prospects in Austria. The Austrian Public Employment Service introduced regional pilots to investigate whether a new counselling strategy could improve labor market outcomes for this group. Eligible unemployed individuals could opt for third-party counselling and support, access a wide range of low-threshold services, and focus on personal stability rather than job placement. The goal was to achieve similar or even better labor market outcomes at lower cost. By comparing pilot and control regions, we found that introducing the offer resulted in higher costs without improving labor market outcomes." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Gender, social protection systems and street‐level bureaucrats (2024)
Zitatform
Cookson, Tara Patricia & Alexandra Barrantes (2024): Gender, social protection systems and street‐level bureaucrats. In: International social security review, Jg. 77, H. 4, S. 7-22. DOI:10.1111/issr.12371
Abstract
"Die unteren Beamten sind weltweit das „menschliche Antlitz “ der Systeme zur Bereitstellung des Sozialschutzes. Bisher hat sich ein Großteil der Literatur über Sozialschutz mit Geschlechterfragen in Bezug auf die Gestaltung von Politiken und Programmen sowie erwarteten und unerwarteten Ergebnissen befasst. Dagegen erfordert das wachsende Interesse an geschlechtsgerechten und rechtebasierten Sozialschutzsystemen zusätzlich einen Schwerpunkt auf Einzelpersonen, die als Vermittler im Verhältnis zwischen den Bürgern und diesen Systemen auftreten und dabei den Staat als Pflichtträger bei der Umsetzung des Rechts auf Sozialschutz vertreten. Ein Großteil der bestehenden Arbeit der unteren Beamten (UB) konzentriert sich auf die Anwendung ihres Ermessens im direkten Umgang mit den Leistungsempfängern sowie darauf, wie dies die Erfahrung der Leistungsempfänger prägt. Dieser Artikel adaptiert und erweitert den Rahmen von Durose und Lowndes (2024) zum Begreifen von Geschlecht und Ermessen der UB, und zwar 1) nach Maßgabe der geschlechterspezifischen Gesetze, Politiken und Leitlinien der Institutionen, an denen die UB arbeiten, 2) durch Darstellung der UB als geschlechterspezifische Akteure sowie 3) aufgrund der geschlechterspezifischen Auswirkungen auf die Begünstigten dieser Politiken. Obwohl der Rahmen in einem Zusammenhang mit hohen Einkommen sowie zum Verständnis eines anderen Bereichs (Polizei) entwickelt wurde, bleiben diese drei analytischen Aussagen für UB in Sozialschutzsystemen aufrecht. Dennoch legen wir nahe, dass das Verständnis der Rolle der UB in Sozialschutzsystemen zwei zusätzliche Überlegungen aus einer Menschenrechtsperspektive erfordert: 4) Ermessen nach Maßgabe des geschlechterspezifischen sozialen, politischen und wirtschaftlichen Zusammenhangs, in dem die UB handeln und die Sozialschutzsysteme bestehen, sowie 5) die UB als Träger von Rechten über ihren Ermessensspielraum hinaus, nämlich des Rechts auf soziale Sicherheit und des Rechts auf menschenwürdige Arbeit. Der Artikel arbeitet diesen Rahmen im Gespräch mit Experten in Sozialschutzsystemen in der großen Bandbreite ihrer jeweiligen Zusammenhänge aus. Daraus erfolgt ein analytischer Beitrag zur aufkommenden Literatur über geschlechtsgerechte Sozialschutzsysteme aus dem Blickwinkel der Bereitstellung im unmittelbaren Umgang mit den Leistungsempfängern sowie der Menschenrechte, einschließlich des Verhältnisses zu den Zielen der nachhaltigen Entwicklung Nr. 5 (Geschlechtergleichheit) und Nr. 1.3 (Sozialschutzsysteme für Alle)." (Autorenreferat, IAB-Doku, Published by arrangement with John Wiley & Sons)
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Künstliche Intelligenz in der Arbeitswelt: Wie KI-unterstütztes Training die Gespräche im Kundenservice verändert (2024)
Dijksman, Sander; Eijkenboom, Danique; Özgül, Pelin; Montizaan, Raymond ; Stops, Michael ; Levels, Mark ; Rounding, Nicholas; Janssen, Simon ; Steens, Sanne; Graus, Evie; Fouarge, Didier ; Fregin, Marie-Christine ;Zitatform
Dijksman, Sander, Danique Eijkenboom, Didier Fouarge, Marie-Christine Fregin, Evie Graus, Simon Janssen, Mark Levels, Raymond Montizaan, Pelin Özgül, Nicholas Rounding, Sanne Steens & Michael Stops (2024): Künstliche Intelligenz in der Arbeitswelt: Wie KI-unterstütztes Training die Gespräche im Kundenservice verändert. In: IAB-Forum H. 08.10.2024, 2024-11-18. DOI:10.48720/IAB.FOO.20241008.01
Abstract
"Wie wirkt sich der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Weiterbildung auf die Produktivität von Beschäftigten aus? Diese und andere Fragen wurden im Rahmen des Forschungsprojektes „ai:conomics“ anhand von Daten aus verschiedenen europäischen Großunternehmen untersucht. Die ersten Ergebnisse deuten darauf hin, dass sich KI positiv auf die Produktivität von Beschäftigten auswirken kann. Dies gilt vor allem, wenn diese noch nicht lange im Unternehmen tätig sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Does Ethnicity Affect Allocation of Unemployment-Related Benefits to Job Center Clients? A Survey-Experimental Study of Representative Bureaucracy in Denmark (2024)
Zitatform
Esmark, Anders & Mikkel Bech Liengaard (2024): Does Ethnicity Affect Allocation of Unemployment-Related Benefits to Job Center Clients? A Survey-Experimental Study of Representative Bureaucracy in Denmark. In: Journal of Social Policy, Jg. 53, S. 107-128. DOI:10.1017/S0047279422000034
Abstract
"The role of street-level bureaucracy in social policy has been taken up by two relatively distinct streams of research, based on Lipsky’s foundational work (2010). One group of literature has focused on the organizational working conditions, practices and coping mechanisms of street-level bureaucrats, their impact on the implementation of political programs and reforms, and the scope for discretion in the face of political pressures and institutional demands (Brodkin and Marston, 2013; Jessen and Tufte, 2014; Breit et al., 2016; Van Berkel et al., 2017; van Berkel, 2020). Starting from a focus on interaction with clients and the direct impact of discretionary decisions ‘on people’s lives’ (Lipsky, 2010, 8), a second group of studies has focused more on differences in allocation of benefits caused by perceived ‘deservingness’ and discrimination among street-level bureaucrats (Altreiter and Leibetseder, 2014; Terum et al., 2018; Jilke and Tummers, 2018)." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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„Wir sind ´ne lernende Organisation“: interkulturelle Begegnungen im Jobcenter (2024)
Zitatform
Falkenhain, Mariella & Andreas Hirseland (2024): „Wir sind ´ne lernende Organisation“: interkulturelle Begegnungen im Jobcenter. In: IAB-Forum H. 07.06.2024. DOI:10.48720/IAB.FOO.20240607.01
Abstract
"Interkulturelle Kommunikation gehört zum Alltag in Jobcentern. Sie ist komplex und voraussetzungsvoll und wird – angesichts der wachsenden gesellschaftlichen Diversität – auch in Zukunft von Bedeutung sein. Am Beispiel von spezialisierten Teams für Geflüchtete lässt sich aufzeigen, wie Verständigungsprobleme erfolgreich überwunden werden können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Towards a new era in the governance of integrated activation: A systematic review of the literature on the governance of welfare benefits and employment-related services in Europe (2010–21) (2024)
Zitatform
Gerven, Minna van, Tuuli Malava, Peppi Saikku & Merita Mesiäislehto (2024): Towards a new era in the governance of integrated activation: A systematic review of the literature on the governance of welfare benefits and employment-related services in Europe (2010–21). In: Social Policy and Administration, Jg. 58, H. 3, S. 329-343. DOI:10.1111/spol.12960
Abstract
"This article presents the results of a systematic literature review of research articles (N = 72) to study the governance logic of integrated activation policies and the problems relating to reintegrating welfare benefits with services. The inductive study of the problems indicated in the literature demonstrates both the vertical and horizontal aspects of the governance of integrated activation at the street level: challenges are tied to the top-down activation policy; requirements and strategies of delivering benefits and services; collaboration and coordination in delivery chains; and risks and inequality that streel-level bureaucrats are trying to deal with in their work. The results point primarily to flaws in the vertical governance of activation, such as frontline work problems and collaborative practices between different actors and agencies. Moreover, some problems relating to collaboration and coordination, pointed towards the challenges in horizontal governance of activation. The article, however, demonstrates how the governance of integrated activation requires a coupling of these different streams of governance and understanding governance as a complex network of interdependencies and causal connections between institutions, organisations, and co-production with end users." (Author's abstract, IAB-Doku, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))
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Leistungsminderungen im Bürgergeld in Theorie und Praxis: Das gesetzgeberisch gewollte „Mehr an Augenhöhe“ bei der Arbeitsvermittlung im Spannungsfeld zu sanktionsbewehrten Mitwirkungspflichten (2024)
Greiser, Johannes; Oberdieck, André;Zitatform
Greiser, Johannes & André Oberdieck (2024): Leistungsminderungen im Bürgergeld in Theorie und Praxis. Das gesetzgeberisch gewollte „Mehr an Augenhöhe“ bei der Arbeitsvermittlung im Spannungsfeld zu sanktionsbewehrten Mitwirkungspflichten. In: Soziale Sicherheit, Jg. 73, H. 6, S. 24-30.
Abstract
"Mit seinem „Sanktionsurteil“ aus November 2019 forderte das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) in der Grundsicherung für Arbeitssuchende (jetzt: Bürgergeld) neben einer grundsätzlichen Begrenzung der Höhe von Leistungsminderungen auf 30 Prozent des Regelsatzes eine verstärkte Einzelfallbetrachtung. Eine Härtefallregelung sei ebenso notwendig, wie eine „Wohlverhaltensregelung“. Eine Leistungskürzung dürfe also bei einer besonderen Härte gar nicht und bei einem Nachholen der geforderten Mitwirkung zumindest nicht starr für drei Monate verhängt werden. Diese Änderungen nimmt das Bürgergeldgesetz auf. Zudem sollte die Arbeitsvermittlung durch dieses Gesetz zum 1. Januar 2023 weiterentwickelt werden, um eine „vertrauensvolle Zusammenarbeit auf Augenhöhe“ zu ermöglichen. Im Vermittlungsausschuss wurden aber im Gesetzesentwurf nicht vorgesehene Leistungsminderungsmöglichkeiten im Zusammenhang mit dem neuen Kooperationsplan aufgenommen." (Textauszug, IAB-Doku)
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Legitimating collaboration, collaborating to legitimate: Justification work in “holistic” services for long-term unemployed persons (2024)
Zitatform
Hansen, Magnus Paulsen, Signe Elmer Christensen & Peter Triantafillou (2024): Legitimating collaboration, collaborating to legitimate: Justification work in “holistic” services for long-term unemployed persons. In: Journal of Social Policy, Jg. 53, H. 3, S. 876-896. DOI:10.1017/S004727942200071X
Abstract
"To address complex social problems, such as long-term unemployment, local authorities in many countries are developing “holistic” or “integrated” services, where multiple actors and professions collaborate with a view to better meet the needs of the individual citizen. By breaking with existing practices and regulations, collaborative services must be legitimized in new ways so as to appear acceptable not only in the eyes of the public and politicians, but also to caseworkers and the long-term unemployed persons. This article examines the multifarious and sometimes neglected efforts to make these collaborative services legitimate in the eyes of this plurality of stakeholders on multiple levels of governance. Our study indicates three distinct but mutually interrelated spheres of audience that require partly conflicting justification work. We also find that the narrow pursuit of justification work to ensure legitimacy with one audience may potentially jeopardize the justification work in the other two." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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New Empirical Findings about the Interaction between Public Employment Agency and Private Search Effort (2024)
Zitatform
Holzner, Christian & Makoto Watanabe (2024): New Empirical Findings about the Interaction between Public Employment Agency and Private Search Effort. (CESifo working paper), München, 46 S.
Abstract
"The Public Employment Agency (PEA) helps unemployed to find work and mediates PEAregistered job vacancies to job seekers via vacancy referrals. Using the spatial and temporal variation resulting from the regional roll-out of the Hartz 3 reform we are able to show that Hartz 3, which changed the counseling process of unemployed, decreased the fraction of unemployed that received vacancy referrals, increased the job-finding probability of unemployed without vacancy referrals, left the job-finding probability of unemployed with vacancy referrals unaffected, and increased average wages of newly hired, previously unemployed. Since the existing literature is not able to explain this set of findings, we develop a simple theoretical directed search model, which does. It does so by considering the interaction between the private market and the intermediation provided by the PEA." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Do Caseworker Meetings Prevent Unemployment? Evidence from a Field Experiment (2024)
Zitatform
Homrighausen, Pia & Michael Oberfichtner (2024): Do Caseworker Meetings Prevent Unemployment? Evidence from a Field Experiment. (IZA discussion paper / Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit 16923), Bonn, 28 S.
Abstract
"Caseworker meetings have been shown to accelerate exit from unemployment. We explore whether they are also effectual before entering unemployment. In a natural field experiment, we offer caseworker meetings to workers at risk of losing their jobs while they are still employed. We find that the offer induces additional meetings and substantially shifts the first meeting forward but has no effect on entry into unemployment or on labor market outcomes within one year. The intervention does not alter jobseekers' search behavior, which likely explains its inefficacy." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Do Female–Owned Employment Agencies Mitigate Discrimination and Expand Opportunity for Women? (2024)
Hunt, Jennifer; Moehling, Carolyn;Zitatform
Hunt, Jennifer & Carolyn Moehling (2024): Do Female–Owned Employment Agencies Mitigate Discrimination and Expand Opportunity for Women? (IZA discussion paper / Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit 16941), Bonn, 35 S., Appendix.
Abstract
"We create a dataset of 14,000 hand–coded help –wanted advertisements placed by employment agencies in three U.S. newspapers in 1950 and 1960, a time when help–wanted advertisements were divided into male and female sections, and collect information on agency ownership. We find that female–owned agencies specialized in vacancies for women, thereby expanding the access of female jobseekers to agency services, including for positions in majority–male occupations. Female–owned agencies advertised more skilled occupations to women than did male–owned agencies, leading to a 5.5% higher wage for women. On the other hand, female–owned agencies had a greater propensity to match male jobseekers to clerical jobs, contributing to 21% lower male wages than for male–owned agencies. The results are consistent with female proprietors having had a comparative advantage in female jobseekers and clerical occupations or with client firms having trusted female proprietors only with vacancies for women and homogeneous, lower–skill occupations. However, in choosing to establish an agency and to specialize in female jobseekers, female proprietors may have sought to mitigate employer discrimination against female jobseekers; their higher propensity to advertise majority–male occupations among professional, technical and managerial advertisements for women may also reflect discrimination mitigation." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Ähnliche Treffer
auch erschienen als: NBER Working Papers, 32383 -
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Potenziale der Distanzberatung und Erfahrungen der RAV mit Distanzberatung: Schlussbericht zur Studie im Auftrag des SECO (2024)
Hörmann, Martina; Silfverberg, Minnie; Wüthrich, Bernadette;Zitatform
Hörmann, Martina, Bernadette Wüthrich & Minnie Silfverberg (2024): Potenziale der Distanzberatung und Erfahrungen der RAV mit Distanzberatung. Schlussbericht zur Studie im Auftrag des SECO. Olten, 77 S. DOI:10.26041/fhnw-8631
Abstract
"Die Covid-19-Pandemie führte zu einem starken Anstieg der Distanzberatung in verschiedenen Bereichen der Beratung und Unterstützung sowie auch bei den RAV- Institutionen, die zuvor auf Face-to-Face-Beratung setzten, sahen sich gezwungen, digitale Formate wie Video- und Telefonberatung einzuführen. Diese Veränderungen erfolgten unter hohem Handlungsdruck, um die Beratung weiterhin sicherzustellen. Bisher fehlte eine konzeptionelle Grundlage für die Distanzberatung in den RAV. Im Auftrag des SECO untersuchte ein Team aus dem Institut Beratung, Coaching und Sozialmanagement der Hochschule für Soziale Arbeit der Fachhochschule Nordwestschweiz zwischen Dezember 2022 und Dezember 2023 im Rahmen dieser Studie die Potenziale von Video- und Telefonberatung sowie die Erfahrungen in den RAV mit Video- und Telefonberatung. Die dreistufige Studie hatte den Auftrag, systematisches Wissen über die Einschätzungen zu Chancen, Herausforderungen, Zielgruppen und Aspekten der Zielerreichung von Distanzberatung – konkret von Video- und Telefonberatung – im Kontext der RAV zu generieren und Empfehlungen zu formulieren. Im ersten Schritt wurde eine Übersicht über Video- und Telefonberatung mittels Literaturanalyse und Expert*innen-Interviews hergestellt. Im zweiten Schritt wurden die Erfahrungen, Einschätzungen und Entwicklungsvorstellungen zur Video- und Telefonberatung in den RAV gesamtschweizerisch auf der strategischen Ebene (quantitative Online-Befragung bei RAV-Leitungen und RAV-Koordinierenden, N=76) sowie auf der operativen Ebene (32 qualitative Online-Video-Interviews mit RAV-Berater*innen) erfasst. Im dritten Schritt wurden die Zwischenergebnisse in vier Validierungs-Workshops mit 60 Leitungspersonen und Personalberater*innen aus den RAV diskutiert und Anregungen zur Weiterentwicklung in ausgewählten Aspekten formuliert. Die Ergebnisse aus allen Phasen wurden zusammengeführt und mit strategischen Überlegungen verknüpft, um daraus Empfehlungen für Entwicklungsfoki abzuleiten." (Textauszug, IAB-Doku)
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Der Nutzen von Case Management aus der Sicht von Bürgergeldbezieher*innen mit Suchtverhalten (2024)
Zitatform
Lauber, Dominique M. (2024): Der Nutzen von Case Management aus der Sicht von Bürgergeldbezieher*innen mit Suchtverhalten. In: Zeitschrift für Sozialreform, Jg. 70, H. 4, S. 429-452. DOI:10.1515/zsr-2024-0005
Abstract
"Bei Bürgergeldbeziehenden mit Suchtverhalten liegen häufig komplexe Problemlagen vor, deren Bearbeitung sich über verschiedene Rechtskreise und Zuständigkeiten von Trägern des sozialen Hilfesystems erstreckt. Gleichzeitig ist im Rahmen der Beratung der Jobcenter eine umfangreiche Problembearbeitung nicht möglich. Im Rahmen des Bundesprogramms „Innovative Wege zur Teilhabe am Arbeitsleben – rehapro“ wird deshalb in einem Modellprojekt ein Case Management-Ansatz für diese Adressat*innengruppe erprobt. Dieser beinhaltet die Zusammenarbeit des Jobcenters und weiterer freier Träger von sozialen Hilfen vor Ort in einem Netzwerk und multiperspektivische Fallarbeit durch Case Manager*innen. Ziel ist dabei die durchgehende Versorgung mit individualisierten Hilfen sowie die Verbesserung der sozialen Teilhabe und der Erwerbsfähigkeit. Im Beitrag werden Ergebnisse der Evaluation des Modellprojekts vorgestellt, bei der der (Nicht-)Nutzen der Teilnahme aus Sicht der Nutzer*innen des Projekts erhoben wurde." (Autorenreferat, IAB-Doku, © De Gruyter)
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Transformations of European Welfare States and Social Rights: Regulation, Professionals, and Citizens (2024)
Zitatform
Nielsen, Stine Piilgaard Porner & Ole Hammerslev (Hrsg.) (2024): Transformations of European Welfare States and Social Rights. Regulation, Professionals, and Citizens. (Palgrave Socio-Legal Studies), Cham: Imprint: Palgrave Macmillan, X, 226 S. DOI:10.1007/978-3-031-46637-3
Abstract
"This open access edited book investigates European social rights in practice from socio-legal perspectives. It brings together fourteen socio-legal scholars, representing Nordic and Western European countries, who analyze different aspects pertaining to European social rights, namely the regulation of social rights, encounters between welfare professionals and citizens, and citizens' mobilization of social rights. These three different aspects from the structure for the sections in the anthology, each analyzing transformations related to regulation, encounters and rights mobilization. The book contributes to the existing literature as it focuses on interdependent transformations on macro, meso and micro levels which are key for understanding processes and contexts related to European social rights in practice. It speaks particularly to academics in sociology of law and/or regulation. Stine Piilgaard Porner Nielsen is Postdoc in the Department of Law at University of Southern Denmark. Ole Hammerslev is Professor of Sociology of Law at Lund University, Sweden." (Provided by publisher)
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Literaturhinweis
Gut beraten im Jobcenter?: Beratungsqualität als Herausforderung für Führung und Praxis (2024)
Rübner, Matthias; Schulze-Böing, Matthias;Zitatform
Rübner, Matthias & Matthias Schulze-Böing (Hrsg.) (2024): Gut beraten im Jobcenter? Beratungsqualität als Herausforderung für Führung und Praxis. Baden-Baden: Nomos, 353 S. DOI:10.5771/9783748951537
Abstract
"Gute Beratung ist ein zentraler Erfolgsfaktor der Grundsicherung für Arbeitsuchende nach dem SGB II (Bürgergeld). Veränderungen im Arbeitsmarkt, gesellschaftliche Entwicklungen und die Entwicklung des Rechts haben in den letzten Jahren die Praxis der Beratung in den Jobcentern vor neue Herausforderungen gestellt. Der Band beleuchtet mit Beiträgen von namhaften Experten aus Arbeitsmarktforschung, Beratungswissenschaft, Soziologie, Sozialer Arbeit, Rechtswissenschaft und Praxis, was gute Beratung ausmacht, wie Beratung in der Praxis ausgestaltet wird und wie sie weiterentwickelt werden kann. Besonderen Stellenwert haben dabei innovative Ansätze zur Verbesserung der Qualität und Wirksamkeit von Beratung in Jobcentern und verschiedene Konzepte der Qualitätsentwicklung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
