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Dossier

Demografischer Wandel und Arbeitskräfteangebot

Mit dem demografischen Wandel sinkt die Zahl der erwerbsfähigen Menschen in Deutschland. Die Infoplattform enthält Analysen und Szenarien, die diese Entwicklung beschreiben und den Einfluss einer weiter steigenden Erwerbsbeteiligung von Frauen und Älteren sowie die Migration berücksichtigen.

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  • Literaturhinweis

    Neunter Bericht zur Lage der älteren Generation in der Bundesrepublik Deutschland: Alt werden in Deutschland – Vielfalt der Potenziale und Ungleichheit der Teilhabechancen: und Stellungnahme Bundesregierung ; Drucksache 20/14450 vom 09.01.2025 (2025)

    Abstract

    "Der demografische Wandel in Deutschland führt zu einer stärkeren Alterung der Bevölkerung. Einer sinkenden Zahl an Menschen im jüngeren Alter steht eine steigende Zahl älterer Menschen gegenüber. Jede fünfte Person in Deutschland ist heute älter als 66 Jahre, jede zweite älter als 45. Seniorinnen und Senioren wollen so lange wie möglich engagiert und selbstständig leben, aktiv bleiben und Erfahrungen sammeln und teilen können. Der Neunte Altersbericht ist Ausgangspunkt, um eine breite Diskussion über gutes und teilhabeorientiertes Altern führen zu können. Eine Besonderheit bildet die Generation der seit Mitte der 1950er Jahre bis Ende der 1960er Jahre Geborenen. Bis Ende der 2030er wird ein Großteil dieser Generationen das Rentenalter erreicht haben. Sie werden eine große Lücke an Arbeitskräften hinterlassen. Auch die Sozialsysteme werden dadurch stark gefordert sein. Die Zahl der über 80 Jahre alten Menschen wird voraussichtlich um rund 3 Millionen von heute rund 6 Millionen auf 8 bis 10 Millionen im Jahr 2050 zunehmen. Da der Anteil von pflegebedürftigen Menschen in dieser Altersgruppe höher ist, muss mit einer erheblichen Zunahme des Pflegebedarfs zu Hause und in Orten des Seniorenwohnens (beispielsweise Pflegeheimen) gerechnet werden. Bis zum Jahr 2055 wird altersübergreifend ein Anstieg der Anzahl pflegebedürftiger Menschen auf 7,6 Millionen erwartet. Das bedeutet, dass die finanzielle Sicherung der älteren Bevölkerung und die medizinische bzw. pflegerische Versorgung vor allem der Hochaltrigen zunehmend eine größere Herausforderung werden. Es ist für die gesamte Gesellschaft von Interesse, wenn ältere Menschen ihr Leben möglichst lange eigenständig und selbstbestimmt führen können. Auf der anderen Seite ist diese Generation durchschnittlich besser gebildet und gesünder als vorangegangene Jahrgänge. Entscheidend wird daher sein, die gesellschaftliche Teilhabe der Menschen in der durchschnittlich längeren und länger werdenden aktiven, sogenannten dritten Lebensphase zu unterstützen und ihre Potenziale zum Einsatz zu bringen. Dazu gehören das gesellschaftliche Engagement, Nachbarschaftshilfe oder generationenübergreifende Zusammenarbeit, aber auch eine freiwillig fortgesetzte Erwerbsarbeit. Daran schließt der Neunte Altersbericht der Bundesregierung an. An der Gesellschaft teilzuhaben ist für viele ein zentraler Faktor. Wichtig ist es, dass die Optionen zur Teilhabe so einfach wie möglich gestaltet werden. Denn ältere Menschen vereinen immense Potenziale und bereichern unser Zusammenleben. Es gilt gleichermaßen, die Herausforderungen des Alterns offen zu adressieren und gute Teilhabestrukturen einzufordern und zu fördern. Dabei spielen lokale und regionale Rahmenbedingungen eine Rolle, genauso wie fördernde bundesweite Entwicklungen. Der Sachverständigenbericht legt erstmals einen Fokus auf Intersektionalität. Die Bundesregierung begrüßt dies ausdrücklich. Um Politik für ein gutes Leben im Alter und ein gutes Altern zu stärken, müssen viele Aspekte, die Diskriminierung zur Folge haben können – über das Lebensalter hinaus – betrachtet werden. Einige hiervon, wie beispielsweise Alter, Geschlecht, sexuelle Orientierung und ethnische Herkunft, beeinflussen sich wechselseitig und verstärken sich, wenn sie gleichzeitig auftreten. Teilhabechancen können durch diese verschränkten Voraussetzungen ungleich verteilt sein. Die Aufgabe liegt darin die großen Potenziale älterer Menschen in ihrer Vielfalt anzuerkennen und diskriminierungssensibel zu fördern. Auch der sozio-ökonomische Status beeinflusst die Teilhabechancen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Kurzbroschüre zum Neunten Altersbericht
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  • Literaturhinweis

    OECD Employment Outlook 2025: Can We Get Through the Demographic Crunch? (2025)

    Zitatform

    (2025): OECD Employment Outlook 2025. Can We Get Through the Demographic Crunch? (OECD Employment Outlook), Paris, 306 S. DOI:10.1787/194a947b-en

    Abstract

    "Population ageing is one of the megatrends shaping the future of societies and labor markets. The old‑age dependency ratio – the ratio of individuals aged 65 and older to the working‑age population – is projected to reach unprecedented high levels in many OECD countries in the next 35 years. This edition of the OECD Employment Outlook discusses the enormous challenges this megatrend poses to current living standards, and social cohesion more generally. The consequences of an ageing workforce for productivity growth are also analyzed. The main message of this edition is that without swift changes in policies and behaviours, GDP per capita growth will slow down significantly in most OECD countries. Mobilising untapped labor resources, including older workers but also women in many countries, will be key to offsetting this trend. This Outlook examines policies to address these demographic changes, with a focus on increasing employment of older workers while ensuring that they can thrive in the labor market. It shows that a successful strategy must be built around incentives, employability and opportunities. Policies to preserve and develop worker skills and job mobility will also be essential to maintaining productivity growth." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Zusammenfassung in Deutsch
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  • Literaturhinweis

    Auswirkungen des demografischen Wandels auf den Arbeitsmarkt (2025)

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    (2025): Auswirkungen des demografischen Wandels auf den Arbeitsmarkt. (Berichte: Blickpunkt Arbeitsmarkt / Bundesagentur für Arbeit), Nürnberg, 26 S.

    Abstract

    "Der demografische Wandel führt in Deutschland zu einer langfristig sinkenden Zahl der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter. Zugleich steigt das Durchschnittsalter der Personen im Erwerbsalter und die Zusammensetzung ihrer Nationalitäten wird heterogener. Diese Entwicklungen beeinflussen zunehmend den Arbeitsmarkt. In den letzten 10 Jahren ist die Bevölkerung allein durch Zuwanderung gewachsen, insbesondere infolge der Fluchtmigration ab 2015 und aus der Ukraine ab 2022. Entsprechend nahm der Anteil der Personen mit einem ausländischen Pass an der Bevölkerung zu. Die Zahl der Erwerbspersonen, die vor dem Übergang in den Ruhestand stehen, erhöhte sich stetig, während die Zahl der nachrückenden Jüngeren zuletzt niedrig bleibt. Durch Zuwanderung und eine gestiegene Erwerbsbeteiligung von Älteren und Frauen hat das Arbeitskräfteangebot in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Dabei erhöhten sich bei Älteren und Ausländerinnen und Ausländern die Anteile der Erwerbspersonen an der Bevölkerung im Erwerbsalter deutlich. In den letzten 10 Jahren hat der Anteil älterer Beschäftigter über alle Branchen hinweg deutlich zugenommen. 2024 waren sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Alter von 55- bis unter 65-Jahren anteilig am häufigsten im Verarbeitenden Gewerbe, im Gesundheitswesen und im Handel tätig. In den Regionen entwickelte sich die Zahl der Bevölkerung und des Arbeitskräfteangebots unterschiedlich: Zwischen 2014 und 2024 ist die Bevölkerung im Erwerbsalter in den meisten Bundesländern rückläufig gewesen, dennoch ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und Arbeitslosen im selben Zeitraum gestiegen. Tendenziell gilt: Je stärker das Bevölkerungswachstum, desto höher der Arbeitskräftezuwachs. In vielen Regionen – insbesondere in Ostdeutschland – konnte der deutliche Zuwachs der ausländischen Erwerbspersonen den Rückgang der deutschen Erwerbspersonen nicht mehr kompensieren. Gleichzeitig ist es wirtschaftlich prosperierenden Regionen gelungen, ihr Arbeitskräftepotenzial auszubauen, häufig sogar bei gleichzeitigem Rückgang der deutschen Bevölkerung. Der demografische Wandel betrifft weite Teile Europas. 2024 wies Deutschland von allen europäischen Ländern den höchsten Anteil älterer Erwerbspersonen innerhalb der Altersgruppe der 15- bis unter 65-Jährigen auf. Während die demografische Gesamtbelastung in Deutschland weiter steigt, ist sie zunehmend nicht nur auf die Alterung der Babyboomer zurückzuführen, sondern auch auf einen wachsenden Anteil junger Menschen unter 15 Jahren." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Deutschland 2070: Arbeitsmarkt, Demografie und Produktivität (2024)

    Amlinger, Marc; Markert, Cornelius; Neumann, Horst;

    Zitatform

    Amlinger, Marc, Cornelius Markert & Horst Neumann (2024): Deutschland 2070: Arbeitsmarkt, Demografie und Produktivität. (IGZA-Arbeitspapier 5), Berlin, 89 S.

    Abstract

    "Demografie und Digitalisierung verändern in den nächsten Jahrzehnten Arbeitsmarkt, Beschäftigung und Lebensstandard in Deutschland und Europa. Drohen uns zwangsläufig Arbeitskräftemangel, eine zunehmende Belastung der Rentensysteme und Wohlstandverluste? Im folgenden Papier zeigen wir, dass es einen Königsweg für Deutschland (und Europa) gibt. Er besteht aus unserer Sicht aus einer Innovations- und Produktivitätsinitiative, die zugleich die Qualität der Arbeit erhöht, durch eine ökologische Transformation Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit befördert und den Trend zu immer größerer Ungleichheit umkehrt." (Textauszug, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Enhancing productivity and growth in an ageing society: Key mechanisms and policy options (2024)

    André, Christophe ; Gal, Peter; Schief, Matthias;

    Zitatform

    André, Christophe, Peter Gal & Matthias Schief (2024): Enhancing productivity and growth in an ageing society: Key mechanisms and policy options. (OECD Economics Department working papers 1807), Paris, 55 S. DOI:10.1787/605b0787-en

    Abstract

    "The increase in human longevity is a major achievement, which brings individual well-being and strong contributions to society, but population ageing also generates challenges. This paper documents demographic trends in OECD countries, highlighting that ageing today largely reflects past fertility, longevity, and migration developments. Policies have moderate or delayed impacts on population ageing, hence they should also focus on adapting to ongoing demographic trends. The paper quantifies ageing's potential impacts on labor supply and GDP per capita, showing that the extension of working lives as longevity rises could mitigate, but not completely offset, the negative effects of ageing on employment. It also examines how ageing may affect productivity through various micro and macroeconomic mechanisms. Finally, it provides policy directions for addressing the ageing challenge, through supporting healthy ageing, boosting employment, job quality and labor mobility in all age groups, and promoting older workers' productivity by further developing lifelong learning and fostering an age-friendly management culture." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Cash transfers and fertility: Evidence from Poland’s Family 500+ Policy (2024)

    Bokun, Anna;

    Zitatform

    Bokun, Anna (2024): Cash transfers and fertility: Evidence from Poland’s Family 500+ Policy. In: Demographic Research, Jg. 51, S. 855-910. DOI:10.4054/demres.2024.51.28

    Abstract

    "Background: To increase the lowest fertility rate in the European Union in 2015, combat poverty, and invest in children’s human capital, the Polish government launched a pronatalist cash transfer program in 2016. Objective: What are the short-term fertility effects of the Family 500+ cash transfer? Which groups of women responded to the cash transfer? Methods: Using the Polish Household Budget Survey (2010–2018), I estimate linear probability regression models to identify the effect of the cash transfer on the probability of a birth as a function of a woman’s cash transfer eligibility, including heterogeneous effects by age, income, and education. Results: In the short term, the cash transfer is associated with an increased annual probability of overall births by 1.5 percentage points. Heterogeneity analyses reveal the cash transfer is associated with increased fertility for women aged 31–40 (0.7 to 1.8 percentage points), in contrast to decreased fertility for women aged 21–30 (2.2 to 2.6 percentage points) and women with higher household incomes (1 percentage point). Conclusions: This analysis provides mixed evidence on the short-term efficacy of the cash transfer on fertility. Some demographic groups are more sensitive to the additional income, suggesting that the economic and social barriers to fertility are not equally distributed in the Polish population. Contribution: Descriptive analyses of changing short-term fertility can facilitate timely adjustments to policies, identify emerging trends that may signal long-term patterns, and inform resource allocation." (Author's abstract, IAB-Doku, © Max-Planck-Institut für demographische Forschung) ((en))

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  • Literaturhinweis

    So vielfältig der demografische Wandel, so verschieden die regionalen Herausforderungen und Anpassungsstrategien: Dezembertagung des DGD-Arbeitskreises „Städte und Regionen“ in Kooperation mit dem BBSR Bonn am 14. und 15. Dezember 2023 in Berlin (2024)

    Bortel, Juli; Zika, Gerd ; Maier, Michael ; Weidauer, Holger; Maretzke, Steffen; Glorius, Birgit ; Michalski, Niels ; Hoebel, Jens ; Nowossadeck, Enno ; Frankenberg, Dominik; Söhnlein, Doris ; Köllner, Sebastian; Tetzlaff, Fabian; Hellwagner, Timon ; Tielkes, Constantin;

    Zitatform

    Bortel, Juli, Dominik Frankenberg, Birgit Glorius, Timon Hellwagner, Jens Hoebel, Sebastian Köllner, Michael Maier, Steffen Maretzke, Niels Michalski, Enno Nowossadeck, Doris Söhnlein, Fabian Tetzlaff, Constantin Tielkes, Holger Weidauer & Gerd Zika (2024): So vielfältig der demografische Wandel, so verschieden die regionalen Herausforderungen und Anpassungsstrategien. Dezembertagung des DGD-Arbeitskreises „Städte und Regionen“ in Kooperation mit dem BBSR Bonn am 14. und 15. Dezember 2023 in Berlin. (BBSR-Online-Publikation 2024,118), Bonn, 123 S.

    Abstract

    "Die vorliegende Publikation stellt ausgewählte Beiträge vor, die im Dezember 2023 im Rahmen der DGD/BBSR-Dezembertagung im BBSR Berlin durchgeführt wurde. Das Thema dieser Dezembertagung, das wie in den Jahren zuvor über eine Befragung ermittelt wurde, lautete „So vielfältig der demografische Wandel, so verschieden die regionalen Herausforderungen und Anpassungsstrategien“. Die zahlreichen Beiträge diskutierten wichtige Fragen der demografischen Entwicklung unserer Zeit, mit denen sich die kommunalen und regionalen Akteure vor Ort täglich auseinandersetzen müssen. Die Palette der Themen reichte von der anhaltend hohen Zahl an Zuwanderern aus dem Ausland über den steigenden Fachkräftemangel in vielen Regionen und Wirtschaftsbereichen bis hin zu dem tendenziell steigenden Potenzial, das Ältere für die Gestaltung zukunftsfähiger Städte und Regionen darstellen. Einen inhaltlichen Schwerpunkt der Dezembertagung bildeten auch die langfristigen Herausforderungen des demografischen Wandels für die Regionen in Deutschland. Zum einen geht es darum, darüber zu informieren, wie schwierig es für die Prognostiker ist, für Ihre regionalen Bevölkerungsprognosen ein fundiertes Annahmegerüst zur Fertilität, Mortalität, Binnen- und Außenwanderung zu entwickeln. Zum anderen wurde am Beispiel der Bevölkerung im Allgemeinen, wie des Pflegebereichs, des Wohnungs- und Arbeitsmarktes im Besonderen diskutiert, auf welch unterschiedliche Entwicklungen sich die Regionen langfristig im Kontext des demografischen Wandels einzustellen haben." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Beschäftigungspotenziale Älterer : Umfang und Realisierungschancen bis 2035 (2024)

    Buslei, Hermann; Neitzsch, Pablo; Haan, Peter; Geyer, Johannes ;

    Zitatform

    Buslei, Hermann, Johannes Geyer & Peter Haan (2024): Beschäftigungspotenziale Älterer : Umfang und Realisierungschancen bis 2035. Gütersloh, 157 S. DOI:10.11586/2024151

    Abstract

    "Personen im Alter zwischen 55 und 70 Jahren weisen im Vergleich zur jüngeren Bevölkerung eine geringere Erwerbsquote auf und haben einen geringeren Erwerbsumfang. Wenn es gelänge dieses Erwerbspotenzial zumindest teilweise zu aktivieren, wäre dies ein zentraler Baustein zur Bewältigung des demografischen Wandels. In der vorliegenden Studie wird dieses Potenzial quantifiziert, seine Entwicklung unter heutigen Bedingungen bis 2035 abgeschätzt und die Wirkung bestimmter Politikszenarien zur Aktivierung simuliert." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Die Babyboomer gehen in Rente (2024)

    Deschermeier, Philipp; Schäfer, Holger;

    Zitatform

    Deschermeier, Philipp & Holger Schäfer (2024): Die Babyboomer gehen in Rente. (IW-Kurzberichte / Institut der Deutschen Wirtschaft Köln 2024,78), Köln, 3 S.

    Abstract

    "Die ersten Babyboomer haben bereits das gesetzliche Renteneintrittsalter erreicht. Im Jahr 2036 werden sie vollständig aus dem Erwerbsleben ausgeschieden sein. Der demographische Druck auf den Arbeitsmarkt wächst, gleichzeitig schließt sich das Zeitfenster, in dem geeignete Gegenmaßnahmen Wirkung entfalten können." (Textauszug, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    IW-Bevölkerungsprognose - Eine Datengrundlage zur Gestaltung der Herausforderungen des demografischen Wandels auf Basis des Zensus 2022 (2024)

    Deschermeier, Philipp;

    Zitatform

    Deschermeier, Philipp (2024): IW-Bevölkerungsprognose - Eine Datengrundlage zur Gestaltung der Herausforderungen des demografischen Wandels auf Basis des Zensus 2022. In: IW-Trends, Jg. 51, H. 3, S. 67-88. DOI:10.2373/1864-810X.24-03-04

    Abstract

    "Der demografische Wandel stellt Gesellschaft, Politik und Wirtschaft vor große Herausforderungen. Bevölkerungsprognosen sind dabei die zentrale quantitative Entscheidungsgrundlage, um Lösungsansätze zu entwerfen. Die Bevölkerungsprognose des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW-Bevölkerungsprognose) berechnet die demografische Entwicklung Deutschlands und der Bundesländer auf Basis des Zensus 2022 bis 2040 voraus. Demnach wird sich der Bevölkerungsstand Deutschlands bis 2040 um 2,3 Prozent auf etwa 85 Millionen Einwohner erhöhen. Trotz dieser Zunahme steht die deutsche Volkswirtschaft vor enormen Herausforderungen, denn das Erwerbspersonenpotenzial sinkt bis 2040 um 6 Prozent auf etwa 52,2 Millionen Personen. Gleichzeitig schreitet die Alterung der Gesellschaft voran. So erhöht sich die Anzahl der Senioren bis 2040 um 36,7 Prozent auf etwa 21,5 Millionen Personen. Diese Entwicklungen vollziehen sich auf Ebene der Bundesländer jedoch uneinheitlich. Während Berlin und Hamburg bis 2040 zu Metropolen mit 4 und 2 Millionen Einwohnern anwachsen, erfahren besonders die ostdeutschen Flächenländer einen deutlichen Rückgang der Bevölkerung. Durch den Übertritt der Babyboomer-Generation vom Erwerbsleben in das Rentenalter wird in allen Bundesländern das Erwerbspersonenpotenzial sinken." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Regionale Entwicklung im Vergleich: Wirtschaftliche Aufholprozesse in Ostdeutschland unterschätzt? (2024)

    Diermeier, Matthias; Oberst, Christian; Sultan, Samina; Förster, Henrik;

    Zitatform

    Diermeier, Matthias, Christian Oberst, Samina Sultan & Henrik Förster (2024): Regionale Entwicklung im Vergleich. Wirtschaftliche Aufholprozesse in Ostdeutschland unterschätzt? (IW policy paper / Institut der Deutschen Wirtschaft Köln 2024,06), Köln, 40 S.

    Abstract

    "Während der vergangenen zehn Jahre lässt sich in Ostdeutschland ein klarer wirtschaftlicher Aufholprozess zum Westen beobachten. Das zeigt die vorliegende Analyse von Arbeitslosenquoten und Löhnen auf der Ebene von Landkreisen und kreisfreien Städten. Wohingegen westdeutsche Regionen eine heterogene Entwicklung aufzeigen und sich Boom, Aufholprozesse, Stagnation und Abstieg auf der Landkarte abwechseln, lässt sich Ostdeutschland mit nur wenigen Ausnahmen als klare Aufsteigerregion einordnen. Sowohl beim Abbau der Arbeitslosigkeit als auch bei der Lohnentwicklung sind Ost und West näher zusammengerückt. Diese Aufholprozesse werden von den Menschen in Ostdeutschland allerdings nur in geringem Maße wahrgenommen. So gibt trotz des deutlichen Abbaus der Arbeitslosigkeit nicht einmal ein Drittel der ostdeutschen Befragten in der IW-Personenbefragung 2024 an, mit der Entwicklung auf dem heimischen Arbeitsmarkt während der vergangenen zehn Jahre zufrieden zu sein; ein Drittel ist sogar explizit unzufrieden. Diese negative Wahrnehmung findet sich ebenso, wenn die Befragten die Wohnregion unterschiedlichen Regionstypen zuordnen sollen: Gerade einmal jeder fünfte Ostdeutsche kategorisiert seinen Wohnort der objektiven Entwicklung entsprechend als Aufsteigerregion. Fast die Hälfte der Befragten in ostdeutschen Aufsteigerregionen meint, ihre Wohnregion stagniere; 21 Prozent nehmen gar wahr, in einer abgehängten Region zu leben. Die Suche nach den Gründen für den ostdeutschen Pessimismus führt zu den demographischen Herausforderungen. Trotz positiver ökonomischer Entwicklungen zeigen sich in den meisten Landkreisen, mit Ausnahme der an Berlin angrenzenden Landkreise in Brandenburg, starke Schrumpfungsprozesse. Diese Entwicklung wird sich in den kommenden Jahren noch weiter zuspitzen. Mit den veritablen Ausnahmen einiger Städte wie Leipzig, Dresden oder Schwerin sowie dem Berliner Umland leidet der Osten massiv unter einem Bevölkerungsschwund. Tatsächlich ist der ökonomische Pessimismus in schrumpfenden Regionen besonders ausgeprägt: 80 Prozent der Befragten unterschätzen dort die wirtschaftliche Entwicklung der Wohnregion; im Westen sind es 51 Prozent – jeweils über 20 Prozentpunkte mehr als in den wachsenden Regionen. Zudem schaffen es insbesondere die politischen Ränder, in Räumen mit einer schwierigen demographische Situation bundesweit zu mobilisieren. In schrumpfenden Regionen Ostdeutschlands erreichen die Alternative für Deutschland (AfD) und das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) teils spielerisch absolute Mehrheiten. Dabei werden sich die demographischen Schwierigkeiten dort in Zukunft noch weiter zuspitzen. Diese Entwicklung macht es umso schwieriger, dem Teufelskreis aus heutiger Abwanderung, Pessimismus und einem desaströsen demographischen Ausblick zu begegnen. Denn eine erfolgreiche Wirtschaft wird im Osten in Zukunft mehr als anderswo auf qualifizierte Zuwanderung angewiesen sein. Mit dem mehrheitlichen Hinwenden zu den migrationskritischen bis migrationsfeindlichen politischen Extremen scheint damit der einzig gangbare Ausweg aus der Demographiekrise verbaut. Die wirtschaftlichen, politischen und zivilgesellschaftlichen Akteure in Ostdeutschland müssen sich sowohl mit der Wahrnehmungsproblematik (Pessimismus) als auch mit den Herausforderungen des demographischen Wandels (Überalterung, Schrumpfung und Leerstand) auseinandersetzen. In der Kommunikation sollten Probleme klar benannt und Erfolge ebenso klar hervorgehoben werden. Aufgrund des flächendeckenden Vertrauensverlustes in die politischen Akteure kommt den Unternehmen dabei eine wichtige Rolle zu. Für die Politik sollte die Ermöglichung gleichwertiger Lebensverhältnisse maßgeblich sein. Eine angemessene Daseinsvorsorge ist eine Grundvoraussetzung für die zukünftige Standortentwicklung und wahrt die Chance, einer Abwärtsspirale entgegenzuwirken." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Population Growth, Immigration, and Labor Market Dynamics (2024)

    Elsby, Michael W. L. ; Wadsworth, Jonathan ; Smith, Jennifer C. ;

    Zitatform

    Elsby, Michael W. L., Jennifer C. Smith & Jonathan Wadsworth (2024): Population Growth, Immigration, and Labor Market Dynamics. In: Demography, Jg. 61, H. 5, S. 1559-1584. DOI:10.1215/00703370-11579897

    Abstract

    "This article provides a first synthesis of population flows and labor market dynamics across immigrant and native-born populations. We devise a novel dynamic accounting methodology that integrates population flows from two sources—changes in birth cohort size and immigrant flows—with labor market dynamics. We illustrate the method using data for the United Kingdom, where population flows have been large and cyclical, driven first by the maturation of baby boom cohorts in the 1980s and later by immigration in the 2000s. New measures of labor market flows by migrant status uncover the flow origins of disparities in the levels and cyclicality of immigrant and native labor market outcomes and their more recent convergence. An application of our accounting framework reveals that population flows have played a nontrivial role in the volatility of labor markets among the UK-born and, especially, immigrants." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer-Verlag) ((en))

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    Der Pflegearbeitsmarkt im demografischen Wandel – Methodik und Ergebnisse der Pflegekräftevorausberechnung (2024)

    Eppers, Nina;

    Zitatform

    Eppers, Nina (2024): Der Pflegearbeitsmarkt im demografischen Wandel – Methodik und Ergebnisse der Pflegekräftevorausberechnung. In: Wirtschaft und Statistik H. 2, S. 44-54.

    Abstract

    "Die steigende Zahl an Pflegebedürftigen und die Diskussion um fehlende Pflegekräfte verdeutlichen die Herausforderungen, vor denen der Pflegearbeitsmarkt aktuell steht. Der demografische Wandel beeinflusst im Bereich der Pflege sowohl den Bedarf als auch das Angebot an Pflegekräften. Welche Auswirkungen hat dies auf den Pflegearbeitsmarkt? Mithilfe einer Vorausberechnung wird eingeschätzt, wie sich die Zahl der Pflegekräfte künftig entwickelt, und mit dem möglichen Verlauf des Bedarfs an Pflegekräften verglichen. Dazu wurden zwei potenzielle Szenarien des Pflegekräfteangebots berechnet. Um die Nachfrage nach Pflegekräften zu quantifizieren, wurde die Entwicklung der Zahl der Pflegebedürftigen und der Krankenhausfälle herangezogen. Eine Engpassbetrachtung führt schließlich die Ergebnisse zu Angebot und Nachfrage zusammen und zeigt den künftigen Mehrbedarf an Pflegekräften auf." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Statistisches Bundesamt, Wiesbaden)

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  • Literaturhinweis

    ELMI Policy Panel: Fehlen überall Arbeitskräfte? (2024)

    Fitzenberger, Bernd ; Boeri, Tito ; Carcillo, Stéphane ; Kauffmann, Barbara;

    Zitatform

    Fitzenberger, Bernd; Tito Boeri, Stéphane Carcillo & Barbara Kauffmann (sonst. bet. Pers.) (2024): ELMI Policy Panel: Fehlen überall Arbeitskräfte? In: IAB-Forum H. 22.11.2024. DOI:10.48720/IAB.FOO.20241122.01

    Abstract

    "Bei der 2024er Konferenz der European Association of Labour Economists (EALE) kamen führende Experten zusammen, um die neuesten Erkenntnisse aus der Arbeitsmarktforschung zu besprechen. IAB-Direktor Professor Bernd Fitzenberger organisierte und leitete das Policy Panel zum Thema „Arbeitskräfte- und Qualifikationsmangel“." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Fitzenberger, Bernd ;

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  • Literaturhinweis

    ELMI Policy Panel: Are labour shortages a problem everywhere? (2024)

    Fitzenberger, Bernd ; Carcillo, Stéphane ; Boeri, Tito ; Kauffmann, Barbara;

    Zitatform

    Fitzenberger, Bernd; Stéphane Carcillo, Tito Boeri & Barbara Kauffmann (sonst. bet. Pers.) (2024): ELMI Policy Panel: Are labour shortages a problem everywhere? In: IAB-Forum H. 22.11.2024. DOI:10.48720/IAB.FOO.20241122.02

    Abstract

    "The 2024 European Association of Labour Economists (EALE) conference gathered leading experts to discuss the latest findings from labor market research. Professor Bernd Fitzenberger organized and chaired the policy panel focusing on the problem of labor and skills shortages." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

    Beteiligte aus dem IAB

    Fitzenberger, Bernd ;
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  • Literaturhinweis

    Dekarbonisierung, Digitalisierung, Demographie: Gestaltungsanspruch für gewerblich-technische Facharbeit und Bildung (2024)

    Grimm, Axel; Schlausch, Reiner; Karges, Torben; Herkner, Volkmar;

    Zitatform

    Grimm, Axel, Volkmar Herkner, Torben Karges & Reiner Schlausch (Hrsg.) (2024): Dekarbonisierung, Digitalisierung, Demographie. Gestaltungsanspruch für gewerblich-technische Facharbeit und Bildung. (Perspektiven auf Berufsbildung, Arbeit und Technik 9), Berlin: Peter Lang, 524 S.

    Abstract

    "Am 6. und 7. Oktober 2022 fand am Berufsbildungsinstitut Arbeit und Technik (biat) der Europa-Universität Flensburg (EUF) die 22. Herbstkonferenz der Arbeitsgemeinschaft Gewerblich-Technische Wissenschaften und ihre Didaktiken (gtw) statt. Unter dem Tagungstitel „Dekarbonisierung, Digitalisierung, Demographie – Gestaltungsanspruch für gewerblich-technische Facharbeit und Bildung" konnte die Konferenz drei nicht nur für die gewerblich-technische Facharbeit und die Berufsbildung sehr zentrale gesellschaftliche Themenstellungen aufgreifen, mit denen bereits seit geraumer Zeit und zukünftig noch wesentlich stärker ein hoher Gestaltungsanspruch einhergeht. Über dreißig Einzelbeiträge verdeutlichen in diesem Band die thematische Relevanz für die gewerblich-technischen Wissenschaften." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Peter Lang)

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  • Literaturhinweis

    Beschäftigung kurz vor und nach dem Renteneintritt: Ableitung arbeitsmarkt- und sozialpolitischer Empfehlungen vor dem Hintergrund demografischer Herausforderungen (2024)

    Hammermann, Andrea; Pimpertz, Jochen; Stettes, Oliver;

    Zitatform

    Hammermann, Andrea, Jochen Pimpertz & Oliver Stettes (2024): Beschäftigung kurz vor und nach dem Renteneintritt. Ableitung arbeitsmarkt- und sozialpolitischer Empfehlungen vor dem Hintergrund demografischer Herausforderungen. (IW-Gutachten / Institut der Deutschen Wirtschaft Köln), Köln, 41 S.

    Abstract

    "Als Folge der demografischen Entwicklung werden in den nächsten zehn Jahren voraussichtlich rund ein Viertel aller Beschäftigten im Maschinenbau in den Ruhestand wechseln. Das entspricht nach aktuellem Stand mehr als 296.000 Personen. Im gleichen Zeitraum ist die Anzahl an Personen, die potenziell eine Beschäftigung im Maschinenbau aufnehmen könnten, mit rund 118.000 Personen deutlich niedriger. So ergibt sich ein rein rechnerischer Saldo von 178.000 Personen, die der Branche in den nächsten Jahren fehlen könnten. Die Erwerbsbeteiligung der 60- bis 64-Jährigen nahm zwar in den letzten Jahrzehnten so stark zu wie in keiner anderen Altersgruppe. Nach dem Erreichen des 65. Lebensjahrs sinkt der Anteil der Erwerbstätigen jedoch deutlich. Die Ergebnisse der IW-Beschäftigtenbefragung 2024 zeigen, wie tief verwurzelt die Vorstellung eines vorzeitigen Renteneintritts in Deutschland ist: Jeder Vierte sieht sich nicht in der Lage, bis zum gesetzlichen Renteneintrittsalter zu arbeiten. Der Anteil derer, die sich einen vorzeitigen Renteneintritt wünschen, liegt sogar bei rund einem Drittel. Die individuelle Entscheidung über den Renteneintrittszeitpunkt basiert – unbeeindruckt von der gesellschaftlichen Herausforderung und möglichen Wohlfahrtsverlusten als Folge des sinkenden Arbeitskräfteangebots – auf einer Abwägung zwischen finanziellen Einbußen und dem Wunsch nach Freizeit. Daneben ist jedoch auch das Gefühl, genug geleistet zu haben, eng mit dem Wunsch nach einem vorzeitigen Renteneintritt verknüpft. Hier sind Akteure der Politik, die Sozialpartner und Betriebe aufgerufen, dem Narrativ entgegenzuwirken, welches den Rentenbezug nach einer bestimmten Anzahl von Beschäftigungsjahren als (unantastbaren) Verdienst der Lebensleistung deklariert und damit jedwede Bemühungen um eine Steigerung der Erwerbsarbeit im Alter konterkariert. Das Bewusstsein über den sich zuspitzenden demografischen Wandel und Erkenntnisse über die individuellen Präferenzen zum Renteneintritt führen zu der Frage, wie Menschen zu einem längeren Verbleib im Erwerbsleben motiviert werden können. Zudem braucht es Ansätze, um die Weiter- und Wiederbeschäftigung von Rentenbeziehern in den Unternehmen zu erleichtern. Die Befragungsergebnisse signalisieren, dass sich zumindest rund 36 Prozent der Beschäftigten vorstellen können, auch über das gesetzliche Renteneintrittsalter hinaus zu arbeiten. Mittlerweile setzt auch gut die Hälfte der Unternehmen in Deutschland laut Zahlen des IW-Personalpanels aus dem Sommer 2024 zumindest einen Mitarbeiter ein, der das gesetzliche Renteneintrittsalter erreicht hat oder bereits eine Rente bezieht. Knapp vier von zehn Unternehmen scheitern allerdings an arbeits- und sozialrechtlichen Fragen, obwohl sie bereits Erfahrungen mit der Beschäftigung von Silver Worker haben oder diese aktuell einsetzen." (Textauszug, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Labor Market Adjustments to Population Decline: A Historical Macroeconomic Perspective, 1875-2019 (2024)

    Hellwagner, Timon ; Weber, Enzo ;

    Zitatform

    Hellwagner, Timon & Enzo Weber (2024): Labor Market Adjustments to Population Decline: A Historical Macroeconomic Perspective, 1875-2019. (IAB-Discussion Paper 05/2024), Nürnberg, 79 S. DOI:10.48720/IAB.DP.2405

    Abstract

    "In den kommenden Jahren und Jahrzehnten werden Industrienationen mit Bevölkerungsrückgängen, insbesondere im erwerbsfähigen Alter, konfrontiert sein. Dennoch gibt es bisher wenig empirische Evidenz zu entsprechenden Arbeitsmarktimplikationen. Wir adressieren diese Forschungslücke aus einer historischen, makroökonomischen Perspektive und stellen einen neuen Datensatz für sechzehn Industrienationen zusammen, der demografische und ökonomische Variablen von 1875 bis 2019 auf jährlicher Basis enthält. Auf Grundlage der Ergebnisse eines dynamischen, nichtlinearen ökonometrischen Modells und unter Zuhilfenahme verzögerter Geburten als externe Instrumente identifizieren wir strukturelle Bevölkerungsschocks und analysieren die ökonomischen Effekte von Bevölkerungsänderungen in Abhängigkeit des vorherrschenden demografischen Regimes. Unsere Ergebnisse deuten regimespezifische Unterschiede hin: Erstens, Bevölkerungsrückgang wirkt sich im Vergleich zu Bevölkerungswachstum rascher auf den Arbeitsmarkt aus, was sich insbesondere in Rückgängen von Investitionen und Beschäftigung widerspiegelt. Zweitens, in Zeiten von Bevölkerungsrückgang beobachten wir aber in der Folge und als Reaktion auf das sinkende Arbeitsangebot eine steigende Erwerbsbeteiligung sowie sich abschwächende Rückgänge von Investitionen. Drittens, trotz des sinkenden Arbeitsangebots finden wir weder einen Rückgang der Arbeitslosigkeit noch einen Anstieg von Löhnen. Während sich Bevölkerungsrückgang tendenziell negativ auf die Produktivität auswirkt, wie auch in der Literatur argumentiert wird, deuten unsere Ergebnisse darauf hin, dass daraus resultierende negative Effekte auf das Wirtschaftswachstum durch eine erhöhte Erwerbsbeteiligung und Kapitalintensität abgefangen werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Hellwagner, Timon ; Weber, Enzo ;
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  • Literaturhinweis

    Demografisch bedingte Schrumpfung des Arbeitsangebots – welche ungenutzten Potenziale gibt es? (2024)

    Hellwagner, Timon ; Söhnlein, Doris ;

    Zitatform

    Hellwagner, Timon & Doris Söhnlein (2024): Demografisch bedingte Schrumpfung des Arbeitsangebots – welche ungenutzten Potenziale gibt es? In: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (Hrsg.) (2024): So vielfältig der demografische Wandel, so verschieden die regionalen Herausforderungen und Anpassungsstrategien, S. 79-88, 2024-07-02.

    Abstract

    "Das Wachstum des Erwerbspersonenpotenzials während der vergangenen Jahre wurde zum einen durch eine steigende Beteiligung und zum anderen durch Zuwanderung gestützt – und hat dabei negative Effekte des demografischen Wandels deutlich übertroffen (vgl. Bauer et al. 2023). Doch in der kurzen bis mittleren Frist stehen dem deutschen Arbeitsmarkt nicht nur wirtschaftliche Herausforderungen, sondern vielmehr auch ein demografischer Wendepunkt bevor, wie ein Blick auf die aktuelle Altersstruktur der Bevölkerung laut Statistischem Bundesamt (Destatis 2024d) in Abbildung 1b zeigt: Der „Geburtenberg“ der Babyboomer verschiebt sich unaufhaltsam weiter in Richtung Rente, die nachfolgenden Jahrgänge sind wesentlich schwächer besetzt. Hoher Zuwanderungszahlen in den letzten Jahren zum Trotz scheint der Rückgang der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter – und damit die demografisch bedingte Schrumpfung des Arbeitsangebot – vorgezeichnet. Anders ausgedrückt: Hat das Zusammenspiel von steigender Erwerbsbeteiligung und Zuwanderung in der Vergangenheit dazu geführt, dass die in der Altersstruktur angelegten Rückgänge des Erwerbspersonenpotenzials mehr als wettgemacht wurden, so zeigen Analysen (vgl. Hellwagner et al. 2023; Hellwagner/Söhnlein/Weber 2023), dass das für die Verrentung der Babyboomer nur mehr schwer zu erreichen sein wird. Hellwagner et al. (2022) berechnen, dass in einem Szenario ohne Außenwanderung und steigende Beteiligung das Erwerbspersonenpotenzial von 2020 bis 2035 aufgrund der angelegten Altersstruktur um rund 7 Mio. Personen sinken würde. Diese bevorstehende, demografisch bedingte Schrumpfung des Arbeitsangebots wirft Fragen nach den ökonomischen Konsequenzen auf. Im folgenden Abschnitt wird daher zunächst ein Überblick zur bestehenden Literatur, die sich mit ebenjenen ökonomischen Effekten beschäftigt, gegeben – und aufgezeigt, dass ein (deutlicher) Rückgang der Personen im erwerbsfähigen Alter nicht zwangsläufig mit einem Rückgang des gesamtwirtschaftlichen Arbeitsvolumens verbunden sein muss. In den darauffolgenden Kapiteln werden anschließend entsprechende Stellschrauben diskutiert und quantifiziert." (Textauszug, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Hellwagner, Timon ; Söhnlein, Doris ;
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  • Literaturhinweis

    Life Course Heterogeneity and the Future Labour Force – a Dynamic Microsimulation Analysis for Austria (2024)

    Horvath, Thomas ; Spielauer, Martin ; Warum, Philipp ;

    Zitatform

    Horvath, Thomas, Martin Spielauer & Philipp Warum (2024): Life Course Heterogeneity and the Future Labour Force – a Dynamic Microsimulation Analysis for Austria. (WIFO working papers 674), Wien, 26 S.

    Abstract

    "Capturing the heterogeneity of life courses improves the accuracy, detail and policy relevance of population and labor force projections. Our study uses the microsimulation model microDEMS for Austria, which simulates individual life courses at a high level of detail and in their family context. The model pays particular attention to educational attainment, health and labor market participation. By maintaining the longitudinal consistency of labor market careers, including the tracking of insurance periods, together with the implementation of detailed retirement rules, our model provides realistic representations of retirement decisions. While we reproduce the demographic outcomes of official (Statistics Austria) population projections, including international migration by region of birth, we integrate several additional dimensions, such as educational differentials in mortality and fertility. MicroDEMS allows to consider a wide range of scenarios when assessing the sensitivity of results, or to focus on the impact of policy changes targeted at specific population subgroups, such as mothers, immigrants, or people with health impairments or lower educational levels. MicroDEMS is a detailed national version of the comparative microWELT model. In this context, microDEMS is used for sensitivity analysis and case studies to assess potential specification bias introduced in microWELT due to the neglect of institutional detail or the less detailed treatment of population heterogeneity, such as in the case of international migration." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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