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Dossier

Rente mit 67 – oder später? Das Renteneintrittsalter in der Diskussion

Das gesetzliche Renteneintrittsalter wird seit 2012 schrittweise von 65 auf 67 Jahre erhöht. Ziel ist es, die Finanzlage der Rentenversicherung zu stabilisieren und die Beschäftigung Älterer zu erhöhen.
Sind damit die Herausforderungen der alternden Gesellschaft zu meistern oder muss über einen noch späteren Berufsausstieg nachgedacht werden? Droht die Altersarmut, da das höhere abschlagsfreie Rentenalter für viele zu einer Kürzung ihrer monatlichen Rente führt? Bleiben Ältere dadurch wirklich länger erwerbstätig und in welchem Ausmaß sind Unternehmen bereit Ältere zu beschäftigen?
Diese IAB-Infoplattform bietet Hintergrundinformationen zum Zusammenhang von Renteneintrittsalter und Beschäftigung und gibt einen Überblick über die Positionen der Akteure.

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  • Literaturhinweis

    Early retirement and social security: a long term perspective (2005)

    Conde-Ruiz, J. Ignacio; Galasso, Vincenzo ; Profeta, Paola ;

    Zitatform

    Conde-Ruiz, J. Ignacio, Vincenzo Galasso & Paola Profeta (2005): Early retirement and social security. A long term perspective. (CESifo working paper 1571), München, 32 S.

    Abstract

    "We provide a long-term perspective on the individual retirement behaviour and on the future of retirement. In a Markovian political economic theoretical framework, in which incentives to retire early are embedded, we derive a political equilibrium with positive social security contribution rates and early retirement. Aging has two opposite effects: it leads to lower taxes and fewer (early) retirees, while a poorer median voter will push for higher contributions. The model highlights the existence of crucial income effects: a decrease of the income of young people will induce them to postpone retirement and to vote for less social security." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Beschäftigungslosigkeit Älterer in NRW: Hinausschieben des Renteneintritts ohne Verbesserung der Beschäftigungschancen führt zu längeren "Altersbrücken" (2005)

    Dahlbeck, Elke; Wojtkowski, Sascha;

    Zitatform

    Dahlbeck, Elke & Sascha Wojtkowski (2005): Beschäftigungslosigkeit Älterer in NRW. Hinausschieben des Renteneintritts ohne Verbesserung der Beschäftigungschancen führt zu längeren "Altersbrücken". (IAT-Report 2005-05), Gelsenkirchen, 13 S.

    Abstract

    "Die registrierte Arbeitslosigkeit der 50- bis unter 65-Jährigen ist seit 1999 zwar insgesamt rückläufig, in der Gruppe der 'jungen Alten' (50 bis unter 55) nimmt sie aber wieder zu. Seit 2001 wird die sog. '58er Regelung' (Leistungsbezug unter erleichterten Voraussetzungen nach § 428 SGB III) verstärkt in Anspruch genommen. Rechnet man diese Personen mit, so weist die Beschäftigungslosigkeit Älterer in NRW seit 2003 einen steigenden Trend auf. Damit steht NRW im Vergleich zu Westdeutschland deutlich schlechter da, denn in Westdeutschland nimmt die Beschäftigungslosigkeit Älterer insgesamt weiter ab. Im größten Bundesland sind anteilig nicht nur mehr Ältere beschäftigungslos, sondern sie bleiben es auch länger und kehren weniger häufig in die Erwerbstätigkeit zurück. Um Abschlagsregelungen zu vermeiden, verschieben die Versicherten ihren Renteneintritt sowohl in NRW als auch in Westdeutschland. Da ein Großteil der Älteren nach wie vor vorzeitig aus dem Erwerbsleben ausscheidet, ver-längert sich der Altersübergang. Bei den Rentenzugängen steigt seit 1999 der Anteil, der aus Altersteilzeit erfolgt. Altersteilzeit und der erleichterte Leistungsbezug nach § 428 SGB III sind heute die wichtigsten Brücken zwischen Arbeit und Ruhestand." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Soziale Sicherheit: hin zu einem erneuerten Vertrauen (2005)

    Levinsky, Richard; Levinsky, Richard; MacKinnon, Roddy; McKinnon, Roddy; Conte-Grand, Alfredo H.; Ohouochi, Clotilde; Hoskins, Dalmer D.; Rürup, Bert; Kientzler, Francois; Schremmer, Jens; Fathallah, Magid; Sigg, Roland; Barnhart, Jo Anne B.; James, Chris;

    Zitatform

    (2005): Soziale Sicherheit. Hin zu einem erneuerten Vertrauen. Genf, 209 S.

    Abstract

    "Dieses Buch, das von einem internationalen Team von Fachleuten und Praktikern im Bereich der sozialen Sicherheit geschrieben wurde, spiegelt das wiedergewonnene Vertrauen in die soziale Sicherheit wieder. Die angeführten Beispiele zu wichtigen nationalen und internationalen Entwicklungen und Trends in der sozialen Sicherheit unterstützen diese wichtige Erkenntnis. Der vorliegende Band betont die Notwendigkeit der sozialen Sicherheit als eine politische Lösung, die zu einer nachhaltigen wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung beiträgt, und möchte die internationale Diskussion hierzu anregen. Die Hauptaussage ist, dass die soziale Sicherheit als integrierter Bestandteil der staatlichen Politik in der Lage ist, sich im Zuge des demografischen, sozialen und wirtschaftlichen Wandels in einem neu strukturierten globalen Umfeld an die Bedürfnisse der Arbeitnehmer und Bürger anzupassen." (Textauszug, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Fordern statt Fördern: ältere Arbeitslose unter Hartz IV (2005)

    Mayer, Udo R.;

    Zitatform

    Mayer, Udo R. (2005): Fordern statt Fördern. Ältere Arbeitslose unter Hartz IV. In: Neue Zeitschrift für Sozialrecht, Jg. 14, H. 11, S. 568-573.

    Abstract

    "Mit dem Vierten Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt (Hartz IV) wurde die bisherige Arbeitslosenhilfe durch das Arbeitslosengeld II abgelöst. Von dieser Umstellung sind vor allem ältere Arbeitslose betroffen, die von den Sonderregelungen der §§ 428 SGB III und 65 SGB II Gebrauch gemacht haben. Damit sind die Zeiträume wesentlich länger geworden, in denen ältere Arbeitslose ALG II erhalten, bis eine abschlagsfreie Altersrente möglich wird. Die Kürzung des betragsbezogenen Arbeitslosenhilfe-Anspruchs durch das neue ALG II greift in erworbene Rechte ein, die dem Eigentumsschutz nach Art. 14 unterliegen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Länger arbeiten im Alter: Möglichkeiten und Grenzen (2005)

    Pfeiffer, Ulrich; Simons, Harald; Braun, Reiner;

    Zitatform

    Pfeiffer, Ulrich, Harald Simons & Reiner Braun (2005): Länger arbeiten im Alter. Möglichkeiten und Grenzen. Köln, 68 S.

    Abstract

    Bereits jetzt führt die geltende Rechtslage zur Alterssicherung dazu, dass der individuelle Lebensstandard im Alter abnehmen wird. Vor diesem Hintergrund werden drei grundsätzliche Optionen untersucht: Man kann sich mit einem niedrigeren Lebensstandard im Alter abfinden ohne zusätzlich etwas zu tun, man kann privat vorsorgen und so die Kürzungen der Rente abfangen oder aber man tritt später in den Ruhestand ein. Damit können zum einen Punkte für die gesetzliche Rente und Sparraten für die private Vorsorge angesammelt werden, zum anderen honorieren sowohl gesetzliche als auch private Rentenversicherungen einen späteren Renteneintritt mit höheren monatlichen Ansprüchen. Solange unklar ist, in welchem Ausmaß die Erwerbstätigen private Altersvorsorge betreiben, solange ist auch unklar, wie sich das Erwerbsaustrittsverhalten als Reaktion auf ein niedrigeres Rentenniveau verändern wird. Es wird dafür plädiert, dass sich Arbeitnehmer und Unternehmer rechtzeitig und radikal auf die veränderte Situation am Arbeitsmarkt einstellen. Eine weiterhin hohe strukturelle Arbeitslosigkeit bei schwachem Wachstum wird nur dann vermieden werden können, wenn die Erwerbspersonen bereit sind, die Anforderungen des Arbeitsmarktes trotz steigenden Alters möglichst weit zu erfüllen. Im Ergebnis werden die Arbeitnehmer einem noch stärkeren Wettbewerbsdruck gegenüberstehen als heute und die heute praktizierte Senkung des Erwerbsaustrittsalters wird nicht mehr verfügbar sein. Dadurch entsteht der unmittelbare Druck durch Lernen und durch Verbesserung der eigenen Qualifikation weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben. Zahlreiche Tabellen zu Arbeitsangeboten der 20- bis 64-Jährigen im Anhang belegen die vorlegten Ergebnisse. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Option values for retirement: effects of public incentives to postpone retirement in Finland, Belgium and Germany (2005)

    Piekkola, Hannu; Deschryvere, Matthias;

    Zitatform

    Piekkola, Hannu & Matthias Deschryvere (2005): Option values for retirement. Effects of public incentives to postpone retirement in Finland, Belgium and Germany. (ENEPRI research report 14), Brüssel, 31 S.

    Abstract

    "This paper studies the determinants of the retirement transitions of Europeans and focuses on the impact of social security systems on retirement behaviour. The analysis uses the first eight waves (1994-2001) of the European Community Household Panel. Based on these survey data, option values - which express, for each retirement age, the trade-off between retiring now and keeping the option open for some later retirement date - are constructed for each sampled individual in three countries: Finland, Belgium and Germany. The overall results of the duration and probit models show that the option value, well-being at work and health all have a significant impact on retirement decisions irrespective of gender. The analysis shows that policies to raise marginal incentives and, hence, option values are effective, especially in Finland. The incentives have the highest impact on the early retirement stage. In Germany and Belgium we see spikes in retirement at age 60 or 65, whereas the retirement path in Finland is smooth from age 56 and option values do not significantly decrease with age. Job satisfaction is an important predictor of future withdrawal from work. Poor health also has an important effect on retirement risk, especially in Germany." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Einstellungen älterer Arbeitnehmer zum Renteneintritt: eine empirische Untersuchung in nordrhein-westfälischen Betrieben. Kurzfassung (2005)

    Rothkirch, Christoph von; Seifert, Hartmut; Pfeifenroth, Werner; Rath, Herbert; Sommer, Vera-Britt; Naevecke, Stefan;

    Zitatform

    Naevecke, Stefan, Hartmut Seifert, Vera-Britt Sommer, Werner Pfeifenroth & Herbert Rath (2005): Einstellungen älterer Arbeitnehmer zum Renteneintritt. Eine empirische Untersuchung in nordrhein-westfälischen Betrieben. Kurzfassung. Düsseldorf u.a., 9 S.

    Abstract

    "Angesichts der Risiken des demographischen Wandels nicht nur für die Sozialversicherungssysteme, sondern auch für die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft insgesamt suchen seit Mitte der 90er Jahre Politik, Wissenschaft und Teile der Wirtschaft danach, wie der 'Verjüngungstrend' der Belegschaften aufzuhalten und umzukehren ist. Die Förderung der Frühverrentungen ist gestoppt, die Altersteilzeit läuft aus und das gesetzliche Rentenalter liegt wieder bei 65 Jahren. Forschungsprogramme und Initiativen konzentrieren sich auf die Frage, was auf betrieblicher Ebene getan werden kann, um die Beschäftigung älter werdender bzw. älterer Arbeitnehmer zum beiderseitigen Nutzen zu fördern. Vergleichsweise gering ist bisher das Wissen über die Vorstellungen, die ältere Arbeitnehmer selbst dazu haben, wann und unter welchen Bedingungen sie früher aus dem Arbeitsleben aussteigen wollen oder nicht. Um hierzu nähere Informationen zu gewinnen, hat das Beratungskonsortium vom November 2004 bis Mai 2005 eine empirische Untersuchung durchgeführt.
    Drei forschungsleitende Untersuchungsfragen standen im Mittelpunkt: (1) Welche Vorstellungen und Einstellungen haben ältere Arbeitnehmer zum Eintritt in den Ruhestand? (2) Welche persönlichen und betrieblichen Bestimmungsfaktoren beeinflussen evtl. diese Vorstellungen und Einstellungen? (3) Welche Ansatzpunkte für arbeitspolitische Programme, betriebliche und überbetriebliche Maßnahmen lassen sich aus den Antworten auf (1) und (2) ableiten, um die Beschäftigung von älteren Arbeitnehmern zu fördern? Für die Untersuchung wurden 24 Betriebe unterschiedlicher Größen und Branchen ausgewählt, die, ohne im statistischen Sinne repräsentativ zu sein, das Unternehmensspektrum in Nordrhein-Westfalen abbilden." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Im Alter wieder länger arbeiten?: der Trend zur Verlängerung der Lebensarbeitszeit und die Folgen für das HR-Management (2005)

    Spies, Rainer;

    Zitatform

    Spies, Rainer (2005): Im Alter wieder länger arbeiten? Der Trend zur Verlängerung der Lebensarbeitszeit und die Folgen für das HR-Management. In: Personalführung, Jg. 38, H. 3, S. 18-31.

    Abstract

    Aufgrund des demographischen Wandels wird es in Zukunft auch für die Bundesrepublik Deutschland unvermeidbar sein, dass Arbeitnehmer länger arbeiten. Die Umsetzung dieser Einsicht erfordert bei über fünf Millionen Arbeitslosen und einer im europäischen Vergleich sehr niedrigen Erwerbsquote älterer Arbeitnehmer viel Überzeugungsarbeit. An der Verlängerung der Lebensarbeitszeit führt aber mittel- und langfristig kein Weg vorbei, da immer weniger Erwerbstätige für immer mehr Rentner aufkommen müssen. In der Lebensarbeitszeit muss darüber hinaus Eigenvorsorge betrieben werden. Sachverständige und Kommissionsberichte zur Rentenpolitik wie die Rürup-Kommission oder die Herzog-Kommission gehen von einer Verlängerung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre aus. Doch vor einer Heraufsetzung der Altersgrenze von bisher 65 Jahren, muss das Problem angegangen werden, dass es eine Diskrepanz zwischen dieser gesetzlichen Altersgrenze und dem tatsächlichen Renteneinrittsalter, das bei knapp 63 Jahren liegt, gibt. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie die Arbeitswelt beschaffen sein muss, damit mehr Arbeitnehmer gesund und motiviert länger arbeiten können. Der Beitrag gibt einen mit Beispielen aus der Personalarbeit verschiedener Unternehmen und Wirtschaftszweige illustrierten Überblick über dieses Thema, das mit Sicherheit das Human Ressource-Management der kommenden Jahre prägen wird. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Modellrechnungen zur langfristigen Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen (2005)

    Werding, Martin ; Kaltschütz, Anita;

    Zitatform

    Werding, Martin & Anita Kaltschütz (2005): Modellrechnungen zur langfristigen Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen. (ifo-Beiträge zur Wirtschaftsforschung 17), München, 161 S.

    Abstract

    "Gegenstand der Studie sind Modellrechnungen zur langfristigen Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen vor dem Hintergrund des laufenden demographischen Wandels. Die Ergebnisse basieren auf bis 2050 reichenden Vorausberechnungen für verschiedene Szenarien der Entwicklung ausgewählter öffentlicher Ausgaben mit stark von der Altersstruktur der Wohnbevölkerung bestimmter Dynamik. Explizit erfasst werden dabei Ausgaben in den Bereichen staatliche Alterssicherung, Gesundheit, Bildung sowie, ergänzend, Arbeitslosenversicherung. Projiziert wird auch die Entwicklung der in diesen Bereichen erhobenen staatliche Einnahmen durch Sozialbeiträge. Die Ergebnisse werden in Gestalt rechnerischer Entwicklungen der staatlichen Finanzierungs- und Schuldenstandsquoten bei ansonsten unveränderter Haushaltspolitik ausgewiesen sowie in Gestalt von 'Tragfähigkeits'-Indikatoren, die sich nach einer von OECD und Economic Policy Committee der EU entwickelten Methodik ergeben." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Der Übergang in den Rentenbezug im Spannungsfeld betrieblicher Personal- und staatlicher Sozialpolitik. Textband und Anhangband (2005)

    Wübbeke, Christina;

    Zitatform

    Wübbeke, Christina (2005): Der Übergang in den Rentenbezug im Spannungsfeld betrieblicher Personal- und staatlicher Sozialpolitik. Textband und Anhangband. (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 290), Nürnberg, 269 S.; 189 S.

    Abstract

    "Die prognostizierte Verdoppelung des Altenquotienten bis 2050 stellt das Sozialversicherungssystem vor fortschreitende Finanzierungsprobleme und die Solidarität der Generationen vor eine harte Zerreißprobe. Um diese Problemlage zu entschärfen, hat der Gesetzgeber die Altersgrenzen für den abschlagsfreien Rentenbezug angehoben und die maximale Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes für Ältere verkürzt, mit dem Ziel, die durchschnittliche Lebensarbeitszeit zu verlängern und das mittlere Renteneintrittsalter zu erhöhen. Wissenschaftlich umstritten ist, wie sich diese Maßnahmen auswirken werden: Hängt die Entwicklung der Lebensarbeitzeit vor allem davon ab, welche finanziellen Anreize von den jeweiligen sozialrechtlichen Rahmenbedingungen auf die individuellen Arbeitsangebotsentscheidungen älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ausgehen, müssten die Reformmaßnahmen tatsächlich zu einer erheblichen Verlängerung der durchschnittlichen Erwerbsdauer führen. Bestimmt hingegen vorrangig die betriebliche Beschäftigungspolitik die Entwicklung des Ruhestandsalters, ist bei unverändertem Interesse der Betriebe an der frühzeitigen Ausgliederung Älterer eher mit einer Verschlechterung der materiellen Lebenslage vieler Betroffener als mit einem deutlichen Anstieg der Erwerbsdauer zu rechnen. Vor dem Hintergrund dieser Problematik untersucht die Arbeit auf Basis der IAB-Beschäftigtenstichprobe 1975-1995 mit Ergänzungsteil I, welche Faktoren im Zeitraum von 1975 bis 1995 auf Zeitpunkt und Form des Ausscheidens älterer Beschäftigter aus dem Erwerbsleben einwirkten. Insgesamt weisen die Ergebnisse darauf hin, dass das Arbeitsnachfrageverhalten der Betriebe sowie gesundheitliche Einschränkungen der Betroffenen zum Trend des frühzeitigen Übergangs in den Ruhestand wesentlich beigetragen haben. Dies spiegelt sich wider in dem ausgeprägten Effekt der betrieblichen Beschäftigungsentwicklung, der branchenspezifischen Altersstrukturentwicklung, der Betriebsgröße, des Wirtschaftsbereichs sowie von Langzeiterkrankungen auf Zeitpunkt und Form des individuellen Erwerbsausstiegs. Aus der großen Bedeutung, die der betrieblichen Nachfrage nach der Arbeitskraft Älterer in den letzten Jahrzehnten für den Zeitpunkt des Erwerbsendes zukam, lässt sich schließen, dass die Erhöhung der Arbeitsanreize für ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer durch die jüngeren sozialrechtlichen Reformen keinesfalls automatisch zu einer spürbaren Verlängerung der durchschnittlichen Lebensarbeitzeit führen wird." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Alterssicherung: Herausforderungen und gewerkschaftliche Antworten (2005)

    Zitatform

    (2005): Alterssicherung. Herausforderungen und gewerkschaftliche Antworten. In: Informationen zur Sozial- und Arbeitsmarktpolitik H. 12, S. 1-22.

    Abstract

    Das Diskussionspapier erläutert die Eckpunkte zur Fortentwicklung der Alterssicherung, die im November 2005 vom DGB-Bundesvorstand beschlossen wurden. In seiner Analyse geht der DGB von einer Situation aus, die von einem erschütterten Vertrauen in die gesetzliche Rentenversicherung, einem drohenden Ansteigen der Altersarmut, ungenügender Absicherung moderner Erwerbsbiografien, der Benachteilung von Frauen und der Schwächung der Finanzierungsgrundlagen der gesetzlichen Rentenversicherung geprägt ist. Vor diesem Hintergrund fordert der DGB eine Rentenreform. Dabei soll die gesetzliche Rentenversicherung die stärkste Säule im Alterssicherungssystem bleiben. Als solidarische zweite Säule soll die betriebliche Altersversorgung ausgebaut werden. Hierzu wird eine gesetzliche Verpflichtung zum Aufbau einer betrieblichen Altersversorgung für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gefordert. Zur Vermeidung von Altersarmut soll der soziale Ausgleich gestärkt werden. Im Zentrum der Vorschläge steht der schrittweise Aufbau einer Erwerbstätigenversicherung, die eine Ausweitung des Versichertenkreises, z.B. um neu berufene Beamte und Selbständige vorsieht. Der Aufbau einer Nachhaltigkeitsrücklage soll vor kurzfristig schwankenden Beitragssätzen schützen. Der Staat wird aufgefordert, die Verantwortung für die soziale Sicherheit wahrnehmen. Abgelehnt wird eine Anhebung des gesetzlichen Rentenalters über 65 Jahre. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Germany: new government sets out policies to create employment (2005)

    Zitatform

    (2005): Germany: new government sets out policies to create employment. In: European Industrial Relations Review H. 383, S. 17-21.

    Abstract

    Die Regierungskoalition aus Sozialdemokraten und Christdemokraten hat ihr Regierungsprogramm hinsichtlich der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik dahin gehend präzisiert, dass der Schwerpunkt darin liegen soll, mehr Beschäftigung zu erreichen. Zu diesem Zweck werden auch Maßnahmen wie Änderung der Ladenöffnungszeiten, Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre sowie Änderungen des Kündigungsschutzrechtes diskutiert. Speziell für den Arbeitsmarkt wurden folgende Ziele beschlossen: Senkung der Sozialversicherungskosten unter 40 Prozent; Einrichtung von zusätzlichen Ausbildungsstellen für Jugendliche; Verbesserung der Situation für ältere Arbeitnehmer durch Förderung der Arbeitsgelegenheiten für Menschen ab 58 Jahre; Restriktionen für ausländische Arbeitnehmer; Maßnahmen gegen Schwarzarbeit; Überarbeitung der Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik unter anderem durch Verlängerung der Regelungen für Ich-AGs. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Alterung und Beschäftigungspolitik: Deutschland (2005)

    Zitatform

    (2005): Alterung und Beschäftigungspolitik. Deutschland. (Ageing and employment policies), Paris, 187 S. DOI:10.1787/9789264014060-de

    Abstract

    "Angesichts der rasch fortschreitenden Bevölkerungsalterung und des Trends zum vorzeitigen Arbeitsmarktrückzug muss für bessere Beschäftigungsmöglichkeiten für ältere Menschen gesorgt werden. Über die Notwendigkeit einer Reform der Rentensysteme und der Vorruhestandsregelungen wurde bereits viel gesagt, die bisherigen Maßnahmen sind jedoch u.U. unzureichend, um die Beschäftigungsquoten der älteren Arbeitskräfte deutlich anzuheben oder das Risiko künftiger Arbeitskräfteverknappungen einzudämmen. Regierungen ebenso wie Unternehmen werden aktive Maßnahmen ergreifen müssen, um die Lohnfindungsmechanismen auf eine alternde Erwerbsbevölkerung abzustimmen, um zu verhindern, dass andere Sozialtransfersysteme als alternative Wege in die Frührente genutzt werden, um Altersdiskriminierung zu bekämpfen und um die Arbeitsplatzkompetenzen und Arbeitsbedingungen der älteren Arbeitskräfte zu verbessern. Außerdem müssen die älteren Arbeitskräfte selbst ihre Einstellung zu einem längeren Verbleib im Erwerbsleben und zur Aneignung neuer Kompetenzen ändern. Es ist nur wenig darüber bekannt, was die Länder in diesem Bereich unternehmen bzw. unternehmen sollten." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Nationaler Strategiebericht Alterssicherung 2005 (2005)

    Zitatform

    (2005): Nationaler Strategiebericht Alterssicherung 2005. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 15/5571 (27.05.2005)), 45 S.

    Abstract

    In Anlehnung an die elf Ziele, die vom Europäischen Rat als Orientierungsmarken für die nationalen Reformstrategien formuliert wurden, erläutert die Bundesregierung ihre politischen Leitlinien der Altersicherung. Ziel der Alterssicherungsreform der Bundesregierung ist es, sicherzustellen, dass ältere Menschen nicht von Armut bedroht sind und in den Genuss eines angemessenen Lebensstandards gelangen, am wirtschaftlichen Wohlstand ihres Landes teilhaben und aktiv am öffentlichen, sozialen und kulturellen Leben teilnehmen können. Alle Menschen sollen Zugang zu angemessenen staatlichen und/oder privaten Rentensystemen haben, die es ihnen ermöglichen, Rentenansprüche zu erwerben und nach der Pensionierung ihren Lebensstandard weitgehend beizubehalten. Dies soll unter anderem durch gesetzlich fixierte Zielgrößen für Rentenniveau und eine Stabilisierung des Beitragssatzes erreicht werden. Dieser soll 20 Prozent bis zum Jahr 2020 und 22 Prozent bis zum Jahr 2030 nicht übersteigen. Eine Untergrenze des Sicherungsniveaus vor Steuern von mindestens 46 Prozent bis zum Jahr 2020 und mindestens 43 Prozent bis zum Jahr 2030 soll nicht unterschritten werden. Eine beschäftigungs- und wachstumsfreundliche Sicherung der Renten trägt zur Stabilisierung der Lohnnebenkosten und mehr Beschäftigung bei. Der Ausbau der zusätzlichen Altersvorsorge und die Wahrung der Generationengerechtigkeit wird angestrebt. Im Rahmen der Arbeitsmarktreformen sollen Anreize für die Erwerbsbeteiligung älterer Arbeitskräfte geschaffen und lebenslanges Lernen soll gefördert werden. Gleichzeitig sollen Frühverrentungsanreize abgebaut werden. Von zentraler Bedeutung ist die finanzielle Tragfähigkeit der Rentensysteme durch die Schaffung einer soliden Finanzgrundlage. Hierzu gehören Maßnahmen zur Sicherung der langfristigen Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen. Die Schaffung eines regulativen Rahmens und solides Management sollen effiziente, kostengünstige, nachhaltige und sichere Rentenleistungen privater und staatlicher kapitalgedeckter Rentensysteme gewährleisten. Die Modernisierung der Alterssicherungssysteme zielt auf Flexibilität der Rentensysteme sowie Gleichbehandlung, Transparenz, Öffentlichkeitsarbeit, Qualitätsmanagement und Monitoring. Regelmäßige Berichtspflichten der Bundesregierung gegenüber dem Parlament sichern die Einhaltung der Ziele. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Renten auf einen Blick: staatliche Politik im OECD-Ländervergleich. Ausgabe 2005 (2005)

    Zitatform

    (2005): Renten auf einen Blick. Staatliche Politik im OECD-Ländervergleich. Ausgabe 2005. (DRV-Schriften 61), Berlin, 163 S. DOI:10.1787/9783926181978-de

    Abstract

    Im Zusammenhang mit der Bevölkerungsalterung steht die finanzielle Tragfähigkeit der Rentensysteme in Frage, was in den OECD-Ländern einschließlich Deutschland zu zahlreichen Rentenreformen geführt hat. Für einen Vergleich der Rentenpolitiken werden Indikatoren ermittelt. Ausgehend von den im Jahr 2002 geltenden Parametern und Regeln werden die künftigen Rentenansprüche von Personen ermittelt, die 1949 und später geboren sind. Drei allgemeine Arten öffentlicher verdienstabhängiger Rentensysteme, wie Beitragsprimat-, Entgeltpunkte- und Notonal-Accounts-Rentensystem (fiktive Rentenkonten), werden unterschieden und analysiert. Die Rentenansprüche werden brutto und netto unter Berücksichtigung von Steuern und Sozialabgaben dargestellt. Sie beziehen sich auf bedürftigkeitsabhängige Leistungen, Grundrenten, öffentliche Renten und obligatorische private Altersvorsorge gleichermaßen. Ferner werden Politikindikatoren für die Kosten der Rentenzusagen einzelner Länder, die potenziellen Ressourcentransfers für Rentner und die Struktur des Rentenpakets erstellt. Dabei werden auch die Unterschiede zwischen Erwerbstätigen und Rentnern erfasst. Die dreißig Länderkapitel einschließlich Deutschland geben einen detaillierten Überblick über die Rentensysteme der einzelnen Länder. Insgesamt haben alle Rentensysteme die Bekämpfung von Altersarmut durch Einkommensumverteilung und die Unterstützung der Alterssicherung von Erwerbstätigen zum Ziel, jedoch mit unterschiedlicher Gewichtung. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Mikroanalyse eines Grundrentenkonzeptes der Alterssicherung: Eine empirische Studie zur Wirkung einer Grundrente auf Basis des Sozioökonomischen Panels (2004)

    Adamski, Karsten J.;

    Zitatform

    Adamski, Karsten J. (2004): Mikroanalyse eines Grundrentenkonzeptes der Alterssicherung. Eine empirische Studie zur Wirkung einer Grundrente auf Basis des Sozioökonomischen Panels. (Schriften zur Wirtschaftstheorie und Wirtschaftspolitik 31), Frankfurt am Main [u.a.]: Peter Lang GmbH, 206 S. DOI:10.3726/b13563

    Abstract

    "Die konzeptionelle Ausgestaltung der Alterssicherung, das heißt die Gratwanderung zwischen Bismarck und Beveridge, wird wegen der sich abzeichnenden demografischen Veränderungen kontrovers diskutiert. Eine besondere Bedeutung erlangte hierbei die Idee einer Bürgerrente, in der pro Kopf einheitliche Leistungen mit lohnproportionalen Beiträgen verknüpft werden. Die mit einer Bürgerrente einhergehenden Kostenwirkungen und Einkommensveränderungen für Altersrentner werden quantitativ untersucht. In einer Erweiterung des Standardrentnerkonzeptes erfolgt die Analyse auf Grundlage von empirisch ermittelten Erwerbsbiografien, die für eine bestimmte Kohorte typisch sind. Hierdurch können die Folgen einer Systemumstellung auch für Personen mit unstetigen Lebensläufen abgebildet werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Ältere Arbeitnehmer und alternde Belegschaften: eine empirische Studie bei den 100 größten deutschen Unternehmen (2004)

    Becker, Fred G.; Bobrichtchev, Roman; Henseler, Natascha;

    Zitatform

    Becker, Fred G., Roman Bobrichtchev & Natascha Henseler (2004): Ältere Arbeitnehmer und alternde Belegschaften. Eine empirische Studie bei den 100 größten deutschen Unternehmen. (Universität Bielefeld, Fakultät für Wirtschaftswissenschaften. Diskussionspapier 526), Bielefeld, 65 S.

    Abstract

    "Mit der Arbeit wird speziell der Frage nachgegangen, inwieweit Unternehmen in Deutschland bewusst mit der Thematik 'ältere Mitarbeiter' und 'alternde Belegschaften' umgehen und welche spezifischen Maßnahmen aktuell oder zukünftig eingesetzt werden (sollen). Diese Fragestellung wird empirisch mittels Erfassung und Darstellung der aktuellen Situation in den 100 größten Unternehmen Deutschlands angegangen. Zielsetzung ist es insofern, einen Überblick über die altersorientierte Personalpolitik der größten deutschen Unternehmen zu erlangen. Auch im Bereich der alternsorientierten Personalpolitik ist die Einstellungspolitik gegenüber älteren Arbeitnehmern immer noch restriktiv und die betriebliche Qualifizierungspolitik bereitet nicht auf die längere Erwerbstätigkeit vor: In 89 % der Unternehmen ist die Erhöhung der Beschäftigungsquote nicht erwünscht und 86 % der Unternehmen haben kein Interesse daran, die Weiterbildungsbeteiligung Älterer zu erhöhen resp. die Qualifizierungskonzepte auf Ältere auszurichten. Im Hinblick auf die Personalentwicklung, insb. Gestaltung von Erwerbsbiografien deuten die am meisten praktizierten Konzepte der Kombination von vertikalen und horizontalen Karrieren (49 %) sowie systematische Rotationskonzepte und Arbeitsplatzwechsel (35 %) auf eine hohe Verbreitung von innenbetrieblichen Mobilitätsprozessen und somit auf die Existenz von Rahmenvoraussetzungen für eine alternsgerechte Laufbahngestaltung. Das bestätigt auch der höchste Prozentsatz der geplanten Maßnahmen bezüglich der Lebensarbeitszeitkonten (24 %) und Langzeitkonten (16 %). Im Bereich von Verschleiß- und Routinetätigkeiten werden in 22 % der Unternehmen alternsgerechte Einsatzfelder eingerichtet, die einen Positionswechsel für ältere Mitarbeiter in die weniger körperlich anstrengenden Tätigkeiten ermöglichen. Somit konnten die Lösungsansätze im Rahmen der alternsorientierten Personalpolitik nur punktuell diagnostiziert werden. Handlungsbedarf besteht vor allem bei den Konzepten der Personalentwicklung für ältere Arbeitnehmer und der Wissensweitergabe sowie der Formen intergenerationeller Zusammenarbeit." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Neuregelungen im Bereich der Altersgrenzen (2004)

    Brall, Nathalie; Fasshauer, Stephan; Stahl, Helmut; Lübke, Eckhard;

    Zitatform

    Brall, Nathalie, Stephan Fasshauer, Eckhard Lübke & Helmut Stahl (2004): Neuregelungen im Bereich der Altersgrenzen. In: Deutsche Rentenversicherung, Jg. 59, H. 6/7, S. 350-363.

    Abstract

    "Das Gesetz zur Sicherung der nachhaltigen Finanzierungsgrundlagen der gesetzlichen Rentenversicherung (RV-Nachhaltigkeitsgesetz) sieht eine Anhebung der Altersgrenze für die frühestmögliche Inanspruchnahme der Altersrente wegen Arbeitslosigkeit oder nach Altersteilzeitarbeit vor (§ 237 SGB VI). Ziel dieser Maßnahme ist es, das tatsächliche Renteneintrittsalter zu erhöhen. Von einer Anhebung der Regelaltersgrenze von 65 auf 67 Jahre hat der Gesetzgeber aus verschiedenen Gründen - jedenfalls derzeit - noch abgesehen. In dem Beitrag werden nach einer Einführung der von der Neuregelung betroffene Personenkreis und die finanziellen Auswirkungen dargestellt. Abschließend erfolgt eine verfassungsrechtliche und sozialpolitische Bewertung." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Geplantes und realisiertes Austrittsalter aus dem Erwerbsleben: Ergebnisse des Alterssurveys 1996 und 2002 (2004)

    Engstler, Heribert ;

    Zitatform

    Engstler, Heribert (2004): Geplantes und realisiertes Austrittsalter aus dem Erwerbsleben. Ergebnisse des Alterssurveys 1996 und 2002. (Deutsches Zentrum für Altersfragen. Kurzbericht 03), Berlin, 30 S.

    Abstract

    In der Studie wird der Frage nachgegangen, inwieweit sich der in den letzten Jahren vollzogene Paradigmenwechsel von einem frühen Ausscheiden aus dem Erwerbsleben hin zu einem längeren Verbleib im Erwerbsleben in den Erwartungen und Plänen der Erwerbstätigen seinen Niederschlag findet. Es zeigt sich, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ihre Erwartungen hinsichtlich des Eintritts in den Ruhestand in den letzten Jahren deutlich verändert haben. Der Anteil der Erwerbstätigen ab 40 Jahren, die mit spätestens 60 Jahren aus dem Erwerbsleben ausscheiden wollten, fiel zwischen 1996 und 2002 von 50 auf 35 Prozent. Gleichzeitig stieg der Anteil derjenigen, die keine konkreten Angaben zum geplanten Ausstiegsalter machen können, von 18 auf 32 Prozent. Heute geht eine Mehrheit von 65 Prozent der Befragten davon aus, dass sie länger arbeiten werden, um im Ruhestand ein besseres Alterseinkommen zu erzielen. Die Abkehr von einem frühen Ausstieg aus dem Erwerbsleben vollzieht sich bei Frauen stärker als bei Männern und ist im Westen ausgeprägter als im Osten Deutschlands. Männer planen im Schnitt mit 62 Jahren ihren Austritt aus dem Erwerbsleben, Frauen mit 61,1 Jahren. Die Pläne und Erwartungen der Erwerbstätigen werden als Indikatoren für das tatsächliche Übergangsalter in den Ruhestand gewertet. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Ageing and the transition to retirement: a comparative analysis of European welfare states (2004)

    Maltby, Tony; Vroom, Bert de; Mirabile, Maria Luisa; Øverbye, Einar ;

    Zitatform

    (2004): Ageing and the transition to retirement. A comparative analysis of European welfare states. (New perspectives on ageing and later life), Aldershot u.a.: Asgate, 295 S.

    Abstract

    "There are two conflicting trends in Europe: a demographic shift towards population ageing, and a massive decrease in the labour force participation of older workers (aged 50 years and over). This book offers a refined and authoritative understanding of these trends and the two socio-economic concerns of most European welfare states that have been re-enforced as a consequence. These are: the increasing costs for welfare states to finance 'pathways' from employment to official retirement, and the threat of labour market shortages in the near future as a result of both the ageing process and the early exit of older workers. A variety of new policy initiatives can be observed emerging from these changes in many European countries - this book examines the different welfare state arrangements in nine EU countries plus Hungary, Slovenia and Norway. It considers ways of integrating older workers in the labour market along with differing perspectives on the relation between ageing and work." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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