Inflation und Arbeitsmarktentwicklung
Im September 2022 war die Teuerungsrate mit zehn Prozent erstmal seit den Nachkriegszeiten zweistellig. Gefährden die aufgrund der Energiekrise verursachten Preiserhöhungen den Lebensstandard und die Arbeitsplätze? Welche Auswirkungen hat die steigende Inflationsrate auf die Entwicklung des Arbeitsangebots, der Arbeitsnachfrage und der Löhne? Die Infoplattform stellt Studien und deren Ergebnisse zu den volkswirtschaftlichen Wechselwirkungen zwischen Inflation und Arbeitsmarktentwicklung zusammen.
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Literaturhinweis
ifo Konjunkturprognose Sommer 2022: Inflation, Lieferengpässe und Krieg bremsen wirtschaftliche Erholung in Deutschland (2022)
Wollmershäuser, Timo; Möhrle, Sascha; Link, Sebastian ; Schiman, Stefan; Wolters, Maik; Wohlrabe, Klaus ; Ederer, Stefan ; Lay, Max; Šauer, Radek; Menkhoff, Manuel; Zarges, Lara; Lehmann, Robert ; Fourné, Friederike;Zitatform
Wollmershäuser, Timo, Stefan Ederer, Max Lay, Robert Lehmann, Sebastian Link, Friederike Fourné, Manuel Menkhoff, Sascha Möhrle, Radek Šauer, Stefan Schiman, Klaus Wohlrabe, Maik Wolters & Lara Zarges (2022): ifo Konjunkturprognose Sommer 2022. Inflation, Lieferengpässe und Krieg bremsen wirtschaftliche Erholung in Deutschland. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 75, H. Sonderausgabe Juni, S. 1-53.
Abstract
"Die deutsche Wirtschaft erholt sich seit Jahresbeginn von den zurückliegenden Coronawellen. Die damit einhergehende Normalisierung der Ausgaben in den konsumnahen Dienstleistungsbereichen verleihen der Konjunktur einen kräftigen Schub. Allerdings bremsen die hohe Inflation, der Krieg in der Ukraine und die anhaltenden Lieferengpässe die wirtschaftliche Erholung in nahezu allen Wirtschaftsbereichen. Das Bruttoinlandsprodukt wird im Jahr 2022 um 2,5% und im Jahr 2023 um 3,7% zulegen. Die Inflationsrate dürfte in diesem Jahr mit 6,8% den höchsten Wert seit dem Jahr 1974 erreichen. Auch im kommenden Jahr dürften die Verbraucherpreise mit 3,3% überdurchschnittlich stark steigen" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
ifo Konjunkturprognose Herbst 2022: Inflation würgt privaten Konsum ab – deutsche Konjunktur vor hartem Winter (2022)
Wollmershäuser, Timo; Rathje, Ann-Christin; Fourné, Friederike; Šauer, Radek; Möhrle, Sascha; Lay, Max; Ederer, Stefan ; Lehmann, Robert ; Wohlrabe, Klaus ; Zarges, Lara; Link, Sebastian ;Zitatform
Wollmershäuser, Timo, Stefan Ederer, Friederike Fourné, Max Lay, Robert Lehmann, Sebastian Link, Sascha Möhrle, Ann-Christin Rathje, Radek Šauer, Klaus Wohlrabe & Lara Zarges (2022): ifo Konjunkturprognose Herbst 2022. Inflation würgt privaten Konsum ab – deutsche Konjunktur vor hartem Winter. In: ifo Schnelldienst digital, Jg. 3, H. 5, S. 1-12.
Abstract
"Die deutsche Konjunktur kühlt kräftig ab. Die hohen Inflationsraten lassen die realen Einkommen der privaten Haushalte sowie deren Ersparnisse dahinschmelzen und reduzieren ihre Kaufkraft. Während die Wirtschaftsleistung im dritten Quartal 2022 noch stagnieren dürfte, wird sie in den beiden Quartalen des Winterhalbjahres voraussichtlich um 0,2 bzw. 0,4% schrumpfen. Damit wird das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr noch um 1,6% zulegen und dann im kommenden Jahr um 0,3% schrumpfen. Die Inflationsrate wird in diesem Jahr bei durchschnittlich 8,1% liegen und im kommenden Jahr auf 9,3% steigen. Ihren Höhepunkt wird sie voraussichtlich im ersten Quartal 2023 mit etwa 11% erreichen. Im Vergleich zur ifo Konjunkturprognose Sommer 2022 wurden damit insbesondere für das kommende Jahr die Wachstumsprognose deutlich um 4,0 Prozentpunkte herabgesetzt und die Inflationsprognose kräftig um 6,0 Prozentpunkte angehoben. Im Jahr 2024 wird sich die Konjunktur allmählich wieder normalisieren. Die Wirtschaftsleistung dürfte mit 1,8% zulegen und die Inflationsrate auf 2,5% sinken." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Permanent income shocks and inflation (2022)
Zélity, Balázs;Zitatform
Zélity, Balázs (2022): Permanent income shocks and inflation. In: Economics Bulletin, Jg. 42, H. 2, S. 476-493.
Abstract
"A puzzle in the literature on the macroeconomic effects of permanent income shocks is that exogenous permanent Social Security shocks do not have a sustained positive effect on real aggregate consumption. It has been argued that this is due to the implementation of contractionary monetary policy in wake of these benefit increases. This paper documents an alternative, potentially complementary explanation for the puzzle. Namely, using exogenous permanent Social Security shocks as well as minimum wage increases, I show that these permanent income shocks lead to an increase in inflation in less than twelve months. Thus while nominal aggregate consumption gains can be observed in the data, real gains are small to non-existent due to the higher price level." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Zur kalten Progression im Einkommensteuertarif (2022)
Zitatform
(2022): Zur kalten Progression im Einkommensteuertarif. In: Monatsbericht / Deutsche Bundesbank, Jg. 74, H. 6, S. 65-76.
Abstract
"Die Einkommensteuer soll Steuerlasten nach der Leistungsfähigkeit verteilen und ist daher progressiv: Je höher die nominalen Einkommen sind, umso höher ist der durchschnittliche Steuersatz. Steigende Preise führen dabei zur sogenannten kalten Progression: In realer (preisbereinigter) Betrachtung steigt der Steuersatz. Das heißt: Bei einem gegebenen Steuertarif erhöhen steigende Preise die Steuerbelastung der realen Einkommen (der eigentlichen wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit). Dies bezeichnet man als kalte Progression. In den vergangenen Jahren verhinderten Senkungen des Steuertarifs alles in allem eine kalte Progression. Gegenüber dem Stand Ende der 1990er Jahre wurde der Tarif bis 2005 durch größere Reformen auch in realer Betrachtung deutlich gesenkt. Danach stieg er preisbereinigt wieder etwas an. Seit 2013 wurde der Tarif im Prinzip regelmäßig mit einem Jahr verzögert an die erwartete Inflationsrate angepasst. Die kalte Progression wurde damit zwar nicht immer in jedem Jahr genau kompensiert, aber insgesamt betrachtet etwa ausgeglichen. Im vergangenen Jahr übertraf die kalte Progression die Tarifentlastung 2021 deutlich, da die Preise stark stiegen. In den zwei Vorjahren war es aber zu entgegengesetzten Effekten gekommen – in insgesamt ähnlicher Größenordnung. Dieses Jahr fällt die Inflationsrate nun nochmals sehr viel höher aus. Der Umfang der kalten Progression dürfte sich auf etwa 13½ Mrd € belaufen und erheblich über die bisher beschlossenen Tarifentlastungen hinausgehen. Der Grund hierfür ist, dass zum einen der Steuertarif regelmäßig zeitverzögert angepasst wird und zum anderen die Inflationsdynamik für 2021 unterschätzt wurde. Die Koalitionsparteien diskutieren derzeit, inwiefern die kalte Progression weiter vollständig kompensiert werden soll. Nach bisherigem Vorgehen würde der Tarif 2023 entsprechend der sehr hohen Inflationsrate aus dem Jahr 2022 angepasst. Ungeachtet der konkreten Vorgehensweise für 2023 wäre es für die Zukunft naheliegend, ein zeitnäheres und genaueres Verfahren vorzusehen. Bisher passt der Gesetzgeber den Steuertarif zeitverzögert an die Inflation an und legt die Anpassung für zwei Jahre im Voraus fest. Stattdessen könnte im Herbst jedes Jahres auf Basis der Regierungsprognose für die Inflationsrate des kommenden Jahres der Tarif für das kommende Jahr angepasst werden. Schätzfehler könnten mit der nächsten Tarifverschiebung verrechnet werden. Etwaige davon abweichende Anpassungen wären im Gesetzgebungsverfahren weiterhin möglich. Solange die Finanzpolitik die kalte Progression durch entsprechende Steuertarifsenkungen regelmäßig kompensiert, ergibt sich aus ihr kein zusätzlicher Finanzspielraum. Es wäre deshalb folgerichtig, dass Bund und Länder dann auch nicht mit solchen Einnahmen planen – auch nicht in der mittleren Frist. Vielmehr wären entsprechende Tarifverschiebungen zu berücksichtigen. Inwieweit dies bisher bereits der Fall ist, ist den Planungen häufig nicht zu entnehmen. Hier ist mehr Transparenz wünschenswert. Selbst wenn die kalte Progression zielgenau kompensiert wird, ist die Einkommensbesteuerung regelmäßig grundlegend zu überprüfen. So nimmt die Progression auch durch gesamtwirtschaftlich wachsende Realeinkommen zu. Die Anreiz- und Verteilungswirkungen der Einkommensbesteuerung insgesamt sind daher von Zeit zu Zeit zu evaluieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Entwurf eines Gesetzes zum Ausgleich der Inflation durch einen fairen Einkommensteuertarif sowie zur Anpassung weiterer steuerlicher Regelungen (Inflationsausgleichsgesetz - InflAusG): Gesetzentwurf der Bundesregierung (2022)
Zitatform
(2022): Entwurf eines Gesetzes zum Ausgleich der Inflation durch einen fairen Einkommensteuertarif sowie zur Anpassung weiterer steuerlicher Regelungen (Inflationsausgleichsgesetz - InflAusG). Gesetzentwurf der Bundesregierung. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 20/3871 (10.10.2022)), 7 S.
Abstract
Da für die Jahre 2023 und 2024 für Erwachsene und Kinder voraussichtlich höhere Existenzminima von der Einkommensbesteuerung freizustellen sind, sind Anpassungen erforderlich, um die verfassungsrechtlich geforderte Freistellung gewährleisten zu können. Mit dem Inflationsausgleichsgesetz (InflAusG) und der Anhebung des in den Einkommensteuertarif integrierten Grundfreibetrags wird die steuerliche Freistellung des Existenzminimums der einkommensteuerpflichtigen Bürgerinnen und Bürger für die Jahre 2023 und 2024 sichergestellt. Darüber hinaus werden zum Ausgleich der Effekte der kalten Progression die übrigen Eckwerte des Einkommensteuertarifs nach rechts verschoben. Dies gilt allerdings nicht für den Tarifeckwert, ab dem der sog. 'Reichensteuersatz' beginnt. Der Höchstbetrag für den steuerlichen Abzug von Unterhaltsleistungen, dessen Höhe an die des Grundfreibetrags angelehnt ist, wird ebenfalls angehoben und ab dem Jahr 2022 durch die Einführung eines dynamischen Verweises entsprechend angepasst. Im Rahmen des steuerlichen Familienleistungsausgleichs wird der Maßgabe des Bundesverfassungsgerichts nach der bei der Besteuerung von Familien ein Einkommensbetrag in Höhe des sächlichen Existenzminimums eines Kindes zuzüglich der Bedarfe für Betreuung und Erziehung oder Ausbildung nicht besteuert werden darf, durch Freibeträge für Kinder oder durch Kindergeld entsprochen. (IAB)
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Dokumentation des zugehörigen parlamentarischen Vorgangs -
Literaturhinweis
OECD Economic Outlook, Volume 2022 Issue 1: Preliminary Version (2022)
Zitatform
(2022): OECD Economic Outlook, Volume 2022 Issue 1. Preliminary Version. (OECD economic outlook 111), Paris, 228 S. DOI:10.1787/62d0ca31-en
Abstract
"The war in Ukraine is a major humanitarian crisis with associated economic shocks that threaten the post-pandemic recovery. The OECD Economic Outlook, Volume 2022 Issue 1, highlights the implications and risks for growth, inflation and living standards from higher commodity prices and potential disruptions to energy and food supplies, and discusses the associated policy challenges. This issue includes a general assessment of the macro-economic situation, and a chapter summarising developments and providing projections for each individual country. Coverage is provided for all OECD Members as well as for selected partner economies." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Arbeits- und Fachkräftemangel trotz Arbeitslosigkeit (2022)
Zitatform
(2022): Arbeits- und Fachkräftemangel trotz Arbeitslosigkeit. (Berichte: Arbeitsmarkt kompakt / Bundesagentur für Arbeit), Nürnberg, 19 S.
Abstract
"- Die ökonomischen Debatten werden im Sommer 2022 maßgeblich von zwei Themen bestimmt: vom Krieg in der Ukraine und seinen wirtschaftlichen Auswirkungen sowie vom Arbeits- und Fachkräftemangel in Deutschland. - Gerade die Diskussion über den Arbeits- und Fachkräftemangel war in dieser Intensität nicht zu erwarten – schließlich befindet sich die deutsche Wirtschaft nicht in einer konjunkturellen Boomphase. Teilweise sind sogar die Folgen der Corona-Pandemie auf dem Arbeitsmarkt noch nicht gänzlich überwunden, was sich beispielsweise noch immer in einer erhöhten Langzeitarbeitslosigkeit zeigt. Zusätzlich belasten der Krieg in der Ukraine und die damit verbundenen Lieferengpässe sowie steigende Energiepreise die Stimmung unter den Verbrauchern und in der Wirtschaft. - Das scheint allerdings bisher keine spürbaren Auswirkungen auf den hohen Bedarf an neuen Arbeitskräften zu haben. Die hohe Einstellungsbereitschaft zeigt sich in einem erneuten Rekordwert bei den offenen Stellen in Deutschland. Im zweiten Quartal 2022 gab es nach Erkenntnissen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 1,9 Millionen offene Stellen und damit so viele wie noch nie seit Beginn der Erhebung. - In Kombination mit dem demografischen Wandel und einer sinkenden Arbeitslosigkeit verschärft diese Entwicklung die Fachkräfteengpässe in vielen Branchen. Aktuell suchen das Gastgewerbe sowie Dienstleister rund um die Abwicklung von Reisenden an Flughäfen mit teilweise drastischen öffentlichen Appellen nach neuem Personal. Daneben zeigt sich weiterhin die Personalsituation in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen angespannt. Aber auch das Handwerk und die IT-Branche haben viele offene Stellen. - Das vorliegende Papier beleuchtet in einem ersten Schritt das verfügbare Arbeitskräfteangebot hinsichtlich seiner Dynamik und den Strukturen (Kapitel 2). Im darauffolgenden Kapitel wird die Struktur der (gemeldeten) Arbeitskräftenachfrage dargestellt. Im vierten Kapitel werden Arbeitslose und gemeldete Stellen im Hinblick auf Qualifikation, Beruf und Region gegenübergestellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Link zur aktuellen Version, ältere Fassungen online nicht mehr verfügbar. -
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OECD Economic Outlook, Interim Report September 2022: Paying the Price of War (2022)
Zitatform
(2022): OECD Economic Outlook, Interim Report September 2022: Paying the Price of War. (OECD economic outlook Interim Report September 2022), Paris, 22 S. DOI:10.1787/ae8c39ec-en
Abstract
"Die Welt zahlt einen hohen Preis für Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine. Die erheblichen humanitären Kosten nehmen weiter zu und die Konjunkturaussichten haben sich weltweit noch stärker eingetrübt. Die zentralen Themen dieses Zwischenberichts sind die Auswirkungen des Kriegs auf die Weltwirtschaft sowie die Energiekrise. Das Wachstum leidet stärker unter dem Krieg als erwartet, da die Wirtschaft noch von der Coronapandemie angeschlagen ist. Die Inflation ist gestiegen und betrifft mittlerweile immer mehr Länder und Konsumgüter. Das Risiko von Energieversorgungsstörungen hat zugenommen. Dieser Zwischenbericht stellt eine Aktualisierung der Einschätzungen aus dem OECD-Wirtschaftsausblick 111 vom Juni 2022 dar." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Deutsche Ausgabe -
Literaturhinweis
Perspektiven der deutschen Wirtschaft für die Jahre 2023 bis 2025 (2022)
Zitatform
(2022): Perspektiven der deutschen Wirtschaft für die Jahre 2023 bis 2025. In: Monatsbericht / Deutsche Bundesbank, Jg. 74, H. 12, S. 17-45.
Abstract
"Die deutsche Wirtschaft dürfte im gegenwärtigen Winterhalbjahr zwar schrumpfen, sie erlebt aber keinen schwerwiegenden Einbruch. Dank zusätzlicher Gasimporte aus anderen Ländern und eines reduzierten Verbrauchs bleibt eine Gasmangellage trotz des Stopps russischer Lieferungen wohl aus. Doch die Energiekrise verstärkt die Inflation. Daher sinken bis Mitte 2023 die realen verfügbaren Einkommen und der Konsum der privaten Haushalte. Die hohen Energiekosten belasten die Produktion, besonders in der energieintensiven Industrie. Dies dämpft die Exporte. Zudem schwächelt die Auslandsnachfrage. Die hohe Unsicherheit und die gestiegenen Finanzierungskosten dämpfen die Investitionen der Unternehmen und im Wohnungsbau. Der reale Staatskonsum sinkt, da die pandemiebedingten Ausgaben auslaufen. Ab der zweiten Jahreshälfte 2023 erholt sich die deutsche Wirtschaft allmählich. Denn die Auslandsnachfrage zieht annahmegemäß an, die Unsicherheit nimmt ab, der Preisdruck von den Energierohstoffen lässt nach und die Inflationsrate sinkt. Da der Arbeitsmarkt robust bleibt und die Löhne kräftig steigen, legen die realen Haushaltseinkommen und der private Konsum wieder zu. Unter diesen Bedingungen schrumpft die deutsche Wirtschaft im kommenden Jahr kalenderbereinigt um 0,5%, nachdem sie im laufenden Jahr um 1,8 % zulegt. Sie wächst 2024 um 1,7 % und 2025 um 1,4 %. Die gesamtwirtschaftlichen Produktionskapazitäten werden erst 2025 wieder im normalen Maß ausgelastet. Im Vergleich zur Juni-Projektion wurde die Veränderungsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für 2023 erheblich nach unten revidiert. Ursächlich sind die massiv verschlechterten Bedingungen hinsichtlich der Energieversorgung, eine schwächer steigende Auslandsnachfrage und höhere Finanzierungskosten. Für die am Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) gemessene Inflation wird im laufenden Jahr eine Rate von 8,6 % veranschlagt. Im kommenden Jahr geht sie auf 7,2 % zurück, auch wegen der staatlichen Strom- und Gaspreisbremse. In den Folgejahren gehen die Inflationsraten weiter zurück. Die Gesamtrate sinkt bis 2025 auf 2,8 %. Die Kernrate (ohne Energie und Nahrungsmittel) steigt 2023 zunächst noch leicht auf 4,3 % an. Dann sinkt sie bis auf 2,6 % im Jahr 2025. Der Preisanstieg bleibt aber hoch – aufgrund des Drucks von den Lohnkosten, aber auch wegen Rückpralleffekten nach dem Auslaufen der Strom- und Gaspreisbremse. Im Vergleich zur Juni-Projektion wird sowohl die Gesamt- als auch die Kernrate für alle Jahre erneut merklich aufwärtsrevidiert. Der Staat stützt Unternehmen und private Haushalte in der Energiekrise erheblich, vor allem mit breit angelegten Subventionen und anderen Transfers. Gleichzeitig entfallen Maßnahmen mit Bezug zur Pandemie. Im Ergebnis steigt das Defizit von 2,75 % des BIP im laufenden Jahr auf 4 % im kommenden Jahr. Danach entfallen die Stützungsmaßnahmen sukzessive und das Defizit sinkt auf eine Größenordnung von 1,5% des BIP. Die Risiken für das Wirtschaftswachstum sind überwiegend abwärtsgerichtet, vor allem wegen möglicher Engpässe bei der Energieversorgung. Hinsichtlich der Inflation dominieren die Aufwärtsrisiken." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Von der Pandemie zur Energiekrise – Wirtschaft und Politik im Dauerstress: Kurzfassung der Gemeinschaftsdiagnose Frühjahr 2022 (2022)
Zitatform
(2022): Von der Pandemie zur Energiekrise – Wirtschaft und Politik im Dauerstress. Kurzfassung der Gemeinschaftsdiagnose Frühjahr 2022. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 75, H. 5, S. 58-63.
Abstract
"Die deutsche Wirtschaft steuert durch schwieriges Fahrwasser. Die Auftriebskräfte durch den Wegfall der Pandemiebeschränkungen, die Nachwehen der Coronakrise und die Schockwellen durch den Krieg in der Ukraine sorgen für gegenläufige konjunkturelle Strömungen. Allen Einflüssen gemeinsam ist ihre preistreibende Wirkung. Im zurückliegenden Winterhalbjahr haben vor allem die Maßnahmen zum Infektionsschutz die Wirtschaftsleistung gedämpft. Unter der Voraussetzung, dass das Kriegsgeschehen in der Ukraine mit Blick auf die ökonomische Aktivität nicht weiter eskaliert, werden die konjunkturellen Auftriebskräfte ab dem Frühjahr die Oberhand gewinnen. Nach einem schwachen Jahresauftakt dürfte das BIP im zweiten Quartal zwar deutlich zulegen, ohne die Belastung durch den Krieg in der Ukraine würde das Plus aber kräftiger ausfallen. Insgesamt verzögert sich der Erholungsprozess abermals. Das Vorkrisenniveau der Wirtschaftsleistung wird demnach erst im dritten Quartal des laufenden Jahres erreicht. Alles in allem erwarten die Institute einen Anstieg des BIP von 2,7% für dieses und 3,1% für nächstes Jahr. Im kommenden Jahr driftet die deutsche Wirtschaft in eine leichte Überauslastung. Maßgeblich dafür sind der hohe Auftragsüberhang in der Industrie sowie nachholende Konsumaktivität. Im Fall eines sofortigen Embargos für die Öl- und Gaslieferungen aus Russland in die EU würde hingegen die deutsche Wirtschaft in eine scharfe Rezession geraten. Der kumulierte Verlust an gesamtwirtschaftlicher Produktion dürfte sich dann bereits in den beiden Jahren 2022 und 2023 auf rund 220 Mrd. Euro belaufen, was mehr als 6,5% der jährlichen Wirtschaftsleistung entspricht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Der Preis des Kriegs – wer bezahlt? (2022)
Zitatform
(2022): Der Preis des Kriegs – wer bezahlt? In: OECD-Wirtschaftsausblick H. Zwischenbericht September, S. 1-24. DOI:10.1787/fc9852d5-de
Abstract
"Die Welt zahlt einen hohen Preis für Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine. Die erheblichen humanitären Kosten nehmen weiter zu und die Konjunkturaussichten haben sich weltweit noch stärker eingetrübt. Die zentralen Themen dieses Zwischenberichts sind die Auswirkungen des Kriegs auf die Weltwirtschaft sowie die Energiekrise. Das Wachstum leidet stärker unter dem Krieg als erwartet, da die Wirtschaft noch von der Coronapandemie angeschlagen ist. Die Inflation ist gestiegen und betrifft mittlerweile immer mehr Länder und Konsumgüter. Das Risiko von Energieversorgungsstörungen hat zugenommen. Dieser Zwischenbericht stellt eine Aktualisierung der Einschätzungen aus dem OECD-Wirtschaftsausblick 111 vom Juni 2022 dar." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Energiekrise: Inflation, Rezession, Wohlstandsverlust: Gemeinschaftsdiagnose 2-2022 (2022)
Zitatform
(2022): Energiekrise: Inflation, Rezession, Wohlstandsverlust. Gemeinschaftsdiagnose 2-2022. (Gemeinschaftsdiagnose), Essen, 83 S.
Abstract
"Die Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose legt hiermit ihre Analyse der Entwicklung der Weltwirtschaft und der deutschen Wirtschaft vor, die sie im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz erstellt hat. Die 145. Gemeinschaftsdiagnose enthält eine detaillierte Kurzfristprognose bis zum Jahr 2024 sowie eine mittelfristige Projektion der Wirtschaftsentwicklung bis zum Jahr 2027. Das Schwerpunktthema behandelt die konjunkturellen Folgen eines Gasmangels in Deutschland." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Ausgleich der kalten Progression und alternative Maßnahmen: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE (Drucksache 20/3306) (2022)
Zitatform
(2022): Ausgleich der kalten Progression und alternative Maßnahmen. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE (Drucksache 20/3306). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 20/3804 (30.09.2022)), 6 S.
Abstract
In Zeiten einer höheren Inflation wird das Thema der kalten Progression bei der Einkommensteuer wieder deutlich relevanter, weil diese ohne Ausgleich ein deutlich höheres Maß annimmt. Angesichts des aktuellen Vorschlags des Bundesministeriums der Finanzen zum Ausgleich der kalten Progression ergeben sich nach der Vorbemerkung der Kleinen Anfrage Unklarheiten hinsichtlich der Entlastungswirkung sowie einer Abklärung mit möglichen alternativen Instrumenten zur Entlastung. Die einzelnen Fragen betreffen die ausbleibende Rechtsverschiebung des Reichensteuersatzes, die Abschätzung der Mehrbelastungen, wenn die kalte Progression nicht ausgeglichen würde, die rechnerische Entlastung einer alternativ durchgeführten Senkung des allgemeinen wie des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes oder der Anhebung des Grundfreibetrags um 100 Euro, die Berücksichtigung der Preisentwicklung bei einer weiter steigenden Inflation aber auch Deflation sowie die Einbeziehung von externen Beratern und Lobbygruppen in die Prüfung der Eckpunkte für ein Inflationsausgleichsgesetz. (IAB)
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Literaturhinweis
Energiekrise in Deutschland (2022)
Zitatform
(2022): Energiekrise in Deutschland. In: Konjunktur aktuell, Jg. 10, H. 3, S. 68-97.
Abstract
"Im Spätsommer 2022 ist die Weltwirtschaft im Abschwung. Die US-Notenbank und weitere Zentralbanken haben aufgrund der hohen Inflation mit der Straffung ihrer Geldpolitik begonnen, die chinesische Konjunktur schwächelt, und Europa kämpft mit einer Energiekrise. Die deutsche Wirtschaft steht aufgrund der stark steigenden Energiekosten vor einer Rezession. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt wird im Jahr 2022 um 1,1% zunehmen und im Jahr 2023 um 1,4% sinken. Die Verbraucherpreise steigen im Jahr 2022 um 7,9% und im Jahr 2023 um 9,5%" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Auswirkung der Inflation: Mehrausgaben von Familienhaushalten und das Entlastungspaket der Bundesregierung : Kurzexpertise (2022)
Abstract
"Hintergrund: Seit dem Frühjahr 2021 steigt in Deutschland die Inflationsrate. Diese Entwicklung hat sich seit der Invasion Russlands in der Ukraine, durch die Sanktionen gegenüber Russland und durch die Produktionsausfälle in der Ukraine verstärkt. Mittlerweile hat die Teuerungsrate die 7-Prozent-Marke überschritten; ein Niveau, das zuletzt 1981 erreicht wurde. Zwischen 2010 und 2020 schwankte die Inflationsrate in Deutschland zwischen 0,5 und 2,1 Prozent. Die aktuelle Aufblähung der Preise führt zu einer finanziellen Mehrbelastung der privaten Haushalte. In welchem Umfang das geschieht, hängt von der Einkommenshöhe und den im Haushalt lebenden Personen ab. Unser Familienpolitik-Team hat die Mehrbelastung für Alleinlebende, Alleinerziehende sowie Paare ohne und mit Kinder analysiert. Unsere Vorgehensweise: Das Papier zeigt zunächst eine Schätzung der haushaltsspezifischen Mehrbelastungen in absoluten Euro-Beträgen. Die Berechnungen basieren auf Konsumdaten der aktuellen Einkommens- und Verbrauchstichprobe (EVS) aus dem Jahr 2018 und der Entwicklung des Verbraucherpreisindex des Statistischen Bundesamtes aus dem April 2022 im Vergleich zum Vorjahr. Dabei sind vereinfachend Daten für die zentralen Ausgabenbereiche der EVS eingeflossen. Eine Differenzierung nach einzelnen Gütergruppen innerhalb der Ausgabenbereiche fand nicht statt. Ausgewählte Kernergebnisse: Die absolute monatliche Mehrbelastung privater Haushalte reicht von durchschnittlich 110 Euro im ersten Einkommensquartil bis zu 324 Euro im vierten Einkommensquartil pro Monat. Dabei gilt: Haushalte mit Kindern sind stärker betroffen als Haushalte ohne Kinder. Dieses Muster gilt für ärmere wie reichere Haushalte gleichermaßen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Keine tiefe Rezession trotz Energiekrise und Zinsanstieg (2022)
Zitatform
(2022): Keine tiefe Rezession trotz Energiekrise und Zinsanstieg. In: Konjunktur aktuell, Jg. 10, H. 4, S. 101-145.
Abstract
"Der Ausblick auf die internationale Konjunktur 2023 ist verschattet: Die Energieversorgung Europas ist ungewiss, die Leitzinsen steigen weiter, der Pandemieausbruch in China führt zu Produktionsausfällen. Belastungen für die deutsche Wirtschaft kommen von hohen Energiepreisen und einem verschlechterten Finanzierungsumfeld. Bislang ist die Konjunktur robust, die Produktion hat bis in den Herbst hinein expandiert. Ab dem Frühjahr wird sie gestützt durch die weitere Entspannung der Lieferketten und eine Belebung der Weltwirtschaft. Das BIP dürfte 2022 in den ersten drei Quartalen um 1,8% zugenommen haben, den Winter über leicht sinken und 2023 insgesamt stagnieren (Ostdeutschland: 1,8% und 0,2%). Die Inflation geht nach 7,8% im Jahr 2022 auf 6,5% im Jahr 2023 zurück." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Memorandum 2022: Raus aus dem Klimanotstand – Ideen für den Umbruch (2022)
Zitatform
(2022): Memorandum 2022. Raus aus dem Klimanotstand – Ideen für den Umbruch. (Neue Kleine Bibliothek 313), Köln: PapyRossa Verlag, 275 S.
Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
Economic and Social Impacts and Policy Implications of the War in Ukraine (2022)
Zitatform
(2022): Economic and Social Impacts and Policy Implications of the War in Ukraine. (OECD economic outlook Interim Report March 2022), Paris, 13 S. DOI:10.1787/4181d61b-en
Abstract
"Der Ukrainekrieg wird tiefgreifende Auswirkungen auf die OECD-Länder und die Welt insgesamt haben. Die humanitären Kosten sind bereits gewaltig: Millionen Menschen fliehen aus dem Kriegsgebiet. Dieser Zwischenausblick stellt eine Aktualisierung des OECD-Wirtschaftsausblicks vom Dezember 2021 dar. Er befasst sich mit den möglichen wirtschaftlichen und sozialen Folgen des Kriegs, der die Erholung der Weltwirtschaft von der Coronapandemie verlangsamen und die Inflation weltweit noch stärker in die Höhe treiben dürfte." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Krieg treibt Energiepreise – Hohe Inflation belastet Konjunktur (2022)
Zitatform
(2022): Krieg treibt Energiepreise – Hohe Inflation belastet Konjunktur. In: Konjunktur aktuell, Jg. 10, H. 2, S. 36-65.
Abstract
"Die Weltwirtschaft ist auch im Sommerhalbjahr verschiedenen schweren Belastungen ausgesetzt, die die Preise stark steigen lassen. Produktionsstilllegungen im Zuge der chinesischen Null-Covid-Strategie und der Angriff gegen die Ukraine heizen die Inflation weltweit an. Auch in Deutschland wird die konjunkturelle Entwicklung durch die mit dem Krieg verbundenen Preissteigerungen sowie unterbrochene Lieferketten schwer belastet. Die konjunkturellen Aussichten für den Sommer sind trüb. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt wird im Jahr 2022 um 1,5% zunehmen. In Ostdeutschland liegt der Zuwachs bei 1%." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Preisschock gefährdet Erholung der deutschen Wirtschaft (2022)
Zitatform
(2022): Preisschock gefährdet Erholung der deutschen Wirtschaft. In: Konjunktur aktuell, Jg. 10, H. 1, S. 2-32.
Abstract
"Der Angriff Russlands auf die Ukraine hat die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Europa drastisch verschlechtert. Rohstoff- und Energiepreise sind stark gestiegen, und die Sanktionen bringen den gesamten Russlandhandel nahezu zum Erliegen. Auch die deutsche Wirtschaft trifft es vor allem über einen Energiepreisschock, aber auch über unterbrochene Handelsströme und eine allgemeine Verunsicherung. Gleichwohl erhält die Konjunktur von der Aufhebung vieler Pandemie-Restriktionen einen kräftigen Schub. Das deutsche BIP wird 2022 um 3,1% zunehmen. Die ostdeutsche Wirtschaft wird vom Krieg kaum schwerer getroffen als die gesamtdeutsche Wirtschaft." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Endogenous Growth, Downward Wage Rigidities and Optimal Inflation (2021)
Zitatform
Abbritti, Mirko, Agostino Consolo & Sebastian Weber (2021): Endogenous Growth, Downward Wage Rigidities and Optimal Inflation. (IMF working paper 2021,208), Washington, DC, 49 S.
Abstract
"Standard New Keynesian (NK) models feature an optimal inflation target well below two percent, limited welfare losses from business cycle fluctuations and long-term monetary neutrality. We develop a NK framework with labour market frictions, endogenous productivity and downward wage rigidity (DWR) which challenges these results. The model features a non-vertical long-run Phillips curve between inflation and unemployment and a trade-off between price distortions and output hysteresis that change the welfare-maximizing inflation level. For a plausible set of parameters, the optimal inflation target is in excess of two percent, a target value commonly used across central banks. Deviations from the optimal target carry welfare costs multiple times higher than in traditional NK models. The main reason is that endogenous growth and DWR generate asymmetric and hysteresis effects on unemployment and output. Price level targeting or a Taylor-rule responding to the unemployment rate can handle better the asymmetric and hysteresis effects in our model and deliver significant welfare gains. Our results are robust to the inclusion of the effective lower bound on the monetary policy interest rate." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Deutsche Wirtschaft im Herbst 2021 - Delle im Aufholprozess (2021)
Ademmer, Martin; Meuchelböck, Saskia ; Groll, Dominik; Kooths, Stefan; Boysen-Hogrefe, Jens; Stolzenburg, Ulrich; Jannsen, Nils;Zitatform
Ademmer, Martin, Jens Boysen-Hogrefe, Dominik Groll, Nils Jannsen, Stefan Kooths, Saskia Meuchelböck & Ulrich Stolzenburg (2021): Deutsche Wirtschaft im Herbst 2021 - Delle im Aufholprozess. (Kieler Konjunkturberichte 83), Kiel, 42 S.
Abstract
"Die Erholung der deutschen Wirtschaft verzögert sich. Die Vorsichtsmaßnamen zum Infektionsschutz sowie die anhaltenden Lieferengpässe dürften im Winterhalbjahr zu einer Delle im Aufholprozess führen. So wird sich dann wohl vor allem bei den besonders von der Pandemie belasteten Dienstleistungsbranchen die Erholung verlangsamen. Die Produktionshemmnisse in der Industrie durch die Lieferengpässe haben zuletzt sogar noch einmal spürbar zugenommen und werden sich voraussichtlich erst allmählich mildern. Wenn im kommenden Frühjahr die wirtschaftlichen Belastungen durch die Pandemie größtenteils ausgestanden sind und die Lieferengpässe nachgelassen haben, wird die Erholung wieder an Kraft gewinnen und das Wirtschaftsgeschehen rasch wieder zur Normalität zurückkehren. Insgesamt dürfte das Bruttoinlandsprodukts im laufenden Jahr nach dem Rückgang um 4,6 Prozent im Krisenjahr 2020 mit einem Anstieg von 2,6 Prozent nur einen Teil Einbußen wettmachen. Vollständig sichtbar wird die Erholung im Jahresergebnis 2022 mit einer Zuwachsrate von 5,1 Prozent. Auch im Jahr 2023 wird die Wirtschaftsleistung mit 2,3 Prozent voraussichtlich recht deutlich zunehmen, weil dann noch ein Teil der zuvor entfallenden wirtschaftlichen Aktivität nachgeholt werden wird. Die hohe Inflationsrate von 2,9 Prozent im laufenden Jahr geht größtenteils auf temporäre Faktoren zurück. Sie werden jedoch vorrausichtlich auch in das kommende Jahr hineinreichen und nochmals zu einem kräftigen Anstieg der Verbraucherpreise führen, bevor die Inflation im Jahr 2023 wieder moderater ausfällt. Auf dem Arbeitsmarkt wird die Corona-Krise wohl rasch überwunden werden und die Arbeitslosenquote von 5,9 Prozent im Jahr 2020 auf 5,1 Prozent im Jahr 2023 zurückgehen. Auch im Staatshaushalt wird sich die Erholung von der Corona-Krise deutlich widerspiegeln. Nach einem Anstieg des Defizits auf knapp 5 Prozent in Relation zum Bruttoinlandsprodukt im laufenden Jahr, dürfte es aufgrund der auslaufenden pandemiebedingten Hilfsgelder und Subventionen sowie der höheren Wirtschaftsleistung auf 0,7 Prozent im Jahr 2023 sinken." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Wage growth and inflation in Europe: a puzzle? (2021)
Boranova, Vizhdan; Tulin, Volodymyr; Varghese, Richard ; Huidrom, Raju; Topalova, Petia; Nowak, Sylwia;Zitatform
Boranova, Vizhdan, Raju Huidrom, Sylwia Nowak, Petia Topalova, Volodymyr Tulin & Richard Varghese (2021): Wage growth and inflation in Europe: a puzzle? In: Oxford economic papers, Jg. 73, H. 4, S. 1427-1453. DOI:10.1093/oep/gpab051
Abstract
"In many European countries, prior to the pandemic, wages rose faster than productivity, yet consumer price pressures remained subdued. This is puzzling as theory suggests that inflation would pick up with a rise in wage growth that exceeds productivity growth. To shed light on this puzzle, we analyze the transmission of wage shocks to core inflation for a sample of 27 European countries over the period 1995Q1–2019Q1. More importantly, we assess how the transmission depends on a set of factors. We find that historically wage growth has led to higher inflation but the impact has weakened since the global financial crisis. Our analysis shows that the passthrough from wage growth to inflation is significantly lower in periods of subdued inflation and inflation expectations, greater competitive pressures, and robust corporate profitability." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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From Deviations to Shortfalls: The Effects of the FOMC's New Employment Objective (2021)
Zitatform
Bundick, Brent & Nicolas Petrosky-Nadeau (2021): From Deviations to Shortfalls: The Effects of the FOMC's New Employment Objective. (Working papers series / Federal Reserve Bank of San Francisco 2021-18), San Francisco, Calif., 36 S.
Abstract
"The Federal Open Market Committee (FOMC) recently revised its interpretation of its maximum employment mandate. In this paper, we analyze the possible effects of this policy change using a theoretical model with frictional labor markets and nominal rigidities. A monetary policy which stabilizes “shortfalls” rather than “deviations” of employment from its maximum level leads to higher inflation and more hiring at all times due to expectations of more accommodative future policy. Thus, offsetting only shortfalls of employment results in higher nominal policy rates on average which provide more policy space and better outcomes during a zero lower bound episode. Our model suggests that the FOMC's reinterpretation of its employment mandate could alter the business-cycle and longer-run properties of the economy and result in a steeper reduced-form Phillips curve." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Inflation, Unemployment, and Economic Growth in a Schumpeterian Economy (2021)
Zitatform
Chu, Angus C., Guido Cozzi, Haichao Fan & Yuichi Furukawa (2021): Inflation, Unemployment, and Economic Growth in a Schumpeterian Economy. In: The Scandinavian Journal of Economics, Jg. 123, H. 3, S. 874-909. DOI:10.1111/sjoe.12416
Abstract
"This study explores the long-run relationship between inflation and unemployment in a monetary Schumpeterian growth model with matching frictions in the labor market and cash-in-advance (CIA) constraints on consumption and R&D investment. Under the CIA constraint on R&D, higher inflation that raises the opportunity cost of cash holdings leads to a decrease in innovation and economic growth, which in turn decreases labor-market tightness and increases unemployment. Under the CIA constraint on consumption, higher inflation instead decreases unemployment in addition to stifling innovation and economic growth. Therefore, the two CIA constraints have drastically different implications on the long-run relationship between inflation and unemployment. This theoretical result is consistent with our empirical finding and provides a plausible explanation (via the relative magnitude of the two CIA constraints) for the mixed empirical results on the relationship between inflation and unemployment in the literature. Finally, we also calibrate our model to aggregate data in the US and Eurozone to explore quantitative implications on the relationship between inflation and unemployment. This article is protected by copyright. All rights reserved." (Author's abstract, IAB-Doku, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))
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The role of information and experience for households' inflation expectations (2021)
Zitatform
Conrad, Christian, Zeno Enders & Alexander Glas (2021): The role of information and experience for households' inflation expectations. (The Rimini Centre for Economic Analysis. Working Papers 2021,4), Rimini, 28 S.
Abstract
"Based on a new survey of German households, we investigate the role that information channels and lifetime experience play in households' inflation expectations. We show that the types of information channels that households use to inform themselves about monetary policy are closely related to their socioeconomic characteristics. These information channels, in turn, have a major influence on the level of perceived past and expected future inflation, as well as on the uncertainty thereof. The expected future change in inflation and the unemployment rate, however, is strongly influenced by individual experience of these variables. Similarly, the expected response of inflation to a change in the interest rate is also shaped by experience. We propose the interpretation that households obtain inflation numbers from the media, but their 'economic model' is shaped by experience." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Missing wage inflation? Estimating the natural rate of unemployment in a nonlinear DSGE model (2021)
Zitatform
Iwasaki, Yuto, Ichiro Muto & Mototsugu Shintani (2021): Missing wage inflation? Estimating the natural rate of unemployment in a nonlinear DSGE model. In: European Economic Review, Jg. 132. DOI:10.1016/j.euroecorev.2020.103626
Abstract
"During the recovery from the global financial crisis, most advanced economies have experienced a surprisingly weak response of wage inflation to the decline in unemployment. In this study, we investigate whether downward wage rigidity (DWR) is the source of the flattening wage Phillips curve and the lack of wage inflation in the four advanced economies: Japan, the euro area, the UK and the US. We estimate a nonlinear New Keynesian model with asymmetric wage adjustment costs and the natural rate of unemployment. Wage adjustment costs are found to be highly asymmetric in Japan, the euro area and the UK, but not in the US. The L-shaped wage Phillips curves between wage inflation and the unemployment gap clearly emerge in these three economies. Our policy simulations present a possibility that the missing wage inflation is not a permanent phenomenon and wage inflation is likely to reappear with further improvement in the labor market. Our analysis shows the usefulness of incorporating DWR into models for understanding the background of missing wage inflation and obtaining monetary policy implications." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2021 Elsevier) ((en))
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Revisiting the hypothesis of high discounts and high unemployment (2021)
Zitatform
Martellini, Paolo, Guido Menzio & Ludo Visschers (2021): Revisiting the hypothesis of high discounts and high unemployment. In: The Economic Journal, Jg. 131, H. 637, S. 2203-2232. DOI:10.1093/ej/ueaa138
Abstract
"We revisit the hypothesis that cyclical fluctuations in unemployment are caused by shocks to the discount rate. We use a simple but rich search-theoretic model of the labour market in which the UE, EU and EE rates are all endogenous. Analytically, we show that an increase in the discount rate lowers the UE rate and, under some natural conditions, it lowers the EU rate. Quantitatively, we show that an increase in the discount rate from 4% to 10% generates a 3.5% decline in the UE rate and a 6% decline in the EU rate. These findings are at odds with the actual behaviour of the US labour market over the business cycle, which features a negative comovement between the UE and EU rates." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Zu den Verteilungseffekten der derzeit hohen Inflationsraten (2021)
Möhrle, Sascha; Wollmershäuser, Timo;Zitatform
Möhrle, Sascha & Timo Wollmershäuser (2021): Zu den Verteilungseffekten der derzeit hohen Inflationsraten. In: ifo Schnelldienst digital, Jg. 2, H. 16, S. 1-6.
Abstract
"Die Inflationsrate in Deutschland lag im Oktober 2021 mit 4,5% so hoch wie seit Anfang der 1990er Jahre nicht mehr. Häufig wird argumentiert, dass hohe Preissteigerungen neben einem allgemeinen Kaufkraftverlust auch zu Verteilungseffekten führen, weil untere Einkommensgruppen am stärksten unter steigenden Lebensmittel- und Energiepreisen. Zumindest derzeit resultieren solche Verteilungseffekte nicht aus unterschiedlichen Anstiegen der Lebenshaltungskosten einzelner Einkommensgruppen. Vielmehr verteuern sich die Warenkörbe der ärmeren Haushalte spätestens seit Mitte des Jahres 2021 deutlich langsamer als die der reicheren Haushalte." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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The Extent of Downward Nominal Wage Rigidity: New Evidence from Payroll Data (2021)
Zitatform
Schaefer, Daniel & Carl Singleton (2021): The Extent of Downward Nominal Wage Rigidity: New Evidence from Payroll Data. (Discussion papers / University of Reading, Department of Economics 2021-22), Reading, 57 S.
Abstract
"Low inflation has forced the topic of downward nominal wage rigidity (DNWR) back to the centre stage of macroeconomics. We use over a decade of representative payroll data from Great Britain to document novel facts about wage adjustments. We find that basic wages drive the cyclicality of marginal labour costs, which makes them the most relevant wage measure for macroeconomic models that incorporate wage rigidity. Basic wages show substantially more evidence of downward rigidity than previously documented. Every fifth hourly-paid and every sixth salaried employee normally sees no basic wage change from year-to-year, and very few experience cuts. Wage freezes were more common in the Great Recession and are far more likely in smaller firms. We also find evidence that employers compress wage growth when inflation is low, indicating that DNWR constrains wage setting. Further, we show that the wages of new hires and incumbent employees respond equally to the business cycle. These results all point to the importance of including DNWR in macroeconomic and monetary policy models, and our simulations demonstrate that the empirical extent of DNWR can cause considerable long-run output losses." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Lifetime Cost of Living and Effective Prices: Theory and Evidence for Germany (2021)
Tödter, Karl-Heinz; Ziebarth, Gerhard;Zitatform
Tödter, Karl-Heinz & Gerhard Ziebarth (2021): Lifetime Cost of Living and Effective Prices: Theory and Evidence for Germany. In: Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik, Jg. 241, H. 1, S. 29-69. DOI:10.1515/jbnst-2019-0022
Abstract
"We develop and analyze an intertemporal cost of living index (ICOLI), also referred to as lifetime cost of living or cost of life index. The ICOLI is a geometric weighted average of effective prices, derived from constrained consumer utility maximization. Effective prices are both, money valued marginal utilities of the final unit consumed, and present values of prices for future consumption. Using the concept of duration, we derive analytical elasticities of the ICOLI with respect to consumer prices and interest rates and show their impact on lifetime welfare of consumers. We also provide empirical evidence for Germany, compute an ex post time series of the ICOLI, and gauge the welfare effects of low interest rate scenarios. We find that the financial repression policy of the ECB since 2010 contributed to substantial losses in the purchasing power of money and led to lasting welfare losses for consumers in Germany, in particular for the cohorts of young consumers. The ICOLI complements conventional price and inflation statistics and could serve as a valuable information tool for monetary policy." (Author's abstract, IAB-Doku, © De Gruyter) ((en))
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„Die Löhne dürften in vielen Branchen nach oben gehen“: Interview (2021)
Zitatform
Weber, Enzo & Bert Losse (2021): „Die Löhne dürften in vielen Branchen nach oben gehen“. Interview. In: Wirtschaftswoche H. 09.07.2021, o. Sz., 2021-07-09.
Abstract
"Für den deutschen Arbeitsmarkt post-Corona sagt Arbeitsmarkt-Ökonom Enzo Weber gravierende Veränderungen voraus. Passend zum neuen Zwei-Prozent-Ziel der EZB erwartet er höhere Lohnabschlüsse dank steigender Inflation." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
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Jährliche Anpassung der Regelbedarfe an Inflation und Lohnentwicklung: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE (Drucksache 20/109) (2021)
Zitatform
(2021): Jährliche Anpassung der Regelbedarfe an Inflation und Lohnentwicklung. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE (Drucksache 20/109). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 20/208 (07.12.2021)), 12 S.
Abstract
Den Fragen zum Thema 'Jährliche Anpassung der Regelbedarfe an Inflation und Lohnentwicklung' liegt die Vermutung zugrunde, dass die Absenkung der Mehrwertsteuer 2021 einen Sondereffekt darstellte, der bei der Berechnung nach der Regelbedarfsstufen-Fortschreibungsverordnung einen realen Kaufkraftverlust der Bezieher von Grundsicherung bedeutet. Die Antworten beinhalten Informationen zur Höhe der Fortschreibung der Regelbedarfsstufen und zur Preisentwicklung regelbedarfsrelevanter Güter und Dienstleistungen seit dem Jahr 2006, Projektionen der Inflationsrate für das Jahr 2022 und die Einschätzung der Bundesregierung zu dem massiven Einsatz von Kurzarbeit im Jahr 2020 und einer dadurch bedingten Reduktion der Arbeitszeit vieler Arbeitnehmer
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OECD Economic Outlook, December 2021: Volume 2021 Issue 2 : Preliminary version (2021)
Zitatform
(2021): OECD Economic Outlook, December 2021. Volume 2021 Issue 2 : Preliminary version. (OECD economic outlook 110), Paris, 222 S. DOI:10.1787/66c5ac2c-en
Abstract
"The global recovery from the COVID‑19 pandemic is uneven and becoming imbalanced. The OECD Economic Outlook, Volume 2021 Issue 2, highlights the continued benefits of vaccinations and strong policy support for the global economy, but also points to the risks and policy challenges arising from supply constraints and rising inflation pressures. This issue includes a general assessment of the macroeconomic situation, and a chapter summarising developments and providing projections for each individual country. Coverage is provided for all OECD members as well as for selected partner economies." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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OECD Economic Outlook, Interim Report September 2021: Keeping the Recovery on Track (2021)
Zitatform
(2021): OECD Economic Outlook, Interim Report September 2021. Keeping the Recovery on Track. (OECD economic outlook Interim report September 2021), Paris, 18 S. DOI:10.1787/490d4832-en
Abstract
"The global economic recovery from the COVID-19 pandemic remains strong, yet too uneven. Uneven progress is increasing economic tensions that could undermine the recovery if not well managed by policymakers. Rising commodity and shipping prices and stretched supply chains as economies re-open rapidly are pushing up inflation everywhere but this is expected to be temporary. This Interim Report provides updates for G20 country projections made in the May 2021 issue of the OECD Economic Outlook (Number 109)." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Perspektiven der deutschen Wirtschaft für die Jahre 2022 bis 2024 (2021)
Zitatform
(2021): Perspektiven der deutschen Wirtschaft für die Jahre 2022 bis 2024. In: Monatsbericht / Deutsche Bundesbank, Jg. 73, H. 12, S. 17-44.
Abstract
"Die deutsche Wirtschaft wird im Projektionszeitraum kräftig wachsen. Zunächst erleidet sie im Winterhalbjahr 2021/22 aber erneut einen Rückschlag. Ausschlaggebend sind verschärfte pandemiebedingte Schutzmaßnahmen. Außerdem halten Lieferengpässe bei Vorprodukten noch an. Ab dem Frühjahr 2022 nimmt die Wirtschaft aber wieder kräftig Fahrt auf. Weil pandemiebedingte Einschränkungen – so die Annahme – dann weitgehend entfallen, legt der private Konsum erheblich zu. Dabei spielt auch eine Rolle, dass ein Teil der während der Pandemie unfreiwillig gebildeten Ersparnisse zusätzlich ausgegeben werden dürfte. Zudem wird davon ausgegangen, dass sich die Lieferengpässe bis Ende 2022 auflösen. Vor allem die Exporte erhalten dann durch Auf- und Nachholeffekte vorübergehend einen starken Schub. Gegen Ende des Projektionszeitraums normalisiert sich das Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP)." (Textauszug, IAB-Doku)
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Inflation, uncertainty, and labour market conditions in the US (2020)
Zitatform
Albulescu, Claudiu Tiberiu & Cornel Oros (2020): Inflation, uncertainty, and labour market conditions in the US. In: Applied Economics, Jg. 52, H. 52, S. 5770-5782. DOI:10.1080/00036846.2020.1772458
Abstract
"Recent inflation dynamics in the United States (US) questioned the role of driving forces of inflation in the long run. Although the US recorded one of the longest economic recovery periods and the labour market conditions improved after the Global crisis from 2008 to 2009, the inflation level remained relatively low. Starting from this evidence, the purpose of our paper is to shed light to the influence of inflation uncertainty and labour market conditions on the US inflation level. To this end, we use two bounded measures of inflation uncertainty, and we compare a linear with an asymmetric Autoregressive Distributed Lag (ARDL) framework. We show that both inflation uncertainty and labour market conditions explain the long-run US inflation. However, these results are sensitive to the way the inflation uncertainty is computed. Moreover, contrary to the recent affirmations regarding the vanishing role of labour market in explaining the US inflation in the long run, we show that the labour market influence is stronger in the post-crisis, compared with the pre-crisis period. Therefore, the monetary policymakers cannot make abstraction of labour market developments in anticipating the US inflation level." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Asset bubble and endogenous labor supply: A clarification (2020)
Zitatform
Bahloul Zekkari, Kathia & Thomas Seegmuller (2020): Asset bubble and endogenous labor supply: A clarification. In: Economics Letters, Jg. 196. DOI:10.1016/j.econlet.2020.109537
Abstract
"This paper analyzes the link between asset bubbles, endogenous labor and capital. First, we explicitly and theoretically derive the conditions to have a crowding-in effect of the bubble, i.e. higher levels of capital and labor. Second, the utility function we consider shows that this result does not require an arbitrarily high elasticity of intertemporal substitution in consumption." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2021 Elsevier) ((en))
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Chronic Excess Capacity and Unemployment Hysteresis in EU Countries. A Structural Approach (2020)
Bassi, Federico;Zitatform
Bassi, Federico (2020): Chronic Excess Capacity and Unemployment Hysteresis in EU Countries. A Structural Approach. (Working paper / Università cattolica del Sacro Cuore, Dipartimento di economia e finanza 91), Milano, 54 S.
Abstract
"We develop a structural method for identifying the unobservable rate of capacity utilization in 14 EU countries, by simultaneously estimating the coefficients of a production function, an investment function, a labor productivity function and an unemployment function. Our results provide evidence of chronic underutilization of productive capacity and hysteresis in unemployment, especially after the 2008' financial crisis. We show that our series of the rate of capacity utilization are significant predictors of capacity accumulation, productivity growth and unemployment rates. Moreover, they predict inflation as efficiently as the DG ECFIN series of capacity utilization and output gaps." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Unemployment fluctuations and nominal GDP targeting (2020)
Zitatform
Billi, Roberto M. (2020): Unemployment fluctuations and nominal GDP targeting. In: Economics Letters, Jg. 188. DOI:10.1016/j.econlet.2020.108970
Abstract
"I evaluate the welfare performance of a target for the level of nominal GDP in a New Keynesian model with unemployment, accounting for a zero lower bound (ZLB) constraint on the nominal interest rate. Nominal GDP targeting is compared to employment targeting, a conventional Taylor rule, and the optimal monetary policy with commitment. I find that employment targeting is optimal when supply shocks are the source of fluctuations; however, facing demand shocks and the ZLB constraint, nominal GDP targeting can outperform substantially employment targeting." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2020 Elsevier) ((en))
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Does Employment Respond Differently to Minimum Wage Increases in the Presence of Inflation Indexing? (2020)
Zitatform
Brummund, Peter & Michael R. Strain (2020): Does Employment Respond Differently to Minimum Wage Increases in the Presence of Inflation Indexing? In: The Journal of Human Resources, Jg. 55, H. 3, S. 999-1024. DOI:10.3368/jhr.55.2.1216.8404R2
Abstract
"The minimum wage literature focuses heavily on “the” employment elasticity of minimum wage increases. In contrast, this study focuses on heterogeneity in minimum wage policy. Specifically, we study whether minimum wage increases lead to differential employment effects in states where minimum wages are indexed to inflation. We find evidence they do. To the best of our knowledge, this work is the first to empirically study inflation indexing. On balance, our results imply that the immediate disemployment effect of an increase in the minimum wage in a state that indexes its minimum wages to inflation is around three times the magnitude of the disemployment effect associated with a nominal increase in the minimum wage. Our finding is robust across both “canonical” and “county-pair” models, though it does not hold in our most restrictive specification. Examining the timing of the employment response reveals the disemployment effect associated with a change in the minimum wage is concentrated in the first 14 quarters after a state begins indexing minimum wages to inflation." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Non-linearity in the wage Phillips curve: Euro area analysis (2020)
Zitatform
Byrne, David & Zivile Zekaite (2020): Non-linearity in the wage Phillips curve: Euro area analysis. In: Economics Letters, Jg. 186. DOI:10.1016/j.econlet.2019.07.006
Abstract
This paper examines the sensitivity of wage growth to labour market tightness in the euro area. We show that the euro area wage Phillips curve is convex. When labour market slack is elevated, wage growth does not respond to changing labour market conditions. This finding explains “missing wage growth” as the labour market tightened between 2013 and 2016, and why stronger wage growth has been evident since 2017. (Author's Abstract, IAB-Doku)
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Preferences, inflation, and welfare (2020)
Zitatform
Curran, Michael & Scott J. Dressler (2020): Preferences, inflation, and welfare. In: European Economic Review, Jg. 130. DOI:10.1016/j.euroecorev.2020.103594
Abstract
"This paper systematically examines how degrees of household risk aversion (RA) and elasticity of intertemporal substitution (EIS) impact the welfare costs of inflation in a heterogeneous-agent environment featuring capital and essential money. Empirical evidence suggests that households have degrees of RA and EIS that differ on average from traditional values and display large amounts of dispersion. Capturing these empirical features of preference values in an otherwise standard model leads to welfare enhancements of inflation due to household substitution of money for capital. The analysis also compares the welfare implications for alternative ways to implement monetary policy." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2021 Elsevier) ((en))
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What's Up with the Phillips Curve? (2020)
Del Negro, Marco; Tambalotti, Andrea; Lenza, Michele; Primiceri, Giorgio E.;Zitatform
Del Negro, Marco, Michele Lenza, Giorgio E. Primiceri & Andrea Tambalotti (2020): What's Up with the Phillips Curve? In: Brookings Papers on Economic Activity H. Spring, S. 301-357.
Abstract
"The business cycle is alive and well, and real variables respond to it more or less as they always did. Witness the Great Recession. Inflation, in contrast, has gone quiescent. This paper studies the sources of this disconnect using vector autoregressions and an estimated dynamic stochastic general equilibrium model. It finds that the disconnect is due primarily to the muted reaction of inflation to cost pressures, regardless of how they are measured—a flat aggregate supply curve. A shift in policy toward more forceful inflation stabilization also appears to have played some role by reducing the impact of demand shocks on the real economy. The evidence rules out stories centered around changes in the structure of the labor market or in how we should measure its tightness." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Pro-rich inflation in Europe: Implications for the measurement of inequality (2020)
Eren, Gürer; Weichenrieder, Alfons;Zitatform
Eren, Gürer & Alfons Weichenrieder (2020): Pro-rich inflation in Europe: Implications for the measurement of inequality. In: German Economic Review, Jg. 21, H. 1, S. 107-138. DOI:10.1515/ger-2018-0146
Abstract
"This paper studies the distributional consequences of a systematic variation in expenditure shares and prices. Using European Union Household Budget Surveys and Harmonized Index of Consumer Prices data, we construct household-specific price indices and reveal the existence of a pro-rich inflation in Europe. Over the period 2001–15, the consumption bundles of the poorest deciles in 25 European countries have, on average, become 11.2 percentage points more expensive than those of the richest deciles. We find that ignoring the differential inflation across the distribution underestimates the change in the Gini (based on consumption expenditure) by almost up to 0.04 points. Cross-country heterogeneity in this change is large enough to alter the inequality ranking of numerous countries. The average inflation effect we detect is almost as large as the change in the standard Gini measure over the period of interest." (Author's abstract, IAB-Doku, Published by arrangement with De Gruyter) ((en))
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The Phillips Curve at the ECB (2020)
Eser, Fabian; Osbat, Chiara; Moretti, Laura; Lane, Philip R.; Karadi, Peter;Zitatform
Eser, Fabian, Peter Karadi, Philip R. Lane, Laura Moretti & Chiara Osbat (2020): The Phillips Curve at the ECB. (European Central Bank. Working paper series 2400), Frankfurt am Main, 49 S.
Abstract
"We explain the role of the Phillips Curve in the analysis of the economic outlook and the formulation of monetary policy at the ECB. First, revisiting the structural Phillips Curve, we highlight the challenges in recovering structural parameters from reduced-form estimates and relate the reduced-form Phillips Curve to the (semi-)structural models used at the ECB. Second, we identify the slope of the structural Phillips Curve by exploiting cross-country variation and by using high-frequency monetary policy surprises as instruments. Third, we present reduced-form evidence, focusing on the relation between slack and inflation and the role of inflation expectations. In relation to the recent weakness of inflation, we discuss the role of firm profits in the pass-through from wages to prices and the contribution of external factors. Overall, the available evidence supports the view that the absorption of slack and a firm anchoring of inflation expectations remain central to successful inflation stabilisation." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Explaining Inflation and Unemployment (2020)
Farm, Ante;Zitatform
Farm, Ante (2020): Explaining Inflation and Unemployment. (Swedish Institute for Social Research. Working paper 2020,05), Stockholm, 27 S.
Abstract
"This paper explains inflation and unemployment starting from new baseline models of price formation and labor demand. Inflation is always and everywhere a pricing phenomenon. Unemployment is every year determined as a residual, as people in the labor force without employment. Employment is determined by production and labor productivity, while production is determined by spending (as measured by nominal GDP) at prices set by firms." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Wage Setting and Unemployment: Evidence from Online Job Vacancy Data (2020)
Faryna, Oleksandr; Tsapin, Andriy; Talavera, Oleksandr; Pham, Tho;Zitatform
Faryna, Oleksandr, Tho Pham, Oleksandr Talavera & Andriy Tsapin (2020): Wage Setting and Unemployment: Evidence from Online Job Vacancy Data. (GLO discussion paper / Global Labor Organization 503), Essen, 49 S.
Abstract
"This paper examines the relationship between labour market conditions and wage dynamics by exploiting a unique dataset of 0.8 million online job vacancies. We find a weak trade-off between aggregated national-level wage inflation and unemployment. This link becomes more evident when wage inflation is disaggregated at sectoral and occupational levels. Using exogenous variations in local market unemployment as the main identification strategy, a negative correlation between vacancy-level wage and unemployment is also established. The correlation magnitude, however, is different across regions and skill segments. Our findings suggest the importance of micro data's unique dimensions in examining wage setting \textendash{} unemployment relationship." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Wie wir unsere Wirtschaft retten: Der Weg aus der Corona-Krise (2020)
Fuest, Clemens;Zitatform
Fuest, Clemens (2020): Wie wir unsere Wirtschaft retten. Der Weg aus der Corona-Krise. Berlin: Aufbau-Verlag, 277 S.
Abstract
"Wie lange reichen die Milliarden aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung? Welche Gefahr droht durch die immensen Schulden? Bleibt die Eurozone stabil? Wird der Sozialstaat es schaffen, neue Ungleichheiten zu bekämpfen? Was wird aus dem Klimaschutz? Und wie nutzen wir die Chancen, die diese Krise auch eröffnet? In seinem grundlegenden Buch weist Clemens Fuest, Präsident des ifo Instituts den Weg aus der Krise." (Verlagsangaben, IAB-Doku)
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The role of search frictions in the long-run relationships between inflation, unemployment and capital (2020)
Zitatform
Gomis-Porqueras, Pedro, Stella Huangfu & Hongfei Sun (2020): The role of search frictions in the long-run relationships between inflation, unemployment and capital. In: European Economic Review, Jg. 123. DOI:10.1016/j.euroecorev.2020.103396
Abstract
"This paper explores the long-run relationships between inflation, unemployment and capital accumulation by proposing a model with search frictions in both goods and labor markets. This framework allows us to identify a negative extensive margin effect of inflation on the number of firms demanding capital and a positive intensive margin effect of inflation on the capital demanded per firm. The two effects together generate a hump-shaped relationship between long-run inflation and aggregate capital. These results are consistent with our empirical evidence from a cross-section of 76 countries, which suggests a non-monotonic relationship between inflation and investment to GDP ratio in the long run. Our calibrated results are also consistent with empirical findings from the U.S. data on the effect of inflation on capital stock, unemployment and the real interest rates." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2020 Elsevier) ((en))
