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Dossier

Arbeitsvermittlung und Fallmanagement im Prozess des Forderns und Förderns

Die Wirkung des Einsatzes von arbeitsmarktpolitischen Förderinstrumenten auf die Wiederbeschäftigungschancen von Arbeitslosen wird seit langer Zeit recht intensiv beforscht. Entscheidend für den Erfolg der öffentlichen Arbeitsvermittlung kann auch die Qualität der Betreuung der Arbeitsuchenden durch Arbeitsvermittler*innen bzw. Fallmanager*innen sein. Individuelle Einstellungen und Handlungsweisen der Fachkräfte unterscheiden sich laut Befragungen in den Agenturen für Arbeit deutlich und so stellt sich unter anderem die Frage, welcher Mix von Regeln, Handlungsfreiheit, Einstellungen und Handlungsweisen den größten Erfolg für die Arbeitsvermittlung vor Ort verspricht und wodurch dieser Mix bestimmt wird.
Dieses Themendossier gibt einen Einblick in die Forschungslage und bietet Zugänge zu Hintergründen und wissenschaftlichen Befunden.
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  • Literaturhinweis

    Which client is worthy of using discretion? Analysing storytelling practices of Dutch street-level bureaucrats in inter-departmental settings (2026)

    Berg, Jonathan ; Oldenhof, Lieke ; Putters, Kim; Wijngaarden, Jeroen van ;

    Zitatform

    Berg, Jonathan, Lieke Oldenhof, Kim Putters & Jeroen van Wijngaarden (2026): Which client is worthy of using discretion? Analysing storytelling practices of Dutch street-level bureaucrats in inter-departmental settings. In: Journal of Social Policy, Jg. 55, H. 1, S. 284-303. DOI:10.1017/s0047279424000199

    Abstract

    "Multiple welfare states are re-emphasising the need for street-level bureaucrats’ (SLBs) discretion to stimulate responsive service provision. However, little is known about how SLBs with diverse backgrounds in inter-departmental settings deliberate what it means to use discretion well when different rules, eligibility criteria, and interpretations apply to a client. We address this gap by investigating the stories that participants of a Dutch policy experiment told each other to justify which clients should be granted a flexible interpretation of entitlement categories amid scarcity. We found that ‘caretakers’ used the ‘victim of circumstances’ and ‘good citizen’ plot-type to convince ‘service providers’ that the use of discretion was the right thing to do, whereas the latter used the ‘not needy enough’ or ‘the irresponsible citizen’ plot-type for contestation. Our analysis shows that storytelling helped SLBs to make sense of and bring cohesion to complex situations. Moreover, the analysis shows how stories can have a strong emotional appeal and create a sense of urgency to act collectively, yet can also create divisions and opposition among SLBs. As such, storytelling influences how SLBs think and feel about the client, themselves, and each other, and influences how discretion is used at the front-line of public policy." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Towards policies of dignity? The German Participation Opportunities Act as a response to long-term unemployment (2026)

    Englert, Kathrin ; Kupka, Peter ; Globisch, Claudia; Gottwald, Markus;

    Zitatform

    Englert, Kathrin, Markus Gottwald, Claudia Globisch & Peter Kupka (2026): Towards policies of dignity? The German Participation Opportunities Act as a response to long-term unemployment. In: Journal of Social Policy, Jg. 55, H. 2, S. 587-603., 2024-10-01. DOI:10.1017/S0047279424000370

    Abstract

    "The Participation Opportunities Act (POA) came into force in Germany in January 2019 with the aim of making publicly subsidized employment accessible to the long-term unemployed, whose prospects of regular employment are poor. The POA responds to a two-fold exclusion suffered by this group: exclusion from the labor market and a kind of ‘internal exclusion’ from social services. We argue that the POA can therefore be understood as a ‘policy of dignity’ and thus as a challenge to the neoliberal recognition order. The aim of this paper is an empirical examination of this thesis based on qualitative interviews with managers and professionals at German job centres. We apply Honneth’s theory of recognition as a theoretical framework and examine two levels of implementation: the interpretation of the law and how it is put into practice from 2019-2023." (Author's Abstract, IAB-Doku, © Cambridge University Press)

    Beteiligte aus dem IAB

    Globisch, Claudia;
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  • Literaturhinweis

    Interne ganzheitliche Integrationsberatung (INGA): Organisation und Praxis der Beratung von arbeitsmarktfernen Arbeitslosen im SGB III (2026)

    Fuchs, Philipp ; Globisch, Claudia; Wellmer, Sabine; Feldens, Stefan;

    Zitatform

    Fuchs, Philipp, Stefan Feldens, Sabine Wellmer & Claudia Globisch (2026): Interne ganzheitliche Integrationsberatung (INGA): Organisation und Praxis der Beratung von arbeitsmarktfernen Arbeitslosen im SGB III. (IAB-Forschungsbericht 03/2026), Nürnberg, 93 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2603

    Abstract

    "Die Anstrengungen der Arbeitsvermittlung konzentrierten sich im SGB III lange Zeit vor allem auf Personen, die ohnehin vergleichsweise gute Chancen auf eine zügige Re-Integration in den Arbeitsmarkt hatten. Umgekehrt wurden Personen, die bei der Arbeitssuche mit größeren Hemmnissen konfrontiert sind, vielfach nicht so intensiv gefördert, wie es möglich und sinnvoll gewesen wäre. Die Strategie, sich eher auf die leichteren statt auf die schwierigeren Fälle zu konzentrieren, wird auch als Creaming bezeichnet. Mit der „Internen ganzheitlichen Integrationsberatung“ (INGA) wurde im SGB III im Jahr 2013 ein bewusstes Gegengewicht zu dieser Entwicklung geschaffen. Mit einem deutlich niedrigeren Betreuungsschlüssel als in der regulären Vermittlung, flankiert durch weitere Unterstützungsangebote, werden verstärkt Personen mit komplexeren Problemlagen und höheren Integrationshürden in INGA betreut. Zudem absolvieren die INGA-Berater:innen eine zusätzliche Qualifizierung mit einem Fokus auf die Stärkung der hierfür erforderlichen Beratungskompetenzen und -methoden. Über zehn Jahre nach Etablierung des Beratungsangebots wurde die Beratungspraxis in INGA nun erstmals im Rahmen des rechtskreisübergreifenden Forschungsprojekts „Beratung arbeitsmarktferner Arbeitsloser“ (BafAlo) näher untersucht. Hierfür wurden neben explorativen Interviews und Gruppendiskussionen qualitative Erhebungen unter Beratungskräften, Beratenen sowie Teamleitungen in drei Arbeitsagenturen durchgeführt. Dies umfasste auch die Beobachtung von Beratungsgesprächen und Gruppenveranstaltungen. Auf dieser empirischen Grundlage wird zum einen die organisatorische Einbettung und Umsetzung der Beratung im Rahmen von INGA in den Blick genommen. Dabei lässt sich beobachten, dass INGA zwar als Angebot in den Arbeitsagenturen etabliert ist, aber aufgrund des deutlich niedrigeren Betreuungsschlüssels von Leitungsseite bisweilen als „Kapazitätsreserve“ interpretiert wird. Dies kann zur Folge haben, dass zusätzliche Aufgaben an die INGA-Teams delegiert werden. Zudem besteht ein Spannungsverhältnis zur regulären Arbeitsvermittlung, das sowohl mit dem günstigeren Betreuungsschlüssel in INGA als auch dem Prozess der Zuweisung von Beratungsfällen durch die reguläre Arbeitsvermittlung zu INGA zusammenhängt. Die Auslastung der INGA-Fachkräfte sowie die Zusammensetzung des von ihnen beratenen Personenkreises werden wesentlich durch die zumindest latent spannungsbehaftete Zuweisung von INGA-Kund:innen durch die reguläre Arbeitsvermittlung determiniert. Dies findet seinen Niederschlag vor allem im Controlling der Beratungsarbeit – und hier vor allem in der Auslastung der Beratungskräfte sowie der erzielten Integrationsquote. In diesem Kontext sind zuvorderst die INGA-Teamleitungen gefragt, denen die Aufgabe zufällt, zwischen den verschiedenen Teams und deren Leitungen zu vermitteln und die Position des INGA-Teams innerhalb der Agentur gegenüber der oberen Leitungsebene insgesamt zu vertreten. Zum anderen werden mit Blick auf die eigentliche Beratungspraxis vier Varianten von Arbeits-marktferne unter den Beratenen in INGA sowie unterschiedliche Beratungsansätze der Beratungskräfte herausgearbeitet. Die vier identifizierten Kundengruppen unterscheiden sich vor allem mit Blick auf ihre Arbeitsmarktferne. Unter den Beratenen finden sich zunächst solche, bei denen eine lange Phase beruflicher Stabilität und Spezialisierung durch eine abrupte Arbeitslosigkeit abgelöst wird, während in einer zweiten Konstellation die Erwerbsverläufe der Beratenen seit vielen Jahren durch berufliche Instabilität und Wechselhaftigkeit geprägt und die Betroffenen zum wiederholten Male arbeitslos sind. Die dritte Konstellation bezieht sich auf jüngere Beratene, die keine Ausbildung haben und im Anschluss an Gelegenheitsjobs sowie ungelernte Tätigkeiten nicht selten zum wiederholten Male arbeitslos sind. Eine vierte Konstellation umfasst ebenfalls eher jüngere Personen, die nach einer Familienphase mit erheblichen Problemen beim Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt konfrontiert sind. Unabhängig von der jeweiligen erwerbsbiografischen Konstellation sind die INGA-Beratenen oftmals durch akute Lebenskrisen, familiäre Probleme oder psychische Erkrankungen belastet. Die fallspezifische Komplexität ist daher häufig hoch. Das Beratungsverständnis der INGA-Fachkräfte spiegelt die konzeptionellen Ansprüche von INGA stark wider. Ausnahmslos gibt es bei den Fachkräften eine ausgeprägte Identifikation mit der Ganzheitlichkeit, Individualität und Intensität der Beratungsarbeit. Konkret sehen die Fachkräfte den entscheidenden Vorteil von INGA im niedrigeren Betreuungsschlüssel und den größeren zeitlichen Ressourcen, in erweiterten Handlungs- und Ermessensspielräumen, einer ausgeprägteren Zusammenarbeit mit anderen Stellen und Netzwerken, einer ergebnisoffenen Fallbearbeitung sowie einer auf den Einzelfall und die Nachhaltigkeit der Vermittlung ausgerichteten Zielperspektive. Gleichzeitig zeigt sich, dass sich die einzelnen Beratungskräfte in der Ausgestaltung der Beratung voneinander unterscheiden, insbesondere mit Blick auf einen mehr oder weniger direktiven Ansatz (der den Kund:innen eher Pläne und Vorgehensweisen vorgibt als diesen allzu große Spielräume einräumt) sowie den Grad der Integrationsorientierung und Aktivierung. Dabei variiert die konkrete Ausgestaltung auch maßgeblich in Abhängigkeit von den Beratenen, ihrer Situation und ihren Bedarfen. Insgesamt stellt INGA in der Konzeption und Praxis ein wichtiges Angebot innerhalb des SGB III dar. Gerade in einer Zeit steigender Arbeitslosigkeit, eines dynamischen Strukturwandels und eines ausgeprägten Mismatches am Arbeitsmarkt ist eine nennenswerte Anzahl von Personen auf Leistungen nach dem SGB III angewiesen, die für eine Integration in Beschäftigung einer intensiveren Unterstützung bedürfen, als es die reguläre Arbeitsvermittlung unter den aktuellen Bedingungen leisten kann. Eine Beratung, die größere zeitliche Ressourcen für den Einzelfall aufwenden kann und über ein stärkeres methodisches Fundament verfügt, ist grundsätzlich geeignet, eine solche Unterstützung zu leisten und zur Vermeidung von Langzeitarbeitslosigkeit beizutragen. Allerdings sollte die fachliche Unterstützung und Begleitung der Beratungskräfte weiterentwickelt werden, sowohl durch ihre Vorgesetzten (Teamleitungen) als auch durch Supervisionsangebote. Die Fachaufsicht fällt bisweilen - auch aufgrund struktureller Doppelzuständigkeiten der Teamleitungen (z.B. gleichzeitige Verantwortlichkeit für INGA und den Arbeitgeberservice) - zu formal aus und erweist sich nicht immer als die beratungsbezogene Anleitung, die sie sein sollte. In ähnlicher Weise ist das Angebot der Supervision als systematische Reflexion einer anspruchsvollen Beratungsarbeit in der Breite eher unzureichend verankert. Diese Befunde sprechen für eine weitere Stärkung der Teamleitungen hinsichtlich der fachlichen Seite der Beratung sowie für die Bereitstellung von zusätzlichen Ressourcen, um Supervision bei Bedarf flächendeckend anbieten zu können. Auf der organisatorisch-institutionellen Ebene ist zudem das Problem ungelöst, wie mit äußerst arbeitsmarktfernen Arbeitslosen umzugehen ist, wenn in INGA zugleich teils ambitionierte Integrationsziele zu erfüllen sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Globisch, Claudia;
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  • Literaturhinweis

    Do caseworker meetings prevent unemployment? Evidence from a field experiment (2026)

    Homrighausen, Pia ; Oberfichtner, Michael ;

    Zitatform

    Homrighausen, Pia & Michael Oberfichtner (2026): Do caseworker meetings prevent unemployment? Evidence from a field experiment. In: European Economic Review, Jg. 183, 2025-11-21. DOI:10.1016/j.euroecorev.2025.105215

    Abstract

    "Caseworker meetings have been shown to accelerate exit from unemployment. We investigate whether they are also effective before job loss. In a natural field experiment in Germany, where workers must register with the employment agency up to three months before becoming unemployed, we offer caseworker meetings to jobseekers while they are still employed. Our results indicate that offering preventive meetings does not improve jobseekers’ labour market outcomes, despite bringing forward the first meeting. The intervention increases the total number of meetings, thereby consuming scarce caseworker resources, but does not influence jobseekers’ search behaviour - likely explaining its lack of effectiveness." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2025 The Authors. Published by Elsevier) ((en))

    Beteiligte aus dem IAB

    Oberfichtner, Michael ;
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  • Literaturhinweis

    'Working With the Whole Person': Employability Keyworker Experiences of Supporting People Furthest From the Labour Market (2026)

    Irvine, Annie ; Brass, Christine; McKenzie, Joe; Kelley, Alex;

    Zitatform

    Irvine, Annie, Joe McKenzie, Christine Brass & Alex Kelley (2026): 'Working With the Whole Person': Employability Keyworker Experiences of Supporting People Furthest From the Labour Market. In: Social Policy and Society, Jg. 25, H. 1, S. 157-173. DOI:10.1017/S1474746424000022

    Abstract

    "This article explores the experiences of keyworkers within a third-sector employability program targeted at people furthest from work. Using semi-structured qualitative interviews, the study investigated keyworker perspectives on effective elements of program design, and what made the critical difference for those who did move into employment. Echoing previous research, findings confirmed the value of a holistic and personalised approach founded upon a consistent and long-term relationship of trust and support, through which program participants developed the confidence and self-belief that was critical to progression towards employment. However, critical attention to the keyworker perspective offers novel insights, bringing to light challenges in defining role parameters and maintaining personal-professional boundaries in the interests of keyworkers and program participants. We contribute to the body of research on employability practitioner perspectives, revealing that the strengths of person-centred support may simultaneously present tensions and wellbeing risks, where role parameters are very broadly defined." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    The Limits of the Possible: Third Sector Employability Support for Vulnerable Users and the Challenge of Job Quality (2026)

    Payne, Jonathan ; Rose, Jonathan ; Butler, Peter ;

    Zitatform

    Payne, Jonathan, Jonathan Rose & Peter Butler (2026): The Limits of the Possible: Third Sector Employability Support for Vulnerable Users and the Challenge of Job Quality. In: Social Policy and Administration, Jg. 60, H. 3, S. 335-345. DOI:10.1111/spol.13162

    Abstract

    "Many third-sector organizations (TSOs) deliver employability support for vulnerable groups, but can they address the quality of jobs their users enter? The question is timely in the UK, given structural constraints presented by its neoliberal labor market/welfare regime and the recently elected Labor Government's aim of moving job centers towards a supportive approach focused on ‘good work’. An interesting comparison emerges with Scotland, where ‘fair work’ is more established in policy. Drawing upon third-sector literature, we develop an analytical framework for exploring TSOs' engagement with job quality, centered around framing suitable employment/employ , shaping user choices and shaping employer practice . Using surveys and interviews with TSO managers in England and Scotland, we find TSOs can adopt different strategies and that Scotland's approach may make a difference, underscoring the role of policy paradigms and power in structuring the limits of possibility." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Divergent Institutional Logics—Implementing Supported Employment in Hybrid Contexts of Danish Public Employment Services (2026)

    Salado-Rasmussen, Julia ; Sieling-Monas, Stella Mia; Bonfils, Inge Storgaard ;

    Zitatform

    Salado-Rasmussen, Julia, Stella Mia Sieling-Monas & Inge Storgaard Bonfils (2026): Divergent Institutional Logics—Implementing Supported Employment in Hybrid Contexts of Danish Public Employment Services. In: Social Policy and Administration, Jg. 60, H. 3, S. 506-517. DOI:10.1111/spol.70006

    Abstract

    "Evidence-based supported employment (SE) is increasingly implemented in Danish public employment services (PES), which can create conflicts between old and new ways of working. Our study examines the implementation of an SE intervention based on modified Individual Placement and Support (IPS) in three Danish municipal job centres. The intervention targets young people not in employment, education or training (NEETs) with less severe mental health problems. The role of middle managers and supervisors is crucial in implementing the SE intervention into the existing organisational framework, procedures, norms and beliefs. Our analysis is founded on repeated interviews with middle managers and supervisors from 2019 to 2023. [Correction addedon 29 October 2025, after first online publication: The previous sentence has been corrected in this version.] Theoretically, this article isinformed by the conceptualisation of institutional logics. Our empirical findings show some tensions associated with the evidence-based approach's values and organising principles. However, pressures arise in daily practices related to mandatory activation, organisational structures, workflows, frontline roles, job development and caseloads. Middle managers and supervisors pursue strategic responses such as compartmentalisation and combination to navigate contradictory or sometimes even conflicting logics." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Stellungnahme zum Antrag der Fraktion der FDP „Digitalisierungsoffensive für Jobcenter in Nordrhein-Westfalen“ (Drucksache 18/9472) anlässlich der Anhörung des Ausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landtags Nordrhein-Westfalen am 11. Dezember (2025)

    Altendorf, Antonia; Kuhlmann, Martin;

    Zitatform

    Altendorf, Antonia & Martin Kuhlmann (2025): Stellungnahme zum Antrag der Fraktion der FDP „Digitalisierungsoffensive für Jobcenter in Nordrhein-Westfalen“ (Drucksache 18/9472) anlässlich der Anhörung des Ausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landtags Nordrhein-Westfalen am 11. Dezember. (SOFI-Impulspapier), Göttingen, 4 S.

    Abstract

    "Seit 2016 wurden zahlreiche Studien zu Digitalisierungsprozessen in unterschiedlichen Branchen und Tätigkeitsfeldern durchgeführt. In zwei Untersuchungen wurden Digitalisierungsprozesse in der öffentlichen Verwaltung mit besonderem Schwerpunkt auf die Arbeit in Jobcentern in den Blick genommen: (1) das vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur im Rahmen des „Zentrums für digitale Innovationen Niedersachsen (ZDIN)“ geförderte Projekt „Zukunftslabor Gesellschaft und Arbeit: Gestaltung digitaler Arbeitswelten“; (2) das von einer gemeinsamen Einrichtung Jobcenter in einer Großstadt geförderte Begleitprojekt „Digitalisierung im Jobcenter: Herausforderungen, Gestaltungsmöglichkeiten und Entwicklungsperspektiven im Zusammenspiel von Arbeits- und Dienstleistungsqualität“." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Ethical Integration in Public Sector AI. The Case of Algorithmic Systems in the Public Employment Service in Germany (2025)

    Bauer, Bernhard ; Schlögl-Flierl, Kerstin ; Ziethmann, Paula ; Weber, Enzo ; Mühlbauer, Sabrina ;

    Zitatform

    Bauer, Bernhard, Sabrina Mühlbauer, Kerstin Schlögl-Flierl, Enzo Weber & Paula Ziethmann (2025): Ethical Integration in Public Sector AI. The Case of Algorithmic Systems in the Public Employment Service in Germany. (IAB-Discussion Paper 12/2025), Nürnberg, 32 S. DOI:10.48720/IAB.DP.2512

    Abstract

    "Dieser Artikel befasst sich mit der ethischen Gestaltung von Künstlicher Intelligenz (KI) im öffentlichen Sektor, wobei der Fokus auf den öffentlichen Arbeitsverwaltungen liegt. Während KI zunehmend zur effizienteren Gestaltung von Verwaltungsprozessen und zur Verbesserung der Dienstleistungserbringung eingesetzt wird, wirft ihre Anwendung in der Arbeitsvermittlung grundlegende Fragen hinsichtlich Fairness, Rechenschaftspflicht und demokratischer Legitimität auf. Das EU-Gesetz zur Künstlichen Intelligenz (EU AI Act) unterstreicht die Dringlichkeit der Bewältigung dieser Herausforderungen, indem es KI-Systeme, die die Arbeitsvermittlung betreffen, als risikoreich einstuft und damit strenge Schutzmaßnahmen vorschreibt, um Diskriminierung zu verhindern und Transparenz zu gewährleisten. Das zentrale Ziel dieser Studie ist es zu untersuchen, wie ethische und soziale Überlegungen systematisch in die Entwicklung und Umsetzung von KI im öffentlichen Sektor eingebunden werden können. Anhand der deutschen öffentlichen Arbeitsverwaltung als Fallstudie stellen wir den Ansatz „Embedded Ethics and Social Sciences” (EE) vor. Dieser Ansatz integriert ethische Überlegungen und den Bezug zur Praxis bereits in die Entwicklung des Modells. Qualitative Erkenntnisse aus Interviews mit Vermittlungsfachkräften verdeutlichen die soziotechnischen Herausforderungen der Umsetzung, insbesondere die Notwendigkeit, Effizienz mit dem Vertrauen der Bürger:innen in Einklang zu bringen. Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse geben wir Empfehlungen für die Gestaltung von KI-Systemen, welche sich aus der Integration ethischer und sozialer Überlegungen in die Systementwicklung ergeben. In diesem Zusammenhang diskutieren wir Fragen der Datenethik und Bias, der Fairness und der Rolle erklärbarer KI (XAI). Unsere Analyse zeigt, dass der EE-Ansatz nicht nur die Einhaltung neuer regulatorischer Anforderungen unterstützt, sondern auch die menschliche Aufsicht, die Handlungsfähigkeit und gemeinsame Entscheidungsfindung stärken kann. So deuten die Ergebnisse darauf hin, dass ein ethisch fundiertes Design Fairness, Transparenz und Legitimität in verschiedenen Bereichen der öffentlichen Verwaltung erhöhen kann und somit zu einer verantwortungsvolleren und bürgernahen Umsetzung im digitalen Zeitalter beiträgt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Mandatory integration agreements for unemployed job seekers: a randomized controlled field experiment in Germany (2025)

    Berg, Gerard J. van den ; Stephan, Gesine ; Uhlendorff, Arne ; Hofmann, Barbara ;

    Zitatform

    Berg, Gerard J. van den, Barbara Hofmann, Gesine Stephan & Arne Uhlendorff (2025): Mandatory integration agreements for unemployed job seekers: a randomized controlled field experiment in Germany. In: International Economic Review, Jg. 66, H. 1, S. 79-105., 2024-05-21. DOI:10.1111/iere.12745

    Abstract

    "Integration agreements (IAs) are contracts between the employment agency and the unemployed, nudging the latter to comply with rules on search behavior. We designed and implemented a randomized controlled trial involving thousands of newly unemployed workers, randomizing at the individual level both the timing of the IA and whether it is announced in advance. Administrative records provide outcomes. Novel theoretical and methodological insights provide tools to detect anticipation and suggest estimation by individual baseline employability. The positive effect on entering employment is driven by individuals with adverse prospects. For them, early IA increase reemployment within a year from 53% to 61%." (Author's abstract, IAB-Doku, © Wiley) ((en))

    Beteiligte aus dem IAB

    Stephan, Gesine ; Uhlendorff, Arne ;
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  • Literaturhinweis

    Informationsaustausch unter Arbeitslosen und sein Nutzen für die Arbeitsverwaltung (2025)

    Bähr, Holger; Dietz, Martin;

    Zitatform

    Bähr, Holger & Martin Dietz (2025): Informationsaustausch unter Arbeitslosen und sein Nutzen für die Arbeitsverwaltung. In: Arbeit. Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik, Jg. 34, H. 3, S. 235-254., 2025-09-29. DOI:10.1515/arbeit-2025-0013

    Abstract

    "Unvollständige Informationen am Arbeitsmarkt beeinträchtigen, dass die Nachfrage nach Arbeitskräften und das Angebot der Arbeitskraft zusammenfinden. Die Bereitstellung von Informationen wirkt dieser Art von Marktversagen entgegen. Die Rolle von Informationen bei der Stellensuche erfährt unter den Perspektiven von Sozialkapital und sozialen Netzwerken eine breite wissenschaftliche Diskussion. Zudem erleichtert die Digitalisierung den Informationsaustausch. In einem Modellprojekt, der sog. Digitalen Peer-Gruppen-Beratung, boten Arbeitsagenturen einen Online-Chat für Arbeitslose an. Damit entstand eine Gelegenheit für arbeitslose Personen, Informationen untereinander auszutauschen. Dieser Beitrag stellt die Frage: Inwiefern kann die öffentliche Arbeitsverwaltung Informationen, die arbeitslose Arbeitsuchende haben und austauschen, nutzen, um Arbeitslose in eine Erwerbsarbeit zu vermitteln? Die empirischen Daten stammen aus einer qualitativen Fallstudie zur Digitalen Peer-Gruppen-Beratung. Der Beitrag argumentiert, dass der Austausch von Informationen unter Arbeitslosen nur wenig zur Stellensuche beiträgt und damit einen geringen Nutzen für die Arbeitsverwaltung besitzt. Gering ist im vorliegenden Modellprojekt allerdings auch der Aufwand für die Kommunikation. Insofern kann der Informationsaustausch unter Arbeitslosen keine effektive, aber durchaus eine effiziente Ergänzung für Stellensuche und Arbeitsvermittlung bieten." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Bähr, Holger; Dietz, Martin;
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  • Literaturhinweis

    Beratung und Vermittlung in Arbeit: Verwaltungshandeln in Jobcentern (2025)

    Bähr, Holger; Kirchmann, Andrea;

    Zitatform

    Bähr, Holger & Andrea Kirchmann (2025): Beratung und Vermittlung in Arbeit: Verwaltungshandeln in Jobcentern. In: Der moderne Staat, S. 1-20. DOI:10.3224/dms.vXiX.404262

    Abstract

    "Bürgerinnen und Bürger treffen in ihrem Kontakt zur öffentlichen Verwaltung gewöhnlich auf Fachkräfte der unteren Hierarchieebenen der ausführenden Verwaltung. In Jobcentern interagieren Fachkräfte mit Arbeitsuchenden; das Ziel ist die Aufnahme einer Erwerbsarbeit. Wie diese Interaktion stattfindet, ist Gegenstand wissenschaftlicher Analysen, wie sie stattfinden soll, Gegenstand politischer Diskussionen. Der Beitrag fragt: Inwiefern beeinflussen Institutionen das Handeln von Vermittlungsfachkräften in Jobcentern? Er führt damit Erkenntnisse der aktuellen Forschung zusammen und ergänzt Studien, die vor allem individuelle Eigenschaften von Fachkräften dafür verantwortlich machen, wie deren Interaktion mit Arbeitsuchenden erfolgt. Der Ansatz von Institutional Analysis and Development (IAD) dient als Grundlage für die institutionalistische Perspektive. Anhand einer vergleichenden empirischen Analyse in sechs Jobcentern wird gezeigt, dass Institutionen die Interaktion zwischen Fachkräften und Arbeitsuchenden beeinflussen, indem sie Ziele und Mittel definieren, die für die Beratung und (Arbeits‐)Vermittlung als angemessen gelten. Innerhalb dieses institutionellen Rahmens handeln Vermittlungsfachkräfte in Abhängigkeit von Merkmalen, Verhaltensweisen und der Lebenssituation von Arbeitsuchenden." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Budrich)

    Beteiligte aus dem IAB

    Bähr, Holger;
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  • Literaturhinweis

    Take-up of Social Benefits: Experimental Evidence from France (2025)

    Castell, Laura; Gurgand, Marc ; Imbert, Clément; Tochev, Todor;

    Zitatform

    Castell, Laura, Marc Gurgand, Clément Imbert & Todor Tochev (2025): Take-up of Social Benefits: Experimental Evidence from France. (CEPR discussion paper / Centre for Economic Policy Research 20615), London, 72 S.

    Abstract

    "We report on two nationwide experiments with job seekers in France. We first show that a meeting with social services to assess eligibility and help with application to social benefits increased new benefit take-up by 29%. By contrast, an online simulator that gave personalized information on benefit eligibility did not increase take-up. Marginal treatment effects show that individuals who benefit the most from the meetings are the least likely to attend. Overall, without ruling out information frictions, our results suggest that transaction costs represent the main obstacle to applying for benefits or accessing government’s assistance to help apply." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Take-up of Social Benefits: Experimental Evidence from France (2025)

    Castell, Laura; Gurgand, Marc ; Tochev, Todor; Imbert, Clément;

    Zitatform

    Castell, Laura, Marc Gurgand, Clément Imbert & Todor Tochev (2025): Take-up of Social Benefits: Experimental Evidence from France. In: American Economic Journal. Economic Policy, Jg. 17, H. 4, S. 1-29. DOI:10.1257/pol.20220786

    Abstract

    "We report on two nationwide experiments with job seekers in France. We first show that a meeting with social services to assess eligibility and help with applications to social benefits increased new benefit take-up by 29 percent. By contrast, an online simulator that gave personalized information on benefit eligibility did not increase take-up. Marginal treatment effects show that individuals who benefit the most from the meetings are the least likely to attend. Overall, without ruling out information frictions, our results suggest that transaction costs represent the main obstacle to applying for benefits or accessing government’s assistance in applying." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Does Job Search Assistance Reduce Unemployment?: Evidence on Displacement Effects and Mechanisms (2025)

    Cheung, Maria ; Egebark, Johan; Vikström, Johan; Rödin, Magnus; Laun, Lisa ; Forslund, Anders ;

    Zitatform

    Cheung, Maria, Johan Egebark, Anders Forslund, Lisa Laun, Magnus Rödin & Johan Vikström (2025): Does Job Search Assistance Reduce Unemployment? Evidence on Displacement Effects and Mechanisms. In: Journal of labor economics, Jg. 43, H. 1, S. 47-81. DOI:10.1086/726384

    Abstract

    "Using a two-level randomized experiment we find that job search assistance (JSA) reduces unemployment among the treated, but also creates displacement effects. Analyses of mechanisms show that vacancy referrals from caseworkers to job seekers explain the positive effects for the treated by helping the job seekers apply to the most relevant jobs earlier. We also find that the overall assessment of JSA hinges on how the displacement effects hit the labor market and to what extent firms react by opening new vacancies. The displacement is larger in weak labor markets and wefind no displacement of resources." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Hard‐to‐Reach Insider Actors on Light‐Touch Labour Market Regulation in the UK: Compliance, Deterrence, and Intelligence? (2025)

    Clark, Ian ;

    Zitatform

    Clark, Ian (2025): Hard‐to‐Reach Insider Actors on Light‐Touch Labour Market Regulation in the UK: Compliance, Deterrence, and Intelligence? In: Industrial relations journal, Jg. 56, H. 6, S. 441-450. DOI:10.1111/irj.70005

    Abstract

    "Actors who deliver state policy on low wage precarious workers on the front-line manage coercion and exploitation in the workplace by accepting the presence of both through permissiveness rather than seeking enforcement of labor market regulations. To develop this argument the article examines permissiveness in compliance, deterrence, and intelligence approaches used by regulators and enforcement agencies. The article provides a contribution to understanding the limitations of current approaches to labor market regulation which oversee noncompliance, confine deterrence activities to specific sectors, and use intelligence sources for law enforcement rather than labor market enforcement. The contribution does so by examining enforcement agency actors, and regulatory actors as hard-to-engage actors who play a critical part in the formulation labor market regulation policy on the front-line." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Statistical Profiling as a Targeting Tool: Can It Enhance the Efficiency of Active Labor Market Policies? (2025)

    Eppel, Rainer ; Schmoigl, Lukas ; Mahringer, Helmut; Huemer, Ulrike;

    Zitatform

    Eppel, Rainer, Ulrike Huemer, Helmut Mahringer & Lukas Schmoigl (2025): Statistical Profiling as a Targeting Tool: Can It Enhance the Efficiency of Active Labor Market Policies? (WIFO working papers 694), Wien, 33 S.

    Abstract

    "Digitization has spurred interest in the potential of statistical profiling to improve the targeting of active labor market policies. Despite growing adoption, empirical evidence on the effectiveness of such profiling in program allocation is scarce. We evaluate a semi-automated statistical profiling model in Austria that aims to target policies based on predicted reemployment prospects (low, medium, high). Our analysis shows that a reallocation of resources from low-chance to medium-chance segments, as envisaged by the Public Employment Service, would not yield the desired efficiency gains. Employment programs have a stronger impact on jobseekers with low job prospects than on those with medium prospects, and training programs are not consistently less effective in the low-chance segment either. Our findings suggest that the focus should remain on the most disadvantaged, both from an efficiency and an equity perspective. They caution against relying on overly coarse profiling and stress the need for nuanced targeting strategies." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Neue Perspektiven auf die Organisation der Beratung arbeitsmarktferner Arbeitsloser: Mittlere Führungskräfte im Spagat zwischen Beratungspraxis und Kennziffernerfüllung (2025)

    Feldens, Stefan; Fuchs, Philipp ;

    Zitatform

    Feldens, Stefan & Philipp Fuchs (2025): Neue Perspektiven auf die Organisation der Beratung arbeitsmarktferner Arbeitsloser. Mittlere Führungskräfte im Spagat zwischen Beratungspraxis und Kennziffernerfüllung. In: Arbeit. Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik, Jg. 34, H. 3, S. 211-233. DOI:10.1515/arbeit-2025-0012

    Abstract

    "Das Zusammenspiel aus aktivierender Arbeitsmarktpolitik, managerialer Zielsteuerung sowie Vermittlungs- und Beratungsarbeit ist ein Schwerpunkt der Forschung zur Arbeitsverwaltung und Beratung Arbeitsloser. Zumeist wird dabei die Ebene der Interaktion zwischen Fachkräften und Arbeitslosen fokussiert. Vernachlässigt wird hingegen die Rolle mittlerer Führungskräfte, die in einer „Sandwich-Position“ zwischen der oberen Leitungsebene und den Fachkräften agieren. Sie sind AdressatInnen unterschiedlicher und mitunter widersprüchlicher Anforderungen und Erwartungen, die sich aus dem institutionellen Auftrag, den Organisationsvorgaben und der Beratungspraxis ergeben. Über die Aneignung und Ausübung der Rollen sowie die Konfliktbearbeitung mittlerer Führungskräfte der Arbeitsverwaltung ist bislang wenig bekannt. Am Beispiel von Teamleitungen einer spezialisierten Beratungsdienstleistung für arbeitsmarktferne Arbeitslose im SGB III, INGA, trägt diese Studie zur Schließung dieser Forschungslücke bei. Mittels fallrekonstruktiver Analysen wird gezeigt, dass die Teamleitungen ähnlich wie die Beratungsfachkräfte mit dem Grundkonflikt zwischen Beratungspraxis und Kennziffernerfüllung konfrontiert sind. Ihre Aufgabe konzentriert sich dabei primär auf die Vermittlung zwischen den Ebenen der Beratungspraxis und der übergeordneten Steuerung. Anhand von zwei kontrastiven Fällen wird gezeigt, wie unterschiedlich sich die Teamleitungen diese Aufgabe aneignen und mit der „Sandwichposition“ umgehen. Die Ansätze sind jeweils in sich schlüssig und durch berufliche Prägungen der Teamleitungen beeinflusst." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Work inclusion of marginalized groups in a troubled city district - How can active labor market policies improve? (2025)

    Frøyland, Kjetil ; Bull, Helen ; Lystad, June Ullevoldsæter ; Spjelkavik, Øystein ; Skarpaas, Lisebet Skeie ; Berget, Gerd ;

    Zitatform

    Frøyland, Kjetil, Helen Bull, Lisebet Skeie Skarpaas, Gerd Berget, Øystein Spjelkavik & June Ullevoldsæter Lystad (2025): Work inclusion of marginalized groups in a troubled city district - How can active labor market policies improve? In: Social Policy and Administration, Jg. 59, H. 3, S. 588-601. DOI:10.1111/spol.13058

    Abstract

    "Active labor market policies (ALMP) have faced challenges in integrating marginalised groups into the workforce. This study explores perceptions among managers and frontline workers on enhancing work inclusion for neurodiverse citizens, marginalized youth, and individuals suffering from mental health or substance use disorders in a troubled city district. An examination of dialogue conferences and group interviews uncovers problems with current practises, attitudes, and service organisation. The proposed local solutions primarily include improved coordination of support and services, as well as enhanced competence within these services. Our results indicate that co-creation at the system, organization, and individual levels, coupled with expanded knowledge translation, can mobilise local actors to create new or adopt existing knowledge-based strategies. Therefore, local co-creation presents a potential for developing local inclusion strategies." (Author's abstract, IAB-Doku, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Die Gouvernementalität öffentlicher Dienstleistungsarbeit: Macht, Affekt und Widerstand im Kontext der Arbeitsvermittlung in der Schweiz (2025)

    Gaitsch, Myriam ;

    Zitatform

    Gaitsch, Myriam (2025): Die Gouvernementalität öffentlicher Dienstleistungsarbeit. Macht, Affekt und Widerstand im Kontext der Arbeitsvermittlung in der Schweiz. (Kultur und soziale Praxis), Bielefeld: transcript, 334 S. DOI:10.14361/9783839401385

    Abstract

    "Wie wird die Arbeit im öffentlichen Dienst reguliert – und wo entstehen Widerstände? Myriam Gaitsch wirft einen ethnographischen Blick auf die alltäglichen Praktiken der öffentlichen Arbeitsvermittlung und zeigt, wie affektive Steuerungsmechanismen deren Abläufe prägen. Aufbauend auf Michel Foucaults Gouvernementalitätskonzept und erweitert um affekttheoretische Ansätze analysiert sie das Spannungsfeld zwischen institutionellen Vorgaben und individueller Umsetzung. Ein Methodenmix aus Beobachtungen, Interviews sowie Raum-, Bild- und Dokumentenanalysen macht nicht nur subtile Machtmechanismen sichtbar, sondern rückt auch die oft übersehene Perspektive des Widerstands im Kontext moderner Machttechnologien in den Fokus." (Verlagsangaben, IAB-Doku)

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