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Die Regelungen zur Fachkräfteeinwanderung wurden seit 2023 schrittweise reformiert. Rund eineinhalb Jahre nach Abschluss der Reformen zeigen aktuelle Befunde, dass die große Mehrheit der deutschen Betriebe nach wie vor keine Arbeitskräfte aus Drittstaaten rekrutiert. 57 Prozent der Betriebe wären allerdings bereit, Arbeitskräfte aus Staaten außerhalb der EU ohne anerkannten Berufsabschluss einzustellen. Das ergibt sich aus einer am Donnerstag veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Im dritten Quartal 2025 haben rund 4 Prozent aller deutschen Betriebe angegeben, in den vergangenen 12 Monaten Arbeitskräfte aus Drittstaaten eingestellt zu haben. Unter den Betrieben, die im Erhebungszeitraum aktiv nach Arbeitskräften gesucht haben, rekrutierten ebenfalls nur wenige - nämlich 6 Prozent - aus Drittstaaten. "Für die große Mehrheit der Betriebe stellt die Rekrutierung von Arbeitskräften aus dem Ausland, uns insbesondere aus Drittstaaten, weiterhin eher eine Ausnahme dar", so Annette Jacoby, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich "Migration, Integration und Internationale Arbeitsmarktforschung".

Die Rekrutierung aus Drittstaaten konzentriert sich dabei auf größere Betriebe: Nur 2 Prozent der Betriebe mit weniger als 20 Beschäftigten haben in den vergangenen zwölf Monaten Arbeitskräfte aus Drittstaaten eingestellt. Bei Betrieben mit 50 bis 249 Beschäftigten waren es 12 Prozent, bei Betrieben mit 250 und mehr Beschäftigten 16 Prozent. Am häufigsten rekrutiert wurden Menschen in den Branchen Gastgewerbe, Gesundheits- und Sozialwesen sowie dem Bereich Handel und Verkehr.

Mehr als die Hälfte der deutschen Betriebe wäre bereit, Arbeitskräfte aus Drittstaaten ohne anerkannte Qualifikation einzustellen. Die Einstellungsbereitschaft ist insbesondere dann gegeben, wenn Berufserfahrung vorliegt: 24 Prozent der Betriebe würden Arbeitskräfte ohne anerkannten Abschluss einstellen, wenn diese über einschlägige Erfahrungen verfügen. 19 Prozent wären dazu sogar uneingeschränkt bereit. 7 Prozent der Betriebe sind zur Einstellung bereit, wenn der Abschluss für die konkrete Tätigkeit ohnehin nicht erforderlich ist. Ist die Anerkennung erst noch nachzuholen, liegt die Einstellungsbereitschaft der Betriebe bei 5 Prozent.

Sprachbarrieren, Ungewissheit über die Qualifikation sowie die Zufriedenheit mit dem einheimischen Arbeitskräfteangebot werden als häufigste Gründe für die Nicht-Rekrutierung aus Drittstaaten genannt. Bei Betrieben mit Rekrutierungserfahrung aus Drittstaaten hingegen werden behördliche Hürden und Probleme bei der Anerkennung von Abschlüssen als Hemmnis genannt. Sprachbarrieren waren auch hier ein wichtiges Hindernis. „Begleitende Maßnahmen wie vorbereitende Sprachförderung oder eine betriebsnahe Qualifikationsberatung wären nötig, um den rechtlichen Rahmen des Gesetzes zur Fachkräfteeinwanderung wirksam werden zu lassen“, bilanziert IAB-Forscherin Jacoby.

Die Analysen basieren auf der IAB-Stellenerhebung, einer regelmäßigen repräsentativen Befragung des IAB. Die Befragung erfasst jährlich rund 15.000 Betriebe und Verwaltungen aller Wirtschaftszweige und Größenklassen in Deutschland. Die Studie ist abrufbar unter: https://doku.iab.de/kurzber/2026/kb2026-19.pdf.

Ein allgemeiner Beschäftigungseinbruch in Berufen mit hohem KI-Einfluss bleibt bisher aus. Bei jungen Beschäftigten zeigt sich indes ein – im Verhältnis zur Bedeutung der schwachen Konjunktur – zwar geringer, jedoch zunehmend negativer Zusammenhang. Das zeigt eine am Dienstag veröffentlichte Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Insgesamt entwickelte sich die Vollzeitbeschäftigung in Berufen mit hoher KI-Betroffenheit seit 2022 günstiger als in Berufen mit weniger KI-Betroffenheit. Das Beschäftigungswachstum fiel in KI-betroffenen Berufen bei den 30- bis 39-Jährigen um fast 6 Prozentpunkte und bei den 40- bis 64-Jährigen um rund 5 Prozentpunkte höher aus als in weniger KI-betroffenen Berufen. Bei den 20- bis 29-Jährigen hingegen zeigt sich zuletzt ein zunehmend negativer Zusammenhang: Die Vollzeitbeschäftigung in dieser Altersgruppe ging in stark KI-betroffenen Berufen um 1,2 Prozentpunkte stärker zurück als in weniger betroffenen Berufen.

Bei den 20- bis 29-Jährigen geht eine höhere KI-Betroffenheit mit einer leicht negativen Beschäftigungsentwicklung einher. Der Zusammenhang ist jedoch statistisch nicht signifikant, verstärkt sich aber über die Zeit. Demgegenüber geht die wirtschaftliche Schwächephase mit einem deutlichen und sich über die Jahre verstärkenden Beschäftigungsrückgang einher. „Vor allem die Wirtschaftsschwäche der letzten Jahre hat zu einer sinkenden Beschäftigung von jungen Beschäftigten beigetragen, während der Einfluss von KI unterm Strich eine eher untergeordnete Rolle gespielt haben dürfte,“ berichtet IAB-Forscher Oliver Schlenker. Die Konjunkturanfälligkeit ist bei jungen Beschäftigten besonders ausgeprägt: Ihre Beschäftigung ging in Berufen in wirtschaftlich schwächelnden Sektoren zwischen 2022 und 2025 um 4,2 Prozent zurück.

Ein mögliches KI-Warnsignal zeigt sich allerdings im Verarbeitenden Gewerbe sowie in nicht akademisch geprägten Berufen, obwohl Letztere im Durchschnitt weniger KI-betroffen sind als akademische Berufe. In beiden Bereichen geht bei den 20- bis 29-Jährigen eine höhere KI-Betroffenheit mit einer negativen Beschäftigungsentwicklung einher. „Entgegen der öffentlichen Diskussion um die Einstiegsprobleme junger Akademikerinnen und Akademiker lenken die Analysen den Blick eher auf nichtakademisch geprägte Berufe und das Verarbeitende Gewerbe,“ erklärt IAB-Forscher Michele Dinelli.

„Eine höhere KI-Betroffenheit bedeutet nicht zwingend eine schwächere Beschäftigungsentwicklung. Angesichts der äußerst dynamischen Entwicklung sollte KI aber als ein weiterer möglicher Einflussfaktor über 2025 hinaus weiter beobachtet werden,“ konstatiert IAB-Vizedirektorin Melanie Arntz.

Die Studie ist abrufbar im IAB-Forum unter www.iab-forum.de/ki-als-jobkiller-fuer-berufseinsteiger-entwarnung-mit-vorbehalt

2027 kommt es in einem Großteil der Bundesländer zu einem Beschäftigungsrückgang. Einzig Berlin mit 0,7 Prozent sowie Brandenburg und Niedersachsen mit jeweils 0,1 Prozent erzielen noch Beschäftigungszuwächse. Die Arbeitslosigkeit steigt hingegen in zehn Bundesländern, wobei sich die Arbeitslosenquoten allerdings kaum ändern dürften. Das geht aus der am Freitag veröffentlichten Regionalprognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.

Die aktuelle Regionalprognose zeigt sowohl für West- als auch Ostdeutschland einen Beschäftigungsrückgang von 0,1 Prozent. Die stärksten Beschäftigungsverluste werden für das Saarland mit 1,3 Prozent, für Thüringen mit 0,7 Prozent sowie für Bremen und Sachsen-Anhalt mit jeweils 0,6 Prozent erwartet.

Die anhaltende Wirtschaftsschwäche der vergangenen Jahre hinterlässt nach wie vor Spuren, wenngleich sich die Dynamik steigender Arbeitslosigkeit deutlich abschwächt.Die einzelnen Bundesländer zeigen dabei eine sehr unterschiedliche Entwicklung. Rückgänge werden für Mecklenburg-Vorpommern mit 3,9 Prozent und Thüringen mit 1,8 Prozent erwartet. Auch im Saarland, in Bayern, Brandenburg und Bremen ist voraussichtlich mit rückläufigen Arbeitslosenzahlen zu rechnen. Die stärksten Zuwächse bei der Arbeitslosigkeit werden für Sachsen mit 1,9 Prozent, gefolgt von Berlin mit 1,8 Prozent und Schleswig-Holstein mit 1,7 Prozent prognostiziert. „Trotz verbesserter Konjunkturaussichten zeigt sich auf den regionalen Arbeitsmärkten noch keine generelle Trendwende“, so IAB-Forscherin Anja Rossen.

Auf Ebene der Bundesländer weist nach wie vor Bayern mit 4,1 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote auf, während die Stadtstaaten Bremen mit 11,3 Prozent und Berlin mit 10,6 Prozent weiterhin durch die höchsten Quoten gekennzeichnet sind. In sieben der 16 Bundesländer entspricht die Arbeitslosenquote 2027 der des Vorjahres. Die stärkste Veränderung mit einem Rückgang von 0,3 Prozentpunkten auf 7,6 Prozent wird für Mecklenburg-Vorpommern erwartet.

Sinkende Beschäftigungszahlen und steigende Arbeitslosigkeit verzeichnen besonders Regionen, in denen das Verarbeitende Gewerbe stark vertreten ist. „Die ungünstige Lage im Verarbeitenden Gewerbe ist auf die strukturellen Herausforderungen in der Branche  zurückzuführen, denen die jüngste konjunkturelle Aufhellung bisher zu wenig entgegensetzen kann“, erläutert IAB-Forscherin Sarah Kuhn. „Besonders die Automobilindustrie steht unter verstärktem Anpassungsdruck.“ Neben der sinkenden Wettbewerbsfähigkeit deutscher Industriegüter auf dem Weltmarkt wird zunehmend auch der demografische Wandel spürbar. Sinkende Beschäftigungs- und Arbeitslosenzahlen verzeichnen beispielsweise Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen, Regionen mit einer vergleichsweise ungünstigeren demografischen Entwicklung.

Die IAB-Regionalprognose ist abrufbar unter: https://doku.iab.de/kurzber/2026/kb2026-18.pdf.

Eine Übersicht zur Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, der Arbeitslosen differenziert nach Rechtskreisen und der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten sowie der Arbeitslosenquote für Bundesländer und Arbeitsagenturbezirke finden Sie hier: https://iab.de/daten/regionale-arbeitsmarktprognosen/.

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer legt im September leicht zu. Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) steigt um 0,1 Punkte auf 99,6 Punkte. Der Anstieg ist allein auf eine Verbesserung der Komponente zur Vorhersage der Arbeitslosigkeit zurückzuführen, die Beschäftigungsperspektive ist dagegen negativ. Das European Labour Market Barometer stagniert im September bei 99,9 Punkten.

Die Komponente zur Vorhersage der Arbeitslosigkeit in Deutschland hat mittlerweile den negativen Bereich fast verlassen: Sie steigt um 0,4 Punkte auf 99,9 Punkte im September. Die Beschäftigungskomponente sinkt hingegen mit einem Minus von 0,1 Punkten auf 99,3 Punkte weiter in den negativen Bereich. „Die Aussichten für die Beschäftigung sind schwächer als für die Arbeitslosigkeit: Der Arbeitsmarkt schrumpft“, ordnet Enzo Weber, Leiter des Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“ am IAB, die Entwicklungen ein. Das sei eine Folge des demographischen Rückgangs beim Arbeitskräftepotenzial. Die Konjunktur habe sich dagegen zwar gefestigt, aber belastend wirken nach wie vor die hohe Unsicherheit und Strukturprobleme aufgrund der tiefgreifenden Transformation vor allem in der Industrie.

Das European Labour Market Barometer stagniert im September bei 99,9 Punkten. Der Frühindikator des Europäischen Netzwerks der öffentlichen Arbeitsverwaltungen und des IAB verbleibt damit knapp unter der neutralen Marke von 100 Punkten. „Eine Krise gibt es nicht im europäischen Arbeitsmarkt. Aber mehr als Stagnation eben auch nicht,“ berichtet Weber. Der europäische Arbeitsmarkt zeige sich zwar widerstandsfähig, aber angesichts von Belastungen durch Handel und Energie gebe es keinen klaren Aufschwung.

Datengrundlage

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist ein seit November 2008 bestehender Frühindikator, der auf einer monatlichen Umfrage der Bundesagentur für Arbeit unter allen lokalen Arbeitsagenturen basiert.

Das European Labour Market Barometer ist ein monatlicher Frühindikator, der auf einer seit Juni 2018 gemeinsam von den 18 Arbeitsverwaltungen und dem IAB durchgeführten Befragung unter den lokalen oder regionalen Arbeitsagenturen der teilnehmenden Länder basiert. Dazu zählen: Belgien (Deutschsprachige Gemeinschaft, Wallonien), Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Island, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, die Schweiz, Spanien und Zypern.

Während Komponente A des IAB-Arbeitsmarktbarometers und des European Labour Market Barometers die Entwicklung der saisonbereinigten Arbeitslosenzahlen für die nächsten drei Monate prognostiziert, dient Komponente B der Vorhersage der Beschäftigungsentwicklung. Der Mittelwert aus diesen beiden Komponenten „Arbeitslosigkeit“ und „Beschäftigung“ bildet den Gesamtwert der beiden Barometer. Dieser Indikator gibt damit einen Ausblick auf die Gesamtentwicklung des Arbeitsmarkts. Da das Saisonbereinigungsverfahren laufend aus den Entwicklungen der Vergangenheit lernt, kann es zu nachträglichen Revisionen kommen. Die Skala der Barometer reicht von 90 (sehr schlechte Entwicklung) bis 110 (sehr gute Entwicklung).

Zum Download stehen bereit:

- eine Zeitreihe des IAB-Arbeitsmarktbarometers einschließlich seiner Einzelkomponenten „Arbeitslosigkeit“ und „Beschäftigung“ unter https://www.iab.de/presse/abzeitreihe (xlsx).  

- eine Grafik mit den aktuellen Werten des IAB-Arbeitsmarktbarometers und seiner Komponenten sowie eine Zeitreihengrafik unter https://iab.de/daten/iab-arbeitsmarktbarometer/.  

Eine Zeitreihe des European Labour Market Barometer einschließlich seiner Einzelkomponenten für alle beteiligten Arbeitsverwaltungen ist unter www.iab.de/Presse/elmb-components (xlsx) abrufbar. 

Mehr zum Europäischen Arbeitsmarktbarometer findet sich unter https://iab.de/en/daten/european-labour-market-barometer/.

Weitere Information zum Arbeitskräfteknappheits-Index des IAB finden Sie unter https://iab.de/daten/arbeitskraefteknappheits-index/

Die Konjunktur hat sich nach Jahren der Wirtschaftsschwäche zuletzt stabilisiert. Die Fiskalpakete und der Export beleben die Wirtschaft, doch die Beschäftigung gerät durch die demographische Schrumpfung unter Druck. Die Zahl der Erwerbstätigen sinkt in diesem Jahr um 210.000 Personen, 2027 wird sie um 140.000 Personen sinken. Das geht aus der am Donnerstag veröffentlichten Prognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.

Nach einer längeren Schwächephase erreicht die deutsche Wirtschaft wieder einen Wachstumspfad. Für 2026 erwarten die Forschenden ein Jahreswachstum des realen Bruttoinlandsprodukts von 1,2 Prozent, für 2027 eine Steigerung von 1,0 Prozent. Das weltwirtschaftliche Umfeld entwickelt sich trotz der erneut höheren Energiepreise und der weiteren geopolitischen Unsicherheiten relativ robust. Gleichzeitig bremst der demografische Wandel das Wachstum des Arbeitskräfteangebots und sorgt in Kombination mit niedrigen Nettozuzügen für einen Rückgang des Erwerbspersonenpotenzials um 70.000 Personen in 2026 sowie 140.000 Personen in 2027.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten geht ebenfalls zurück. 2026 sinkt diese um 70.000 auf 34,89 Millionen Personen und 2027 um 40.000 Personen auf 34,85 Millionen Personen. Die Rückgänge beruhen allein auf der Vollzeitbeschäftigung. „2026 wird damit das erste Jahr seit der Weltfinanzkrise 2009 sein, in dem die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nicht mehr wächst“, betont Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“. Die Erwerbstätigkeit sinkt auch durch Rückgänge bei Selbstständigen und geringfügig Beschäftigten.

Die Zahl der Arbeitslosen steigt 2026 um 50.000 und 2027 um 20.000 Personen. „Klare Verbesserungen sind nicht absehbar, aber mit stabiler Konjunktur dürfte der Anstieg der Arbeitslosigkeit zu einem Ende kommen“, so Weber. Ein Teil des Anstiegs der Arbeitslosigkeit ist auf geänderte Zumutbarkeitsregeln zurückzuführen, da mehr erziehende Leistungsberechtigte als verfügbar und damit als arbeitslos gelten.

Die Branchen entwickeln sich weiterhin gemischt – ein Trend, der schon länger zu beobachten ist. „Die Umbrüche der Transformation in Verbindung mit einem unsicheren Außenhandel aufgrund der US-amerikanischen Zollpolitik und dem Konflikt im Nahen Osten setzen vor allem das Produzierende Gewerbe unter Druck“, ordnet Weber ein. Für 2026 wird daher für diese Branche ein starker Beschäftigungsrückgang von 160.000 Personen prognostiziert, für 2027 ein weiterer Rückgang von 130.000 Personen. Die Lockerung der Schuldenbremse ermöglicht zwar steigende Verteidigungsausgaben, diese kommen jedoch allein der Rüstungsindustrie und deren Zulieferbranchen zugute.

Den höchsten Beschäftigungszuwachs mit 170.000 zusätzlichen Stellen im Jahr 2026 und 150.000 im Jahr 2027 wird es der IAB-Prognose zufolge im Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit geben. Das liegt hauptsächlich am Ausbau der Kindertagesbetreuung und an der Alterung der Gesellschaft.

Die Studie lesen Sie hier: https://doku.iab.de/kurzber/2026/kb2026-17.pdf.

Ein begleitendes Interview mit Enzo Weber finden Sie im IAB-Forum: https://iab-forum.de/die-wirtschaft-waechst-aber-der-arbeitsmarkt-schrumpft.

Eine Mehrheit der Bevölkerung befürwortet Kürzungen beim Elterngeld und beim BAföG, sofern diese nur bestimmte Empfängergruppen treffen und die Leistungen nicht generell reduziert werden. Eltern mit hohem Einkommen oder Vermögen sowie Studierende mit schlechten Leistungen sollen nach Auffassung der Bevölkerung weniger finanzielle Unterstützung erhalten. Das zeigt eine am Donnerstag veröffentlichte Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB).

Pauschale Kürzungen beim Elterngeld und BAföG stoßen lediglich bei 4 Prozent beziehungsweise 1 Prozent der Bevölkerung in Deutschland auf Zuspruch. Einschnitte beim Elterngeld für bestimmte Empfängergruppen befürworten hingegen 80 Prozent der Befragten, 60 Prozent sprechen sich für geringere BAföG-Leistungen für bestimmte Gruppen aus. „Besonders hohe Zustimmung finden Kürzungen bei Gruppen, denen eine geringe Bedürftigkeit oder Leistungsbereitschaft zugeschrieben wird“, so Mark Trappmann, der am IAB das Panel Arbeitsmarkt und soziale Sicherung leitet.

37 Prozent halten demnach BAföG-Kürzungen bei Studierenden mit schlechten Leistungen für gerechtfertigt. 21 Prozent unterstützen finanzielle Einsparungen bei Studierenden, die erst seit kurzer Zeit in Deutschland leben und 16 Prozent würden Leistungen für diejenigen reduzieren, die Fächer mit schlechten beruflichen Perspektiven belegen.

Beim Elterngeld zeigt sich ebenfalls eine klare Rangfolge: Zwei Drittel der Befragten befürworten Kürzungen für Personen mit größerem Vermögen, etwas mehr als die Hälfte hält Einsparungen bei Personen mit höheren Einkommen für gerechtfertigt.

Unterschiede zeigen sich vor allem zwischen den Generationen: Die Zustimmung zur Kürzung der beiden Leistungen nimmt insgesamt mit zunehmendem Alter deutlich zu. WZB-Forscherin Sandra Leumann kommentiert das so: „Kürzungen stimmen also vor allem diejenigen Altersgruppen zu, die von den Leistungen selbst nicht profitieren“.

Hochschulabsolvent*innen stimmen Einsparungen beim BAföG dagegen seltener zu als Menschen ohne beruflichen Abschluss. Beim Elterngeld sind die Zustimmungswerte zu selektiven Kürzungen wiederum unter den Befragten mit mittlerem Bildungsabschluss am höchsten.

Wähler*innen von Bündnis 90/Die Grünen und der Linkspartei lehnen Kürzungen am häufigsten prinzipiell ab. Einig sind sich die Anhänger*innen aller Parteien dagegen bei der relativ hohen Zustimmung zu Kürzungen bei Vermögenden. „Die Debatte dreht sich nicht darum, ob sich Leistungen kürzen lassen. Entscheidend ist viel mehr die Frage, wen solche Kürzungen treffen sollen“, schlussfolgert IAB-Forscher Jonas Aljoscha Weik.

Die Daten wurden im Rahmen der 19. Welle des Panels „Arbeitsmarkt und soziale Sicherung“ (PASS) von Februar bis September 2025 mit insgesamt 11.485 Befragten ab 15 Jahren erhoben.

Die Studie ist abrufbar im IAB-Forum unter https://iab-forum.de/bafoeg-und-elterngeld-kuerzen-ja-aber-nicht-fuer-alle

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) rechnet 2026 mit einem finanziellen Defizit von knapp 10 Mrd. Euro. Um dem entgegenzuwirken werden aktuell verschiedene Reformvorschläge diskutiert, unter anderem auch kürzere Bezugsdauern von Arbeitslosengeld für ältere Menschen. „Eine Begrenzung der maximalen Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes birgt ein gewisses Einsparpotenzial und könnte die Anreize stärken, schneller Beschäftigung zu finden. Aber das würde in der aktuellen wirtschaftlichen Situation bei weitem nicht ausreichen, um das finanzielle Defizit in der Arbeitslosenversicherung auszugleichen“, erklärt Bernd Fitzenberger, Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Die maximalen Bezugsdauern des Arbeitslosengeldes sind aktuell gestaffelt: Während Menschen bis zu einem Alter von 49 Jahren maximal 12 Monate Arbeitslosengeld beziehen können, steigt die Bezugsdauer stufenweise auf maximal 24 Monate ab einem Alter von 58 Jahren. Personen im Alter von 50 bis 54 Jahren haben bis zu 15 Monate Anspruch auf Arbeitslosengeld, Menschen in der Altersspanne von 55 bis 57 Jahren 18 Monate. Hätten die maximalen Bezugsdauern zwischen Oktober 2021 und September 2022 – bei ansonsten unveränderten Regelungen – 12, 15 oder 18 Monate betragen, so wären die Ausgaben für das Arbeitslosengeld bei unveränderten Arbeitslosigkeitsdauern mechanisch um 13, 8 oder 4 Prozent geringer ausgefallen. Daraus hätten sich bei einer maximalen Bezugsdauer von 12 Monaten Einsparungen in Höhe von 2,4 Mrd. Euro ergeben. Bei 15 Monaten wären es 1,4 Mrd. Euro gewesen, bei einer Kürzung auf 18 Monate 0,7 Mrd. Euro.

Mit steigendem Alter und damit einer längeren maximalen Bezugsdauer verbleiben Personen im Schnitt länger im Leistungsbezug. In der ältesten Gruppe (ab 58 Jahren) verließ die Hälfte den Bezug von Arbeitslosengeld erst nach 13 Monaten. Hingegen bezog die Hälfte der Menschen im Alter zwischen 16 und 49 Jahren bereits nach vier Monaten keine Leistungen mehr.

Bei kürzeren maximalen Bezugsdauern nehmen Menschen eher wieder einen Job auf, was zusätzliche Einsparungen bei der Arbeitslosenversicherung mit sich bringen könnte. Dies setzt voraus, dass es passende offene Stellen gibt. Ältere Arbeitslose haben es dabei oft schwerer: Ihre Chancen eine neue Beschäftigung zu finden sind deutlich geringer als die der Jüngeren. „Bei der Ausgestaltung der Arbeitslosenversicherung sollten daher auch Gerechtigkeitserwägungen und wohlfahrtsökonomische Aspekte berücksichtigt werden“, so Gesine Stephan, Leiterin des Forschungsbereichs „Arbeitsförderung und Erwerbstätigkeit“ am IAB.

Eine Reformierung des Systems durch kürzere Bezugsdauern hätte zudem Folgen für andere öffentliche Haushalte: Den Einsparungen bei der Arbeitslosenversicherung würden Mindereinnahmen bei der Rentenversicherung und steigende Kosten bei der Grundsicherung entgegenstehen. Die von den Kürzungen betroffenen Personen, vor allem ältere Langzeitarbeitslose, wären in schwierigen Zeiten finanziell weniger gut abgesichert, was auch Folgen auf die Konsumausgaben hätte. „Es gibt gute Gründe dafür, gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten längere maximale Bezugsdauern des Arbeitslosengeldes als in Boomphasen zu haben“, fügt IAB-Forscher Simon Trenkle an. Mehrausgaben in Krisenzeiten müssten dann natürlich durch erhöhte Einnahmen in Boomphasen langfristig ausgeglichen werden.

Für die Analyse wurde eine Kohorte von Personen untersucht, die zwischen Oktober 2021 und September 2022 neu in den Arbeitslosengeldbezug wechselte. Für die Berechnungen wurden die exakten Tage und zugehörigen Zahlungen an Arbeitslosengeld aufsummiert, die Personen bis zum Ende ihrer Anspruchsperiode bezogen haben. Die Studie ist abrufbar unter: https://doku.iab.de/kurzber/2026/kb2026-16.pdf.

Der Betreuungsausbau für unter 3-jährige seit Mitte der 2000er Jahre führt bei Müttern zu höherem Arbeitseinkommen, mehr Vollzeitarbeit und einer stärkeren Integration in besser bezahlte Beschäftigung. Insgesamt lassen sich für den Zeitraum seit 2007 etwa 56 Prozent des gesamten Rückgangs der Erwerbseinbußen von Müttern auf den Ausbau der Betreuungsmöglichkeiten zurückführen. Das zeigt eine am Dienstag veröffentlichte Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Der Ausbau für unter 3-jährige verringert die Erwerbs- und Einkommenseinbußen nach der Geburt: Mütter sind häufiger erwerbstätig und erzielen höhere Einkommen. Im Durchschnitt fallen die Einkommenseinbußen von Müttern über die ersten drei Jahre nach der Geburt in Regionen mit starkem Kita-Ausbau um rund einen Prozentpunkt geringer aus. Über den gesamten Zeitraum erhöht sich die Betruungsquote um 20 Prozentpunkte, die Einkommenseinbußen verringerten sich um etwa 4,5 Prozentpunkte.

Die Zuwächse beim Arbeitseinkommen von Müttern bestehen über die Phase der Kita-Nutzung hinaus. „Die frühkindliche Betreuung beeinflusst auch die weitere Karriereentwicklung von Müttern dauerhaft“, stellt IAB-Forscherin Lisa-Marie Duletzki dar. „So arbeiten Frauen langfristig häufiger in Vollzeit und weniger in geringfügiger Beschäftigung wie Minijobs.“

Die Effekte des Betreuungsaus­baus fallen besonders stark in den in Regionen aus, in denen Mütter nach der Geburt häufig ihre Erwerbstätigkeit reduzierten oder langfristig deutlich höhere Einbußen beim Ar­beitseinkommen verzeichneten. Solche Regionen wiesen vor dem Ausbau zugleich häufig niedrige­re Betreuungsquoten auf. Dies deutet darauf hin, dass die Erwerbstätigkeit von Müttern dort beson­ders stark durch die begrenzte Verfügbarkeit for­meller Kinderbetreuung eingeschränkt war und der Ausbau entsprechend auf eine hohe Nachfrage traf.

Als Instrument der Familien- und Arbeitsmarktpolitik kann die frühkindliche Betreuung  auch langfristig geschlechtsspezifische Ungleichheiten am Arbeitsmarkt reduzieren. „Aufgrund vieler fehlender Betreuungsplätze bietet der kontinuierliche Ausbau von Betreuungsangeboten nach wie vor erhebliches Potenzial, um Erwerbs- und Einkommenseinbußen nach einer Geburt zu verringern“, erklärt Duletzki.

Untersucht wurden die Erwerbsverläufe von Frauen, die zwischen 2001 und 2014 ihr erstes Kind bekamen und vor der Geburt erwerbstätig waren. Pro Geburtsjahrgang umfasst die Stichprobe rund 240.000 Mütter. Die Studie nutzt größere Ausbauschübe bei der U3-Betreuung, um den kausalen Effekt des Kitaausbaus zu bestimmen. Dabei werden Kreise verglichen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten ausbauen. So lässt sich das Risiko verringern, dass bestehende Unterschiede zwischen Regionen fälschlich dem Kitaausbau zugeschrieben werden. Die Studie ist abrufbar unter: https://doku.iab.de/kurzber/2026/kb2026-15.pdf.

Gegenüber dem Vorquartal liegt die Zahl der offenen Stellen um 129.800 oder rund 11 Prozent niedriger. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2025 sank sie um 35.000 beziehungsweise rund 3 Prozent. „Mit Ausnahme der Corona-Lockdowns 2020 lag die Arbeitskräftenachfrage seit 2016 nicht mehr auf diesem niedrigen Niveau“, so IAB-Arbeitsmarktforscher Alexander Kubis. Das geht aus der IAB-Stellenerhebung hervor, einer regelmäßigen Betriebsbefragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

In Westdeutschland waren im zweiten Quartal 2026 820.400 offene Stellen zu besetzen, in Ostdeutschland 203.000. Insgesamt waren rund 81 Prozent der Stellen sofort zu besetzen, das heißt sie waren zu diesem Zeitpunkt bereits unbesetzt.

Bundesweit kamen auf 100 von den Betrieben ausgeschriebene offene Stellen durchschnittlich 291 arbeitslos gemeldete Personen. Das sind 14 Arbeitslose mehr als noch im Vorjahresquartal sowie 27 mehr als im Vorquartal. Der Anstieg der Arbeitslosen-Stellen-Relation gegenüber dem Vorjahresquartal ist sowohl Folge des Rückgangs der offenen Stellen als auch einer gestiegenen Zahl von Arbeitslosen. Die Arbeitslosen-Stellen-Relation lag damit im zweiten Quartal 2026 in Ostdeutschland bei durchschnittlich 339, in Westdeutschland bei 279 arbeitslos gemeldeten Personen pro 100 offene Stellen. Je höher diese Relation, desto leichter ist es für Arbeitgeber, offene Stellen zu besetzen und desto schwieriger für Arbeitsuchende, eine neue Stelle zu finden. „Internationale Konflikte, aber auch strukturelle Probleme im Inland haben die Personalnachfrage auch im ersten Halbjahr 2026 in Deutschland deutlich gebremst. Die anhaltende Schwäche des Arbeitsmarktes spiegelt sich auch in einer gestiegenen Zahl an Bewerbungen wider, die Betriebe im Fall einer sozialversicherungspflichtigen Neueinstellung erhalten haben. So zeigen aktuelle Untersuchungen, dass sich diese Zahl von 2022 bis 2025 von 9 auf durchschnittlich 16 Bewerbungen erhöht hat“, so Kubis.

Das IAB untersucht mit der IAB-Stellenerhebung seit 1989 das gesamte Stellenangebot, also auch jene Stellen, die den Arbeitsagenturen nicht gemeldet werden. Im zweiten Quartal 2026 lagen Antworten von 8.529 Arbeitgebern aller Wirtschaftsbereiche vor. Die Zeitreihen zur Zahl der offenen Stellen auf Basis der IAB-Stellenerhebung sind unter https://iab.de/das-iab/befragungen/iab-stellenerhebung/aktuelle-ergebnisse/ online veröffentlicht. Ein ergänzender Beitrag im IAB-Forum ist unter https://iab-forum.de/iab-stellenerhebung-2-2026-fast-drei-von-vier-bewerbungen-sind-aus-betrieblicher-sicht-ungeeignet verfügbar. Der IAB-Monitor Arbeitskräftebedarf ist unter https://www.iab-forum.de/tag/iab-monitor-arbeitskraeftebedarf/ abrufbar und wird laufend aktualisiert.

Die Teilzeitquote stieg kräftig um 0,4 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahresquartal und erreichte im zweiten Quartal 2026 mit 40,3 Prozent einen Rekordwert über der 40-Prozent-Marke. Dies geht aus der am Dienstag veröffentlichten Arbeitszeitrechnung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.

Die Zahl der Teilzeitbeschäftigten legte im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal um 0,5 Prozent zu, gleichzeitig sank die der Vollzeitbeschäftigten um 0,9 Prozent. Dies ist zum einen auf den Beschäftigungszuwachs in Branchen mit einem hohen Teilzeitanteil wie dem Gesundheits- und Sozialwesen sowie Erziehung und Unterricht zurückzuführen. Zum anderen zeigt sich ein Beschäftigungsabbau in Branchen mit einem hohen Vollzeitanteil, insbesondere im Verarbeitenden Gewerbe.

Die Erwerbstätigenzahl sank im Vergleich zum Vorjahresquartal um 0,5 Prozent und lag bei knapp 45,7 Millionen Personen. Die Arbeitszeit pro Erwerbstätigen lag im zweiten Quartal 2026 bei 314,7 Stunden und zeigt damit keine Veränderung gegenüber dem Vorjahresquartal. Saison- und kalenderbereinigt ist die Arbeitszeit im Vergleich zum Vorquartal um 0,6 Prozent gesunken.

Die betriebsübliche Wochenarbeitszeit aller Beschäftigten stieg gegenüber dem Vorjahresquartal etwas und lag insgesamt bei 30,50 Stunden. Während sie bei Vollzeitbeschäftigten mit 38,32 Stunden konstant blieb, stieg die Wochenarbeitszeit bei den Teilzeitbeschäftigten leicht an und liegt nun bei 18,88 Stunden. Die Arbeitszeit der Selbstständigen und Mithelfenden sinkt im Vergleich zum Vorjahresquartal um 1,2 Prozent und folgt damit der Entwicklung der letzten Jahre.

Beschäftigte bauten im zweiten Quartal 2026 durchschnittlich 0,4 Stunden auf ihren Arbeitszeitkonten ab. Dadurch verlängerte sich die Arbeitszeit im Vergleich zum Vorjahresquartal um 0,7 Stunden. Die Kurzarbeit ist nach vorläufigen Hochrechnungen im zweiten Quartal 2026 um 83.000 Personen auf nun 149.000 Personen gesunken.

„Die Konjunktur hat sich zuletzt gefestigt, die Arbeitszeit der Beschäftigten zieht deshalb wieder etwas an. Aber die Krisenbranche Industrie verliert viele Vollzeitstellen, so dass insgesamt dennoch weniger Stunden gearbeitet wurden“, erklärt Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“.

Das Arbeitsvolumen sank gegenüber dem Vorjahresquartal um 0,5 Prozent und lag im zweiten Quartal bei 14,4 Milliarden Stunden. Saison- und kalenderbereinigt zeigt sich eine Abnahme um 0,7 Prozent zum Vorquartal.  „Nach Corona gab es noch einmal eine Erholung, aber mittlerweile geht es mit dem Arbeitsvolumen bergab“, so Weber.

Eine Tabelle zur Entwicklung der Arbeitszeit steht im Internet unter https://doku.iab.de/arbeitsmarktdaten/tab_az2602.xlsx  zur Verfügung.

Eine lange Zeitreihe mit den Quartals- und Jahreszahlen ab 1991 ist unter https://doku.iab.de/arbeitsmarktdaten/AZ_Komponenten.xlsx abrufbar.

Weitere Informationen zur Verbreitung von bezahlten und unbezahlten Überstunden sind unter https://doku.iab.de/aktuell/2014/aktueller_bericht_1407.pdf zu finden.