Jahr: 2026
Working Hours, Workplace Hazards, and Health: The Long-Term Impact of the Eight-Hour Day
IAB-Stellenerhebung für das vierte Quartal 2025: Zahl der offenen Stellen steigt von 1,03 auf 1,26 Millionen – und damit stärker als saisonüblich
Gegenüber dem Vorquartal liegt die Zahl der offenen Stellen um 224.100 oder rund 22 Prozent höher. Im Vergleich zum vierten Quartal 2024 liegt die Zahl der offenen Stellen hingegen um 146.100 oder rund 10 Prozent niedriger. Der im vierten Quartal 2025 beobachtete Anstieg an offenen Stellen ist jedoch zur Hälfte auf die erwartete saisonale Entwicklung zurückzuführen. Das geht aus der IAB-Stellenerhebung hervor, einer regelmäßigen Betriebsbefragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).
In Westdeutschland waren 1,03 Millionen offene Stellen im vierten Quartal 2025 zu besetzen, in Ostdeutschland rund 224.600. Bundesweit waren im vierten Quartal 2025 rund 80 Prozent der Stellen sofort zu besetzen, das heißt sie waren zu diesem Zeitpunkt bereits unbesetzt. Der Anteil der sofort zu besetzenden offenen Stellen liegt dabei in Westdeutschland mit 79 Prozent leicht unter dem ostdeutschen Anteil von 83 Prozent.
231.900 der 1,26 Millionen offenen Stellen waren im vierten Quartal 2025 bei Großbetrieben mit mindestens 250 Beschäftigten zu besetzen. Mittlere Betriebe mit 50 bis 249 Beschäftigten hatten rund 274.300 offene Stellen. Die Mehrheit der offenen Stellen gab es mit 750.900 bei kleineren Betrieben mit weniger als 50 Beschäftigten. Gegenüber dem Vorjahresquartal sank die Zahl der offenen Stellen bei kleineren Betrieben um 8 Prozent, bei mittleren und großen Betrieben ist hingegen ein Rückgang um 15 beziehungsweise 12 Prozent zu beobachten. Zum Vergleich: Im dritten Quartal 2025 sanken die offenen Stellen gegenüber dem Vorjahresquartal in den jeweiligen Größenklassen noch um 23, 17 und 12 Prozent. „Der zuletzt zu beobachtende Rückgang der Personalnachfrage hat sich somit vor allem bei kleinen Betrieben im vierten Quartal deutlich abgeschwächt“, erklärt IAB-Forscher Alexander Kubis. „Der Arbeitsmarkt ist weiterhin noch nicht über den Berg.“ Die Betriebe verzeichnen gegenüber dem vierten Quartal 2024 in allen Größenklassen nach wie vor eine geringere Personalnachfrage. Gegenüber dem dritten Quartal 2025 ist die Personalnachfrage saisonbereinigt jedoch leicht angestiegen.
Das IAB untersucht mit der IAB-Stellenerhebung seit 1989 das gesamte Stellenangebot, also auch jene Stellen, die den Arbeitsagenturen nicht gemeldet werden. Im vierten Quartal 2025 lagen Antworten von 17.417 Arbeitgebern aller Wirtschaftsbereiche vor. Die Zeitreihen zur Zahl der offenen Stellen auf Basis der IAB-Stellenerhebung sind unter https://iab.de/das-iab/befragungen/iab-stellenerhebung/aktuelle-ergebnisse/ online veröffentlicht. Ein Beitrag im IAB-Forum ist unter https://iab-forum.de/zahl-der-offenen-stellen-steigt-staerker-als-saisonueblich/ verfügbar. Der IAB-Monitor Arbeitskräftebedarf ist unter https://www.iab-forum.de/tag/iab-monitor-arbeitskraeftebedarf/ abrufbar. Dieser wird laufend aktualisiert.
Ergebnisse der IAB-Arbeitszeitrechnung für das Jahr 2025: Teilzeitbeschäftigte arbeiteten 13,2 Millionen Stunden
Die Teilzeitquote stieg im Vergleich zu 2024 um 0,4 Prozentpunkte und steht mit 39,9 Prozent im Vergleich der Jahreswerte auf einem Höchststand. Die Teilzeitbeschäftigung an sich hat dennoch keinen negativen Einfluss auf die Arbeitszeit. Denn Teilzeitbeschäftigte arbeiteten mit rund 18,7 Stunden durchschnittlicher Wochenarbeitszeit 0,2 Stunden länger als noch 2024. Dies ergibt sich aus der am Dienstag veröffentlichten Arbeitszeitrechnung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).
Die Zahl der Teilzeitbeschäftigten, die sich aus den regulär Teilzeitbeschäftigten sowie den ausschließlich geringfügig Beschäftigten zusammensetzt, stieg 2025 um 1,0 Prozent verglichen mit dem Vorjahr. Die Zahl der Vollzeitbeschäftigten sank hingegen um 0,6 Prozent. Der Anstieg der Teilzeitquote liegt auch an einem Beschäftigungszuwachs gerade in Branchen mit einem hohen Teilzeitanteil wie dem Gesundheits- und Sozialwesen sowie Erziehung und Unterricht und einem Beschäftigungsrückgang im Verarbeitenden Gewerbe mit einem hohen Vollzeitanteil. Während die Minijobs im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 Prozent zurückgingen, ist die reguläre Teilzeitbeschäftigung als einzige Beschäftigungsform im Durchschnitt um 1,8 Prozent gewachsen. „Teilzeit war bisher kein Verlustgeschäft. Dennoch gibt es hier noch viel zu gewinnen, vor allem bei einer stärkeren beruflichen Entwicklung von Frauen“, erläutert Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“.
Das Arbeitsvolumen sank 2025 um 0,2 Prozent auf 61,26 Milliarden Stunden. Die Zahl der Erwerbstätigen blieb 2025 im Vergleich zum Vorjahr nahezu gleich. So sank sie im Vergleich zu 2024 minimal um 5.000 Personen oder 0,01 Prozent auf insgesamt 45,98 Millionen. Im Schnitt arbeiteten Erwerbstätige 2025 rund 1.332 Stunden pro Kopf, das sind 0,2 Prozent beziehungsweise 2,2 Stunden weniger als ein Jahr zuvor. „Das Arbeitsvolumen stagniert seit Jahren – die Zeit der Rekorde ist vorbei“, so Weber.
Rund 4,68 Millionen Beschäftigte in Deutschland und damit rund 85.000 Personen mehr als 2024 hatten einen Nebenjob. Demnach übten 11,1 Prozent aller Beschäftigten neben ihrem Hauptjob noch eine Nebentätigkeit aus. Je Nebenjob wurden durchschnittlich rund 287 Stunden geleistet – im Vergleich zum Vorjahr sind das 1,5 Stunden mehr.
Die Arbeitszeit aller abhängigen Beschäftigten, einschließlich Nebenjobs, lag im Jahr 2025 bei 1.298 Stunden pro Kopf. Gegenüber dem Vorjahr haben beschäftigte Arbeitnehmende 2025 weniger Überstunden geleistet. Im Durchschnitt waren es 11,6 bezahlte und 15,6 unbezahlte Überstunden.
Die Kurzarbeit ist im Vergleich zum Vorjahr nach vorläufigen Hochrechnungen im Jahresdurchschnitt 2025 um rund 5.000 auf nun 303.000 Personen angestiegen. Hauptursache für die erhöhten Werte ist die Krise in der Industrie. So entfiel der Großteil der Kurzarbeit zuletzt auf Beschäftigte aus dem Verarbeitenden Gewerbe. Der Arbeitsausfall je Beschäftigten ist im Jahr 2025 mit 3,1 Stunden im Vergleich zum Vorjahr mit 2,9 Stunden ebenso leicht gestiegen.
Datengrundlage
Die IAB-Arbeitszeitrechnung ist das Schlüsselprodukt zu den geleisteten Arbeitsstunden in Deutschland und liegt den Statistiken zum Arbeitseinsatz in den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen zugrunde. Im August 2024 gab es eine Generalrevision der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen des Statistischen Bundesamtes. In diesem Zusammenhang hat das IAB seine Arbeitszeitrechnung weiterentwickelt. Dabei wurden neue Daten und Methoden berücksichtigt und die Berechnungen für den Zeitraum ab 1991 entsprechend neu vorgenommen. Die auf diese Weise ermittelten Zeitreihen erlauben somit weiterhin den langfristigen Vergleich der Arbeitszeitentwicklung ohne statistische Brüche. Eine detaillierte Darstellung der Revisionspunkte der IAB-Arbeitszeitrechnung wurde am 24.09.2024 im IAB-Forschungsbericht 20/2024 veröffentlicht.
Eine Tabelle zur Entwicklung der Arbeitszeit steht im Internet unter https://doku.iab.de/arbeitsmarktdaten/tab_az2025.xlsx zur Verfügung. Eine lange Zeitreihe mit den Quartals- und Jahreszahlen ab 1991 ist unter https://doku.iab.de/arbeitsmarktdaten/AZ_Komponenten.xlsx abrufbar.
Weitere Informationen zur Verbreitung von bezahlten und unbezahlten Überstunden sind unter https://doku.iab.de/aktuell/2014/aktueller_bericht_1407.pdf zu finden.
Weiterhin wird ein FAQ auf der Seite der Arbeitszeitrechnung bereitgestellt: https://iab.de/grafiken-und-daten/faq-fragen-und-antworten-zur-iab-arbeitszeitrechnung/.
IAB-Arbeitsmarktbarometer: Wenig Perspektive auf Belebung am Arbeitsmarkt
Das IAB-Arbeitsmarktbarometer sinkt im Februar das erste Mal seit einem halben Jahr wieder in den negativen Bereich. Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) sinkt im Vergleich zum Vormonat um 0,5 Punkte auf nun 99,5 Punkte und unterschreitet damit erstmals seit Juli 2025 wieder die neutrale Marke von 100 Punkten. Das European Labour Market Barometer verliert geringfügig und liegt wie bereits im Vormonat ebenfalls unter 100 Punkten.
Die Komponente zur Vorhersage der Beschäftigung in Deutschland verbleibt im Vergleich zum Vormonat konstant bei 100,4 Punkten. Sie liegt damit weiterhin im leicht positiven Bereich. „Immerhin behauptet sich die Gesamtbeschäftigung, die Entwicklung wird aber durch die Industriekrise belastet: Das Verarbeitende Gewerbe verliert derzeit 15.000 sozialversicherungspflichtige Jobs im Monat“, konstatiert Enzo Weber, Leiter des Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“ am IAB. Maschinenbau und Automobilindustrie zählen bei je 60 Prozent der Arbeitsagenturen zu den drei Branchen, für die mit dem stärksten Beschäftigungsabbau gerechnet wird. Nachdem die Komponente zur Vorhersage der Arbeitslosigkeit in den vergangenen Monaten stetig zurückgegangen ist, fällt sie nun im Vergleich zum Vormonat nochmals deutlich um 1,0 Punkte auf 98,5 Punkte. Die Erwartungen sind laut Weber eingetrübt: „Die Perspektive auf einen Abbau der Arbeitslosigkeit ist derzeit verlorengegangen.“
Das European Labour Market Barometer geht im Februar zum dritten Mal in Folge leicht zurück. Der Frühindikator des Europäischen Netzwerks der öffentlichen Arbeitsverwaltungen und des IAB sinkt im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Punkte auf 99,6 Punkte. Die Beschäftigungskomponente liegt nach einem Minus von 0,1 Punkten mit 100,1 Punkten nur noch minimal im positiven Bereich. Die Komponente zur Vorhersage der Arbeitslosigkeit entfernt sich mit einem 0,3 Punkte-Rückgang weiter von der Stabilitätsmarke und fällt auf 99,1 Punkte. „Die europäischen Arbeitsmärkte verlieren etwas an Boden. Der Anlauf aus dem Herbst hat für eine Erholung noch nicht gereicht“, berichtet Weber.
Datengrundlage
Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist ein seit November 2008 bestehender Frühindikator, der auf einer monatlichen Umfrage der Bundesagentur für Arbeit unter allen lokalen Arbeitsagenturen basiert.
Das European Labour Market Barometer ist ein monatlicher Frühindikator, der auf einer seit Juni 2018 gemeinsam von den 18 Arbeitsverwaltungen und dem IAB durchgeführten Befragung unter den lokalen oder regionalen Arbeitsagenturen der teilnehmenden Länder basiert. Dazu zählen: Belgien (Deutschsprachige Gemeinschaft, Wallonien), Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Island, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, die Schweiz, Spanien und Zypern.
Während Komponente A des IAB-Arbeitsmarktbarometers und des European Labour Market Barometers die Entwicklung der saisonbereinigten Arbeitslosenzahlen für die nächsten drei Monate prognostiziert, dient Komponente B der Vorhersage der Beschäftigungsentwicklung. Der Mittelwert aus diesen beiden Komponenten „Arbeitslosigkeit“ und „Beschäftigung“ bildet den Gesamtwert der beiden Barometer. Dieser Indikator gibt damit einen Ausblick auf die Gesamtentwicklung des Arbeitsmarkts. Da das Saisonbereinigungsverfahren laufend aus den Entwicklungen der Vergangenheit lernt, kann es zu nachträglichen Revisionen kommen. Die Skala der Barometer reicht von 90 (sehr schlechte Entwicklung) bis 110 (sehr gute Entwicklung).
Zum Download stehen bereit:
- eine Zeitreihe des IAB-Arbeitsmarktbarometers einschließlich seiner Einzelkomponenten „Arbeitslosigkeit“ und „Beschäftigung“ unter www.iab.de/presse/abzeitreihe (xlsx).
- eine Grafik mit den aktuellen Werten des IAB-Arbeitsmarktbarometers und seiner Komponenten sowie eine Zeitreihengrafik unter https://iab.de/daten/iab-arbeitsmarktbarometer/.
Eine Zeitreihe des European Labour Market Barometer einschließlich seiner Einzelkomponenten für alle beteiligten Arbeitsverwaltungen ist unter www.iab.de/Presse/elmb-components (xlsx) abrufbar.
Mehr zum Europäischen Arbeitsmarktbarometer findet sich unter https://iab.de/en/daten/european-labour-market-barometer/.
Weitere Information zum Arbeitskräfteknappheits-Index des IAB finden Sie unter https://iab.de/daten/arbeitskraefteknappheits-index/
Vocational Education and Earnings Growth: Human Capital vs. Firm Sorting
Refugee Inflows, Task Upgrading, Wages and Productivity in Turkey’s Dual Labor Market
Der Gender Pay Gap sinkt weiter, jedoch nicht in allen Regionen
Im bundesweiten Durchschnitt erhielten vollzeitbeschäftigte Frauen im Jahr 2024 17,2 Prozent weniger Lohn oder Gehalt als vollzeitbeschäftigte Männer. Zwischen 2019 und 2024 ist der Gender Pay Gap deutschlandweit um 3,2 Prozentpunkte zurückgegangen. Der Rückgang zeigt sich allerdings nicht in allen Regionen Deutschlands – in 15 von 400 Kreisen ist der unbereinigte Gender Pay Gap sogar gestiegen. Das geht aus einer aktuellen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) vom Montag hervor.
In Westdeutschland bleibt der Gender Pay Gap mit 18,9 Prozent knapp viermal so hoch wie in Ostdeutschland mit 5,1 Prozent. Dabei fiel der Rückgang in Westdeutschland mit 3,3 Prozentpunkten stärker aus als in Ostdeutschland mit 2,0 Prozentpunkten. Mecklenburg-Vorpommern ist das Bundesland mit dem niedrigsten Gender Pay Gap. Hier verdienen Frauen im Durchschnitt 2,4 Prozent weniger als Männer. In Baden-Württemberg hingegen beträgt die Lohnlücke 25,7 Prozent.
Auf Kreisebene ist die Spannweite des Gender Pay Gaps noch größer als zwischen den Bundesländern: Im Bodenseekreis in Baden-Württemberg lagen die Löhne der Frauen um 37,0 Prozent unter denen der Männer. Dagegen verdienen Frauen in drei Kreisen Ostdeutschlands mehr als Männer: In Dessau-Roßlau liegt das Gehalt vollzeitbeschäftigter Frauen 1,6 Prozent über dem der vollzeitbeschäftigten Männer. Auch im Landkreis Stendal und in Frankfurt/Oder liegen vollzeitbeschäftigte Frauen in puncto Gehalt im Schnitt leicht vor den Männern.
Regional hat sich der unbereinigte Gender Pay Gap zwischen 2019 und 2024 sehr unterschiedlich entwickelt. Mit -10,2 Prozentpunkten ging die Lohnlücke am deutlichsten in Zweibrücken in Rheinland-Pfalz zurück. In Cottbus sowie in 14 weiteren Kreisen stieg sie hingegen an „Gegensätzliche Entwicklungen des Gender Pay Gap hängen unter anderem mit regional unterschiedlichen Veränderungen in der Betriebsgrößen- und Berufsstruktur zusammen“, erklärt IAB-Forscherin Michaela Fuchs. So nahm in Cottbus etwa der Anteil der Männer, der in Großbetrieben arbeitet, stärker zu als bei den Frauen – in größeren Betrieben ist der Verdienst häufig höher. In Zweibrücken entfällt dieser Anstieg demgegenüber auf die Frauen.
„Die Ausweitung der Kinderbetreuung, die Flexibilisierung der Arbeitszeiten oder die Begleitung bei einem Wiedereinstieg nach der Kinderbetreuung sind bewährte Instrumente, um den Gender Pay Gap zu verringern“, so IAB-Forscherin Anja Rossen. „Die Ergebnisse zeigen aber, dass diese Maßnahmen nicht für gleiche Löhne ausreichen und den Gender Pay Gap nicht überall reduzieren.“
Der unbereinigte Gender Pay Gap misst das Verhältnis zwischen den erzielten Löhnen von vollzeitbeschäftigten Frauen und Männern, ohne auf geschlechtsspezifische Unterschiede wie zum Beispiel in Bezug auf Beruf, Qualifikation oder Arbeitserfahrung einzugehen. Im bereinigten Gender Pay Gap werden solche Faktoren herausgerechnet.
Die IAB-Studie ist online abrufbar unter: https://iab-forum.de/der-gender-pay-gap-wird-kleiner-jedoch-nicht-in-allen-regionen/
Mental Health Challenges Among Teachers: The Role of the Workplace
Arbeitslosigkeit, Gesundheit und Arbeitsmarktintegration: Empirische Befunde und Handlungsansätze
Workshop des Kompetenzfelds „Erwerbsbeteiligung, Armut und Sozialpolitik“ und der Arbeitsgruppe „Soziale Sicherung im Wandel“ des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung:
Die Zusammenhänge zwischen Arbeitslosigkeit, Beeinträchtigungen der psychischen und physischen Gesundheit sowie der Arbeitsmarktteilhabe sind komplex. Arbeitslosigkeit geht häufig mit psychischen und physischen Erkrankungen einher. Gleichzeitig spielen Behinderungen und gesundheitliche Einschränkungen eine wichtige Rolle beim Übergang von Arbeitslosigkeit in Beschäftigung. Diese Dynamiken bringen individuelle, gesellschaftliche und wirtschaftliche Risiken mit sich und können bestehende soziale und gesundheitliche Ungleichheiten verstärken.
Der Workshop hat zum Ziel, einen interdisziplinären Austausch über aktuelle empirische Befunde zu den Zusammenhängen zwischen Arbeitslosigkeit, Gesundheit und Arbeitsmarktintegration zu fördern sowie Handlungsansätze zu diskutieren, den damit verbundenen Herausforderungen zu begegnen. Wir freuen uns auf Beiträge aus den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften sowie angrenzenden Disziplinen, die sich mittels quantitativer oder qualitativer Analysen insbesondere mit folgenden Aspekten befassen:
- Zusammenhänge zwischen Arbeitslosigkeit, gesundheitlichen Beeinträchtigungen und der Arbeitsmarktintegration sowie Mechanismen, die diese Zusammenhänge bedingen
- Förderung der Arbeitsmarktteilhabe von Menschen mit Behinderungen oder gesundheitlichen Beeinträchtigungen, z.B. Analysen zur Implementation und Wirkung von Instrumenten an der Schnittstelle von Arbeits- und Gesundheitsförderung
- Wirkung arbeitsmarktpolitischer Instrumente auf die Gesundheit von Arbeitslosen
- Sozialpolitische Absicherung von Arbeitslosigkeit und Erwerbsunfähigkeit sowie Schnittstellen und Übergänge zwischen den Systemen
- Beiträge zur Verbesserung der Datengrundlage zur Erforschung des Zusammenhangs zwischen Arbeitslosigkeit, Gesundheit und Arbeitsmarktteilhabe
