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Das IAB-LinkedIn-Branchenwechsel-Radar bildet das aktuelle und künftige Wechselgeschehen am Arbeitsmarkt ab.

Das IAB-LinkedIn-Branchenwechsel-Radar bildet das aktuelle und künftige Wechselgeschehen am Arbeitsmarkt ab. Das Radar wird als Mittelwert aus zwei Komponenten berechnet:

  • Wechsel heute: die aktuelle Quote von Stellenwechseln aus anderen Branchen und allen Einstellungen 
  • Wechsel morgen: die aktuelle Quote von Bewerbungen zwischen Branchen und allen Bewerbungen

Das IAB-LinkedIn-Branchenwechsel-Radar kann das Wechselverhalten nahezu in Echtzeit nachvollziehen. Zudem sind die Bewerbungen ein starker Prognoseindikator für künftige Wechsel. Die Veröffentlichung erfolgt halbjährlich.

Das Liniendiagramm "IAB-LinkedIn-Branchenwechsel-Radar" bildet einen Zeitverlauf vom Januar 2019 bis zum Juni 2026 ab. Die unterste der drei Linien zeigt den Anteil von Stellenwechseln aus anderen Branchen an allen Einstellungen in Prozent. Die Zeitreihe beginnt bei 30 Prozent und steigt zu Beginn der Coronakrise kurzzeitig an. Dann sinkt sie unter Vorkrisenniveau, normalisiert sich ab Mitte 2021 wieder, fällt aber ab dem Jahr 2022 wieder ab. Die oberste Linie zeigt den Anteil von Bewerbungen aus anderen Branchen an allen Bewerbungen in Prozent. Die Zeitreihe beginnt bei 72 Prozent. Sie steigt mit Beginn der Coronakrise für ca. ein Jahr an. Danach fällt sie unter Vorkrisenniveau und steigt ab 2024 wieder etwas an. Die mittlere Linie zeigt den Verlauf des IAB-LinkedIn-Branchenwechsel-Radars in Prozent, dem Mittelwert aus beiden Komponenten. Diese Zeitreihe steigt zu Beginn der Coronakrise kurzzeitig und fällt seit 2022 durchgängig. Quelle: LinkedIn, eigene Berechnungen. Herausgeber der Grafik ist das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung.

Tabelle: Das IAB-LinkedIn-Branchenwechsel-Radar

Werte gerundet auf 2 Nachkommastellen

Jahr / Monat IAB-LinkedIn Branchenwechsel-Radar (Mittelwert aus Komponente 1 und 2) Komponente 1: Bewerbungen aus einer anderen Branche, Anteile an allen Bewerbungen in % Komponente 2: Stellenwechsel aus einer anderen Branche, Anteile an allen Einstellungen in %
2019 Januar 51,10 71,97 30,23
2019 Februar 51,21 71,76 30,65
2019 März 51,61 72,13 31,09
2019 April 51,27 71,99 30,55
2019 Mai 51,12 71,66 30,58
2019 Juni 50,68 71,63 29,72
2019 Juli 51,06 71,76 30,37
2019 August 51,23 71,65 30,81
2019 September 50,88 71,49 30,28
2019 Oktober 51,05 71,39 30,71
2019 November 51,28 71,57 30,99
2019 Dezember 52,46 71,61 33,30
2020 Januar 51,08 71,69 30,46
2020 Februar 51,17 71,63 30,71
2020 März 51,77 72,17 31,36
2020 April 52,63 72,67 32,59
2020 Mai 51,65 72,91 30,38
2020 Juni 51,45 72,71 30,18
2020 Juli 51,05 72,81 29,29
2020 August 51,55 72,95 30,16
2020 September 51,39 73,03 29,76
2020 Oktober 51,55 73,08 30,03
2020 November 50,84 72,81 28,86
2020 Dezember 51,11 72,70 29,53
2021 Januar 51,31 72,91 29,71
2021 Februar 50,95 72,78 29,12
2021 März 50,98 72,49 29,48
2021 April 51,09 72,50 29,69
2021 Mai 51,23 72,29 30,16
2021 Juni 51,51 72,05 30,98
2021 Juli 51,03 72,02 30,04
2021 August 51,06 71,84 30,28
2021 September 50,97 71,36 30,58
2021 Oktober 50,71 71,19 30,24
2021 November 51,32 71,85 30,79
2021 Dezember 51,10 71,54 30,66
2022 Januar 51,08 71,45 30,72
2022 Februar 51,00 71,24 30,76
2022 März 50,80 71,25 30,36
2022 April 50,97 71,10 30,83
2022 Mai 50,95 71,03 30,86
2022 Juni 50,85 70,90 30,80
2022 Juli 51,02 70,79 31,25
2022 August 50,66 70,78 30,53
2022 September 50,68 70,85 30,52
2022 Oktober 50,64 70,62 30,65
2022 November 50,07 70,51 29,62
2022 Dezember 50,64 70,82 30,46
2023 Januar 50,38 70,41 30,35
2023 Februar 50,23 70,77 29,70
2023 März 49,98 70,55 29,40
2023 April 49,80 70,28 29,33
2023 Mai 49,70 70,35 29,04
2023 Juni 49,91 70,61 29,22
2023 Juli 50,09 70,78 29,40
2023 August 49,79 70,49 29,10
2023 September 49,99 70,58 29,41
2023 Oktober 49,53 69,85 29,20
2023 November 49,50 70,26 28,74
2023 Dezember 49,74 70,27 29,21
2024 Januar 49,36 69,85 28,88
2024 Februar 49,63 70,46 28,80
2024 März 49,82 70,83 28,82
2024 April 49,60 70,63 28,57
2024 Mai 49,33 70,41 28,25
2024 Juni 49,88 70,90 28,86
2024 Juli 49,70 70,76 28,63
2024 August 49,83 70,99 28,68
2024 September 49,89 70,85 28,93
2024 Oktober 49,26 71,00 27,52
2024 November 49,80 71,24 28,37
2024 Dezember 49,83 71,63 28,03
2025 Januar 49,38 71,06 27,70
2025 Februar 49,71 71,23 28,19
2025 März 49,34 71,03 27,64
2025 April 49,47 71,02 27,92
2025 Mai 49,45 71,24 27,67
2025 Juni 49,26 71,09 27,42
2025 Juli 49,02 70,97 27,06
2025 August 48,59 70,96 26,22
2025 September 48,40 70,88 25,92
2025 Oktober 48,57 70,93 26,20
2025 November 48,55 70,77 26,33
2025 Dezember 48,11 70,74 25,48
2026 Januar 48,43 70,82 26,04
2026 Februar 47,85 70,51 25,19
2026 März 47,91 70,15 25,67
2026 April 47,82 70,73 24,91
2026 Mai 47,52 70,65 24,40
2026 Juni 46,91 70,27 23,56

Quelle: LinkedIn, eigene Berechnungen.

Autoren

Ausbildungsmarkt in der Krise - was ist jetzt zu tun, um den jungen Menschen einen guten Einstieg ins Berufsleben zu ermöglichen.

Was ist jetzt zu tun, um den jungen Menschen einen guten Einstieg ins Berufsleben zu ermöglichen?

Baden-Württemberg steht vor einem tiefgreifenden demografischen Umbruch: In den kommenden zehn Jahren scheiden rund 1,2 Millionen Menschen aus dem Erwerbsleben aus. Die nachrückenden Jahrgänge sind deutlich kleiner.

Gleichzeitig gerät der Ausbildungsmarkt unter Druck: Das Ausbil dungsplatzangebot geht zurück, Ausbildungsstellen bleiben unbesetzt und die Zahl erfolgloser Bewerbungen steigt.

27.000 junge Menschen unter 25 Jahren sind arbeitslos gemeldet, 68 Prozent ohne abgeschlossene Berufsausbildung – eine Gefahr für die Fachkräftesicherung im Land.

Wie gelingt der Berufseinstieg? Wie lösen wir Passungsprobleme? Wie stabilisieren wir das Ausbildungsplatzangebot?

Diese Fragen werden bei den Stuttgarter Gesprächen diskutiert. Die Veranstaltung wird ausgerichtet von der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit (BA) und dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung.

Die seit 2024 deutlich schrumpfende Beschäftigung im verarbeitenden Gewerbe ist auch auf einen starken Anstieg der Kreditkosten zurückzuführen. Besonders betroffen sind kapitalintensive Branchen mit hohem Verschuldungsgrad. Das zeigt eine am Montag veröffentlichte Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Mit dem Abflauen der Pandemie hat sich die Beschäftigung im verarbeitenden Gewerbe zunächst stabilisiert. Im Jahr 2024, in dem die Kreditkosten mit über fünf Prozent ihren Höhepunkt erreichten, setzte ein bis heute anhaltender Rückgang der Beschäftigtenzahlen ein. So fiel die Beschäftigung im verarbeitenden Gewerbe im Jahr 2025 um nahezu 5 Prozent unter das Niveau von 2020.

„Nicht nur Energiepreise und Zölle belasten die Industrie, auch die hohen Kreditkosten drücken erheblich auf die Beschäftigung. Das liegt an der hohen Kapitalintensität und der starken Abhängigkeit von schuldenfinanzierten Investitionen“, erläutert Enzo Weber, Forschungsbereichsleiter am IAB.

Die Beschäftigungsrückgänge lassen sich vor allem in den Branchen des verarbeitenden Gewerbes beobachten, die einen hohen Verschuldungsgrad haben und von Fremdfinanzierung abhängig sind. Ein um 10 Prozentpunkte erhöhter Verschuldungsgrad geht mit einem Beschäftigungsrückgang um 5,4 Prozent einher. Zwischen 2022 and 2025 fiel der Beschäftigungsrückgang in den höher verschuldeten Branchen um 4,7 Prozentpunkte stärker aus als in den geringer verschuldeten. Davon lassen sich 3,3 Prozentpunkte oder 107.000 Stellen auf den Verschuldungsgrad selbst zurückführen.

 Der Effekt der finanziellen Rahmenbedingungen auf die Beschäftigung im verarbeitenden Gewerbe zeigt sich auch dann, wenn andere relevante Faktoren wie Energieintensität und Beschäftigungstrends vor der Corona-Krise berücksichtigt werden. „Außerhalb des verarbeitenden Gewerbes haben die finanziellen Rahmenbedingungen nur einen begrenzten Effekt auf die Beschäftigung“, so IAB-Forscher Ahmet Ali Taskin.

Die Europäische Zentralbank verschärfte ab Juli 2022 ihren geldpolitischen Kurs drastisch, da der Krieg gegen die Ukraine den bereits steigenden Inflationsdruck weiter verstärkt hatte, insbesondere bei den Energiepreisen. In der Folge schossen die Zinsen auf Unternehmenskredite, die zuvor bei etwas über einem Prozent lagen, in die Höhe und erreichten Ende 2023 ein Niveau von über 5 Prozent.


Die Studie ist abrufbar im IAB-Forum unter  https://iab-forum.de/gestiegene-kreditkosten-belasten-die-beschaeftigungsentwicklung-in-teilen-des-verarbeitenden-gewerbes-erheblich

Im Laufe ihres Erwerbslebens arbeiten die meisten Beschäftigten für mehrere Arbeitgeber. Junge Beschäftigte im Alter von 25 bis 34 Jahren sowie Beschäftigte in der mittleren Erwerbsphase arbeiten im Schnitt für 2,7 verschiedene Arbeitgeber. Mit Beginn der späteren Erwerbsphase geht die Wechselhäufigkeit der Beschäftigten deutlich zurück: Personen im Alter von 50 bis 60 Jahren arbeiten nur für durchschnittlich 1,8 unterschiedliche Arbeitgeber. Das zeigt eine am Dienstag veröffentlichte Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Weniger als 40 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten haben in der mittleren Erwerbsphase, also im Alter von 35 bis 49 Jahren, durchgängig nur einen Arbeitgeber. 23 Prozent sind in diesem Zeitraum bei zwei Arbeitgebern beschäftigt, weitere 29 Prozent bei drei bis fünf Arbeitgebern. Neun Prozent der Beschäftigten haben sechs oder mehr verschiedene Arbeitgeber und damit einen eher unsteten Erwerbsverlauf. „Ein Arbeitgeber von der Ausbildung bis zur Rente war schon immer eher die Ausnahme“, betont Dana Müller, Leiterin des Forschungsdatenzentrums am IAB.

Neben der Zahl der Beschäftigungsverhältnisse gibt auch die Dauer in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung Aufschluss über die Stabilität von Erwerbsbiografien. In der frühen Erwerbsphase beträgt der durchschnittliche Anteil von Personen in Beschäftigung 59 Prozent und liegt damit etwas niedriger als in der mittleren Erwerbsphase, wo er auf 67 Prozent steigt. In der späten Erwerbsphase steigt der Beschäftigungsanteil dann auf 73 Prozent.

Unterschiede zeigen sich zwischen den Geschlechtern als auch in den Regionen: Unabhängig von der Erwerbsphase arbeiten Frauen seltener für verschiedene Arbeitgeber als Männer. Männer in Ostdeutschland wechseln insgesamt am häufigsten den Arbeitgeber. Die Gründe für einen Arbeitgeberwechsel sind vielfältig. „Neben Kündigung oder Befristung bietet ein Betriebswechsel auch Chancen wie einen höheren Lohn“, erklärt IAB-Forscher Philipp vom Berge.

Die Studie basiert auf der Stichprobe der Integrierten Arbeitsmarktbiografien und umfasst Personen, die im Zeitraum von 1975 bis 2023 mindestens einmal sozialversicherungspflichtig oder geringfügig beschäftigt waren, Leistungen nach den Rechtskreisen SGB III oder SGB II bezogen oder arbeitssuchend gemeldet waren. Für die Analysen wurden nur Zeiten in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung einbezogen.

Die Studie ist abrufbar unter: https://doku.iab.de/kurzber/2026/kb2026-14.pdf.

Im Jahr 2025 ist die Übernahmequote von Auszubildenden auf 75 Prozent gesunken, nachdem sie 2024 mit 79 Prozent ein Rekordhoch erreicht hat. Der Anteil unbesetzter Ausbildungsplätze ist auf 30 Prozent zurückgegangen und fällt damit fünf Prozentpunkte geringer aus als in den beiden Vorjahren, bewegt sich jedoch weiterhin auf einem hohem Niveau. Gleichzeitig ist das betriebliche Ausbil­dungsplatzangebot geschrumpft. Diese Verän­derungen spiegeln auch die anhaltende wirtschaftliche Schwäche Deutschlands wider. Das zeigt eine am Donnerstag veröffentlichte Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Die besten Übernahmechancen hatten Auszubildende in den Bereichen Bergbau, Energie- und Wasserversorgung, Abfall, im Bereich Finanz- und Versicherungswesen sowie im Bereich der öffentlichen Verwaltung: 2025 wurden rund 90 Prozent der Auszubildenden weiter beschäftigt. Die Übernahmequote in der Land- und Forstwirtschaft liegt nur bei 44 Prozent und bildet mit dem Bereich der personenbezogenen Dienstleistun­gen mit 52 Prozent das Schlusslicht bei den Ausbildungsübernahmen. Im verarbeitenden Gewerbe wurden 2025 77 Prozent aller Auszubildenden übernommen, jedoch ist die Übernahmequote im Vergleich zu 2024 um fünf Prozentpunkte gesunken. Auch die Nichtbesetzungsquote blieb in dieser Branche mit 29 Prozent weiterhin hoch. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr fiel hier allerdings stärker aus als für alle Betriebe insgesamt. Die erneut mit Abstand höchste Nichtbesetzungsquote mit 49 Prozent wies das Baugewerbe auf.

Die Ausbildungsbeteiligung der Betriebe ist zuletzt leicht gesunken: 55 Prozent der ausbildungsberechtigten Betriebe und 29 Prozent aller Betriebe bildeten 2025 aus. Hier spielt auch die stagnierende und unsichere wirtschaftliche Lage eine Rolle. IAB-Forscherin Ute Leber erklärt: „Ungünstige oder unsichere Geschäftserwartungen führen zu etwas größerer Zurückhaltung bei der Übernahme der Auszubildenden oder dem Abschluss neuer Ausbildungsverträge. Das ist insbesondere für das verarbeitende Gewerbe zu beobachten.“

Da sich die Wirtschaftsaussichten durch die Folgen des Iran-Kriegs nochmal verschlechtert haben, könnte das Ausbildungsinteresse der Betriebe im kommenden Jahr noch weiter zurückgehen. Die Zahl der neu abgeschlossenen Verträge könnte dann sogar unter den Tiefststand von 2020 fallen. „Die Lage ist paradox: Trotz einer steigenden Zahl an Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz ist damit zu rechnen, dass die Nichtbesetzungsquote von Ausbildungsstellen weiter hoch bleiben wird“, so IAB-Forscherin Barbara Schwengler. „Um einen weiteren Einbruch am Ausbildungsmarkt zu vermeiden, müssten Jugendliche und Betriebe besser zusammen gebracht werden“, bilanziert IAB-Direktor Bernd Fitzenberger.

Die Studie beruht auf dem IAB-Betriebspanel, einer repräsentativen jährlichen Wiederholungsbefragung von rund 15.000 Betrieben aller Betriebsgrößen und Branchen. Die Studie und die Daten sind abrufbar unter: https://doku.iab.de/kurzber/2026/kb2026-13.pdf.

Die Arbeitsagenturen schätzen ein, inwieweit die Besetzung offener Stellen durch begrenzt verfügbare Arbeitskräfte erschwert wird.

Neben der Entwicklung von Arbeitslosigkeit und Beschäftigung schätzen die Arbeitsagenturen in der Befragung auch ein, inwieweit die Besetzung offener Stellen in ihrem Agenturbezirk durch begrenzt verfügbare Arbeitskräfte erschwert wird.  Folgende Antwortmöglichkeiten werden in ein metrisches System überführt:

  • Nein, nicht wesentlich
  • Ja, in begrenztem Umfang
  • Ja, in größerem Umfang
  • Ja, in erheblichem Umfang

Der Mittelwert aus allen Antworten bildet den Arbeitskräfteknappheits-Index. Er ist auf einer Skala von 0 bis 10 definiert, wobei höhere Werte eine größere Arbeitskräfteknappheit beim Stellenbesetzungsprozess signalisieren.

Der Arbeitkräfteknappheits-Index

Werte gerundet auf 1 Nachkommastelle.

Jahr Monat Index-Wert
2018 Juni 4,8
Juli 4,9
August 4,8
September 4,5
Oktober 4,6
November 4,8
Dezember 4,7
2019 Januar 4,6
Februar 4,7
März 4,6
April 4,6
Mai 4,7
Juni 4,8
Juli 4,4
August 4,3
September 4,3
Oktober 4,4
November 4,4
Dezember 4,3
2020 Januar 4,3
Februar 4,3
März 3,9
April 2,9
Mai 2,9
Juni 3,0
Juli 2,8
August 2,9
September 2,7
Oktober 3,0
November 2,9
Dezember 2,9
2021 Januar 3,0
Februar 3,1
März 3,1
April 3,1
Mai 3,0
Juni 3,3
Juli 3,6
August 3,7
September 3,9
Oktober 4,0
November 4,0
Dezember 4,3
2022 Januar 4,5
Februar 4,5
März 4,5
April 4,4
Mai 4,9
Juni 4,9
Juli 4,8
August 5,0
September 4,8
Oktober 4,8
November 4,8
Dezember 5,1
2023 Januar 5,3
Februar 5,2
März 5,2
April 5,3
Mai 5,3
Juni 5,3
Juli 5,3
August 5,1
September 4,8
Oktober 5,0
November 4,8
Dezember 4,7
2024 Januar 4,8
Februar 4,7
März 4,8
April 4,9
Mai 4,6
Juni 4,9
Juli 4,7
August 4,6
September 4,2
Oktober 4,2
November 4,1
Dezember 4,3
2025 Januar 4,2
Februar 4,1
März 4,1
April 4,0
Mai 4,0
Juni 4,0
Juli 3,7
August 3,6
September 3,7
Oktober 3,7
November 3,8
Dezember 3,6
2026 Januar 3,8
Februar 3,6
März 3,7
April 3,4
Mai 3,5
Juni 3,7
Juli 3,5

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist ein Frühindikator, der auf einer monatlichen Umfrage der Bundesagentur für Arbeit unter allen lokalen Arbeitsagenturen basiert.
IAB-Arbeitsmarktbarometer für Juli 2026
Zeitreihe des IAB-Arbeitsmarktbarometer von 2015 bis Juli 2026

Barrierefreie Tabelle der Zeitreihe des IAB-Arbeitsmarktbarometers

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer verzeichnet im Juli einen Rückgang von 0,2 Punkten auf 99,4 Punkte. Beide Komponenten des Frühindikators des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) liegen erstmals außerhalb der Pandemie gleichauf. Das European Labour Market Barometer hält sich im Juli mit 100,1 Punkten hingegen knapp oberhalb der neutralen 100-Punkte-Marke.

Die Beschäftigungskomponente in Deutschland sinkt im Juli im Vergleich zum Vormonat um 0,5 Punkte. Damit liegt sie mit 99,4 Punkten jetzt deutlicher unter der neutralen Marke von 100 Punkten. Die Komponente zur Vorhersage der Arbeitslosigkeit kann sich hingegen weiter stabilisieren. Nach einem minimalen Anstieg um 0,1 Punkte liegt auch sie im Juli bei 99,4 Punkten. „Die Arbeitslosigkeit steigt seit vier Jahren, aber lange gab es trotzdem noch einen positiven Beschäftigungsausblick. Angesichts von Wirtschaftskrise und demographischer Schrumpfung reicht es dafür mittlerweile nicht mehr“, erklärt Enzo Weber, Leiter des Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“ am IAB. Die jüngste Eskalation in Nahost mit neuen Ölpreisanstiegen stelle zudem eine zusätzliche Belastung dar.

Das European Labour Market Barometer verzeichnet im Juli 100,1 Punkte, wie bereits im Vormonat. Insgesamt ist der Ausblick für das europäische Ausland damit besser als für Deutschland. Auch beim Frühindikator des Europäischen Netzwerks der öffentlichen Arbeitsverwaltungen und des IAB liegen sowohl die Beschäftigungs- als auch die Arbeitslosigkeitskomponente mittlerweile fast gleichauf.

Datengrundlage

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist ein seit November 2008 bestehender Frühindikator, der auf einer monatlichen Umfrage der Bundesagentur für Arbeit unter allen lokalen Arbeitsagenturen basiert.

Das European Labour Market Barometer ist ein monatlicher Frühindikator, der auf einer seit Juni 2018 gemeinsam von den 18 Arbeitsverwaltungen und dem IAB durchgeführten Befragung unter den lokalen oder regionalen Arbeitsagenturen der teilnehmenden Länder basiert. Dazu zählen: Belgien (Deutschsprachige Gemeinschaft, Wallonien), Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Island, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, die Schweiz, Spanien und Zypern.

Während Komponente A des IAB-Arbeitsmarktbarometers und des European Labour Market Barometers die Entwicklung der saisonbereinigten Arbeitslosenzahlen für die nächsten drei Monate prognostiziert, dient Komponente B der Vorhersage der Beschäftigungsentwicklung. Der Mittelwert aus diesen beiden Komponenten „Arbeitslosigkeit“ und „Beschäftigung“ bildet den Gesamtwert der beiden Barometer. Dieser Indikator gibt damit einen Ausblick auf die Gesamtentwicklung des Arbeitsmarkts. Da das Saisonbereinigungsverfahren laufend aus den Entwicklungen der Vergangenheit lernt, kann es zu nachträglichen Revisionen kommen. Die Skala der Barometer reicht von 90 (sehr schlechte Entwicklung) bis 110 (sehr gute Entwicklung).

Verwandte Datenangebote

Kommende Veröffentlichungstermine

  • 26.08.2026
  • 28.09.2026
  • 28.10.2026
  • 25.11.2026
  • 30.12.2026

Kontakt

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer verzeichnet im Juli einen Rückgang von 0,2 Punkten auf 99,4 Punkte. Beide Komponenten des Frühindikators des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) liegen erstmals außerhalb der Pandemie gleichauf. Das European Labour Market Barometer hält sich im Juli mit 100,1 Punkten hingegen knapp oberhalb der neutralen 100-Punkte-Marke.

Die Beschäftigungskomponente in Deutschland sinkt im Juli im Vergleich zum Vormonat um 0,5 Punkte. Damit liegt sie mit 99,4 Punkten jetzt deutlicher unter der neutralen Marke von 100 Punkten. Die Komponente zur Vorhersage der Arbeitslosigkeit kann sich hingegen weiter stabilisieren. Nach einem minimalen Anstieg um 0,1 Punkte liegt auch sie im Juli bei 99,4 Punkten. „Die Arbeitslosigkeit steigt seit vier Jahren, aber lange gab es trotzdem noch einen positiven Beschäftigungsausblick. Angesichts von Wirtschaftskrise und demographischer Schrumpfung reicht es dafür mittlerweile nicht mehr“, erklärt Enzo Weber, Leiter des Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“ am IAB. Die jüngste Eskalation in Nahost mit neuen Ölpreisanstiegen stelle zudem eine zusätzliche Belastung dar.

Das European Labour Market Barometer verzeichnet im Juli 100,1 Punkte, wie bereits im Vormonat. Insgesamt ist der Ausblick für das europäische Ausland damit besser als für Deutschland. Auch beim Frühindikator des Europäischen Netzwerks der öffentlichen Arbeitsverwaltungen und des IAB liegen sowohl die Beschäftigungs- als auch die Arbeitslosigkeitskomponente mittlerweile fast gleichauf.

Datengrundlage

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist ein seit November 2008 bestehender Frühindikator, der auf einer monatlichen Umfrage der Bundesagentur für Arbeit unter allen lokalen Arbeitsagenturen basiert.

Das European Labour Market Barometer ist ein monatlicher Frühindikator, der auf einer seit Juni 2018 gemeinsam von den 18 Arbeitsverwaltungen und dem IAB durchgeführten Befragung unter den lokalen oder regionalen Arbeitsagenturen der teilnehmenden Länder basiert. Dazu zählen: Belgien (Deutschsprachige Gemeinschaft, Wallonien), Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Island, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, die Schweiz, Spanien und Zypern.

Während Komponente A des IAB-Arbeitsmarktbarometers und des European Labour Market Barometers die Entwicklung der saisonbereinigten Arbeitslosenzahlen für die nächsten drei Monate prognostiziert, dient Komponente B der Vorhersage der Beschäftigungsentwicklung. Der Mittelwert aus diesen beiden Komponenten „Arbeitslosigkeit“ und „Beschäftigung“ bildet den Gesamtwert der beiden Barometer. Dieser Indikator gibt damit einen Ausblick auf die Gesamtentwicklung des Arbeitsmarkts. Da das Saisonbereinigungsverfahren laufend aus den Entwicklungen der Vergangenheit lernt, kann es zu nachträglichen Revisionen kommen. Die Skala der Barometer reicht von 90 (sehr schlechte Entwicklung) bis 110 (sehr gute Entwicklung).

Zum Download stehen bereit:

- eine Zeitreihe des IAB-Arbeitsmarktbarometers einschließlich seiner Einzelkomponenten „Arbeitslosigkeit“ und „Beschäftigung“ unter www.iab.de/presse/abzeitreihe (xlsx).  

- eine Grafik mit den aktuellen Werten des IAB-Arbeitsmarktbarometers und seiner Komponenten sowie eine Zeitreihengrafik unter https://iab.de/daten/iab-arbeitsmarktbarometer/.   

Eine Zeitreihe des European Labour Market Barometer einschließlich seiner Einzelkomponenten für alle beteiligten Arbeitsverwaltungen ist unter www.iab.de/Presse/elmb-components (xlsx) abrufbar. 

Mehr zum Europäischen Arbeitsmarktbarometer findet sich unter https://iab.de/en/daten/european-labour-market-barometer/.

Weitere Information zum Arbeitskräfteknappheits-Index des IAB finden Sie unter https://iab.de/daten/arbeitskraefteknappheits-index/