Tarifbindung in Deutschland
Tarifverträge bilden den Rahmen für die Arbeitsbedingungen und Lohnniveaus in Deutschland. Die Anwendung eines kollektivvertraglichen Verbands- oder Flächentarifs bringt sowohl dem Unternehmen als auch den Beschäftigten Vorteile. Dennoch wurde in den vergangenen Jahren die mangelnde Flexibilität von Tarifverträgen und ihre geringe Orientierung an betrieblichen Anforderungen von Unternehmen kritisiert.
Die Infoplattform bietet Literatur, insbesondere zu den Auswirkungen der Tarifbindung auf Löhne, Produktivität und Beschäftigung, Informationen zu Forschungsprojekten sowie Links zur Empirie der Tarifgebundenheit bundesdeutscher Unternehmen.
Die regionalen Ergebnisse des IAB-Betriebspanels zum Thema Tarifbindung finden Sie auf der Infoplattform IAB-Betriebspanel im Kapitel "Betriebliche Lohnpolitik und industrielle Beziehungen"
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Literaturhinweis
Tarifverträge und Tarifflucht in Nordrhein-Westfalen (2022)
Schulten, Thorsten; Bispinck, Reinhard; Lübker, Malte;Zitatform
Schulten, Thorsten, Reinhard Bispinck & Malte Lübker (2022): Tarifverträge und Tarifflucht in Nordrhein-Westfalen. (WSI study 30), Düsseldorf, 132 S.
Abstract
"In Nordrhein-Westfalen arbeiten im Jahr 2020 noch 57 Prozent aller Beschäftigten in einem Unternehmen mit Tarifvertrag. Auch im bevölkerungsreichsten deutschen Bundesland ist die Tarifbindung in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich zurückgegangen. Dies hat zu einer deutlichen Schlechterstellung bei den Arbeitsbedingungen geführt. So müssen Beschäftigte in tariflosen Unternehmen im Durchschnitt länger arbeiten und werden - auch für die gleiche Arbeit - schlechter bezahlt. Um die Tarifbindung wieder zu stärken, müssen alle relevanten Akteure ihren Beitrag leisten. Die Gewerkschaften müssen ihre eigene Organisationsmacht ausbauen, die Arbeitgeberverbände sind gefordert, die Tarifflucht über die OT-Mitgliedschaften zu beenden, und der Staat muss sein ökonomisches Steuerungspotenzial nutzen und bei öffentlichen Aufträgen und regionaler Wirtschaftsförderung wirksame Tariftreueregelungen erlassen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Zukunft der Pflege in Deutschland: Zur Entwicklung der Pflegebedürftigkeit und den Auswirkungen einer Tariflohneinführung (2022)
Sonnenburg, Anja;Zitatform
Sonnenburg, Anja (2022): Zukunft der Pflege in Deutschland. Zur Entwicklung der Pflegebedürftigkeit und den Auswirkungen einer Tariflohneinführung. (GWS-Kurzmitteilung 2022,01), Osnabrück, 9 S.
Abstract
"Die Kurzmitteilung gibt zunächst einen Überblick über den erwarteten Anstieg der Pflegebedürftigkeit bis zum Jahr 2040 unter Berücksichtigung des Pflegebedürftigkeitsbegriff nach den Pflegestärkungsgesetzen und aktualisiert die vorangegangene Projektion (Sonnenburg & Schröder 2019). Anschließend werden die Effekte analysiert, die sich mit einer Erhöhung der Löhne auf ein Tarifniveau ergeben würden: Wie steigen die Einkommen und wie würde sich die Beschäftigungshöhe in der Branche verändern?" (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Why Do some Labour Alliances Succeed in Politicizing Europe across Borders? A Comparison of the Right2Water and Fair Transport European Citizens' Initiatives (2022)
Zitatform
Szabó, Imre G., Darragh Golden & Roland Erne (2022): Why Do some Labour Alliances Succeed in Politicizing Europe across Borders? A Comparison of the Right2Water and Fair Transport European Citizens' Initiatives. In: Journal of Common Market Studies, Jg. 60, H. 3, S. 634-652. DOI:10.1111/jcms.13279
Abstract
"Under what conditions can organized labour successfully politicize the European integration process across borders? To answer this question, we compare the European Citizens' Initiatives (ECIs) of two European trade union federations: EPSU's successful Right2Water ECI and ETF's unsuccessful Fair Transport ECI. Our comparison reveals that actor-centred factors matter – namely, unions' ability to create broad coalitions. Successful transnational labour campaigns, however, also depend on structural conditions, namely, the prevailing mode of EU integration pressures faced by unions at a given time. Whereas the Right2Water ECI pre-emptively countered commodification attempts by the European Commission in water services, the Fair Transport ECI attempted to ensure fair working conditions after most of the transport sector had been liberalized. Vertical EU integration attempts that commodify public services are thus more likely to generate successful transnational counter-movements than the horizontal integration pressures on wages and working conditions that followed earlier successful EU liberalization drives." (Author's abstract, IAB-Doku, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))
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Literaturhinweis
Reforms of collective bargaining institutions in European Union countries: Bad timing, bad outcomes? (2022)
Zitatform
Thommen, Yann (2022): Reforms of collective bargaining institutions in European Union countries: Bad timing, bad outcomes? In: European Journal of Political Economy, Jg. 71. DOI:10.1016/j.ejpoleco.2021.102066
Abstract
"This paper investigates whether flexibility-enhancing reforms of national collective bargaining systems have positive outcomes in terms of employment in the short term, especially when implemented during an economic downturn. The analysis consists in applying local projections to a novel panel database of reforms of collective bargaining institutions in EU countries in the period 2000–2018. There is no evidence that making collective bargaining institutions more flexible during a recession has a positive effect on employment in the short term. More specifically, reforms that decentralize bargaining closer to the firm-level have negative short-term effects, particularly on the employment of 15–54 year-olds and low-educated workers. They also tend to favor temporary employment in the medium term. The results do not support the idea that collective bargaining institutions should be reformed during a recession to boost employment." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2022 Elsevier) ((en))
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Gute Arbeit mit Tarifvertrag - Tarifbindung in Deutschland: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE (Drucksache 20/3626) (2022)
Zitatform
(2022): Gute Arbeit mit Tarifvertrag - Tarifbindung in Deutschland. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE (Drucksache 20/3626). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 20/3909 (07.10.2022)), 16 S.
Abstract
Die Kleine Anfrage will vor dem Hintergrund aktueller Herausforderungen (Corona-Pandemie, Auswirkungen der Ukraine-Krise) und der Ansicht der Fragesteller, dass tarifvertragliche Regelungen zu einem besseren Schutz der Beschäftigten führen, eine Stellungnahme der Bundesregierung zur Entwicklung der Tarifbindung der letzten zwei Jahrzehnte in Deutschland erwirken. Die Bundesregierung stützt sich bei ihren Antworten auf Auswertungen, die überwiegend auf Daten des IAB-Betriebspanels 2002, 2007, 2012, 2017, 2020 und 2021 basieren und auf Angaben zum Anteil von Betrieben mit Branchen-, Haus- und Firmentarifvertrag, zur Betriebsgröße, Aufgliederungen nach Wirtschaftszweigen, geographische Differenzierungen nach Ost- und Westdeutschland sowie den einzelnen Bundesländern. Mit Hilfe der seit 2007 vom Statistischem Bundesamt durchgeführten Vierteljährlichen Verdiensterhebung (VVE) kann eine Auswertung zur allgemeinen Entwicklung der Bruttoverdienste von sozialversichert Beschäftigten in tarif- und nicht tarifgebundenen Betrieben sowie auch außertariflich gezahlte Verdiensten zur Verfügung gestellt werden, wobei eine weitere Differenzierung nach Bundesländern, Branchen- und Haus- bzw. Firmentarifverträgen sowie Wirtschaftszweigen hier jedoch nicht möglich ist. (IAB)
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Collective bargaining coverage, works councils and the new German minimum wage (2021)
Zitatform
Bellmann, Lutz, Mario Bossler, Hans-Dieter Gerner & Olaf Hübler (2021): Collective bargaining coverage, works councils and the new German minimum wage. In: Economic and Industrial Democracy, Jg. 42, H. 2, S. 269-288., 2018-01-26. DOI:10.1177/0143831X18762304
Abstract
"This article assesses the role of the recent introduction of the minimum wage for collective bargaining coverage and works councils in Germany. The new minimum wage was initiated to strengthen German tariff autonomy, but effects on collective bargaining coverage are theoretically ambivalent. Using the IAB Establishment Panel, descriptive regressions show that firms covered by a collective bargaining contract are much less likely affected by the minimum wage. To construct a counterfactual for the group of affected establishments, the authors apply an entropy balancing procedure. Subsequent difference-in-differences estimates reveal a slight decline in collective bargaining participation, which falls short of statistical significance. Although the effect on opting into collective bargaining is even slightly positive, the authors observe a significant decrease in coverage through firms that exit collective agreements." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Herausforderungen an Tarifautonomie und neue Wege zu einer starken Sozialpartnerschaft (2021)
Böhning, Björn;Zitatform
Böhning, Björn (2021): Herausforderungen an Tarifautonomie und neue Wege zu einer starken Sozialpartnerschaft. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 70, H. 12, S. 745-750. DOI:10.3790/sfo.70.12.745
Abstract
"Die Sozialpartnerschaft ist eine der tragenden Säulen der Sozial- und Wirtschaftsordnung in Deutschland. Sie fußt auf der verfassungsrechtlich geschützten Tarifautonomie, die den Tarifvertragsparteien das Recht garantiert, in ihrem jeweiligen Zuständigkeitsbereich Arbeitsbedingungen grundsätzlich autonom und damit frei von staatlicher Einflussnahme zu regeln. Das ist auch richtig, denn die Sozialpartner kennen die Arbeitsbedingungen in ihren Branchen viel besser als der Staat." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Flexible Wages and the Costs of Job Displacement (2021)
Zitatform
Fernandes, Sofia & Ilan Tojerow (2021): Flexible Wages and the Costs of Job Displacement. (IZA discussion paper 14942), Bonn, 61 S.
Abstract
"This paper investigates whether flexible pay increases the wage costs of job displacement. We use quasi-exogenous variation in the timing of job loss due to mass layoffs spanning over an institutional reform that restricted single-employer bargaining, the Belgian Wage Norm in 1996. We find that average earnings losses over a ten-year period after displacement are 10 percentage points larger under flexible pay. Workers displaced from jobs with higher employer-specific wage premiums—service sector and white-collar—benefit the most from restricted single-employer bargaining as their earnings fully converge to non-displaced workers' earnings within three years. We show that the differences in earnings losses across wage-setting systems are not driven by fluctuations in the business cycle. Finally, the wage-setting reform had similar effects on female workers, though it did not narrow the gender gap in pre-layoff wages. Our results suggest that reduced pay flexibility may help displaced workers catch up faster to non-displaced workers' pay premium ladder conditional on re-employment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Offensiv, betriebsnah und auf Augenhöhe – Anregungen zu einer modernen Tarifpolitik (2021)
Friedrich, Daniel;Zitatform
Friedrich, Daniel (2021): Offensiv, betriebsnah und auf Augenhöhe – Anregungen zu einer modernen Tarifpolitik. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 70, H. 12, S. 739-744. DOI:10.3790/sfo.70.12.739
Abstract
"Die Tarifpartnerschaft in der Metall- und Elektroindustrie steht vor einer Bewährungsprobe. Ein gutes Jahrzehnt des wirtschaftlichen stetigen Aufschwungs ist vorbei, die Folgen der Corona-Krise müssen bewältigt und die Transformation der Industrie durch Digitalisierung, Dekarbonisierung sowie der Veränderung der globalen Märkte gestaltet werden. Die demografische Entwicklung (Stichworte: Überalterung der Bevölkerung, Fehlen von Erwerbstätigen) führt weiterhin zu einem Fachkräftemangel. Um diese Herausforderungen erfolgreich zu bestehen, bedarf es unter anderem einer modernen Tarifpolitik, die weiterhin die Interessen zwischen Arbeitgebern und Beschäftigten ausbalanciert, passgenaue Instrumente für die Branche entwickelt – zum Beispiel um die Beschäftigungsfähigkeit der Belegschaften zu erhalten – oder auch spezifische Lösungen für besondere Arbeitssituationen zu finden. Dabei darf moderne Tarifpolitik aber nicht zu einem Abbauprogramm von tariflichen Standards verkommen, sondern muss eine adäquate Antwort auf die Bedürfnisse der Beschäftigten und Betriebe geben. Dazu ein paar Impulse." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Tarifsozialpolitik: Ursachen, Ausmaß und Folgen der Vertariflichung sozialer Sicherheit (2021)
Zitatform
Fröhler, Norbert & Thilo Fehmel (2021): Tarifsozialpolitik. Ursachen, Ausmaß und Folgen der Vertariflichung sozialer Sicherheit. Wiesbaden: Springer VS, 407 S. DOI:10.1007/978-3-658-34806-9
Abstract
"Die anhaltende Transformation des Sozialstaats ist mit einer Bedeutungszunahme tarifvertraglicher Regulierung von sozialer Sicherung verbunden. Der Band bietet erstmals einen umfassenden Überblick über den Stand und die Entwicklung tariflicher Sozialpolitik. Als Bestandsaufnahme enthält er umfangreiche und die zeitliche Entwicklung nachzeichnende Darstellungen für die Alterssicherungs-, Arbeitsmarkt-, Gesundheits- und Familienpolitik in verschiedenen Branchen. Die Untersuchung fragt zudem nach den grundsätzlichen Wahrnehmungen, Einschätzungen und Bewertungen der Tarifvertragsparteien hinsichtlich der Verlagerung sozialpolitischer Verantwortung auf das System der industriellen Beziehungen. Neben Branchen und sozialpolitischen Feldern vergleicht die Studie auch Institutionensysteme. Obwohl mit Deutschland und Österreich zwei institutionell sehr ähnliche Distributionsregimes gegenübergestellt werden, finden sich erhebliche Unterschiede zwischen den beiden Ländern sowohl in Hinblick auf den Vertariflichungsgrad als auch auf die Sichtweisen von Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften. Im Ergebnis zeigt sich: Die Möglichkeiten der Tarifpolitik, eine den Interessen der Beschäftigten angemessene soziale Sicherung zu organisieren, hängen ab von den Rahmungen des Gesetzgebers: Auch bei zunehmend vertariflichter sozialer Sicherheit bleibt der Sozialstaat in sozialpolitischer Verantwortung." (Verlagsangaben, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Evolution von Lohnverhandlungssystemen – Macht oder ökonomisches Gesetz?: Warum ein Rückblick auch 25 Jahre nach Erscheinen noch lohnt (2021)
Funk, Lothar;Zitatform
Funk, Lothar (2021): Evolution von Lohnverhandlungssystemen – Macht oder ökonomisches Gesetz? Warum ein Rückblick auch 25 Jahre nach Erscheinen noch lohnt. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 70, H. 12, S. 675-688. DOI:10.3790/sfo.70.12.675
Abstract
"Der viel beachtete Beitrag von Berthold/Fehn (1996) zur „Evolution von Lohnverhandlungssystemen“ sagte für hochentwickelte Volkswirtschaften wie Deutschland eine Dezentralisierung der nationalen Lohnsysteme voraus, die Verfasser aufgrund des Strukturwandels auch für effizient hielten. Inspiriert wurden die Autoren offensichtlich von Böhm-Bawerks berühmten Ausführungen zu „Macht oder ökonomisches Gesetz?“ aus dem Jahr 1914. Der Pionier der österreichischen Grenznutzenschule zeigte dort unter anderem am Beispiel der Lohnhöhe, dass dieser Bereich für die Ausübung von (ökonomischer) Macht zwar kurzfristig recht beträchtlich ist, aber langfristig eindeutig von ökonomischer Sachlogik bestimmt wird. Der vorliegende Beitrag analysiert die marktdominante Position Berthold/Fehns kritisch mit Hilfe des „institutionenökonomischen Liberalismus“." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Paid vacation use: the role of works councils (2021)
Zitatform
Goerke, Lazlo & Sabrina Jeworrek (2021): Paid vacation use: the role of works councils. In: Economic and Industrial Democracy, Jg. 42, H. 3, S. 473-503. DOI:10.1177/0143831X18777611
Abstract
"The article investigates the relationship between codetermination at the plant level and paid vacation in Germany. From a legal perspective, works councils have no impact on vacation entitlements, but they can affect their use. Employing data from the German Socio-Economic Panel (SOEP), the study finds that male employees who work in an establishment, in which a works council exists, take almost two additional days of paid vacation annually, relative to employees in an establishment without such institution. The effect for females is much smaller, if discernible at all. The data suggest that this gender gap might be due to the fact that women exploit vacation entitlements more comprehensively than men already in the absence of a works council." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Membership in Employers' Associations and Collective Bargaining Coverage in Germany (2021)
Zitatform
Jirjahn, Uwe (2021): Membership in Employers' Associations and Collective Bargaining Coverage in Germany. (IZA discussion paper 14783), Bonn, 46 S.
Abstract
"While there is a strong overlap between membership in employers' associations and collective bargaining coverage, the overlap is far from being perfect. Using unique firm-level data from Germany, this study estimates the determinants of the membership in employers' associations and the coverage by industry-level or firm-level agreements. The analysis particularly focuses on the various constellations of membership and collective bargaining status. The results show that firm-level worker representation, foreign ownership, work organization, firm size, age and East-West differences are important determinants. Altogether, the analysis demonstrates that a more differentiated picture of industrial relations can be obtained by considering both membership in employers' associations and collective bargaining coverage." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Foreign ownership and intra-firm union density in Germany (2021)
Zitatform
Jirjahn, Uwe (2021): Foreign ownership and intra-firm union density in Germany. In: Economic and Industrial Democracy, Jg. 42, H. 4, S. 1052-1079. DOI:10.1177/0143831X19835918
Abstract
"From a theoretical viewpoint the relationship between foreign ownership and unionization is ambiguous. On the one hand, foreign owners have better opportunities to undermine workers' unionization. On the other hand, workers of foreign-owned firms have an increased demand for the protection provided by unions. Which of the two opposing influences dominates can vary according to moderating circumstances. This study shows that firm size and industry-level bargaining play a moderating role. The relationship between foreign ownership and unionization is negative in larger firms whereas it is positive in smaller firms. Coverage by industry-level collective bargaining makes a positive relationship both stronger and more likely." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Entwicklung der Tarifbindung: Stellungnahme des IAB zur öffentlichen Anhörung im Ausschuss für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestags am 7.6.2021 (2021)
Kohaut, Susanne;Zitatform
Kohaut, Susanne (2021): Entwicklung der Tarifbindung. Stellungnahme des IAB zur öffentlichen Anhörung im Ausschuss für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestags am 7.6.2021. (IAB-Stellungnahme 03/2021), Nürnberg, 9 S.
Abstract
"Zum Thema „Möglichkeiten zur Stärkung der Tarifbindung der Unternehmen im Arbeitsleben in Deutschland“ fand am 7.6.2021 eine öffentliche Anhörung des Ausschusses für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestags statt. Grundlage waren die Anträge der Fraktion DIE LINKE und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, in denen unter anderem die Erleichterung der Erklärung der Allgemeinverbindlichkeit von Tarifverträgen, die Untersagung einer Mitgliedschaft ohne Tarifbindung in einem Arbeitgeberverband und die Vergabe öffentlicher Aufträge nur an tarifgebundene Unternehmen gefordert werden. In ihrer Stellungnahme stellt Susanne Kohaut die Entwicklung der Tarifbindung seit 1999 vor und bestätigt deren Rückgang. Zum einen zeigen Dekompositionsanalysen die Bedeutung struktureller Faktoren für die Erosion der Branchentarifbindung, wozu vor allem die Veränderung der Branchenstruktur hin zu Dienstleistungen und die Gründung neuer Betriebe zählen. Zum anderen könnten für einen nicht unbeträchtlichen Teil des Rückgangs der Branchentarifbindung veränderte Einstellungen und Verhaltensweisen betrieblicher Akteure – von Eigentümern oder Management – verantwortlich sein." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Kohaut, Susanne;Weiterführende Informationen
Zugang zur Video-Aufnahme der Anhörung -
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Staat und Tarifautonomie: Eine institutionentheoretische Analyse (2021)
Lesch, Hagen;Zitatform
Lesch, Hagen (2021): Staat und Tarifautonomie: Eine institutionentheoretische Analyse. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 70, H. 12, S. 709-728. DOI:10.3790/sfo.70.12.709
Abstract
"Der Staat räumt den Tarifparteien das Recht ein, Löhne und Arbeitsbedingungen autonom zu regeln. Während der Staat und die staatlichen Institutionen dem Gemeinwohl verpflichtet sind und dabei allokative und distributive Ziele gegeneinander abwägen, verfolgen die Tarifparteien Mitgliederinteressen. Anhand einer Prinzipal-Agent-Struktur wird untersucht, mit welchen Instrumenten der Staat die nötige Loyalität der Tarifparteien einfordern kann. Dabei zeigt sich, dass der Staat dann erfolgreich steuert, wenn er eine allokative Präferenz hat, mangelnde Loyalität sanktioniert statt alimentiert und sich des Instruments der Drohung bedient. Die Wirkung kann durch Außenseiterkonkurrenz verstärkt werden. Hat der Staat eine distributive Präferenz, muss er Außenseiterkonkurrenz zurückdrängen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Lohn- und Tarifpolitik zwischen 2010 und 2020: Robuster Arbeitsmarkt schafft Spielraum (2021)
Lesch, Hagen;Zitatform
Lesch, Hagen (2021): Lohn- und Tarifpolitik zwischen 2010 und 2020: Robuster Arbeitsmarkt schafft Spielraum. In: IW-Trends, Jg. 48, H. 4, S. 45-62. DOI:10.2373/1864-810X.21-04-04
Abstract
"Nach der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise 2008/2009 folgte in Deutschland ein anhaltendender Wirtschaftsaufschwung, der auch den Arbeitsmarkt positiv beeinflusste. Im Zuge des Abbaus der Arbeitslosigkeit kam es zu einer dynamischen Lohnentwicklung. Dabei blieb das Wachstum der Tariflöhne hinter dem der Effektivlöhne zurück. Die Tarifpolitik ließ Raum für betriebliche Lohnprämien, die es den Unternehmen erleichtert haben, besser auf Fachkräfteengpässe zu reagieren. Eine Unterscheidung nach Sektoren zeigt allerdings, dass dies nur für den Dienstleistungssektor galt. Hier stiegen die Effektivlöhne zwischen 2010 und 2020 um 37,0 Prozent, während die Tariflöhne um 26,6 Prozent wuchsen. Im Produzierenden Gewerbe (ohne Bau) nahmen die Tariflöhne mit 29,2 Prozent nur etwas stärker zu als die Effektivlöhne, die um 26,8 Prozent zulegten. In beiden Sektoren – und damit auch in der Gesamtwirtschaft – stiegen die Arbeitskosten deutlich stärker an als die Produktivität. Diese Lohndynamik stärkte einerseits die Kaufkraft der Arbeitnehmer. Die Effektivlöhne stiegen preisbereinigt um 19,1 Prozent. Andererseits nahmen die Lohnstückkosten der Unternehmen gesamtwirtschaftlich um 22,6 Prozent zu. Da sich preisbereinigt ein Zuwachs von 3,8 Prozent ergab, konnte ein Teil des Lohndrucks durch Preisüberwälzungen abgefedert werden. Angesichts des aktuell beschleunigten Preisauftriebs ist von der Lohnpolitik ein besonderes Augenmaß gefragt, um eine Lohn-Preis-Spirale mit negativen Wirkungen für Investitionen und Wachstum zu vermeiden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Tarifbindung in den Bundesländern: Entwicklungslinien und Auswirkungen auf die Beschäftigten (2021)
Lübker, Martin; Schulten, Thorsten;Zitatform
Lübker, Martin & Thorsten Schulten (2021): Tarifbindung in den Bundesländern. Entwicklungslinien und Auswirkungen auf die Beschäftigten. (Elemente qualitativer Tarifpolitik 89), Düsseldorf, 43 S.
Abstract
"Diese aktualisierte Ausgabe der Elemente qualitativer Tarifpolitik dokumentiert die Entwicklung der Tarifbindung für Deutschland als Ganzes und auf Ebene der einzelnen Bundesländer. Hierzu wurden Daten des IAB-Betriebspanels bis zum Jahr 2019 ausgewertet (siehe Anhang zur Datengrundlage und Methode). Die Ergebnisse zeigen eine große Spannweite der Tarifbindung: zwischen dem Spitzenreiter Hessen mit einer Tarifbindung von 58 Prozent und dem Schlusslicht Sachsen mit nur 43 Prozent liegt ein Abstand von 15 Prozentpunkten. Gemeinsam ist allen Bundesländern, dass die Arbeitsbedingungen in wesentlichen Punkten in tariflosen Betrieben deutlich schlechter sind: So ist die regelmäßige Wochenarbeitszeit in nicht-tarifgebundenen Betrieben mit 39,5 Stunden im Schnitt um fast eine Stunde länger als in Betrieben mit Tarifvertrag (38,6 Stunden). Auch beim Entgelt klafft eine Lücke von mehreren hundert Euro zu Lasten der tariflosen Betriebe, in denen Vollzeitbeschäftigte im Jahr" (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Civil Service and Public Employment (2021)
Zitatform
Reichard, Christoph & Eckhard Schröter (2021): Civil Service and Public Employment. In: S. Kuhlmann, I. Proeller, D. Schimanke & J. Ziekow (Hrsg.) (2021): Public Administration in Germany, S. 205-223. DOI:10.1007/978-3-030-53697-8_13
Abstract
"The German system of public sector employment (including civil servants and public employees) qualifies as a classical European continental civil service model moulded in traditional forms of a Weberian bureaucracy. Its features include a career-based employment system with entry based on levels of formal qualification. Coordinated by legal frames and centralised collective bargaining, the civil service is, at the same time, decentralised and flexible enough to accommodate regional differences and societal changes. In comparison, the civil service system stands out for its high degrees of professionalism and legal fairness with low levels of corruption or cronyism." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer) ((en))
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Literaturhinweis
Die Tariftreue der Betriebe in Rheinland-Pfalz: Erkenntnisse aus dem IAB-Betriebspanel 2020 (2021)
Scheile, York W.; Bennewitz, Emanuel;Zitatform
Scheile, York W. & Emanuel Bennewitz (2021): Die Tariftreue der Betriebe in Rheinland-Pfalz. Erkenntnisse aus dem IAB-Betriebspanel 2020. (Steckbriefe des IAB-Betriebspanels 03/2021), Mainz, 6 S.
Abstract
"Dieser Steckbrief gibt einen Überblick über die Tarifbindung der rheinland-pfälzischen Betriebe. Im ersten Abschnitt wird der Umfang der betrieblichen Tarifbindung und die Beschäftigungsreichweite dieser Tarifbindung aufgezeigt. In einem Teil der Betriebe gilt zwar kein Tarifvertrag, allerdings werden bestehende Branchentarifverträge als Orientierungsgrundlage genutzt. Inwiefern sich diese Betriebe unter anderem in Bezug auf die Löhne und Gehälter oder auf die Wochenarbeitszeit an Tarifverträgen orientieren, ist Gegenstand des zweiten Abschnitts. Die Datengrundlage dieses Steckbriefes bilden die Ergebnisse der im Jahr 2020 durchgeführten Befragungen zum IAB-Betriebspanel." (Autorenreferat, IAB-Doku)
