24-Stunden-Betreuung für Menschen mit Pflegebedarf – Beschäftigungssituation der Live-ins
Rund-um-die-Uhr-Versorgung für Menschen mit Pflegebedarf durch stationäre Langzeitpflege oder professionelle ambulante Pflege ist für die meisten Familien nicht finanzierbar. Die stattdessen im Haushalt eingesetzten sogenannten Live-in-Kräfte, meist Frauen aus Osteuropa, befinden sich häufig in prekären Arbeitsverhältnissen. Erst im Sommer 2021 setzte ein Urteil des Bundesarbeitsgerichts für sie den deutschen gesetzlichen Mindestlohn fest - auch für Bereitschaftszeiten. Im Koalitionsvertrag der aktuellen Ampelkoalition ist das Vorhaben formuliert, eine rechtssichere Grundlage für die 24-Stunden-Betreuung auszugestalten.
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Literaturhinweis
24-Stunden-Pflegekräfte aus den Staaten außerhalb der EU: "No rules of work. No rights." (2021)
Becker, Paul; Komitowski, Doritt; Sakadeyeva, Tatyana; Meiners, Sophie; Fritsche, Christiane; Krause, Eva Luise;Zitatform
(2021): 24-Stunden-Pflegekräfte aus den Staaten außerhalb der EU. "No rules of work. No rights.". (Working paper / IQ-Fachstelle Einwanderung 2021,07), Berlin, 53 S.
Abstract
"Als erste wissenschaftliche Untersuchung nimmt das vorliegende Working Paper ausschließlich Betreuer*innen in der 24-Stunden-Pflege (im Folgenden Liveins genannt) aus Staaten außerhalb der Europäischen Union (sog. Drittstaaten) in den Blick, die in deutschen Haushalten Alte und Kranke betreuen. Es handelt sich vornehmlich um Migrant*innen aus Ost- und Mitteleuropa." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Gute Arbeit für Live-In-Care: Gestaltungsoptionen für Praxis und Politik (2021)
Emunds, Bernhard; Habel, Simone; Deetzen, Verena von; Kocher, Eva ; Tschenker, Theresa; Pflug, Rebekka;Zitatform
Emunds, Bernhard, Eva Kocher, Simone Habel, Rebekka Pflug, Theresa Tschenker & Verena von Deetzen (2021): Gute Arbeit für Live-In-Care. Gestaltungsoptionen für Praxis und Politik. (NBI-Positionen 2021,2), Frankfurt am Main, 17 S.
Abstract
"Live-In-Care ist in Deutschland nicht nur von hoher Rechtsunsicherheit geprägt, sondern bringt auch eine Dynamik höchst problematischer Arbeitsbedingungen mit sich, die sich insbesondere in grenzenlosen Arbeitszeiten zeigen. Darauf sollte die Politik reagieren. Eine zentrale Aufgabe der Pflegepolitik ist die Reduzierung der Nachfrage nach Live-In-Care. Da der Bedarf nicht vollumfänglich reduziert werden kann, sind Bedingungen zu schaffen, die für die Live-Ins gute Arbeit wahrscheinlicher machen. Grundlage jeder Regulierung muss deshalb eine Weiterentwicklung der Qualität von Arbeit durch die Agenturen sein; klare Qualitätsstandards für gute Arbeit müssen Ziel und Bezugspunkt jeder Form von Regulierung und öffentlicher Ko-Finanzierung sein." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Digitale Technologien in der Live-In-Pflege: "Ambient Assisted Living" zur Reduktion von Arbeitszeit? (2021)
Habel, Simone; Hengst, Magdalene;Zitatform
Habel, Simone & Magdalene Hengst (2021): Digitale Technologien in der Live-In-Pflege. "Ambient Assisted Living" zur Reduktion von Arbeitszeit? (Hans-Böckler-Stiftung. Working paper Forschungsförderung 233), Düsseldorf, 38 S.
Abstract
"Die Überschreitung der gesetzlich zulässigen Höchstarbeitszeit durch quasi permanente Bereitschaftszeit stellt ein zentrales Problem der sogenannten 24-Stunden-Pflege dar, bei der migrantische Live-Ins in Pflegehaushalten zugleich arbeiten und wohnen. In der stationären und ambulanten Pflege werden bereits unterschiedliche Technologien verwendet, die Potenzial zur Reduktion von Arbeitszeit auch in der Live-In-Pflege haben. Die literaturbasierte und empirische Analyse nimmt eine Bewertung dieser Technologien in der 24-Stunden-Pflege vor. Eine tatsächliche Überwindung der Probleme kann jedoch nur über eine Trennung von Wohn- und Arbeitsort erfolgen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Narratives on Working Hours: An Analysis of “Pioneer” Brokering Agencies for Live-in Care Work in Germany (2021)
Habel, Simone;Zitatform
Habel, Simone (2021): Narratives on Working Hours: An Analysis of “Pioneer” Brokering Agencies for Live-in Care Work in Germany. In: Sociológia, Jg. 53, H. 5, S. 463-482. DOI:10.31577/sociologia.2021.53.5.17
Abstract
"Narratives on Working Hours: An Analysis of “Pioneer” Brokering Agencies for Live-in Care Work in Germany. In the “gray market” for live-in care work in Germany, brokering agencies are playing an increasingly important role in shaping working conditions. Drawing on six expert interviews with “pioneer” brokering agencies, this article centers on these agencies' narratives on working hours. The analysis reveals that these agencies' understanding of working hours is contradictory: working hours are either referred to as a fixed, intersubjectively measurable category or as a subjective phenomenon, leaving scope for divergent opinions. These perspectives are evident in the assumption of an (in)separability of working and leisure time, and in the understanding of leisure time as a personal need or a valid demand. In this context, constructing working hours as a subjective category thus functions as a legitimation narrative for extensive working hours. These findings are connected to the contradictory interpellations of live-in care workers, such as “fictive kin” and “manager of the self”, and to the underlying understandings of work." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
The Pandemic State of Care: Care Familialism and Care Nationalism in the COVID-19-Crisis : The Case of Germany (2021)
Laufenberg, Mike; Schultz, Susanne;Zitatform
Laufenberg, Mike & Susanne Schultz (2021): The Pandemic State of Care. Care Familialism and Care Nationalism in the COVID-19-Crisis : The Case of Germany. In: Historical Social Research, Jg. 46, H. 4, S. 72-99. DOI:10.12759/hsr.46.2021.4.72-99
Abstract
"In the COVID-19 pandemic the (nuclear) family, and the private household that is assumed to contain it, receives an enormous revaluation across different welfare regimes. At the same time the notion of a nationally formed welfare state that protects "its" vulnerable national population is re-enacted as a central care entity. From an intersectional and transnational perspective, the article coins the concepts of "care familialism" and "care nationalism" to analyse both the conditions of inequality and the exclusionary effects of these intertwined formations of "home" in the wake of the pandemic state crisis management in Germany. The article presents central dimensions of German care familialism and care nationalism to demonstrate how - and which - hierarchies of care/carelessness are systematically established and deepened within the current state of pandemic policies - from the neglect of those who cannot retreat to a "safe home" to the necropolitics of tightened border regimes and carelessness towards those who are recruited to provide care as live-in or illegalised domestic workers. Against an often-unquestioned methodological familialism and methodological nationalism in current care debates, a research agenda is proposed, which methodologically and conceptually decentres the family and the nation as the dominant formations through which care relations are institutionalised." (Author's abstract, IAB-Doku, © GESIS) ((en))
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Literaturhinweis
Transnationale Betreuungs- und Pflegekräfte in europäischen Privathaushalten: Endbericht für die AK Wien, Abteilung Gesundheitsberuferecht und Pflegepolitik (2021)
Mairhuber, Ingrid; Allinger, Bernadette;Zitatform
Mairhuber, Ingrid & Bernadette Allinger (2021): Transnationale Betreuungs- und Pflegekräfte in europäischen Privathaushalten. Endbericht für die AK Wien, Abteilung Gesundheitsberuferecht und Pflegepolitik. Wien, 159 S.
Abstract
"Die FORBA-Studie gibt einen Überblick zur Situation von international tätigen Betreuungspersonen in privaten Haushalten (live-in carers) in ausgewählten europäischen Ländern. Die sogenannte 24-Stunden-Betreuung ist kein ausschließlich österreichisches Phänomen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Der Preis der Autonomie: Wie sorgende Angehörige Live-in-Arbeitsverhältnisse ausgestalten (2021)
Rossow, Verena;Zitatform
Rossow, Verena (2021): Der Preis der Autonomie: Wie sorgende Angehörige Live-in-Arbeitsverhältnisse ausgestalten. Opladen: Budrich, 331 S. DOI:10.3224/96665021
Abstract
"Häusliche Pflege-Arrangements in Deutschland funktionieren häufig nur, weil eine ausländische Live-in-Pflegekraft beschäftigt wird. Der Bekanntheitsgrad dieses Versorgungsmodells steht seinem rechtlich unsicheren Kontext gegenüber. Wie werden die Arbeitsverhältnisse mit Live-in-Betreuungskräften von Angehörigen Pflegebedürftiger ausgestaltet? Diese Arbeit zeigt auf, welche Wissens- und Handlungsmuster die befragten Personen anleiten. Die Autorin untersucht die Ausgestaltung von live-in Arbeitsverhältnissen in Privathaushalten in Deutschland aus Sicht der Angehörigen von Pflegebedürftigen. Diese sind Ehepartner*innen bzw. Kinder von pflegebedürftigen hochaltrigen Personen. Sie kaufen auf einem grauen Dienstleistungsmarkt die Betreuungsleistung ein und werden faktisch oder ‚quasi‘ zu Arbeitgeber*innen. Kernfrage ist, wie diese Akteure die Arbeitsverhältnisse in einem rechtlich unklaren Regulierungsrahmen und im familiären Privathaushalt konkret ausgestalten. Da es sich um einen Arbeitsmarkt handelt, der in hohem Maße von Schwarzarbeit durchzogen ist, handeln die Angehörigen als Kund*innen auf diesem Markt unter der Bedingung großer rechtlicher Unsicherheit. Es sind aber die familiären Bedarfe für eine häusliche Betreuung derart hoch, dass sie sich dennoch für eine Betreuungskraft entscheiden. Die vorliegende Dissertation untersucht erstmals die subjektiven Wissensbestände, handlungsleitenden Annahmen und Wertemuster eben jener Angehörigen, um Antworten auf die Forschungsfrage zu geben. Dazu wurden Interviews geführt, die im Rahmen einer Grounded Theory Methodology ausgewertet wurden. Die Ergebnisse liefern Erkenntnisse sowohl auf einer theoretisch-konzeptionellen als auch auf einer ganz konkreten handlungspraktischen Ebene und zeigen auf, wie stark die Handlungsmotivation der sorgenden Angehörigen selbst durch den Wunsch nach Autonomie gezeichnet ist: Den sorgenden Angehörigen droht durch die Pflegeverantwortung der Verlust ihrer eigenen autonomen Lebensgestaltung. Außerdem legt die Arbeit unter anderem dar, wie sorgende Angehörige ihr Handeln rechtfertigen, es ablehnen Arbeitgeber*innen zu sein und somit schließlich vielfältigste Arbeitsrealitäten in den Haushalten schaffen, die am Ende die Arbeitsbedingungen der Migrant*innen auf dem problematischen ‚Arbeitsmarkt Privathaushalt‘ bedingen." (Author's abstract, © 2021 Budrich Academic Press) ((en))
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Literaturhinweis
A slow ride towards permanent residency: Legal transitions and the working trajectories of Ukrainian migrants in Italy and Spain (2021)
Zitatform
Vianello, Francesca Alice, Claudia Finotelli & Elisa Brey (2021): A slow ride towards permanent residency: Legal transitions and the working trajectories of Ukrainian migrants in Italy and Spain. In: Journal of Ethnic and Migration Studies, Jg. 47, H. 13, S. 3172-3189. DOI:10.1080/1369183X.2019.1590187
Abstract
"This article analyses the transition from temporary to permanent residency in Italy and Spain. Despite the growing number of permanent residents in Southern European countries, scholars have paid limited attention to the legal transitions that take place in migrants' lives after regularisation. We show that different regulations regarding permit renewals can account for qualitative differences in immigrants' permanent residency. The analysis focuses on legal transitions of two groups of Ukrainian respondents in Italy and Spain. The significant presence of Ukrainian migrants in these two countries, together with the similarity of their legal migration patterns - from overstaying visas to obtaining long-term residency - makes Ukrainian immigration a particularly interesting case to study the hidden mechanisms and implications of legal transitions. The analysis presented here is based on 20 semi-structured interviews conducted in Italy and Spain and reveals differences between norms regarding the renewal of residency permits and their long-term implications for migrants' labour market participation. In Italy, restrictive renewal regulations and economic requirements contribute to entrapping Ukrainian immigrants in the live-in niche of care work, while occupational trajectories of Ukrainian migrants in Spain are more diverse due to less strict renewal regulations." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Long-term care workforce: Employment and working conditions: Public Services : Produced for the European Commission in the context of the forthcoming report on long-term care, jointly prepared by the European Commission and the Social Protection Committee (2020)
Dubois, Hans; Leončikas, Tadas; Molinuevo, Daniel; Wilkens, Mathijn;Zitatform
Dubois, Hans, Tadas Leončikas, Daniel Molinuevo & Mathijn Wilkens (2020): Long-term care workforce: Employment and working conditions. Public Services : Produced for the European Commission in the context of the forthcoming report on long-term care, jointly prepared by the European Commission and the Social Protection Committee. (Eurofound ad hoc report), Dublin, IV, 74 S. DOI:10.2806/36712
Abstract
"The long-term care (LTC) sector employs a growing share of workers in the EU and is experiencing increasing staff shortages. The LTC workforce is mainly female and a relatively large and increasing proportion is aged 50 years or older. Migrants are often concentrated in certain LTC jobs. This report maps the LTC workforce’s working conditions and the nature of employment and role of collective bargaining in the sector. It also discusses policies to make the sector more attractive, combat undeclared work and improve the situation of a particularly vulnerable group of LTC workers: live-in carers. The report ends with a discussion and policy pointers on addressing expected staff shortages and the challenges around working conditions." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Stay At Work: Zur Situation der Live-In-Pflege in der Corona-Krise (2020)
Habel, Simone; Tschenker, Theresa;Zitatform
Habel, Simone & Theresa Tschenker (2020): Stay At Work. Zur Situation der Live-In-Pflege in der Corona-Krise. In: Soziale Sicherheit, Jg. 69, H. 6, S. 215-219.
Abstract
"In kaum einem Bereich hat sich die Pflegekrise während der COVID-19-Pandemie deutlicher gezeigt als in der Live-In-Pflege. Anhand von sechs qualitativen Experteninterviews1 mit Vermittlern und Vermittlerinnen von Live-Ins auf dem »grauen Markt« der häuslichen Betreuung und Pflege konnten die in der COVID-19-Pandemie aufgetauchten Probleme und Lösungsansätze der Agenturen erhoben werden. Diese werden in den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Debatte um die Beschäftigungsbedingungen in der Live-In-Pflege eingebettet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Gute Arbeit oder Formalisierung "light"? "Grauzonen" der Beschäftigung und neue Intermediäre im Arbeitsmarkt Privathaushalt (2020)
Zitatform
Jaehrling, Karen (2020): Gute Arbeit oder Formalisierung "light"? "Grauzonen" der Beschäftigung und neue Intermediäre im Arbeitsmarkt Privathaushalt. (IAQ-Report 2020-12), Duisburg, 22 S. DOI:10.17185/duepublico/73566
Abstract
"Die Arbeitsverhältnisse im Arbeitsmarkt Privathaushalt werden in hohem Maße durch Vermittlungsinstanzen oder ‚Intermediäre‘ mitgeschaffen und mitgestaltet. Zwei neuere Arten von Intermediären sind digitale Plattformen für Putzdienste und Agenturen für sogenannte ‚Live-Ins‘, also Betreuungskräfte, die bei Pflegebedürftigen zu Hause leben. Die neuen Intermediäre tragen zur weiteren Institutionalisierung von ‚Grauzonen‘ in diesem Marktsegment bei: Die Grenzen zwischen bezahlter und unbezahlter, abhängiger und selbstständiger Beschäftigung verschwimmen. Im Vergleich zum Status quo ante bieten die neuen Erwerbsformen in der ‚Grauzone’ zum Teil eine verbesserte rechtliche und soziale Absicherung der Erwerbstätigen; es bleiben jedoch erhebliche Schutzlücken. Vor diesem Hintergrund sind eine Reihe alternativer Organisationsformen und Regulierungsansätze in Deutschland und anderen Ländern entstanden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Job quality and industrial relations in the personal and household services sector – the case of Germany: Report for the EU-financed project PHS-Quality (EC GRANT AGREEMENT Vp/2017/004/0049) (2020)
Zitatform
Jaehrling, Karen & Claudia Weinkopf (2020): Job quality and industrial relations in the personal and household services sector – the case of Germany. Report for the EU-financed project PHS-Quality (EC GRANT AGREEMENT Vp/2017/004/0049). Duisburg, 63 S.
Abstract
"This report deals with employment rights and working conditions of workers in the domestic service sector. In both public and academic debates, the term ‘domestic work’ is used to denote a broad range of activities, including both housekeeping tasks, such as cleaning, cooking etc., and interactive work, in particular caring for children, elderly or disabled people. As noted by Lutz and Pallenga-Möllenbeck (2010: 420) “distinguishing these separate domestic activities is very useful for analytical purposes. In reality, however, these tasks are not divided into separate working areas; rather, they usually coincide”. This is particularly the case with regard to domestic work in households with elderly people as they often depend on support in both areas. As a result, there is also a substantial overlap with regard to provider structures and the structure of the labour supply for the two segments, and rather increasingly so, as we will see. Therefore, the structure of the report does not reproduce the analytical distinction between care work and housekeeping work, but rather follows the different contractual forms that can be found in the segment of domestic work in Germany. Wherever appropriate and available, we will however present data distinguishing between the two segments." (Text excerpt, IAB-Doku) ((en))
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Das Geschäft mit der Sorge: Unternehmen im Feld der sogenannten 24-Stunden-Pflege (2020)
Leiber, Simone; Rossow, Verena; Frerk, Timm;Zitatform
Leiber, Simone, Verena Rossow & Timm Frerk (2020): Das Geschäft mit der Sorge. Unternehmen im Feld der sogenannten 24-Stunden-Pflege. (WISO direkt 2020,13), Bonn, 4 S.
Abstract
"Sogenannte 24-Stunden-Pflege in Privathaushalten findet in Deutschland unter rechtlich unsicheren und prekären Bedingungen statt, denn eine politische Regulierung der Branche lässt auf sich warten. Eng gekoppelt an die EU-Osterweiterung haben private Vermittlungs- und Entsendeagenturen ein neues Geschäftsfeld etabliert. Dieser Beitrag diskutiert Ergebnisse eines deutsch-polnischen Forschungsprojekts, welches darauf zielte, diesen grauen Markt erstmalig quantitativ abzubilden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Impact of COVID-19 Policy Responses on Live-In Care Workers in Austria, Germany, and Switzerland (2020)
Leiblfinger, Michael ; Prieler, Veronika ; Lutz, Helma ; Benazha, Aranka ; Schwiter, Karin ; Steiner, Jennifer;Zitatform
Leiblfinger, Michael, Veronika Prieler, Karin Schwiter, Jennifer Steiner, Aranka Benazha & Helma Lutz (2020): Impact of COVID-19 Policy Responses on Live-In Care Workers in Austria, Germany, and Switzerland. In: Journal of Long-Term Care, Jg. 2020, S. 144-150. DOI:10.31389/jltc.51
Abstract
"Context: The measures taken to counter the COVID-19 pandemic restricted the circular migration of live-in care workers between their countries of origin and the elderly persons’ households. Objective: In this comparative policy analysis, the impact of COVID-19 related policy measures for transnationally organised live-in care in Austria, Germany, and Switzerland is investigated. Method: Policy measures and media debates were analysed and inquiries with care workers, representatives of care agencies, unions, and activist groups were carried out between March and June 2020. Findings: In accordance with their institutionalisation of live-in care, Austria, Germany, and Switzerland responded differently to the challenges the pandemic posed to live-in care arrangements. However, all three countries focused on extending care workers’ rotas and re-establishing transnational mobility. These priorities subordinated the interests of care workers to those of care recipients. Furthermore, the measures remained short-term solutions that failed to acknowledge the fundamental flaws and inequalities of a care model that relies primarily on female migrant workers and wage differentials within Europe. Limitations: This policy comparison is based on an in-depth analysis of COVID-19 related policies, supplemented by inquiries among stakeholders with whom research had been done prior to the pandemic. More in-depth interviews are required to further substantiate the findings concerning their perspectives and gain insight into the longer-term effects of the pandemic. Implications: The pandemic has brought the flaws of the live-in care model to the fore. Countries need to rethink their fragile care policies, which build on social inequality and uninhibited transnational mobility." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Arbeitsplatzbezogene Belastungen und Ressourcen von ausländischen 24-Stunden-Betreuungskräften in deutschen Privathaushalten: Eine qualitative Studie (2020)
Zitatform
Schilgen, Benjamin, Katja Savcenko, Albert Nienhaus & Mike Mösko (2020): Arbeitsplatzbezogene Belastungen und Ressourcen von ausländischen 24-Stunden-Betreuungskräften in deutschen Privathaushalten. Eine qualitative Studie. In: Das Gesundheitswesen, Jg. 82, H. 2, S. 196-201. DOI:10.1055/a-1005-7024
Abstract
"Ziel der Studie: 24-Stunden-Betreuungskräfte, die in deutschen Privathaushalten haushalts- und personennahe Dienstleistungen für ältere pflegebedürftige Menschen erbringen, stammen meist aus dem Ausland. Diese Arbeitsverhältnisse liegen in der Regel außerhalb tariflich oder arbeitsrechtlich verbindlicher Vereinbarungen. Betreuungskräfte erfahren soziale Isolation sowie eine Vermischung von Arbeit und Privatsphäre. Die Studienlage ist aufgrund der schwierigen Erreichbarkeit der Zielgruppe sehr lückenhaft. Die vorliegende Studie ist eine qualitative explorative Analyse der Arbeits- und Gesundheitssituation von 24-Stunden-Betreuungskräften mit dem Fokus auf arbeitsplatzbezogene Belastungen und Ressourcen. Methodik: Die Rekrutierung erfolgte über Vermittlungsagenturen, Onlineportale, soziale Netzwerke und Vereine. Es wurden 9 semistrukturierte Interviews mit ausländischen 24-Stunden-Betreuungskräften in Privathaushalten geführt. Die Auswertung orientierte sich an der zusammenfassenden Inhaltsanalyse nach Mayring mit einer induktiven Kategorienbildung. Ergebnisse und Schlussfolgerung: Ständige Verfügbarkeit, Verständigungsschwierigkeiten und interpersonelle Konflikte sind alltägliche Belastungen für ausländische 24-Stunden-Betreuungskräfte. Diese Belastungen gehen mit Beeinträchtigungen der psychischen und physischen Gesundheit in Form von Erschöpfung, Schlaflosigkeit, erhöhter Reizbarkeit und Depressionssymptomen einher. Die Probandinnen erfahren aber auch Unterstützung durch Dritte und können sich emotional und räumlich von der direkten Betreuungssituation distanzieren. Das Erleben von Dankbarkeit, die Erfahrung akzeptiert zu werden aber auch eine finanzielle Absicherung werden als weitere relevante Ressourcen genannt. Die Sichtbarmachung der Zielgruppe ist forschungsbezogen durch einen ressourcenintensiven Rekrutierungsaufwand und politisch durch die Einführung einer gemeinsamen Berufsdefinition zu gewährleisten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Grauer Markt Pflege: 24-Stunden-Unterstützung durch osteuropäische Betreuungskräfte (2020)
Städtler-Mach, Barbara; Schreyer, Irena; Schmid, Fritz; Hagedorn, Jonas; Ignatzi, Helene; Schrader, Katharina; Kiekert, Jasmin; Jolly, Giorgio; Haberstumpf-Münchow, Christine; Petermann, Arne; Schirilla, Nausikaa; Ignatzi, Helene; Städtler-Mach, Barbara; Ostermann, Damian;Zitatform
Städtler-Mach, Barbara & Helene Ignatzi (Hrsg.) (2020): Grauer Markt Pflege. 24-Stunden-Unterstützung durch osteuropäische Betreuungskräfte. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 190 S.
Abstract
"Die Unterstützung älterer, pflegebedürftiger Menschen im häuslichen Bereich wird schon seit vielen Jahren unter anderem durch Frauen aus Osteuropa geleistet. Diese wohnen mit im Haushalt der Pflegebedürftigen und übernehmen dabei neben der hauswirtschaftlichen Versorgung häufig auch pflegerische Tätigkeiten wie Toilettengang, Waschen oder die Verabreichung von Medikamenten. Die unklare und teilweise ungesetzliche Struktur dieser Versorgungsform ist den Verantwortlichen im Pflegesektor bekannt. Trotzdem wird vonseiten verantwortlicher Politiker und Vertreterinnen der Sozialverbände der „Graue Pflegemarkt“ billigend in Kauf genommen. Die ungeregelte Normalität dieser Versorgungsform ist jedoch aus ethischem und sozialstaatlichem Verständnis nicht dauerhaft zu akzeptieren. Dieser Problemsituation geht das Buch aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven mit Blick auf die Alltagspraxis nach. Gerahmt werden die unterschiedlichen Perspektiven durch Geschichten über einzelne osteuropäische Betreuungskräfte, die von ihren Lebens- und Arbeitssituationen erzählen." (Verlagsangaben, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Inhaltsverzeichnis -
Literaturhinweis
Satisfied after all? Working trajectories and job satisfaction of foreign-born female domestic and care workers in Italy (2019)
Zitatform
Barbiano di Belgiojoso, Elisa & Livia Elisa Ortensi (2019): Satisfied after all? Working trajectories and job satisfaction of foreign-born female domestic and care workers in Italy. In: Journal of Ethnic and Migration Studies, Jg. 45, H. 13, S. 2527-2550. DOI:10.1080/1369183X.2018.1465401
Abstract
"Foreign-born women frequently find their first job in the domestic sector. This is usually considered a stepping-stone, but it is rather a definitive condition. We analyse the working trajectory of foreign-born women with a first job in domestic work using sequence analysis and studying their association with job satisfaction by means of logistic regression models. The data were collected as part of the Foreigners' Job Trajectories project conducted by the ISMU Foundation in Italy in 2009. We found that, after all, domestic and care workers can be satisfied with their job if basic decent working conditions are guaranteed. Particular attention is paid to the high rate of job satisfaction for women with a trajectory from live-out to live-in jobs. Possible explications for job satisfaction are extensively discussed focusing on economic drivers, the agency of domestic workers, and the emotive dimension of domestic and care works." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Transnationale Care-Arbeiterinnen in der 24-Stunden-Betreuung: Zwischen öffentlicher (Un-)Sichtbarkeit und institutioneller (De-)Adressierung (2019)
Bomert, Christiane;Zitatform
Bomert, Christiane (2019): Transnationale Care-Arbeiterinnen in der 24-Stunden-Betreuung. Zwischen öffentlicher (Un-)Sichtbarkeit und institutioneller (De-)Adressierung. (Soziale Arbeit als Wohlfahrtsproduktion 18), Wiesbaden: Springer VS, 314 S. DOI:10.1007/978-3-658-28514-2
Abstract
"Christiane Bomert untersucht die öffentlichkeitswirksamen Artikulationsmöglichkeiten marginalisierter politischer Interessen von Migrantinnen, die deutschlandweit in der häuslichen Pflege beschäftigt sind. Auf verschiedenen diskursiven Ebenen macht die Autorin das Spannungsfeld zwischen dem eigenständigen Einfordern von Interessen und einer wohlfahrtstaatlichen und gewerkschaftlichen Stellvertretungspraxis deutlich. Damit greift sie die steigende Relevanz der Care-Debatte auf und verbindet diese mit einer Positionierung Sozialer Arbeit zur transnationalen Care-Arbeit." (Verlagsangaben, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Private labor market intermediaries in the Europeanized live-in care market between Germany and Poland: A typology (2019)
Zitatform
Leiber, Simone, Kamil Matuszczyk & Verena Rossow (2019): Private labor market intermediaries in the Europeanized live-in care market between Germany and Poland: A typology. In: Zeitschrift für Sozialreform, Jg. 65, H. 3, S. 365-392. DOI:10.1515/zsr-2019-0014
Abstract
"In diesem Artikel wird die Rolle privater Unternehmen bei der Organisation sogenannter 'Live-in-Care-Arrangements' zwischen zwei EU-Mitgliedstaaten, Deutschland und Polen, untersucht. Die Beschäftigung von migrantischen Pflegekräften in privaten Haushalten ist aufgrund von Lücken im öffentlichen Pflegesystem zu einer weitverbreiteten individuellen Lösung für den wachsenden Pflegebedarf in Deutschland geworden. Seit der EU-Osterweiterung ist die Anzahl der privaten Vermittlungsagenturen, die polnische Pflege- und Betreuungskräfte in deutsche Haushalte vermitteln, stark gewachsen. Aufbauend auf vorhandenen Typisierungen intermediärer Akteure für die Vermittlung migrantischer Arbeitskräfte entwickelt der Beitrag eine differenziertere Typologie dieser privaten Vermittlungsunternehmen. Darin werden nicht nur die rechtlichen Rahmenbedingungen und strukturellen Merkmale dieser privaten Unternehmen, sondern auch ihre strategische Positionierung unter Bedingungen hoher Rechtsunsicherheit im EU-Mehrebenensystem berücksichtigt. Auf Basis der Analyse von unternehmerischen sowie politischen Strategien dieser Vermittler unterscheiden wir drei Agenturtypen, die wir Pioniere, Minimalisten und Nachahmer nennen." (Autorenreferat, © De Gruyter)
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Literaturhinweis
Kein Schattendasein mehr: Entwicklungen auf dem Markt für "24-Stunden-Pflege" (2019)
Rossow, Verena; Leiber, Simone;Zitatform
Rossow, Verena & Simone Leiber (2019): Kein Schattendasein mehr: Entwicklungen auf dem Markt für "24-Stunden-Pflege". In: Aus Politik und Zeitgeschichte, Jg. 69, H. 33/34, S. 37-42.
Abstract
"Der Markt für Live-in-Pflege- und Betreuungskräfte aus Mittel- und Osteuropa – auch als "24-Stunden-Pflege" bekannt – hat sich ausgeweitet und zu einem gewissen Grad formalisiert. Es ist zudem ein neues Geschäftsfeld für private Vermittlungs- und Entsendeunternehmen entstanden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
