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Dossier

Rente mit 67 – oder später? Das Renteneintrittsalter in der Diskussion

Das gesetzliche Renteneintrittsalter wird seit 2012 schrittweise von 65 auf 67 Jahre erhöht. Ziel ist es, die Finanzlage der Rentenversicherung zu stabilisieren und die Beschäftigung Älterer zu erhöhen.
Sind damit die Herausforderungen der alternden Gesellschaft zu meistern oder muss über einen noch späteren Berufsausstieg nachgedacht werden? Droht die Altersarmut, da das höhere abschlagsfreie Rentenalter für viele zu einer Kürzung ihrer monatlichen Rente führt? Bleiben Ältere dadurch wirklich länger erwerbstätig und in welchem Ausmaß sind Unternehmen bereit Ältere zu beschäftigen?
Diese IAB-Infoplattform bietet Hintergrundinformationen zum Zusammenhang von Renteneintrittsalter und Beschäftigung und gibt einen Überblick über die Positionen der Akteure.

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  • Literaturhinweis

    Peer Effects in Old‑Age Employment Among Women (2025)

    Badalyan, Sona;

    Zitatform

    Badalyan, Sona (2025): Peer Effects in Old‑Age Employment Among Women. (IAB-Discussion Paper 13/2025), Nürnberg, 72 S. DOI:10.48720/IAB.DP.2513

    Abstract

    "Dieses Papier nutzt eine einzigartige Situation des Normenwandels – eine deutsche Rentenreform, die das Renteneintrittsalter für Frauen und Männer angleichen sollte –, um zu untersuchen, wie Beschäftigung im höheren Alter über Arbeitsplatznetzwerke weitergegeben wird. Die Reform erhöhte das früheste Renteneintrittsalter von Frauen von 60 auf 63 Jahre für Kohorten, die ab 1952 geboren wurden. Unter Verwendung des Universums der Arbeitsgruppen aus den Sozialversicherungsdaten vergleiche ich Frauen, deren Kolleginnen knapp über oder unter der Reformgrenze lagen. Ich finde, dass Frauen eher im höheren Alter erwerbstätig bleiben, wenn ihre Kolleginnen dies tun, wobei die Effekte in den Regionen des ehemaligen Westdeutschlands mit traditionellen Geschlechternormen stärker ausfallen. Geschlechtsneutrale Rentenreformen verstärken somit ihren Effekt über den Einfluss von Kolleginnen und tragen zu einer regionalen Angleichung der Beschäftigungsmuster im späten Erwerbsleben bei." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Retirement Age Reforms and Worker Substitutability: Implications for Employment of Older Workers (2025)

    Badalyan, Sona;

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    Badalyan, Sona (2025): Retirement Age Reforms and Worker Substitutability: Implications for Employment of Older Workers. (IAB-Discussion Paper 14/2025), Nürnberg, 89 S. DOI:10.48720/IAB.DP.2514

    Abstract

    "Dieses Papier untersucht, wie arbeitsnachfrageseitige Faktoren - insbesondere die Ersetzbarkeit von Arbeitskräften und berufsspezifische Fähigkeiten - die Beschäftigungsreaktionen auf eine Anhebung des frühestmöglichen Rentenalters beeinflussen. Mithilfe eines Regression‑Discontinuity‑Designs analysiere ich eine Reform in Deutschland im Jahr 1999, die die Möglichkeit für Frauen abschaffte, bereits mit 60 Jahren in Rente zu gehen. Vor der Reform konnten ältere Beschäftigte freiwillig aus dem Erwerbsleben ausscheiden, was den Unternehmen Fluktuationskosten verursachte. Nach der Reform waren Betriebe besser in der Lage, schwer ersetzbare Arbeitskräfte mit höheren Austrittskosten zu halten. Gleichzeitig verschlechterte sich durch den Wegfall des vorgezogenen Rentenzugangs die Verhandlungsposition der Beschäftigten, was es den Unternehmen ermöglichte, niedrigere Löhne durchzusetzen – häufig in Form von Altersteilzeit." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Erwerbsminderungsrenten im Altersübergang : Entwicklungstrends in einem Umfeld steigender Altersgrenzen (2025)

    Brussig, Martin ;

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    Brussig, Martin (2025): Erwerbsminderungsrenten im Altersübergang : Entwicklungstrends in einem Umfeld steigender Altersgrenzen. (Altersübergangs-Report / Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ), Universität Duisburg-Essen 2025-01), Duisburg, 18 S. DOI:10.17185/duepublico/83099

    Abstract

    "Die Erwerbsminderungsrente ist fester Bestandteil der Gesetzlichen Rentenversicherung und dazu bestimmt, das Invaliditätsrisiko vor Erreichen der Altersphase abzusichern. Inzwischen erfolgt etwa die Hälfte der Neuzugänge in Erwerbsminderungsrente erst ab einem Alter von 58 Jahren. Der Anteil der Älteren unter den Neuzugängen in Erwerbsminderungsrente ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Dass anteilig mehr Ältere eine Erwerbsminderungsrente erhalten, hängt auch mit der Anhebung der Altersgrenzen und der Schließung der Frühverrentung zusammen: Da Altersrenten erst in höherem Alter bezogen werden können, wechselt ein Teil derjenigen, die nicht so lange arbeiten können, in Erwerbsminderungsrente. Viele Beschäftigte scheiden gesundheitsbedingt aus dem Erwerbsleben kurz vor der Altersrente aus, erfüllen aber nicht die strengen gesundheitlichen Voraussetzungen für eine Erwerbsminderungsrente. Es bedarf neuer Formen der Absicherung gesundheitlicher Einschränkungen bei eingeschränkter Erwerbsfähigkeit im Alter." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Poor psychosocial work environment: a ticket to retirement? Variations by gender and education (2025)

    Eyjólfsdóttir, Harpa S. ; Herlofson, Katharina ; Pedersen, Axel West ; Veenstra, Marijke ; Lennartsson, Carin ; Hellevik, Tale ;

    Zitatform

    Eyjólfsdóttir, Harpa S., Tale Hellevik, Katharina Herlofson, Axel West Pedersen, Carin Lennartsson & Marijke Veenstra (2025): Poor psychosocial work environment: a ticket to retirement? Variations by gender and education. In: European Journal of Ageing, Jg. 22. DOI:10.1007/s10433-025-00855-z

    Abstract

    "Many countries, including Norway, are implementing policies to delay retirement and encourage older workers to remain in the labour market. Improving psychosocial working conditions may motivate older workers to continue working. While research has linked psychosocial working characteristics to retirement intentions and work exit, there is a knowledge gap regarding gender and socioeconomic differences in these influences. This study investigates the impact of psychosocial working characteristics on employment exit among older workers, examining variations by gender and educational attainment. Data were drawn from the Norwegian Life Course, Ageing, and Generation study (NorLAG) collected in 2007 and 2017 (N = 2,065) linked to income register data for four subsequent years. Time-to-event analyses revealed that poorer psychosocial working environment increased the likelihood of employment exit. For women, low autonomy was significant, while for men significant associations were found for high job stress, low job variety, lack of appreciation, limited learning opportunities, accumulation of poor job resources, and job strain. Interaction analysis showed only significant gender differences for few learning opportunities and poor job resources. Separate analyses stratified by educational attainment showed no significant association for those with compulsory education, while those with higher levels of education were more likely to retire if faced with low job variety, low autonomy, and poor job resources–yet interaction analysis showed no significant differences. These findings suggest that interventions aimed at delaying retirement should consider gender and socioeconomic differences, providing older workers with more control over their tasks and equitable access to learning opportunities and resources." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Reformbausteine zur nachhaltigen Rente (2025)

    Ferenc, Grega; Werding, Martin ; Thum, Marcel ; Lehmann, Klara; Ragnitz, Joachim;

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    Ferenc, Grega, Klara Lehmann, Joachim Ragnitz, Marcel Thum & Martin Werding (2025): Reformbausteine zur nachhaltigen Rente. In: Ifo Dresden berichtet, Jg. 32, H. 5, S. 4-9.

    Abstract

    "Das deutsche Rentensystem steht unter Druck: Der demografische Wandel wird zu einer großen Herausforderung für die finanzielle Stabilität. In diesem Beitrag untersuchen wir mithilfe eines Simulationsmodells verschiedene Reformoptionen – darunter die Abschaffung der Rente für besonders langjährig Versicherte (Rente ab 63), die Kopplung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung sowie die inflationsorientierte Rentenanpassung der Bestandsrenten. Auf Basis dieser Maßnahmen schnüren wir zwei Reformpakete. Unsere Ergebnisse zeigen: Während Reformpaket I, bei dem die Rente für besonders langjährig Versicherte abgeschafft und ab 2032 das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung gekoppelt wurde, erste Entlastungseffekte erzielt, ist erst eine Kombination mit Reformpaket II, bei dem zusätzlich der Nachhaltigkeitsfaktor erhöht wird und die Bestandsrenten nur noch mit der Inflation steigen, in der Lage, das System nachhaltig zu stabilisieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    How Does the Statutory Retirement Age Affect Older workers' Employment in Relation to Individual and Work‐Related Factors? (2025)

    Grzenda, Wioletta ;

    Zitatform

    Grzenda, Wioletta (2025): How Does the Statutory Retirement Age Affect Older workers' Employment in Relation to Individual and Work‐Related Factors? In: Journal of Aging & Social Policy, Jg. 37, H. 6, S. 1013-1036. DOI:10.1080/08959420.2023.2284570

    Abstract

    "Policies aimed at increasing employment among older people often focus on the statutory retirement age. Taking into account the characteristics of workers and work-related factors, we examine the impact of reaching the statutory retirement age on continuing employment. In addition to the use of survival trees, we propose a novel method to predict the probability of staying in employment based on an ensemble of survival trees. We focus on Poland as an example of a European country with a particularly low share of older workers in the labor force. Moreover, reform was carried out in Poland in 2017, lowering the previously raised pension eligibility age. Like other EU countries, pension eligibility in Poland starts after reaching the statutory retirement age. Our results suggest that the timing of retirement is determined by the statutory retirement age to a limited extent compared to other factors. In the case of women, a match of education and occupation, the employment sector, and holding a managerial position had a greater impact on continuing employment than reaching retirement age. In the case of men, the type of job contract had the greatest impact on continuing employment. Our findings indicate that the policies and initiatives aimed at extending working life should pay more attention to work-related factors and gender differences in employment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Is it worth raising the normal retirement age? A new model to estimate the employment effects (2025)

    Morgavi, Hermes;

    Zitatform

    Morgavi, Hermes (2025): Is it worth raising the normal retirement age? A new model to estimate the employment effects. In: Public sector economics, Jg. 49, H. 3, S. 339-367. DOI:10.3326/pse.49.3.1

    Abstract

    "Pension reforms, particularly those changing the normal retirement ages, are both crucial and controversial in ageing developed countries. This paper investigates the effects of such reforms on the labor market, focusing on the older-age employment rate. While existing cross-country estimates agree on a positive and significant effect of raising normal retirement ages, the estimated labor market effects are modest and usually much smaller than those derived from country-specific studies using micro data. This study attempts to reconcile these differences by introducing greater heterogeneity into the cross-country approach to better capture country-specific demographics and pension system characteristics, so that estimated effects are closer to those from single-country studies. Starting from a standard cross-country panel error correction model, several empirical innovations are introduced to better capture the influence of the demographic composition of countries, the possibility to retire at earlier ages, and the importance of private pension funds and early exit pathways. These changes result in larger and more heterogeneous predicted effects of changes in the normal retirement ages on the older-age employment rate and average age of labour market exit across countries. This suggests a greater and varied impact of pension reforms on the labor market than previously estimated with pooled cross-country estimations, emphasising the importance of considering countries' demographic compositions and pension systems specificities when predicting the effects of pension reforms. The proposed model, distinguishing between minimum and normal retirement ages, allows for simulations on the effects of increasing normal retirement ages and narrowing the gap between normal and minimum retirement ages. In countries with the lowest older age employment rates, bridging these gaps could result in substantial increases in their employment rates." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Starre Altersgrenzen für den Übergang in den Ruhestand haben sich überholt (2025)

    Walwei, Ulrich ;

    Zitatform

    Walwei, Ulrich (2025): Starre Altersgrenzen für den Übergang in den Ruhestand haben sich überholt. In: IAB-Forum H. 20.11.2025. DOI:10.48720/IAB.FOO.20251120.01

    Abstract

    "Der demografische Wandel gefährdet zunehmend die Verfügbarkeit qualifizierter Arbeitskräfte. Um dieser Gefahr entgegenzuwirken, bedarf es unter anderem einer Verlängerung der Lebensarbeitszeit. Starre Altersgrenzen erweisen sich dabei als Hindernis." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Walwei, Ulrich ;
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  • Literaturhinweis

    Flexible Übergänge in den Ruhestand: Verbreitung und Ausgestaltung von Altersteilzeit und Zeitwertkonten (2025)

    Wanger, Susanne ;

    Zitatform

    Wanger, Susanne (2025): Flexible Übergänge in den Ruhestand: Verbreitung und Ausgestaltung von Altersteilzeit und Zeitwertkonten. (IAB-Forschungsbericht 24/2025), Nürnberg, 57 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2524

    Abstract

    "Der demografische Wandel führt zu einer Schrumpfung und Alterung des Erwerbspersonenpotenzials. Daher wird es für Betriebe zunehmend wichtiger, gut qualifiziertes Personal möglichst lange zu halten. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Erwerbsbeteiligung älterer Personen an Bedeutung, insbesondere die Frage, unter welchen Rahmenbedingungen deren Beschäftigungsfähigkeit möglichst lange erhalten und gefördert werden kann. Gleitende Übergänge in den Ruhestand, wie sie durch Altersteilzeit oder Langzeitkonten ermöglicht werden, können hierzu einen wertvollen Beitrag leisten. Dieser Forschungsbericht bietet einen umfassenden Überblick über die Gestaltung, Verbreitung und Nutzung dieser Regelungen. Anhand von Daten der IAB-Beschäftigtenhistorik wird zunächst die Entwicklung der Altersteilzeit analysiert. Dabei werden regionale und geschlechtsspezifische Unterschiede sowie Unterschiede hinsichtlich der Inanspruchnahme nach Berufen, Belastungen, Betriebsgröße oder Branche beleuchtet. Zudem werden das Zu- und Abgangsalter der Altersteilzeitbeschäftigten, die Dauer der Altersteilzeit, das gewählte Arbeitszeitmodell und ausgeübte Nebentätigkeiten während dieser Phase berücksichtigt. Ende 2023 waren knapp 300.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Altersteilzeit tätig, was einer Nutzungsquote von rund 4 Prozent innerhalb der anspruchsberechtigten Altersgruppe der 55- bis 65-Jährigen entspricht. Die Ergebnisse zeigen, dass die Altersteilzeit weiterhin häufig zur Verkürzung der Lebensarbeitszeit genutzt wird. So liegt das Zugangsalter zur Rente bei Altersteilzeitbeschäftigten deutlich niedriger als bei allen Versicherten. Aufgrund der starken Nutzung des sogenannten Blockmodells (80 %) erfolgt der tatsächliche Erwerbsausstieg nochmals früher. Zudem schließen Männer häufiger Altersteilzeitvereinbarungen ab als Frauen, da sie in der Regel mehr verdienen und seltener in Teilzeit arbeiten. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Altersteilzeit für Beschäftigte weiterhin in erster Linie dazu dient, über das Blockmodell früher aus dem Erwerbsleben auszusteigen. Für Betriebe stellt sie einen Weg dar, Personal sozialverträglich abzubauen und die Belegschaft zu verjüngen. Ergänzend untersucht der Forschungsbericht die betriebliche Verbreitung von Zeitkonten für längerfristige Freistellungen, die in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen haben. Mithilfe von Daten des IAB-Betriebspanels wird dargestellt, welche Betriebe Langzeitkonten anbieten und wofür die angesparten Zeitguthaben überwiegend verwendet werden. Bei Zeitkonten für längerfristige Arbeitsfreistellungen ist in den vergangenen Jahren ein Anstieg zu beobachten. Im Jahr 2022 gab es diese Option in rund 10 Prozent der Betriebe. Dabei steigt die Verbreitung mit zunehmender Betriebsgröße. Im Durchschnitt haben 18 Prozent der Beschäftigten Anspruch auf ein Zeitwertkonto. Tatsächlich genutzt hat es jedoch nur jeder dritte Anspruchsberechtigte, was 6 Prozent aller Beschäftigten entspricht. Langzeitkonten stehen tendenziell eher qualifizierteren Beschäftigten in größeren, tarifgebundenen Betrieben mit höherem Lohnniveau zur Verfügung. Die angesparten Zeitguthaben werden vor allem für Familienzeiten, Sabbaticals oder für Weiterbildungszeiten verwendet, seltener jedoch, um die Lebensarbeitszeit zu verkürzen. IAB-Forschungsbericht 24|2025 6 Insgesamt wird deutlich, dass die Möglichkeiten für ältere Beschäftigte, den Übergang in den Ruhestand flexibel zu gestalten, in der Praxis sehr unterschiedlich verteilt sind. Altersteilzeit und Zeitkonten für längerfristige Arbeitsfreistellungen sind vornehmlich in großen bzw. tarifgebundenen Betrieben zu finden. Ihre Inanspruchnahme hängt stark von den spezifischen Gegebenheiten der Betriebe ab. Häufig profitieren Beschäftigte mit besseren Arbeitsbedingungen und höheren Einkommen von diesen Regelungen, während Beschäftigte, die einen flexiblen Rentenbeginn am dringendsten benötigen würden, weniger Zugang zu diesen Möglichkeiten haben." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Wanger, Susanne ;
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  • Literaturhinweis

    Assessing the Labour Supply Effect of Harmonising Regular Retirement Age in Austria (2024)

    Bittschi, Benjamin ; Warum, Philipp ; Mayrhuber, Christine; Spielauer, Martin ; Horvath, Thomas ; Mahringer, Helmut;

    Zitatform

    Bittschi, Benjamin, Thomas Horvath, Helmut Mahringer, Christine Mayrhuber, Martin Spielauer & Philipp Warum (2024): Assessing the Labour Supply Effect of Harmonising Regular Retirement Age in Austria. (WIFO working papers 673), Wien, 26 S.

    Abstract

    "The aim of this study is to assess the impact of the ongoing harmonization of the retirement age for women with that for men on women's labor supply in Austria. According to the current legal framework, the standard retirement age for women will be gradually raised from 60 to 65 years from 2024 onwards, with the retirement age being raised by 6 months each year. The impact of the pension reform on women's labor supply is quantified using the dynamic microsimulation model microDEMS. This model integrates demographic changes in line with official population projections and detailed labor market modelling. According to our projections, the labour supply of women aged 60 to 64 increases by 87,000 in 2040 compared to a scenario in which the retirement age remains unchanged. We compare our results with two alternative approaches: the more stylised microWELT simulation model and a purely data-driven approach. While all methods produce very similar results in the long run, the detailed modelling in microDEMS provides more plausible results during the transition period when the reform is gradually implemented. This is because it allows for a realistic representation of pension paths, taking into account all relevant pension types and the corresponding eligibility criteria, such as sufficient accumulated insurance periods. In contrast to a purely data-driven approach, microDEMS modelling also has the advantage of explicitly representing and quantifying the components of the change in labour supply." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Does a Longer Work Horizon Affect Offsprings' Labour Market Outcomes? (2024)

    Chattopadhyay, Debdeep ;

    Zitatform

    Chattopadhyay, Debdeep (2024): Does a Longer Work Horizon Affect Offsprings' Labour Market Outcomes? In: Review of Economics of the Household, Jg. 22, H. 3, S. 1147-1183. DOI:10.1007/s11150-023-09674-6

    Abstract

    "This paper studies the effect of an increase in the work horizon of middle aged workers on the school-work transition of their offsprings aged 15–29 years. I exploit the variation in the parental work horizon induced by the 2012 Fornero reform in Italy that abruptly changed the age and years of social security contribution requirements for pension eligibility. Utilising a difference-in-difference strategy in a multi-valued treatment setting, the study shows that the reform-induced increase in the work horizon of mothers caused an increase in the probability of their offsprings seeking their first job and a decrease in these offsprings’ probability of being a student. This effect is higher among offsprings who are male, those aged 15–21, those with mothers without a University degree and those in southern Italy. Fathers did not significantly affect the student status or any labor market outcomes of their offsprings. Mechanisms behind these findings include the longer reform-induced work horizon for mothers vs. fathers, and the consequent positive effect on mothers’ lifetime earnings." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer-Verlag) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Does increasing the retirement age increase youth unemployment? Evidence from an agent-based macro model (2024)

    Chen, Siyan ; Desiderio, Saul;

    Zitatform

    Chen, Siyan & Saul Desiderio (2024): Does increasing the retirement age increase youth unemployment? Evidence from an agent-based macro model. In: Journal of evolutionary economics, Jg. 34, H. 4-5, S. 811-847. DOI:10.1007/s00191-024-00873-7

    Abstract

    "In recent years, several OECD countries have tackled the problem of the fiscal sustainability of their pension systems by increasing the statutory retirement age, although many fear that such policies may reduce job opportunities for the young in favor of older workers. In this paper, we test such a hypothesis using an agent-based macro model suitable for the analysis of issues related to demography. Results from a number of computational experiments show that in the long run, old workers do not crowd out the young, which is consistent with the empirical evidence. Moreover, we find that increasing the retirement age does reduce job opportunities for the young in the short run, but not so much in the long run. This suggests that any pension reform increasing the retirement age should be accompanied by some protective measures for young workers." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer-Verlag) ((en))

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    Rapidly Increasing Retirement Ages: Changing Employment Practices for Older Workers (2024)

    Jensen, Per H. ;

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    Jensen, Per H. (2024): Rapidly Increasing Retirement Ages. Changing Employment Practices for Older Workers. (Ageing, Work and Welfare series), Cheltenham: Elgar, 198 S. DOI:10.4337/9781789907797

    Abstract

    "This prescient book provides a theoretical and empirical analysis of retirement practices in Denmark, Germany and the UK. Per H. Jensen interrogates the factors behind rapidly increasing retirement ages in these countries between 2000 and 2018. Drawing on the age arrangement approach, Rapidly Increasing Retirement Ages considers the position of older workers in the context of changing norms and ideals, discourses, welfare states, labour markets, and families as well as the changing characteristics of older workers themselves. Jensen uses statistical data to highlight how the developing practices of older workers are prompted by societal transitions from an early to late exit age arrangement. This includes transitions from early to late exit discourses, from welfare states to enabling states, from closed to open labour markets, from male breadwinner to dual breadwinner family models, and from low to high levels of work ability among older workers. In addition Jensen shows how the different dimensions of change are connected and interrelated. Intersectional in its scope, this book posits an illuminating, comprehensive and much-needed response to this growing societal issue." (Author's abstract, IAB-Doku, © Elgar) ((en))

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    Is it worth raising the normal retirement age?: A new model to estimate the employment effects (2024)

    Morgavi, Hermes;

    Zitatform

    Morgavi, Hermes (2024): Is it worth raising the normal retirement age?: A new model to estimate the employment effects. (OECD Economics Department working papers 1823), Paris, 68 S. DOI:10.1787/5f2a3b40-en

    Abstract

    "Pension reforms, particularly those changing the normal retirement ages, are both crucial and controversial in ageing developed countries. This paper investigates the effects of such reforms on the labor market, focusing on the older-age employment rate. While existing cross-country estimates agree on a positive and significant effect of raising normal retirement ages, the estimated labor market effects are modest and usually much smaller than those derived from country-specific studies using micro data. This study attempts to reconcile these differences by introducing greater heterogeneity into the cross-country approach to better capture country-specific demographics and pension system characteristics, so that estimated effects are closer to those from single-country studies. Starting from a standard cross-country panel error correction model, several empirical innovations are introduced to better capture the influence of the demographic composition of countries, the possibility to retire at earlier ages, and the importance of private pension funds and early exit pathways. These changes result in larger and more heterogeneous predicted effects of changes in the normal retirement ages on the older-age employment rate and average age of labour market exit across countries. This suggests a greater and varied impact of pension reforms on the labor market than previously estimated with pooled cross-country estimations, emphasising the importance of considering countries' demographic compositions and pension systems specificities when predicting the effects of pension reforms. The proposed model, distinguishing between minimum and normal retirement ages, allows for simulations on the effects of increasing normal retirement ages and narrowing the gap between normal and minimum retirement ages. In countries with the lowest older age employment rates, bridging these gaps could result in substantial increases in their employment rates." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Agenda 2030 für die Rentenpolitik: Leitlinien für die 21. Legislaturperiode und darüber hinaus (2024)

    Pimpertz, Jochen;

    Zitatform

    Pimpertz, Jochen (2024): Agenda 2030 für die Rentenpolitik. Leitlinien für die 21. Legislaturperiode und darüber hinaus. (IW policy paper / Institut der Deutschen Wirtschaft Köln 2024,13), Köln, 22 S.

    Abstract

    "Seit langem ist bekannt, dass die Bevölkerungsalterung eine zentrale Herausforderung für die Gesellschaft darstellt. Aber anders als in der Vergangenheit tritt der demografische Wandel nicht erst in ferner Zukunft ein, er wird jetzt wirksam. Denn die ersten Jahrgänge der Babyboomer-Generation stehen vor dem regulären oder vorzeitigen Eintritt in den Rentenbezug. Eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit ist deshalb dringend geboten. Mit der Alterung der geburtenstarken Jahrgänge scheiden ab jetzt vermehrt Beschäftigte aus dem Erwerbsleben aus. Damit droht einerseits ein Rückgang des Arbeitskräftepotenzials, andererseits ein Anstieg der Finanzierungserfordernisse für Renten, Gesundheit und Pflege. Das erfordert immer höhere Beitragssätze, die sich auf die Entwicklung der Arbeitskosten negativ auswirken und die Beschäftigungsperspektiven am Standort Deutschland trüben. Entwickeln sich Sozialversicherungsausgaben und beitragspflichtige Einkommen immer weiter auseinander, droht eine Negativspirale. Langfristig führt kein Weg daran vorbei, den Renteneintritt über eine Dynamisierung der Regelaltersgrenze in ein höheres Lebensalter zu verschieben. Das käme aber zu spät, um die Folgen des Renteneintritts der ersten Babyboomer-Kohorten abzumildern – sowohl mit Blickauf die rasch steigende Rentenlast als auch mit Blick auf die drohende Lücke, die die geburtenstarken Jahrgänge auf dem Arbeitsmarkt hinterlassen. Die kommende Bundesregierung muss deshalb das verbleibende Zeitfenster nutzen und Fehlanreize zugunsten eines vorzeitigen Renteneintritts für alle heute noch im Erwerbsleben stehenden, rentennahen Jahrgänge beseitigen. Notwendig ist dazu eine Abschaffung des abschlagfreien vorgezogenen Rentenbezugs sowie eine Anhebung der Abschlaghöhe. Auf den Prüfstand gehört die unbegrenzte Hinzuverdienstmöglichkeit bei vorgezogenem Rentenbezug. Dann braucht es keine zusätzlichen Anreize zugunsten einer verlängerten Erwerbstätigkeit, denn das Rentenrecht „belohnt“ einen späteren Rentenbezug systematisch. Eine erfolgreiche Armutsprävention gelingt über eine erfolgreiche Beschäftigungspolitik. Sozialpolitische Handlungsbedarfe gilt es konsequent an die bedürftigkeitsgeprüften Sicherungssysteme zu adressieren – die Höhe der individuellen Rente ist kein hinreichender Indikator für Hilfsbedürftigkeit. Eine nachhaltige Reformagenda braucht es auch für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung. Denn hier steigen die Finanzierungserfordernisse ebenfalls mit der alternden Versichertengemeinschaft. Gleichzeitig hat der Arbeitskräftemangel längst das personalintensive Gesundheitswesen erreicht. In der Medizin und in der Pflege kann es nicht mehr allein darum gehen, Finanzierungsquellen für wünschenswerte Versorgungsstandards zu erschließen. Gesundheitspolitik wird sich künftig am Machbaren, nicht am Wünschenswerten messen lassen müssen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Wirkungen des Rentenpakets II: Ältere profitieren, Jüngere verlieren (2024)

    Ragnitz, Joachim;

    Zitatform

    Ragnitz, Joachim (2024): Wirkungen des Rentenpakets II: Ältere profitieren, Jüngere verlieren. In: Ifo Dresden berichtet, Jg. 31, H. 4, S. 22-25.

    Abstract

    "Die Bundesregierung plant mit dem sogenannten Rentenpaket II die Stabilisierung des Rentenniveaus bei 48% des durchschnittlichen Lohneinkommens als eines der zentralen Vorhaben des Koalitionsvertrags. Eine detaillierte Betrachtung zeigt, dass von der geplanten Reform vor allem die derzeitigen Rentner*innen sowie die rentennahen Jahrgänge profitieren. Für die jüngeren Kohorten ist die von der Bundesregierung geplante Festschreibung des Rentenniveaus letzten Endes nachteilig. Sie profitieren zwar im Alter von den garantierten Renten, haben aber über ihre Erwerbsphase hinweg höhere Beiträge zu leisten." (Textauszug, IAB-Doku)

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    Employers' Retirement Age Norms in European Comparison (2024)

    Riekhoff, Aart-Jan ;

    Zitatform

    Riekhoff, Aart-Jan (2024): Employers' Retirement Age Norms in European Comparison. In: Work, Aging and Retirement, Jg. 10, H. 4, S. 317-330. DOI:10.1093/workar/waad015

    Abstract

    "Policies incentivizing longer working lives can remain ineffective if employers are not able and willing to employ an aging workforce. Depending on what employers consider appropriate age norms for work and retirement, they may be more willing to recruit and retain older workers. This study investigates how these retirement age norms differ across Europe and how they are related to country- and gender-specific pension policies and employment practices. The study uses data from the European Social Survey round 9 (collected in 2018) for 27 countries. Employers are identified as self-employed with personnel and managers who supervise others. The data include questions about the ages of when someone is too young to retire and when someone is too old to work. These items are combined and used in a set of multilevel interval regression models to analyze: (a) How employers’ retirement age norms differ from those of employees and (b) How employers’ retirement age norms vary across countries. The results indicate that, overall, employers have higher retirement age norms than employees, but that the difference narrows substantially once controlled for other factors. Employers’ retirement age norms are positively related to countries’ gender-specific statutory retirement ages and older-worker employment rates. In the case of statutory retirement ages, this association is stronger among employers than among various socioeconomic groups of employees." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Gender and Educational Inequalities in Extending Working Lives: Late-Life Employment Trajectories Across Three Decades in Seven Countries (2024)

    Turek, Konrad ; Henkens, Kène ; Kalmijn, Matthijs ;

    Zitatform

    Turek, Konrad, Kène Henkens & Matthijs Kalmijn (2024): Gender and Educational Inequalities in Extending Working Lives: Late-Life Employment Trajectories Across Three Decades in Seven Countries. In: Work, Aging and Retirement, Jg. 10, H. 2, S. 100-122. DOI:10.1093/workar/waac021

    Abstract

    "Public policies encourage later retirement, but they often do not account for discrepancies in the capacity for extending working lives. This paper studies trends and inequalities in extending working lives between 1990 and 2019 from gender and education perspectives in seven countries (Australia, Germany, Russia, South Korea, Switzerland, United Kingdom, and United States). The three-decade-long data provide insights into the societal transition toward extended employment that began in the mid-1990s. Using latent class growth analysis, we identify five universal trajectories representing late-life employment in all countries: Early, Standard and Late Exit patterns, and stable Nonemployment and Late Employment patterns. Regression analyses show that Non-Employment dominated the 1990s, but it significantly declined, giving space to Late Employment as one of the major employment pathways. Gender and educational differences are considerable and stable and constitute important stratification markers of late careers. Progress toward later employment affects all analyzed countries but in different ways, suggesting the simple generalizations of one-country findings can be risky. We discuss the risks of universal progress toward extending employment that can bring unequal results and negative consequences for vulnerable groups. This study also contributes methodologically by exploring the trajectory-oriented perspective on late careers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Older Workers in Germany: Employment Potentials in International Comparison (2024)

    Walwei, Ulrich ;

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    Walwei, Ulrich (2024): Older Workers in Germany: Employment Potentials in International Comparison. (IAB-Forschungsbericht 14/2024 (en)), Nürnberg, 24 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2414EN

    Abstract

    "In vielen Staaten der westlichen Welt erreichen die geburtenstarken Jahrgänge mehr und mehr das Rentenalter. Da weniger junge Arbeitskräfte in den Arbeitsmarkt nachrücken als Ältere ausscheiden, sinkt unter sonst gleichen Bedingungen die Zahl der verfügbaren Arbeitskräfte. Gleichzeitig wachsen die Finanzierungsprobleme in der Rentenversicherung, denn insbesondere in den international weit verbreiteten Umlagesystemen zahlen immer weniger Menschen in die Altersvorsorge ein. Gleichzeitig wächst der Anteil der Rentenbeziehenden. Vor diesem Hintergrund rückt die Erwerbsbeteiligung älterer Personen verstärkt in den Fokus. Der Bericht startet mit einer Übersicht der Erwerbsarbeit von Älteren in einem breiteren internationalen Vergleich. Dem folgt eine Situationsbeschreibung für Deutschland. Im Anschluss soll ein genauerer Blick auf die Länder gerichtet werden, die bei der Erwerbstätigkeit Älterer ganz vorne stehen. Es geht darum, Anhaltspunkte für diejenigen Faktoren zu erhalten, die das hohe Beschäftigungsniveau der Älteren in diesen Ländern begünstigt haben könnten. Die Bundesrepublik Deutschland hat bei der Beschäftigung Älterer in den letzten Dekaden deutlich aufgeholt. Dies gilt insbesondere für die 50-64-Jährigen. Im Vergleich zu den Spitzenländern fehlen mittlerweile nur noch wenige Prozentpunkte. Ein größerer Rückstand besteht allerdings noch bei den 65- bis 74-Jährigen. Der künftige Abstand zu anderen Ländern wird bei dieser Altersgruppe durch gegenläufige Entwicklungen beeinflusst. Durch die weiteren Schritte in Richtung der „Rente mit 67“ dürfte er sich vermutlich weiter verringern, durch die „Rente mit 63“ aber verlangsamt werden. Deutschland wird mit Blick auf die Erwerbstätigenquoten Älterer aber noch von einigen Ländern übertroffen. Hier stellt sich die Frage, welche Faktoren hinter der günstigen Entwicklung des Arbeitsmarktes für Ältere in diesen Ländern stehen könnten. Zu Vergleichszwecken wird in diesem Bericht die Situation in Japan, Neuseeland, Island, Norwegen und Schweden näher betrachtet, die weltweit die höchsten Erwerbstätigenquoten von Älteren aufweisen. Dabei werden nacheinander verschiedene, für die Erwerbstätigkeit Älterer bedeutsame Aspekte aus einer international vergleichenden Perspektive beleuchtet. Der Vergleich ergibt eine ganze Reihe von wichtigen Punkten, an die in anderen Ländern angeknüpft werden könnte. Die hohe Alterserwerbstätigkeit in Island, Schweden und Norwegen steht in Verbindung mit der in beiden Ländern hohen Frauenerwerbsbeteiligung und kontinuierlichen Verbesserungen im Bildungsniveau der Bevölkerung, einschließlich der beruflichen Weiterbildung. Neuseeland weist einen geringen Lohnabstand von Älteren gegenüber Jüngeren und hohe Einstellungsquoten Älterer auf, die zudem auch das Ergebnis einer konsequenten und öffentlich wahrnehmbaren Antidiskriminierungspolitik sind. In Japan spielen der demografisch bedingt sehr starke Arbeitskräftebedarf und Einkommensbedarfe auf individueller Ebene eine offenbar sehr große Rolle, da viele Ältere dort erwerbstätig sein müssen, um ihren Lebensunterhalt zu sichern. Hohe bzw. steigende Erwerbstätigenquoten Älterer sind grundsätzlich kein Selbstläufer. Sie setzen eine gute Bildung und Qualifikation auf der individuellen Ebene sowie die Möglichkeit und Befähigung zu lebenslangem Lernen voraus. Auch gesundheitliche Prävention ist für ein langes Erwerbsleben wichtig, die wie die Bildung am besten so früh wie möglich beginnt. Hohe Erwerbstätigenquoten Älterer werden nicht nur durch die individuelle Beschäftigungsfähigkeit begünstigt, sondern auch durch die Attraktivität des Arbeitsmarkts und damit der für Ältere erreichbaren Beschäftigung. Je besser es gelingt, Kompetenzen und Fähigkeiten der Älteren zu stärken, alters- und alternsgerechte Arbeit zu organisieren und flexibel auf Beschäftigtenwünsche einzugehen, desto größer ist die Chance, Ältere am Arbeitsmarkt zu halten oder zurückzugewinnen. Schließlich sind auch Regulierungen und Förderprogramme ins Blickfeld zu nehmen, die Anreize für Beschäftigung im Alter setzen. Zu nennen sind hier die Flexibilität des Rentenzugangs, arbeitsrechtliche Erleichterungen bei der Weiterbeschäftigung im Alter, die Bezugsdauer des Arbeitslosengelds für Ältere sowie die Berücksichtigung älterer Arbeitsloser in der aktiven Arbeitsmarktpolitik." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Walwei, Ulrich ;
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  • Literaturhinweis

    Who wants (them) to work longer? (2023)

    Bittschi, Benjamin ; Wigger, Berthold U. ;

    Zitatform

    Bittschi, Benjamin & Berthold U. Wigger (2023): Who wants (them) to work longer? In: Economics Letters, Jg. 227. DOI:10.1016/j.econlet.2023.111122

    Abstract

    "This paper examines age-specific individual preferences for the legal retirement age. Within a theoretical model, we develop the hypothesis that retirees prefer a higher legal retirement age than workers, and that newly retired individuals prefer the highest retirement age. Retirees benefit from a positive fiscal externality. A higher legal retirement age leads to higher pension benefits, without retirees having to bear the costs in the form of a longer working life. We corroborate the hypothesis empirically with a fuzzy regression discontinuity design and show that newly retired individuals are indeed most in favor of an increasing retirement age. We conclude that in aging societies the political feasibility of raising the legal retirement age increases." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2023 Elsevier) ((en))

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