Springe zum Inhalt

Bereich

Migration, Integration und internationale Arbeitsmarktforschung (INTER)

Forschungsbereich

Aufgaben

Der Forschungsbereich INTER untersucht Migration und Integrationsprozesse sowie deren Folgen für die Arbeitsmärkte in Deutschland und Europa. Dabei berücksichtigen wir unterschiedliche Arten der Migration, u. a. Fluchtmigration, Fachkräfteeinwanderung und Familiennachzug. Im Mittelpunkt stehen dabei folgende forschungsleitende Fragestellungen: Was sind wesentliche Ursachen und Determinanten von Flucht und Migration? Welche Auswirkungen hat die zunehmende internationale Migration, insbesondere die jüngsten Fluchtbewegungen, auf die Arbeitsmärkte in Deutschland und anderen europäischen Ländern und auf die sozialen Sicherungssysteme? Welche Faktoren sind für die langfristige Integration von Migranten und Geflüchteten in Arbeitsmarkt, Bildungssystem und Gesellschaft maßgebend? Wie stellen sich Integrationsmaßnahmen im internationalen Vergleich dar? Wie mobil sind die Zugewanderten international, wer bleibt wie lange in Deutschland? Welche Gründe gibt es für Migrantinnen und Migranten, Deutschland wieder zu verlassen? 

Des Weiteren beschäftigt sich der Bereich mit den Folgen der Internationalisierung und untersucht, welchen Einfluss der internationale Handel und Outsourcing auf Betriebe und allgemein auf gesamtwirtschaftliche Aspekte hat. Daneben analysieren wir den Einfluss von Institutionen des Arbeitsmarktes und Sozialstaates im internationalen Vergleich. 

Zudem analysieren wir den Einfluss von Institutionen des Arbeitsmarktes und Sozialstaates im internationalen Vergleich. Wir untersuchen beispielsweise, welche Strategien zur Integration von Erwerbslosen in den Arbeitsmarkt in anderen Ländern angewandt werden und wie diese unter den jeweiligen Rahmenbedingungen zu bewerten sind.  

Der Bereich leistet mit mehreren Längsschnittbefragungen einen wesentlichen Beitrag zum Aufbau einer leistungsfähigen Infrastruktur für die Migrations- und Flüchtlingsforschung: Die seit 2013 erhobene IAB-SOEP-Migrationsstichprobe ist heute der wichtigste Mikrodatensatz in Deutschland, mit dem die Ursachen der Migration, die Integration von Migrantinnen und Migranten in den deutschen Arbeitsmarkt und das Bildungssystem in ihrer Vielfalt untersucht werden können. Die seit 2016 erhobene IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten erfasst das Humankapital und die Persönlichkeitsmerkmale der Geflüchteten in Deutschland, ihre rechtliche, soziale und wirtschaftliche Integration und die Umstände von Flucht, Krieg und Vertreibung. Mit diesen Datensätzen können die Ursachen und Folgen von Fluchtmigration und anderen Migrationsbewegungen umfassend untersucht werden. 
 
Mit IMPa ist seit 2024 ein Paneldatensatz zu Weiter- und Rückkehrmigration entstanden. Auf Grundlage der IMPa-Daten können Schlüsselfragen zu Integration, Verbleib, Rückkehr, Weiterbewegung und zirkulärer Migration beantwortet werden (einschließlich individueller Migrationsüberlegungen und -pläne, sowie tatsächlichen Mobilitätsverhaltens), die für Politik, Arbeitsmärkte, Gesellschaft und Wissenschaft von großer Relevanz sind.  

Transitländer der Fluchtmigration können mit den seit 2020 erhobenen Transmit Datensätzen untersucht werden.
  
Diese umfangreiche Datenbasis dient dem Forschungsbereich als Grundlage für die evidenzbasierte Beratung von Politik und Öffentlichkeit in Deutschland und international zu den komplexen Fragen der Migration und Integration.  

Aktivitäten

Publikationen (1171)

Projekte (163)

Leitung

Team