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Kennungsbild für das IAB-Thema/Kompetenzfeld „Arbeitsmarkt im Strukturwandel“

Arbeitsmarkt im Strukturwandel

Wirtschaft und Arbeitsmarkt unterliegen einem permanenten Wandel. Dieser Wandel wird nicht nur durch langfristige Entwicklungen wie demografische Veränderungen oder Globalisierung beeinflusst, sondern auch durch die digitale Transformation, die Auswirkungen des Klimawandels und unerwartete Krisen, wie die mit dem Ukrainekrieg einhergehenden Verwerfungen. Im Kompetenzfeld „Arbeitsmarkt im Strukturwandel“ analysiert und projiziert das IAB, in welcher Form und in welchem Umfang dadurch der Wandel des Arbeitsmarkts beeinflusst wird. Dabei wird eine Vielzahl von Prozessen und Effekten betrachtet, z.B. die Entwicklung der Beschäftigung und Arbeitslosigkeit sowie der Arbeitskräfte- und Fachkräftebedarfe und die Effekte auf Entlohnung, Weiterbildung, Arbeitsbedingungen oder Arbeitsangebot. Die berufliche Ebene steht im besonderen Fokus der Analysen, weil der strukturelle Wandel am Arbeitsmarkt sich zentral in Veränderungen der beruflichen Anforderungen, Kompetenzen und Tätigkeiten niederschlägt. Da sich der Wandel in der Regel regional differenziert auswirkt, stehen bei den Analysen häufig regionale Unterschiede im Blickpunkt.

Das Kompetenzfeld befasst sich auch 2026 weiterhin mit der Frage, welche Effekte der Einsatz neuer Technologien auf den Arbeitsmarkt hat. Dabei werden insbesondere die Folgen des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz (KI) in den Blick genommen. Neu erhobene Beschäftigtendaten sowie Informationen aus Stellenanzeigen werden aufbereitet, um zu analysieren, wie sich durch den Einsatz von KI unter anderem Tätigkeits- und Anforderungsstrukturen oder Arbeitsbedingungen verändern. Anhand von Modellrechnungen werden kurz- und längerfristige Projektionen zu den regionalen Fachkräfte- und Qualifikationsbedarfen erstellt und gezeigt, wie sich durch den Einsatz von KI das Angebot und die Nachfrage nach Qualifikationen und Berufen langfristig entwickeln könnte. Daneben wird auch untersucht, ob Unternehmen auf Handelsschocks anders reagieren als auf Technologieschocks. Analysiert wird auch, ob und wie sich betriebliche Lohnprämien zwischen Beschäftigten in Routine- und Nicht-Routineberufen unterscheiden und wie sich diese Unterschiede im Zeitverlauf entwickelt haben. Ein weiterer Forschungsfokus liegt auf der Anpassung an den Strukturwandel auf regionaler Ebene durch Beschäftigtenmobilität zwischen Betrieben und Branchen und welche Rolle die Arbeitsmarktpolitik dabei spielen kann.

Der Forschung zu den Auswirkungen der ökologischen Transformation und den dadurch bedingten Anpassungsbedarfen wird im Jahr 2026 weiter verstärkt Aufmerksamkeit geschenkt. Dabei wird untersucht, wie sich die ökologische Transformation auf das Weiterbildungsverhalten von Beschäftigten auswirkt und welche Berufsgruppen dabei besonders betroffen sind. Daneben wird der Frage nachgegangen, ob es dabei geschlechts- und altersgruppenspezifische Unterschiede gibt. Weiterhin steht im Fokus, wie sich Berufe mit „green skills“ – also mit umweltfreundlichen Tätigkeiten, Kompetenzen und Fertigkeiten – von anderen Berufen hinsichtlich ihrer Kompetenzprofile unterscheiden, wie sich diese im Zeitverlauf verändern und welche Übergangschancen oder -hindernisse sich daraus für Beschäftigte ergeben können. Zusätzlich wird analysiert, welche regionalen Unterschiede bei der Verbreitung grüner Kompetenzen bestehen und welche Rolle regionale Mobilität – gegeben diese Unterschiede - für die Beschäftigungsentwicklung und Einkommensunterschiede spielt. Ziel ist es, besser zu verstehen, wie sich die regionalen Dimensionen der ökologischen Transformation auf den Arbeitsmarkt auswirken und wie arbeitsmarktpolitische Maßnahmen darauf reagieren können.

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