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Presseinformation des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung vom 26.08.2026

IAB-Arbeitsmarktbarometer: Flaute hält an

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer stagniert im August bei 99,5 Punkten. Bereits seit Jahresbeginn verharrt der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) damit leicht unter der neutralen 100-Punkte-Marke. Das European Labour Market Barometer fällt erstmals seit vier Monaten ebenfalls wieder unter diese Marke und liegt im August bei 99,9 Punkten.

„Die Konjunktur hat sich zuletzt gefestigt, aber am Arbeitsmarkt reicht das gerade einmal, um Schlimmeres zu verhindern“, erklärt Enzo Weber, Leiter des Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“ am IAB.  Bei der Entwicklung der Arbeitslosigkeit zeigt sich wenig Bewegung: Die Komponente zur Vorhersage der Arbeitslosigkeit liegt im August unverändert bei 99,5 Punkten. Der Ausblick ist damit zwar nicht mehr stark negativ, stagniert aber. Dagegen haben sich die Beschäftigungsaussichten im Jahresverlauf immer weiter eingetrübt: Im Vergleich zum Vormonat sinkt die Beschäftigungskomponente weiter um 0,1 Punkte und liegt nun bei 99,4 Punkten. Im Januar stand die Komponente noch bei 100,4 Punkten. „Der schleichende Abwärtstrend bei der Beschäftigung setzt sich fest“, konstatiert Weber.

Das European Labour Market Barometer verzeichnet im August einen Rückgang von 0,3 Punkten und liegt nun bei 99,9 Punkten. Der Frühindikator des Europäischen Netzwerks der öffentlichen Arbeitsverwaltungen und des IAB fällt damit nach einer vormals leichten Aufwärtstendenz wieder auf den Stand vom Jahresbeginn zurück. „Die Energiepreise drücken auf eine weitere Erholung der europäischen Arbeitsmärkte“, so Weber.

Datengrundlage

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist ein seit November 2008 bestehender Frühindikator, der auf einer monatlichen Umfrage der Bundesagentur für Arbeit unter allen lokalen Arbeitsagenturen basiert.

Das European Labour Market Barometer ist ein monatlicher Frühindikator, der auf einer seit Juni 2018 gemeinsam von den 18 Arbeitsverwaltungen und dem IAB durchgeführten Befragung unter den lokalen oder regionalen Arbeitsagenturen der teilnehmenden Länder basiert. Dazu zählen: Belgien (Deutschsprachige Gemeinschaft, Wallonien), Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Island, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, die Schweiz, Spanien und Zypern.

Während Komponente A des IAB-Arbeitsmarktbarometers und des European Labour Market Barometers die Entwicklung der saisonbereinigten Arbeitslosenzahlen für die nächsten drei Monate prognostiziert, dient Komponente B der Vorhersage der Beschäftigungsentwicklung. Der Mittelwert aus diesen beiden Komponenten „Arbeitslosigkeit“ und „Beschäftigung“ bildet den Gesamtwert der beiden Barometer. Dieser Indikator gibt damit einen Ausblick auf die Gesamtentwicklung des Arbeitsmarkts. Da das Saisonbereinigungsverfahren laufend aus den Entwicklungen der Vergangenheit lernt, kann es zu nachträglichen Revisionen kommen. Die Skala der Barometer reicht von 90 (sehr schlechte Entwicklung) bis 110 (sehr gute Entwicklung).

Zum Download stehen bereit:

- eine Zeitreihe des IAB-Arbeitsmarktbarometers einschließlich seiner Einzelkomponenten „Arbeitslosigkeit“ und „Beschäftigung“ unter www.iab.de/presse/abzeitreihe (xlsx).  

- eine Grafik mit den aktuellen Werten des IAB-Arbeitsmarktbarometers und seiner Komponenten sowie eine Zeitreihengrafik unter https://iab.de/daten/iab-arbeitsmarktbarometer/.   

Eine Zeitreihe des European Labour Market Barometer einschließlich seiner Einzelkomponenten für alle beteiligten Arbeitsverwaltungen ist unter www.iab.de/Presse/elmb-components (xlsx) abrufbar. 

Mehr zum Europäischen Arbeitsmarktbarometer findet sich unter https://iab.de/en/daten/european-labour-market-barometer/.

Weitere Information zum Arbeitskräfteknappheits-Index des IAB finden Sie unter https://iab.de/daten/arbeitskraefteknappheits-index/