This paper develops a macroeconomic model that combines an incomplete-markets overlapping-generations economy with a job ladder featuring strategic wage bargaining and endogenous search effort of employed and non-employed workers. The model is able to capture the empirical relationships between search activity, labor market transition, earnings and wealth that we document in German data. We use the calibrated model to analyze the determinants of job mobility, earnings and wealth dynamics over the life cycle. We further examine the impact of unemployment insurance and progressive taxation for labor market dynamics, wage inequality and macroeconomic outcomes.
Archiv: IAB-Veranstaltungen
Social policy and the labour market in turbulent times: (no) need for change?
Die Soziale Marktwirtschaft – Eine Bestandsaufnahme und das neue Ludwig Erhard ifo Forschungszentrum
Die Soziale Marktwirtschaft steht für die gelungene Verbindung von wirtschaftlicher Effizienz mit sozialem Ausgleich. Seit fast 75 Jahren bestimmt dieses Leitbild die wirtschaftliche und gesellschaftliche Ordnung in Deutschland und gilt auch darüber hinaus als Erfolgsmodell. Aber die Soziale Marktwirtschaft steht vor großen Herausforderungen. Das Ludwig Erhard ifo Forschungszentrum für Soziale Marktwirtschaft in Fürth erforscht, welche Reformen notwendig sind, um Wohlstand für Alle auch für zukünftige Generationen zu ermöglichen. In diesem Vortrag wird einerseits erörtert, wo die Soziale Marktwirtschaft heute steht. Andererseits werden die Themen und Aufgaben des neuen Ludwig Erhard ifo Forschungszentrum skizziert.
Technological Change, Firm Heterogeneity and Wage Inequality
We argue that skill-biased technological change not only affects wage gaps between skill groups, but also increases wage inequality within skill groups, across workers in different firms. Building on a heterogeneous firm framework with labor market frictions, we show that an industry-wide skill-biased technological change shock will increase between-firm wage inequality within the industry through four main channels: changes in the skill wage premium (as in traditional models of technological change); increased employment concentration in more productive firms; increased wage dispersion between firms for workers of the same skill type; and increased dispersion in the skill mix that firms employ, due to more sorting of skilled workers into more productive firms. Importantly, a simultaneous increase in the supply of skilled workers does not offset the technology- induced rise in inequality. Using rich administrative matched employer-employee data from Germany, we provide empirical evidence of establishment-level adjustments that are in line with the predictions of the model. We further document that industries with more technological adoption exhibit particularly pronounced adjustment patterns along the dimensions highlighted by the model.
White-Box-AI: Transparente Entscheidungsunterstützung durch interpretierbare Machine-Learning-Modelle
Die meisten Modelle der künstlichen Intelligenz und des maschinellen Lernens basieren auf komplexen Abbildungsvorschriften und bieten dadurch keine Möglichkeiten, die Funktionsweise der Modelle nachzuvollziehen oder externes Wissen durch Expertinnen und Experten zu integrieren. Aufgrund solcher Black-Box-Eigenschaften können diese Modelle nur schwer überprüft werden und sind deshalb für viele Anwendungsfelder z. B. im Finanzsektor oder im Gesundheitswesen ungeeignet.
Patrick Zschech liefert im seinem Vortrag einen Überblick über aktuelle Entwicklungen im Bereich White-Box AI. Dabei demonstriert er, dass moderne Maschine-Learning-Modelle nicht zwangsweise undurchsichtig sein müssen und dennoch in der Lage sein können, konkurrenzfähige Prognosequalitäten zu erreichen.
Longer careers: A barrier to hiring and coworker advancement?
Racial Gaps in Student Loan Repayment and Default: A Lifecycle Approach
Racial gaps in student loan accumulation and repayment are substantial. Using data from the Beginning Postsecondary Students survey, we document that Black students are more likely to borrow than White students, and they accumulate larger student debt conditional on borrowing. Black borrowers are also more likely to be enrolled in income-based or extended repayment plans, so they have lower average monthly payments and pay off their debt more slowly. Nevertheless, Black borrowers are 2-4 times more likely to default on student loans. To what extent can initial conditions and lifecycle financial circumstances account for these racial differences in student loan repayment and default? We construct a lifecycle consumption-savings model that captures observed heterogeneity in initial wealth and student debt, as well as unobserved heterogeneity in parameters governing initial human capital and lifecycle human capital accumulation. The model produces earnings dynamics, labor supply choices, human capital accumulation, and financial asset accumulation that are consistent with lifecycle data. We use our model to quantify the relative contributions from each of these channels to the racial default rate gaps over the lifecycle. We aim to use our model to advance policy proposals that can mitigate racial gaps in student loan default.
Bargaining in the Labor Market
This paper examines the incidence and consequences of individual wage bargaining. We collected survey data on the bargaining policies of more than 700 German firms. Using these data, we validate a new survey measure of firm bargaining policies. We then examine what drives heterogeneity in firm policies. Using the link between these data, administrative Social Security records, and a survey we fielded to 135,000 German workers, we examine the dynamics of bargaining in the labor market. In the last part of the paper we examine the implications of individual-bargaining for wage inequality. We also draw a link between individual specific pay premia and bargaining behavior.
EALE Job Market Tour 2023
Evaluation des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes
Mit der Reform des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) vom April 2017 verfolgte der Gesetzgeber mehrere Ziele: Die Leiharbeit sollte auf ihre Kernfunktion fokussiert, in dieser aber gleichzeitig auch gestärkt werden; die Stellung der Leiharbeitskräfte sollte, insbesondere hinsichtlich der Löhne, aber auch in Bezug auf die Chancen am Arbeitsmarkt, verbessert werden; die Tarifautonomie sollte gestärkt werden, indem man den Tarifparteien Spielräume zur Regelung bestimmter Parameter der Arbeitnehmerüberlassung, etwa bei der Überlassungshöchstdauer oder dem Equal Pay, einräumte.
Die Evaluation des Gesetzes untersucht die Umsetzung und die Wirksamkeit der Neuregelungen auf Grundlage wissenschaftlicher Daten und Methoden. Dazu wird insbesondere die Situation in der Arbeitnehmerüberlassung vor dem Wirksamwerden der Neuregelungen mit der Situation danach verglichen und bewertet. Auf der Grundlage von Sekundärdaten und umfangreichen quantitativen und qualitativen eigenen Erhebungen wurden die Perspektiven der in der Arbeitnehmerüberlassung beteiligten Akteure (Leiharbeitskräfte, Verleihbetriebe, Entleihbetriebe, weitere Institutionen) umfassend erhoben und auf Basis dieser multiperspektivischen Datengrundlage zahlreiche Forschungsfragen untersucht.
Die Ergebnisse zeigen insgesamt, dass die Ziele der Gesetzesreform nur teilweise erreicht werden konnten. Zum Teil liegt dies auch daran, dass die einzelnen Ziele in unterschiedliche Richtungen gehen. Die Absichten und Zielsetzungen, die der Gesetzgeber mit der Neuregelung des AÜG verfolgt hat, werden zwar von vielen Akteuren als grundsätzlich sinnvoll eingeschätzt, die einzelnen Regelungen und deren Durchführung werden jedoch insgesamt als komplex und nur eingeschränkt wirkungsvoll bewertet. Insbesondere in den beiden Kernbereichen der Reform, den Neuregelungen zur Überlassungshöchstdauer und zum Equal Pay, wird von vielen Seiten Nachbesserungsbedarf gesehen. Die relativ geringe Reichweite der Effekte und die oft nur kleine oder nicht nachweisbare Effektstärke, die sich in vielen Ergebnissen der Evaluation zeigen, sind nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass insgesamt nur eine begrenzte Anzahl von Personen und Betrieben von den Neuregelungen betroffen ist, weil die „Neuregelungen“ teils bereits seit Langem umgesetzt werden, und dass die Eingriffstiefe im Vergleich zum vorherigen Zustand insgesamt gering ist. Aus diesen Gründen halten sich die Effekte der Reform – seien es erwünschte oder unerwünschte – insgesamt in überschaubarem Rahmen.
Der vollständige Bericht ist auf der Homepage des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales veröffentlicht.
