Arbeit 4.0 und Gender – Mehr Geschlechtergerechtigkeit durch flexible Arbeitsmodelle?
Mobiles Arbeiten in einer flexibilisierten Arbeitswelt birgt einerseits Chancen für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, andererseits aber auch die Gefahr der Selbstausbeutung durch die Entgrenzung von Arbeit und Freizeit. Wie wirken sich flexible Arbeitsmodelle auf Berufs- und Karriereverläufe und die partnerschaftliche Aufteilung von Erwerbs- und Familienarbeit aus?
In diesem Themendossier finden Sie aktuelle Literatur und weiterführende Links zu den Auswirkungen mobiler Arbeit auf die Arbeits- und Lebenssituation von Frauen und Männern.
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Literaturhinweis
Technological Progress, Occupational Structure and Gender Gaps in the German Labour Market (2022)
Zitatform
Bachmann, Ronald & Myrielle Gonschor (2022): Technological Progress, Occupational Structure and Gender Gaps in the German Labour Market. (IZA discussion paper 15419), Bonn, 39 S.
Abstract
"We analyze if technological progress and the corresponding change in the occupational structure have improved the relative position of women in the labour market. We show that the share of women rises most strongly in non-routine cognitive and manual occupations, but declines in routine occupations. While the share of women also rises relatively strongly in high-paying occupations, womens' individual-level wages lag behind which implies within-occupation gender wage gaps. A decomposition exercise shows that composition effects with respect to both individual and job characteristics can explain the rise of female shares in the top tier of the labour market to an extent. However, the unexplained part of the decomposition is sizeable, indicating that developments such as technological progress are relevant." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Die Folgen der Digitalisierung für die Geschlechterungleichheit auf dem Arbeitsmarkt – Substituierbarkeitspotenziale und die Beschäftigungsentwicklung bei Frauen und Männern (2022)
Zitatform
Burkert, Carola, Katharina Dengler & Britta Matthes (2022): Die Folgen der Digitalisierung für die Geschlechterungleichheit auf dem Arbeitsmarkt – Substituierbarkeitspotenziale und die Beschäftigungsentwicklung bei Frauen und Männern. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 71, H. 1, S. 3-27., 2021-09-01. DOI:10.3790/sfo.71.1.3
Abstract
"Die fortschreitende Digitalisierung hat Auswirkungen auf die Arbeitswelt und damit auch auf die bestehenden Geschlechterungleichheiten am Arbeitsmarkt. Es gibt sowohl Argumente, dass die Digitalisierung zu einer Verschärfung als auch zu einer Nivellierung der bestehenden Geschlechterungleichheiten am Arbeitsmarkt beitragen kann. Der vorliegende Beitrag zeigt deskriptiv, dass Frauen im Durchschnitt seltener als Männer substituierbare Tätigkeiten – auch über alle Anforderungsniveaus hinweg – erledigen. Daraus ist jedoch keineswegs abzuleiten, dass Frauen eher von der Digitalisierung profitieren. Denn nicht nur die technologischen Möglichkeiten variieren in den Berufen sehr stark, sondern die Substituierbarkeitspotenziale werden auch nicht immer und sofort realisiert. In den multivariaten Analysen zeigt sich, dass der Zusammenhang zwischen den Substituierbarkeitspotenzialen und der Beschäftigungsentwicklung für Frauen und für Männer negativ ist. Vor allem in Berufen mit hohen Substituierbarkeitspotenzialen und niedrigem Frauenanteil ist die Beschäftigung zwischen 2013 und 2016 gesunken. Insgesamt lässt sich resümieren, dass Digitalisierung einen Beitrag für die Nivellierung von Geschlechterungleichheiten entfalten könnte. Es kommt jedoch darauf an, wie Technologien gestaltet und eingesetzt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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The effects of AI on the working women lives (2022)
Zitatform
Collett, Clementine, Gina Neff & Livia Gouvea Gomes (2022): The effects of AI on the working women lives. Paris ; New York, NY ; Washington, DC, 81 S.
Abstract
"The development and use of Artificial Intelligence (AI) continue to expand opportunities for the achievement of the 17 United Nations Sustainable Development Goals (SDGs), including gender equality. Taking a closer look at the intersection of gender and technology, this collaboration between UNESCO, the InterAmerican Development Bank (IDB) and the Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD) examines the effects of AI on the working lives of women. This report describes the challenges and opportunities presented by the use of emerging technology such as AI from a gender perspective. The report highlights the need for more focus and research on the impacts of AI on women and the digital gender gap, in order to ensure that women are not left behind in the future of work." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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The Organization of Networking and Gender Inequality in the New Economy: Evidence from the Tech Industry (2022)
Zitatform
Mickey, Ethel L. (2022): The Organization of Networking and Gender Inequality in the New Economy: Evidence from the Tech Industry. In: Work and occupations, Jg. 49, H. 4, S. 383-420. DOI:10.1177/07308884221102134
Abstract
"In the new economy, with shrinking organizational supports and increased precarity for professional workers, networking has intensified as an entrepreneurial career management strategy. Networking is embedded in the logic of new work organizations, but less attention has been paid to its impact on gender inequality. Through fifty interviews with workers from one tech company and nine months of observations, I ask: (1) In the new economy, with intense networking demands, how does gender structure the networking strategies of workers? And (2) How does the organization of networking contribute to gender inequality? I find that individuals draw on masculinity and femininity as they network in ways that reproduce gender status hierarchies. The structure and culture of networking disproportionately limit the careers of women compared to men by shaping their (1) networking approaches; (2) attitudes about networking; and (3) resources gained from networking. Men network by strategically socializing, confidently building informal relationships with other men through masculine activities and leveraging these relationships for key resources. Women cannot similarly access informal relationships, and so they engage in strategic networking, attending formal networking events that are less effective in providing career resources. Women embodying an elite, white femininity locate personal support in the company-sponsored women's network. However, this group reinforces organizational boundaries by gender and race. This article advances sociological literature on inequality in the new economy, drawing on gender theory to demonstrate how in elite, male-dominated industries like technology, networking contributes to the maintenance of gender inequalities." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Arbeit 4.0 geschlechtergerecht gestalten - Wandel, Risiken, Chancen (2022)
Weusthoff, Anja;Zitatform
Weusthoff, Anja (2022): Arbeit 4.0 geschlechtergerecht gestalten - Wandel, Risiken, Chancen. In: C. Rudolph, A. Reber & S. Dollsack (Hrsg.) (2022): Geschlechtergerechtigkeit und MINT, S. 247-264.
Abstract
"Der digitale Wandel trifft mit voller Wucht auch den Arbeitsmarkt: Kaum ein Beruf kommt ohne digitale Informations- und Kommunikationstechnologien oder spezialisierte Maschinen und Produktionsmittel aus. In der öffentlichen Debatte werden die Auswirkungen dieser Digitalisierung zugleich unterschätzt und überschätzt: Im Allgemeinen verengt sich der Blick auf den technolgischen Fortschritt in der Produktion von Waren, der unter dem Begriff "Industrie 4.0" bereits seit einigen Jahren in aller Munde ist. Gleichzeitig werden im Zuge des digitalen Wandels oft hohe Einbußen an Arbeitsplätzen vorhergesagt. Beide Annahmen greifen zu kurz und verstellen den Blick auf die vielfältigen Erscheinungsformen der Digitalisierung in der Arbeitswelt, auf ihre unterschiedlichen Effekte in den einzelnen Branchen - und auf die ungleichen Folgen digitaler Technlogien für das Erwerbsleben von Männern und Frauen. Digitalisierungsprozesse sind nicht geschlechtsneutral. Weil sie auf eine nach Geschlechtern hoch segregierte Arbeitswelt treffen, sind ihre Wirkungen auf die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen am Arbeitsmarkt ambivalent. Wird die Digitalisierung politisch, tariflich und betrieblich unter Berücksichtigung der Geschlechterperspektive gestaltet, kann sie einen Beitrag zur Überwindung der geschlechtsspezifischen Ungleichheiten leisten. Der digitale Wandel in der Arbeitswelt und seine Effekte auf Frauen müssen daher vor dem Hintergrund bestehender Ungleichheiten und Benachteiligung bewertet werden. Der vorliegende Beitrag bietet einen breiteren Blick auf die Digitalisierung an: Ausgangspunkt der Darstellung sind die geschlechtsspezifische Segregation am Arbeitsmarkt und die Gender Gaps im Erwerbsleben. Diese strukturellen Ungleichheiten bilden den Hitnergrund für die Bewertung der vielfältigen Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt. Das abschließende Fazit formuliert Konsequenzen für den Gestaltungsbedarf digitalisierter Erwerbsarbeit durch Sozialpartner und Politik." (Textauszug, IAB-Doku)
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Spatial and temporal segmenting of urban workplaces: The gendering of multi-locational working (2021)
Zitatform
Burchell, Brendan, Darja Reuschke & Mary Zhang (2021): Spatial and temporal segmenting of urban workplaces. The gendering of multi-locational working. In: Urban studies, Jg. 58, H. 11, S. 2207-2232. DOI:10.1177/0042098020903248
Abstract
"Existing urban research has focused on gender differences in commuting patterns to and from homes, but has paid little attention to the gendered diversity in the spatiotemporal patterns of work. The increase in remote working and information and communications technology (ICT) work has been emphasised, but at the cost of exploring the full range of workplaces and multi-locational working observed in urban areas. This article develops a new classificatory system to analyse the spatiotemporal patterns of work in European cities using the 2015 6th European Working Conditions Survey. We identify 12 distinct spatiotemporal work patterns of full-time workers and investigate gender differences across these patterns against the backdrop of occupation, industrial sector, employment status, household composition and ICT use. Findings show that women are far more likely to be restricted to only working at the employer/business premises while men have more varied and complex spatiotemporal patterns of work. Multi-locational working rather than working at one workplace is a largely male phenomenon. Working exclusively at home is still a rarity, but combinations with employer premises and other workplaces are more common. We conclude that workplace research has been blinkered by narrow concerns of advances in mobile technologies and has been blind to the pervasive effects of spatiotemporal divisions in the working lives of men and women. The methodological and theoretical implications of this new perspective on workplaces for urban development and research are discussed." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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The gender earnings gap in the gig economy: evidence from over a million rideshare drivers (2021)
Zitatform
Cook, Cody, Rebecca Diamond, Jonathan Hall, John A. List & Paul Oyer (2021): The gender earnings gap in the gig economy. Evidence from over a million rideshare drivers. In: The Review of Economic Studies, Jg. 88, H. 5, S. 2210-2238. DOI:10.1093/restud/rdaa081
Abstract
"The growth of the “gig” economy generates worker flexibility that, some have speculated, will favour women. We explore this by examining labour supply choices and earnings among more than a million rideshare drivers on Uber in the U.S. We document a roughly 7% gender earnings gap amongst drivers. We show that this gap can be entirely attributed to three factors: experience on the platform (learning-by-doing), preferences and constraints over where to work (driven largely by where drivers live and, to a lesser extent, safety), and preferences for driving speed. We do not find that men and women are differentially affected by a taste for specific hours, a return to within-week work intensity, or customer discrimination. Our results suggest that, in a “gig” economy setting with no gender discrimination and highly flexible labour markets, women’s relatively high opportunity cost of non-paid-work time and gender-based differences in preferences and constraints can sustain a gender pay gap." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Fathers' Perceptions of the Availability of Flexible Working Arrangements: Evidence from the UK (2021)
Zitatform
Cook, Rose, Margaret O'Brien, Sara Connolly, Matthew Aldrich & Svetlana Speight (2021): Fathers' Perceptions of the Availability of Flexible Working Arrangements: Evidence from the UK. In: Work, Employment and Society, Jg. 35, H. 6, S. 1014-1033. DOI:10.1177/0950017020946687
Abstract
"A conditional right to request flexible working arrangements (FWAs) has existed for most UK employee parents since 2003. However, there are growing concerns about access, particularly among fathers. Using nationally representative data from the 2015 UK Household Longitudinal Survey, this article examines fathers? perceptions of the availability of hours reduction, schedule flexibility and working from home. Results show that almost one-third of fathers believe that FWAs that reduce working hours are unavailable to them, compared with one-tenth of mothers. There are no gender differences in perceptions of availability of schedule and location flexibility. Among fathers, those with lower education levels, in lower status occupations, working in the private sector and in workplaces that do not have trade union presence are more likely to believe that FWAs are unavailable. Therefore, even though most employees now have the right to request FWAs, a significant minority of fathers do not perceive FWAs to be available to them." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Geschlechtsspezifische Arbeitsmarkteffekte der Digitalisierung: ein Literaturüberblick zum Forschungsstand (2021)
Maier, Friederike;Zitatform
Maier, Friederike (2021): Geschlechtsspezifische Arbeitsmarkteffekte der Digitalisierung. Ein Literaturüberblick zum Forschungsstand. (Discussion papers des Harriet Taylor Mill-Instituts für Ökonomie und Geschlechterforschung der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin 44), Berlin, 37 S.
Abstract
"Die Arbeit der Zukunft und die Zukunft der Arbeit sind angesichts der digitalen Transformation der Ökonomie wieder in aller Munde – das Spektrum der Bewertungen reicht dabei von äußerst düsteren Prognosen bis zu optimistischen, die Gestaltbarkeit der Prozesse betonenden Analysen. Geschlechteraspekte kommen dabei bisher nur am Rande zur Sprache. Das folgende Paper stellt den Stand der Diskussion unter dem Aspekt der Chancengleichheit der Geschlechter dar: es resümiert zunächst den aktuell erreichten Stand der Erwerbstätigkeit von Frauen, stellt dann die zurzeit diskutierten Prognosen insbesondere für Deutschland vor und präsentiert die nach Geschlecht differenzierenden Analysen. Dabei wird unterschieden zwischen quantitativen Effekten generell, der Veränderung von Tätigkeiten und deren Inhalten im Detail sowie den Folgen der Digitalisierung für die Bewertung und Entlohnung von Erwerbsarbeit. Im abschließenden Kapitel wird darauf rekurriert, dass die Digitalisierung keines der zahlreichen gleichstellungspolitischen Probleme automatisch lösen wird, im Gegenteil: zu den notwendigen Veränderungen kommen neue hinzu, die durch die Digitalisierung ausgelöst werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Der Skill-Gap - noch eine Lücke zwischen Frauen und Männern?: Eine Analyse der Verteilung beruflicher Anforderungen in Zeiten der Digitalisierung (2021)
Stohr, Daniel Christoph; Runschke, Benedikt; Hofmann, Sandra; Beule, Patrick; Laukhuf, Andrea; Spies, Sabrina;Zitatform
Stohr, Daniel Christoph, Andrea Laukhuf, Benedikt Runschke, Sabrina Spies, Patrick Beule & Sandra Hofmann (2021): Der Skill-Gap - noch eine Lücke zwischen Frauen und Männern? Eine Analyse der Verteilung beruflicher Anforderungen in Zeiten der Digitalisierung. (Hans-Böckler-Stiftung. Working paper Forschungsförderung 218), Düsseldorf, 46 S.
Abstract
"Die Ausübung von Berufen erfordert unterschiedliche berufliche Anforderungen von Beschäftigten. Hat dies vor dem Hintergrund der horizontalen Segregation zu einem Skill-Gap auf dem deutschen Arbeitsmarkt geführt und kann Digitalisierung diesen künftig verändern? Die Autoren untersuchen die Skill-Verteilung in Berufen durch eine quantitative Stellenanzeigenanalyse und zeigen auf, welche Kompetenz- und Tätigkeitsbereiche von besonders unterschiedlicher Verteilung Ungleichheit geprägt sind. Die Untersuchung macht deutlich, dass die Digitalisierung alleine nur bedingt dazu in der Lage ist, verkrustete Geschlechterverhältnisse auf dem Arbeitsmarkt zu lösen und zusätzliche, zielgerichtete Maßnahmen ergriffen werden sollten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Dritter Gleichstellungsbericht der Bundesregierung: Digitalisierung geschlechtergerecht gestalten (2021)
Zitatform
(2021): Dritter Gleichstellungsbericht der Bundesregierung. Digitalisierung geschlechtergerecht gestalten. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen Dritter 19/30750 (10.06.2021)), Berlin, 195 S.
Abstract
"Die Bundesregierung legt laut Beschluss des Deutschen Bundestages in jeder Legislaturperiode einen Bericht zur Gleichstellung von Frauen und Männern vor. Kernstück jedes Gleichstellungsberichts ist – neben der Stellungnahme der Bundesregierung sowie der Bilanzierung des vorangegangenen Berichts – das Gutachten, das jeweils eine unabhängige Sachverständigenkommission erstellt. Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Franziska Giffey, beauftragte am 5. April 2019 uns als Kommission mit der Erstellung des vorliegenden Gutachtens zum Dritten Gleichstellungsbericht. Dem Berichtsauftrag zufolge sollte das Gutachten folgende Leitfrage bearbeiten: „Welche Weichenstellungen sind erforderlich, um die Entwicklungen in der digitalen Wirtschaft so zu gestalten, dass Frauen und Männer gleiche Verwirklichungschancen haben?“ Ziel des Gutachtens, so der Berichtsauftrag, war es, ausgehend von aktuellen Erkenntnissen Handlungsschritte und -empfehlungen zur Leitfrage aufzuzeigen. Diese sollten so formuliert werden, dass sie einen konkreten Umsetzungsprozess und ein Monitoring unterstützen." (Textauszug)
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BAuA-Arbeitszeitbefragung: Telearbeit in Deutschland (2020)
Zitatform
Backhaus, Nils, Anne M. Wöhrmann & Anita Tisch (2020): BAuA-Arbeitszeitbefragung: Telearbeit in Deutschland. (baua: Bericht kompakt), Dortmund, 4 S. DOI:10.21934/baua:berichtkompakt20191216.2
Abstract
"Die zunehmenden Möglichkeiten der Informations- und Kommunikationstechnologie ermöglichen es vielen Beschäftigten, ihre Arbeit unabhängig von einem festen Arbeitsort zu verrichten. Die BAuA-Arbeitszeitbefragung zeigt allerdings, dass nur ein geringer Anteil an Beschäftigten tatsächlich über eine Vereinbarung zur Telearbeit verfügt (12 Prozent). Bei diesen halten sich Ressourcen (z. B. selbstbestimmte Arbeitszeiten oder soziale Unterstützung durch Kolleginnen und Kollegen) und Belastungen (z. B. Überstunden oder erweiterte Erreichbarkeit) die Waage. Ein weitaus größerer Teil der Beschäftigten arbeitet zumindest gelegentlich ohne betriebliche Vereinbarung von zuhause (31 Prozent). Bei dieser Gruppe überwiegen die belastenden Arbeitsanforderungen, was häufig auch mit einer geringeren Zufriedenheit mit der Work-Life-Balance einhergeht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Orts- und zeitflexibles Arbeiten: Alte Geschlechterungleichheiten und neue Muster der Arbeitsteilung durch Digitalisierung (2020)
Carstensen, Tanja;Zitatform
Carstensen, Tanja (2020): Orts- und zeitflexibles Arbeiten: Alte Geschlechterungleichheiten und neue Muster der Arbeitsteilung durch Digitalisierung. In: Zeitschrift für Arbeitswissenschaft, Jg. 74, H. 3, S. 195-205. DOI:10.1007/s41449-020-00213-y
Abstract
"Der vorliegende Beitrag verfolgt die Frage, inwiefern sich bei orts- und zeitflexiblem Arbeiten mit digitalen Technologien Vereinbarkeit von Beruf und Familie und Geschlechterungleichheiten in der häuslichen Arbeitsteilung verändern. Grundlage bilden Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt „Wandel der Geschlechterverhältnisse durch Digitalisierung“ (Hans-Böckler-Stiftung). Es zeigen sich verschiedene Effekte: So ermöglichen mobiles Arbeiten und Homeoffice es Teilzeitbeschäftigten, ihre vertraglich vereinbarte Arbeitszeit zu erhöhen; flexible digitale Arbeit sorgt für emotionale und zeitliche Entlastungen bei spontanen Notfällen wie Krankheit der Kinder; aber auch der Umfang unsichtbarer und unbezahlter Mehrarbeit steigt. In der Regel kommt es dabei nicht zu einer Neuorganisation oder Umverteilung der unbezahlten Haus- und Sorgearbeiten. Dennoch zeigen sich in Ansätzen Verschiebungen der häuslichen Arbeitsteilung. Der Beitrag stellt die zentralen Ergebnisse des Projekts vor und diskutiert sie hinsichtlich ihrer Implikationen für Geschlechterungleichheiten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Gender, Flexibility Stigma and the Perceived Negative Consequences of Flexible Working in the UK (2020)
Zitatform
Chung, Heejung (2020): Gender, Flexibility Stigma and the Perceived Negative Consequences of Flexible Working in the UK. In: Social indicators research, Jg. 151, S. 521-545. DOI:10.1007/s11205-018-2036-7
Abstract
"This study examines the prevalence and the gender differences in the perceptions and experiences of flexibility stigma -- i.e., the belief that workers who use flexible working arrangements for care purposes are less productive and less committed to the workplace. This is done by using the 4th wave of the Work-Life Balance Survey conducted in 2011 in the UK. The results show that 35% of all workers agree to the statement that those who work flexibly generate more work for others, and 32% believe that those who work flexibly have lower chances for promotion. Although at first glance, men are more likely to agree to both, once other factors are controlled for, women especially mothers are more likely to agree to the latter statement. Similarly, men are more likely to say they experienced negative outcomes due to co-workers working flexibly, while again mothers are more likely to say they experienced negative career consequences due to their own flexible working. The use of working time reducing arrangements, such as part-time, is a major reason why people experience negative career outcomes, and can partially explain why mothers are more likely to suffer from such outcomes when working flexibly. However, this relationship could be reverse, namely, the stigma towards part-time workers may be due to negative perceptions society hold towards mothers' commitment to work and their productivity. In sum, this paper shows that flexibility stigma is gendered, in that men are more likely to discriminate against flexible workers, while women, especially mothers, are more likely to suffer from such discrimination." (Author's abstract, © Springer-Verlag) ((en))
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Gender differences in the volatility of work hours and labor demand (2020)
Guisinger, Amy Y.;Zitatform
Guisinger, Amy Y. (2020): Gender differences in the volatility of work hours and labor demand. In: Journal of macroeconomics, Jg. 66. DOI:10.1016/j.jmacro.2020.103254
Abstract
"This paper examines the role of heterogeneity in a real business cycle model, which traditionally has not fully captured the relative volatility of hours to output. Men and women have different cyclical volatilities in hours worked, which is robust to different filtering methods. This empirical regularity is used to motivate a standard RBC model augmented to allow for two different agents following Jaimovich et al. (2013). These two agents have identical utility functions, but face different elasticities of labor demand due to their different complementarities with capital. These estimated elasticities find that women are more complementary to capital. The calibrated model generates the cyclical volatility of work hours by gender and for the total hours worked that matches the U.S. data better than the traditional representative agent model. I then explore other extensions to this model including investigating the stability of the estimated labor demand elasticities and allowing for various Frisch elasticities of labor supply. This paper demonstrates that allowing for even broad levels of heterogeneity in a simple framework can increase the model’s tractability with the data. Since gender is important to explain U.S. business cycle dynamics, we need to carefully consider heterogeneity when analyzing counter-cyclical economic policy, as it may not have symmetric effects across assorted groups." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2020 Elsevier) ((en))
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Digital Gender Gap: Lagebild zu Gender(un)Gleichheiten in der digitalisierten Welt (2020)
Kaste, Stefanie; Mellies, Sabine; Schwarze, Barbara; Kempf, Ute; Funk, Lore;Zitatform
Kaste, Stefanie (2020): Digital Gender Gap. Lagebild zu Gender(un)Gleichheiten in der digitalisierten Welt. Berlin ; Bielefeld, 33 S.
Abstract
Der "Digital Gender Gap" zeigt deutliche Unterschiede zwischen Frauen und Männern im Digitalisierungsgrad auf aber auch in der Arbeitswelt hinsichtlich technischer Ausstattung und Möglichkeiten zum flexiblen Arbeiten. Die Studie gibt Empfehlungen, wie Akteurinnen und Akteure im Bildungsbereich sowie in Unternehmen und Organisationen ihren Teil zu mehr Chancengleichheit in einer digitalisierten Arbeitswelt beitragen können.
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The non-use of telework in an ideal worker culture: why women perceive more cultural barriers (2020)
Zitatform
Lott, Yvonne & Anja-Kristin Abendroth (2020): The non-use of telework in an ideal worker culture. Why women perceive more cultural barriers. In: Community, work & family, Jg. 23, H. 5, S. 593-611. DOI:10.1080/13668803.2020.1817726
Abstract
"The present study analyzes workers’ non-use of telework in German workplaces. Recent research has focused mainly on the implications of telework for employees. Non-users of telework, and their reasons for non-use are under-researched. We ask to what degree cultural barriers, besides technical barriers, contribute to the non-use of telework. The analyses are based on the second wave (2014-15) of the German Linked Personnel Panel (LPP). Factor analyses confirm the importance of technical and cultural barriers for the non-use of telework. Linear regression analyses show that because men work more often than women in areas where telework is technically unfeasible, they are more likely not to use telework due to perceived job unsuitability. Women - independent of their status positions - are more likely to forgo telework due to perceived cultural barriers. In workplaces with a pronounced ideal worker culture, employees are more likely to forgo telework because they perceive cultural barriers. Finally, company-level work–life balance support diminishes the non-use of telework due to perceived cultural barriers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Auswirkungen der Ort-Zeit-Flexibilisierung von Erwerbsarbeit auf informelle Sorgearbeit im Zuge der Digitalisierung: Expertise für den Dritten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung (2020)
Zitatform
Samtleben, Claire, Yvonne Lott & Kai-Uwe Müller (2020): Auswirkungen der Ort-Zeit-Flexibilisierung von Erwerbsarbeit auf informelle Sorgearbeit im Zuge der Digitalisierung. Expertise für den Dritten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung. Berlin, VIII, 61 S.
Abstract
"Homeoffice gilt häufig als ein Instrument zur Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie und gewinnt aktuell nochmal an Bedeutung. Aber ist die Nutzung von Homeoffice und flexiblen Arbeitszeiten auch ein geeignetes Instrument, um die Verteilung von informeller Sorge- und Erwerbsarbeit zwischen Männern und Frauen gerechter zu gestalten? Welchen Unterschied macht es, wenn in einer Paarbeziehung nur die Frau, nur der Mann oder beide zugleich Homeoffice in Anspruch nehmen? Und welcher betrieblichen und wohlfahrtsstaatlichen Rahmenbedingungen bedarf es, damit das Potential zur besseren Vereinbarkeit von beiden Geschlechtern in gleicher Weise genutzt werden kann? In ihrer Expertise für den Dritten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung „Auswirkungen der Ort-Zeit-Flexibilisierung von Erwerbsarbeit auf informelle Sorgearbeit im Zuge der Digitalisierung“ gehen Claire Samtleben, Dr. Yvonne Lott und Dr. Kai-Uwe Müller vom DIW Berlin diesen Fragen mit einer Längsschnittstudie empirisch nach. Dabei wird das Konzept des Gender Care Gap aus dem Zweiten Gleichstellungsbericht durch einen neuen Indikator, den Gender Care Share ergänzt, der den weiblichen Anteil informeller Sorgearbeit auf der Paarebene veranschaulicht." (Textauszug, IAB-Doku)
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Auswirkungen der Ort-Zeit-Flexibilisierung von Erwerbsarbeit auf informelle Sorgearbeit im Zuge der Digitalisierung: Expertise für den Dritten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung (2020)
Zitatform
Samtleben, Claire, Yvonne Lott & Kai-Uwe Müller (2020): Auswirkungen der Ort-Zeit-Flexibilisierung von Erwerbsarbeit auf informelle Sorgearbeit im Zuge der Digitalisierung. Expertise für den Dritten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung. (Dritter Gleichstellungsbericht der Bundesregierung), Berlin, 61 S.
Abstract
"Homeoffice gilt häufig als ein Instrument zur Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie und gewinnt aktuell nochmal an Bedeutung. Aber ist die Nutzung von Homeoffice und flexiblen Arbeitszeiten auch ein geeignetes Instrument, um die Verteilung von informeller Sorge- und Erwerbsarbeit zwischen Männern und Frauen gerechter zu gestalten? Welchen Unterschied macht es, wenn in einer Paarbeziehung nur die Frau, nur der Mann oder beide zugleich Homeoffice in Anspruch nehmen? Und welcher betrieblichen und wohlfahrtsstaatlichen Rahmenbedingungen bedarf es, damit das Potential zur besseren Vereinbarkeit von beiden Geschlechtern in gleicher Weise genutzt werden kann? In ihrer Expertise für den Dritten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung „Auswirkungen der Ort-Zeit-Flexibilisierung von Erwerbsarbeit auf informelle Sorgearbeit im Zuge der Digitalisierung“ gehen Claire Samtleben, Dr. Yvonne Lott und Dr. Kai-Uwe Müller vom DIW Berlin diesen Fragen mit einer Längsschnittstudie empirisch nach. Dabei wird das Konzept des Gender Care Gap aus dem Zweiten Gleichstellungsbericht durch einen neuen Indikator, den Gender Care Share ergänzt, der den weiblichen Anteil informeller Sorgearbeit auf der Paarebene veranschaulicht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Telework and ICT-based mobile work: flexible working in the digital age (2020)
Vargas Llave, Oscar; Mandl, Irene; Wilkens, Mathijn; Weber, Tina;Zitatform
Vargas Llave, Oscar, Irene Mandl, Tina Weber & Mathijn Wilkens (2020): Telework and ICT-based mobile work. Flexible working in the digital age. (Eurofound research report / European Foundation for the Improvement of Living and Working Conditions), Dublin, 57 S. DOI:10.2806/337167
Abstract
"Advances in ICT have opened the door to new ways of organising work. We are shifting from a regular, bureaucratic and ‘factory-based’ working time pattern towards a more flexible model of work. Telework and ICT-based mobile work (TICTM) has emerged in this transition, giving workers and employers the ability to adapt the time and location of work to their needs. Despite the flexibility and higher level of worker autonomy inherent in TICTM, there are risks that this work arrangement leads to the deterioration of work–life balance, higher stress levels and failing worker health. This report analyses the employment and working conditions of workers with TICTM arrangements, focusing on how it affects their work–life balance, health, performance and job prospects. While policymakers in many EU countries are debating TICTM and its implications, the study finds that only a few have implemented new regulations to prevent TICTM from having a negative impact on the well-being of workers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
