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Wissenschaftliche Studie zur Fachkräfteeinwanderung

Im Zuge des demografischen Wandels wird das inländische Arbeitsangebot in Deutschland deutlich zurückgehen. Dieser Mangel an Arbeitskräften könnte jedoch durch eine verstärkte Fachkräfteeinwanderung abgemildert werden. Angesichts des demografisch bedingten Fachkräftemangels ist eine erfolgreiche Förderung von Erwerbsmigration nicht nur aus arbeitsmarktpolitischer, sondern auch aus gesamtgesellschaftlicher Sicht zentral: sie sichert langfristig Innovationskraft, Wettbewerbsfähigkeit und die Finanzierung sozialer Sicherungssysteme.

Mit dem Gesetz zur Weiterentwicklung der Fachkräfteeinwanderung (FEG 2.0), sukzessive seit 18. November 2023 in Kraft getreten, hat die Bundesregierung den rechtlichen Rahmen für die Zuwanderung aus Drittstaaten grundlegend erweitert. Allerdings existieren bislang keine Befragungsdaten, die systematisch Auskunft über Pläne, Motivation, Visumserfahrungen und erste Integrationsschritte von jüngst zugewanderten Erwerbsmigrantinnen und -migranten geben. Deshalb führt das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), in Kooperation mit dem Forschungszentrum des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF-FZ), eine Befragung dieser Gruppe durch. Sie wird im Rahmen einer Evaluation des FEG 2.0 im Auftrag der Bundesministerien für Arbeit und Soziales (BMAS) und des Innern (BMI) durchgeführt.

In Kooperation mit dem BAMF wird eine repräsentative Stichprobe aus dem Ausländerzentralregister gezogen, um kürzlich zugewanderte Inhaber ausgewählter Erwerbs- und Bildungsvisa (u. a. Chancenkarte, EU-Blaue Karte, Fachkräfte- und IT-Visa) per Brief zu einer 20-minütigen Online-Erhebung einzuladen. Ziel ist es, Erkenntnisse über die Arbeits- und Lebenssituation sowie Bleibe- oder Rückkehrabsichten der Befragten zu erfassen. Darüber hinaus sollen die Befragungsdaten mit den Integrierten Erwerbsbiografien (IEB) des IAB verknüpft werden, sofern einer Verknüpfung (Record Linkage) zugestimmt wird. Mit dieser Verknüpfung sollen fundierte Informationen zur Teilhabe am Arbeitsmarkt gewonnen werden.

Durch diese Verknüpfung mit IEB-Registerdaten und den Fokus auf bislang untererforschte Visakategorien wie der Chancenkarte entsteht ein international einzigartiger und repräsentativer Datensatz. Politik, Verwaltung und Forschung erhalten damit erstmals Evidenz, wie die jüngsten Änderungen im Einwanderungsrecht wirken, wo Prozesse verbessert werden können und welche Faktoren eine frühe Abwanderung verhindern. Die Ergebnisse liefern so eine evidenzbasierte Grundlage für die Weiterentwicklung von Fachkräftestrategien und Integrationsangeboten.

Kontakt

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich gern per E-Mail an die beteiligten Forscher*innen: iab.projektfeg20@iab.de

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