Im Kontext der verschiedenen Migrationsbewegungen der vergangenen Jahre entwickelte sich ein breites Spektrum lokaler, nationaler und transnationaler sozialer Sicherungspraktiken in mehrdimensionalen Ordnungsräumen. Das Forschungsprojekt "Migrantenorganisationen und die Ko-Produktion sozialer Sicherung – Eine Mehr-Ebenen-Analyse migrantischer Praktiken in wohlfahrtsstaatlichen Arrangements" untersuchte von Mai 2021 bis Februar 2023 die Transformation institutioneller und informeller sozialer Sicherung, unter Bedingungen von Migration, Transnationalisierung und Globalisierung, am Beispiel von Migrantenorganisationen, die zu wichtigen Adressaten politischer Interventionen geworden sind.
In drei Arbeitspaketen standen diese Fragestellungen im Vordergrund:
- Wie adressiert die politische Ebene soziale Risiken von zugewanderten Bevölkerungsgruppen?
- Wie wird auf Ebene von lokalen Migrantenorganisationen auf diese Herausforderung reagiert?
- Wie werden die formellen und informellen Sicherungsstrukturen von zugewanderten Personen tatsächlich für ihre Ziele genutzt?
Das Duisburger Team des Verbundprojektes gibt einen kurzen Einblick in die erhobenen Daten und Ergebnisse des Gesamtprojektes und fokussiert sich dann auf die Rolle von Migrantenorganisationen im transformierten Sozialstaat.
