Die Forschung konzentriert sich zum einen auf die Berufsorientierung, Berufs- und Bildungsaspirationen sowie postschulische Bildungsentscheidungen, die relevant für die Übergänge in Ausbildung, Studium oder den Arbeitsmarkt sind. Dabei werden sowohl Übergänge in und aus Maßnahmen als auch Übergänge aus dem regulären Bildungssystem betrachtet. Zum anderen analysiert das IAB die Rahmenbedingungen und Effekte von Weiterbildung. Auch die Bedeutung beruflicher Aus- und Weiterbildung im Kontext des technologischen Wandels und der ökologischen Transformation wird untersucht. Eine wichtige Rolle spielen dabei die Effekte von institutionellen Änderungen sowie von Maßnahmen der Bundesagentur für Arbeit, wie z.B. Instrumente der Weiterbildungsförderung und -beratung oder der Unterstützung des Übergangs in Ausbildung.
Der Forschung stehen einzigartige Datensätze zur Verfügung: einerseits administrative Daten und andererseits Befragungsdaten wie das Nationale Bildungspanel oder das IAB-Betriebspanel. Zudem ermöglichen verknüpfte Datenprodukte wie das Handwerkspanel tiefergehende Analysen von arbeitsmarktrelevanten Bildungsaktivitäten.
Für 2026 geplante Projekte nehmen zunächst individuelle Bildungsentscheidungen beim Übergang von der Schule in den Arbeitsmarkt sowie deren längerfristige Konsequenzen in den Blick. Wichtige Datenquellen hierfür sind die Erhebung „BeYou – Berufswahl und Du““ sowie die BA-BIBB-IAB-Bewerberstudie. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf bestimmte Personengruppen wie Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf gelegt, und es wird der Frage nachgegangen, wie sich der Besuch einer Förderschule anstelle einer Regelschule auf die Erwerbschancen auswirkt. Außerdem ist die Auswertung einer Befragung von Teilnehmenden an Teilqualifizierungen geplant.
Im Bereich der Weiterbildungsforschung liegt ein Fokus auf den Hürden der Weiterbildungsbeteiligung. Dabei werden sowohl individuelle Erwartungen bezüglich der Kosten und Erträge von Weiterbildungen als auch Unterschiede in der Teilnahme an spezifischen Weiterbildungsformen wie dem digitalen Lernen analysiert. Einen weiteren Schwerpunkt stellen die Arbeitsmarkteffekte geförderter Weiterbildung dar: Von besonderem Interesse sind hier die Beschäftigungswirkungen von Weiterbildungen in IT-Berufen, aber auch die Implikationen des Einsatzes virtueller Kursformate.
Weitere Projekte widmen sich der Rolle der beruflichen Weiterbildung für den Aufbau und die Anpassung von Fähigkeiten im Kontext des strukturellen Wandels am Arbeitsmarkt. Neben der Bedeutung von Weiterbildung für die ökologische Transformation werden dabei auch die Auswirkungen technologischer Neuerungen – insbesondere des Einsatzes von KI-Anwendungen – auf Qualifikationsprofile und -bedarfe untersucht. Schließlich wird der Frage nachgegangen, wie sich betriebliche Weiterbildungsaktivitäten in der jüngeren Vergangenheit entwickelt haben, auch mit Blick auf Ungleichheiten in der Teilhabe an betrieblicher Weiterbildung.
Aktivitäten
- Publikationen zum Thema „Bildung vor und in dem Erwerbsleben“
- Projekte zum Thema „Bildung vor und in dem Erwerbsleben“
Bereiche
- Forschungsbereich Arbeitsförderung und Erwerbstätigkeit
- Forschungsgruppe Berufe in der Transformation
- Forschungsbereich Betriebe und Beschäftigung
- Forschungsbereich Bildung, Qualifizierung und Erwerbsverläufe
- Regionales Forschungsnetz
- Nachwuchsforschungsgruppe Berufe und Erwerbsverläufe
- Arbeitsgruppe Ausbildung
- Arbeitsgruppe Berufe
- Arbeitsgruppe Weiterbildung
